Liebe Fomis, letzte Woche um diese Zeit saßen wir wieder im Flieger zurück ins kalte Deutschland. So lang die Vorbereitungszeit auch dauert, so riesig groß die Vorfreude auf die Reise ist, so intensiv die Zeit vor Ort erlebt wird – so schnell ist der Urlaub leider auch immer wieder vorbei… 😉
Wie wohl die meisten von euch, möchte ich deshalb einen Reisebericht verfassen. Um das Erlebte nochmal zu durchleben und auch hier im Alltag noch weiter von den Erinnerungen zu zehren... Und vielleicht hat ja der ein oder andere Interesse, uns auf dieser Reise zu begleiten bzw. Anregungen oder Infos zu erhalten. Wobei wir im letzten Jahr so viele Infos hier aus dem Forum erlesen und erhalten haben, dass dafür ein weiterer RB sicher nicht notwendig wäre… 😄
Damit ihr wisst, worauf ihr euch einlasst, hier ein Überblick unserer Stationen:
Nachdem wir (Markus & Nadja) in den letzten 3 Jahren jeweils einen gemeinsamen Urlaub in S.A. verbracht haben, hatten wir noch im November 2014 vor Ort entschieden, mal ein ganz anderes Reiseziel zu wählen, damit Afrika auch weiterhin etwas Besonderes für uns bleibt... Allerdings kam uns bereits im Dezember 2014 der Direktflug mit Air Namibia dazwischen und somit war noch vor Jahresende alles über den Haufen geworfen und der Flug gebucht. 😄 🤪 🤩
Windhoek als Start unserer Reise stand somit fest und alles andere ging dann auch recht schnell… Meine erste Namibia Erfahrung habe ich 2010 gesammelt, damals war ich im Rahmen einer Gruppenreise jedoch im Norden unterwegs. Von daher stand für unsere Planung nun der Süden (plus KTP) im Focus...
Um die Camps im KTP zu buchen, wurde am Datum der Freischaltung im Januar eine Nachtschicht eingelegt und mit etwas Glück haben wir unsere Wunschunterkünfte auch (fast) in der gewünschten Reihenfolge buchen können!
Somit war nun auch das Highlight zum Ende unserer Reise dingfest. Auf einen Rückflug mussten wir allerdings noch etliche Wochen warten, da unser Plan auf einen passenden Rückflug zu einem akzeptablen Preis nicht so wirklich aufging, wie gedacht. Letztendlich konnten wir jedoch einen ganz guten Flug über JNB ergattern. Und nebenbei geht’s somit nun im Februar noch ein Wochenende nach Wien. Versteh' einer den Buchungsdschungel... 😗
Die verbliebenen Tage konnten nun auch mit Leben gefüllt werden. Viele Ideen und Infos dafür haben wir hier aus dem Forum erhalten und auch die „Wartezeit“ wurde in den letzten 11 Monaten hier herrlich verkürzt und die Vorfreude erhöht! Herzlichen Dank dafür!!! 😘
So, auf geht’s:
16.12.2015 – endlich war der Tag gekommen - nach dem ganzen Vorweihnachtsstress, Weihnachtsfeiern, Terminen, restlichen Arbeitstagen, etc. - waren wir froh, als wir am frühen Nachmittag im Auto Richtung Frankfurt saßen. Wie schon des Öfteren in den letzten Jahren, stellten wir unser Auto bei meiner Schwester ab und fuhren aufgrund des heftigen Berufsverkehrs gemütlich mit der Bahn die letzten km zum Flughafen. Pünktlich kamen wir also im Terminal 2 an und wunderten uns, dass nur zwei Leute vor uns am Namibia Schalter standen. Wir hatten mit riesigen Warteschlange und elenden Wartezeiten gerechnet. Wahrscheinlich waren wir doch später dran als ursprünglich geplant, aber dadurch lief alles flott beim Einchecken… 😗
Die Air Namibia Mitarbeiterin versetzte uns noch ein paar Schrecksekunden, da wir bereits eingecheckt sein sollten – ach ja?! 🤨 – und außerdem verstand sie es nicht, dass wir keinen Rückflug hatten. Hatten wir – nur eben nicht mit Air Namibia… 😛
Es hat sich jedoch alles recht zügig geklärt und so ging es nach geringer Wartezeit in den Flieger. Der Flug war ruhig, der Service freundlich, die Nacht allerdings kürzer als erhofft, da ein Baby zwei Reihen hinter uns so gar nicht in den Schlaf finden wollte. 😵
Um fünf Uhr ging die Sonne auf, wir näherten uns unserem Ziel – jetzt konnte der Urlaub so richtig starten!
Teil 217. Jan. 2016
17.12.2016 – Anreise Swakopmund
Die Landung in Windhoek verlief pünktlich, noch dick eingemummelt liefen wir den Weg vom Flieger zum Flughafengebäude. Bei der Einreise gab es die üblichen Schlangen, allerdings dauerte es nicht allzu lang und als wir durch waren, lag auch schon unserer Gepäck auf dem Band.
Flugs ging es also weiter in die Eingangshalle, Richtung Geldautomat. Während ich mit zwei Kreditkarten bewaffnet gewartet habe, an die Reihe zu kommen, hielt Markus Ausschau nach unserem Transferfahrer. Für unsere spätere Reise in den KTP benötigten wir Rand und waren super happy, als der Automat am Flughafen uns nach erstem Zicken Rand statt N$ ausspuckte. 🤩
Der Fahrer war auch bald gefunden, allerdings wartete er noch auf ein italienisches Paar, welches ebenfalls mit abgeholt werden sollte. Wir verbrachten die Wartezeit draußen vorm Eingang und in der Morgensonne wurde uns bereits klar – hier ist Sommer angesagt!
Nach einiger Zeit kamen die drei ebenfalls aus dem Flughafengebäude und es ging weiter zum Parkplatz. Beim einladen des Gepäcks stellten die Italiener jedoch fest, dass sie den falschen Koffer mitgenommen hatten. Oh Gott – Horror! Was für eine Vorstellung: das Gepäck kommt an, wird aber von Mitreisenden entführt… 😈 Die Beiden mussten also nochmal zurück, aber nach einer Viertelstunde hatte sich alles geklärt und eingefunden und los ging es nach Windhoek.
Die ruhige Fahrt ging durch die ausgetrocknete Landschaft Namibias. Man sah auf den ersten Blick, dass es noch nicht wirklich geregnet hatte in dieser Saison und unserer Fahrer erzählte uns von den verhungernden Tieren im ganzen Land… 🙁
Die Wagenübernahme bei African Tracks 4x4 Car Hire verlief sehr professionell. Unser gebuchter Toyota Hilux 4x4 Doppelkabiner machte auf den ersten Blick eine klasse Eindruck auf uns! Vor allem über die Reifen waren wir sehr happy. Es war ja unserer erster Urlaub mit 4x4, aber auch als „Einsteiger“ sahen wir, dass diese nicht die schlechteste Option waren. Im Vorfeld hatte Markus um eine Kühlbox, Kompressor und zwei Transportboxen gebeten und alles war bereits im Auto verstaut und wurde gründlich von Wiebke erklärt.
Der Haupttank unseres Hilux war zudem noch mehr als zur Hälfte gefüllt und somit konnten wir uns gegen 10.00h direkt auf die Reise Richtung Swakop machen, ohne vorher groß zum Tanken durch Windhoek düsen zu müssen.
Die Entscheidung, direkt am Ankunftstag eine solche Strecke zu meistern, hatten wir bereits sehr weit im Voraus getroffen. So richtig geheuer war es uns dann doch nicht mehr, nachdem wir uns intensiver mit dem Thema beschäftigt hatten und der Urlaub immer näher kam... 😗 Kurz vorm Urlaub kam dann die Überlegung auf, die C28 Rg. Swakopmund zu nehmen (weniger Verkehr? langsamerer Verkehr?). Da wir den zusätzlichen Zeitbedarf jedoch nicht wirklich einschätzen konnten, entschieden wir uns vor Ort doch für die B2.
By the way… Im Nachhinein hat alles prima geklappt, wir haben auf der Strecke mehrmals einen Fahrerwechsel gemacht (in diesem Urlaub durfte ich für unsere Verhältnisse übrigens erstaunlich oft ans Lenkrad… 😎 ) und haben den vollen Urlaubstag am nächsten Tag in Swakopmund genossen. Trotzdem wollen wir hier solch‘ eine lange Fahrt nach dem Flug ausdrücklich nicht pauschal empfehlen!!!
Kurz hinter Windhoek gab es die erste Straßensperre. Freundliche Polizisten reichten uns Infos zum umsichtigen Fahren während der Weihnachtszeit sowie Müllbeutel für die Reise. Sehr schön! Gefällt uns… 🙂
Unseren ersten Stopp mussten wir in Okahandja machen. Die beiden Tanks wollten schließlich gefüllt werden. Da sie dort nur cash nahmen, war also wieder Geldziehen angesagt (unsere Rand hüteten wir schließlich…). Währenddessen habe ich uns im Shop nebenan Getränke und das erste Biltong der Reise gekauft.
Bei einem weiteren Fahrerwechsel genossen wir bereits die unendliche Weite des Landes sowie den blauen Himmel!
Just in dem Moment kam auch der Zug aus Rg. Swakopmund vorbei. Aufgrund der flirrenden Hitze war es jedoch gar nicht so einfach, ein vernünftiges Bild hinzubekommen…
Die Fahrt war insgesamt angenehm ruhig! Es gab nicht viel Verkehr und von daher war es ziemlich stressfrei. Vor Swakop änderte sich das Wetter jedoch und es wurde ziemlich grau in grau.
Gegen 15:00h erreichten wir unser erstes Ziel, das Namib Guesthouse, ein am Rande des Zentrums gelegenes nettes B&B und bezogen Room Nr. 4.
(Das Bett wurde von mir vor dem Bild nochmal fototauglich präpariert, da ich bei der Ankunft verpasst hatte ein Bild zu machen…)
Nach dem Auspacken, kurzer Dusche und Aktivierung des Safes ging es zu Fuß Richtung Leuchtturm und Meer.
(Dez.2010)
Das Wetter war nicht vergleichbar mit meinem ersten Besuch vor 5 Jahren und auch den Weihnachtsmarkt hatten wir dieses Mal um einige Tage verpasst – sehr schade!
Dafür hatten wir kurz darauf das Glück, Delphine und Robben vom Ufer bzw. der Mole aus zu sehen. Das war ja mal ein guter Start! So konnte es bleiben… 🙂
Auf dem Weg ins Zentrum reservierten wir im Vorbeigehen sicherheitshalber schon mal einen Tisch im Kückis. Im Superspar kauften wir ein paar Getränke - um Verpflegung brauchten wir uns in den ersten Tagen ja noch nicht zu kümmern. Da es neben dem Eingang einen ATM gab, wurden nochmals die Kreditkarten gezückt. Bei Markus‘ Karte ging jedoch nix mehr, ich bekam noch 2x2.000 N$, da ich den ATM in Okahandja ja ausgelassen hatte. Da wir befürchteten, dass man unsere Karten aufgrund von vermeintlichen Missbrauchs sperren würde, rief Markus sicherheitshalber bei unserem Kreditinstitut an. Wir hatten jedoch wohl nur unser „Tageslimit“ erreicht und hätten uns den Anruf sparen können, aber sicher ist sicher… 😕
Nach einem schnellen Abendessen im Kückis mit überbackenen Austern, Knoblauchbrot, Rumpsteak und Surf & Turf und einigen Windhoek Lagern ging es satt und müde zurück ins Guesthouse. Um 20:30h haben wir beide selig geschlafen nach diesem langen Tag… Die afrikanische Zeitumstellung hatten wir somit schon intus! 😛
Teil 321. Jan. 2016
18.12.2016 Swakopmund – Teil 1 – Eco Dune Tour
Für den heutigen Tag stand eine Living Desert Tour an, die wir über unsere Unterkunft schon von Deutschland aus reserviert hatten.
Ab 7:00h gab es Frühstück, der Wecker stand deshalb auf 6:30h – da wir am Vorabend jedoch so früh im Bett waren, war Markus bereits um 5:30h wach und es gab erstmal Kaffee am Bett, als ich die Augen aufschlug. Willkommen in Afrika – herzlichen Dank – das ging ja schnell mit der Zeitumstellung… 😮 (Pirschfahrten standen doch noch gar nicht an!)
Das Frühstück war gut mit verschiedenen Brot-, Aufschnitt-, Käsesorten, Müsli, diversen Marmeladen, Müslisorten, Fruchtsäften und Obstsalat. Am Tisch wurden wir gefragt ob wir Eier (in jeglicher Form) haben wollten.
Pünktlich um 08:00Uhr wurden wir wie vereinbart von einem Mitarbeiter von „Batis Birding Safari" abgeholt. Wie sich herausstellte war Dayne unser Guide für heute. Dayne ist der Sohn von Steve Braine (bekannter Vogelexperte in Namibia). Das „Familienunternehmen“ bietet seit einigen Jahren in Swakopmund u.a. eine Desert Tour an.
Wir hatten uns im Vorfeld bewusst für Batis und gegen die "Nr.1 vor Ort" entschieden, da wir die Tour nicht mit einer riesigen Gruppe und wohlmöglich mehreren Fahrzeugen machen wollten. Diese Entscheidung war goldrichtig...außer Dayne war nur noch ein weiterer Gast an Bord. 🙂
Zu viert konnte es also losgehen. Kurz hinter Swakopmund bogen wir auch schon links ab, in die geschützte Dünenlandschaft.
Unser erster Stopp war der Pferdefriedhof in den Dünen. Für mich als Pferdefreund ging der Tag "gut" los, als ich erfuhr, dass an dieser Stelle 1915 mehr als 2.000 Pferde und Maultiere aufgrund einer hochinfektiösen Rotz-Epidemie erschossen wurden. 😵
Der Himmel war noch wolkenverhangen und die Temperaturen recht frisch. Dayne erklärte uns die Entstehung und Ausdehnung der Wüsten entlang der Küste Namibias, anhand einer Karte und seiner "Sandskizze".
Aufgrund des diesigen Wetters wurde uns deutlich gemacht, wie Leben in dieser Wüstenlandschaft überhaupt möglich ist. Einige Dollarbüsche waren durch die Sandverwehungen stark in Bedrängnis…
Die erste „Spur“ führte uns zu dieser Sand Viper.
Dayne hatte die Hoffnung, uns bei diesem kalten Wetter Skorpione zeigen zu können und suchte die alte Eisenbahntrasse ab.
Skorpione wollte sich jedoch nicht finden lassen, dafür eine weitere Viper…
Als nächstes entdeckte er ein kleines dunkles Namaqua Chamäleon.
Die verteilten Mehlwürmer vertilgte es mit regem Appetit und wir amüsierten uns über seine lange und flinke Zunge. 😄
Der Jagdtrieb war geweckt! Aber bloß nicht den Halt verlieren… 😄
Nachdem alle Mehlwürmer vertilgt waren, machte es sich das Chamäleon wieder schön gemütlich im „sicheren“ Busch. Essen macht glücklich! Das sah‘ man ihm an der Farbe an… 🙂
Neben einem Tok Tokkie fand Dayne für uns einen Fitsimmon’s Burrowing Skink und zeigte uns zwei Namib Sand Lizards aus der Nähe.
Im Vorbei fahren war der Massenauflauf beim Sandboarding zu sehen. Erschreckend fanden wir die vielen Fahrspuren abseits der eigentlichen Pad und den Müll, den der Wind immer wieder aus der Stadt in die Wüste bläst. 😠
Vom Auto aus sahen wir ein zweites Namaqua Chameleon, welches ebenfalls eine Portion Mehlwürmer abbekommen sollte.
Eine richtige rot-gelbe Kriegsbemalung hatte er aufgelegt. Faszinierend war das Augenspiel während der Futteraufnahme zu beobachten.
Der kleine Kerl war zu drollig!
Dayne demonstrierte uns mit etwas Sprühwasser, wie schnell sich die Samen"räder" des Dollerbusches bei Feuchtigkeit zusammenziehen.
Auch die Nara Pflanzen mit ihren grünen und grauen Zweigen, Blüten und Früchten waren oft anzutreffen.
Ein kleiner Vogel erweckte mit seinem Gezwitscher unsere Aufmerksamkeit und Dayne holte lachend seine verbliebenen Mehlwürmer hervor. Der kleine Kerl war wohl des Öfteren hier anzutreffen und kannte die Prozedur des Chameleon Fütterns wohl schon und bestand auf seine Portion. 😘
Ich muss sagen, dass wir uns mit Vogelbestimmung bisher kaum beschäftigt haben – seit dem Urlaub sind wir jedoch mit einem Sasol und Newman’s bestückt – und wohl noch nicht schlauer… 😕 😗 Wir tippen mal auf einen Namibschmätzer (Danke, Guggu!), sind aber für jede Vogelbestimmung bzw. –korrektur im weiteren Reiseverlauf sehr dankbar!
Nach abgeschlossener Fütterung war er auf alle Fälle noch sehr kooperativ und zeigte sich von seinen besten Seiten…
Es gab eine Pause mit Getränken und ein paar kleinen Snacks und pünktlich zum Dünenaufstieg ließ sich auch die Sonne mal zwischen den Wolken blicken.
Das Farbspiel der Dünen aufgrund von Lichteinfall und Mineralien war traumhaft. Dayne erklärte uns die unterschiedlichen Mineralien und demonstrierte mit Hilfe eines Magneten den Quarzgehalt des Sandes.
Nach interessanten Stunden in der Namib Wüste ging es heim Richtung Swakopmund und wir wurden gegen 12:30h wieder am Guesthouse abgesetzt.
Es war ein toller Vormittag mit wüstenfreundlichem Wetter und einen super Guide! Auch wenn wir einige Wüstenbewohner leider nicht entdeckt haben, hat uns die Tour total gut gefallen, da man merkte, dass Dayne mit Enthusiasmus bei der Sache ist, jede Frage beantwortet und sich gemeinsam mit uns über jedes entdeckte Tier gefreut hat. 🙂 😄
Teil 423. Jan. 2016
18.12.2015 – Swakopmund – Teil 2
… wieder im Namib Guesthouse angekommen, gönnten wir uns erstmal ein „Kaltgetränk“ im Innenhof und wechselten Schuhe gegen Flip Flops. Mein Handy zeigte eine SMS von Dineplan an – ich hatte Wochen vorher bereits einen Tisch für 19.00h im Jetty bestellt und an die Buchung wurde nochmals erinnert. Welch‘ ein Service! 😄
Unser Weg in die Innenstadt führte erstmal wieder in Richtung Meer. Ursprünglich hatte ich ja vorgehabt, wie auch 2010, ein Bad zu nehmen, aber die Temperaturen in Swakopmund luden (uns) in diesem Dezember nicht zum Baden ein… 🤨
Zumindest die Füße erhielten eine „atlantische“ Erfrischung… 😛
In Swakopmund wollten wir uns bereits das Permit für Sossusvlei besorgen und fanden das NWR Gebäude auch auf Anhieb – allerdings trafen wir genau in der Mittagspause dort ein. Macht ja nix… Somit ging es für uns direkt ins Village Café, wo auch wir unsere Mittagspause verbringen wollten!
Das Café sieht von außen recht unscheinbar und klein aus, im Innenhof ist sind jedoch noch viele Plätze und alles ist sehr liebevoll/kurios dekoriert. Da es so gut besucht war, habe ich leider kaum Fotos gemacht. Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle – allein die Speisekarte ist schon lesenswert, die Speisen waren frisch und sehr lecker und Markus‘ Bananen-Milchshake der Hammer!!! 🤩 🤪
Es gibt dort einen ausrangierten Bus, der als Sitzecke dient – allerdings war er besetzt, als wir eintrafen…
Mein Handy zeigte eine neue SMS an: „Change Confirmation-2 pax at 17:15-Middle Back“
Wie jetzt?! Ich reserviere 2 Monate im Voraus einen Tisch für 19:00 mit Blick auf’s Meer, diese Buchung wird am Morgen noch bestätigt und um halb drei gibt’s dann die Nachricht, dass wir 2 h früher in den Mittelraum verlegt werden sollten?! 😈
Was soll’s wir mussten eh‘ wieder Richtung NWR Büro, warum also nicht gleich den Weg weiter bis zum Meer nehmen und die Buchung im Jetty’s klarstellen…?!
Die Dame in NWR Büro war aus der Mittagspause zurück und wohl etwas überrascht, dass wir bei ihr ein Permit fürs Sossusvlei und nicht für ihre Region kaufen wollten. Etwas pikiert gab sie uns das Permit, welches wir selbst ausfüllen mussten. 🙄
Im Jetty’s konnten wir unsere Buchung zumindest soweit klären, dass wir unsere ursprüngliche Uhrzeit und einen Fensterplatz (allerdings im mittleren Bereich auf der anderen Seite) zurück ergattern konnten.
Das Wetter war immer noch trübe und passte in diesem Moment auch zu unserer Stimmung… 😉
Wir bummelten noch ein wenig durch den Ort, zogen mal wieder Geld und genossen die Weihnachtsstimmung… 😁
Markus kaufte sich zudem den Sasol Birds (welcher ihn im Laufe der weiteren Reise und selbst zu Hause regelmäßig zur Verzweiflung brachte…). 😕 😮
Common Waxbill
Wieder im Guesthouse angekommen gönnten wir uns einen Mittagsschlaf und später ging es – auf mittlerweile altbekanntem Weg – Richtung Meer zu Jetty’s.
Hier im Forum hatten wir von der Fischplatte gelesen und somit war die Wahl im Vorhinein klar… Dazu gab’s noch einen Caeser’s Salad und Austern und Aperol zur Vorspeise. Jummy!!! Zum Essen einen leckeren Weißwein… Das ist Urlaub! Was für ein gelungener Tag! 😄
Die „kleine“ Fischplatte reicht für 2 Personen übrigens vollkommen… auch das hatten wir im Vorfeld hier im Forum gelesen und können es nur bestätigen.
Satt und zufrieden ging es dieses Mal über die Hauptstraße sicher nach Hause… 🙂
Teil 524. Jan. 2016
19.12.2015 – Fahrt zum Desert Camp – 333km
Nach einem ausgiebigen Frühstück packten wir unsere Sachen soweit zusammen und machten uns vor der Abreise auf zum Fruit & Veg und anschließend zum Superspar. Da wir uns während der kommenden Tage nur zwei Mal selber verpflegen mussten, benötigten wir neben den Basics und Getränken nicht allzu viel... 😗
Die Auswahl in beiden Supermärkten war phänomenal und wir bekamen alles ohne Probleme und konnten den Einkaufszettel komplett abhaken. Unsere Kühlbox wurde das erste Mal in Betrieb genommen und beladen.
Zurück im Namib Guesthouse checkten wir aus, zahlten unsere Rechnung und auf ging es über die B2 und dann weiter über die C14 Richtung Süden.
Das Wetter war an diesem Tag wieder total diesig und ziemlich ungemütlich und machte uns den Abschied aus Swakop leicht… 😉
Kurz vor Walvis Bay gab‘ es wieder eine „Straßensperre“ und wir bekamen weiteres Infomaterial zu "sicherem Fahren während der Weihnachtszeit". Zumindest hatten wir auf unserer Fahrbahn nicht so eine lange Autoschlange, wie auf der Gegenseite… 😛
Auf der C14 änderte sich das erste Mal in diesem Urlaub der Straßenbelag…
Am Vogelfederberg legten wir einen kurzen Stopp ein und ich besuchte die Toilette – nicht wirklich empfehlenswert! 🤢 Der Himmel war mittlerweile fast wolkenlos und die Temperaturen merklich angestiegen.
Immer wieder gab es hohe Kuppen auf der Strecke, doch der Weg war ja breit genug und aufgrund der Trockenheit sah‘ man die Staubwolken entgegenkommender Fahrzeuge schon von weitem.
Die Trockenheit war erschreckend, die Weite jedoch beeindruckend. In der Ferne sahen wir Bewegungen – unsere ersten Zebras in diesem Urlaub! Leider waren sie zu weit weg, um sie bei der flirrenden Hitze wirklich erkennbar aufs Foto zu bekommen… Wie ist ein Überleben hier überhaupt möglich?! 😕
Wir machten einen Fahrerwechsel und ich durfte das Steuer übernehmen. Kurz darauf verpassten wir unseren ersten Oryx, der dekorativ unter einem Baum stand. Natürlich sollten wir noch sehr, sehr viele davon sehen – aber den ersten haben wir nun mal nicht fotografiert… 😠
Zugegebenermaßen war meine Fahrtstrecke deutlich spannender, da nach endlosem Geradeausfahren nun der Teil durch den Kuiseb Canyon anstand. Dies hatte zur Folge, dass ich freudig hoch, runter, rechts und links durch die Kurven gefahren bin. Die Landschaft war wunderschön! 🤩 🤪 😄
Mein Beifahrer konzentrierte sich jedoch immer mehr auf die Straße und ich als Fahrer auf die Ausschicht - aufgrund dessen stand kurze Zeit später wieder ein Fahrerwechsel an. 😗
Die Landschaft veränderte sich, nach dem Canyon blieb es hügeliger und man sah richtig, wie sich die Gesteinsschichten vor langer Zeit aufgeschichtet hatten.
Die Pferde, die wir am Wegesrand trafen, sahen leider sehr mitgenommen aus…
Die Landschaft war faszinierend und wunderschön und bald überquerten wir den südlichen Wendekreis.
Eine kleine Farm am Wegesrand, in farbenfroher Aufmachung und schattensuchenden Rindern.
In Solitaire legten wir einen kurzen Stopp ein. Während Markus den Wagen betankte, lief ich über das Gelände und fotografierte die Autowracks und beobachtete ein paar Erdhörnchen.
Nachdem das Grab von Moose McGregor so präsent dort zu sehen war, kamen wir natürlich auch um den obligatorischen Apfelkuchen nicht herum. 😗 Es war nicht viel los an diesem Tag und wir genossen den ruhigen Schattenplatz und beobachteten einige Vögel, die wiederum auf Kuchenkrümel spekulierten.
African red-eyed bulbul
Die angegebenen Regenmengen im Jahr 2015 betrübten uns… Sie lagen noch weit unter dem Wert von 2014 und es war fast Ende Dezember... 😮 Ich hoffe, dass die Regenfälle in den letzten Wochen mittlerweile auch diese Region erreicht haben! 😐
Von Solitaire aus, ging es weiter auf der C19, die letzten 80 km standen an…
Gegen 16:00h trafen wir am Desert Camp ein. Markus hatte bei der Buchung bereits das Zelt Nr. 201 reserviert, da es ganz am Ende liegt und wir somit nur links Nachbarn hatten – abgesehen von dem Webervogelbaum zu unsere rechten Seite… 😄
Die junge Dame an der Rezeption überreichte uns den Schlüssel und wir liehen zudem eine Kiste mit Geschirr, Besteck etc. für 300 N$ (bekommt man bei vollständiger Abgabe wieder) und bezogen unser Quartier für die nächsten 2 Nächte.
Unser „Zelt“ gefiel uns auf Anhieb ausgesprochen gut! Auf der Terrasse gibt es eine Art Reißverschlußschrank, dahinter versteckt sich eine Küchenzeile mit Kühlschrank, Wasserkocher etc. Das Schlafzimmer ist recht geräumig und sauber, durch die Netzfenster zu allen Seiten, kann man ordentlich Durchzug machen – allerdings legte sich bei uns der Wind am Abend, so dass zuerst doch recht warm war… Von der Terrasse hat man einen traumhaften Ausblick und wir fühlten uns direkt richtig wohl!
Aufgrund der vielen Webervögel aus der Nachbarschaft und der Trockenheit ringsum, übte ich mich im Vogeltränkenbau... Zuerst versuchte ich es mit der „natürlichen“ Variante und habe etwas Wasser in eine Baummulde gekippt. Gefreut hat sich hier wohl nur der Baum – meine Tränke wurde nicht eines Blickes gewürdigt. 🤨 Also habe ich es dann doch mit der künstlichen Vogeltränke versucht. Was soll ich sagen?! Dieses Bild entstand genau im richtigen Augenblick, da sich ansonsten kein einziger Webervogel dafür interessierte… 😐 Dabei hüpften sie vorher in Scharen vor unserer Terasse rum! Na, wer nicht will… 😕
Da sich die Vögelchen nicht für’s Wasser interessierten, machten wir uns auf den Weg zum Pool. Dieser war zwar recht warm, aber trotzdem war es angenehm, bei dieser Hitze mal mit dem Kopf unter Wasser zu kommen. 😎 Am Pool gibt’s eine kleine Bar und zudem W-Lan, nicht sehr schnell, aber um ein paar Lebenszeichen nach Hause zu senden reichte es allemal.
Blick von der Terrasse:
Am frühen Abend machten wir unser erstes Braai, mit Beef und Boerewors, in diesem Urlaub. Danach genossen wir den Abend und die Ruhe. Ein Springbock zog vor unserer Terrasse vorbei (ich hoffe, ihr entdeckt ihn auch). 😛
Ein weiterer Tag ging zu Ende und wir gingen glücklich und mal wieder zeitig ins Bett… 😘
Gute Nacht, Nadja
Teil 624. Jan. 2016
20.01.2016 – ein heißer Tag im Sossusvlei/Sesriem Canyon
Unser erste Nacht im Desert Camp war sehr, sehr warm (dies sollte nicht die einzige in diesem Urlaub bleiben - aber das war uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht so bewusst…)! Der Wind hatte sich abends gelegt und es ging kein Lüftchen mehr durchs Zelt, dafür waren die Betten noch schön aufgeheizt und wir fühlten uns wie auf einem heißen Stein. 😮
Trotz allem schliefen wir gut und am nächsten Morgen war es sogar geradezu frisch! (diesen "erfrischenden" Zustand hatten wir im weiteren Urlaubsverlauf nicht mehr so häufig… 😄 )
Bereits beim Einchecken hatten wir den Breakfast Basket bestellt und uns für das Abendessen in der Sossusvlei Lodge für den heutigen Tag angemeldet. Um fünf wollte die Mitarbeiterin ihren Dienst anfangen und den Korb zur Desert Camp Rezeption mitbringen. Sehr nett von ihr!
Am Abend hatten wir noch hin und her überlegt, ob wir wie geplant morgens zur Elim Düne und zum Canyon fahren und erst gegen Nachmittag ins Vlei, damit wir die oft beschriebene „Rush Hour“ auf der Strecke meiden. Die Temperaturen am ersten Tag haben uns jedoch zu einem anderen Entschluss kommen lassen, da es selbst gegen halb sechs abends kaum abkühlte… 🙄
Da wir keine Lust auf langes Anstehen vorm Tor und Autorennen zum 4x4 Parkplatz hatten, wollten wir erst etwas später starten. Also ließen wir es langsam angehen, standen erst gegen halb sechs auf, um um kurz vor sechs an der Rezeption unseren Korb abzuholen...
Dort war leider nix und niemand, weder unser Korb, noch irgendjemand, den wir hätten fragen können, ob er denn wohl unterwegs sei oder überhaupt bestellt wurde?! 😵 Also fuhren wir weiter zur Sossusvlei Lodge, um dort unser Glück zu probieren. Und siehe da, es gab nicht nur ein Pfefferkuchenhaus und Weihnachtsgebäck an der Rezeption, nein, der freundliche Herr wusste auch direkt Bescheid und der Korb für Zelt 201 stand schon bereit… 🤩 Wir bekamen noch eine Thermoskanne mit heißem Wasser und konnten starten. Wo der Fehler lag, können wir nicht sagen und da man ohnehin an der Lodge vorbeifährt, ist es kein Akt, den Korb dort abzuholen… vielleicht hatten wir einfach etwas falsch verstanden?! 😉
Am Tor angekommen, war kein Auto vor uns. Das Permit hatten wir ja bereits in Swakopmund gekauft und von daher ging alles zügig. Die Dame hatte sich zur Feier des (Sonn-)Tages sehr schick gemacht und wir konnten bald passieren… 🙂
Die Strecke war recht leer, anscheinend hatten wir den "Hauptverkehr" gut abgepasst. Lediglich 2-3 Autos überholten uns noch… 😗 Die Dünen lagen in leichtem Dunst und ein Oryx sprang über die Straße.
Ein Ballon flog dekorativ über die Dünen…
Wir fuhren gemütlich und genossen die Landschaft. Vereinzelt sahen wir Strauße und Springböcke. Durch den Lichteinfall wirkte die Dünenlandschaft immer wieder anders und unglaublich schön!
An der Düne 45 war schon ordentlich was los, doch wir fuhren einfach weiter…
Angekommen am 4x4 Parkplatz ließ Markus Luft ab und ich besuchte die (mittlerweile sehr modernen) Sanitäranlagen… Leider ohne Kamera, denn ein paar Krähen saßen äußert dekorativ in den trockenen Bäumen, als ich jedoch „bewaffnet“ zurückkam, waren sie alle weg... 😣
Mit gesenktem Reifendruck ging es für uns das 1. Mal per 4x4 weiter. Respekt hatten wir schon und kamen auch bald an einem feststeckenden Auto vorbei.
Die Taktik, ungefähr der Spur des Shuttlefahrzeuges zu folgen, ging jedoch auf und wir kamen ohne Probleme am Deadvlei Parkplatz an…
Sorry, ein paar Baum- und Dünenbilder müssen an dieser Stelle einfach sein: 😄
Es war bereits kurz nach acht, als wir das Dead Vlei erreichten und die meisten Besucher kamen uns bereits am Parkplatz entgegen. Uns war es ganz recht, somit war es nicht sehr voll im Vlei und wir konnten etliche Bilder machen, ohne dass wir zu viele Leute ins „Visier“ nehmen zu mussten. 😛
Bis zum Sossusvlei Parkplatz durfte ich dann ans Steuer, dass machte schon Spaß… 🤪
Obwohl es noch vor zehn Uhr war, hatten sich die Oryxe in den Schatten der Bäume rechts und links zurück gezogen, da die Sonne bereits ordentlich Kraft hatte.
Hinter jedem Busch musst man mit einem Oryx rechnen! Da uns die Lage nicht ganz geheuer war und wir sie natürlich auch nicht unnötig aufschrecken wollten, spazierten wir respektvoll mitten durch das Vlei, um zu beiden Seiten genügend Abstand zu halten. Sie waren aber wohl einfach froh, bei den Temperaturen ihre Ruhe zu haben und bewegten sich keinen Millimeter.
Huch, wer hat sich denn da versteckt?!
Auf der gegenüber liegenden Seite stiegen wir die Dünen hoch und ein Lizard kreuzte unseren Weg.
Markus lief vor und hatte sogar das Glück, eine Zwergpuffotter zu entdecken. Bis ich an Ort und Stelle war, hatte sie sich jedoch im Gras verkrochen… 😉
Hungrig kamen wir eine Stunde später wieder am Auto an und es gab ein längst überfälliges Frühstück. Meine Güte, was hatten die alles in den Korb gepackt, wir waren doch nur zu zweit?! 😛
Der Rückweg war schon etwas anspruchsvoller, da der Sand mittlerweile durch die Hitze „weicher“ war, als am Morgen. 😕
Zur Abwechslung gab’s auch mal ein paar Springböcke unter’m Baum.
Zurück am 4x4 Parkplatz erhöhten wir unseren Reifendruck wieder. Ich hatte gehofft, dass sich die Krähen nochmal in den Bäumen niedergelassen hätten, aber sie hüpften nun auf dem Parkplatz hin und her. Nun gut… hier also eine Pied Crow am Boden. 😣
Zurück ging es zu Dune 45. Mittlerweile war niemand mehr hier und die Düne sah‘ fast unberührt aus. Der Wind hatte die Spuren nahezu alle wieder verwischt… 🙂
Es war mittlerweile halb eins, Mittagshitze, wir hatten aber auch kein Lust, später nochmal los zu fahren, da wir wußten, dass es sich nicht wirklich abkühlen würde… also entschieden wir uns, direkt zur Elim Düne zu fahren und den Nachmittag lieber am Pool zu verbringen. Doch wo war sie?! Wir entdeckten ein paar Feenkreise. Oryxe lagen auch hier unterm Baum und in der Ferne war schon das Camp zu erkennen. Hatten wir den Abzweig verpasst?! 😮
Ah, nein, die Beschilderung war nur recht schlicht… 🤨 Von der anderen Seite kommend war nix von „Elim“ zu sehen! Schon von Weitem sahen wir jedoch, dass der Parkplatz zur Mittags-Ruhezone auserkoren worden war. Von daher näherten wir uns nur ganz langsam und hielten in einiger Entfernung, um die Oryxfamilie nicht aus dem Schatten zu vertreiben.
Kindergarten-Kinder gab es auch… so süß!!! 😘
Wir beschlossen, nicht auszusteigen und drehten vorsichtig um den Rückweg anzutreten. Die Elim Düne musste ohne uns auskommen oder besser gesagt, wir ohne sie… 😄
Weiter ging es also zum Sesriem Canyon. Mittlerweile war es so heiß, dass selbst der kurze Weg vom Auto bis zum Abstieg eine Qual war. 😣
Im Canoyn war es noch heißer, dementsprechend wenig Leute waren vor Ort und es war kein Mucks zu hören. Trotzdem war es faszinierend zu sehen, wie sich mal gewaltige Wassermassen durch die Gesteinsschichten gefressen haben mussten.
Wasser haben wir übrigens nicht gefunden. Dafür boten wir unser Wasser zwei südafrikanischen Jungs an, die ohne Flaschen dort unten unterwegs waren. 😛
Fix und fertig von der Hitze machten wir uns auf den Rückweg zum Desert Camp.
Dort wartete eine Überraschung auf uns, denn ich hatte am Vortag Savannah und Tonic Dosen ins offene Gefrierfach gelegt und tatsächlich (!) war es kalt genug gewesen, diese fast zum Platzen zu bringen… 🤨 😄 „Zwangsweise“ gab es also erstmal ein Kaltgetränk! Außerdem hatten wir noch Joghurt vom Frühstück und so gab es auch noch einen verspäteten Mittagssnack. Da der Korb jedoch viel zu umfangreich für 2 Personen war, beschlossen wir, am nächsten Morgen das Frühstück in der Lodge einzunehmen.
Für 1-2 Stunden ging es an den Pool, wo wir eine sehr nette deutsche Dame trafen, die mit einer Reisegruppe unterwegs war. Wir tauschten uns etwas über unsere Routen aus – allzu viel konnten wir zu dem Zeitpunkt ja noch nicht berichten und nach zwei Bier verabschiedeten wir uns, um ein Mittagsschläfchen zu halten. 😗
Erholt und frisch geduscht pirschte Markus noch ein wenig in der Nachbarschaft bei den Webers… (Sociable Weaver)
Anschließend ging es in die Sossusvlei Lodge zum Abendessen. Das Buffet war wirklich gut! Die Auswahl an Vorspeisen und Salaten sowie frisch gegrilltem Fleisch und Fisch war top.
Zurück am Zelt gab es zum Tagesabschluss noch Gin Tonic (die verbeulten Dosen mussten schließlich entsorgt werden) 😄 und wir beobachteten einen Cape Fox, der großräumig das Nachbarzelt umrundete. Leider war es bereits zu dunkel, um ihn aufs Bild zu bannen.
Egal, der "heiße Stein" rief schließlich schon wieder und wir schliefen auch zügig ein... 🙂
Teil 729. Jan. 2016
21.12.2015 – Vom Desert Camp nach Gunsbewys
Da wir „nur“ einen Reisetag vor uns und auch keinen Breakfast Basket sondern stattdessen das Frühstück in der Sossusvlei gebucht hatten, ließen wir den Tag ruhig angehen und standen erst um kurz vor sechs auf. 😛
An den beiden letzten Nachmittagen hatten wir sie uns, aufgrund der Hitze erspart, doch zum Abschluss wollten wir vor dem Frühstück noch die ausgewiesene „Hausrunde“ laufen. Die Sonne war bereits aufgegangen und der Tag warf seine Schatten voraus…
Aus unerfindlichen Gründen war der Walking Trail an diesem Morgen jedoch gesperrt und wir fragten einen netten Mitarbeiter an der Rezeption gegenüber, der uns das „go“ gab. 😐
Unsere direkten Nachbarn waren bereits alle unterwegs und somit stand nur unser Auto einsam und verlassen vor dem Zelt 201. 😗
Außer uns, hatte sich auch ein Oryx Bulle auf den Weg gemacht und verließ diesen auch nicht mehr… 😮
Entspannt graste er am Wegesrand und ließ uns recht nah rankommen.
Da er jedoch keine Anstalten machte, den Weg zu räumen, entschlossen wir uns schließlich, einen kleinen Umweg zu nehmen und ihn quasi weitläufig zu überholen – man weiß ja schließlich nie, wie Oryx Bullen so früh am Morgen drauf sind… 🤨 😗
Der Weg war nicht wirklich spannend, sondern führte mal mehr, mal weniger erkennbar, einmal um den Hausberg rum, so dass wir schließlich am relativ neu eröffneten Desert Quiver Camp auskamen. Dort schlugen wir den Trampelpfad Richtung Desert Camp ein, wo wir nach einer guten Stunde die Rezeption wieder erreichten.
Auch hier hatte man übrigens bereits für etwas Weihnachtsstimmung gesorgt.
Wir packten unsere Sachen zusammen, gaben die geliehene Box mit Geschirr etc. wieder an der Rezeption ab (und erhielten anstandslos unsere 300 N$ zurück), checkten aus und auf ging es zum Frühstück in die Sossusvlei Lodge.
Das Frühstück war ordentlich, unserer Meinung jedoch nicht vergleichbar mit der Auswahl beim Abendessen.
Gestärkt bestiegen wir noch den Aussichtsturm der Lodge, um den Ausblick auf das Wasserloch und die Landschaft zu genießen.
Von dort oben gab es auch die erste „Katzensichtung“ des Urlaubs… 😛
Über die C27 ging es Richtung Süden und ich durfte für den ersten Teil der Tagesstrecke das Steuer übernehmen. 😄 Die Straßenschilder halten ja im allgemeinen nicht immer, was sie versprechen… 😗
… aber manchmal halten sich die Tiere auch daran und so hatten wir Glück und sahen ein paar Kilometer nach dem Zebra Schild tatsächlich eine größere Gruppe Zebras (die freundlicherweise auch nicht so weit entfernt waren, wie ihre Kollegen zwei Tage zuvor…). 🙂
In Betta machten wir eine kleine Pause und wollten uns bei der Hitze im Schatten der Bäume ein kühles Getränk aus unserer Kühlbox gönnen. Markus hatte es an diesem Morgen jedoch besonders gut gemeint und den Reißverschluss der „Schutzhülle“ unserer Kühlbox komplett zugezogen. Allerdings war bereits zu Reiseantritt ein Schiebergriff abgebrochen, so dass man ihn nur sehr schwer zu und in dem Moment gar nicht wieder aufziehen konnte, da die Spannung zu groß war… 😠 Toll! Die Stimmung kippte leicht und auch meine glorreiche Idee, an der Tankstelle nach Hilfe zu fragen, brachte nix. 😣 Also ging es ohne gekühlte Getränke weiter...
Den Abzweig auf die D707 kann man quasi nicht verfehlen – ein wahrer Schilderwald steht dort an der Kreuzung! 😄
Immer wieder waren Köcherbäume auf den Hügeln rechts und links zu sehen.
Vorbei ging es an teils riesigen Rinderherden.
Die D707 gefiel uns ausgesprochen gut, der Wechsel der Farben ist gigantisch und die roten Dünen im Westen bilden einen tollen Kontrast zu den Tirasbergen im Osten. 😁 🤪
Auch eine kleine Oryxfamilie entdeckten wir am Wegesrand.
Nach 265 km erreichten wir unser heutiges Tagesziel: die Farm Gunsbewys! Die Farm liegt liegt in etwa auf halber Strecke zwischen Sossusvlei und Lüderitz und ist eingebettet in der Ebene zwischen den Tirasbergen im Norden und den roten Dünen im Süden.
Nach der Toreinfahrt sahen wir bereits einige Strauße auf dem Gelände und an der Farm angekommen, begrüßten uns Pferde an der hausnahen Tränke.
Sehr hatten wir uns auf die Besitzerin der Farm, Frau Gräbner, gefreut. Leider war sie jedoch über Weihnachten für mehrere Monate in Deutschland und somit begrüßte uns Naomi. Sie wohnt und arbeitet seit einigen Jahren, mit ihrem Mann Sydney, auf der Farm und die Gästebetreuung liegt mittlerweile ganz in den Händen des Paares. Da wir an diesem Tag die einzigen Gäste waren, zeigte sie uns beide Zimmer, die im Gebäude des (sehr liebevoll eingerichteten) Informationszentrums untergebracht sind und wir durften uns eins aussuchen. 🙂
Neben diesen beiden Zimmern, jeweils mit eigenem Bad, gibt es ein freistehendes Gästehaus sowie 2-3 Campsites. Eine voll ausgestattete Gemeinschaftsküche, mit anschließender Terasse, steht den Campern und Bewohnern des „Infocenters“ zur Verfügung.
Es war sehr idyllisch. Und wir sahen sogar 🙂 das kleine Fohlen, welches genau einen Monat zuvor geboren wurde.
Leider machte die alte Mutterstute jedoch aufgrund der anhaltenden Trockenheit und dadurch sehr angespannten Futterlage, einen äußerst abgemagerten Eindruck auf uns. 😕
Ein besonderes Highlight der Farm ist jedoch die kleine Hündin „Slowly“, die die heißen Nachmittagsstunden im Gemüsebeet verbrachte und ihrem Namen bei der Hitze alle Ehre machte… 😘
Wir widmeten uns zuerst einmal unserem Gepäck und der Rettung unserer Vorräte aus der Kühlbox! Meine Idee, den Schraubenzieher als „Verlängerung“ zum Öffnen des Reißverschluß zu nutzen, hatte direkten Erfolg und somit sorgte „frau" in diesem Fall für kühle Getränke und einen entspannten Nachmittag auf der Terrasse. 😄 😛
Während ich mich der Beobachtung der „Großtiere“ hingab, machte Markus sich auf einen Rundgang über die Farm und lichtete einige (für uns zum Teil unbestimmbare) Vögel ab.
Scaly-feathered Weaver
Wer kann uns hier weiterhelfen? (Burchell’s Courser?) 😕
Am späten Nachmittag ging es für uns auf Erkundungsfahrt über das Farmgelände und in Richtung der roten Dünen.
Im Hintergrund ist die Farm zu erkennen…
Wir fuhren einige Kilometer weiter und genossen das Farbspiel und einen vorgezogenen Sundowner in herrlicher Ruhe und traumhafter Kulisse. 🙂
Obwohl die Sonne noch längst nicht untergegangen war, konnte man den Mond schon deutlich sehen…
Auf dem Rückweg zur Farm sahen wir unseren ersten Secretary Bird in diesem Urlaub, bevor wir uns ein schnelles Abendessen, in Form von Pasta und Obstsalat zum Nachtisch, kochten. Lilliput lässt grüßen… 😄
Da wir uns mit Sydney am nächsten Morgen für 05:30h zum Dünenwalk verabredet hatten, ging es an diesem Tag mal wieder früh ins Bett: Gute Nacht Gunsbewys! 😘
Teil 831. Jan. 2016
22.12.2015 - Teil 1 – Dunewalk @ Gunsbewys
Nach einer geruhsamen Nacht, trafen wir uns um 05:30h mit Sydney. Einen Kaffee hatten wir morgens nicht gekocht und so musste ein Glas Saft nach dem Aufstehen erstmal reichen. Es war noch recht frisch und so trugen wir Sweatshirts bzw. Jacken und lange Hosen. 🤨
Anders als erwartet, ging es nicht zu Fuss, sondern erstmal mit dem Sidney's 4x4 los. Slowly war im Vergleich zum Vortag nicht wiederzuerkennen und gaaanz aufgeregt! 🤩 Riesig groß war ihre Freude, als sie zu uns auf die Ladefläche springen durfte und so ging es los, einmal übers Farmgelände… 😄
Ganz geheuer war uns die Fahrt nicht, da es ganz schön rumpelte und sie sich teilweise mit den Hinterbeinen auf die Rucksäcke stellte und das Ganze ziemlich wackelig aussah. Aber geübt ist geübt… sie war in ihrem Element, nicht zu bremsen und hielt die Nase mal rechts, mal links in den Wind… 😘
Wir fuhren ein paar Kilometer Richtung Süden, bevor der Wagen abgestellt wurde und es zu Fuss in die roten Dünen ging. Die Sonne war noch nicht aufgegangen und tauchte die Landschaft in ein zauberhaftes Licht. 🙂
Wir marschierten durch die Dünenlandschaft und genossen die Ruhe und Schönheit der Natur – jeder auf seine Weise – Slowly mit der Nase am Boden und in deutlich höherem Tempo als wir… 😗
Sydney war zu Beginn etwas wortkarg, taute aber mehr und mehr auf und erzählte uns einiges über Flora und Fauna und die Umgebung. Sobald die Sonne aufgegangen war, begannen die Dünen zu leuchten und die Farben waren unglaublich! 🙂
Lizzardspur
Auf einer hohen Düne gab es eine Kaffepause. Sydney hatte alles mitgeschleppt, nur die Becher hatte er leider auf der Farm vergessen. 😮 Ihm war es mehr als unangenehm, aber wir fanden es irgendwie sympathisch und nahmen gerne den Zuckerbehälter als Becherersatz und wechselten uns mit dem Kaffetrinken halt einfach ab… 😄 so genossen wir die Aussicht in Richtung Tirasberge auf der einen und Richtung Dikwillem auf der anderen Seite.
Man konnte weit entfernt sogar eine Salzpfanne erkennen.
Es war unglaublich schön, so friedlich und ruhig… durch die Sonne wurde es jedoch auch direkt wieder warm, und die Jacken und Sweaties wanderten in den Rucksack.
Die alten Zäune sind mittlerweile zum größten Teil von der Natur zurückerobert und durch Dünensand ganz oder teilweise verdeckt.
Slowly nutzte mittlerweile jeden Stopp für eine kurze Verschnaufpause im Schatten. 😉 Es war trotzdem nicht so einfach, sie zu fotographieren, denn sobald man in die Hocke ging, schoß sie im nächsten Moment für eine Streicheleinheit auf einen zu. 😛
Auf dem Rückweg sahen wir in der Ferne einen (sehr scheuen) Oryx, der in den Dünen graste. Leider verschwand er, sobald wir uns näherten…
Sein scheues Verhalten war vielleicht gar nicht so unberechtigt… 😕 Wenig später entdeckten wir das Skelett eines seiner Verwandten. Ob dieses Oryx eines natürlichen Todes gestorben war, konnten wir nicht erkennen, die Knochen lagen über den Hügel verteilt…
Mein Verhalten ließ auch zu wünschen übrig, da ich plötzlich panisch rumsprang… 😵 😮 Trotz meiner Stiefel und der langen Hose, „krabbelte“ etwas unterhalb meines Knies am Bein entlang und verschwand auch nicht, als ich die das Hosenbein ausschüttelte. Zum Glück hatte ich eine Zip-Hose an und zog voller Angst den Reißverschluss auf – ich rechnete fest damit, dass ein Skorpion oder irgendetwas ähnliche schlimmes in meine Hose gekrabbelt war und mir schossen tausend Gedanken durch den Kopf. 🙄 Umso größer war die Erleichterung, dass es nur etwas vertrocknetes Gestrüpp war, welches durch die Laufbewegung immer weiter hoch „gewandert“ ist, durch das Schütteln jedoch nicht wieder unten rauskam… 😄 😗 Aaaahhh…
Seothyra Bau – leider ließ sich die Spinne nicht blicken
Deutlich leichter und schneller als auf dem Hinweg, ging es die Dünen wieder hinunter zum Auto.
Mit einem Satz war Slowly wieder bei uns auf der Ladefläche und knapp drei Stunden nach unserem Aufbruch, waren wir wieder auf Gunsbewys. Still und heimlich beneidete ich die Bewohner der Farm – nun kann ich nachvollziehen, dass Frau Gräbner es sich normalerweise nicht nehmen lässt, den Dünenwalk selber durchzuführen. Es ist einfach traumhaft, morgens in dieser Landschaft unterwegs zu sein… 🙂
Wir frühstückten gemütlich und bepackten unser Auto. Da es für uns weiter nach Lüderitz ging und wir uns in den kommenden drei Tagen nicht selber verpflegen mussten/konnten, ließen wir diverses Obst und Lebensmittel bei Naomi und Sydney, bezahlten unsere Rechnung und füllten die Tipboxen. Da ihre Kinder und auch ein paar Neffen in den Weihnachtsferien zu Besuch vor Ort waren, überließen wir ihnen zudem unsere Chipsvorräte, die wir seit Swakopmund mit uns rumfuhren, jedoch bisher nicht benötigt hatten... Er freute sich sehr darüber und erklärte uns die Chips bis Weihnachten für die Kinder zu verwahren – das war so rührend und wir waren ganz ergriffen, da all‘ diese Sachen für uns im Alltag so normal sind. 😊
Blick auf das Informationscenter incl. Gästezimmer.
Zum Abschied sahen wir, wie am Vortag, wieder Strauße - die Pferde ließen sich jedoch an diesem Tag nicht nochmal blicken.... 😗
Tschüss Gunsbewys – es war sehr schön und entspannend hier! 🙂 Wer Ruhe und die Natur ohne viel Schnickschnack liebt, ist hier genau richtig aufgehoben… (witzigerweise trafen wir drei Abende später ein holländisches Pärchen in unser nächsten Unterkunft, die ebenfalls alleine auf Gunsbewys (im Dachzelt) genächtigt hatten und ebenso begeistert waren – wie klein die Welt doch manchmal ist…) 😄 🤪
Teil 901. Feb. 2016
22.12.2015 – 2. Teil – weiter geht’s nach Lüderitz… (210 km)
Um Punkt 10.00h waren wir auf der Pad – also wieder auf der D707… Wir hatten am Vortag bei unserer Fahrt über das Farmgelände Luft aus den Reifen gelassen, behielten den Druck jedoch so bei, da der Bereich der D707 ebenfalls ziemlich sandig war.
Karoo Korhaan
An der Kreuzung C13/D707 machten wir einen Fahrerwechsel - von Süden kommend, ist die Beschilderung übrigens etwas dezenter… 😗
So richtig komfortabel sah das Nest (noch) nicht aus! 😕
Nach etlichen Tagen auf reinen Schotter- und Sandpisten erreichten wir die B4 und es ging wieder flotter voran. In Aus gab es einen kurzen Stopp auf dem Parkplatz vorm Ortseingang, um die Reifen wieder aufzufüllen. Mittlerweile lief das schon wie am Schnürchen… 😎
Ab Aus fuhr Markus weiter und nach ein paar Kilometern entdeckten wir die ersten „Wildpferde-Warnschilder“ … Hinter Aus sahen wir bereits einige Pferde, es handelte sich dabei jedoch um Pferde der umliegenden Farmen.
Angekommen am Abzweig zum Viewpoint stieg die Spannung - wir sahen bereits vereinzelte Springböcke und Oryxe, als wir über die Schotterpiste fuhren… 🙂
Von den Wildpferden Garub’s war weit und breit hingegen nix zu sehen. 🤨
Aber zumindest Oryxe waren vertreten und eine Gruppe Strauße kam auch ans Wasser.
Wir waren der festen Überzeugung, dass die frechen Oryxe die Strauße verjagen würden… 😗
Aber nein, im Gegenteil, einer positionierte sich noch äußerst dekorativ im Vordergrund. Leider war es unmöglich, ein Bild hinzubekommen, bei dem alle die Köpfe oben hatten… 😄
Irgendwann wurde das Wasserloch jedoch zurückerobert und die Oryx-Herrschaft war wieder hergestellt.
Na, wer hat die längste Zunge?! 😛
Weit entfernt entdeckten wir dann doch noch ein Wildpferd, aber es machte jedoch keine Anstalten, sich weiter in unsere Richtung zu bewegen. Dafür drohte „Gefahr“ von hinten… 🙄 Ein Reisebus mit deutschen Touris fuhr bis kurz vor den Hide. Oh Gott! Wir grüßten noch freundlich und machten uns schnell von dannen… 😵 Immerhin 20 Minuten durften wir das Geschehen am Wasserloch alleine und in Ruhe beobachten – Glück gehabt! 🙂
Weiter ging es, vorbei an leerstehenden Häuschen entlang der Bahnschienen.
Durch die Sandverwehungen entstand ein difuses Licht.
Teile der Bahnstrecke waren bereits komplett versandet.
Die Strecke zog sich und es wurde immer karger und grauer – und häßlicher… War es wirlich so eine gute Idee gewesen drei Nächte in Lüderitz einzuplanen?! 🙁
Irgendwann sahen wir von Weitem rechts und links der Straße Autos und mehrere Menschen stehen. Die Warnblinkanlagen waren teilweise angeschaltet und die Menschen winkten, wir sollen anhalten. 😕 Wir drosselten die Geschwindigkeit und Markus verriegelte zur Sicherheit die Türen manuell. Bis heute können wir die Situation nicht einschätzen und deuten, es wurde kein Reifen gewechselt und es war nix von einem Unfall zu sehen. 😐 Einer trat ans Auto und fragte mich: „how are you?“, zwei bis drei andere schauten bereits in unsere Kabine. Instinktiv tat Markus das wahrscheinlich einzig Richtige und fuhr einfach langsam weiter… 😗 Wie geschrieben, wir wissen bis heute nicht, was das für eine Aktion sein sollte – aber unheimlich war es im Nachhinein schon irgendwie. Unser schlechtes Gewissen, einfach Fersengeld gegeben zu haben, hielt sich in Grenzen, da die Wahrscheinlichkeit, dass drei Fahrzeuge auf einmal liegen bleiben nun wirklich nicht besonders hoch ist… 😉
Wir waren froh, dass nach der eintönigen Strecke schließlich die Felsenkirche zu sehen war und wir unser Ziel fast erreicht hatten.
Ohne Probleme fanden wir die Mabel Street und unser Guesthouse, wo wir von der Besitzerin Beate, herzlich empfangen wurden. 😁 Wir bezogen unser Zimmer im Haupthaus und packten erstmal aus. Beate erklärte uns anhand eines Stadtplans den Ort und beantwortete alle Fragen. Kolmanskop stand für den nächsten Morgen auf dem Programm und die Fahrt nach Halifax hatten wir sicherheitshalber für den 24.12. schon vorab gebucht. 😎
Danach genehmigten wir uns (typisch deutsch) ein Bier und genossen die Aussicht vom Balkon. Das Wetter war traumhaft – Sonnenschein, nicht zu heiß… Perfekt! 😄
Nach kurzer Dusche machten wir uns auf den Weg in die „City“, um eine Kleinigkeit zu essen und uns einen Überblick zu verschaffen.
Mabel Street
Das Diaz Café wurde vor kurzem erst wieder eröffnet und liegt etwas versteckt im Hinterhof neben Krabbenhöft & Lampe. Wir hatten bereits im Vorfeld im Internet von der Neueröffnung gelesen und Beate erzählte uns, dass sie seit Neustem auch Austern etc. anbieten – allerdings hatte sie noch kein Feedback von Gästen erhalten. Die Einrichtung ist zugegebenermaßen etwas spartanisch, später kam der Chef vorbei und es wurde gewerkelt. Alles war etwas improvisiert, aber sehr trotzdem sehr nett und bemüht… 🙂
Wir fragten nach Austern und bestellten je sechs Austern mit Chips – zugegebener Maßen eine etwas eigentümliche Kombi, aber allein von Austern wird man schließlich nicht satt… 😗 Was soll ich sagen, es waren die größten Austern, die wir im ganzen Urlaub bekommen haben. Und lecker waren die... Yummi!!! 🤩
Gestärkt machten wir einen Rundgang durch Lüderitz, zogen mal wieder cash am Automaten und liefen bis zur Lüderitz Waterfront (schließlich musste die Wassertemperatur auch hier getestet werden-gefühlt noch kälter als in Swakop! 😣 ).
Am späten Nachmittag ging es zurück zur Alten Loge und wir verabschiedeten uns für ein kurzes Schläfchen.
Wir besprachen die „Versorgungslage“ für die kommenden Tage mit Beate und da sich ab dem nächsten Tag die Söhne incl. Freundinnen zum Weihnachtsbesuch angemeldet hatten, sollte auch groß gekocht werden. Also meldeten auch wir uns für die beiden folgenden Abende zum Essen an und beschlossen, unseren ersten Abend im Barrels zu verbringen. Beate versuchte, auf unsere Bitte, einen Platz für uns zu reservieren, aber das ging leider nicht. 😕
Also machten wir uns gegen halb acht auf den Weg und versuchten unser Glück… Alle Tische waren belegt und der Laden rappelvoll. Wir bekamen noch die beiden letzten Stehplätze am Ende der Theke und überbrückten die Zeit erstmal mit einem großen Bier. 😉 Der Laden ist wirklich urig und wir amüsierten uns über den Jägermeister- und Kümmerling-Konsum vor Ort. 🙄
Etliche Menschen warteten auf einen freiwerdenden Tisch und so verging die Zeit und wir waren bereits beim 2. großen Bier, als uns ein älterer Südafrikaner fragte, ob wir zu ihnen an den Tisch kommen wollten. Aufgrund der vielen „Mitwartenden“ lehnten wir höflich ab. 😗 Das war ein grober Fehler wie wir kurz drauf feststellten! 😠 „Neue“ Gäste erhielten auf einmal einen frei gewordenen Tisch… 😈 Zudem hatte der Lokalbesitzer seine Vorliebe für deutsche Musik auf der Jukebox entdeckt! 😏 😵 Nix gegen deutsche Musik – aber fern ab der Heimat war uns bestimmt nicht nach Helene Fischer und Andrea Berg in Dauerschleife… 🤢
Markus‘ Beschwerde führte dazu, dass man uns nach insgesamt 1,5h Wartezeit anbot, im Frühstücksraum zu essen – wo immer der auch sein sollte – diese Möglichkeit hätte doch wahrscheinlich auch viel früher schon bestanden?! 😠 Wir ließen uns die Karte geben und ergatterten kurz drauf dann doch noch einen Tisch im Vorderraum. Unsere Idee, Pizza zu bestellen und nicht das angebotene Menü zu nehmen, führte natürlich dazu, dass wir nochmals warten mussten… 😉 Aber egal, nun saßen wir ja und letztendlich hat sich das Warten gelohnt, denn die Pizza war wirklich gut! 🙂 Mit einem weiteren (kleinen) Bier spülten wir unseren Ärger hinunter und machten uns gegen halb elf auf den Heimweg. 🙄 🤪 😗
Teil 1016. Feb. 2016
... und weiter geht's nach kurzer "Verschnaufpause"... 😵 😛
23.12.2015 – Lüderitz – Teil 1 - Kolmanskuppe
Nach einer erholsamen Nacht ging es für uns gegen halb acht zum Frühstück. Es gab frisch gebackenes Brot und herzhafte Muffins, dazu Aufschnitt und Eiersalat. Gut gestärkt ging es wenig später los nach Kolmanskuppe.
Warnschilder stehen überall entlang der B4 und natürlich auch am Abzweig nach Kolmanskuppe.
Sichtungen dieser Art hatten wir leider keine zu melden…
Um kurz vor neun stellten wir uns in die kurze Warteschlange vorm Eingang.
Da wir bis zur Führung noch Zeit hatten, schauten wir uns vorab schon mal etwas um.
Der Zugang zu den Toiletten wurde noch von der täglichen „Sandladung“ befreit. 😗
In der ehemaligen Turnhalle befindet sich der Treffpunkt für die Führungen. Um kurz vor halb zehn war auch schon ordentlich was los. Es gibt je eine englisch und deutschsprachige Führung und wir waren super überrascht, dass sich mit uns nur ein weiteres deutsches Paar für die deutsche Führung meldete. Während sich ca. 35 Personen in der englischsprachigen Gruppe tummelten, waren wir Teil einer mehr als überschaubaren „Kleingruppe“… 🤩
Hinzu kam, dass unser Guide Gisela ein echtes Urgestein war! 😄 Resolut führte sie uns als erstes zum ehemaligen Haus des Ladenbesitzers und wies uns darauf hin, dass wir doch bitte später Fotos machen sollten. 🤨 Aber gerne doch! 🙂 Spezielle Dinge, wie Ofen, Kühlschrank, Fensterausblicke sollten wir hingegen direkt fotografieren! 🙄 Jawoll!!! 😄
Das soll nicht kritisch klingen, wir amüsierten uns über ihre direkte und konsequente Art! Wir fanden die Führung sehr interessant, sie zeigte uns verschiedene Bereiche der Geisterstadt und erklärte uns, wie das Leben dort vor langer Zeit ablief und wie weit fortgeschritten die Entwicklung damals bereits war. Wahnsinn, welch ein Aufwand betrieben werden musste, um solch' eine Stadt in der Wüste aufzubauen...
Nach einer guten Stunde endete die Führung mit Gisela wieder im Haupthaus und wir drehten die Runde nochmal alleine, um Bilder aufzunehmen und uns weitere Häuser anzusehen.
Das rechte Haus wurde vor einigen Jahren "renoviert" - leider hat aber wohl ein fleißiger Maler die hübschen Bordüren im Innern überstrichen, die in vielen anderen Häusern noch zu sehen sind... 😮 😐
Und noch ein paar "Kuppe"bilder.... 😗 🤪 😄
Ein paar Tierchen gab's zur Abwechslung dann auch:
So, genug Sand für heute... 😉 Uns hat der Aufenthalt in Kolmanskuppe ausgesprochen gut gefallen und das Wetter war auch perfekt! Kein Wölkchen am Himmel und Windstille - wie gemacht für einen Ausflug in die Geisterstadt. 😄 Gegen zwölf wurde es uns dann aber doch zu heiß und wir machten uns wieder auf den Weg Richtung Lüderitz...
Teil 1121. Feb. 2016
23.12.2015 – Lüderitz - Teil 2 und ein bisschen Wind am Diaz Cross
Gegen Mittag ging es von Kolmanskuppe auf die Lüderitz Halbinsel Richtung Diaz Cross. Neben den ausgeschilderten D-Pads gibt es kleinere Loops und Abzweige, die man zusätzlich befahren kann. Für uns ging es vorbei an den ersten Flamingos unseres Urlaubes...
...durch eine Mondlandschaft...
...zum ersten Stopp an der Sturmvogel Bucht. Mit dem Auto ging es für uns nicht mehr weiter und wir gingen die letzten hundert Meter zu Fuß zum Meer. Dabei mussten wir aufpassen, dass uns die Türen beim Öffnen nicht aus der Verankerung gerissen wurden. 😮 Wahnsinn, die Windkraft war wirklich beeindruckend! 😄
Der Name Sturmvogel ist hier wirklich Programm! Wir folgten dem Weg weiter zum Leuchtturm, der immer mal wieder zwischen den grauen Hügeln zu sehen ist…
Die Umgebung um den Diaz Point sieht leider ziemlich verlassen aus… 🤨 Wir hatten uns darauf gefreut, im Diaz Cafe etwas zu trinken und ggf. zu essen, aber alles lag einsam und verlassen dar. 😐 Auch der Campingplatz machte auf uns nicht den Eindruck, dass er noch regelmäßig genutzt wird. Schade eigentlich, um so ein schönes Fleckchen… 😕
Schon vom Land aus kann man den Felsen sehen, auf dem sich die Robben tummeln.
Die Brücke bzw. der Steg zum Diaz Cross hat etwas gelitten, wir hatten jedoch Glück, dass das Wasser nicht so hoch stand und konnten uns einen Weg über die Steine suchen. Der restliche Aufstieg geht dann problemlos. 😗
Blick vom Diaz Cross Felsen auf die Halbinsel.
Dort oben an dem Kreuz merkt man die Naturgewalten! Der Wind bläst so heftig um einen rum, dass man sich reinlegen kann, die Haare flogen mir um den Kopf, so dass ich kaum Bilder hinbekommen habe, es ist laut und man fühlt sich ganz klein. Ich fand es einfach herrlich! 🤩 Anscheinend hatten wir jedoch wirklich gutes Wetter – wie wir am nächsten Tag erfahren haben… Da war an einen Aufstieg wohl nicht zu denken. 😵
Die Bucht um den Leuchtturm herum ist ein wahres Eldorado für Seevögel. Wir beobachteten noch einige Möwen (Kelp Gull und Hartlaub’s Gull), die in dem verquirlten Wasser auf Nahrungssuche waren. Außerdem sahen wir African Black Oystercatcher, Crowend Cormorants, Cape Teals und Ruddy Turnstones. 😘
Immer wieder entdeckten wir neue Exemplare und bestimmt haben wir nicht alle aufgestöbert. Wer das Diaz Cross besucht, sollte auf alle Fälle ein wenig die Umgebung erkunden. Es ist wirklich schön!
Für Lüderitz' Verhältnisse hatten wir wohl top Wetter - der Stein bewegte sich kaum im Wind... 😄
Wir fuhren weiter Richtung Guano Bay und entdeckten Flamingos direkt am Wasser. 🙂
Obwohl ich nur ein paar Minuten außerhalb des Autos war, war ich durch die Gischt und den Wind von einem Salzfilm überzogen und meine Klamotten klebrig feucht. 😣 😉
Wir fuhren ein paar Loops an, aber aufgrund der Bodenbeschaffenheit ließen wir die letzten Loops auf dem Weg zur großen Bucht weg, da wir keinen aufgeschlitzten Reifen riskieren wollten. Was uns ärgerte, war das es neben den ausgewiesenen Wegen, viele 4x4 Spuren quer durch die Landschaft gab… Auch wenn es wie eine Mondlandschaft aussieht, sollte man Respekt vor der Natur haben, aber einige Leute scheint nur ihr eigenes Vergnügen zu interessieren… 😠
Auf dem Rückweg entdeckten wir eine kleine Sprinbockfamillie – die Ohren sind schon genauso groß wie bei Mama! 😘
Zurück an der Lagune sahen wir weitere Flamingos.
Wieder in Lüderitz wurde erstmal vollgetankt. Die gute Dame an der Zapfsäule nahm ihr Aufgabe auch sehr ernst und wir wunderten uns, wieviel Sprit mit gutem Willen, nach dem automatischen Stopp, noch in den Tank rein ging. 😄
Im Ort angekommen besorgten wir Postkarten, statteten dem Cymot Markt einen Besuch ab, zogen Geld und kauften Biltong und versorgten uns mit Getränken und haltbaren Snacks für die weitere Reise.
Gegen 17.00h kamen wir zerzaust wieder in der Alten Loge an und wurden mit großem Hallo begrüßt. Beate und Günter’s Söhne waren mit ihren Freundinnen angekommen und alle saßen gemütlich im Hof zusammen. Die vier waren von einer Kanotour vom Orange River gekommen und hatten viel zu berichten. Wir verabschiedeten uns jedoch erstmal kurz für eine erfrischende Dusche, da wir uns vorkamen, als hätten wir ebenfalls mehrere Tage kein fließendes Wasser gesehen… 😉
Zum Abendessen hatten wir uns in der Loge angemeldet, da es jedoch erst sechs war, machte Günter uns einen kleinen Snack fertig – Kartoffelsalat und Calamaris mit ordentlich Knoblauch – mmmhhh… 🙂 Dazu gab es Gin Tonic. 😛 Ein weiteres deutsches Pärchen (Alex und Daniel) waren an dem Tag angereist und wir hatten alle zusammen einen wahnsinnig interessanten, unterhaltsamen und lustigen Abend mit etlichen Gin Tonics und leckerem Weißwein… 😄 🤪
Günter übertraf sich mit seinem Rinderfilet und wir spachtelten, als wenn es kein Morgen mehr geben sollte. Als Beilage gab‘ es Salat und eine Reispfanne und Brot mit ordentlich Knoblauchdip – ein weiterer Grund, das man immer für Nachschub an Kaltgetränken sorgen musste. 😁 😗
Alex und Daniel planten ihre Hochzeit im weiteren Reiseverlauf auf Goche Ganas und wollten uns überreden, als Trauzeugen dazuzukommen… Da wir zu dem Zeitpunkt jedoch im KTP unterwegs sein sollten, kam dies dann doch nicht in Frage… 😄
Als wir gegen halb eins ins Bett gingen, erschien uns die Katamaranfahrt mit Heiko am nächsten Morgen noch sehr weit entfernt… 😉 und wir schliefen glücklich und zufrieden ein! 😄
Teil 1202. März 2016
24.12.2015 – Heiligabend in Lüderitz
Heute hieß es früh aufstehen, da es extra bereits um 7.00h Frühstück gab, schließlich hieß es um 8.00h „Leinen los!“… Unser Appetit war nach dem reichlichen Gin Konsum am Abend vorher jedoch noch etwas gedämpft… 🤢
Gemeinsam mit Alex und Daniel machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum Bootsanleger. Da Beate uns gewarnt hatte, dass Heiko um Punkt acht ablegt, legten wir die letzten Meter im Laufschritt zurück und waren froh, als wir an Bord waren. 😛 Endlich angekommen, saßen wir mit gemischten Gefühlen auf dem Katamaran – Markus‘ war es flau im Magen, da er kein Freund von Seefahrten ist und ich litt unter (selbstverschuldeten) Kopfschmerzen! 🙄
Um Punkt acht legte Heiko ab und es ging los Richtung Halifax!
Das Wetter war mal wieder traumhaft – die Sonne schien und das Meer war ruhig… 🙂 Den Robbenfelsen sowie das Diaz Kreuz sahen wir an diesem Tag von der Seeseite.
Von diesem Exemplar hätte man tolle Bilder machen können – allerdings hatte ich die Reaktionszeit einer Schnecke an diesem Tag… 😣 😗 😵
Vor Halifax machten wir eine Pause und es gab heiße Getränke nach Wunsch – Kakao für Markus und Kaffee für mich – leider machte er mich auch nicht frischer… Bei guter Verfassung und entsprechendem Equipment sind auf der Tour bestimmt super Bilder drin – schließlich sieht man nicht überall Pinguine und Flamingos an einem Platz. Meine sind leider nicht der Hit geworden, aber als Beweis müssen sie nun doch herhalten… 😕
Halifax Island ist eine Felseninsel, 240 Meter vor der Küste der Lüderitz-Halbinsel in Namibia. Die Insel ist relativ flach und bildet den westlichen Abschluss der Guano Bay in der Lüderitzbucht. Sie gehört zur Inselkette der Penguin Islands und ist bekannt als Guanoinsel, da hier noch bis 1949 Guano abgebaut wurde. Eine Station auf der Nordostseite der Insel zeugt noch von dieser Vergangenheit. Heute dient die Insel Wissenschaftlern als Stützpunkt.
Die Pinguine waren wirklich Zucker! 😘
Noch einmal ließen sich kurz Delfine blicken, aber aufgrund des aufkommenden Windes und der unruhigen Wasseroberfläche waren sie laut Heiko nicht in „Spiellaune“.
Auch an Bord war der Wind zu spüren… 😄
Nach guten 2 h kamen wir wieder im sicheren Hafen an – Markus war froh, wieder festen Boden unter den Füssen zu haben und ich gefrustet, wegen meiner Fotoausbeute. 😈 Trotzdem war es alles in allem ein schöner Trip und ist unbedingt empfehlenswert! 🙂
Zu Fuß ging es wieder „heim“ in die Alte Loge.
Dort angekommen, packten wir (sicherheitshalber) die Badesachen ein und wir fuhren direkt weiter Richtung Agate Beach.
Entlang der Straße stadtauswärts Richtung Norden sahen wir viele bunte Häuschen.
Eine große Flamingoansammlung war von der Straße aus zu sehen. Auch Oryxe und Springböcke liefen uns über den Weg.
Angekommen am Agate Beach war an baden leider nicht zu denken – es war mittlerweile so windig geworden, dass wir uns überwinden mussten, überhaupt bis zum Meer zu laufen. Der Sand flog uns förmlich um die Ohren! 😠
Auf dem Rückweg sahen wir unseren ersten Kill des Urlaubs – ein Rudel Straßenhunde hatte ein Springbockjunges erlegt und zerrte es förmlich auseinander. 😮 🙁
Aufgrund des ausgefallenen Badevergnügens fuhren wir zum „anderen Ende“ von Lüderitz, nach Shark Island und auch zur Felsenkirche, die wir zu dem Zeitpunkt jedoch leider nicht besichtigen konnten.
Die Häuser auf der Nachtigall Street geben hübsche Motive ab und der blaue Himmel sorgte für eine klasse Kulisse! 😁
Zurück in der Unterkunft gönnten wir uns zuerst einmal eine kurze Dusche, um uns von Salz und Sand zu säubern. Mit dem Nachmittagsschlaf klappte es irgendwie nicht so richtig, deshalb verzogen wir uns auf die Terrasse bzw. in den Leseraum und schrieben ein paar Postkarten an die Daheimgebliebenen – Weihnachtspost sozusagen – auch wenn sie in diesem Fall erst an Weihnachten geschrieben und ca. 5-6 Wochen später ankamen… 😗
Spontan reiste noch ein Pärchen an, die beiden waren mit dem Dachzelt unterwegs und suchten für 2 Nächte eine feste Unterkunft – da es so stürmisch war. Wie sich später herausstellte, waren die beiden Holländer auf Hochzeitsreise, hatten sich am 12.12. das Jawort gegeben und sind direkt vom Standesamt weiter zum Flughafen gefahren. 😄 Der heilige Abend wurde somit wirklich zum Fest der Liebe – Pascal und Stephan im Honeymoon und Alexandra und Daniel in Vor-Hochzeitsstimmung! Was will man mehr an einem solchen Tag?! 😘
Um 18.00h trafen wir uns alle in der open-air Küche von Beate und Günther. Die beiden bruzelten bereits fleißig und es waren eine Menge Langustenschwänze im Spiel… 😁 Bevor es ans Essen ging, schafften wir immerhin noch ein paar Gruppenfotos mit den Gästen und einem Teil der Familie! 🤪
Beate und Günther hatten für jedes Paar eine Pfanne mit Langustenschwänzen vorbereitet, dazu gab es eine leckere Reispfanne, sowie ordentlich Aioli und Tzaziki mit Brot… Mmmmh… 🤩
Wir stellten die Pfannen jedoch einfach nacheinander auf den „Gästetisch“, da wir alle direkt auf einer Wellenlänge waren und genossen das gemeinsame Essen und den Wein in vollen Zügen (ok, Markus und ich traten beim Alkohol an dem Abend ein wenig auf die Bremse, da uns am nächsten Tag eine ordentlich lange Strecke bevorstand 😗).
Immer wieder kam Günther mit Nachschub an und es gab Langusten bis zum Umfallen… Weihnachtsfest mal ganz anders – aber durchaus annehmbar… 😄 😛 😎
Es wurde wieder ein super lustiger Abend, mit netten Gesprächen und regem Austausch. Niemals hätten wir damit gerechnet, ein so herzliches Weihnachtsfest in der Ferne zu erleben… 😊
Zum Nachtisch gab es noch selbstgebackenen Weihnachtskuchen von Beate. Alex und Daniel’s „Reise-Weihnachtsbaum“ sorgte für die nötige Stimmung! 😉
Zur späteren Stunde machten wir noch ein Bild von der Felsenkirche in der Ferne.
Gegen elf verabschiedeten wir uns ins Bett und ließen die Familie für sich. Ein weiterer toller und super lustiger Abend ging somit zu Ende… Herzlichen Dank nochmal an die Gastgeber und die tollen Gäste! 😘
Teil 1304. März 2016
25.12.2015 Von Lüderitz zur Canon Lodge – 517 km
Unser letztes Frühstück in der Alten Loge stand an. Wir freuten uns sehr, dass sich auch die anderen Gäste früh aus dem Bett quälten, um mit uns gemeinsam zu frühstücken… 🙂 Danach zahlten wir unsere Rechnung und machten uns schnell auf den Weg, bevor es zu sentimental wurde. 😊
Die längste Strecke unseres Urlaubes stand bevor und ich durfte zur Ablenkung den ersten Teil der Strecke fahren! 😛
In Lüderitz hatten wir an diesem Morgen noch blauen Himmel und los ging es zurück über die B4, durch die etwas eintönige Landschaft des Sperrgebietes, Richtung Aus…
Schon bald wurde es jedoch windiger und die Sand-Warnschilder machten nun wirklich Sinn. 😮
Kurz vor der Wasserstelle Garub beruhigte sich das Wetter wieder…
Auch bei unserem zweiten Besuch am Hide hatten wir kein großes Glück mit den Wildpferden. In weiter Ferne sahen wir dieses Mal zwei Exemplare, doch sie näherten sich wieder nicht. 🙁
Es näherte sich ein Schakal, drehte jedoch ohne erkennbaren Grund vor dem Wasserloch wieder ab, ohne seinen Durst zu stillen.
Dafür gab es „kleine“ Tiere aus der Nähe zu sehen… Obwohl es erst kurz nach 10.00h war, war es schon ziemlich warm und dieser Piepmatz (?) saß im Schatten eines Steines in der Nähe des Hides.
Die Oryxe waren, wie bei unserem ersten Besuch, sehr zuverlässig und kamen in Herden zum Wasser.
Trotz der Hitze waren sie ziemlich auf Krawall gebürstet und es ging teilweise hart zur Sache… 😮
Trotz dieses faszinierenden Schauspiels fuhren wir bald weiter, da an diesem Tag noch eine lange Strecke vor uns lag.
Bei Aus bogen wir von der B4 auf die C13 Richtung Rosh Pinar ab.
Die C13 ist recht neu asphaltiert und fährt sich wie Butter… 🙂
Und obwohl sich die Strecke bis Rosh Pinar ganz schön zieht, ist es landschaftlich sehr schön, mit den Bergen im Hintergrund. Der Himmel war mittlerweile auch wieder richtig schön blau…
Ab Rosh Pinar wurde die Straße wieder zur Schotterpad und der Ort lud mit der ansässigen Mine und den Flachbauten nicht wirklich zum Anhalten ein. Deshalb gibt's davon auch keine Bilder... 😛
Kurz vor dem Grenzübergang Sendlingsdrift bogen wir links ab und folgten der C13 in den "Ai-Ais and Fishriver Canyon Park". Die ersten Kilometer waren ziemlich kurvig und hügelig, für die Strecke wird ein 4x4 empfohlen – bei den Wetterbedingungen an diesem Tag wäre es jedoch nicht unbedingt notwendig gewesen.
Schon bald sahen wir einen Felsen, auf dem eine Horde Baboons hockte. Die Affen waren jedoch sehr scheu und flüchteten, als sie unser Auto hörten.
Dieser arme Geselle war leicht gehandicapt… 🙁
Auch die Straußendamen flüchteten im Laufschritt, obwohl wir ziemlich langsam unterwegs waren… 😕
Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich, immer wieder gibt es unterschiedlichste Gesteinsformationen zu bewundern.
In dieser kargen und trockenen Gegend war das Grün entlang des Fishrivers eine Wohltat für die Seele. Wir entdeckten einige Wasservögel und genossen es, den Flusslauf entlang zu fahren. 😁
Kurz nach der Ausfahrt aus dem Park (an dem übrigens ein Häuschen steht, welches jedoch nicht besetzt war 😗 ), sahen wir einige Männer im Wasser, welche wohl auf Fischfang waren.
Der Abzweig auf die D278 entpuppte sich übrigens als erster und einziger Fehler während unserer Reise in der Karte, der dort als D207 bzw. C37 eingezeichnet ist… 😐
Die Gegend auf dem Weg nach Ai-Ais wirkte oft wie eine Mondlandschaft auf uns.
Obwohl es rechts und links so gut wie nichts gibt, ziehen sich kilometerlange Zäune über die Ebene.
Dieser kleine Oryx stand einsam und alleine vor einem Zaun entlang der Straße und wirkte etwas verloren. Hoffentlich hat er bald wieder Anschluss zu seinen Artgenossen gefunden… 🤨
Am Rande der C37 entdeckten wir das alte zerschossene Autowrack, welches uns von einem Formi vor der Reise angekündigt wurde (vielen Dank dafür an dieser Stelle nochmals an V5-TOM). 😉
Immer wieder waren bereits Teile des Fishriver Canyons von der Pad aus zu sehen… 😁
Dann hatten wir es endlich geschafft und bogen auf den Abzweig zum Canon Village und Canon Lodge ab!
Mittlerweile war es halb fünf – wir hatten somit 7,5h für die Strecke über Rosh Pinar benötigt, aber unserer Meinung nach hatte sich der lange Weg „untenrum“ wirklich gelohnt. 🙂 Sehr freundlich wurden wir von einer „Weihnachtsfrau“ an der Rezeption begrüßt. Ach ja, es war ja Weihnachten… 😛
Markus hatte im Vorfeld per Mail eine hohe Zimmernummer angefragt, da diese zwar weiter weg von Rezeption, Restaurant und Parkplatz etc. - dafür jedoch ziemlich einsam in den Felsen liegen… Das hatte geklappt und wir erhielten mit einem Begrüßungsdrink die Schlüssel zum Häuschen Nr. 27! 😄
Der Mitarbeiter, der uns beim Gepäck half, stöhnte lautlos auf, als der die Zimmernummer hörte. Kein Wunder, die Nachmittagshitze war heftig und man hielt es in der Sonne kaum aus. Da zieht sich der Weg zu den entlegenen Häuschen schon ein wenig… 😗
Die Szenerie ist wirklich einmalig! Die Häuschen fügen sich wunderhübsch in die Felslandschaft ein und wir kamen uns vor, wie bei den Flintstones… 🤩
Als erstes tauschten wir unsere durchgeschwitzten Klamotten gegen Badesachen und machten uns auf den Weg zum Pool, welcher entgegen vieler anderer Anlagen nicht neben der Rezeption, sondern am anderen Ende der Anlage liegt. Aber was war das für ein Anblick! WOW!!! 🤩 Und kein Mensch, außer uns, war zu sehen… Wir konnten unser Glück nicht fassen, da wir dachten, bei diesen Temperaturen würden wir kaum noch Platz im kühlen Nass finden. Nur ein Oryx leistete uns Gesellschaft, dies machte den Ausblick perfekt. 😁
Das Wasser sah nicht nur erfrischend aus, sondern war es glücklicherweise auch… Doch was war das?! Zwei Autos näherten sich über einen Trampelpfad… wo kamen die denn her? 😈 Womit wir jedoch nicht gerechnet hatten, war, dass in zwei Autos durchaus 13 Personen stecken können… 😣 Mehrere Familien kamen mit Sack und Pack und Kindern aller Altersklassen am Pool an – vorbei war es mit der Ruhe. 😠 Wir schätzen, dass sie aus dem Canon Village kamen, da wir sie später beim Essen und auch in den nächsten Tagen in der Lodge nicht wiedersahen.
Wir zogen uns zurück, schließlich wollten wir die schöne Umgebung in Ruhe genießen – ein Familienvater entschuldigte sich noch bei uns, was wir zumindest sehr nett fanden. 😉
Vor unserem Haus war es jedoch nicht möglich zu chillen, da die Abendsonne unbarmherzig brannte und kein Schatten in Sicht war, also genossen wir ein wenig die zauberhaften Unterkunft in der Waagerechten. 😕 😗
Ab 19.00 h sollte es Abendessen in Buffetform geben, also machten wir uns pünktlich auf den Weg zum Restaurant. Da das Wetter sehr schön war, hatten sie die Tische unten auf dem Rasen eingedeckt und auch das Buffet wurde draußen aufgebaut. Alle Angestellten trugen zur Feier des Tages Weihnachtsmützen und waren sehr freundlich. 😁 Bis alles fertig war, war es dann doch fast 20.00h, aber wir genossen in der Zwischenzeit den Wein und beobachteten die niedlichen Dassies, die über die Wiese flitzten und in den Felsen hinter uns rumkraxelten. 😘
Das Buffet war wirklich gut! Es gab eine wunderbare kalte Melonensuppe und zartes Lammfleisch, neben anderen Fleischsorten und reichlich Beilagen und Salaten. 🙂 Schade war, dass bei dem ganzen Aufwand nur so wenige Gäste da waren, ein großer 9-er Tisch blieb den ganzen Abend über leer. 🤨
Wir genossen das Essen mit einer Flasche Wein und nach dem Nachtisch gab es vom Küchenchef Norbert noch eine kleine Weihnachtsrede sowie ein Glas Champagner für alle Gäste auf’s Haus. Außerdem kam ein als Weihnachtsmann verkleideter Mitarbeiter und bedachte den einzigen Teenager an diesem Abend mit Bonbons. Diesem war es wohl etwas unangenehm, aber alle anderen rundherum hatten ihren Spaß und somit bekamen auch die Erwachsenen jeder eine Handvoll Bonbons. Weihnachten halt… 😄
Da es ein langer Tag war, machten wir uns nicht allzu spät auf den Weg zu unserem Häuschen und entdeckten auf einer der grünen Wiese in der Anlage einen Hasen, den wir zwar auf’s Foto bekamen, aber die Qualität ist nun wirklich nicht so, dass man sie im www teilen möchte… 🙄
Dafür gab es einen tollen Vollmond zu sehen! Wir genossen die Ruhe in unserem wunderhübschen Chalet und schliefen schon bald ein… 🙂
Teil 1406. März 2016
26.12.2015 – Fishriver Canyon
Die Nacht war ziemlich heiß und eine Mücke nervte uns – klar, schließlich hatte ich mal wieder alle meine Überredungskünste angewandt, die Klimaanlage nicht anzustellen… 😗
Markus war um 3.30h wach und "legte" sich draußen auf die Pirsch. Allerdings war es zu dunkel, so dass er den Nachträuber nicht erkennen konnte, der tatsächlich die Ebene vor unserer Unterkunft querte. Also ging auch er schließlich wieder ins Bett.
Wir schliefen bis halb acht und nachdem ich die Augen öffnete, schnappte ich mir sofort die Kamera. Da standen/lagen doch wirklich zwei Oryx unterhalb unseres Häuschens. Gibt es etwas schöneres, als bereits vom Bett aus, wilde Tiere zu beobachten?! 🤩
Wir sahen, wie sie von dannen zogen und sprangen schnell in unsere Badesachen. Zweiter Versuch!
Dieses Mal hatten wir Glück, wir waren ganz alleine am Pool und schwammen ein paar Bahnen in dem erfrischenden Wasser, dann ging es flugs zurück und wir zogen uns für’s Frühstück um.
Draußen war es noch ziemlich frisch und so waren die Tische drinnen eingedeckt. Einen Weihnachtsbaum gab es auch – mit Canon Lodge eigenem Christbaumschmuck! 😄
Ok, etwas kümmerlich sah‘ dieses Exemplar, zu den Bäumen, die wir von zuhause kennen, schon aus… Aber wo sollte auch ein anderer herkommen bei der Trockenheit hier?! 😕
Auch die kleinen und großen Dassies waren nach unserem Frühstück schon wieder aktiv. Sie sehen so knuffig aus, aber die Zähne sind schon ganz schön spitz… 😮
Sind diese Baby Dassies nicht zuckersüß?! 😘
Auch Vögel konnte man auf dem Gelände beobachten: Cape sparrow/Kapsperling
Southern masked weaver/Maskenweber
Zurück im Zimmer wartete noch eine Überraschung auf uns, es wimmelte von Ameisen… 🤢 Viele Lebensmittel hatten wir ja nicht mehr dabei, aber ich hatte unser restliches Biltong beim Ausladen einfach in die Außentasche des Rucksacks gesteckt und das hatte die kleinen Kerlchen angelockt. Schnell schüttelten wir draußen die Sachen aus und entsorgten die Biltongreste in Mülltonnen, bevor wir uns gegen 10.00h auf zum Aussichtspunkt machten.
Die Dame an der Gate Rezeption hatte sich zur Feier des Tages sehr schick gemacht – nur zu gerne hätte ich von ihr ein Bild gemacht… 😗
Nachdem wir unser Permit (2x80 N$ plus 10 N$ für’s Auto) gezahlt hatten, ging es die letzten Kilometer bis zur Aussichtsplattform. Im Besucherbuch wurde unsere „Einreise“ jedoch weder notiert, noch mussten wir unser Kennzeichen nennen…
Für diesen kleinen Kerl legten wir jedoch noch einen Zwischenstopp ein:
Woher er die spärlichen Grasbüschel hatte, erklärt sich mir bis heute nicht. Es war staubig, sehr staubig... 😐
Der Ausblick vom Aussichtspunkt war atemberaubend! Es war tatsächlich noch ein wenig Wasser im Canyon zu sehen – doch so sehr wir uns auch mit unseren Ferngläsern bemühten, wir sahen Trampelpfade, aber Tiere entdeckten wir dort unten nicht… Kein Wunder bei der Hitze!
Dafür suchten ein paar gefiederte Gesellen am Aussichtspunkt Schatten.
Weibl. Mountain Wheatear?
Pale winged Starling?
African black throated Canary?
Wir fuhren ein Stück weiter, zum zweiten Aussichtspunkt – von Mai bis September starten hier auch die Hiking Trails in den Fishriver Canyon – im Winter finden sie aufgrund der Hitze jedoch nicht statt. Ganz schön steil ging es bereits am Start los… 🤨
Rechts oben neben dem hinteren Warnschild (auf ein Uhr) liegt übrigens die Fishriver Lodge (ich hoffe, man erkennt es auf der Verkleinerung noch).
Der Ausblick war wirklich unglaublich – unglaublich fanden wir es allerdings auch, als wir zuhause erfuhren, dass sich nur 2 Wochen später hier zwei Deutsche Frauen das Leben nahmen… 😮
Es gibt noch einen 3. Viewpunkt, zu dem wir auch fuhren – bei den spitzen Steinen hielten wir allerdings die Luft an – es ging jedoch alles gut! 😛
Karoo longbilled lark?
Gegen zwölf wurde es uns definitiv zu heiß und wir machten uns auf den Weg Richtung Canon Roadhouse. Wer die alten Autos in Solitaire mag, wird hier unserer Meinung nach, noch mehr auf seine Kosten kommen. Die Anlage gefiel uns sehr gut, allerdings eher als Zwischenstopp – mit unser Übernachtungswahl in der Lodge waren wir mehr als zufrieden! 🙂
Ablegen konnte ich die Arme übrigens nicht wirklich auf dem heißen Metall... 🙄
Wir genehmigten uns nur ein erfrischendes Beer Shandy – obwohl die Burger, die um uns herum serviert wurden, auch echt gut aussahen! Aber wir hatten noch keinen Hunger, was wahrscheinlich mit den Temperarturen zusammenhing. 😗 Dafür nutzten wir das W-Lan, das sollte es in der Canon Lodge zwar auch geben, aber es war so langsam dort, dass es kaum für eine Whatsapp nach Hause ausreichte. Hier lief es etwas besser, aber mittlerweile freundeten wir uns mit dem Gedanken an, für eine Zeit von der Außenwelt abgeschnitten zu sein.
Auch das „Innenleben“ des Roadhouses ist sehenswert und liebevoll dekoriert.
Dem „Geheimnis“ des Shongololo bin ich übrigens nicht weiter nachgegangen… 😛
Man kann soweit von zuhause entfernt sein, wie man will – Politik spaltet die Gemüter.
Am frühen Nachmittag trafen wir wieder in der Canon Lodge ein und es gelang nun auch endlich mal ein Bild vom scheuen „Haus-kudu“. Von ihm hatten uns bereits Alex und Daniel in Lüderitz erzählt. Leider haben wir ihn danach nicht mehr gesehen, aber wir hoffen mal das es nicht im Zusammenhang mit dem köstlichen Kudu-Gulasch vom Abendbuffet steht… 😮 Sollte es Reisende geben, die ihn nach uns wohl und unbeschadet dort gesehen haben, würden wir uns über eine kurze Nachricht freuen! 😉
Zurück in der Lodge, habe ich dann auch endlich mal ein paar Bilder unserer wunderhübschen Unterkunft gemacht. Allzu groß sind die Zimmer nicht, aber sehr liebevoll eingerichtet. Ganz besonders verzückt haben mich die eingestickten Oryxe auf den Bettbezügen… 😘
Den Rest des (heißen) Tages verbrachten wir am Pool. Ich hatte nur in den ersten beiden Tagen etwas Tagebuch geschrieben und musste nun eine Woche “aufholen“.
Dieser Geselle war es im übrigen Schuld, dass wir uns im erstbesten Shop (es sollte im Mata-Mata Camp sein) das zweite Vogelbestimmungsbuch des Urlaubes zulegten… 😗 Markus verbrachte (übrigens vergebens) Stunden mit seiner Identifizierung im Sasol, bevor er sich auf Kobie Krüger einließ. 😄 Erst hier zu Hause haben wir ihn nun (hoffentlich) richtig identifiziert: ein Mountain Wheatear bzw. ein männl. Bergsteinschmätzer?!
Wir gönnten uns je zwei Bier bzw. Savannah Dry aus der Honesty Bar – ein wirklich guter Service im Poolbereich – und genossen den Schatten und das kühle Nass… 🙄
Am späten Nachmittag machten wir uns fürs Abendessen frisch und starteten rechtzeitig in Richtung Rezeption, da wir die Sundowner Wanderung auf den Hausberg mitmachen wollten.
Auf dem Weg dorthin machte ich noch ein paar Bilder von den allgegenwärtigen Camelthorn Trees. Selbst die Schlüsselanhänger der Canon Lodge haben die (überdemensionierte) Form dieser Samen!
Es waren neue Gäste angekommen und somit war die Sundowner Gruppe recht groß und gemeinsam bestiegen wir den kleinen Berg bzw. Felsen.
Bevor es hinauf ging, kamen wir an Steinrosen vorbei...
Nach kurzem Aufstieg waren wir angekommen und hatten einen traumhaften 360 Grad Blick über das Gelände.
Wie Lilliput lag uns das Lodgegelände zu Füssen…
Der Weg zum Pool von oben:
Auch hier oben gab es eine kleine Bar und unser „Guide“ versorgte uns mit Kräckern und Getränken nach Wahl. Wir genossen unser Kaltgetränk, die Aussicht und den Sonnenuntergang… 🙂
Aufgrund des Windes, wurde das Abendessen drinnen aufgebaut. Wir suchten uns trotzdem einen Tisch draußen, auf der Terrasse. An diesem Tage hatten wir etwas Pech mit der Kellnerin, sie fragte uns zwar zügig nach unseren Getränkewünschen, bis der Wein dann aber wirklich da war, waren wir mit der Vorspeise bereits durch. Und selbst damit haben wir schon ziemlich lange gewartet… 🙄
Die Essensauswahl war vielleicht nicht ganz so groß, wie am Tag vorher, aber trotzdem fanden wir das Essen wieder ziemlich gut! Das (bereits erwähnte) Kudufleisch war super zart und lecker. Statt des angebotenen Nachtischs bekam Markus auf Wunsch, von Küchenchef Norbert noch ein Stück Weihnachtstorte vom Vortag!
Norbert war überhaupt sehr rührend, jeden Abend erklärte er uns das Essen und kam mindestens einmal zu jedem Tisch, um nachzufragen, ob alles gut sei. 🙂
Nachdem wir unsere Weinflasche geleert und ein paar weitere Vollmondbilder geschossen hatten, machten wir uns auf den Weg zu unserem Häuschen. Dieses Mal trafen wir auf mehrere Oryx, die auf den Grünflächen standen und die Gelegenheit zum grasen nutzten. Die gesamte Anlage wird besprengt – für wen auch immer?! – aber zumindest haben so die ansässigen Tiere immer etwas frisches Grün! 😉 Und das sie dieses Angebot bei jeder Gelegenheit nutzen, sah man an den zahlreichen Dungablagerungen überall auf den Wiesen… 😛
Ein sehr entspannter Tag im Fishriver Canyon ging zu Ende, Markus las‘ noch ein paar Seiten und ich schlummerte seelig in meiner Oryxbettwäsche. Gute Nacht! 🙂
Teil 1511. März 2016
27.12.2015 – Canon Lodge
Nach einer mückenfreien und geruhsamen Nacht, wurden wir recht früh wach und machten uns schon um viertel vor sieben auf zum Frühstück. Der Mond stand noch über den Felsen, während diese bereits von der Sonne angestrahlt wurden.
Nach dem Frühstück machten wir uns mit dem Auto auf den kurzen Weg zum Canon Village. Von dort startet ein Wanderweg, für den man ca. 2-3 h benötigt. Nach kurzer Einweisung und ausgerüstet mit reichlich Wasser machten wir uns auf den Weg, über das Gelände und am Pool vorbei zum Startpunkt und folgten der Beschilderung den Berg hinauf.
Am Anfang ging es recht steil los und schon bald hatten wir einen tollen Ausblick auf’s Village.
Weiter oben schlängelten sich die Wege am Berg entlang und es wurde deutlich leichter. 😉
Wir sahen diverse Kotarten, aber Tiere waren nicht zu sehen.
Während dies stark nach Zebra aussah…
… schien diese Hinterlassenschaft wohl eher einem Fleischfresser zu gehören! 😕
Eine kleine Schlange floh beim Aufstieg vor mir, leider war sie zu schnell für ein Foto.
Auf einem Plateau angekommen, stand dieser schöne Köcherbaum im Morgenlicht. Doch warum müssen sich Menschen immer und überall verewigen und ihre Namen oder Initialen in Rinden, Felsen o.ä. ritzen… 😠
Die Aussicht war wunderschön, so langsam wurde es da oben jedoch schon ziemlich warm. 😗
Tatsächlich gab es noch etwas grünes in der sonst recht kargen Landschaft.
Einige Partien waren schieferartig – Fossilien haben wir jedoch nicht gefunden (haben aber auch nur einen Versuch unternommen…) 😛
Klippspringertoilette - oder doch eher Klippschliefer?! Genau festlegen können wir es bisher nicht... 😉
Wir machten eine kleine Pause und genossen die Aussicht, bevor es auf der Rückseite wieder bergab ging.
Zurück in der Ebene kam man sich manchmal ganz schön klein vor… 😄
Durch das „Loch“ kamen wir bequem wieder auf die andere Seite.
Und nochmal ein Blick zurück…
Wir machten noch eine Pause und genossen von dort oben die Aussicht. Anscheinend wird dieser Punkt jedoch auch für professionelle Sundowner genutzt, denn es gab eine richtige Theke dort oben – und auf der Rückseite des Berges waren auch Fahrspuren in der Ebene zu sehen - das war fast ein bisschen schade, denn der Fußweg dorthin war so schön und wir fühlten uns so besonders, bis dorthin gelaufen und durch das Loch geschlüpft zu sein… 🙂
Auch auf der Vorderseite gab es wieder viele skurrile Felsformationen zu bewundern und wir entdeckten auch einige Echsen.
Da uns die Strecke insgesamt so gut gefiel, schlugen wir den linken Weg ein, der in einem Bogen wieder Richtung Canon Lodge zu gehen schien. Den Pfad geradeaus ignorierten wir in diesem Moment, was uns später jedoch noch ärgern sollte… 😈
Vereinzelte Köcherbäume gab es auch hier. Solo oder mit Bewohnern… 😄
Die scheuen Oryx und Springböcke nahmen sofort Reißaus, auch wenn wir hunderte Meter entfernt waren. Tja, Landschaft pur hat ja auch was. 😗
Wie wir unterwegs schon vermutet hatten, führte der Weg direkt zur Canon Lodge. Das war ja gut und schön – doch unser Auto stand doch am Village… 🙄
Mittlerweile war es kurz vor zwölf – wahrscheinlich hatten wir einfach zu viele Pausen gemacht und tatsächlich drei Stunden für die Runde benötigt… Die Sonne stand hoch am Himmel und brannte unbarmherzig! Aber nun gut, wat mutt, dat mutt… wir machten uns mehr oder weniger motiviert auf den Weg zum Village… 😵
Am Wegesrand flitzte etwas hin und her und wir dachten erst, es wäre eine Spinne. Aber identifizieren konnten wir es bisher nicht… 😐
Etwas später trauten wir unseren Augen kaum. Da rennen wir stundenlang über die Berge und fotografieren „Pferdeköttel“ und dann galoppiert ein Bergzebra quasi über die „Zufahrtstraße“! Leider war es ziemlich weit weg und rannte direkt an den Straßenschildern vorbei - nicht gerade idyllisch...
Als wir unser Auto wieder hatten, versuchten wir noch, ihm hinterher zu pirschen – hatten aber kein Glück mehr… 🙁
Zurück in der Canon Lodge wurde uns dann auch klar, wo die Oryxe und Springböcke sich versteckten. 😄 Wir wandern durch die Wildnis, die Tiere flüchten und stehen dann direkt vor der Rezeption und grasen… Aber verstehen kann man es natürlich, das wenige Gras ist auch zu verlockend und die Tiere waren zum Teil schon sehr abgemagert. 🤨
Auf der Terrasse gönnten wir uns auch erstmal ein großes, erfrischendes Beer Shandy. 😉
Danach war nur noch relaxen, schwimmen und lesen angesagt… Und wer zeigte sich dort zu späterer Stunde dann noch?!
Auch klar – ein Bergzebra! 🤩 Der arme Kerl wirkte ebenfalls sehr ausgemergelt… 😮
Unser Fazit: Wirklich weit wegbewegen muss man sich von der Canon Lodge wirklich nicht, um Tiere zu sehen! Trotzdem haben wir unsere wunderschöne Wanderung nicht bereut, auch wenn es ziemlich heiß wurde und wir noch eine Extrarunde zum Auto abholen einlegen mussten. 😛
Auch ein paar gefiederte Artgenossen trafen wir auf dem Gelände noch an.
African Red Eyed Bulbul
Mountain Wheatear
Aufgrund der unglaublichen Hitze an diesem Tag flüchteten wir ins Zimmer, bevor wir uns später für Abendessen frisch machten.
Und weil es so schön ist, gibt’s noch ein letztes Bild von dem tollen Lodge Gelände. 🙂
Obwohl es, wie am Vorabend, ziemlich windig war, suchten wir uns wieder auf der Terrasse ein Plätzchen und genossen den Abendhimmel. Das Essen (u.a. Springbock, Gem Squash) war wieder ziemlich gut, nur das Dessert überzeugte uns an diesem Tag nicht so richtig.
Einfach faszinierend, wie sich die Farbe des Abendhimmels innerhalb von nur zehn Minuten ändert… 🙂
Wir genossen die Abendstimmung vor unserem Häuschen noch ein wenig, bevor wir ein letztes Mal in die kuscheligen Betten der Canon Lodge krabbelten. Gute Nacht! 😘
Teil 1619. März 2016
Herzlichen Dank und viele Grüße an alle Mitreisenden und Danke-Button Drücker - die Hälfte ist geschafft... 😄
28.12.2015 Urlaubshalbzeit! Fahrt zum Mesosaurus Camp (ca. 210 km Fahrt)
Auch am letzten Morgen in der Canon Lodge, standen morgens um sieben wieder einige Oryx vor unserem Häuschen, auf der Suche nach genießbaren Halmen...
Sie machten einen ruhigen und entspannten Eindruck, um so witziger ist es im Nachhinein auf jedem Foto eine andere Konstellation zu sehen… Zwischen den Felsen kam irgendwie immer ein neuer zum Vorschein. 😄
Trotz des recht bewölkten Himmels, gönnten wir uns ein Abschlussbad im Swimmingpool, bevor es zum Frühstück ging.
Dann hieß es Taschen packen, zahlen und Abschied nehmen… die Zeit in der Canon Lodge hat uns sehr gut gefallen, ruhig und erholsam, in einfach wunderschöner Umgebung! 🙂
Ich fuhr das erste Stück auf der C37 und C12 Richtung Keetmanshoop Auf unserem Weg trafen wir scheue Springböcke und neugierige Kudus…
Da das letzte Stück der C12 bis Seeheim gesperrt war, fuhren wir auf die D545 ab und kamen am Naute Dam vorbei.
Als ich den Überlauf überfuhr, sah ich links von mir etwas Rotes im Schilf sitzen und bremste abrupt ab… 🤩 Markus‘ sprach eine letzte Verwarnung zum Bremsen mitten auf dem Weg aus und ich fuhr zähneknirschend weiter und parkte. 😠
Zu Fuß ging es für mich durch das Wasser zurück, aber der Vogel hatte sich natürlich aus dem Staub gemacht und saß weit entfernt in einem Baum… 😈 Ist es ein Southern Red Bishop (Oryxweber)?!
Aufgrund der „guten“ Stimmung zwischen Fahrer und Beifahrer, stand ein Fahrerwechsel an und wir fuhren am Naute Dam vorbei Richgung B4. 😗 Bevor wir nach Tagen wieder auf Asphalt fuhren, kontrollierten wir den Luftdruck unserer Reifen, aber aufgrund der gefahrenen Kilometer und der Außentemperatur, hatten sie bereits wieder den richtigen Druck „intus“.
Dann stand der Großeinkauf in Keetmanshoop auf dem Programm, auch Diesel musste mal wieder aufgefüllt werden. Aufgrund diverser Berichte über diese Stadt waren wir gespannt, was dort auf uns zukommt. Als wir an der ersten Tankstelle vorbeikamen, sprangen direkt fünf Männer auf und winkten uns heran – wir fuhren erstmal weiter…. 😗 Es gibt einen Spar und auch einen Pick and Pay im Ort, beide liegen an der „Hauptstraße“ und machten einen wuseligen Eindruck auf uns. Gegenüber vom Spar sahen wir eine Standartbank und ich nutzte die Gelegenheit zum Geldziehen. Allerdings ohne Erfolg – mein Wochenkartenlimit war am Ende. 😮 Mit Markus‘ Karte klappte es jedoch sofort...
Weihnachts“grüße“ gab’s auch noch!
Die nächste Tankstelle war unsere und für unseren Hilux gab’s eine ordentliche Tankfüllung! Der Tankwart war super nett, jedoch kleinwüchsig, was seiner Tankkunst keinen Abbruch tat – aber dafür gab’s das erste und einzige Mal keine geputzten Scheiben beim Tanken. 😉
Bei unserer Runde durch die Stadt hatten wir am Rande ein Einkaufszentrum mit großem Parkplatz und einem Shoprite gesehen. Den steuerten wir, mit unserer Einkaufsliste für die nächsten 9 Tage als Selbstversorger, an. Und wieder bekamen wir alles, was wir benötigten – außer Wasser! WAS?! Das konnte doch wohl nicht wahr sein… 🙄 😠 Weder im Supermarkt, noch im Bottle Store gabe es Wasser in 1 oder gar 5 l Behältern. OMG! Ohne Wasser in den KTP zu fahren, war nun wirklich nicht unser Plan gewesen… 😣
Aber es nützte nix, wir hatten noch 1,5 5l Kanister Wasser an Bord und hofften nun auf den Campshop in Mata Mata! 😗
Beim Verstauen unserer Einkäufe aus zwei vollen Wagen, gingen uns unser Parkwächter sowie der "Einkaufswagen-Chief" zur Hand. Etwas genervt packten wir somit alles wahllos in unsere Klappboxen und die Kühlbox, gaben ihnen ihren verdienten Tip und waren froh, als wir letztendlich wieder aus der Stadt rollten. Keetmanshoop hatten wir überstanden – wirklich unsicher haben wir uns dort nicht gefühlt, aber wir hätten auch nicht unbedingt länger dort bleiben wollen. 😗
Bereits auf dem Weg zum Mesosaurus Camp sahen wir Köcherbäume am Wegesrand.
Plötzlich stockte uns der Atem, da zwei Kudus die Straße kreuzten. Es ging so schnell, dass ich nur „draufgehalten“ habe – wirklich krass, wie leicht sie diese hohen Zäune überspringen! 😮
Dann hatten wir es geschafft und kamen am Mesosaurus Camp an – das wir die Nacht dort verbringen konnten, war gar nicht so selbstverständlich. Eigentlich hatten sie wegen Renovierungsarbeiten einige Wochen geschlossen und es war nur die Campsite verfügbar. Da wir jedoch ohne Camper unterwegs und unbedingt auf dem Weg zum KTP bei ihnen übernachten wollten, sagten sie uns bereits Monate im Voraus zu, dass wir ein Zimmer bekommen sollten. Ob dies wirklich klappte?! 😕
Ja, es klappte hervorragend! Kaum ausgestiegen, kam Henrik auf seinem Moped angebraust und begrüßte uns. Wir sollten ihm mit dem Auto von der Rezeption aus folgen. Mich erinnerte er spontan an Terence Hill auf zwei Rädern… 😄
Wir erhielten das Chalet Nr. 3 mit dem klangvollen Namen "Hebaclada" und waren positiv überrascht! Alles war klein, aber fein. Recht einfach gehalten, mit außenliegendem Koch-/Essbereich. Alles war sehr sauber und wir fühlten uns direkt wohl. 🙂
Gegen 17.00h sollte die Mesosaurus Führung sein und wir meldeten uns direkt an. Dann wurden als erstes unsere verderblichen Vorräte in die Kühlbox der „Gemeinschaftsküche“ gebracht. Da wir die einzigen Gäste waren, konnten wir sie komplett nutzen, da sie ansonsten nur mit Erfrischungsgetränken des Camps gefüllt war. Danach sortierten wir unsere beiden Transportboxen, wobei die Getränkebox so schwer wurde, dass ich diese nicht mehr anheben konnte… 😄 😛
Diese niedlichen Ziegen schauten uns beim auspacken interessiert zu…
Größenvergleich Hilux:Bungi…
Wie verabredet, trafen wir um fünf an der Rezeption ein und waren überrascht, dass bereits ein Auto dort wartete. Es war ebenfalls ein deutsches Paar, welches als Camper unterwegs war. Im Konvoi fuhren wir hinter Hendrik her, der immer wieder vom Moped sprang, um das ein oder andere Gatter für uns zu öffnen.
Er führte uns zu der Mesosaurus Fundstelle, die er als Kind zufällig fand, als er seinem Vater bei der Reparatur eines Weges auf dem Farmgelände half. Hier liegen sie nun, diese hervorragend erhaltenen Fossilien, nur durch einfache Metallbauten vor der Sonne geschützt.
In der Nähe dieses Fundortes befindet sich das Grab des Unteroffiziers J. Splittgerber, er gehörte zur deutschen Schutztruppe und wurde hier, 1904 bei einem Überfall während des Nama-Aufstandes, getötet.
Wir fuhren ein Stück weiter und Hendrik zeigte uns weitere Fossilien…. Kaum vorstellbar, dass diese gut erhaltenen Abdrücke mehrere hundert Millionen Jahre alt sind… 🙂
Dann ging’s weiter in den Köcherbaumwald. Der Himmel war leider ziemlich bewölkt und zugezogen, schade um das Licht, dafür umgab uns eine leicht mystische Stimmung.
Nachdem Hendrik uns auf den metallisch klingenden blacks rocks (Dolorit-Felsen) noch eine Melodie vorgespielt hatte, machte er sich auf den Rückweg zur Farm, während wir vor Ort bleiben konnten, solange wir wollten.
Der Köcherbaum gehört zu der Gattung der Aloen und ist endemisch, speichert Wasser in seinem faserigen Holz. Er wächst sehr langsam und kann bis zu 400 Jahre alt werden. Selten sieht man so viele Köcherbaume auf einer Stelle, wie man sie hier erleben kann. Einige Stämme hatte es umgehauen, laut Hendrik liegt dies an den seltenen, aber durchaus heftigen Regenfällen, wodurch das Wurzelwerk nicht genügend Kraft hat, sich im Boden zu halten.
Die Rinde des Stammes ist ockerfarben und rissig; es sieht aus, als würde sich der Stamm schuppen. Diese "Schuppen" sind an den Kanten messerscharf. Trifft die Abendsonne auf die Stämme, leuchten sie wunderschön golden... 🙂
Die Dolorit Felsen erinnerten uns an wahllos verteilte Streusel… eine faszinierende Umgebung! 😘
Wir verfolgten einen flinken Vogel, der von Baum zu Baum hüpfte und tippen hierbei auf einen Dusky Sunbird...
Das zweite Pärchen machte sich auf den Heimweg und wir genossen die Landschaft in totaler Ruhe und Einsamkeit – ein wenig ärgerten wir uns, dass wir kein einziges Getränk für einen Sundowner dabei hatten. Da hatten wir das auspacken wirklich zu wörtlich genommen… 😵 😗
Doch nein, so alleine waren wir gar nicht, eine kleine Pferdefamilie zog an uns vorbei. Alle vier sahen auch ziemlich abgemagert aus und ich schickte innerlich wieder mal ein Stoßgebet an den Wettergott, etwas Regen zu schicken… 😐 Der Hengst war so entspannt, dass er sich vor unseren Augen ein Sandbad gönnte. Dann waren sie auch schon wieder verschwunden.
Ab und an zeigte sich ein Lichtstrahl zwischen der Wolkendecke und tauchte die Bäume in goldenes Licht, da es sich jedoch immer weiter zuzog und wir hungrig wurden, machten wir uns gegen sieben schweren Herzens auf den Weg zurück ins Camp…
Die kleine Pferdefamilie kam uns auf dem Rückweg nochmal entgegen, sie hatten an der gut gefüllten Tränke ihren Durst gestillt und wir warteten mit abgeschaltetem Motor, bis sich schließlich auch die Kleinen am Auto vorbei wagten.
Dann hieß es für mich Tore öffnen und schließen, damit alle Farmtiere in ihrer vorgesehen Sektion übernachteten. 😄
Zurück im Camp starteten wir unsere Selbstversorger Woche mit einem simplen Gericht, indem es Nudeln mit Pesto und frischem Salat gab, dazu ein kühles Getränk aus der Gemeinschaftsküchentruhe.
Bei unserer Ankunft, hatten wir mit Hendrik vereinbart, unser bestelltes Fleisch erst am nächsten Morgen mitzunehmen. Im normalen Betrieb bieten die Steenkamps auf Vorbestellung Meals oder Braaipakete an, da sie bei unserem Besuch jedoch eigentlich geschlossen hatten, informierten sie uns mit der Buchungsbestätigung, dass wir uns selber verpflegen müssten. Auf Markus‘ Nachfrage, woher sie ihr Fleisch beziehen, stellten sie den Kontakt zu Gobas Meat in Keetmannshoop her und so kam es, dass wir bereits Wochen vor der Abreise eine Preisliste zuhause hatten und uns unsere Fleischpakete für den KTP-Aufenthalt zusammenstellten. Aufgrund der Weihnachtsfeiertage wurde es auch noch vorab zur Farm geliefert, wo wir es schließlich am 29.12. tiefgefroren und in einzelnen Portionen vakuumiert entgegennahmen. Alles hat wunderbar geklappt und wir können die Metzgerei nur wärmstens weiterempfehlen, das Fleisch war eine Wucht! 😁
Am Abend kuschelten wir uns unter unsere Moskitonetze und lasen noch ein wenig. Und obwohl es den ganzen Tag über ziemlich bewölkt war, war diese Nacht jedoch leider wieder sehr, sehr heiß und schwül… 🙄 😐
Teil 1724. März 2016
29.12.2015 Auf geht’s nach S.A…. vom Mesosaurus in den KTP (KTC) – Fahrt ca. 340 km (davon ca. 100 km im KTP)
Die Nacht war sehr schwül und wir schliefen schlecht – doch was war das?! Morgens um 6.00h wurden wir vom Regen geweckt. Wir konnten es gar nicht fassen – der Wettergott hatte uns wohl erhört… 😄
Wir machten uns einen Kaffee und genossen die Abkühlung in unserer offenen Küche. Zwischendurch wurde der Regen sogar immer wieder so heftig, dass wir Fenster und Türe unseres Chalets schließen mussten, damit es nicht rein regnete.
Wir frühstückten erstmal und nach dem dritten Regenguss klarte es dann auf und wir packten unsere Sachen zusammen.
Leider konnten wir uns nicht mehr von Hendrik verabschieden, denn als wir gegen 9.00h an der Rezeption eintrafen, kam schon von der Farm eine junge Frau mit Kind herübergelaufen. Sie brachte uns unserer vorbestelltes gefrorenes Fleisch und wir bezahlten die ausstehenden Beträge. Alles hatte super geklappt – jetzt hofften wir nur, dass unsere Kühlbox das Fleisch über die nächsten Tage entsprechend frischhalten würde. 😗
Auf ging es Richtung KTP und die ersten 100 km gehörten mir! Die Pad war recht schlickig und es standen teilweise große Pfützen auf dem Weg. Nach kurzer Zeit „beschwerte“ Markus sich, dass wir bei dem Tempo wohl 8 Stunden benötigen würden. 🙄 Ok, das ließ ich mir nicht zweimal sagen und ich gab Gas und fuhr mit Karacho durch die nächste Bodensenke… 😄 Leider gibt’s von meinen Wasserdurchfahrten keine Fotos… 🤢
Doch schon bald wurde die Pad wieder trocken und staubig und die Temperaturen stiegen merklich an!
Unsere Idee war es, in Koes nochmal nach Trinkwasser zu schauen, doch als wir durch den Ort fuhren, verwarfen wir die Idee wieder und hofften weiterhin auf den Shop in Mata Mata. 😉
Die Landschaft veränderte sich und die hügelige rote Dünenlandschaft begleitete uns auf dem restlichen Weg.
Am Kalahari Farmstall machten wir einen kurzen Stopp, doch dort war keine Menschenseele anzutreffen und von daher fuhren wir bald weiter. Wir hatten kaum die Pad wieder erreicht, da kam uns ein Wagen mit hoher Geschwindigkeit entgegen und es passierte, was irgendwann passieren musste – wir hatten einen Steinschlag in der Frontscheibe – mitten im Sichtfeld… Grrr!!! 😈
Am Farmstall Sitzas legten wir ebenfalls einen Stopp ein, kauften dort jedoch nur ein eiskaltes Getränk, da die Auswahl an diesem Tag ansonsten sehr beschränkt war. Es gab nur drei Paket Fleisch im Tiefkühlfach und auch sonst hatten wir uns mehr davon versprochen. Aber hübsch aussehen tut der Laden! 😉
Dann stand die Ausreise aus Namibia bzw. das Einchecken im KTP an. Die Grenzformalitäten bei Mata Mata waren unspektakulär, lustig war nur, dass das Büro mit 3 Leuten besetzt war, wir uns jedoch trotzdem hintereinander anstellen mussten und nacheinander abgefertigt wurden. Ordnung muss sein! 🙄 Krass war jedoch der Unterschied der Bekleidung bei den „Offiziellen“. Während der junge Mann auf namibischer Seite ein löchriges „Police“ Shirt trug, gab es auf der S.A. Seite richtig schicke Uniformen… 🤨
In der Rezeption von Mata Mata verlängerten wir unsere Wildcard, zeigten unsere Buchungsbestätigung für die nächsten 8 Nächte und bekamen schließlich das Entry Permit ausgehändigt. Zur Registrierung mussten wir vorher ein Formular ausfüllen. Wir wunderten uns, denn es war ein Anmeldeformular für den Addo Elephant Parc… 😄 Markus wollte einen Scherz machen, so nach dem Motto „wenn wir im Addo sind, dann sind wir wohl falsch“ – aber die gute Dame an der Rezeption war wohl mit dem falschen Fuß aufgestanden und verstand so gar keinen Spaß. 😎 Also rissen wir uns zusammen und legten einfach artig alle geforderten Dokumente vor… Das Markus‘ zweimal die falsche Pin seiner Kreditkarte eingab, machte die Sache auch nicht besser, aber schließlich klappte alles! 😕
Für die Fahrzeugregistrierung hatten wir zum Glück die passenden Unterlagen von unserem Vermieter bekommen und dort lief alles ganz flott. 🙂
Es kam ein Officer mit uns zum Auto, um es zu inspizieren – allerdings nur die Fahrerkabine. Danach war sein Interesse bereits gedämpft, er warf nur einen kurzen Blick in den Kofferraum und dann öffnete er die Schranke und winkte uns durch. 😛
Dieses Ground-Squirrel vorm Mata-Mata Shop war das erste Tier, welches uns im Park über den Weg lief.
Die spannendste Frage der letzten Stunden wurde geklärt… Hier gab es tatsächlich Wasser!!! 🤩 Und endlich kamen auch unsere lange mitgeführten Rand zum Einsatz (keine Kartenzahlung möglich) und wir deckten uns gleich mit 5 Fünf-Liter Kanistern für die nächsten Tage ein. Außerdem wurde beim Thema Vogelbestimmung aufgestockt und zum Sasol gesellte sich von da an noch der Newman’s. 😉 Für mich gab es das Tracks&Signs Bestimmungsbuch und weil vorhanden, kauften wir auch noch den Peter’s Guide sowie natürlich einen Travel Guide vom Kaglagadi Park.
Unserer Meinung nach war der Shop insgesamt recht gut sortiert!
Markus senkte noch den Reifendruck auf die vorgeschriebene Barzahl und es ging endlich los… 😁
Wir freuten uns wie bolle und waren gespannt, was die nächsten Tage so bringen sollten… Markus' (völlig maßlose und übertriebene) Zielsetzung vorm Urlaub war es übrigens, 100 Katzen im KTP zu sichten… Na Bravo – dass konnte mir ja was geben… 😕
Da es noch vor 14.00h war, beschlossen wir, erstmal ein Stück zu fahren, bevor wir im KTC eincheckten.
Bereits beim ersten Wasserloch sahen wir Oryxe und Strauße.
Secretary Bird
Springböcke
😛
Es war unglaublich heiß und die Tiere zogen langsam am Auob River entlang oder lagen direkt neben der Pad in den begehrten Schattenplätzen.
Gegen drei trafen wir im Kalahari Tented Camp ein. Die Rezeption war nicht besetzt und so war „do it yourself“ angesagt. Das Zelt Nr. 7 war für uns vorgesehen und wir trugen uns in die ausgelegte Liste ein.
Wir waren mehr als positiv überrascht von der Unterkunft! Das Zelt war tiptop sauber und geräumig. Aufgrund der mittigen Lage, hatten wir einen tollen Blick auf das Wasserloch, nur an einen Schattenplatz war auf der Terrasse nicht zu denken und so stellten wir die Stühle ganz nah ans Zelt und genossen die Aussicht.
Nach kurzer Verschnaufpause ging es nochmal raus auf einen Nachmittags Drive. Wir fuhren bis zum Urikaruus Wasserloch und sahen auf dem Weg weitere Oryx, Springböcke, Schakale und Giraffen. Auf dem Hinweg nahmen wir unabsichtlich einige „Umgehungen“, auf dem Rückweg hatten wir dann dazugelernt und fuhren an allen Wasserlöchern entlang. 😉
Sehr weit entfernt entdeckte Markus ein Tier, welches sich nicht wie ein Schakal verhielt. Und tatsächlich – wir entdeckten unsere erste Katze – genauer genommen unsere erste Wildcat! 😄
Und dann noch in einer etwas unrühmlichen Position, aber wir wollen mal nicht so wählerisch sein… 😗
Die Pad war in einem guten Zustand und diese Jungs waren dafür wohl verantwortlich.
Tawny Eagle?
Namaqua Sandgrouses und Cape Turtle Doves
Neben dem Wasserloch lag eine Gnu Mami mit ihrem Neugeborenen. 😘
Ground Squirrel
Eine Gruppe Giraffen überquerte die Pad.
Spotted Eagle Owl mit ihrem Nachwuchs
Crimson Breasted Shrike - Rotbauchwürger
Spottet Thick Knee/Kaptriel?
Diesem Oryx ist der Besuch am Wasserloch Dalkeith zum Verhängnis geworden… 😣
Leider waren die Bateleure sehr weit weg (und sind dadurch sehr unscharf), trotz allem kommen sie hier mit rein, denn war es so ein nettes Pärchen.
Es war bereits kurz nach sieben, als wir wieder am Wasserloch Craig Lockhart ankamen. Einige Autos standen dort und wir überlegten, ob wir direkt zum Camp weiterfahren sollten, als wir eine Giraffe am Wasserloch sahen. Und so bogen wir nochmal ab, denn nach mehreren Giraffen an diesem Tage, hatten wir noch keine beim Trinken beobachten können...
Dieser Black-backed Jackal beobachtete ebenfalls die Lage.
Nach einigen Minuten fuhren die ersten Autos los, wir blieben noch etwas und beobachteten die Giraffe beim Trinken und waren happy! 🙂
Wir wunderten uns noch, warum allen anderen Autoinsassen die Giraffe recht egal schien und unser Blick ging weiter nach links… Und dann sahen wir sie! 😄
Diese vier Jungs hatten also die Autoansammlung verursacht – und wir Deppen stellten uns nebendran und fotographierten in aller Seelenruhe die Giraffe… 😣 😵 😗
Wieder in Deutschland, sendeten wir die Fotos an Matthew Schurch und er identifizierte sie als „The Musketeers“. Eine Koalition von 4 Geparden Männchen, welche sich zwischen Mata Mata und Urikaruus bewegen und im Oktober 2014 erstmals gesichtet wurden.
Sie entfernten sich leider immer weiter und mit ihnen auch alle anderen Autos – wir genossen den Anblick noch ein paar Minuten und dann mussten auch wir schweren Herzens dringend zurück Richtung Camp, schließlich hatten wir noch gute 10 km vor uns… 😗
Wir waren seelig! Gleich vier Cheethas auf einen Streich! Zusammen mit der Wildcat hatten wir somit fünf Katzen während des ersten richtigen Drives gesehen… 🤩
Kaum kamen wir im Camp an, lief uns der Ranger auch schon entgegen. Zwar waren wir noch gerade pünktlich, allerdings hatten wir nach dem unbürokratischen Einchecken im Camp total vergessen, den Laufzettel wieder an der unbesetzten Rezeption abzugeben. 😗 Nun war er auf seiner Kontrollfahrt durchs Camp und hatte gesehen, dass unsere Unterkunft noch unbesetzt war… Wir entschuldigten uns und erzählten ihm von den 4 Cheethas und alles war gut! 😉
Von der Terasse aus beobachteten wir kurz drauf noch eine ganze Gruppe Giraffen beim Trinken – ja, wenn wir das vorher gewußt hätten, dass sie quasi bis vor die Haustüre kommen… 😄
Danach kümmerten wir uns um unser Abendessen und es gab die erste Portion Rinderfilet (mmmh) mit ordentlich Knoblauch (gegen die Moskitos 😛 ), Gurkensalat, Kartoffeln und Avocado. Da uns draußen zuviel Getier rumflog, aßen wir allerdings im Küchenzelt (voll warm 😣 ), bevor wir den weiteren Abend bei einem Gin Tonic mit Blick auf das beleuchtete Wasserloch ausklingen ließen. Ein Gekko erfreute sich derweil an den dicken Motten und wir verfolgten seine geschickte Jagdtaktik.
Für uns war es ein rundum gelungener Tag und ein toller Einstand im KTP! Lediglich das Rumgefahre der Nachbarn störte, da in dem offenen Camp abendlich Spaziergänge natürlich keine gute Idee sind. Und ausgerechnet unsere Nachbarn hatten an diesem Abend eingeladen, was die Ruhe noch einige Zeit ziemlich störte… 😠 Aber egal, wir schliefen bald ein – und durch die guten Belüftungsmöglichkeiten von allen Seiten waren die Temperaturen sogar recht angenehm. Lediglich von unten war es ziemlich warm, da sich die Matratze total aufgeheizt hatte – aber dieses „Problem“ sollten wir in den kommenden Tagen noch des Öfteren haben… 😣 😗
Gute Nacht!
Teil 1824. März 2016
30.12.2015 – vom KTC ins Kiliekrankie Wilderness Camp – Teil 1: Morning Drive(Achtung: bei Katzenhaarallergie bitte aussteigen!!!) 😛
An diesem Morgen wurde Markus um 5:20h geweckt – dieses Mal nicht vom Regen, sondern von morgendlichen Buschlauten… 😄 Nachdem er sich vergewissert hatte, ob er die Laute richtig deutete, weckte er mich ebenfalls und gebannt starrten wir gemeinsam auf das Wasserloch.
Tatsächlich! In der Morgendämmerung sahen wir zwei Löwenmännchen dort… 🤩
Eine halbe Stunde beobachteten wir sie, während wir unseren Kaffee tranken und überlegten, ob wir denn nun wirklich unseren geplanten Morningdrive machen sollten, bevor wir frühstücken und auschecken mussten oder lieber im Camp blieben, um zu sehen, was noch so passieren würde…
Wir entschieden uns für’s Fahren – vielleicht hatten wir ja Glück und die beiden waren noch länger vor Ort?! 😗
Wie sich herausstellte, war es eine gute Entscheidung! Am ersten Wasserloch (Sitsas) sahen wir bereits von Weitem, dass unser Entschluss der richtige war… 🤩
Verteilt über das Auob Tal lagen einige Großkatzen… ein Pascha war (noch etwas verschlafen) auf dem Weg zum Wasserloch.
Vorsichtig näherten wir uns dem Lookoutpoint…
Die Löwen näherten sich ebenfalls – skeptisch beäugt von Oryx und Schackalen.
Insgesamt handelte es sich um eine Gruppe von 5 Tieren in unterschiedlichen Altersstufen…
Dann folgte eine herrliche Interaktion dieser majestätischen Tiere – bei der es teilweise ganz schön zur Sache ging!
Nach einer halben Stunde fuhren wir weiter zum Wasserloch Dalkeith, dort trafen wir auf eine Gruppe von sieben Giraffen…
Und auf diesen wunderschönen Schakal…
Auch die Eule sahen wir auf unserem Weg wieder in ihrem Baum sitzen.
Gegen viertel nach sieben drehten wir um. Die Löwengruppe hatte sich mittlerweile dem Wasserloch genähert und waren nun noch besser zu beobachten. 🙂
Hat sie nicht eine wundschöne Fellfärbung?! 😘
Auf der anderen Seite der Pad entdeckten wir eine weitere Löwin, als sie sich der Gruppe näherte, wurde die Stimmung nochmal angefacht…
Bei dem Anblick würde man doch am liebsten das juckende Fell kraulen, oder?! 😛
Es wurde geschmust und gekuschelt, während andere halb im Wasser hingen… 😄
Nach einer weiteren halben Stunde mussten wir aufbrechen, mittlerweile war es kurz nach acht und wir wollten ja noch frühstücken und mussten packen! Da wir auf dem Weg nach Kieliekrankie ohnehin ein drittes Mal an Sitsas vorbei kommen würden, viel uns der (kurze) Abschied nicht allzu schwer… 😁 😗
Teil 1925. März 2016
30.12.2015 – vom KTC ins Kiliekrankie Wilderness Camp - Teil 2
Als wir gegen acht wieder im KTC eintrafen – und dieses Mal auch ordnungsgemäß unseren „Laufzettel“ abgaben 😗 – sagte uns der Ranger an der Rezeption, dass eine halbe Stunde vorher eine Löwin einmal quer durchs’s Camp gelaufen sei. Nun wäre sie verschwunden, aber einer würde noch am anderen „Ufer“ liegen. Was war denn hier los?! Ist hier irgendwo ein Nest?!?! 😄
Löwendurchquerung des Camps, während wir auf einem Drive sind… Na, man kann schließlich nicht alles haben… 😉
Am Wasserloch hatte sich mittlerweile eine große Gruppe Gnus eingefunden.
Treffpunkt: Wasserloch
Die Tiere stillten nach und nach ihren Durst und verzogen sich dann weiter nach links, unter den schattenspendenen Baum. Es dauerte ewig, bis sie sich, einer nach dem anderen niederließen…
Kaum hatten die Gnus das Feld geräumt, zog eine Herde Springböcke vorbei…
Immer schön unter der Beobachtung des Löwenmännchens, welches kaum zu erkennen, auf der Gegenseite unter einem Busch lag… 🤨
Wir frühstückten und diese Piepmätze leisteten uns dabei Gesellschaft…
White browed sparrow weaver - Mahaliweber
Cape crow
Chestnut-vented warbler?
Wir packten unsere Sachen soweit zusammen und dann passierte es – die Türe zu unserem Zelt ging nicht mehr auf!!! 😮 Man muss dazu wissen, dass es keine Schlüssel im Kalahari Tented Camp gibt… Als wir von unserem Morningdrive zurückkehrten, stand die Türe offen. Wahrscheinlich hatte sie einer von uns nicht richtig geschlossen oder der Wind hatte sie einfach aufgedrückt. Es war auf alle Fälle alles ok drinnen und sah auch nicht nach tierischem Besuch aus. 😄 Während der letzten Stunde waren wir jedoch immer bedacht darauf, sie „richtig“ zu schließen und nun war sie zu! Ausgerechnet kurz vor der Abfahrt… 😠
Nebenan war die Housekeeping Dame zugange und wir fragten sie, ob sie evtl. eine Art "Generalschlüssel" hätte. Doch sie verneinte. Glücklicherweise fuhr gerade der Ranger (wir wissen seinen Namen leider nicht mehr…) vorbei und Markus winkte ihn heran. Auch er hatte keine Idee, da sich das Innenleben des Schlosses verschoben hatte! Seine Idee war, über ein geöffnetes „Fenster“ einzusteigen, aber die hatten wir natürlich – typisch deutsch – bereits alle ordnungsgemäß geschlossen… 😈
Er rief also im Hauptcamp in Mata Mata an, dort gab‘ es einen Mechaniker, den er zum Glück direkt erreichte – dann aber mit seinem Auto abholen musste… 😣
Also hieß es erstmal warten! 😗
Zum Glück wurden wir durch die vielen Ground Squirrels vor unserer Terrasse gut unterhalten (und Gnus, Springböcke und den Löwen gab es ja schließlich auch noch zu sehen…).
So niedlich, wie sich die beiden immer wieder platt auf den Boden legten und ein Sandbad nahmen. 😘
Bei den Temperarturen ist so ein „eingebauter“ Sonnenschutz schon eine gute Sache! 😄
Außerdem entdeckten wir eine Yellow Mongoose, die mit den Hörnchen in einer Art Verbund lebt. Leider war sie immer so schnell, dass wir kein richtiges Foto bekamen… (dies ist noch das Beste..) 😵
Um kurz vor zehn nahte unsere Rettung und die beiden brachen direkt das ganze Türschloss raus. : 🙄
Vor lauter Dankbarkeit steckte ich dem Mechaniker 90 Rand Tip zu – viel zu viel, schließlich war es ja nicht unsere Schuld gewesen, aber ich war so erleichtert, dass ich erst später darüber nachdachte… 😄
Wir holten also unsere – bereits gepackten Taschen – raus und machten uns pünktlich zur Check-out Zeit auf den Weg nach Kieliekrankie…
Schon von Weitem signalisierten die vielen Autos, dass am Wasserloch Sitzas noch immer „hoher“ Besuch war! Auch andere Tiere fanden sich mittlerweile am Wasserloch ein, um bei der Hitze ihren Durst zu stillen. Skeptisch beobachteten sie jedoch die sechs Löwen, die verteilt im Schatten lagen oder ihre Herrschaft ausspielten und immer wieder zum Wasserloch liefen und damit alle anderen in die Flucht schlugen. 😉
Einer Löwin war es unter den Büschen und Bäumen anscheinend zu langweilig geworden und sie inspizierte den Parkplatz und die umherstehenden „Blechdosen“… Ist ja genug Schatten für alle da! 😁
Auf der anderen Seite konnte man währenddessen weiterhin das Verhalten der wilden Tiere beobachten. Einige waren ganz entspannt (Springbock), andere sehr neugierig und nervös (Oryx). Die Löwen waren jedoch einfach nur faul und träge. 😉
Bei uns am Parkplatz erschien noch eine zweite Löwin.
Die beiden Autoinsassen waren wohl froh, dass sie das Fenster rechtzeitig geschlossen hatten… Zwar sehen diese großen Katzen immer etwas behäbig aus und scheinen an Autos gewöhnt zu sein, aber es sind muskelbepackte Raubtiere und die Stimmung kann auch untereinander immer ganz schnell umschlagen. 😮
Insgesamt blieben wir nochmals eine Stunde am Wasserloch und beobachteten die Lage, bevor wir uns weiter auf den Weg machten. Wirklich weit gekommen waren wir im KTP ja noch nicht, was die Sichtungen innerhalb der paar Kilometer vom Gate anging, war es jedoch schon der Hammer gewesen! Gegen eine 2. Nacht im KTC hätten wir zu diesem Zeitpunkt auch keine Einwände gehabt… 😗
Aber nun standen uns zwei Nächte in Kieliekrankie bevor – eins der wenigen Wilderness Camps, die mit ebenso wenig Wohneinheiten bestückt sind. Knapp ein Jahr vorher, hatte Markus am Freischaltungstag nachts vorm Rechner gesessen, um den Zeitpunkt nicht zu verpassen. Und es hatte geklappt und wir „ergatterten“ je zwei Nächte in Kieliekrankie und in Urikaruus, aufgrund der Termine dort mussten wir die beiden Nächte im KTC aufteilen, aber das war wohl das kleinere Übel… 😄
Wir fuhren also weiter und trauten unseren Augen nicht… Nur ein paar Kilometer weiter lag schon wieder eine Löwin unter einem Baum, direkt neben der Pad. 🤩
Sollte sie sich auch noch zu der Gruppe gesellen?!
So langsam kamen beim Zählen wir in Stress… Zwei Löwen morgens am Wasserloch KTC, 6 Löwen in Sitzas, nun noch eine Löwendame , dass machte 9 Löwen vor zwölf Uhr… 😛
Wir setzen unseren Weg weiter fort und sahen Strauße und Springböcke.
Selbst die Giraffen hatten sich bei der Hitze in den Schatten gelegt.
Besonders schön zu beobachten war es, wenn unterschiedliche Tierarten ein Wasserloch besuchten. Respektvollen Umgang miteinander nennt man das wohl… 🙂
Wir sahen viele Oryx im gesamten Park – kein Wunder, dass der ursprüngliche Name mal Gemsbok Park war! Doch diese Gruppe am 13th Waterhole war irgendwie unruhig. Da stimmt doch etwas nicht… 🤨
Wir setzen zurück, irgendwas musste hier sein – und wirklich… Ein Stück entfernt vom Wasserloch lag dieser Geselle unter einem Busch und zuckte nicht einmal mit der Wimper… 😄
Die Oryx empfanden uns wohl als Löwen-Ablenkungskommando und stillten schnell ihren Durst. 😛
Wieder was gelernt – noch mehr als auf rumstehende Autos, sollte man auf das Verhalten von Wildtieren achten! Schnaubt oder wittert eine Antilope, dann ist was im „Busch“. Und so ein selbstgespähtes Raubtier ist doch immer noch am schönsten! 🙂
Strauße gab es ohne Ende…
Ebenso viele Secretary birds.
Diese hübschen Crowned lapwings – Kronenkiebitze waren neu für uns.
An dem Wasserloch Urikaruus hatten wir gestern, bei der ersten Ausfahrt, kehrt gemacht. Auch heute lag es einsam und verlassen da – einen einladenen Eindruck machte es jedoch auch nicht wirklich… 😕
Bei Rooibrak tauchte dann auch mal eine Straußenfamilie auf. In der flirrenden Hitze sah man die Kleinen gar nicht richtig – gute Tarnung!
Im Hintergrund, im Schatten der Büsche lagen – wie konnte es anders sein – vier Löwen! 😄
Sie waren jedoch ziemlich weit entfernt und so setzten wir unseren Weg bald weiter fort.
Vereinzelt gab es bereits Springbock Nachwuchs, dieses Kleine war recht früh dran – oder der Regen in diesem Jahr sehr spät, wie man es nimmt… 😐
Wir erreichten den Abzweig nach Kieliekrankie und von nun an ging es durch die hügelige, rote Dünenlandschaft weiter. Der Himmel zog sich etwas zu, was den Temperaturen jedoch keinen Abbruch tat. 🙄
Gegen halb drei trafen wir in Kieliekrankie ein und wurden von Jacques herzlich begrüßt! Wir erhielten das Bungalow Nr. 02 und schleppten erstmal den gesamten „Hausstand“ nach oben. Die Unterkunft war ein Traum – hell, groß, wunderbar gepflegt und mit einem tollen Blick in die Dünenlandschaft und auf das Camp-eigene Wasserloch! 🙂
Wir fühlten uns direkt wohl und genossen den Ausblick.
Dann schmissen wir den Ventilator an und gönnten uns einen kleinen Nap. Trotz des Ventilators war es jedoch so heiß, dass man es gar nicht lange im Bett aushalten konnte.
Also saßen wir auf der Terrasse, beobachteten die Vögel, die immer in Schwärmen zum Wasserloch flogen, schauten in die Weite und lasen im Gästebuch. Wir entdeckten, dass bereits einige "bekannte" Formis hier genächtigt hatten... 😉
Wir beschlossen, nicht mehr rauszufahren und den Rest des Tages in dieser wunderschönen Unterkunft zu bleiben.
Red-headed finch - Rotkopfamadinen
Gut getarnt: ein Bokmakierie - Buschwürger
Dieser Southern Pale Chanting Goshawk sorgte immer wieder für Trubel, da er sich in regelmäßigen Abständen in die Vögelschwärme stürzte.
Unser Mitbewohner, den wir mit Fliegen fütterten, die sich im Bungalow verirrt hatten und den Weg nach draußen nicht mehr fanden… 😗
Es war sehr entspannend und wir genossen die Ruhe…
Wären da nur nicht diese unsäglichen Bienen gewesen, die immer wieder um uns rumflogen! 😈 Obwohl wir keine Panik bekamen und ruhig blieben, gingen sie uns trotzdem ganz schön auf die Nerven, da sie immer wieder um unsere Köpfe flogen und auch sehr an unseren Getränken interessiert waren. Wir versuchten es mit Zuckerwasser an anderer Stelle und Pflaumen, die wir aufgeschnitten auf den Grill legten, um von uns abzulenken, aber das alles interessierte sie null! 😠
Relativ früh feuerten wir also den Grill an, denn der Tag war lang und wir hatten mittlerweile einen Bären… – Entschuldigung Löwenhunger!!! 😄
Ein Schabracken-Schakal Pärchen kam zur Abwechslung mal ans Wasserloch. Von den allgegenwärtigen Oryx war hier jedoch nix zu sehen…
Während sich Markus draußen am Grill um die Boerewurst und das Knoblauchbrot kümmerte, machte ich mich in der Küche an den Salat. Und beim Hereinlaufen musste es passiert sein – plötzlich verspürte ich einen höllischen Schmerz im Arm. Eine dieser (Mist-)Bienen hatte wohl auf meinem Shirt gesessen, zumindest hatte ich sie drinnen nicht gesehen oder gehört und stach mich unterhalb der Achsel in den Oberarm. 😠 Wahrscheinlich hatte sie durch meine Bewegung Panik bekommen, aber das war doch kein Grund… 😣
Ewig hatte ich keinen Bienen- oder Wespenstich mehr gehabt, aber an diesen stechenden Schmerz konnte ich mich nicht erinnern. Der Stachel steckte zudem noch und Markus wurde vom Grillmeister zum Operateur und eilte mit der Pinzette zu mir und befreite mich von dem Teil. Danach gab es Erste-Hilfe mit einer aufgeschnittenen Zwiebel und einer Eispackung. 🙁
Aufgrund dieses Zwischenfalls und da wir die Nase voll von den Viechern hatten, aßen wir drinnen.
Nach Sonnenuntergang – der aufgrund der Bewölkung irgendwie ausgefallen war – genossen wir unseren Wein wieder draußen auf der Terrasse. Bienen gehen anscheinend früh schlafen – zum Glück! 😗
Gegen halb zehn ging es für uns ins Bett, wir hatten genug erlebt an diesem Tag! Seelig und in Gedanken an die wunderschöne Landschaft und die insgesamt 14 Löwen, schliefen wir ein… Gute Nacht!
Gefahrene Kilometer im Park: ca. 120
Teil 2027. März 2016
31.12.2015 – Kieliekrankie – oder Silvester im Wilderness Camp – Teil 1
Silvester – der letzte Tag des Jahres – und Markus wollte ihn anscheindend nochmal in Gänze genießen, denn er war bereits um 4:20h wach… 🙄 Was macht man bitte um diese Uhrzeit?! Natürlich auf das beleuchtete Wasserloch schauen und Löwen beobachten… 🤩 Wie bitte?! Löwen in Kieliekrankie?! Jawoll!!!
Er weckte mich, doch es war noch viel zu dunkel, um Beweisfotos zu machen… Das entstandene Foto würde lediglich als Beweisfoto für ein vorhandenes Wasserloch durchgehen… 😣
Langsam wurde es heller und gegen kurz vor sechs reichte das Licht für ein Bild… Eine Löwin trank am Wasserloch, während sich die anderen 3 im Gras versteckten.
Sonnenaufgang in Kieliekrankie:
Immer wieder änderten sie ihre Position und waren teilweise recht schwer zu erkennen. Was für ein Start in den Tag! Hatten wir uns gestern noch gewundert, dass nicht allzu viel am Wasserloch in Kieliekrankie los ist, mussten wir dies heute nun erstmal revidieren… 😁
Die vier Damen waren sehr aufmerksam, verzogen sich jedoch nach einiger Zeit hinter den Dünen.
Wir beobachten noch den Sonnenaufgang, bevor wir uns gegen halb sieben auf den Weg Richtung Twee Rivieren Camp machten.
Der erste Stopp war bereits kurz darauf am Wasserloch Auchterloin bzw. am dort gelegenen Freilichtmuseum.
Eine Familie war bereits dort, was uns beruhigte. Bei unserem aktuellen Löwenscore wäre es uns nicht ganz wohl gewesen, alleine dort auszusteigen… 😄 🤪
Der Weg geht ein ganzes Stück über das ehemalige „Farm“gelände und es ist wirklich schön angelegt und beschrieben.
Zurück bis zum Auto ist es schon ein Stück, in unseren Unterlagen stand „Löwen suchen gelegentlich den Schatten des Museums auf“. Aber es war ja erst kurz nach sieben, da sind die Löwen bestimmt immer noch am Wasserloch… 😎
Am Parkplatz sahen wir in den Büschen diese Spinnennetze – Spinnen blieben uns im Urlaub ansonsten übrigens erspart... 😗
Um es vorweg zu nehmen, ansonsten war auf dem Weg bis Twee Rivieren nicht viel los! Nicht viel heißt in diesem Fall wirklich nicht viel – ein Oryx und ein Strauß war die spärliche Ausbeute, die ich euch hier nun vorenthalte… 🙁
Dafür gab es ein paar „neue“ Arten, die wir in diesem Urlaub bisher noch nicht gesehen hatten!
Northern Black Koorhan
Leopard Tortoise
Millipede
In sanften Wellen schlängelte sich der Weg auf den letzten Kilometern zum Camp.
Das letzte Wasserloch vorm Camp wurde gerade im Flug erobert, als wir vorbeikamen. Burchell's sandgrouses stillten hier ihren Durst.
In Twee Rivieren angekommen, stockten wir unsere Vorräte im Shop auf. Der Geldautomat war nicht gefüllt und von daher viel der Part des Geldziehens aus. Zum Glück hatten wir uns vorher mit ausreichend Rand eingedeckt… 😉
Das Sighting Board war noch mau bestückt an diesem Tag und wir kennzeichneten zumindest mal die Löwensichtung in Kieliekrankie. 😄
Dann wurde gefrühstückt! Die Plastikboxen hatten wir uns in Lüderitz zugelegt und machten sich nun prima als "Pausenboxen". 😛
Um kurz vor zehn ging es los, dieses Mal schlugen wir die Route entlang des Nossob Rivers ein.
Am Wasserloch Samevloeiing gab’s viele Oryx und einige waren trotz der hohen Temperaturen auf Krawall gebürstet. 🙄
Entlang der Strecke sahen wir einige Webervögelnester in den unterschiedlichsten Varianten.
Oryx sind doch einfach zu fotogen… 😘
Auch den Straußen war warm, mit ihren Flügeln fächerten sie sich Luft an den Körper.
Die Grenzsteine kennzeichnen jeweils den Grenzverlauf zwischen Botswana und Südafrika und verlaufen nicht parallel zur Straße, sondern wechseln schon mal auf die andere Straßenseite. So haben wir genaugenommen auch ein Ministück auf Botswanischem Boden zurückgelegt… 😁
Nur nicht umfallen, mit dem Knoten in den Beinen!
Am Wasserloch Rooiputs war dann wieder alles fein aufgeteilt. 😎
Oryx und Strauße auf der einen Seite unterm Baum…
… Löwen auf der anderen Seite unterm Baum!
Bei dem Wirrwarr an Mietzekatzen war es gar nicht so einfach, festzustellen, wie viele es tatsächlich sind… Wir zählten 7 und tippten auf zwei Männchen und fünf Weibchen…
Solange alle faul rumliegen, kann man sich ja ruhig auch mal etwas vor trauen… 😉
Das animierte jedoch die andere Partei, mal nach dem Rechten zu sehen.
Löwen?! Hilfe, da stehen einem ja die Haare zu Berge! 😄
Wir beobachteten das Spiel eine ganze Zeit, machten uns dann aber bald weiter auf den Weg. Für den Moment war hier nicht viel zu erwarten… Vielleicht waren wir jedoch auch einfach zu verwöhnt worden in den letzten Tagen?! 😗
Zwischen Rooiputs und Kij Kij entdeckten wir auf einmal etwas auf der Straße – etwas gelbes – aber es bewegte sich nicht. Es war tatsächlich eine Cape Cobra! Wir begutachteten sie aus verschieden Perspektiven, aber so richtig fit sah sie nicht aus… 😕 Hoffentlich war sie nicht überfahren worden?!
Am Wasserloch Kij Kij entdeckten wir unser erstes Eland des Urlaubes – leider kamen wir zu spät! 😣
Raubtiere waren nirgends mehr zu sehen, aber die Cape Crows machten sich an dem toten Tier zu schaffen.
Ab Kij Kij führte die Pad Richtung Kieliekrankie wieder durch die hügelige rote Dünenlandschaft und wir waren überrascht, wieviele Tiere wir hier heute sahen.
Zur Mittagszeit trafen wir wieder im Camp ein - hier das Wilderness Camp aus der Ferne.
Teil 2127. März 2016
31.12.2015 – Kieliekrankie – oder Silvester im Wilderness Camp – Teil 2
Zurück im Camp, war auch an „unserem“ Wasserloch richtig was los!
Dieses Straußenpärchen übte sich im Synchrontrinken… 😄
Beäugt von dem Goshawk, der wieder auf seinem Posten saß.
Es dauerte nicht lange, da kam eine Herde Oryx heran und man konnte mal wieder deutlich die Rangfolge in der Tierwelt erkennen. Die Strauße schauten etwas pikiert, ergaben sich jedoch ihrem Schicksal und das Wasserloch war in Oryx-Hand… 🙄 😁 🤪
Terrassenaussicht:
Wir bereiteten einen Nudelsalat für den Abend vor, bevor wir uns ein wenig auf’s Ohr legten.
Auch nach der Mittagsruhe war noch immer Oryx-Alarm am Wasserloch! Was war denn heute hier los?!
Gegen vier beschlossen wir, noch eine kurze Ausfahrt Richtung Urikaruus zu machen.
Sehen diese kleinen Hörnchen nicht zaubersüß aus?! 😈
Wieder sahen wir viele Strauße. Damen und Herren immer schön getrennt… 😄
Auch unsere Straußfamilie war wieder unterwegs.
Und dann noch ein Highlight: Zwischen dem Wasserloch Rooibrak und dem Picknickplatz entdeckten wir unter einem Baum drei Cheetahs! 🤩
Zugegebener Weise kann man sie auf dem Bild nur erahnen… 😗
Wir beobachteten sie eine ganze Zeitlang, bevor wir noch ein Stück weiterfuhren… Zum Glück, denn diese Sichtung möchten wir nicht missen… 🙂
Im Schatten unter einem Baum hatte diese Springbockdame wohl gerade erst ein Kleines geboren.
Es war noch ganz feucht, wackelte jedoch bereits fleißig mit seinen großen Ohren. 😘
Weitere Springböcke kamen hinzu, um das Kleine zu begrüßen. 😊
Unter größter Kraftanstrengung versuchte es seine ersten Aufstehversuche zu machen… 😮
Doch des klappte noch nicht und die Familie stellte sich schützend um das Kleine rum, das erstmal wieder Kraft schöpfen musste.
Schweren Herzens trennten wir uns von diesem Anblick, drehten und traten den Rückweg an.
Obwohl es halb sechs war, war es immer noch so heiß, dass jeder Zentimeter Schatten genutzt wurde. Teilweise wurde dabei die eigene Sicherheit auch etwas vernachlässigt. 😕
Viele Tiere blieben einfach am Straßenrand oder auf der Straße liegen, da jede Bewegung bei der Hitze zu anstrengend war. Hoffen wir mal, dass alle Autofahrer entsprechend umsichtig fahren… 🙁 😗
Zurück bei den Geparden, taten sie uns den Gefallen und erhoben sich zum Teil mal kurz, um sich dann wieder platt auf den Boden fallen zu lassen… 😄 Bis jetzt konnten diese drei übrigens noch nicht durch Matthew Schurch identifiziert/zugeordnet werden.
Wir blieben fast eine Stunde vor Ort, doch es passierte nix mehr und wir machten uns auf den Heimweg nach Kieliekrankie.
Ground-Squirrel Bau
Dieses kleine Springbockbaby lag einsam und verlassen neben einem Baum – wir hofften, dass seine Mama es nur zum Fressen dort zurückgelassen hatte und bald wiederkommen würde… 🙁 😕
Am Abzweig nach Kieliekrankie entdeckte Markus noch eine besondere Species – einen Cape Hare – Kaphasen.
Dieses Steinböckchen stand vor den „Toren“ Kieliekrankies in seiner ganzen Schönheit Spalier.
Es war bereits recht spät, als wir im Camp ankamen und der Wind war stärker geworden. Das hatte zur Folge, dass wir im Funkenflug unserer Nachbarn saßen, die versuchten, den Grill startklar zu machen. 😠 Eigentlich kamen wir auch ohne „Feuerwerk“ an Silvester gut über die Runden, aber ok…
Wir waren froh, dass wir bei dem Wind nicht auf den Grill angewiesen waren und alles vorbereitet hatten. Der Salat war bereits fertig und Markus briet die Lammfilets in der Pfanne an. Dazu gab es einen leckeren Chardonney und da sich bei dem Wind auch die Bienen verzogen hatten, konnten wir das Ganze draußen auf der Terrasse genießen. Mmmmhhh…. 😄 🤪 🙂
Unsere Südafrikanischen Nachbarn hatten ihre Grillversuche mittlerweile komplett eingestellt und so konnten wir in aller Ruhe die Löwen beobachten, die sich wieder aus ihrem Mittagsversteck gewagt hatten und nochmals das Wasserloch besuchten. 😉
Der weiße Fleck auf dem Bild ist übrigens ein Löwenbauch… 😄
Und so endete dieser Tag mit einem ähnlich Bild, wie er auch begann! 🙂
Ein weiterer spannender und wahnsinnig schöner Tag im KTP ging zu Ende, für den letzten Tag des Jahres hätten wir uns keinen schöneren Ort vorstellen können! 😘
Wir tranken noch das ein oder andere Kaltgetränk und bestaunten den wahnsinnig tollen Sternenhimmel, bevor wir im 22.30h ins Bett fielen. Den Jahreswechsel verbrachten wir also schlafend… Gute Nacht!
Gefahrene Kilometer im Park: ca. 178
Gespottete Katzen: 11 Löwen und 3 Cheethas
Teil 2228. März 2016
01.01.2016 – Die Fahrt von Kieliekrankie nach Nossob
Der Neujahrstag wurde zum Katzen – aber zum Glück auch Kater-freien Morgen… 😄 Neujahrswünsche brauchten wir nicht zu verschicken, denn Telefonempfang hatten wir seit Tagen nicht mehr gehabt… 😐
Der Himmel zeigte sich dramatisch bewölkt, aber kein Regentröpfchen ließ sich blicken!
Dafür war mal wieder ein Oryx am Start – die Löwen hatten sich verzogen…
Wir packten unsere Sachen zusammen, schließlich sollte es heute weiter gehen – Richtung Norden, entlang des Nossob Rivers. Das Nossob Camp soll ja für seine Löwen bekannt sein – ja, aber die hatte hier doch anscheinend jedes Camp im Programm – oder etwas nicht?!?! 😄 Irgendwas hatten wir diesbezüglich anscheinend bei der Buchung angeklickt… 😗
Nachdem wir gefrühstückt hatten, beluden wir unseren Hilux mit Kisten und Taschen. Das Fleisch hatte sich bisher gut gehalten und wir konnten die Kühlkette aufrecht halten – hoffentlich klappte das auch während der langen Fahrtstrecke nach Nossob… 😕
Als ich zum Auto kam, kam Markus mir aufgeregt entgegen– eine Schlange kam unter dem Nachbarauto hervor, während er unseren Kofferraum belud. 😮 Nun suchte er eine Kamera, "die ich ja schließlich sonst den ganzen Tag mit mir rumschleppte…" 😈 Ja, aber doch nicht beim Autobeladen! 😠
Er schnappte sich die Kamera und stapfte links an Jacques Unterkunft vorbei… Und tatsächlich bekam er noch Beweisbilder, dass diese – wie wir vermuten - Cape Kobra unter dem Auto saß! 🙄
Die Bilder sind nun vielleicht nicht die Besten, das lag dann eventuell doch an meinem Rufen, dass diese Tiere „extremely venomous“ sind!!! 🤢 😵 😣 Wir hatten ja schließlich noch ein paar Urlaubstage vor uns… und es war doch gerade so schön! 😄 😗
Nein, Spaß beiseite, wenn ich mir vorstelle, man belädt den Wagen schön in Flipflops und dann kommt diese Schlange vorbei – da wird mir immer noch ganz anders. 🤨
Ansonsten hatten wir – trotz der trockenen Jahreszeit – übrigens keine Begegnungen mit Schlangen im KTP!
Lange Zeit, darüber nachzudenken, hatten wir jedoch nicht. Unsere „Feuerfunken“-Nachbarn 😈 , wie wir sie seit dem Vorabend liebevoll nannten, nachdem sie versucht hatten, uns abzufackeln, hatten Probleme mit ihrem Auto und fragten nach Starthilfe.
Aber klar, dass war ja die leichteste Übung! 😎 Die beiden kamen aus Kapstadt und wollten an diesem Tag zurück nach Hause. Wahrscheinlich war das der Grund, dass sie uns neben einer Flasche Wein auch noch diverse Sorten Biltong gaben – welches uns bis zum Ende des Urlaubs gereicht hat! 😄 Und ziemlich lecker war… 🙂
Wieder wurden unsere Reifen gelobt – und das von Einheimischen! Ach, was waren wir stolz auf unser Auto… Man vergisst es ja mit der Zeit, aber wenn man von anderen Reisenden hört, wie viele Probleme man haben kann, waren wir schon sehr entspannt unterwegs… 😗
Wir fuhren die „langweilige“ Dünenpad Richtung Kij Kij und dann weiter Richtung Nossob und ich durfte zur Abwechslung auch mal wieder ans Steuer. 😉
Steenbok
Mal wieder ein Southern Pale Chanting Goshawk – Immer, wenn wir einen sahen, suchten wir die Umgebung auch nach einem Schakal ab, da diese beiden Honey Badger auf Beutefang begleiten sollen. Doch leider hatten wir kein Glück mit dem Honey Badger… 😐
Wasserloch Kij Gamies
Am Wasserloch Tierkop gab es Vogelalarm – genauergenommen Rotkopfamadinen-Alarm!
Plötzlich machte ich eine Vollbremsung – ja, mal wieder mitten auf der Pad – aber hier war ja nun wirklich nix los… 😗 Wer fährt schon freiwillig morgens diese Strecke, wenn man nicht gerade hier untergebracht ist?! Wie auch immer, ich hatte was gesehen… 😎 Als ich zurücksetzte war es es allerdings verschwunden. Doch nach kurzem Warten zeigte sich die kleine Maus wieder. Wir tippen aus eine Whistling Rat?
Auch wenn das Foto leider nicht ganz scharf ist, hatte ich mit dieser Sichtung erstmal die „Spotter“ Krone auf! (gelbe Schlangen kann schließlich jeder…) 😛 🤪 😗
Bei Kij Kij beäugten Gnus und Oryx immer noch skeptisch das tote Eland.
Diesen Verreaux’s (Giant) Eagle Owl /Milchuhu entdeckten wir im Baum. Für uns war er leider etwas zu weit entfernt…
Wem dieses Gefieder gehört(e), können wir leider nicht sagen… 😮
Am Picknickplatz Melkvlei hieß es zum einen Fahrerwechsel, zum anderen musste ich dringend mal "wohin"... Ich parkte unseren Hillux links neben den Sanitäranlagen, wo bereits 1-2 andere Autos standen.
Obwohl es noch vor elf war, bereiteten bereits einige afrikanische Familien einen Braai vor. Im großen Stil wurde Feuer gemacht und alles mögliche angeschleppt. Die Kinder sprangen derweil herum oder wurden gefüttert.
Als ich wieder zum Auto zurückkam, meinte Markus, dass am Picknickplatz wohl ein Löwe hier liegen sollte… Wie jetzt?! 😮
Ok, Spuren waren zu erkennen… 🙄
Wir suchten mit den Ferngläsern die Umgebung ab und tatsächlich, hinterm Baum, unter der Bank lag etwas... 🙂
Meiner Meinung nach sah der Arme jedoch nicht mehr richtig „frisch“ aus… 😐 Irgendwie ausgetrocknet und so platt! 🤨
Ein weiteres Auto fuhr auf den Parkplatz und hielt direkt neben der Sitzgruppe. Als die Frau an der Beifahrerseite aussteigen wollte, riefen und winkten wir, sie solle im Auto bleiben.
Auch die afrikanischen Familien hatten den Löwen mittlerweile entdeckt und packten alles mit Sack und Pack wieder ein. Das Grillen wurde erstmal verschoben… 😗
Völlig unbeeindruckt von der Aufregung um ihn herum, erhob sich der Löwe, um sich dann vor dem Baum für alle sichtbar zu platzieren. Ja, was war das für ein prachtvoller Kerl! 🤩
Er setzte seinen Mittagsschlaf fort und wir unseren Weg…
Im Nossob Tal angekommen, wurden die Fahrspuren tiefer und teilweise konnte man die Ebene gar nicht richtig überschauen.
Wir passierten einige Wasserlöcher, jedoch ohne nennenswerte Sichtungen.
Dieser Oryx hat in seinem Leben wohl schon einige Kämpfe hinter sich gebracht!
Klein verjagt Groß…
Am Wasserloch Kameelsleep wurde das Wasserloch – sehr zum Ärgernis der Oryx – von fünf Hyänen besetzt. 😛
Während die Meute faul unter einem Baum lag, markierte ein Tier das Wasserloch.
Dabei pinkelte er/sie auch mehrmals ins Wasser…mmmh… 🤢 Kam jedoch nochmal raus, um dort sein Geschäft zu verrichten… 😣
Und legte sich dann wieder mittenrein. 😄
Es war kurz vor eins, brüllend heiß und während alle anderen Tiere abseits standen und warteten, bis sie endlich ihren Durst löschen konnten, lag dieser freche Kerl ungeniert im Pool. 😛
Am Picknickplatz Dikbaardskolk gab’s für uns eine Mittagszeit. Vom Nudelsalat des Vorabends war noch soviel übrig geblieben, dass es für einen Mittagssnack locker reichte.
Den Großteil der Strecke hatten wir mittlerweile geschafft!
Jeder noch so kleine Camelthorn Tree diente als Sonnenschirm. 😐
Am Wasserloch Kaspersdraai hielt ein Pascha Mittagsschlaf. Leider lag er sehr weit entfernt unter einem Baum. 😗
Wir beobachteten ihn eine ganze Weile, doch es tat sich nichts und so ging es weiter.
Vorbei an diesem niedlichen Steenbok-Pärchen.
Steinböckchen sind Zwergantilopen und fressen fast ausschließlich grüne Pflanzenteile wie junge Blätter, Triebe, Blüten und Früchte verschiedener Pflanzen. Auf Grund des hohen Wassergehalts dieser Nahrung sind sie in der Regel nicht auf Trinkwasser angewiesen. In Trockenzeiten graben sie zudem es nach Wurzeln, Knollen und Zwiebeln.
Sehr weit entfernt sahen wir unsere ersten Kudus im KTP! 😎
Und danach ein weiteres Novum – ein Red Hartebeest. 🙂
Um kurz nach drei erreichten wir das Nossob Camp. Das umzäunte Camp bietet verschiedene Unterkünfte sowie eine Campingsite an. Außerdem gibt es ein kleines Museum, einen Shop, eine Tankstelle, einen Pool und ein beleuchtetes Wasserloch.
Tanken stand als to-do ganz oben, unser Hilux verlangte nach 100 Litern Diesel – bezüglich der Fahrtstrecken im Park hatten wir uns ganz schön vertan… da kam einiges zusammen! 😗
Gebucht hatten wir ein CH2 Chalet – und erhielten die Schlüssel zu 5b. "B" heißt in diesem Fall ein Mittelapartment zwischen zwei größeren Einheiten.
Als wir vor dem Bungalow parkten, war unsere Laune direkt im Keller! Die Terrasse lag nicht Richtung Zaun, sondern Richtung Camp. Dies störte uns nicht wegen den vermeintlichen Sichtungen, sondern wegen der prallen Sonne, die direkt auf unsere Eingangstür und die Sitzgruppe schien. Man hielt es nicht aus! 😣
Die Unterkunft ist schlauchförmig angelegt. Vorne gelangt man in die Küche, diese ist durch eine Glastür vom Schlafzimmer getrennt und von dort geht’s weiter ins Bad. Das bedeutet – kein Fenster im Schlafzimmer und Durchzug war auch nicht möglich. 😮 🙄 😕
Bilder gibt’s später, ich musste mich erst von dem Schock erholen. 😄
Natürlich wussten wir, dass man die einfachste Einheit nicht mit einem Wilderness Camp vergleichen konnte… Schließlich zahlten wir hier auch nur knapp die Hälfte! 😗
Wir machten das Beste draus, packten aus und machten uns auf den Weg zum Hide…
Das anwesende Löwenpärchen versöhnte uns sofort! 😁
Der Pascha hatte wohl kurz zuvor seinen Durst gestillt, wie uns andere Gäste erzählten und lag nun hinter dem Baum- und Buschgestrüpp. Schade, aber Löwenmännchen hatten wir heute ja bereits zweimal gesehen – da war uns die Dame doch nun viel lieber!!! 😉
Und gefiederte Gesellen waren auch vertreten:
Scaly-feathered finch
Cape sparrow/Kapsperling
Black-chested prinia
Lanner falcon/Lannerfalke
Zwischendurch kam die Löwin nochmal zum Wasserloch und hängte sich richtig rein…
Nachdem sie ihren Durst gestillt hatte, war erst mal keine weitere Aktion zu erwarten und wir erkundeten weiter das Camp bzw. den Pool.
Leider gibt’s davon keine Bilder, aber es war sehr erfrischend! Man musste nur aufpassen, dass man regelmäßig auch mit dem Kopf mal unter Wasser ging, da es bei über 40 Grad schon ganz schon bruzelte… 🙄
Bestmöglich runtergekühlt gönnten wir uns einen kleinen Nap, es war jedoch so warm, dass wir es nicht lange aushielten und noch einen Drive machten.
Wir fuhren die Schleife um das Wasserloch Marie se Gat, sahen jedoch außer ein paar Oryx, einem Schakal und einem weiteren Red Hartebeest nicht viel.
Deshalb beschlossen wir, zurück zum Camp und zum Wasserloch zu fahren. Wir hatten an diesem Tag lange genug im Auto gesessen und genossen die Zeit lieber im Hide.
Welch‘ gute Entscheidung, denn als wir den Hide betraten wurde uns schon zugeflüstert, dass eine braune Hyäne am Wasserloch sei… 🤩
Diese hatten wir knapp verpasst, aber immerhin haben wir noch „etwas“ von ihr gesehen!
Es war halb acht und der Himmel verfärbte sich bereits.
Schakale nutzten die Gelegenheit und stillten ihren Durst am Wasserloch.
Weit entfernt zeigte sich nun auch nochmal das Löwenmännchen.
Aber nur die Dame des Hauses erlaubte uns noch einen letzten Blick.
Und was für einen... 🙂
Seelig machten wir uns auf den Weg in die Unterkunft und bereiteten das Abendessen vor. Noch einmal gab es Rinderfilet, in viel Knoblauch und Zwiebeln angebraten, dazu Kartoffeln und Gurkensalat. Das Fleisch hatte auch diesen langen Fahrtag gut überstanden. (Auch wenn der Engel zwischenzeitlich an seine Grenzen kam und die Eiswürfel die Außentemperaturen nicht immer überstanden).
Ein letztes Mal besuchten wir den Hide, bevor wir um kurz vor 22.00h ins Bett gingen. Fünf Minuten später ging der Ventilator aus 😈 – klar, der Strom wird in Nossob nachts abgestellt! 😠 Und uns stand eine der schlimmsten Schwitznächte des gesamten Urlaubs bevor… 🤢 🙄 😵
Tageskilometer: ca. 180 Katzen: vier Löwen
Teil 2329. März 2016
02.01.2016 – Nossob - Ausflug nach Unions End
Wir quälten uns beide durch die Nacht – es war wahnsinnig heiß und stickig in unserem Zimmer… 🙄 😣 Um kurz vor fünf war jeder von uns beiden froh, als der andere sich bewegte oder bemerkbar machte und wir sprangen aus den Betten.
Punkt halb sechs holten wir unseren Laufzettel ab und saßen im Auto Richtung Norden. Aufgrund der Bauarbeiten von neuen Unterkünften gibt es aktuell eine kleine Umleitung durch das Camp.
Kurz nach dem Camp fuhren wir einen Aussichtspunkt an, der für seine Sonnenauf- und –untergänge bekannt ist.
Wir blieben nur kurz und fuhren weiter zum ersten Wasserloch „Cubitje Quap“. Zwei halbstarke Löwenmännchen erwarteten uns bereits im Morgenlicht… 🤩
Zwei Landrover waren mit uns dort und ein Fahrer fuhr tatsächlich eine Runde, als er von einem Löwen „verfolgt“ wurde!?!?! 😄
Die beiden wechselten des Öfteren ihren Platz, anscheinend wussten sie nicht so richtig, wohin und wir beobachteten sie eine zeit lang.
Kuscheleinheiten gab es auch… 😘
„Uah, komm‘ mir nicht zu nah!“
Ok, es war wohl doch nur ein Gähner… 😄
Nach einer guten halben Stunde fuhren wir weiter… Am Wasserloch Kwang erwarteten uns 2 Geier – genaugenommen zwei White-backed vulture/Weißrückengeier.
Bei Bedinkt warteten eine braune Hyäne sowie einige Oryx auf uns….
Ah, wie sehr haben wir uns über diese Sichtung gefreut!!! 🙂 Im Nachhinein sind alle Bilder der Brownie jedoch nicht wirklich schön geworden… 😕 irgendwie sah‘ sie auch ziemlich „abgerockt“ aus und hatte offene Stellen auf der Haut. 😮
Aber auch das Steinböckchen, das uns als nächstes über den Weg lief, sah‘ eigenartig aus… 🤨
Die sonst so hübschen Ohren waren richtig „ausgefranst“.
Entlang des Weges entdeckten wir diesen Fork-tailed drongo.
Viel los war dort oben nicht, den ganzen Tag über kamen uns vielleicht fünf Autos entgegen… 😗
Oryx und Gnus am Wasserloch Langklaas.
Ein Schabrackenschakal am Wasserloch Kousant.
In Polentswa trafen wir auf eine große Gnu Herde, die mit ihren Kleinen nach einem Schattenplatz suchte. Vorsichtig fuhren wir zum Haltepunkt, um die Tiere nicht aufzuschrecken.
Mal wieder gab es eine Umgehung, die nicht auf der Karte eingezeichnet war und wir entschlossen uns, zuerst die längere Strecke zu fahren.
Dadurch verpassten wir allerdings auch den Picknickplatz in Lijersdraai, das sollte jedem bewusst sein, der dort oben unterwegs ist… Viele Toiletten gibt es auf der Strecke nämlich wirklich nicht! 😵
Kori bustard/Riesentrappe
Der Kori bustard ist einer der schwersten flugfähigen Vögel. Er ernährt sich von Pflanzen, wie Beeren und Samen, frisst jedoch auch tierische Nahrung. Es sind sehr scheue Vögel, die eine große Fluchtdistanz haben.
In der Umgebung sah man auf einmal unzählige Termitenhügel. Sie erinnerten fast an Bienenstöcke und sahen wunderhübsch aus, wie sie sich über die Landschaft verteilten…
Wasserloch bei Lijersdraai.
Diesen Oryx hatte es erwischt – faszinierend war, dass oft noch komplette Fellstücke vorhanden waren und nicht alles bis auf die Knochen weggenagt war…
Die Gnus machten sich aufgrund der Hitze ganz klein und kauerten sich in den geringen Schatten, den dieser Baum warf.
Das Wasserloch von Unions End – bei strahlend blauem Himmel.
Wir fuhren die letzten Kilometer bis zum Grenzzaun und der Infotafel. Mittlerweile war es 10:40h – wir hatten also über fünf Stunden für den Weg hierher benötigt.
Krass, direkt dahinter lag Namibia und trotzdem war es soweit weg… 🙁 Um wieder namibischen Boden zu betreten, hatten wir eine ganz schön weite Strecke vor uns! Aber noch wollten wir hier ja nicht weg... 😛
Auf dem Picknickplatz Unions End machten wir erstmal eine ausgedehnte Frühstückspause.
Nicht, ohne immer wieder die Umgebung abzuscannen –doch es waren nur Gnus auszumachen. 😗
Keine Ahnung, wie oft dieser Platz hier besucht wird – sicherlich wird bei dieser Entfernung nicht jeder Besucher des KTP’s hier aufschlagen… Da könnte es schon etwas dauern, bis man gefunden wird. 🙄
Um kurz vor zwölf machten wir uns auf den Rückweg…
In der größten Mittagshitze wurden Allianzen gebildet. Durch die hochstehende Sonne wurden die Schattenplätze immer spärlicher… 😐
Die kleinen Gnus lagen erschöpft zwischen ihren Müttern.
Auf dem Rückweg kamen wir auch auf dem Picknickplatz in Lijersdraai vorbei. Jemand hatte eine Wasserschale aufgestellt und diese kleine Striped Mouse stillt ihren Durst.
Kalahari scrub robin
Immer wieder sah man in der Ebene Windhosen.
Und diese erwischte uns auf der Pad mit voller Wucht! Zum Glück blieben wir rechtzeitig stehen, da war schon eine ganz schöne Kraft am Werk und gesehen hat man für mehrere Sekunden auch nix… 😕 🙄 😣
Ob sich so ein zartes Gnu Baby da halten könnte?!?! 😮
Das Wasserloch Kousant liegt etwas abseits der Pad und wir überlegten auf dem Rückweg erst, daran vorbeizufahren.
Wieder sahen wir einen Schakal und dieses Mal auch einen Secretary Bird.
Beim Rangieren entdeckte Markus auf einmal etwas bei den Wassertanks. Wir umrundeten sie einmal und dann hatten wir eine Position gefunden, in der wie sie tatsächlich sehen konnten. 😉
Gut versteckt und dicht gedrängt, lagen fünf Löwen neben dem Wassertank. Das Zählen war gar nicht so einfach, aber anhand der Ohren haben wir es dann doch hinbekommen. Später am Hide bestätigte eine Dame die Zahl, sie hatten sie ebenfalls entdeckt.
Aufgrund der Hitze hechelten sie so angestrengt, dass sie uns richtig leid taten! 😐
Sorry, ich liebe diese Windräder vor blauem Himmel einfach… 😄
Double-banded courser
Am Wasserloch Kwang erwartete uns eine Überraschung! Nachdem wir dort morgens 2 Geier gesehen hatten, gab es nun eine richtige Versammlung. Zu den Whitebacked Vultures hatten sich nun auch Lappetfaced Vultures gesellt – dekoriert mit einigen Secretary birds und Cape crows…
Wirklich hübsch sind diese Vögel ja nun nicht… 😗
Wir zählten ca. 80 Tiere – beeindruckend war der direkte Größenvergleich der Geier. Warum sie sich dort versammelten, können wir uns allerdings nicht erklären.
Afrikanische Durchfahrtssperre – hier hinter werden zur Zeit die neuen Unterkünfte gebaut, deshalb gibt’s eine Umleitung zum Campeingang.
Wir waren erst nach drei Uhr zurück am Camp! Gute 9,5 Stunden hatten wir somit für unseren Ausflug nach Unions End benötigt.
Die Wäsche hatte ich morgens eingefüllt, gut durchgeschüttelt konnte ich sie nun ausspülen… 😉 Den Tip hatte ich hier aus dem Forum und wollte es unbedingt mal ausprobieren! Klappt prima: Wäsche, Wasser und ein wenig Waschmittel dazu und während der Fahrt gut durchschütteln lassen...
Meine Schuhe hätten es allerdings auch mal nötig gehabt. Die letzten 1,5 Wochen waren sie im Kofferraum gewesen und mittlerweile ziemlich eingestaubt. 😄
Was ich nicht bedacht hatte, war das die Temperaturen im Heck extrem hoch waren – das war schon fast eine 60 Grad Wäsche geworden… 😛
Danach ging es als erstes zum Hide, um zu schauen, was so los ist… 😗 Dieses Mal mussten wir uns jedoch mit Vogelsichtungen „begnügen“.
Nach dem langen Fahrttag rief der erfrischende Pool, wo wir ein wenig mit ein paar Jungs aus Kapstadt und einem Vater aus der Nähe von Durban quatschten. Danach versuchten wir es mal wieder mit einem kurzen Mittagsschlaf… 😉
Lange hielten wir es jedoch nicht aus und es zog uns wieder zum Hide. Mutter und Kind "Red Hartebeest" näherten sich dem Wasserloch, waren jedoch in Alarmbereitschaft und ziemlich nervös. 🤨
Appetitlich sieht die Mahlzeit dieses Ashy Tits nicht wirklich aus – aber ihm schien es zu schmecken.
Die Ring-necked doves bzw. Cape turtle doves/Kapturteltauben saßen dekorativ im Abendlicht.
Um kurz nach sieben machten wir einen jungen Löwen/in auf der anderen Seite aus.
Flankiert von jaulenden Schakalen wagte er sich weiter vor.
Neugierig beobachtete er eine Cape Crow, die am Wasserloch saß… 😁
Die Schakale versuchten alles, um den Löwen zu vertreiben, jaulten und kamen immer wieder recht nah.
Um viertel vor acht verließen wir den Hide, schließlich mussten wir unser Abendessen noch vorbereiten. Es gab die zweite Portion Boerewurst vom Grill, mit Gem Squash und Schafskäsepäckchen. Das war wieder sehr lecker! 🙂 Aufgrund unseres Autokennzeichens fragten unsere südafrikanischen Nachbarn nach, ob wir aus Windhoek kommen - ja, also nein, nicht direkt, irgendwie ja gerade schon, aber nicht wirklich... 😄
Wir versuchten nochmal eine andere Taktik und sperrten alle Fenster und Türen auf, um möglichst gut durchzulüften. Nach dem Essen gingen wir zum Hide und hatten wieder Glück!
Es war vollkommen leer dort und am Wasser waren Löffelhunde!!!! 🤩
In dem Moment, in dem ich ein Bild machen wollte, ging das Licht aus = 22.00h!!! Auch am Wasserloch war nun Ruhe und es war stockdunkel… 😮 😵 😣 Wir schmunzelten – schade, nun hatten wir kein Bild von den Löffelhunden, aber viel wichtiger war es ja, dass wir sie gesehen hatten. 😉
Die Nacht war trotz der geöffneten Fenster heiß und stickig – schlaftechnisch hat uns Nossob auf keinen Fall überzeugt. Zumindest diese Kategorie würden wir nie wieder buchen! 🙄
Tageskilometer: ca. 265 Katzen: 8 Löwen
Teil 2402. Apr. 2016
03.01.2016 Vom Nossob Camp nach Urikaruus – Teil 1
05:45h – Markus war, mal wieder, früh wach… 🙄 Um mich nicht zu stören, packte er sich eine Kamera und verabschiedete sich still und leise zum Hide.
Irgendetwas war in dieser Nacht geschehen, das Wasserloch stand „unter Wasser“! Zwei Mitarbeiter reparierten das Leck… 😄 Wie sich herausstellte, war dieses Leck übrigens der Grund dafür gewesen, dass es in der Nacht anscheinend über mehrere Stunden kein Wasser im Camp gab.
Zehn Minuten später waren sie wieder verschwunden und die ersten Morgenstrahlen waren zu sehen… Ein weiterer Beobachter im Hide verabschiedete sich - die Show war schließlich vorbei. 😛
… und eine Minute später erschienen dann diese beiden Herrschaften auf der Bildfläche! 😮
Mit strammem Schritt ging es Richtung Wasserloch – entweder hatten sie gnädiger Weise gewartet oder es war Zufall, dass sie erst jetzt erschienen! 🤨
Wahrscheinlich waren sie etwas verwundert, woher dieser See kam… Es hatte doch gar nicht geregnet?! 😛
Als um halb sieben die Sonne aufging, wurde ich wach und wunderte mich, wo mein Liebster ist – ja, wie konnte ich ahnen, dass ich bereits etwas verpasste?! 😕
Markus beobachtete mutterseelenallein und in aller Ruhe, wie dieses hübsche Paar seinen Durst stillte…
Als sie es sich bequem machten, lief er los zur Unterkunft, um mich zu holen…
Auf halber Strecke kam ich ihm entgegen und wunderte mich nicht schlecht, was er bereits beobachtet hatte... Gemeinsam gingen wir zurück zum Hide.
Was soll ich sagen, als wir ankamen, waren die beiden schon wieder verschwunden… 😐
Die Sonne war mittlerweile aufgegangen, aber statt die beiden Löwen anzutreffen, näherte sich eine Herde Gnus und etliche Springböcke.
Alle Tiere schienen überrascht und erfreut und statt sich wie sonst um das kleine Wasserbecken zu quetschen, genossen sie ihren „neuen“ See! 🙂
Die Kleinsten wussten gar nicht, wie ihnen geschieht...Hatten sie bisher nur Hitze, Staub und Trockenheit in ihrem Leben kennengelernt, standen sie nun mutig im Wasser.
Wie schön das anzusehen war! Wir freuten uns so sehr über diesen unerwarteten Wassersegen – auch wenn er irgendwie von Menschen gemacht war… 😄
Die Gnus kriegten sich gar nicht ein und nahmen erstmal ein Schlammbad. 🤪
„Lasst die Großen mal Wasser trinken – wir bleiben erstmal bei der Milch.“
„Aber probieren kann man ja mal…“ 😘
Dann war es mit der Idylle vorbei und alle ergriffen die Flucht… Faszinierend war es zu sehen, wie synchron die Babies mit den Muttertieren „Schritt“ halten können – die Beine sind schon fast genauso lang und von Weitem erkennt man sie daneben kaum! Perfekte Tarnung und wahrscheinlich auch überlebens wichtig, um nicht aus der Menge rauszustechen...
Sehr wichtig – denn die Gefahr lauert hier stets und ständig… 😮 In der Ferne war die Löwin auf einmal wieder zu sehen.
In einer großen Staubwolke verabschiedeten sich alle!
Mittlerweile war es kurz vor acht und auch wir verabschiedeten uns, um zu frühstücken und unsere Sachen zu packen. Heute ging es schließlich weiter!
Dieser hübsche Cape glossy starling/Glanzstar hüpfte uns zwischenzeitlich noch vor die Kamera.
Zum Abschluss gibt’s nun noch die Bilder unserer Unterkunft in Nossob, die uns zwei schlaflose und heiße Nächte beschert hatte… 😵
Nachdem der Hillux fix und fertig bepackt und beladen war, checkten wir aus und machten noch einen aller letzten Abstecher zum Hide! Hier waren wir während der letzten Tage wirklich auf unsere Kosten gekommen. 😉
Und wirklich, auch nun kehrte eine mutige Herde Springböcke zurück...
Bloß nicht die Füße nassmachen… 😄
Unbedingt wollte ich noch ein Sprungbild haben, aber irgendwie waren alle Nachfolger „mutiger“ und durchquerten das Nass im normalen Schritt. 😐
Also machten wir uns um kurz nach neun auch auf den Weg… Adios Nossob! Auf geht’s in nächste Wilderness Camp nach Urikaruus… 🤩
Nahe der Pad stand hinter einem Busch eine Red Hartebeest Familie, der wir einen ordentlichen Schrecken einjagten. 😮
Kein Wunder, bei dem kleinen Zwerg… 😘
Der Name „Kuhantilope“ wurde wohl irgendwann aufgrund der Kleinen vergeben, sie sehen wirklich aus wie Kälbchen…
Gegen kurz vor zehn war es wieder soweit, dass sich alle Tiere in den Schatten der Bäume und Büsche verzogen.
Einige waren dabei recht wagemutig und legten sich einfach in den Schatten auf die Pad. Schatten ist schließlich Schatten und so oft kommt ja auch keiner vorbei… 😗
Um halb elf erreichten wir das Wasserloch Kaspersdraai. Auch hier schien es Probleme mit der Wasserleitung gegeben zu haben, denn wieder gab es ein zweites „Wasserloch“…
Die Oryxe standen in Grüppchen verteilt unter den Bäumen oder stillten ihren Durst am Wasser.
Und nicht nur die Oryxe waren, wie auf dem Hinweg vor drei Tagen, wieder vor Ort. Auch unser Löwenmännchen lag mal wieder faul im Schatten. 😎 Glück für die Oryxe, er hatte sich wieder einen Baum in einiger Entfernung gesucht… Pech für uns, die Bilder sind dementsprechend nicht von bester Qualität. 😕
Irgendwie kannte man sich anscheinend oder respektierte sich zumindest, denn die sonst so scheuen Antilopen wirkten recht entspannt.
Einer hatte sich wie ein Päckchen zusammengerollt und schlief sogar… 😘
Aber es gab auch welche, die „Wache“ hielten.
Das nächste Wasserloch – Cheleka – war Löwenfrei, hier standen die Oryxe dann gleich mal im Becken. 😄
Wohnanlage à la KTP
Aus unerfindlichen Gründen gibt es leider kein besseres Bild: ist dies ein Black headed Heron/Schwarzhalsreiher?!
Wir bogen in den Dünenquerpad ab und mit "Eland" gab es ein weiteres Wasserloch mit „Wasserzugabe“… 😉
Wieder auf der Aoub Seite angekommen, hatten wir es bald geschafft…
Hier gab es dann auch wieder Giraffen, die ihre Mittagspause ebenfalls unter den schattenspendenden Camelthorntrees verbrachten – wie passend!
Dem Kleinkindalter entflohen, machte dieses Red Hartebeest nicht gerade den intelligentesten Eindruck. 🙄
Und dann waren wir da, zwischen den Hügeln sahen wir bereits die Dächer des Camps…
Auf das Stelzencamp Urikaruus hatten wir uns ganz besonders gefreut, dementsprechend froh waren wir, dass wir gleich zwei Nächte hier „ergattert“ hatten. Das Camp liegt am Flussbett – die Pad macht hier quasi einen Umweg um das Camp herum – und man hat einen exklusiven Blick auf das camp eigene Wasserloch. (Nicht zu vergleichen und zu verwechseln mit dem Wasserloch Urikaruus, welches zwar den Namen trägt, wir aber während unseres Aufenthaltes als sehr mau empfunden hatten… 😏 )
Kaum eingetroffen, kam Eric auf und zu und begrüßte uns herzlich und zeigte uns alles!
Wir erhielten die Schlüssel zur Nummer 3 – welches von der Einfahrt kommend die 2. Unterkunft ist.
Jede der vier Einheiten, hat zwei Ebenen. Im unteren Teil befindet sich die Küche, die große Terrasse zum Wasserloch mit Grill, im oberen Teil ist der Schlafbereich mit angrenzendem Bad und einem kleineren Balkon - ebenfalls zum Wasserloch gelegen. Die Einheiten sind miteinander über Holzstege verbunden, so dass man sicheren Fußes von einem Chalet zum anderen kommt. Trotzdem ist man hier ziemlich privat untergebracht, die linken Nachbarn konnte man auf der Terrasse nur erahnen, die rechten haben wir ausgeblendet… 😗
Aussicht vom Schlafzimmerausgang…
Aussicht von der Terrasse…
Im Gegensatz zu unseren Nachbarn auf der rechten Seite, hatten wir keinen Baum vor unserem Balkon und somit freie Sicht… 😁
…dafür gab es jedoch auch keinen Schatten draußen und es war warm, sehr warm… 😕
Kurzerhand nahmen wir in der Mitte der Küche (=Schatten) Platz, gönnten uns ein erfrischendes Kaltgetränk und genossen die Aussicht.
Ein Springbock kam vorbei und stillte seinen Durst… Wie idyllisch! Wir waren glücklich und entspannt!!! 🙂
Noch... denn wie sich rausstellte, sollte es noch fast stressig werden im Laufe des Nachmittags/Abends…. 😮 🤪 😗
Tageskilometer : ca. 120
Teil 2503. Apr. 2016
03.01.2016 – Urikaruus Camp
Im Schatten unserer Küche hatten wir es uns „gemütlich“ gemacht… 😐
Rotkopfamadine saßen in den Bäumen nebenan, auch Namaqua Tauben sahen wir.
Ein Oryx näherte sich, checkte die Lage und stillte letztendlich seinen Durst.
Alles war so friedlich und wir beschlossen, den Nachmittag hier zu verbringen und nicht nochmal auf einen Drive zu gehen.
Dafür gönnten wir uns einen kurzen Mittagsschlaf, aber trotz des Ventilators im Schlafzimmer, war es so heiß, dass wir kaum zur Ruhe kamen. 😣 Wenn man hier in Deutschland in den letzten Wochen und Montaten wieder oft genug gefroren hat, klingt die Vorstellung einer gut gewärmten Matratze einfach zu verlockend – im KTP haben wir oft nur gestöhnt, sobald wir uns hinlegten. Innerhalb von Minuten fing man an zu schwitzen, da das Bett soviel Wärme abgab… 🙄
Um kurz nach fünf Uhr gab es endlich etwas Schatten auf der Terrasse und wir konnten zumindest draußen sitzen...
Versteckt unter einem Baum entdeckten wir weit entfernt einen Kori Bustard.
Ein Springbock kam zum Wasserloch…
… doch er trank nicht, denn von der anderen Seite näherte sich diese Cheetah…
Wir hielten den Atem an, sie sah so zart und zerbrechlich aus! 😕
Als sie näher kam, bestätigte sich unser erster Eindruck, sie wirkte wirklich mitgenommen, die Beckenknochen standen hervor und das Fell wies offene Stellen auf… 😮
Matthew Schurch identifizierte sie nach unserer Heimkehr und es handelte sich um „Margie“, eine noch sehr junge Geparden Dame (geboren im Juni 2014) aus einem Wurf von Gepardenmutter Hanri.
Sie war in sehr schlechter körperlicher Verfassung und alleine unterwegs und es tat uns unendlich leid, dieses Tier so zu sehen… 🙁
Während sie am Wasserloch trank, sah sie sich immer wieder vorsichtig um, dann lief sie Richtung Baum…
… wo sie sich schließlich im Schatten niederließ und das Wasserloch weiter beobachtete.
Der Kori Bustard, welcher weiter hinten links im Schatten lag, ging in „Hab-acht“-Stellung und stand lieber auf.
Währenddessen näherte sich von rechts ein Red Hartebeest Bulle.
Skeptisch beäugte dieser stattliche Kerl die Lage.
Er entschied sich für „unsere“ Seite am Wasserloch und näherte sich langsam der Tränke.
Wir waren überrascht, natürlich handelte es sich um ein Raubtier, welches unter dem Baum im Schatten lag, aber a) war es „nur“ ein Gepard, welcher alleine wohl kaum eine Chance gegen einen ausgewachsenen Hartebeest Bullen haben würde und b) handelte es sich um eine ausgemergelte und völlig entkräftete junge Geparden Dame…
Trotz allem schien Margie ordentlich Eindruck zu hinterlassen, als sie aufstand, flüchtete er im gestreckten Trab. 😄
Wieder fiel uns dabei auf, wie elegant sich Red Hartebeest bewegen. 🙂
Margie beobachtete die Lage und in einiger Entfernung stoppte der Bulle und sah sich das Ganze von der anderen Seite an… Der Kori Bustard entfernte sich derweil leise, still und heimlich – aber ziemlich flott… 😗
Da anscheinend nichts zu holen war, verabschiedete sich auch die Gepardin – eine gute Dreiviertelstunde hatten wir sie beobachten können und nur zu gerne hätten wir ihr einen Happen gegönnt… 🤨
Ein Lanner Falke kam zum Wasserloch.
Und auch das Red Hartebeest kehrte zurück, als Margie sich verzogen hatte. Ein Springbock gesellte sich zu ihm, kam aber mit dem tiefen Wasserstand nicht so gut klar…
„Mmh, von der Seite geht’s nicht…“
„Vielleicht auch von hier?!“
„Nee, doch wieder auf die andere Seite. Geht doch!“ 😄
Gemeinsam mit dieser Cape Crow, die auf unserem Dachbalken saß, beobachteten wir das Spielchen…
Das Hartebeest verschwand schließlich und diese beiden Gesellen tauchten auf dem Schauplatz auf.
Die Ground Squirrels wurden derweil von unserer Nachbarin angefüttert – was mich wahnsinnig ärgerte! 😈
Innerhalb – für Giraffen – rekordverdächtiger Zeit 😄 , trank der Giraffen Bulle, flankiert von Oryx und Sprinbock.
Sobald er sich abwendete, um die Lage zu checken, eroberten die Tauben das Wasserloch.
Trank er weiter, waren wieder alle Vögel verschwunden!
Ein Schabrackenschakal gesellte sich auch noch zu der Truppe.
Wo kamen die Tiere nur alle her? 🙄 Im 5-Minutentakt tauchte hier ein neues „Exemplar“ auf. 🙂
Meine neue Herausforderung – alle drei gleichzeitig beim Trinken zu fotographieren – klappte nicht so ganz… 😉
Ein paar Wasserspiele konnten wir jedoch zumindest festhalten…
… dann verabschiedeten sich beide, im letzten Sonnenlicht, durch das staubige Auob Tal…
In dem Geäst am Wasserloch, hatten sich derweil Cape Turtle Doves und Weaver (?) niedergelassen.
Es war viertel nach sieben und mit Sicherheit verpassten wir zu diesem Zeitpunkt die Gelegenheit, das Abendessen vorzubereiten… 😕 Es sollte Nudeln (kann ich! 😉 )mit Tomaten-Thunfisch Sauce (Markus‘ Urlaubsspezialität) geben, aber irgendwie stimmte unsere Abstimmung nicht so gut, zu fasziniert waren wir von dem Gesehen und genossen den Moment. 😗
Auf einmal hörten wir Eric rufen: „Hyäna!!!!“
Schnell liefen wir auf die Vorderseite und entdeckten diesen Brummer, der das Campgelände überquerte. 😮
Sie lief unter dem Stelzenaufbau her, schnurstracks Richtung Wasserloch.
Ohne lange zu zögern, trank sie nicht am, sondern direkt im Wasserloch! 😄
Während sie also noch ein kleines Bad nahm, näherten sich von rechts bereits wieder ein Springbock und zwei Giraffen… 🙂
In der Abenddämmerung konnten wir außerdem sehen, dass ein weiteres Tier am Boden saß. Es war eine Verreaux's eagle-owl/Milchuhu. Leider ist die Bildqualität so schlecht, dass man es hier nicht zeigen muss… 😣
Obwohl die Hyäne noch neben dem Wasserloch stand, näherten sich die Giraffen. Und es wurden sogar noch mehr.
Gleichzeitig erregte ein Kapfuchs unsere Aufmerksamkeit. Bisher hatten wir im KTP nur einmal einen im Bau verschwinden sehen, das ging jedoch so schnell, dass er nur einen Bruchteil von Sekunden zu sehen war.
Sehr hübsch, aber Wahnsinn, wie sehr diese hübschen kleinen Kerle stinken! 🤢 😄
Während wir ihn beobachteten, hatte sich eine ganze Gruppe Giraffen am Wasserloch eingefunden und die Hyäne sich nochmal demonstrativ ins Wasser gesetzt.
Mittlerweile war es nach acht Uhr und dies ist leider auch der Zeitpunkt, an dem sich unsere Kameras verabschieden mussten, da sie es von der Belichtung leider nicht mehr schafften…. 😵
Eric kam rüber, um zu fragen, ob alles in Ordnung wäre und ob wir die Hyäne gesehen hatten?! Dann drückte er uns die Daumen, dass auch der Leo, wie in den vergangenen Nächten, wieder auftauchte. Wir sollten auf das Jaulen der Schakale achten, dass sei ein sicheres Zeichen dafür, dass er in der Nähe wäre… ok! 😉
Nach einem kurzen Disput, wer wann und warum den Zeitpunkt der Vorbereitung des Abendessens verpasst hatte, schwang Markus sich an den Herd und ich hielt Stellung auf der Terrasse. Sobald etwas spannendes, also z. B. ein Leo auftaucht, sollte ich Bescheid geben 😎 – Hahaha!!!
Zu den Giraffen hatten sich weitere fünf Giraffen gesellt… 🙂 Zehn Giraffen neben einer Hyäne am Wasserloch, lockten Markus jedoch nicht vom Herd weg und ich ging eine Etage höher, um zu sehen, ob man von dort vielleicht noch bessere Bilder hinbekommt?!
Kaum war ich oben, hörte ich ein Heulen… Schakale?! 🤨 Tatsächlich, am Wasserloch zeigte sich ein Prachtexemplar von einem Leoparden, flankiert von ca. fünf Schackalen!!! 🤩 Ich flitzte runter, um Markus Bescheid zu geben und wieder hoch… noch nie habe ich mich so sehr über meine Kamera geärgert, aber außer dem Scheinwerferlicht unserer Nachbarn ist leider nicht viel zu erkennen. 😠
Beim ranzoomen wurde alles noch schlimmer 😣 und so landetet das Teil auf dem Bett und ich genoss den Anblick lieber nur durchs Fernglas, während Markus unten auf der Terasse stand. Er war so schön, ein Prachtexemplar - unser erster Leo im KTP!!! 😊
Das Jaulen der Schakale verstummte, als sich der Leopard wieder entfernte… Wahnsinn, diese von Eric vorhergesagte Interaktion der Tiere wirklich beobachten zu können. 😁
Nachdem der Leo verschwunden war, tauchte die Hyäne wieder auf, dann war plötzlich Ruhe.
Das war für mich der Zeitpunkt, alle Sichtungen der letzten 2 Stunden zu notieren, ansonsten hätten wir später alles durcheinandergebracht… 😛
Erneut tauchte eine einzelne Giraffe auf und auch die Hyäne war wieder am Start.
Versöhnt, mit uns und der Welt, genossen wir unser Essen auf der Terrasse und beobachteten das Geschehen, bis Ruhe war dort unten.
Nachdem wir alles gespült und verstaut hatten, entdeckten wir zwei Oryx am Wasserloch. Ein merkwürdiges Klappern war zu hören, doch wir konnten nicht entdecken, woher es stammte.
Als nächstes war ein Kudu-Bulle an der Reihe und Markus war der Meinung, dass er das Klappern mit seinem „Holzbein“ verursachte. 😐 „Quatsch, hast du mal gesehen, wie wunderhübsch und elegant Kudus sind?!?!“ 😈 Ich war entrüstet, konnte jedoch nur schwer beweisen, dass er nicht für dieses Klappern zuständig war… 😗
Es war stockdunkel und die Beleuchtung des Wasserloches reichte nur bis zum vorderen Rand, dies erschwerte auch die Sicht durch das Fernglas enorm.
Trotzdem erkannten wir im Mondlicht die vier Löwen, die nun ankamen. Klar, nach Cheetah und Leo dürfen die im Park quasi allgegenwärtigen Löwen hier natürlich nicht fehlen… 😉 😄
Wir waren uns nicht sicher, ob dies hier alles insziniert war oder Urikaruus die moderne Form der Arche Noah darstellte… ?! 😎 Insgesamt haben wir an diesem Abend wahrscheinlich viele Minuten mit offenem Mund dagesessen! 😄
Nachdem die vier ihren Durst gestillt hatten, positionierten sie sich in einiger Entfernung, links vom Wasserloch, jeweils mit etlichen Metern Abstand. So weit, so gut – wäre nicht von rechts (schon wieder) eine einzelne Giraffe aufgetaucht. 😮
Sie stand am Wasserloch, ca. 200 m von den vier Löwen entfernt, es war dunkel und uns stockte der Atem!
Anscheinend witterte sie die Gefahr, denn nach langem hin und her, trank sie doch nicht und verabschiedete sich wieder in die Richtung, aus der sie gekommen war. Die Löwen reagierten nicht und lagen weiter still an Ort und Stelle. Uns stockte der Atem, wir kamen uns mittlerweile vor, wie in einem Krimi...
Noch bis halb zwölf – übrigens unser KTP Rekord – beobachteten wir die vier und den grandiosen Sternenhimmel und entschlossen uns dann doch, ins Bett zu gehen.
Gute Nacht Urikaruus – wir hatten einiges erwartet – aber diese Show sicher nicht!!! 😊
Tageskilometer: ca. 120 km Wegstrecke Nossob-Urikaruus Katzen: 1 Cheetah, 1 Leopard, 7 Löwen
Teil 2606. Apr. 2016
04.01.2016 – Urikaruus Wilderness Camp - Teil 1 – Der Vormittag im Camp oder „Löwen frei Haus!“
@all: Sorry, dieses Kapitel enthält mal wieder viel, viel zu viele Bilder…. 😉 😗
Waren wir erst um halb zwölf mit einem letzten Blick auf die Löwen ins Bett gegangen, wurde ich von lauten Warnrufen gegen 4:20h geweckt… 😮 Ich schlich mich auf die Schlafzimmerterrasse und konnte im schwachen Licht erkennen, dass die Löwen immer noch vor Ort waren. 🙂 Die Warnrufe stieß ein Oryx aus!
Markus wurde ebenfalls wach und so gingen wir eine Etage tiefer, um uns mit einem heißen Tee nach draußen zu setzen und die Lage zu beobachten…
Gegen viertel vor sechs war es so hell, dass es für das erste Foto des Tages reichte. Die Löwen waren alle vier noch da und einer stillte seinen Durst am Wasserloch.
Von links kommend, warteten schon die ersten Wildtiere…
Das Schauspiel von gestern Abend sollte sich heute morgen also fortsetzen… 😄
Als der Löwe sich vom Wasser zu seinen Artgenossen am Hang gegenüber zurückgezogen hatte, näherte sich direkt eine mutige Giraffe…
All dies geschah‘ noch vor sechs, doch schon bald tauchte die Sonne das Tal wieder in ein zartes Licht.
Mehrere Oryx hatten sich vorgewagt, andere Tiere näherten sich bereits.
Während zwei Löwen im Schatten des Baumes lagen, hatten sich zwei weiter oben platziert. Alle so ungefähr im Bereich des eingezeichneten Kreises. 😎
Dieser Oryx, mit einem abgebrochenen Horn, traute sich weit vor und kam den Löwen dabei gefährlich nah. 🤨
Gegen halb sieben kamen die ersten Gnus ans Wasserloch und dabei sah man, dass einige Tiere sich geschickter anstellten, um an das kostbare Nass zu kommen und sich in die Tränke stellten, während andere einen etwas umständlicheren Weg wählten… 😉
Dieses Oryx hatte sich zumindest etwas abgeschaut, auch wenn es etwas unbequem aussieht. Aua! 😕
Alles schön unter Beobachtung! Das Fell passte sich im Licht dem Untergrund an – perfekte Tarnung. 😎
Als sich weitere Gnus einfanden, musste das Oryx etwas weichen – die Hierarchie der Antilopenarten konnten wir im Laufe des Vormittages noch genau studieren… 😄
Es lag eine nervöse Stimmung in der Luft und ein anderes Oryx flüchtete den Hang hoch… Aaahhh… 😵 😗
Schön vorbeigeschrammt am Todfeind – wir hielten die Luft an – doch die Löwen bewegten sich nicht und konzentrierten sich weiter auf das Wasserloch.
Wir konzentrierten uns derweil erstmal auf die hübschen Yellow Canary/Gelbbauchgirlitz, die sich im Morgenlicht so schön von der Umgebung abhoben. 🙂
Gegen sieben näherten sich von rechts kommend einige Red Hartebeest…
… und von links Kudus!
Eine große Herde Gnus kam dazu – da fehlte doch nur noch die Hyäne und wir waren wieder komplett! Und klar, sie war auch am Start… 🤪 😁
7:00h im Urikaruus Camp – Starbesetzung auf der Theaterbühne – was will man mehr?! Spätestens jetzt war uns war klar, dass der Morning Drive gestrichen war und wir gemütlich „zuhause“ blieben!
Die eleganten Kudus (übrigens auch heute ohne „Klappergeräusche“ 😗 ) warteten in respektvollem Abstand.
Die Gnus näherten sich und schienen von der Hyäne gänzlich unbeeindruckt zu sein.
Ja, da darf man schon mal skeptisch schauen, wenn im Schatten die Löwen liegen…
Die Gnus machten im Vergleich zu allen anderen den entspanntesten Eindruck… ob das an der Gruppenstärke lag?! 🤨
Das Wasserloch wurde regelrecht gestürmt! 🤩
Die Löwen lagen weiter unbeweglich da – während die Hyäne auf der anderen Seite umherschlich.
Während die einen noch ihren Durst stillten, tauchte eine weitere große Gnu-Herde auf…
Wo kamen die nur alle her?! Der Hyäne lief sprichwörtlich das Wasser im Maul zusammen… 😛
Immer wieder näherte sie sich der Herde. 😐
Irgendwann wurde es einem Bullen jedoch zu viel und er ging in den Angriff über!
Die Hyäne gab sich erstmal geschlagen und verzog für kurze Zeit.
Auch einige Muttertiere mit Nachwuchs waren wieder dabei… 😊
Diese bunte Mischung bekommt man wohl nicht allzu oft auf ein Bild… 😄
Erstmal gucken und dann rein ins Wasser! Wir stellten fest, dass die jüngeren Blue Wildebeest sich dabei geschickter anstellten, als einige Große…
Mit der stattlichen Fotoausrüstung unserer Nachbarn konnten wir nicht mithalten – das sah‘ schon professionell aus.. 😉
Um kurz vor acht waren auch die Rotkopfamadinen bereit, doch noch hatten sie keine Chance, ans Wasser zu kommen!
Die Hyäne gab nicht auf und näherte sich nochmal.
Uns war Angst und Bange um die kleinen Gnu-Kälbchen, die teilweise alleine standen, während die Mutter trank… 😮
…aber alles gut, die Muttis kamen immer wieder an.
Einige Nachzügler mussten sich schon ganz schön recken, um ans Wasser zu gelangen und wieder konnten wir verschiedene Möglichkeiten des Saufens beobachten.
Die Gnus zogen schließlich wieder ab – Wahnsinn, zwischenzeitlich hatten wir um die 80 Tiere gezählt, es hatte totales Chaos am Wasserloch gegeben, da alle ran wollten und die vier lagen wie Salzsäulen erstarrt da und rührten sich nicht.
Später erzählte uns Eric, dass er fest damit gerechnet hatte, dass die Löwen zuschlagen würden, da einfach so viele Tiere versammelt und die Gelegenheit genial war – anscheinend hatten sie jedoch keinen großen Appetit gehabt?! 😕
Gegen halb neun verabschiedete sich das letzt Gnu und als nächstes waren die Red Hartebeest an der Reihe – die Oryx Antilopen hatten erstaunlicher Weise das Nachsehen…
Kaum waren hatten die Red Hartebeest ihren Durst gestillt, eroberten die Oryx das Feld. Den Wasserspiegel konnten wir zu dem Zeitpunkt übrigens längst nicht mehr sehen… War da überhaupt noch genug drin?! 😐
Springböcke und Kudus mussten nun warten…
Dieser Oryx mit den abgewetzten Hörnern fiel besonders auf – anscheindend war er der Anführer der Herde, zumindest spielte er sich so auf… 😎
In seiner Rolle, die Kudufamilie auf Abstand zu halten, mischte er die eigene Herde so auf, dass ein Oryx ins Wasser und dann panisch wieder hinaussprang! 😄
Zeit und Muße für ein paar Rangeleien und Machtkämpfe gab es auch noch… obwohl es mittlerweile halb zehn und bereits wieder brütend heiß war! Die Löwen hatten sie wohl mittlerweile komplett ausgeblendet.
Die armen durstigen Kudus nutzten die Gelegenheit und trauten sich mal wieder vor… Schließlich hatten sie nun mittlerweile 2,5 h in der Sonne darauf gewartet, endlich ans Wasser zu kommen... 🙄
Doch keine Chance, prompt wurden sie rabiat wieder verjagt!
Sie gaben sich endgültig geschlagen und verließen den Schauplatz… lieber etliche km weiterziehen, als auf diese sturen Oryx zu warten… 🙁
Dann regte sich etwas auf der anderen „Uferseite“… Ein Löwenmännchen stand auf und lief gemächlich Richtung Wasser – allerdings lief er vorbei… 🤨
… und kam schnurstracks auf’s Camp zu! Ja, was seid ihr denn für Raubtiere?! 😄
Ein zweiter machte sich auf den Weg – er nutzte allerdings die Gelegenheit für einen kleinen Zwischenstopp!
Beide Burschen machten es sich im Schatten von Nachbars‘ Unterkunft bequem…
Bis die richtige Position gefunden war, dauerte es etwas… Passt so gerade! 😄
Wir standen völlig fasziniert auf dem Holzsteg, Eric rief uns allen von seiner Unterkunft aus zu, wir sollten vorsichtig sein und nicht zu tief runter gehen. Klar, nur ein einfaches Tor trennte uns von den beiden stattlichen Katzen! Immerhin stand unser Auto als Block noch davor… 😗
Wenn einen diese Augen anschauen, wird einem jedoch schon anders und man verzieht sich lieber etwas nach oben.
Aber eigentlich war er doch noch ganz müde und außerdem war es sooo warm…
Im Hintergrund trauten sich die ersten bereits wieder vor… Viel zu befürchten gab es aktuell wohl nicht... 😗
Denn während Löwe Nr. 2 sich ausgiebig seiner Körperpflege widmete… 😊
… übte sich Löwe Nr. 1 im Löwen-Yoga!!! Erst mal auf den Rücken rollen und Vorderpfötchen hoch… 🤪 🙂
… dann nach nochmal nachfassen und die Beinchen strecken!! 🤩
Wir konnten nicht mehr… hätten wir nicht gewusst, dass wir in einem Nationalpark sind, hätten wir wohl gedacht, es handelt sich zahme Hauslöwen!!! Die Verlockung, ihm den Bauch zu kraulen, war allzu groß… 😉
Die Nachbarn zu unserer rechten Seite hatten mittlerweile ihr Auto beladen und fuhren zu Eric rüber, um auszuchecken. Im Gegenzug brachten sie ihn wieder zum Unit Nr. 4, damit er es für die neu ankommenden Gäste herrichten konnte.
Das Interesse der beiden wurde nochmal für kurze Zeit geweckt und wir beobachteten sie von der Terrasse aus noch ein wenig.
Gegen elf Uhr fielen sie in den Mittagsschlaf…. Was sollten wir machen?! Unser Auto stand direkt neben den beiden – wir hatten somit tatsächlich einen Löwen-Block! 😁
Also sagten wir Eric nebenan Bescheid, dass er sich um unsere Unterkunft heute nicht kümmern müsste, den Müll würden wir später selber in die Tonnen unter dem Stelzenaufbau entsorgen und legten uns ebenfalls auf’s Ohr! Der Tag hatte schließlich früh begonnen und soooo lange konnten die beiden ja schließlich nicht das Camp besetzten… 🙂 😎 😗
Teil 2709. Apr. 2016
04.01.2016 – Urikaruus – Teil 2 – Ein Ausflug nach Twee Rivieren
Nach diesem aufregenden Morgen schliefen wir ca. 1,5h… 🙄 Als ich aufwachte, hörte ich Stimmen… 🤨 Markus war schon vor mir wach geworden und wie ich feststellte, quatschte er unten mit Eric.
Ich sprang‘ auf – wie konnte man hier nur so lange einen Mittagsschlaf machen?! Aber dann stellte ich fest, es geht auch immer noch länger… 😄
Die beiden Jungs lagen nämlich unverändert an Ort und Stelle! Löwe müsste man sein… 😉
Mittlerweile kamen fremde Autos im Camp an, um die Löwen kurz zu fotografieren und wieder zu verschwinden. Was war denn hier los?! Camptourismus??? 😵 Wahrscheinlich hatten unsere Ex-Nachbarn unterwegs erzählt, dass die Löwen hier rumliegen – woher sonst sollten die Leute das wissen? Handyempfang gab es schließlich nicht…
Unser Plan war es gewesen, einen Drive nach Twee Rivieren und zurück zu machen. Allerdings machten uns die „Schlafmützen“ neben unserem Auto einen Strich durch die Rechnung… 😛 Somit tranken wir auf unserer Terrasse etwas mit Eric und sprachen über den Tag und die Sichtungen am Vormittag. Auf meine Frage bezüglich des geringen Wasserstandes lachte er und meinte, es würde sich im Laufe des Tages durch die Solarbetriebene Pumpe wieder füllen. Ok, die Sonne schien – da konnte ja nix schief gehen… 😉
Markus und Eric fassten einen Plan und dann ging alles ganz schnell… 😮 Wir würden nämlich sofort losfahren! Ja, nee, ist klar… die Fahrerseite war ja direkt neben dem Tor zum Treppenaufgang - aber die Beifahrerseite… 😕 ok, die Jungs machten nicht gerade den aktivsten Eindruck – aber trotzdem… 😣
Aber der Plan sah‘ natürlich anders aus, denn Markus sollte ins Auto einsteigen und mich dann an dem Ausgang von Unit 4 „abholen“. Gesagt, getan… schnell packte ich beide Kameras, eine Wasserflasche sowie die Ferngläser zusammen und ab ging es zum anderen Ausgang. 😗
Wir fragten Eric, ob wir im etwas aus Twee Rivieren mitbringen sollten und er bat uns, Zigaretten und 8 Steakmesser (von der Rezeption) mitzubringen. Bernadette wüsste dann schon Bescheid… Na, mal sehen, ob das funktionieren würde… 😐
Noch völlig aufgekratzt von diesem Urikaruus-Abenteuer fuhren wir los und kurz hinter dem Wasserloch Kamqua winkte uns eine Beifahrerin zu, dass wir anhalten sollten. In unserer Euphorie hätten wir die Cheetah glatt übersehen! 🙄
Bei näherem Hinsehen erkannten wir sie wieder! Das war die kleine, dünne Gepardin von gestern Nachmittag…
Völlig fertig lag sie im Schatten des Baumes und tat uns sofort wieder unendlich leid. 🙁 Auch mit Eric hatten wir über sie gesprochen und er vermutete, dass sie krank sei… Auf alle Fälle befand sie sich in keinem guten Zustand!
Nach kurzer Zeit fuhren wir weiter und am Wasserloch Rooibrak standen mehrere Autos. Ok, das heißt, es musste etwas zu sehen geben! 😎
Aber was?! 🤨
Wir suchten die Umgebung ab und dann entdeckten wir etwas im Baum… 😁
Ein Leo!!! Aber mehr als ein Beweisfoto war da für uns nicht rauszuholen… 😉
Pro forma schickten wir auch dieses – unserer Meinung nach wirklich wenig aussagekräftige - Foto, nach unserer Heimkehr an Matthew Schurch und er identifizierte ihn tatsächlich: es handelte sich um „Masego“! Wie man auf diesem Bild etwas erkennen kann, bleibt uns schleierhaft, aber er war sich völlig sicher… 🙂
Schon bald fuhren wir weiter, denn wer wusste schon, wie lange dieser Leopard Mittagsschlaf halten wollte?! Bei den Katzen hier war man ja nie sicher… 😗
Ein Bild vom Trockenfluss, der die Tier so reichlich in Richtung Urikaruus Camp „spülte“. 😄
Zur Abwechslung der letzten 24h sahen wir dann auch mal wieder Strauße…
Am Wasserloch „Batulama“ zeigte sich wieder das typische Bild – Oryx, Springbock und Secretary birds…
Kein Klippspringer, aber Kletter-Fan…
Das Wasserloch „Gemsbokplein“ lag verlassen da, aber auf der anderen Seite der Pad entdeckten wir diese Schönheit mit Riss!!! 🤩 (Achtung – einige der folgenden Bilder sind nicht besonders appetitlich…)
Vollgefressen lag sie mit ihrem Springbock-Kill im Schatten der Bäume – direkt neben der Pad…
Ihr Bauch war prallgefüllt und als sie aufstand, sah‘ sie richtig behäbig aus… 😄
Sie wechselte die Position und bewachte ihren Kill… Fressen mochte sie leider nicht mehr… Prompt dachten wir wieder an die ausgemergelte Cheetah, die wir etwa 25 km vorher gesehen hatten… ihr hätte so eine Portion ebenfalls gut getan… 😐
Als wir zuhause später diese Worte von Matthew Schurch dazu lasen, erschien uns die ganze Situation noch tragischer… 🙁 „you then saw Hanri with the kill. Hanri is Margie´s mother Why they have seperated so early I don’t know but I feel like they lost each other at some point. If only they would reunite then Margie might stand a chance of surviving.”
Mutter und Tochter wurden also getrennt und während die fünfjährige Hanri anscheinend eine erfolgreiche Jägerin ist, geht es ihrer Tochter so schlecht, dass sie sicherlich nicht mehr lange überstehen wird, wenn nicht ein Wunder geschieht… 😕
Wir fuhren erstmal weiter, da wir uns recht sicher waren, die Cheetah auch auf unserem Rückweg nochmal zu sehen.
Bei Auchterlonie sahen wir einen Secretary Bird und einen Lanner Falcon sowie die Überreste eines Elands… 🤨 Gab’s die hier eigentlich auch am Stück?! Seit etlichen Tagen war wir auf der Suche nach Elands, aber leider bisher ohne Erfolg… 😵
Zwischenzeitlich war die Pad mal etwas tiefer und weicher – echte Probleme hatten wir jedoch die ganzen Tage nicht einmal…
Oryx prägten überwiegend das Bild…
Auch bei Monro erwartete uns eine Herde Oryx – aber dieses Mal gab es eine süße Zugabe! 😘
Endlich gab es auch mal ein paar süße Jungtiere zu sehen… 🙂 Erst jetzt wird mir richtig bewusst, dass wir zwar unzählige Oryx im KTP gesehen haben, aber nur dieses eine Mal jüngere Tiere dabei waren… Und so richtig klein waren die, ihren Hörnern nach, ja nun auch nicht mehr…
Kurz vorm Camp Twee Rivieren gab’s dann nochmal eine größere Straußenansammlung sowie – natürlich – Oryx. 😄
Als wir am Camp ankamen, kam es uns richtig riesig und wuselig vor – wie schnell man sich an die Ruhe gewöhnen kann.
Zuerst steuerten wir mal wieder den Shop an und dieses Mal hatten wir auch Glück und versorgten uns mit neuen Randscheinen, kühlen Getränken, Wasser und Zigaretten für Eric. Außerdem kaufte sich Markus im „Urlaubs-Planungs-Wahn“ direkt mal ein paar Mappen vom Namaqua, Mokala und Ai/Ais-Richtersveld Nationalpark…. 🙂 😘
Nach etlichen Tagen hatten wir hier mal Handyempfang und so schrieben wir ein paar Neujahrswünsche und schickten Lebenszeichen an Familie und Freunde!
Dann ging es weiter zur Rezeption, auf der Suche nach Bernadette! 😉 Wir mussten etwas warten, da am Check-in einiges los war… als wir Eric’s Wunsch nach Steakmessern vortrugen, schüttelte sie nur lachend den Kopf! „Oh, that’s typical Eric…“ Nach kurzem Telefonat stellte sich jedoch heraus, dass die Steakmesser noch nicht geliefert worden waren und wir zogen unverrichteter Dinge wieder ab… 🙄
Auf gleichem Weg traten wir die Heimfahrt an. Und da sah‘ man mal wieder, wieviel Glück oder Pech man an einem Wasserloch haben kann…. 😗
Knapp eine Stunde waren wir in Twee Rivieren gewesen und nun lagen nur wenige Meter hinter der Torausfahrt 7 Löwen am Wasserloch!
Da sich etliche Fahrzeuge dort versammelt hatten, waren sie aus unserer Position nicht wirklich gut zu sehen…
Sieben Löwen auf einen Streich, nicht schlecht! 😁 Da unsere Position jedoch nicht wirklich günstig und wir zudem gespannt waren, was wohl in Urikaruus los ist, fuhren wir bald weiter… 😗
Kori Bustard - Riesentrappe
Auch unseren Oryx-Kindergarten sahen wir auf dem Rückweg ein weiteres Mal. 🙂
Spotted thick knee – Kaptriel
Bei Auchterlonie zog der Himmel sich zu und stand im tollen Kontrast zur Landschaft.
Just in dem Moment, als Markus feststellte, dass an diesem Wasserloch bisher noch nie viel losgewesen sei, kamen zwei Hyänen von rechts und querten die Pad… und wieder - so schnell kann sich das Blatt wenden! 😄
Sie kuschelten sich auf der anderen Seite im Schatten eines Busches zusammen. Erstmalig fielen uns die extrem unterschiedlichen Tupfen bei diesen Tieren auf!
Wie erhofft, lag auch Gepardin Hanri noch im Schatten des Baumes bei Gemsbokplein.
Aus der anderen Richtung kommend fielen, uns die Schleifspuren im Sand erst jetzt richtig auf. Wir setzten etwas zurück und konnten den Weg vom Flussbett auf die andere Seite bis zu ihrem jetzigen Standort gut erkennen.
Sie hatte also im freien Feld gejagt und den Springbock zum Fressen in den Schatten gezogen.
Was für ein prachtvolles Tier sie ist! 🙂 Wir beobachteten sie noch eine Weile, bevor wir uns mit einem stillen Gruß verabschiedeten und unseren Weg fortsetzten.
Mittlerweile wurde es immer dunkler, wodurch die Farben jedoch immer schöner und kontrastreicher wurden!
Plötzlich fielen Tropfen vom Himmel – wow!!! – sollte sich der lang erwartete Regen endlich einstellen?! 😁
Es war jedoch nur ein leichter, kurzer Schauer… 😐 schon bald war der Himmel wieder klar und nur anhand der Fahrspuren sah‘ man überhaupt noch, dass ein paar Tropfen gefallen waren…
Auch diese beiden Gesellen hätten sich über mehr Regen wohl nicht beschwert.
Als wir beim Wasserloch Rooibrak ankamen, war kein Auto mehr zu sehen… Der Leopard hatte sich anscheinend verzogen! Na, man kann schließlich nicht alles haben… 😗
Was aber nicht heißen soll, dass es nix zu sehen gab – im Gegenteil! 🤩
Das war zwar kein gutes, aber zumindest sehr originelles Versteck! 😄
Und beim näheren Hinsehen entdeckten wir auch den Pascha des Trupps… gut versteckt lag er hinter dem Wasserloch, doch nach einiger Zeit tat er uns den Gefallen und zeigte sich zumindest kurz in seiner ganzen Pracht! 🙂
Wir beobachteten die drei eine ganze Zeit und während einer kurz zum Saufen zum Wasser lief, lag der andere relaxed und dekorativ neben der Beschilderung… 😘
Kein Wunder, dass von dem Leo nix mehr zu sehen war! Wenn er schlau war, hatte er sich wohl rechtzeitig in Sicherheit gebracht… 😗 Ansonsten hatte er sich wohl noch tiefer im Geäst des Baumes versteckt – wir entdeckten ihn trotz eifrigen Suchens jedoch nicht mehr.
Der Löwenpascha tat uns leider nicht den Gefallen, näher zu kommen, sondern tat das, was Löwen nun mal am Liebsten tun 😛
Die beiden "Kleinen" begrüßten sich hingegen liebevoll und schauten uns interessiert an…
„Na, wollt ihr mitspielen?!"
Wir lehnten dankend ab und sie nahmen dekorativ wieder ihren Posten ein – während von „Papa“ Löwe fast nix mehr zu sehen war… 😄
Ein Bateleur saß ausnahmsweise mal recht nah‘ der Pad auf einem Baum. Leider wollte er sich nicht so richtig zeigen, sondern war mit seiner Federpflege beschäftigt…
Durch die Wolkendecke schien es viel früher dunkel zu werden…
Hier quert die Pad das Flussbett und macht einen „Umweg“ um das Urikaruus Camp.
Auf dem kurzen Abzweig zum Camp wurde noch Markus‘ großer Wunsch der letzten Tage erfüllt – wir sahen ein (lebendiges) Eland! 🤩
Es tat uns sogar noch den Gefallen und zeigte sich im Profil – sehr zuvorkommend! 😉
Dann sahen wir schon die Dächer unseres Stelzencamp… Mittlerweile war es 18.00h und wir waren wieder daheim!
Die Löwen lagen nicht mehr faul im Camp sondern hatten sich laut Eric vor einiger Zeit wieder zurück auf die andere Flussseite verzogen. Die Nachricht über die noch fehlenden Steakmesser nahm er gefasst auf und freute sich dafür über die mitgebrachten Zigaretten.
Am Wasserloch war bei unserer Rückkehr nicht allzuviel los… ein Oryx galoppierte durch den Staub von dannen… 🤨
… und nach einigem Suchen entdeckten wir auch unsere „Bande“ wieder… 😎
Zumindest drei, von den ursprünglich vier Löwen am Vormittag, waren weit entfernt noch zu sehen, bevor sie sich wenig später über die Dünen endgültig aus dem Staub machten.
Dieses Oryx schien wohl im letzten Moment mal jemandem entwischt zu sein… 😮
… ärgerlich ist der fehlende Schweif auf alle Fälle in Bezug auf die vielen Fliegen, die nun mit Sicherheit nicht mehr so einfach verjagt werden können! 😣
Gemütlich saßen wir auf unserer liebgewonnen Terrasse und beobachteten das Geschehen. Es dauerte nicht lange und die erste Giraffe zeigte sich… 😉
Weitere Oryx kamen und mussten sich ganz schön anstrengen, um an das (übrigens nicht nachgelaufene 😗 ) Wasser zu kommen.
Zwischendurch wurde wieder gekabbelt…
… um dann im nächsten Moment einträchtig zu saufen!
Beim Aufsetzen der Hufe auf der schrägen Innenwand, hielten wir jedes Mal die Luft an, da es eine sehr rutschige Angelegenheit war, die auch die Oryx sehr verunsicherte... 😕
Immer wieder kamen neue Giraffen hinzu und wir amüsierten uns darüber, wie langsam und vorsichtig sie sich jedes Mal dem Wasserloch näherten und wie lange es dauerte, bis sie endlich tranken. 🙄 😄
Aber gut – unbegründet war ihre Vorsicht ja nun wirklich nicht!
Im Vergleich zum Vorabend war zwar etwas weniger los… dafür war das Lichtspiel des Sonnenuntergangs einfach atemberaubend schön! 🙂
Gegen acht Uhr war die Sonne komplett untergegangen und prompt zeigte sich auch der Capfuchs wieder und schlich um die Unterkünfte…
Auch das Klappern des „Holzbeines“ war wieder zu hören… Was war das nur?! 🤨
Dann klärte sich das Geheimnis… 😄 Es war das Eland! Da hatten wir solange ein gesucht und nun merkten wir plötzlich, dass es bereits am Abend zuvor in der Nähe gewesen sein musste!
In der Dunkelheit sah es aus, als würde es eine Decke tragen…
Für letzte Beweisfotos reichte es noch, dann war es endgültig zu dunkel und wir packten die Kameras weg. Die vier Hyänen, die später noch zum Wasserloch kamen, konnten wir somit nicht mehr auf’s Foto bannen. 😉
Ein letztes Mal bereiteten wir alles für unseren letzten Braai des Urlaubes vor… Langsam aber sicher neigte er sich dem Ende zu! 🙁
Vielleicht schmeckte uns das Essen (Rinderfilet, Butternut und Schafskäse mit Chili/Knoblauch vom Grill) deshalb an diesem Abend besonders gut?! 😎
Wir genossen die Ruhe des Abends und beobachteten das Wetterleuchten in der Ferne… Auch am Wasserloch war es ruhiger, wahrscheinlich hatten sich die Tiere aufgrund des Wetters auch verzogen…
Deshalb ging es für uns an diesem Abend auch bereits gegen 22.30h ins Bett.
Gute Nacht Urikaruus – ein weiterer wunderschöner und erlebnisreicher Tag ging für uns zu Ende! 🙂 😘
05.01.2016 – Urikaruus – Der letzte Morgen in Urikaruus
Markus weckte mich um 05.30h… Es waren Hyänen am Wasserloch! Ok, Hyänen hatten wir in den letzten Tagen bereits ein paarmal gesehen, aber es gab auch ein Hyänenbaby und das sollte ich natürlich nicht verpassen… 😄
Ist es nicht puschelig?! 😊
Die beiden Hyänen, welche noch am Wasserloch ihren Durst gestillt hatten, gesellten sich zu der Gruppe…
…und es begann eine Rauferei, woraufhin der kleine Zwerg erstmal in Sicherheit gebracht wurde… so schnell war es auch schon wieder vorbei mit dem „Babygucken“! 🙁
Giraffen, Oryx und Wildebeest standen bereits in der Warteschlange und beobachteten die Szene skeptisch.
Die Hyänen machten sich allesamt vom Acker…
… und die Welt am Wasserloch war erstmal wieder in Ordnung. 🙂
Doch richtig überzeugt wirkten die Tiere nicht… 😐
… und tatsächlich! Drei Hyänen kamen nach etwa 10 Minuten schon wieder zurück!
Es handelte sich jedoch wiederum nur um ein kurzes Gastspiel und das Wasser – ja, wo war es denn eigentlich?! – konnte wieder mehr oder wenig gut erobert werden…
Auch über Nacht war das Wasser nicht nachgelaufen und wer sich nicht rein traute oder gar über einen Giraffenhals verfügte, hatte es mittlerweile sehr schwer… 😗
In einiger Entfernung konnten wir zwei Tiere beim „Kampftraining“ beobachten.
Doch was war das?! Bereits eine halbe Stunde später war es mit der Idylle schon wieder vorbei, da ein Störenfried zurückkam.. 🙄 😵 😣
Diese beiden störten sich nicht daran, wer und was am Wasserloch los war und so waren sie mittlerweile bei ihrer nächsten Übung angekommen… Bitte nur nichts ausrenken! 😄
Um Punkt sieben versammelten sich die Cape Doves und meinten, ihre Zeit wären nun gekommen… 😎
Die Hyänen ließen sich bei ihrer Körperpflege jedoch nicht stören… 😛
Dieser Mahaliweber beobachtete mit uns das Treiben am Wasserloch.
Es hatten sich nochmal fünf Tiere am Wasser eingefunden, Giraffen und Oryx beobachteten das Treiben – wir waren überrascht, dass sie vor so einem Rudel nicht flüchteten…
Gegen 7.00h war die Hyänen Zeit dann jedoch endgültig vorbei und der Trupp machte sich, unter skeptischer Beobachtung, auf den „Heimweg“.
Dabei ging es unter unserem Camp her, an Eric’s Unterkunft vorbei, in die Dünen…
Die „Ruhe“ am Wasserloch war wieder hergestellt und Giraffen und Wildebeest begaben sich wieder in Stellung. Lediglich die Tauben erschwerten das Ganze… 🙄
Und während einige das Treiben abwarteten…
…verschwanden andere fast vollkommen in dem Vogelschwarm!
Die Springböcke beobachteten das Ganze lieber aus sicherer Entfernung… ob’s an ihrer "kleinen" Größe lag?! 😉
Am Treppenaufgang entdeckte Markus eine Stabheuschrecke.
Nach einer halben Stunde war der Spuk vorbei und die Tauben verschwanden so plötzlich, wie sie gekommen waren!
Wer sich allerdings nicht ins Wasser traute, hatte es mittlerweile schwer, seinen Durst zu stillen... 😗
Die beiden Giraffen waren immer noch mit ihrem Spiel beschäftigt – unbeachtet von den anderen Tieren…
Während wir gemütlich frühstückten, näherte sich eine Gruppe Red Hartebeest.
Doch auch bei ihnen lagen an diesem Tag Spannungen in der Luft und es ging ordentlich zur Sache. 😕
Doch schnell war der Streit beigelegt und es kehrte wieder Ruhe ein.
Und auch die Schakale trauten sich nun ans Wasser, sahen jedoch nicht allzu begeistert aus!
Wir genossen den idyllischen Ausblick und trauerten ein wenig dem Ende unseres Aufenthaltes in Urikaruus entgegen…
Während wir so dasaßen und uns dachten, dass es keinen schöneren Ort gibt - machte ich einen Fehler, der das Paradies, zumindest zum Teil – fast ausgelöscht hätte… 😈
Statt den Gasherd auszudrehen, stellte ich ihn versehentlich auf die höchste Stufe – und setzte mich wieder raus…. 😣
Nach einiger Zeit fiel Markus zum Glück der Geruch von Gas auf! Ach du Schreck!!! Das wäre ja was gewesen, wenn wir das Unit 03 mal eben abgeflammt hätten… 😮 🙄 😵 Ich war ziemlich fertig und entsetzt, wie mir das passieren konnte?!
Die kleinen Red Hartebeest ahnten nichts von unserer Aufregung und kamen mit „Schlammstiefeln“ wieder aus dem Wasserloch heraus…
Das erste Mal während unserer Zeit in Urikaruus sahen wir auch Strauße am anderen Ufer.
Auch die Ground Squirrels erfreuten uns nochmal mit ihrer Anwesenheit und nahmen ein Sandbad.
Dann hieß es Sachen packen und das Auto beladen…
…währenddessen entdeckten wir jedoch eine seltene Species am Wasserloch… 😄
… ach nee, den kannten wir doch?!
Da der Wasserstand immer noch sehr niedrig war, wollte sich der Chef selbst mal vergewissern, was da los war. 😉
Wir verabschiedeten uns kurz darauf herzlich von Eric – und waren uns sicher – wir kommen auf alle Fälle wieder!!! 🙂 😎
Teil 2914. Apr. 2016
05.01.2016 – Teil 2 – Von Urikaruus geht’s zum KTC
Schweren Herzens fuhren wir um kurz vor 10.00h vom Urikaruus Camp weg – hier hatte es uns besonders gut gefallen, die Zeit war einfach traumhaft und die Sichtungen/Erlebnisse unglaublich gewesen… 🤪 😄
Wir schlugen den Weg Richtung Twee Rivieren ein und wollten nochmal bis Höhe Auchterlonie fahren – nun wurde uns bewusst, dass wir quasi bereits auf Abschiedstour im KTP waren, am nächsten Tag sollte es wieder zurück nach Namibia gehen und dann bald nach Hause. 🙁
Am Wasserloch Kamqua war alles ruhig, bei Rooibrak erwarteten uns statt der Löwen vom Vortag nun Strauße und Springböcke.
Habe ich bereits geschrieben, dass es warm war?! Gefühlt stiegen die Temperaturen jeden Tag mehr an… Unser Hilux hatte jedoch keine Temperaturanzeige… Jeder Zentimeter Schatten wurde von den Tieren ausgenutzt!
Bei Montrose erwarteten uns Oryx…
… und eine weitere Straußenfamilie – dieses Mal hatten wir auch mehr Glück, die Kleinen ablichten zu können. Witzig sahen sie aus, wie Orgelpfeifen! 😁
Batulama lag hingegen fast verlassen da… wenige Oryx und einen einzelnen Strauß trafen wir an.
Dafür entdeckten wir nahe der Pad noch diese hübschen Kronenkiebitze.
Auf unserem Weg sahen wir noch etliche Piepmätze:
Familiar chat
Rotbauchwürger (vielen Dank, Konni!)
Pale chanting goshawk
In Gemsbokplein war alles ruhig, von dem Kill des Vortages war nix mehr zu sehen. In Auchterlonie drehten wir um, es ging zu unserer letzten Unterkunft, welche eine Woche zuvor ja bereits auch unsere erste war… Wahnsinn, wie schnell die Zeit doch vergangen ist! 😉
Ein Springbock Baby wartete mal wieder auf seine Mami... 😊
Verstecken gilt nicht!
Ungewöhnliches Zusammentreffen am Wasserloch.
Das Oryx guckte zwar etwas skeptisch, posierte mit dem Raubadler und Sekretär jedoch wirklich gut… 😁
Versteckt, aber nicht unentdeckt – Flecken- bzw. Berg-Uhu (vielen Dank, Matthias!)
Am 13th Waterhole lagen sie dann faul im Schatten… vier Löwen… 🤩
… ach nee, fünf! Da lag ja noch einer – weit entfernt unter einem Baum. Witzigerweise in Gesellschaft eines Schakals…
Hechelnd lagen sie im Gestrüpp und wir erwarteten eigentlich nicht viel Aktion bei dieser Mittagshitze…
Doch wie auf Kommando stand tatsächlich einer auf und begab sich zum Wasserloch…
Und prompt folgte ein zweiter kleiner Löwe… (dies war bei allen Löwensichtungen, die wir ja nun wirklich zuhauf hatten, übrigens unser einziges Löwen“junges“ – wenn man ihn überhaupt noch so bezeichnen kann) 😉
Erst gab es ein paar Kuscheleinheiten…
…bevor er dann keck das Wasserloch umrundete.
Der ganze Spaß dauerte nur drei Minuten und dann lagen sie wieder versteckt im Schatten.
Während die Oryx auf der anderen Seite die Ohren hängenließen 😐 – die Besetzung des Wassers konnte ja noch dauern…
Auch diese Junge Gnu-Familie stand nicht weit entfernt… 😮 ob das so ein guter Ort für Mutter und Kind war?!
Aber auch zwanzig Minuten später sahen die Löwen immer noch faul und entspannt aus und wir setzten unseren Weg fort…
14th Waterhole, ein ähnliches Bild erwartete uns auch bei Craig Lockhart und Sitzas: Oryx, Springböcke, Strauße und/oder Sekretäre…
Und auch die Giraffen nutzten die Mittagszeit mal wieder für eine Pause.
Wenige Kilometer vor Mata Mata sahen wir einen Baum! Ok, Bäume gibt es natürlich etliche im KTP… 😎 aber da lag doch was… 😄
Weit weg und schwer zu erkennen, tippten wir auf drei Cheetahs!
Da sie wirklich sehr weit weg waren und sich nicht rührten, blieben wir nicht lange und fuhren weiter Richtung Mata Mata… Es war ja erst zwei Uhr und vielleicht sollten wir ja Glück haben, die Jungs bei einem späteren Drive nochmal wieder zu sehen?! 😉
In Richtung Mata Mata sahen wir eine Wolke aufsteigen – wahrscheinlich war es wieder eine Windhose… In den letzten Tagen hatten wir diverse übers Land ziehen sehen und bei Nossob hatte eine unser Auto ja sogar auf der Pad erwischt.
In Mata Mata stockten wir unsere Wasservorräte nochmal auf – unser Fleisch hatten wir in den letzten Tagen gegessen und für heute Abend stand die in Keetmanshoop erworbene „Notreserve“ auf dem Speiseplan… 😗 Lebensmittel benötigten wir für den letzten Tag also keine mehr.
Zurück und voller Vorfreude, auf das Zelt Nr. 7 mit nigelnagel-neuem Schloss, ging es zum KTC… Etwas enttäuscht waren wir dann doch, dass wir nun die Nr. 2 bekamen – die Sicht auf’s Wasserloch war von hier definitiv nicht so gut, da es weiter weg war… 😵 Dafür lag es fast am Ende und das würde zumindest abends weniger „Verkehrsaufkommen“ bedeuten… 😛
Ein letztes Mal räumten wir Gepäck und Vorräte aus dem Hilux. Die beiden Klappboxen, welche uns während der Tour gute Dienste geleistet hatten, waren mittlerweile fast federleicht… Klar, bei der Hitze und den langen Nächten auf diversen Balkonen und Terrassen waren auch die Getränkevorräte merklich geschrumpft… 😛
Es war so heiß, dass wir gar nicht mehr klar denken konnten und uns erstmal an den Pool begaben… An unserem Ankunftstag kam er uns nicht so verlockend vor, aber nach vielen Tagen und Stunden im Auto, nahmen wir die Erfrischung dankbar an.
Eine riesige Cape Crow saß am Rand und stillte am Pool ihren Durst. Meine Güte, aus dieser Perspektive sah‘ sie ganz schön furchteinflößend aus! 🤨 Aber wir verhielten uns alle ruhig, tauchten ab und zu den Kopf unter Wasser, damit es keinen Hitzschlag gab und sahen ihr zu…
„Erfrischt“ legten wir uns auf die Betten, ein wenig Schlaf bei der Hitze täte doch bestimmt gut?! Aber daran war nicht zu denken… wie im Fieber waren wir innerhalb von Minuten total naßgeschwitzt. 😈
In etlichen Guestbooks hatten wir von Besuchern des KTPs gelesen, die im Herbst und Winter so sehr gefroren hatten und wir stellten uns ständig vor, wie schön das gerade wäre… 😕 Abkühlung, zumindest für ein paar Minuten, ein Traum! 😄
Teil 3024. Apr. 2016
05.01.2015 – Teil 3 - Kalahari Tented Camp
An Schlaf war nicht zu denken, es war einfach viel zu heiß… 😣 Somit machten wir uns gegen 17.00h nochmal auf und steuerten die nahegelegenen Wasserlöcher an. Augen auf hieß es, schließlich hofften wir, die Cheetahs wiederzuentdecken… 😎
Zugegebener Maßen erwies sich dies einfacher, als gedacht – zwar hielten wir die Augen nach dem Baum auf, unter dem sie drei Stunden vorher gelegen hatten – aber so weit entfernt mussten wir nun gar nicht mehr suchen… In der Flussebene sahen wir bereits eine Cheetah…
…und zwar nicht solo, sondern mit einem Riss! 😄
Das war jedoch nicht alles… rechts von uns lagen diese Gesellen unter einem Busch – direkt neben der Pad! 🤩
War es die Gruppe von heute Mittag? Die Stelle stimmte, allerdings waren es statt der geschätzten drei, tatsächlich wohl fünf Cheetahs gewesen! 🤪 😁
Fasziniert beobachteten wir diese wunderhübschen Tiere, ganz alleine übrigens, denn kein weiteres Auto war zu sehen…
Einen kleinen Springbock hatte es erwischt und allzu lange konnte die Jagd noch nicht her gewesen sein…
Wir wunderten uns, dass die anderen vier Tiere im Schatten lagen und die Lage beobachteten, allerdings erkannte man schnell, dass der ein oder andere seinen Hunger bereits gestillt hatte, wie die blutverschmierten Mäuler verrieten.
Wir waren hin und weg… sorry, deshalb gibt’s auch dieses Mal wieder viel zu viele Bilder! 😗
Nach ungefähr zehn Minuten, erhoben sich zwei weitere Katzen und querten gemächlich die Pad… Wir hatten unser Auto weit genug entfernt abgestellt, so dass wir ihre lautlose Kommunikation nicht störten und tatsächlich würdigten sie uns keines Blickes, als sie einzeln die Pad querten.
Ohne lautes Gezanke, machten sie sich gemeinsam über den Riss her…
… auch zu dritt blieb es eine harmonische Angelegenheit!
Wir konnten uns nicht sattsehen, diese wunderschönen Tiere beim Fressen, zu beobachten… (insgeheim war ich jedoch froh, dass wir erst eintrafen, als der Springbock bereits gerissen war… 😕 )
Der Magen des Böckchens wurde nochmal genau unter die Lupe genommen, bevor sie das tote Tier an eine andere Stelle zogen. 😄
Leider entfernten sie sich mit dieser Aktion immer mehr von uns…
Mittlerweile trafen vier Tiere aufeinander und immer noch herrschte Eintracht und Harmonie…
Auch die letzte Cheetah erhob sich schließlich aus ihrem Schattenplatz und begab sich zu den anderen…
Während zwei Geparden wieder unter „ihrem“ Baum Platz nahmen, schafften die anderen den Riss weiter in die Büsche und bald waren sie nicht mehr zu sehen. Keine halbe Stunde lag' zwischen dem ersten und dem letzten Bild, dann war das „Spektakel“ schon wieder vorbei…
Wieder hatten wir enorm viel Glück gehabt und waren zur richtigen Stelle, am richtigen Ort gewesen! 😉 😎
Bei den fünf Geparden handelte es sich übrigens um eine Familie: Corinne (2011) mit ihren vier Cubs (Casper, Chase, Carina und Cora). Anfang 2014 geboren, scheint es sich hier um einen wirklich erfolgreichen Familienverbund zu handeln, der sich in einem großen Radius bewegt.
Wir verabschiedeten uns und steuerten das nächste Wasserloch – Craig Lockhart – an. Schon von Weitem sahen wir, dass viele Oryx und Springböcke weit entfernt vom Wasser standen. Was war da los?! An der dunklen (Regen-?) Wolke konnte es doch wohl nicht liegen… 😐
Als wir näher kamen, stockte uns der Atem! Was war denn hier los?! 😮
Drei Löwen und eine Giraffe – war sie lebensmüde?! 🙄
Während die Löwin ihren Durst stillte, trauten wir uns kaum zu atmen…
Eine zweite Löwin erhob sich und lief zum Wasserloch.
Die Giraffe machte für einen kurzen Moment den Eindruck, als wolle sie den Rückzug antreten…
Um zwei Meter später wieder stehen zu bleiben. 😣
Selbst die Löwen machten einen etwas perplexen Eindruck… 😄
Ein Löwe lag, einer trank und der dritte machte einen Bogen um die Giraffe – war das ihre Taktik?! Wollten sie sich im Feld platzieren, um dann einen Angriff zu starten?!
Schnell machte ich noch ein Foto von der „Giraffe am Stück“! 😛
"Na, dass hättest Du Dir wohl früher überlegen sollen…" 😗
Oryx und Springböcke beobachteten die Szene aus sicherer Entfernung!
Als sich auch der zweite Löwe vom Wasserloch weg begab, drehte die Giraffe tatsächlich wieder Richtung Wasserloch ab.
Es war eine ideale Position, die letzte Löwin hätte nur aufspringen und die Griffe in die Richtung der beiden anderen jagen müssen…
Anscheinend waren jedoch alle gut gesättigt, ob die Giraffe das ahnte?! Oder verließ sie sich einfach auf ihre Größe und die Tatsache, dass es sich „nur“ um drei Löwen handelte?! Selbstbewusst nahm sie nun den Platz am Wasserloch ein. 😎
Wir beobachteten die beiden noch eine Weile, doch als sich auch der dritte Löwe verabschiedete, machten wir uns ebenfalls auf den weiteren Weg…
Ein wunderschöner Lanner Falcon saß im Baum.
Die Wolken hatten sich mittlerweile etwas zugezogen – und tatsächlich! – es regnete… 🙂 🤪 😁
Eine Kombination aus Wasser und Staub erfüllte die stürmische Luft! Wir waren happy, dass der so lang ersehnte Regen endlich eintraf…
Ein Southern Pale Chanting Goshawk versteckte sich unter einem Busch.
Ein paar Kilometer weiter entdeckten wir diese Truppe. 🤨 Klar, wie jedes andere Auto vor uns, hielten auch wir an, um Hilfe anzubieten – wie sich rausstellte, hatte sich jedoch „nur“ der Motor überhitzt und sie mussten etwas warten, bevor es wieder weiterging.
Punktuell war tatsächlich Wasser runter gekommen…
… an anderen Stellen hatte der Wind eher seine Spuren hinterlassen!
Diese Springböcke hatten zumindest einen Schauer abbekommen und stellten ihr Fell auf.
Die erhofften Freudensprünge blieben jedoch leider aus – vielleicht reichte ihnen das bisschen Regen noch nicht?! 😕
Auf einer Seite ließ sich die Sonne bereits wieder sehen….
Wir drehten um und fuhren zurück Richtung KTC, dabei entdeckten wir Strauße, die ein Staub(schlamm)bad nahmen… Es war wahrlich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein gewesen, aber die Freude sah' man den Tieren trotzdem fast an...
Passend zur wolkenverhangenen Stimmung entdeckten wir diesen Martial Eagle/Kampfadler im Baum, als wir auf dem Rückweg die Umleitung bei Dalkeith fuhren. 🙂
Geradezu majestätisch saß er dort oben und beobachte die Umgebung mit stechendem Blick!
Am Wasserloch Craig Lockhart war mittlerweile wieder Ruhe und Ordnung eingekehrt – von Löwen und Giraffe war weit und breit nichts mehr zu sehen.
Im Baum entdeckten wir dafür einen Verreaux's eagle-owl /Milchuhu – ob er eine Stunde vorher bereits dort gewesen war?! Bei dem atemberaubenden Löwen/Giraffen-Treffen war er uns zumindest nicht aufgefallen… 😗
Wir mussten sehen, dass wir bis halb acht zum Camp zurück kamen… Vorbei an Giraffen, Springböcken und Oryx ging es im Abendlicht zum KTC.
Am Wasserloch im Kalahari Tented Camp trafen sich noch ein paar Oryx ein, viel mehr erwarteten wir jedoch auch nicht mehr – unser Drive hatte uns mehr als zufriedengestellt!
An unserem letzten Abend im KTP gab es schnelle Küche – die Dose Linsensuppe hatten wir eigentlich als Notreserve gekauft, falls das gefrorene Fleisch den Kühlprozess während unserer Reise nicht überstehen sollte… Alles hatte jedoch hervorragend funktioniert und nun musste sie irgendwann mal dran glauben. Auch wenn die Temperaturen nicht wirklich Eintopf-würdig waren und wir uns in dem Moment anderes hätten vorstellen können, schmeckte es – aufgepeppt mit Chili und Biltong -trotzdem ganz ok. 😛
Nach einem letzten Abschlußgetränk ging es an diesem Abend relativ früh, gegen 22.00h, ins Bett. Nachts hörten wir Regen und Löwen- und Hyänengeheul… oder träumten wir einfach nur, da so viel gesehenes verarbeitet werden musste?!?!? 🙄 😄
Tageskilometer: ca. 220 Katzen: 8 Löwen, 5 Cheetahs
Teil 3129. Apr. 2016
06.01.2016 – Abschied vom KTP und zurück nach Namibia
Nach einer geruhsamen Nacht wurden wir bereits kurz vor fünf vorm Wecker wach… Heute hieß es Abschied nehmen vom KTP 🙁 und wir genossen bei einem Tee den letzten Morgen mit Ausblick auf’s (ruhige) Wasserloch.
Punkt halb sechs starteten wir unsere letzte Pirschfahrt. Wir wollten noch einmal bis zum Wasserloch Craig Lockhart fahren, bevor wir letztendlich den Park verlassen mussten. Meine Stimmung war bereits auf dem Tiefpunkt – zu schwer fiel mir der Gedanke, bereits wenige Stunden später durch das Gate fahren zu müssen… 😕
Erste Gnu Herden kreuzten unseren Weg, auch Giraffen und Oryx standen bei Sitzas bereits parat.
Um kurz nach sechs ging die Sonne über dem Auob Tal auf.
Ein Glanzstarling präsentierte sich im schönsten Morgenlicht.
Am Wasserloch Craig Lockhart versammelten sich Gnus, Red Hartebeest, Oryx und ein Schabrackenschakal. Das Red Hartebeest sah sehr abgemagert aus und wir hofften erneut inständig, dass die Regenzeit bald beginnen würde…
In der Nacht hatte es bereits ein wenig geregnet und die Gnus genossen sichtlich den noch leicht feuchten Boden und vollführten ihre Morgentoilette… 😄
Ich wäre am liebsten einfach dort stehen geblieben und hätte das Schauspiel ewig weiterbeobachten können, doch Markus drängte zur Weiterfahrt. Während ich die letzten Minuten noch intensiv die Stimmung aufnehmen wollte, wollte er nun doch noch ein Wasserloch weiterfahren… Allerdings lohnte es sich nicht wirklich. 😕
Dafür entdeckten wir auf der Rückfahrt zwischen C.L. und Sitzas tatsächlich – wie schon am Ankunftstag – eine Wildcat. 🤩
Dieses Mal jedoch in direkter Nähe zur Pad… und gerade rechtzeitig, denn Schwups war sie im einem Satz wieder im Dickicht verschwunden und nur noch schwer zu entdecken. 😎
Ein entgegenkommender Fahrer erzählte uns von einer Löwensichtung, wir dankten ihm und machten ihn auf die Wildcat im Baum aufmerksam, worüber er sich sehr freute!
Die Löwen hingegen waren einfach auszumachen…
…zumindest kündigten die vielen Autos bereits eine „größere“ Sichtung an. 😣
Etwas abseits im Dickicht sahen wir die drei Löwen mit Riss.
Leider war die ganze Szene etwas verdeckt, aber durchs Fernglas erkannten wir, dass es sich um ein „Wildebeest-Frühstück“ handelte. Eine gute Stunde vorher hatten wir und auch andere noch nichts davon gesehen.
Während sich das Familienoberhaupt vom Riss entfernte, genossen die beiden Damen das Mahl – ein Schakal lauerte bereits in Wartestellung.
Eine Dame folgte dem Pascha recht bald und beide liefen quasi parallel zur Pad – sehr Tourifreundlich! 😉
Kurze Rast, ein bisschen Posen…rechts, links, fertig – Danke! 😎
Dann wurde in Löwenart genüßlich das Revier markiert.
Bei Sitzas stillten nun Oryx ihren Durst.
Und Giraffen entdeckten wir ebenfalls im Schatten eines großen Camelthornes.
Es handelte sich um eine richtige Giraffen-Herde!
In den letzten Tagen hatten wir hier im Park viel mehr gesehen und erlebt, als wir im Vorfeld jemals erwartet hatten! Es waren traumhafte Tage gewesen und auch beim letzten Drive gab die Tierwelt nochmal alles… 🙂 was nicht gerade dazu beitrug, dass wir uns auf den bevorstehenden Check-out freuten!
Ein letztes Mal inspizierten wir auch die Gegend um den „Geparden-Baum“ ganz genau. Am Vortag hatten wir an dieser Stelle gleich zweimal Glück gehabt und drei bzw. fünf Cheetahs gesehen.
Und kaum zu glauben, aber wahr… auf den letzten Metern vorm Camp sahen wir die Familie vom Vorabend wieder! 😄
Mittlerweile war es kurz vor acht und da wir gegen neun das Camp verlassen wollten, machten wir uns schweren Herzens auf den Heimweg.
Wir frühstückten gemütlich und packten unsere Sachen zusammen. Ein Schabrackenschakal kam nochmal bis zu unserer Terrasse vor, um sich zu verabschieden.
Ein letztes Täubchen…
… und dann ging es für uns schnurstracks zum Mata Mata Camp.
Dort tankten wir nochmal auf und erhöhten unseren Reifendruck wieder.
Währenddessen trafen wir ein deutsches Pärchen, dass heute Morgen eingetroffen war. Sie fluchten noch über die Einreiseprozedur – während wir von den Erlebnissen der letzten Tage schwärmten. Besonders die junge Frau war sich überhaupt nicht sicher, ob die Idee, den KTP statt des Etoshas zu buchen, eine gute war… 😏
Wie gerne hätten wir mit den beiden getauscht und nochmal fünf Tage dran gehängt! Während Markus sich um die Reifen kümmerte, quatschte ich die beiden zu, wie schön alles war und was wir wo gesehen hatten.
Wieder „Wiedereinreise“ in Namibia verlief problemlos und wieder fielen uns die extremen Unterschiede in der Bekleidung der Offiziellen auf! Wie gerne hätte ich von dem jungen Burschen in Uniform (mit kurzer Hose) und gewienerten Stiefel ein Foto gemacht… 😄
Auf der C15 ging es Richtung Stampried, dabei fiel uns auf, dass es an diesem Teil des Auob Rivers viel grüner war, als es im KTP der Fall gewesen ist. Anscheinend war hier bereits mehr Regen runtergekommen…
Gegen zwölf machten wir am Straßenrand eine kurze Snackpause und aßen mit wenig Appetit unsere belegten Brote. Wieder war es einfach viel zu warm…. 🙄
Dabei fiel mir auf, dass in der Innenverkleidung der Radaufhängung auf der Beifahrerseite ein großes Loch klaffte… 😮 Wir konnten uns nicht erklären, wo wir uns so ein riesiges Stück Kunststoff abgerissen hatten... Aber gut, wir blieben recht entspannt, schließlich hatten wir das Rund-um-Sorglos-Paket gebucht und befürchteten nix schlimmes bei der Autoübergabe.
Auf dem weiteren Weg liefen etliche herrenlose Pferde rechts und links der Pad entlang…
Weiter ging es Richtung B1 und kurz nach Stampried hatten wir seit dem 25.12. das erste Mal wieder Asphalt unter den Rädern.
Nach ca. 380 km - es war übrigens unsere zweitlängste Etappe während des gesamten Urlaubes - trafen wir gegen halb drei in Kalkrand ein.
Im Ort ging es einmal rechts, über die Schienen und schon standen wir vor der Rezeption/Restaurant der Teufelskrallen Lodge.
Wir wurden freundlich in Empfang genommen und erhielten an der Rezeption einen Willkommensdrink sowie die Schlüssel zum gebuchten Zelt Nr. 05. Markus hatte im Vorfeld das Zelt 06 buchen wollen, da es ganz am Ende liegt. Dieses war jedoch bereits von anderen Gästen gebucht worden.
Um zu den Unterkünften zu kommen, fährt man am Gelände wenige Kilometer entlang, bis man zu einem verschlossenen Gatter kommt.
Nach weiteren 2-3 km Fahrt über das Gelände kommt man bei den Zeltunterkünften an.
Die Zelte sind sehr hübsch und auf Holzstelzen gebaut, in das ausgelagerte „Badezimmer“ gelangt man über einen Holzsteg. Nach den letzten Tagen in staatlichen Camps kam uns die Einrichtung geradezu luxuriös vor! 😛
Nachdem wir unsere Sachen ausgeladen hatten, genossen wir die Aussicht und gönnten uns nach der langen Fahrt erstmal ein kühles Savanna… 😎
Wahrscheinlich taten wir der Unterkunft wirklich unrecht, aber ein wenig störte uns, dass der Blick von der Terrasse aus quasi auf die „Stadt“ geht. Diese liegt zwar etliche Kilometer entfernt, aber man konnte sie deutlich sehen. Wären wir unser Tour in anderer Richtung gefahren, hätten wir es wohlmöglich gar nicht so empfunden und die Ruhe und Stille genossen… 😕
Den Nachmittag verbrachten wir, mit den einzigen anderen Gästen, am Pool und genossen die Erfrischung des kühlen Wassers. Noch immer war es sehr heiß und man hielt es in der Sonne kaum aus.
Gegen fünf zog es sich dann jedoch zu und es wurde richtig stürmisch! Wir packten unsere Sachen zusammen und fuhren zurück zum Zelt. Mittlerweile war es bereits so windig, dass wir noch nicht mal die Eingangstür öffnen konnten, um für Durchzug zu sorgen. 😣 Ein Sandsturm peitschte förmlich über die Dünen! Unser halboffenes Bad war bereits total versandet… Auch auf der Terrasse konnten wir nicht mehr sitzen, da uns dort der Sand um die Ohren flog.
Sogar die Hängelampe an der Eingangstür zerbrach, da der Wind sie so doll hin und her schaukelte.
Wir entdeckten etliche Millipedes im Sand.
Überall sah‘ man ihre Spuren und eine richtige Kolonie hatte sich gegen Abend unter dem Zeltaufbau versammelt.
Zum Größenvergleich habe ich mal einen Flip Flop daneben gelegt. Das waren ganz schöne Brummer, wenn man bedenkt, dass ich Schuhgröße 41 habe… 😗
Wir hatten das Essen dazu gebucht und machten uns gegen sieben auf den Weg zum Restaurant. Zu gerne wäre ich nach der langen Fahrerei den Weg zu Fuß gelaufen, aber bei dem Sandsturm war daran nicht zu denken.
Dafür war das Essen köstlich! 🙂 Zur Vorspeise gab es einen griechischen Salat, als Hauptgang Beef mit Kartoffeln, Gem Squash und in Zimt gebratenen Süßkartoffeln und als Dessert Crepe mit einer Apfel-Caramelsirup-Füllung. Dazu eine gute Flasche Chardonnay. Mmmmh…. Leider haben wir vom Essen keine Bilder gemacht. Alles war sehr gut, aber viel zu viel.
Abgefüttert gönnten wir uns noch einen schnellen Gin Tonic auf der Terrasse, aber leider konnten wir den Abend draußen nicht weiter genießen. Zwar waren die Temperaturen seit Tagen endlich mal erträglich, aber dafür war es immer noch total windig und ungemütlich.
Bereits gegen 21.00h verkrochen wir uns also in unser hübsches Himmelbett! 😘
Tageskilometer: ca. 387 (ab Mata Mata) Katzensichtung: 3 Löwen, 5 Cheetahs, 1 Wildcat
Teil 3207. Mai 2016
07.01.2016 – von der Teufelskrallen Tented Lodge/Kalkrand geht’s nach Windhoek - heute mal mit wenig Bildern und viel Text! 😉
Die Nacht über stürmte es weiter… Irgendetwas klapperte und raschelte die ganze Zeit… 😐 Markus schreckte irgendwann auf und meinte, dass draußen etwas/jemand wäre… 😕 Kaum zu glauben, da hatten wir gerade die Grenzen des „sicheren“ Parks verlassen und schon bekamen wir Paranoia… 😣 Letztendlich war es wohl nur die Zeltplane oder evtl. wirklich ein Böckchen oder Springbock (schließlich gab es auch ein Wasserloch in Sichtweite, aber wir hatten tagsüber und abends kein einziges Tier auf dem Gelände gesehen), trotzdem lagen wir eine Zeit lang wach und lauschten.
Dementsprechend gerädert waren wir am nächsten Morgen. 😵
Um kurz vor sieben standen wir auf und ein Blick nach draußen verriet uns, dass alles ruhig und friedlich war. Auch der Sturm hatte sich gelegt…
Auch die Millipedes hatten bereits wieder ihre zahlreichen Spuren im Sand hinterlassen.
Zum Frühstück ging es wieder Richtung Rezeption und das Frühstück war ebenfalls super lecker!
- eigentlich haben wir Bilder mit dem Handy gemacht, aber irgendwie finden wir sie nicht mehr - 🙁
Danach packten wir gemütlich zusammen und verließen die Teufelskrallen Tented Lodge auf dem Weg zu unserer letzten Station der Reise… Windhoek!
Außerhalb des Geländes tummelten sich Ziegen, Pferde und Rinder entlang des Weges… Die Pferde sahen ziemlich abgemagert aus – was sie jedoch nicht von der Reproduktion abhielt... 😄
Es standen knapp 200 Kilometer Strecke nach Windhoek an und die Fahrt entlang der B1 war ziemlich ereignislos.
Es viel uns jedoch auf, dass die Landschaft nun bereits einen wesentlich grüneren Eindruck machte, als bei unserer Ankunft 3 Wochen zuvor. 🙂
Umso näher wir Windhoek kamen, umso grüner wurde es… Später erfuhren wir, dass es noch gar nicht viel geregnet hatte, was so ein bisschen Wasser in diesem Land ausmacht ist schon faszinierend!
Gegen Mittag trafen wir in der Pension Uhland ein, hier hatten wir uns für die letzten beiden Nächte unseres Urlaubes eingebucht. Ursprünglich wollten wir nur eine Nacht dort bleiben und wären dann evtl. zwei Nächte in Kalkrand geblieben. Da wir jedoch bei unserer Ankunft gar keine Zeit in Windhoek verbracht hatten, entschieden wir uns letzten Endes doch nochmal um.
2010 war ich vor Beginn einer Gruppenreise alleine eine Nacht in Windhoek gewesen und hatte am ersten Tag die Stadt, vom Safari Court Hotel aus, zu Fuß hin und zurück „erkundet“. Damals hatte mir Windhoek echt gut gefallen und ich Markus einige Ecken dort zeigen… Im Nachhinein stand ich da wahrscheinlich unter dem Einfluss meiner Euphorie, das erste Mal in meinem Leben „endlich“ in Afrika zu sein… 🙄
Bei der Planung für unseren Windhoek Aufenthalt, war uns die Idee gekommen, einen Ausflug nach Katutura zu machen. Es gibt ja namenhafte Anbieter, bei denen man u.a. diese Touren buchen kann… Eine weitere Möglichkeit ist es, Katutura per Rad zu erkunden, allerdings starten die Touren relativ weit außerhalb und wir hätten die Fahrt dorthin und zurück organisieren müssen.
Dann entdeckte Markus auf der Homepage der Pension Uhland unter dem Menüpunkt „my Katutura“, dass Mitarbeiter der Pension, Führungen nach Katutura machen und ihre persönliche Einblicke in den Stadtteil vermitteln. Zwei Drittel des Preises erhält der "Tourführer" und das letzte Drittel kommt einem sozialen Projekt zugute. Das sagte uns zu und somit verzichteten wir auf eine Buchung bei einem kommerziellen Anbieter. Bedingung dafür war jedoch, dass wir für die Tour ein eigenes Auto benötigten und somit verlängerten wir die Mietdauer vorab um einen Tag.
An der Rezeption wurden wir herzlich von Charmaine in Empfang genommen, sie war wirklich gut drauf und scherzte mit uns rum… Statt eines Zimmers auf der Vorderseite, gab sie uns eins auf der Rückseite, dieses wäre viel, viel besser für Paare und ruhiger gelegen. Ok, sollte uns recht sein… 😎 Über den Pool sollten wir uns nicht wundern, dieser war kurzerhand in ein Bälleparadies umgewandelt worden – nun gut, für uns viel somit ein erfrischendes Bad aus, obwohl es bestimmt lustige Bilder ergeben hätte… 😄
Kurzum, das Zimmer war eine Mega-Enttäuschung! Im Vergleich zur Teufelskrallen Tented Lodge war es einfach und funktional eingerichtet – mehr hatten wir bei einer Standartzimmerbuchung natürlich auch nicht erwartet – allerdings war ich schon etwas angenervt, dass wir ca. 20 Mücken in dem Raum hatten. 😈 Diese flogen auf, sobald wir unsere Taschen abstellten. Ich machte kurzen Prozess und begab mich erstmal auf Mückenjagd. Nachdem wir die letzten Wochen – abgesehen von dem einen Bienenstich – unbeschadet überstanden hatten, hatten wir natürlich keine Lust, uns zum Abschluß noch „auffressen“ zu lassen… 😠
(die Bilder sind vom nächsten Morgen – so sahen die Betten bei unserer Ankunft selbstverständlich nicht aus…)
Markus schlug vor, nach einem anderen Zimmer zu fragen, aber nun war ich beleidigt und meinte, dass es schon ok wäre, nachdem ich nun hoffentlich alle Mücken erwischt hatte… Unsere Stimmung war getrübt, so hatten wir uns das Ende unseres Urlaubes nicht vorgestellt…. 😣 😗 Also machten wir uns erstmal auf den Weg Richtung City Centre. Allerdings wurden wir an der Rezeption von Charmaine auf meine Kamera angesprochen. Sie meinte, es wäre keine gute Idee, diese mit in die Stadt zu nehmen… Was war denn hier los?! 😕 Vor fünf Jahren war ich mutterseelen alleine hier unterwegs gewesen. Na gut, dann blieb die Kamera halt in der Pension… (dementsprechend gibt es auch kaum Bilder von unserem Ausflug, da mir das fotographieren mit dem Handy dann auch zu dämlich war!) 😗
Während ich die Kamera sicher verstaute, buchte Markus über Charmaine für abends einen Tisch im „Stellenbosch“. Es war ihre Empfehlung und da wir unser Auto nun ohnehin einen Tag länger hatten, wollten wir direkt am ersten Abend dorthin fahren. Joe’s Beerhouse stand dann also erst für den nächsten Abend auf dem Programm, das war ja auch fußläufig zu gut erreichen…
Wir liefen Richtung Stadtmitte, noch immer hing die Weihnachtsbeleuchtung an den Straßen – aber auch das kannte ich aus 2010 – für mich gehört das also einfach zu Windhoek dazu… 😛
So richtig wohl fühlten wir uns in der Stadt nicht - wahrscheinlich lag das an der Einsamkeit der letzten Wochen… wir besorgten uns im Infocenter also einen Stadtplan und machten uns auf den Weg zum Craft Market, den hatte ich bei meinem ersten Besuch nämlich noch nicht gesehen. Witzigerweise trafen wir dort auch unsere „Nachbarn“ aus der Teufelskrallen Lodge… Wie klein ist doch die Welt!
Aus den letzten Urlauben hatten wir uns immer jeweils ein geschnitztes Holztier mitgenommen, diese Sammlung sollte erweitert werden. Allerdings fanden wir nichts Richtiges – Elefanten und Nashörner hatten wir schließlich im Süden gar nicht gesehen, auch die Erdmännchen hatten wir nicht zu Gesicht bekommen und die Oryxauswahl überzeugte uns nicht. Da hatten wir auf der Reise schönere Modelle gesehen – aber leider nicht gekauft. 🙁 Also kam mir die Idee, Kissenbezüge zu ergattern und wir durchforsteten die Stände. Ziemlich zum Ende wurden wir fündig und gönnten uns zum Abschluss einen Mittagssnack im Craft Market.
Wir ergatterten einen Tisch in der Mitte der überdachten Terrasse und bestellten super leckere Milchshakes sowie Wraps bzw. Salat. Bis das Essen endlich kam, warteten wir bestimmt 45 Minuten und der Himmel zog sich deutlich zu. Schließlich begann es so stark zu regnen, dass wir selbst in der Mitte der Terrasse noch nass wurden. 😮 Zum Glück wurde ein Platz direkt an der Hauswand frei und wir zogen schnell um.
Natürlich freuten wir uns über den lang ersehnten Regen, wussten allerdings noch nicht wirklich, wie wir bei dem Wetter wieder zur Pension kommen sollten. Und ein wenig ärgerten wir uns, dass wir zu Fuß unterwegs waren und unser Auto daheim stand. Irgendwie passte nix zusammen an diesem Tag… 😣
Trotz meines Gesichtsausdrucks schmeckte der Kefir mit Zitrone topp! 😄
Irgendwann hörte der Regen dann doch wieder auf und wir kamen halbwegs trocken wieder in der Pension an.
Aufgrund unseres verspäteten Mittagssnack, um kurz nach vier, hatten wir eigentlich noch gar keinen richtigen Hunger, machten uns allerdings, angekommen in der Pension, quasi direkt wieder fertig. Nach 10 Tagen benutzte ich statt Kernseife erstmals wieder Shampoo – ein völlig neues Lebensgefühl! 🙂 Obwohl ich mir die Kernseifenwäsche im KTP im Vorfeld wirklich schlimmer vorgestellt hatte… 😄
Da die Strecke zum Stellenbosch nur einige Kilometer betrug, fuhren wir um ca. viertel vor sieben los. Der Tisch war für 19.00h reserviert… Ok, links raus, dann rechts, wieder rechts… wir fuhren am Joe’s Beerhouse vorbei. Irgendwo in dieser Ecke hielt ein Auto vor uns links an und jemand stieg ein oder aus. Nachdem wir vorbei fuhren, fuhr auch das Auto wieder los – soweit so gut… Wir konzentrierten uns also, angekommen auf dem Sam Nujoma Drive, auf die im Internet angegebene Hausnummer des Stellenbosch'.
Doch wir fanden die angegebene Nummer nicht… 🤨 Irgendwann gab es eine „Lücke“ in der Numerierung und nach einiger Zeit ging es mit höheren Nummern weiter. Aber in der logischen „Lücke“ entdeckten wir nix, was annähernd einem Restaurant ähnlich sah. So fuhren wir ein ganzes Stück die Straße entlang und drehten irgendwann. Verwundert stellten wir fest, dass uns das Auto immer noch folgte und dabei fiel uns auf, dass es kein Nummernschild hatte. Was war da los?! Wir fuhren Richtung Stadt und drehten erneut… Das Auto drehte ebenfalls.... 😕
In dem Bereich der „Hausnummernlücke“ hielt Markus an und stieg aus, um sich die einzig mögliche Location näher anzusehen… Mir stockte der Atem, als der andere Wagen ebenfalls anhielt und ich dachte, jeden Moment springen drei Männer raus und es ist vorbei mit lustig… 🙄 Aber zum Glück passierte nix und ich war heilfroh, als Markus wieder im Auto saß und wir weiter fuhren. Da uns das Auto wieder folgte, drehten wir erneut genervt um und sie taten es uns nach. 😠 Bei unserem zweimaligen Auf- und Abfahren hatten wir jedoch eine Polizeistation an der Straße gesehen. Dort hielten wir an und tatsächlich – unsere „Verfolger“ fuhren weiter und wir hatten endlich unsere Ruhe…. 😈
Leider konnten uns die Polizisten bezüglich des Stellenbosch auch nicht weiterhelfen – ja, was war denn hier los?! Das Restaurant stand bei Tripadvisor auf dem ersten Platz und wir fanden es nicht und niemand kannte den Weg?! 😣
Genervt fuhren wir zurück zur Pension – mittlerweile war es bereits deutlich nach sieben. Während Markus mit Charmain sprach und sie nochmal im Restaurant anrief, um unsere Reservierung aufrecht zu halten, bemerkte ich über die Wlan Verbindung, dass wir einen Zahlendreher in der Hausnummer hatten. 😄 Trotz allem hatten wir es bei mehrfachem Abfahren nicht entdeckt. 😕
Wir machten uns also erneut auf den Weg und hielten in Höhe der angegebenen Hausnummer auf einem Parkplatz am Straßenrand an. Ein Security Guy konnte uns schließlich weiterhelfen und wer das Stellenbosch schon einmal besucht hat, weiß natürlich auch, dass es etwas versteckt in einem Caree liegt und die Einfahrt nur über eine Seitenstraße zu erreichen ist… 😉
Nun war es schnell gefunden und wir wurden herzlich begrüßt und erhielten einen ruhigen Tisch am Rande des hübschen Innenhofes. Auch das Essen war köstlich und nach den vielen Steaks der letzten Wochen gab es ein Fischgericht für Markus und ein Curry für mich. Wir genossen die fast mediterrane Atmosphäre. Dazu eine gute Flasche Chardonnay und wir waren wieder versöhnt, mit uns, mit Windhoek, mit der Welt… 😘
Fahrtstrecke: ca. 200 km
Teil 3311. Mai 2016
08.01.2016 – Windhoek/Katutura Tour
Aufgrund der „Verfolgungsfahrt“ am Abend vorher, schliefen wir lieber mit geschlossenen Terrassentüren – und wieder einmal war es ziemlich warm. 😣 Obwohl die Tage während unseres Aufenthalts in Windhoek deutlich kühler waren, als z. B. im KTP oder Fishriver Canyon, war durch den Niederschlag die Luftfeuchtigkeit höher und somit schwülwarm.
Zwar hatten uns die Mücken wider Erwarten nicht genervt, dennoch fragten wir an der Rezeption, ob wir für die letzte Nacht ein anderes Zimmer bekommen könnten… Glück gehabt! Ein Upgrade war möglich und sie wollten die Sachen rüber bringen, während wir unterwegs waren. Unsere zweite Kamera, die Ausweise und andere wichtige Dinge deponierten wir währenddessen an der Rezeption.
Dann frühstückten wir in aller Ruhe. Charmaine hatte uns am Abend vorher zwar gesagt, dass wir auch in Katutura frühstücken könnten, aber darauf wollten wir uns nicht komplett verlassen… 🙄
Bevor es losging packten wir noch unsere Einkaufstasche und verstauten alle restlichen haltbaren Lebensmittel darin, wie Kekse, Kaffee, Tee, div. Dosen, Cracker. Falls möglich, wollten wir sie jemandem zukommen lassen, bevor wir alles entsorgten…
Pünktlich um halb zehn erschien Chanelle und wir starteten unsere Tour. Markus saß auf der „Papa side“, sie auf der „Mama side“ und ich – auf der Rückbank! 😛
Nachdem die neuen "Richtungsnamen" erläutert waren, verließen wir die Stadt Richtung Katutura. Auf dem Weg erklärte Chanelle uns einiges, an dem wir während der Fahrt vorbeikamen und es war sehr unterhaltsam. Ich machte währenddessen ein paar Bilder, was aufgrund der neuen Situation aus dem „background“ gar nicht so einfach war…
Bald kamen wir an einer Hauptstraße in Katutura an und alles wurde etwas chaotischer.
Doch dann ging es rechts ab und wir fuhren einen Feldweg entlang.
Zuerst waren wir etwas überrascht, doch Chanelle zeigte uns das Areal des Penduka Projects (www.penduka.com). Witzigerweise startet ab hier auch die geführte Fahrradtour durch Katutura, über die wir uns im Vorfeld informiert hatten…
Frauen haben in Namibia einen niedrigen sozialen Status und dadurch oft schlechte Chancen, eine Arbeit zu finden. Das führt dazu, dass sie und ihre Familien in Armut leben – ein Teufelskreis, der durch gesundheitliche Probleme häufig verstärkt wird. Viele von ihnen leben mit Krankheiten wie Tuberkulose oder HIV/AIDS oder einer Behinderung. Penduka versucht, diesen negativen Kreislauf zu durchbrechen und diesen Frauen zu helfen, ein besseres Leben zu führen: Die Organisation schafft Arbeitsplätze und gibt ihnen eine Perspektive. Die Frauen bekommen ein regelmäßiges Einkommen und können für ihre Familien sorgen. Das verschafft ihnen Respekt in ihrem sozialen Umfeld – so wächst ihr Selbstbewusstsein / und steigert ihr Selbstvertrauen. Penduka ist eine nichtstaatliche Entwicklungsorganisation, die mit und für die Frauen in Namibia arbeitet. Sie hat ihren Sitz in Katutura, dem ehemaligen schwarzen Township von Windhoek, der Hauptstadt Namibias….
Idyllisch gelegen befinden sich hier neben der Werkstatt und einem Souvenirladen, auch ein Konferenzraum und verschiedene Unterkünfte.
Fast bedauerten wir es ein wenig, dass wir nicht hier unsere letzte Nächte in Windhoek verbringen konnten. Das war doch gleich viel afrikanischer und ruhiger, als das Hotel Uhland! 🙂
Zumindest das letzte Panoramabild des Urlaubes gehört diesem Ort…
Chanelle erzählte uns, dass auf diesem Steg Hochzeiten gehalten werden und wir konnten es uns bildlich vorstellen. Ein schöner Ort, so nah an der wuseligen Stadt.
Diese Ground agama lief uns bei unserem Rundgang über den Weg.
Das „Flaschenhaus“ konnten wir leider nicht besichtigen, da es zu dem Zeitpunkt vermietet war (ein wenig erinnerte uns die Vorliebe zu Glas an das Owl House in Nieu Bethesda….) 😉
Es gab verschiedene Bauten, die für unterschiedliche Zeremonien genutzt werden/wurden.
Einen Souvenierladen gab es auch - und ich ärgerte mich, dass wir unsere Kissenbezüge bereits am Vortag im Craft Market gekauft hatten. Hier gab es richtig viele schöne Dinge… Nun gut, zumindest ein weiterer bestickter Bezug musste also noch mit… 😛
Auch den Innenraum der Werkstatt konnten wir uns ansehen, hier wird z. B. Altglas zu neuen Glaskugeln geformt und verarbeitet. Daraus entstehen indivdiduelle Schlüsselanhänger, Ketten etc. Der Produktionsprozess ist auf den Außenwänden liebevoll dargestellt. Eine taubstumme Dame trafen wir bei der Arbeit an, ansonsten war es an diesem Tag sehr ruhig…
Einen Brennofen gibt’s natürlich auch, in den Vertiefungen werden die neuen Glaskugeln gebrannt.
Wir überlegten kurz, ob wir auf den letzten Metern noch auf einen Landy umsteigen sollten – ließen es dann aber doch lieber sein… 😄
Die Fahrt mit Chanelle ging weiter und wir fuhren zum „Soweto Market“…
Wir parkten unser Auto und verschlossen die Türen, ohne irgendetwas Sichtbares im Wagen liegen zu haben – viel dabei hatten wir an diesem Tag ohnehin nicht… Sicherheitshalber fragte ich Chanelle, was ich mit der Kamera machen sollte, aber sie meinte, ich könne sie ruhig mitnehmen – Really?! 😕 🤨
Wieder etwas gelernt, in Windhuk City sollte man besser keine Kamera dabei haben, in Katutura war das wiederum ok! Aber gut, heute waren wir auch in Begleitung einer selbstbewussten einheimischen Dame unterwegs… 🙂
Insgesamt machte der Soweto Market einen ziemlich ruhigen Eindruck auf uns. Nun gut, es war ein Freitagvormittag, aber viele Shops hatten noch geschlossen… Lediglich bei den Hairdresser war ordentlich etwas los – in fast jeder Hütte ließ sich ein Mädel Haare (ein-)flechten.
Chanelle erklärte uns, dass dies ein Statussymbol für die schwarze Bevölkerung sei und viele Wert darauf legten. Sie selber trug ihre Haare jedoch seit Jahren lieber kurz. Außerdem erzählte sie uns von ihren drei Kindern und dass sie auf alle Fälle noch ein viertes haben wollte…
Wie man bei uns Telefonkarten mit Guthaben erhält, kauft man hier Guthabenkarten für fließendes Wasser. Da viele hier über kein geregeltes Einkommen verfügen, gibt es keine Langzeitverträge für Strom und Wasser wie bei uns. Es war sehr interessant, einen Einblick in das tägliche Leben und die Umstände zu erhalten.
Wohlbehalten kamen wir wieder am Auto an und setzten unseren Weg fort. Chanelle lotste uns zu einem Haus in einer Sackgasse, in dem ein Kinderhort untergebracht ist. Auch zwei ihrer Kinder gingen hierher, wenn sie und ihr Mann arbeiteten. Dort übergaben wir unsere „Spartüte“ einer älteren zahnlosen Dame, die sich herzlich für die wenigen Dinge bedankte. Uns war es fast ein wenig unangenehm, wie sie sich freute und in dem Moment verzichtete ich lieber darauf, Fotos zu machen… 😊
Ein allgegenwärtiger Handyladen… 😁
Entlang der Straße gab es viele Meat Cutter… Sie zerlegen gegen ein paar Dollar Entgeld fachgerecht Fleisch. Dies läuft nicht ohne eine offizielle Genehmigung. Auch hier hat alles hat seine Ordnung… 😕 Wer ohne Erlaubnis ein Gewerbe öffnet, dem wird es auch hier wieder schnell weggenommen.
Unsere letzte Station der Tour war der Oshetu Community Market.
Wieder parkten wir unser Auto an einem vermeintlich sicheren Platz und auch hier konnte ich meine Kamera mitnehmen. 🙂
Es war deutlich mehr los, aber dennoch waren nicht alle „Stände“ geöffnet.
Wir wunderten uns, dass die meisten Stände verlassen dalagen und wir entspannt durch die Reihen gehen und uns die Auslagen ansehen konnten (kein Vergleich z.B. zu arabischen Märkten, auf denen man von allen Seiten belagert und belabert wird…). 😉
Chanelle bot uns an, die Mopani Würmer später in der Pension für uns zubereiten zu lassen, doch wir lehnten dankend ab und verpassten somit ein wohlmöglich (einmaliges) Angebot?! 😛
Während im Inneren der Halle das Fleisch von ganzen Rindern zerlegt wurde und ohne Kühlung bei der Wärme und von einigen Fliegen besetzt rumlag, wurde am Rande fleißig gegrillt.
An einem Stand "gönnten" wir uns trotz aller fehlenden Hygienestandarts zaghaft eine Portion Kapana (grilled meat).
Es wird direkt vom offenen Feuer in einem Schälchen serviert und man kann im Stehen die Fleischstreifen in eine Pappbox mit einer Gewürzmischung dippen.
Was soll ich sagen?! Das war so lecker, dass wir eine weitere, größere Portion orderten. 🤩 Auch hier war es auffällig, dass wir als einzige Weiße weder komisch beäugt wurden, noch sich die „Nachbargriller“ in den Vordergrund spielten… Alles lief ganz relaxed ab. 😎
Mit unserer Portion Kapana ging es weiter zu einem Stand mit Erfrischungsgetränken. Wir suchten uns jeder ein gekühltes Getränk aus und Markus zahlte. Dann verschwand die Frau mit dem Geld. Ich hatte das gar nicht richtig mitbekommen und wunderte mich, warum wir dort weiter warteten. Nach einigen Minuten tauchte ein junges Mädchen auf und brachte tatsächlich Wechselgeld. Anscheinend hatte es da einen Engpass gegeben... 😄
Lachend verabschiedeten wir uns und verspeisten unseren Snack gemeinsam mit Chanelle während der Fahrt. Wir waren fast ein wenig enttäuscht, Katutura schon wieder zu verlassen, so langsam waren wir mutiger geworden… 😉
Doch bei all dem friedlichen Anschein, den diese Stadt auf uns machte, beteuerte Chanelle, dass auch sie abends gewisse Ecken niemals betreten würde… 😣 Wir waren froh, diesen Ausflug mit ihr gemacht zu haben und einen (kleinen) Einblick in dieses Viertel bekommen zu haben, das Ganze war zudem auf eine sehr nette Art geschehen und wir bedankten uns bei unserer Heimkehr in der Pension herzlich und gaben ihr ein ordentliches Trinkgeld. Das hatte sie sich wirklich verdient! 🙂
Gegen halb eins waren wir zurück in der Pension Uhland und unser Gepäck war inzwischen umgezogen. Wir hatten nun die Nummer 19 erhalten und das Zimmer war eine sehr positive Überraschung im Vergleich zur Nummer fünf vorher.
Es gab sogar eine Klimaanlage und die lief auf Hochtouren – ich schaltete sie erstmal ab, als Markus kurz zu Toilette war. Doch leider wurde ich direkt erwischt! 😣 Das einzige Mal auf unserer Reise einigten wir uns also darauf, die Klimaanlage anzulassen… 🙄 bezüglich der Temperatur versuchte ich jedoch alle Tricks, sie immer etwas höher zu stellen, damit es nicht zu kalt war. 😉
Bevor es zum "Temperatur-Stress" kam, stand nun jedoch erstmal die Autorückgabe an. Wir vergewisserten uns, dass wirklich alles ausgeräumt war – aber wie sollten wir die ganzen Sachen am nächsten Tag bloß wieder in unsere Reisetaschen bekommen?! 😕
Dann ging es, die uns nun bekannte Strecke, zur Pettenkofer Straße und somit zu AFRICAN TRACKS 4X4 CAR HIRE, zurück. Wiebke begrüßte uns wie beim Anreisetag und nach einem kurzen Check übergaben wir ihr die Schlüssel unseres treuen Hilux. 74.407 km hatte er bei unserer Abgabe auf dem Tacho – in den letzten 3 Wochen hatte er uns somit 4.420 km über Schotter-, Sand- und Steinpad gebracht und das ohne Murren oder einen Platten. Fast wehmütig ließen wir ihn nun dort stehen… 😐
Die Übergabe verlief fix – der Steinschlag und alle weiteren Kratzer wurden ohne Wimpernzucken aufgenommen – Dank unserer all-in Versicherung - und wir verabredeten mit Wiebke, dass uns am nächsten Morgen ein Fahrer um 9:30h abholen sollte und sie rief nach einem Mitarbeiter, der uns nun zum Hotel fahren sollte. Wir winkten jedoch ab und erklärten ihr, dass wir den Weg zurück laufen wollten, was sie wiederum erstaunt zur Kenntnis nahm.
Ein wenig wollten wir dann doch noch von Windhoek sehen und so liefen wir in der Mittagshitze die B1 entlang bis zum Übergang und machten noch einen kurzen Abstecher zum Bahnhof. 🙄
Aufgrund der brennenden Temperaturen ging es dann jedoch auf schnellsten Weg zurück. Da der Pool immer noch ein Ballparadies war, sahen wir erneut von einem erfrischenden Bad ab und gönnten uns dafür einen ausgedehnten Mittagsschlaf in unserer „Kühlkammer“… 😉
Für den Abend hatten wir einen Tisch im Joe’s Beerhouse reserviert, ich kannte es bereits von meinem letzten Namibiaaufenthalt und nun sollte auch Markus es kennenlernen.
Da es fußläufig von der Pension zu erreichen ist, machten wir uns kurz vor sieben auf den Weg und kamen dieses Mal auch ohne Zwischenfälle an. 😛
Es war brechend voll und wir erhielten ein Tisch am Rand, was uns jedoch ganz gut gefiel, da wir so nicht inmitten des Trubels saßen.
Ein letztes Mal gönnten wir uns Austern und Oryx Carpaccio zur Vorspeise sowie Steak und Oryx Steak als Hauptgang.
Im Vergleich zu anderen Stationen dieser Reise war das Essen keine kulinarische Offenbarung, einem Abschlußabend war es mit etlichen Bieren und einigen Springböcken dann dennoch würdig. 😁 Auch der Kellner Horacio war sehr nett und wurde mit einem guten Trinkgeld belohnt. Vor lauter Freude klappte es dann jedoch mit dem Bezahlen nicht so richtig… was jedoch nicht an ihm lag, sondern an mir, da ich zweimal versuchte, Markus‘ PIN bei meiner Kreditkarte einzugeben… 😕 🤪 Glücklicherweise entdeckten wir den Fehler dann doch und alles lief glatt.
Wieder in der Pension Uhland angekommen, tranken wir auf unserer Außentreppe das letzte Savannah und waren einerseits etwas traurig, dass der schöne Urlaub nun vorbei war… 🙁 andererseits froh, dass alles so gut geklappt hatte und glücklich über die wundervolle Zeit und die tollen Sichtungen, die wir hatten… 😊
Teil 3418. Mai 2016
09.01.2016 Abreise und Heimflug
Noch einmal frühstückten wir im Hotel Uhland, bevor uns pünktlich um 09:30h, der Fahrer von African Tracks abholte. Nach 3 Wochen ging es im humanen Tempo wieder zurück zum Flughafen und wir konnten in aller Ruhe einchecken.
Mit South African Airlines ging es gegen 12:40h von Windhoek nach Johannesburg. Hier hatten wir einige Stunden Aufenthalt, die ich jedoch zum größten Teil mit gemütlichen Rumstöbern in diversen Souvenirläden verbrachte… 😗 Das ein oder andere Teil fand so also noch den Weg in den Lufthansa Flieger. 😄 🤪
Während die Stunden vergingen, schien die Welt in Johannesburg unterzugehen! 😵 Es regnete wie aus Kübeln und der Flug hatte letzten Endes auch noch Verspätung. 😣
Irgendwann ging es am Abend dann doch los und ohne weitere Zwischenfälle landeten wir am Sonntagmorgen gegen halb sechs in Frankfurt. Dort ging es, wie auf dem Hinweg, mit der Bahn weiter zu meiner Schwester, wo wir mal wieder ein frühes Frühstück bekamen und von dort unseren Heimweg mit dem Auto fortsetzten… 🙂
Unser Fazit:
Alles in allem war es ein super Urlaub 🙂 , ohne Pannen und größere Zwischenfälle! Die Landschaft hatte uns - trotz der extremen Hitze und Trockenheit - sehr beeindruckt und die Menschen waren allesamt freundlich gewesen. Weder mit dem Auto noch mit den Tankmöglichkeiten hatten wir irgendwelche Probleme gehabt und auch Bargeld hatten wir immer ausreichend dabei. 😄 Ja, und was die Sichtungen anging, waren wir auch hier sehr verwöhnt worden und höchst zufrieden!!! 😘 😘
Bezüglich der einzelnen Stationen, hier noch ein kurzes Feedback:
• Swakopmund-Namib Guesthouse : nettes B&B, sauber und modern eingerichtet, gutes Frühstück, nicht im Zentrum, aber alles alles fußläufig zu erreichen. • Swakopmund – Batis Birding Safari: toller Guide und ein super Ausflug – würden wir jederzeit wieder buchen! • Sesriem- Desert Camp: Zeltfeeling, sehr authentisch, super sauber, tolle Lage! Frühstückskorb als auch das Essen in der Hauptlodge ist empfehlenswert. • Tirasberge - Farm Gunsbewys: recht einfache Unterkunft, aber ein wunderschönes Fleckchen Erde! Wir waren etwas traurig, Frau Gräbner nicht kennengelernt zu haben; auf alle Fälle sollte man den Morning Walk mitmachen! • Alte Loge – Lüderitz: Guesthouse mit Familienanschluß! Wir hatten extrem viel Glück, dass wir die Weihnachtstag mit Beate und Günther und ihrer Familie verbringen durften und zudem weitere nette Gäste dort kennengelernt haben. Besser hätte das Weihnachtsfest in der Ferne nicht sein können! • Fishriver Canyon - Canon Lodge: tolle Lodge; kleine, aber feine Chalets (hohe Nummer buchen!), Landschaftlich ist es ein Traum, 2 Tage hätten hier evtl. auch gereicht • Mesosaurus (Keetmanshoop): einfache Unterkünfte, aber es gibt alles, was man braucht. Unbedingt die Tour zu den Fossilien und den Köcherbäumen machen! • KTP – Kalahari Tented Camp: Die Zelte sind sehr geräumig und sauber; wie bei Sanparks gewohnt, ist in der Küche alles vorhanden, was man benötigt. Man sieht seine Nachbarn nicht groß, aber wenn man Pech hat, kann man sie hören… Sicht zum Wasserloch: die Nr. 7 ist besser als die am Rand gelegene Nr.2. • KTP-Kieliekrankie: tolle Unterkunft in den roten Dünen, die Ausstattung ist für ein staatliches Camp geradezu luxeriös; netter und fürsorglicher Guide; abgesehen von unserem Bienenproblem – Top! • KTP-Nossob: nie wieder 5b – alles andere können wir nicht beurteilen; das Wasserloch war sehr ergiebig und mit dem kleinen Shop, der Tankstelle und dem recht schönen Pool, ist ansonsten alles vorhanden, was man braucht. • KTP-Urikaruus: unser neues Lieblingscamp! Teilweise ist es etwas in die Jahre gekommen, aber die Erlebnisse und Sichtungen haben das alles mehr als wett gemacht… sehr netter Guide! • Kalkrand Teufelskrallen Lodge: Die Zeltunterkünfte sind sehr hübsch, das Essen im Haupthaus ist gut; bei uns ist der Funke nur nicht so richtig übergesprungen, aber das lag wohl an den Erlebnissen im KTP. Wäre es die erste oder zweite Unterkunft unserer Reise gewesen, wären wir sicherlich begeistert(er). • Windhoek – Pension/Hotel Uhland: hmmm, das ist wohl die einzige Unterkunft unserer gesamten Reise, die wir nicht nochmal buchen würden. Und wenn, dann nur das zweite Zimmer! Zu 99% würden wir jedoch beim nächsten Mal eine Unterkunft weiter draußen mit mehr Flair bevorzugen. Empfehlenswert ist allerdings die Tour mit einem Mitarbeiter nach Katutura! • Auto-African Tracks: unkompliziert, alles prima, super Reifen, keine Probleme, gerne wieder!
Etwas unglücklich war unser spät gebuchter Rückflug über Johannesburg, dadurch haben wir künstlich einen Tag mehr in Windhoek verbracht und waren auf dem Rückweg (gefühlt) ewig unterwegs. 🙄 Bezüglich der Flüge an sich, gab es jedoch nix zu meckern.
...
So, dass war es nun… 🙁 Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmal ganz herzlich bei allen Mitreisenden und deren Feedback, Danke-Button-Drückern und auch bei den stillen Mitlesern. Es ist toll, dass ihr uns so tapfer begleitet habt, denn oftmals hat uns euer Feedback beim (Weiter-)Schreiben motiviert... 🙂 😊 😘
Die Reise beim Schreiben quasi nochmal zu erleben, hat einen unfassbaren Wert – und trotzdem bin ich froh, dass es nun geschafft ist!!! 😄 😛
Mein persönliches Zeitlimit habe ich zum Glück gerade noch so einhalten können und nun gibt es auch schon eine neue Aufgabe: Taschen packen… 😉 😗 Am Freitag geht es nämlich (endlich) wieder los!!! 🤩 🤩 🤩