Hallo, dieses Jahr wollten wir Südafrika endlich eine 2. Chance geben, nachdem unsere 1. Reise 1997 entlang der Gardenroute nicht überzeugen konnte (war uns nach Namibia nicht „afrikanisch“).
Unsere diesjährige Reise (Mitte August-Mitte September, 22 Ü) durch ein Land mit herzlichen Menschen, atemberaubender Natur und vielen schönen Tieren begeisterte uns diesmal jeden Tag aufs Neue. Wir reisten wieder zu Viert.
Ich möchte euch gerne unsere Unterkünfte und einige Aktivitäten/Episoden unserer Südafrikareise näher vorstellen. Vielleicht ist der ein oder andere Tipp für euch dabei!
Flug: Emirates Hamburg – Dubai (Stopver)
Dubai, sonnig 45° (gefühlte 70°): 1 Ü Jumeirah Creekside Hotel Nahe am Airport, sehr große, penibel saubere und chice Zimmer (Suiten), gratis Minibar , irrer Infinty-Pool auf dem Dach, der in die Hotellobby ragt, sehr großer Außenpool- und gepflegte Gartenanlage, Wahnsinns-Frühstücksbüffet, sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis 100% Weiterempfehlung, auch weil man hier für 24 Std. bezahlt. Das heißt, wir checkten 1 Uhr ein und hätten bis 0:59 am nächsten Tag bleiben können.
Für mich war es der 2. Besuch von Dubai. Wir sind mit dem Taxi alle Ziele angefahren: Palmeninsel, Besuch Atlantis Hotel mit Aquarium, Weiterfahrt zum Jumeirah Dar Al Masyaf at Madinat Hotelkomplex mit toller Aussicht auf das Burj al Arab, Nachmittag/Abends Besuch der stylischen Neos Bar im Hotel „The Adress“ mit Traumblick auf Dubai, auf das Burj Khalifa und die Wasserfontänen. Die Bar ist eine Topempfehlung! Man kann sich die Auffahrt Burj Khalifa wirklich sparen, wenn man eine Reservierung in dieser Bar (63. Etage) hat.
1/5tel des Dachpools hängt in der Lobby 🤩
Gegen 23 Uhr Flug mit Emirats nach Johannesburg, weiter mit South African Airlink nach Nelspruit (Kruger Airport)
Teil 215. Okt. 2015
4 Übernachtungen Thokozani Lodge – „5 Tage Afrika kompakt Paket“ gebucht.
Gegen 11 Uhr landen wir in Nelspruit und das Abenteuer Südafrika kann beginnen. Holger, Gastgeber der Thokozani Lodge holt uns vereinbarungsgemäß ab (ist im Afrika-kompakt Paket enthalten). Es sind nur 10-15 Fahrt bis zu seiner Lodge. Ein kleines Paradies erwartet uns. Nach einem Drink zeigt er uns die Anlage und unser Zuhause für die nächsten 4 Nächte. Es gefällt uns auf Anhieb, auch Holger ist uns sofort sympathisch. Wir haben uns für dieses Paket entschieden, um erst Mal in Ruhe anzukommen, nicht selber fahren zu müssen etc. Und es war die richtige Entscheidung, auch weil ein optimales Preis-Leistungsverhältnis.
Unser Holzhaus
Wir haben aber nicht viel Zeit zum ausruhen, denn wir werden gegen 13.30 Uhr zu einer 1. Safari mit Dinner im Sabi Sand Reserve abgeholt. Dieses hatte uns Holger als Schmankerl angeboten – ui, in das berühmte Sabi Sand, das kann man nicht ablehnen. Sabi Sand lässt eigentlich keine Privatbesucher zu, aber Holger hat „Vitamin B“ 😉 Die Fahrt dauert ca. 1 Std. und wir dösen vor uns hin. Bei der Einfahrt sind wir aber wieder hellwach.
Wir fahren zur Umkumbe Lodge. Genießen auf dem Aussichtsdeck bei Kaffee/Tee und Kuchen/Torte den Traumblick auf den Sabi Fluß. Elefanten und Antilopen grasen unweit. Sehr schön hier – eine Oase der Ruhe und Friedlichkeit. Dann geht’s zur 1. Safari unseres Urlaubes. Kaum los gefahren stehen wir zwischen 3 Nashörnern – wow
Weitere Schönheiten folgen
Später stehen wir in einer großen Elefantenherde, traumhaft und das alles nachdem wir erst seit heute Vormittag in Südafrika sind.
Dann ist es Zeit für den 1. Sundowner Gin-Tonic unseres Urlaubs. Wir genießen ihn und atmen tief die frische Luft Südafrikas ein.
Im Dunkeln geht es an einer Gruppe von Nashörnern vorbei. Der Tracker machte uns später noch auf einen Leoparden im Baum aufmerksam – es war aber viel zu dunkel für Fotos. Zurück in der Umkumbe Lodge wärmten wir uns erst am offenen Feuer und werden dann mit einem Büfett köstlich bewirtet.
Gegen 21 Uhr fuhr uns der Freund von Holger (guide im Sabi Sand) wieder zur Thokozani Lodge.
Noch ein Schlummertrunk mit Holger und wir schlafen bald müde und sehr zufrieden, nach einem erlebnisreichen 1. Tag in Südafrika, ein.
Die innere Uhr ist im Afrikamodus programmiert und entlässt mich bereits 5 Uhr aus den Federn. Da Kaffee/Tee in unserem Bungalow zur Verfügung steht, genieße ich den heißen Trunk auf unserer großen Terrasse. Ein Spaziergang durch den Garten lässt den nahen Frühling ahnen.
Bei dem schmackhaften Frühstück besprechen wir den weiteren Tagesablauf. 8:00 Uhr begrüßt uns Jessica, unser guide für die nächsten Tage. Die Chemie passt auf Anhieb. Sie hat sich ihren Traum verwirklicht und lebt seit einigen Jahren in Südafrika, um mit Tieren zu arbeiten (Spezialgebiet Primaten). Außerdem ist sie ausgebildeter Krügerpark guide. Sehr interessante Persönlichkeit, mit sehr viel Hintergrundwissen.
Mit Holgers VW-Bus geht’s durch riesige Wälder, angeblich die größten von Menschen geschaffenen Wälder der Welt, Richtung Sabie. Unsere 1. Station ist der herrliche Lone Creek Fall. Ein schöner Rundweg führt uns zum Wasserfall.
Ein weiterer Wasserfall will von uns fotografiert werden (Name?)
Unsere Fahrt führt uns durch das hübsche Städtchen Graskop. Ich verabrede mit Jessica auf dem Rückweg hier zu halten, um in einem der schönen Straßencafes das Treiben ein bisschen zu beobachten. Da es heute ziemlich diesig ist, fahren wir zuerst zu den Bourke's Luck Potholes und nicht wie geplant zum Blyde River Canyon. Wir hoffen, dass es später etwas mehr aufklart und wir eine bessere Sicht haben. Die Bourke's Luck Potholes sind durch Wassererosion entstanden und ein wahres Wunderwerk der Natur. Bis zu 6 m tiefe Löcher haben sich durch Kiesel/Sand in das Granitstein gebohrt. Ein toller Rundweg, ca. 1km, führt uns herum.
Heute sind viele Schulklassen unterwegs. Mich beeindruckt diese ungezwungene, herzliche Art der Kinder immer wieder.
Nach einer Colapause geht’s im Auto zum Blyde River Canyon. Dieses ist sicherlich eines landschaftlichen Höhepunkte Südafrikas. Leider ist die Sicht heute nicht so toll. Auch die Three Rondavels liegen im Dunst. Den Ausblick genießen wir trotzdem.
Auf dem Weg zum God's Windows halten wir noch an einem schönen Wasserfall (Lisbon Falls?)
Auf einem kleinen Markt am Wasserfall ruft eine wunderhübsche Schale nach mir: „nimm mich mit – nimm mich mit“ – ich kann dem Flehen nicht widerstehen und trete in Verhandlung mit der Eigentümerin, bald ist die Schale sicher vor den Blicken anderer in meinem Rücksack.
Am God's Window wartet schon die Schulklasse freudestrahlend auf uns.
Nach einer Kaffeepause in Graskop sind wir gegen 17 Uhr zurück in der Thokozani Lodge. Verabschieden uns herzlich von Jessica, schlendern ein bisschen durch den gepflegten Garten und schauen unser Domizil genauer an.
Gegen 19 Uhr bittet uns Holger zum Dinner. Im geschmackvollen Salon sind die Tische schön gedeckt, Kerzen brennen und das Kaminfeuer lodert. Es schmeckt uns hervorragend. Später sitzen wir noch 1-2 Stunden mit Holger zusammen. Sehr angenehmer Gesprächspartner.
Ein wunderschöner Tag geht langsam zu Ende und wir kuscheln uns in das mit einer Wärmeflasche wohlige Bett. Jessica wird uns morgen früh schon 5 Uhr zur Tour in den Krüger Park abholen...
Teil 417. Okt. 2015
22.08.15 – Thokozani Lodge Tagesausflug in den Krüger Nationalpark
4:30 Uhr klingelt uns der Wecker aus dem Bett. Dusche und Kaffee wecken schnell unsere Lebensgeister und kurz vor 5 Uhr stehen wir bei Holger auf der Matte.
Jessica begrüßt uns kurze Zeit später im Winterlook (Mütze, Schal, Handschuhe). Es ist auch wirklich noch sehr kalt, aber das Auto hat ja Heizung und wir fahren nicht offen. Holger lädt noch 2 große Kühlboxen ins Auto mit allerlei Essen und Getränke und wünscht uns viel Spaß.
Voller Vorfreude fährt uns Jessica in einer reichlichen halben Stunde, wieder durch endlose dunkle Wälder, zum Numbi Gate - Krüger NP. Wir sind das. 2 Fahrzeug und das Gate wird gerade geöffnet (6:00 Uhr). Jessica erledigt alle Formalitäten. Direkt am Gate werden wir von einem Zebra begrüßt.
Wir fahren ca. 1 Minute, Jessica erläutert gerade einige Fakten zum Krüger, stoppt sie abrupt den Wagen und meint, nee...jaaa ein Leopard. Das gibt’s doch nicht – da sitzt ein Leopard. Er hat irgendwas von seiner Anhöhe aus beobachtet.
Er dreht sich leider keinmal zu uns um und bietet uns nur seinen schönen Rücken an.
Na wenn diese Sichtung nicht einen Traumtag im Krüger verspricht...
Wir fahren die H1 Richtung Skukza. Ich bin erstaunt, so viele Tiere zu sehen. Auch unsere Freunde hätten das so nicht erwartet. Jessica kennt natürlich alle Tiere und ist nun ganz in ihrem Element.
Kurz vor der Abzweigung H3 kreuzt ein Nashorn die Straße. Nee, was haben wir denn für Glück.
Wir beobachten es eine Weile und wieder ist es Jessica die sagt, guckt mal näher hin, da sind noch mehr im Gebüsch. Ich sehe nur Hügel...ups, tatsächlich 5 Nashörner grasen friedlich. Ich bewundere Jessica's „Adleraugen“. Unsere müssen unbedingt für unsere Eigenreise durch den Krüger noch geschult werden.
Es wird Zeit fürs Frühstück und wir fahren das Skukuza Camp an. Ein ziemlich großes Camp, aber mit einem tollen Ausblich auf den Sabie Fluß. Gleich am Eingang wärmen sich die Warzenschweine in der Sonne.
Die Männer schleppen die beiden Boxen zur Aussichtsterrasse und beginnen auszupacken. Es gibt Sandwich mit Käse,Wurst oder Schinken, geschnippelte Paprika, Tomaten, Gurken, gekochte Eier, Kaffee und Tee, außerdem Obst und kalte Getränke. Holger meint es wirklich sehr gut mit uns...So verbringen wir ca. 1 Std. mit viiiiel essen, quatschen und Aussicht genießen.
Aber der Morgen macht Lust auf mehr – viel mehr. So geht’s dann auch bald wieder auf Pirsch. Jessica zeigt uns auf der Karte den geplanten Rundweg: H1 – H 12 – H4.
Am Fluß liegen müde Krokodile
Kudos kreuzen immer wieder unseren Weg.
Viele Flußpferde baden.
Ein Wasserbock wünscht ein Portraitfoto.
Plötzlich stopt Jessica, Löwen am Fluß...leider kommen wir nicht näher ran.
Was haben wir für ein Glück. Und es wird noch besser... Unsere Augen sind ja nun schon etwas geschult und können Jessica unterstützen 😉
Fortsetzung folgt....
Teil 518. Okt. 2015
Gegen Mittag sind wir wieder im Skukuza Camp, um in Ruhe weiter unsere Kühlboxen zu plündern.
Die Aussichtsterrasse ist nun brechend voll und die Leute ziehen sich quasi die Stühle unterm Hintern weg. Wir haben keine Lust auf das Spiel „Reise nach Jerusalem“ und finden etwas abseits noch ein schattiges Plätzchen. Am anderen Ufer beobachten wir Elefanten.
Im Shop kaufen wir die ersten Urlaubskarten – ja, ich gehöre noch zu der Urlaubskartenschreiberfraktion. Auch finde ich im shop die deutsche Ausgabe der Krüger Karte-mit Tierbestimmung. Jessica fährt später eine weitere Schleife zur S65. Wir halten immer mal wieder an, um auch die schöne Landschaft des Krügers zu bewundern.
In einer Flußsenke bleiben wir stehen, Antilopen grasen und saufen...aber sie sind unruhig, springen immer wieder weg.
Irgendetwas ist hier meint Jessica. Sie sprach es kaum aus, sagt mein Mann...Klar, da ist doch ein Leo. Wir gucken ins Gebüsch – tatah...
Er ist ca. 5 m von uns entfernt und wir trauen uns kaum zu atmen.
Nun wagt er sich ganz aus seinem Versteck und schaut den weg springenden Antilopen etwas verdeppert hinterher.
Erst geht er wieder zurück in sein Versteck, um ca. 1 Minute später wieder auf die Antilopen zu warten.
Wir können den Leo quasi durchs geöffnete Fenster riechen und verharren sprachlos. Kein weiteres Auto stört diese Idylle. Er entspannt sich nun und legt sich fotogen vor uns hin.
Ca. 15 Min beobachten wir ihn und Jessica fragt, ob wir was dagegen hätten, dass sie ihren Kollegen Bescheid gibt, damit diese mit Touristen auch den Leopard sehen können. Natürlich teilen wir gerne unser Sichtungsglück mit anderen.
Es dauert ca. wieder ¼ Stunde und 2 offene Krügerpark-Autos rollen geräuscharm an. Wir räumen später unseren Platz in der 1. Reihe und überlassen „unseren“ Leo den anderen Touristen (nunmehr stehen sicher 5-6 Autos im fast trockenen Flußbett).
Wortlos fahren wir weiter. Jeder verarbeitet das Geschehene mit sich selbst, ich habe einem Grinsen im Gesicht. Wir alle sind happy und hätten eigentlich den Tag im Krüger nun ausklingen lassen können. Es waren unglaubliche Momente diesem schönen Tier in der Natur so nahe zu sein. Aber es gibt ja noch so viiiel mehr zu entdecken.
Fortsetzung folgt...
Teil 618. Okt. 2015
Fortsetzung Krüger NP
Und wo sind die vielen Elefanten denke ich noch so bei mir...da winkt uns doch prompt einer mit seinem Rüssel zu.
Eine kleinere Herde Elefanten ist etwas weiter weg.
Der Hornrabe verspeist genüsslich ein Chamäleon.
Die Flußpferde halten Siesta und bekommen Sonnenbrand.
Unweit davon treffen wir auf eine Herde Büffel.
Einer steckt uns sogar die Zunge raus....ist er etwa sauer, weil wir nun die big five gesichtet haben?
Voller Emotionen verlassen wir gegen 16.30 Uhr den Krüger Park. An endlosen Feldern und vielen Marktständen geht es zurück auf Thokozani.
Wir bedanken uns bei Jessica für den wundervollen Tag. Wir sind uns sicher, heute viel von ihr gelernt zu haben.
Später ruhen wir uns etwas aus. Ich schreibe Urlaubskarten, natürlich um den Lieben zu Hause von unserem Sichtungsglück zu erzählen (Die Karten kommen 4 Wochen später an).
19 Uhr gibt es wieder eine tolles Dinner. Wir unterhalten uns noch angeregt mit den beiden anderen Gästen, welche schon 15x im Krüger waren und 2 Tage später wieder dahin zurück kehren. Auch Holger freut sich mit uns, dass wir so viel gesehen haben. Nach 2-3-4 Gin Tonic mit Holger ziehen wir uns langsam in unser Chalet zurück.
Mein Mann lädt noch alle elektronischen Teile und ich lese noch ein bisschen „Ich trage Afrika im Herzen“ von Kobie Krüger. Begeistert las ich dieses Buch vor ca. 4 Jahren das 1. Mal. Seitdem reifte der Wunsch in mir in den Krüger zu reisen. Durch das Buch war mir der heutige Krüger Park Besuch wie ein bisschen Déjà-vu.
Bald löschen wir das Licht. Morgen erwartet uns wieder ein ereignisreicher Tag...Wild Dogs, Geparden, Jessica (nicht unser guide) und ein lunch mit dem Chief.
Teil 709. Nov. 2015
23.08.2015 - Thokozani Lodge Tagesausflug HESC, Jessica und Shangana Cultural Village
Nach einem leckeren Frühstück holt uns Jessica gegen 7 Uhr ab. Erster Programmpunkt das Hoedspruit Endangered Species Center (HESC), dass an der Erhaltung von aussterben bedrohter Tiere mitwirkt. Außerdem ist es ein Ort, indem für verletzte oder vergiftete Tiere gesorgt wird. Soweit möglich, werden sie nach Genesung wieder ausgewildert.
Mit dem offenen Wagen ging es dann ins Gelände.
Wir erlebten die Fütterung der wild dogs - das war ein lautes Spektakel:
Die Rundfahrt führt uns noch vorbei an:
Der Besuch hat uns sehr gefallen. Alle Gehege machten einen gepflegten Eindruck und die Führung sehr professionell. Sicherlich eine Empfehlung wert. Nach einem Kaffee im offenen Restaurant setzten wir unsere Fahrt fort.
Es geht zu Jessica. Mit gemischten Gefühlen erreichten wir die dschungelartige Farm. Bei einem Hochwasser wurde Hippo Jessica, von der Mutter getrennt, "angespült" und der Besitzer zog es groß. Nun ist es zahm, sehr groß und kann von Touristen gefüttert, gestreichelt und geküsst werden. Uns war die ganze Sache sehr suspekt, auch die Anlage und das Drumherum fanden wir nicht angenehm.
Für eine Gruppe Australier und allen anderen Gäste war Jessica Entertainment vom Feinsten, wie sie uns mehrfach zum Ausdruck brachten. Sie konnten gar nicht verstehen, dass wir für diese Art der Unterhaltung nichts übrig haben. Wir verließen diesen merkwürdigen Ort ohne Jessica gefüttert oder berührt zu haben. Jessica, unser guide, erzählte uns auf der Weiterfahrt einiges über Flußpferde. Als ausgebildete Rangerin und Biologin kennt sie ein bisschen das Wesen dieser Tiere. Ihre weiteren Vermutungen zur Haltung bzw. Fütterung dieses Hippos möchte ich aber hier nicht weiter geben. (Holger hat diesen Programmpunkt mittlerweile aus seinem Programm genommen!)
Unterwegs hielten wir noch einem schönen Baobab und setzen dann unsere Fahrt zum Shangana Cultural Village fort.
Hier wurden wir als einzige Gäste dieses Tages herzlich begrüßt. Mit einer Zeremonie wurde der Chief gebeten uns Einlaß zu gewähren. Auch wir verbeugten uns vor ihm. Der Chief, ein großer Mann von über 80 strahlte sehr viel Würde aus. Er beeindruckte mich sehr. Selbst gebrautes Bier wurde uns zum Empfang gereicht...(igitt, aber ein winziger Schluck musste sein). Wir konnten uns dann im gesamten Dorf umschauen. Es wurde der Dorfplatz gefegt, Essen gekocht, Hütten gereinigt, eben Alltagsleben. Es ist zwar ein Schaudorf, aber der Chief mit seinem kleinen Gefolge, insgesamt ca. 15, leben tatsächlich hier. Der Chief hat 3 Frauen, 2 leben noch, welche ihm eine Kinderschar bescherten. So weit ich es in Erinnerung habe, hat er aber nur 1 Sohn. Dieser ist Anwalt in Johannesburg und kehrt sicher nicht zurück ins village. Die Zukunft des Dorfes ist also nicht gesichert. Erst sehr zurückhaltend, später beim gemeinsamen Essen, welches ausgezeichnet geschmeckt hat, plauderten wir mit ihm. Er wollte viel über Deutschland wissen, Bildung, Gesundheitswesen etc. Plötzlich die Frage, was wir denn im Winter essen, wenn die Flüsse zugefroren sind. Auch meinte er, dass es ihm leid tut, dass wir so arm sind, weil wir keine Kühe besitzen. Der Schelm bat darum beim nächsten Besuch blonde Frauen im gebärfähigem Alter mitzubringen. Ich betrachte seine Äußerungen mit einem Augenzwinkern... Wir fanden den Besuch des Shangana Cultural Village sehr interessant und empfehlen es gerne weiter.
Medizinfrau
Am späten Nachmittag waren wir wieder auf Thokozani. Wir verabschiedeten uns herzlich und ausgiebig von Jessica. Sie hat für 3 super tolle Tagesausflüge gesorgt. Sie ist ein wahrer Schatz und absolut qualifiziert.
Bei dem letzten gemeinsamen, leckeren Abendessen mit Holger ließen wir die Tage auf Thokozani Revue passieren. Es war ein fantastischer Urlaubseinstieg, das ganze Paket war für uns perfekt.
Nach 2-4 Gin Tonic und angeregtem Gespräch mit Holger suchten wir unser schönes Chalet auf. Haben noch einige Klamotten eingepackt und plauderten über die Tage auf Thokozani und die Ausflüge – sehr schön war's!
Morgen beginnt unsere Selbstfahrertour - welche Erlebnisse werden auf uns warten, mit diesen Gedanken kuschelten wir uns ins Bett und schliefen voller Vorfreude ein. 😘
Bewertung Thokozani Lodge: ein toller Ort, um nach Arbeitsstress und Fliegerei in Südafrika anzukommen. Unterkunft: 2+ Lodgeanlage: 1 Freizeit: 1* Essen: 2+
Teil 810. Nov. 2015
Hallo, nun möchte ich unsere Selbstfahrerroute vorstellen:
Übernahme Mietwagen Nelspruit Airport, Europcar Toyota Avanza
2 Ü, HP inkl. Game drives ,„Rapator Retreat Game Lodge“, Hippo Chalet, im Parsons Nature Reserve (Teil des Balule Nature Reserve)
24.08.2015 – Thokozani Lodge - Raptor Retreat Game Lodge, Parsons Nature Reserve (Balule), HP inkl. Game drives
Nach einem wiederum sehr leckerem Frühstück räumen wir unser schönes Chalet und verstauen die Sachen bei Holger im Van. Ein letzter Blick zurück – es war wirklich schön hier. In einer ca. 10 minütigen Fahrt steuert Holger den Van zum Flughafen. Wir sind etwas früh und der Mietwagen ist noch nicht parat. So verabschieden wir uns in aller Ruhe bei Holger und bedanken uns vielmals für seine angenehme Gastfreundschaft. 😘
Die Übernahme bei Europcar zieht sich dann doch etwas hin...Gegen 10.30 Uhr haben wir dann aber die Schlüssel und auf den kleinen Parkplatz finden wir schnell unseren beigefarbenen Toyota Avanza. Klamotten rein und los geht’s. Navi wird zwar angehangen, aber nicht programmiert. Wir sind ja die letzten Tage mit Jessica immer diese Straße gefahren (Richtung Panoramaroute, Krüger usw.) und werden uns sicher nicht verfahren. Es herrscht sehr viel Verkehr, der die ganze Konzentration des Fahrers erfordert. Irgendwie sehen die Häuser heute anders aus...die Straße ist auch anders, obwohl die R40. 😗
Nach ca. 50 km merken wir – wir sind in der falsche Richtung unterwegs. Also wenden, wieder an unzähligen Townships vorbei, dabei die Leute, welche ständig die Straße überqueren und die Kühe im Blick behalten. Ca. 300 m vor einer roten Ampel kurz abgebremst, gleich wieder beschleunigt, weils grün wird und dann kracht was in unser Heck. Es scheppert und wir werden durchgerüttelt. Mein Herz schlägt bis zum Hals. Mein Mann stellt das Auto ab und es ist absolut still im Auto. Ich kann kaum aussteigen so schlackern meine Beine. 😵
Paar Sekunden später kommen schon die ersten Leute die Straßengräben hoch gekrabbelt. Wir begutachten unser Auto. Das Heck ist stark verbeult geht nicht mehr auf, aber das Auto fährt. Der Unfallgegner kommt uns telefonierend entgegen – wir sollen seinem Chef und Eigentümer erklären, was passiert sei, was wir auch kurz erledigen. Danach machen wir mit ihm aus, dass die Polizei zu rufen ist. Er meinte die Polizeistation sei gleich um die Ecke und wir sollten doch hinfahren. Wir pochen aber darauf, dass die Polizei zum Unfallort geholt wird. Nun beginnt ein Gezedere zwischen Männer und Frauen aus den townships. Die Frauen schreien natürlich sollen wir die Polizei holen – das Männerlager brüllt lautstark, dass wir dahin laufen können, es sind nur 5 Min. zu Fuß. Ich kann die Situation nicht richtig einschätzen - mir ist etwas bange, dass das eskaliert. Wir beharren darauf, dass die Polizei ein Protokoll hier am Unfallort aufnimmt. Ein sehr freundlicher Autofahrer fährt dann direkt zur Polizeistation und 5 Minuten später kommen diese mit Blaulicht an. Die 3 Polizisten steigen aus - und mir blieb beim Anblick dieser fast die Spucke weg. Alle sind riesig und verursachen einen unheimlichen Respekt. Der Eine bestimmt 1,95 m, breitschultrig, sicher 120 kg schwer und alle drei bis an die Zähne bewaffnet. Ich muss fast lachen beim Anblick dieser furchteinflößenden Personen und drehe mich kurz weg, damit die Polizisten das nicht sehen. Ich glaubte mich in einer Szene in einem amerikanischen Actionfilm. Natürlich waren wir uns alle der Ernsthaftigkeit der Situation bewusst. Also sachlich die Situation geschildert (es wurde gebremst, weil Ampel rot – dann beschleunigt, weil Ampel grün ), die Polizisten machten kurz Notizen und bemerkten typischer Auffahrunfall, aja. Wir sollen ihnen gleich zur Polizeistation folgen wegen dem Protokoll.
Die Station war wirklich nur 1 Min. Fahrt entfernt, hätten wir aber nie im Leben in so einem Hinterhof gefunden. Wir warteten nun im Hof. Alles war sehr runtergekommen…. ständig schlich ein Polizist um uns herum und flüsterte uns immerzu an...von wegen, das wird teuer für uns etc. , hä wieso?. Dann gab uns der andere Polizist einen Zettel darauf war ein Polizeistempel...das ist das Protokoll – nee – doch. Wir dachten es nicht richtig verstanden zu haben und warteten weiter ab, ob nicht doch ein Protokoll kommt. Nö, gabs nicht. Nun kam wieder der umherschleichende Polizist und flüsterte, dass es billiger für uns wird, wenn wir ihm „was“ gäben oder ob wir Bier hätten. 🤩 Wir verneinten. Geld gibt’s nicht. Und Bier hatten wir auch nicht dabei, wir waren noch nicht zum einkaufen gekommen. Ich fragte dann sicherlich 3x mal nach, ob der Stempel das Protokoll sei – ja, da ist eine Nummer drauf und das zählt. Okay, dann können wir fahren? – ja. Gesagt getan. Nichts wie weg....
Das ganze vom Unfall bis zur Weiterfahrt hat ca. 2 Stunden gedauert. Schlussendlich waren wir sehr froh, dass es so ausgegangen ist.
Nach einer ereignislosen Fahrt waren wir gegen 15 Uhr am Tor zum Parsons Nature Reserve. Der Torwächter begrüßte uns freundlich, meldete uns telefonisch an und erklärte die Weiterfahrt. Diese ca. 10 km Anfahrt war sehr holprig, zieht sich sehr hin und mit einem normalen PKW sicher nicht zu empfehlen. Im Raptor Retreat wurden wir mit Gesang und einem kalten Getränk von der staff empfangen. Dann bugsierten sie unser Gepäck über die Rücksitzbank aus dem Auto und brachten es zu unserem Chalet.
Schon beim Eintritt in das Hippo-Chalet - ein wooow. Nun wurde uns alles genau erklärt. Der große Side-by-Side Kühlschrank im Vorraum war mit allen möglichen Getränken für uns gefüllt (Bier, Cola, Limo, Wasser, Milch, Eistee, Schnaps, Weißwein etc.). Wir setzten uns auf die große Terrasse mit schönen Loungemöbliar und tranken erst Mal einen Schnaps...
20 Minuten später wurden wir sehr herzlich von Sharmaine, der Chefin, begrüßt und es wurde der check in in unserem Chalet erledigt. Wir erzählten dann von unserem Unfall und sie bot gleich Hilfe an. Sie wolle mit Europcar sprechen wegen eines neuen Mietwagens. Die nächste Station sei in Phalaborwa. Toll, da müssen wir eh hin, wenn wir ab übermorgen in den Krüger fahren.
Eigentlich war heute noch ein game drive geplant, aber wir sagten ab. Wir wollten nur noch den Stress vom heutigen Tag abschütteln ...und von unserer Terrasse konnte man ja auch Tiere beobachten. Sie kamen sehr nahe.
So richteten wir uns häuslich ein, tranken Kaffee oder Bier, und schauten unsere Domizil näher an. Einfach unglaublich geschmackvoll alles eingerichtet. Das Haus hat sicherlich 100 m² Fläche, große offene Küche mit allem Schnickschnack. Komplett ausgestattet für Selbstversorger. Kaffee/Tee/Gewürze waren auch vorhanden. Esstheke, großer Esstisch und Wohnbereich mit großer Couch, großen Sat TV, Hifianlage etc. Davon gehts links und rechts in die Schlafzimmer. Unseres mit großen, sehr bequemen, Kingsize Bett, Dusche und Waschbecken im Raum. WC ist separat. Das higlight die Badewanne mit 3 seitigem Blick ins Freie (uneinsehbar für andere Gäste). Das andere Schlafzimmer war mit 2 Einzelbetten, fast gleiche Einrichtung, nur ohne Badewanne. Am Wohnzimmer schloß sich die große Terrasse an. Es war sogar ein Hängematte vorhanden. Die Türen ließen sich komplett auf der ganzen Front beiseite schieben und öffneten den Blick auf ein Wasserloch.
unser Chalet, rechts unser Pool und Braiplatz
Links neben der Terrasse ging es zum privaten Braii-Bereich mit Steinbänken. Außerdem war da noch unser Privatpool. Und der war sicher 3 x 2 m groß.
Ich hatte mir im Vorfeld mehrfach die Bilder auf der Homepage angeschaut, aber in Wirklichkeit ist es noch viel schöner gewesen. Es war eine Traumunterkunft!
main lodge
main lodge
Sundowner Terrasse main lodge
19 Uhr gabs Dinner im Haupthaus. Der Weg dahin war mit kleinen Laternen ausgeleuchtet. Das Lagerfeuer brannte auf der schönen Aussichtsterrasse und wir lernten die anderen 6 Gäste kennen. Das Dinner und Frühstück wird an einer großen Tafel gemeinsam eingenommen. Auch das Haupthaus alles tipp topp gepflegt und äußerst geschmackvoll ohne überladen zu wirken.
Die Suppe und Vorspeise wurden am Tisch serviert. Die Hauptgänge als Buffet angerichtet. Es gab Wild, Rind, Huhn oder Gemüseauflauf, dazu Kartoffeln, Reis und Nudeln. Es war alles sehr schmackhaft. Auch das Dessert schmeckte bestens.
Bei einem Gin tonic auf der Terrasse am Feuer und unterhielten uns noch ein bisschen mit den anderen Gästen. Sehr angenehme Leute aus den Niederlande.
Später saßen wir bei uns noch sicher bis 23 Uhr auf der Terrasse, lauschten dem Busch und ließen den Tag ruhig ausklingen. Unsere Schlafzimmer war vom Zimmermädchen Bettfertig gemacht, das heißt Moskitonetz geschlossen, Klima aus, Betten aufgeschlagen, extra Bettvorleger, Schlummerbeleuchtung an und das Betthupferl fehlte auch nicht. So schliefen wir bald nach einem wirklich ereignisreichen Tag, den wir aber so nicht wiederholen möchten, ein.
Teil 1018. Nov. 2015
25.08.2015 – Raptor Retreat Game Lodge
Als ich aufwache guckt eine Antilope über die Badewanne in unser Schlafzimmer. Was für ein schöner Morgengruß. Wir haben wunderbar geschlafen. Erst Mal koche ich einen Tee und setzte mich mit Gebäck auf unsere tolle Terrasse (die Gebäckdose wird jeden Tag neu befüllt). Mein Mann entert derweil die Dusche. Alles ist so ruhig hier, die Antilopen grasen friedlich. Es gibt sie noch diese kleinen Paradiese...
unser Chaletvogel
Später, gegen 9.00 Uhr, gehen wir mit unseren Freunden zum Frühstück. Alles was das Herz begehrt wird angeboten, die Eierspeisen werden nach unseren Wünschen frisch zubereitet. ..es gibt nur keinen Kaffee. Kaffee schon, aber die Männer finden nur Nescafe...hmmm. 🤨 Ich trinke zwar nur Tee, aber das ist doch komisch. Sharmain zeigt uns dann die Dose mit „richtigen“ Kaffee und den Kaffeebereiter, bei dem mittels Sieb der Kaffee vom Satz getrennt wird. Naja, keine Begeisterung seitens der Männer. 😵
Nach dem ausgiebigen Frühstück erkunden wir die Lodge und lassen uns dann an unserem Pool nieder.
Eingang zur Lodge
Herrlich, einfach nur ausspannen, Tiere beobachten, lesen, ein bisschen smaltalk.
Bald wird es Zeit für einen kleinen lunch. Sharmain ist im ständigen Kontakt mit Europcar und erzählt die neusten Fakten. In Phalaborwa gibt’s nur einen Schaltungswagen in unserer Größe. Nun gut, dann eben den. Sie versucht es aber weiter. Danach ein Mittagsschläfchen. Später hole ich mir noch ein Stück frisch gebackenen Kuchen an den Pool. Nun sagt Sharmaine, dass ein Avanza für uns von Johannesburg nach Phalaborwa gebracht wird. Juju – klasse. 🤩 Ohne Sharmaine hätten wir das alleine sicherlich nicht so schnell geschafft.
Gegen 16 Uhr kommt Bewegung in unser Chalet, ja wir haben tatsächlich einen Termin heute – es geht zum game drive. Der offene Wagen parkt an einer gemauerten Treppe, so kommen auch ungelenkige Personen mühelos in das Auto.
Tiere sind leider kaum zu sehen. Die Holländer erzählen noch gestern viele Elefanten gesehen zu haben...tja, heute nix. Interessiert hören wir Keith, dem Hausherr, über Fauna und Flora zu. Wir halten am Ufer des Olifants zum sundowner. Viele Meerkatzen umlagern uns und warten auf eine Gabe. Lustig diesen Tieren zuzuschauen. Eines klaut gleich mal eine kleine Kameratasche, welche wir ihm aber wieder abjagen können.
Im Dunkeln versucht Keith mit Strahler Tiere zu sichten. Aber kaum etwas wird gefunden. Alle Tiere verstecken sich gekonnt vor uns.
Wir fahren direkt auf unser mit Laternen beleuchtetes Chalet zu und die Holländer sind so beim Anblick begeistert, dass ich sie spontan auf eine Hausbesichtigung nach dem Dinner einlade.
Das Abendessen war wieder sehr sehr schmackhaft. Bei einem guten Wein sitzen wir noch ein bisschen am Feuer und unterhalten uns mit den Holländern. Später kommen sie mit zu uns. Sie sind vollkommen hingerissen von unserem Haus. Sie haben ein Zimmer, welches auch sehr chic und schön sei, aber das hier wäre eine Wucht.
Wir lassen den Abend auf unserer Terrasse genauso ruhig ausklingen, wie wir den Tag verbracht haben. Wir haben ja schließlich Urlaub!
Voller Vorfreude auf den Krüger und unser neues Auto schlafen wir in unserem sehr gemütlichen Bett ein. Das Leben ist so schön.
Teil 1119. Nov. 2015
26.08.2015 Raptor Retreat Game Lodge – Olifants Restcamp Krüger NP
Nach einer erholsamen Nacht sitze ich mit Tee auf unserer Terrasse und beobachte Zebras, welche ganz nahe an unserem Chalet grasen. Perlhühner rennen scheinbar ziellos am ausgetrockneten Wasserloch hin- und her. Ich könnte stundenlang auf dieser Terrasse sitzen – und stelle fest: game drives werden überwertet.
Halb Acht sitzen wir am liebevoll gedeckten Frühstückstisch und lassen es uns schmecken (die Männer wieder ohne Kaffee...). 😗
Herzlich verabschieden wir uns von Sharmaine und bedanken uns für Ihre Hilfe. Unsere Klamotten werden von den Angestellten im Auto verstaut (über die Rücksitzbank). Ein etwas wehmütiger Blick zurück in unser Traumchalat....und los geht’s zu neuen Erlebnissen.
Fazit Raptor Retreat Game Lodge: Eine Oase der Ruhe! Unterkunft: 1 (wem es interessiert: frei Wi-fi) Lodgeanlage: 1 Essen: 2+ (Abzug wegen Kaffee) Freizeit/Aktivitäten: 3, weil wir sehr wenige Tiere gesehen haben (ist ein big five Gebiet). Das ist halt immer Glückssache. Vielleicht habt ihr mehr Glück! Selbst Keith meinte, dass er in den vielen Jahren hier, die Tierarmut, selbst am Olifants River – sonst Garant dafür, noch nie so erlebt hat. Trotzdem eine unbedingte Weiterempfehlung!
10 km fahren wir die Holperstrecke durch das Parsons Reserve zur Hauptstraße. Und schon sind wir wieder mittendrin in dem heiklen Straßenverkehr. Das Chaos nervt nicht nur mich. 😣 Ich wünsche mir die einsamen pads Namibias her. Nach der Abzweigung Phalaborwa/Krüger wird der Verkehr endlich weniger.
Nach einer reichlichen Sunde Fahrt erreichen wir Phalaborwa. Der kleine Airport mit Autovermietung ist schnell gefunden. Wir werden bereits erwartet und freundlich zum Stellplatz gewunken. Wir zeigen unsere Papiere vor und übergeben das „Unfallprotokoll“ (natürlich vorher mit Handy abfotografiert). Es wird nichts nachgefragt also scheint der Stempel ausreichend zu sein. 5 Minuten später stehen wir vor unserem neuen blaßgrünen? Avanza. Die Klamotten werden umgepackt. Dankend für die schnelle Abfertigung verlassen wir das Gelände.
Nun wird das 1. Mal in Südafrika eingekauft. Der Einkaufswagen wird mit Getränken und Knabberein gefüllt. Im Krüger werden wir uns nicht Selbstversorgen also ist das schnell erledigt.
Kurz nach 10 stehen wir schon am Phalaborwa-Gate. Wir sind die Einzigen und schwupp sind wir im 2 Millionen Hektar großen Krüger NP. Der Name verspricht einiges und wir wollen nicht enttäuscht werden...(Meine Erwartungen sind nach Raptor Retreat ganz weit nach unten geschraubt – die Hauptsache, ein paar mehr Tiere als da. )
Als erstes kreuzt eine Büffelherde die Straße. Der Fahrer vor uns kommt gerade so zum stoppen...
Unweit davon, an einem Aussichtspunkt, sehen wir die riesige Büffelherde. Auch Elefanten mischen sich darunter.
Weiter geht die Fahrt entlang der H-9 Richtung Letaba.
Nicht nur schöne Tiere sind anzutreffen, auch die Landschaft verzaubert uns.
Es folgt ein Stopp in Letaba mit Besuch der Elefantenhalle. Das Museum beherbergt eine imposante Sammlung an Stoßzähnen und man erfährt viel über die Elefanten im Krüger NP. Für Elifans Pflichtprogramm.
Nach einem kleinen Lunch geht’s im Pirschtempo, mit einer Schleife über die S 46, auf der H1-5 Richtung Olifants Camp.
An einem schönen Aussichtspunkt mit Blick auf die Flußpferde vertrödeln wir die Zeit.
Kurz vor Olifants treffen wir auf eine liegende Büffelherde.
Gegen halb Fünf sind wir im Olifants und checken ein. Wir bekommen einen Bungalow mit grandioser Aussicht auf den Olifants River. Die Bungalows sind zweckmäßig ausgestattet und sauber. Uns gefällt es hier.
Wir richten uns etwas ein und genießen den schönen Ausblick. Unser neuer Avanza parkt vor der Hütte.
Es folgt ein schöner Sonnenuntergang mit einem eiskalten Gin Tonic am Olifants River.
Später lassen wir uns das Essen bei mugg & bean schmecken. 🙂
Auf unserer Terrasse trinken wir noch 1 Glas Wein und stellen fest, dass das Camp trotz Größe sehr ruhig ist. Von den Nachbarn bekommen wir gar nichts mit, auch um uns herum ist alles ruhig, alle genießen die Stille auf ihren Terrassen.
Unser Bett war nicht so himmlisch wie in Raptor Retreat, aber bequem und schnell versinken wir ins Reich der Träume...
Schon kurz nach 5 bin ich hellwach. Koche uns einen Kaffee und Tee (Wasserkocher, Kaffeefilter sind vorhanden) und betrete unsere Terrasse. Eine kleine Horde Affen rennt geschwind weg. Der Kühlschrank ist zum Glück Affensicher verschlossen. Es ist ziemlich frisch heute morgen und somit noch nicht Shorttauglich.
Wir beschließen eine kleine Runde zu fahren bis zur Öffnung des mugg & bean. Kurz nach 6 Uhr rollt der Avanza durchs gate. Auf der Brücke unweit des Camps halten wir an und bewundern den Sonnenaufgang. Wir sind ganz alleine hier und genießen die Idylle.
7.30 Uhr sitzen wir beim mugg & bean. Die Frühstücksauswahl ist ansprechend und es schmeckt uns. Ein kurzer Spaziergang führt uns zur Aussichtsterrasse. Ein wirklich toller Ausblick.
Unsere Klamotten sind schnell im Auto und der check out geht später Ruckzuck. Wir nehmen die S 90, der Pirschomat ist eingestellt und los geht’s.
Wir gucken uns die Augen aus den Kopf. Habe ich schon erwähnt das Pischfahrten anstrengend sind? Ich werfe so in unsere Runde, dass ich doch bitte noch einen Leopard sehen möchte. Ungelogen, 30 Sekunden später sagt mein Mann, guck mal in den Baum....nee, tatsächlich ein Leopard. Keiner sieht ihn da – alle Autos fahren vorbei. Wir halten direkt darunter an und haben die pole position. Was für ein schönes Tier.
Es fragen uns immer mehr Leute was es zu sehen gibt und wir deuten auf den Baum. Mittlerweile stehen sicher 15 Autos kreuz und quer auf der Straße.
Auch der Leo guckt entgeistert, was sich da unten tut.
Eine Giraffe beguckt sich das Spektakel von der anderen Seite an.
Sicher 1 Stunde beobachten wir den Leo. Irgendwann wird ihm der Stau, unter ihm, zu blöd und er verschwindet ins Unterholz. Nun widmen auch wir uns wieder den anderen Tieren.
An einem Picknickplatz (Name entfallen) halten wir an. Es wundert mich, dass dieser nicht eingezäunt ist. Naja die Löwen wissen wohl, dass sie hier keinen Zutritt haben. Apropos Löwen – noch keine gesehen *schnief*
Wir beschließen Richtung Camp Satara zu fahren.
Am check-in stehen viele Leute. Nach 20 Min haben wir endlich die Schlüssel. Wir haben wieder 2 Bungalows nebeneinander. Auch hier zweckmäßige Einrichtung – die Dusche/Toilette müsste mal modernisiert werden. Wir gucken genau auf den Zaun zum Krüger.
Nach einer Siesta fahren wir die S 100.
knuffig das Baby
Dann sehen wir Elefanten im Busch...und es werden immer mehr.
Wir stoppen. Immer mehr Elefanten wollen auf die andere Seite der Straße.
Es geht alles sehr ruhig und gesittet zu. Jeder scheint seine Aufgabe zu kennen. Da gibt’s kein Rempeln, alle der Reihe nach queren unseren Weg. Es sind viele Kälber dabei, um die sich rührend gesorgt wird.
Eine Elefantenkuh kommt schnell direkt auf uns zu, (mir wird etwas bange), kurz vor uns dreht sie aber ab.
Langsam müssen wir uns von dem Schauspiel trennen, die Sonne geht langsam unter und wir müssen zurück ins Camp.
Kurz vor 18 Uhr sind wir am gate. Puuuh.
Zusammen mit unseren Freunden genehmigten wir uns am Bungalow einen Gin Tonic bzw. Bier.
Später gehen wir zu mugg & bean. Wir essen wieder einen BBQ Burger (wie gestern), der sehr lecker ist. Unsere Freunde diesmal auch, nachdem Enchiladas gestern nicht so toll waren. Zurück am Bungalow sitzen wir noch zusammen und trinken Wein. Mein Mann geht mit der Taschenlampe immer Mal den Zaun entlang und sieht dabei 2 Hyänen (auf der anderen Seite).
Die Pirschfahrten sind aufregend und machen deshalb müde (jedenfalls mich). Deshalb konnte ich nicht mal mehr in meinem Buch lesen, mir fielen direkt die Augen zu als ich in der waagerechten lag...
Es ist noch stockfinster als ich wach werde. Ich höre rascheln und denke, keine Ahnung wieso, sofort an Löwen im Camp. Nö, es sind die Nachbarn, die im Dunkeln ihr Auto beladen. 😗 Ein Blick auf die Uhr, es ist erst kurz vor 5. Es folgt das morgendliche Ritual: Tee/Kaffee auf der Terrasse. Wir beschließen gleich 6 Uhr, zur gate Öffnung, in den Park zu fahren.
Wir nehmen wieder die S 100, die ja für ihre Katzensichtungen bekannt ist. Und was soll ich euch sagen: 6:15 Uhr sehen wir 3 Löwen. Leider etwas weit weg und sie liegen müde im hohen Gras. Als sie dann endlich aufstehen, schauen sie sich nicht mal zu uns um und trotten auch noch in die verkehrte Richtung. Trotzdem, wir haben Löwen gefunden 🙂
kaum zu sehen im Gras...
perfekte Tarnung
Wir fahren im Schritttempo weiter, vielleicht sind hier noch mehr Löwen... Die Sonne steigt langsam und verspricht einen schönen Tag.
Und dann wünscht uns eine Hyäne einen guten Morgen.
gilt das auch für Hyänen?
scheinbar ja. Denn sie läuft nicht in den gesperrten Weg.
ein ganzer Hübscher
Wir rollen langsam weiter und sehen noch 2 Hyänen.
Da wir nun die S 100 bis zum Ende gefahren sind und keine Löwen mehr gefunden haben, beschießen wir umzukehren (die ganze Runde mit S41 und H6 wäre uns zu lang geworden, ca 80 km), um im Camp zu frühstücken. Mittlerweile ist es 8 Uhr und bis jetzt haben wir kein anderes Auto gesehen. Wahrscheinlich sind sie alle Löwengucken....
Gegen 9 Uhr sind wir im Camp und was sagt die Sichtungstafel, als ich unseren „Löwenfund“ markieren wollte: genau an der Campausfahrtsstraße war ein Rudel Löwen heute früh. Ein Mann erzählte mir stolz, als er 6.30 Uhr durchs gate fuhr spazierten 9 Löwen im direkt in die Linse und ließen sich 1 Stunde lang direkt auf und neben der Straße nieder. Klasse, das wollte ich nun gar nicht wissen. 😵
Nach dem Frühstück ist meine Laune wieder besser. Wir haben schließlich auch Löwen gesehen und Hyänen. Wir checken aus und los geht’s Richtung Lower Sabie.
Zwei riesigen Elefanten kommen uns entgegen. Die waren wirklich groß...wir stoppen, denn wir können nicht erkennen, welchen Weg sie nehmen wollen. Sie kreuzen immerzu die Straße.
auch die anderen Auto stoppen beim Anblick dieser grauen Riesen.
Wir fahren die H10, mit einiges Aussichtspunkten und Wasserstellen.
An einem, wiederum uneingezäunten, Picknickplatz machen wir Pause mit Cola, Kaffee und Knabberein.
schade, für mich gibt’s nichts.
Wir fahren durch sich wechselnde Landschaften. Es eröffnen uns immer wieder schöne Ausblicke. Das hatte ich zwar gelesen, aber so nicht gedacht.
einer von mehreren Aussichtsdecks, die wir besuchten (alle uneingezäunt)
Wir sehen immer weniger Tiere...und auch nur vereinzelt Autos.
An einem Damm mit schöner Aussicht auf Hippos halten wir wieder an.
Bald ist das Lower Sabie Camp erreicht. Wir erhalten einen Doppelbungalow mit schöner Flußsicht. Der Bungalow gefällt uns besser als Satara. An Geschirr ist wieder alles vorhanden, alles zweckentsprechend und es ist sauber, was will man mehr?
Ein kaltes Bier und Wein wecken unsere Lebensgeister.
Wir erkunden ein bisschen das Camp. Die Anlage ist top gepflegt. Es gefällt uns hier sehr gut.
perfekte Täuschung
Später fahren wir noch 2 Wasserlöcher in der Nähe an (2 Min Fahrt vom Camp) und erleben den Streit zweier Hippos lautstark.
Diese Beiden erinnern uns, dass es Zeit zum Essen wird...
So gehen wir später auf die schöne Terrasse zum Dinner. Unter uns spielen die Hippos ihre kleine Nachtmusik. Das mugg & bean liegt hier besonders idyllisch.
Nach einen Schlummertrunk auf unserer Terrasse kuscheln wir uns bald ins Bett. Unsere letzte Nacht im Krüger.... mit den Geräuschen der Wildnis schlafen wir ein.
Dank Afrikamodus sind wir gegen 5 Uhr hellwach. Wir packen wieder Mal unsere Sachen zusammen und gönnen uns Kaffee/Tee auf der Terrasse. Die Vögel haben sich viel von der vergangen Nacht zu erzählen.
Mit unseren Freunden verständigen wir uns wegen der langen Fahrtstrecke nicht hier zu frühstücken, sondern in Crocodile Bridge (kurz vorm Ausgang Krüger NP). Da die Rezeption noch geschlossen ist, werfen wir die Schlüssel in den Schlüsselkasten vor der Schranke. Kurz nach 6 verlassen wir etwas wehmütig das Camp.
Weit kommen wir nicht. Im Busch liegt eine Gruppe von Nashörner und bieten uns dieses friedvolle Bild.
Ein schöne Sichtung zum Schluß unseres Krügerpark Besuchs. Sie sind so verschlafen und tun uns leider nicht den Gefallen aufzustehen.
Wir sehen dann kaum noch Tiere. Scheinbar sind sie enttäuscht, weil wir den Park schon verlassen.
Die letzte Giraffe im Krüger muss ich fotografieren.
Das Ergebnis
In Crocodile Bridge angekommen die Ernüchterung, es gibt kein Restaurant. Hmm. 😵 Aber es gibt einen Kiosk. Mit Sandwich und heißen Getränke fällt das Frühstück heute eher marger aus. Punkt 8 Uhr stehen wir Crocodile Gate und verlassen den fantastischen Krüger Park.
Ein wehmütiger Blick zurück in den Krüger NP.
Fazit Camps: Olifants: Camp mit bester Aussicht – Wahnsinns Ausblick hoch über den Olifants Fluß, unbedingt Bungalow in der 1. Reihe mit Flußblick buchen, Anlage in Ordnung
Satara: Bungalow mit Blick auf den Krüger-Zaun, Sanitäreinrichtung müsste modernisiert werden, Anlage etwas lieblos
Lower Sabie: Bungalow mit Flußblick ist sehr schön, Anlage topp gepflegt (für uns das Schönste der 3 besuchten Camps, owohl Olifants eine irre Aussicht bot)
Alle Bungalows waren sauber und mir allem Nötigen zur Selbstversorgung ausgestattet. Alles war funktionstüchtig. Wir wussten vorher, dass uns hier kein Luxus erwartet. Wer sich darauf einstellt, wird nicht enttäuscht und kann sich voll und ganz dem Krüger widmen.
Fazit Krüger NP: Der Park hat uns begeistert! Wir hatten zugegebenermaßen Vorbehalte...asphaltierte Straßen, Blechkarawanen, riesige Camps etc., viel habe ich dies gelesen. Wir empfanden den Park nicht voller als z.B. Etosha. Nur ein Mal erlebten wir Stau – bei „unserem“ Leo. Die asphaltierten Straßen ermöglichten ein entspanntes Reisen.
Kann der Krüger Park mit den wunderschönen und ursprünglichen Natur- und Wildparks, welche wir u.a. in Namibia erlebten, mithalten (ich denke hier ausdrücklich nur an das südliche Afrika)? Ja, er kann! Wir erlebten den Park als einzigartiges Natur- und Wildreservat. Wir sind sehr glücklich den Krüger Park besucht zu haben. Sehr gerne denken wir an diese Zeit zurück. (Einziger Wermutstropfen: wir haben keinen prächtigen Mähnen-Löwe gesehen)
Teil 1524. Nov. 2015
2. Teil
Unsere Route nach Manzini: N 4, R 570, MR 1, MR3 Unterwegs sind einige Buschbrände zu sehen.
Bei Jeppe's Reef nehmen wir den Grenzübergang Swasiland. Bei der Ausreise SA und Einreise Swasiland sind kaum Leute, so dass der Zöllner noch ein Schwätzchen mit uns hält. Er ist hocherfreut, dass Gäste aus Deutschland sein schönes Swasiland besuchen wollen. Er wundert sich, dass ich mit 3 Männern reise und fragt, ob diese meine Bodyguards sind... 😮 Swasiland ist eine absolute Monarchie im Rahmen des Commonwealth und gehört zu den ärmsten Länder der Erde. Ein Großteil der Bevölkerung lebt von weniger als 1 Euro am Tag.
Die M 1 ist eine wunderschöne Strecke, man glaubt sich in den Schweizer Alpen (vielen Dank Hanne für den Tourtipp). Es ist nur ein bisschen diesig, was die Fernsicht trübt.
Zuckerrohrfabrik
In den Ortschaften herrscht geschäftiges Treiben (aber nicht so chaotisch wie in SA)
Unterwasserbrücke
hat der Fahrer tatsächlich diese Brücke genommen?
als begeisterte Motorradfahrer freut uns dieses Treffen
Kurz vor Piggs Pek rasten wir an einem kleinen Kraft Market und stöbern nach Mitbringseln (auch gibt’s saubere Toiletten – war eigentlich der Hauptgrund zu pausieren 😉 )
Kurz vor Manzini nimmt der Verkehr zu. Manzini ist die größte Stadt Swasilands und ihr wirtschaftliches Zentrum (ca. 100.000 Einwohner).
Wir finden den Abzweig zu unserem Hotel nicht und verfahren uns trotz Navi heillos. 3-4 Mal landen wir an dieser Kreuzung.
Wir halten dann an einem Hotel am Ortseingang und fragen nach dem Weg. Tja, wenn man den Weg kennt ist alles einfach. Einfach an der nächsten T-Kreuzung rechts ab und 3 Minuten später fahren wir die prachtvolle Auffahrt hoch.
An der Rezeption werden wir etwas reserviert empfangen. Eine andere Dame fragt uns nach unserem Getränkewunsch, dieser wird umgehend gratis erfüllt. Zwischenzeitlich sagte uns die Dame an der Rezeption etwas schnippisch: es liegt keine Reservierung für uns vor und außerdem sind sie ausgebucht. Wir verweisen auf unsere Reservierung (voucher von unserem Reisebüro). Nach einigem Hin und Her, verlangen wir nach dem Manager. Der sei im Wochenende...aha...und die Vertretung...die habe schon Feierabend..aha und nun? Es wird uns angeboten ein anderes Hotel für uns zu finden. Dieses lehnen wir dankend ab. Wir bleiben einfach auf der Terrasse sitzen, trinken und warten ab. Nach ca. 30-40 Minuten kommt die Managerin. Eine sehr freundliche Dame, die sich als erstes bei uns für die Unannehmlichkeiten entschuldigt. Sie bestätigt, dass unsere Reservierung erst für den nächsten Tag sei. Das würde in einer E-Mail stehen...gezeigt hat sie uns diese aber nicht, weil die Sekretärin schon Feierabend hat. Aha. Sie sagt uns nochmals, dass die Hotelanlage komplett belegt sei. Aber 2 Paare sind noch nicht angereist und wir bekommen deren Zimmer. Sie werde für diese Leute (Gäste einer Hochzeitsgesellschaft) ein anderes Hotel buchen. Uns kann das egal sein. Wir sind platt und wollen uns nur noch ausruhen.
Unsere Koffer und Taschen werden von Angestellten zu unseren Suiten gebracht. Die Suiten sind der Hammer und die gesamte Anlage ein Traum. Eine wahrlich grüne, top gepflegte Oase.
Die Suiten haben einen Voraum mit Minibar, Kaffeeautomat, Teezubereiter, Schreibtisch und raumhohen Kleiderschrank. Im Badezimmer können wir tanzen und der Wohn-Schlafbereich hat ca. 30 m² mit 2 großen super bequemen Kingsize Betten, TV und Sitzecke. Die Klimaanlage funktioniert extrem leise – ein Segen bei der Hitze.
Mein Mann ruht sich bei einem Entspannungsbad aus und ich lege mich an den Pool, bestelle mir beim attraktiven Poolboy einen Campari-O und genieße das süße Leben.
Am späten Nachmittag/früher Abend machen wir dem Nichtstun ein Ende, machen uns ein bisschen chic und gehen durch die weitläufige Anlage Richtung Hauptrestaurant, welches 18 Uhr öffnet. Wir hatten heute nur das magere Frühstück in Crocodile Bridge und paar Kekse zwischendurch.
Vorher genehmigen wir uns noch einen Aperitif auf einer Terrasse einer Bar (es gibt einige) mit Zierteich.
Dann bummeln wir weiter...es gibt viele lauschige Plätzchen auf dem großen Terrain.
Liebeslaube
Hauptrestaurant
Das Restaurant macht einen sehr edlen Eindruck. Wir werden herzlichst willkommen geheißen und professionell bezüglich der Speisen und Weine beraten.
uns mundet nicht nur der kalte Rösèwein
auch das Steak ist köstlich
Wir verbringen hier einen wunderschönen Abend in sehr schöner Atmosphäre.
Später gönnen wir uns wie üblich noch einen Gin Tonic auf unser Terrasse. Die Hausgeister haben unsere Suite nachtfertig hergerichtet, neue Handtücher im Badezimmer, Betten aufgeschlagen, Orchideenblüten und Lindt Schockies mit gute Nachtwünschen zieren das Kopfkissen. Wir fallen glücklich ins Bett.
Teil 1625. Nov. 2015
30.08.2015 Summerfield Botanical Garden Resort, Manzini/Swasiland – Tembe Elephant Park
Wir haben geschlafen wie Gott in Frankreich...Halb 7 genieße ich den leckeren Rooibos Tee auf unsere Terrasse, ein Pfau leistet mir dabei Gesellschaft.
Eine Stunde später wird gefrühstückt. Meine Güte was hier alles aufgefahren wird, selbst der Champagne fehlt nicht. Wir sind zu viert alleine hier und sicher 6 Kellner sind um unser Wohl besorgt ohne aufdringlich zu sein. Sie halten sich diskret im Hintergrund bereit. Wir sind beeindruckt, dachten wir erst „die zählen uns jetzt jeden Bissen in den Mund“.
Frühstücks-Villa
Später husche ich noch mal schnell in die Frühstücksvilla und schieße schnell dieses Foto (etwas unscharf). Ich möchte auf keinen Fall die anderen Gäste (2) beim Essen stören.
Unsere Sache sind schnell eingepackt – wir packen ja im Prinzip nie aus und leben aus dem Koffer. Hier hätte ich es sehr gut noch 1-2 Nächte ausgehalten. Wir checken aus und die Managerin entschuldigt sich nochmals bei uns. Die Getränke beim Essen gehen aufs Haus und wir bezahlen nur das Dinner (das opulente Frühstück war inkl.). Noble Geste!
Wir können uns nicht entscheiden welches bike wir nehmen, so einigen wir uns doch wieder auf den Avanza.
imposante Ein-/Ausfahrtallee – eine Angestellte hat jedes kleinste Hölzchen aus den Kieselsteinen entfernt...wir halten das für dekadent, aber sie hat einen Job
Fazit Summerfield Botanical Garden Resort: Der Hotel - Name hält was er verspricht! Unterkunft: 1 (frei Wi-fi) Anlage: 1 Essen: 1 Service: 2 (wegen der angeblichen Fehlbuchung) Eine 100%ige Weiterempfehlung, nicht nur für einen Zwischenstopp geeignet.
Auch heute wartet eine weite Fahrtstrecke auf uns – es geht in den Tembe Elephant Park. Ich bin etwas aufgeregt, ob ich hier für unsere Kleingruppe die richtige Entscheidung getroffen habe. 🙄
Was habe ich hin-und her überlegt zwischen Leopard Mountain Lodge und Tembe. Gefühlte 5-8 Mal reserviert und wieder umgebucht. Für Leopard Mountain sprachen die durchweg sehr guten Bewertungen. Zu unterschiedlich waren die Bewertungen zum Tembe, von nie wieder bis Himmelhochjauchzend. Also bleibt nur sich selbst ein Bild zu machen und für mich als Elifan erst recht.
Wir fahren die MR3/MR8 bis Lavumisa Swasiland zum Grenzübergang, vorbei an kleinen Ortschaften...
fast alle LKW's in Swasiland transportieren Zuckerrohr
Bald sind wir an der Grenze. Es ist einiges los. Aber Ruckzuck sind wir aus- und in Südafrika wieder eingereist. Hier erfahren wir auch, wieso wir so viele Biker gesehen haben – in Swasiland fand eine Motorradralley statt.
und dann geht’s ein kurzes Stück auf die N2. An der P522 zweigen wir nach Jozini ab. Die Straße windet sich in Serpentinen den Berg hoch nach Jozini.
Nach der Staumauer nimmt der Verkehr rasant zu und wird zur Hölle, die alle Aufmerksamkeit des Fahrers erfordert. So was haben wir noch nie erlebt (da mutiert selbst der Verkehr in Bangkok zum Kindergarten). Der viele Müll auf den Straßen tut sein übriges.
Später ist der Verkehr wie weg geblasen – die Straßen fast Autoleer.
Gegen 13.30 Uhr erreichen wir den Tembe Elephant Park. Das Reservat ist ca. 30000 Hektar groß. Es wurde 1983 gegründet und ist seit 1992 für Besucher geöffnet. Heute leben ca. 180 Tusker im Gebiet. Das Land gehört den Tembe, einen Stamm des Tonga Volkes, welche das Reservat auch mit der staatlichen Naturschutzbehörde KZN verwalten. Am Tor erfolgt erst eine Registrierung und uns wird der Weg zur Lodge erklärt. 10 Munter später werden wir mit Gesang und kalten Tüchern von den Tembe herzlich empfangen.
Unser sämtliches Gepäck wird durch den Sand geschleppt.
Der Koffer wiegt 30 kg
Wir folgen den Damen zu unseren Zelten. Der check in wird später erledigt. Es erwartet uns jeweils ein nagelneues Zelt. Klasse sieht das aus – wir sind begeistert. Das Zelt ist rießig (ca. 35m²). Es hat 2 große Kingsize Betten mit Bettheizung. Hinter dem Schlafbereich ist links die Waschgelegenheit und ein separates WC. Rechts befindet sich Ablagen/Bügel für die Wäsche. Außerhalb ist eine große Duschterrasse. Viele Fenster geben den Blick in den Busch frei. Alles ist picobello sauber.
Isilo war der größte Tusker in SA, der trotz Elektrozaun das Camp öfters besuchte († 2014)
Wir richten uns etwas ein, setzen uns auf die Terrasse und genießen ein kaltes Getränk. Wir sind ziemlich geplättet.
Zeltausblick
Zu jedem Zelt führt einen separater Weg, wir sehen, außer das Zelt unserer Freunde bei einem Besuch, kein anderes. Wir scheinen ganz alleine im Busch zu wohnen. Afrikafeeling pur!
Uns wurde noch ein Lunch angeboten, deshalb verlassen wir bald unser Refugium und stapfen durch den Sand Richtung Rezeption/Boma. Es schmeckt sehr gut (Nudelauflauf und Salat). Wir werden dann gebeten 16 Uhr wieder hier zur Sundownerfahrt zu sein. Mein Mann ist von der Fahrerei müde und hat keine Lust, ich stimme dem zu. Auch unsere Freunde sind groggy. Morgen ist auch noch ein Tag...
So verbringen wir einen ruhigen Nachmittag. Ich lese etwas, aber auch mit fallen die Augen zu. Etwas erholt bereite ich mir später einen Instant-Cappuccino (Kaffee, Tee, Milch etc., eine Kanne mit Trinkwasser, Wasserkocher alles vorhanden) und beobachte unsere Gäste.
Riesenameisen beim Meeting auf unserer Terrasse.
Kurz vorm Dunkelwerden machen wir uns auf den Weg zur Boma. Das Lagerfeuer prasselt.
überdachter Aufenthaltsbereich
Später verkünden Trommeln, dass das Dinner beginnt. Unser Tisch ist mit einer kleinen Deutschlandfahne gekennzeichnet. Neben uns sind Australier, hinter uns Amerikaner, Italiener sind auch da. Das Camp ist ausgebucht. Der Campmanager stellt sich uns persönlich vor, gefolgt von einem smal talk, ob bis jetzt alles in Ordnung sei etc. Wir stellen fest, dass hier alles passt und ich bin jetzt schon froh (ohne einen Elefanten gesehen zu haben) die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
Das Dinner, bestehend aus 3 Gängen mit Wahl zwischen 2 Hauptgängen, ist ausnahmslos sehr gut und der passende Wein süffig. Später sitzen wir und alle anderen Gäste im Kreis um das Lagerfeuer. Es ist herrscht bei allen eine sehr schöne Stimmung (ohne laut zu sein). Irgendwann wird seitens der Bedienung gelacht, die für Getränkenachschub aus der herzigen Buschbar sorgt. Sie sagt: alle trinken Gin Tonic. Das Gelächter wird größer und jeder guckt in die Runde und wir prosten uns alle zu.
Gegen 21 Uhr machen wir uns mit Taschenlampe auf den Weg zum Zelt. Alle Wege sind, wenn auch etwas spärlich, beleuchtet. Unser Zelt ist Bettfertig und auf dem Tisch steht im Eiskübel 1 Flasche Sekt mit den besten Wünschen vom Management. Das ist aber einer lieber Nachtgruß! Wir überlegen kurz, ob wir sie öffnen – alleine trinken wir sie bestimmt nicht aus. Also holt mein Mann unsere Freude und die Flasche war die längste Zeit verschlossen.
Dann heißt es aber schnell schlafen, 5 Uhr ist die Nacht vorbei – die Elefanten warten auf uns.
Teil 1726. Nov. 2015
31.08.2015 Tembe Elephant Park (Vorsicht viele Elefantenbilder)
Es ist immer wieder ein intensives Erlebnis im Zelt zu übernachten, diese unbekannten Geräusche, das Knacken von Ästen, der Antilopenschatten an der Zeltwand und das tolle Zelt bilden eine unbeschreiblich schöne Symbiose. Wir haben ausgezeichnet geschlafen.
Es folgt das morgendliche Ritual (heute ein schneller Tee/Kaffee). Im Morgengrauen schlüren wir zur Boma. Dort wartet schon ein kleines Frühstück auf uns: Toast, Marmelade, Honig, Kekse, Kaffee/Tee. Kurz vor 6 werden wir von Patrick unserem guide begrüßt. Cooler Typ. Er bringt uns auf unterhaltsame Art die Fauna und Flora näher. Wir sehen zuerst viele, sehr viel Antilopen und Büffel.
auch das gehört zum Naturkreislauf dazu...
Und dann endlich der 1. Elefant....
auf dem Weg zum Hide
An einem hide können wir aussteigen und Patrick versorgt uns mit Kaffee und Rusks. Und dann sehen wir mehr Elefanten...
Im Hide wohnen auch Tiere
verdammt große Spinnen
Die Zeit vergeht wir im Flug und wir fahren zu einem anderen Wasserloch.
Patrick sucht auch die ganze Zeit nach Katzen. Vergeblich. Kurz vorm Camp sehen wir noch dieses Prachtexemplar
10 Uhr sind wir zurück im Camp. Patrick entschuldigt sich bei uns für die Verspätung zum Frühstück, aber daran sind eigentlich wir schuld, weil wir am Hide länger bleiben wollten. Wir verabreden uns mit Patrick für 15 Uhr zur nächsten Tour.
Nun wird erst Mal in Ruhe gefrühstückt. Eier werden nach Wunsch hergerichtet, es gibt Würstchen, Bohnen, Schinken/Speck, Käse und 3 verschiedene Müslisorten. Es ist nichts zu beanstanden.
Nach so viel Völlerei wird es Zeit für Relaxen. Ich lese weiter „Ich trage Afrika im Herzen“ und gönne mir ein Glas Weiswein, meine bessere Hälfte und Freunde erkunden ein bisschen das Camp.
13 Uhr wartet der lunch auf uns. Reispfanne mit Gemüse und Huhn sowie Salat, wieder alles sehr lecker. Vollgefuttert trotten wir in unser Zelt, Zeit für ein Mittagsschläfchen. Halb 3 geht’s wieder zur Boma, wir trinken Kaffee und essen Kuchen.
Dann holt uns Patrick zum Sundowner drive ab. Wir sehen viele Elefanten. Genauso habe ich mir das gewünscht. 😎
Weg zu einem Hide
Giraffenspagat
Wir fahren eine andere Strecke, aber die gleichen Wasserlöcher wie zum morning drive an.
Auch unterwegs treffen wir immerzu auf Elefanten.
Am nächsten Wasserloch:
Auch im Busch sind viele Elefanten – sie sind so nah, man hört fast ihr Herz. Unvergessliche Momente.
Wir sind happy diesen Elefanten so nahe gewesen zu sein. Patrick sucht ein sicheres Plätzchen für den sundowner. Wir nehmen, wie üblich, Gin Tonic. Patrick kippt reichlich Gin ein...
Wir plaudern mit Patrick über Gott und die Welt. Er ist ein klasse Typ Mensch und als guide eine Wucht. So macht es uns auch nichts aus, keine Katzen gesehen zu haben. Später sehen wir auf den Rückweg noch einige Elefanten. Einer will uns nicht passieren lassen und trötet ziemlich eindrücklich.
Andere Tiere wollen auch abgelichtet werden.
Es ist schon ziemlich dunkel...wir biegen um eine Kurve und trauen unseren Augen nicht...3 Wilddogs auf dem Weg. Selbst Patrick ist verblüfft. Leider sind die Bilder nicht so dolle – es einfach zu dunkel für unsere Kamera.
Nach 18 Uhr, es ist schon Nacht, sind wir im Camp. Wir verabschieden uns herzlich von Patrick und versichern ihm, dass es nicht schlimm ist, keine Katzen gefunden zu haben. Wir sind ja schließlich wegen den Elefanten gekommen.
Nach diesem tollen Abschluß genehmigen wir uns noch einen Drink von der Buschbar bevor es zum frisch machen ins Zelt geht. 19 Uhr rufen uns die Trommeln zum Dinner. Es gibt leckere Kürbissuppe, Geschnetzeltes vom Rind oder Roulade vom Wild, Malva Puddig. Alles sehr gut. Dazu standesgemäß Tembe-Wein.
Wir sitzen noch etwas am Lagerfeuer, unterhalten uns mit anderen Gästen, trinken noch einen Gin Tonic und leeren später noch 1 Flasche Sekt auf unserer Terrasse. Was für ein schöner Tag neigt sich dem Ende. Dankbar, dass wir das alles erleben dürfen...kuscheln wir uns in das gemütliche Bett. Die leise Buschmusik begleitet uns ins Lummerland.
Teil 1827. Nov. 2015
01.09.2015 Tembe Elephant Park – Elephant Coast Guesthouse, St. Lucia
Nach einer erholsamen Nacht packen wir unsere Siebensachen. Im ersten Morgenlicht sitzen wir auf der Terrasse und genießen den Kaffee/Tee. Ab und zu kommt eine Antilope vorbei und schaut nach dem rechten. Wunderschön ist`s hier gewesen. Nach einem herzhaften Frühstück räumen wir unser schönes Zelt.
Wir haben die Möglichkeit noch einen morning drive mitzumachen, schon am Vorabend aus Zeitgründen, freundlich abgelehnt – man weiß ja nie, was für Verkehr herrscht. Die Angestellten schleppen unser Gepäck zum Auto. Herzlich wird sich von jedem Einzelnen verabschiedet. Die Tippbox freut sich über unsere Gabe. Es war einfach fantastisch hier. Es war genauso wie wir es uns gewünscht haben – Elefanten satt, ich habe das Gefühl alle Elefanten des Reservats gesehen zu haben....Alle Lodgearbeiter waren sehr freundlich und zuvorkommend.
Fazit Tembe Elephant Park: Unterkunft: 1 (Wi-fi an der Buschbar) Lodgeanlage: 2+ Essen: 2+ Freizeit/Aktivitäten: 1, wir wollten viele Elefanten sehen und haben dies bekommen. Für uns hat alles gestimmt, dafür eine 100%ige Weiterempfehlung!
9.30 Uhr rollt der Avanza durchs gate. Zuerst folgen wir der R 22 bis Hluhluwe. Je weiter wir südlich kommen desto sauberer werden die Straßen – immer wieder sehen wir Trupps, welche die Straßengräben vom Müll befreien. Auch ist es heute ein angenehmes Fahren. In Hluhluwe machen wir eine kurze Pause. Dann geht’s noch ein Stück auf der N2 weiter.
Gegen 13.30 Uhr sind wir bereits am Gästehaus in St Lucia.
Wir werden herzlich von der Managerin des Gästehauses mit einem kalten Getränk begrüßt und uns wird die Anlage gezeigt. Sehr gepflegt alles. Es wird angeboten, Aktivitäten oder einen Tisch fürs Dinner zu reservieren. Wir beziehen unsere Familienwohnung mit 2 separaten Schlafzimmern mit jeweils eigenem Badezimmer. Auch hier steht Tee/Kaffee etc. gratis im Wohnbereich. Uns gefällt es hier.
Blick von der Terrasse an unserem Schlafzimmer auf unsere Terrasse am Wohnbereich
Später werden wir von Eigentümern, einem holländischem Paar, aufs herzlichste willkommen gehießen. Ich habe im Vorfeld bei Shakabarker die sundowner tour reserviert und bin gespannt, ob das klappt. Wie vereinbart steht 15 Uhr das Gefährt vorm Gästehaus. Los geht’s zur hippo-croco-sundowner tour.
Wir sind insgesamt 12 Gäste in dem kleinen Boot. Unsere Guide und Skipper hat uns einiges Wissenswertes über den Nationalpark und das Ökosystem der Sumpf- und Seenlandschaft erzählt. Kaum den kleinen Hafen verlassen liegen schon die ersten trägen Krokos an der Böschung.
Vorbei an vielen Flußpferden tuckern wir über den See.
wir genießen die Langsamkeit und Natur
wir werden beobachtet
Wir halten dann an einer Stelle mit vielen Flußpferden uns genießen den Sonnenuntergang mit einem Getränk und Gebäck (oder Obst).
Das war eine sehr schöne und entspannende Tour. Wir empfehlen diese gerne weiter.
Kurz nach 18 Uhr sind wir zurück im Gästehaus und beratschlagen bei einem Gin Tonic wo wir essen gehen. Unser Weg führt uns in das Braza. Die Männer bestellten Steak und für mich gabs Nudeln mit Garnelen. Es hat uns geschmeckt – nichts außergewöhnliches – aber durchaus gut. Und auf der Terrasse mit Blick auf die Hauptstraße sitzt es sich gut.
Nach 1-2 Drinks und Plauderein auf unserer Terrasse verabschieden wir einen wunderbaren Tag.
Teil 1928. Nov. 2015
02.09.2015 - Elephant Coast Guesthouse, St. Lucia
Wir haben gestern schon die Möglichkeit verworfen in das Hluhluwe-Imfolozi Game Reserve zu fahren. Also starten wir ganz gemütlich in den neuen Tag. Bei einem ersten Kaffee/Tee auf unserer Terrasse beobachten wir die Meerkatzen, die von Baum zu Baum springen. Die Managerin hat gestern noch davor gewarnt alle Fenster und Türen immer geschlossen zu halten, jaja machen wir.
Uns erwartet ab 7.30 Uhr ein tolles Frühstücksbuffet. Eierspeisen werden nach Wunsch erfüllt. Es ist alles vorhanden, was man für einen guten Start in den Tag braucht. Der Eigentümer gesellt sich später zu uns und erkundigt sich nach unserem Befinden, ob wir gut geschlafen haben etc. Wir haben bestens geschlafen. Auch werden wir noch mit Tipps zur Tagesgestaltung versorgt. Gerne nutzen wir den angebotenen Wäscheservice – nach 14 Tagen ist das nötig.
Das Wetter ist heute nicht so dolle, außerdem bläst ein starker Wind. Deshalb einigen wir uns erst Mal auf einen Stadtbummel.
St. Lucia ist ein beliebter Touristenort an der Elephant Coast und sehr überschaubar. Alles spielt sich an der Hauptstraße mit einigen Händlern, Geschäften, Touranbietern, Cafe's und Restaurants ab. Nach einer reichlichen Stunde haben wir alle Geschäfte abgehakt.
Ich schlage einen game drive im iSimangaliso-Wetland-Park vor und stoße auf taube Ohren der Männer. O-Ton: wir haben sooo viele game drives gemacht und sooo viele verschiedene Tiere gesehen, es reicht! Ich bin etwas traurig darüber, aber ohne es zu äußern stimme ich ja zu – irgendwann tritt eine Sättigung bzgl. game-drives ein (hätte nie gedacht, dass dies mal kommen wird...). 😕
Cape Vidal wäre eine Option, aber das Wetter dazu nicht. Okay.
Dann gucken wir uns eben die Gegend um St. Lucia näher an. Die Straßen sind sehr großzügig bemessen und es gibt Unmengen an Gästehäusern. Der Ort ist außerdem sehr sauber. Als erstens geht’s an den Indischen Ozean, wenigstens die Füße mal rein halten (ist schon paar Jahre her, dass wir darin geschwommen sind). Auf dem Weg zum Estuary Beach sehen wir diesem Trupp beim Zerlegen ihres Fanges (Rochen) zu.
Beim Anblick des kilometerlangen Sandstrandes hätte ich mir etwas Sonne gewünscht. Warum muss der 1. trübe Tag dieses Urlaubs gerade heute sein? Ich hätte gut den Nachmittag am Strand vertrödeln können. *schnief*
Wir kehren im Ski Boat Club ein und genießen bei einem Weißwein die Aussicht. Ich esse eine leckere Fischplatte, die Männer Fleisch. Der Laden wird später brechend voll und wir ziehen weiter.
Hinter dem Club beginnt der schöne Estuary Boardwalk.
Zur Kaffeezeit sind wir wieder im Gästehaus. Unsere Wäsche ist auch schon fertig – das ging aber wirklich flott. Mein Mann relaxt in der Badewanne, der eine Freund hat alle Viere von sich gestreckt und der Dritte liest im Wohnzimmer. So schaue ich mir das Gästehaus etwas näher an. Alles ist sehr gepflegt, ein subtropisches Paradies.
unser Aufgang
Lounge
Später treffe ich auf die netten Eigentümer. Bei einem Plausch mit Kaffee frage ich nach einem frühen check-out, da unser Flieger 10.45 Uhr ab Durban geht. Sie bieten an unseren Kühlschrank mit Frühstücksutensilien am Abend zu füllen. Gerne nehmen wir das Angebot an. Wir bezahlen noch unsere Shakabarker Tour und das Waschwaschen (ca 10 € für 2 große Wäschesäcke). Mit den besten Wünschen verabschieden wir uns.
Wieder in unserem Apartment wird mir erzählt, dass wir Besuch hatten. Aha. Ein Meerkatze hat die offene Schiebetür genutzt ist flugs ins Wohnzimmer und hat den Zucker geklaut. Unser Freund sagte, er habe beim Lesen im Augenwinkel den Affen gesehen – blitzschnell zum verpackten Zucker und weg war er wieder. Zum Glück hat der Affe nicht die Autoschlüssel geklaut, die direkt daneben lagen....uff.
Die Sonne, welche Sonne?, geht unter und es wird Zeit für einen Gin-Tonic.
Später fahren wir in die Stadt (im Dunkeln sollte man, wegen der grasenden Flußpferde, nicht zum Dinner gehen) zum Italiener. Alfredos Restaurant an der Hauptstraße wird unser Ziel. Die Pizzen und Pasta sind gut, der Rotwein süffig und der Wirt unterhält uns bestens.
Zurück in unserer Unterkunft schaue ich gleich in den Kühlschrank, ob die Sachen fürs Frühstück drin sind. Mich trifft fast der Schlag als ich die Berge mit Essen sehe. Jede Menge Aufschnitt, Schinken, Käse, gekochte Eier, Marmelade, Honig, Obst (Bananen, Orangen, Äpfel), Butter/Magarine, je 2 Flachen O-Saft und Mineralwasser, 1 geschnittenes Weißbrot, sogar Salz und Pfeffer fehlen nicht. Von diesen Mengen würden 10 Personen satt werden....ich schmiere schon mal für uns einige Brote, welche wir auf die Fahrt mitnehmen. Die Männer finden, dass ich mir nach dieser schweren Arbeit einen Drink verdient habe. So leeren wir zur Einstimmung auf das Weinland den Willkommensgruß des Gästehauses - 1 Flasche leckeren Rotwein.
Mit der Vorfreude auf das Kap schlummern wir bald ein.
(ich schreibe das Kapitel gleich bis zum Abflug)
5.30 Uhr heißt es raus aus den Federn. Ein neuer Tag und das letzte Drittel unserer Reise beginnt. Wir trinken zusammen Kaffee/Tee und essen eine Kleinigkeit. Unsere Sachen sind schnell ins Auto gepackt, den Schlüssel lassen wir wie vereinbart stecken und kurz vor 7 verlassen wir wieder Mal eine schöne Unterkunft.
Fazit Elephant Coast Guesthouse: sehr angenehme, herzliche Gastgeber und Angestellte Unterkunft: 2+ (Wi-fi gratis) Lodgeanlage: 2 + Essen/Frühstück: 1 Eine unbedingte Weiterempfehlung für St. Lucia!
Unterwegs werden die belegten Brote gefuttert und kurz vor 9 Uhr sind wir am Flughafen Durban. Europcar ist schnell gefunden. Der Avanza hat einen kleinen Kratzer vom Busch aus dem Krüger. Wir müssen dazu ein Protokoll, trotz Vollkasko etc., ausfüllen, auch haben wir nicht vollgetankt – der Tank war kurz vor Reserve. Es wird uns etwas umständlich und in sehr schlechten Englisch die weitere Verfahrensweise erklärt. Um es vorweg zu nehmen, für den Kratzer mussten wir nichts zahlen und für das Tanken wurde uns später ca. 30 € abgebucht. Also alles in Ordnung.
Pünktlich hebt unser Flieger von Mango Airline Richtung Kapstadt ab...
Ich wünsche allen einen schönen
Teil 2001. Dez. 2015
03.09.2015 Kapstadt Flughafen – Franschhoek, Avondrood Guesthouse, Family Delux Suite, 1. OG
Der kurze Flug (ca. 2 h) war angenehm und 13 Uhr landen wir pünktlich in Kapstadt. Der Flughafen ist viel größer und moderner als 1997 – damals gabs da nicht mal ein Restaurant oder Cafe. Die Übernahme unseres Mietwagens (wieder ein Avanza) dauert bei Europcar auch nicht lange und schon sind wir wieder auf Tour.
Vorbei an einem riesigen Slum – den kennen wir noch von 1997 ....Nur kurz: wir wollten damals vor dem Heimflug noch an den Strand und haben uns heillos darin verirrt.
Bald sind wir in herrlicher Landschaft, die Sonne scheint dazu und alles ist so sauber und aufgeräumt. Ein ganz andere Welt zu den ersten beiden Wochen unserer Reise.
Für unsere 1. Weinprobe in Südafrika stoppen wir im Delaire Graff Estate. Durch einen wunderschönen Garten bzw. Park spazieren wir zum Restaurant, in welchen die Tastings stattfinden. 1982 kaufte der bekannte Weinkolumnist und Kritiker John Platter das Weingut unter dem Namen "Avontuur" und nannte es aufgrund der atemberaubenden Aussicht in "Delaire" um, was soviel wie "vom Himmel" bedeudet. Im Jahr 2003 erwarb Laurence Graff das Weingut. Was für ein Traumanwesen mit einer Wahnsinnsaussicht – und sehr nobel! Wir werden deutschsprachig begrüßt, schauen uns erst etwas um und werden dann zu einem schönen Tisch auf der Terrasse begleitet. Das Tasting bestand aus 5 Weinen – vorab wurde nach unseren Wünschen gefragt. Die Weine sind ausgesprochen süffig (mein Favorit 2013 Chardonnay).
Wir hätten Stundenlang hier sitzen können....aber wir wollen auch heute noch nach Franschhoek in unser Gästehaus. Die Fahrt dahin ist sehr kurzweilig, führt durch schönste Landschaft und immer wieder an Weinfeldern vorbei.
Gegen 16.30 Uhr sind wir in unserem Gästehaus und sind schon beim Anblick begeistert. Das Gästehaus liegt in einer Seitenstraße zur Mainstreet. Es ist total ruhig gelegen, aber nur 2 Minuten zu Fuß und man ist im Zentrum.
Wir werden aufs Herzlichste von Justin, dem Eigentümer, empfangen und gleich zu einem Drink in den Loungebar eingeladen. Er fragt nach, ob er uns einen Tisch zum Dinner reservieren kann. Ich habe bereits von zu Hause aus das Le Bon Vivant gebucht – Justin meinte: darauf können wir uns sehr freuen, es wäre das beste Restaurant der Stadt.
Etwas später zeigt uns Justin die Suite. Boah...meine Güte ist das schön hier.
Wohnzimmer mit offenen Kamin, riesigen TV, Kühlschrank/Minibar, Kaffee/Teeautomaten, Klimaanlage etc.
unser Schlafzimmer
Schlafzimmer unserer Freunde
großes Badezimmer mit Dusche und Badewanne
Die gesamte Einrichtung passt perfekt zum Haus, alles ist penibel sauber.
sehr große private Terrasse vom Wohnzimmer/Schlafzimmer/Badezimmer begehbar
Nach einem Glas Wein auf der herrlichen Terrasse machen wir uns frisch fürs Dinner. Wir bummeln durch das schmucke Franschhoek bis zum Hugenotten Denkmal. Der Ort wurde 1688 von aus Frankreich ausgewanderten Hugenotten gegründet. Restaurants, Cafes, Boutiquen, Galerien, Kunsthandwerker und andere Geschäfte reihen sich in der Mainstreet aneinander.
Gegen 19 Uhr kehren wir ins Le Bon Vivant ein. Nach einer sehr netten Begrüßung erhalten wir den, meiner Meinung nach, besten Tisch mit Sichtscheibe direkt in die Gourmet Küche – klasse. So konnten wir dem Meister, Pierre Hendriks, bei seinem Handwerk zusehen, welcher uns auch begrüßte. Unglaublich wie professionell das alles ist.
Wir haben uns für das 5 Gänge Surprise Menü (eigentlich 7 Gänge – weil zu Beginn und am Ende jeweils ein Gruß aus der Küche dabei war) entschieden. Was nun folgt war eine Geschmacksexplosion nach der Anderen. Die Weine vom Sommelier dazu passend gewählt. Jeder Gang wurde einzeln vom Kellner vorgestellt und erklärt.
Jeder einzelne Gang war nicht nur vom Geschmack sensationell sondern ein Kunstwerk an sich. Den Hauptgang (Rinderfilet) und das Dessert (Eis, Törtchen, Mousse) habe ich, vor lauter Euphorie, vergessen zu fotografieren. Das Dinner war ein unglaubliches Erlebnis, der Preis top. Wir können das Restaurant 100%ig weiterempfehlen.
Glücklich, zufrieden und satt kehrten wir in unser Gästehaus zurück. Justin fragte nach, ob wir einen schönen Abend hatten – was wir selbstverständlich mit einem „perfekt“ beantworten konnten. Wir plauderten noch etwas mit ihm über unsere morgigen Pläne.
Nach einem Drink rief das Kuschelbett nach uns. Ein ereignisreicher Tag, der ca. 1500 km Fluglinie östlich begann, geht zu Ende...
Teil 2102. Dez. 2015
04.09.2015 - Franschhoek, Avondrood Guesthouse
Die Sonne blinzelt durchs Fenster. Wir haben geschlafen wie die Murmeltiere. Mit traumhaften Panorama genießen wir den ersten Kaffee/Tee auf der Terrasse.
Das Frühstück ist eine Wucht und alles ist mit viel Liebe angerichtet. Der frische Obstsalat ein Träumchen. Wir sind die einzigen Gäste, so gesellt sich später Justin zu uns. Ein sehr sympathischer Mensch. Man spürt die Liebe zu seinem Gästehaus/seiner Berufung in jedem Detail des Hauses.
Wir haben uns für die Franschhoek Wein-Tram-Tour entschieden. So muss keiner fahren und wir können alle ausgiebig testen. Gegen halb 10 schlendern wir zum Tour office (sind nur 5 Min zu Fuß). Ich habe mit der roten Linie geliebäugelt und mir schon einige Notizen zu den Weingütern gemacht, aaaaber leider findet diese heute nicht statt. Es ist keine Saison, so finden die rote – blaue Tour im täglichen Wechsel statt.
Mit einer Portion Enttäuschung sitze ich, und natürlich meine Männer und ca. 10 weitere Gäste, 10 Uhr im Weinbus. Wir werden von einem guide willkommen geheißen. Etwas außerhalb von Franschoek steigen wir dann in die Bahn um.
Wir müssen nochmal umsteigen, nun geht’s aufm Anhänger mit Trekker durch Weinfelder zum erster Stopp: Weingut Rickety Bridge.
Die Geschichte reicht zurück bis ins Jahr 1694, als Farmen der Umgebung hugenottischen Bauern zugesprochen wurden. Rickety Bridge war Teil der ursprünglichen La Provence-Farm. Erst in den späten 80er Jahren wurde das Gut als Rickety Bridge bekannt. Dieser Name bedeutet übersetzt "klapprige Brücke". Diese klapprige Brücke auf dem Gut war größtenteils aus Holzbalken errichtet und für größere Fahrzeuge nicht geeignet.
Och, wie schön das hier ist - meine Laune steigt.
Wir testen 5 leckere Weine (R 20), knabbern etwas Gebäck dazu und plaudern ein bisschen auf der schönen Terrasse. Herrlich ist es hier. Im Anhänger geht’s zurück zur tram.
Unser 2. Stopp bringt uns zum Grande Provence Weingut. Schon von weitem eine Augenweide mit toller Allee. Das Weingut wirkt mit seinen gepflegten Weinbergen den sauber geschnittenen Hecken und den uralten Eichen wie einem Bilderbuch entsprungen. Die Geschichte des Weingutes reicht 300 Jahre in die Vergangenheit zurück. Im Jahr 1694 floh der Hugenotte Pierre Joubert aus der Provence und fand in Südafrika eine neue Heimat. Später fing er an, Wein zu produzieren. Seit 2004 gehört das Weingut einem Konsortium von holländischen und belgischen Geschäftsleuten.
Wir schauen uns, vor dem Tasting, die wunderschönen Außenanlagen an. Versteckt sind kleine Brunnen und Wasserläufe zu finden. Es ist alles topp gepflegt, wie viel Arbeit darin steckt will ich gar nicht wissen.
Pause
tasting bar
Das Tasting war äußerst professionell und sehr, sehr lecker (R 25).
Nach ca. 1 Stunde geht’s weiter...und der Wein wirkt langsam. Die Stimmung im Bus wird immer ausgelassener. 😗
Der nächste Halt führt uns zum Gut Mont Rochelle von Sir Richard Branson. Die ersten Reben wurden auf Mont Rochelle 1994 angeplanzt.
Bei einem kleinen, leckeren Lunch (Pasta) auf der schönen Aussichtsterrasse genießen wir das edle Ambiente. Versteckte Ecken warten in der wohlgestalteten Gartenanlage auf ein Picknick. Danach werden auch diese Weine probiert – auch sehr süffig. Der Miko Chardonnay sur lie schmeckte mir besonders. Der Name Miko wurde in Anlehnung an den ersten schwarzen Besitzer einer Weinfarm, Miko Rwayitare, gewählt.
Die Tram ist so eine Art Hop on Hop of Bus und wir werden schon von einer lustigen Truppe erwartet. Die Musik im Radio gibt ihr Bestes. Es herrscht eine ausgelassene ansteckende Stimmung, der wir uns nicht entziehen wollen. 😎
Fortsetzung folgt....
Teil 2202. Dez. 2015
Bitte einsteigen - die Weintram fährt weiter...
Auf zum nächsten tasting Stop, La Couronne steht auf dem Plan. Nach den grandiosen Weingütern wirkt dieses etwas unscheinbar, obwohl die Lage und Anlage auch sehr schön sind. La Couronne ist der Name eines französischen Kriegsschiffes, im Jahre 1636 gebaut, welches im Jahre 1685 277 Hugenotten zum Kap transportierte. Das Schiff war eines der Modernsten ihrer Zeit. Die Weine sind sehr zu empfehlen. Mir gefiel der Chardonney Unwooded. Das Tasting ist gratis (bzw. im Ticketpreis der Tram enthalten).
Mittlerweile ist es 15 Uhr und nicht nur die Sonne knallt. 🤪 Wir beschließen die nächste beiden Weingüter auszulassen und fahren bis zum letzten Weingut dieser Tour durch.
Der Bus schaukelt das Holden Manz Weingut
und
La Petite Dauphine
an.
Im Bus wird mittlerweile getanzt. Der Guide hat Sendepause und erfreut sich an der lustigen Gesellschaft.
Unser 5. Stopp ist das La Bourgogne. Eine Oase der Ruhe empfängt uns. Das Weingut liegt idyllisch an einem Bachlauf. Außer uns ist nur 1 Paar anwesend. Wir sitzen im gepflegten Garten (mittlerweile suchen wir auch keinen Sonnenschutz mehr) und trinken den süffigen Wein (tasting gratis). Wir stellen fest, dass wir ein sehr privilegiertes Leben führen dürfen... Später kaufe ich noch 2 Gläser Honig.. Der übrigens sehr gut schmeckte.
Halb 5 sind wir wieder in der Stadt und klappern noch einige Boutiquen, Galerien etc. ab.
Müde und ganz schön angeschikkert kehren wir in unser Gästehaus zurück. Justin begrüßt uns mit einem breiten Grinsen...er fragt auch heute wieder nach einer Tischreservierung zum Dinner. Wir überlassen ihm die Wahl mit der Einschränkung heute kein Sterne Restaurant auszuwählen. Er gehe gerne ins French Connection und wird dort für uns 19.30 Uhr reservieren. (Geplant war eigentlich Ryan’s Kitchen, aber das wäre raus geschmissenes Geld – unsere Geschmacksnerven sind heute für fine dining nicht mehr nutzbar.)
In unserer Suite wartet ein Gruß vom Gästehaus -1 Flasche Schampus - auf uns. Was für eine liebe Geste von Justin. Momentan haben wir aber alle genug Alkohol intus.
Es werden alle Steckdosen der Suite mit Handys und elektronischen Equipment versorgt. Ich koche mir noch einen Roiboos Tee (kann sogar noch eine freie Steckdose für den Wasserkocher finden) und lege mich später auch erst Mal ein Stündchen hin.
Gegen 19 Uhr sind die Lebensgeister etwas zurück und wir kehren im French Connection (Mainstreet, 3 Min zu Fuß vom GH) ein.
Das Restaurant ist, bis auf unseren Tisch, voll besetzt. Es ist herrscht eine französische Bistrostimmung. Die Kellner sind freundlich und sehr flott. Ich esse ein super leckeres Pilzrisotto, die Männer Filet Mignon, welches auch ein Genuss gewesen sein soll. Eine Flasche Chardonney von La Couronne rundet das Dinner perfekt ab. Wir können dieses Restaurant sehr gerne weiterempfehlen, wenn man in Franschhoek mal nicht in einem Sterne-Restaurant essen möchte.
Zurück in der Suite lächelt uns der Champagner so verführerisch an, dass wir nicht widerstehen können. Später fallen wir regelrecht ins Bett...
Teil 2304. Dez. 2015
05.09.2015 Franschhoek, Avondrood Guesthouse - De Kelders, Kleinzee Oceanfront Guesthouse
Erstaunlich fit starten wir in den neuen Tag. Same procedure as last week's – Tee/Kaffee auf der Terrasse. Etwas widerwillig packen wir schon Mal einige Sachen zusammen, hier hätte ich es noch 1-2 Tage aushalten können.
Justin und seine Küchenfee erwarten uns zum Frühstück. Wir haben heute besonders guten Appetit und futtern uns von Herzhaft zu Süßem durch.
Dann schlendere ich noch ein bisschen durch den schönen Garten.
Zugang Gästezimmer
Außenaufgang zu unserer Suite, innen gibt’s natürlich auch ein Treppenhaus
Nachdem der Avanza beladen ist verabschieden wir uns ganz herzlich von Justin und staff.
Fazit Avoondrood Guesthouse: sehr herzlicher und sympathischer Gastgeber und zuvorkommende Angestellte Unterkunft: 1 (Wi-fi gratis) Lodgeanlage: 1 Essen/Frühstück: 1 Eine Traumunterkunft, sehr ruhig trotz fast Innenstadtlage, 100%ige Weiterempfehlung für Franschhoek!
Folgendes Routing haben wir für heute gewählt: R 45 - R 43 – N2 – R 320 (Weinroute) – R 43 Kurz nach Stadtausgang fahren wir den Franschhoek Pass hoch, es bieten sich traumhafte Aussichten, die immer wieder zu Anhalten nötigen.
Auf Wiedersehen Franschhoek!
Wunderschöne Landschaftsbilder gleiten an uns vorbei, wir wähnen uns nicht in Südafrika. Ihr erinnert euch an meinen Einleitungssatz zu diesem Reisebericht … nicht afrikanisch genug? Heute assoziieren wir Südafrika mit vielen Bildern.
Bei diesem Bild meinte ein Freund: ich glaub' wir sind im Sauerland...
Bald biegen wir auf die legendäre Weinroute R320 / Hemel-en-Aarde Valley ab. 15 Weingüter reihen sich wie Perlen an einer Kette auf einer Länge von ca. 30 km aneinander.
Kurz vor 12 parken wir den Avanza am chicen Weingut Creation. Für 12 Uhr haben wir das Wine & Food (Tapas) Pairing reserviert. Sehr freundlich und wirklich liebenswert werden wir empfangen und an einen schönen Tisch geleitet.
Das nachfolgend Prozedere kennen wir von den letzten beiden Tagen – die Bedienung und der Sommelier stellen sich vor und jeder Essensgang und Wein wird genau erklärt. Sehr professionell.
Was wir später an Tapas und Weinen gereicht bekommen, war mit das Beste der gesamten Reise. Es war der absolute Traum jedes Genussmenschen.
kein Getränk 😉
Die Weine dazu haben uns mehr als nur beeindruckt. Der Cabernet Sauvignon Merlot und Sauvignon Blanc sind spektakulär – absolut. Später wandern diese verpackt in meiner Tasche.
Der Sommelier hat uns auch bestens über die Geschichte des Weingutes informiert. Gegründet wurde das Gut 2002 von Jean-Claude (Schweizer?) und Carolyn Martin (Südafrikanerin) auf einem 40 Hektar großen hügeligen Gelände, wo vorher nie Reben angepflanzt worden sind. Die Weingärten liegen auf knapp 350 m Höhe auf Ton und – was den Weinen ihren Extrakick gibt – auf Schiefer. Die Trauben, beeinflusst durch das raue Klima (10 km Luftlinie vom Atlantik entfernt), reifen langsamer und weisen so eine natürlich hohe Säure auf.
Unser Sommelier freute sich schelmisch ein bisschen deutsch mit uns zu reden und erzählte, dass er unbedingt Deutschland besuchen möchte, um mal ohne Limit Auto zu fahren. 🤩
Die Zeit vergeht leider viel zu schnell und gegen 14 Uhr machen wir auf den weiteren Weg. Wir können jedem empfehlen, bei Creation Wein einzukehren. Es war einfach sensationell!
Später hielten wir noch am Sumaridge Weingut, ebenfalls wunderschön an einem See gelegen.
Über Hermanus
fuhren wir zu unserem Gästehaus nach De Kelders. Wir werden schon von einer Angestellten erwartet und sehr nett willkommen geheißen. Nach einem Getränk werden wir durchs Haus geführt und in unsere Zimmer geführt.
Das Gästehaus bietet nur 3 Zimmer, unten rechts wohnten unsere Freunde, wir links. Im Obergeschoss die honeymoon suite, welche von eben diesen belegt war. Die Zimmer sind nicht so riesig wie im letzten Gästehaus, aber sehr charmant mit großen Doppelbett, Korbmöbeln, TV, Klima-/Heizung, Tee-/Kaffeeutensilien eingerichtet. Das Bad ist groß und mit Dusche und Badewanne ausgestattet. Alles ist penibel sauber. Uns gefällt es... vor allem die Aussicht auf den Atlantik ist fantastisch.
liebenswertes Detail
großes Badezimmer mit sep. Dusche
Wir richten uns etwas ein. Die Straße vor unserem Gästehaus ist Menschenleer und auch in den nächsten Tagen bleibt es vor unserer Terrasse absolut ruhig.
Das Wetter ist herrlich deshalb beschließen wir, gegen 15.30 Uhr, den Duiwelsgat Trail zu gehen, jedenfalls ein Stück davon. Ca. 50 m Meter von unserem GH entfernt ist ein Zugang zum Trail (7 km Länge - beginnt/endet am Hafen Gansbaii), den wir, nunmehr mit Wanderschuhen an den Füßen, Richtung Hermanus 2-3 km folgen.
Halb 6 sind wir zurück und zelebrieren später mit Gin Tonic einen wunderschönen Sundowner auf unserer Terrasse.
Wir genießen die Stille...plötzlich reißen uns unbekannte Geräusche aus diesem Idyll. Wir staunten uns die Augen aus dem Kopf ...2 Walkühe mit Kälbern tummeln sich vor uns. Damit haben wir Anfang September überhaupt nicht gerechnet. Wir sind hin und weg - genießen den Anblick dieser sanften Riesen der Meere. (Leider ist es schon zu dunkel, um sie gut im Bild festhalten zu können, außerdem denken wir viel zu spät ans fotografieren).
Das Dinner nehmen wir im schnuckligen Kloeks @ home, ca. 250 m von GH entfernt, ein. Die Besitzerin begrüßte uns herzlich und erklärte das Essen des Abends. Dieses war ein Wucht (Curry bzw. Carpaccio vom Strauß) und sehr preiswert. Das Dinner war, für mein dafürhalten, sicherlich in der Kategorie fine dining anzusiedeln. Es gibt nur wenige Tische, deshalb unbedingt reservieren. Das Restaurant hat keine Schanklizens, deshalb kann man Wein/Bier mitbringen. Eine 100%ige Weiterempfehlung!
Den Abend ließen wir im Kerzenschein und mit einem Glas Wein auf unserer Terrasse ausklingen. Ein wundervoller Tag geht zu Ende...
Teil 2405. Dez. 2015
06.09.2015 – De Kelders, Kleinzee Oceanfront GH
Wir haben sehr gut in dem bequemen Bett geschlafen. Ich ziehe die Vorhänge rüber, blicke auf den Atlantik und sehe....juhu... wieder Wale. Auf der Terrasse ist es noch etwas frisch – ist ja erst kurz vor 7- also zurück ins Bett. Cool, whale watching vom Bett aus...bei Kaffee und Tee sehen wir ihrem Spiel im Ozean zu.
Ab 8.00 Uhr wartet ein gutes Frühstück auf uns. Wir werden vom Eigentümerpaar, Deon und Linda, herzlich begrüßt und nach unseren Wünschen fürs Frühstück gefragt (er bietet alle mögliche Eiervarianten an, heißen Bohnen, Speck, Würstchen etc.). Wir bleiben beim bewährten Rührei mit Schinken. Er bringt mir sogar koffeinfreien Kaffee, aber der Nescafe schmeckt mit nicht und ich suche mir aus der großen Auswahl einen lecken Früchtetee aus. Außerdem gibt’s Müsli, verschiedene Käse-und Wortsorten, Joghurt, eben alles was zu einem tollen Start in den Tag benötigt. Ich order später noch pancake mit frischen Mangos -lecker.
Auch während des Frühstücks können wir die Wale weiter beobachten. Deon fragt uns nach unseren heutigen Plänen. Er bietet uns Käfigtauchen zu den Haien an. Ich lehne dankend ab. Ich habe schon einige Gruselgeschichten, vorallem über die Bootsfahrt dazu, gelesen. Auch die Männer sind nicht soooo Seefest. 😗 Auch Walbeobachtungstouren werden von ihm angesprochen, mit dem grinsenden Hinweis, dass wir diese aber auch von hier auch sehr gut sehen.
Am liebsten möchte ich sowieso hier bleiben und Wale beobachten. So sitzen wir später wieder auf unserer Terrasse, keine 30 m vor uns kümmern sich die Walkühe um ihre Kälber.
Kurz vor 10 sitzen wir im Auto - unser Ziel Panorama Nature's Haven. Ca. 10 km vom GH entfernt bieten diese Quadfahren an. Über eine üble Schotterstraße geht’s den Berg hoch. Leider stehen nur 2 Quads zur Verfügung – so erfreuen wir uns an den Ausblick und fahren dann wir unverrichteter Dinge weiter.
Wir fahren mehrere schöne Strände, u.a.Pearly Beach, in der Nähe an, gehen spazieren, saugen die Meerluft tief ein. Einfach herrlich ist das!
Auch hier sind ab- und zu Wale zu sehen.
Gegen 13 Uhr machen wir uns auf den Weg Richtung Stanford. Für 13.30 Uhr haben wir uns zum lunch im Springfontein Wine Estate (ca. 20 km vom GH) angemeldet.
das Cottage im Hintergrund wird auch vermietet
Wie Freunde werden wir von Susanne Schneider (Eigentümer) empfangen. Sie, Weinakademikerin, er, Jürgen Schneider mit einem Stern dekorierter Koch, wanderten 2013 von Deutschland nach Südafrika aus. Sie beweisen uns, dass man sich auch als Generation 50plus noch einmal einer neuen Herausforderung stellen und einiges bewegen kann. Ein 200 Jahre altes Farmhaus wurde umgebaut, Gemüse-, Obst- und Kräutergarten angelegt. Ein Traum wurde hier zur Wirklichkeit.
Man kann zwischen 3, 4 oder 5 Gänge-Menü wählen, wobei man im Gang zwischen 2 Gerichten auswählt. Da es außer einigen Hühnern keine weitere Tiere zu sehen gab, hier unsere Tellersichtungen:
Gruß aus der Küche
Gruß aus der Küche zum Abschluss
Naturnahe Küche, die auf saisonale und regionale Produkte setzt und mit der Kreativität eines Sternekochs wird hier zu einem einmaligen besonderen Geschmackserlebnis. Dazu wählten wir beim Sommelier einen Chenin Blanc und Pintotage vom Weingut aus. Das frische Wasser, welches immer dazu gereicht wurde stammt aus eigener Quelle und schmeckt sehr gut. All dies zusammen war ein Feuerwerk für den Gaumen. Wir erlebten Momente des Glücks nur des Essens und Trinkens wegen. Allein dafür lohnt es sich nach Südafrika zu reisen. 😉
Ich kann es deshalb auch vorweg nehmen: es war das Beste Essen unseres Urlaubs – ich bzw. wir haben selten so gut gegessen (mal abgesehen bei meiner Mama 😘 )
Wir plaudern später noch etwas mit Susanne und Jürgen. Sehr sympathische und offene Gastgeber.. Gegen 16 Uhr und als letzte Gäste verlassen wir die schöne Terrasse – in 2 Stunden werden neue Gäste erwartet und wir gedacht, sie sind wieder für den Abend ausgebucht.
Estate-Schätzchen
Auf dem Rückweg nach Gansbaii/De Kelders machen wir noch Halt an der Birkenhead Brauerei. Wir besichtigen diese aber nicht. Setzen uns in den Garten, genießen den Ausblich ins Himmel-und-Erde Tal und philosophieren über das tolle Essen auf Springfontein.
Im Gästehaus angekommen ruhen wir ein bisschen aus, später bummeln wir noch ein bisschen am Meer entlang. Wale sind keine mehr zu sehen.
Kurz vor Sonnenuntergang frischt es merklich auf und der Wind bläst.
Mit dramatischen Sonnenuntergangsbildern verabschiedet sich ein schöner Tag. Wir, vier, stoßen mit Gin Tonic auf diese Darbietung an.
Lange sitzen wir nicht mehr draußen, es ist kalt geworden. So verabschieden wir uns in unsere Ocean Suite, schauen ein erst bisschen fern, telefonieren nach Hause....und später lese ich „Ich trage Afrika im Herzen“ weiter.
Das Rauschen des Ozeans schickt uns bald ins Traumreich...
Ich wünsche allen einen schönen 2. Advent mit einem fleißigen Nikolaus
Wir haben sehr gut geschlafen, die Vorhänge werden aufgezogen und ich sehe.... keine Wale, dafür mächtige Wellen und es stürmt. Also mit Kaffee/Tee zurück ins kuschlige Bett.
Zu Hause würde wir bei solch einen Wetter im Bett bleiben, aber wir haben Urlaub. 8 Uhr zaubert uns Deon ein köstliches Frühstück und danach sieht die Welt schon viel besser aus. Der Avanaza wird beladen und wir verabschieden uns herzlich von Deon und Linda.
Fazit Kleinzee Oceanfront Guesthouse: Deon und Linda sind sympathischer Gastgeber, welche aber nicht ständig im Gästehaus sind. Bei Problemen/Wünschen kann man anrufen und sie sind in 5 Min vor Ort. Unterkunft: 2+ (Wi-fi und Laptop gratis) Lodgeanlage: 2+ (keine 1, da Frühstücksraum unmittelbar an die beiden Gästezimmer im EG angrenzt) Essen/Frühstück: 1 Für uns trotzdem 100%ige Weiterempfehlung für De Kelders/Gansbaii – whale watching vom Bett aus!
Halb 9 Uhr verlassen wir das verträumte Dorf Richtung Kapstadt. Unser Routing: immer das Meer links neben uns: Clarens-Drive (wunderschön!), Betty's Bay, Muizenberg, Cape of good hope, Chapman´s Peak Drive, Kapstadt. Das Navi sagt 280 km bei 5 Std. Fahrtzeit.
Im Himmel türmen sich teilweise Wolkenberge...wir können den Regen entkommen und erreichen Betty's Bay. Der Weg zur Pinguin Kolonie am Stony Point ist schnell gefunden (Eintritt R10). Hier lachen die Brillenpinguine mit der Sonne um die Wette. Bei unserem Besuch war kaum etwas los. Vielleicht besuchen alle das bekanntere Boulders Beach, obwohl diese Kolonie weitaus größer ist. Es gibt neben Pinguinen noch Klippschliefer, Kormorane und andere Vögel zu sehen. Ein langer Holzsteg führt durch die Pinguin Kolonie. Man ist dabei den Tieren sehr nahe und sie scheint es überhaupt nicht zu stören.
Kolonieaufpasser
Nachdem der Wind uns mächtig durchgepustet hat, verlassen wir die lustigen Gesellen.
Wir halten immer mal wieder an.
Vorbei an chicken Villen und Townships bis zum Horizont....
Vorbei an schönen Stränden und Surfern, die mehr baden gehen
Mittag sind wir in Muizenberg. Wir halten direkt an der Touristinfo, dahinter befinden sich die bunten Strandhäuschen.
Gerade wieder im Auto fängt es an zu schütten.
Wir bleiben optimistisch und fahren gen Kap der guten Hoffnung. Am Eingang zum Naturpark schaut uns der Kassierer noch grinsend an....nur Touristen fahren im strömenden Regen in den Park. Aber schon ein paar Kurven weiter und es hört auf zu regnen. Juhu. Erinnerungen werden wach...vor 18 Jahren standen wir schon Mal hier...
Einige Sträuße säumen die Wege
Mit der Bahn fahren unsere Freunde zum Leuchtturm. Ich muss wegen meiner Höhenangst unten bleiben, mein Mann bleibt natürlich bei mir. Außerdem waren wir vor 18 Jahren oben, damals kannte ich diese Angst noch nicht.
Aber auch wir haben spektakuläre Aussichten.
Wir bummeln durch den Souvenirshop, trinken einen Kaffee und gehen dann zurück zum Auto. Bei geöffneter Autotür blättere im Reiseführer, sehe im Augenwinkel eine Hand Richtung meines Buches und sage dabei, „Moment ich suche gerade etwas“ , drehe meinen Kopf leicht zur Seite und gucke in Augen die nicht zu meinem Mann gehören.... 🤩 ich kreische urplötzlich los. Ein großer Pavian steht an der Tür...Er ist zum Glück durch meinen Schrei genauso erschrocken, wie ich, und haut schnell ab. Ich bin danach völlig durch den Wind... Zum Glück kommen kurz danach unsere Freunde und wir fahren weiter.
15 Uhr stehen wir am Parkausgang und es fängt wieder mal an zu regnen....hm keine guten Aussichten für den Chapman's Peak Drive. Egal, einer unserer Freunde kennt ihn nicht. Bedingt durch die miese Sicht sind wir relativ schnell durch.
Kaum sind wir den Chapmans gefahren zeigt sich die Sonne wieder – na toll. Kurz vor halb 5 kommen wir zu den ersten Vororten Kapstadts.
Ich bin etwas aufgeregt...wie wird sich Kapstadt verändert haben? Ich habe solche schöne Erinnerungen an Südafrikas Mutterstadt...an die kleine Waterfront... an das zufällige Aufeinandertreffen mit Michael Jackson...uswusf. Auch für uns ist es eines der schönsten Städte der Welt und es stand für uns von Anfang fest, wenn Südafrika dann auch Kapstadt.
Den Signal Hill im Blick gings durch chicke Camps Bay und weiter Richtung Oranjezicht.
17 Uhr haben wir unser letztes Urlaubsdomizil erreicht. Mit Freude werden wir von Nikola begrüßt – was für eine Herzlichkeit und Wärme uns hier empfängt sucht seinesgleichen. Bei einem Drink plaudern wir mit Niki, die die Nichtanwesenheit ihres Mannes entschuldigt (kommt erst spät abends zurück). Auch hier werden wir nach Restaurantwünschen gefragt – evtl. ins Cafe Chic, aber wir lassen nicht von Nikola reservieren. Im Loungebereich des GH steht ein großer Kühlschrank mit Weinen, Gin, Tonic, Bier, Säften etc. gefüllt, wo sich jeder Gast bedienen kann. Die Abrechnung läuft auf Vertrauensbasis.
Danach werden uns die Zimmer gezeigt. Unsere Freunde beziehen einen Corner room mit schönem Balkon und Gartenblick. Und wir werden ins Baumhaus geführt. Am Rande des Großstadtdschungels wohnt man hier in den Palmen. Der kleine Balkon ragt in die Palmen hinein. Traumhaft schön!
über den Dächern Kapstadts
Alles ist blitzsauber, sogar die Fenster sind geputzt. Man hat einen herrlichen Blick Richtung Signal Hill und Kapstadt liegt uns zu Füßen. Das Gästehaus ist viel schöner als die Bilder der Homepage zeigen.
Wir richten uns ein und ruhen ein bisschen aus. Da sich etwas Hunger bemerkbar macht – fragen wir bei Nikola nach Restaurants in der Nähe. (Eigentlich war das Cafe Chic by Conrad Gallagher geplant – leider full) Unter anderem erwähnt sie einen guten Italiener, besser gesagt Sarde, bei dem sie selber sehr gerne essen und da ein Freund sardische Wurzeln hat, geht’s ins Nonna Lina. Niki hat nicht zu viel versprochen – ein Volltreffer. Leckere Pizzen mit dünnen Boden und hervorragender Service. Können wir gerne weiterempfehlen.
Gegen 21 Uhr sind wir zurück im Gästehaus. Nun werden wir auch von Chris sehr freundlich empfangen und gleich zu einem Wein eingeladen. Es wird ein sehr schöner Abend mit Gequatsche über Gott und die Welt.
Bei einem späten Gin Tonic in unserem Baumhaus bewundern wir noch den Ausblick auf das Lichtermeer Kapstadts.
Ein Tag mit vielen schönen Eindrücken geht zu Ende und schon bald schlafen wir glücklich und zufrieden ein....
Teil 2611. Dez. 2015
08.09.2015 Kapstadt, Lezard Bleu Guesthouse
Wir haben geschlafen wie auf Wolke 7. Während unserem morgendlichen Ritual auf dem Balkon begrüßen wir auch unsere Freunde weiter unten auf ihrem Balkon.
Halb Neun geht’s frühstücken. Es gibt verschiedene Müsli-, Brot-, Brötchensorten, große Wurst-und Käseauswahl, Eierspeisen nach Wunsch und eine riesige Obstplatte. Besser kann ein Frühstück kaum sein.
Bis 11 Uhr müssen wir unseren Mietwagen bei Europcar im Zentrum abgeben. Wir nutzen deshalb die Zeit bis dahin und fahren zum Signal Hill.
Herrliche Aussichten und viele Paraglider erwarten uns.
Wir können uns kaum satt sehen, aber unser Avanza muss abgegeben werden.
Wir kreisen 2 x um Europcar ehe wir die Einfahrt finden. Punkt 11 stehen wir auf der Matte - die Rückgabe dauert keine 5 Minuten. Der Europcar-Mitarbeiter ruft uns noch ein Taxi.
Unser Ziel die Victoria & Alfred Waterfront, benannt nach der britischen Königin Victoria und ihres zweiten Sohnes, Prince Alfred. Pro Jahr besuchen ca. 30 Millionen! die Waterfront - sie ist damit Touristenmagnet Nr. 1. Über 50 Restaurant, 10 Pubs, 7 Hotels, 11 Kinos, 6 Museen, Hunderte von Büroräumen, luxuriöse Wohnungen..., aber immer noch das Flair von einem Hafen machen dieses Areal nordwestlich der eigentlichen Innenstadt zu einer der Hauptattraktionen in Südafrika. Ein Muss für jeden Kapstadtbesucher - also stürzen auch wir uns ins geschäftige Treiben.
Wir sind erstaunt, wie sich das alles verändert hat.
Nobel Square
(das tausende Foto mit den Koordinaten und dem Tafelberg im Hintergrund erspare ich uns)
Das Bummeln macht durstig, also gönnen wir uns Bier/Wein ein einer der unzähligen Bars.
Frisch gestärkt gehen wir in die Victoria Wharf – das lässt alle shopping Herzen höher schlagen.
Nach ca. 3,5 Stunden verlassen wir die Waterfront Richtung Gästehaus. Wir genießen die Ruhe...
Gartenimpressionen
Halb Vier holt uns ein Taxi ab. Es ist Zeit für eine tea time im altehrwürdigen Mount Nelson Hotel.
Eine Institution, die man erlebt haben sollte. Man sitzt im Glanz vergangener Jahre unter hohe Stuckdecken in plüschigem, gediegenen Ambiente. Eine Unmenge an Köstlichkeiten vom Büfett und die Etagere mit Herzhaften am Tisch kredenzt - alles von auserlesener Qualität, erwartet hier den Gast. Der Service ist exzellent – unsere Bedienung Shahia war sehr zuvorkommend. Wir verbringen hier einen sehr schönen Nachmittag.
Nach einem Spaziergang durch den wunderschönen Garten geht’s zirka 18 Uhr ins Lezard Bleu. Heute brauchen wir nichts mehr zu essen....
Im Baumhaus trinken wir zum Sonnenuntergang mit unseren Freunden einen Gin Tonic und sind der Meinung, dass es wiederum ein sehr schöner Tag war.
Später treffen wir in der Lounge auf Chris und Niki. Wir reden und reden und manches Glas Wein wird geleert. Sehr interessante Gastgeber - Niki ist Schauspielerin (spielte u.a. in einem Tatort) undChris hat als Koch die Weltmeere bereist.
Später wünscht uns Kapstadt eine gute Nacht.
Teil 2713. Dez. 2015
09.09.2015 Kapstadt, Lezard Bleu Guesthouse
Kurz nach 7 werden wir mit so einem Anblick gerne geweckt (man kann aber das Schlafzimmer auch verdunkeln)
Der Tafelberg ist komplett frei, so beschließen unser Freunde während des wiederum klasse Frühstücks, hinauf zu fahren. Chris meint um diese Zeit sei keine Anmeldung erforderlich (die Touristen sind alle noch beim Frühstück) und bestellt den beiden ein Taxi zur 10 Minuten entfernten Talstation. Wir verzichten auf die Auffahrt (geschuldet meiner Höhenangst).
So dehnen wir unterdessen unser Frühstück aus, plauschen mit den gestern Abend angekommenen Gästen, genießen dann unser schönes Domizil.
Unsere Freunde zeigen uns später viele schöne Bilder von ihrem Ausflug auf den Tafelberg. Ein Freund berichtete mir später, dass sich die Gondel während der Auffahrt auch noch dreht – halleluja das wäre ein Gaudi für mich geworden! Ich bin eben nicht die Queen, die auch schon mit der Gondel gefahren ist.
im Hintergrund Signal Hill
mutige Bergsteiger
Blick auf Lions Head, Signal Hill, Robben Island, WM-Stadion
Unsere Freunde waren 9 Uhr an der Talstation und standen 3 Minuten später in der Gondel. Es gab keinerlei Wartezeit. Halb 11 sind sie zurück im Gästehaus und wir starten gemeinsam zu unserem Ausflug ins Stadtzentrum.
Es erwartet uns ein herrlicher Spaziergang, angefangen mit dem De Waal Park.
Gegenüber dem Mount Nelson geht’s Richtung Company's Garden... Zwischen alten Bäumen, Palmen und exotischen Pflanzen und umgeben von den unterschiedlichsten Vogelarten fühlt man sich wie im Dschungel. Der Company's Garden wurde 1652 von der Ostindischen Kompanie als Obst-und Gemüsegarten angelegt und war zu dieser Zeit etwa achtmal größer als der heutige Park.
Pause von der high school (fantastische Lage einer Schule)
Generalfeldmarschall und Staatsmann Jan Smuts
echte Howitzer-Kanone und Delwood Memorial Tempel (Replikt, Original steht in Delville/Frankreich)
Sir George Grey Gouverneur der Kap-Kolonie. Die Marmorstatue steht vor der Südafrikanischen Bibliothek, deren Grundstein er legte.
Parlament
Slave Lodge, zweitälteste Gebäude der Stadt,1679 erbaut. Hier wurden von der Ostindien-Kompanie bis zu 500 Sklaven auf einmal eingesperrt.
St. Georges Cathedral, Jahrzehntelang setzte sich Tutu hier gegen die Apartheid ein
Der Park ist wunderschön und man könnte sicher 1 Tag spazieren und würde immer noch versteckte Ecken finden, außerdem laden einigen Museen zum Besuch ein.
Unser Weg führt uns weiter Richtung Greenmarket Square
Viele Händler buhlen um die Gunst der Käufer (uns eingeschlossen). Manch schönes Mitbringsel wandert nach Verhandlungsgeschick in unseren Taschen. Später gönnen wir uns direkt am Markt einen Drink und beobachten weiter das geschäftige Treiben.
er hat sich einen Obolus verdient
Ein paar Schritte weiter befindet sich der Pan Afrika Market in der Long Street. In einem Labyrinth aus Zimmern und in 3 Etagen, kann man vieles kaufen, was Afrika an Souvenirs zu bieten hat.
Gegenüber starten die hop on hop off – Busse zum seigtseeing....
Fortsetzung folgt.....
Ich wünsche allen einen schönen 3. Advent!
Teil 2814. Dez. 2015
Fortsetzung vom 09.09.2015 Kapstadt, Lezard Bleu Guesthouse
Wir beschließen spontan die rote City Tour mitzumachen. So können wir uns gemütlich durch die Gegend schaukeln lassen – wir sind nämlich Pflastermüde.
General / Ministerpräsident Louis Botha -im Burenkrieg hatte er gegen die britische Herrschaft gekämpft
Rathaus
Es geht durchs schicke Camps Bay
weiter Seapoint / Greenpoint Park
Appartementhäuser mit windschiefen Bäumen
Stadion für die Fußball WM 2010 gebaut – hier gewann Deutschland im Viertelfinale gegen Argentinen mit 4:0, Multifunktionsarena mit 68000 Sitzplätzen
Waterfront Gebiet
Burg (Somerset Hospital – eröffnet 1864) neben Plattenbau
Geschäftszentrum
wir hatten oben in der 1. Reihe Sitzplätze
Die Stadtrundfahrt war sehr informativ und wir empfehlen diese gerne weiter.
16 Uhr geht’s mit dem Taxi zurück ins Gästehaus.
Upper Orange Street, am oberen Ende liegt unser GH. Rechts der De Waal Park, welcher unseren Stadtbummel heute eröffnete
Wir trinken auf unserem Balkon einen Kaffee, später ein Glas Wein und quatschen über das heute Erlebte/Gesehene. Unsere Meinung: Kapstadt ist eine afrikanische Verführung, eine faszinierende Stadt mit vielen Facetten...ein bisschen Paris da, etwas San Francisco dort, dazwischen Strände wie unweit Sydneys, Gassen wie im Oman, Glitzerwelt neben bitterer Armut.
Wir ruhen noch etwas aus und machen uns dann frisch. Für unseren letzten Abend in Südafrika habe ich schon von zu Hause aus einen Tisch im „The Pot Luck Club“ reserviert. Kurz vor 18 Uhr öffnet ein Wagenmeister? in Uniform unser Taxi in der Old Biscuit Mill. Er begrüßt uns herzlich und begleitet uns zum Lift. So nobel haben wir den Empfang hier nicht erwartet. In der 6. Etage angekommen werden wir auch freundlich begrüßt, zu einem Fenstertisch mit schönem Blick auf Woodstock und mit direkten Küchenblick begleitet.
Unsere peppige Kellnerin erklärt uns das Tapas Konzept und wir bestellen bzw. schreiben auf den beiliegenden Block unsere Wünsche entlang der verschiedenen Geschmacksrichtungen, Salzig, Herzhaft, Süß, Bitter, Sauer und Dessert je 1 Gang pro Person. Unsere Kellnerin ist der Meinung, dass wäre viel zu viel für uns 4 Personen. Etwas ungläubig streichen wir einiges – was sich im Nachhinein als völlig richtig raus stellt (es wäre echt zu viel gewesen). Dazu bestellen wir noch ein 1 Flasche Hauswein -Sauvignon Blanc, Pot Luck White.
Vorweg gibt es warmes Brot mit verschiedenen Dipps. Es erwartet uns eine überraschende, kreative Küche mit Aha-Effekt.
(Entschuldigt bitte die Bildqualität)
Uns hat es ausgezeichnet geschmeckt – ein Erlebnis an Aromen, kombiniert mit einem Genuss für Gaumen und Auge.
Unsere Erwartungshaltung war auf Grund der vielen lobenden Kritiken sehr hoch. Ohne Frage es ist Kochen auf sehr hohem Niveau, eine Küche die Trends setzt. Was uns weniger gefallen hat: das Restaurant ist etwas zu laut. Es läuft eine hippe Musikbeschallung und die Küche gegenüber unserem Tisch war durch das Geschirr klappern auch etwas störend. Das Ambiente gleicht einer Musikkneipe mit Showküche.
Es war trotzdem ein tolles Erfahrung diesen Club besucht zu haben und wir empfehlen ihn Essens mäßig 100%ig weiter. Und wer kein ruhiges Candle light Dinner erwartet ist hier goldrichtig.
„The Pot Luck Club“ in der 6. Etage eines Silos
Gegen 22 Uhr sind wir zurück im Lezard Bleu. Wir sitzen noch länger mit unser Freunden im Baumhaus, schwelgen bei Gin Tonic in Erinnerungen an den fast vergangenen Urlaub und leeren später noch eine Flasche Sekt.
Gegen 1 Uhr blicken wir ein letztes Mal auf das Lichtermeer von Kapstadt. Etwas wehmütig kuscheln wir uns ins Bett und schlummern bald tief ein...
Teil 2915. Dez. 2015
10.09.2015 Kapstadt, Lezard Bleu Guesthouse – Deutschland
Heute werden wir nicht mit Sonne geweckt – der Himmel weint riesige Kullertränen. Mit Kaffee/Tee machen wir es uns wieder im Bett gemütlich. Kapstadt versteckt sich in tief hängenden Wolken.
So gehen wir erst gegen 9 Uhr zum Frühstück – wieder sehr köstlich. Wir quatschen ein bisschen mit den anderen Gästen und verbummeln die Zeit.
Unser Flieger geht erst 17.30 Uhr und wir können unser Baumhaus und die Freunde ihr Zimmer noch bis zur Abreise nutzen. So packen wir in Ruhe unsere Klamotten zusammen und ruhen uns noch etwas aus. Ich lese weiter „Ich trage Afrika im Herzen“....
Mittags ist das Wetter immer noch nicht besser, wir machen trotzdem einen kleinen Spaziergang um den Häuserblock.
Wir haben echt viel Glück mit dem Wetter gehabt – ich befürchtete, dass in unserem letzten Urlaubsdrittel (Westkap) fast nur Regen zu erwarten ist und was durchaus für diese Zeit normal gewesen wäre.
Danach unterhalten wir uns lange mit Chris und Niki. Chris spendiert noch einen Wein und sagt uns zu einen Transport zum Flughafen für 14.30 Uhr zu organisieren. Ich kaufe bei Niki noch einige Souvenirs, welche hauptsächlich Kinderorganisationen unterstützen.
Später bezahlen wir unsere moderate Rechnung für die Getränke und checken 14.30 Uhr aus. Es wird eine sehr herzliche Verabschiedung.
Fazit Lezard Bleu Guesthouse: Niki und Chris leben Gastfreundschaft! Eine Wohlfühloase mit allgegenwärtigen Tafelberg. Unterkunft: 1 (Wi-fi gratis) Lodgeanlage: 1 Essen/Frühstück: 1 Für uns eine 100%ige Weiterempfehlung für Kapstadt.
Der Transfer vergeht schnell und wir schweigen uns aus...jeder hängt seinen Gedanken an diesen wunderschönen Urlaub nach.
Das Check in geht ruckzuck und bald sitzen wir bei Emirates im Flieger nach Dubai. Der Service und das Essen bei Emirates ist wieder sehr gut. Und während wir Afrika überfliegen lese ich „Ich trage Afrika im Herzen“ zu Ende ...auch ich trage schon lange Afrika im Herzen und nun noch ein bisschen mehr. Mit etwas Pippi in den Augen träume ich mich zurück nach Afrika.
In Dubai haben wir 2 Stunden Zeit, trinken einen Kaffee und heben pünktlich nach Hamburg ab.
Wir werden in Hamburg von einen Kollegen abgeholt. Er bringt uns in 2 Stunden nach Hause.
Es ist schön, nach fast 4 Wochen, auch wieder daheim zu sein!
Ein Fazit zu unserem Wiedersehen mit Südafrika folgt.
Teil 3017. Dez. 2015
Südafrika - ein Land hat uns in seinen Bann gezogen und bescherte uns viele magische Momente.
Ein Highlight ist sicherlich das reiche Erbe an Tieren, welchen wir im Krüger NP, Tembe Elephant Park und im St. Lucia Estuary ganz nahe waren.
Südafrika bietet aber auch eine atemberaubend schöne und abwechslungsreiche Natur!
Südafrika versprüht so viel Lebenslust, die ansteckend ist.
Wir haben die herzliche Gastfreundschaft auf unserer Reise sehr genossen. last but not least: Wir hätten nie gedacht in Südafrika kulinarisch so verwöhnt zu werden.
Weniger gefallen hat uns der chaotische Verkehr in Mpumalanga, entlang der R 40 und Kwazulu Natal an der P522.
Unsere Top 5 nach Natur / Unterkunft / Essen:
Natur: 1. Krüger NP 2. Swasiland (landschaftlich extrem schön, unser Aufenthalt war definitiv zu kurz) 3. St. Lucia, KwaZulu-Natal 4. Panoramaroute, Mpumalanga 5. Weinland (Westkap)
Unterkünfte/Ausstattung und Lage: Unsere Unterkünfte waren alle ein Volltreffer, sehr sauber, gepflegt und jede auf seine Art etwas Besonderes. Selbst die staatlichen Unterkünfte im Krüger NP waren mehr als nur in Ordnung.
1. Tembe Elephant Park – das Safarizelt war ein Traum, Afrikafeeling pur! 2. Raptor Retreat Game Lodge (Greater Kruger National Park) – koloniales Ambiente im wunderschönen Hippo Chalet mit sehr gutem Preis-Leistungsverhältnis. 3. Summerfield Botanical Garden, Manzini, Swasiland – sehr chice Suiten in einer Traumanlage. 4. Avondrood Guesthouse, Franschhoek – wohnen im viktorianischem Kap-holländischer Style, zum Verlieben schönes Gästehaus. 5. Lezard Bleu, Kapstadt – im Baumhaus über den Dächern Kapstadts, Wohlfühloase unterm Tafelberg.
Essen/lunch und dinner: 1. Springfontein Wine Estate, Stanford 2. Le Bon Vivant, Franschhoek 3. Creation Wine Estate an der R320 4. The Pot Luck Club, Kapstadt 5. Summerfield Botanical Garden Restaurant (Swasiland) Etwas ganz Besonderes war die afternoon tea time im Belmond Mount Nelson Hotel, Kapstadt
Flüge: Emirates hat einen sehr guten Service, das Essen war schmackhaft, die Sitze sind in der Eco-class einigermaßen bequem und das Entertainment Programm ist nicht zu toppen.
Mietwagen – Europcar keinerlei Beanstandungen, der Avanza war für uns 4 Leute mit Gepäck ausreichend
(Alle Fotos in diesem Reisebericht sind unbearbeitet und deshalb vielleicht auch nicht nicht ganz so brillant in den Farben.)
Wir freuen uns auf das nächste Wiedersehen mit Südafrika!
Ich möchte mich herzlich bei allen Lesern für die Zeit, die ihr meinem Reisebericht geschenkt habt, bedanken! Besonderen Dank gilt den fleißigen Danke-button-Drücker!
Ich wünsche allen ein schönes, friedliches Weihnachtsfest und für das Jahr 2016 alles Gute!