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Reisebericht · namibia-forum.ch

CuF in Botswana 2013

von CuF · Sept. – Okt. 2013 · 29 Tage · Selbstfahrer · 20 Teile

Über diesen Reisebericht

Wir reisen im September und Oktober 2013 vier Wochen lang zu zweit mit einem in Maun gemieteten Toyota Land Cruiser durch Botswana. Eine Agentur bucht Route und Campingplätze im Voraus, gefahren wird aber selbst. Der Weg führt durch das Moremi-Wildreservat, weiter nach Savuti und in den Chobe-Nationalpark, über Kasane zur einsamen Kubu Island, zu den Salzpfannen von Nxai Pan und Makgadikgadi, in die Central Kalahari Game Reserve und schließlich zu den Tsodilo Hills sowie ins Okavango-Panhandle.

Die Tierbegegnungen prägen die Reise: Ein rund 15-köpfiges Rudel Wildhunde jagt bei Khwai eine Impala nur wenige Meter an uns vorbei, in Savuti durchqueren Löwen nachts unser Camp, und im Chobe-Nationalpark beobachten zwei Löwinnen ganz ruhig eine Tränke, kaum drei Meter vom Auto entfernt. In der Central Kalahari kommt zweimal dasselbe zutrauliche Steinböckchen an unseren Lagerplatz und trinkt Wasser aus einer angebotenen Schüssel. In Nxai Pan zerstört ein Elefant über Nacht die einzige noch intakte Waschanlage. Besonders die Vogelwelt begeistert uns durchgehend.

Enttäuscht sind wir von den Tsodilo Hills: Seit der Ernennung zum Weltkulturerbe ist freies Campen und Wandern dort nicht mehr möglich, nur noch mit Guide, und wir fühlen uns bei der geführten Tour vor allem ums Trinkgeld gedrängt. Die folgenden, ruhigen Tage im Okavango-Panhandle mit einer Mokorofahrt durch dichten Papyrus entschädigen dafür.

Diese Zusammenfassung wurde automatisch erstellt und vom Autor freigegeben.

Teil 108. Feb. 2015

Animiert durch die interessanten Reiseberichte und Fotos – vor allem der Eulenmuckels, Clax etc. -und als Dank für die vielen nützlichen Tipps haben wir uns nun doch entschlossen, einen kleinen Reisebericht über eine unserer Afrikareisen im Forum einzustellen.
Wir, das sind C. F., ein schon angegrautes Paar mit einiger „Afrikaerfahrung“, resultierend aus Aufenthalten in Simbabwe, Namibia, Ruanda und Zaire (heute „Demokratische“ Republik Kongo) in den 80er-Jahren. Danach waren uns aus familiären und beruflichen Gründen solche Reisen nicht mehr möglich. Aber der sog. Afrikavirus wurde durch wiederholtes Quälen von Familie und Freunden durch Diaabende und Fotosgucken, außerdem durch Literatur und Filme wachgehalten. Nach dem Ende des Berufslebens, dem rigorosen Verkleinern unserer Lebensumstände hatten wir uns dann genügend Freiraum geschaffen, um wieder unserer Sehnsucht nach dem südlichenAfrika nachzugeben. 2008 waren wir im Erongo, Tywelfontein, Ethosa, Groß Barmen, 2011 in Namibia (Fischfluß, Ai-Ais, Oranje, Küste, Messum, Etosha) und Südafrika (KTP), 2013 in Botswana und 2014 in Namibia, Südafrika und Botswana.
Wir fangen mal mit 2013 an und hoffen, niemanden damit zu langweilen. Anders als bei früheren Diaabenden können wir zum Glück ja nicht sehen, wer alles zu gähnen anfängt.
Die Reise startete am 3.9. 13 in Frankfurt in einem vollbesetzten Flugzeug (SAA), der am frühen Morgen des 4.9.in Johannisburg landete. Nach 5stündigem, wie immer langweiligen Aufenthalt auf dem Flughafen ging es in einer kleineren Maschine nach Maun und wir konnten schon von oben die endlos scheinenden Salzpfannen erkennen. Mittags waren wir da und wurden von einem Mitarbeiter der Botswana-Adventure-Travel-Agency abgeholt. Dort hatten wir ein Auto (Toyota Land Cruiser Double Cab) gemietet und die Reiseroute abgesprochen, die Agency hatte alle unsere Reservierungswünsche auf den diversen Campsites gebucht, gute Verbesserungsvorschläge gemacht und alle Extrawünsche für die Ausstattung des „Ironman“ erfüllt. Für diesen guten Service wollten wir uns ein wenig erkenntlich zeigen und hatten ein Schweizer Messer mit den Namenszug unseres „Sachbearbeiters“, eines Mr. Gorgs, gravieren lassen und mitgenommen. Groß war unser Erstaunen und laut das gemeinsame Gelächter, als sich Mr. Gorgs als Mrs. Gorgs herausstellte.
Die Einweisung in das Auto (Toyota Land Cruiser Double Cab) dauerte sehr lange und war sehr gründlich. Nachdem uns ein Mitarbeiter noch zur Nationalparkverwaltung gebracht hat und wir dort die Parkgebühren bezahlt hatten, ging es zum Geldholen und Einkaufen in die quirlige Stadt. Kurz vor dem Dunkelwerden waren wir dann endlich bei unserer Unterkunft, einer kleinen Lodge am Thamalakane, „The Kraal“,
( liversedge@info.bw )die wir wegen der Nähe zur Straße in den Moremi ausgesucht hatten. Die Besitzer waren nicht da, aber eine Angestellte ließ uns ein und wir durften uns aus den vier Quartieren eines aussuchen. Todmüde, wie wir waren, nahmen wir gleich das erste Gästezimmer neben dem Küchenhaus, geschmackvoll und gut ausgestattet mit eigener Dusche und WC.

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Teil 210. Feb. 2015

5.9.von Maun nach Third Bridge

Auf dem Weg hierher am Blackpool lag ein totes Elefantenkind im Schlamm, das Maul unter dem Rüssel klaffend, glasige Augen, aber noch kein Aasfresser daran. Die Tragödie, die dahinter zu ahnen ist, machte uns ganz still.
Unterwegs sahen wir Giraffen, Roanantilopen, viele, viele Impalas, Letschwe, Elefanten, Zebras, Kudus, Gnus und ab und zu eine leuchtend blau auffliegende Gabelelracke wie ein türkiser Doppelpfeil, außerdem Klaffschnäbel, ein Pied Kingfisher saß auf einem Termitenhügel. Die Hitze und Trockenheit war so groß, dass die Tiere voller Madenhacker saßen – an einer Giraffe sah man nur noch den Kopf, der Hals war voll besetzt.
Unser Campingplatz war unter einem Leberwurstbaum und wir achteten darauf, nicht direkt unter einer der pfundschweren Früchte zum Stehen zu kommen.
Wir unternahmen noch eine kleine Fahrt und sahen auf dem Rückweg ein großes Rudel Wildhunde fast direkt vor dem Eingang herum faulenzen, sich räkeln und putzen.
Der Ablutionblock war sehr gewöhnungsbedürftig, desolate Duschen, keine Haken (die meisten abgerissen), defekte Toilettenspülung, versiffte, kaputte Waschbecken, blinde Spiegel, sehr schmutzig. Wie wir 2014 feststellen konnten, hat sich das sehr gebessert. Die Waschbecken waren ausgewechselt, neue Kacheln verlegt worden, die Toilettenspülungen in Ordnung, Haken in den Duschen und tiptop sauber.

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Teil 310. Feb. 2015

6.9. Third Bridge / Mboma Island
Geweckt vom hysterischen Geschrei der Rotschnabel Frankolin, nach einer mäßig gut verbrachten Nacht – fremde Geräusche, Löwengebrüll von allen Seiten – unternahmen wir eine Pirschfahrt, auf der wir Elefanten, Impalas, Tsessebes sahen. Auf dem Rückweg zum Camp durch ein dichtes Waldstück fuhren wir sehr langsam mit sehr,sehr viel Zeit durch eine riesige Büffelherde, die dort, rechts und links sowie auf der Pad, lagerte und wiederkäute, ein faszinierender Anblick für uns; die Büffel waren ob der Störung not amused.

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Teil 411. Feb. 2015

8.9 Xakanaka

Nachts brüllten uns wieder Löwen aus dem Schlaf
Nach dem Frühstück, das wir gegen aufdringliche Paviane (Zwille liegt zu Hause) verteidigen mussten, machten wir uns auf die Pirschfahrt durch labyrinthische Lagunenwege und sahen mit Grünzeug bedeckte Flusspferde, Letschwe. Da unser Spezialinteresse der Vogelwelt gilt, freuten wir uns über Klunkerkraniche, Witwenenten, Sporengänse, Schreiseeadler und die vielen Gabelracken. Wir konnten uns kaum sattsehen und der Tag verging wie im Fluge. Beim Abendessen äste ein Buschbock nur ein paar Schrittlängen von unsrem Sitzplatz entfernt. Tagesabschluß: Rotwein, Whisky und eine Havanna.
Morgen geht es nach Khwai.

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Karawane, Gänsemarsch wäre wohl unfein.


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Teil 511. Feb. 2015

9.9. Khwai
In der Nacht in Xakanaka keckerten immer mal wieder Hyänen.
Auf dem Weg nach Khwai stand ein schöner Ellipsenwasserbock an einer Wasserstelle – mit seinem wuscheligen Fell sah er aus, als wäre er gerade nach dem Bade trockenfrottiert worden.
In Khwai hatten wir einen schattenlosen Platz, aber sehr nahe an der Sanitäranlage, die vollkommen in Ordnung war. Dort konnten wir uns der grünen Meerkatzen kaum erwehren. Ein Exemplar saß im Handumdrehen im Auto und konnte nur mit Mühe verscheucht werden. Wir beschlossen für die nächste Reise eine Zwille mitzunehmen. Dass die Meerkatzen so aggressiv sein können, hatten wir nicht erwartet.
Nach einem Kaffee fuhren wir zu dem ca. 10 km entfernten Hippopool und sahen unterwegs viele Zebras und Giraffen. Am Pool ästen zahlreiche Letschweantilopen und separiert von dem Sprung lag ein prachtvoller Bock im Gras. Wir sahen Flusspferde, Nilgänse und Reiher. Auf dem Rückweg entdeckten wir eine Großfamilie Streifenmangusten, eine 20köpfige Elefantentruppe, wieder Tseessebes und vier sehr starke Kudus. Auf einer Lichtung standen wir lange und beobachteten das Treiben mehrerer türkisfarbener Pfeile, die sich als Zwergbienenfresser herausstellten.

]10.9. Khwai
Außergewöhnlich schön war hier die morgendliche Geräuschkulisse – Taubengurren, das Gekeife von Frankolinen, die Rufe von Wiedehopfen, dazwischen Paviangeröhre, das Gerassel der Baumhörnchen, die auf den Dächern der Sanitärhäuschen Fangen spielten, Laubbülbüls balzten, Steppenbaumhopfe brachen in Gelächter aus und Braundrosslinge jagten aufgeregt kreischend von einem Baum zum anderen.
Als F. nach der Katzenwäsche an der offenen Autotür stand, um sich anzuziehen, rannte, zum Greifen nah, ein Impala an ihr vorbei und dahinter, in zwei Gruppen geteilt, ungefähr 15 Wildhunde, die die Antilope in Richtung Fluss hetzten. Die lautlose Jagd, nur zwei Meter von ihr entfernt, war in Sekunden vorüber, so schnell, dass sie nicht mal Angst bekommen hatte.
Bei der nachmittäglichen Fahrt sahen wir eine prachtvolle Rappenantilope mit einem beeindruckenden Gehörn, Roanantilopen mit ihren schönen Maskengesichtern und drei sich gravitätisch bewegende Hornraben (southern-ground hornbills). Am Hippopool lagen die Flusspferde, die ihre Position seit gestern nicht verändert zu haben schienen. Außerdem entdeckten wir zwei Krokodile.
Mit dem Aufenthalt in Khwai waren wir sehr zufrieden.
In der Nacht hörte und sah C. Hyänen am Auto und behauptete, sie wären von F.s Schnarchen angelockt worden….

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immer wieder schön, diese Gabelracken

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Zwergbienenfresser, immer sehr behende


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Roan, sehr scheu und weit entfernt

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Steenbok
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Witwenente, White faced duck

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Hornrabe

Teil 612. Feb. 2015

11.9. Savuti Camp

Nach dem Frühstück packten wir zusammen und starteten in Richtung Savuti Camp. Es ging durch teilweise üble Tiefsandpisten, da auch noch so ein (damned) langsam mahlender Versorgungstruck immer unseren Schwung abbremste. Gelbes Gras soweit das Auge reicht, kahle bis teilbelaubte Mopanebäume prägen die Landschaft bis zu den Dolomitfelsen kurz vor dem Camp.
Im Camp bekamen wir einen sehr tiefsandigen Platz unter einer blühenden Kameldornakazie. Wir stapften in knöchelhohem Sand zum von einer hohen, elefantensicheren Mauer umgebenen Waschraum.
Beim Auspacken waren wir sofort von Gelb-und Rotschnabeltokos und zutraulichen Ockerfuß-Buschhörnchen umgeben. Der weitere Platz ist umstanden von lilablühenden Korkrindensträuchern, was sehr hübsch aussieht.
Nach der Kaffeepause machten wir eine Fahrt am Flussufer des Savuti entlang und sehen auf der gegenüberliegenden Seite unzählige Elefanten. Immer wieder huschte ein Vogel am Ufer durch das Gebüsch, den wir nach vielem Blättern und Rätselraten als Coucal identifizierten – vermutlich der Senegalcoucal, aber sicher sind wir bis heute nicht, leider kein Foto, wir haben mehr AVCHD Filme als Fotos.
Die Filmsequenzen können wir nicht in das Forum einstellen.
Wir fuhren zurück, genossen die heiße Dusche, kauften Feuerholz und nahmen ein äußerst frugales Mahl in Form von Tschagalaka aus der Dose zu uns und genossen den obligatorischen Cabernet Sauvignon.


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12.9. Savuti Camp

In der Nacht liefen Löwen durch das Camp, ihre Fährten waren ganz deutlich auf unserem Platz zu erkennen und F. pries am Morgen die Vorzüge eines sicheren Dachzeltes…..
Auf dem Weg zur Pirschfahrt erzählen uns einige Gäste sehr aufgeregt von einem Riss am Hippopool, an dem angeblich gestern noch etliche Löwen gewesen wären. Der Riss stellt sich als schon lange sehr toter Elefant heraus, von dem nur noch Knochen und Leder übrig waren.
Auf dem Weg zu der Felsmalerei (Bushman-Painting-Hill) begegneten wir vielen Giraffen. Wir waren zeitig, vor dem üblichen Massenansturm vor Ort. Von der Zeichnung aus kletterte C. noch ein bisschen höher und entdeckte einen Klippspringer mit einer grandiosen Aussicht auf das Savutital. Er fand einen großen Felsen mit einer Art Mahlstein darin (Bushman-Mörser?). F. saß unterdessen auf Höhe der Felsmalerei und bestaunte die unendliche Weite aus gelbem Gras, braun-dürrem Gesträuch und rötlichen Mopanebäumen, durch die sich der Fluss schlängelt. Auf dem Rückweg zum Camp sahen wir noch einige Kudus und eine ((Schwarzbauchtrappe)), Rotschopftrappe (fotomatte).


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Albizia antunesiana?

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Teil 714. Feb. 2015

13.9. Ihaha/Chobe NP

Am frühen Morgen brachen wir vom Savuti Camp auf und quälten unseren Landcruiser durch tiefe Sandpads. Die knapp 40km bis zum Ngoma-Gate auf der neuen Teerpad waren dafür rasch bewältigt. Am Nachmittag kamen wir auf dem Campingplatz Ihaha an, suchten unser Plätzchen, das phantastisch schön am Fluss liegt, stellten das „Mobiliar“ auf und fuhren sofort auf Sichtungstour am Chobe entlang. Wir sahen eine riesige Büffelherde, die viel Staub aufwirbelnd, Namibia ‚okkupierte‘ am Fluss entlang zog. Selbst die Ranger, die wir unterwegs trafen, waren ob der Menge der Tiere begeistert. Außerdem sahen wir natürlich viele, viele, viele Elefanten, Löffler, Nimmersatte, Sattelstörche, an einem Aas Marabus und Geier.


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14.9. Ihaha/Chobe NP

Die Nacht war erfüllt vom eindrucksvollen Dröhnen des grollenden Löwengebrülls. Beim frühen Frühstück nervten uns Paviane und Meerkatzen.
Da wir befürchteten, für Pirschfahrten und die morgige Tour nach Kasane nicht mehr genug Treibstoff zu haben, beschlossen wir, uns schon heute zum Einkaufen und Tanken auf den Weg nach K. zu machen. Das war eine gute Entscheidung, denn es waren nur noch 20Ltr im Tank. Zwischen Maun und Kasane gibt es keine Tankstelle, also 180 – 200Ltr Diesel in Maun bunkern! Sandpads und Game Drives kosten Sprit. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einer großen Geieransammlung vorbei, die sich um ihren Anteil an einem Büffelkadaver stritten (Weißrücken- und Ohrengeier), auch einige Marabus beteiligten sich an dem Gezänk. Säbelantilopen mit knuffigen Jungtieren kreuzten den Pad. Die Büffelherde vom Vortag hatte sich zerstreut und ruhte unter Büschen oberhalb des Flusses und auch hier sahen wir große Schwärme von Karminspinten, für die die insektenumschwirrten Büffel wohl das „gefundene“ Fressen waren.
Auf dem Rückweg, entlang des Chobeufers, zog eine vielköpfige Elefantenherde an den Fluss, hinter beinahe jedem Baum stand eine Giraffe und eine noch größere Gruppe von Rappenantilopen stand am Wasser und trank. Wir hielten zum Fotografieren an und während C. mit der Kamera hantierte, schweifte F.s Blick zur Seite. Der Anblick von zwei Löwinnen, die betont gleichmütig ihr Abendessen bei der Tränke beobachteten, knapp drei Meter vom Auto entfernt, veranlasste sie sofort, den Ellbogen ins Auto zu ziehen. Die Tiere verschmolzen so gut mit ihrer Umgebung, dass wir beim Vorbeifahren nicht wahrgenommen hätten.
Wir sahen unterwegs Fiskalwürger, heilige und Hagedaschibisse, verschiedenste Störche und Großtrappen und auch wieder hurtige Coucale.
Am Campingplatz waren Scharen von Buntastrilden, Weißbrauenrötel und Angola Schmetterlingsfinken (blue waxbills) geschäftig auf Nahrungssuche.


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Teil 814. Feb. 2015

15.9. Kasane, Chobe Safari Lodge Campsite

Wir fuhren am frühen Morgen langsam in Richtung Kasane und sahen unterwegs wieder viele Elefanten, Büffel und Rappenantilopen. Auf der Campsite der Logde mussten wir lange einen geeigneten, schattigen Platz suchen, der für unser Dach-Zelt geeignet war. Wir fanden die Plätze dort ziemlich eng. Nachdem wir uns dort installiert und ein kleines Mittagessen im Restaurant zu uns genommen hatten, hielten wir Siesta. Es war fast unerträglich heiß. Ein zutraulicher Morgenrötel besuchte uns und ein Zweifarbenwürger. Zum Sonnenuntergang saßen wir in der kleinen Bar am Flussufer, die glücklicherweise Ruhetag hatte und beobachteten das abendliche Treiben. Auf halbem Weg zum Ablution-block hat sich eine Gruppe ‚Kitchen-buren‘ mit einer umfassenden Küchenausrüstung im Hänger breit gemacht, meine Güte, was für ein Equipment. 😄

16.9. Kasane Chobe - Safari Logde

Wegen der aufdringlichen Meerkatzen und Paviane, die morgens von Mülltonne zu Mülltonne zogen, beschlossen wir im Restaurant zu frühstücken. Wir brachten unsere Wäsche in die Wäscherei und hielten uns vormittags wieder auf dem Freisitz über dem Fluss auf, wo wir Weißbrustkormorane, Weißbrauenheckensänger, Kapturteltauben, Graufischer (Pied Kingfisher), Silberreiher, Senegaltauben und eine elegante Witwenbachstelze sahen. Ein Nilwaran wälzte sich unter den Freisitzstelzen ins Wasser.
Nachmittags fuhren wir mit dem Taxi ins „Caracal Biodiversity-Center“ und ließen uns die Schlangen zeigen – nicht gerade F.s Lieblingstiere….
Das Abendessen mussten wir nicht nur gegen Paviane und Meerkatzen, sondern dieses Mal auch gegen dicke grüne Schmeißfliegen verteidigen.

17.9. Kasane, Chobe –Safari-Lodge Campsite

Diesen dritten Tag hier hätten wir uns sparen können. Wir verbrachten ihn mit Aufräumen, Karten schreiben und Vögel gucken, außer den schon erwähnten sahen wir mehrere Gelbbrustbülbüls.


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Hausschweine! 😗

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Teil 915. Feb. 2015

19.9. Kubu Island

Die Strecke nach Kubu Island war sehr anstrengend; aber führte durch herrliche Landschaften.
In den kleinen, vegetationslosen Siedlungen hatte der Wind leichtes Spiel und hüllte uns in eine undurchsichtige Staubwolke. Oft überholte uns unsere eigene Staubfahne, so dass wir minutenlang stehenbleiben mussten, um uns wieder orientieren zu können. Unterwegs standen zahlreiche Holzgestelle mit Feuerholz und wir deckten uns an einem Stand ein und entrichteten den verlangten Obolus in eine kleine Kalebasse, die dort als Kasse aufgehängt worden war. Die Menschen haben wohl keine schlechten Erfahrungen gemacht.
In – oder heißt es auf?? – Kubu-Island wies uns ein ‚Guard‘ den Weg zur Campsite und wollte uns für die Formalitäten abends noch aufsuchen. Wir haben ihn nicht mehr gesehen. Wir lagerten unter einem afrikanischen Kastanienbaum ( Sterculia africana ) und staunten über die schönen, dicken und alten Baobabs. Auf dem Weg zum Cave und zu den Steinmauern, die aus dem 13.Jahrhundert stammen sollen (Simbabwe-Zeit), scheuchten wir zwei Hasen und Perlhühner auf. Der Blick über die weißleuchtende Pan war beeindruckend und die Stille nach dem Lärm in Kasane wohltuend erholsam. Nachdem die Sonne glutrot untergegangen war, stieg gegenüber der ebenso glutrote Vollmond auf. Hier wird man ganz klein und demütig.


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Teil 1015. Feb. 2015

20.9. – 21.9 Nxai-Pan, South Camp

Fahrt von Kubu-Island über zwei Pans und durch endlos scheinende, sprachlos machende Weite. Bis auf ein paar panische Strauße, magere Rinder und Pferde und einen großäugigen Triel sahen wir keine Tiere, auch wenig Menschen. In Gweta kaufen wir – zähes – Fleisch und brauchten für die 38 Kilometer vom Gate zur Campsite durch eine stramme Tiefsandpad über eine Stunde.
Hier im Camp war einer der zwei Ablution blocks von Elefanten demoliert worden, so dass nur einer zur Verfügung stand, aber der Platz war mit insgesamt 3 Autos auch wenig besetzt. Den Autowassertank haben wir noch aufgefüllt und nach einem kleinen Imbiss fuhren wir zum ca. 1 km entfernten Wasserloch, um den eine kleine Gruppe Springböcke standen. Ein stolz „Seit an Seit“ schreitendes Löwenpaar näherte sich, das sich dann in den Sand warf, während die Springböcke weiter tranken. Es kam ein heftiger Wind auf, die Tiere verschwanden hinter Staubwolken und als sich der Wind wieder gelegt hatte, waren die Löwen wie von Zauberhand verschwunden, vielleicht erlagen wir einem Trugbild. Auf der Pirschfahrt durch trostlos vertrocknete Landschaft sahen wir nur sehr wenige Kudus, Strauße und Trappen, weit und breit kein Elefant. Lange vor Sonnenuntergang waren wir wieder auf der Campsite und beobachteten dort ein balzendes und nestbauendes Paar Schmarotzermilane. (Milvus aegyptius, Brutzeit Sept/Okt.) Da es nach Sonnenuntergang sehr kalt und windig war, krochen wir nach einem Aufwärmwhisky früh in die Schlafsäcke.
Auch der zweite Tag hier verlief sehr ereignisarm, kaum ein Tier zu sehen, zermürbender Wind, so dass wir unsere Pirschfahrt abbrachen, um in Ruhe zu duschen. Wegen der nächtlichen Kälte verzichtete F. auf das Haarewaschen, was sie am nächsten Morgen sehr bedauern sollte. Da stand sie nämlich sprachlos in einer großen Wasserpfütze vor dem Ablutionblock, der mit schweren Betonteilen elefantensicher gemacht worden war und sah herausgerissene Leitungen und ein teilweise demoliertes Reetdach. Nachts hatte ein einzelner Elefant auf der Suche nach Wasser sich das Häuschen vorgenommen, obwohl das Wasserloch so nahe an der Campsite gelegen ist. Wir müssen wohl so gut geschlafen haben, dass wir davon überhaupt nichts mitbekamen. Zuhause jammern wir immer übers Schlechtschlafenkönnen…
Gestern hätten wir noch gewettet, dass es in der Nxai-Pan keinen einzigen Elefanten gibt.


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Weg nach Gweta

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Wollkopfgeier


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Schmarotzermilan

Teil 1116. Feb. 2015

22.9. Makgadikgadi Pan, Khumaga Camping

Am Eingang des Parks stand zur Begrüßung ein Oryx – unsere Lieblingstiere, auch mal auf dem Grill.
Der Campingplatz liegt schön über dem Boteti und wir fuhren sofort zur Sichtung los hinunter an den Fluss. Wir sahen Gnus, Gnus, Gnus, Impalas, Kudus und drei badende Elefanten im Wasser. Die Vogelwelt dort war sehr vielfältig: Flussuferläufer, Angola Schmetterlingsfinken und Granatastrilde, heilige Ibisse und Hagedaschibisse, Graufischer auf der Jagd, Bienenfresser und Gabelschwanzracken. Oberhalb des Flusses auf der Ebene war alles von ausgebleichten Tierknochen übersät.

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Teil 1216. Feb. 2015

23.9. Khumaga Camping

Der kalte Wind trug das fiepende Wiehern der Zebras bis weit in die Nacht auf den Platz. Tags standen wir sehr lange am Flussufer und ließen die Tiere auf uns zukommen. Kudus, Gnus, Büffel und jede Menge Vögel: Raubadler, Schmarotzermilane, afrik. Darter, Jacanas, Schwalbenschwanzbienenfresser (auch beim Höhlenbau), Stelzenläufer, Rallenreiher, Flussuferläufer, Büffelweber, Gabelschwanzdrongos, Elsterwürger und Elsterdrosslinge, (southern pied bubbler), deren englischer Name das Geschrei, das sie machen, viel plastischer ausdrückt.
Auch hier hat sich der 4,2Ltr Landcruiser bestens bewährt, eine steile Uferböschung kraxelte er wie eine Ziege hinauf.
Wir erfuhren von einem Touristen auf dem Platz, dass der „fairyman“ krank sei und es fraglich wäre, ob wir andern Tags übersetzen könnten. Jeden Abend kam der „Platzwart“ mit seiner Mappe unter dem Arm und „hakte“ uns ab. Von ihm erfuhren wir, dass der Fährmann von einem Arztbesuch wohl wieder zurück sei. So konnten wir uns beruhigt an das Feuer setzen und den Sonnenuntergang genießen.

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Wood Sandpiper (fotomatte)

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Squacco Heron

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Teil 1316. Feb. 2015

24.9. Central Kalahari Reserve/Deception Valley, Sunday-Campsite

Die Fähre bestand aus einer abenteuerlichen Konstruktion von Balken, Brettern und zwei Außenbordmotoren. Die Überfahrt kostete 130 Pula.
Wir fuhren über Rakops, wo zum Glück die Tankstelle funktionierte. Mangels Angebot konnten wir keine Lebensmittel einkaufen.
Rakops – Matsweregate Gate 43km auf einer total verrammelte Pad = ca. 2 Std.
Um 11.00 waren wir am Gate Matswe und für die ca. 50 Kilometer lange Strecke, zur Campsite Sunday-Pan Platz 2, auf der wir Kudus, Giraffen, Steinböckchen, viele Singhabichte und Gackeltrappen sahen, brauchten wir über zwei Stunden. Dafür entschädigte uns der schöne Platz, auf dem wir ganz allein sein durften, mit weitem Blick über Deception Valley reichlich. Auch das lustige Plumpsklo und die Eimerdusche waren in Ordnung. Sofort nachdem wir uns installiert hatten, saßen Mahaliweber, Bülbüls und hübsche Spatzen an unserem Canvas-Waschbecken. Wir fuhren noch für zwei Stunden ans Wasserloch, wo wir Oryx und Springböcke sahen.
Kaum saßen wir abends am Feuer beim Essen, kam ein kapitales Steinböckchen aus dem benachbarten Gebüsch und ging zielstrebig zu unserem Waschbecken, das aber zu hoch für ihn war. C. füllte eine Müslischale mit Wasser, stellte sie etwas abseits hin und das Böckchen trank zierlich, zum Schluss sogar mit knienden Vorderläufen und lief dann, gar nicht eilig, wieder in den Busch zurück. Wir saßen sprachlos da – kein Fotoapparat, keine Kamera schussbereit. So eine Begegnung kommt bestimmt nicht wieder. Später lief noch ein Schakal an uns vorbei.


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Teil 1416. Feb. 2015

25.9. Central Kalahari Game Reserve/Sunday Campsite

Nachts hörten wir Schakalgeheul, Hyänengekeife und irgendetwas hüpfte auf unserem Zeltdach herum.
Morgens weckte uns ein Vogelkonzert der Mahaliweber, Bülbüls und anderer Vogelarten.
Von 8.00 Uhr bis 14.00 Uhr fuhren wir durch die Kalahari und sahen Oryxe, Springböcke, Kudus, Gnus, panisch flüchtende Steinböckchen, Rotschopftrappen und Kampfadler. Es herrschte eine trockene, flirrende Hitze und wir trafen keinen einzigen Menschen in der endlosen, weiten, einsamen Landschaft. Aber so viel wir auch suchten, wir sahen auch keinen einzigen Löwen.

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Teil 1516. Feb. 2015

26.9. Sunday-Pan

Dafür hörten wir die ganze Nacht ihr Gebrüll. Beim Frühstück warf C. eine matschige Tomate ins Gebüsch, die sofort von Bülbüls bemerkt wurde, die sich darum zankten. Und plötzlich stand das Steinböckchen von gestern wieder dort, fraß die Tomate schmatzend auf und war auch geneigt, das angebotene Wasser zu trinken. Dabei steht doch im „Handbuch der Säugetiere im südlichen Afrika“, dass sie von Wasser nicht abhängig sind. Dieses Mal waren Kamera und Fotoapparat bereit.
Unsere „seltene“ Begegnung stellte sich als nicht gar so selten heraus, viele Forumsbesucher hatten ähnliche Erlebnisse.
Uns bewegte unterwegs die Frage, was/wer uns wohl noch aus dem Gebüsch beäugt haben mochte.

Auf dem Weg zum Gate eine Löffelhundfamilie, entdeckt von F..

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Teil 1617. Feb. 2015

27.9. Tsodilo Hills

Tsodilo Hills sollte einer der Höhepunkt unserer Reise werden. Wir starteten um 7.30 Uhr in Maun und sahen unterwegs magere Pferde, reglos am Straßenrand stehende Esel, Kühe, Kühe, Kühe in einer sehr überweideten Landschaft. Die phantasievollen Hinweise (Hausnummern) auf Ansiedlungen gefielen uns sehr: Auf Pfählen steckende Blecheimer oder Waschschüsseln ohne Boden, kaputte Plastikstühle, Stofffetzen. Sehr beliebt waren auch bemalte Reifen oder Autoteile. Mittags waren wir am Ziel. Da wir die neu angelegte Campsite nicht fanden, fuhren direkt zu den Hills und zum Museum. Das Museum war ohne Begründung geschlossen und uns wurde erklärt, dass man nicht mehr auf dem früheren Platz direkt davor nächtigen dürfe. Nach Diskussionen wollte einer der jungen guides den Parkmanager fragen, ob er uns das Campen hier trotzdem erlauben könne, aber nach langer, ergebnisloser Wartezeit beschlossen wir, uns die neue Campsite doch einmal anzusehen, obwohl es dorthin zurück 5 Kilometer über sehr schlechte, felsige pad ging. Die neue Campsite, anlässlich der Ernennung zum Weltkulturerbe errichtet, liegt auf einem schattenlosen Platz. Aus dem hübschen, neuen Ablution block, der intelligenterweise keine Eingangstür besitzt, quoll uns eine Herde Ziegen entgegen, die wie ertappte Kinder meckernd davonsprangen. Eigentlich war es zum Brüllen komisch.
Wir fuhren also wieder zum Museum und beschlossen, einfach dort zu campieren, obwohl die Sanitäranlage da auch total verdreckt war (von den Tagesbesuchern?). Da wir noch den Rhinotrail gehen wollten, was man auch nicht mehr alleine machen darf, begaben wir uns mit zwei weiblichen guides auf den Weg, sie leierten abwechselnd die Erklärungen herunter und waren ganz offensichtlich darauf bedacht, das Ganze schnell hinter sich zu bringen. Wir konnten nicht einmal in Ruhe fotografieren. In den Gesprächen zwischen den beiden kam das Wort „Pula“ sehr häufig vor und wir fühlten uns, Verzeihung, ziemlich verarscht. Wir fragten, ob wir am nächsten Tag den Male-Trail gehen könnten und erhielten die Antwort, dass es absolut verboten wäre, den zu gehen, ob mit oder ohne Führer. Schließlich engagierten wir für den morgigen Tag einen anderen Guide, der früh um 7.00 Uhr bei uns am Platz sein wollte. Die beiden Mädchen wünschten, von uns nach Hause gefahren zu werden (5 Kilometer), da ihnen die Knie wehtäten, aber da wir bereits das Dachzelt aufgebaut hatten, konnten wir diesen Service nicht bieten. Bis dahin hatten wir 100 Pula Parkeintritt, 220 Pula Campsite und 120 Pula für den Schnelldurchlauf Rhinotrail bezahlt.
Kurz vor Sonnenuntergang joggte der Parkmanager mit Stöpseln im Ohr an uns vorbei ohne uns eines Blickes zu würdigen. Was der wohl den ganzen Tag managt? Mehrere mitleiderregend magere Hunde, einer davon dreibeinig, streiften um uns herum. Aber da man uns unterwegs am Maul-und Klauenseuchen-Gate die Boreworst weggenommen hatte, hatten wir nichts anzubieten.
Bis Mitternacht dröhnte aus dem Haus des Parkmanagers Generatorgetöse zu lauter Popmusik.
Die Berge in ihren Turmalinfarben fanden wir beeindruckend schön, aber die ganze Atmosphäre war irgendwie bedrückend, kein Vogel zu sehen oder zu hören, alles war grau und trocken. Es hatte fast den Anschein, als ob mit der Ernennung zum Weltkulturerbe der Geist von Tsodilo Hills irgendwo anders hingezogen ist.


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Teil 1717. Feb. 2015

28.9. Ngoma-Island/Panhandle

Ein Paradies für Vogelbegeisterte, zumal im Frühling.
Da der junge Mann, mit dem wir früh verabredet waren, bis 8.00 Uhr nicht aufgetaucht war, packten wir zusammen und fuhren mit Umweg über die neue Campsite, wo wir die eingefügten Fotos machten, aus dem Park. Leider waren diesmal keine Ziegen in ihrem Ziegenstall anzutreffen.
Unterwegs fielen ein paar Regentropfen aus dem grauen, sonnenlosen Himmel. Einen Tag früher als geplant und angemeldet, kamen wir hier an, aber es waren noch viele Plätze frei, so dass das kein Problem darstellte.
Den Rest des Tages verbrachten wir auf dem Freisitz über dem dichten Papyrusdickicht und sahen ein wunderhübsches Zwergganspärchen und zahlreiche Negerrallen, außerdem einen Braunkehlweber, der sein Nest aber nicht weiterbaute. Um unseren Platz herum beobachteten wir Schieferschnäpper und Weißbrauenrötel und draußen vor dem Tor über der Wiese flogen etliche Karminspinte.
Abends aßen wir in der zur Campsite gehörenden Bar bei Kerzenlicht Abendessen, das uns von drei hübschen, freundlichen und sanften Mädchen serviert wurde. Wir waren die einzigen Gäste.


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Teil 1817. Feb. 2015

29.9. Ngoma Island

Heute sahen wir einen Paradise-flycatcher, Jacanas, Klaffschnäbel, Rotschnabeldrosseln und auf der Wiese vor dem Camp wieder sehr viele Karminspinte und Gabelschwanzracken. Zielstrebig flog ein Trupp Pelikane zum Wasser und am Himmel kreisten Sattelstörche.
Am Nachmittag fand sich das Zwerganspärchen wieder ein und ab und zu lugte ein Coucal aus dem Papyrus.


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Kigelia africana

Teil 1917. Feb. 2015

30.9. Ngoma Island

Am Vormittag unternahmen wir eine Mokorofahrt durch dichten Papyrusbewuchs. Der Fahrer muss eine Landkarte im Kopf haben. Wir sahen nichts, was wir nicht schon gesehen hätten, außer einer flüchtenden Sitatunga. Auf einer kleinen Insel stiegen wir aus und entdeckten Weißstirnbienenfresser. Unser Guide zeigte uns das gewaltige Nest eines Hamerkops. Als wir einen grasenden Elefanten in unmittelbarer Nähe sahen, zogen wir es vor, uns wieder ins Boot zu begeben. Von den Flusspferden, die uns nachts mit ihrem Moped-Grunzen in den Schlaf gewiegt hatten, sahen wir keine Spur.
Nach der Enttäuschung von Tsodilo Hills waren die drei Tage hier sehr erholsam.
Morgens weckte uns immer ohrenbetäubendes Vogelgeschrei, da müssen afrikanische Vögel noch üben, um mit Amsel, Grasmücken, Nachtigallen usw. mithalten zu können.

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Teil 2017. Feb. 2015

1.10. Maun, The Kraal

Nach der langweiligen Fahrt von Ngoma Island nach Maun über teilweise schlaglochübersäte Teerstraße und den üblichen Kühen, Ziegen, Eseln und Schafen am Rande und auf dem Weg kamen wir spätmittags in Maun an. Bei Rileys Garage tankten wir und erfuhren, dass heute Nationalfeiertag war und die Geschäfte bald schließen würden. Kurz vor Ladenschluss konnten wir noch eine Flasche Wein kaufen.
Tipp: Getränkegroßhandel in einer Parallelstraße vor der Airportstraße, jedem Bottlestore vorzuziehen. Wir genossen einen „Fleur du Cap“ Sauvignon Blanc. Unser Ironman wurde abends von einem Mitarbeiter der Travel Agency abgeholt und wir waren froh, dass wir das Auto ohne eine einzige Reifenpanne, Beulen oder gar Unfallschäden abliefern konnten. Den Wein tranken wir abends auf dem schönen Freisitz über dem Thamalakane im „Kraal“ und genossen etwas wehmütig den schönen Sonnenuntergang und unseren letzten Tag dieser Reise.

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CuF in Botswana 2013 von CuF

Quelle: www.namibia-forum.ch/forum/thema/285307-cuf-in-botswana-2013

Stand: letzter Berichtsteil vom 17. Feb. 2015

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