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Reisebericht · namibia-forum.ch

Die Märchen-Tour

von fotomatte · 41 Teile

Teil 103. Feb. 2015

oder auch : Löwen fressen Gras,und im Caprivi gibt´s Tiger.


Seit Freitag bin ich zurück aus dem Hochsommer, unvermittelt katapultiert in den Tiefwinter.
Und sowie mir das Schneeschippen noch Zeit lässt, werde ich wieder einen Bericht einstellen.

Vieles war neu für mich beim siebten Besuch in Namibia.
Erstmals bin ich mit Condor geflogen, hinzu am Tage, zurück als Nachtflug.Kurz, ist auch nicht anders als AirNam. Man muss halt die Zehn Stunden ertragen, so oder so. Das Essen ist nicht besser oder schlechter, der Sitzabstand-ich hab´s nicht nachgemessen- genauso eng. Doch Halt, in einem Punkt gab es schon eine Differenz : die Freundlichkeit des Bordpersonals ist bei Condor schon von gänzlich anderer Qualität, da kommen die Namibier nicht ansatzweise mit.
Dafür hätte ich für ein Bierchen extra zahlen müssen. Na gut, solange kann ich warten.

Erstmals war ich auch in der Hauptreisezeit der Südafrikaner unterwegs, das hat uns aber nicht wirklich beeinträchtigt.

Erstmals überhaupt habe ich einen Fuss nach Südafrika gesetzt, endlich war ich im KTP, wenn auch nur für drei Tage. Diese drei Tage aber haben mich so restlos begeistert, dass die Tour für nächstes Jahr-mit deutlich erhöhtem KTP-Anteil- schon in der Planungsphase ist.

Und ebenso neu für mich waren die Flusslandschaften von Zambesi und Chobe. Und auch hierhin wird der nächste Trip wohl wieder führen.

Und noch nie war ich solange in Afrika.Fünf Wochen habe ich dieses Mal zugebracht. Es war nicht ein Tag zuviel.

Nicht neu dagegen war die generelle Reisezeit . Ich liebe es ja, in ein grünes Namibia zu fliegen, mit langen Tagen und herrlich warmen Abenden. Und durch die manchmal aufziehenden Wolken sind die Sunsets einfach soviel spektakulärer. Dazu kommen die grossteils leeren Camps, in aller Regel kann man problemlos spontan unterkommen.
Nicht zu vergessen die vielen Vögel, die man in der Trockenzeit nicht antrifft, sowie die Unmengen von interessanten Insekten wie Schmetterlinge und Heuschrecken. Und die Unmengen frisch gesetzter Antilopenkälber sorgen für viele unvergessliche und erheiternde Momente.

Kurzum, ich liebe es, im Januar/Februar zu reisen. Die eventuell einmal nötige Umplanung meiner sowieso nicht fest gebuchten Tour wegen stärkerer Regenfälle nehme ich dabei gerne in Kauf. War aber auch dieses Jahr nicht nötig, denn es hat-zumindest bis letzte Woche- wiederum bislang viel zu wenig geregnet.


25.Dezember 2014:

Wieder brauche ich keinen Wecker, um zehn vor vier Uhr wache ich auf. Nach einem schnellen Tee verlade ich mein bisschen Gepäck im Auto, und pünktlich um halbfünf geht es über komplett leere Strassen Richtung Frankfurt. Kein Wunder zu der Uhrzeit, und dann auch noch am Weihnachtsfeiertag.
So bin ich schon gegen halbacht Uhr am Airport. Nach dem Abgeben des Gepäcks- eingecheckt hatte ich gestern schon online- gehe ich mit Liese noch einen Latte Macchiato trinken. Dann heisst es Abschied nehmen, und ohne Probleme geht es durch die Kontrollen. Nicht mal die Schuhe muss ich ausziehen,denn ich habe schon meine Fellies an.
Pünktlich um 9.30 Uhr rollen wir auf die Startbahn, und kurz darauf verabschiedet sich Deutschland mit eigentlich ganz passablem Wetter.
Der Flieger ist ziemlich voll, und neben mir sitzt ein Subjekt japanischer Provinienz, welches schon bald anfängt, genüsslich in der Nase zu bohren.Die Popel entsorgt er gekonnt eine Station tiefer, wahrscheinlich leidet er unter akutem Mineralienmangel.Als die Nasenmine wohl ziemlich erschöpft ist,kratzt er sich abwechselnd am Kopf und an den pickligen Armen, und auch diese Grinde und Schuppen werden als Nahrungsergänzung genutzt. 🤢
So drehe ich mich nach rechts, blicke aus dem Fenster und fotografiere etwas.

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Dann aber zieht es schnell zu, und obwohl ich ziemlich exakt über meinen Wohnort fliege, sehe ich vom Schwarzwald nichts. Dafür ragen die Alpen aus den Wolken, ich erkenne die 4000er des Berner Oberlands wie Eiger,Mönch und Jungfrau, später dann auch die Walliser Berge bis zum Mont Blanc.


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Das Mittelmeer ist praktisch nicht sichtbar, erst über der Sahara gibt es wieder ungetrübte Sicht-gute drei Stunden lang.


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Über Zentralafrika wabern riesige Kumulustürme, und erst über der Küste Angolas reissen die Wolken wieder auf. Hier geht dann auch die Sonne unter, erstmals in Afrika für mich für diese Reise.


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Fast eine Stunde dauert es dann, bis ich durch die Immigration durch bin und endlich das Gepäck erscheint. Während die Leute vor mir dann ihr Gepäck durchleuchten lassen müssen, darf ich einfach so durch die Schleuse. Draussen wartet schon mein Empfangskomitee, und sogleich nehmen wir die hundertdreissig Kilometer über die B6 bis nach Witvlei und weiter auf Sand bis zur Farm unter die Räder. Erstes Wild wie Schweine, Steinböckchen, Gemsböcke sowie einige Springhasen sind im Scheinwerferkegel auszumachen, dazu noch ein paar Ziegenmelker.
Dort angekommen, gibt es noch ein Weihnachtsbier für mich, und nach einer Dusche geht´s gegen Mitternacht auf die
Matratze.

bis bald,
Matthias

Teil 204. Feb. 2015

26.Dezember 2014 :

Nach einem gemütlichen Weihnachtsfrühstück in geselliger Runde, es sind neben meinem Bruder Stefan, meiner Schwägerin Annette sowie meinem Neffen Bastian und meiner Wenigkeit noch weitere Gäste zu Besuch auf der Farm,
starte ich mit Basti zu einer ersten Erkundungstour durch den Busch.
Neben vielen bekannten Säugern und Vögeln gibt es wieder einiges aus der Fraktion der Insekten, die ich noch nicht kenne.


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ein Erdschmätzer-Capped Wheatear. Die habe ich vorher noch nie gesehen, dieses Mal finde ich sie öfters.


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eine interessante Schrecke. Ob sie schon zu den Stabheuschrecke zählt-keine Ahnung.Eine Spitzkopfschrecke.Danke Michael

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eine weitere Schrecke-eine Wanderheuschrecke Mit Abstand die bislang Grösste,die ich bislang entdeckt habe. Vor allem fliegend ein wahrer Gigant, ich dachte erst an einen Vogel.


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ein Colotis-Falter,also einer aus der grossen Gruppe der "Tips". Genauer lässt er sich nicht eingrenzen, da er es strikt verweigert, die Oberseiten zu zeigen.


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ein Common Blue, also ein Bläuling. Für eine differenziertere Bestimmung bliebe nur die Genitaluntersuchung, aber so genau will ich es gar nicht wissen.


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Velvet Ants, also Samtameisen. Schöner Name, aber ihr Biss soll sehr schmerzhaft sein.


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eine rote Spinne mit sehr dekorativem "Pelzmantel"


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der ist mir natürlich nicht neu, aber allemal ein paar Bilder wert. Warum man bei Seinesgleichen von Dreckschweinen spricht, andererseits bei Menschen, die Selbiges machen, von Wellness, verstehe ich nicht so ganz. Jedenfalls scheint es sehr gut zu tun, so eine Fangopackung.

Nachdem Mittagessen und einer obligatorischen Siesta verbringen wir den Nachmittag am Pool. Ich lasse mir erzählen, was Basti, der schon seit Mitte Dezember hier ist und Stefan und Annette, die am 4.Advent geflogen sind, schon Alles so erlebt haben.
Als es dunkel geworden ist, gehen wir zu dritt los, um das Nachtleben auf der Farm zu erkunden. Stefan leuchtet mit einer Lampe, und ich versuche, die gefundenen Tiere zu fotografieren.


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zuerst kümmern wir uns um die zahlreichen Schleiereulen, die hier in einem Stallgebäude wohnen und die ganze Nacht hindurch mit lauten Schnarchtönen ihre Anwesenheit verkünden.


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dann sehen wir uns mal die Frösche aus dem Entenplanschbecken an, die ebenso langanhaltend die ganze Nacht hindurch laut quaken.


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so sieht´s aus, wenn er quakt. Von der aufgeblähten Schallblase springen kleine Wassertropfen weg.

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ein weiteres, kleines, spitzmauliges Fröschle,welches ein noch viel kleineres Männchen (?) Huckepack genommen hat.


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ein Winzling von Maus, nicht grösser als mein Daumen, findet sich im Gehege bei den Hühnern.

Dann geniessen wir ein kaltes Bier, und nach dem Abendessen lege ich mich Schlafen, begleitet vom Geschnarche der Eulen und Gequake der Frösche, dazu kommen noch das hohe Sirren der Zikaden und das Gezirpe der Grillen. Welch ein Wohlklang.

bis bald,
Matthias

Teil 304. Feb. 2015

27.Dezember :

Mit dem ersten Licht bin ich draussen, aber es entstehen nicht viele Bilder. Entweder war das Licht nix Besonderes, oder ich nehme mir nicht viel Zeit, denn heute wollen wir nach Gobabis fahren, um den Grosseinkauf für unsere Sylvester-Südrunden-Campingtour zu tätigen.


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Sonnenaufgang über der Farm


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Wermutregenpfeifer-Caspian Plover

Bei der Standard Bank hebe ich ohne Probleme einmal 4000, einmal 5000 Nam$ mit meiner Bankkarte ab,während Stefan-dem Wahnsinn nahe-es nicht schafft, bei einer der drei Banken in Gobabis an Bares zu kommen. Dabei erscheinen auf den Displays so sinnbefreite Sprüche wie : Amount must be smaller than 3000.-$. Und das bei probehalber eingegebenen Beträgen wie 2000.-$. Nachfragen beim Bankpersonal ergeben, dass sowieso nur 500.-$, laut anderem Cashier 800.-$ abgehoben werden können. Aber auch das geht nicht. Und als ich meinen Beleg über 5000.-$ vorzeige, ist das Personal restlos verwirrt. Jedenfalls ist keinerlei klare Linie erkennbar, denn als Annette abheben will, geht das zwar, bei ihr aber nur in 2000.-$er- Schritten.
Aber letztlich haben wir genug Dollar abgehoben, und sogar der Umtausch von 10000.-$ in Rand gelingt uns noch kurz vor Toresschluss, denn um 12.00 Uhr ist Schluss, heute ist Samstag.
Dann stürmen wir mit drei Einkaufswägen einen Supermarkt, anschliessend den Bottle Store und schliesslich noch die Butchery, bis unser Einkaufszettel abgearbeitet ist. Nun noch getankt, dann kann es wieder zurück auf die Farm gehen.

Dort müssen wir dann den ganzen Plunder auf die zwei Autos verteilen, denn morgen wollen Stefan, Annette und ich möglichst früh starten mit dem bis unters Dach vollgepackten, treuen, mittlerweile über fünfzehn Jahre alten Toyota Condor. Die erste Nacht werden wir auf der "Kalahari Game Lodge", gerade kurz vor dem Eingangstor Mata-Mata in den KTP, verbringen.Bis dahin haben wir runde 550 km Sandpad vor uns.

Als die Tagespflichten endlich erledigt sind, widme ich mich nochmals der Insektenwelt.


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Southern Marbled Emperor


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eine Spinne, die wir nur entdeckt haben, weil ihre Netzhaut im Dunkeln das Licht der LED-Lampe auf über zwanzig Meter reflektiert hat und sie so unser Interesse geweckt hat.


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ein Bock-Laufkäfer, bestimmt an die zehn Zentimeter gross ( ohne Fühler ).Danke Michael

Der nächste Tag also sieht uns auf Pad Richtung Süden, bis dahin
Matthias

Teil 405. Feb. 2015

28.Dezember :

Nach einem schnellen Frühstück verlassen wir um halbacht Uhr die Farm und fahren über Witvlei, Leonardville, Stampriet und an Gochas vorbei über die C 15, praktisch immer parallel zum Auob Rivier, bis zur Kalahari Game Lodge.
Natürlich halten wir immer wieder einmal, denn zum Einen ist die Fahrt landschaftlich recht abwechslungsreich, zum Anderen entdecken wir den ein oder anderen Vogel.

So kann ich meinen ersten Grautoko fotografieren,

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und wenig später entdecke ich diesen Perlkauz, der seinerseits von einem über ihm sitzenden Mahali-Weber argwöhnisch beäugt wird.


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hier muss es kürzlich geregnet haben, denn es stehen einige dieser Lilien kurz vor dem Öffnen der Blüten herum.

Als wir irgendwo hinter Gochas das Auobtal verlassen und nach rechts auf die Hochebene kommen, stoppen wir, um mal ein bisschen die Landschaft auf uns wirken zu lassen.
Dann übernehme ich das Steuer von Annette und wundere mich, dass der Condor so gar nicht auf Touren kommen will. Na gut, wir sind bepackt bis oben hin, und den stärksten Motor hat er auch nicht, was man tunlichst beim Überholen von LKW´s bedenken muss, aber irgendwie stimmt da was nicht. Gerade in den dritten Gang gequält, steuere ich nach links an den Rand und checke mal die Reifen. Und da ist sie dann--meine allererste Reifenpanne in Namibia. Der Reifen ist so was von hinüber, das kann jetzt nicht auf den knapp dreihundert Metern passiert sein, die ich bis jetzt gefahren bin.
Jedenfalls gut, dass ich das bemerkt habe, denn sehr viel weiter wäre dieser Reifen wohl nicht mehr auf dem Rad geblieben.

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Nach gut zehn Minuten haben wir eines der zwei Reserveräder montiert, und es kann weiter gehen.Doch nicht sehr weit, dann steigen direkt neben uns ein paar Geier auf. Steht es schon so schlimm um uns ?


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immaturer Weissrückengeier


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es werden immer mehr, zuletzt sind es über dreissig Geier, die da in der Thermik kurbeln.

Noch einmal werden wir ausgebremst, als diese Schildkröte vor uns die Pad kreuzt. In der schönen Nachmittagssonne muss sie ein Shooting über sich ergehen lassen.


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Dann aber geht es die letzten Kilometer bis zur Lodge, wo wir schon mal einchecken und unsere grosse Campsite belegen.Dann erhalten wir eine SMS, dass es wohl noch dauert, bis Thomas mit dem zweiten Auto kommt. Sie sind erst bei Aranos und müssen bei einem Unfall helfen-- eine Südafrikanerin mit kleinen Kindern im Auto hat sich gerollt. Gott sei dank nicht so schlimm, wie es zuerst aussah, aber das Auto ist hin.

Wir gehen nach dem Zeltaufbau erst mal in den Pool und kühlen uns ab. Wir tauchen zusammen mit einem Zwergtaucher ,der sich auch den Pool als Revier ausgesucht hat. Ob es hier Fische gibt ?

So lange dauert es gar nicht, bis Thomas mit dem zweiten Wagen kommt, er fährt halt -trotz Hänger - etwas "ambitionierter" als ich, ausserdem hat er eine direktere Pad durch die Pampa gewählt.

Zum Sundowner laufen wir auf die Aussichtsplattform, die sich oben auf einer Düne befindet, hoch und geniessen hier ein Bierchen.


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Hunderte von Blutschnabelwebern sitzen in den Bäumen an einem Wasserloch


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auf dem Wasser schwimmt der Partner vom Vogel aus dem Pool- ein Zwergtaucher

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etwas unspektakulär versinkt die Sonne hinter der Kalahari Game Lodge


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nach dem die Sonne weg ist, reizen die Springböcke mit ihrem Schattenriss zu ein paar Bildern, und der kleine Zwergtaucher ist auch mittendrin.

Nach einer opulenten Grillage- wer mal mit Einheimischen auf Tour war, weiss was ich meine- verteilen wir uns auf die Zelte, voller Vorfreude auf den morgigen Besuch im KTP. Soviel darüber gelesen und gesehen, endlich ist es auch für mich dann soweit.

dranbleiben,
Matthias

Teil 506. Feb. 2015

29.Dezember : KTP-wir kommen

Nach einem ausgiebigen Frühstück und dem Einladen des ganzen Campinggeraffels, bei acht Leuten zieht sich das etwas hin, nehmen wir die ca. zwanzig Kilometer bis zum Gate Mata-Mata unter die Reifen. Da wir die Einzigen sind, die Einlass begehren, geht das auch relativ flott vonstatten.Beim Einchecken in den NP erzählt uns der Ranger, dass beim nächsten Wasserloch Sitsas Löwen gesichtet wurden.
An der Tanke gibt es Sprit, und wir reduzieren wie gewünscht den Reifendruck.


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Blick zurück auf den namibischen Posten


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Und dann geht es endlich los-unser Abenteuer KTP. Schon so viele Geschichten habe ich gelesen, so viele Fotos bestaunt vom Kgalagadi Transfrontier Park, gelegen zu einem Viertel in Südafrika und zu Dreiviertel in Botswana.

Und es geht sehr friedlich los. Nach Mata-Mata kreuzt man gleich das Auob-Rivier, und hier sehen wir die ersten Tiere.


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ein Bild des Friedens. Streifengnu mit drei frisch gesetzten Kälbern, die Nabelschnüre hingen noch runter.


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auch ganz friedlich: Springbock


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ebenfalls ein Bild des Friedens. Kurz hinter Sitsas finden wir unsere ersten Löwen, im Schatten eines grossen Kameldorns schlafend. Deshalb habe ich auch nur dieses eine Bild gemacht, darauf vertrauend, dass wir noch mehrere dieser Räuber in Anblick bekommen werden.Wir sind doch hier in dem Katzenpark.
Und doch, das Bild täuscht. Denn neben den Löwen liegt im spärlichen Schatten eines toten Baumes der frische Kill der Beiden, ein Gemsbock.
Da bei der mittlerweile herrschenden Hitze nicht zu erwarten ist, dass sich an der Löwenfront was dramatisches entwickelt, zuckeln wir weiter Richtung Südost nach Twee Rivieren, wo wir dank Hobi´s genialem Notifier doch noch zwei Nächte in zwei Family-Chalets bekommen haben.Herzlichen Dank nochmals.


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nicht gerade friedlich geht es bei diesen Hartebeestern zu. Zwei Damen übrigens.


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männliche Ground Agama


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Streifenliest-Striped Kingfisher, für den übrigens typisch ist, dass er sich weit weg von jeglichem Wasser aufhält.


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eine Nerine


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Schwarzbrust-Schlangenadler auf seinem Horstbaum

bei der Picnic-Site bei Kamqua machen wir eine Vesperpause, dabei finde ich


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diesen Graukopfsperling sowie


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einen Skink und einen


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Gecko, der sich hinter dem Gitter vom Klohäuschen versteckt.


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Dann finden wir acht Giraffenbullen, die langsam und majestätisch das Auob-Rivier entlangschreiten.


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als nächstes finden wir diesen Raubadler-Tawny Eagle


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sowie zwei Sekretäre. Was zuerst den einen, dann Beide antreibt, sich so ausgebreitet in die Sonne zu legen, weiss ich nicht. Ich kenne so ein Verhalten aber von Hühnervögeln und Spechten, die sich so von Ameisen filzen lassen, um Ungeziefer wie Federlinge los zu werden.


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weitere Springböcke, auch hier gibt es ganz frisch gesetzte Kitze.


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ein typisches Bild vom Aoub-Tal. Und doch nicht ganz, denn der genaue Blick in den Schattenwurf des Kameldorns ergibt...


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...unsere ersten Cheetahs, drei stattliche, voll gefressene Brüder, die hier in der Nähe des Wasserlochs Kamfersboom die Hitze des Tages verschlafen. Da sich auch hier nicht viel tun wird bis zum Abend, fahren wir weiter. Aber das Ziel für den abendlichen Game-Drive steht jetzt schon fest.


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mit diesem weiteren Sekretär beenden wir unseren Transfer nach Twee Rivieren.

Wir erledigen die Einreise nach Südafrika, dann checken wir in unseren Chalets Nr.7 und 8 ein. Ein Teil der Truppe ist ziemlich erledigt und will lieber in den Pool gehen, aber ich fahre mit Thomas, Stefan und Annette wieder in den Park.

Davon handelt das nächste Kapitelchen, denn dieses ist jetzt so schon ganz schon lang geworden.
Wir jedenfalls waren mit dem Einstand im KTP nicht unzufrieden. 😎

liebe Grüsse,
Matthias

Teil 607. Feb. 2015

noch immer der 29.Dezember :

Nach dem wir also unser Cottage bezogen haben, geht es auch schon wieder los auf die Piste. Richtung ist klar, zurück ins Auob-Tal. Doch bevor wir "Kamfersboom" erreichen, gibt es schon mal jede Menge "Beifang" rechts und links der Pad abzugreifen.


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so z. B. Gemsböcke, dekorativ in den Dünen verstreut, nach denen ja die Vorläufer des KTP beidseits des Nossob benannt waren.


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dieses Tier hat wohl mal einen Schädelbruch bei einem Kampf erlitten, jedenfalls zeigte das ramponierte Horn auch noch unvorteilhaft nach vorne, was ein Durchstreifen der Dornbuschsavanne sicher nicht erleichtert hat.


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neben einer gackelnden Gackeltrappe


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und einer Riesentrappe


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sowie diesem Kleingetier jagenden Sekretär

müssen wir uns erst einmal mit diesem Schwalbenschwanzspint begnügen, der direkt in der Steilwand der Pad, wo wir wegen der drei Gepardbrüder stehen, seine Bruthöhle gegraben hat. In regelmäßigen Abständen erscheint einer der beiden Elternvögel mit Beute und setzt sich erst mal in einen kleinen Baum, etwa vier Meter neben uns, um die Beute für die Jungen vorzubereiten.


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hier hat er eine Biene gefangen, der durch beständiges Klopfen auf den Ast erst mal der Stachel entfernt wird.

Bei den Cheetahs tut sich erst mal nicht viel, sie liegen immer noch im Schatten des Kameldorns. Aber beständig sinkt die Sonne tiefer, und gegen 18.30 Uhr -nur noch eine Stunde, bis die Tore schliessen- wird es dem Ersten der Gang zu warm, die Sonne hat ihn erreicht, und er steht auf, streckt sich, markiert am Stamm und kommt gaaanz langsam in unsere Richtung marschiert.


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Nicht lange dauert es, und die beiden anderen Faulenzer stehen auch auf, um sich einen anderen Schattenplatz, direkt vor uns, aber leider hinter einer Bodenwelle nicht einsehbar, zu suchen. Und wir dachten schon, es ginge jetzt auf die Jagd. Aber es ist wohl noch zu heiss, ausserdem sind sie nach ihren Bäuchen zu schliessen auch noch satt.


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zwei Brüder


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Nachdem die Gang sich wieder schlafen gelegt hat, ist es auch höchste Zeit, in Richtung T.R. aufzubrechen.
Wir sind vom Erlebten ziemlich geplättet, zumindest für mich war das die erste 1a-Cheetah-Sichtung, denn bislang habe ich nur einen Kopf auf weite Entfernung im Spektiv gehabt, damals, in der Etosha.

Was soll jetzt noch kommen. Wir sind ziemlich euphorisiert, und nur mit Mühe kann ich einen Stop wegen eines stinknormalen Gemsbocks erreichen. Aber er ( "er" ist allerdings eine "sie") steht einfach zu dekorativ im schönsten Abendlicht auf einer grasbewachsenen Düne.


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Bei diesem trinkenden Strauss ist die Sonne dann schon weg, ein Foto muss trotzdem sein. Ich finde immer die Füsse, und besonders die Monsterzehen dieser Vögel, faszinierend.


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Pünklichst verlassen wir den Park, und es gibt wieder eine Braaisession. Und natürlich stossen wir gehörig auf dieses tolle Erlebnis und den uns schon jetzt begeisternden KTP an.
Dazu singt aus einem Baum direkt an unserem Chalet ein Perlkäuzchen, und in schon bewährter Manier leuchtet Stefan mit der Lampe, und ich schiesse ein paar Bilder der kleinen Eule.


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Zum Chalet ist noch zu sagen, dass ich natürlich, durch diverse Berichte vorgewarnt, ahnte, dass es ein "Problem" mit Fledermäusen geben könnte, und tatsächlich finden sich auf meinem Bett eindeutige Anzeichen der Anwesenheit, aber nach dem ich das Bett in die Mitte des Raumes gerückt habe, hat mich dieses "Problem" nicht weiter tangiert.
Nun noch die lästige Klimaanlage ausgestellt und sämtliche Fenster aufgerissen, dass der Wind etwas durchpfeifen kann.Gute Nacht.

bis bald,
Matthias

P.S.: und wiederum ein herzliches Danke-schön an alle Kommentatoren. Das motiviert.

Teil 709. Feb. 2015

30.Dezember : KTP-die Morgenrunde

Pünktlich um 6.00 Uhr stehen wir am Gate, und kurz darauf gibt es schon die erste Sichtung : direkt mitten auf der Pad liegt ein Cape Fox. Die Sonne ist noch nicht hoch, und ich sitze heute hinten, so kann ich nur durch die Frontscheibe beobachten, deshalb habe ich mir Fotos gespart.
Aber kurz darauf gibt es das erste Foti. Wir fangen an, wie wir gestern aufgehört haben--mit einer Eule. Es sind sogar zwei, aber der Zweite sitzt total verdeckt im Gewirr der Äste.


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Berg- oder Fleckenuhu

Wir sind noch nicht weit gekommen, da entdecken wir den Wächter einer Erdmännchenkolonie, der schon mal-noch bevor die Sonne auf den Bau scheint- die Lage sondiert. Besonders für Stefan ist der Tag schon gelaufen, denn er hat noch nie Erdmännchen gesehen, er hat sogar behauptet, diese Tiere gäbe es gar nicht, das wäre ein Märchen.


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Obwohl, so richtig zufrieden ist er nicht, denn es sind keine namibischen Erdmännchen, sondern Südafrikaner. Die zählen ja gar nicht so richtig, irgendwie. 😗

Dann kommt ein bisschen Business-as-usual.
Hier ein paarungswilliger Straussenhahn,


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da eine paar Gnus im schönsten morgendlichen Sreiflicht,


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oder eine Springbockgeiss, die offensichtlich kurz vor der Geburt ihres Kitzes steht.


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Dann rennt ein Schabrackenschakal parallel zu uns entlang der Pad, er hat offensichtlich Etwas in der Nase. Zielstrebig findet er die Reste eines anderen Schakals, oder war es ein Kapfuchs ? Viel ist nicht mehr davon übrig. Da er direkt neben der Pad liegt, vermuten wir, dass er von einem Auto angefahren worden ist. Leider halten sich nicht Alle an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit. Besonders nicht die Fahrzeuge der Nationalparkverwaltung.


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Wir wechseln entlang des Nossobriviers auf die Botswanische Fahrspur, und direkt neben der Pad finden wir diese Grazie, die wie eine Sphinx daliegt, und immer wieder miauend in die Dünen ruft. Natürlich bleiben wir eine ganze Weile hier stehen, denn insgeheim erwarten wir, dass ein paar süsse Kätzchen aus der Deckung kommen. Aber ganz so wollte uns dann der KTP doch ( noch ) nicht verwöhnen.


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Als die Sonne herum wandert und der Katze ins Gesicht scheint, macht sie sich auf und über die Düne davon, ohne dass wir ihren vermuteten Nachwuchs zu Gesicht bekommen.
Wir dagegen kommen nicht weit, und wir fahren praktisch mitten in eine Familie Erdmännchen, die, da die Sonne hier schon schön wärmt, auch entsprechend aktiv und wuselig sind. Rechts und links vom Auto, überall scharrt und buddelt es, man weiss gar nicht, wo man hinschauen soll.
Stefan findet das toll, obwohl--die sind ja botswanisch, und wiederum keine Namibier. 🤢


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Wir fahren bis Kij-Kij, und dann die landschaftlich sehr schöne Pad über die Dünen nach Auchterlonie. Hier sehen wir die Dreier-Gang von gestern wieder, sie liegen aber relativ weit entfernt unter einem Baum im Schatten, und so fahren wir weiter, zurück ins Camp. Das Frühstück ruft, und pünktlich um 9.00 Uhr sind wir wieder zurück.


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einen fliegenden Schlangenadler kann ich noch erwischen,


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und auch diese inmitten eines Sandmeeres erblühten Schönheiten kann ich nicht undokumentiert lassen.

Im Camp dann wuseln eine ganze Familie Fuchsmangusten herum, auf deren Fersen ich mich hefte. Da es nun schon richtig heiss ist, liegen sie aber die meiste Zeit im Schatten.


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Das machen wir dann auch, nur unterbrochen vom Besuch des Pools zum Abkühlen, oder des Shops, um ein Eis zu ziehen.

Vom abendlichen Gamedrive handelt dann das nächste Kapitelchen.

bis dahin
Matthias

Teil 809. Feb. 2015

@ Guggu: Du weisst doch--Wissen ist Macht. 😕 😎

weiter geht´s :

30. Dezember der abendliche Game-Drive :

Unsere Truppe schmilzt angesichts der herrschenden Temperaturen immer mehr, heute wollen nur noch Stefan, Annette und ich den Park erkunden. Die Anderen ziehen den Pool vor.
Wir wollen nochmals ins Nossobtal, um vielleicht die Erdmännchen wieder zu finden.
Die erste Sichtung aber ist eine Riesentrappe unmittelbar neben dem Auto. Gut, da schauen wir jetzt auch nicht absichtlich weg.

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Dann finden wir einen Weissbürzel-Singhabicht, der direkt an der Pad den Schatten eines Baumes nutzt, um Siesta zu machen.


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Immer wieder erfreuen kann ich mich an den flauschigen, neugeborenen Springbockkitzen.


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Jedes Siedelwebernest, welches wir in einem Abstand passieren, dass man mit dem Fernglas Einblick in den Sozialwohnungsbau nehmen kann, inspizieren wir gründlichst, aber weder heute noch morgen sollten wir eine Kapkobra finden.
Das also ist mein ganz grosser Kritikpunkt am KTP. Ich hatte hier, inspiriert durch so einige Berichte hier im Forum, eigentlich schon damit gerechnet, eine Kapkobra, eine Puffotter, oder wenigstens eine Maulwurfschlange zu sehen. Aber nix da, tote Hose an der Schlangenfront. Aber ich werde wieder kommen, und dann.... 😗

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Nest mit ohne Kobra, dafür mit Mond

Als Nächstes finden wir unsere Cheetahdame von heute morgen wieder, sie ist immer noch solo.


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Sie kommt in unsere Richtung, und läuft dann zwei Meter neben uns her. Stefan fährt auf der nicht gerade grossen botswanischen Pad rückwärts, und ich kann bequem aus dem Fenster raus ein paar Portraits anfertigen. Fast könnte ich sie mit ausgestrecktem Arm streicheln...


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Da die Erdmännchen unterwegs sind, verewigen wir die Kap-Borstenhörchen, die den selben Bau bewohnen.


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Wir befahren weiter die wohl nicht so oft befahrene Spur auf der Botswana-Seite und fahren auf einen irgendwie komisch aussehenden Totholzstamm zu, der direkt, nur so acht Meter, neben der Spur liegt. Der Stamm entpuppt sich als altes Löwensingle. Sein gezeichnetes Gesicht, die schwarze Mähne und der total schwarze Nasenschwamm verraten sein schon höheres Alter. Da wir das einzige Auto sind, können wir nach Belieben vor und zurück setzen, bis wir kein störendes Gras mehr vor dem Objekt der Begierde haben.


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Da es Zeit wird, zurück zu fahren--das Tor wird pünktlich um 19.30 Uhr geschlossen-- reissen wir uns irgendwann los, kommen aber nicht weit. Denn zu dekorativ sitzt ein Milchuhu im Schatten eines Kameldorns und verpennt mit halbgeschlossenen Lidern den heissen Tag.


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Annette wird ob der fortschreitenden Zeit schon leicht panisch und will, dass wir querfeldein auf die südafrikanische Seite wechseln, aber wir lehnen es ab, eine neue Fahrspur in den Sand zu ziehen. Und so müssen wir fast bis Kij-Kij weiter fahren, um nun wieder Richtung Tor fahren zu können.

Ein letztes Foto mit Sunset muss aber sein,


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und pünklichst rauschen wir durchs Tor. Und wir sind nicht die Letzten.

Im Camp versuche ich mich noch etwas an Low-light-fotographie, und da das Käuzchen heute nicht da ist, muss halt der Mond herhalten.

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Der nächste Tag verabschiedet das Jahr 2014. Dafür hat sich der KTP nochmals was ganz Besonderes für uns aufgespart.

bis dahin,
liebe Grüsse,
Matthias

Teil 910. Feb. 2015

@ freshy : welches Gegenteil, hääh ? Steh´auf dem Schlauch, sorry. 😵


Sylvester, 31.Januar 2014 : Löwen satt

Wiederum pünktlich stehen wir bereit, die Sonne sieht uns schon im Park. Ein letztes Mal fahren wir ins Nossob-Tal, denn heute steht uns noch ein längerer Transit in den Augrabies-Falls-National Park bevor.


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Schon bald, vermutlich war es am Wasserloch Samevloeling, finden wir unser erstes Wild. Sie sind nicht zu übersehen, denn es stehen schon ein paar Autos hier, um der Löwin mit ihren beinahe ausgewachsenen beiden Jungen beim Saufen zuzusehen.


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Na, raschelt da was interessantes ?


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ein letzter Blick zurück, bevor sie in den weitläufigen Dünen verschwinden

Wenig später finden wir eine ganze Herde Springböcke und ein einzelnes Hartebeest, welche anhaltend sichern und warnen.


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Die Springböcke flüchten dann lieber, während das Hartebeest auf der Düne stehen bleibt und die Lage sondiert. Aus einem anderen Auto erhalten wir die Info, dass ein Gepard auf der Jagd wäre. Wir bekommen ihn nicht zu Gesicht, er bleibt hinter der Düne.
So fahren wir weiter, wiederum auf der Botswana-Seite, und stolpern direkt in dieses Bild des Friedens. Da liegt ein komplettes Rudel Löwen direkt neben der Pad im Schatten und schläft, ein Pascha mit zwei Löwinnen mit einmal drei, schon etwas älteren Cubs, sowie einmal zwei, noch ziemlich jungen und entsprechend tollpatschigen und neugierigen Kleinstlöwen. Die sind zu niedlich. 😊

Darf ich vorstellen : Trara, Familie Bilderbuchlöwen

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der Pascha, ein Herr in seinen besten Jahren mit stylisch geföhnter Mähne, noch relativ unversehrtem Gesicht und noch einem deutlich rosa Fleck im Nasenschwamm. Aber auf jeden Fall mehr als der Hälfte schwarz, also alt genug, um nicht mehr Rudelführer zu sein ??? Sorry, Bele, aber selten habe ich so einen Bockmist gelesen. ( ich weiss, er stammt nicht von dir selbst )


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Löwin 1 mit ihren drei Jungen


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Löwin 2 mit zwei Kätzchen. Noch ist Kuscheln bei Mama angesagt, aber schon bald wird das den Kleinen zu langweilig.


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ganz kleiner Löwe auf ganz grosser Entdeckungstour


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zeigt her eure Zähne. Die Tante ist nicht soo angetan vom Besuch des kleinen Neffen, und entsprechend bleckt sie ihn an. Wenn man das Gebiss so sieht, könnte man ja direkt auf die Idee kommen, Löwen wären Karnivoren--aber weit gefehlt.


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ein Bild von einem Kalahari-Löwen


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Löwen fressen Gras. Hier ist der Beweis, denn genüsslich frisst die Löwin Samenstand um Samenstand. Wahrscheinlich haben die Löwen, wenn sie so da liegen mir ihren kugelrunden Bäuchen, auch einen Wiederkäuermagen. Auch wird das Wiederkäuen der Grund dafür sein, dass Löwen so lange tagsüber schlafen. Also, nur sie selbst schlafen, nicht aber ihre Mägen. Oder so. 🤩

Nachdem die Sonne höher steigt, platzieren sich die Löwen etwas um und ziehen sich mehr in den Schatten zurück.
Auch uns wird es langsam zu warm, und wir machen uns auf den Weg zurück nach Twee Rivieren, denn wir müssen ja bis um 10.00 Uhr die Chalets geräumt haben.

Zuvor pausieren wir aber noch am Wasserloch Leeuwdril, denn zum Einen badet ein Straussenhahn mächtig staubaufwirbelnd im Sand,


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zum Anderen werden wir Zeuge, wie ein kleines Gnu geboren wird und seine ersten Schritte in dieser fremden Welt unternimmt.


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Herzlich Willkommen, kleines Gnu


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Mit diesem Bild verabschieden wir uns aus dem KTP. Die nur zweieinhalb Tage, die wir im Park waren, haben uns so reich beschenkt mit für uns einmaligen Sichtungen. Für uns hat der Park alle Wünsche übererfüllt, und auch landschaftlich ist es sehr schön hier. Deutlich abwechslungsreicher als zum Beispiel die Etosha-Pan.

Nachdem wir also die Zimmer geräumt haben, frühstücken wir in aller Ruhe noch auf der Terrasse und verlassen dann den Park in südlicher Richtung.

Doch davon gibt es im nächsten Kapitel zu lesen.
Bis dahin,
fotomatte

Teil 1011. Feb. 2015

nach wie vor : Sylvester 2014

Wir fahren über Gemsbok durch zum Teil stinklangweilige Karoo-Landschaft bis nach Upington, wo wir erst mal tanken. Dann steuern wir einen örtlichen Reifen-Dealer an, denn wir hätten schon gerne wieder zwei Ersatzräder. Da wir ein gutes Angebot erhalten, lassen wir sowohl den zerfetzten wie auch den anderen, schon ziemlich abgefahrenen Reservereifen ersetzen. Mit deutlich besserem Gefühl geht es zurück auf die Teerpad.
Erstmals sehen wir den Oranje River, und durch endlos scheinende Weinbauflächen geht es über Keimoes und Kakamas zum Augrabies Falls NP. Wir suchen uns ein Plätzchen mit Schatten und bauen die Zelte auf. Hier ist es brüllheiss, und erst mal besuchen wir den Pool, um uns abzukühlen.
Dann startet Thomas das Braaifeuer, denn schliesslich wollen wir den letzten Tag des Jahres nicht hungrig verabschieden. Neben lekker Schweinebauch gibt es gegrillte Lammkoteletts, dazu Squashies und Kartoffeln. Nach dem Essen köpfen wir noch eine Flasche Sekt, und deutlich vor 23.00 Uhr verschwinden wir im Zelt, um ins neue Jahr zu schlafen.


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diesen Bibron´s Tubercled Gecko finde ich in der Männerdusche

Neujahr 01.Januar 2015 :

Nach angenehmer Nacht - auch die Südafrikaner, die den Platz mit uns teilen, halten offensichtlich nichts von Feuerwerk und lautem Gefeiere - breche ich mit Stefan auf in den ersten Morgen des neuen Jahres, um die Fälle zu fotografieren.


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Schlucht des Oranje Rivers


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Augrabies Falls


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auf den Felsen sitzen zahlreich Dassies rum und geniessen die Morgensonne


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weibliche sowie


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männliche, schrill bunte Augrabies Flat Lizards huschen über die Felsen und tanken Sonne


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es gibt auch viele Bergstare-Pale-winged Starlings hier. Einige der Vögel sind mit farbigen Ringen markiert.


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die noch schräg stehende Sonne erzeugt einen kleinen Regenbogen in der Gischt der Fälle


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nur ein Dassie


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Rotstirnbartvogel-Acacia Pied Barbet


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Kardinalspecht-Cardinal Woodpecker


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perfekt getarnte Agame

Nach einem sehr gemütlichen und ausgedehnten Frühstück brechen wir auf, um etwas vom Hinterland des NP zu sehen. Die ganze Runde wäre über achtzig KM lang, das ist uns zuviel. Aber ein paar Eindrücke gewinnen wir doch, und ein paar Tiere sind auch zu finden. Neben einem Klippspringer und einem Felsenadler lassen sich ein paar Giraffen fotografieren.


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auch finden wir einige Zeugnisse früherer Besiedlung

Dann geht es zurück ins Camp. Hier bläst ein gigantischer Fönwind, und so statten wir dem Pool wieder einen Besuch ab.
Gegen Abend laufe ich mit Biene den schönen und abwechslungsreichen Trail zum "Arrowhead" ( oder so ähnlich), jedenfalls fliesst hier das Wasser, welches zuvor über die Twin Falls stürzt, in den Oranje.


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Twin Falls

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Schlucht beim Arrowhead


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hier fliegt mein erster Zwergadler-Booted Eagle, zusammen mit vielen Alpenseglern und einigen Turmfalken


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das schöne Abendlicht verleitet zu einem "Selfie"

Nach Einbruch der Dunkelheit machen Stefan und ich noch ein paar Langzeitbilder von den angestrahlten Falls.


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So lassen wir den ersten Tag des Jahres gemütlich bei ein paar GinTonic ausklingen.

Der morgige Tag sieht uns wieder auf Pad, wir fahren zurück nach Namibia, um ein besonderes Abenteuer zu erleben.

liebe Grüsse,
fotomatte

Teil 1112. Feb. 2015

Hallo Clax-Claudia, ich hatte dich schon fast a bissle vermisst... 😎


02.Januar 2015 :

Nach einem nochmaligen Besuch bei den Falls packen wir zusammen, denn wir haben heute wieder eine längere Strecke zu fahren. Es geht ein kurzes Stück zurück bis Alheit, und dann nehmen wir die N 14 in westlicher Richtung unter die Räder. Entlang der Strasse sitzen viele Zwergfalken auf den Leitungsmasten.
Über Pofadder, hier tanken wir und ziehen Kaltgetränke, alleine schon wegen dem verheissungsvollen Namen, und Springbok geht die Fahrt.


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Hier wird es langsam etwas bergiger, und nun Richtung Nordwest haltend geht es weiter bis zum Grenzübergang Vioolsdrif / Noordoewer.
Während die Abfertigung auf südafrikanischer Seite kompetent, schnell und freundlich vonstatten geht, ist die Einreise nach Namibia so ziemlich das Gegenteil dessen. Mürrische Beamte, die ob des Andrangs auch ziemlich überfordert scheinen, verrichten hier ihren "Dienst". Naja, ich glaube nicht, dass sich die Damen und Herren wirklich als Dienstleister verstehen, aber irgendwann sind wir dann doch durch, und wir biegen gleich nach der Grenze ab auf die C 13. Nach weiteren zehn Kilometern haben wir unser Ziel, das Camp von Felix Unite River Adventures, erreicht.


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Hier sortieren wir dann unseren Krempel für die nächsten dreieinhalb Tage aus, denn solange werden wir ab morgen in Kanus auf dem Oranje Rivier unterwegs sein. Alles, was nicht gebraucht wird, oder was mir zu kostbar erscheint-wie etwa meine Lumix FZ 200- kommt hier im Camp in Verwahrung, der Rest wird in grosse Eimer verpackt.

Um 17.00 Uhr stellen sich unsere Guides vor, sie bereiten dann auch das sehr üppige Abendessen zu, und geben uns eine Einweisung in die bevorstehenden Tage, besonders natürlich, wie wir uns in den diversen Rapids zu verhalten haben, welche wir im Laufe des Trips zu durchfahren haben. Da werden dann manche Teilnehmer schon etwas ruhiger. 🤢


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Übersichtskarte. Vom Main Camp fahren wir bis nach Aussenkehr, immer entlang der nordöstlichen Grenze des Richtersveld NP.


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Satelittenaufnahme mit den benamsten Rapids

Und mit der letzten Aufnahme, die ich mit der "grossen" Kamera gemacht habe, bevor sie unter Verschluss kam, stimme ich auf den kommenden Tag ein.


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Sonnenaufgang über dem Oranje

Die nächsten Bilder sind dann mit der kleinen Hosentaschenknipse entstanden. Die gibt´s dann morgen,

bis dahin.

fotomatte

Teil 1213. Feb. 2015

03.Januar :

Die Gruppe besteht nicht nur aus uns vier Deutschländern und den Namib-Farmern, sondern es sind noch zwei weitere Familien aus Windhoek sowie einige Südafrikaner mit von der Partie.
So sind wir insgesamt inklusive der sechs Guides, die jeweils solo in einem Boot sitzen, über zwanzig Kanus.


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endlich unterwegs

Meine anfänglichen Bedenken, ob das wohl gut gehen und gesittet ablaufen kann, angesichts einer doch nicht gerade exklusiv kleinen Gruppe, erweisen sich aber als weitgehend unbegründet, denn sobald die Truppe endlich auf dem Wasser ist, zieht sich die Meute schnell auseinander. Man kann also, wenn man sich nicht gerade einbildet, beim ambitionierten Spitzenteam mitfahren zu wollen, durchaus in seinem eigenen Tempo dahin gleiten, seinen Gedanken nachhängen und diese grandiose Wüstenlandschaft, die wir ja durchfahren, auf sich wirken lassen.


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Mittagspause


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über lange Strecken wirkt der Oranje wie ein ruhiger, lang gezogener See


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Badepause


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wie krass ist das denn? Man paddelt durch die Wüste


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Guide Zach zeigt, wie´s geht. Völlig tiefenentspannt nimmt er die ersten, leichteren Schnellen


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noch´n Guide

Wir erreichen eine lang gezogene Sandbank, und legen an. Hier werden wir die erste Nacht zubringen. Einige der Südafrikaner haben sich ein Zelt mitgenommen, wir verzichten darauf und legen uns einfach mit dem Schlafsack auf die Isomatte, mit direktem Blick in den unglaublichen und durch keinerlei Kunstlicht verfälschten Sternenhimmel ( wenn da nicht dieser monsterhelle Fastvollmond wäre ).


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erstes Nachtlager


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Da sich die Guides um Alles kümmern, sei es die Zubereitung eines Drei-Gänge-Menüs, sei es das Aufstellen grosser Sonnensegel oder das Installieren eines Outdoorklos, bleibt jede Menge Zeit, um im Fluss schwimmen zu gehen--dankenswerterweise gibt es im Oranje ja weder Krokodile noch Flusspferde-- oder zu fotografieren, oder einfach nur da zu sitzen und ein kaltes Getränk zu sich zu nehmen.
Jedenfalls ein ziemlich relaxter Start in das Neue Jahr.

fotomatte

Teil 1316. Feb. 2015

04. und 05. Januar :

Da ich nur relativ selten den Foto aus seiner wasserdichten Verpackung rausgeholt habe, fasse ich die beiden auf dem Fluss zugebrachten Tage zusammen.

Wir werden Rapids mit solchen Namen wie "Rollercoaster", "KingKong", "Dead Man´s Rapid" oder "Sjambok" durchfahren. Und diejenigen, die es nicht trocken und aufrechten Bootes geschafft haben, müssen halt durchschwimmen, was aber dank Schwimmweste auch kein Problem war, das Wasser jedenfalls war ja warm. Dazu haben wir extra an einer gemässigten Schnelle die Boote verlassen und sind ein paar Mal durch geschwommen, d.h. man hat sich treibenlassen mit möglichst angewinkelten Beinen, um nicht einen der vielen Felsen unter der Wasserlinie zu "küssen".

Diese versteckt unter der Oberfläche lauernden Felsen haben dann auch zwei Boote gekillt, eines musste ausgetauscht werden, ein anderes konnte behelfsmässig wieder geflickt werden.


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in den Rapids

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die meisten Passagen aber sind sehr ruhig

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Vollmonduntergang


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das zweite Nachtlager


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Morgenidyll


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Goliathreiher


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Graureiher


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drittes Nachtlager


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der sich spiegelnde Vollmond verleitet wiederum zu ein paar Fotis.

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Feldküche

Im nächsten Kapitel stelle ich die Guides vor, die wirklich ein tolles Team waren, und die den Trip für eine so grosse, nicht gerade homogene Truppe ( was die Erfahrung mit Kanufahren generell und den Rapids speziell angeht ) wirklich souverän gemeistert haben.

viele Grüsse,
Matthias

Teil 1417. Feb. 2015

06. Januar :

Heute steht nach den Frühstück nur eine kurze Passage, zurück auf die Namibia-Seite, auf dem Plan, und so bleibt Zeit, ein paar Bilder von den Guides zu machen und nochmals eine Runde im Oranje schwimmen zu gehen.


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Chief-Guide Syabonga

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Zach(arias)


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mit "Bessie", einem uralten Bus, werden wir zurück geschaukelt ins Camp, wo vor vier Tagen dieser wunderschöne Ausflug begonnen hat. Nach dem Abladen des Gepäcks und dem ganzen Verstauprozedere in den einzelnen Autos gibt es noch ein gemeinsames Braai, anschliessend werden noch Urkunden ausgeteilt über das erfolgreiche Bestehen eines der letzten grossen Abenteuer auf dieser Welt- die Befahrung des Oranje Riviers. 😊 😵 😎

Nach dem Essen fahren wir das kurze Stück zurück zur B 1, und dann geht es in nördlicher Richtung über Grünau nach Keetmanshoop. Dort suchen wir erstmal den Bahnhof auf, denn ich weiss, dass hier eine Dampflokomotive als Denkmal stehen soll.


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die Class 7A mit der SAR-Nummer 1011 wurde schon 1896 bei der Firma Neilson in Glasgow hergestellt und fuhr bis zur Verdieselung anno 1961 in SWA.


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sie steht jetzt schon seit einigen Jahren hier aufgestellt vor dem sehr schönen, erst 1928 erbauten Bahnhof


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auf den Gleisen rangiert diese bis zur Unkenntlichkeit versiffte sechsachsige Diesellok.


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das hübsche Bahnhofsgebäude

Dann fahren wir in die Stadt, um unsere Vorräte zu ergänzen und zu tanken.
Anschliessend fahren wir das kurze Stück auf der C 17 bis zum Campground vom "Giant´s Playground". Dort checken wir ein, und besuchen dann noch die zahme Erdmännchen-Truppe, die hinter dem Gehege einer Gepardin wohnen. Aber weder die Surikate noch der Cheetah animieren mich zu Fotos--Tiere gehören einfach nicht hinter einen Zaun.

Im Camp stellen wir die Zelte auf, ausser uns ist nur ein weiteres Fahrzeug da.
Hatte es sich seit Grünau immer mehr zugezogen, war es in Keetmanshoop komplett trübe, und ich hatte eigentlich keine Hoffnung auf einen schönen Sonnenuntergang im vielgepriesenen Köcherbaumwald. Aber irgendwie lösten sich pünktlich zum Abend die Wolken mehr und mehr auf, und ich habe mich regelrecht in einen Bilderrausch geschossen.
Die Fotos dazu gibt´s demnächst hier in diesem Theater.

viele Grüsse,
Matthias

Teil 1518. Feb. 2015

Nun also der Köcherbaumwald.
Man verstehe darunter nicht einen Wald in deutschen Dimensionen eines Fichtenforstes, es ist mehr eine lockere, für namibische Verhältnisse durchaus ansehnliche Ansammlung von Aloe dichotoma -eben Köcherbäumen, die aber streng genommen gar keine Bäume sind - in allen Altersstufen.


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war es zu Beginn noch ziemlich bewölkt und die Aussicht auf einen grandiosen Tagesabschluss eher bescheiden, änderten sich die Lichtverhältnisse gegen Sunset geradezu dramatisch.


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der "Wald"


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Hoffnung keimt auf


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die Farben werden kräftiger


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Sunset

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Scherenschnitt


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nach Sonnenuntergang werden die Farben immer bombastischer. Ich eile mit leicht panischen Anflügen, um ja nichts zu verpassen, von Stein zu Stein, von Aussicht zu Aussicht, während der Rest der Truppe schon auf einem Hügel sitzt und das zur Tageszeit passende Getränk schlürft.


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dann gönne auch ich mir einen Gin-Tonic, bevor es dann an die Zubereitung des Nachtmahls geht.


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da muss ich mich aber auch noch einmal ausklinken, um noch einige Bilder vom Vollmond zu machen.


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Hier "bellen" die Barking Geckos aus allen Richtungen, aber unsere Versuche ihrer ansichtig zu werden, scheitern allesamt. Kaum fällt der Schein der Taschenlampe auch nur in die Richtung, verstummen sie sofort.

Gute Nacht,
Matthias

Teil 1619. Feb. 2015

07.Januar :

Noch im Dunkeln stehen wir fünf Erwachsenen auf und fahren das kurze Stück zum "Giant´s Playground", um noch vor Sonnenaufgang ein paar Impressionen zu knipsen, und natürlich rechtzeitig die Magie der ersten Sonnenstrahlen einzufangen.


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noch schnell den untergehenden Mond bei den Köcherbäumen verhaftet, dann aber schnell weiter.


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Sonnenaufgang


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Spielplatz der Riesen


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wie überdimensionierte Dominosteine liegen die Blöcke auf- und neben einander.


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auch Köcherbäume gibt es hier. Allerdings nur Einzelexemplare, keinen "Wald".


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Lerchenammer-Lark-like Bunting ( hier bin ich mir nicht hundertprozentig sicher, wer eine andere Idee hat-- immer her damit )

Nach nur zwei Stunden geht es zurück zum Camp, denn es wird schnell lekker heiss an diesem wiederum wolkenlosen Morgen. Komisch, mir kam es sehr viel länger vor.
Die Kids schlafen noch, und wir bereiten ein letztes gemeinsames Frühstück vor. Mein Bruder mit Anhang fährt heute über Hauchabfontein weiter nach Swakop, während ich mit Farmers zurück auf die Farm fahre.
Die Fahrt über sandige Nebenstrecken ist ereignislos, die meiste Zeit döse ich sogar weg, das grelle Licht strengt meine Augen ziemlich an, und die Sonnenbrille nervt mich einfach. Gegen 15.00 Uhr sind wir zurück, und ich lege mich direkt hin. Die Fahrt hat mich mehr geschlaucht, wie wenn ich selbst gefahren wäre.
Bilder sind heute keine mehr entstanden, deshalb weiss ich auch nicht mehr, was noch so vorgefallen ist. Viel kann´s nicht gewesen sein.

Die nächsten zehn Tage fasse ich wieder thematisch zusammen, denn die habe ich urlaubend auf der Farm verbracht.
Ohne grosse Action, einfach so. Bikkie im Veld rumspazieren, fotografieren, "echte" Erdmännchen beobachten, Posten fahren, im Pool liegen. Sowas halt.

Bis dahin.

Matthias

Teil 1721. Feb. 2015

Auf der Farm :

Während unserer Abwesenheit hatte es nicht wie erhofft geregnet. Alles war nach wie vor trocken, staubtrocken.
Aber laut Wettervorhersage sollte es schon bald Gewitter geben.
Es bauten sich auch schon am nächsten Tag mächtige Türme auf, manchmal hat es auch für ein paar Schauer gereicht, aber es wollte und wollte nicht wirklich durchdringend regnen. So als Initialzündung, damit das Gras endlich anfängt zu wachsen. Damit die bislang spärlich fliegenden Schmetterlinge schlüpfen, und endlich die Schlangen rauskommen und aktiv werden. Nichts der Gleichen.
Nur ein paar kleinere Schauer mit maximal acht Millimeter. Immerhin hat das gereicht, um ein paar kleine Wasserlöcher im Veld zu füllen, wo man mal Schakale finden konnte, oder schlammbadende Schweine. Und ein paar invasive Vögel tauchten plötzlich auf, die man sonst nicht auf der Farm findet.


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Gewitterstimmungen


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Pferde gibt es natürlich auf der Farm. Sie werden zum Viehtreiben geritten, haben aber die meiste Zeit ein sorgenfreies Leben hier.

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mein Ansitz an dieser kleinen Pfütze wird belohnt mit einem schöpfenden Schakal. Leider nicht wie erhofft mit den "Suicide-Chicks", den Perlhühnern. Die sind erst gekommen, als das Licht rum war.


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viele Bachen führen zu dieser Zeit ihre noch kleinen Frischlinge. Für diese wäre das Leben auch einfacher, wenn der Boden nicht so hart wäre.

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Abdimstörche tauchen plötzlich an Stellen auf, wo man sie sonst nicht findet--sofern es geregnet hat.

Eines meiner grossartigsten Erlebnisse aber betrifft eine Falkenart, die in Südeuropa brütet und den Winter hier in Afrika verbringt. Dabei tauchen sie überall urplötzlich in Massen auf, wo es geregnet hat, und in Folge dessen die Termiten schwärmen. Rotfussfalken, manchmal noch gemischt mit Amurfalken.
Leider sind sie sehr scheu, und sitzend habe ich sie nicht näher als sechzig, siebzig Meter erwischt.
Zuerst waren es nur fünf Vögel, die ich immer wieder habe fliegen sehen.
Am Freitagnacht hatte es geregnet, und am nächsten Morgen lagen überall die abgestossenen Flügel von schwärmenden Termiten. Und abends dann flogen, niedrig über die Bäume jagend, hunderte von Rotfussfalken, die im Flug die Insekten gefangen haben und diese gleich in der Luft verspeist haben. Begleitet wurden sie von einigen Blauracken, sowie tausenden von Seglern, alle wie im Rausch der plötzlich im Übermass vorhandenen Beute.
Für eineinhalb Stunden stand ich nur da und habe den Vögeln zugesehen, die teilweise nur wenige Meter über mir kreisend ihr Futter verspeist haben. So etwas habe ich noch nie erlebt, und erst als es komplett dunkel war, bin ich mit einem fetten Grinsen im Gesicht heimwärts marschiert. Für einen Birder ein absolut fantastisches Erlebnis.


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meine etwas kläglichen Versuche, die sitzenden Rotfussfalken zu fotografieren. Hier ein adultes Männchen sowie ein Jungvogel.


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drei Männchen

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hier sieht man ein paar wenige der hübschen Falken jagen.

Auch wenn ich von dem Spektakel selbst keine Fotos gemacht habe, ist dieses Erlebnis eines der eindrücklichsten der ganzen Reise gewesen.

bis demnächst,
Matthias

Teil 1823. Feb. 2015

Nix als Vögel .

Da ich im letzten Kapitel mit Vögeln aufgehört habe, werde ich heute dieses Thema fortsetzen und abschliessen.

Bei den Greifen ist mir immer wieder ein Adler aufgefallen, den ich im Veld nicht eindeutig identifizieren konnte. Dachte ich zunächst an einen Raubadler, tendierte ich dann zu einem Wahlberg´s Adler. Aber irgendetwas hat nicht gestimmt, und erst jetzt beim Betrachten der Bilder am Bildschirm fielen mir die nicht gelbe Wachshaut sowie die unbefiederten Ständer auf.
Deshalb kann das hier nur ein Brown Snake Eagle sein.

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Bei den Hühnervögeln sind hier auf dem Gelände die Perlhühner recht häufig, das heisst aber nicht, dass sie einfach zu fotografieren wären, ganz im Gegenteil. Sie sind sehr scheu, lediglich vor Autos scheinen sie keine Angst zu haben, weshalb ich sie nur kurz "S.C." nenne--Suicide Chicks.

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Limikolen, also Watvögel, habe ich neben den schon gezeigten Caspian Plover noch zwei weitere Arten gefunden. Neben den allgegenwärtigen Kronenkiebitzen-Crowned Plover

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die ziemlich scheuen Temminck´s Courser, also Rennvögel, welche ihrem Namen alle Ehre machen.

Bei den Tauben ist neben den überall zu hörenden Kapturteltauben und den Senegaltauben besonders das Kaptäubchen-Namaqua Dove zu nennen.

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Ein überaus lautstarker Vogel ist der Go-away Bird oder Grey Lourie, der hier auch Kakadu heisst. Der offizielle Name ist Graulärmvogel.

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Kuckucke gibt es einige Arten hier, der grösste Vertreter ist der Häherkuckuck.

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hier ein Altvogel mit grauer Kopfplatte,

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da ein Jungvogel mit noch schwarzer Kopfplatte.

Bei den Bienenfressern sind neben den Europäern die hübschen, kleinen Schwalbenschwanzspinte anzutreffen.

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Neben der einheimischen Gabelracke, die dieses Jahr aber fast nicht zu sehen war hier auf der Farm, verbringt auch die Blauracke ihren Urlaub hier.

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Von den Hornbills gibt es nur einen Vertreter, den Southern Yellow-billed H. oder Gelbschnabeltoko.

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Spechte habe ich gefunden in Form von

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Golden-tailed Woodpecker, sowie

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Bearded Woodpecker.

Dann kommt die ganze Korona der kleinen, oftmals recht unscheinbaren Singvögel.

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der Erdschmätzer ist noch einfach zu bestimmen,


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was man von seinem Verwandten Rotschwanzschmätzer-Familiar Chat nicht sagen kann.


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auch der Kalahariheckensänger-Kalahari Robin ist eher unscheinbar.

Zwei weitere Europäer habe ich regelmässig gesehen,

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neben dem Schwarzstirnwürger seinen kleineren Vetter,

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den Neuntöter.

Waschechte Afrikaner dagegen sind die Sunbirds,

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hier ein junges Männchen vom Marico Sunbird-Bindennektarvogel,

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da ein adultes Männchen derselben Art.

Auch ein ziemlich bunter Vertreter ist der Violet-eared Waxbill-Granatastrild.

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Wiederum eher unscheinbar kommen die Angolagirlitze-Black-throated Canarys daher.

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Im nächsten Kapitel gibt es wieder ein paar Insekten und meine diesjährige Ausbeute an Schlangen zu sehen, bis dahin.

liebe Grüsse,
Matthias

Teil 1924. Feb. 2015

Hi Bele,

sorry, für mich war das von vornherein klar, dass es sich um ein nicht ausgefärbtes Ex. handelt, habe ich aber so nicht geschrieben. Asche usw. , du weisst schon. 🙂

Das ist übrigens ganz klar ein Nachteil meiner Reisezeit im Hochsommer-- es fliegen überall die ausgeflogenen Jungvögel rum und tragen mit ihren Übergangskleidern zu allerlei Verwirrung bei. Ein verschmerzbarer Nachteil. 🤪

Das Verbreitungsgebiet im Übrigen passt für beide Arten, es überschneidet sich grosszügig, obwohl grundsätzlich der Braune S. die eher nördlichere Art ist.

Wo siehst du weisse Höschen ? Du bist offensichtlich TU geschädigt und siehst Höschen, wo´s keine ( oder nur braune ) hat. 😗 😊 Also, ich seh nix in der Art, und ich kann mir die Bilder in voller Auflösung ansehen... 😐

Da ich aber mit der mir zur Verfügung stehenden Literatur nicht wirklich weiter komme, ist das ein immaturer Schlangenadler. Punkt.

Noch was zur Vogelfotografie. Ich habe das ja nur so im "vorbeigehen" betrieben, und nicht gezielt einzelne Arten versucht bestmöglich abzulichten. Da fehlt mir einfach die Geduld.

Aber es gibt ein paar Arten, da habe ich schon etwas gesteigerten Ehrgeiz aufgewendet--bei dennoch zumeist überschaubarem Erfolg.

Ein Beispiel hierfür ist die überaus attraktive Königswitwe-Shaft-tailed Whydah.


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nicht mehr als ein Beweisbild


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der Schwanz krumm, der Hintergrund viel zu wirr und unruhig.


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ein schöner Rücken...


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motivlich unbefriedigend, das schwarze Auge im schwarzen Kopf abgesoffen...


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ungünstige Perspektive, so schräg von unten. Dadurch ist der Schwanz verkürzt.


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künstliches Ambiente--ist nicht so mein Ding.


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gegen den Himmel--langweiliger Hintergrund, schwierig zu belichten.


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dann endlich--das passt soweit. Nee, ist ein unspektakuläres Weibchen.

Und so bleibt nur dieses natürlich nicht an Eulenkuckel-Qualität heran reichendes Foto als mein bislang Bestes.


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verbesserungsfähig, ist schon klar. Aber ich komme wieder...

Ach ja, die ganzen unscharfen oder mit Schärfe vor oder hinter dem Motiv liegenden Bilder natürlich brauchen nicht extra erwähnt werden, die gibt´s auch zuhauf.

liebe Grüsse,
Matthias

Teil 2026. Feb. 2015

Heute im Angebot: Insekten und Reptilien

Fangen wir mal mit den "schönen " Insekten an, den Schmetterlingen. So arg viele neue Arten habe ich nicht gefunden.


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den Common Diadem hatte ich letztes Jahr schon gezeigt, allerdings als etwas gerupftes Exemplar. Dieser hier hingegen muss erst kürzlich geschlüpft sein.

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dieser eher grössere Bläuling gehört wohl zu der Gattung Lepidochrysops.

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White-cloaked Skipper- der war neu für mich. Am meisten habe ich gestaunt, als ich ihn jetzt bestimmen wollte und gesehen habe, dass er zu den Dickkopffaltern zählt. Ungewöhnlich für einen Falter mit rund 40 mm Spannweite.

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das ist ein Colotis oder Orange Tip. Aber welche Art genau?


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das müsste ein Lemon Tip Weibchen sein.

Käfern wird allgemein schon eher weniger Zuneigung zuteil.
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Blister Beetle oder Ölkäfer


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wohl ein Rosenkäfer


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hier lasse ich mir gerne weiter helfen...

Weiter geht es zu den Schrecken, den schrecklichen.


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eine der vielen Kegelkopfschrecken, die ich etwas triezen musste, damit sie die Flügel zeigt. Gerupft war sie aber schon vorher.

Nun folgen ein paar Gottesanbeterinnen, die auf der Fensterbank oder im Gerank vor dem Fenster auf Jagdbeute angesessen haben.


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die beiden habe ich nachts geblitzt,


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während diese Gelb-Braune


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wie auch die Grüne tags fotografiert wurden.


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gehört die zu den Spitzkopfschrecken?

Bleiben noch die Roten Wespen. Wie ich weiss, sind diese sehr aggressiv, und ich habe sie auch aus gebührendem Abstand beobachtet, wie sie ihre Nester an den Feigenkakteen gebaut haben. Da sich hier auch die Nektarvögel rumgetrieben haben ( siehe Bilder weiter vorne ), habe ich wohl mal rückwärtig nicht richtig aufgepasst, und ehe ich mich versehen konnte und wusste, wie mir geschieht, hing mir so eine Wespe mitten auf der Nase und hat zugestochen. Meine Abwehrversuche waren nicht sonderlich erfolgreich, das Vieh sass fest, und erst als sie eine zufrieden stellende Menge Gift abgepumpt hatte, liess sie von mir ab. Tut höllisch weh, deutlich schmerzhafter wie ein Hornissenstich. Ich bin schnell zurück in die Küche und habe mit einem Eiswürfel den Zinken gekühlt, so hörte es bald wieder auf zu bluten. Angeschwollen ist die Nase trotzdem, aber nach zwei Tagen war nichts mehr zu sehen.

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Obacht sag ich nur!

Bleiben noch die Reptilien. Da sind wir schnell durch, denn ausser einer

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Leoparden-Schildkröte, die ich beim Postenfahren an einer Tränke gefunden habe

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bleibt diese justament das Licht der Welt erblickt habende "Striped Skaapsteker" meine einzige ( lebendige ) Schlange dieses Mal. Schade, es hätte einfach mal mehr regnen müssen. Der afrikaanse Name ist übrigens totaler Bokkiemist, bedeutet er doch sowas wie "Sheepkiller".

Damit Guggu nun nicht zuu lange warten muss, gibt es demnächst hier die Erdmännchen-Bande,
bis dahin und mit vielen Grüssen
Matthias

Teil 2127. Feb. 2015

Na schön, nun also Erdmännchen, oder Surikate, oder Meerkat, oder Scharrtier :

Von meinen vorherigen Besuchen hier kenne ich mindestens zwei Baue, die von den umtriebigen Kerlen bewohnt werden.
Das Problem mit diesen Flitzern ist, dass sie permanent die Baue wechseln. Aber beim Postenfahren sehe ich, wie ein Wächter auf einem Bau ziemlich nahe beim Haus steht. Da es gegen Sunset geht, bin ich mir sicher, dass sie hier übernachten werden.
Und so habe ich mir mittels zweier Stangen und einem Camouflage-Gewebetuch, welches ich extra für diesen Zweck mitgebracht habe, ein einfaches Hide gebaut. Runde dreissig Meter entfernt, das sollte reichen, damit die Tiere nicht gleich Reissaus nehmen. Noch ein Campinghocker dahinter gepackt, und der nächste Morgen kann kommen.

Da die Erdmännchen keine Frühaufsteher sind, reicht es völlig, so ab Sonnenaufgang vor Ort zu sein-- wenn es denn einen Sonnenaufgang gibt. Heute nicht, und so dauert es eine ganze Weile, bis der Wächter mal die Lage sondieren kommt.

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Wenn er die Übersicht hat, und keine Gefahr zu erkennen ist, kommt nach und nach die ganze Truppe raus. Die Jüngsten zum Schluss.

Eine Überprüfung am Abend hat ergeben: die Erdmännchen sind nicht da.
So widme ich mich ein paar Vögeln und finde rein zufällig die Truppe bei ihrem neuen Zuhause, rund fünfhundert Meter weiter.

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neuer Morgen, neuer Bau. Heute mit Sonne. Und da ich hier ja keinen Hide habe, nähere ich mich langsam und ganz offen und setze mich ca. zwanzig Meter entfernt an einen Baumstamm. Die anfängliche Nervosität legt sich schnell, und bald wuselt es nur so um mich rum.


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scharfe Krallen


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da ich sitzend nur wenig von dem Bau einsehen kann, stehe ich langsam hinter dem Stamm auf, und mit erhöhter Position lässt sich jetzt noch mehr Einblick in das Familienleben nehmen. Mindestens aus zwölf Tieren besteht die Familie, davon sind fünf Junge.


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bald lässt das Interesse an mir nach, und man widmet sich wieder den Dingen, die für ein Erdmännchen essentiell sind.


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Scharren


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Fellpflege

Auch dieser Bau bleibt nicht langfristig das Domizil, aber schon am nächsten Morgen finde ich sie wieder.


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Die abendliche Kontrolle ergibt: die Truppe wird hier übernachten. Gut so. Denn mittlerweile ist Stefan wieder aus Swakop zurück gekehrt, und er hat noch immer keine echten, also einheimischen Surikate gesehen. Sie sind extra eine Nacht bei der Blutkoppe gewesen -war ein Tipp von mir- aber auch dort : keine Erdmännchen. Nun aber, endlich soll es gelingen.


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derselbe Bau abends


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plötzlich kommt der Weisse angeprescht, und die Erdmännchen wenden ihm ihre Aufmerksamkeit zu. Naja, alle bis auf Einen.


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die Augään links


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vier Minuten später ist die Sonne hinter einer Wolkenbank verschwunden.


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Schwänzchen in die Höh.


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es gibt sie tatsächlich. Echte, namibische Erdmännchen. Ein Fluch ist gebannt--Stefan muss anerkennen, es gibt sie wirklich, sie sind keine Fabelwesen. Ein Märchen.


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und wiederum mit dem Wächter beende ich das Kapitel Erdmännchen, denn wir haben zwar am nächsten--unserem letzten Morgen auf der Farm--nochmals nach ihnen gesucht, sie waren aber wieder umgezogen. Warum, das gibt es im nächsten Kapitel zu lesen und zu sehen.

bis dahin,
Matthias

Teil 2201. März 2015

Nun also der letzte Morgen auf der Farm. Stefan und Annette fliegen heute Abend zurück in den Winter, während Hilde -Annettes Mutter, die ich zwischenzeitlich mal am Flughafen abgeholt hatte - und Bastian mit mir aufbrechen werden, den Caprivi zu rocken.

Noch einmal machen Stefan und ich uns auf zu den Erdmännchen, aber schon von Weitem sehen wir Dampf aufsteigen aus dem Bau. Was ist denn hier los? Wir können uns keinen Reim auf diese Erscheinung machen und schleichen langsam näher.


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eine Dreiergang jugendlicher Punker hat den Bau übernommen, die Erdmännchen haben ob der vermutlich streng riechenden Bande das Weite gesucht. Jedenfalls haben die Schweine aus dem Bau eine Sauna gemacht, so dampft es. Und zwar mehrere Minuten lang.


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völlig unbekümmert äsen die Drei immer näher an uns heran, bis sie fast schon um uns rum sind. Dann bekommen sie Wind von uns, und mit steil aufgerichteten Antennen geht die Post ab in den Busch.


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Was bleibt noch zu erwähnen?
Ah ja, Löffelhunde habe ich zweimal gesehen. Einmal waren sie zu dritt, einmal waren es zwei Elterntiere mit drei Jungen.


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Und Hartebeester stehen in den Tagesrandlagen gerne auf den Weiden. Sie haben jede Menge Nachwuchs dabei.


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Das soll es mal mit Viehzeugs gewesen sein.

Aber ein paar Stimmungsbilder will ich noch zeigen. Die Wolkenformationen haben teils für dramatischen Himmel gesorgt.


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Morgenstimmung


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hier habe ich geraume Zeit auf dem Boden gesessen, den Ameisen getrotzt, und auf einen dekorativen Blitz gewartet. Aber entweder war ich zu langsam, oder es wollte sich einfach kein Blitz zeigen, bis ich mit erschöpftem Zeigefinger halt ohne diesen ausgelöst habe.


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Gewittermorgen, sogar ein paar Tropfen haben es bis auf den Boden geschafft.


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nun denn: der letzte Morgen, die schmale Sichel des Neumonds steht hoch am Himmel.


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eine Eiswolke ( so kenn ich das normalerweise, aber geht das im Hochsommer in Namibia ? ) steht über der Farm, die aufgehende Sonne zaubert die Spektralfarben hinein.


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der letzte Sonnenaufgang des diesjährigen Aufenthalts hier.

Am Abend zuvor gab es noch einmal ein Braai in geselliger Runde, und vom letzten Sunset stammt dieses Sundowner-Stilleben.

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Und da sich an diesem Abend alle Gewitterwolken aufgelöst haben, und der Mond ja erst gegen Morgen als schmale Sichel aufgehen wird, habe ich mich mithilfe von Stefans Stativ mal an ein paar Sternenbildern versucht. Ich probiere ein paar Einstellungen mit unterschiedlicher ISO-Zahl und Belichtungszeiten, und ich bin nicht unzufrieden mit meinen Erstlingen.


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Sogar eine Sternschnuppe ist ganz rechts mit drauf.


Das nächste Kapitel sieht uns auf Pad in Richtung Norden.
Bis dahin,

schönen Sonntag,
Matthias

Teil 2303. März 2015

17. Januar :

Nachdem wir also unseren letzten Begang abgeschlossen haben, gilt es zu packen.
Zuerst der ganze Camping-Krempel für uns drei und schliesslich noch das Gepäck der zwei Heimkehrer obendrauf, so ist der Condor voll bis unters Dach.
Nach einem letzten Mal im Pool und dem ganzen Verabschiedungsbohei--man kennt das ja, Küsschen hier, Küsschen da, Keiner will sich so richtig losreissen, war halt wieder Mal soo schön hier-- geht es pünktlich auf die Minute um 16.00 Uhr durch´s Tor, und völlig ereignislos bringen wir die rund hundertdreissig Kilometer bis zum Intern. Flughafen hinter uns. Hier setzen wir Stefan und Annette ab. Tschüüss, und guten Flug.
Dann eilen wir zur Christuskirche, wo Hilde sich mit ihrer Schwester verabredet hat, die hier im Chor singt. Die Probe ist pünktlich aus, die Mitbringsel werden übergeben, und wir verlassen Windhoek in nördlicher Richtung.

Dank der Vermittlung von Daxiang habe ich auf der Teufelsbach-Farm die Campsite reserviert und auch ein Abendessen bestellt. Auf die Minute um 19.00 Uhr, so hatte ich mir das grob ausgerechnet, sind wir am Haupthaus. Alles Bestens. Kurze Begrüssung, und Bruno erklärt uns, wie wir zur Campsite finden, denn ich möchte noch im Hellen die Zelte aufbauen. In einer Stunde wird´s dunkel, also hingemacht. Ist eigentlich ganz einfach, durch drei Gates hindurch, je zweimal rechts halten. Das kann sogar ich mir merken.

Wir fahren los, und irgendwann nach einem Tor kommt ein merkwürdiges Hinweisschild mit einem Pfeil geradeaus und einem nach rechts. Dazwischen steht "4x4 only". Ja wie jetzt. Na, ist doch klar. Bruno hat gesagt: "Zweimal rechts". Einmal haben wir schon, nun also der zweite Abdreh. Bald windet sich die Pad in Richtung Flussbett. Zwei Fahrspuren gibt es hier. Eine geht geradewegs ins Rivier, da mag ich nicht reinfahren, das sieht nach Sand aus-nach viel Sand. Die wiederum rechte Spur geht in Serpentinen den Hang hoch und führt eher zurück. Ich steige mit Bastian aus und will die Lage sondieren.
Wir treffen auf einen Arbeiter der Farm, der aber nur schlecht englisch spricht. Aber er will uns den Weg zeigen. Er setzt sich auf den Beifahrersitz, und lotst mich geradewegs ins Bachbett. Der Weg wäre gut, und es ist auch nicht weit bis zum Camp. Na gut, also los. Zum Teil geht es über recht blockiges Gelände, wo ich nur ganz langsam drüber hoppeln kann, um nicht aufzusetzen. Dann folgen ein paar Stücke über festen Kies, jedenfalls sind wir schon mehr als zwei Kilometer im Bachbett unterwegs. Klarer Fall von afrikanischem "nicht weit". 🙄 😕
Und dann sehe ich vor mir eine ausgewachsene Sandbank, und die Fahrspur geht mittendurch. Ich weiss genau, dass ich da ohne 4x4 nicht durchkommen werde, aber Alles wieder zurück fahren? 🤢 Die Sonne geht gerade unter, und ich gebe Gas. Wir schaffen die halbe Sandbank, dann hängen wir fest. Sofort lasse ich Luft aus den Reifen, Bastian und der Arbeiter schieben, und so hoppeln wir noch etwas weiter, aber der Sand ist zu tief. Keine Chance. 😈 😈 😈

Mit Hildes Cellphone rufe ich bei Bruno an, die Verbindung ist nicht dolle, nur ein Balken, aber es reicht, um zu erklären, wo wir stecken.
Bruno´s Neffe will sich auf den Weg machen und uns retten. Die Perlhühner baumen lautstark auf, ein Perlkauz ruft. Es wird dunkel. 😗
Ich laufe im Bachbett zurück und dem Auto entgegen. Im letzten Licht kommt unsere Rettung, wir hängen ein schon ziemlich zerschlissenes Seil ein, das auch prompt reisst. Seil abgebunden, nächster Versuch, der Condor kommt frei.

Es geht nun bei Dunkelheit immer weiter das Rivier abwärts, und noch einmal kommt eine kleinere Sandbank, wo ich nochmals Schlepphilfe brauche. Dann endlich stehen wir an der Campsite. 🤩 Jedenfalls weiss ich jetzt, wie der Bach hier zu seinem Namen kommt. 😊 😈 😣

Nun aber schnell die Zelte aufgebaut, und dann fahren wir wieder zurück zum Haupthaus.
So runde eineinviertel Stunden sind wir verspätet zum Abendessen.
Aber Bruno hat mitgedacht, denn es gibt Szegediner Gulasch mit Nudeln, und Gulasch wird ja eigentlich immer besser, je länger es köchelt. Dazu ein kaltes Bier, und wir können ankommen.
Es schmeckt vorzüglich, und nach dem Essen verquatschen wir uns noch eine ganze Weile, dazu schaue ich mir Daxiang´s Fotobücher an. Nach einem weiteren Bierchen nehmen wir den Weg zurück zu den Zelten unter die Räder.
Ist überhaupt kein Problem, wenn man das seltsame Schild richtig interpretieren kann. ( Bruno hat versprochen, dass Schild so abzuändern, dass es eine klare Aussage erhält. 😁 😎

Kurz vor 23.00 Uhr kriechen wir in die Schlafsäcke, gute Nacht.

Bilder gibt es heute keine, ich habe einfach nicht dran gedacht. 😈

Der nächste Tag ist ein reiner Fahrtag. Wir fahren in einem Rutsch durch bis Rundu an den Okavango--endlich wieder.
Bis dahin,
Matthias

Teil 2405. März 2015

18.Januar :

Wir haben herrlich geschlafen, denn hier zwischen den Bergen hat es nachts deutlich abgekühlt.
Jetzt bei Tageslicht können wir endlich etwas vom Camp und der Umgebung erkennen.
In südwestlicher Richtung steht ein markanter Berg, der mich reizen könnte, da mal hochzusteigen. Es ist der Teufelsberg, wie mir Bruno später sagt. Beim nächsten Mal dann.
Ich nutze die schönen Ablutions, und da wir nicht so lange warten wollen, bis das Wasser im Donkey warm wäre, stelle ich mich unter die kühle Dusche. Recht erfrischend.
Da heute Sonntag ist, und wir nicht vor 8.00 Uhr am Haupthaus auftauchen wollen, reicht die Zeit für ein Müsli-Frühstück und einen heissen Tee, dann brechen wir die Zelte ab und rumpeln langsam zurück.
Bruno pumpt uns die Reifen wieder auf, wir schnacken noch kurz. Das war ein perfekter Stop-Over für uns hier, und ich werde sicher wieder hier her zurück kommen. Ab 8.20 Uhr sind wir zurück auf der B 1, und es hat heute erstaunlich wenige LKW´s. Ach ja, ist ja Sonntag.
Die Fahrt über Okahandja und Otjiwarongo ist ereignislos, sieht man mal von zahlreichen Mäusebussarden, welche gerne auf den Masten neben der Strasse ansitzen, und hunderten von Schmarotzermilanen ab, die sich in der aufkommenden Thermik in grossen Pulks ohne Flügelschlag nach oben schrauben.
Hinter Otji versucht vor uns ein solcher Milan eine überfahrene Schlange von der Pad zu klauben, und ich drehe extra um, um zu sehen, wen es da erwischt hat. Es war eine etwa zweieinhalb Meter lange Black Mamba. Der Kopf ist total platt, das dürfte nicht so einfach werden für den Vogel, die Schlange hier weg zu bekommen.
In Grootfontein tanken wir, und weiter geht es durch langweiliges Farmland entlang nicht endenwollender Zäune.
Endlich ändert sich das Landschaftsbild, die ersten Palmen tauchen auf. Sie sehen ziemlich schlecht aus, ziemlich vertrocknet. Vielleicht hatten sie auch Frost abbekommen.
Mit dem Durchfahren des Vet-Zauns am Mururani-Gate ändert sich das Bild komplett. Hier gibt es keine kommerziellen Farmen mehr, Subsistenz-Landwirtschaft prägt das Bild. Die Dörfer stehen direkt an der Strasse, oftmals gibt es Verkaufsstände mit Feuerholz, Bauholz, gebündeltem Gras oder Schnitzereien und getöpferten Tonkrügen. Willkommen in Schwarz-Afrika.


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Überall gibt es kleine Shops und Shebeens, und die Menschen sitzen im Sonntagsstaat im Freien in geselliger Runde.


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"Paint Namibia"


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Töpferei-Stand


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Herden von Nguni-Rindern werden nach Hause getrieben.


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Die B 1 ist die Pulsader für zahlreiche Menschen im Caprivi, aber auch in Sambia, Botswana, Malawi und Zimbabwe.
Viele Güter werden hier nach oder von Walvis Bay transportiert.

Am Nachmittag erreichen wir Rundu, und zuerst fahren wir an den Look-out-Point am westlichen Ende der Stadt, um einen ersten Blick auf den Okavango River zu werfen. Endlich, nach zwei Jahren, wieder hier.


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Wir steuern die Tamboti-Lodge an, die ich ja von meinem letzten Aufenthalt kenne. Aber das neue Management will keine Camper mehr, und so fahren wir weiter bis zur Sarasungu River Lodge. Mit 75.-Nam$ pro Nase ist der Platz angemessen preiswert. Es gibt zwar einen schönen grünen Rasenplatz für die Zelte unter schattenspendenden Bäumen, aber die Ablutions könnten etwas mehr Aufmerksamkeit vertragen. Die Gebäude versprühen den späten "Charme" von FDGB-Ferienheimen. Die Chalets jedoch sehen ganz nett aus.
Aber für uns ist es OK. In den Bäumen sind zahllose Vögel unterwegs wie Paradiesschnäpper, Pirole, Grautokos.
Wir stellen die Zelte auf, und bereiten das Abendessen vor, dann müssen wir aber schnell ein paar Schritte zum Fluss machen, denn ein wahres Spektakel zeichnet sich am Abendhimmel ab. Unser erster Sundowner am Okavango.


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Nach diesem flammenden Inferno bereiten wir unser Nachtmahl zu. Die Security--immerhin drei Mann-- kommt vorbei und stellt sich vor. Scheint nötig zu sein, so in Steinwurf-Entfernung zu Angola. Dann kriechen wir in die Zelte. Die rund 700 KM lange Fahrt hat doch angestrengt.

Der nächste Tag führt uns weiter östlich wiederum an den Okavango.

viele Grüsse,
Matthias

Teil 2507. März 2015

19. Januar :

Wir verlassen die Sarasungu Lodge-- oder heisst sie doch Sarusungu Lodge, denn so steht´s hier angeschrieben-- und fahren zurück nach Rundu, um zu tanken.

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Dann fahren wir vor die Tore der Stadt an die Sewage Ponds, wo ich vor zwei Jahren war und eine mannigfaltige Vogelwelt angetroffen hatte. Mittlerweile sind die Ponds eingezäunt, und die wilden Müllkippen sind noch grösser geworden. Schade.

Über eine Querverbindung fahren wir zurück auf die B 8, um von nun an zweihundert Kilometer geradewegs nach Osten zu steuern. Steuern ist nicht ganz richtig, eigentlich könnte man das Lenkrad festketten, denn auf die gesamte Länge hat´s keine zehn Kurven.

Einmal muss ich bremsen und wenden, denn ein Flap-neck Chameleon tapst auf der Pad rum. Hier müssen wir helfen, Bastian trägt den kleinen Drachen über die Strasse, dafür muss er nun bikkie modeln. Und er macht seine Sache gut, er zeigt uns sogar, wie man eine Heuschrecke fängt. Und obwohl man genau ahnen konnte, was passieren wird, war ich doch zu langsam, um die Zunge im Einsatz zu knipsen.

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auf dem Hochstand

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auf der Pirsch


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Waidmannsheil


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Waidmannsdank


Noch einmal halten wir, weil über der B 8 ein Weissstorch kreist--ist mein Erster in Afrika.

In Divundu halten wir bei der Tanke, um im Shop ein paar Sachen zu kaufen, aber der Laden ist praktisch leergefegt. Es gibt kein Fleisch, keine Milch, Joghurt sowieso nicht. Nur einen Beutel Eis für die Coolbox können wir erstehen.

Dann nehmen wir die C 48 an Bagani vorbei Richtung Botswana. Wir steuern das Ngepi Camp an, denn ich will mir mal die Campsites hier ansehen. Aber das Camp ist wohl mehr für Overlander ausgelegt. Jedenfalls sagen mir die Stellplätze nicht zu, ziemlich klein inmitten dichter Vegetation. Vom Fluss sieht man nicht viel.

Wir drehen um und fahren zur Mahangu Safari Lodge, hier kenne ich mich aus, hier ist alles fest in deutscher Hand.

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Nachdem wir unsere Zelte aufgestellt haben, erkunden wir ein bisschen das Gelände. Dabei muss die Kamera mit, denn es hat viele verschiedenste Vögel hier. Doch zuerst erwische ich einen Charaxes jasius saturnus--wenn das nicht ein toller Name für einen tollen Falter ist.

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Foxy Emperor, der offensichtlich schon mal "Kontakt" mit einem Insektenfänger hatte.


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ein Flussuferläufer sucht hier im trockenen Laub nach Insekten, nicht gerade typisch.


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ein Blue-eared Glossy Starling


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der Heuglin´s Robin-Weissbrauenrötel ist eine wahre Augenweide.


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Marula-Früchte

Vor dem Abendessen schlendern Basti und ich noch etwas über die vor der Lodge befindlichen Floodplains. Hier grasen Herden von Nguni-Rindern, teilweise mit mächtigen Hörnern.


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prächtiger Harley-Lenker

Ein Gewitter ist im Anmarsch, und schleunigst sprinten wir zurück ins Camp. Gerade noch rechtzeitig, um das Überdach übers Zelt zu ziehen, dann fängt es zu pladdern an. Wir suchen die Bar auf und bestellen uns eine Runde Gin-Tonic, die wir genüsslich unter der Lapa über dem Fluss süffeln.
Dann kochen wir noch eine Thermoskanne voll Tee, denn morgen wollen wir in aller Frühe aufstehen, damit wir pünktlich um 6.00 Uhr am Gate des Mahango Parks sind. Es dauert ewig, bis das Wasser kocht, denn mit dem Regen hat ein ziemlicher Wind eingesetzt, der uns fast den Kocher auspustet.

Mein Besuch der Dusche wird noch mit drei Reed-frogs gekrönt, denen es wohl hier im Trockenen mehr zusagt als draussen im Regen.


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Endlich kriege ich mal die so herrlich melodisch klickenden "Xylophon-Frösche" zu sehen.

Der nächste Tag sieht uns wie gesagt im Mahango Park, vorausgesetzt es hört auf zu regnen.

Schaun mer mal.

Matthias

Teil 2611. März 2015

20. Januar :

Irgendwann in der Nacht hat es aufgehört zu regnen, und als wir kurz nach fünf Uhr aufstehen, sind die meisten Wolken abgezogen. Es verspricht wiederum ein schöner Tag zu werden.
Nach einer Katzenwäsche und einem heissen Tee aus der Thermoskanne starten wir den Condor und fahren bis zum Gate, das aber noch geschlossen ist. Punkt sechs Uhr wird aufgeschlossen, und wir fahren gleich durch bis kurz vor den Grenzposten Mohembo, um dann nach links Richtung Okavango River abzubiegen. Nun fahren wir "mit dem Licht", was natürlich zum Beobachten angenehmer ist.

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Plan vom Mahango Park. Ich habe die C 48 und die Loop-Road sowie die Pad zum Wasserloch gelb unterlegt.

Noch vor Sonnenaufgang finden wir das erste Wild.

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ein Kronen-Duiker

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als wir bei Kwetchi an den Okavango kommen, ist die Sonne aufgegangen.


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ein Schmarotzermilan putzt sich in der Morgensonne.


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Grey-headed Kingfisher im vollen Gegenlicht


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immer wieder schön: Little Bee-eater


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Coppery-tailed Coucal

Wir fahren weiter bis zu den beiden riesigen Baobabs, aber es ist nur noch der Dicke, etwas kleinere an seinem Platz. Der Höhere liegt am Boden, die Äste sind von den Elefanten schon weitgehend abgeäst worden.


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ein wahrer Gigant von Baum


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Woodland Kingfisher


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Blue-cheaked Bee-eater


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Smoky Orange Tip


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Fawn-coloured Lark


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Blacksmith Plover

Natürlich gibt es nicht nur Flattermänner zu sehen, so früh am Morgen sind auch jede Menge Vierbeiner unterwegs.


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Red Lechwe Bock


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wir geraten in ein Rudel Impalas, sicher sind es mehr als hundert Tiere. Dabei ist ein ganzer Kindergarten voller Kitze.
Sie stehen nur drei, vier Meter neben dem Auto und lassen sich nicht stören. Wir geniessen die friedliche Atmosphäre inmitten dieser grazilen Antilopen.


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Vervet Monkey

Fortsetzung folgt

Grüssle, fotomatte

Teil 2712. März 2015

weiterhin 20.Januar vormittags :

noch ein paar Vierbeiner aus dem Mahango Park :


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Grosser Kudu


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Riedbock


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Steppenzebra


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Streifengnu

jetzt müsst ihr noch ein paar mehr Vögel ertragen, fangen wir mit einem Übergangsbild an.


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junger Gaukler


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dito im Flug


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erstmals gelingt mir ein Bild vom Long-tailed Starling


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den kennt nun Jeder: Crimson-breasted Shrike


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sein europäischer Verwandter ist der Neuntöter, hier ein Männchen


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Carmine Bee-eater


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weil sie so schön sind, gibt es noch einen solchen Vogel.


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auch ein ganz bunter Vertreter, den natürlich auch alle Besucher des südlichen Afrikas kennen: die Gabelracke. Zu dieser Jahreszeit allerdings ohne die typischen langen Schwanzfedern. Diese tragen sie nur zur Brutzeit.


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Elefantendung ist ein äusserst beliebter Stoff bei Mistkäfern, und deshalb sitzen hier gerne die Racken an, um sich einen dieser dicken Käfer zu greifen.


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einer Farbexplosion gleich kommt es, wenn die Vögel ihre Schwingen öffnen.

Nun bleiben wir beim Elefantendung, denn der ist auch für andere Tiere interessant. Zum Beispiel saugen gerne Schmetterlinge daran, um Salze aufzunehmen.

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dieser Bushveld Emperor saugt aber auf einem Mistkäfer, der tot auf dem Dung liegt.


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nochmals ein Foxy Emperor, nun aber ein Exemplar im Bestzustand. Und sogar mit leicht geöffneten Flügeln.


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ein Blue Pansy-Weibchen. Diese sind sogar "schöner" als die Männchen--denen fehlen die rotgerandeten Augenflecken.


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bleibt noch ein Dickkopffalter, ein Sandman der Gattung Spialia, der auf feuchtem Sand beim Wasserloch Thingwerengwere saugt.

ein Reptil bleibt noch zu erwähnen--eine Leopardenschildkröte

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Normalerweise beenden wir unsere Gamedrives so gegen elf Uhr, denn es wird dann zu heiss, und die Tiere verstecken sich im Schatten unter Bäumen. Aber heute ziehen immer wieder Wolkenfelder durch, und so ist es "nur" gut warm, deshalb ist es schon bald zwei Uhr mittags, als wir aus dem Park und zurück zur Mahangu Lodge fahren, um endlich etwas zu Essen.
Danach wollen Bastian und ich gleich wieder in den Park, während Hilde es vorzieht, am Pool zu relaxen.

Den Abenddrive gibt´s demnächst in diesem Theater,
bis dahin

Matthias

Teil 2818. März 2015

20. Januar Nachmittag :

Gegen drei Uhr mittags fahren also Bastian und ich wieder in den Mahango Park ein , während Hilde es sich am und im Pool bequem macht.
Wir nehmen gleich linksabbiegend die Loop-Road, wo neben den üblichen Vierbeinern auch einige noch nicht gesehene Vögel zu beobachten sind.

Als erstes entdecke ich einen ganzen Trupp Pratincoles, also Brachschwalben, wobei ich meinte, es handele sich um Rotflügelbrachschwalben. Nach Durchsicht der Fotos bin ich mir nicht mehr sicher bezüglich dieser Spezies, zumal ich nur wieder so verflixte Jungvögel abgelichtet habe.

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bei dem gibt es kein Vertun, es ist ein African Hoopoe.


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Rotschnabelfrankolin


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Wattled Cranes-Klunkerkraniche
Beim Anpirschen an die Kraniche bemerken wir ein Nilpferd unterhalb von uns, welches schon vor der Zeit an Land gekommen ist, um seinen Hunger nach frischem Gras zu stillen.


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es wird von Madenhackern begleitet, die ihm rechts und links am Hals hängen und nach Parasiten Ausschau halten.


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Wattled Plover-Senegalkiebitz

Als Nächstes finden wir ein paar Giraffen. Zuerst sehen wir einige Tiere weiter entfernt. Auch dass davor noch Antilopen im Gras liegen, habe ich erst jetzt gesehen.


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Dann bemerken wir aber, dass unmittelbar neben uns eine weitere Giraffe ihren Hunger an einem Weissdorn stillt.

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Kurz bevor wir zu den Baobabs kommen, pirschen wir uns noch an einen Fish Eagle ran, der dekorativ auf einem waagerechten Ast aufgeblockt hat.

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Gewitterstimmung über dem Okavango. Aber heute bleibt es trocken, der Regen zieht südlich vorbei.


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dann finden wir einen Herrenclub Kudus, es sind mindestens sieben Spiralhornträger versammelt.


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die Tsessebes stehen leider in sehr hohem Gras.


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Grautoko-Weibchen, das gerade eine Libelle gefangen hat.

Auf dem Rückweg--das Gate wird leider schon um 18.00 Uhr geschlossen--kommen wir wieder bei den Kranichen vorbei, die nun deutlich näher am Weg nach Nahrung suchen und das haltende Auto nicht aushalten.

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einen sonnenbadenden Water Monitor entdecken wir zufällig neben der Strasse, und kurz bevor wir den Park verlassen, bekommen wir noch ein Dessert serviert--Büffel an Schweinen.

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Etwas abseits steht ein übellauniger Dagga-Boy und mustert uns eindringlich.

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Dann verlassen wir den Park, aber wir werden nochmals wiederkommen. Einen Tag haben wir noch "in Reserve", und wenn alles glatt läuft, dann wollen wir die Reserve hier aufbrauchen, darüber sind wir uns schnell einig. Denn so klein dieser Park ist, so viel hat er zu bieten.
Dieser Plan sollte sich noch mehrfach bezahlt machen.

Im Camp hat Hilde schon das Abendessen vorbereitet, und anschliessend gehen wir zum Sonnenuntergang auf den Aussichtsturm, wo wir am gegenüberliegenden Ufer eine Buschbock-Geiss mit einem Kitz an einer Salzlecke beobachten können.
Danach folgt der so geliebte Gin-Tonic auf dem schönen Deck über dem Fluss, dazu grunzen die Hippos, es klicken die Frösche, und ein paar Fledermäuse huschen übers Wasser.

Morgen wollen wir weiter Richtung Osten an den Kwando fahren,

bis dahin.

Matthias

Teil 2921. März 2015

21. Januar. Wenn einmal der Wurm drin ist, geht er nimmer naus.

Der Morgen startet stark bewölkt, und so starten wir ganz gemütlich mit einem ausgiebigen Frühstück mit Milliepap und Broten.
Ein kleiner Rundgang ergibt eine Raupe, die ich noch nicht gesehen habe,

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sowie diese abgefahrene, auf-Blatt-machende Gottesanbeterin.

Direkt am Zelt finden sich Fussabdrücke unseres nächtlichen Besuchers, den ich zwar ein paar Mal habe schmatzen hören, aber dass er soo nahe war, hätte ich dann doch nicht gedacht.


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Dann brechen wir die Zelte ab, zahlen unsere Rechnung und verabschieden uns vom Mahangu Camp mit der geäusserten Vermutung, dass wir ja schon bald wieder auf der Matte stehen werden.

In Divundu tanken wir voll und gehen im Shop einkaufen. Hier hat sich-oh Wunder- was getan, die Regale sind komplett aufgefüllt. Wir fahren über die Bagani Bridge, und biegen sogleich, direkt vor dem Knast, rechts ab auf eine unscheinbare Buschpiste zur N//Goabaca Campsite. Der Regen von vorletzter Nacht hat den Sand teilweise sehr tief werden lassen, und nachdem ich das Auto festgefahren habe, lassen wir es stehen und gehen die restlichen Meter zu Fuss bis zum "Office".

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im feuchten Sand stehen auch die Abdrücke von Hippos. Mehrfach findet sich frischer Hippodung, und auf diesem sitzen einige Schmetterlinge um zu saugen.


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Common Dotted Border, dahinter noch ein Veined Swordtail.


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Darker Commodore, der auf den schönen Namen Precis antelope hört.


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weiters finden wir dieses hübsche Chamäleon, das im Zeitlupentempo durch den Busch klettert.

Dann bezahlen wie die Day-Use-Fee von 20 Nam$ pro Person-vor zwei Jahren waren es noch 10 $- und laufen bis zu den Popa Falls.
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Am Ufer finden sich zahlreich diese feuerroten Libellen


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und auf dem Rückweg entdecken wir wiederum eine nochmals komplett andersartige Gottesanbeterin.


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Wir fahren zurück auf die B 8. Nun geht es weitere zweihundert Kilometer geradeaus Richtung Osten. Ein paar Mal sehen wir Elefanten, sie stehen aber ziemlich versteckt im Busch.
Wir kommen an die Brücke über den Kwando, dann folgt der Polizeiposten und neuerdings eine Viehseuchen-Desinfektionsstelle. Dazu werden die Räder mit einer Lösung abgesprüht, und wir dürfen über eine getränkte Matte stiefeln. In Kongola besuchen wir die zwei von den örtlichen Communities betriebenen Souvenirläden, dann fahren wir auf der nagelneu geteerten C 49 Richtung Süden.
Wir passieren den Abdreh zum Mavunje Camp, aber es liegt ein Busch quer über der Zufahrt, das Camp ist geschlossen.
So fahren wir weiter, denn als Alternative habe ich mir das Malyo Wilderness Camp rausgesucht. Es liegt unmittelbar vor dem Mudumu NP.


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Cross the bridge ( it is very safe to cross with vehicles ) , so steht es auf den Plakaten von Malyo.

Als wir an die Brücke kommen, steigt Bastian aus, um mir die beste Spur zu zeigen, und ich fahre langsam über die Knüppelbrücke. Das geht auch ganz gut, bis etwa zwei Drittel zurück gelegt sind, und mit einem Mal schieben die hinteren Antriebsräder die Knüppel nach hinten durch, und beide Räder hängen frei.


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Der Condor liegt auf den Blattfedern auf. Oha! Ich steige aus und besehe mir die Misere. Dann mache ich erstmal ein paar Fotos, anschliessend bringen wir die Taschen mit den Papieren, Kameras und anderen Wertgegenständen ans rettende Ufer, nur für den Fall, dass das Auto noch weiter einbricht. Denn dass wir nun ein Problem haben, ist klar. Hilde macht sich zu Fuss auf, um ins Malyo Camp zu gehen und Hilfe zu organisieren. Derweil versuche ich mit Bastian, den Condor mithilfe des Jacks so hoch zu bocken, dass die Hinterräder frei kommen, und wir weitere Knüppel einfügen können. Das Problem ist: wir müssen einen Knüppel für den Jack finden, der so stabil ist, dass er nicht durchbiegt und womöglich bricht. Das Prozedere wiederholen wir auf der anderen Seite, und als wir ein paar Knüppel eingefügt haben, und von Hand sich da nichts weiter bewegen lässt, lassen wir das Auto ab, und ich wage einen Versuch. Etwa einen knappen Meter gewinnen wir, dann verrutschen die Stämmchen wieder nach hinten durch, und der Condor liegt noch tiefer.


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der hübsche Channel von der Brücke aus gesehen.

Es ist jetzt kurz vor 17.00 Uhr, in zweieinhalb Stunden wird´s dunkel.
Hilde kommt zurück, im Camp war nur eine Person, er hat aber versprochen, ein paar Arbeiter zu organisieren.
Derweil versuchen wir wiederum, den Condor hoch zu bocken. Das Stämmchen ist aber wohl zu dünn als Widerlager, es biegt durch, dadurch kommt der Jack schräg, rutscht ab und verkeilt sich unterm Bodenblech. Blöd ist auch, dass dabei die Kurbel abgerutscht ist und sich plingplong zweimal aufschlagend in die Fluten des Channels verabschiedet. Das Wasser ist klar, und wir können ihn in rund anderthalb Meter Tiefe liegen sehen. Gibt´s hier Krokos?
Als wir gerade resümieren, was uns nun noch an Möglichkeiten verbleibt, vernehmen wir aus dem Nichts Motorengeräusch. Zwei Typen vom nebenan befindlichen ( vier Kilometer entfernten ) Camp Kwando kommen mit einem Toyota LC angefahren. Sie halten nicht einmal, sondern fahren gleich weiter und etwa fünfzig Meter entfernt durch eine Furt. Das Wasser spült über die Motorhaube, aber der LC hat ja einen Schnorchel.
Dann kommen sie bis ans Ende der Brücke, steigen aus und fangen an zu machen. Keine Fragen, kein Lamentieren.
Zuerst wird die Seilwinde abgespult, das Seil ist aber nicht lang genug. Macht nichts, es wird mit einem Bergegurt verlängert. Dann werden noch die Knüppel mittels Zurrgurten fixiert, sowohl nach vorne wie auch nach hinten, damit sie nicht weiter verrutschen können, und dann versuchen wir langsam mit der Winde den Condor ans rettende Ufer zu ziehen. Geht aber nicht, die Winde ist zu schwach. Nun wollen wir versuchen, mit dem rückwärts fahrenden LC das Auto frei zu schleppen. Es gelingt beim zweiten Versuch. Riesige Erleichterung. Ich kontrolliere den Unterboden, die Federn, die Räder, halt alles, was man so erkennen kann. Ich kann nichts fehlerhaftes entdecken, scheint so, als hätte der Condor den Ausflug unbeschadet überstanden. Die Sonne ist untergegangen, es wird schnell dunkel.
Wir laden unsere Taschen ein und folgen dann dem LC bis zur Furt. Hier wollen wir den Condor anhängen, denn wir haben Bedenken, durch das rund 80 Zentimeter tiefe Wasser durchzufahren. Als das Auto in der richtigen Position steht und angehängt ist, lässt sich der LC nicht mehr starten. Er hat zwar zwei Batterien, aber jetzt in der Low Season ist er schon länger nicht mehr gefahren worden, und entsprechend leer sind die Batterien.
Mit dem Cellphone wird ein weiteres Fahrzeug vom Camp Kwando herbeordert, das Überbrückungskabel an Bord hat.
Es ist stockdunkle Nacht, und die Riedfrösche klicken am Ufer des Channels. Sie lassen sich wunderbar von der Kopflampe angestrahlt, beobachten.
Ferner hat es zahlreiche Glühwürmchen, die mit einer intelligenten Intervallschaltung blinkend herumfliegen.
Das Auto kommt, und mittels Ladekabel versuchen wir vom Condor Starthilfe zu geben. Das muss scheitern, denn die kleine Batterie ist einfach zu poplig für die grossen Powerpacks des LC.
Das andere Auto, ein Isuzu-Bakkie, wird auf unsere Seite gefahren. Ich räume den Platz neben dem LC, dafür probieren wir den Starthilfevorgang nochmals mit dem Isuzu. Aber auch diese Prozedur führt nicht zum Erfolg, der LC lässt sich nicht starten.
Na gut, dann hängen wir den Condor an den Isuzu, fahren durchs Wasser, und holen den gestrandeten LC am nächsten Morgen.
Der Isuzu fährt los und ich versuche, das Seil schön auf Spannung zu halten, dabei aber möglichst selber zu fahren und nicht nur geschleppt zu werden. Mitten in der Furt bremst der Isuzu abrupt, im letzten Moment kann ich auch bremsen, ohne aufzufahren. Was ist denn nun los?
Aha, der Isuzu ist abgesoffen, der hat keinen Schnorchel. Wir lösen das Seil, und ich fahre den Condor ohne Probleme rückwärts wieder aus dem Wasser. Wurde auch Zeit, denn unten am Türschweller fing es schon an, rein zu drücken.
Nun sind also drei Autos gestrandet. Eines im Wasser, und zwei am falschen Ufer.
Ein neuerlicher Anruf, ein weiteres Fahrzeug wird benötigt.
Irgendwann kommt das Gamedrive-Auto der Lodge, und wir tragen unsere wichtigen Sachen durch die Furt--scheinbar gibt´s hier doch keine Krokos-- ans andere Ufer.
Alle Mann fahren wir nun endlich, es geht schon auf 22.00 Uhr zu, in Richtung Camp Kwando, wo wir ohne grosses Palaver die Chalets 1 und 2 bekommen.
Morgen um 8.00 Uhr werden wir uns dann um die Auto-Rettung kümmern.
Wir duschen noch, und gehen dann ohne Abendessen, und was schlimmer ist, ohne Sundowner in die Betten. Was für uns als Camper ganz ungewohnt ist, aber die sehr gemütlichen Betten erweisen sich als gerade richtig nach solch einem Tag. It is very safe to cross with vehicles. Ahja.

Aber ich bin selbst schuld, ich hätte mir die Brücke zuvor ansehen sollen, dann hätte ich schon merken können, dass die Knüppel nicht richtig ( eigentlich gar nicht ) fixiert sind.
Nun, jetzt jedenfalls ist das Teil so desolat und weist derart grosse Löcher auf ( wegen unserer Stammeinflechtungen, die mussten wir ja weiter hinten ausbauen ),dieses Schicksal sollte weiteren Aspiranten versagt bleiben. Denn dass wir nicht das erste gestrandete Auto auf dieser Brücke waren, haben uns die Jungs vom Camp Kwando erzählt.

Vom Camp Malyo übrigens hat sich niemand blicken lassen.

bis demnächst,
Matthias

Teil 3030. März 2015

22. Januar :

Nach einer guten und wohl verdienten Nachtruhe stehe ich gegen 6.30 Uhr auf und nutze die Zeit, bis die Jungs vereinbarungsgemäss kommen wollen, um mir etwas das Gelände des Camps anzusehen.
Alles sehr ordentlich und aufgeräumt, die Chalets in einem akzeptablen Abstand zueinander, sodass ein bisschen Privatsphäre garantiert ist. Etwa fünfzehn Chalets liegen direkt an der Riverfront eines Kwandoarmes, ein recht grosser Camping befindet sich weiter hinten unter grossen Schattenbäumen mit Rasen.


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Baumhörnchen spielen "Fangen" auf den Geländern und Dächern


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Jacanas stolzieren auf den Seerosen umher, leider ist die Sonne noch nicht hoch genug.


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aber dieses Chin-spot Batis-Männchen, von dem mir nur dieses eine Bild gelingt, hat schon ein paar Sonnenstrahlen getankt.


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schöne, üppig blühende Frangipani-Bäume ( vielen Dank, Mädels ) gibt es hier in der Anlage. (Leider habe ich keine Ahnung bezüglich der Art.)

Dann ist es auch schon acht Uhr, und pünktlich erscheint einer der beiden "Macher", um sich den Schlüssel des Condors zu holen. Basti und ich wollen aber gerne mit, um ein paar Bilder zu schiessen.
Mit dem Gamedrive-Wagen fahren wir wieder zurück an den Tatort. Während der Fahrt erfahren wir, dass die Jungs gestern Abend noch bis 0.30 Uhr geschuftet haben, um den Isuzu wieder aus dem Wasser zu bergen und aufs Lodgegelände zu schleppen. Dort steht er jetzt mit offener Motorhaube, und sie haben in aller Frühe begonnen, den Motor zu zerlegen, um das Wasser zu entfernen.
Wir erreichen den Channel, und da stehen die beiden Gestrandeten im schönsten Sonnenlicht--nur auf der falschen Seite.


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Hilfe ist im Anmarsch


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in der Ferne steht die Knüppelbrücke ohne Unrechtsbewusstsein


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die neue Batterie ist im Anmarsch.

Nachdem die Jungs eine der pappen Batterien ausgebaut haben, holen sie aus dem Gamedriveauto eine volle Batterie und schliessen sie im LC an. Ohne Zögern startet der Motor, und wir können wie geplant den Condor anhängen und im Konvoi ohne weitere Probleme durch die Furt auf die richtige Seite zurück fahren--alles ganz easy. Manchmal muss man tatsächlich erst eine Nacht über eine Angelegenheit schlafen, und -trara-am nächsten Morgen sieht alles anders aus.


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unsere "Helden der Arbeit"

Während die Jungs gewerkelt haben, nutze ich die Zeit, um ein bisschen zu fotografieren.


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Barn Swallows-Rauchschwalben sitzen auf einem abgestorbenen Baum direkt neben dem LC und tanken die Morgensonne.


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Waterlily


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im Gegenlicht


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Jetzt könnten wir eigentlich zurückfahren zum Camp Kwando und ein wohlverdientes Frühstück zu uns nehmen. Der LC fährt voraus, ich fahre als Zweiter, warte allerdings, bis der Gamedrive-Wagen folgt. Macht er aber nicht, also steige ich aus und frage, was los sei. Der Fahrer wollte losfahren, hatte aber die Leitern für den Aufbau nicht wieder hochgeklappt, und diese haben sich jetzt wie ein Pflug in den Boden eingegraben, und der Wagen lässt sich weder vorwärts noch rückwärts bewegen.
Ich frage, ob ein Spaten an Bord sei. Auf die Verneinung eile ich mit dem Lächeln des Triumphes zum Condor, hole den Klappspaten und buddle die Leitern aus. Die erste der Beiden ist abgerissen und hängt nur noch am seidenen ( Metall )Faden, die Zweite hochgeklappt und eingeklinkt, und dann können wir endlich zurück fahren.

Dort angekommen. setzen wir uns in den offenen Dining-Bereich direkt überm Wasser und geniessen ein schönes Frühstück mit Eiern, Speck, Bohnen und Toast.

Dann möchte ich gerne bezahlen, und der Manager--wie ich jetzt bemerke, ist er der Fahrer des Isuzu--meint, wir wollten ja eigentlich Campen, also sollten wir fürs Campen bezahlen.
Ich sage daraufhin, dass wir in Chalets geschlafen hätten, und selbstverständlich bezahlen wir die Chalets.
Fürs Frühstück will er Nichts verlangen, und die Frage nach den Kosten unserer Errettung will er überhören. Das sei schon OK. Ich runde die Rechnung daraufhin grosszügig auf, und frage noch nach dem Isuzu. Es wäre noch nicht sicher, ob sie ihn wieder zum Laufen bringen, wäre sonst halt ein Fall für die Versicherung.

Ich weiss nicht, wie die Geschichte ( mit dem Isuzu ) weiter und ausgegangen ist, ich weiss aber, dass wir den Jungs vom Camp Kwando unermesslich dankbar sind, dass sie so plötzlich aus heiterem Himmel aufgetaucht sind und uns so selbstlos geholfen haben.

Wir packen unsere Sachen und verabschieden uns noch vom Caretaker, der schon darauf wartet, die Chalets sauber zu machen.


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Dann verlassen wir das Camp Kwando und fahren auf die C 49 zurück, um via Mudumu NP nach Katima Mulilo zu gelangen.
Anfangs fahre ich noch sehr vorsichtig, um rechtzeitig zu bemerken, sollte mit dem Wagen was nicht in Ordnung sein. Aber alles ist Bestens, er zieht nicht einseitig, die Bremsen funktionieren einwandfrei, keine Unwucht ist zu bemerken-der Condor hat den Ausflug über die Knüppelbrücke ohne jede Macke überstanden.

liebe Grüsse,
fotomatte

Teil 3131. März 2015

weiter der 22. Januar :

An der frisch geteerten C 49 gibt es rechts und links noch viele offene, sandige Stellen von den Bauarbeiten, und in einigen Fahrspuren hat sich Regenwasser gesammelt. An den Pfützenrändern und auf feuchtem Sand sitzen zahllose Schmetterlinge, sodass wir gleich mal wieder halten müssen.


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Angola White Lady


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zwei Veined Swordtails. Dass ich hier gleich zweierlei Arten geschossen habe, ist mir auch erst jetzt aufgefallen.

Etwas weiter südlich fahren wir ein kurzes Stück durch den Mudumu NP, was man daran merkt, dass es neben der Strasse nun Zebras, Gnus, Impalas und Baboons hat anstelle von Bokkies und Nguni-Rindern.


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Wir folgen der C 49 durch eher unspektakuläres Gelände, ein Dorf folgt auf das Nächste. Alle paar Kilometer kommt wieder eine Vet-Control mit Desinfection.

In Katima gehen wir mal wieder reell einkaufen, vor allem soll es endlich wieder ordentlich Fleisch geben, nachdem wir seit Divundu ja eher spartanisch gelebt haben.
Dann versuche ich vergebens, mit meiner EC-Karte Geld abzuheben. Letztlich bleibt mir nur der Bargeldtausch, der Euro hat ziemlich verloren seit Dezember.

Dann fahren wir noch ein paar Kilometer Richtung Osten und biegen dann zur Caprivi Houseboat Safaris Lodge ab, die direkt oberhalb des Zambesi Rivers liegt.
Ein Mädel aus Südafrika, die seit einem Jahr hier jobt, zeigt uns die Anlage sowie die drei Campsites. Bei der Nr. 3 erwähnt sie ganz beiläufig, dass in dem Gestrüpp hier ein Pärchen Schalow´s Turakos wohnen würden. Sofort steht fest, wo wir unsere Zelte aufbauen werden, denn der Turako ist für mich ein Vogel meiner Top-Five-Liste, auf der sonst noch der African Finfoot, Pel´s Fishing Owl, der African Harrier-Hawk sowie der Ground Hornbill stehen.
Kaum dass wir unser Lager aufgebaut haben, hören wir den Turako gleich nebenan krächzen.
Foto geschnappt, und etwas durchs Gebüsch gekrabbelt, und dann habe ich ihn vor mir: Schalow´s Turako. Ich bin schwer begeistert und muss mich ziemlich zusammenreissen mit dem Bildermachen, um sie nicht zu verwackeln. Ausserdem hockt er ziemlich verdeckt, auf jeden Fall im Schatten.


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egal, so also sieht er aus. Ist er nicht ´ne Beauty.


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Afrikanischer Tulpenbaum ( Spathodea campanulata )

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Passionsblume. Hier habe ich ziemlich lange gewartet, weil ich gesehen hatte, dass ein paar Nektarvögel die Blüten angeflogen hatten--aber nicht, solange ich schussbereit da stand.


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so muss halt der Hagedasch-Ibis dran glauben


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Yellow-bellied Bulbul

Nachdem wir in der Lapa mit herrlichem Blick auf den Zambesi und rüber nach Sambia endlich wieder einen Sundowner geniessen können, brennt zwischenzeitlich unser Feuer runter, und als es eine schöne Glut hat, werfe ich eine ordentliche Portion Fleisch auf den Grill-endlich wieder.
Derweil bändigt Basti die hungrige Hundemeute, aber betteln iss nich, das macht ein braver Hund doch nicht.


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Nach unserem opulenten Mahl nehmen wir noch einen Gin-Tonic überm Fluss, lauschen den Hippos in Selbigem und freuen uns auf den morgigen Tag, den wir mit einer Birding-Tour auf dem Zambesi starten wollen.

bis dahin,
gefiederte Grüsse
Matthias

Teil 3202. Apr. 2015

23. Januar :

Für heute Morgen haben wir eine Birding-Tour auf dem Zambesi gebucht, um sieben Uhr soll´s losgehen. Schon vor der Zeit bin ich am Bootssteg. Auf dem Wasser schwimmt ein Finfoot in der schönsten Morgensonne, ist auch gar nicht weit weg. Dumm nur, dass die Kamera noch im Auto liegt, ich wollte ja nur mal schaun, was so geht.
Also flugs zurück gerannt, aber bis ich bewaffnet wieder am Steg bin, schwimmt der Finfoot schon weit draussen und zeigt mir (s)eine lange Nase.


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ein Paar der äusserst hübschen Pygmy Geese- Afrikanische Zwerggänse fliegt vorbei, aber ich bin mal wieder zu langsam und erwische nur noch die Nachhut.


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Sonnenaufgang auf dem Zambesi

Pünktlich erscheint unser Guide und Bootsführer und wir starten unseren Game-Drive per Aluboot. Und kaum dass wir abgelegt haben, geht es Schlag auf Schlag.


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wir starten gleich mal mit einem Giant Kingfisher, der auch noch dekorativ einen Fisch im Schnabel hält, aber auch hier bin ich zu langsam.


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als nächstes überraschen wir dieses Finfoot-Männchen an Land. Das bekommt man nicht oft zu sehen, sagt unser Guide. Ausserdem ein weiterer Vertreter von meiner Top-Five-Liste.


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dann finden wir diesen Half-collared Kingfisher. Eine neue Art für mich, so kann es weiter gehen.


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Water-Dikkop oder Wassertriel


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Zur Abwechslung gibt es dann ein Krokodil zu sehen, welches sich ganz ruhig im Wasser liegend ein Sonnenbad gönnt.


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einen Hamerkop habe ich bislang auch noch nicht gezeigt--nun gut, hier ist er.


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Black-crowned Night Heron


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Green-backed Heron oder Mangrovenreiher


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Common Sandpiper oder Flussuferläufer


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Brown-hooded Kingfisher


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auf der sambischen Seite finden wir diesen Trupp Ruffs-Kampfläufer.


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Cattle Egret-Kuhreiher


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wiederum auf sambischer Seite liegen diese White-faced Ducks auf einer Sandbank.


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Dann entdecke ich diesen Water Monitor, der äusserst lässig mit nach oben gedrehter Vorderhand Sonne tankt. Wir fahren immer näher heran, und nur deshalb bemerken wir zwei Vögel gleich nebenan im dichten Uferbewuchs, denen es offensichtlich nicht gefällt, dass wir sie entdeckt haben.


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was für Augen!


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es sind White-backed Night Herons, also Weissrückennachtreiher, die nicht gerade häufig sind und dazu eher heimlich leben. Ich habe in vorher erst einmal gesehen, und drum freue ich mich tierisch, dass ich diesmal ein paar Bilder machen kann.


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da der Hagedasch-Ibis im schönsten Sonnenlicht steht, wird er auch verewigt.


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die hätte ich wahrlich hier auf Sand nicht vermutet. Die Rock-Pratincole-Weissnackenbrachschwalbe lebt eigentlich auf Felsen in Stromschnellen, etwa bei Popa Falls. Dort habe ich sie auch schon gesehen, aber sie waren immer viel zu weit, um ein Bild machen zu können. Umso besser, dass es hier klappt.

Auf einer Insel legen wir an, hier können wir aussteigen und ich versuche gleich, an ein paar Southern Red Bishop-Männchen ranzukommen. Die habe ich zwar schon mal gesehen, aber auch noch nie fotografiert. Da diese Vögel höchst aktiv sind und selten zwei Sekunden ruhig sitzen, brauche ich eine ganze Weile und viel Geduld von meinen Mitreisenden, aber letztlich landen einige brauchbare Aufnahmen auf dem Chip.

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Dann tuckern wir langsam zurück, denn es wird mittlerweile auch hier auf dem Fluss trotz kühlendem Fahrtwind ganz schön heiss. Wir genehmigen uns ein, zwei Drinks, sogar ein Gin-Tonic ist dabei. Ist zwar noch vormittags, aber auf diesen überaus erfolgreichen Game-Drive müssen wir einfach anstossen.


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Nochmals finden wir einen schön aufgeplusterten Half-collared Kingfisher-Kobalteisvogel.

Nach etwa vier Stunden docken wir wieder am Steg der Caprivi Houseboat Safaris Lodge an, und wir nehmen erst mal ein verspätetes Frühstück mit Spiegeleiern, Speck, Bohnen und getoasteten Brötchen ein.

Schöne Ostern,
Matthias

Teil 3301. Mai 2015

weiterhin 23. Januar :

Nach dem späten Frühstück-es geht auf Mittag zu- ist erst mal eine Siesta angesagt, dann fahren wir nochmals nach Katima rein um einzukaufen, und wieder zurück setzen wir uns in die Lapa direkt über dem Fluss und lesen ein bisschen bei anregenden Getränken, die man sich selbst an der Bar holen kann. Man trägt sich dazu auf einer Liste ein-fertig. Alles super entspannt hier.


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Lapa der Caprivi Houseboat Safaris Lodge direkt über dem Zambesi


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die Bar ist in zahllosen ausgemusterten Mokoros Mekoro (Danke Bele) untergebracht. Die Einbäume werden nur gut ein Jahr gebraucht, bevor sie anfangen zu reissen und dann irgendwo verrotten, so dienen diese hier wenigstens noch einem guten Zweck.


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auch einen dieser märchenhaften, jedenfalls sagenhaften Tigerfische gibt es hier. Wegen diesem Fisch, der wohl ein grosser Kämpfer sein soll, kommen viele Angler aus der ganzen Welt in den Caprivi, um so Einen an Land zu ziehen.
Basti ist schwer beeindruckt, so einen will er auch an der Leine haben.

Im schönen spätnachmittäglichen Licht mache ich mich auf die Suche nach Fotomotiven und entdecke direkt bei der Lapa oben in einem Baum einen


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Woodford- Kauz, oder African Wood Owl. Er sitzt den ganzen Tag da oben und quittiert meine Bemühungen, ihn zu fotografieren mit einem müden Blinzeln, manchmal nur mit einem geöffneten Auge.


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direkt neben unseren Zelten steht ein grosser Baum mit einem abgebrochenen, hohlen Ast, den sich eine Familie Buschhörnchen als Domizil rausgesucht hat, und hier ist immer Action angesagt.


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das letzte Bild des Tages gilt wiederum den Turakos, aber sie wollen sich einfach nicht in einen noch von der Abendsonne beschienenen Bereich setzen. Sind wohl ausgesprochene "Schattenparker".

Mit Kurt, dem Besitzer der Lodge, beobachten wir noch einen Kampfadler auf der sambischen Seite. Die sind eher selten hier zu sehen laut Kurt. Beim scrollen durch seine Vogel-App auf dem Handy ( oder wie das heisst ) fällt mir auf, dass der deutsche Namen bei den Milanen vertauscht wurde, der lateinische und der afrikaanse Namen aber stimmen. Kurt will den Verlag darauf aufmerksam machen.

Gemütlich am Feuer sitzend lassen wir den Tag ausklingen.
Morgen soll es weiter gehen bis direkt an die botswanische Grenze.

24. Januar :

Unser letzter Morgen hier in Katima bricht an mit weiterhin traumhaft schönem Sommerwetter, und so nutze ich wieder den frühen Morgen, wenn fast alle im Camp noch schlafen, um den morgendlichen Frieden vom Bootssteg aus zu geniessen.


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auch die Hippos, die die Nacht auf Hippo-Island zum Grasen zugebracht haben, liegen jetzt ganz entspannt im Wasser und geniessen den Morgen.


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Sonnenaufgang über dem Zambesi-wer da nicht eine gewisse Sentimentaliät zeitigt, ist wohl ein ganz harter Hund...


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mit diesem Bild verabschieden wir uns von dieser Oase der Ruhe. Hier hat es uns ausgesprochen gut gefallen, und der nächste Besuch ist schon fest eingeplant.

Nach einem ganz entspannten Frühstück packen wir gemütlich zusammen und nehmen dann die rund siebzig Kilometer in südöstlicher Richtung nach Ngoma Bridge unter die Räder. Basti glaubt, im Flug einen Trumpeter Hornbill gesehen zu haben, aber bis ich angehalten habe, ist von dem Vieh nichts mehr zu sehen. Schade, der wäre auch neu gewesen...
An der Bridge können wir leider nicht auf selbige gelangen, denn der namibische Grenzposten liegt davor. So gibt es keinen Blick von der Brücke. Auch der Curio Shop der lokalen Community ist geschlossen, obwohl laut Öffnungszeiten offen sein sollte. Nun, wir kommen ja auf dem Rückweg wieder hier vorbei.
Dann rumpeln wir über eine ziemlich ausgefahrene Spur--Pad kann man das nicht nennen--mit zahllosen, grossen und noch immer vom letzten Regen gefüllten Löchern voller Wasser in Richtung Camp Chobe. Wir landen in einem Dorf und müssen nach dem Weg fragen, denn die Ausschilderung ist sehr spartanisch, und wegen der miserablen Zufahrt sind zahllose Varianten entstanden, sodass man nicht weiss, wo´s eigentlich lang geht.
Am Gate angekommen, ist dieses abgeschlossen. Ein Schild sagt: Lodge closed. Nee jetzt, das geht gar nicht, hier am Chobe wollen wir doch Basti zum Mann machen.
Nach einer Weile kommt ein hübsche, jüngere und hochschwangere Frau und erzählt uns, dass die Lodge offiziell für drei Wochen geschlossen sei, und nur Opi-der Senior- sei anwesend, im Moment aber in Katima. Sie ruft Opi via Handy an, und er sagt, er sei auf Rückweg und in einer halben Stunde da.

Wie´s weiter geht, und wie es um die Mann-Werdung von Basti steht, gibt es ( hoffentlich) in Bälde hier zu lesen... 😗 🙂

Schönen Tag der Arbeit allseits,
Matthias

Teil 3420. Mai 2015

weiter der 24. Januar :

Während wir uns mit der jungen Frau unterhalten und nebenbei ein bisschen nach den Vögeln schauen, die hier so rumfliegen, tuckert bald Senior Liebenberg in seinem bakkie ums Eck und steigt aus.
Und dann passiert etwas, was zumindest mir noch nicht so oft passiert ist. Wir sehen uns an, und im selben Moment weiss ich, dass wir hier im Camp Chobe mit Opi eine grandiose Zeit haben werden. Irgendwie sind da Schwingungen in der Luft, ich kann es nicht erklären, aber mit Opi verstehen wir uns von der ersten Sekunde an, als ob wir uns schon ewig kennen würden.


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"Opi" Liebenberg

Er sagt uns, dass das Camp zu sei, das Restaurant auch geschlossen habe, da ja auch die Leute Urlaub hätten, aber wenn wir auf Selbstverpflegung eingerichtet wären, könnten wir gerne bleiben. Na, und ob wir wollen.
So haben wir das gesamte Campareal für uns alleine. Wir können unsere Zelte unter einem riesigen Baum auf einer Rasenfläche aufstellen.
Wir richten uns häuslich ein, und während Hilde etwas lesen und ruhen will, erkunde ich mit Bastian das weitläufige Gelände, das direkt am Chobe River liegt. Nun ja, River ist zu dieser Jahreszeit etwas hoch gegriffen, viel mehr als ein kleiner Channel ist nicht übrig geblieben. Dahinter erstreckt sich eine grosse, offene Graslandschaft, um dahinter dann als lückiger Wald mit einzelnen, riesigen Baobabs anzusteigen--der Chobe National Park.

Es ist brüllheiss, wir versuchen, uns möglichst im Schatten von Bäumen zu halten und beobachten die hier vertretene Vogelwelt.


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Elsterwürger


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Kingfisher mit erbeuteter Libelle


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Trauerdrongo


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Blue Waxbill


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Maskenweber


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Blauwangenspint, wohl ein immaturer. Auch ihm ist heiss.


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Klaffschnabel mit erbeuteter Dickpans


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"surfender "Skink

Dann beenden wir das birden, denn zum Einen ist das Fotografieren wenig erfolgreich mit der steil von oben scheinenden Sonne, zum Anderen gelüstet uns nach einem Kaltgetränk, welches wir bei Opi in der zweistöckigen Lapa einzunehmen gedenken.
So sitzen wir dann im Obergeschoss im Schatten und schauen genau auf den bewaldeten Hang des Chobe NP, ergänzen unseren Flüssigkeitshaushalt und beobachten dabei rund zwanzig Giraffen, zwei Herden Elefanten, Impalas sowie zwei grosse Clans Baboons. Dazu unterhalten wir uns angeregt mit Opi, der als gebürtiger Südwester über dreissig Jahre in Südafrika gelebt hat und jetzt hier am Chobe sein Paradies gefunden hat.

Bastian wird das irgendwann zu langweilig, und er will die Angelruten ausprobieren.
Dauert gar nicht so lange, und er hat den ersten Biss. Der Fisch liefert einen ordentlichen Kampf, und bald kann Basti seinen ersten "Tiger" anlanden. Kein Vergleich mit dem Präparat, aber Basti ist stolz.


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Nach ein paar Erinnerungsfotos lassen wir den Fisch wieder ins Wasser gleiten, denn hier gilt "catch-and-release".

Der nächste Biss ist wiederum ein Tigerfish, diesmal ein noch Kleinerer. Aber auch er wird verewigt, bevor er wieder zurück gesetzt wird.

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Zwischenzeitlich habe auch ich mir eine Rute startklar gemacht, und mit einem Blinker habe ich bald einen Biss. Das Vieh geht ab wie ein Hai, und nach längerem Drill kann ich erstmals meine Beute sehen. Es ist kein Tiger, sondern ein etwa 1,20 Meter langer Wels. Jedes Mal, wenn ich ihn endlich längsseits des Boots habe, geht er wieder mit einem langen Ruck ab ins tiefe Wasser. Basti eilt mir mit einem Käscher zu Hilfe, aber das Tier ist zu groß, er passt einfach nicht in das zu kleine Netz. Und als er gerade mal wieder neben dem Boot liegt, springt er mit einem enormen Satz aus dem Wasser und ist frei. Drum gibt´s auch kein Foto von dem Monster, aber bald darauf gelingt es Bastian, ebenfalls einen Wels zu fangen. Da dieser den Haken weit hinten im Schlund hat und wir ihn nicht ohne Verletzungen entfernen können, wird der Wels getötet. Ein Arbeiter freut sich sehr über das unvermittelte Nachtessen.


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nicht ganz so gross, aber runde siebzig Zentimeter hat der Fisch gemessen.

Nach einem Sundowner mit Opi gehen wir zurück zu den Zelten, wo wir ein Abendessen kochen, und dann sitzen wir noch eine ganze Weile in der lauen afrikanischen Nacht. Leider hört man keine Löwen, das hatte uns Opi eigentlich angekündigt.
Aber irgendwann in der Nacht wache ich auf, weil auf der botswanischen Seite eine Hyäne "lacht". Auch keine schlechte Geräuschkulisse.

viele Grüsse,
Matthias

Teil 3524. Mai 2015

25. Januar. Heute ist Basti´s grosser Tag--er wird -endlich- 18 Jahre alt. Happy Birthday.

Im Morgengrauen gehe ich vors Zelt, um das Wetter zu checken, aber das ist wie immer-einfach schön.
Also schnell angezogen und die Ausrüstung geschnappt und immer am Ufer längs des Chobe spaziert, geradewegs der Sonne entgegen. Die legt sich auch, schliesslich ist Sonntag, ordentlich ins Zeug und bietet ein schönes Szenario.


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Sonnenaufgang am Chobe "River", der Schwabe würde sagen "Riverle"


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Blick zurück auf das Camp


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die Floodplains auf namibischer Seite


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Blick über den Chobe nach Botswana

Dann widme ich mich den vielen Vögeln, die hier überall dekorativ gegen den sattblauen Himmel auf irgendwelchem Geäst sitzen und meist gefiederpflegend die frühe Morgensonne geniessen.


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etwa dieser Seidenreiher mit langen Schmuckfedern,


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der dann aber doch die Biege macht.

Auf der botswanischen Seite kommen plötzlich vier im Flug Schwarz-weiss scheinende Vögel angeflogen und landen am Fuss des Abhangs, leider ziemlich weit weg. Es sind vier Ground Hornbills, also Hornraben. Es sind meine Ersten und zudem eine weitere Sichtung von meiner Top-Five-Liste, deshalb das folgende Bild, auch wenn es nicht mehr als Doku-Charakter hat.


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Klaffschnabel sind recht häufig hier.


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mit der tiefstehenden Sonne sehen die Elsterwürger auch gleich besser aus.


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hier noch mit bettelndem Jungvogel.


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der Kingfisher ist schon auf seinem luftigen Ausguck.


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ebenso der Blauwangenspint, diesmal ein adultes Tier.


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eine winzige Lilienblüte vertritt die Flora.


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zum guten Schluss finde ich noch ein Paar Zimtracken. Die habe ich zwar schonmal gesehen, aber ein Foto ist mir bislang nicht gelungen.

Dann schlendere ich wieder zurück zu den Zelten, und mit einem schönen, gemütlichen Frühstück feiern wir Basti´s Geburtstag. Endlich achtzehn, endlich offiziell Autofahren dürfen, nicht nur auf der Farm.

Dann, bei den mittlerweile wieder Richtung vierzig Grad marschierenden Temperaturen, ist etwas Lesen im Schatten angesagt, auch ein Nickerchen kommt zu seinem Recht. Danach geht Basti wieder die Angelrute ausprobieren, und nach einem kleinen Imbiss gehen wir gegen 16.00 Uhr Richtung Lapa.
Anlässlich des Freudentags habe ich Opi gefragt, ob denn eine Boatcruise auf dem Chobe möglich wäre. Und Opi hat gemeint, mit dem Jetboat sollte es trotz des Niedrigwassers gehen.

Das gibt es dann beim nächsten Mal.

Bis dahin,
schöne Pfingsten,
Matthias

Teil 3626. Mai 2015

weiterhin 25. Januar :

Pünktlich um 16.00 Uhr stechen wir in See, also will sagen, schippern wir auf den Fluss hinaus, der manchmal durchaus breit und tief ist, an manchen Stellen aber nur ein enger Kanal, der zudem mit allerlei Wasserpflanzen zugewuchert ist. Zwar hat das Boot keine Schraube, die sich ständig zusetzen kann, aber auch der Jetantrieb muss immer wieder mal von allerlei Grünzeug befreit werden.


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on the river.

Unser Guide ist durchaus fit in Sachen Ornithologie, und als er bemerkt hat, dass wir in dieser Hinsicht nicht ganz unbeleckt sind, überlässt er uns das Vogelentdecken und reagiert sofort auf unsere Wünsche, indem er das Boot in gute Fotopositionen bringt.

Und Vögel sind viele zu entdecken, es geht Schlag auf Schlag.


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wir starten mit einem Water Dikkop.


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Grünschenkel


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Pied Kingfisher, ein Männchen


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Rallenreiher

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Lesser Moorhen-Zwergteichhuhn


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Reed Cormorant


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unser Skipper beherrscht das Boot perfekt, nur selten muss mal gestakt werden, und nur einmal müssen wir ins Wasser springen und das Boot über eine flache Sandbank schieben.


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wir sind nicht alleine unterwegs, ein Fischer stakt sein Mokoro durchs seichte Wasser--leider just in dem Moment, wo wir uns an einen Malchiteisvogel ranpirschen. Und so gibt es von dem kleinen Kerl leider kein Bild.


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Chobe NP


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wir sehen nichts wirklich Aufregendes, Zebras halt, und einige Giraffen, dazu Impalas, und weiter oben am Hang ein paar Elefanten. Wir geniessen die Bootstour mit dem herrlich kühlenden Fahrtwind, und-hey, wir feiern doch Geburtstag, also geniessen wir ein paar kühle Bierchen, dadurch wird die Stimmung noch relaxter.


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Redwinged Pratincoles-Rotflügelbrachschwalben, links ein diesjähriger Vogel, rechts ein adultes Exemplar.


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Abendfriede am Chobe


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das Geburtstagskind geniesst offensichtlich die Tour


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fehlt nur noch das "Finale grande", der Sonnenuntergang. Er steht dem Aufgang heute morgen nicht nach, und unser Guide hat das Boot an einer breiteren Stelle auslaufen lassen, damit wir den sunset auch gebührend würdigen können.


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praktisch mit der einfallenden Dunkelheit legen wir wieder am Steg an der Lapa an und trinken mit Opi noch einen Geburtstags-Absacker, bevor wir dann zu den Zelten zurück gehen und noch ein Nachtessen kochen. Anschliessend sitzen wir wieder in der warmen Nacht, starren ins Feuer oder in den Sternenhimmel, und auch heute meldet die Hyäne wieder von der anderen Flussseite.
Was für ein cooler 18ter-Geburtstag. Davon habe ich damals, früher, in grauer Vorzeit, nur von träumen können--de facto war es ein normaler Schultag damals.

viele Grüsse,
Matthias

Teil 3701. Juni 2015

26. Januar :

Wiederum habe ich herrlich geschlafen, denn so warm es tagsüber wird, kühlt es hier am Wasser nachts gut ab.
Leider haben wir auch diese Nacht kein Löwengebrüll geboten bekommen, es bleibt bei der Hyäne.
Im ersten Licht bin ich wieder auf den Beinen, denn der letzte Morgen hier am Chobe will genutzt sein.
Gerade vors Zelt getreten, höre ich wie gestern schon ein paar Meyer´s Parrots tschilpen. Diesmal sind sie aber nicht bloß überfliegend, sondern rufen aus einem grossen, toten Baum. Ich pirsche mich vorsichtig an, und entdecke sie dann an einer grossen Höhle, für die sie sich sehr interessieren.


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Meyer´s Parrot-Goldbugpapagei

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in der Höhle

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das Paar

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vor der Höhle

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...und ab.

Auf dem Rückweg zum Zelt nehme ich noch einen aufgeblockten Fish-Eagle mit,


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dann ruft das Frühstück, denn mittlerweile sind auch meine Mitfahrer aufgestanden. Hilde hat schon den Tee und einen Milliepap vorbereitet.


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unser schöner Platz unter dem weit ausladenden Schattenspender.

Dann packen wir zusammen, denn wir wollen zurück in den Mahango Park. Wir gehen zum Hauptgebäude und bezahlen bei Opi unsere Rechnung. Natürlich verquatschen wir uns noch eine ganze Zeit, wir kaufen auch noch ein paar Kleinigkeiten im campeigenen Curio-Shop, und Opi zeigt uns stolz auch noch eines der wirklich schicken Zeltchalets. Sie zeigen alle Richtung Chobe und besitzen eine grosse Glasfront, sodass man vom Bett aus Elis kucken kann, oder was halt gerade so ans Wasser zieht.

Dann heisst es Abschied nehmen, und wir rumpeln die ausgwaschene Spur zurück bis Ngoma Bridge.
Diesmal hat auch der Curio Shop auf, und auch hier erstehen wir ein paar aus Gras geflochtene Schalen.

Ereignislos geht die Fahrt über Katima und Kongola bis an den Kwando. Nach der Polizeikontrolle und der Vet-Control halten wir noch auf der Brücke, Wild ist aber keines zu sehen.
Aber kurz nach der Brücke sehe ich links einen grauen Schatten im Wald, und ich lasse Bastian, der fahren darf, anhalten. Tatsächlich, Elefanten. Es sind drei oder vier Bullen, die sich gemütlich grasend im angenehmen Schatten der grossen Bäume aufhalten.


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ein zweiter Bulle erscheint in einer Lücke auf rund dreissig Meter und versucht, Wind von uns zu holen. Wir scheinen aber Okay zu sein, er grast ruhig weiter.


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Immer wieder passieren wir an der B 8 kleine Dörfer, und manchmal sieht man noch alte, traditionelle Ochsenschlitten im Einsatz.


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Kurz vor Divundu fahren wir fast an einem Eli, der unmittelbar neben der Strasse steht, vorbei. Im letzten Moment registriere ich den Koloss. Auch er ist völlig entspannt und frisst Gras.


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Nachdem er direkt vor uns die Strasse quert und weiter zieht, fahren auch wir weiter bis nach Divundu, wo wir unsere Vorräte ergänzen, um dann wieder ins Mahangu Camp einzufallen.

Direkt vor dem Camp halten wir, denn da segelt im schönsten Nachmittagslicht niedrig ein Greif mit charakteristischer weisser Binde im Stoss. Ich springe aus den Auto und kann ihn sofort als Gymnogene oder African Harrier-hawk ansprechen. Super, noch einer aus meiner Top-Five-Liste. Irgendwie hatte ich abgespeichert, dass die Höhlenweihe dämmerungs- und nachtaktiv sei. Offensichtlich nicht.
Bild gibt es keines von dem Vogel, da ich es vorgezogen habe, ihn im Fernglas so lange als möglich zu beobachten.

Dann bauen wir die Zelte auf, wir kennen uns ja aus.
Nach einem Besuch im Pool gehe ich noch eine Runde durch die Floodplains drehen, denn das milde Abendlicht ist einfach zu schön.


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Woodland Kingfisher-Senegalliest


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Zwei Coucals


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Grey Lourie


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White-faced Ducks-Witwenenten

Den Sonnenuntergang geniessen wir vom Beobachtungsturm, um dann wieder einen Drink überm Fluss zu nehmen.
Unser Abendessen nehmen wir auf unserem Platz ein, dazu unterhalten uns die Reed-frogs, die Hippos sowie von genau gegenüber des Flusses eine Hyäne.

Den nächsten Tag werden wir nochmals ausgiebig gamedriven.

bis dahin,
fotomatte

Teil 3805. Juni 2015

27. Januar : last call--unser letzter Tag im Caprivi

Ein wolkenloser Tag kündigt sich an,


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und nach einer kalten Dusche und einem heissen Tee starten wir Richtung Gate vom Mahango Park, wo wir pünktlich um 6.00 Uhr einfahren.


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Direkt hinter dem Tor kreuzen drei Roan die Pad, und knapp bevor der Busch sie wieder verschluckt, kann ich die letzte erlegen.


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die Sonne geht theatralisch auf und taucht die Zebras in ein oranges Licht.

Wir schauen zunächst auf den Wiesen entlang der Fahrspur Richtung Wasserloch nach Wild, aber ausser Zebras, Gnus und Büffeln finden wir nur einen Grautoko.


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junger Bulle


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Bulle und Kuh


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die Kuh ist ein ausgemachtes "Schlitzohr"


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Grautoko

Dann drehen wir um und sehen auf der grossen Wiese, die an den Okavango grenzt, nach. Aber auch hier sehen wir nur die üblichen Verdächtigen, allerdings im schönsten Morgenlicht.


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Impala-Bock


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und sein Ende.

Auf der Pad lässt sich aber ablesen, dass hier in der Nacht auch andereTiere unterwegs gewesen sind...


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Gegenverkehr

Wir drehen wiederum um und wollen schnell bis zur Grenze fahren, um dann wieder "mit Licht" unsere Runde zu beenden.
Kaum gewendet, entdecken wir einen prächtigen Sable-Bullen. Sofort muss Bastian anhalten, und zu Fuss schleichen wir uns an.

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Der Bulle hält nicht allzuviel von unseren "Annäherungsversuchen", und entzieht sich der Beobachtung durch feige Flucht.


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Nach dieser Episode setzen wir unseren Weg fort in Richtung botswanischer Grenze. Ich sitze hinten, und eben, als wir einen mächtig ausladenden Kameldorn passieren und ich so für mich denke, dass dieser eine waagerechte Ast eigentlich prädestiniert für einen Leo wäre, kreuzt so auf runde siebzig Meter vor uns Etwas die Strasse. Keine Antilope, nein, eine Katze, soviel ist gleich klar. Basti hält, ich springe aus dem Auto, und im Fernglas lässt sich eine wunderschöne Leopardendame einige Zeit, um über den Weg zu wechseln, und wir können sie gut beobachten. Klar, letztlich dauert das Vergnügen nur ein paar Sekunden, aber ich kann nun behaupten, endlich einen Leo gesehen-und nicht nur geahnt wie damals im Damaraland-zu haben. Es ist gerade mal sieben Uhr durch, und für mich ist der Tag eigentlich schon gelaufen. Kann da noch viel ( Besseres ) kommen? Abwarten.

Wir kommen wieder runter und beachten auch das "Normale".


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Steppenzebras


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Baobab


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Riedböcke, die sich in einer Suhle abkühlen.


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die Klunkerkraniche sind auch wieder da


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auch der alte "Dagga-Boy" hat sich gesuhlt und sieht jetzt noch ungemütlicher aus.


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zum guten Schluss finden wir noch diese Buschbockdame.
Es ist nun gerade zehn Uhr vormittags, und da es heute keine Wolken hat, ist es schon mächtig "warm", sodaß wir beschliessen, ins Camp zu fahren und erst mal zu frühstücken und dem Pool einen Besuch abzustatten.

Ob dann der finale Gamedrive nochmal einen drauf setzen kann, gibt´s im nächsten Kapitelchen zu lesen.

bis dahin,
hochsommerliche Grüsse

Matthias

Teil 3911. Juni 2015

Während des Frühstücks bemerke ich einen African Paradise Flycatcher, der in den Bäumen neben unseren Zelten Insekten fängt-natürlich bestens gedeckt im Wirrwarr der Zweige. So gelingt mir nur ein Notschuss.


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Paradiesschnäpper

Dann wechseln wir zum Aussichtsturm und beobachten an der Salzlecke am anderen Ufer wieder eine Buschbockgeiss mit ihrem Kitz, während davor an der Wasserlinie ein Krokodil sonnenbadet.
Neben uns in einem Mangobaum sitzt ein Black-eyed Bulbul und pickt an einer reifen Frucht.


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Graubülbül


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haarige Raupe

Nachdem wir uns herrlich im schattig gelegenen Pool erfrischt haben, starten Basti und ich zum finalen Gamedrive, während Hilde es angesichts der immer noch hochsommerlichen Temperatur vorzieht, lesend im Schatten zu entspannen.
Zuerst halten wir schnell am Office. Die Dame meint, wir müssten den Park aber wirklich lieben, wenn wir schon wieder hier wären. Jepp, das stimmt.
Wir wählen den Weg nach rechts Richtung Wasserloch. Längere Zeit tut sich gar nichts, jetzt um kurz nach 15.00 Uhr ist es den Tieren wohl noch zu heiss. Doch dann steht ein prächtiger Sablebulle direkt vor uns auf dem Weg. Da ich als Beifahrer so nicht fotografieren kann, steige ich vorsichtig aus und schleiche hinten ums Auto rum. In dem Moment setzt sich ein Guineafowl-Schmetterling auf meine Wade und saugt Schweiss. Jetzt stecke ich in einem Dilemma, denn den Falter habe ich noch nicht fotografiert. Trotzdem entscheide ich, es zuerst mit der Rappenantilope zu versuchen. Als ich gerade fokusiert habe, öffnet Basti die Tür, und die prächtige Antilope dreht auf der Hinterhand und ist weg.
Müssig zu erwähnen, dass der Guineafowl auch verschwunden ist. Ich bin angesäuert und brauche etwas Ruhe, so fahren wir bis zum Wasserloch, wo wir uns ins Hide-oder das, was davon noch übrig ist- setzen und warten.

Da sich die nächste halbe Stunde kein Tier am Wasser zeigen will, fahren wir zurück Richtung Kavango Floodplains.


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auch die Giraffe mag ihren Schattenplatz noch nicht verlassen.


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Black Egret-Glockenreiher


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dann betreten Elefantenbullen die Szenerie. Zuerst Einer, der sich gleich mal nassmacht.


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dann zwei


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dann drei. Zuerst trinken sie, danach verpassen sie sich Schlammduschen, und schliesslich pudern sie sich noch mit Staub.

Nach Beendigung des Wellness-Programms steht etwas Lechwe-Mobbing an, denn das geht ja mal gar nicht: dass die Viecher seiner Majestät nicht die entsprechende Ehre erweisen und einfach liegen und verdauen.


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nachdem alle Lechwe aufgemüdet sind, trollen sich die drei Bullen in den Busch-sichtlich zufrieden.

Nun haben wir mehr als eine halbe Stunde bei den Elefanten zugebracht, mittlerweile ist es 17.00 Uhr durch, und uns bleibt noch eine knappe Stunde. Das Licht wird besser, und wir fahren etwas Richtung Baobabs.


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wir finden wieder einen verzierten Büffel,


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und die Reedbucks liegen immer noch in ihren kühlen Erdsuhlen.

Wieder passieren wir die riesige Impalaherde mit dem ganzen Kindergarten voller Kitze, wir kennen sie schon vom Besuch letzte Woche.
Ein kurzes Stück weiter, bemerken wir einen Roanbullen, der aufmerksam und unentwegt in eine Richtung sichert. Da scheint wohl eine Katze im hohen Gras verborgen zu sein. Ich steige aufs Dach des Condors, kann aber auch von oben nicht den Grund erkennen.


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Da sich zehn Minuten lang nichts an der Situation ändert, drehen wir und fahren zurück Richtung Tor.
Wir kommen wieder zu den Impalas. Sie stehen teils direkt neben der Strasse, fast könnte man sie berühren. Aber was ist hier los. Auch sie sichern alle in eine Richtung, dazu schnauben sie unaufhörlich. Ich sage zu Bastian, dass wir hier jetzt stehen bleiben, Gate-closing-hour hin oder her, denn hier liegt was im Busch, und ich denke, wir stehen kurz davor, eine Löwenjagd zu erleben.
Ich versuche, in der Richtung, in die die Impalas sichern, etwas auszumachen-erfolglos.
Da kuckt mich Basti plötzlich wie entgeistert an, und stammelt: "Im ( linken ) Spiegel ( der seit vielen Jahren sich nicht mehr bewegen lässt und so etwas zu tief schaut ) hab´ich nen Leppard, der kreuzt direkt hinterm Auto die Pad."
Tatsächlich, vielleicht zehn, zwölf Meter hinter uns schleicht der Kuder tief geduckt über den Weg und will sich an die Impalas ranmachen, das ist offensichtlich.
Ich gleite aus der Tür und schleiche bis ans Heck, zeitgleich stelle ich die Kamera ein, der Leo verhofft und muss erst mal die neue Situation eruieren, in dieser Zeit drücke ich drei Mal auf den Auslöser, und der Leo ist mit einem Satz unter einer Sägeblattpalme verschwunden.


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Es ist fünf vor sechs. Höchste Zeit. Aber was für ein Abschied vom Mahango Park. Einfach märchenhaft.
Aber noch sind wir nicht so weit. In Höhe der grossen Wiese, da, wo vorhin die Elis waren, steht wiederum ein riesiger Bulle auf dem Weg. Auf unserem Weg.
Er weiss, dass es sein Weg ist.
Gerade denke ich laut:" Äähm, Eli, sorry, wir müssten mal...", da zeigt er uns, dass er mal muss, erst klein ( was für ein Strahl ), dann gross. Gut, das ist natürlich ein Argument, wir warten also. Irgendwann ist er fertig, und ganz langsam gibt er die Strasse frei.
Wir fahren weiter, es ist sechs Uhr durch, da überfällt direkt vor uns ein Roanbulle die Strasse. Wir halten an, nicht so jedoch die Pferdeantilope. Also, dann halt kein Bild.
Und jetzt aber wirklich: Mahango Good-bye.

Völlig beseelt fahren wir zurück. Direkt vorm Mahangu Camp sitzt auf der Leitung ein ganzer Trupp White-fronted Bee-eater. Die hatten wir bislang auf dieser Tour auch noch nicht.


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Hilde hat schon das Abendessen zubereitet, und während wir essen, erzählen wir in allen Einzelheiten von unserem Erlebnis.
Dieser Abend verlangt geradezu nach einem Sundowner auf der Terrasse überm Okavango, und wir lassen unseren überaus erfolgreichen-so finden wir einmütig-Aufenthalt in der Sambesi-Region Revue passieren.

Der nächste Tag sieht uns auf Pad zurück Richtung Windhoek.

Bis dahin,
viele Grüsse

Matthias

Teil 4015. Juni 2015

28. Januar :

Noch einmal stehe ich im ersten Licht auf, leider nicht, weil wir wieder in den Park wollen, sondern ich will einfach den frühen Morgen am Okavango geniessen. Und den Sonnenaufgang natürlich. Et voila.


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Ringsum erwacht das vielfältige Vogelleben, im Schilf neben dem Zelt sitzen die Zwergspinte tratschend und putzen sich.
Leider sind sie schwer durch die Schilfhalme zu fotografieren.


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In aller Ruhe sitzen wir in der schönen Morgensonne und geniessen unser letztes Frühstück im Caprivi.
Endlich gelingt mir auch mal ein Bild einer Black Crake, von denen hat es zwar einige hier auf dem Campground, aber mit ihren hektischen Bewegungen sind sie gar nicht so leicht zu kriegen.


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Dann packen wir zusammen und bezahlen unsere Rechnung, und etwas schwermütig rumpeln wir letztmalig über die ausgefahrene Spur der Zufahrt zur Mahangu Lodge.
Unspektakulär geht es über die B 8 an Rundu vorbei. Einen Stop legen wir noch an einem Töpferstand ein, wo es diese herrlichen Tonkrüge und die blau-schwarz-weissen Perlhuhn-Blumentöpfe gibt. Schon oft habe ich beim Vorbeifahren gedacht, da müsste man mal halten. Heute also ist es soweit.


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"Perlhühner" in allen Variationen


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der Verkäufer ist der Künstler selbst, wie seine lehmverschmierten Hände verraten, und er ist überglücklich, als zwei seiner Hühner den Besitzer wechseln.
Wir fahren weiter bis zum Vet-Fence. Dort werden wir gebeten, ob wir einen Landsmann mitnehmen könnten, der hitchhikend und couchsurfend unterwegs ist und nun schon einige Zeit hier gestrandet ist.
Je weiter wir Richtung Südwesten fahren, desto bedrohlicher sieht die Gewitterfront aus, in die wir letztlich hineinfahren, und es regnet tatsächlich--zum zweiten Mal auf dieser Reise. Achja, ist ja auch Regenzeit.
Schon bald kommt unser Abdreh zu Roy´s Rest Camp, wo wir übernachten wollen.
Wir verabschieden den Hitcher, er will noch bis Grootfontein heute.

In Roy´s Camp stellen wir letztmalig unsere Zelte auf, wir haben freie Platzwahl, denn ausser einem Tourbus mit jungen Engländern sind wir die einzigen Camper.
Dann gehen wir uns abkühlen im Pool, später gibt´s einen Gin-Tonic an der Bar.
Letztmalig kochen wir ein Abendessen, nebenher fallen mir ein paar Schmetterlinge auf, die offensichtlich zum Schlafen einen Baum aufsuchen.


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es müsste sich um Wandering Donkey Acraeas handeln, jedenfalls eine noch nicht fotografierte Spezies. Freut mich.

Nach dem Abendessen gehen wir nochmals an die Bar, und da ein schönes Campfire brennt, nehmen wir hier einen weiteren Absacker.
Dann verkriechen wir uns in die Zelte, aber bald schon müssen wir ganz fix nochmal raus, denn das Gewitter ist zurück. Es regnet, und ohne Überzelt-nur mit Mossienetz- wird´s doch schnell ungemütlich.
Als das Überzelt drauf ist, hört es auch schon bald wieder auf zu regnen.
Egal, unsere letzte Nacht gibt es also keinen Blick in die Sterne.

Fehlt nur noch der Tag des Heimflugs,
bis dahin.

liebe Grüsse,
Matthias

Teil 4116. Juni 2015

29. Januar :

Da ja das Überzelt drauf war, habe ich gar nicht direkt mitbekommen, dass der neue Tag erwacht war. So sind wir nicht von der einsetzenden Helligkeit geweckt worden, sondern von drei, vier englischen Mädels, die sich direkt neben unseren Zelten ihren morgendlichen Yoga-Verrenkungen widmen, nicht ohne exzessiv zu schnattern. Wo gibt´s denn sowas? Der komplette Campground ist frei, und diese Weiber müssen sich hier ihre Knoten in die Leiber machen.
Nach einem scharfen, durchaus unfreundlichen "Shut up" von meiner Seite ist tatsächlich Ruhe am Set.

Nachdem wir nun schon wach sind, gehe ich mal duschen. Dazu "muss" ich zufällig über den Platz der britischen Gruppe gehen und spendiere noch einen bösen Blick. Ob sie es geschnallt haben? Keine Ahnung, sie waren schon wieder heftig am Schnattern, während sie ihren Porridge gelöffelt haben. Na, das ist ja auch Strafe genug.

Wir frühstücken in aller Ruhe, packen dann ein letztes Mal zusammen und nehmen dann den Teer Richtung Grootfontein unter die Räder. Bastian darf fahren, und er geniesst es, mit 120 Km/h dahin zu brettern. Das bekommt aber meiner inneren Ruhe und Zufriedenheit überhaupt nicht, und nachdem einige Ermahnungen, es doch bitte etwas gemütlicher anzugehen, so rein gar nichts bringen, übernehme ich nach einer Pause das Steuer. Nun cruise ich mit satten Neunzig Richtung Otjiwarongo, und habe so Zeit und Musse, ein bisschen rechts und links der Pad nach Vögeln und Wild Ausschau zu halten. Nun, viel los ist nicht.

In Otji holen wir uns im Spar ein paar heisse Snacks und ein paar coole Drinks, kaufen in einem Andenkenladen ein paar Postkarten und bekommen ein Gespräch zwischen einem Farmer und der Ladenbesitzerin mit, die sich übers -na was wohl, klar, das Wetter unterhalten. Es will und will einfach nicht regnen, und die ersten Farmer haben schon wieder Vieh notschlachten lassen müssen, weil sie keine Weide mehr haben.

Wir versuchen noch im Cymot eine neue Kurbel für die im Kwando 😈 badengegangene als Ersatz zu kaufen, gibt es aber nicht einzeln.
Dann besuchen wir noch die am Bahnhof aufgestellte Dampflok Nr.41, die seit der Umspurung auf Kapspur Ende 1960 hier ihr Dasein fristet. Sie wurde 1912 bei Henschel in Cassel gebaut.


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die 1´D1´-Aussenrahmen-Schlepptendermaschine Nr. 41. Ganz schön riesig für eine 600mm-Spurweite.

Da die Strassenbäume in Otji in voller Blüte stehen, halten wir auch hier nochmal, und ich mache ein paar Bilder von den Flammenbäumen. Es sind Exoten, die ursprünglich aus Madagaskar kommen.


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die sehr attraktive, orchideenähnliche Einzelblüte

Dann fahren wir weiter auf der B 1 Richtung Süden, und gegen fünfzehn Uhr sind wir zurück in Windhoek. Hilde und Bastian erledigen hier ihren Grosseinkauf, denn sie sind ja die nächste Zeit auf der Farm, die Glücklichen.
Ich erstehe noch ein schönes Stück Rauchfleisch sowie zwei Pakete Biltong in verschiedenen Würzrichtungen, und dann verlassen wir Windhoek auf der B 6.
In den Bergen östlich hängt eine Gewitterfront, in unserem Rücken scheint die tiefstehende Abendsonne, das ergibt einen schönen Regenbogen. Da ich nicht gleich halten kann wegen des Verkehrs, ist natürlich dieser praktisch erloschen, als ich schliesslich links rangefahren bin.
Aber da es das letzte Foto meiner Märchentour 2015 ist, zeige ich es trotzdem.


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kurz vor dem Airport Husea Kutako. Namibia Good-bye.

Das also ist sie gewesen, die diesjährige Tour durch den Süden mit KTP und den vielen Katzen, Sylvester an den Augrabiesfällen, einer gigantischen Kanutour auf dem Oranje River und einem unvergesslichen Sonnenuntergang im Köcherbaumwald, sowie der Runde durch den Caprivi an und auf den vier Flüssen Okavango, Kwando, Zambesi und Chobe.

Es war eine absolut "runde" Tour, und deshalb wird es im nächsten Winter wohl wieder eine ähnliche Reise geben. Die Pläne nehmen Kontur an.

Ich danke allen Kommentatoren und "Danke"-Clickern für die menthale Unterstützung,
und grüsse herzlich

Matthias

Die Märchen-Tour von fotomatte

Quelle: www.namibia-forum.ch/forum/thema/285251-die-maerchen-tour

Stand: letzter Berichtsteil vom 16. Juni 2015

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