Zusammenfassung: Sehr anstrengend aber einfach klasse. Die Menschen freundlich, die Landschaft herrlich und die Tierwelt überwältigend. Probleme: so gut wie keine (die sich nicht lösen ließen). Ausbeute 190 GB Fotos und viele viele Eindrücke.
Werde heute Abend beginnen die Fotos zu sichten. Fotobericht wird aber seine Zeit brauchen.
VLG Stephan
Vorschau:
Teil 202. Okt. 2014
Da ich derzeit sehr eingespannt bin geht die Bilderauswertung samt Erstellung des Reiseberichts nur langsam voran.
Der Umtauschkurs war günstig und Mugabe lebt noch, was Viele davon abhält nach Zimbabwe zu reisen. OK
Die Reisvorbereitungen waren eigentlich das größte Problem:
Meine Gattin weigerte sich wieder alleine, d.h. nur mit einem Auto zu fahren. Der Hoanib-Trip hinterließ also doch gewisse Spuren… Ein zweites, passendes Team zu finden ist nicht so einfach. Doch Schwager samt Schwägerin mit Sohn und Freundin waren recht schnell überzeugt. Obgleich eher „Luxus“ gewöhnt waren sie nach dem Namibia Video (Bilder davon siehe Zwillingsbeitrag) bereit auch eine Selbstfahrertour samt Dachzeltcamping zu wagen.
Die Buchungen waren das zweite Problem. Nicht die 4x4, auch nicht die privaten Campsites, schwierig und zeitraubend war die ZIM-Parks Buchungen und insbesondere die Bezahlung. Aber mit Hartnäckigkeit und Ausdauer klappte auch dies. Danke an die ZIM-Parks-Mitarbeiter in Harare.
Knack- und Schaltpunkt der Reise war die Kariba-Fähre. Von Kariba nach Milbizi war nur ein Reisezeitpunkt für uns geeignet. Das hieß die Reiseroute und alle Buchungen darauf abzustimmen. Eine Verzögerung (Panne oder Unfalls) hätte fatale Mehrkilometer bedeutet. Aber auch dies klappte, und die Fähre ging pünktlich zur Sekunde.
Der Rest, wie Flüge, Versicherungen, Devisen, Kreditkarten usw. halt das Übliche, unproblematisch.
Noch eine kleine Anmerkung. Reisen mit Kindern, der Eine mag`s, der Andere nicht. Ich mag`s. Die daraus erfahrungsgemäß resultierende „leichte“ Unordnung gedachte ich mit folgendem Trick zu begegnen: Jeder Teilnehmer sollte diesmal „SEINE“ Packtasche eigenverantwortlich mitnehmen und betreuen. Die Idee war m.E. gut der Vollzug nicht.
Auch der Aufruf, nur das Nötigste mitzunehmen wurde von Gattin und Kindern irgendwie mit dem Rückhinweis überhört, „ich“ solle nicht soviel Kamerazeugs mitnehmen, damit noch Souveniers Platz hätten?!
Nach einem unproblematischen Flug mit SAA von München nach Johannesburg
wurden bei Bushlore die zwei 4x4 Tojota Hilux übernommen. Nicht nur des günstigen Preises wegen haben wir uns für den Hilux entschieden, sondern insbesondere wegen des Verbrauches. Der weit überwiegende Teil der Reise ging über Teerstraße. Wir kamen so gut wie nie über 10 Ltr/100 km. Selbst nach den Tiefsandstrecken von Kasane nach Maun hatten wir noch beruhigend viel Diesel in den 160 Ltr. Tanks. Bushlore zeigte sich außerordentlich hilfsbereit. Kein Wunsch bei der Ausstattung blieb unerfüllt. Sämtliche Grenzübertrittspapiere waren vollständig vorhanden, Kopien unproblematisch gefertigt. Ganz besonderes erfreulich war, dass und bei der Fahrzeugübernahme noch das eine oder andere Zusatzequipment völlig unaufgefordert zur Verfügung gestellt wurde. Meinen Potje hätte ich z.B. ich nicht mitschleifen müssen.
Die Fahrzeugübergabe ging schnell, da ich (wegen der Jagd) jahrelang einen 4x4 in Deutschland fahren musste. Ab nach Pretoria und sogleich mit den dort getroffenen Freundinnen verratscht.
Der Zeitverlust war auch beim anschließenden Einkauf der Grundvorräte nicht aufzuholen. So geriet die Fahrt nach Martins Drift zu einem kleinen Rennen gegen die Zeit, weil, was wir nicht wussten, die direkte Strecke mit Baustellen übersäht war. Der Stress der Fahrt wurde dann bei einigen Drinks auf der Veranda unsere Chalets in der Kwa Nokeng Lodge
schnell wieder abgebaut.
Die Lodge hatten wir vorgebucht, da nach Flug und Fahrt ein wenig Komfort angesagt war. Noch ein paar Bilder:
Am nächsten Morgen war leider die Gruppendisziplin noch nicht ganz hergestellt. Meine mahnenden Worte, recht früh los zu kommen wurden nicht ganz ernst genommen. Aber das Einstellen auf den neuen Tag/Nacht Rhythmus gelang Tag für Tag besser.
Die vielen Schlaglöcher im ersten Teil der Strecke nach Francistown wollen beachtet werden. Diese und das starke LKW-Aufkommen ließen schnelles Vorankommen nicht zu. Die Fahrt nach Francistown zog sich ganz schön.
In Francistown ging`s noch mal zum Shoppen und Tanken, dann gleich weiter zur Grenze nach Zimbabwe.
Teil 302. Okt. 2014
Das erste Highlight der Reise, der Matobo Nationalpark.
Wenn man diese Landschaft sieht ist klar, warum Cecil Rhodes hier begraben werden wollte. Die Felsformationen
sind beeindruckend. Die Tierwelt ist dagegen für uns jedenfalls weitgehend unsichtbar geblieben. Nur ein Black Eagle bot sich immer wieder als Foto-Test-Objekt für das neue Tamron 150 – 600 an. Und Affen!
Diese Strolche kletterten sogar einmal durch ein Küchenfensterchen um zu stibitzen. Erstmals bewährten sich die Steinschleudern.
Zunächst bezogen wir die vorgebuchten Lodges. Dabei zeigte sich, dass
Imbila
und
Black Eagle
sehr weit auseinander liegen. Die Kinder wollten aber keine Trennung der Reisegruppe. So gaben wir schweren Herzens Imbila im Tausch für ein kleines Häuschen neben Black Eagle auf.
Alleine schon die Lage dieser Häuser ist faszinierend. Der Ausblick traumhaft.
Teil 402. Okt. 2014
Nur damit es nicht langweilig wird.
In der Vorschau ein Foto von Mana Pools:
Teil 502. Okt. 2014
Die Häuser selbst sind zwar älter und nicht unerheblich abgewohnt, aber absolut sauber und Bad wie Küche vollständig funktionstüchtig. Die Schlafzimmer waren einwandfrei, die Betten frisch bezogen und picobello.
Einziger Wermutstropfen, es gab keinen Strom. Aber was macht das? Wir hatten ca. 10 Lampen dabei. Angefangen von den berühmten Hirabira (für nicht Bayern: Stirnlampe) über Taschenlampen und –lämpchen bis hin zum Unterwasser-Flak-Scheinwerfer aus der Tauchausrüstung. Damit konnten unsere Unterkünfte mehr als ausreichend beleuchtet werden.
Apropos, jetzt lächelte keiner der Mitreisenden mehr über meinen Spleen stets eine Petroleumlampe mittlerer Größe mit zu nehmen. Diese Lampe leuchtet zuverlässig und sparsam die ganze Nacht hindurch. Gerade für Kinder beruhigend.
Die nächtliche Kälte bekämpften wir durch ein romantisches Feuer im offenen Kamin der Lodge. Zum Abendessen gab`s Chakalaka mit Huhn, bei Kerzenlicht und „Lagerfeuer“ Dazu Wein und Malariaprophylaxe = Gin. Ab 3 Liter soll´s helfen, erzählte mir mal ein Wirt in Rundu. Zwischenzusammenfassung: Sowohl Imbila als auch Black Eagle sind jeden Cent wert.
Die nächsten Tage nützen wird für einige scenic-drives. Natürlich zunächst zum Grab von Cecil Rhodes auf dem Felsplateau „Worldsview“
Leider war es bewölkt. So richtig gutes Aufnahmelicht fehlte.
Teil 603. Okt. 2014
Wesentlich interessanter als Gräber finde ich Höhlenzeichnungen. Dafür ist Matobo berühmt.
Hier ein paar Bilder:
Solche Höhlenbilder sind äußerst interessant. Einfach mal ein Experiment machen!
Aufgabe: Stelle dir vor du lebst vor 5.000 Jahren. Zeichne mit wenigen Strichen Mann und Frau so, dass in gedachten 5.000 Jahren ein Betrachter Mann und Frau erkennt. OK nicht mit den bekannten Piktogrammen, die kannte vor 5.000 Jahren noch niemand. Gut, diese Aufgabe ist noch lösbar.
Aber, zeichne nun Mann und/oder Frau die denken!
So ein Ideogramm ist nicht leicht.
Entscheidend ist für das Verständnis der Höhlenbilder der Deutungsschlüssel. Gefunden habe ich ihn nicht, aber die Bilder waren dennoch klasse!
Hammerhart war die Fahrt zu der Nswatugi Cave. Regen hatte den Weg fast unpassierbar gemacht. Tiefe Wasserrinnen mitten in der Fahrbahn. Ich glaube zum ersten Mal überhaupt musste ich aussteigen und Felsplatten unter die Räder schieben, damit der Ölwanne ein "Bummmms" (trotz Panzerung) erspart blieb.
Aber es ging alles gut. Und das übliche Abendprocedere lief ab. Kochen und leicht irrsinnige Kinderspiele.
Gegen 22:30 Uhr klopfte es an der Lodge. In der Türe stand ein südafrikanischer Reisgruppenführer aus Österreich. (Österreich ist ein kleines unbedeutendes Land etwa 10 km Luftlinie von mir weg) Er und seine 12 Mitreisenden bräuchten ein Dach über den Kopf? ! Wir natürlich sofort hilfsbereit. Aber die Lage klärte sich für alle glücklich, weil einige Häuschen nicht abgeschlossen waren, andere schnell geöffnet. werden konnten.
Nun Licht nachts ist einfach vorteilhaft.
Teil 705. Okt. 2014
Leider -wie immer- ist die Zeit zu kurz. In 3 Tagen lässt sich weder Matobo richtig ansehen noch und gar Bulawayo. Mein Traum, das Eisenbahnmuseum zu besuchen, blieb unerfüllt.
Morgens um 6 Uhr war Abfahrt.
Tagesziel: war Chinoi über Bulawayo, Gweru, Kwekwe, Kadoma und Chegutu.
Zunächst musste in Bulawayo eingekauft werden. Für 8 Leute ist das immer ein großes Unterfangen. Gleich am Stadtanfang rechts, rechts, rechts und da war der SPAR. Voll sortiert und sehr freundliche und hilfsbereite Mitarbeiter. Wie immer stand ich Wache bei den Jeeps, was zu vielen Kontakten mit den Einheimischen führte. Woher, Wohin, FC Bayern, ja kenne ich.... Mann sind diese Menschen freundlich!
Die Landschaft während der Fahrt war wenig abwechslungsreich. Die Stopps schon eher.
Nebenbei, an die permanenten Roadblocks gewöhnt man sich. In 99% aller Polizeikontrollen wurden wir entweder gleich durchgewunken oder mit ausgesprochener Freundlichkeit nach Führeschein und Fahrzeugpapieren gefragt. Die Kontrollen dauerten im Schnitt keine 5 Minuten, es sei denn mann kam auf den FC Bayern....
Teil 807. Okt. 2014
Jetzt geht`s nach Mana Pools
Halt, am Vortag fuhr ich noch zum Tanken. Beim Plaudern mit dem Tankwart erinnerte ich mich an den noch nicht reparierten Platten. Schnell war der Reifenmonteur zur Stelle, Preis ausgehandelt und, morgen gegen 07:00 Uhr abholen!
Am nächsten Tag war ich zu früh da. Ich nutzte die Zeit bis mein Reifen fertig war für ein paar Morgen-Stadt-Bilder:
Dann ging`s in Richtung Mana Pools weiter. Die Chinoi Caves mussten wir auslassen, da alle unbedingt sofort nach Mana drängten. OK, da muss ich nochmal hin. Gerade in der Früh soll das Licht in der Wassergrotte mystisch sein.
Auf dem Weg ein Besuch in der bekannten Hilltop Pimary School
Gerade Ferien, alles aufgeräumt.
Ein paar Schüler fanden sich doch. Die mitgebrachten Fußballtrikots unseres Heimatvereines passten.
Teil 908. Okt. 2014
Noch ein Bildchen der Reifenreparatur:
Nach Mana Pools:
Schwerverkehr:
Dort muss jeder einchecken:
Das Gefälle in das Zambesi Tal hat es in sich.
Der Ausblick in das Zambesi Tal:
Teil 1011. Okt. 2014
Musste noch schnell eine Bergtour mit Kids machen. Jetzt geht´s weiter:
MANA POOLS
Ein mystischer Ort.
Und Gott sei Dank, sehr abgelegen, komplizierte Buchung, beschränkter Zugang und hoffentlich noch 1000 Hindernisse, um diesen Park zu besuchen! Massentourismus wäre das Ende dieses Paradieses.
Schon die etwa 77 km Zufahrt vom ersten Gate weg ziehen sich. Luft ablassen ist angeraten, da die Gravelroad eine ziemliche Strapaze für Fahrwerk und Lendenwirbel ist.
Es wird immer magischer
Teil 1111. Okt. 2014
Habe ich ganz vergessen!
Beim Einchecken muss man unterschreiben, dass man auf jeglichen Anspruch und alle Regressforderungen verzichtet, alles auf eigene Gefahr macht, alles wieder aus dem Park mitnehmen muss, selbst wenn es die eigenen Überreste sind. Gerüchte, dass man dafür wenigstens entsprechende Müllsäcke bekommt sind falsch und unzutreffend, die muss man auch noch selbst mitbringen!
Ein Hoch auf das Recht zur Selbstgefährdung!
Falls ein Jurist unter den Lesern sein sollte: Ja dieses Recht gibt es. Nur in unserer westlichen Vollkaskoversicherungsgesellschaft ist es so gut wie in Vergessenheit geraten.
Nun der Lagerplatzaufbau
klappte dank der vielen Übung in wenigen Minuten und es kam wie erwartet, die derzeit beste Gattin aller Zeiten rief: Achtung Elefant!
Kaum waren wir angekommen lief ca. 8 Meter von unserem Lager entfernt ein Elefant Richtung Zambezi. Der Zambezi hat ein etwa 3 Meter hohes Steilufer. Ca. 50 Meter von uns entfernt war ein Teil abgebrochen. Zielstrebig steuerte der Elefant darauf zu, stieg hinab und begann zu baden und zu fressen. Kein Zaun, keine Mauer, keine zahme Tiere nein ein "richtiger" Elefant.
Da lief "alles" (soviele waren nicht da) zusammen:
und machten es sich gemütlich
Teil 1211. Okt. 2014
Was mich ein wenig wundert ist, dass keinerlei Drittbeiträge kommen, dabei ist doch das Motto:
"Drinking alone makes silly and sexless!"
Der Elefant badete etwa eine Stunde, kam dann wieder an Land und versteckte sich für einige Minuten unter einem Baum, um die Neuankömmlinge zu begutachten.
Und ging dann wieder.
Teil 1312. Okt. 2014
Aufregung gelegt, der Campingalltag
Unsere Nachbarn
Abendstimmung:
Zum Abendessen gab es Spaghetti mit Burenwurst. Dazu Zambezi Bier oder Wein, natürlich nicht für die Kinder.
Teil 1415. Okt. 2014
Der Tagesablauf in Mana Pools war in etwa immer gleich.
Die Familie beehrte sich etwa gegen 07:00 Uhr aufzustehen (da photographierte ich schon 2 Stunden).
Dann wurde gemütlich das Frühstück zubereitet. Der Vormittag wurde im Camp verbracht. Die Einen lasen, die Anderen photographierten, die Dritten nutzten die Hängematten. Es wurde nie langweilig. Irgend ein Viech tauchte immer auf. Wertvoll gegen die Affen waren unsere Zwillen. Die Affenhorde machte bald einen Bogen um unseren Platz.
Mittags wurde gekocht. Dann Kaffee und dann... Game Drive...
Nun kommen einige Bilder von Mana Pools.
Ein älteres Pärchen aus Österreich baute dieses Zelt auf:
Unser Camp-Elefant kam vorbei und - ungelogen - besah sich das Einmann-Boden-Zelt und, .... schüttelte den Kopf.
"Österreich" bevorzugte dann das Schlafen im Jeep. Ach ja, sie hatten weder Essen noch Trinken dabei. Und das Restaurant war ja zu (gibt keins). Ein paar Südafrikaner luden sie dann ein.
Wir hatten auch BBC gebucht. BBC ist nochmals eine Steigerung. Man ist völlig alleine. Es gibt bis auf die gemauerte Feuerstelle und ein Plumpsklo nichts, nichts außer Natur. Und davon ungemein viel!
BBC ist links, der kleine rote Wurmfortsatz.
Teil 1515. Okt. 2014
Von BBC später.
Nach dem Game Drive hat man leider die Last, das Dachzelt wieder aufzubauen. Dann wird gekocht und das Erlebte besprochen, bei Wein, Kindern und 999 Kinderwitzen.
Ab und zu kommen auch andere Passanten vorbei als Hippos:
Diese Touren kann man je nach belieben ausdehen
Für Romantiker:
Daran kann man sich gewöhnen ?
Ich habe nicht sehr viel geschlafen. Nein, die Dachzelte sind komfortabel, die Matratzen weich und die Schlafsäcke warm (es wird geradezu kalt in der Nacht!). Ursache war die unbeschreibliche Geräuschkulisse. Hörten die Hippos mal auf sich ihre Anwesenheit und Position durch entsprechendes Gegrunze mitzuteilen starteten sofort drei Löwenrudel ihr territoriales Abgrenzungsgebrüll. Waren die endlich still begannen die Hyänen, dann Ruhe, nein, irgend ein Affe brachte sich gerade vor einem Leopard in Sicherheit, natürlich laut kreischend. Das ging die ganze Nacht durch und ist so spannend, dass man kaum Schlaf findet. Es sei denn, wie die Kinder, man nimmt Ohropax. Übrigens der runde Berg, der gerade in Höhe des Dachzeltes vorbei schwebt ist unser Camp-Elefant, der 3 Meter entfernt in aller Ruhe und absolut leise Nachtwache schiebt.
Teil 1616. Okt. 2014
Mana Pools, ein mystischer Ort. Warum?
Ok, ich habe von Kunst und Kultur keine Ahnung und bin auch ansonsten Grobmotoriker.
Aaaaber aus einer Dokumentation über Leonhardt den Sieger oder grob übersetzt Leonardo da Vinci habe ich entommen, dass er der erste Künstler war, der entfernte Berge bläulich malte. Weil?.. wie unter Wasser, die restlichen Farben durch das Medium, welches das Licht durchdringen muss, herausgefilter werden.
Genau das kann man in Mana Pools erleben. Diese riesigen alten Bäume, unter denen selbst Elefanten wie Spielzeug aussehen, erlauben unter der Blätterkrone einen für unser Fichtenmonokulturen gewöhntes Auge unglaublichen Weitblick. So weit, dass alles Entfernte bläulich erscheint. Unfassbar für unser Sehgewohnheiten. Mystisch oder magisch oder, wie auch immer...
Nur zum Lust machen
Teil 1717. Okt. 2014
Ein paar blaue Bilder:
Ich glaube man kann das Tiefenblau gut erkennen. Das war für mich surreal.
Teil 1817. Okt. 2014
Jetzt kommen erst noch ein paar Bildchen von Game Drives bzw Besuchern im Camp:
Niemand wollte mehr abspühlen gehen.....
Teil 1917. Okt. 2014
Nun ein paar Eindrücke von BBC:
Unser Führer ganz rechts im Bild
Geht voraus:
Der "Campingplatz". Leider besetzt.
Als wir dorthin kamen standen in Worten sechzehn Elefanten unter dem Hauptschattenspender. Der Baum trug Früchte, auf die die Elefanten offensichtlich ganz scharf waren.
Sie zeigten auch, dass ihnen die Störung durch uns sehr ungelegen kam!
Auch Mammas sind unterwegs
Im Gras sind noch mehr. Insgesamt zählten wir über 60 Elefanten
Auch auf dem Zambia-Ufer nichts als Elefanten:
Das Plumps-Klo
Teil 2017. Okt. 2014
Weitere Bilder von BBC.
Einige Elefanten waren recht missmutig wegen uns. Zunächst versuchte ein kleiner Bulle uns zu vertreiben.
Das klappte nicht. Beleidigt ging er zu einem großen Bullen und klagte sein Leid.
Aber auch diesem gelang es nicht uns einzuschüchtern
Da klopft einem das Herz!
Teil 2118. Okt. 2014
Noch ein paar Bilder von BBC
Teil 2219. Okt. 2014
Eine Photoserie:
Die kleine Familie vergügte sich an dem Baum. Wir mussten dann schnell die Flucht ergreifen, denn diese Familienwonne passte einem älteren Bullen nicht, der griff dann regelrecht den Familienpapa an.
Noch ein wenig BBC
Teil 2319. Okt. 2014
Von BBC gibts noch einige Bilder. Aber für heute genug.
Zur romantischen Tagesneige:
Teil 2420. Okt. 2014
Ja selbst beinahe eine Woche in Mana Pools geht einmal zu Ende. Ein paar letzte Bilder.
Leider oder mancher wird sagen Gott sei Dank kann ich keine Videos hochladen, sonst hätte die Bilderflut kein Ende:
Noch BBC
Noch ein paar Viecher:
Nächtliche Besucher:
Unser Guide Peterson. Die Kalaschnikow funktionierte! Kann sich unsere BW eine Scheibe abschneiden....
Sanitäreinrichtung:
Ja leider Tüschss
Teil 2520. Okt. 2014
Habe noch ein paar Lieblingsfotos vergessen:
Da gehts jetzt hin
Und die Romantik nimmt kein Ende......
Drinking alone ........
Teil 2622. Okt. 2014
Schwer war der Abschied von Mana. Die Strecke nach Kariba ist natürlich geteert und war schnell zurückgelegt.
Kariba ist eine sehr weitflächige Ortschaft ohne konkretem Ortskern. Hier die GPS Aufzeichnung unserer Unterkunftssuche:
Dass wir nach wie vor im "wilden" Afrika waren stellten wir fest, als mitten auf einer großen Straßenkreuzung ein gewaltiger Elefantenbulle stand und die Verkehrslage checkte.
Uns sagte die Lomagundi Lodge direkt am See zu. Pool für die Kinder. Werkstatt für einen defekten Reifen. Bar für Pappi und Restaurant für alle.
Dieses Schild sollte man ernst nehmen!
Schon beim Abendessen
kamen ein paar Hippos aus dem Wasser. Eine unwirkliche Szene. Man sitzt in einem Restaurant und nebenan grasen Hippos. Als wir zurück zu den Chalets gingen hatte keiner eine Taschenlampe dabei. So rannten wir beinahe in ein Hippo. Vorsichtshalber wurde dann ein Umweg eingeschlagen.
Interessiert sich jemand für Bilder der Kariba See Überfahrt mit der Fähre?
Oder solls gleich nach Hwange gehen ?
Teil 2722. Okt. 2014
Dann los:
Die Kariba Fähre war der Dreh- und Angelpunkt der ganzen Reise. Aufgrund des fixen Fahrplanes musste der Trip vorher genau getimt werden. Auch sollte nichts schief gehen, um die Fähre nicht zu verpassen. Die Alternative -Straße&Kilometerfressen- war nicht erbaulich. Aber es klappte alles.
Wir waren mehr als pünktlich am Anleger. Ein wenig shoppen war auch noch drin (es gibt einen kleinen aber feinen Supermarkt 80 m vom Anleger entfernt). Die Fähre war, zumindest was Fahrzeuge angeht ausgebucht. Reine Fußgänger hätten noch Platz gehabt. Ein paar Fahrradler waren auch dabei, natürlich Deutsche.
Unter Deck geht es an lichter Höhe eng zu. Die Dachzelte mussten runter. Macht die Crew, sehr erfahren und zuverlässig.
Das einzige worauf man aufpassen muss, sind die Muttern. Nein nicht die "Mutter", die hat auch Kanten und Ecken, sondern die 13èr selbstsichernden Muttern der Dachzeltbefestigung. Geht überraschend schnell.
Dann hoch die Rampe bei bester Einweisung und rückwärts einparken auf den cm genau.
Teil 2822. Okt. 2014
Die Fähre selbst ist zwar sicherlich nicht neu aber gut in Schuss. Es funktioniert alles. Aus Mana kommend freut man sich über eine super saubere Dusche. Zum WC nur soviel, Töchterchen kam freudestrahlend und rief "Mamma, Mamma auf dem K... gibts K...papier" Wie schön. Gemeint ist: Alles auch das WC einwandfrei!
Der Service freundlich und zuvorkommend.
Das Essen wirlich gut!
Äh! Entschuldigung
Karpenta als Snack
Das Frühstück.
Es gibt Vollpension. Zusätzlich Kaffee & Kuchen. Wein -sehr gut- 8 $ was will man mehr. Und natürlich
Es wurde eine sehr anstrengende Bootsfahrt.
Hinsetzen, Füße auf die Reling, das schwere Weinglas an den Mund stemmen und noch selbst schlucken. Dann noch essen ohne selbst abzuspühlen. Stress pur.
Nebenbei muss man noch schauen.
Das Ufer zieht vorbei mit
Viechern:
Oder Luxuslodges:
Teil 2923. Okt. 2014
Die Überfahrt dauert von 09:00 Uhr bis 07:00 Uhr am nächsten Tag. Pünktlich zur Sekunde.
Karpentafischer
Vorderdeck
Tatsächlich hält die Fähre am späten Nachmittag, um den Gästen ein erfrischendes Bad zu ermöglichen. Es überlebten alle. Bilder wurden von Mamma zensiert.
Die Nacht bricht herein. Für Romantiker...
Bei der Arbeit
Gemein gell?
Dann Nachtruhe
Teil 3023. Okt. 2014
Ja auch dort geht die Sonne wieder auf:
Der "Chef"-Fährmann
Die Zelte mussten wieder aufs Fahrzeug
Und die weitere Route: Hwange
Teil 3123. Okt. 2014
Weiter gehts von Milbizi nach Hwange Town. Wir müssen unsere Vorräte aufstocken.
Die Fahrt von Milbizi beginnt erst einmal mit zahlen!
Gleich nach dem Verlassen der Fähre wird abkassiert, weil man durch ein Naturschutzgebiet fährt. Davon haben wir zwar nichts mitbekommen, aber OK.
Der Regler hängt. Kleinere Reparaturen werden am Straßenrand ausgeführt, während die Damen shoppen ist mir halt langweilig:
Wenn man gegen 07:00 Uhr in Milbizi ankommen kann man gemütlich nach Hwange Town fahren, um dort in einem sehr gut bestückten Supermarkt einzukaufen. Wir hatten ein paar Tage Hwange NP vor uns und Vorräte für 8 Personen mögen bedacht sein. Insbesondere ist die "Flüssigkeitszufuhr" wichtig.
Der Supermarkt direkt an der z.Zt in Reparatur befindlichen Hauptstraße. Hier hatte ich den einzigen Zusammenprall mit der Polizei!? Dazu später, wenns überhaupt jemanden interessiert.
Man beachte die kleine Maus. Die war ein Top Nerven Terrorist......
Wie üblich war ich als "Wache" eingeteilt. Entlastet von der Bürde, die richtigen Lebensmittel herauszusuchen, konnte ich meine Mitmenschen beobachten. Mit tiefer Freude erfüllte mich die Kleine, sie nervte ihre Mamma so lange und intensiv kreischend, bis die liebe Mamma alle Wünsche erfüllt hatte. Ich hätte der kleinen Dame sowieso nichts abschlagen können.
Teil 3224. Okt. 2014
Hwange heißt Kohle. Viel Kohle. Nur nicht für die Einheimischen. Als wir dort
unser Fastfood aus dem Supermarkt vertilgten kamen wir ins Gespräch mit zwei LKW Fahrern. Sie baten uns, die fast leer ge"fressenen" Pappschachteln nicht wegzuschmeißen, sie hätten Hunger.
Jetzt gehts nach Hwange NP:
Sinamatella, ein klangvoller Name und die Aussicht!
Ja bessere Zeiten gab es auch
Aaber, wie immer, die Menschen, diese Menschen, die Verkörperung von Freundlichkeit.
(Diesmal ohne Witz)
Unser Ziel Kapula Camp gleich hinter Masuma Dam, kennt jeder.....
Teil 3324. Okt. 2014
Damit es nicht langweilig wird:
Masuma Dam Panorama:
Teil 3424. Okt. 2014
Der einzige "Zusammenprall" mit der lieben Polizei hätte genau so überall auf der Welt geschehen können.
Auf der Vorseite (Nr.10) ist ein Bild vom OK Markt in Hwange. Ein LKW läd gerade Erde ab. Gerade noch sind vor dem LKW die zwei Jeeps erkennbar. Die Jeeps waren am linken Fahrbahnrand als erste KFZ in einer längeren Schlange - dort zugegeben eigentlich unzulässig - parkender Fahrzeuge abgestellt. Wegen der Baumaßnahmen schien das Parken dort allgemein so üblich.
Nun ca. 2 Stunden interessierte es niemanden. Fahrzeuge kamen und gingen. Dann kamen die ersten Crewmitglieder mit 3 Einkaufswagen über die Baustelle geholpert. Der Inhalt von 3 vollen Einkaufswagen musste verstaut werden. OK, Canopyklappe auf -immer nur eine wegen der Sicherheit- und verladen und verstauen.... Die restlichen Crewmitglieder holten schon d ie nächsten Einkaufswagen.
Genau zu diesem Zeitpunkt hielt ein Privatauto besetzt mit 4 Polizisten. Der Fahrer wies mich barsch an wegzufahren. OK sagte ich, ich muss noch den Einkauf verstauen und fahre dann sofort los. Nein, sagte der Polizist, ich müsse "gleich" losfahren. Ok, aber ich müsse erst einladen. Nein, ich müsse "gleich" losfahren. Das wiederholte sich ein paar mal.
Nun intellektuelle Negativbeispiele ihres Berufsstandes gibt es überall. Der hier war ein noch dazu besonders starrsinniges Exemplar. Ja, mache ich "mein Freund" ich fahre gleich, dann passen Deine Kollegen auf den Einkauf auf und wir gehen zu deinem Chef. Ob ihn das einschüchterte oder ob ihn die Hinweise seiner 3 offensichtlich weit verständigeren Kollegen letztlich einsehen ließ, dass augenblickliches Wegfahren nicht möglicht ist, weiß ich nicht.
Nur er fuhr dann wortlos davon.
Ja, das war der einzige auch nur etwas negative Kontakt mit der ZIM Polizei. Ansonsten trotz gefühlter 30 Kontrollen, nichts absolut nichts negatives zu berichten.
In BOTS hatten wir noch ein "Erlebnis" eine offensichtliche Touri Speeding Falle. Ich muss mal schauen, erinnerlich habe ich die GPS Position markiert.
(PS.: An Topobär: fahre 72er GUZZI)
Teil 3524. Okt. 2014
Nachdem ich mich trotz GPS verfahren hatte fanden wir Kapula Camp doch noch. Was für ein Luxus!
Das Camp
besteht aus erinnerlich 3 - 4 Wohnzelten:
Mit einem Panoramaaufenthaltszelt:
Die Aussicht:
Die Feuerstelle samt Küchenzelt
Unser Wohnzelt:
Das Camp ist durch einen Elektrozaun gegen Elefanten geschützt, d.h. Drähte in ca. 1,5 m Höhe.
Alle kleineren Viecher inkl. Löwen können ungehindert eintreten.
Einige Elefanten versuchten es auch und quittierten den Versuch mit einem hörbaren "Uffff"
Diese Camp ist m.E. ohne Werbung machen zu wollen, voll empfehlenswert; so kann man sich die Zukunft Hwanges gut vorstellen.
Teil 3627. Okt. 2014
Das einzige wirkliche Problem mit meinen Kids sind die lange Fahrtstrecken. Es müssen alle Register gezogen werden, um die Langeweile zu bekämpfen.
Aus dem Repertoire:
IPad, die elektronische Großmutter. Ratespiele, Fotoaufgaben, filmen, Witze erzählen oder man glaubt es kaum, Kanon singen, je doofer desto witziger.
Wirklich motivieren muss ich die Kinder für einen Afrika Urlaub nicht. Die Alternative wäre eine MTB Tour in Südtirol. Das mögen sie noch weniger. Dazu kommt, dass in Kapstadt 3 Hunde auf sie warten. Das schlägt alles. Ganz einfach wird es, wenn andere "Junge" wie Nichten und Neffen dabei sind. Dann sind wir "Alten" abgeschrieben, d.h. wir haben Ruhe.
Kinder machen auch vieles einfacher.
Steigen sie aus dem Auto aus, ist praktisch jedes Eis geschmolzen. Die Himba Damen letztes Jahr waren ganz verrückt nach den Zwillingen.
Für mich ist das Aufbauen der Dachzelte eine Verrenkung, für die Kids ein Spiel.
Auch als Wachhunde sind sie gut zu gebrauchen!
In Francistown wollte doch glatt ein Diebestrio in meinen Jeep einbrechen!
Ich parkte den Jeep am Fahrbahnrand gleich hinter der großen Tankstelle im Zentrum vor dem Supermarkt. Das Beifahrerfenster ließ ich ca. 4 cm offen, um den Kindern Luft zu geben. Die mochten einfach nicht mit einkaufen, da sie ihre Partie Schach noch zu Ende spielen wollten. [Schach?!, ist mir zu komliziert, ich spiele lieber (mit) Damen]. Die sonstigen Fenster waren zu, die Türen verriegelt. Ich hielt wie üblich auf dem Füßgängerweg ca. 4m vom Auto entfernt "Wache". Von außen waren die Kinder nicht zu sehen, da sie über dem Schachbrett gebeugt im Fond verschwanden.
Da näherte sich ein Einheimischer, an seiner Seite eine sog. Augen-"weide", ca. 25 Jahre mit einem blauen Sommerkleidchen der Marke "So gut wie nichts".
Nun, der Einheimische wollte mir etwas verkaufen, eine Miniaturkanone aus Bronze !?! Was soll ich damit. Ich wollte keine Miniaturkanone aus Bronze! Ich sollte mir die Miniaturkanone aus Bronze wenigstens ansehen! Ich will aber keine Miniaturkanone aus Bronze!
Er wollte mir unbedingt ein Bild der Miniaturkanone aus Bronze auf seinem Handy zeigen. Und, da das Display spiegelte drehte er mich langsam vom Auto weg. Ich raffte das Spielchen schlicht nicht so schnell. Da rief eine der Marktverkäuferinnen "Ein Dieb" Ich drehte mich zu ihr um, sie zeigte in Richtung Auto, und, da war nichts außergewöhnliches. Die Verkäuferin immer wieder: Das ist ein Dieb, und der Einheimische samt Diebesgattin waren auch weg.
Sofort zum Wagen. Nichts passiert. Die Erklärung:
Luci hatte einen Schatten kommen sehen, den dritten Mann des Diebestrios. Dieser war gerade im Begriff durch den 4 cm Spalt die Türe zu öffnen, als Lucia, einem braven Wachhund gleich, von hinten nach vorne schoss und den Dieb, der offensichtlich nicht mit Personen im Auto gerechnet hatte, erfolgreich abschreckte.
Ein Hoch auf Luci.
Teil 3727. Okt. 2014
Jetzt geht es mit ein paar Bildern von Hwange, der Tierwelt, weiter:
Von Masuma Dam aus:
Masuma Dam ist eine Picnicsite mit ca 50m Durchmesser, umzäunt. Dort kann man zelten. Die Site liegt etwas überhöht zur großen, seeartigen Wasserstelle. Diese ist mit eine Hippogruppe bevölkert, nebenbei einige Krokotaschen (der Henkel fehlt).
Hauptanwesender des Aussichtshäuschens war ein Profifotograf mit einem 600 Tele. Der saß von früh bis spät mit seinem "Rohr" und fotografierte gähnende Hippos.
Aber nein ich mache mich nicht Lustig über ihn!
Der machte klasse Aufnahmen und er hatte einen Riecher. Gleich am nächsten Tag führte er uns zu einem Löwenrudel 0,5m neben der Straße 500m vom Camp. Toll und nochals Danke!
Weiter geht es Richtung Shumba:
Die gab es zu haufe:
Die auch:
Teil 3827. Okt. 2014
Weiter Richtung Shumba
Shumba liegt ganz unten am Rand der GPS Aufzeichnung. Der weiterführende rechte Ast ist ein Sondertrip, den mir der Attendant von Shumba ermöglichte.
Kleine Wasserstelle auf dem Weg nach Shumba
Mamma mit Mitbewohnern
Sohn/Tochter mit Mitbewohnern
Weitere Passanten:
Shumba:
Die Jagdmethode dieses Hammerheads (?) ist beeindruckend. Er fliegt im Zeitlupentempo knapp über dem Wasser, die Flügel weit gespreizt, um so kleine Fischchen/Frösche zu entdecken.
Shumba ist ebenfalls wie Masuma Dam eine künstliche seeartige Wasserstelle mit etwas abseits gelegener Caming Site. Den Attendant dort lernte ich zufällig kennen.
Tshompani ?
Nach dem üblichen early morning game drive hatte niemand mehr Lust einen nachmittags drive zu unternehmen. Alle wollten nur relaxen.
Nur Papa nicht. Der nutzte die Gelegenheit ohne üblichem Gequake, Papa mach, Papa tu, Papa wo ist...,
alleine los zu fahren, um die die grünen Hügel Afrikas zu erforschen und ev. Sofia Loren zu treffen!?
Na ja, den Attendant von Shumba traf ich und der zeigte mir Tshompani
Teil 3929. Okt. 2014
Nun, Tshompani Pans stand auf meiner Liste.
Die restliche Crew, immerhin 7 Leute, waren müde und wollten relaxen.
Also los, nochmal nach Shumba, von dort aus ging eine Abzweigung
von der Hauptstraße nach Tshompani.
Das ist der rechte Teil der roten Route.
Als wir das erste Mal nach Shumba kamen war dort niemand, oder es zeigte sich angesichts der Menschenmassen, immerhin 8 Leute, niemand.
Als ich am bereits späten Nachmittag dort langsam am Camp vorbei fuhr sprang ein junger Mann aus dem Busch vor mein Auto.
Er fragte ein wenig unsicher was ich hier wolle. Ich,: " Ist der Pad nach Tshompani befahrbar??"
Die von mir eingeschlagene Abzweigung war ein wenig eingewachsen und vom Winde verweht, deswegen meine Frage.
Er: "Doch, aber für Touristen derzeit gesperrt."
Ich: " Na ja, aber wie ist die Piste, ich will Fotos machen und Viecher sehen...."
Er: "Na ja, er habe gerade eine Anfrage vom Hauptquartier bekommen, ob er im Bereich Tshompani gemeldete Buschfeuer erkennen könne"
Ich: "Nun das passt ja, wir könnten doch mal in diese Richtung fahren."
Gesagt getan. Wir fuhren nach Tshompani.
Wow, das wurde mein persönliches Abenteuer. Leider gibt es situationsbedingt nur wenige Bilder davon. Ich hatte einfach zuviel Angst. Mehrfach griff ich zu meiner unter dem Sitz liegenden Axt und prüfte, ob sie auch gut geschliffen war...
Weiter in den nächsten Tagen.
Teil 4005. Nov. 2014
Tshopmani...
Na ja, wenn der junge Attendant nicht gewesen wäre, ich hätte mich nicht getraut, diese Tour alleine zu fahren.
1. Es war schon sehr spät am Nachmittag.
2. Ich war alleine.
3. Zimbabwe ist doch ein wenig abgelegen; das Handy funktioniert dort nicht
Aber: Es wird schon gut gehen.
Also, der junge Mann stieg in mein Auto und zeigte mir den Weg. Der offizielle Fahrweg war, bis auf ein paar von Elefanten umgebrochene Bäume, kein Problem. Aber als er dann nach rechts wies...., da war nichts, kein Weg, keine Spur, nichts!
Seine Erklärung: Da ist der Zugang verboten. Er war zuletzt 6 Monate dort in einer Hütte -die er mir zeigen will- stationiert, alleine. Ich fühlte mich auch: alleine!
Mir war nicht ganz wohl bei der Sache. Was dann kam war für einen allenfalls Deutschland 4x4 Erfahrenen (= 0 Erfahrung) der Hammer. Da war wirklich kein Weg. Ich musste teilweise den Busch mit dem Ölwannenpanzer niederwalzen. Wow, die Spuren im Lack.
Aber er fand seine Hütte.
Wir würden sagen, ein Gartenhäuschen aus dem Supermarkt, aus Blech, ca. 2x3m, zum Unterstellen des Rasenmähers.
Ok, da hast Du 6 Monate gewohnt? Ja, gehört zur Ausbildung.
Der Rückweg war nicht besser. Auf einem Damm, bloß nicht abrutschen. Ein paar verschreckte Elefanten. Da soll`s weitergehen? Ja, fahr nur. Ich erkenne keinen Weg. Ok, hier findet dich niemand mehr. Aber ich habe noch meine AXT....
Nein, Nix, überhaupt nichts. Absolut zuverlässig lotste er mich um jeden Busch und Baum zurück zum Hauptpad nach Shumba.
Das einzige Bild von meinem Lotsen
In Shumba bedankte ich mich sehr für den Trip. Am nächsten Tag brachte ich ihm extra noch Lebensmittel und Kleidung vorbei. Er war leider nicht da.
Teil 4106. Nov. 2014
Tshompani GPS Aufzeichnung:
Aber jetzt ein paar Bildchen von Löwen, die uns der Profifotograf zeigte, die Löwen!
Die Bilder schossen wir selber.
Dann wurde es Nacht.
Teil 4210. Nov. 2014
Viecher gab es in Hwange genügend:
Aber irgendwann wurde es Zeit aufzubrechen. Nächstes Ziel und eine weitere Stufe zurück in die Zivilisation:
Vic Falls.
Der Weg dorthin, durch Kohle.
Vic Falls war schon vor 20 Jahren ein Touristen Highlight. Damals hatte ich stets das Gefühl, ein wenig in Gefahr zu sein. Überall wurde man doch etwas aufdringlich angemacht. Heute sorgt eine Touristenpolizei für ein durchweg angenehmen Aufenthalt. Allenfalls am Zaun des Parkplatzes zum NP waren ein paar fliegende Händler.
Wir sind zunächst zum Pizzaladen, dann Großeinkauf (ein super Supermarkt). Dort "Wache" zu stehen war überflüssig. Es waren genügend security men da. Aber man kam gut ins Gespräch mit den Leuten. Ob groß ob klein, jeder fragte woher, wohin ach ja Deutschland, FC Bayern...
Teil 4310. Nov. 2014
Eindrücke aus dem Pizza-Restaurant
Der brauchte einen grooooßen Parkplatz vor dem Supermarkt:
Die Dame mißtraute mir.
Die Innenstadt
Teil 4410. Nov. 2014
Na ja zu den Fällen muss man auch noch....
Teil 4511. Nov. 2014
Noch ein paar Fälle:
Untergekommen waren wir in der Lokuthula Lodge. Ein wenig Luxus muss ja auch mal sein...
Gäste:
Für alle Nörgler am neuen Tamron 150 - 600: Selbst die Zecken kann man erkennen. Natürlich nicht am Web-Bildchen.
Meine beachtlichen Kochkünste meidend beschloss die Mehrheit zum Dinner in das Hauptrestaurant zu gehen.
Mit Gästen:
Gesang:
Essen. Ok die haben ja auch eine richtige Küche...
Teil 4611. Nov. 2014
Am nächsten Tag noch ein wenig "birding"
Eine Touristenattraktion vom Haupthaus aus.
Dann zog die Karawane
weiter Richtung Botswana / Chobe
Teil 4714. Nov. 2014
Der Grenzübertritt ZIM / BOTS ging sehr schnell. Wir hatten an das Wiedereinreisevisum gedacht.
Dann zunächst einkaufen und tanken, denn wir wollten nur eine Nacht in der Chobelodge campieren, um am nächsten Morgen sofort an der Waterfront entlang Richtung Savuti zu fahren.
Der Campingplatz der Chobe Lodge ist etwas abgelegen, etwa wie ein Hinterhof. Aussicht keine, d.h. keine Einladung zum Verweilen. Aber wir waren schon mal dort und wollten nur einen Bootstrip machen.
Auf dem Wasser ging es zu wie in Disneyworld. So eine Unmenge von Booten. Angefangen vom kleinen Alu-8Sitzer bis hin zum Flugzeugträger-Kat, gebaut aus zwei Pipelineröhren. Es wimmelte nur so von Booten.
Na ja Viecher gab es trotzdem genung.
Teil 4814. Nov. 2014
Weiter geht die Bilderflut:
Tamron 150 - 600.....
Alles Nikonfans mit 600ern. Sie konnte mit der Festbrennweite genau die linke obere Wimper am rechten Auge fotografieren. Da fuhr ich mit meinem 150 - 600 Tamron ganz gut....
Teil 4917. Nov. 2014
Ja jede Reise geht einmal zu Ende.
Die Rückfahrt nach Johannesburg ging über Savuti, Xakanaxa, Maun, Rhino Trust, Martins Drift.
Die Strecke vom Chobe nach Savuti
verläuft zunächst auf einem Teer Highway. An dessen Ende ist es angeraten den Reifendruck herabzusetzen. Die dann folgende Sandpiste hat es in sich, sie ist tief und holperig. Ich würde sagen, hier kommt der HILUX fast an seine Grenzen. Der Landcruiser ist hier die eindeutig bessere Wahl, aber auch mit dem HILUX ist es zu schaffen.
Und wieder Viecher, von der Holperstrecke habe ich leider nur Videos.
Savuti ist natürlich für nur eine Nacht zu schade.
Unser Campinplatz war ein wenig abgelegen, dennoch schön. Der Nachteil von Savuti ist der fast staubartige schwarze Sand. Bald sind nicht nur die Füße rabenschwarz.
Der Weg zu den Sanitäranlagen ist für die Kinder alleine nicht zu verantworten, obgleich die Bunkeranlage gegen Elefanten unübersehbar leicht zu finden ist.
Der einzige Verlust während der ganzen Reise war mein Leatherman.
10 Jahre begleitete das feine kleine Werkzeug jede meiner Reisen. Als typisch deutscher Homeworker nutzte ich es sehr häufig, um insbesondere lose Klodeckel in Hotelzimmern oder Mobilhomes zu reparieren, oder den Elektrofensterheber am Mietauto oder .... Das kleine Werkzeug muss abends irgendwann bei der Essensvorbereitung in den Sand gefallen sein, und weg war es.
Ich wünsche dem Finder alles Gute. Das Ding ist einfach klasse.
Heul....
Teil 5022. Apr. 2015
Hi,
habe gerade festgestellt, dass mein Bericht unvollständig ist. Das ENDE fehlt. Zugleich musste ich feststellen, dass die Kompression den Bildern teilweise stark geschadet hat. Deswegen hier ein paar meiner liebsten Bilder auf neue Weise komprimiert und so hoffentlich schöner und, falls ich dazu komme, das Ende des Reiseberichtes. BBC Panorama