Nachdem ich seit nun mehr 3 Jahren in diesem Forum eine stille Mitleserin der Reisebericht bin, möchte ich zum ersten Mal meinen eigenen Bericht verfassen. Ich hoffe, es gibt Interessenten! Zu unserer Vorgeschichte: 2011 waren wir zum ersten mal in Afrika (Namibia) - Lodge-Hopping. Die übliche Anfängerroute mit Waterberg, Etoscha, Vingerklipp, Swakopmund, Sossusvlei und zurück nach Windhoek. Diese Reise hat uns extrem gut gefallen! 2012 waren dann doch wieder in Südfrankreich und 13 haben wir eine Rundreise durch Portugal und Spanien (Extremadura!!) gemacht - kann man auch jedem (v.a. Foto-Begeisterten) empfehlen. Namibia hat uns aber nie losgelassen und so sind wir 2014 für 16 Tage in den Osten Südafrikas (v.a. KwaZulu Natal) inkl. Swaziland gereist. Wir, das sind mein Mann (Hobby-Fotograf und immer in Sorge, dass seine Ausrüstung zu schwer ist 🙂 ), unsere Tochter (z. Zt. 18 Jahre alt und musste lange überlegen, ob sie dieses Jahr mit nach S-Afrika kommt-eigentlich ist es ja voll uncool mit den Eltern zu fahren - die Neugierde auf dieses Land hat aber überwiegt 🙂 ) und ich, für alle Tiere zu haben und ansonsten sehr reisefreudig (man muss dazu sagen, dass mein Mann und ich beruflich ausschließlich und im Allgemeinen mit 4-Beinern zu tun haben). So, nachdem ich uns jetzt etwas vorgestellt habe, folgt unsere Reiseroute. Ich möchte sie mit gaaaaanz vielen Fotos spicken, bitte euch aber, das Copyright zu beachten!!!! Mein Mann schickt zum Teil Fotos zu Wettbewerben und würde es ziemlich doof finden, wenn seine Bilder schon überall im Netz zu sehen sind. Kann man das so machen? Oder hat jemand einen Tipp, wie man das rechtlich absichern kann!?
Teil 221. Juli 2014
Liebe Nane42, schön, dass ich dich neugierig gemacht habe - heute nachmittag geht´s los 🙂
Teil 321. Juli 2014
Hier schon mal unsere Reiseroute:
20. -21.6.14 Touraco Guest House Pretoria
21. – 24.6.14 Chestnut Country Lodge Kiepersol, Hazyview
24. – 26.6.14 Trees Too B&B Komatiepoort
26. – 27.6.14 Mkhaya Game Reserve Mkhaya Swaziland
29.6. – 1.7.14 St. Lucia Wetlands Guesthouse St. Lucia
1.7. – 3.7.14 The Saffron House Salt Rock
3.7. – 5.7.14 Montusi Mountain Lodge Royal Natal NP
Teil 421. Juli 2014
Ich versuch´s noch mal mit einem Bild, haz eben nicht geklappt 🙁
Teil 521. Juli 2014
Mann, das ist ja toll, da sind ja doch noch ein paar Mitfahrer aufgesprungen 🙂 Da muss ich mir ja ganz doll Mühe geben bei meinem ersten Reisebericht; hoffentlich enttäusche ich euch nicht 🤢 Viel Spaß jedenfalls beim Lesen!
Am 19.6. ging es endlich los. Glücklicherweise ging unsere Gepäckkontrolle in Düsseldorf ohne Besonderheiten von statten (die Sprengstoffkontrolle der Fotoausrüstung kannten wir ja schon) und auch mit dem Übergewicht unseres Handgepäcks konnte die Fluggesellschaft (Etihad) scheinbar leben. Die Maschine nach Abu Dhabi war nicht ausgebucht und nach dem „Boarding complete“ der Stewardess, ging ein großes Gerangel um freie Sitzplatzreihen los. Wir hatten so etwas noch nie erlebt, und bis wir kapiert hatten, was da geschah, waren die besten Plätz weg. Immerhin konnten wir noch eine 3er Reihe mit größerer Beinfreiheit ergattern (so eine „Babyreihe“). Da es sich aber um einen Tagflug handelte, fanden wir das nicht so schlimm. Die Filmauswahl, Getränke und Essen waren prima (Etihad eben 🙂 ) und die 7 Stunden bis Abu Dhabi gingen ganz gut rum. In Abu Dhabi selber ging es recht chaotisch zu: Vom Flieger in den Bus, eine gefühlte Ewigkeit über das ganze Flughafenarreal kutschiert (alles nur Baustelle-da könnte Berlin bestimmt auch schon den Flugbetrieb aufnehmen), dann mind. 3 km zu Fuß zurückgelegt, um das richtige Terminal zu finden.
Halle Flughafen Abu Dhabi
Es herrschte eine enorme Hektik und Geräuschkulisse, verschiedenste Sprachen versuchten sich zu übertönen, unterschiedlichste Rassen und Hautfarben wuselten durch die Halle. Gespickt wurde das ganze von einem merkwürdigen Geruch (Desinfektionsmittel?) und den unterschiedlichsten Kleidungsstilen. Burkas, Saris, arabische, weiße Gewänder (waren das alles Scheichs???) trafen auf kurze Hosen, Tops und Turnschuhe. Der weibliche Teil unserer Familie kriegte die Augen nicht mehr zu und wollte überall stehen bleiben und gucken, der männliche war etwas genervt (der Fotorucksack war verdammt schwer 🙄 ) und wollte nur endlich am richtigen Terminal ankommen.
der besagte Fotorucksack mit ordentlich Übergewicht
Mit 1 Stunde Verspätung startete das Boarding zum Nachtflug nach Jo-Burg. Diesmal waren auch wir nach dem „boarding complete“ schnell genug und hatten anschließend Platz, um wirklich richtig zu schlafen!!! Davor hatte es mir nach dem Nachtflug von Air Berlin nach Windhoek am meisten gegraut – aber so war das echt auszuhalten! Morgens um 4.25 sind wir einigermaßen ausgeruht in Jo-Burg gelandet, bekamen unsere Koffer recht zügig, zogen Geld am Geldautomaten der Netbank und machten uns auf zur Avis, um unser Auto abzuholen. Die Damen dort waren etwas mürrisch (lag´s an der Uhrzeit?), keiner begleitete uns zum Fahrzeug (Toyota Corolla 2x4), um eine Abnahme durchzuführen, so machten wir erst mal von kleineren Kratzern und Dellen ein paar Fotos mit dem Handy (wir hatten schon mal Pech mit so was) und nachdem wir etliche Male die Scheiben gewischt hatten, begaben wir uns auf die R21 Richtung Pretoria.
unser 😁 Auto
Teil 621. Juli 2014
Auf nach Pretoria: Da wir, wie immer, ohne Navi und wirklich funktionierendem Smartphone (wir haben auf eine Südafrika-SIM-Karte verzichtet, da wir auf den Lodges bis auf Swaziland immer kostenlos WLAN haben und somit dann mit den Lieben daheim (unsere Hundesitter) Kontakt per Whatsapp haben können – und ansonsten ganz froh sind, mal keine emails etc. zu bekommen) unterwegs sind, sind wir auf die Wegbeschreibung und für Pretoria auch nur auf den Road Atlas South Africa (später haben wir die Map Studio Karten KwaZulu-Natal und Mpumalanga, Kruger NP & Panorama Route) unseres Reiseunternehmens (das ich nur empfehlen kann) angewiesen. Die R21 ist auch kein Problem – nur ein bisschen „Scheibenwischen“ und wir sind drauf. Leider hat das Reiseunternehmen vergessen zu erwähnen, dass man zwischen der R21 und der anzustrebenden N4 Richtung Witbank noch ein kleines Stückchen N1 fahren sollte. Bis ich das im Chaos meiner Karten bemerkt habe, war es natürlich zu spät. O-Ton meines Mannes: „Hätten wir da ab gemusst?“ Ja, hallo? – War ich schon mal in Pretoria??? Also hieß es Augen zu und durch-mitten rein in die Stadt und das ohne vernünftigen Stadtplan, einer Ahnung wo wir waren, mitten im Berufsverkehr und Ausfahrten gab’s immer nur auf der linken Seite!!!! – Ich war fix und fertig (wie´s meinem Mann ging als Fahrer interessierte mich in dem Moment nicht wirklich 🤢 ) Bei jeder Kreuzung (mittlerweile endete die Autobahn im Straßengewühl der Stadt) wurde ich gefragt: rechts, links, geradeaus? Ja, keine Ahnung 🙄 ... Hinzu kam, dass die Straßen und viele Orte nicht auf dem Mini-Ausschnitt im Road Atlas zu finden waren – einfach UMBENANNT 😠 Da wir aber nicht auf den Kopf gefallen sind und wir ja wussten, dass wir auf die N4 nach Osten müssen, versuchten wir uns nach der Sonne zu richten. „Im Osten geht die Sonne auf, im Süden hält sie Mittagslauf etc....“ Es dauerte ca. eine halbe Stunde, in der wir wahllos rechts, links, geradeaus fuhren, bis wir bemerkten, dass wir uns auf der Südhalbkugel befinden; so’n Mist: steht die Sonne da mittags nicht im Norden?? Oh Gott, wie kann man nur so blöd sein und dass obwohl unsere Tochter (und ich auch 😗 ) Erdkunde im Abi hatten... Schlussendlich fanden wir aus reinem Zufall ein Hinweisschild N4 – so konnten wir unsere erste Unterkunft doch noch finden und kamen sehr erleichtert dort an. Herzlich wurden wir empfangen (hatten die uns vermisst? so spät war’s ja doch noch nicht...3 Stunden für eine Strecke, die mit 1 Stunde angegeben wurde, sind doch nicht sooo schlecht 🤨 ). Nach diversen Instruktionen, was die Sicherheit des Gästehauses betraf – Tor mittels Fernbedienung sofort wieder schließen, nicht warten, dass es automatisch zugeht etc...- bekamen wir sogar noch ein spätes Frühstück. Unser 3–Bett Zimmer war sehr geräumig, wenn auch, entschuldigt, „arschkalt“. Na gut, wir waren auch etwas übermüdet und da kann das mit der Thermoregulierung schon mal schief gehen. Für den Mittag wurde uns eine Pretoria-Rundfahrt mit dem (deutschsprechenden, -perfekt- Namibianer) Hausherrn angeboten, die wir auch dankend angenommen haben. Man soll der Müdigkeit ja immer etwas entgegen setzen, sonst hätten wir in der kommenden Nacht nicht schlafen können. Die Rundfahrt war toll (war auch nicht billig, dafür aber alle Eintrittspreise enthalten)! Der Herr konnte wirklich viel erzählen was Geschichte, Politik etc. betraf; war wahrscheinlich etwas einseitig aus Weißer Sicht betrachtet, aber für uns trotzdem höchst interessant (und v.a. auf deutsch-da mussten wir unser Hirn nicht ganz so anstrengen), nur unsere Tochter musste ich ab und zu im Auto mal anschubsen, damit sie nicht in einen Tiefschlaf verfiel. Zuerst sind wir auf einen Berg vor den Toren der Stadt gefahren (leider weiß ich den Namen nicht mehr-und ihr wisst ja-keinen Stadtplan...) Dort wurden seit einigen Jahren „wilde“ Tiere wieder angesiedelt – unsere ersten Wildtiere in Südafrika!!!! Wir waren begeistert (in Namibia laufen die einem ja schon vor’s Auto, wenn man vom Flughafen nach Windhoek fährt...)
Mohn
Anschließend ging es zum Voortrekker Monument, zu dem unser „Guide“ wirklch viel und fesselnd erzählen konnte.
Danach machten wir uns auf zu den Union Buildings mit toller Aussicht und natürlich mit Mandela.
Ca. 3 Stunden waren wir unterwegs, es war sehr informativ, lehrreich und v. a. wach-haltend. Besser hätten wir den Mittag nicht nutzen können! Nach 1 Stunde Pause auf der Terrasse des Gästehauses, in praller Sonne – wir wurden aufgewärmt (!), wollten wir noch unseren Reiseproviant in einer naheliegenden Mall einkaufen und anschließend direkt zu Abend essen. Als wir allerdings unser Aute bestiegen, fiel uns ein wirklich unangenehmer Riss in der Windschutzscheibe auf. Wahrscheinlich atten wir den Steinschlag am Morgen nicht bemerkt und nun durch die Sonne, war aus dem „Punkt“ ein riesiger Riss geworden. Was tun? Mit dem Auto die Reise antreten? Ne, das schien uns zu riskant; zurück nach Jo-Burg? Da grauste es uns vor – glücklicherweise hatten wir die geniale Idee (unser Hirn arbeitete trotz Schlafmangels manchmal doch noch, wenn auch verzögert), dass es wohl auch in Pretoria eine AVIS Vertretung geben müsste. Also unsere Hausherrin gefragt, eine (nicht ganz) genaue Wegbeschreibung erhalten und uns mal wieder Richtung Westen aufgemacht (eigentlich wollten wir ja in den Osten von üdafrika...). Erstaunlicherweise fanden wir die Vertretung nach nur 2 x fragen und noch viel erstaunter waren wir, als der Umtausch des Wagens max. eine halbe Stunde gedauert hat. Unser neuer Corolla sah eigentlich genauso aus wie der Alte, nur ein bisschen heller grau. Jetzt endlich ging es auf in den Osten!!! Nach den Einkäufen in der Mall (klappte soweit alles, wenn wir auch das Englisch der Kassiererin leider als uns unbekannte Fremdsprache vorkam – und wir sind eigentlich nicht so schlecht in Englisch) suchten wir uns auf Anregung unserer Hausherrin ein schönes Restaurant im Untergeschoss. Leider fanden wir nur diverse Fastfood-Kettenund nach dem wir den Bereich 2 x umrundet hatten, setzten wir uns in eine Steakhousekette, wir hatten wirklich Hunger! Das Essen war ok, die Atmospäre so na ja. Von unserem Platz konnten wir die restlichen Besucher beobachten, auffallend für uns war, dass man entweder weiße oder schwarze Gruppen sehen konnte; Misch-Gruppen, und ich rede nicht von „Liebes“-Pärchen sah man überhaupt nicht. Und dieser Eindruck sollte uns auf unserer ganzen Reise begleiten. In Namibia haben wir häufig gemischt-farbige Gruppen in Restaurant, Kneipen oder auf der Straße gesehen, in Südafrika gar nicht. Selbst spielende Kinder gehörten immer nur einer Hautfarbe an! Um 19.30 waren wir gesättigt in unserer Unterkunft, tranken noch 1 Glas unseres ersten südafrikanischen Rotweins (lecker...) und lagen schnell in unseren Betten – da war es wenigstens einigermaßen warm. Über dem Fußball-Vorrundenspiel sind wir alle eingeschlafen....
Teil 721. Juli 2014
Das ist natürlich kein echter echter Mohn, ich glaube unser "Guide" sagte etwas vom falschen Mohn; finde leider nur gar nichts dazu bei Freund Google 😠
und hier die restlichen Bilder von den Union Buildings
Teil 822. Juli 2014
Nane42 schrieb:Hallo Lotta, Sehr schöne Karte 😁 !! Hatte mich auch schon vor einiger Zeit bei stepmap registrieren lassen, mir ist es aber nicht gelungen so was Schönes zu produzieren... Werde dich dazu bei Gelegenheit nochmal per PN um Rat frage, wenn ich darf... Auch sehr schöne Route: die Leopard Moutain Lodge steht auf meiner Wunschliste. - bin sehr gespannt... 😉 Montusi waren wir letztes Jahr; würde ich auch als Zwischenstation wieder hinfahren... LG, Nane 🙂
Klar, melde dich ruhig, vllt. kann ich ja helfen!
Teil 922. Juli 2014
Alexa: Zum Thema südafrikanische Innenstädte - warte mal noch bis wir unseren Ausflug nach Durban starten... 🤪 Konni: Super, ein "Biologe"/"Botaniker" (?) an Bord!!! Vielen lieben Dank für die Bestimmung! Kennst du denn auch den Begriff "Falscher Mohn"? Soll so heißen, weil die Kapsel nach Abfallen der Blütenblätter so ähnlich aussieht.
Teil 1022. Juli 2014
Am nächsten Morgen, nach 11 Stunden Schlaf, fühlten wir uns ausgeschlafen und ich war bereit mich in das Iglu, das sich Badezimmer nannte (wir hatten in der Nacht Frost!), und ohne Heizung war, zu begeben und eine warme (! 🙂 ) Dusche zu genießen, die ich gestern aufgrund Temperatur und Müdigkeit aufgeschoben hatte. Nachdem ich ausschließlich das heiße Wasser für ca. 10 Min. aufgedreht hatte, die Temperatur aber immer noch dem Nordpolarmeer glich und es auch nicht den Anschein machte, dass es wenigstens Nordseetemperatur bekommen könnte, verschob ich das Duschen wieder mal – in Sabie sollte es ja auch wärmer sein. Und erstunken ist bekanntermaßen ja noch Niemand 😉 ! Nach einem warmen (!) Frühstück mit Bauernomlette im kalten Speisezimmer – der Kamin sah optisch schön aus, war aber nicht in Funktion – bezahlten wir und machten uns auf in Richtung Komatipoort/Hazyview/Sabie. Wir wählten die längere, aber laut Reiseunternehmen schönere Route über N4, Dullstroom (R540) und dem Long Tom Pass nach Sabie. Angegeben waren 6 Stunden Fahrzeit. Kurz vor Mittag machten wir Rast in einem touristisch erschlossenen Gebiet (Fliegen-Fischen 😐 ) in den Bergen.
Die Örtchen erinnerten an Straßendörfer in Kanada (habe ich im TV gesehen), viele Werbetafeln, Pick-ups etc. Nicht dazu passten die „wandernden“ Schwarzen entlang der Straße - Frauen trugen meist Waren auf dem Kopf, diese hat leider kurz vor dem geheimen Photo ihre Waren heruntergenommen:
Männer verkauften Macadamia-Nüsse. Nachdem wir einen bewachten Parkplatz gefunden hatten (unser ganzes Gepäck war im Wagen), kauften wir eine Tüte Nüsse (super, super lecker – viel besser als bei uns aus dem Supermarkt 😛 ) und tranken einen Kaffee. Meine dazugehörende Zigarette (ich weiß.../ ich weiß...) musste ich leider wieder ausmachen (ich hatte mich so darauf gefreut-im Auto herrscht bei einer Nichtraucherin und einem Ex-Raucher Rauchverbot), da die Terrasse überdacht war. Na ja, ist ja eh ungesund! Anschließend fuhren wir durch wunderschöne, weite Landschaft:
sahen aber auch die allgegenwärtige Brandrodung
Dagegen leuchtete der Weihnachtsstern! Ich musste 2 x hinsehen bevor ich rief: STOP!!! Mein Mann fuhr vor Schreck fast in den Graben – aber ich hatte noch nie Weihnachtsternbäume gesehen-bei mir fallen immer schon nach 4 Tagen die Blätter ab! Aber hier gediehen sie prächtig; ganz ohne Pflege! Das war doch sicher ein paar Photos wert 🙂 !
Dann kamen wir in die „Holzhandlung“ Südafrikas: Kiefernwälder soweit das Auge reichte. Ich mag schon das Sauerland nicht mit seinen Fichten-Monokulturen, daher fand ich auch diese Landschaft sehr bedrückend, künstlich und ganz sicher nicht Afrika-like. Riesige Trucks mit Holz beladen kamen uns entgegen, die Potholes wurden immer mehr und tauchten auf der sonst super zu befahrenden Straße ohne Vorwarnung auf; unser Fahrer musste sich extrem konzentrieren 😠 .
Am frühen Nachmittag verließen wir die Berge und fuhren hinab nach Sabie. Da wir so zeitig dran waren, beschlossen wir, uns noch einen Wasserfall anzuschauen. Wir fuhren zum ersten, den wir finden konnten (Brydal Veil Falls). Die kurze Wanderung vom Parkplatz zum Wasserfall tat uns gut, die Temperaturen waren schön warm, wir kamen sogar ins Schwitzen, da es stetig bergauf ging. Außer uns war nur noch ein südafrikanisches Pärchen unterwegs und wir ließen die Natur so richtig auf uns wirken. Nach einer letzten Anstrengung standen wir am Fuße des Wasserfalls. Er lag sehr versteckt, schattig und bis auf das Rauschen und etwas Vogelzwitscher war kein Laut zu hören – SCHÖÖÖÖN 🤪 !
Zurück am Parkplatz konnte ich es mir nicht verkneifen, unser erstes Souvenir an den Ständen zu kaufen: Eine wunderschön bunt bemalte, eckige Holzschale in Gelb, Grün, Orange mit 2 Giraffen darauf. (Sie passt toll auf den Wohnzimmertisch unserer Hundesitter und wurde sehr freudig entgegen genommen). Dass sie ein bisschen groß war (schwer war sie ein Segen nicht, ist aus irgendeinem leichten Holz), ignorierte ich erst einmal. Irgendwie sollten wir die schon verpackt kriegen-immerhin verbraucht man ja auch im Urlaub ein paar Sachen (Sonnencreme, Zahnpasta, Malariaprophylaxe etc.) und ich hatte auch ein paar T-Shirts mit, die nicht unbedingt mit zurück mussten und da war ja noch mein Buch, dass ja auch nach Beendigung hier bleiben könnte... Ich war also sehr zuversichtlich! (Mein Mann hielt sich dankenderweise mit Kommentaren zurück 😘 ). Nach diesem erfolgreichen Einkauf machten wir uns nun endgültig auf den Weg zur Chestnut Country Lodge. Im Internet hatten wir in einigen Foren gelesen, dass die Zufahrt zur Lodge mehr als schlecht sei und es hagelte dort Beschwerden deswegen. Gut, sie war nicht toll, Piste, Schlaglöcher, Geröll, aber es war auch mit einem 2x4 ohne weiteres zu schaffen; jedenfalls jetzt in der Trockenzeit. Wieder war der Empfang sehr herzlich, mit der Hausherrin übernahmen das noch 2 Hunde: Orbit und Capone. Orbit war eine junge Mischlingshündin mit nur einem Auge, das andere musste ihr als Welpe entfernt werden (daher Orbit: die Orbita ist die Augenhöhle); nichtsdestotrotz munter und vergnügt und ein ständiger Sonnenschein, der sämtliche Sitzmöbel in Beschlag nahm - und Capone war ein älterer Herr, der ständig meinte, er würde verhungern – so sah er allerdings nicht aus. Wir fühlten uns direkt heimisch (Hunde in einer Lodge/Hotel etc., und gerade, wenn sie so geliebt werden wie augenscheinlich auf dieser, zeugen unserer Meinung nach immer von netten Besitzern!). Nachdem wir gefragt wurden, ob das heutige 3-Gang Menu nach unserem Geschmack wäre (als Hauptgang gab’s Impala-wir nickten begeistert) bezogen wir für die nächsten 3 Nächte unser 3-Bett Zimmer. Dieses war groß mit Terrasse und einem wunderschönen Blick über ein bewachsenes Tal; das Bad war auch recht ansprechend: Dusche + (!) Badewanne, wir freuten uns alle auf den Gebrauch dieser Errungenschaften der Zivilisation!
Nach einer gründlichen Reinigung unsererseits (das Zimmer war sauber) setzten wir uns auf unsere ( 😄 ) Terrasse, unsere Tochter und ich lasen, mein Mann sichtete Photos; dabei ein Glas Rotwein (und Zigarette) bzw. eine Dose Bier – was will man mehr 😛 ??
Das Abendessen genossen wir am Kaminfeuer, außer uns waren noch ein deutsches Pärchen auf Hochzeitsreise und eine südafrikanische Familie dort; anschließend schauten alle Gäste im Aufenthaltsraum (dort war auch der einzige Fernseher-und das war gut so) noch das WM-Vorrunden-Spiel BRD-Ghana (2:2), das die weiblichen Zuschauer aber recht schnell langweilig fanden (obwohl ich WM’s liebe) und so überließen wir den Männern den gemütlichen Raum und verzogen uns Richtung Bett – morgen geht´s weiter mit gaaaanz vielen Vogel-Photos!
Teil 1124. Juli 2014
22.6.14: Von Graskop aus steuerten wir als Erstes God´s Window an – laut Reisevorbereitung ein einmaliger Blick über die Abbruchkante zum Low Vield – nach einem kleinen Obulus fanden wir zum Glück noch einen Parkplatz (es war Sonntag ! 😠 , wenn auch keine Schulferien in Südafrika). Ziemlich viele Menschen drängten sich um die allgegenwärtigen Verkaufsstände; Rollatoren, Mountainbikes, Rennräder, Kinderwagen steuerten den „Wanderweg" zum Aussichtspunkt an – von Afrika-Feeling und Einsamkeit keine Spur. Na gut, nun waren wir schon mal hier – also den Massen hinterher. Mit unseren Trekking-Schuhen fielen doch etwas auf, High-Heels und v.a. Winterstiefel mit Absatz waren der Hit! Ich habe sogar Moon-Boots gesehen (na gut, es war Winter, aber doch ca. 22 Grad 😄 ) Der Aufstieg war ok, die paar Rennradfahrer (!) , die ihre Bikes auf der Schulter trugen, umrundeten wir problemlos. Das letzte Stück führte uns durch einen ursprünglichen (?) Urwald mit Lianen, wunderschönen Pflanzen und einer Menge Vögel (wie im Tropenhaus bei uns zu Hause im Zoo), leider unterhielten sich die Besucher so laut, dass wir die Vögel nicht wirklich zu Gesicht bekamen!
Am Endpunkt war die Aussicht wirklich schön, wenn man es schaffte, die Rennräder zu umrunden; etwas diesig, aber v.a. Massen an laut schnatternden Besuchern (ich schreibe extra nicht Touristen, denn es waren hptsl. Südafrikaner) – So hatten wir uns den Canyon nicht vorgestellt!
Zurück beim Wagen hielten wir Familienrat ab: Wir einigten uns darauf, ganz in den Norden des Canyons zu fahren, in der Hoffnung, dass die Sonntags-Besuch nur im unteren Teil bleiben würden. UND DAS WAR EINE SUPER ENTSCHEIDUNG1 Wir besuchten Wonder View, 3 Ronder Wells, Low Velt (dort besuchte uns sogar ein Gecko und eine Eidechse, so ruhig war es), ohne, dass wir uns vorkamen wie in einer Touristenattraktion – klar, wir waren nicht die Einzigen, aber es war ruhig und besinnlich:
Anschließend waren noch an den Potholes, die ich wunderschön fand-auch dort nur wenig Besucher.
Am späten Nachmittag schafften wir sogar noch die Berlin Falls und die Lisbon Falls!
Es war also doch noch ein wunderschöner Tag geworden und wir fuhren durch die „Holzhandlung zurück zur Lodge.
Diese Schild fanden wir kurz vor Komatipoort (Wo soll´s denn da Hippos geben?? Mitten in den Bergen?? Na ja, wird sich schon jemand was dabei gedacht haben)
Nach einem leckeren Abendessen ließen wir den Tag bei einem Glas Rotwein ausklingen und beschlossen, dass wir Morgen nicht noch einmal den Canyon, sondern den Kruger besuchen würden – Tiere, wir kommen!
Teil 1224. Juli 2014
23.6. ganz früh morgens, wir hatten ordentlich ausgeschlafen und so konnten wir den Sonnenaufgang genießen:
Auch die ersten Vögel des Tages ließen sich blicken: Graubülbül
Halsbandnektarvogel
Maskenweber-Weibchen
Teil 1324. Juli 2014
23.6.14: Nach einem super leckeren Frühstück mit Rührei, Obst und Kaffee waren wir gerüstet, den KNP zu entdecken. Obwohl es ein kleiner Umweg war, beschlossen wir durch das Paul Kruger Gate zu fahren (immerhin waren wir in Pretoria auch schon im Paul Kruger Haus), einmal wollten wir es „original“ angehen!
Um 8:45 waren wir am Gate und nach dem Prozedere der Registrierung steuerten wir das Camp Skukuza an, um uns noch mit Karten und Bestimmungsbüchern einzudecken. Unser Plan war es, dann über die H1-2 bis nach Tshokwane zu fahren, dort eine Pause einzulegen und den Rückweg über H10 bis Lower Sabie und H4-1 entlang des Sabie zurück zum Kruger Gate. Um 10:40 erreichten wir das Camp Skukuza; warum wir geschlagene 2 Stunden für eine Strecke von 12 km gebraucht haben, kann ich im Nachhinein gar nicht mehr sagen; wir haben geguckt, gestaunt, sind stehen geblieben, ein paar Umwege sind wir auch gefahren; aber sonst???
Nun gut, nach unserer „Shopping-Tour“ im Camp-Shop und ein Paar Fotos Waldnektarvogel-Weibchen
begaben wir uns in Richtung Tshokwane.
Teil 1424. Juli 2014
Bis zum Orpen Rock sahen wir schon Elefanten, Impalas (mit und ohne Rotschnabel-Madenhacker), eine Giraffe als Suchbild und natürlich den wunderschönen Felsen (er ist nicht runtergekullert als wir daneben standen 😁 – ihr könnt ihn euch also auch noch angucken)
Teil 1524. Juli 2014
doppelt
Teil 1625. Juli 2014
Kurze Zeit später rief ich schon wieder "STOP" - diesmal nicht ganz so laut, wie beim Weihnachtsstern. Mein Mann erschreckte sich auch nicht ganz so und hielt am Straßenrand an. Ein Stück musste er schon noch zurück fahren; da war er - prächtig saß er auf einem Baum direkt neben uns und zeigte sich in bester Pose:
meiner Meinung nach ein junger Kampfadler
da juckt aber was...
Etwas weiter stießen wir auf eine kleine Elefantenherde. Es war wunderschön, die Herde in Ruhe zu beobachten; obwohl ein Jungtier dabei war, ließen sie sich nicht stören und zeigten keinerlei Aggressionen.
Allmählich drängt die Uhr, damit wir noch zur Mittagszeit bis nach Tshokwane kamen - und ganz ehrlich: bei uns zwei "Mädels" draängte auch ganz schön die Blase 🤢 Man sollte einfach nicht so viel Wasser trinken 🤨
Aber ein letztes Bild von unserer Elefantenidylle mussten wir einfach noch "schießen" (kennt ihr noch Paulchen Panther, den Abspann? Daran erinnert es mich immer wieder! "Ich komm wieder-keine Frage" 🤪 )
Teil 1725. Juli 2014
Um 13.30 gelangten wir endlich zum Picknick-Platz-Essen und Trinken waren zweitrangig, aber die Toiletten waren SUPER!!!! (Wie überhaupt in ganz Südafrika-da können wir uns in Deutschland mal eine Scheibe abschneiden! 😮 ) Lange hielten wir uns nicht auf, die Zeit bzw. der Sonnenuntergang drängt, wir mussten ja immerhin noch zurück zum Gate. Also legten wir einen "Zahn" zu, versuchten aber immer noch die Landschaft zu genießen und vielleicht auch ein paar Löwen zu sichten-dieses Privileg war uns nämlich bisher (auch nicht in Namibia) vergönnt gewesen. Trotzdem genossen wir den Anblick eines stolz dahinschreitenden Wasserbocks
Für uns genauso majestätisch wie ein Oryx
und auch der Toko begeisterte uns zum mindestens 100. Mal (es gibt einfach Tiere, an denen man sich nicht satt sehen kann 😉 )
Richtung Sabie-River veränderte sich die Landschaft, viel "Nichts" außer diese tollen "Kakteenbäume"
Und plötzlich waren sie (ok, es war nur eine) da - unsere erste Löwin!!!! Wir waren super aufgeregt, fuhren vor und zurück, mal war die Sicht unserer Tochter (auf den billigen Plätzen), mal meine oder die des Photographen nicht richtig; schlussendlich haben wir sie alle bewundert - eine Löwin 🤩 Sie schien, trotz unserer Hektik ziemlich cool zu sein, schloss ab und zu mal die Augen, bewegte sich aber keinen Zentimeter.
Nun gut, wir waren trotzdem begeistert, ein Löwe hatte uns zu den Big Fives doch noch gefehlt. Jetzt brauchten wir nur noch einen Leoparden und wir hätten sie alle mal LIVE gesehen (inkl. Namibia).
Teil 1825. Juli 2014
Nur zur Anmerkung - dies ist mein erster Reisebericht und ich muss ihn etwas "stückeln", denn ich kann leider immer nur 8 Bilder pro Beitrag hochladen; habe es mehrfach versucht über "bearbeiten" und dann mehr Photos hochgeladen, dann hatte ich aber das Pech, dass alles doppelt und dreifach erschien. Hat irgend jemand einen Tipp? Oder langweile ich euch sowieso mit meinem Bericht? Zuviel Text? Zu viele Bilder??? Beschwerd' euch einfach mal, dann kann ich das ändern-habe nämlich den Eindruck, dass keiner mehr mitliest 🤢
Bis ich eine Rückmeldung bekomme, schreibe ich einfach mal weiter, heute abend habe ich Zeit und Lust dazu 😁
Angekommen am Sabie und auf unserer Rücktour Richtung Kruger Gate waren wir einfach nur erstaunt, wieviele Tiere wir auf dieser "Hauptstraße " zu Gesicht bekamen. Klar, wir waren nicht die einzigen, Viele Autos befuhren die Strecke, das hatte aber auch den Vorteil, dass man dort anhalten konnte, wo schon ein paar Wagen standen, eine kleine Frage von Fenster zu Fenster und man wußte, was dort zu sehen war. Ok, war nicht wirklich "Safarie-Glück", war aber auch nicht ein "Zoo-Erlebnis", denn mehr als 4-5 Autos standen da eigentlich nie. Hier nun unsere ersten Eindrücke entlang des Sabies (und bei den Krokos und den Hippos waren wir auch ganz allein; es waren aber unsere Ersten 🤪 )
muss wohl lecker gewesen sein
Waaaas, was war lecker?
Wieder nur 8 Bilder, der Rest (und der war wirklich toll-wir kriegen die Big 5 zusammen-sind aber dafür nur kurz vor knapp am Gate) folgt im nächsten Beitrag 😘
Teil 1926. Juli 2014
Weiter fuhren wir Richtung Westen- ein Gaukler leistete uns Gesellschaft
Wir konnten ihn ganz allein betrachten-weit und breit kein anderes Auto! Aber, wo waren die alle??? So allmählich kam das uns komisch vor. Vorhin waren doch noch so viele zu sehn! Langsam fuhren wir weiter, hinter einer Kurve sahen wir mindestens 10 Wagen, die sich an den rechten Straßenrand drängten. Nur warum??? 🤢 Der Fluss schlängelte sich friedlich zu unserer Rechten, noch nicht mal ein Hippo war zu sehen-aber da nahmen auch wir eine Bewegung am anderen Ufer wahr: Und nun hatten wir unsere "5"
Er spielte noch mit seiner Beute - einem (ich fand´s ja doch - "armen"!) Impala (das ganze erinnerte an ein Katz und Maus-Spiel), sprang auf dem "armen" Tier, obwohl schon längst tot 🤢 , herum und hüpfte senkrecht in die Luft! Einfach unglaublich-ein Leopard benahm sich genauso wie die Katze von Nebenan 😉
Wir waren völlig hin und weg-so ein wunderschönes Raubtier! Und es ließ sich von uns "blöden" Touristen gar nicht stören! 😄 Ich hätte ewig zuschauen können.
Aber leider berührte die Sonne fast den Horizont und wir mussten uns sputen, das Gate zu erreichen. Kurz vor knapp schafften wir es 😛 Der nette Herr brauchte nur noch unseren "Einreisebeleg" für die Ausreise und alles wäre geschafft! Verdammt-wo war dieser Zettel??? Wir suchten das ganze Auto ab, sogar im Kofferraum schauten wir nach, einfach nicht zu finden 🤢 Dabei waren wir uns sicher, dass wir ihn ganz gewissenhaft aufbewahrt hatten-die Frage war nur, wo? Der gute Wächter schmunzelte und empfahl uns, erneut ins Anmeldezentrum zu gehen, dort könnte man die Papiere nachfordern. Gesagt, getan. Bis auf einige (fast wenige) Wartezeit klappte es auch alles-wir "durften" den Krüger Park mit der untergehenden Sonne verlassen 🙂 keine 5 Minuten später, fand unsere Tochter (immer noch auf den billigen Plätzen 😛 ) unseren Beleg - gut gefaltet in einem Reiseführer 🤪 Ab nach Hause, zur Lodge, so schnell es in der Dunkelheit ging-das hatten wir uns redlich verdient und hungrig waren wir auch 😛 Wovon wir in der Nacht geträumt haben? Klar, von einem großen, wunderschönen Leoparden, der aber ganz ohne Beutetiere überleben kann 😊
Teil 2026. Juli 2014
Mickey-BGL schrieb:Morgen Lotta,
herzlichen Glückwunsch zu urem Leoparden - da sieht ja wie ein mächtiges Männchen aus, wenn ich mir den bulligen Vorderbau ansehe. Der erste Leopard ist immer was besonderes, der erste selbstgefundene dann umso mehr 😁 . Bei unserem erstem Besuch im Park 2009 hatten wir das Permit auch irgendwo im Auto zerknüllt verloren - vor Aufregung habe ich damals gar nicht registriert, dass wir das wieder benötigen 😄 . Schönes Wochenende!
Lieben Gruß Michael
Ja, er war absolut etwas besonderes; der selbstgefundene ist uns leider noch nicht vergönnt worden - aber was ja nicht ist, kann ja noch werden 🙂 Nächstes Jahr? Namibia??? 🤪
Uns war auch nicht bewusst, dass wir dieses "Zettelchen" noch einmal brauchen würden-hatten wir wahrscheinlich mal wieder nicht richtig zugehört 😛
Dir auch ein schönes Wochenende!
Teil 2127. Juli 2014
24.6.14: Unser letztes Frühstück auf der Chestnut Country Lodge - wir hatten uns sehr wohl gefühlt! Das Schöne am Lodge-Hopping ist ja immer, dass alle Sachen schnell zusammengepackt sind, da sie sich ja sowieso meist nur im Koffer befinden (nur irgendwie wird der im Laufe der Reise immer unübersichtlicher 🤢 ). Wir wollten den Tag im Kruger verbringen und am Abend nach Komatipoort in unsere nächste Unterkunft. Unsere "Einreise" über´s Phabeni Gate verlief unproblematisch (diesmal merkten wir uns auch alle, wo wir das Permit hinlegten 🙂 ).
Kurz noch mal die Toiletten aufgesucht; wie wir ja am Vortag gelernt hatten, ist Tiere gucken mit volle Blase ziemlich doof 🤨 . Unsere Route sollte uns heute über die S3, H2-2, H3 nach Süden führen. Ob wir dann am Malelane Gate rausfahren oder noch über die S25 bis Crocodile Bridge fahren könnten, wollten wir spontan entscheiden - je nach Uhrzeit. Nach dem Abbiegen auf die S3 hatten wir den Kruger für uns allein. Kein anderes Auto weit und breit - aber auch lein Tier 😕 Trotzdem genossen wir die Fahrt:
1,5 Stunden lang konnten wir unser Augenmerk allein auf die wunderschöne afrikanische Landschaft richten - kein Tier weit und breit! Wo waren die nur? Waren die alle ausgestorben? Kein Wunder, dass auch kein anderes Auto zu sehen war 😊 Spontan beschlossen wir unsere Route zu ändern und über die H1-1 Richtung Osten zu fahren. Kluge Entscheidung 😄 Kaum auf der H1-1 sahen wir einen Safari-Wagen am Rand halten. Als wir kamen, fuhr er weiter und wir hatten die kleine Hyäne ganz für uns alleine:
Von da an sollte uns der "Safari-Gott" hold gesonnen sein - alle Tiere des Krugers schienen sich entlang unserer Strecke versammelt haben
schielt er ein bisschen??? 😄
Teil 2227. Juli 2014
Am frühen Nachmittag machten wir ein Päuschen auf einem Picknick-Platz. Hier wimmelte es von Hörnchen und Tokos, obwohl die Mülleimer gut verschlossen waren. Ich habe im Forum gelesen, dass es einige unter euch gibt, die Tokos nicht mögen - ich finde sie KLASSE! Frech, aber immer mit so einem intelligenten Gesichtsausdruck 😉 Daher widme ich ihnen und den Squirrels diesen Abschnitt meines Berichts:
Teil 2327. Juli 2014
Da wir doch noch zeitig dran waren, beschlossen wir auf der S25 bis Crocodile Bridge zu fahren, vielleicht sollte uns der Safari-Gott auch weiterhin treu zur Seite stehen? 😘 Zuerst wurden wir erst mal von dieser Schönheit neugierig beäugt
Dann begleitete ein Trupp Hornraben unseren Weg (guckt euch mal die Wimpern an, da wird man als Frau ja echt neidisch 😉 )
Diesen einsamen Giganten beobachteten wir im fast ausgetrockneten Flussbett. Er beachtete uns in keinster Weise und zog seines Weges.
Im beginnenden Abendlicht entdeckten wir noch einen Wiedehopf, den gibt´s zwar auch bei uns, aber wann hat man schon mal das Glück, einen fotografieren zu können?
Teil 2428. Juli 2014
Mal wieder mit einem ständigen Blick auf die Uhr näherten wir uns Crocodile Bridge. Geht euch das auch so, wenn ihr eigentlich schon mit dem Tag abgeschlossen habt, euch zufrieden in den "bequemen" Autositz zurücklehnt, dann seht ihr die tollsten Tiere??? Klar, meist im wunderschönen Abendlicht (nicht umsonst guckt ihr auf die Uhr, damit ihr pünktlich am Gate seid)! Man könnte plötzlich stundenlang - ok, auch viertelstunden-lang stehen bleiben und einfach nur genießen: So ging es uns auch auf diesen letzten Kilometern des Tages: Kampfadler:
Verzeiht mir, wenn ich mich nicht für ein Bild entscheiden kann - es ist mein erster Reisebericht! Vllt. lern ich die Auswahl noch 😐
die Popos von den Großen find ich einfach immer toll 🤪
Und dann, wirklich ganz kurz vor knapp, bis wir ans Gate mussten sahen wir noch diese Mama mit 2 fast erwachsenen Jungtieren 😘 Warum hatten wir denn nicht noch mehr Zeit 🤢
Teil 2528. Juli 2014
Im wirklich "fast" Dunklen kamen mir an Crocodile Bridge an - Permit vorzeigen? Eine unserer leichtesten Übungen! - Wie das, ist das Permit von gestern??? 🤢 Ok, einen kleinen Moment, wir suchen noch 🙄 - Gott sei Dank, da war es, wie immer im Reiseführer! Durch Zuckerrohrfelder in Begleitung riesiger Trucks, deren Ladung nicht so wirklich gesichert war, fuhren wir müde, glücklich und hungrig unserem nächsten Ziel entgegen: Trees Too B&B in Komatiepoort (dass wir nicht vorher von von Trucks fallenden Zuckerrohrstangen erschlagen wurden, buchten wir als positives Schicksal ab-ob unser Schlangenlinienfahren darauf wirklich Einfluss hatte, können wir im Nachhinein nicht mehr sagen 🤨 ) die Lodge (Aufnahmen vom nächsten Tag):
Trotz der fortgeschrittenen Zeit wurden wir von dem Besitzer-Ehepaar und 2 Hunden freudig begrüßt-unser Zimmer (3-Bett war gebucht, war aber ein kleines Appartement mit 2 x 2-Bett) war etwas düster (gut, draußen war es auch stockdunkel), aber sauber und ausreichend groß. Das Bad war riesig mit Badewanne und Dusche (später sollte sich leider erklären, warum der Raum so groß war - sowohl beim Duschen in der Dusche inkl. Duschwand, als auch beim Versuch der Säuberung in der Badewanne stand das komplette Badezimmer unter Wasser-man konnte noch so vorsichtig sein, es klappte einfach nicht 🤢 Aber gut, so wurde das Bad auch immer wieder geputzt-es hat alles seine Vor- und Nachteile 😕 ) Nach einem kleinen Einkauf im Spar - lt. Beschreibung gerade um die Ecke; 😊 nur welche?; und ein bisschen Bargeld konnte ja auch mal wieder nicht schaden; genossen wir ein hervorragendes Essen auf der Terrasse unserer Lodge - mit echtem (!) Kaminfeuer!!!!! Das war so etwas von gemütlich, dass wir auf der Stelle hätten einschlafen können! So gingen wir alsbald ins Bettchen-morgen wollten wir früh zurück in den Kruger-immerhin unser letzter Tag dort und ein paar Löwen, Leoparden oder Geparden wären ja zum Abschluss nicht schlecht! - Irgendwie wird man ja manchmal größenwahnsinnig 😛 aber dabei lässt es sich immer so schön einschlafen 🤪 😘 🤩
das ist so´n bisschen wie "Schäfchen-Zählen 😎 😏 😗
Teil 2630. Juli 2014
25.6.14: Unser letzter Tag im Kruger 🤢 Nach einem wirklich leckeren Frühstück mit tollem Obstsalat, Eiern in allen Variationen, Toast uvm. starteten wir recht früh Richtung Crocodile Bridge.
Die ersten "Fleischklöpse" dösten noch so vor sich hin...
...eine Nilgans suchte ein paar Artgenossen
und ein paar Geier ließen sich ihr Frühstück schmecken
Dieses entzückende kleine Zebra schaute noch mit großen Augen in die Welt
und die Kuhreiher bevölkerten einen Büffel (oder war´s ein Nilpferd - oh je, zu unserer Schande muss ich gestehen, dass wir es nicht mehr wissen 🤢 -man sollte wohl doch Tagebuch führen; ich schreibe nämlich gerade alles aus dem Kopf 🤪 )
Mit der scheinbaren Idylle des frühen Morgens war es aber urplötzlich vorbei! Zwei Greifvögel (Kampfadler und???) machten ihrem Namen alle Ehre und kämpften; was soll ein Kampfadler auch anderes tun 🤨 Flugschau Ramstein ist nix dagegen 😉
Den Grund des Lautstarken Streites konnten wir leider nicht ergründen.
Weiter fuhren wir auf der H4-2 Richtung Lower Sabie. Und jetzt muss ich euch vorwarnen-es kommen kommentarlos gaaaanz viele Bilder, alles was uns so auf unserer Strecke begegnet ist; ich hoffe, es sind nicht zu viele, aber ihr habt gesagt, Bilder gibt es nie zu viele-als nehme ich euch mal beim Wort 😛 Los geht's:
Teil 2730. Juli 2014
Die Mittagspause verbrachten wir in Lower Sabie. Die Terrasse ist toll mit einem wunderschönen Blick aus den Fluss! 😄 Leider ist das Ganze für unseren Geschmack zu laut, zu hektisch und auch nicht wirklich freundlich. Wenn man aber diese Nachteile ausblenden kann, die überlauten Gespräche, das Rumgehüpfe und Gerenne der vielen (Klein-)Kinder (versteht mich nicht falsch, ich mag eigentlich Kinder) dann ist es traumhaft schön! An diesem Ort hätte ich Stille -bis auf Grillengezirpe und Vogelgezwitscher- irgendwie passender gefunden 🙄 Wir bekamen aber durch Glück einen gerade geräumten Tisch direkt am Rand, setzten uns mit dem Rücken zu den "Massen" und versuchten zu genießen 🙂
Traurig, nach dem Essen das Feld zu räumen, waren wir aber nicht wirklich, obwohl am Wasser echt was los war! Außer uns schien das aber nicht wirklich jemanden zu interessieren
Heute wollten wir es ganz ruhig angehen lassen; wir hatten schon alle unsere "Wunschtiere" gesehen, wenn z. T. auch nur aus größerer Entfernung-alles weitere würde ein i-Tüpfelchen, ein Bonbon werden 😘 Als führen wir langsam und über viele Nebenstrecken zurück Richtung Süden. Zwischendurch konnten wir noch ein paar schöne Aufnahmen machen
Kurz vor Crocodile Bridge bogen wir noch einmal Richtung Hippo Pool ab; unglaublich, was wir auf dieser kurzen Strecke zu sehen bekamen!
So viele Büffel!!!!!!! Wir waren echt baff 🤩 Und wir so ziemlich mitten drin 😄 Könnt ihr auf dem letzten Bild gut sehen, der Profi vor uns wurde ebenfalls eingekreist 🙂
Am Hippo Pool selbst zog gerade eine große Elefantenfamilie von dannen, da waren wir leider etwas zu spät 😊
Aber egal, man kann ja nicht immer Glück haben! Diesen Nachzügler haben wir noch erwischt, wie er sich die Wampe vollhaute:
Teil 2830. Juli 2014
Zurück auf der S25 wurden wir noch einmal reich beschenkt 🤩 😄 😁 Die Gepardenmama mit Jungtieren von Gestern zeigte sich fast an der gleichen Stelle. Wieder waren wir zwar nicht alleine dort, dafür bemerkten wir recht schnell, dass sie es auf eine Gruppe Impalas abgesehen hatte und sich zur Jagd vorbereitete. Endlich und zum Glück hatten wir dieses mal genug Zeit, um es uns in Ruhe anzuschauen. Viel sagen will ich dazu diesmal nicht, das kann man nicht beschreiben-muss man einfach gesehen haben!!! 🤩 Aber eines noch: Die Jagd war (LEIDER für die Gepardenfamilie 🙁 ; ZUM GLÜCK für die Impalas 🙂 ) nicht erfolgreich-wir waren uns irgendwie unschlüssig, auf welcher Seite wir standen 😐 Und noch eins, das ganz hat bestimmt 30 Minuten gedauert, immer wieder ein Stückchen näher anschleichen, ducken, anschleichen etc. Dafür, dass nur 30 - 50% der Jagden erfolgreich verlaufen, eine ziemlich mühselige Angelegenheit 🙁 Und immer mit dem Bewusstsein, dass zwei hungrige Halbwüchsige zugucken und was lernen wollen - bin ich froh, dass es bei uns Supermärkte gibt!!!! Aber nun die Bilder:
Die sind einfach ins Feld reingefahren-dürfen die das??? Nur weil´s ein Profi-Safari-Bus ist?? 🙁 Fand ich irgendwie doof-ein bisschen Abstand und Respekt hätte mir besser gefallen, obwohl die natürlich eine bessere Sicht hatten (vielleicht doch ein bisschen neidisch 😈 )
Teil 2901. Aug. 2014
Am nächsten Morgen verließen wir Komatipoort und den Kruger NP um 9.00 Uhr. Unsere netten Gastgeber haben uns vorher noch eine schönere Strecke nach Mkhaya erklärt - durch die Berge im Westen Swazilandes. Sogar eine schriftliche Wegbeschreibung mit "Sightseeing-Tipps" gab´s dazu! 🙂 In Jeppe´s Reef verließen wir Südafrika und reisten gleich danach ein ins Swaziland Wo waren wir eigentlich zwischen den beiden Grenzposten??? 🤢 ). Natürlich gab´s ein paar Stempel und einige Formulare (in Südafrika mittels Scanner/PC; im Swaziland alles Handarbeit). Von nun an ging´s berghoch. Am Peak Fine Arts & Crafts Center machten wir Trink- und Pinkel-Pause und genossen die Aussicht, kauften aber nichts.
Weiter fuhren wir durch endlose Einsamkeit, gespickt mit ab und zu ein paar Siedlungen. Hier ein paar Impressionen:
Unser nächstes Ziel war die Ngwenya glass factory kurz vor Mbabane. Im Trees Too B&B hatte ich wunderschöne Glaskaraffen entdeckt-die musst ich einfach haben! Und die sollte es dort geben 🙂 ENTDECKT und GEKAUFT!!!
und diese Serviettenringe - da konnte ich einfach nicht widerstehen 🤢 (leider Foto etwas unscharf)
ja, und dieses kleine Korken-Nilpferd, das WOLLTE einfach mit 🤪
Die freundlichen Damen verpackten alles gut in einem großen Karton -prima als Handgepäck (Vielleicht kann man ja Handgepäck-Träger mieten 😐 ???) 😗 😗 😗
Mein Mann trug´s mit Fassung (nur leider nicht den Karton 😕 )
Da wir erst um 16.00 am Treffpunkt zur Abholung zum Mkhaya Game Reserve in Phuzamoya sei mussten, hatten wir in Manzini noch Zeit, von der "Autobahn" abzufahren und einen kleinen Abstecher durch die Stadt zu machen: Laut, viel Plastikmüll auf den Straßen, viele Menschen und Verkaufsstände.
ein "heimliches" Bild aus dem Auto.
Die letzte Kilometer bis zum Treffpunkt legten wir in 90 Min. zurück und waren genau um 15.00 Uhr dort. Puh, 1 Stunde Wartezeit in staubiger Hitze-und weit und breit keine Einkehrmöglichkeit 🤢 Also, ein guter Tipp für alle Mkhaya Besucher: Seid pünktlich!!! Aber bloß nicht überpünktlich!!!! Wir ließen in der Wartezeit unsere Fahrt durchs Swaziland noch einmal Revue passieren: - uns sind unheimlich viele Kinder und Schwangere aufgefallen. Eigentlich trug jede Frau/Mädchen ab 14 (????) ein Kind auf dem Rücken und hatte einen dicken Bauch-oft wurde sogar vorne noch ein Kind getragen. Hinzu kamen noch diverse Lasten auf dem Kopf. Manchmal lief ein Mann nebenher - er trug im Normalfall nichts (vllt. nur die Verantwortung 🤨 ) - die Rundhütten sahen aus Touristenaugen wohl sehr romantisch aus, bei genauem Betrachten zeigte sich aber schon die Armut
- fast in jeder kleinsten Siedlung gab es eine Hinweisschild für eine Schule, meist in Missionshand. Schüler waren in ihren Uniformen allgegenwärtig; auch Busse voller Schulkinder aller Altersstufen haben wir gesehen. Diese hielten vorzugsweise am Rand der Autobahn und ließen ihre Schüler aussteigen. Ganz kleine Knirpse von vllt. 5 Jahren liefen dann über die 2-spurige Autobahn oder überquerten diese sogar! Und bei uns werden unsichere Schulwege angeprangert!!!!
- ein prägendes Erlebnis hatten wir noch: Wir fuhren schon die ganze Zeit einen ca. 3 kg Sack geschälten Mais mit uns rum. Den hatte meine Mann für seinen Bohnensack (Fotoausrüstung) in Pretoria gekauft, und das waren die Reste, die nicht mehr reinpassten. Beim Warten im Swaziland kam uns eine Frau mit Schubkarre und 2 leeren Kanistern entgegen. Wir zeigten ihr den Mais und fragten, ob sie den brauchen könne, da wir ihn nicht benötigten. Ich habe selten so ein Strahlen im Gesicht gesehen, Sie hat vor Freude in die Hände geklatscht. Später haben wir sie noch einmal an einem fast ausgetrockneten Flussbett gesehen, es standen nur noch wenige Pfützen hier und dort und Kühe standen herum. Sie schöpfte mit einer kleinen Tasse das wenige (bestimmt schlammige) Wasser in ihre Kanister. Fröhlich winkte sie uns zu - ich glaube, das werden wir nie vergessen-unsere 18jährige Tochter war die nächste Zeit sehr schweigsam.
Teil 3002. Aug. 2014
Mkhaya Game Reserve (ACHTUNG-Rhino-lastig 🙂 ) Wir hatten uns auf dieses Reserve und die Lodge so gefreut-für uns so ein Highlight unserer Reise,mit Bushwalk 😄 Aber, um es vorweg zu nehmen: Wir wurden sehr enttäuscht 🤢 Die Abholung klappte einwandfrei; wir fuhren den 2 Rangern mit unserem kleinen Autochen hinterher; die Piste war im sehr, sehr schlechten Zustand, das Fahren schwierig, wir haben´s aber gemeister (bzw. mein Mann 😛 ).
An einem eingezäunten Hof konnten wir unseren Wagen parken, bekamen noch einen Willkommensdrink einfach so hingestellt, fotografierten eine imposante Schädelsammlung und dann ging´s im Landrover weiter zur Lodge.
Unterwegs sahen wir einige Tiere, machten wir die Ranger darauf aufmerksam, so hielten sie auch kurz-wir hatten aber den Eindruck, dass sie einfach schnell zur Lodge gelangen wollten.
Dort angekommen, wechselten wir schnell den Wagen, 4 weitere Gäste stiegen hinzu und wir fuhren wieder in den Busch hinaus. Nun war es ein wenig ruhiger und entspannter; auch die Ranger schauten jetzt mal nach Tieren-und wir haben wirklich sehr viele gesehen.
Bei den Rhinos war der Guide auch etwas gesprächiger, ich glaube, die hatte er wirklich lieb. Dementsprechend kannte er sie wohl auch "persönlich" und wusste, bei welchen Exemplaren wir sehr nahe ran fahren konnten. Eines kam uns sogar freudig entgegen und berhührte mit seinem Horn sanft (!) unser Auto-wie wir erfahren haben, ein Flaschenkind 😘 Das war schon wirklich toll!!!!
Im Dunklen kamen wir zurück auf die Lodge und bekamen unser "Zelt-Chalet" gezeigt. Das war schon wirklich schön, Beleuchtung nur mit Petroleumlampen, alles offen-von der Badewanne aus, konnte man in den Busch gucken! Es wäre echt schön gewesen, wenn nicht sofort das Abendessen gerufen hätte; wir hatten gerade noch Zeit unsere Schlafanzüge auszupacken; dann ab zum Feuer! Auch dort war alles perfekt eingedeckt, es gab für uns 7 Gäste Buffet (Indisch angehaucht, nicht unser Geschmack; aber das ist ja nicht ihre Schuld). Nach dem Essen gab´s eine Sing-und Tanzeinlage des Personals. Zum Schluss sollten wir alle mitmachen-auch das ist nicht so nach meinem Geschmack, ich kam mir so´n bisschen vor, wie im Zoo-aber man will ja kein Spielverderber sein und so machten wir halt mit. Danach war Bettzeit-morgen um 5 sollten wir geweckt werden. Im Halbdunklen, erledigten wir noch unsere Abendtoilette und verschwanden dann unter unseren Moskitonetzen. Alle hatten eine Wärmflasche im Bett - nur meine hatten sie vergessen 😈 Na gut, mache ich mir eben warme Gedanken 😵 Am nächsten Morgen wachte unsere Tochter voll Schrecken um kurz nach 5 auf - hatten sie uns einfach vergessen zu wecken 🙄 Schnell rein in die Klamotten, der versprochene Kaffee kam auch erst um kurz vor halb 6 und dann ohne Milch, das kann ich einfach nicht trinken 😠 Schnell hasteten wir zum Treffpunkt um 5.30 sollte es ja zum Morgendrive gehen. Alle waren pünktlich und hatten bestimmt schon lecker Kaffee getrunken (waren ja auch alle außer uns geweckt worden 🤨 Irgendwie hatte ich schlechte Laune 😈 ) Ok, der Drive war wieder sehr schön-da gibt´s nichts 😉
Danach husch, husch zum Frühstück, die Perlhühner warteten auch schon 😁
Laut unserer Beschreibung des Reiseunternehmens und auch durch vorab Recherche im Netz, dachten wir, wir hätten einen 24 Stunden Aufenthalt gebucht mit Bush-Walk und Spaziergang im Mondschein im ausgetrocknetem Flussbett. Nach dem Frühstück hieß es für uns aber schon "Zusammenpacken" und Drive zu unserem Auto. Nachgefragt haben wir natürlich-Bushwalk gilt nur für 24 Stunden Gäste (wir hatten wohl nur 1 Übernachtung; dass es so was auch gab, hatte ich nicht auf der Homepage gefunden) und Spaziergang im Mondschein hätten wir ja abends nach dem Essen machen können-ich hatte im Dunklen noch nicht mal gesehen, dass da ein Flussbett war 🤢 . Ok, war wohl auch z. T. die Schuld unseres Reiseunternehmens oder vllt. auch unsere-zuviel im Internet recherchiert und dann gedacht, das haben wir; wie heißt es immer so schön: das Kleingedruckte auch lesen!!! 🙂 So fuhren wir dann also raus aus dem Mkhaya Game Reserve-angekommen waren wir nicht wirklich 🤨 Aber dafür gibt´s noch ne Menge Bilder der wirklich schönen Anlage, einem WEI?EN Gnu und noch einmal RHINOS!!!!.
Ich weiß, das hört sich an, wie meckern auf hohem Niveau. Und das ist es wahrscheinlich auch. Nur wir kamen uns wirklich nicht so richtig willkommen vor, eher wie eine Nummer im täglichen Ablauf. Und diese wunderschöne Lodge konnten wir in keinster Weise genießen; wir waren ja fast nicht da! Also, wenn Mkhaya, dann mindestens 2 Nächte oder gar nicht!!!
Teil 3104. Aug. 2014
Im Swaziland kauften wir noch ein wenig ein und beobachteten das treiben auf dem Bus-Parkplatz. Alle Südafrika-Erfahrenen haben sowas sicherlich schon gesehen, das Durcheinander von Menschen und Waren, der Krach, die vollkommen überfüllten Busse in tollstem Zustand! Für alle Neulinge hier ein paar Bilder:
Unser nächstes Ziel war die Leopard Mountain Lodge im Zululand Rhino Reserve - 210 km, gut zu befahren und wir kamen zügig voran. Die letzten Impressionen vom Swaziland
Die Ausreise gestaltete sich etwas schwierig, da es wohl extrem wichtig war, die richtige Spur, den richtigen Eingang und den richtigen Schalter und danach den richtigen Ausgang zu benutzen 😉 Wir wurden hin und her geschickt, eigentlich befanden wir uns am Ende genau dort, wo wir am Anfang standen-aber so´ne kleine Wanderung tut den Beinen nach dem langen Fahren ja mal richtig gut 😛 Die Einreise nach Südafrika war dagegen ein Kinderspiel 🤩 und unsere Pässe waren wieder um ein paar Stempel reicher geworden. Wir erreichten die N2 und dann standen wir schon ratz-fatz vorm Gate zum Reserve. Freundlich wurden wir von einem Ranger nach unseren Reservierungsunterlagen gefragt, dannach noch ein wenig Pad und um 14.00 waren wir an der Lodge...
...EINFACH NUR EIN TRAUM!!!!!
Teil 3205. Aug. 2014
So, liebe Hanne und Susi - es geht weiter 🙂 Eigentlich kann man zu dieser Lodge nur immer wieder sagen TRAUMHAFT Es stimmte einfach alle, nicht nur, dass die Gebäude sehr schöne waren, es herrschte einfach so eine Herzlichkeit, Fröhlichkeit und Ungezwungenheit, dass man sich vorkam, als hätten sie einfach nur auf uns gewartet. Wie gesagt, wir waren so um 14.00 dort, unser Gepäck wurde auf die Zimmer gebracht - kleine Rundhütten mit Blick ins Tal. Offenes Bad, Terrasse mit Hängematte, kleines Tauchbecken (Brrr 🤢 ), Betten mit Heißdecke, die abends vom Personal angemacht wurden 🤪 , während wir beim Essen waren...Auch das Haupthaus hatte eine tolle Terrasse mit Aussicht auf das (bei uns ausgetrocknete) Flussbett; dazu leise Musik und ein Glas Wein JENSEITS VON AFRIKA IST NICHTS DAGEGEN - fehlte nur noch Robert Redford 😉 Ach nee, war auch schön mit meinem Männe 😗 Ab und zu kamen Nyalas zu Besuch und durchstreiften die Lodge 🙄
Um 15.00 ist Tea-Time mit kleinen Snacks und Sandwiches. Um 15.30 kann man am ca 3 stündigen Game Drive teilnehmen. Haben wir natürlich 😉 7 Gäste und unser Guide Henry (ein junger Kanadier (hab hier schon mal den Begriff "Sahneschnittchen" gelesen - PASST 🙂 ) mit südafrikanischen Wurzeln, der seit 3 Mon. auf der Lodge arbeitete, vorher aber schon im Kruger und Botswana gelernt hat) fuhren im offenen Wagen los.
Es war unglaublich, was Henry alles wußte, egal ob Pflanzen, Tiere, Spuren, Sterne... Man konnte ihn fragen, was man wollte, er wußte zu fast allem was zu sagen - einfach unglaublich toll! Der Drive hat unheimlich Spaß gemacht, keine Hektik, einfach so in aller Ruhe. Das Einzige, was mir an Henry nicht gefallen hat, war seine überschwängliche Liebe zu Elefanten. 2 x in diesen Tagen gerieten wir mehr oder weniger bewußt (?) mitten in eine Elefantenherde, die not amused darüber waren. Die Ober-Lady zeigte dies auch recht deutlich und startete diverse Attacken auf uns. Leider gibt es davon keine Photos, wir saßen einfach nur noch da wie die Salzsäulen und trauten uns nicht, uns zu bewegen oder gar einen Photoapparat zu zücken. Und was machte Henry? Er flüsterte mit der Dame " it's ok"; "Stop it" etc. Sie stoppte dann wirklich ihre Angriffe, aber v. a. bei der 2. Begegnung, waren wir von der Herde eingekreist und kamen einfach nicht da raus. Das war wirklich gruselig und ich muss gestehen, wir hatten ganz wirklich und richtig ANGST 😊 . Aber wie ihr seht, haben wir es überlebt-und wie so oft, im Nachhinein ist´s ´ne tolle Geschichte.
Nach dem Abenddrive ging´s ans Lagerfeuer und wir quatschten noch alle zusammen. Auch das Essen wird draußen serviert, fragt mich nicht, was es gab-war völlig unwichtig, die Atmosphäre war so schön, dass mir einfach alles geschmeckt hätte 😛 Nach dem Essen klönte man noch ein bisschen, trank den hervorragenden Wein aus und ließ sich von einem Angestellten zu seiner Rundhütte bringen. Das war in der Dunkelheit nämlich nur noch in Begleitung erlaubt. Unsere Tochter pulte am 1. Abend auch gleich mit ihrer Begleitung einen Skorpion aus der Laufschiene der Schiebetür-das war auch der Grund, warum die Tür nicht richtig schloss-sie hatte sich schon gewundert 🙂 Leider hat der Skorpion die Aktion nicht überlebt 🙁 😕 😊 Morgens begann der Drive um 5.30, wieder ca 3 Stunden. Danach wurde mit der ganzen Gruppe am langen Tisch zusammen gefrühstückt. Auch der Guide war dabei und wieder gab es sehr anregende Gespräche. Wir hatten die ganze Zeit Henry als unseren Guide, ob das immer so organisiert wird oder ob das Zufall war, kann ich nicht sagen. Mittags gab´s das Angebot, sich für 1 Stunde an einen Hide fahren zu lassen; klar, haben wir auch gemacht. 🙂 Ganz allein saßen wir zu Dritt plus unserer Fahrerin im Versteck am Wasserloch und sahen dem Treiben zu. Das war jetzt von den Tieren her nicht wirklich spektakulär, aber so wunderschön ruhig und besinnlich, ich wär fast eingeschlafen 🤨 Wir nahmen am Abend erneut am Drive teil und selbst an unsrem Abreisetag durften wir den Morning Drive noch mitmachen und in aller Ruhe mit allen frühstücken. Alles kein Problem 🙂 Und nun die Bilder 🙂 Unsere Rundhütte:
bei den letzten beiden Bildern war ich grad duschen-den Anblick wollt ich euch ersparen 😁
Haupthaus:
unsere Drives:
und jetzt ging´s los- der Kopf, der manchmal zu sehen ist, das ist meiner! Und wie gesagt, irgendwann haben wir uns nicht mehr getraut zu photographieren 🤢
die 2 saßen jeder auf einer Reifenspur mitten auf einem Hügel 😄 Das war echt niedlich! Dann kamen sie neugierig immer näher-bis Mama geschimpft hat mit uns - RÜCKWÄRTSGANG (O-Ton Henry in meiner Übersetzung: "Wenn ich sterbe, dann durch einen Elefanten, das ist ok. Durch einen Löwen ist nicht schön.") Leider war es da schon etwas dunkel, so dass die Bilder nicht scharf sind
Diesen Junggesellentrupp beobachteten wir eine ganze Weile und das Schöne war: nur wir unser Auto und die Löwen 😉 Leider dreht sie immer nur den Hintern zu-ob das was zu bedeuten hat????
Teil 3310. Aug. 2014
29.6.-1.7.14: 2 Nächte; St. Lucia Wetlands Guesthouse
Abschied von der Leopard Mountain Lodge- leider viiiiel zu kurz da gewesen! Wir machten uns auf zum Indischen Ozean. St. Lucia hatten wir gewählt, weil ich unbedingt Wale sehen wollte; da freute ich mich schon die ganze Zeit drauf! Wir hatten sogar schon von Deutschland aus über das Guesthouse für den 30.6. das Whale Watching vorgebucht - sicher ist sicher, die südafrikanischen Winterferien haben ja auch angefangen. Das Gasthaus war leicht zu finden in St. Lucia - wie eigentlich alles; ist ja wirklich überschaubar. Der Empfang war freundlich, das Appartement groß und ok. Die Hiobsbotschaft kam aber gleich zu Beginn: Morgen kein Whale Watching-das Meer ist zu stürmisch! 🤢 🤢 🤢 Evtl. am 1.7. morgens, versprechen könnte man aber nichts! Meine Laune sank auf den Gefrierpunkt 😈 Wofür waren wir hier hingekommen???? 🙄 Na gut, den Nachmittag verbrachten wir mit Sightseeing und Bötchenfahren auf der Lagune - war ja nett, wenn auch sehr touristisch - aber Hippos und Krokodile sind eben keine Wale SCHMOLL 🤢
Nach einer gemütlichen Lese-/Photosichtungs-/Ausruh-/Dusch-/Etc.-Stunde auf unserer Terrasse stürzten wir uns ins Nachtleben von St. Lucia - ich kann nur sagen, wir waren schnell wieder zu Hause 😄 Essen fassen während der Fernseher lief (im Ocean Sizzler), noch ein Glas Bier - Bett 😉 Also der Hit war der Ort wirklich nicht-noch nicht mal die angekündigten Hippos, nachts auf der Straße, haben wir gesichtet 🙄 Für den nächsten Tag - war ja eigentlich unser Whale Watching Tag 😵 - hatten wir uns spontan den iSimangaliso-Wetland-Park vorgenommen. Unser Housefather stellte uns Badehandtücher, Kühltasche und Schnorchelzeug und wir zockelten los. Was soll ich sagen?, Es war schön, sehr ruhig, es gab ein paar Antilopen (diese kleineren "Sumpfantilopenarten-muss ich noch bestimmen 🙁 ) und Vögel, aber das wars auch. Was wirklich nett war, war diese leicht Dschungel-ähnliche Landschaft und die Ruhe!
Unterwegs machten wir Halt an der Felsküste. Dort wurde geangelt, was das Zeug hielt. Wir beobachteten lieber die diversen Krabben:
Am Cape Vidal packten wir unsere Strandausrüstung und stapften frohgemut zum Beach. Doch Schnorcheln??? Unmöglich 🤢 Die See war stürmisch und noch nicht mal an Baden war zu denken. Also veranstalteten wir ein Picknick, beobachteten die frechen Meerkatzen, die alles klauten, was nicht niet- und nagelfest war, lasen ein bisschen, mein Mann entdeckte die Schönheit der Graukopfmöwen - ein besinnlicher Nachmittag!
Ausgeruht und v.a. in Erwartung auf morgen - hoffentlich sollte sich der Wind legen - streiften wir einen weiteren Abend durch St. Lucia, aßen im Reef & Dune, welches uns von der Atmosphäre viel besser gefiel als das Sizzler und begaben uns zur Nachtruhe. So ein "Gammel-Tag" zwischendurch ist wirklich auch mal nett 🙂
Teil 3410. Aug. 2014
Hallo Lil,
die hier als Nachschlag, extra für Dich 😉
LG Lotta
Teil 3511. Aug. 2014
1.7.14 6.00 Uhr morgens: Aufstehen und raus auf die Terrasse: der Wind hatte sich gelegt!!! 😄 🤪 😄
Dann sollte es doch klappen mit unseren Walen 🤩 Unser Housefather hatte uns ein paar Muffins als frühes Frühstück hingestellt, ich war so aufgeregt, dass ich kaum einen herunterbekam-aber so mit nüchternem Magen wollte ich auch nicht aufs Meer. Hatte zwar nie Probleme mit Seekrankheit, aber man weiß ja nie-und das Erlebnis wollte ich mir auf keinen Fall verderben. Also, ganz langsam noch einen Bissen... Ich hatte ja schon Delphine "in Echt" gesehen, aber so etwas Gigantisches noch nie... Glück pur... Den Rest erzählen euch die Bilder... Sooooo SCHÖÖÖÖN 😛 😛 😛
(im Vordergrund bin ich-soooo nah 🙂 )
Teil 3611. Aug. 2014
Schön, dass euch die Bilder und der Bericht so gut gefällt - morgen kommt Salt Rock; eigentlich nicht so erwähnenswert, aber unser Stadtspaziergang durch Durban (entgegen aller Tipps in Reiseführern und von realen Menschen), der könnte wirklich gut werden! Bis Morgen LG Lotta 😉
Teil 3712. Aug. 2014
Auf Wunsch von Antje noch was zu unserer Unterkunft in St. Lucia. St. Lucia Wetlands Guesthouse 20 Kingfisher Street Wir hatten ein Appartement, das aus 2 großen Schlafzimmern mit jeweils eigenem Bad bestand. Wobei eins davon offen war - auch das Klo 😕 Außerdem hatten wir eine Terrasse und darüber Zugang zum Pool (war aber eh zu kalt). Die Zimmer waren wirklich ok, hatten aber keinen afrikanischen Touch-war aber ja auch ein Guesthouse und keine Lodge. Frühstück war lecker-toller Obstsalat 🙂 Schön war, dass man draußen frühstücken konnte auf einem Balkon/Loggia. Der Hausherr hat Vorschläge für Ausflüge gemacht, Tickets besorgt (die konnten wir direkt bei ihm dann bezahlen (mit Visa)-sehr praktisch, da die beim Whale Watching nur Bargeld wollten)-er hat uns Karten gegeben und wie schon erzählt, alles für einen Strandausflug bereit gestellt. Unser Auto war auch plötzlich sauber 😁 Die Hausherrin haben wir nur einmal kurz gesehen. Die Atmosphäre war aber trotzdem irgendwie etwas steif und nicht so herzlich. Aber er war sehr bemüht und für 2 Tage war es eine gute Wahl.
Teil 3812. Aug. 2014
1. - 3.7.14 Salt Rock: The Saffron House (VORSICHT: viel Text, wenig Bilder 😉 )
Salt Rock hatten wir gewählt, weil wir noch gern 2 Tage am Meer verbringen wollten. Wir hatten uns einen kleinen, idyllischen Ort vorgestellt, mussten uns aber eines Besseren belehren lassen. Uns gefiel es nicht!!!! War eher eine reine Feriensiedlung für Leute aus Durban; im östlichen Teil noch sehr schöne Strandhäuser (wie in Malibou 🙂 ), dann aber in Richtung Ballito viele, viele Terrassenappartementhäuser an der Küste, die sich bis Durban zogen. Wirkte so´n bisschen so wie Touri-Dörfer in Mallorca. Muss man nicht hin!!! Was schön war, war der Strand-man konnte tolle Strandwanderungen machen! Und das taten wir dann auch am Nachmittag nach unserer Ankunft 🙂
Aber richtig Strandurlaub im Sommer würde ich da auch nicht gern machen wollen - da darf man ja gaaaar nix 🤢
Abends suchten wir verzweifelt ein nettes Restaurant, gab aber nichts vernünftiges. Wir landeten im - oh Gott, ich trau mich das gar nicht zu schreiben, bitte nicht Lachen 😊 - Siggi's German Restaurant . Zu unserer Entschuldigung: man konnte dort draußen sitzen und die Atmosphäre war ganz nett (das Essen, naja).
Am nächsten Tag begannen wir uns zu langweilen. Also beschlossen wir nach Durban zu fahren und die Stadt zu besichtigen. Gut, Reiseführer und Menschen hatten uns abgeraten, aber wir dachten, wir versuchen es mal. Die Fahrt dorthin zog sich durch Neubausiedlungen, Terrassenhäusern und weiße Wohnblocks. In Durban selbst haben wir uns erst mal verfahren (wie sollte es anders sein 😄 -blöde Namensänderungen) und landeten im Hafenviertel-lt. Reiseführer ein ganz besonders gefährliche Gegend 😕 Sah auch irgendwie "un-nett" aus 🤢 Mit viel Glück, guten Nerven und mal wieder einigen grauen Haaren mehr, fanden wir schließlich das Einkaufszentrum "Workshop", wo wir in der Tiefgarage parkten. Alle Habseligkeiten verstauten wir im Kofferraum(mein Mann hängte sich nur eine Kamera um und das fand ich schon verrückt 🙁 ), ließen das Handschuhfach offen, versteckten auch noch unsere Kreditkarte unter der Fußmatte (die hatte ich blöderweise noch im Portemonnaie) und sagten "tschüss" zu unserem Autochen, in der Hoffnung, es in ein paar Stunden wiederzusehen 😕 Irgendwie war uns ja doch etwas mulmig! 🤨 Treppe hoch, Handtasche quer übergehangen und rein ins Gewühl 🙂
Vor dem Zentrum führten irgendwelche Leute (Groß und Klein) an verschiedenen Stellen irgendetwas vor: Mal Tanz, mal einen Rapp, mal erzählten sie etwas, was wir nicht verstanden.....
Wir schauten und staunten 🙂 Dann schlängelten wir uns durch das Gewühl (immer schön die Handtasche und die Kamera festhalten 😉 ) und suchten die Touristeninfo-dort wollten wir uns einen Stadtplan besorgen. Gesagt, getan... In der Info war es, bis auf einen Angestellten, menschenleer-es schien hier wirklich keine Touris zu geben außer uns 😕 Das Englisch des Herrn war mal wieder unverständlich, trotzdem fanden wir den Stadtplannach einiger Suche. Gut gerüstet zogen wir nun Richtung Jumma Musjid Moschee und Indischem Markt los... Auf dem Stadtplan sah das nicht weit aus, zog sich aber ganz schön, weil: CHAOS; CHAOS; CHAOS
Menschenmassen, keiner hielt sich an Verkehrsregeln, überall Verkaufsstände, Krach, Geschrei etc. p.p. Aus den Geschäften dudelte Musik in ohrenbetäubender Lautstärke, man verstand sein eigenes Wort nicht mehr. Hinzu schien das Schlange-Stehen in Durban bis zur Perfektion ausgebildet zu sein, uns wurde nicht klar, warum vor dem einen Fast Food Restaurant mind 50 Menschen anstanden-vor dem Nachbar Stand aber kein einziger 😕 Diese Schlangenbildung engte den Bürgersteig enorm ein, hinzu kamen noch diverse Bretterbuden am Bordsteinrand-und den restlichen Platz beanspruchten Fliegende Händler, die Kleidung aus Altkleidersäcken aus Europa (da bin ich mir ganz sicher!) vom Boden weg verkauften. Vergessen habe ich noch die Garküchen, aus denen es nicht wirklich lecker roch (ganz ehrlich: es stank bestialisch 🤪 ) Hinzu kamen noch Berge von Müll, die sich gleichmäßig über den Bürgersteig verteilten. Die Straße als Fußweg zu benutzen war auch keine gute Idee, wenn man überleben wollte. Also Augen zu und durch-ich ignorierte einfach das weiche, matschige Gefühl unter meinen Füßen, wenn ich mal wieder irgendwo reingetreten war und guckte auch nicht, was es wohl war-wollte ich gar nicht wissen 😗
Wir kamen langsam vorwärts und an einer großen Kreuzung hatten wir irgendwie die Orientierung verloren. Wir hatten uns in der Touri-Info den Stadtplan eingeprägt, damit wir ihn nicht so offen in der Hand halten mussten und so direkt als Touristen erkannt werden-war aber völlig unnötig: 3 Weiße, davon einer mit Photoapparat, eine mit langen blonden Haaren und die 3. zwar Kurzhaarig, aber auch blond - na, wenn das mal keine Touris sind 😄 Tatsächlich wir waren die einzigen Weißen in der ganzen Innenstadt!!!!! Also gaben wir unsere "Tarnung" auf und beugten uns zu Dritt über den Stadtplan, irgendwo hier musste doch die Moschee sein! Maximal 2 Minuten schauten wir auf den Plan bis wir von einem Schwarzen, der aus einem Geschäft gekommen war, angesprochen wurden. "Ob er uns irgendwo hinbringen könne", errieten wir aus dem Englisch. Da man ja als welterfahrene Touristen weiß, dass man niemals auf so ein Angebot eingehen darf (hinterher kostet's viel Geld, oder man wird beklaut, entführt, im schlimmsten Fall in irgendeiner dunklen Ecke ermordet), winkten wir nicht gerade freundlich ab. Der nette Herr erklärte uns dann, dass wir keine Angst haben bräuchten, ihm gehöre hier der Laden und er wolle uns doch nur helfen! Oh Gott, was haben wir uns geschämt 😊 😊 😊 😊 Er erklärte uns dann den Weg zur Moschee auf dem Stadtplan (wir waren wirklich fast das) und wir bedankten uns so herzlich wir konnten, um unsere anfänglich Unfreundlichkeit wenigstens einigermaßen wett zu machen 😕
Moschee gefunden! War aber doch ziemlich schwierig, wir hatten uns so'n Gebäude aus 1000 und einer Nacht gedacht, war aber von unten Außen fast nicht zu erkennen, da es in einem Gewirr aus kleinsten, dunklen Gassen (nur für Fußänger) versteckt lag. Sah aus, wie in einem Basar, viele Kopftücher und Burkas - kurz dachte ich mir, wenn dich jetzt jemand in so einen Hinterhof zerrt und dich abmurkst-das merkt hier keiner! ; ganz schnell verdrängte ich diesen Gedanken 🙄
Am Eingang der Moschee wußten wir nicht so genau, ob wir wohl mal einen Blick ins Innere werfen könnten; wir standen so ein wenig unschlüssig rum; v.a. wir beiden Frauen. Dann wurden wir aber auch schon von dem "Hüter" (ich weiß nicht, wie man die richtig bezeichnet) angesprochen. Er gab uns allen eine schwarze "Kutte", die wir überziehen mussten, Schuhe aus und rein!! 😁 Wir bekamen eine ca 1 Stunde dauernde Privatführung durch alle Räume der Moschee 🙂 🙂 🙂 Verstanden haben wir nicht alles, aber er hat sich super Mühe gegeben, uns den islamischen Glauben zu erklären. Dazwischen beteten die Männer und warfen uns ab und zu mal einen schrägen Blick zu. Auch er fragte uns, woher wir kämen und war neugierig. Irgendwie hatte wir aber alle 3 den Eindruck, dass er mit der Antwort "Germany" nichts anfangen konnte. Richtig wohl haben wir beiden Frauen uns nicht wirklich gefühlt-war irgendwie komisch. Außerdem roch es nach "Füßen" und meine Tochter dachte immer nur an Fußpilz 😵 Aber eine wirklich tolle Erfahrung-ich weiß jetzt auch, wie doll man unter diesen schwarzen Gewändern schwitzt!!!! Irgendwann kamen wir wieder raus auf die Straße, nach der Stille in der Moschee erneut ein Schock für alle Sinne (inkl. Verkaufsstand für Woodoo oder Heiler Artikel: Knoch, Haare, Hörner etc. Leider, leider kein Bild). Kurz besuchten wir noch den indischen Markt (wurden überall angesprochen), waren aber irgendwie so überwältigt von den Eindrücken, dass wir nur noch zum Auto und raus aus dieser Stadt wollten.
Unser Wagen freute sich genauso wie wir, uns wiederzusehen! Wir fuhren zur marina (fast direkt gefunden 🙂 ) und tranken erst mal ein Bier!!! 😄 Das hatten wir uns verdient!!
Ziemlich erledigt fuhren wir über Umhlanga zurück, dort sollte es tole Restaurants geben. War abernix. Dann schauten wir noch in einem mozambiquanischen Restaurant in Ballito vorbei, da war alles voll und totale Hektik. DAS WOLLTEN WIR NACH DIESEM TAG GAR NICHT MEHR! Also, wo sind wir gelandet - klar, bei Siggi 😁 Schnitzel, Bier, draußen sitzen, RUHE - Oh Mann, wie schön 😛 😛 😛
Beim nächsten mal gib´s noch was zur Unterkunft- für alle Planer! Heute mag ich nicht mehr!!! Photos gab's so wenig, weil selbst meinem unerschrockenen Mann im Gewühl von Durban der Mut verlassen hat-die paar sind aus der "Hüfte" gemacht und dementsprechend schlecht 🤢
Resumee unseres Durban-Ausflugs: Wir sind nicht einmal in irgendeine brenzlige Situation gekommen! Die Leute waren nett und neugierig auf uns Ausländer. Das Problem war viel mehr in unseren Köpfen, weil wir vorab so viele Warnungen gelesen haben. Etwas mehr Unbedarftheit hätte uns gut getan 🙂
Teil 3912. Aug. 2014
So, letzter Beitrag jetzt erst fertig, also, wer früher schon angefangen hat zu lesen, der war zuuuu früh 🙂 Dauert bei mir immer ein bisschen mit allen Fotos und Änderungen 😉
Teil 4013. Aug. 2014
Da Interesse besteht, klinke ich mich mal als Ehemann und Knipser ein: Fotoausrüstung war eine Canon D1 Mark IV für die schnellen shots und eine 60D als backup, ansonsten hatten wir noch 'ne kleine Lumix dabei. Objektiv bei den Walen und bei schlechten Lichtverhältnissen (früh morgens und bei Dämmerung) war das EF 70-200mm 2.8 L II IS, ansonsten bei den Tierchen meist das neue Tamron 150-600mm. Sonst war noch das EF24-70 2.8L II, das EFS10-22mm und das EF100mm 2.8 Makro, der 2xExtender III (nie benutzt), 2 Stative (3- und 1-Bein), Bohnensack (hat sich super bewährt), Blitz, jede Menge Filter und sonstiger Kleinkram mit dabei (Gesamtgewicht ca. 18Kg, also nix mehr nur fürs Handgepäck 😠 ) Tour-Anbieter für Hippos ist der gleiche wie für die Wale, also Advantage (180 R p.P.) ca. 90Min, wir hatten die Spätnachmittags -Tour um 15.00Uhr, deswegen war das Licht optimal 😎 . Für' s whalewatching unbedingt die Cam gut wasserdicht einpacken (ich hatte den lens-coat), Filter und Sonnenblende montieren nicht vergessen; für die Wellenreitertour durch die Brandung kann man die Ausrüstung relativ sicher unter dem Sitz in einer Art Koffer unterbringen- bei dieser Etappe benötigt man auch beide Hände zum Festhalten, da ist ans Knipsen nicht zu denken (leider). Es lässt sich aber auch anschließend nicht vermeiden, dass alles mit Salzwasser durchtränkt wird 😈 Vermisst habe ich nur noch mehr Brennweite - kann nie genug sein - und ein paar Träger für das ganze Besteck, leider haben sich meine beiden Mädels meist geweigert 🙁 Günter
Teil 4115. Aug. 2014
Zur Unterkunft in Salt Rock: The Saffron House 15 Robbins Road
Gefiel uns nicht! War äußerlich etwas runtergekommen, aber das war für uns nicht das eigentliche Problem. Die 2 Zimmer (2DZ mit großem Bad) waren auch wirklich ok, ´was komisch war, war die Atmosphäre! 🤢 Z.B. bei unserer Nachfrage nach einem netten Restaurant, wurde uns gesagt, auf dem Zimmer liegt ein Heftchen mit Tipps - da waren zwar welche aufgeführt, aber nur als Werbung. Der Frühstücksraum war die (ehemalige?) Küche des Hauses (die Familie wohnte in der umgebauten Garage), 3 kleine Tische, lieblos kunterbunt gedeckt, "Buffet" auf der Küchenanrichte; der Hausherr lehnte die ganze Zeit an dieser- man hatte den Eindruck, dass er nur wartete, dass wir endlich fertig sind. Er hat nicht einmal gefragt: "Was haben Sie heute vor? Hat es Ihnen gefallen? Wo fahren Sie als nächstes hin? etc..... Auch bei der Abschieds-Schlüsselübergabe kam gar nichts von ihm. Die Hausherrin hat nur das warme Frühstück zubereitet, ansonsten haben wir von ihr nichts mitbekommen. War irgendwie mehr als komisch. Aber da ja alles Geschmackssache ist, muss jeder für sich entscheiden, ob er dort wohnen möchte, bzw. ob er überhaupt nach Salt Rock will. 😕 Sauber war es auf jeden Fall! Da wir die Reise als Komplettpaket bezahlt haben, kann ich nichts zum Preis/Leistungsverhältnis sagen. Wenn man es günstig für 1 Nacht buchen kann, find ich es ok-aber keine zu großen Erwartungen! Hier ein paar Photos der Unterkunft:
Teil 4215. Aug. 2014
@Freak9965: Ja, eigentlich gebe ich Dir Recht. ABER...sind die weißen Südafrikaner (und ich denke schon, dass sie sich nach so langer Zeit als solche bezeichnen dürfen) alle vom Verfolgungswahn behaftet oder sperren sie sich selber zu Recht ein? Ich fand die Absicherungen ebenfalls etwas übertrieben, aber ich lebe auch nicht dort! Ich glaube einfach, als Tourist für 2 - 3 Wochen können und dürfen wir uns über die dortigen Umstände kein wirkliches Urteil erlauben! Bei uns ist alles gut gegangen-Glück oder ist es z. Zt. die Regel??? Meine Tochter, immer noch 18 Jahre alt , ist zur Zeit bis zum Uni-Beginn in Madrid. Sie schrieb mir heute, dass sie vor der Kathedrale von einer Blumenverkäuferin um 80 € "erleichtert" wurde- diese wollte Geld wechseln, meine Tochter wollte nett sein, und plötzlich fehlten ihr 80,- im Portemonnaie! Sie weiß nicht, wie das geschehen ist, die "Verkäuferin" natürlich weg; für ein junges Mädchen, das sich diesen Aufenthalt zusammengespart hat, war das ein Schock! Soll ich ihr jetzt sagen, dass sie keinem Menschen mehr helfen darf????? Ich denke, Sicherheitsprobleme gibt es in Afrika - aber, wie man sieht, leider auch in Europa. Von daher glaube ich schon, man muss vorsichtig sein - LEIDER- aber nicht nur auf anderen Kontinenten, sondern auch bei uns! Gesunder Menschenverstand hilft in den meisten Fällen! Ich hatte es für Durban schon einmal gesagt-und es gilt eigentlich für die ganze Reise: Wir haben uns nicht einmal bedroht gefühlt (außer bei "Henry" und den Elefanten 🙂 ), deshalb fahren wir auch weiterhin ohne große Angst in diese Länder, lassen aber die gleiche Vorsicht walten wie in Europa 🙂
Teil 4317. Aug. 2014
3. - 5.7.14 Montusi Mountain Lodge Royal Natal
Unsere letzte Etappe 🤢 Geht es Euch auch immer so, dass Ihr schon 2 -3 Tagen vor Ende der Reise traurig werdet??? Ich muss mir immer selbst in den Hintern treten, um auch die letzten Tage noch genießen zu können und nicht immer nur traurig zu sein. Über die N3 fuhren wir Richtung Norden. In Pietermaritzburg machten wir ein kleines Päuschen und besichtigten dieses kleine, nette Städtchen
Wir führten noch einige Studien hinsichtlich Schönheitsideal durch
Aber auch dort scheint ein Wandel stattzufinden
Über Bergville näherten wir uns den Drakensbergen. Teilweise dachten wir allerdings, auf einem anderen Kontinent zu sein - eher in Utah oder Arizona
Diesen jungen Mann beobachteten wir, als er tanzend (!!!!!) einen Feldweg entlangtrabte - vom Nirgendwo zum Nirgendwo 😉 Einfach unglaublich diese Lebensfreude 😛
Hinter Tugela kam sie in Sicht - die atemberaubende Kulisse der Drakensberge
Und bald danach fanden wir den Wegweiser zu unserer nächsten und letzten 😕 Unterkunft
Viele kleine Häuschen waren verteilt auf einem gepflegten Gelände. Eigentlich hatten wir ein 3-Bett Zimmer gebucht, bekamen aber ein eigenes Häuschen mit 2 Schlafzimmern, 2 Bädern, Wohnzimmer mit Kamin und Kochnische! Die Begrüßung auf der Lodge war sehr freundlich, wir buchten für den nächsten Morgen einen 2 stündigen Ausritt für unsere Tochter und für uns alle eine Massage am Abend - wir wollten uns mal so richtig entspannen. Nachmittags streiften wir einfach zu Fuß ein wenig durch diese einmalige Landschaft. Ich lass einfach mal wieder die Bilder sprechen
Abends gab es im großen Speisesaal ein Dreigang-Menu; leider waren sämtliche Vorhänge zugezogen, an Aussicht auf Berge, Landschaft oder Sterne war also nicht zu denken. Wir kamen uns ein bisschen vor wie in einer Gruft. 😕 Anschließend gönnten wir uns noch einen Absacker an der Bar mir 2 alten Bekannten aus der Leopard Mountain Lodge-wir hatten zusammen den Elefantenangriff er- und überlebt, so was schweißt zusammen und es gab viel zu erzählen 🙂
Am nächsten Morgen fuhren mein Mann und ich in Richtung Nationalpark, wir wollten uns ganz gemütlich die Gegend ein wenig anschauen (unsere Tochter war bereits mit einem Führer hoch zu Ross losgezogen. Diese Landschaft war einfach so traumhaft, dass ich das gar nicht beschreiben kann, sondern es mal wieder von Photos nur so wimmelt
Teil 4418. Aug. 2014
Immer wieder standen kleinere Dörfer am Wegesrand - die Armut war unübersehbar
In einem kleinen Handcraft-Market stiegen wir aus; ich brauchte dringend noch ein Geburtstagsgeschenk für meine Freundin. Das meiste gefiel uns nicht, aber in der Ecke, da standen wunderschöne, eckige Schalen, grob aus Holz geschnitzt. Von der Größe müssten sie so gerade in den Koffer passen, aber beim Anheben bekam ich einen Schrecken! Mann, waren die schwer!!!! Aber was tut man nicht alles für eine liebe Freundin 😉 Die würden wir auch schon noch irgendwie zu der anderen Holzschale und den diversen Glassachen aus dem Swaziland dazupacken können. Wir fahren ja erst morgen - Zeit genug, sich den Kopf darüber zu zerbrechen 😄 Zurück auf der Lodge hielten wir erst mal ordentlich Siesta in der Sonne und beobachteten die bunte Vogelwelt (VORSICHT-viele Vogelbilder 🙂 )
Am Nachmittag rafften wir uns noch einmal auf, die Buschmannzeichnungen direkt hinter dem NP-Eingang auf der rechten Seite zu besuchen (hatten wir als "Geheimtipp" gelesen - und möchte ich gern weiterempfehlen, weil wirklich sehr schön) Ein junges Mädchen stieg mit uns bei ordentlich heißen Temperaturen den Berg empor; wir stöhnten, japsten und schwitzten - sie lief in Jeans und Kapuzenpulli (es war ja immerhin Winter 🙂 ) leichtfüßig vor uns her. Die Zeichnungen selbst sollen nicht so ganz uralt sein, aber ein paar Jahrhunderte haben sie wohl doch auf dem Buckel; und schön waren sie allemal:
Beim Abstieg gingen die beiden Mädchen nebeneinander her. Ich hörte wie sie sich unterhielten: "Bist du verheiratet? Hast du Kinder? Was machst du? Wieviele Geschwister hast du?..." Da liefen eine 18-jährige aus Deutschland und eine 22-jährige aus Südafrika nebeneinander her und waren so neugierig aufeinander. Fand ich irgendwie toll!
Wir sahen noch ein paar Antilopen außerdem eine Horde Paviane, die den Berg ihr Eigen zu nennen schien. Glücklicherweise ließen sie uns aber in Ruhe.
Dann verabschiedeten wir uns von den Drakensbergen
... von Klippschliefern
... Heiligen Ibissen und anderen Vögeln
... und überhaupt von Afrika und seinen Menschen
Am nächsten Morgen fuhren wir über Bergville Richtung Jo-Burg - nicht ohne uns erneut zu fragen, ob Altkleiderspenden in Europa wirklich sinnvoll sind?
In Heidelberg ( 😄 😄 😄 ) aßen wir noch eine Pizza, bevor wir uns in das Gewühl der Straßen von Jo-Burg wagten (Stärkung muss sein 🙂 ) - aber, oh Wunder, wir verfuhren uns nicht, sondern fanden den Flughafen auf Anhieb 😄 War aber auch nicht ganz so schwierig, die Südafrikaner waren clever und haben riesige weiße Flugzeuge auf die Autobahnspur, die man nehmen muss, gemalt - das verstanden sogar wir Europäer 🤩 Ein letzter Abschied von unserem Autochen
und den Rest kennt ihr wahrscheinlich... Schlange stehen, einchecken, pünktlich (!) gestartet, die übliche Hektik in Abu Dhabi und dann rein in eine AirBerlin Maschine - zurück in Deutschland 🙂 Es fing gleich damit an, dass uns die Stewardess zurechtwies, als wir nach dem "Boarding complete" Plätze ändern wollten - so was sei nur mit ihrer Genehmigung erlaubt 🙁 Ok, wir werden es uns wieder abgewöhnen 😊 , jedenfalls bis zum nächsten Jahr 😛 Planen nämlich schon Namibia, diesmal vielleicht mit Dachzelt, wenn wir uns trauen 🤪
Eine schöne Geschichte gab's noch am Ende: Auf der Leopard Mountain Lodge hatte ich sie zum ersten Mal gesehen - weich, knuddelig und unheimlich schön gemacht. Auch am Flughafen in Jo-Burg begegnete ich ihnen erneut! Aber so ein Souvenir kauf man einfach nicht mehr in meinem Alter 🙁 Als ich zu Hause abends ins Bett wollte, saß er da, mitten auf meinem Kopfkissen 🤩 🤩 🤩
Mein Mann hatte ihn auf der Leopard heimlich gekauft und er hatte uns schon -ohne mein Wissen- die halbe Reise begleitet 😁