← Zurück zum Bericht

Reisebericht · namibia-forum.ch

Namibia zum Zweiten....faszinierend

von regsal · Oktober 2013 · 18 Tage · Selbstfahrer · 16 Teile

Über diesen Reisebericht

Unsere zweite Selbstfahrer-Rundreise durch Namibia beginnt bei der AfriCat Foundation in Okonjima: Auf einer Pirsch mit Peilantenne entdecken wir eine Leopardenmutter mit Jungtier aus wenigen Metern, danach besuchen wir zu Fuss handaufgezogene, zahme Geparden. Im Etosha-Nationalpark reihen sich an den Wasserlöchern rund um Okaukuejo und das abgelegene Dolomite Camp im Westteil dichte Tierkonzentrationen: Löwenrudel mit Jungtieren, Elefantenherden, Nashörner und - hautnah miterlebt - wie zwei Löwen einen Oryx reissen.

Auf der staubigen Piste ins Kaokoveld, wo seit fast zwei Jahren kein nennenswerter Regen mehr gefallen ist, gerät unser Auto in einen Sandsturm. Wir besuchen ein Himba-Dorf bei Sesfontein, wandern im Bett des fast ausgetrockneten Hoanib-Flusses und baden in der warmen Quelle von Ongongo. Im Damaraland bestaunen wir die Felsgravuren von Twyfelfontein und die Basaltsäulen der Organ Pipes, im Erongo-Gebirge wandern wir auf dem Eagle Trail zwischen den Felsen. An der Küste erleben wir die grosse Robbenkolonie von Cape Cross und in der Lagune von Walvis Bay unzählige Flamingos und Pelikane.

Höhepunkt ist der Sossusvlei: Im Morgengrauen besteigen wir die Düne Big Daddy, steigen über die steile Flanke ins strahlend weisse Deadvlei ab und erleben am Abend den Sonnenuntergang auf der Düne 45. Über den steilen Spreetshoogte-Pass fahren wir zurück Richtung Windhoek und verbringen die letzte Nacht auf der Okapuka Ranch, wo uns Giraffen und Gnus zum Abschied noch einmal ganz nah kommen. Insgesamt legen wir rund 3500 Kilometer zurück, drei Viertel davon auf staubigen Schotterpisten, und übernachten unterwegs in neun verschiedenen Lodges.

Diese Zusammenfassung wurde automatisch erstellt und vom Autor freigegeben.

Teil 115. Mai 2014

Auch wir sind fasziniert von Namibia und haben im Oktober 2013 unsere 2. Selbstfahrer-Rundreise unternommen. Es wird nicht das letzte Mal sein, wir sind schon an der nächsten Reise planen. Trotzdem möchte ich unsere Erlebnisse, wenn auch etwas verspätet mit den Lesern dieses Forum teilen.

12. Oktober 2013 - Frankfurt - Windhoek

Es ist soweit - wir sitzen im ICE nach Frankfurt und die erste Aufregung ist auch schon überstanden. Im letzen Augenblick erfuhren wir, dass der ICE erst ab Badischen Bahnhof fährt, anstatt Basel SBB. Unser reservierter Sitzplatz ist im hintersten Wagen und dieser hat die Nummer 37. Der erste Spurt ist geschafft. In Frankfurt haben wir noch gemütlich Zeit uns auf den Nachtflug einzustellen. Etwas Aufregung gibt es bei der Handgepäckkontrolle. Mein Rucksack wird zu Seite genommen und eine Dame fragt mich, ob ich ein Fernglas dabei habe. Ja, habe ich - und ich muss mit einem Herrn in ein Nebenraum. Er mache jetzt ein Sprengstoff-Test mit dem Staub auf dem Fernglas - es sei nur eine Stichprobe. Dieser Vorfall war doch etwas beunruhigend, das Fernglas haben wir im Army-Shop gekauft... Der Flug nach Windhoek verläuft problemlos. Wir fliegen mit einem ganz neuen Airbus der Air Namibia. Trotzdem haben wir Mühe etwas Schlaf zu finden, es ist etwas kalt und wir sind froh, als wir pünktlich um 6.00 Uhr morgens in Windhoek landen - in Namibia wird es langsam Tag.

13. Oktober 2013 Windhoek - Okonjima-Farm

Bis zur Passkontrolle geht es zu Fuss über das ganze Flugfeld - recht eindrücklich und einmalig - in der langen Warteschlange braucht es etwas Geduld, bis wir die 3 Stempel in unseren Pässen haben, wir sind ja in Afrika.. Unser Gepäck ist jedoch schon auf dem Rollband und wir steuern direkt auf das Autovermietungsbüro "Budget" zu. Nach dem mühsamen ausfüllen der Papiere kommt das noch mühsamere Kontrollieren des Autos.. Unser Auto ist ein Nissan 4x4 mit einem Aufbau auf der Ladebrücke. Es ist keine Limousine, aber dafür hat es 4 gute Pneus und noch 2 Reserveräder - jetzt kann's endlich losgehen - Achtung Linksverkehr! - Richtung Windhoek City. Wir haben etwas Mühe bis wir das Einkaufszentrum gefunden haben, damit wir Wasser- und Knabbervorräte einkaufen können. Dann suchen wir noch einen Bankomaten für etwas namibische Dollars zum Tanken. Endlich können wir losfahren - Richtung Norden auf der schnurgeraden, asphaltieren B1. Am Flughafen war es noch etwas kühl, es wird jedoch immer wärmer und wir müssen schon bald die Klimaanlage in Gang setzen. Die Müdigkeit der letzen Nacht macht sich bemerkbar und es braucht auf den 270 km zweimal ein Halt um ein kurzes "Nickerchen" zu machen
Die AfriCat Foundation liegt westlich des Waterbergs, zirka 20 km vor Otjiwarongo.Der kühle Willkommensdrink tut gut. Unsere Lodge ist wunderschön! Die Aussicht durch das riesige Fenster gibt uns das Gefühl direkt in der Steppe zu sein - Warzenschweine tummeln sich bei den Termitenhügeln, Erdmännchen tauchen kurz auf und verschwinden bald wieder. Wir sind einmal mehr überwältigt von dieser Landschaft, dieser Weite und diesen Farben! Bis zum Abendessen können wir uns etwas entspannen und geniessen es ganz einfach auf unserer Veranda. Beim Abendessen, bei Oryxfilet mit Gemüse, lernen wir ein Schweizer Paar kennen und sie lassen uns an ihren Reiseerlebnissen ihrer 3-wöchigen Namibiareise teilhaben. Wir sind definitiv angekommen in Namibia..!

he2bc9d2.JPG



hef89a2f.JPG

Teil 215. Mai 2014

Danke für euer Interesse, es ist schön, wenn ihr mit uns noch einmal auf unsere Reise mitkommt.

Montag, 14. Oktober 2013 Leoparden und Geparden in Okonjima

Um 5.30 Uhr gibt's Tagwach. Bevor wir mit Norman von der AfriCat-Foundation und mit Claudio und Stefanie (zwei junge Schweizer auf Namibiareise) auf Pirsch gehen, gibt's Kaffee und frische Muffins. Dann geht's los auf die Suche nach den Leoparden und Geparden im 22'000 ha grossen Park. Da die Tiere mit einem Senderhalsband ausgerüstet sind, wird die Spurensuche mit einer speziellen Antenne vorgenommen. Die Morgenstimmung ist sehr schön und sobald die Sonne aufgeht, wird es auch wärmer.
Wir fahren kreuz und quer durch den Park - es geht 1 1/2 Stunden bis wir endlich ein Signal empfangen. Bip-Bip, das heisst ein Leopard ist ganz in der Nähe - welche Aufregung - in einem sandigen Bachbett gleich vor dem Fahrzeug entdecken wir eine Leopardenmutter mit ihrem Jungen.
Unfassbar - in kaum 5m Entfernung, dieses elegante Raubtier zu beobachten!
Nach dieser aufregenden Begegnung fahren wir weiter und bald heisst es "jetzt geht's zu Fuss zu den Geparden". Norman geht voraus, nur mit einem Stock ausgerüstet. Wir haben schon ein wenig ein komisches Gefühl, als wir vor uns im Steppengrass, 3 Geparden friedlich im Schatten liegend und ohne Zaun dazwischen, aus nächster Nähe bestaunen können. Die Geparden lassen sich nicht stören - sehr eindrücklich diese Begegnung!
Jetzt haben wir alle Hunger und wir fahren zurück und ein tolles Frühstück wartet auf uns.

Am späteren Nachmittag geht's noch einmal los - Norman zeigt uns die Klinik der Foundation. Die Tiere werden einmal im Jahr eingefangen und untersucht. Da in Namibia alle Farmen umzäunt sind, wird es schwierig für die wild lebenden Raubtiere, ihr Freiraum wird immer kleiner. In der Abenddämmerung haben wir noch einmal das Glück, eine ganze Gruppe von Geparden zu beobachten, bevor wir auf einer Anhöhe die Weite des Parks überblicken können und auf den traumhaften Sonnenuntergang mit einem Glas Wein anstossen.
h90f0d04.JPG


hdc12420.JPG


h0df7251.JPG


h95b4908.JPG


hef5b942.JPG

Teil 316. Mai 2014

15. Oktober 2013 Okonjima - Okaukuejo

Unsere Reise geht weiter Richtung Etosha-Park. In Otjiawarongo machen wir ein kurzer Halt an der Tankstelle und im Spar. Am früheren Nachmittag erreichen wir schon das Anderson-Gate. Unser Busch-Häuschen in Okaukuejo ist nur ein paar Schritte vom Wasserloch entfernt. Da es sehr heiss ist, sind ausser 3 Elefanten keine Tiere am Wasserloch.
Um der Hitze etwas zu entfliehen, machen wir am späteren Nachmittag eine kleine Pirschfahrt im klimatisierten Auto in der Nähe von Okaukuejo. Auf dem Weg zum ersten Wasserloch entdecken wir 2 Löwen, die friedlich im trockenen Buschgras schlafen, wir schrecken einige Springböcke und Zebras auf und eine Giraffenmutter mit ihrem Jungen ist auf dem Weg ans Wasserloch. Bei unserer Ankunft am Wasserloch Nebrownii erwartet uns eine Überraschung.... 4 Löwenmütter mit 8 jungen Löwen sind im Anmarsch... wir können nur noch staunen! Etwas später kommen noch 2 männliche erwachsene Löwen dazu. Die Kleinen spielen zusammen wie junge Katzen, es kommt uns vor wie der kleine Simba mit Mufasa im Film "der König der Löwen", einfach faszinierend und so niedlich. Ein Live-Spektakel auf einer Distanz von ca. 20m.
Überwältigt von dem Löwenspektakel fahren wir wieder zurück nach Okaukuejo, gerade rechtzeitig zum wunderschönen Sonnenuntergang. Beim Einnachten spazieren wir noch einmal ans Wasserloch. Es ist recht ruhig, auf einmal spürt man eine gewisse Unruhe bei den anwesenden Elefanten und Giraffen. Der Grund dafür ist ein Nashorn, das gemächlich aus dem Gebüsch kommt. Schnell wird es jetzt dunkel, es wird Zeit für ein Schlummertrunk. Eine Schulklasse singt rythmische, nambische Lieder im Restaurant und machen richtig gute Stimmung. Zufrieden gehen wir schlafen in unser klimatisiertes Häuschen und bedauern die Gruppe junger Camper auf dem Platz neben uns, die in ihren Zelten bei dieser Hitze wohl nicht so gut schlafen werden wie wir...

h13dd0ed.JPG


h96986d7.JPG


hc98949b.JPG


h5f41136.JPG


h5eb05ec.JPG


h239481e.JPG


h62f3e14.JPG

Teil 416. Mai 2014

16. Oktober 2013 Okaukuejo - Dolomite Camp (Etosha)

Wir sind schon früh wach und machen unsere Sachen wieder bereit zur Weiterreise. Vorerst fahren wir hinaus in die Etosha-Salzpfanne - eine riesige, eindrucksvolle, weisse Ebene. Dann geht's weiter in den westlichen Teil des Etosha-Parks bis zum Dolomite-Camp. Schon beim ersten Wasserloch Ozonjuitji m'Bari hat es Tiere soweit das Auge reicht... Zebras, Springböcke, Oryx, Strausse und zwei Löwen, welche die Unruhe bei den anderen Tieren verursachen. Die Löwen lassen die anderen Tiere nicht ans Wasserloch, erst als sich zwei Elefanten dem Wasserloch nähern, ziehen sich die Löwen etwas zurück und auch die anderen Tiere geben den Weg frei für die Könige am Wasserloch.
Während die zwei Elefanten sich ruhig am Wasserloch verköstigen, gibt's ganz plötzlich wieder Aufruhr in den Herden. Ein Löwe hat mit einem riesigen Sprung ein Oryx überfallen, der zweite Löwe springt dazu und der Oryx wird qualvoll von den Löwen behandelt bis er endlich zu Tode gebissen wird. Welch ein grausames Naturspektakel! Es ist grausam, wie der Oryx sich mit allen Kräften versucht sich zu befreien, doch auch mit seinem spitzigen Geweih hat er gegen die zwei Löwen keine Chance.
Ganz mitgenommen von diesem grausamen Spektakel fahren wir weiter. Uns ist wieder einmal bewusst geworden, wie die Regeln in der Natur brutal sein können, aber nur so wird die Tierwelt reguliert.
Bald kommen wir zu einem weiteren Wasserloch, Bitterwater, wo eine ganze Elefantenfamilie, vom kleinen Elefantenjungen bis zum alten Bullen, ihren Durst gelöscht haben. In der Ferne, im Schatten eines Sandhügels liegen 6 Löwen, immer lauernd auf eine weitere Beute.
Das nächste Wasserloch, Olifantsrus, wird bewacht von zirka 60 Geiern. Trotzdem wagen sich Springböcke und Zebras ans Wasserloch zum Trinken. Von Weitem kommt eine ganze Herde Gnus, als sie jedoch fast beim Wasserloch angekommen sind erblicken sie die Geier und wie vom Pfeil getroffen kehren sie um und fliehen so schnell sie nur können. - Es ist beeindruckend wie die Regeln unter den Tieren an den Wasserlöchern eingehalten werden...
Auf der Weiterfahrt zu unserm Tagesziel, werden wir belohnt mit weiteren Begegnungen der Tierwelt des Etosha - wie Erdhörnchen, Giraffen, Zebras und einer Straussenfamilie.
Die einzige Lodge im westlichen Teil des Etosha-Parks ist auf den Dolomite-Hills - mit zirka 20 Häuschen auf der Hügelkette verteilt. Dieses Camp ist nicht mit einem Sicherheitszaun gegen die wilden Tiere abgesichert. Das ist auch der Grund, warum wir nach Sonnenuntergang nicht mehr alleine zu Fuss unterwegs sein dürfen. Unsere Lodge ist sehr luxuriös mit einem eigenen Swimmingpool. Vom Balkon aus haben wir einen überwältigenden Ausblick über den Etosha - eine grosse Pavianfamilie und lustige Klippschleifer, welche sich auf den Felsen unter dem Häuschen herumtummeln, Elefanten, Zebra's und Griraffen, die friedlich durch die Ebene ziehen.
Und einmal mehr ein traumhafter Sonnenuntergang über den Weiten Namibias... mit anschliessendem Vollmond am afrikanischen Nachthimmel, welcher selbstverständlich auch fotographisch festgehalten werden muss...

h385f45d.JPG


hf4a0f68.JPG


h334215e.JPG


h430a13f.JPG


h9750366.JPG


hd3e6b22.JPG


h14886fe.JPG


h74b95bd.JPG


hf713e3f.JPG


h3728ac0.JPG


hcf371da.JPG


he6d2315.JPG

Teil 516. Mai 2014

17. Oktober 2013 Tiersafari um die Dolomite-Hills

Bei Sonnenaufgang machen wir uns bereit für unsere Tour um die Dolomite-Hills und die Beobachtung der Tiere an den Wasserlöchern. Bevor die grosse Hitze (38° am Schatten) wieder da ist, sind wir beim Wasserloch Rateldraf und haben einmal mehr das Glück zahlreiche Tiere anzutreffen - Eine Giraffenmutter mit ihrem Jungen, Zebras, Gnus, Kudus und Oryx. Heute sehen wir zum ersten Mal die Bergzebras, eine seltene Art von Zebras, deren Streifen anders verlaufen als bei den Steppenzebras. Hautnah erleben wir ein Kampf von zwei Oryx. Mit ihren spitzigen Geweihen versuchen sie einander herauszufordern. Der Kampf geht zum Glück friedlich aus.
Auf unserer Weiterfahrt erleben wir eine traurige Szene in der Tierwelt - ein toter Giraffe liegt im hohen Steppengras und ein anderer Griaffe steht daneben und macht Totenwache. Etwas nachdenklich kommen wir beim Wasserloch Jakkalswater an. Es ist unglaublich was wir da wieder für ein Spektakel erleben. Drei Elefanten, 2 Nashörner, Kudus, Springböcke, Oryx - wir können nur staunen und in respektvoller Distanz das Treiben beobachten. Unterdessen ist Mittag geworden und sehr heiss. Wenn die Hitze nicht so unerträglich wäre, könnten wir stundenlang diese Tierwelt beobachten!
Wir sind froh, dass wir uns im "eigenen" Pool etwas abkühlen können um der Nachmittagshitze etwas zu entfliehen.

h2cb5ca2.JPG


h842ff56.JPG


h1d4d817.JPG


h35f9c18.JPG


h86729b6.JPG


he8b7ecd.JPG


h275c6d5.JPG


h3a7b0ee.JPG


hb835438.JPG

Teil 617. Mai 2014

18. Oktober 2013 Etosha - Khowarib-Lodge (Kaokoveld)

Schon heisst es wieder Abschied nehmen vom Dolomite-Camp und vom Etosha Park mit seiner beeindruckenden Tierwelt. Früh fahren wir wieder los, wir haben eine lange Strecke vor uns. Auf dem Weg zum Galton Gate machen wir einen letzten Halt an einem Wasserloch. Auch diesmal haben wir grosses Glück - es herrscht schon wieder regen Betrieb und wir geniessen diesen Moment ganz besonders - es fällt uns schwer, uns von dieser grandiosen Tierwelt zu verabschieden.

h267ed6b.JPG


hf93846f.JPG


h3ccaac4.JPG


hf728e22.JPG


h6068cde.JPG


Nach einem kleinen Missverständnis am Galton Gate, welches sich dann mit einem Trinkgeld erledigen liess (ich habe die Parkgebühren nicht bei dem offiziellen Büro etwa 10 km vor Parkausgang bezahlt), kommen wir auf eine geteerte Schnellstrasse und fahren Richtung Kamanjab. Pfeiffengerade verläuft die Strasse, wie fast überall in Namibia. Die Landschaft ist wieder ganz anders, spezielle Steinformationen, Gebüsche und die bekannten Zäune der Farmen der Strasse entlang. In Kamanjab, ein kleines Dorf südlich des Etoshas, treffen wir auf eine Gruppe Schulkinder, es ist Mittag und wir müssen unbedingt wieder auftanken und etwas Bargeld auftreiben.

h3fa3ab3.JPG


ha0f8cfa.JPG


Die Tankstelle ist neben dem "Supermarkt". Aber wo finde ich ein Bankomat? Da ich auch den Wasservorrat auffüllen muss, gehe ich in den Supermarkt und siehe da - mitten im Geschäft, zwischen Tüten und Regalen steht ein Bankomat... Es braucht jedoch etwas Geduld und mehrere Anläufe bis der Automat ein paar namibische Dollarnoten ausspuckt. Auf der Weiterfahrt Richtung Westen treffen wir auf ein paar Eselskarren, ein beliebtes Transportmittel im Nordwesten Namibias... Die einfachen Hütten der Damarabevölkerung wechseln sich ab mit einer neuen faszinierenden Landschaft...
h07d9cc0.JPG


hcba489c.JPG


h859e300.JPG


h1da3257.JPG


hdae9573.JPG


hf378fc5.JPG


Vor Palmwag überqueren wir den Grootfonteinpass und weiter geht's auf den staubigen Pisten Richtung Sesfontein. Obschon es in dieser Gegend fast 2 Jahre nicht mehr geregnet hat, ist die Landschaft faszinierend und abwechslungsreich. Wir begegnen ein paar Bergzebras, im Gebüsch hie und da ein Autowrack.


h4e69979.JPG


h4e4221a.JPG


h44b5024.JPG


h9fac2c2.JPG


Bei Palmwag fahren wir durch die Veterinärsgrenze und es wird kontrolliert, ob wir kein Fleisch transportieren. Diese Kontrolle wurde nach der Rinderpest im 1997 eingeführt. Hier befindet sich auch die letzte Tankstelle bevor man ins Kaokoveld fährt - 3 Tanksäulen am Rande einer staubigen Piste... Der Tankwächter bittet uns, bei unserer nächsten Reise nach Namibia ein Schweizersackmesser mitzubringen...
Schnurgerade geht die Piste Richtung Norden, eine richtige Berg- und Talfahrt da die Piste viele ausgetrocknete Flussbeete durchquert. Das Gefühl von Freiheit in dieser Unendlichkeit ist immer wieder von Neuem überwältigend.

h02a48d3.JPG


hd31d1fa.JPG


hb79a0e9.JPG


Auf dieser Piste zu unserem Tagesziel in der Khowarib Schlucht am Hoanib-Fluss, erscheint vor uns auf einmal eine riesige Staubwolke. Es bleibt uns keine Wahl, wir müssen direkt durch den Sandsturm fahren, es windet sehr stark und wir sind froh, dass wir uns im Auto vor Sand und Wind schützen können. Zum Glück hat sich der Sturm gelegt, als wir bei der Lodge ankommen und freundlich empfangen werden. In unserem Häuschen, direkt am Fluss hat jedoch der Sandsturm seine Spuren hinterlassen, von den Bettdecken muss erst mal die beachtliche Sandschicht abgeschüttelt werden...


h4ecaf3b.JPG


h93f8585.JPG


hc91c77d.JPG


Der Hoanib-Fluss ist nur noch ein kleines Bächlein, aber es reicht um etwas Grün in die staubige Landschaft zu bringen. Es ist sehr heiss in der Khowarib-Lodge aber es ist sehr gemütlich hier. Wir sind recht müde nach der langen Reise und nach einem Nachtessen unter dem Sternenhimmel schlüpfen wir früh unters Moskito-Netz für die Nachtruhe, die jedoch durch das Gequake der Frösche am Fluss etwas gestört wird.

h2e3c8f9.JPG


haba208f.JPG

Teil 717. Mai 2014

19. Oktober 2013 - Besuch im Himba Dorf

Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zu einem Himba-Dorf nördlich von Sesfontein. Unser Guide ist auch ein Himba. Er lebt jedoch nicht mehr als Nomade. Da er die Sprache der Himba spricht, führt er Touristen zu den Himba-Dörfer. Es hat in dieser Gegend seit langem nicht mehr geregnet, darum sind die Männer mit den Rinderherden weit weg gezogen, wo es noch etwas Futter für die Rinder hat. Die Frauen und Kinder bleiben während dieser Zeit zurück im Himbadorf.
Die Himbas sind die letzten Nomaden Namibias. Die Frauen reiben sich mit einem Gemisch aus zermahlenem Roteisenstein, Fett und Kräutern ein, zum Schutz gegen Sonne und Flüssigkeitsverlust. Die Frauen tragen schöne selber gemachte Schmuckstücke, jedes Schmuckstück hat eine spezielle Bedeutung. Die verheirateten Frauen tragen meistens ein Fellkrönchen mit langen Zöpfen. Wir sind beeindruckt von dieser Einfachheit und bedanken uns respektvoll bei diesen Frauen.

h87d9559.JPG


he2a5e70.JPG


h06cf18d.JPG


he593707.JPG


Mit viel Staub geht es im offenen Safariauto wieder zurück in die Lodge. Es ist schon sehr heiss obschon erst 11 Uhr vormittags ist. Es wir zu heiss in unserem Häuschen und wir machen es uns gemütlich an der offenen Bar. Hans nimmt ein abkühlendes Bad bevor wir wieder ein köstliches Nachtessen unter dem Sternenhimmel geniessen dürfen.


h41b57a4.JPG


h67829f5.JPG


h4bed51a.JPG


h7a3df12.JPG

Teil 818. Mai 2014

20. Oktober 2013 - Wanderung am Hoanib -Fluss

Mit 2 Flaschen Wasser im Rucksack versuchen wir nach dem Frühstück dem Flussbeet vom Hoanib-Fluss entlang zu wandern. Am Anfang geht es recht gut, dann müssen wir jedoch das Flussbeet verlassen, die Felsen fallen steil ab bis ins Wasser.
Es ist eine spezielle Landschaft, unten im Flussbeet ist es grün und oben Sand und einige Sträucher. Dazwischen liegt der Campingplatz - mit gedeckten Wasch- und Toilettenanlagen.
Erstaunlich wie die Bäume und Sträucher trotzdem grüne Blätter haben, obschon es fast 2 Jahre nicht mehr geregnet hat. Der Grund dafür ist, dass die Bäume so tiefe Wurzeln haben, dass sie bis zum Grundwasser kommen - die Natur lässt uns immer wieder staunen.

hc800162.JPG


h9a84105.JPG


h6d0f4c7.JPG


h1686511.JPG


Die Familie der Paviane profitiert auch von dem kühleren Vormittag und tummeln sich im Flussbeet.

ha5897d9.JPG


Während der grossen Mittagshitze geniessen wir unseren letzten Tag in der Khowarib-Lodge. Am späteren Nachmittag fahren wir über das Dorf "Warmquelle" zu den Ongongo-Wasserfällen, wo sich effektiv eine Quelle mit warmem Wasser befindet. Die Fahrt dorthin geht über einen holprigen "Pad", vorbei an Damarasiedlungen. Die Kinder stehen am Wegrand und möchten ihre selbstgebastelten Werke verkaufen. Am Ende des Tals bei der Quelle hat es ein Campingplatz - er scheint wie ausgestorben. Da kommt uns ein Damara entgegen, er hütet den Campingplatz und frägt uns ob wir ihn dann zum Dorf zurückbringen würden. Ja sicher, aber vorerst geht's zum Bad in die "Warmquelle".

he724bb8.JPG


h6d97962.JPG


hfbe4f13.JPG


h420fdca.JPG


Es war fast wie ein Bad in der Quelle der Aphrodite... - vielleicht haben wir dort den definitiven Namibia-Virus eingefangen... 🙂
Nach diesem erholsamen Sonntagnachmittag geniessen wir unseren letzten Abend und lassen uns bedienen von den 2 fröhlichen Damara-Schwestern Kuku und Imo. Wir haben sie in den 3 Tagen in unser Herz geschlossen.

h76ed2bc.JPG


h962bbae.JPG

Teil 918. Mai 2014

21. Oktober 2013 Khowarib-Lodge - Doro Nawas im Damaraland

Mit liebevollen Umarmungen und einem herzlichen Eintrag im Gästebuch verabschieden wir uns von Kuku und Imo. Wieder sind wir unterwegs auf der staubigen Piste Richtung Palmwag, vorbei an grossen Ziegenherden, die von Frauen und Kindern zu den Sträuchern mit einigen grünen Blättern getrieben werden. Ein einsamer Giraffe, ein Oryx und einige Springböcke in der steinigen Landschaft sind unsere Begegnungen auf dem Weg ins Damaraland.

h3249119.JPG


h66c5c5b.JPG


hc9b9942.JPG


hb099b32.JPG


hc900ddc.JPG


hdff0694.JPG


h1aafa49.JPG


h44e723b.JPG


Doro Nawas-Camp liegt mitten im Damaraland auf einem Hügel, wie eine Festung. Von der Dachterasse haben wir einen traumhaften Ausblick auf die Damaraberge und die endlose Weite des Damaralands - diese Weite gibt uns ein Gefühl von unendlicher Freiheit!

h4c61c5d.JPG


h4967b6c.JPG


hf1c4367.JPG


Von Doro Nawas aus ist es nur etwa 25 km bis nach Twyfelfontein mit den berühmten Felsgravuren, die mit harten Quarzsteinen in die Steinplatten geritzt wurden. Sie sind bis zu 6000 Jahre alt und im Juni 2007 zu einem Unesco-Welterbe erklärt worden. Mit einem Führer und bei grosser Nachmittagshitze wandern wir durch die Felsen und bestaunen die beeindruckend gut erhaltenen Felsgravuren.

h02430fc.JPG


h0f0d0b0.JPG


Auf unserem Nachmittagsausflug machen wir auch einen Halt bei den sogenannten "Organ pipes". In einer Schlucht haben sich vor etwa 120 Mio. Jahren hunderte von bis zu 5m hohe Basaltsäulen nebeneinander aufgereit. Diese sind entstanden, als Lavamassen in das Schiefergestein eindrangen und unter Druck erstarrten. Durch Erosion wurden sie zu einem späteren Zeitpunkt der Erdgeschichte freigelegt.
Zum Abschluss steigen wir noch auf den "verbrannten Berg". Er sieht wirklich so aus als hätte hier ein verheerendes Feuer gewütet und alles was zurückbleibt ist Russ und Asche. Diese Vulkanlandschaft von oben zu betrachten beeindruckt uns sehr und wir realisieren einmal mehr, dass der Mensch den Gewalten der Natur mit Respekt begegnen sollte.

h48eedbb.JPG


hdfeba95.JPG


h3a681a8.JPG


Zurück in Doro Nawas mit der mächtigen Eingangstüre, verschwindet grad die Sonne hinter den Damarabergen und das letzte Sonnenlicht lässt die Landschaft in hundert Farben erstrahlen. Nach dem Nachtessen verwandeln sich die Angestellten von Doro Nawas - vom Koch bis zur Kofferträger - in einen namibischen Chor und singen uns ihre schönen rhythmischen Lieder aus dem Damaraland. Nach Amarula im Glas und gesungen ist es Zeit zum Schlafen gehen - einmal mehr ein wunderschöner Tag, wofür wir dankbar sind!

heb236a5.JPG


h4b1c1da.JPG

Teil 1018. Mai 2014

22. Oktober 2013 Doro Nawas - Erongo Wilderness Lodge

Früh packen wir unsere Sachen wieder zusammen und fahren nach dem Frühstück los Richtung Khorixas, der Hauptort des Damaralandes. Die Strasse ist wieder eine Berg- und Talfahrt - ein Flussbeet nach dem anderen wird überquert. In Khorixas müssen wir wieder einmal ein Bankomat ansteuern. Im Supermakt erledige ich den Einkauf – vorallem Wasser bei dieser Hitze.
Weiter geht's ostwärts auf der C39 bis zur Abzweigung zur Vingerklip. Es ist zwar ein Umweg für uns, aber wir wollen diesen riesigen Felsen ganz nah sehen. Es hat sich gelohnt - mit einer wunderschönen Aussicht auf die weite Ebene bestaunen wir ein weiteres Naturwunder von Namibia ganz nah! Die 35m hohe Vingerklip ist ein Rest eines Tafelberges, der durch Erosion allmählich abgetragen wurde.

h65aa93b.JPG


hf2eaa2b.JPG


Auf einer Nebenstrasse zurück nach Khorixas, fahren wir an Rinderfarmen vorbei und ich muss mehrmals ein Viehgatter öffnen, damit wir durchfahren können. Dann geht's Richtung Süden auf der C35 über Uis und weiter auf der C34 bis nach Omaruru. Eine lange Strecke und zum Teil auf recht sandigen Strassen. Vor Omaruru gibts noch eine Polizeikontrolle. Neben uns wurde ein Transport von Farmerarbeitern gestoppt, dieses Fahrzeug wollte auf seinem Laden-Deck etwa 20 Farmerarbeiter in die Stadt zurücktransportieren. Wir sind mit einer Ausweiskontrolle davongekommen, die anderen hatten wohl weniger Glück....

h63f893d.JPG


h1296cc3.JPG


h5cc3246.JPG


Es ist schon 18.00 Uhr als wir endlich bei unserer Lodge Erongo Wilderness in der Nähe von Omaruru ankommen. Kurz vorher haben wir die einzige Eisenbahnlinie von Namibia überquert. - Schnurgerade wohlverstanden..! Ein Guide zeigt uns den Weg in das Camp im Erongo-Gebirge mit den speziellen Felsformationen. Jetzt braucht's wieder einmal den Allrad... Unser heutiges Zuhause ist die "Honeymoon-Suite"... eine Überraschung... Pünktlich zum Sonnenuntergang haben wir es uns auf unserem "hauseigenen Felsvorsprung" gemütlich gemacht. Wir geniessen einmal mehr diesen stimmungsvollen Tagesausklang bevor uns unter dem namibischen Sternenhimmel ein feines Nachtessen serviert wird


h101c3c8.JPG


h75d8be4.JPG


h9a2f618.JPG

Teil 1118. Mai 2014

23. Oktober 2013 Erongo Wilderness Lodge - Wanderung "Eagle-Trail"

Durch die Schreie der Paviane auf dem nahen Felsen sind wir wach geworden. Um 7.00 Uhr sitzen wir schon am Frühstückstisch und geniessen eine grandiose Aussicht. Hier kann man wohl sagen, "Morgenstund hat Gold im Mund. Mit einem dicken Stock ausgerüstet machen wir uns auf den Weg zum "Eagle Trail". Dieser Rundweg führt uns über den Felsen überhalb der Lodge. Mit dem Stockschlag auf die Steine müssen wir uns bemerkbar machen, damit wir die Schlangen vertreiben.

h43f1be5.JPG


h7516356.JPG


h3fbcfce.JPG


h85e4665.JPG


h2015d61.JPG


h330bd44.JPG


h1cb1500.JPG


h432b001.JPG


Der Aufstieg ist recht steil, vorerst durch wildes Gebüsch und zwischen Felsbrocken hindurch erreichen wir schliesslich die Höhe und haben einen atemberaubenden Ausblick in die Ebene und die Erongo-Berge.
Wir sind ganz allein auf diesem Berg, die Paviane haben sich an den Schatten verzogen. In der Tiefe sehen wir unser Camp und in der Ferne das Flussbeet des Omaruru-Flusses, selbstverständlich ohne Wasser nach monatelanger Trockenheit. Es ist für uns manchmal fast nicht fassbar, diese menschenleeren Weiten, die Ruhe - nur mit den Geräuschen der Natur. Für all diese Erlebnisse sind wir sehr dankbar. Der Abstieg ist wieder sehr steil, aber wir schaffen es noch vor der grossen Mittagshitze wieder in unserer Lodge zu sein.

Am Schatten bei unserem Häuschen verbringen wir gemütlich den Nachmittag. Mit einem Guide wandern wir am späteren Nachmittag auf den Felsen auf der gegenüberliegenden Seite unserer Lodge. Auch diese Felsformationen sind vor Milionen Jahren durch Vulkanausbrüche entstanden. Leider ist unsere Sunset-Wanderung nicht so ruhig wie am Morgen. Eine Familie mit 4 lebhaften Kleinkindern will den Sonnenuntergang auch bestaunen...

hda99851.JPG


h2b3efe0.JPG


h8f87285.JPG

Teil 1218. Mai 2014

24. Oktober 2013 Omaruru - Cape Cross - Swakopmund

Nach einer etwas unruhigen Nacht - ich habe gestern Abend allein das Abendessen geniessen müssen, Hans lag mit einer Magen-Darm-Störung im Bett - heisst es heute wieder packen. Zum Glück geht es Hans wieder besser und wir fahren vorerst zurück nach Omaruru. Ich möchte doch noch felsthalten, dass die Erongo-Wilderness-Lodge ein ganz besonderer Ort ist, und für uns einer der schönsten Lodge.

h388cd25.JPG


Omaruru wurde 1872 von der Rheinischen Mission aufgebaut - die Kirche und einige Gebäude sind somit im deutschen Stil gebaut und erhalten geblieben.
Bevor wir uns wieder auf den Weg machen, muss wieder der Tank gefüllt werden. Ein kurzer Blick in den Supermarkt lässt uns staunen - so modern wie hier ist bei weitem nicht jeder "Supermarkt" in Namibia. Omaruru wird heute als Künstler- und Rentnerstadt Namibias beschrieben

h3a9280b.JPG


hfe94de6.JPG


Nun geht unsere Fahrt wieder über Uis nach Hentjes Bay auf einer nicht endenden schnurgeraden Piste. Wie näher wir der Küste kommen, desto öder wird die Landschaft und die Temperatur sinkt merklich. Bei Hentjes Bay fahren wir noch einmal etwa 50 km Richtung Norden bis zum Cap Cross und der riesigen Robbenkolonie. Trotz starkem Wind und dem stechenden Geruch der vielen Robben sind wir beeindruckt von dieser Massenansammlung von Robben...

h0aefd57.JPG


h441ba0e.JPG


hacc4fb7.JPG


Auf der verlassenen Küstenstrasse, wo wir ausser ein paar Fischer kaum ein Auto kreuzen, fahren wir zurück bis nach Swakopmund. Heute ist unsere Lodge auf Stelzen direkt in der Bucht von Swakopmund mit Blick auf die vielen Flamingos und die Dünen des Hinterlandes. Die Siedlung heisst "The Stiltz". Leider ist es wie immer sehr windig und kühl in Swakopmund und der Balkon in unserem Häuschen wird nur zum photographieren benutzt...

hbad5139.JPG


h6693163.JPG


hce086a2.JPG


Auch in Swakopmund gibt es trotz kühlen Temperaturen traumhafte Sonnenuntergänge über dem Meer... Im luxuriösen, während derdeutschen Kolonial-Zeit erbauten Hansa-Hotel, gönnen wir uns ein köstliches Springbockfilet. Trotzdem brauchte ich die Heizdecke in dieser Nacht......

hc6d01b4.JPG


h99b26ad.JPG

Teil 1318. Mai 2014

25. Oktober 2013 Swakopmund - Walvis Bay – Sossusvlei

Beim Morgenessen liegt Nebel über Swakopmund - was nicht ungewohnt ist für diesen Ort. So fahren wir gleich los Richtung Süden auf der Küstenstrasse Richtung Walvis Bay. Walvis Bay hat der grösste Hafen von Namibia. Der kurze Abstecher in die berühmte Lagune bei Walvis Bay lässt uns wieder einmal staunen. Massenhaft Pelikane und Flamingos tummeln sich in dieser Lagune. Über 80 % aller Flamingos im südlichen Afrika ernähren sich in dieser Lagune.

he5b2581.JPG


h9fc11e9.JPG


h18c8816.JPG



hbdb7e59.JPG


Auf der C14 geht es nun wieder ins Landesinnere und es wird von Kilometer zu Kilometer wieder wärmer.
Über Pässe und durch Schluchten führt unsere heutige Route. Bei einem Rastplatz staunen wir wieder einmal mehr, was doch die Natur für Wunder hervorbringt, als wir zwischen Steinen die schönsten Blumen entdecken.

h6fa70d6.JPG


h7abebfd.JPG


ha8fd088.JPG


h48e8e2d.JPG


hb535df3.JPG


h077bb34.JPG


h56681f8.JPG


hf0f4d70.JPG


h57eaf92.JPG



Nach dem Überschreiten des Tropic of Capricone (musste dies festhalten, bin schliesslich im Sternzeichen Steinbock geboren 🙂 ) und dem Durchqueren des Kuiseb Canyon's kommen wir über eine eher schlechte Strasse mit vielen Querrinnen nach Solitaire, wo die Abzweigung nach Sossusvlei ist. In dieser Gegend hat es durch die lange Trockenheit Steppenfeuer gegeben und das Gras ist verbrannt.

h3f944e6.JPG


Endlich erreichen wir das Sesriem Gate und von Weitem sehen wir die Sossus Dune Lodge, die einzige Lodge innerhalb des Sossusvlei und unser heutiges Tagesziel. Die Häuschen sind am Fusse eines Felsens in einer Reihe mit Gehsteigen verbunden. Wir sind müde von der langen Fahrt und geniessen auf der Veranda unseres Häuschen die Abendstimmung und die letzten Sonnenstrahlen über den Dünen des Sossusvleis.

hde54231.JPG


h09192bb.JPG


ha0d7fba.JPG


h6ae86f0.JPG




.

Teil 1419. Mai 2014

26. Oktober 2013 Sossusvlei - Big Daddy - Sesriem Canyon - Sonnenuntergang auf der Düne 45

Schon um 4.30 Uhr gibt es heute Tagwach. Es ist noch dunkel draussen und die Sterne funkeln noch über dem namibischen Himmel. Unser Guide wartet schon auf uns - wir wollen heute bei Sonnenaufgang auf der höchsten Düne - genannt Big Daddy - stehen. Die Fahrt führt uns vorerst 65 km weiter in den Sossusvlei und die letzten 5 km fahren wir im Tiefsand. Es dämmert schon ein wenig, als wir mit einer Flasche Wasser und dem Fotoapparat ausgerüstet, zügig den Aufstieg auf die 300 m hohe Düne in Angriff nehmen.
Es ist recht mühsam im Sand auf dem Dünenkamm vorwärts zu kommen. Es ist jedoch noch kühl und als die Sonne die obersten Spitzen der Dünen beleuchtet, stehen wir auf dem Big Daddy und sind überwältigt von diesem Naturspektakel. Es ist schwierig zu beschreiben, wie wir uns gefühlt haben, fast alleine auf einer der höchsten Düne der Welt zu stehen und mitzuerleben, wie die wunderschön geformten Sterndünen in der aufgehenden Sonne zu leuchten beginnen.

hbacc4f0.JPG


h8da2a35.JPG


h50e379d.JPG


haef2763.JPG


Das Deadvlei leuchtet in der Sonne strahlend weiss und wir nehmen die Abkürzung über den Seitenhang der Düne steil bergab - das ist ein riesen Spass! - die Schuhe voller Sand stehen wir nun ganz alleine in diesem weissen Tal, umringt von den riesigen Dünen - das gibt uns ein Gefühl als stünden wir auf einem anderen Planeten. Wir überqueren die Ebene bis zu den uralten abgestorbenen Bäumen, welche dank dem trockenen Klima bis zu 800 Jahre alt sind.

hb5564bc.JPG


h5a9858f.JPG


h65969d7.JPG


h2414af2.JPG


Langsam steigt die Temperatur auf den Dünen, was jedoch die vielen Touristen nicht hindert, wie Ameisen auf die Dünen zu steigen. Auf uns wartet jedoch ein köstliches Frühstück unter einem Baum am Schatten, mit Ausblick auf die zweitgrösste Düne - die Big Mama -

h43b48cd.JPG


h317f8be.JPG


hc228283.JPG


Vor der grossen Mittagshitze fahren wir wieder zurück zur Sossus Dune Lodge und ruhen uns ein wenig aus von der Dünenwanderung. Ein Glanzstar, ein wunderschöner Vogel, stattet uns ein Besuch auf unserer Veranda ab..

hb685ca2.JPG


Am späteren Nachmittag steigen wir dann noch in den Sesriem Canyon – vor 2 Mio. Jahren hat der Fluss Tsauchab eine 1 km lange, bis zu 30m tiefe Schlucht in das Gestein gegraben und somit diesen eindrucksvollen Canyon geformt.

h7dea7ee.JPG


h9712080.JPG


h6d22afe.JPG


Der Steppenwind ist erfrischend nach diesem Heizkessel... 🙂

h5166cc2.JPG


Gegen Abend zieht es uns noch einmal in Richtung der Dünen, diesmal mit eigenem Fahrzeug. Als Abschluss im Sossusvlei wollen wir den Sonnenuntergang auf der Düne 45 geniessen.

h5aec986.JPG


he036168.JPG


Es muss verdient sein, denn es windet stark und der Aufstieg auf dem Dünenkamm ist mühsam. Aber es hat sich gelohnt, wir sind ganz allein mit den roten Dünen im Abendlicht.

h8825b6c.JPG


Ein Gefühl von Dankbarkeit, Friede und Freiheit erfüllt uns, als die Sonne weit hinten im Sossusvlei wie ein Feuerball hinter den Dünen untergeht.

ha353c9b.JPG

Teil 1520. Mai 2014

27. Oktober 2013 Sossusvlei - Okapuka Ranch

Leider heisst es heute wieder Abschied nehmen von der faszinierenden Dünenwelt des Sossusvlei und unsere letzte Reiseetappe geht wieder Richtung Norden. Wir haben uns für eine etwas spezielle Route entschieden. Vorerst wie gewohnt, auf einer schnurgeraden Piste bis nach Solitaire, dann biegen wir ab Richtung Spretshoogte-Pass. Auf dieser Strasse dürfen keine grösseren Fahrzeuge verkehren und bald verstehen wir auch wieso - die Strasse wird immer schmäler und steiler. Auf dieser steilen, mit Bundsteinen gepflasterten Strasse kommt unser 4x 4 Nissan noch einmal richtig zum Zuge... 🙂

hd939e65.JPG


h914f126.JPG


Wir staunen nicht schlecht, als wir auf halber Höhe eine Gruppe Velofahrer überholen, die mühsehlig auf dieser steilen Strasse die Passhöhe bei dieser grosser Hitze erreichen wollen.


h331e67f.JPG


Auf der Passhöhe ist der Ausblick überwältigend und wir bewundern einmal mehr die Natur - trotz langer Trockenzeit blühen hier wunderschöne Blumen und Sträucher - es ist ja Frühling in Namibia...

h0bf662e.JPG


hc7ad36b.JPG


h227efb3.JPG


hc0ad9b6.JPG


h479dfc5.JPG


Auf der Hochebene Richtung Kupferbergpass ist die Landschaft weniger dürr. In dieser Gegend hat es viele Rinderfarmen und wir fragen uns, ob die Tiere bei dieser Trockenheit wohl immer genug zu fressen haben.


h28a0fa2.JPG


h8885d48.JPG


Ein letzter Halt machen wir bei diesem riesigen Nest der Webervögel. Es können bis zu 100 Vögel in diesen Nestern leben. Eine Handvoll roter Sand aus der Kalahari soll uns zu Hause immer an dieses schöne Fleckchen Erde erinnern.

h3ba13fe.JPG


h19d5e74.JPG


Auch Steine können faszinierend sein... 😉

ha954718.JPG


hc9cad0d.JPG


Über Windhoek fahren wir noch ca. 30 km nördlich zu der uns schon bekannten Okapuka-Ranch von unserer letzten Namibia-Reise.

ha0cb203.JPG


h41df6b9.JPG


Wir machen es uns gemütlich in der offenen Veranda des Restaurants und amüsieren uns an den Warzenschweinen. Die Kulisse an diesem Ort ist einfach fantastisch. Aus nächster Nähe können wir eine Herde Gnus betrachten, die sich genüsslich an der grünen Wiese erfreuen.

haf3cc65.JPG


h9131940.JPG


h111cdac.JPG


Ganz bewusst geniessen wir unseren letzten Abend in Namibia bis zum Sonnenuntergang und gönnen uns zum Nachtessen ein "Gamepfännle" mit Oryx- und Springbockspezialitäten.

hab2e4eb.JPG


h7b04e03.JPG

Teil 1621. Mai 2014

28. Oktober 2013 Windhoek - Rückflug nach Frankfurt

Ich bin heute schon früh wach und es zieht mich ein letztes Mal in die kühle Morgenbrise vor unserem Häuschen. Wie berührt war ich, als ich etwa 30 m vor mir auf der grünen Wiese der Okapuka-Lodge 2 Giraffenmütter mit ihren Jungen entdeckte. Das war ein schönes Abschiedsgeschenk aus der faszinierenden Tierwelt Namibias und ich speicherte dieses Bild in meinem Herzen und für einmal nicht im Fotoapparat. 🙂

Nach dem Morgenessen müssen wir unsere sieben Sachen alle wieder in die Koffern verpacken und dann geht's direkt nach Windhoek. Da unser Flug erst am späten Abend ist, reicht es noch für einen Abstecher zur Christuskirche und ein Rundgang auf dem Markt.

he3f9a7f.JPG


h575df16.JPG


Es ist heute sehr heiss und wir suchen den Schatten im Park vom Tintenpalast mit seiner farbigen Blumenpracht.

h410df10.JPG


h8dab930.JPG


hfbd9561.JPG


Wir sind etwas früh am Flugplatz und sind froh als wir unser Auto ohne grosse Umstände wieder abgegeben haben. Wir versuchen uns etwas auszuruhen an einem schattigen Plätzchen vor dem Flughafen vor unserem Nachtflug nach Frankfurt. Trotz der grossen Hitze friert es mich auf einmal ganz fürchterlich und ich fühle mich gar nicht gut. - Ist es die Hitze oder die Wehmut des Abschieds...?
...bis zu unserem Abflug geht es mir wieder etwas besser und unser Nachtflug verläuft problemlos. Am Dienstag den 29. Oktober 2013 landen wir pünktlich um 6.30 Uhr in Frankfurt und können direkt in den Anschlusszug nach Basel umsteigen. In Gedanken sind wir noch immer in Namibia und erst die kühlen Temperaturen zu Hause holen uns wieder in die Realität zurück. Mein Unwohlsein vom Vortag hat sich zu einer Nierenbeckenentzündung entwickelt und muss mit Antibiotika wieder auskuriert werden.... 🙁

ha047e66.JPG



Unsere 2 unentbehrlichsten Dinge auf unser Selbstfahrrundreise in Namibia:

TANKSTELLEN

TRINKWASSER

hcacb076.JPG


ha4d527a.JPG


Abschliessend einige Daten unserer Reise durch Namibia:

h519c28e.JPG


Wir haben zirka 3'500 km zurückgelegt, davon 3/4 auf staubigen "Gravelroads".
Wir haben zirka 80 lt Trinkwasser benötigt.
Wir haben in 9 verschiedenen Lodges übernachtet, die alle sehr komfortabel eingerichtet waren.

und.......NAMIBIA WIR KOMMEN WIEDER! 🙂

Namibia zum Zweiten....faszinierend von regsal

Quelle: www.namibia-forum.ch/forum/thema/282764-namibia-zum-zweiten-faszinierend

Stand: letzter Berichtsteil vom 21. Mai 2014

Die Rechte am Text und an den Bildern liegen beim Autor. Ausdruck für den eigenen Gebrauch.