2013 Umwege ins Paradies oder Etosha wird überbewertet
von casimodo · Sept. – Okt. 2013 · 32 Tage · Selbstfahrer · 43 Teile
Über diesen Reisebericht
Zu zweit sind wir im September und Oktober 2013 mit dem eigenen Mietwagen unterwegs: Von Botswana rund ums Okavango-Delta und über den Chobe geht es durch den Caprivi nach Namibia, weiter ins Kaokoveld, ins Damaraland und an die Küste bei Swakopmund. In Botswana übertrifft uns die schiere Dichte an Elefanten alles Erwartete – an mehreren Wasserlöchern stehen wir ihnen auf wenigen Metern gegenüber, dazu kommen ausgedehnte Bootssafaris auf dem Chobe mit dichter Vogelbeobachtung.
Auf einer kleinen Farm im Busch werden wir wie Freunde aufgenommen und lernen zwei zahme Karakale kennen, in einem Himbadorf im Kaokoveld begleitet uns ein ortskundiger Gastgeber zu zwei Familien – ein eindrücklicher Besuch. Beim Desert Rhino Tracking bei Purros bekommen wir trotz stundenlanger Suche kein Nashorn zu Gesicht, dafür liefert die Wüstenelefantentour im Aba Huab großes Kino. Ein weiterer Höhepunkt wird die Bootstour nach Sandwich Harbour mit Buckelwalen, Delfinen und halsbrecherischen Dünenfahrten am Atlantik.
Ausgerechnet in Etosha müssen wir die Reise für eine Nacht unterbrechen und nach Windhoek ausweichen – im belebten Ostteil des Parks bleiben uns Giraffen und Elefanten am Wegrand deshalb fast gleichgültig. Im ruhigeren Westteil, am Dolomite Camp, holt uns Etosha dafür wieder ein. Am Ende ist es die Tierwelt Botswanas, die uns am meisten überrascht, während wir von Namibias Weite am längsten träumen.
Diese Zusammenfassung wurde automatisch erstellt und vom Autor freigegeben.
Teil 129. Okt. 2013
6500 Km Reise von Windhoek aus rund ums Okavango Delta durch den Caprivi.Etosha, WIndhoek (ungeplant) Etosha,Epupa,Kaokoveld, Damaraland,Swakop und zurück.
Bei unserer zehnten Reise uns südliche Afrika wollen wir einige bekannte Orte mit Neuerkundungen verbinden. Durch eine Jubiläumszahlung meiner Frau können wir uns einige Schmankerl wie Mowani und Okahirongo Elephant leisten.
Beim Mietwagen haben wir uns das erste Mal für Kalahari Car Hire entschieden. Durch ein kostenloses Upgrade auf einen Toyota Fortuner Benziner 4 Liter V6 mit echten Geländereifen erhalten wir ein luxuriöses Drehmomentmonster mit Ledersitzen und Kühlschrank. Das Auto ist ein Traum und hat permanenten Allrad. Wir werden keinen Reifenschaden haben und laut Herrn Heester hat das Auto trotz seiner 350.000 KM Fahrleistung noch niemals eine Panne gehabt.
Hubert Heester erzählt uns, dass es mit seinen Autos in diesem Jahr bereits 12 Unfälle gegeben hat. Wir wollen vorsichtig fahren und halten uns auch während des ganzen Urlaubes an ein selbst auferlegtes Schotter-Tempolimit von 80,
Teil 201. Nov. 2013
12.09.2013 Frankfurt / Windhoek und direkt nach Kalahari Bush Breaks 295 KM
Endlich ist es soweit ! Nach über eineinhalb Jahren Warten ist der Tag der Abreise gekommen. Kerstin hat wíeder bis zur Erschöpfung gearbeitet und es wurde Zeit in Urlaub zu fahren. Um 16:00 Uhr holt uns das bestellte Taxi bei tratschendem Starkregen ab.
Der Check-In geht schnell, wir bekommen unsere vor reservierten Sitze in der Reihe 20 und setzten uns wie gewohnt im Terminal 2 zum Mac Donalds. Dort erreicht uns eine E-Mail der Khowarib Lodge. Wir hätten nicht gezahlt und sie müssten sofort wissen, ob wir denn überhaupt kämen und die Anzahlung machen. Gott sei Dank haben wir das Netbook dabei. Der Blutdruck steigt doch ganz erheblich, doch dann ist nach zwei, drei Mails alles geregelt.
Die Zeit vergeht wie im Flug, wir boarden pünktlich und sind erleichtert, als der alte A340 der Air Namibia pünktlich um 20:10 Uhr in den regnerischen Frankfurter Nachthimmel startet. Das Flugzeug kennen wir ja aus den letzten 5 Jahren, inzwischen ist der alte A340 ganz schön runtergeritten.
Nach zwei, drei Gläsern Rotwein finden wir beide ca 6 ½ Stunden Schlaf. Gegen halb fünf werden wir von einer Durchsage geweckt und nach einem einfachen Frühstück landen wir sanft in Windhoek.
Die vordere Reihe beschert uns eine vordere Position in der Immigration Schlange, wo uns eine gewohnt unfreundliche Zöllnerin den Einreisestempel in die Pässe batscht.
Koffer holen, Geld tauschen (leider gibt es doch keine botswanischen Pula) und schon begeben wir uns in die Obhut eines sehr netten farbigen Abholers, der uns nach Windhoek zum Autovermieter Kalahari Car Hire bringt. Dort angekommen schütteln wir Herrn Heesters und einer Angestellten die Hand. Wir bekommen den 4 Liter Fortuner mit 2 Ersatzreifen, 2 Wagenhebern, einem Kompressor, einer Schaufel, einem Kühlschrank und einer Lebensmittelbox. Das Auto hat zwar schob 350.000 KM runter, ist innen aber komplett im beigen Leder und macht einen sehr wuchtigen Eindruck. Zufrieden geht es in die nahegelegene kleine Mall. Kerstin hat leider starke Kopfschmerzen. Wir bekommen unsere komplette Grundausstattung an Wasser, Bier,Wein, Keksen, Obst und vor allem Peaceful Sleep.
In einem kleinen, zweckmäßigen Kaffee stärken wir uns und dann geht es auf die 295 KM in Richtung Gobabis. Zwischendurch wechseln wir. Dort springe ich schnell in die lokale, modern eingerichtete Bank und warte hinter zwei Herero Frauen in ihren markanten Trachten.“We have no Puuuulaaa heeere „ sagt die sachlich wirkende Kassiererin. Also wird noch schnell getankt und dann geht es auf die letzte Teiletappe. Wir sind gut in der Zeit, gegen halb zwei biegen wir auf die Farmzufahrt ein.
Die Lodge macht einen sympathischen Eindruck. Der Besitzer empfängt uns zwar etwas sachlich, aber ein nettes Zimmer mit Wasserlochblick und ein schöner Pool- und Aufenthaltsbereich überzeugen uns.
Genauso wie der leckere Kaffee, die Kekse und die vielen Vögel auf den Bäumen und dem grünen Rasen.
Am Wasserloch stehen etliche Wasserböcke und nach einer Dusche genießen wir die Ruhe. Dann werden 1 ½ Stunden Siesta gemacht.
Anschließend laufen wir noch ein Stückchen über das Farmgelände. Endlich wieder in Namibia !
Dann treffen wir vor dem Abendessen auf zwei sehr nette Schweizer. Viel Afrikalatein wird ausgetauscht und nach einem super leckeren Elandsteaks sitzen wir mit zwei ebenfalls netten Schwaben noch ums Feuer.
Gegen halb zehn trennt sich die Runde und wir fallen totmüde ins Bett.
Fazit Kalahari Bush Breaks
Lage : Ca. 10 KM entfernt vom Grenzübergang Mamuno in flachem Buschland
Zimmer : In rustikal, afrikanischem Stil. Kleine Terrasse mit Wasserlochblick, bequemes Bett
Außenanlagen : Schöner Pool, wie so viele in Afrika nicht ganz sauber. Nette Sitz- und Liegeplätze.
Essen : Abends sehr leckere Elandsteaks mit allerlei Gemüsebeilagen Morgens bodenständiges, typisches Frühstück
Gesamtbewertung : Für eine Zwischenübernachtung auf dem Weg nach Botswana perfekte Unterkunft. Viele Vögel sind unterwegs. Kleine Wanderungen werden angeboten. Nicht out of africa aber ein ruhiger, unaufgeregter Platz zum Ausspannen.
Teil 302. Nov. 2013
14.09.2013 Von Kalahari Bush Breaks über Ghanzi nach Dombo Farm 605 KM + Farmzufahrt
Um 7:00 Uhr stehen wir auf. Die Nacht hätte noch etwas länger sein dürfen. Beim Frühstück treffen wir wieder die Truppe von Gestern Abend und sitzen mit den Schweizern zusammen, die Heute Heim fliegen. Das Frühstück ist OK und die mitgebrachten Jacken sind gar nicht nötig. Wir verabschieden uns von den zwei Paaren. Beim aus checken kommen wir doch noch mit dem jetzt netteren Besitzer ins Gespräch.Er hatte gestern Magenprobleme. Sogar 220 Pula kann er uns wechseln, dann geht es los auf die lange Etappe nach Dombo. 605 KM + die einstündige Zufahrt stehen vor uns. Diese uns eigentlich zu lange Etappe nehmen wir ganz bewusst auf uns. Der Tag, der mit einer Zwischenübernachtung verloren gegangen wäre, den haben wir jetzt in Dombo.
Die Grenze ist schnell ericht. Die Grenzer sind gewohnt bocklos, dafür kommen wir sowohl in Namibia, als auch in Botswana sofort dran. Ruckzuck sind wir wieder auf der langweiligen Geradeaus-Strecke in Botswana.
Als ich diese Worte auf dem Netbook schreibe, sind wir gerade aus Ghanzi rausgefahren. Die bisherige Strecke ist sehr eintönig aber gut zu befahren. Links und Rechts eintöniges, ebenes und ausgedorrtes Buschland. Die Straße ist in gutem Zustand und Verkehr gibt es kaum.
In Ghanzi konnte Kerstin endlich Pula am ATM holen und der Tank ist auch wieder voll. Zwei sehr ärmlich aussehende junge Männer versuchen uns während des Tankens anzubetteln. Die gute Strecke führt uns bis ca. 80 KM vor Maun, dann wird es etwas schmaler und unebener, aber immer noch sehr gut zu befahren.
Zum Delta hin wird die Landschaft dann immer grüner.
Kurz vor Maun wird nochmal getankt, dann geht es ein Stück durch die Stadt auf die letzten 80 KM zum Abzweig nach Dombo.
Vorher geht’s noch durch die Vet-Kontrolle.
Die Zufahrt führt über teilweise tief sandige Pad immer an Zäunen entlang durchs Buschland.
Trotz mehrerer Fahrerwechsel sind wir heilfroh, dass wir endlich angekommen sind.
Heike und Uli uns empfangen uns herzlich mit kühlen Getränken. Irgendwie ist es ab der ersten Minute so, als ob man zu Freunden kommt und nach 10 Minuten wissen wir, warum alle so begeistert von Dombo sind. Wir sitzen unter einem Vordach mit Blick aufs Wasserloch, zu einer kleinen Vogeltränke kommen etliche Piepmätze.
Am ausgetrockneten Baum am Wasserloch nagen zwei Milane an einem Stück Fleisch herum.
Ähnlich wie in einer Private Game Lodge darf man im Dunkeln nicht alleine zum Chalet, weil es hier Hyänen, Leos und sehr selten auch Löwen gibt. Uli und Heike schlagen uns vor, dass wir sie zu der anstehenden Caracal-Fütterung begleiten. Die beiden sind Zuchttiere aus Südafrika. Aus einem Freigehege werden sie Abends in einen hermetisch gesicherten Bereich auf der Verandah gebracht, da sie ansonsten von den hier lebenden Leoparden bedroht wären.
Die beiden rasen in einem höllen Tempo durch den Gang zum Nachtlager, denn dort stehen bereits die Näpfe mit Hühnerteilen bereit.
Auf dem Boden sitzend beobachten wir die schönen Tiere beim Fressen und erfahren allerlei über sie.
Nach einer Dusche und kurzer Pause treffen wir uns mit Heike und Uli zum Abendessen. Es gibt Gemsbocksteak (auf den Punkt gegrillt) mit allerlei leckeren Beilagen. Dazu löscht eine Hefeweizen meinen Durst. Nach dem Essen erfahren wir einiges über die Highlander (zwei todesmutige Hasen) und all die anderen nächtlichen Besucher am Wasserloch.
Dann sagt Heike so nebenbei :“ „ D' Koala isch doo!“ (ich beherrsche höchstens Anfängerschwäbisch „ . Koalas in Afrika ? Woow! Koala ist eine Leopardendame mit einem dunklen Fleck auf dem Kopf. Dank eines großen Scheinwerfers gelingen sogar passable Bilder der Leopardin. Glücklich und todmüde fallen wir kurz nach 9 ins Bett.
Was der morgige Tag wohl für Erlebnisse bringen wird ? Es wird mit Uli zum Boteti in den Makgadigadi gehen. Das Bett ist sehr bequem, nur beim rumdrehen spüre irgendetwas störendes.....
Aber ich bin sooo müüüde...... irgendetwas hartes...... und in dem Bett hat vor zwei Wochen auch die Frau Lehrerin geschlafen ?........... ich bin sooo müüüde...... Schnaaarch....
Teil 403. Nov. 2013
15.09.2013 Dombo Farm / Ausflug nach Makgadigadi Pans NP
Um 06:30 Uhr klingelt der Wecker. Die bequemen Betten machen uns das Aufstehen etwas schwer, aber irgendwie geht es doch. Heike und Uli haben den Frühstückstisch bereits gedeckt.
Es gibt ein reichhaltiges Frühstück mit Obst, Müsli, selbstgebackenem Brot und einigen Wurst und Käsesorten. Bereits jetzt ist es fast wie bei Freunden, wir fühlen uns total wohl und ohne dass wir darüber geredet haben wissen wir : Hierher muss man nicht drei Nächte, sondern für längere Zeit herkommen. An der Vogeltränke ist einiges los.
An unserem Autospiegel entdecke ich einen kleinen roten Vogel, der irgendwie nicht mit seinem Spiegelbild fertig wird. Er hüpft von der Seitenscheibe zum Außenspiegel hin und her und registriert mich fast gar nicht. Am nächsten Tag wird er wieder fast den ganzen Tag dort verbringen. Er tut mir irgendwie Leid 🙁
Dann geht es über die lange Farmzufahrt mit Uli in Richtung Teerstraße und noch einmal ca. 40 KM zum Gate des Nationalparkes.
An den Nationalparkeingängen stellt Kerstin sich immer gerne mit irgendwelchen Tierersatzteilen in Pose 😉
Auf den ersten ca. 20 KM geht es tief sandig durch offene, abgegraste Flächen. Hier hat es nur wenig Tiere.
Dann wird es langsam etwas grüner und buschiger und schließlich erreichen wir das Ufer des Boteti. Der Anblick ist überwältigend. Der erst seit 2007 wieder Wasser führende Fluss windet sich satt grün bewachsen durch den ansonsten trockenen Nationalpark.
Wir steigen aus und beobachten eine Kudufamilie, die mitten im Fluss steht.
Dann fahren wir langsam am Ufer entlang.
Ein Geiermeeting
Dann kommen die etwas größeren Tiere. Fast überall ist etwas los.
Wir sind hier das einzige Auto, was bei dieser Schönheit eigentlich nicht zu fassen ist. Die Wege haben es allerdings schon in sich. Alles ist sehr tief sandig, aber mit Geduld gut zu meistern.
Bei um die 35 Grad im Schatten (der Schatten ist aber nur theoretisch) ist es schon etwas anstrengend, aber die Kombination aus Einsamkeit, schöner Szenerie und ausgiebiger Tierbeobachtung ist so wunderbar, dass das hier sicher eines unserer zahlreichen Afrikahighlights ist.
Uli macht das alles relaxed, genießt mit und ist ein angenehmer Gesprächspartner.
Um die Mittagszeit bauen wir unter einem Baum am Ufer des Boteti unseren Mittagstisch auf. Es gibt Brot mit Beilagen, Tomaten und Gurke und als Nachtisch noch Kaffee und Kuchen. Um uns herum balgen sich Rotbauchwürger und ein Toko um einen satten Wurm. Der größere Toko gewinnt. ca. 200 Meter weiter kommen hunderte Zebras und Gnus zum Wasser.
Wir geniessen jede Minute und sind dankbar !
Dann geht es weiter am Fluss entlang. Immer wieder bleiben wir stehen und geniessen den Monumentalfilm der Natur.
Schließlich erreichen wir einen Aussichtspunkt über dem Boteti und steigen wieder aus. Unten am Fluss kommt gerade eine Elefantenherde aus dem Busch, trinkt und überquert dann den Fluss.
Die kleinen spielen miteinander herum und tunken sich gegenseitig. Aus unserer Perspektive heraus eine Augenweide !
Kurz vor dem Parkausgang kommt uns dann das einzige andere Auto des Tages entgegen, in dem irgendwelche Wissenschaftler sitzen. An schön im Licht stehenden Zebras vorbei geht es in Richtung einer kleinen, abenteuerlichen Fähre, die uns ans andere Ufer bringt.
Gut eineinhalb Stunden benötigen wir für die Rückfahrt und erreichen von der Hitze etwas angestrengt und hochzufrieden wieder Dombo. Kurz vor der Lodge rennt eine Hyäne bestimmt 1 KM vor uns her und biegt erst kurz vor Ankunft in einen abzweigenden Weg ab.
Heike begrüßt uns mit einem kalten Getränk und nach einer kurzen Dusche verbringen wir den restlichen Abend bei netten Gesprächen, einigen Bierchen, guten Gamesteaks, Gemsquash und allerlei anderen leckeren Beilagen. Ein Leo lässt sich Heute Abend nicht blicken. Ein schöner Tag geht zu Ende und wir sinken schnell in den Schlaf.
Teil 504. Nov. 2013
Teil 4 16.09.2013 Dombo Farm Ausflug Nxai Pan
Heute klingelt um 06:30 der Wecker. Eine halbe Stunde Schlaf länger hätte es schon sein dürfen. Nach einem gemütlichen Frühstück geht es los in Richtung des anderen, nördlichen Teils des Nationalparkes. Die Fahrt dorthin benötigt ca. 1 ½ Stunden. Weitere 1 ½ Stunden benötigen wir bis zum Wasserloch des Parkes, da hier heftiger Tiefsand ist. Ich beobachte genau, was Uli mit dem Auto so anstellt. Ulis Nissan Patrol Diesel zieht uns ganz locker durch alles, was im Weg ist. Auf dieser Strecke sind derzeit so gut wie keine Tiere, weil das Wasser viel zu weit entfernt ist. Nur dieses Kudu steht regungslos im Busch.
Nach einem weiteren Gate wird die Landschaft offener.
Einzelne Baumgruppen bieten kaum Schatten und die Sonne brennt unerbärmlich. Dann erreichen wir das Wasserloch, an dem zuerst noch zwei Landys stehen, dann sind wir alleine. Drei Schakale, zig Geier, Impalas eine Riesentrappe und dann noch Kudus stehen um das kostbare Nass herum.
Später landet noch ein Tawny Eagle.
Dann entdeckt Uli mit dem Fernglas zwei Löwen unter einem Baum. Sie liegen so weit entfernt, daß sie zuerst kaum zu erkennen sind. Dann kommen wir doch direkt ran.
Nach einer kleinen Runde erreichen wir den schönen, schattigen Campground.
Kurz vorher treffen wir noch auf vier stattliche, durch die salzige Erde weiß gefärbte Elefanten, die wie die vier Musketiere in eine Reihe stehen. Ein imposanter Anblick. Nach einigen Minuten laufen sie an uns vorbei in Richtung Wasserloch.
Dann gibt es lecker Nudelsalat, Brote und Vollkornmuffins. Ein kesser Toko kackt uns genau auf die eine Tupperdose.
Uli sagt ihm, beim nächsten Male würde er ihn aus dem Baum holen. Im Klettern sei er nicht schlecht. Der Toko ist vermutlich immer noch bei guter Gesundheit 😉
Satt geht es zurück zum Wasserloch. Leider haben wir die Elefanten am Wasserloch verpasst. Sie stehen einige hundert Meter weiter und rasten. Nicht weit weg treffen wir diese Perlhühner.
Wegen der anstrengenden Sandstrecke und der Hitze beschließen wir, nicht mehr zu Baines Baobab zu fahren. Ds wären noch einmal 1 ½ Stunden zusätzliche Tiefsandstrecke. Während Uli geduldig seine Spuren durch den Sand zieht, schlafen wir eine kleine Runde. Ungerecht, aber erholsam 😉
Zurück aud Dombo werden ein Hefeweizen und ein Radler im Nu weggezischt. Nach einer kurzen Dusche und Siesta gibt es schon das letzte Abendessen auf Dombo. Nach lecker Gemsbockgeschnetzeltem besucht uns wieder Koala, der gleiche Leo wie am ersten Abend am Wsserloch. Heute gelingen passable Bilder.
Heike und Uli berichten von ihren viele Leopardenbegegnungen zu Fuß. Einmal standen sie auf dem Rückweg zum Farmhaus 6 Meter vor einem ihnen bekannten Leo. Er wäre ganz ruhig gewesen. Die beiden wären dann langsam rückwärts gegangen und der Leo immer im gleichen Abstand hinterher. Er habe keinerlei Anzeichen von Aggression gezeigt.
Heute hat sich auch mein Magen etwas beruhigt. Etwas wehmütig, aber todmüde geht es gegen 21:30 Uhr ins gemütliche Bett.
Teil 605. Nov. 2013
Teil 5 17.09.2013 Abschied von Dombo und Fahrt nach Elephant Sands mit Stop in Planet Baobab
Da unsere heutige Strecke nicht ganz so weit ist, schlagen Heike und Uli vor, dass wir gemütlich frühstücken und noch einmal zu den Caracals gehen. Also klingelt der Wecker erst um halb acht.
Ach könnten wir doch noch länger hierbleiben ! Seufz ! Gemütlich verbringen wir das Frühstück, die Sachen sind schon gepackt.
An der Vogeltränke zeigt sich der kleine Webervogel, der sich so in sein eigenes Spiegelbild verliebt hatte. Mitten in der Tränke schmachtet er einen wesentlich größeren Bulbul an. Als der seine Liebe nicht erwidert, wird er weggebissen. Auf dem Foto sind andere Vögel.
Dann besuchen wir die Caracals. Da die beiden wohl meist faul herumliegen, animieren Uli und Heike sie zu einem Spaziergang im Gehege.
Das ist schon ein skurriles Bild, wie die Katzen nur widerwillig hinterhertrotten und sich zwischendurch laut fauchend miteinander balgen.
Als der eine Caracal den Gurt meines Fotos als potentielles Jagdopfer erkennt, wird mir doch etwas mulmig.
Dann heißt es leider Abschied nehmen. Die drei Nächte gingen viel zu schnell herum und als wir Dombo verlassen haben wir beide unausgesprochen den Gedanken im Kopf „hierher wollen wir unbedingt zurück“.
Die Fahrt nach Elephant Sands ca. 40 KM hinter Nata geht wieder komplett über eine gut ausgebaute Landstraße ohne landschaftliche Abwechslung. Auf unserer Route in Botswana ist nicht wie in Namibia der Weg das Ziel, sondern nur das Ziel das Ziel, nur unterbrochen vom Stop im Planet Baobab.
In einer kultigen Bar mit etlichen Overlanderinsassen essen wir Schokokuchen und trinken Guavensaft. Die Anlage in Mitten der schönen Baobabs sieht urig aus, wäre uns aber zu rummelig.
Nach der Pause geht es weiter in Richtung des unspektakulär wirkenden Natas....
Ach ja:
Wir hätten es uns denken können. Die freche, vorlaute Bele hatte sich wohl mit Uli und Heike verbündet. In unserer ersten Nacht (wir waren sehr, sehr müde von der langen Anreise) hatten wir trotzdem einen tiefen, ungestörten Schlaf..... schliefen wir auf irgendetwas hartem. Und Bele.... die Prinzessin auf der Erbse war ganz anders drauf, als wir.... 😉 beim AUfstehen fand ich dies unter meinem zerwühlten, plattgelegenen Nachtlager :
Wir haben uns sehr gefreut, Danke Frau Champagner 😘
Fazit Dombo Farm
Lage : Ca. 120 KM östlich von Maun in flachem Buschland. 1 Stunde Zufahrt mit 4x4
Zimmer : Nur zwei Chalets, von denen oft nur eines vermietet wird. : Gemütlich afrikanisch eingerichtet mit sehr bequemen Betten mitten im Busch
Außenanlagen: Mitten im Busch. Kleines Haupthaus mit Terrasse und Vogeltränke. Direkter Blick zum Wasserloch. Oft Leoparden und andere Tiere. Zwei zahme Caracals. Oase der Ruhe. Boma.
Essen : Sehr vielseitig und lecker. Wir wurden vor Anreise nach unserene Wünschen gefragt. So gab es gegrilltes Gamefleisch und Oryxgeschnetzeltes. Mjammjam...
Gesamtbewertung :Heike und Uli bieten hier etwas ganz besonderes. Nämlich eine ganz persönliche Betreuung mitten im Busch wie bei Freunden. Die Touren nach Nxai und besonders nach Makgadigadi waren Höhepunkte der Reise. Etliche Farmaktivitäten werden angeboten, für die wir leider keine Zeit hatten. Einmaliges Erlebnis. Wir möchten wiederkommen 😎
Teil 708. Nov. 2013
17.09.2013 Elephant Sands
Wir erreichen die sandige Zufahrt nach Elephant Sands, das nur als Zwischenstop eingeplant wurde.
Die sich uns bietende Szenerie ist irgendwie unwirklich.
Die Hüttchen sind im Halbkreis lose um ein etwas tieferliegendes Wasserloch gruppiert.
Die trockene Vegetation ist von Elefanten verwüstet. Ca 20 Eles stehen ganz ruhig um das Nass herum. Ihnen gegenüber sitzen ca. 4 Meter entfernt einige Touris auf der Terrasse gegenüber.
Wir stellen unser Auto ab und laufen in ca. 25 Metern Distanz zu den Eles zur Rezeption. Die nette Farbige zeigt uns unseren Bungalow, den wir nach einigen Minuten Überlegung tauschen werden. Es scheint zwei ganz alte und mehrere neuere zu geben, die sich schon erheblich unterscheiden. Wir bekommen dann Nr. 4, der etwas zurückversetzt liegt und innen ganz OK ist.
Aber hier setzt man sich auf die Terrasse und sonst nirgendwo anders hin ! Es ist genug Platz frei. Näher kann man Elefanten nicht kommen !
Wir sitzen kopfschüttelnd mit einem Kaltgetränk da und beobachten ein stetiges Kommen und Gehen der Dickhäuter.
Als ich geráde mein Tele gegen das Weitwinkel tauschen möchte, gibt mir ein netter Neuseeläänder aus Napier einen Tipp: „ Wait a moment and use your lens for the wilddogs lying under that small tree!“... Boaaa ! Tatsächlich! Da hätte ich hier ja nicht mit gerechnet. Die Wildhunde laufen nur kurz hin und her, legen sich wieder unter einen Busch und sind dann irgendwann weg.
Das Elefantenschauspiel geht weiter. Besonders interessant wird es, wenn sich fremde Elefantenherden treffen. Zwischendurch entsteht ein Gedrängel wie bei einem Rockkonzert, es wird auch einmal hektisch, aber niemals gewaltsam. Ab und zu trötet ein größerer Elefant einige andere weg. Aber die Interaktion aus so nächster Nähe zu beobachten ist einfach gigantisch.
Zwischendurch stürzt einer der Eles sogar in der Hektik. Und das keine 10 Meter von uns entfernt.
Gegen halb acht gibt es Abendbuffet. Allerlei Beilagen und an einer Grillstation bekommt man sein Rindersteak. Der Koch meint es gut mit mir und haut mir grindens ein Rekordsteak auf den Teller. Das Essen ist ganz gut und macht satt. Was ganz interessant ist, ist die Reaktion der Elefanten auf Peaceful Sleep. Ich hatte mich ausreichend damit eingespüht. Als ich am Rande der Plattform stehe, nimmt ein halbwüchsiger Ele die Witterung auf. Er riecht und hält sich dann den nach hinten gebogenen Rüssel an die Stirn, kommt näher u.s.w. Schließlich muss ich einige Schritte nach hinten gehen
Irgendwann werden wir müde und werden die 50 Meter zu unserer Hütte gefahren, wo wir nach einer kurzen Dusche (Elefantenstaub muss weg) in die Hängemattenbetten fallen und sofort einschlafen.
Obwohl der Bungi diesmal nicht so komfortabel und sauber ist, haben wir wider Erwarten sehr gut geschlafen. Da wir es diesmal nicht so weit haben, klingelt der Wecker erst um 7:30 Uhr. Die Sieben-Sachen sind schnell gepackt und wir fahren mit dem fertigen Auto zum Frühstück, denn es ist schon wieder reger Eli-Verkehr am Wasserloch. Wir bestellen ein Lecker-Omelett, das ein Full-English-Breakfast umfasst und beobachten beim Essen das Treiben am Wasserloch. . Gegen 9:00 Uhr checken wir aus und brechen auf. Leider lässt sich auch bei mehreren Versuchen in der Ausfahrt die Kofferraumklappe immer noch nicht schließen.In der Ausfahrt sehem wir eine Familie um ihr 2x4 Auto herum im Sand liegen um ihr Auto aus dem Sand auszubuddeln.. Die Zufahrt ist wirklich nicht für normale PKWs gemacht. Ein Lodgelandy kommt aber gerade zum Helfen an. Fazit Elephant Sands
Lage : ca. 50 KM ausserhalb von Nata in flachem Buschland, direkt an einem künstlichen "Wasserloch". In der Trockenzeit ein unfassbar intensives Elefantenerlebnis, irgendwie Surreal. Einzelne Chalets im Busch verteilt mit unterschiedlich gutem Blick auf das Wasserloch.
Zimmer : Sehr einfach und etwas lieblos. Es gibt alte Chalets, die sehr klein sind und noch einfacher. Könnte Mal wieder aufgehübscht werden. Salzwasserdusche. Für empfindliche Besucher grenzwertig. Außenanlagen : Kein Pool, nur einer für Elefanten 😉 Lodgelände Mitten im unabgezäunten Busch. Wegen der Vielzahl der Tiere kann man nur sehr uneingeschränkt herumlaufen. Terrasse am Haupthaus ist der Große Trumpf der Lodge und bietet in der Trockenzeit ein unvergleichlich intensives, weil nahes Elefantenerlebnis. Eigentlich muss man das einmal gesehen haben. Sandige Lodgezufahrt, 4x4 kann nicht schaden.
Essen : Ok. Relativ einfaches Frühstück. Abendbuffet nichts besonderes aber insgesamt in Ordnung. Bodenständig einfache Küche.
Gesamtbewertung : Wären die Bungalows in besserem Zustand, käme kein Botswanareisender an dieser Lodge vorbei. Der Gesamtzustand ist grenzwertig und steht im grassen Missverhältnis zu den Elefantenbeobachtungen. Man muss es Mal gesehen haben. Die Bar kann man auch als Tagesgast besuchen. Einmal gesehen langt uns.
Teil 809. Nov. 2013
18.09.2013 Fahrt Elephant Sands nach Kubu Lodge 1. Tag
Die Fahrt nach Kasane ist ereignislos vor Patamatenga erwartet uns eine langgezogene Baustelle (bestimmt 30 km) aber mit rd. 60 km/h kommen wir trotzdem flott voran.
Bei Pandamatenga sehen wir links der Straße im Feld 5 ausgewachsene Ground-Hornbill sitzen. Eine unerwartete und sehr erfreuliche Begegnung.
In Pandamatenga tanken wir unseren Grundsätzen getreu bei einer bocklosen Tankwartin das Auto voll und weiter geht’s. Bereits um 13:00 Uhr erreichen wir Kazungula und suchen erstmal die Lodge, da uns Tracks4Afrika lieber nach Zimbabwe lotsen will. Dank Iwanowskis Reiseführer und guter Beschilderung finden wir schließlich die Kubu Lodge.
Wir werden sehr nett empfangen und erhalten Bungalow Nr. 2, der gleich vorne in der Mitte einer Dreierreihe mit Blick auf Fluss und Grünfläche vor dem Restaurant liegt. Die Einrichtung ist sehr stylisch und ein gemütliches Himmelbett mit riesigem Moskitonetz lädt zum Ruhen ein.
Aber dafür ist keine Zeit, da wir um 15:00 Uhr die Bootscrusise mit Puku-Tours über die Lodge gebucht haben und unsere Mägen knurren, reicht es gerade noch für einen Salat auf der netten Restaurantterrasse.
Hier wimmelt es nur so von Vögeln, die gerne das Essen mit uns teilen würden. Carsten ist im BirdsofAfrika-Paradies.
Außerdem besucht uns eine niedliche Mangusten-Familie.
Es gibt ein leckeres Salat-Buffet, das mit 10€ für zwei günstig ist. Nach dem Essen bummeln wir kurz über die einen tropischen Garten ähnelnde Anlage und ruhen kurz auf zwei Liegen am Pool.
Um kurz vor Drei treffen wir an der Rezeption auf unsere Mit-Bootsfahrer. Leider ist eine 6er Gruppe schwäbischer Frührentner dabei, die mit lauen Witzen gleich Assoziationen zu Hummeldumm bei uns wecken. Diese sollten wir in den nächsten Tagen noch öfters treffen... Wir werden in einem saunaheißen Shuttle vom Hotel zum Bootsanleger gebracht und stellen fest, dass mit Ausnahme einer Österreicherin und deren englisch-sprachigem Freund nur Deutsche mit von der Partie sind. Das Boot ist gut gefüllt, die erste Reihe gleich von besagter Gruppe in Beschlag genommen, aber wir haben zumindest jeder einen Außenplatz im Boot. Es ist barbarisch heiß.
Die Fahrt wird unter dem Motto Elefanten stehen. Noch vor dem Einchecken im Park sehen wir auf namibianischer Seite die erste Herde In den nächsten drei Stunden sehen wir Krokodile, Impalas, Wasserbüffel, Wasserböcke, alle Arten von Vögeln, Hippos, Watermolitöre und riesige Elefantenherden.
Ein African Darter fängt direkt neben uns einen kleinen Fisch. Jetzt wissen wir auch, warum er Darter heißt, denn er hat ihn mit dem spitzen Schnabel einfach aufgespießt !
Und etlichen Wasservögel
Zum Sundowner halten wir mit besonders schönem Blick von Elefantenherde vor untergehender Sonne und knipsen uns die Finger wund.
Dazu noch ein leckeres Savannah und schon ist das Dummgeschwätz unsere Freunde aus dem Swabenland besser zu ertragen. Der Guide ist sehr kompetent und erklärt viel zu Land, Park und Tieren.
Dabei kreuzt er immer im Zick-Zack über den Fluss.
Als Höhepunkt sehen wir dann noch eine Herde Elis bei der Flussüberquerung – quasi illegaler Grenzübertritt von Botswana nach Namibia.
Insgesamt hat uns die Bootsfahrt super gefallen, einziger Wehrmutstropfen ist die hohe Anzahl von Booten in allen Formen und Größen. Dies macht es bei spektakulären Sichtungen schwierig ein Photo ohne Boot zu schießen.
Nach Rückkehr in der Lodge gehen wir nach einer kurzen Dusche zum Abendessen auf der Restaurantterrasse. Leider passt Kerstin bei der Tischvergabe nicht auf und wir sitzen direkt neben unseren schwäbischen Freunden und dürfen uns deren Gelaber noch den Rest des Abends anhören: in Malaysia hatte es doch auch diese roten Kirschen, wie hießen die doch gleich – Mangos?... usw... Doch den Appetit haben wir uns davon nicht verderben lassen. Es gibt ein leckeres 3-Gang-Menü mit Suppe/Gemüsepastete, einem indischen Hühnergericht und gefüllten Calamares für Carsten sowie Malva-Pudding gekrönt von einem Fläschchen Pinotage. Zufrieden fallen wir um 9:30 Uhr ins gemütliche Himmelbett. Wieder geht ein ereignisreicher Tag zu Ende.
Heute beschließen wir 5e gerade sein zu lassen und erstmal auszuschlafen. Naja Carsten ist trotzdem wieder um 6:00 Uhr wach. Da die Schwaben einen frühen Gamedrive in den Chobe gebucht haben, können wir ein ruhiges Frühstück mit allen Schikanen und schönem Blick in den Garten genießen. Dabei können wir die Buschböckchen, Warzenschweine und Mangusten beobachen.
Wir genießen die Ruhe und das leckere Essen. Im Anschluss checken wir an der Rezeption unsere Mails und schreiben ein paar Grüße nach Deutschland. Wir fragen an, was ein Boot exklusiv für uns allein kostet (Pula 1.000 rd. 100 Euro) sind für uns ok, um eine ruhige und entspannte zweite Tour zu genießen. Noch ein wenig Shopping im eigenen Souvenirgeschäft, dann brechen wir auf, um unsere Heckklappe in einer Autowerkstadt überprüfen zu lassen.
Die freundliche Rezeptionistin hat uns mit einer Adresse Max Panell Hunter versorgt. Die ist gleich um die Ecke. Leider kann uns der nette Mechaniker dort auch nicht weiterhelfen und verweist uns an einen Elektronik-Spezialisten. Wir beschließen zunächst Hubert Hesters anzurufen und nachzufragen. Dieser empfiehlt uns kurz und knapp einfach die Heckklappe mit voller Wucht zuzuknallen. Gesagt – getan : und die Klappe ist zu. Gibt es doch gar nicht, aber die einfachen Lösungen sind uns die Liebsten.
Wir fahren noch kurz durch Kasane, um uns einen Überblick zu verschaffen. Unterwegs sehen wir etliche Carmine Bee Eater.
Auf einer Brachfläche mitten in Kasane laufen Elefanten herum.
Pünktlich kommen wir zum Salat-Büffet zurück, daß wir uns wieder schmecken lassen.
Nach einem abschließenden Käffchen relaxen wir am Pool und beobachten Vögel und Mangusten.
Dann ist es auch schon so weit und wir werden wieder zum Bootsanleger gebracht. Wir fahren diesmal im offenen 'Safari-Fahrzeug zusammen mit 4 Südafrikanern, die hier einen 9-tägigen Kurzurlaub verbringen, von dem allerdings die meiste Zeit für die Anfahrt draufgegangen ist. Die Jungs sind nicht so gesprächig wie die Frauen. Am Anleger dann das große Staunen als wir alleine in ein separates Boot steigen. Unser Guide ist ein junger Einheimischer aus der Gegend Tuliblock und wir verstehen uns nach kurzer Anwärmphase richtig gut.
Unser Fokus liegt diesmal auf Vögel beobachten und Hippos.
Dieses Krokodil imponiert uns besonders.
Da er auch ein Vogelfreund ist, gibt er sich richtig Mühe und die ruhige Bootsfahrt – diesmal ungestört von Dummgebabbel – ist ein echtes Highlight.
Unterwegs treffen wir auch wieder die Boote der großen Lodges.
Einen Sundowner gibt es natürlich auch.
Zufrieden gehen wir nach einer erfrischenden Dusche heute gleich um 19:00 Uhr Essen und sind mit bei den Ersten. Diesmal gibt es wieder Suppe/Gänseleberpastete, Filet Steak mit Gemsquash und Kartoffelpü, Windbeutel und Applecrumble. Dazu einen leckeren Sauvignon Blanc. Ein guter Abschluss.
Mit dick gefressenen Bäuchlein fallen wir ins gemütliche Himmelbett. Gute Nacht.
Teil 1010. Nov. 2013
20.09.2013 Von Kubu über Chobe selfdrive nach Senyati
Als der Wecker um halb sieben klingelt, beschließen wir spontan uns Zeit zu lassen. Bei Gateöffnung sollen sich Massen an Gamedriveautos der verschiedenen Lodges drängeln.
So stehen wir erst kurz vor sieben auf, packen unsere Sachen und gehen dann in Ruhe Frühstücken. Da wir die ersten sind und es auch noch nichts so heiß ist, geniessen wir die Zeit auf der herrlichen Terrasse des Kubu-Restaurantes. Im Baum sitzt ein Coucal und unser gelb-grüner Freund setzt sich direkt neben uns.
Dann werden an der Rezeption noch kurz die Mails gecheckt, dann geht es los in Richtung Chobe. Mal sehen, wie sich unser Fortuner und vor allem ich sich so im Tiefsand macht. Beim Frühstück hatten wir nach der gestrigen Bootsfahrt noch diskutiert, ob uns die Tierbeobachtung Heute evtl. doch etwas zuviel werden könnte.....
Dann erreichen wir das Sedudu-Gate, wo wir bei zwei sehr netten Rangern einchecken.
Eine Karte gibt es nicht, wir zahlen einfach und verabschieden uns. Also fotografiert Kerstin die Karte im Office.
Auch jetzt so gegen 09:00 Uhr fahren noch eine Menge Gamedriveautos in den Park hinein. Immer am Fluß entlang geht es in den Park.
Der Anblick ist wunderschön und so ganz für uns zwei macht das mehr Spaß, als vom Boot aus.
Zuerst sichten wir blue Waxbills und ein Hörnchen.
Dann Elephanten beim Staubbad am Fluß.
Und dann immer wieder Elefanten, die langsam am Flussufer entlang wandern und ganz mühsam mit den Rüsseln das wenige, Gras zusammmenklauben, den Staub abschütteln und es dann verspeisen.
Zwischendruch wird in Tümpeln Matschgebadet, besonders die kleinen machen das ausgiebig. Wir denken immer Mal : „ An Elefanten haben wir uns jetzt sattgesehen“..... aber dann werden wir eines besseren belehrt.
Unterwegs laufen uns noch Sables über den Weg. Zwischenzeitlich ist es sehr tiefsandig, aber der Fortuner hat null Probleme. Zwei Landrovers kommen uns diagonal gleitend entgegen. Unserer zieht gerade seine Spur. Von dem Auto bin ich restlos begeistert, habe allerdings wenig Vergleichsmöglichkeiten mangels Erfahrung.
Als wir auf eine Pad etwas oberhalb wechseln, entdeckt Kerstin einen Martial Eagle oben im Baum. Er fängt gerade an, eine Manguste zu verzehren. Es ist ein schaurig faszinierendes Schauspiel. Beim Bilder aussortieren muss ich mehrfach eine Pause machen, Mangusten mögen wir so und auf den Bildern ist wirklich jedes Detail zu erkennen.
Dann fahren wir weiter in Richtung Serondela. Inzwischen geht es auf Mittag zu und es ist sehr heiß. Viele, viele Elefanten haben sich unter Bäumen Schatten gesucht. Vor dem sehr tiefsandigen Teil um die Chobe Game Lodge laufen viele Giraffen herum.
Nach einer kurzen Rast in Serondela kehren wir um in Richtung Gate.
Sehr zufrieden verlassen wir den Park, um Verpflegung für unsere nächste Unterkunft Senyati zu fassen, Geld zu holen und zu Tanken. Es ist Freitag und entsprechend viel los. An den GA's stehen die Einheimischen Schlange. So entscheiden wir, an einer Wechselstube EUR gegen Pula zu tauschen. Da komme ich sofort dran und sooo schlecht ist der Kurs nun auch wieder nicht. Während Kerstin in den Sparmarkt geht, stelle ich mich an der Shell-Tanke an. Natürlich erfolglos, denn nach 15 Minuten warten kommt die nette Tankwartin „ Sooooorrryyyy.... we have to shift down our system. Noooo fuel noooow ! „ Ok, kein Problem. Nach etwas Warten kommt Kerstin aus dem Spar. Im Einkaufswagen liegen allerlei Leckereien. Sprit gibt’s dann doch in Kazungula bei Engen.
Zufrieden erreichen wir die sandige Abfahrt zu Senyati. Fazit Kubu Lodge
Lage : Einige KM von der Abfahrtsstelle der verschiedenen Bootstouren entfernt am Ufer des Chobe River. Weitläufige, parkähnliche Lodgeanlage in Mitten hoher Bäume. Einzelne Chalets mit unterschiedlich guter Lage.
Außenanlagen : Schöner Pool, wie so viele in Afrika nicht ganz sauber, schattige Plätze, Mangusten und Bushböcke laufen herum. Restaurant mit tollem Blick über die Anlage zum Fluss. Viel grün und weitläufig.
Essen : Menue mit Wahlmöglichkeiten. Sehr köstlich und abwechslungsreich. Gutes Frühstücksbuffet.
Gesamtbewertung : Sehr ansprechende Lodge, auch zum Ausspannen. So groß,daß man auch auf Kleingruppen trifft. Die kurze Fahrt zum Bootsanleger war für uns kein Problem. Wir würden wiederkommen.
Fazit Chobe
Tolle Tierbeobachtungsmöglichkeiten vom Boot aus. Zur Hauptsaison fahren sehr viel Boote und Gamedriveautos im Park. Unmassen an Elefanten, Hippos, Krokodilen und Vögeln. Tolle Fotomöglichkeiten. Ein ganz anderes Erlebnis.
Teil 1110. Nov. 2013
20.09.2013 bis 22.09.2013 Senyati
Gegen 15:00 Uhr kommen wir in Senyati an.
Einige Elefanten stehen am Wasserloch.
An der Rezeption herrscht dann etwas Verwirrung. Angeblich hätte man unsere Buchung nicht. Aber macht nix, es wäre ja noch etwas frei. Die Nr. 6 könnten wir haben. In einem sehr, sehr unübersichtlich aussehenden Buch findet man unsere Namen nicht. Wir zeigen unsere Buchungsbestätigung. Ach, das wäre schon OK. Als wir die Nr. 6 finden, ist sie schon belegt. Etwas sauer geht es zurück zur Rezeption. Ach, wir wären gar keien Camper, sondern wollten in die Lodge! Ach da ist ja auch Eure Buchung. Ihr habt die Nr. 2 !
Alle sind erleichtert und wir beziehen unser Chalet direkt am Wasserloch. Ohne jegliches Hindernis steht man hier ca. 20 Meter von den Elefanten entfernt auf der Terrasse. Drei Angestellte zerren mit einem Seil gerade eine tote Hyäne vom Wasserloch weg. Sie sei am Morgen eines natürlichen Todes gestorben.
Der Grill ist hier direkt neben der Hütte. Nebenan kommen die Eles direkt am Grill vorbei zum Wasserloch.
Die Hütte ist zweckmässig eingerichtet und etwas komfortabler, als gedacht. Ein Klimastandgerät hat es sogar. Auf der Terrasse beobachten wir das Schauspiel der Natur. Wieder Elefanten pur. Ein Kommen und Gehen.
Gegen Abend holt uns Kerstin einen lecker Gin Tonic aus der bar. Sogar Giraffen kommen zum Trinken.
Um uns herum hüpfen Glanzstare und andere gefiederte Freunde.
Ich bereite schon einmal die Knobibutter vor. Die Abendsonne tauch die Szenerie in ein angenehmes, weiches Licht und wir halten uns einmal wieder vor Augen, wie schön es doch ist, so etwas erleben zu dürfen.
Dann zünden wir das Feuer an. Das Holz hatte bereitgelegen. Kerstin bereitet die Gemsquash vor, Heute Abend gibt es nur Boerewors mit Gemsquash und Knobibutter. Es ist ein Festmahl. Nebenbei muss das Sixpack Windhoek daran glauben.
Im Dunkeln geht das Elefantenschauspiel weiter.
Und dann hören wir Tiergeräusche, die wir zuerst nicht zuordnen können mit dem Fernglas entdeckt Kerstin die Urasache. Wasserbüffel. Und dann beginnt ein Schauspiel, daß nur Menschen nachempfinden können, die so etwas schon erlebt haben. Über geschätzt eine halbe Stunde reißt der Zustrom an Wasserbüffeln nicht mehr ab. Das ganze Wasserloch ist voll mit Büffeln. Die Geräuschkulisse kann man nicht beschreiben und die Gerüche auch nicht.
Doch dann übermannt uns leider wieder die Müdigkeit und wir fallen in den Schlaf. Ohne Klimagerät wäre das schwierig gewesen.
Als ich um 5 Uhr auf die Toilette gehe, bleibt mir das Herz fast stehen. Als das Licht angeht, zischt irgendein Rieseninsekt weg. Beige farben und irgendein Gemisch aus Scorpion, Spinne oder Riesenkäfer ! Und es ist schnell. Sauschnell ! Kerstin kommt hinzu, bei so etwas bleibt sie meistens coller. Aber als das Vieh in unser Schlafzimmer rennt, ist auch bei ihr der Spaß vorbei. Gott sei Dank rennt das Tier zurück ins Bad. Alle vorhandenen Gläser sind zu klein. Also kommt mir die rettende Idee. Mit einem Küchensieb werde ich die Bestie fangen ! Mit einer hektischen Schnickbewegung schaffe ich es. Das Untier ist gefangen. Und ich hellwach.
Nachtrag : Dank Topobär habe ich inzwischen herausgefunden, daß es sich um eine Walzenspinne so in etwa wie dieses nette Tier hier handelte:
Nach dem Schrecken mit dem vielbeinigen Monster kann ich nicht mehr einschlafen. Also wird Wasser gekocht und mit einem Kaffee sich auf die Terrasse gesetzt. Kerstin konnte wohl doch noch einmal einschlafen. Es ist noch kühl und außer einigen Vögeln ist nicht viel los. Als die rote Kugel der Sonne sich langsam über den Horizont erhebt, hüpft ein Insekten jagender Glanzstar direkt an mir vorbei. Ganz in Ruhe lösche ich wieder einmal mit dem Netbook Bilder von der Speicherkarte. Das ist eine echt praktische Sache, denn so wird mir zu Hause etwas Last von den Schultern genommen.
Irgendwann kommt dann auch Kerstin. Nach einer ersten Tasse Kaffe schnippelt sie die Bananen und es gibt Müsli. Heute wird Urlaub gemacht, denn in den nächsten Tagen wird das schwer möglich sein. Nach der Caprividurchquerung steht Etosha in drei Tagesetappen auf dem Programm. Nach dem Frühstück lege ich mich noch einmal hin und schlafe so gute 2 ½ Stunden.
Gegen drei Uhr kommen die ersten Elefanten zum Wasserloch.
So gegen 17:30 Uhr gehen wir gerade rüber zur etwas erhöht gebauten Bar, als der Elefantenbetrieb so richtig losgeht. Vom Campingplatz und aus den Chalets strömen die Gäste herbei.
Alle betrachten still das Geschehen. Etliche junge Eles werden von der eigenen Herde und sogar von fremden Elefanten vorsichtig behandelt. Zwischen den großen gibt es immer Mal wieder laut trötende Platzkämpfe.
Zurück im Bungalow zünde ich das Feuer an. Da es windig ist, hat Kerstin kein gutes Gefühl, aber die Lodgebesitzerin meinte, es seie kein Problem. Leider gelingt mir das Grillgut Heute nicht so gut, wie gestern. Die Steaks hatten zu viel Hitze, weil der Absatnd zwischen Glut und Rost zu klein war. Die Boerewors schmeckt aber wieder gut und die Minizucchini und die Gemsquash mit Knobibutter sind sehr lecker. Da es Heute keinen Büffelbesuch mehr gibt, fallen wir zeitig ins Bett.
Um 07:00 Uhr klingelt der Wecker. Ich bin wieder etwas vorher wach. In der Küche gibt es eine Mini-Ameisenplage, da wir das Geschirr gestern Abend ungespült abgestellt hatten. Nach dem Spülen ist wieder alles OK. Die Sachen werden gepackt, zum Frühstück gibt es wieder Banane mit Müsli.
Als wir gerade das Auto gepackt und den Schlüssel abgegeben haben, kommt eine kleine Herde Sable Antilopen ans Wasserloch. Die Tiere kommen sehr vorsichtig näher und ziehen schnell weiter.
Zufrieden verlassen wir diesen aufregenden Ort. Botswana Ade. Jetzt gehts nach Namibia !
Fazit Senyati
Lage : wenige KM ausserhalb von Kazungula unweit der Grenze zu Zimbabwe. Etwas unübersichtliche Anlage rund um ein Wasserloch.
Zimmer : Chalets Nr.1 und 2. mit phantastischem Blick auf das ca. 20 Meter weit entfernte Wasserloch.In der Trockenzeit einmalige Tierbeobachtungsmöglichkeiten. Einfach und sauber. Küche gut ausgestattet. Im Chalet Nr. 2 schöner Grill direkt an der Terrasse. Im Chalet Nr. 1 ist der Grill einige Meter entfernt. Hier laufen die Elefanten direkt am Grill vorbei. 😎
Außenanlagen : Kein Pool. Lodgeanlage etwas lieblos und sandig. Das Wasserloch ist hier der Mittelpunkt. Elefanten kommen beängstigend nah. Kein Pool. Nette Bar.
Essen : Selbstversorgung
Gesamtbewertung : Wer auch ohne Out of Africa Zimmereinrichtung zufrieden ist und als Selbstversorger kommt, der wird mit der Chance auf intensive Elefantenbegegnungen belohnt (Trockenzeit). Wir würden gerne wiederkommen.
Teil 1211. Nov. 2013
Ich habe zu den bisherigen Teilen noch die jeweiligen Lodge-Fazits eingefügt. Das hatte ich irgendwie vergessen.
Teil 1312. Nov. 2013
22.09.2013 Senyati über Ngoma Bridge nach Ndhovu
Auf der sandige Verbindungsstrasse übersehe ich fast zwei Giraffen direkt neben dem Weg. Dann geht es durch den Chobe in Richtung der Grenze Ngoma Bridge, die wir vor fünf Jahren schon einmal in die andere Richtung durchquerten. Am Nationalparkeingang ist niemand am Stopschild. Nach kurzem Warten fahre ich durch. Am Ausgang ist die Schranke auf unserer Seite zu. Der bocklose, selbstherrliche Beamte würdigt mich keines Blickes. Es dauert eine Zeit lang bis ihn frage, was ich denn jetzt tun solle. Nachdem er immer noch kein eindeutiges Zeichen gibt, gehe ich zu ihm hin. Jetzt wird erfreundlicher : „ Hooow aaaree yoouu ?“. Ok, ich frage ihn : „Do i have to sign a book or so ?“. Antwort „ Yeees „ begleitet von einem leicht überheblichen, seines kleinen Sieges bewussten Lächeln. Ok, da hätten wir auch selber darauf kommen können ! Grinsend verabschiedet er sich und wünscht uns gute Fahrt.
Auf der botswanischen Seite geht die Ausreise schnell und unkompliziert. Nach der Brücke über den Okavango erreichen wir die verlassen erscheinende namibianische Seite.
Nach ca. drei Minuten erscheint eine sehr humorlose dickliche Zöllnerin. Harrscht zitiert sie uns zum mittleren Schalter und verkrümelt sich wo anders hin. Wieder eine Minute später blökt uns aus der gegenüberliegenden Tür ein weiterer Zöllner an: „You have to fill out the indemnity form!“. „We already did !“ singen wir in freundlichstem Touristenenglisch herüber. Da hat er nicht damit gerechnet. Das hat ihn so aus dem Konzept gebracht, daß er uns sofort abfertigt. Die fast ewig geltende Zöllnerregel „Du darfst nicht freundlich sein“ wird hier zu 100% befolgt.
Dann geht es zu einem Schlagbaum, an dem ein zahnlückiger Beamter wenigstens sachlich reagiert. Ich soll in sein Hüttchen kommen. Nachdem ich das übliche Buch mit Fahrgestellnummer, Motornr. etc. ausgefüllt habe, wird er auf einmal freundlich. Ob ich nicht ein paar Pula hätte, er würde sie gerne tauschen. Ich sage lieber Mal „Nein“. Etwas enttäuscht, aber immer noch freundlich verabschiedet er uns.
In Namibia wirkt sofort alles viel ärmlicher. Am heutigen Sonntag Morgen ist entlang der Straße zuerst noch nicht so viel los.
Immer wieder passieren wir einfache Grals, in denen die Menschen ihrem Leben nachgehen und Ziegen und Kühe lebendige Hindernisse auf der Straße bilden.
Entlang der Straße stehen einzelne Brennholz und Schnitzerei-Verkaufsstände. Die Veterinärkontrollen (vier?) sind alle recht nett und lax. Bei den zwei Polizeikontrollen werden wir durchgewunken. Insgesamt ist die Strecke bis auf die letzten 150 KM durch das Leben entlang der Strecke etwas abwechslungsreicher, als die öde Kilometerfresserei in Botswana.
Inzwischen haben wir uns aus eigener Erfahrung und vielen Ratschlägen der Gastgeber angewöhnt, wirklich jede Tankstelle zu nutzen, sobald wir mindestens 15 Liter Platz haben. So tanken wir auch gleich bei der Ankunft in Divundu und biegen in die Zufahrtspad in Richtung Mahangu NP ein. Die letzten 20 KM sind schnell erledigt, dann geht es auf dem gleichen kleinen Sandweg zu Ndhovu, der uns auch vor 5 Jahren in die benachbarte Mahangu Lodge führte. An der Rezeption werden wir von Johann mit einem willkommenen Guavensaft begrüßt. Als er uns nicht das versprochene Hausboot oder eines der schönen Safarizelte, sondern einen lieblos eingerichteten Bungalow ohne Freisitz zuweisst, sind wir zuerst sehr enttäuscht. Kerstin ist den Tränen nahe und Heute irgendwie fertig. Wir wussten, dass Heute eine große Gruppe hier ist und wir evtl. das Hausboot bekommen sollen.
Ich gehe zurück zu Johann, erkläre ihm die Situation und er bietet uns problemlos das Safarizelt Nr. 1 ganz am anderen Ende an.
Und das gefällt uns super gut ! Wir fragen noch sicherheitshalber nach, ob er auch keine Probleme bekäme. Das wird verneint.
Nach einem Kaffee auf dem Deck, kurzem Relaxen stellt sich uns auch Monica, Johanns Frau vor. Sie ist Südafrikanerin und spricht gut Deutsch mit einem netten Akzent. Sie hat Kira ein zu dreiviertel ausgewachsene, wunderschöne und gut erzogene Dogge und einen kleinen, total süssen Boxer dabei.
Dann geht es mit Johann auf ein praktisch gebauten Katamaran mit Drehstühlen, die fürs Fotografieren perfekt sind. Die Atmosphäre wird immer entspannter und Johann gefällt es, daß wir uns für Vögel interessieren. Er steuert das Boot ganz relaxed am gegenüberliegenden Ufer entlang.
Wir sehen etliche Vögel, ein mittelgroßes Krok, Warzenschweine und natürlich etliche Hippos. Die African Skimmer sind leider Heute nicht so fotowillig.
Am Ufer waschen sich die Einheimischen.
Schöne Szenen mit farbenfroher Kleidung und fröhlichen Menschen.
Irgendwie komme ich mir aber wie ein Voyeur vor wenn ich mit voller Brennweite die unbekleideten Menschen fotografiere.
Aber auch ganz normale Alltagsszenen...
Vor der Grenze des Mahangu NP's kehrt Johann um und fährt wieder an der Mahangu Lodge und Ndhovu vorbei in die andere Richtung. Dabei lernen wir das missmutige Hippo mit dem einen querstehenden Hauer kennen.
Von Johann etwas provoziert, zeigt es uns sein Aggressionspotentiatl und schwimmt laut brüllend auf uns los. Dabei entstehen ganz sehenswerte Bilder.
Das Hippo wirkt irgendwie etwas wahnsinnig 😕
Inzwischen unterhalten wir uns sehr gut mit Johann. Er wirkt zuerst etwas wortkarg, kommt jetzt aber größer raus. Er und Monica helfen Horst in der Hauptsaison, den Rest des Jahres leben sie im Damaraland. Vor dem Sundowner halten wir noch an den Nisthöhlen einer White Fronted Bee Eater Kolonie. Leider ist das Licht sehr schlecht.
Dann gibt es einen Gin Tonic als Sundowner und etwas Gebäck. Die Bootstour gefällt uns super. Johann macht das ganz unhektisch und nimmt sich auch für die kleinen Dinge viel Zeit.
Dann ist sie aber auch schon vorbei. Monica empföngt uns mit den Hunden. Inzwischen ist auch die angekündigte Australisch-Kanadische Reisegruppe da. Das Abendessen nehmen wir mit dem Lodgebesitzer Horst, Monica und Johann ein. Die Gruppe sitzt an einem großen Tisch und ist angenehm ruhig. Der farbige Guide hat eine sehr angenehme Stimme und hält sie bei Laune. Das Essen wird von der Köchin vorgestellt. Es gibt ein Gemüsesouffle, Kudulasagne, allerlei Gemüse, Salat und eine Art Käsekuchen als Nachtisch. Das Essen ist ausgesprochen lecker und nach einigen Minuten entwickeln sich auch angenehme Gespräche, in denen wir wieder viel über Farmen, Politik, Nachbarländer und den Lodgealltag erfahren.
Dann geht es von Horst begleitet ins Bett. Es kommt uns kein Hippo in die Quere.
Teil 1412. Nov. 2013
23.09 und 24.09.2013 Ndhovu/Mahangu und Fahrt nach Taranga
In der Nacht mussten wir gegen 4 Uhr ungewöhnlicherweise beide auf Toilette. Nachdem ich eingeschlafen bin, hat Kerstin leider schwerwiegende Probleme. Sie verspürt einen Stich in der Herzgegend, wird unruhig, bekommt Herzrhythmusstörungen und echte Angst. Mir sagt sie das erst kurz nach dem Aufstehen. Sie hat die ganze Zeit nicht geschlafen. Wir überlegen, was wir tun können. Zuerst ein paar Kekse essen und viel trinken. Sie kann nicht liegen oder sitzen und droht ohnmächtig zu werden. Nach einer Durchfallattacke geht es ihr dann etwas besser. Beim Frühstück fragen wir Horst, wo der nächste Arzt ist. Das macht nicht so viel Mut. 20 KM entfernt sei eine Krankenschwester. In Adara ca. 40 KM entfernt ein einfacher Arzt und im 250 KM entfernten Rundu (unserer nächsten Etappe) eine Klinik. Er selbst würde ausschließlich in Windhoek in die Klinik gehen. Nach einem appetitlosen Frühstück legt sich Kerstin Schlafen. Nach ca. drei Stunden geht es ihr besser, aber immer noch nicht ganz gut.
Ich habe inzwischen Bilder aussortiert und Tagebuch geschrieben. Dabei mache ich mir schwerwiegende Sorgen und es wird uns sehr bewusst, was es bedeutet, hier ernsthaft krank zu werden. Auf der Terrasse am Fluss beobachten wir Vögel und trinken eine Tasse Kaffee.
Dann geht es zum 2 KM entfernten Mahangu.
Tiere gäbe es nur an der Riverfront, meint die tief dekolltierte Rangerin an der Rezeption. Sie ist ganz gut drauf und macht Späße mit dem Südafrikaner vor mir. Der Parkbesuch ist kurz zusammengefasst. Es ist seht trocken und die Bäume sind sehr von den Elefanten in Mitleidenschaft gezogen worden. Wir sehen Kudus, Zebras, Sables, Tsetsebees, Elefanten und etliche langschwänzige Glanzstare.
Alles nicht so spektakulär aber ganz unterhaltsam. Gleichzeitig ist es eine gute Abwechslung für unsere Ängste vor einer schwerwiegenden Erkrankung.
Vor dem Abende ruhen wir noch etwas und legen uns dann mit dem kleinen Boxer zusammen aufs Deck. Später kommt noch Monika und dann kurz nach Sonnenuntergang noch ein australisches Päärchen , mit denen wir uns über Afrika und Australien unterhalten.
Zum Abendessen gesellt sich heute ein wortkarges deutschsprechendes Vater-Sohn-Paar aus Sao Paulo und den USA hinzu. Wir unterhalten uns etwas verkrampft. Kerstin hat Angst vor der kommenden Nacht und ich ein ungutes Gefühl. Gegen 22:30 Uhr werden wir von Johann zurückgebracht. Auf dem Netbook schauen wir Bilder, bis Kerstin endlich müde wird und ruhig einschläft. Ich mache mir echte Sorgen.
Um 06:30 Uhr weckt Mich Johann. „The Hippo is out of water!“. Allerdings sind auch fast alle Aussies out of the bed und im Gegensatz zu mir schon fertig angezogen. Das arme Hippo steht direkt am Ufer, die Aussies ca. 3 Meter (!!!) entfernt und knipsen wie die Wilden. Die ein ustralierin ruft mir begeistert zu. „ Come to us, the Hippo is out!“ Ich grüße freundlich zurück und lege mich wieder hin. Kerstin hat durchgeschlafen und schläft noch bis 07:30 Uhr weiter. Ihr geht es Gott sei Dank gut, nur der Kreislauf ist etwas labil. Wir haben uns die letzten Tage fast nicht bewegt, fett gegessen, viel Alkohol getrunken.
Beim Frühstück sind die Aussies schon abgereist. Horst und Monica gesellen sich zu uns. Kerstin ist vorsichtig mit dem Essen, ich mache wegen meines immer noch unruhigen Magens ebenfalls mit. Wir geniessen noch etwas die Stille am Fluss und machen uns gegen 09:45 Uhr auf nach Rundu.
Die ereignislose Strecke führt durch lockere Bewaldung und ist ereignislos. Kerstin schläft noch fast 2 Stunden und wird erst 20 KM vor Rundu wach. Nach einem Tankstopp geht es die letzten 20 KM durch dicht besiedeltes Gebiet in Richtung Westen nach Taranga.
Teil 1515. Nov. 2013
24. u 25.09.13 Taranga Safari Lodge ca 30 Km westl. von Rundu und weiter nach Namutoni
Schon die sandige Zufahrt macht einen urig, ordentlichen Eindruck. Die Dorfbewohner nebenan winken uns freundlich zu. An der Rezeption werden wir von zwei herzlichen farbigen begrüßt. Das Haupthaus ist urig afrikanisch eingerichtet.
Sie zeigen uns unseren Bungalow 1. Er ist schön, aber die Hitze macht uns und besonders Kerstin schon fertig. Sie ist überhaupt nicht belastungsfähig.
Wir fragen nach einem Salat oder einem Sandwich und werden zuerst einmal zur urigen Bar auf einem Ponton am Fluß gebeten.
Leider hat dieser Tiefwasser, die geplante Bootstour muss ausfallen. Direkt gegenüber am Ufer waschen zwei Einheimische Damen Wäsche. In der Lampe über uns brütet eine kleine Schwalbe und es ist brütend heiß.
Nach einer eiskalten Coke Zero geht es zum Lunch. Der Koch hat auf die Schnelle ein Schweinefleischcurry gemacht, das zwar nicht so leicht aber sehr köstlich ist. Danach noch ein Eis, das wir schwer ablehnen können.
Zufrieden legen wir uns an den Pool und genießen die Ruhe.
Irgendwann kommen dann zwei junge Weiße, ein Trupp Elektroleute und wir erfahren, daß wir in einen anderen Bungalow umgezogen wurden. Zuerst geht es aber in den Pool. Kerstin liest und ich schreibe diese Zeilen hier. Sehr relaxed schauen wir dann kurz nach 5 nach unserem neuen Bungalow. Und der ist ein ganz anderes Kaliber !
Safarimässig mit Zebrafell, rustikalen Möbeln, Himmelbett, Mosquitonetz und einer freistehenden Badewanne mit Löwenfüßen.
Von der Terrasse winken wir den im Fluss fischenden Kindern zu, die lachend zurück winken. Das Zelt ist unter einem großen Baum, mit großem Deck und einem wunderschönen Blick auf den Fluss.
Den genießen wir erst einmal. Mit einem Savannah lassen wir die schwarzafrikanische Szenerie auf uns wirken. Drei Jugendliche fischen in Mokoros. Un von der Insel laufen immer wieder kleine Gruppen Einheimischer durch die Furt.
Dann geht es schon wieder zum Abendessen. Auf der Terrasse ist ganz romantisch ein Tisch eingedeckt. Oben im Baum brennt eine Lichterkette.
Als Vorspeise gibt es Aubergine mit Käse und Tomate mit einem Ring Ketchup. Dann ein sehr leckeres Filet mit Kartoffelbrei und Butternut und ein Stück Malvapudding als Nachtisch. Dazu eine Flasche Tokara Sauvignon Blanc.
Müde geht es zurück zum Zelt, wo wor schnell in den Schlaf sinken. Nachts werden wir beide wach. Kerstin hat Angstzustände, weil sie immer noch glaubt, etwas am Herz zu haben. Es ist richtig dramatisch. Wir schauen zusammen Bilder am Netbook, um etwas Ablenkung zu schaffen.
Irgendwann kommt dann auch wieder der Schlaf.....
Sorgenvoll schaue ich nach dem Aufwachen in Richtung Kerstin. Sie hat Gott sei Dank auch geschlafen. Also geht es zu Fuß zum Frühstück. Meine Frau quält sich irgendwie den kleinen Anstieg hoch und isst nur das nötigste. Wieder ist alles sehr liebevoll hergerichtet und Massen von Sunbirds freuen sich über die Bewässerung des Rasens.
Dann verlassen wir Taranga, um uns auf den langen Weg nach Namutoni zu machen.
Es geht wieder durch das schwarzafrikanische Leben.
Kerstin knipst wie eine blöde.
In Grootfontein blühen die Jacarandas. In der Apotheke kauft Kerstin einige Medikamente ein.
Nach der letzten Veterinärkontrolle ist dann mit einem Mal Schluss damit und es kommt endloses buschiges Farmland
Fazit Taranga Safari Lodge
Lage : Ca. 30 KM westlich von Rundu etas oberhalb eine Seitenarmes des Okavango.
Zimmer : zwei unterschiedliche Kategorien. Die gehobene Kategorie ist wunderschön eingerichtet. Großzügiges, schattiges Deck mit Flußblick. alles Tip Top
Außenanlagen : Schöner kleiner Pool, Floating Bar auf dem Fluss, sehr gepfelgt und grün.
Essen : Sehr schmackhaft und in romantischem Rahmen angerichtet. Wir waren sie ersten Gäste seit drei Tagen und haben uns mit irgendeiner der Mahlzeiten den Magen verdorben (das kommt noch.... ) Gesamtbewertung : Für eine Zwischenübernachtung auf dem Weg von oder nach Etosha eine perfekte Unterkunft. Interessante Lage. Bootstouren werden leider nur bei entsprechendem Wasserstand durchgeführt. Anlage relativ neu und wohl noch nicht so gut gebucht. Guter Platz zum Ausspannen. Wenn das mit dem Essen nicht gewesen wäre...... 😐
Teil 1616. Nov. 2013
25. und 26.09.09.2013 Namutoni / Windhoek Pension Moni / Fahrt nach Dolomite
Wir erreichen am frühen Nachmittag Gate des Etosha Nationalparkes.
Auf dem asphaltierten Weg nach Namutoni begegnen uns die ersten Elefanten und Giraffen, die wir etwas achtlos liegenlassen.
An der Rezeption bekommen wir das Chalet Nr. 1 und beziehen es gleich.Über einen Holzsteg gelangt man dorthin. Das Chalet ist ganz nett eingerichtet.
Nach kurzer Ruhezeit wollen wir einen Kleinigkeit essen. Der Weg zum Restaurant (ca. 300 Meter) fällt meiner Frau wieder sehr schwer. Es ist superheiß. Im Innenhof des Forts bestellen wir Wasser und zwei griechische Salate. Leider sackt Kerstin der Kreislaug total ab, sie droht dauernd ohnmächtig zu werden. Das Essen lässt sie zu zwei dritteln stehen. Ich sehe ihr an, daß es diesmal wirklich Ernst ist. Nach ca. 1 ½ Stunden meint sie : „Ich glaube, unser Urlaub ist jetzt vorbei !“. Ich bin der gleichen Meinung und rufe die Notfallnummer unserer Krankenversicherung an. Ich erkläre die Situation, sie wollen uns zurückrufen und uns eine Krankenhausempfehlung geben. Nach ca. 20 Minuten kommt dann der Anruf. Es sei eine harte Nuss in Namibia. Die einzige Empfehlung wäre in Windhoek die Medi Clinic, die sei ihrer Erfahrung nach als exzellent eingestuft und habe bis zum CT alle wichtigen Gerätschaften. Wir sollten vorher schon einmal eine E-Mail-Adresse angeben, damit er mir nötige Formulare zumailen könne.
Irgendwie schafft es Kerstin dann zurück zum Chalet und legt sich hin. An der Rezeption hilft mir eine nette Angestellte, das Dokument per Mail zu erhalten und auszudrucken. Drei Formulare !
Auf dem Weg zurück zum Chalet komme ich mit dem Auto direkt an einem großen Elefantenbullen vorbei, der mich jetzt nicht größer interessiert. Nervlich total fertig fülle ich die Dokumente aus und lege mich hin. Mir ist nicht ganz gut, Kerstin auch nicht. Unsere Mägen ! Jetzt geht fast die ganze Nacht durch abwechselndes Toilette-gehen und Übergeben angesagt. Ich entleere mich aus beiden Richtungen komplett, Kerstin nur oben herum. Wir haben beide das Dinner in Taranga in Verdacht !
Was für eine elende Nacht ! Wir schlafen beide schlecht !
Nach einigen Stunden Schlaf wachen wir beide völlig gerädert auf. Wir benötigen etwas Zeit, um in die Gänge zu kommen. Beim Zähneputzen muss ich noch einmal kotzen. Ansonsten ist mein Verdauungstrakt komplett leer. Die Immodium haben den Durchfall wenigstens gestoppt. Kerstins Kreislauf ist wenigstens so, dass wir nach einer Tasse Tee den Weg zur Rezeption antreten können. Die jetzt Dienst habenden Dame hat keine Lust, uns mit dem Scan der Dokumente zu helfen. Sie interessiert sich auch nicht für unsere Notlage. OK, Afrika ! Aber so etwas macht mich echt wütend !
Wir treten die Reise an und lassen auf dem Weg zum Gate achtlos Giraffen und Elefanten stehen. Die Dame am Gate interessiert sich wenigstens für Kerstins Situation. Sie wünscht Ihr alles Gute ! Die 535 KM nach Windhoek ziehen sich ganz schön. Kerstin fährt sogar ein gutes Stück. Im Sitzen geht es ihr nicht so schlecht. Von unterwegs ruft sie in der Pension Moni an, die uns für zwei Nächte ein günstiges Zimmer geben. Uff ! So erreichen wir völligst gerädert gegen 13:15 Uhr und bei stahlgrauem Himmel die Pension Moni. Sie liegt 4 KM von der Medi Clinic entfernt, was für uns ganz praktisch ist. Schließlich wissen wir nicht, wie das alles weitergeht ! Erfolglos versucht die auch etwas unmotiviert wirkende farbige Rezeptionistin unsere Versicherungsdokumente zu faxen, was leider nicht funktioniert. Ok, dann in der Clinic. Das Zimmer ist sachlich eingerichtet, für den günstigen Preis und unsere Zwecke aber 100 % OK. Wir fallen wie die Toten auf Bett und überlegen, erst morgen in das Krankenhaus zu fahren.
Aber nein ! Wir raffen uns gleich auf ! Durch dichten Windhoeker Innenstadtverkehr (Schulschluss) geht es mit dem Navi zur modern wirkenden Medi Clinic.
In der 24 Stunden Ambulanz werden wir freundlich und kompetent empfangen. Nach ca 10 Minuten und einigem Formularkrieg dürfen wir in eine mit Vorhängen abgetrennte Behandlungskabine. Hier stehen etliche sehr modern wirkende Geräte, was schon einmal ein gutes Gefühl gibt. Mit Versicherungen würden sie grundsätzlich nicht zusammenarbeiten, hier geht alles Cash oder per Kreditkarte. Dann erscheint eine sehr nett, besorgt und kompetent wirkende Krankenschwester, die Kerstin detailliert nach ihren Beschwerden fragt. Sie erzählt die ganzen Geschehnisse, worauf Temperatur und Blutdruck gemessen werden und ein EKG erstellt wird. Ein Checkbogen wird abgefragt und schließlich Blut abgenommen. Dann kommt ein ebenfalls sehr kompetent wirkender Arzt. Er befragt Kerstin nochmals und tastet sie ab. Das EKG sei OK, sie habe keine akuten Herzprobleme. Er sei sich sicher, dass sie sich den Magen verdorben habe und sie durch den Nährstoffmangel solch einen schwachen Kreislauf habe. Er wolle noch definitiv eine Blinddarmentzündung ausschliessen, deswegen wolle er noch ein großes Blutbild haben. Gleichzeitig würde auch noch ein Malariatest mitgemacht. Das Ergebnis bekämen wir morgen früh, sollten uns aber keine zu großen Sorgen machen. Uns fällt ein Stein vom Herzen. Jetzt bekäme Kerstin noch einen Liter Infusion mit einem Nährstoff-Schmerzmittel-Mix. Wenn die Blutwerte OK wären, könnten wir unsere Reise fortsetzen. Dann wird der Zugang gelegt und ich gehe mit dem netten Rezeptionisten nach nebenan, wo die Blutprobe untersucht wird.
Aber erst, wenn Cash auf dem Tisch liegt. 1060 Na $. Das Geld ist uns komplett egal. Dann warte ich mit Kerstin, daß die Infusion durch ist. Wir verabschieden uns herzlich, gehen nebenan in den Spar zum Einkaufen. Inzwischen regnet es heftig und es donnert. Die Leute hier freuen sich darüber. Mit Getränken, Bananen und Käsewürfeln bereichert geht’s erleichtert aber immer noch todmüde zurück zur Pension.
Dort funktioniert leider das Internet nicht. Eigentlich wollten wir den Nordteil der Reise auslassen und uns für 3 Nächte eine Zwischenstation buchen. Kerstin schlägt vor, bei positiven Blutwertenmorgen nach Dolomite zu fahren. Wieder über 500 KM ! Neee ! Kerstin: Doch ! Ich Ok ! So gegen 18:15 Uhr fällt sie in einen todesähnlichen Schlaf. Ich folge gegen 20:00 Uhr. Ein aufregender, sehr anstrengender Tag geht zu Ende. Und wieder eine neue Lebenserfahrung gesammelt. Wenn Du hier kein Cash oder Kreditkartenlimit hast, oder weit weg von der Medi Clinic bist, solltest Du besser nicht ernsthaft krank werden.
Teil 1716. Nov. 2013
27.09.2013 Windhoek nach Dolomite
Kurz vor 07:00 Uhr klingelt der Wecker. Die Mägen fühlen sich besser an, aber immer noch nicht gut. Es hat bis spät in die Nacht geregnet. Beim vorsichtgen Frühstück nehme wir Kautabletten zur Magenregenerierung ein und dann ein Elektrolytpulver, dass Kerstin kaum herunterbekommt. Gegen halb neun geht’s wieder zur Medi Clinic. Die Blutwerte sind 100% OK :-))))))))
Also getankt und zurück zum Auschecken und Einpacken. Wir müssen sogar nur eine Nacht zahlen, was wir als sehr fair empfinden. Auf die erneute Fahrerei habe ich eigentlich gar keinen Bock, aber mit den guten Nachrichten im Kopf und einer gut durchschlafenen Nacht geht es doch besser. Wir wollen alle 100 KM tauschen, was sich erneut als gute Taktung herausstellen wird.
In Outjo tanken wir an einer etwas heruntergekommenen Tankstelle noch einmal voll. Bei ca 420 Nam$ springt der Zähler auf Null zurück und dann ist bei 35 Nam $ Schluss.
Ich frage den zahnlückigen Tankwart „what happened ? It cant'be just 35 Nam $ ?“.
Zahnlücke antwortet stolz und selbstbewusst „the tank is fuuuuuul !!! You have tooo paay 35 Doooolaaar!! !
Ich: „that can't be true ! It must be more „
Zahnlücke : „ The tank is fuuuuuul misteeer !“
Kerstin gibt ihm einen Hunderter und wir schauen uns schulterzuckend an. Hier in Namibia soll man ja immer sooo aufpassen, dass man an der Tanke nicht beschissen wird 😉
Wir fragen ihn nochmal, ob er keine Probleme bekäme ? Er reagiert nicht ! Dann gibt ihm Kerstin aus Versehen 50 Trinkgeld ! Er schaut den Schein an, als ob ihm Satan persönlich erschienen wäre: „Noonooo, thaats toooo muuuuch“. Über die 10 freut er sich sehr und lacht sich über den Irrtum tot ! „50 ? Noonooo...“. Kopfschüttelnd verlassen wir die Tanke mit ca 50 Liter Sprit für 35 Nam$“. Überall um uns herum laufen stolze Herero Frauen in ihren parachtvollen Trachten.
Dann kommt noch die Tanke in Kamanjab. Die ist jetzt völligst heruntergekommen. Allerlei Volk hängt hier herum, die eine Tanksäule ist total verbeult. Niemand kümmert sich um uns. Ein verwahrloster Weisser fragt uns, was wir wollen. Tanken ! Er holt die Tankwartin und sagt :“ They are busy 😉 It needs 15 to 20 minutes 😉 Dann erzählt er mir mit alkoholgetränktem Atem, was er für ein hartes Leben hatte. In London sei er gewesen und er möge keine Engländer. Inzwischen regelt Kerstin auf der anderen Seite das Tanken. Nebenan hält ein Pickup der hinten eine nackte Himba transportiert. Irgendwann wünsche ich dem mich voll labernden Typen alles Gute und ab geht es zu den letzten 70 KM in Richtung Galton Gate.
Das Land hier ist jetzt total abgeweidet und öde. Hoffentlich lassen sie uns wieder in den Park rein und hoffentlich existiert unsere Buchung noch.
Diese Zweifel erweisen sich am Gate als unbegründet. In einem Container erklären wir unsere Geschichte. Die Rangerin grinst uns sagt uns „welcome to Etoscha!“
Teil 1816. Nov. 2013
27.09.2013 Etosha vom Galton Gate nach Dolomite
Vom Galton Gate aus geht es noch 43 KM zum Dolomite Camp. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie glücklich wir darüber sind, wieder hier sein zu dürfen. Die ersten 10 KM sind übelstes Wellblech, bis wir auf den Grader treffen, der die restliche Strecke gerade wunderbar geschoben hat.
Wir sehen die ersten Giraffen und Zebras.
An einem Wasserloch, das gerade renoviert wird, kämpfen Zebras im Staub.
Die brutalen Viecher werden ihrem Ruf treu und uns gelingen einige schöne Aufnahmen von den erbarmungslosen Machtkämpfen.
Die Tiere versuchen sich gegenseitig ernsthaft wehzutun. Es wird gebissen und getreten, was das Zeug hält.
Dann erreichen wir Dolomite.
Es liegt wie erwartet wunderbar über einen Bergrücken verteilt.
Das Auto wird unten abgestellt, dann holt uns ein bulliger Angestellter mit einem Golfcar ab. An der Rezeption gibt es einen NWR untypisch herzlichen Empfang mit lecker Guavesaft und Einweisung.
Dann werden wir zum Chalet Nr. 20 gefahren. Wir sind sprachlos. Natürlich kannten wir es aus Reiseberichten. Aber der Ausblick in die ewige Weite der Steppe, der Plunge Pool, die Flönsecke und das nicht einsehbare Deck.... ein Traum !
Kerstin schaut mich an:“Na, doch gut, daß wir hier sind, oder ?“. Jaajaa, Du hast ja Recht ! Wir machen es uns gemütlich und beschließen, Heute Tiere Tiere sein zu lassen . Der Plunge Pool brint bei der Hitze willkommene Abkühlung.
Unter uns ziehen mehrere Giraffen zum Wasserloch und die Dassies beobachten uns misstrauisch.
Hier unten bekomment man das lärmende und ratternde Golfcar auch nicht so mit.
Zum Sonnenuntergang laufen wir zum Aussichtspunkt aufs Wasserloch und wieder zurück zum Hauptpool. Es ist so ein ins Nichts überlaufender Traumpool, der genau Sonnenuntergangsblick hat.
Mit einem Savannah genießen wir den glutroten Ball der Sonne, der am Horizont verschwindet.
Das Abendessen ist bis auf die etwas übereifrigen Kellner wunderbar.
Es gibt ein auf den Punkt gebratenes Elandsteak.
Zufrieden geht es ins Bett. Nur kurz schaffen wir es noch, einige Bilder am Pool zu schauen. Die Koje ist leider etwas hängemattig.
Teil 1917. Nov. 2013
28.09.2013 Dolomite nach Epupa
Um 06:00 Uhr klingelt der Wecker. Eigentlich möchten wir den Sonnenaufgang anschauen, aber der ist erst eine ganze Weile später. Also schlummern wir noch etwas weiter. Die Sonne kommt erst viertel vor sieben über ein tiefliegendes Wolkenband geklettert. Wir beschließen in Ruhe und mit gepackten Sachen den einen Loop mit einigen Wasserlöchern mitzunehmen. Vorher gibt es noch etwas Kleingetier zu fotografieren.
Kurz nach sieben geht es zum Frühstück, was ganz lecker ist. Danach kommen wir mit zwei netten Touris in mittlerem Alter ins Gespräch. Dann lassen wir uns mit den gepackten Sachen mit dem Golfcar abholen und zum Auto bringen. Dolomite war superschön !
Nach einigen Metern gibt es die ersten Fotos eines Bee Eaters.
Dann geht es zum Hauswasserloch, an dem aber nur die üblichen Verdächtigen zu finden sind.
Also geht’s auf den Loop in Richtung Galton Gate, so ungefähr 50 KM liegen vor uns. Vor uns steht nach einigen KM ein weißer Camper. Nach kurzer Zeit entdecken wir ein Spitzmaulnashorn, das allerdings hektisch im Gebüsch verschwindet. Dann fahren wir auf ganz guter Pad weiter bis zum Wasserloch …. Wieder steht der weiße Camper vor uns. Was sucht der denn ? Langsam fahren wir näher und erkennen an einem Wasserbehälter.... LÖWEN !
Sie liegen nicht sehr fotogen wie eingesperrt hinter einem Zaun und gammeln rum. Das gibt’s doch nicht ! Das hätten wir hier auf unserem Not-Gamedrive ja gar nicht erwartet ! Leider müssen wir etwas auf die Uhr schauen, denn der Weg nach Epupa wird sich ziehen. Ca zwei KM weiter entdecke ich rechts wieder ein Spitzmaulnashorn, das nervös durch den Busch rennt. Dann überquert es die Straße und trabt wieder tief in den Busch.
Sehr zufrieden und ohne weitere nennenswerte Sichtungen geht es durch hügelig, trockene Landschaft zum Galton Gate. Der Grader ist jetzt auch auf dem letzten Stück durchgekommen.
Am Parkausgang übernimmt Kerstin und fährt die öde Strecke bis kurz vor Opuwo. Und Opuwo bietet sich uns so dar, wie wir es schon gelesen hatten. Ein Multikultistädtchen, in dem das Leben tobt. An der Tanstelle und auch überall sonst laufen nackte Himbas neben Touris, normal gekleideten Schwarzen, wenigen Farmern, Bettlern und Wohlhabenden herum.
Da an der ersten Tanke nichts passiert, fahren wir um die Ecke zur heruntergekommenen Shell.
Nach einigen Warten kommt tatsächlich eine pink angezogene Lady und fragt, was wir wollten. Sprit !?! Aaaah unleaded ! Ok ! Etwas erleichtert beobachten wir an der Zapfsäule, wie sich unser Tank füllt. Zwischendurch kommt eine Schmuckverkäuferin und ein älterer, sehr armer Mann, der bettelt. Bei der Frau kauft Kerstin2 Armbänder, der Betller bekommt etwas Keingeld und muss dafür für ein Foto herhalten.
Dann geht es bei großer Hitze weiter auf die 179 KM Pad nach Epupa. Die Straße ist frisch gegraded und gegen die Erwartungen gut zu fahren. Immer mal wieder stehen am Straßenrand Himbas oder Kinder, die uns zum Anhalten auffordern.
Die Strecke ist nicht so abwechslungsreich, es geht durch Busch- und Farmland. Dann wird die Landschaft bergiger und gefälliger.
Je mehr wir uns Epupa nähern, umso schöner wird es. Baobabs, Kurven, Felsformationen im Spätnachmittagslicht.
Leider bin ich inzwischen so platt, dass ich es im Gegensatz zu Kerstin gar nicht mehr so genießen kann. Nach etlichen Fotostopps erreichen wir Epupa. Nach dem letzten Hügel kommt uns beiden ein „Aaaaah“ aus den Mündern.
Nach all dieser staubtrockenen Landschaft ein Tal mit Palmenmeer ! Durch das Hüttendorf und einige Himbas geht es über einen steinig, holprigen Weg zum Epupa Camp.
Durch ein Gatter gelangen wir in ein kleines tropisches Paradies.
Der Empfang durch zwei farbige Bedienstete ist herzlich informativ. Unser Safarizelt Nr. 5 liegt zwar mittendrin, hat aber einen tollen Blick auf den Kunene River. Wow !
Mit dem Leitungswasser sollen wir aufpassen. Da es uns beiden immer noch in den Mägen zieht, werden wir uns garantiert daran halten. Nach einer Dusche und einem Drink heißt es Relaxen bis zum Abendessen.
Zum Abendbrot gibt es lecker Butternutsuppe, Hähnchenkeule mit Reis und Butternut und als Nachtisch ein Stück Kuchen, das Kerstin auslässt. Gegen 09:00 geht es zufrieden ins Bett.
Teil 2017. Nov. 2013
29.09.2013 Epupa Camp
Gegen 07:30 klingelt der Wecker, ich bin wie fast immer etwas früher wach. 5 nach 8 wird zum Frühstück getrommelt. Das Frühstück ist Ok, aber nichts besonderes. Besonders ist es allerdings, hier an der angolanischen Grenze am Fluss zu sitzen.
Der hat uns auch gestern Nach in den Schlaf „gegurgelt“. Am Vormittag machen wir noch eine kleine Wanderung zum Crocodile Creek. Nach einigen Nutztieren und Vögeln treffen wir etwas ausserhalb einen aufgeschlossenen älteren Mann.
Leider können wir uns nur mit Händen und Füssen mit ihm verständigen, aber die Gesten sind sehr nett. Allle drei verabschieden sich lächelnd voneinader und gehen ihres Weges.
Dann geht es über einen kleinen Bergrücken nach unten in den Schatten der Palmen.
Der Kunene fliesst hier in etliche Seitenarme geteilt und versorgt einen kleinen Streifen Landschaft mit Wasser. Immer wieder laufen Kühe und Esel herum. Das Wasser läuft gurgelnd und grün schimmernd seinen Weg.
Unsere Suche nach einem schönen, schattigen Vogelbeobachtungsplatz bleibt erfolglos. Auf einer Palme sitzend und Wasser trinkend regenerieren wir uns etwas und treten dann langsam den Rückweg an.
Auf dem Campground lassen wir noch eine Horde Paviane passieren. Dann entdeckt Kerstin vier kleine, gefleckte Schweinchen.
Zusätzlich laufen noch viele kleinere Äffchen herum und pflücken oben in den Palmen Makalani Nüsse.
Den Rest des Tages verbingen wir am Pool und genießen die Ruhe. Dank WLAN können auch Mal wieder Nachrichten gelesen werden.
Dann kommen zwei ältere Päärchen an, ein deutsches und ein französisches. Sie begleiten uns zur Sundownertour an die Fälle. Die Strecke ist nicht weit. Durch das Dorf durch geht es zu einem Himbaverkaufsstand, an dem wir aus Ansstand etwas Schmuck kaufen.
Die ältere Himbafrau ist auch sehr nett.
Dann geht es noch einige Schritt zu Fuss zu den Fällen. Obwohl Heute nicht mehr so viel Wasser im Fluss ist (Wochenende/Staudammabfluss wird dann gedrosselt) sind die Fälle mit den Baobabs im Vordergrund doch ein schönes Erlebnis.
Zwischendrin turnen zwei Himbakinder mit einer sehr jungen Himbafrau herum (die Fotos habe ich nicht eingestellt. Entgegen den ersten Befürchtungen haben sie einfach Spaß und haben nix mit Trinkgeld am Hut. Der Mitreisende Deutsche Mann erklärt uns pausenlos, wie alles funktioniert, seine Frau sagt gar nichts. Die Franzosen sind ganz nett, können aber leider kein Englisch. Der Guide ist eher sachlich. Nach einigen Minuten geht es weiter auf den Aussichtshügel etwas oberhalb der Fälle.
Zu diesem Ausflug benötigt man definitiv keinen Guide. Ich lasse mir den georderten Gin Tonic schmecken. Die Sonne taucht die grüne, hügelige Landschaft nun in ein warmes Licht.
Nach etlichen Fotos geht es zurück zum Camp. Kerstin muss sich leider erst einmal hinlegen und kommt erst etwas später zum Dinner. Dort komme ich mit deutschen Paar ins Gespräch.
Sie kommen aus Camp Aussicht und es hat Ihnen dort gefallen. Als Hauptgang gibt es Heute sehr leckerern Kudubraten und Blumenkohl. Kerstin isst nur den Blumenkohl und quält sich über den Abend. Nach weiteren Gesprächen geht es zurück ins Zelt, wo wir schnell in den Schlaf fallen.
Nach einer gut durchschlafenen Nacht geht es auch Kerstin wieder besser. Nach dem Frühstück am Fluss schwätzen wir noch kurz mit den Schwaben, dann packen wir die Sachen, checken aus und machen uns auf den Weg. Ein schöner Platz, aber wegen der langen Anfahrt ist es eher unwahrscheinlich, dass wir hier noch einmal herkommen. Vorbei an Himbas geht es die landschaftlich schöne Strecke wieder zurück.
Nach genau 42 KM fragt Kerstin:“ Hast Du eigentlich mein Ladegerät wieder eigepackt?“. Nein, habe ich nicht. So eine SCH..... !!! Also drehe ich wieder um und fahre knapp an der von uns selbst gesetzten 80 KM Geschwindigkeits-Grenze das ganz geholpere wieder zurück. Gegen 11:15 Uhr starten wir erneut im Epupa Camp.
Kurz nach der 42 KM Marke kommt uns dann ein Landcruiser entgegen. Das kann nur der Topobär aus dem Forum sein, mit dem wir uns auf der Pad treffen wollten. Er und seine zwei Begleitdamen steigen aus. Wir bekommen ein kaltes Savannah und tauschen Afrikalatein aus. Beobachtet wird das Ganze aus ca. 10 Metern Entfernung von zwei Himbamädels, die uns neugierig mustern. Nach ca. 20 Minuten verabschieden wir uns und fahren weiter. Eine nette Begegnung.
Dann erreichen wir endlich wieder Opuwo. An der Shell gibt es Heute keinen Sprit, dafür aber an der Puma. Dort werde ich einige Male angebettelt und wimmele einen Makalani-Nuss Verkäufer ab.
Sobald ich nach meinem Namen gefragt werde, weiß ich Bescheid und antworte mit direktem Blick in die Verkäuferaugen grinsend :“ Soooory ! I don't need a Makalani !“ Und das funktioniert. Diesmal lassen wir auch die zwei Kanister mit je 8 Litern volltanken, man weiß ja nie. Glücklicherweise sind die so dicht, daß es im Inneren des Autos nicht mal ein bisschen nach Sprit riecht. Kerstin geht noch in den Supermarkt und kommt recht fasziniert wieder heraus. Da drinnen tobt das Leben !
Ich werde im Auto von einem total verratzten Parkplatzwächter so penetrant angebettelt, daß ich ihm ein paar Münzen gebe. Er will noch mehr und ich sage sehr entschlossen „NO!“. Er gibt auf und geht.
Die letzten knapp 90 Kilomater nach Camp Aussicht liegen vor uns. Die Pad ist frisch geschoben und nur unser laut quietschendes Auto beunruhigt uns etwas. Sicher ist es aber nur Staub.
Glücklich erreichen wir die 5 KM lange Zufahrt zum Camp.
Teil 2119. Nov. 2013
30.09.2013 Camp Aussicht
Glücklich erreichen wir die 5 KM lange Zufahrt zum Camp. Und die ist gar nicht so schlimm.
Zwischen Kühen und von Marius angebrachten lustigen Schildern geht es sehr holprig, aber ganz gut zu fahren zum Camp hoch.
Der erste Eindruck ist etwas ernüchternd. Es sieht so etwas wie auf einem einfachen Bauernhof aus.
Auf der Terrasse werden wir von Marius, seiner 2 Monatshilfe..... und den Gästen Erwin, Gitti und Ihrer Tochter Kathi empfangen. Bei einer kalten Cola unterhalten wir uns zuerst etwas schleppend, das sollte sich später grundlegend ändern. An einer kleinen Vorgeltränke kommen Unzertrennliche, Glanzstare und Meyers Parrots zum Trinken. Unser Zimmer Nr. 3 ist zuerst ebenfalls etwas ernüchternd. Wir wussten ja, daß es hier einfach sein soll, ist es auch. Ein kleines Waschbecken, ein kleines Fenster, eine Blechtür und eine Zwischentür mit Fliegennetztfenster und zwei Tische.
Die Duschen sind links im Gebäude. das Wasser wird in den schwarzen Kanistern von der Sonne erwärmt.
Der saubere Plumpsklo ist einige Meter entfernt.
Erwin war viele Wochen auf der Gabus Game Ranch, weil er als Bauingenieur den Bau eines Zementwerkes leitete. Nun hat er seine Familie hierhergerbrcht. Kathi ist mit 24 noch einmal mit den Eltern mitgefahren. Sie verstehen sich prima, eine richtige Bilderbuchfamilie. Nach einigen Gesprächen geht die Sonne langsam hinter den Bergen unter. Man hat wirklich eine schöne Aussicht von hier und es ist bis auf das Surren eines kleinen Windrades und etwas Vogelgezwitscher komplett ruhig.
Dann ruft uns Brigitte zum Abendessen. Im reich dekorierten Aufenthaltsraum sitzen alle um eine gorße Tafel. Der tief gläubige Marius spricht ein Tischgebet, dann gibt es ausgesprochen leckere Hausmannskost. Rinderhackklöpse, exotisch gewürzten Bohnensalat, Reis und Sosse. Bei einigen Windhoek's und einem köstlcihen Nachtisch entstehen muntere Gespräche. Mit Erwin, Gabi und Kathi haben wir echt Glück gehabt. Wir verstehen uns echt gut. Marius mit Worten zu beschreiben ist mir nicht möglich. Er ist schon etwas eigen und eigentlich eher ein Einzelgänger. Trotzdem hat er etwas grundsymphatisches und gerade wir beide verstehen uns auf Anhieb blendend. Mehr möchte ich gar nicht dazu schreiben. Man muss ihn einfach kennengelernt haben. Ein besonderer Mensch ! Dann werden wir im stockdunkeln noch zur Kaninchen und Stachelschweinfütterung geführt.
Da sie Marius die Wasserleitungen angefressen haben, leben nun ein ausgewachsenes und zwei kleine Stachlschweine in Gefangenschaft. Er hat sie mit einem Käfig gefangen. Die Tiere machen sich laut schmatzend über das Fressen her. Die Hasen werden vom großen Schwein ab und zu mit scheppernden Seitwärtsbewegungen weggejagt, kenne das aber schon.
Das zweite kleine wird erst herauskommen, wenn wir weg sind. Dann fallen wir todmüde in unsere doch sehr bequemen Betten. Inzwischen hat es auch angenehem abgekühlt und Dank der Fliegengitter gibt es im Zimmer etwas Durchzug. Wir werden gut schlafen. Der nächtliche Gang zum etwas entfernten Klo ist auch kein Problem.
Teil 2219. Nov. 2013
01.10.2013 Camp Aussicht Himbadorf 1
Da hier Wasserknappheit herrscht, verkneife ich mir die Morgendusche. Gegen 08:00 Uhr treffen wir uns zum Frühstück mit den anderen. Dann geht es mit dem alten Geländewagen von Marius in Richtung Himbasiedlung. Sie liegt etliche Kilometer in Richtung Opuwo.
Ganz gespannt steigen wir zwischen einigen verstreuten einfachen Rundhütten aus.
Marius wird herzlich begrüßt.
Er erklärt uns noch, da wir „Moro“ sagen sollen, das heißt „Guten Morgen“. Etwas schüchtern begrüßen wir die am Boden sitzenden Himbafrauen.
Ein dreckig, westlich angezogener Junge ist besonders scharf auf unsere Fotos.
Nach einigen Minuten hat man den Eindruck, daß das hier wirklich kein Menschenzoo ist. Wir sind für die Himbas genauso eine Abwechslung, wie sie für uns. Diese Menschen leben wirklich so, wie sich sich uns präsentieren.
Die Kinder sind ganz schön wild und besonders scharf auf die Fotos.
Sie wollen an der Hand gehen und wenn ich sie animiere, machen sie Kaspereien. Aber nur, damit sie sich dann gleich die Fotos anschauen können.
Die Zeit vergeht wie im Flug und wir laufen von Familie zu Familie.
Auf einer Decke werden Souvenirs angeboten. Wir kaufen einige Souvenirs.
Am Ende wird noch für uns getanzt und gesungen. Wir sind alle sehr beeindruckt und dankbar. Gut, dass wir uns für Marius entschieden haben.
Die Kinder freuen sich über die Gastgeschenke Maismehl und Zucker.
Bei der Abfahrt gibt er jedem am Weg stehenden Kind ein Stück Kudubiltong.
Teil 2321. Nov. 2013
**** Ergänzung zu Camp Aussicht, bevor es weitergeht ****
Wenn ich mir meine bisherige Beschreibung zu Camp Aussicht mit etwas Abstand noch einmal durchlese, stelle ich fest, dass es zu schlecht wegkommt.
Die Unterkunft ist sehr einfach und sauber. Das besondere hier ist aber gerade die Einfachkeit und vor allem Marius. Von ihm kann man wirklich etwas über die Nutzung von knappen Ressourcen und andere Aspekte des einfachen Lebens lernen.
Man muss nur dazu bereit sein, sich darauf einzulassen und auf jeglichen Luxus zu verzichten.
01.10. + 02.10.2013 Camp Aussicht Himbadorf 2 und Abschied
Einige Kilometer nach Abfahrt aus dem Himbadorf 1 zeigt Marius uns im Busch noch einen von Termiten zerfressenen Baumstamm.
Dann etliche Pflanzen und eine Stelle, zu der die Tiere zum Salzlecken kommen.
und noch einen riesen Termitenhügel.
Etwas unerwartet steuern wir dann ein zweites, noch etwas kleineres Himbadorf an.
Wir hätten Glück, die 14 jährige Tochter wäre da. Man könne sie kaufen, 2 Kühe und eine Ziege würde sie kosten.
Die am Boden sitzenden Himbadamen interessieren sich sehr für die schwäbische Familie. Erwin mit seinem stolzen Bauch gefällt ihnen besonders.
Dann breiten sie Ihre Decken aus und legen ihre Kunstgegenstände hin. Auch hier wechseln einige Sachen die Besitzer.
Marius überreich seine Säcke Maismehl und Zucker, dann geht es zurück zum Camp.
Wir sind sehr beeindruckt und aber auch etwas nachdenklich. Die Männer gehen in der Stadt zur Schule und kehren fast nie zu dem ursprünglichen Leben zurück. Die Kultur dieser tollen Menschen wird vermutlich Stück für Stück verschwinden.
Im Camp zurück wird Reisetagebuch geschrieben, ein Tee getrunken und belebt geredet. Die Vögel an der Tränke bieten zusätzlich noch etwas Abwechslung.
Dann zeigt uns Brigitte die etwas unterhalb liegende Mine.
Marius bricht dort mit seinen Helfern und einfacher Technik in harter Arbeit die Dioptase frei. So richtig lohnt sich das Ganze leider nicht. Überall gehen Stollen herein. Alles liegt mit blauem Abraum voll. In einen besonders tiefen Stollen geht es mit der Taschenlampe hinein.
Etliche Fledermäuse fliegen hier herum. Dann ist die Führung zu Ende. Als Kerstin gerade Duschen ist kommt Marius zu mir. „Wir gehen zusammen auf den Aussichtspunkt!“. Ich: „ Ach nööö!“. Marius „ Doch, Du kommst mit !!!“. Kathi hat auch keine Chance und so zeigt uns Marius kurz seine Werkstatt. Ich solle irgendwann einmal zwei Wochen zu ihm kommen und ihm helfen, sagt er breit grinsend. Er möchte aus meinen 2 linken Händen zwei rechte machen, sagt er mir grinsend. Kathi und ich bekommen je einen schönen Brocken Pyrit, dann geht’s über den Campingplatz den kleinen Berg hoch auf einen etwas abenteuerlich selbst gebauten Hochsitz. Marius diskutiert über seine Meinung über den Zusammenbruch der Finanzwelt.Er fragt sich auch, welche Funktion die an den Pads zu sehenden weißen Säulen haben. Die Sonne geht langsam unter und alle geniessen die Ruhe und den weiten Ausblick.
Zufrieden geht’s zum wieder guten Abendessen. Vorher ist gerade noch genug Zeit zum Duschen. Brigitte hat wieder sehr leckere Haushaltskost gezaubert und beschreibt, wie sie hier die knappen Ressourcen nutzt.
Die roten Beete hat sie mit dem Restkaffe von Heute Morgen gewaschen. Das Rindfleisch Chakalaka ist aus den Resten von Gestern gemacht.
Danach diskutieren wir über den Stress in Europa, Marius grinst immer nur. Ich solle wirklich einmal zwei Wochen zu ihm kommen. Nach der erneuten Stachelschweinfütterung gehen alle ins Bett. Heute hat es etwas mehr abgekühlt und wir bewundern am Nachthimmel noch einmal den Skorpion, den Brigitte uns gestern zeigte.
Nach einer von den Temperaturen her etwas angenehmeren, gut durchschlafenen Nacht frühstücken wir das letzte Mal im Camp Aussicht. Hier fällt es jetzt schwer wegzufahren. Beim Abschied laufen Brigitte die Tränen. Sie wird nach Ablauf Ihrer Zweimotaszeit wieder zurück nach Windhoek ins Altenheim gehen. Marius drückt uns zum Abschied. Er warte auf mich wegen der zwei Wochen ! Dann reissen wir uns los und machen uns auf den Weg nach Purros.
Teil 2523. Nov. 2013
02.10.2013 Camp Aussicht nach Purros/Okahirongo Elephant Lodge
Der Joubert Pass ist gerade eine Baustelle. Wir rumpeln hoch und runter.
Dann wird die Landschaft immer interessanter. Kurz vor dem Abzweig nach Sesfontain schauen wir in die Weite des Damaralandes mit seinen Tafelbergen. Leider ist es wieder etwas dunstig. Für uns geht es nach rechts in Richtung Sesfontein weiter.
An der kleinen Tankstelle bekommen wir tatsächlich Sprit. Ein netter Tankwart begrüßt uns, den Makalani Verkäufer wimmele ich ab. Das Fort erreichen nur einige Meter weiter.
Wir trinken eine Tasse Kaffe im Schatten und schauen auf einen sehr gepflegten Innenhof mit Bougis und einem Pool.
Am Tisch nebenan sitz ein Paar aus München, die gerade aus dem Kaokoveld kommen. Wir tauschen uns aus, dann geht jeder seines Weges. Vor der Abfahrt besuchen wir noch den kleinen deutschen Kriegsgräberfriedhof. Unsere Scheiben wurden geputzt, das kommt uns sogar sehr entgegen.
Dann geht es auf zu den letzten 109 KM auf der D3707. Sie soll sehr schlecht sein und ist es auch.
Einige KM ausserhalb von Sesfontain wird es immer steiniger und hügeliger.
Die Landschaft ist toll, aber die Straße geht einem einfach auf die Nerven.
Fieses Wellblech, grobe Steine, hoch, runter, links und dann rechts. Es ist um die 40 Grad. Die Rest-KM auf dem Navi werden nur ganz langsam weniger. Im mittleren Teil wird es dann sandiger und teilweise sogar etwas tiefsandig.
In einer weiten Ebene halten wir an. Der Wind bläst uns wie ein Heißluftfön entgegen. Es ist Mittagszeit und die Sonne steht steil über uns. Dann geht es weiter über Wellblech und Steingerüttel, bis wir die ersten Giraffen sehen.
Nach 2 1/2 Stunden für 109 KM erreichen wir kurz vor Purros einen riesigen Sandkasten. Der Wind hat hier Unmengen an Sand an dem rechts von uns liegenden Bergen abgelagert.
Sogar hier hat es übles Wellblech und ich weiche auf eine der parallel zur Pad verlaufenden Fahrspuren aus. Purros besteht aus einigen weit verteilt liegenden kleinen Hütten.
Dann geht es durch das tiefsandige Trockenflussbett.Es ist fast ein Sandsturm und wir haben es schwer, uns zu orientieren. Ohne Navi wäre es echt schwer, die Lodge zu finden. Die Fahrspuren sind vom heftigen Wind fast komplett verweht. So stelle ich es mir in der Sahara vor. Obwohl „No Entry, Okahirongo“ steht, fahren wir rein.
Keine Ahnung, wo der richtige Weg zur Lodge ist. Sie liegt etwas oberhalb des Tales auf einer Art kleinem Damm und macht einen edlen Eindruck. Die Häuser sind ausreichend weit voneinander entfernt, wirken in dieser weiten Wüstenlandschaft aber irgendwie brutal.
An der Rezeption werden wir nett von einer farbigen mit einem Drink begrüßt.
Dann kommt der Ranger Bravo, ein ausgesprochen fröhlicher Kerl. Er zeigt uns unser Zimmer. Links liegt der Schlafraum mit Himmelbet und Blick in die Wüste. Rechts das noble Bad mit freistehender Badewanne und allem PiPaPo.
Vor den beiden Räumen liegt der überdachte Liegeplatz im Freien mit einer bequemen rot-weiß gestreiften Matratze.
Neben uns ist nur noch ein Einzelreisender aus Malta in der Lodge. Da der nicht am Pool ist, haben wir die ganze Anlage für uns und das soll morgen auch so sein.
Der Pool ist ein absoluter Traum. Mitten in der Wüste hat man fast ein schlechtes Gewissen. Aber bei der Hitze ist es ein Traum.
Einer der drei Jack Russels, die mir gerade bei der Ankunft noch aggressiv entgegenkamen, legt sich auf meinen Fuß und hat es auch schwer in der Hitze. Er hat ein blindes Auge und heißt Karla. Die anderen beiden interessieren sich nur beim Essen für uns. Ein Rabe und einige Stare machen sich über die bereitliegenden Plätzchen her. Wir können uns gerade rechtzeitig noch welche ergattern.
Wir genießen das Leben und immer wieder schweifen unsere Blicke in die Weite der Landschaft, den großen Sandkasten auf der gegenüberliegenden Seite des Tales.
Gegen Abend verziehen wir uns auf das private Flönssofa und genießen den nahen Sonnenuntergang.
Dabei leisten uns kurz zwei Gin Tonic Gesellschaft. An diesen Ort könnte man sich gewöhnen. Ein guter Freund schickt uns eine Nachricht und nennt uns „dekadentes Bänkerpack!“. Ich glaube er hat zu 100% Recht 😉
Nur schwer können wir uns von diesem mopsigen Platz trennen, aber es gibt bald Dinner.
Der Manager Peter sitzt mit dem etwas eigenartigen Malteser am Tisch, wir am nächsten. Es gibt gutes Essen. Als Vorspeise Überbackenen Aubergine mit Tomate und Käse, dann ein ausgezeichnetes Rinderfilet und Crepes mit einer Schokoeiskugel. Dazu gibt es eine Flasche Shiraz.
Es ist Schade, aber nach unserer Rückkehr werden wir bald müde Am nächsten Morgen heißt es früh aufstehen.....
Teil 2624. Nov. 2013
03.10.2013 Okahirongo Elephant Lodge Rhino Tracking ohne Rhinos
Um 06:00 Uhr klingelt der Wecker. Kurz später kommen die zwei georderten Kaffee. Um 06:30 Uhr treffen wir uns mit Mr. sprachlos aus Malta beim Frühstück.
Die Sonne geht gerade effektvoll am Ende des Tales auf und taucht die Landschaft in ein goldgelbes Licht.
Dann geht es mit Bravo los zum Rhino Tracking in die Berge. Im Dorf sammelt er noch einen völlig fertigen local Tracker ein. Er scheint zu viel Schoppen gehabt zu haben und hat es schwer.
Wir biegen mitten in dem riesigen Sandkasten ins Trockenflußbett ab und stossen auf etliche Giraffen.
Diese elegenten Tiere zwischen den vom Wind geformten Sanddünen herumlaufen zu sehen, ist wunderschön.
Dann geht es über holprigen Schotter in die Berge. Wir sehen Oryxe, Springböcke und Strauße.
Bravo erklärt uns etliche Bäume und Sträucher und deren Nutzen für die Einheimischen und die Tierwelt.
Durch Trockenflussbette, auf Hügel und immer wieder offroad versuchen wir Rhinos zu finden.
Zwichendurch gibts eine Pause mitten im Nichts.
Wie erwartet erfolglos, denn nur wenige Tiere wurden vor einigen Jahren von der palmwag Concession hierhin umgesiedelt. Trotzdem ist die Landschaft wunderschön und der Trip ein tolles Erlebnis.
Ach ja, Schakale und Springis haben wir noch gesehen.
Dann geht es zurück nach Purros, wo wir an der Kneipe eines Fussballfans vorbeikommen.
Am späten Vormittag liegen wir wieder einsam am Traumpool. Unterhalb der Lodge stehen einige Springböcke und Strausse herum. Gegen Mittag gibt es einen köstlichen Dreigang-Lunch. Eiersalat, Hähnchen in Weißweinsosse und irgendeinen in Vergessenheit geratenen Nachtisch. Wir probieren alles, essen es aber aus bekannten Gründen nicht auf. Am Pool verbingen wir die Zeit bis halb fünf.
Danach startet unser Gamdrive in den Purros Canon. Durch die Exklusivnutzung kommt Okahirongo für uns zur perfekten Zeit. Wenn es nicht so viel Geld kosten würde..... 😕
Teil 2724. Nov. 2013
03.10.2013 Okahirongo Elephant Lodge Purros Canon und Weiterfahrt nach Khowarib
Von der Lodge aus fährt Bravo nicht Mal einen Kilometer rechts um die Ecke. Und wie ein Wunder liegt ein kleiner Fluß mit grünem Gras und Büschen in einem malerischen Canon vor uns. Hier fließt das ganze Jahr Wasser, das hätten wir nie erwartet. Direkt um die Ecke ist die Wüste.
Sogar Wasservögel gibt es hier.
Und so laufen hier Zebras, Oryxe, Elefanten, Kühe, Esel und Ziegen munter durcheinander herum.
Von wegen Elefanten. Nach ca. 2 Kilometern trefen wir eine einzelne Elefantin und Bravo wird sehr nachdenklich, denn von ihrem vier Wochen alten Baby ist nichts zu sehen.
Wir fahren weiter und finden eine zweite Elefantengruppe. Sie fressen in einem schwer einsehbaren Gebüsch herum. Steil offroad bergauf bringt uns Bravo auf einen kleinen Hügel direkt oberhalb. Von dort aus können wir alles in Ruhe beobachten.
Auf dem Boden liegen allerhand Quarze. Bravo steigt auf einen noch höheren Hügel, um nach dem jungen Ele Ausschau zu halten, leider erfolglos. Wir treten den Rückweg an und fahren etwas in der Gegend um den einsamen Ele herum.
Er steht inzwischen mitten auf dem Weg.
Da dort nun kein Vorbeikommen ist, geht’s zurück auf den Aussichtspunkt zum Sundowner mit Gin und Tonic.
Auf dem Rückweg, der Ele ist wieder im Gebüsch, ist sich Bravo sicher : “something happened to the babyelephant“.
Etwas traurig erreichen wir das Camp, ziehen uns kurz um, vermissen die Zeit auf dem Flönssofa und gehen zum Dinner.
Der Tisch ist Heute für Peter, Mr. Malta und uns zusammen gedeckt. Es gibt Butternutsuppe und dann sehr leckere Springbockfilets. Vorhin habe ich gelesen, daß ein männlicher Wüstenlöwe von einem Trophäenjäger erschossen wurde im Aba Huab. Peter ist sehr besorgt, unterbricht das Essen und schaut schnell im Internet nach. Er war schon mit Philip Stander unterwegs und unterstützt seine Arbeit. Er war dabei, als das eine Rudel zu seiner eigenen Sicherheit im Purros Canon gedartet und weggebracht wurde. Vieh und Löwen, das gibt hier Konflikte, die nur eine Lösung zu haben scheinen. Das gedartete Rudel jenes, welches später vergiftet wurde. Es ist schon traurig, daß das Zusammenleben von Mensch und Löwe so schwierig ist.
Wir verabschieden uns von Mr. Malta, von dem wir nicht viel erfahren haben und gehen müde ins Bett.
Um 07:00 Uhr klingelt der Wecker, um 08:00 gibt es Frühstück. Diesmal wählen wir wieder Mal Eier mit Speck, die Mägen sind immer noch nicht 100% OK. Gestärkt verabschieden wir uns von Bravo, packen die Sachen, checken bei peter aus und fahren wieder auf die Rüttelpad.
Lange hatten wir hin und her überlegt, ob wir die guten 6 Stunden durch Purros Canon, Hoanib, Hoarusib und den Ganamub wählen sollten. Aus Zeitgründen haben wir uns dagegen entschieden. Wenn wir das machen, dann nicht unter Zeitdruck, sondern in Ruhe und mit Dachzelt. Sollte es in Zukunft nicht mehr gehen, haben wir eben Pech gehabt. Die Zeit in Purros war super zum relaxen und um einen Eindruck davon zu gewinnen, wie schön der Rest des Kaokoveldes wohl wirklich ist.
Der Rückweg nach Sesfontain ist ohne Zeitdruck nicht ganz so schlecht, das Gerüttel geht einem aber schon wahnsinnig auf die Nerven.
In Sesfontain erkennt uns sogar der nette Tanwart wieder und nach einem Kaffestop geht es auf zu den letzten 30 KM nach Khowarib.
So kommen wir gegen 13:00 Uhr in Khowarib an.
Teil 2826. Nov. 2013
04.10 - 06.10.2013 Khowarib Lodge
Es ist 13:00, als wir in Khowarib ankommen.
Es ist wieder super heiß und so genießen wir die gekühlten und befeuchteten Handücher mit Vanillegeruch und den köstlichen Begrüßungstee. Die farbige Angestellte ist sehr nett, die Chefin bringt unsere Taschen per Quad zu unserem Zelt Nr. 9.
Das ist ganz Ok und liegt im Mopanebusch am Flußufer.
Die Lodge selbst liegt unterhalb der imposanten Felsen der Khowarib Schlucht. Es gibt ein Freilichtbad und einen kleinen Freisitz zum Fluß. Ganz OK, aber verglichen mit dem Preis gerade so OK. Da es im Zelt sowieso zu heiß ist, gehen wir direkt zum Pool, wo ein einzelner Herr und ein Deutsches Rentnerpäärchen im Schatten der Sonnenschirme sitzen. Der Pool ist angenehm und wir verbingen ruhige Stunden mit Lesen und Reisebericht- Schreiben.
Den Sundwoner verbingen wir an der Bar. Kerstin versucht endlich einmal einen Rock-Shandy, ich zische zwei Gin Tonic weg.
Dabei werden Bilder gelöscht. Wir kommen mit dem Deutschen Rentnerpäärchen ins Gespräch, die 5 Wochen unterwegs sind. Die Frau ist leider etwas mitteilungsfreudig. Dann gibt es bald schon Abendessen. Tunfischsalat, sehr zartes Oryxfleisch, und einen Schokokuchen, den ich Heute auslasse.
Dazu trinken wir eine Flasche Spier Shiraz. Das Essen war ausgesprochen gut. So geht es noch einen Moment auf die Terrasse, bevor wir in das bequeme Bett steigen. Trotz Fliegennetz jagt Kerstin zuerst einige Mücken, dann wird geschlafen.
Heute heißt es etwas früher aufstehen, damit wir nicht in der Mittagshitze Wandern. Also klingelt um 06:30 Uhr der Wecker. Um 07:00 Uhr wird gefrühstückt und um 07:30 Uhr werden wir von einem hageren und anfänglich etwas schüchternen Guide Bernhard abgeholt. Bei noch angenehmen Temperaturen geht es gleich runter zum Bach.
Am sandigen Steilufer sieht man, was hier bei Hochwasser los sein kann. Jetzt bildet der kleine gurgelnde Bach die Grundlage für einen schmalen Vegetationsstreifen.
Überall liegt Ziegen und Kuhdung herum. An Vögeln fliegen die üblichen verdächtigen herum und im Wasser waten Blacksmith Plovers. Bernhard zeigt uns etliche Pflanzen und beschreibt deren Wirkung.
Ich versuche eine Beere und spucke sie gleich wieder aus. Pfui, richtig scharf ist die gewesen. Bernhard lacht !
Zwei, drei Mal überqueren wir auf wackeligen Steinen den kleinen Fluss, bis wir nach dem Campground den künstlichen Wasserfall erreichen.
Schon seltsam, hier im trockenen Namibia an einem gurgelnden Bach zu laufen. Nach knapp zwei Stunden erreichen wir so die Stelle, an der wir Gestern mit dem Auto umgekehrt sind.
Bernhard kennt zwar nicht alle Vögel, erzählt uns aber viel vom Leben in Namibia, wie man in den verschiedenen Stämmen heiratet und wir werden von ihm immer Mal nach Deutschen Bräuchen gefragt. Den Rückweg zur Lodge treten wir über die Straße an. Am Community Campground trifft Bernhard einen Kumpel, dann kommen wir in die Lodge zurück. Ein netter Spaziergang und endlich Mal Bewegung. Nach einem kühlen Drink verabschieded er sich, wir gehen direkt zum Pool.
Dort verbringen wir einen gemütlichen Tag und bekommen trotz Schatten einen netten Sonnenbrand. Mein Rücken ist lachsrot und wir die nächsten Tage ordentlich jucken.
Beim Nachmittagskaffe treffen wir zwei neu angekommene österreichische Camper und wechseln einige Worte mit ihnen. Wir löschen einige Bilder und kommen erneut mit den Österreichern ins Gespräch. Sie sind beide Lehrer und haben schon viel von der Welt gesehen. Wir machen etwas Werbung für Camp Aussicht und tauschen allerlei Reiselatein aus.
Da wir uns so gut verstehen, lassen wir den Dinner-Tisch für vier zusammenstellen und unterhalten uns lange und gut. Mit dem Campen sind sie nicht 100% glücklich und versuchen immer wieder die Selbstversorgung zu vermeiden. Gegen halb zehn verabschieden wir uns in bester Stimmung und wechseln auf unsere Terrasse. Dort quaken die Frösche und es wird auch von der Temperatur her angenehmer. Nach 10-15 Minuten übermannt uns die Müdigkeit und wir gehen ins Bett.
Um 07:00 Uhr klingelt der Wecker, um 07:30 Uhr geht’s mit gepackten Sachen zum Frühstück. Gestern Abend kam noch kurz vor Sonnenuntergang einer 14 köpfige belgische Reisegruppe an. Die sind jetzt schon wieder fort. Dafür ist immer noch die besonders nette und immer ansteckend lachende farbige Angestellte da. Wir freuen uns, sie sollte eigentlich frei haben.
Wir frühstücken gepflegt, die knapp 300 KM nach Mowani sollten leicht zu schaffen sein.
Teil 2928. Nov. 2013
06.10.2013 Khowarib nach Twyfelfontein
Es geht durchs landschaftlich sehr, sehr reizvolle Damaraland, welches nur leider auch Heute wieder sehr staubig ist.
Unterwegs sehen wir noch einige Giraffen.
Unser Plan ist, vor Mowani noch Tyvelfontain zu besuchen und so gegen 14:00 Uhr in der Lodge zu sein. Und tatsächlich kommen wir um fast genau 12 Ihr in Twyvelfontain an.
Das ist inzwischen auch viel professioneller und größer geworden, als bei unserem letzten Besuch. Es gibt überdachte Unterstände und ein Parkboy. Wir haben Glück und werden mit einem anderen deutschen Paar in eine Vierergruppe eingeteilt. Sie kommen aus Frankfurt und stellen sich als sehr sympathisch heraus. Sie sind acht Wochen unterwegs und machen eine ähnliche Runde wie wir. Unsere Führerin ist auch sehr nett. Und wann machen Casimodo und Esmeralda68 so eine Führung ? Genau dann, wenn die Sonne am höchsten steht uns jede Bewegung einer körperlichen Höchstleistung gleich kommt. Natürlich haben wir auch kein Wasser dabei. Im Auto befinden sich unsere Vorräte. Schön gekühlt so gegen 15 Liter 😉
Die 45 Minuten sind gegen Ende schon anstrengend. Wir kennen Twyvelfontain ja schon und beschließen, daß wir uns das nicht ein drittes Mal anschauen müssen.
Kerstin mag Felszeichnungen sehr, aber irgendwann ist genug.
Bei einer kühlen Cola Light und einem Grapetiser verabschieden wir uns von den Frankfurtern. Ein kleines Erdhörnchen posiert noch für die Kameras der Touristen.
Dann geht es endlich nach Mowani.
Teil 3030. Nov. 2013
06.10.2013 Mowani Mountain Camp
MOWANI, seit 11 Jahren wollen wir dort hin. Irgendwie hat es nie geklappt. Und diese Lodge ist Hauptschuld daran, dass wir die Reise gut 18 Monate vorher gebucht haben. Rechts hinter dem Schild auf dem nächsten Photo liegt übrigens das Camp Kipwe.
Die Zufahrt zur Lodge führt uns über eine kurze Sandpad zu einem Gate, wo wir ausgesprochen fröhlich begrüßt werden. „Yeeees, there is Kerstin an Caarsten 🙂 ! You haaave teent nummmber ooone :-))) „ Etwas weiter finden wir die Rezeption.
Der nette Ranger Frederick begrüßt uns mit mitreißendem Humor. Die Lodge macht einen tollen Eindruck.
Die offene Lounge ist gegenüber dem ebenfalls offenen Restaurant, im afrikanischen Stil und sehr hochwertig eingerichtet.
Es gibt einen leckeren Eistee und eine ausführliche Einweisung.
Dann geht’s zum Zimmer. Das Zelt Nr. 1 hat einen jenseits von Afrika Blick in die weiten des Damaralandes.
Links und Rechts des Zeltes liegen zwei um die 10 Meter hohe runde Felsbrocken.
Vor uns türmen sich einige wie von Menschenhand geformte Felshaufen auf. Das Safarizelt ist großzügig und erscheint uns brandneu zu sein. Die Einrichtung ist sehr schön und zweckmässig, nicht ganz so afrikanisch rustikal wie in der Lounge, aber sehr schön.
Da am Pool einige supertolle liegen, haben wir da Heute keine Lust zu und machen kurz im Zelt Bubu.
Da es inzwischen etwas windig geworden ist, ist es gerade so auszuhalten. So verbringen wir den Nachmittag ganz in Ruhe und machen „Urlaub“. Gegen Abend hören wir links um die Ecke Stühlerücken. Nr. 1 liegt direkt am Sundowner-Aussichtspunkt. Wenn wir uns links auf die große Terrasse setzen, können uns die Leute nicht sehen. Kerstin besorgt zwei Gin Tonic.
Links hat es Trubel, vier Schweizer Flugreisende sind ganz aufgeregt, die anderen eher ruhig. Der Sonnenuntergang selbst ist nicht so aufregend, aber die Abendstimmung über der tollen Landschaft versetzt uns in eine sehr zufriedene Stimmung.
Es ist einer dieser Momente, in denen man die Zeit einfrieren möchte...
Zum Dinner ist das Restaurant sehr stilvoll beleuchtet. Ambrosius, unser Kellner, erweist sich als ein Juwel. Er animiert die Gäste humorvoll, seine Damaraklicks nachzumachen, was natürlich so gut wie keiner richtig schafft. Es gibt ein ausgesprochen leckeres und nett angerichtetes Dreigangmenü mit wahlweise Pork Chops oder Roulade. Beides ist köstlich.
Auf der Weinkarte entdecken wir einen Diemersfontein Pinotage, der letztes Jahr bei unserem Besuch auf dem Weingut schon ausverkauft war. Er schmeckt uns köstlich. Nach dem Essen geht’s noch kurz an die Feuerstelle, wo ein Paar an einem unglaublich schön gedecten Tisch vor einem großen Felsen sitzt. Wir fragen, wie man das arrangieren könne. Der unbekannte Deutsche sagt mit einem Augenzwinkern: „Corruption“ ! Ich frage Ambrosius, ob wir Morgen eine Chance darauf hätten. Mit strahlendem Lächeln antwortet. „ No Problem. Tommorow it is your table.“ Wooow, das ist ja der Hammer ! Die Feuerstelle ist wie alles hier sehr geschmackvoll gemacht. In einer großen Schale lodert das dezente Feuer, außen herum stehen stilvolle Leinenstühle.
Als immer mehr Gäste kommen, verabschieden wir uns in unser Zimmer und genießen noch kurz die Ruhe. Das Bett ist bequem und für afrikanische Verhälnisse ist es mit kurz nach zehn schon sehr spät. Morgen müssen wir um 06:00 Uhr raus !
Teil 3101. Dez. 2013
07.10.2013 Mowani Wüstenelefantentour
Um 06:00 Uhr klingelt erbarmungslos der Wecker. Gegen halb sieben gibt es lecker Frühstück, dann werden wir wie erhofft dem netten Frederick „Friedrich der Große“ genannt zugeteilt.
Mit zwei netten Deutschen und einem ebenso netten London-Edinburg-Pärchen geht es los.
Frederick lässt sich Zeit, entdeckt ein Vogelpäärchen und ärgert es mit imitiertem Vogelgesang. Die zwei gefiederten Freunde antworten ihm jeweils nach einigen Sekunden mit empörtem Geschrei.
Während das andere Auto bereits im Flussbett nach den Eles sucht, zeigt uns Frederick eine Welwitschia, Feenkreise, eine kleine Schlange und erzählt uns einiges über die Natur.
Springböcke und Oryxe begegnen uns noch.
Unser Ranger lacht immer wieder über seine eigenen und wirlich guten Jokes und steckt uns damit an. Das kombiniert er mit allerlei interessanten Informationen über die Natur.
Dann fahren auch wir ins Flussbett des Aba Huab.
Es ist die gleiche Stelle, an der wir vor 5 Jahren mit der Doro Nawas Lodge waren. Die Landschaft ist umwerfend.
Knorrige Bäume im sandigen Trockenflussbett und außen herum Wüste und Berge.
Nach vielleicht 10 Minuten sehen wir die von den anderen entdeckten Elefanten.
Auch die Autos von Doro Nawas sind da. Ein vier Wochen altes Baby und ein halbwüchsiger liefern großes Kino ab.
Frederick hat die anderen suchen lassen und ist direkt hingefahren ! Ganz relaxt zieht die Herde um uns herum und frisst an den Bäumen.
Alle sind begeistert.
Für die anderen Insassen sind es die ersten Eles !
Einige Kilometer weiter treffen wir auf die nächste Herde.
Ein Ele hat es auf die Äste ganz oben abgesehen.
Einer der Eles inspiziert unser Auto aus nächste Nähe. Unseren Elefantenanfängern im Auto stockt der Atem.
Nach einer geschätzten Stunde und immer neuen Positionswechseln verlassen wir die Herde und treffen kurze Zeit später auf einen Bullen. Er steht unter einem Baum und relaxt im Schatten.
Von da aus will Frederick zu einem Aussichtspunkt. Es ist immer wieder ein Erlebnis, die Reifenflickkunst zu begutachten 😉
Nach 10 Minuten erreichen wir nach einer steilen Sandauffahrt einen wunderbaren Platz zum Kaffee. Nach weiterem kurzen Aufstieg genießen wir einen 360 Grad Rundumblick auf die herrliche Wüstenlandschaft bei Kaffee und Muffins.
Alle Paare fotografieren sich gegenseitig. Alle nehmen Rücksicht und wir sind froh, Teil einer so angenehmen Gruppe sein zu dürfen. Kein Drängler oder Besserwisser, alles wunderbar ! Auf dem Rückweg sehen wir die Elefanten noch einmal, halten dort kurz und dann geht es zurück nach Mowani.
Diese Wüstenelefantentour war durch die Elefanten, die Mitreisenden und den Super Ranger kaum noch zu toppen.
Teil 3201. Dez. 2013
07.10.2013 Mowani Traumdinner und Traumfrühstück
In der Lodge machen wir es uns zuerst im Zimmer und dann am Pool gemütlich. Kerstin isst noch ein Stück Kuchen. Der Pool ist schön, den Schattenplatz muss man sich aber frühzeitig erkämpfen. Auf dem Rückweg sitzt eine knuffige spotted Owlet im Baum.
Dann erreichen wir als erste den Sundowner-Aussichtspunkt und machen es uns gemütlich.
Bei einem Gin Tonic und netten Gesprächen mit den Deutschen vom Gamedrive genießen wir den Sonnenuntergang.
Hier nochmal unsere Nr. 1
...und der Sonnenuntergang
Nach dem Sundowner empfängt uns Ambrosius mit breitem Lächeln zum Dinner. „Your Private Dinner ist ready!“. Alle Bilder können das nicht wiedergeben. Das ist das romantischste Dinner, welches wir je erleben durften.
Die Petroleumlampen, das Lagerfeuer und all die imposanten Felsen um uns herum und dann natürlich noch der makellose Sternenhimmel.
Der Skorpion trohnt wieder über uns. Nach einer köstlichen Butternut-Soup bestellen wir Sole und Lammkeule, leider beides nicht so Kerstins Lieblinge. Doch der Fisch schmeckt auch ihr ganz gut und die Lammkeule ist sensationell.
Wir sind sehr, sehr dankbar, das erleben zu dürfen. Nach einem köstlchen Käsekuchen gesellen sich die beiden Deutschen zu uns. Zu viert am Feuer wird Afrikalatein ausgetauscht, dann kommen die vier Schweizer und wir gehen ins Bett ! Was für ein toller Tag geht zu Ende ! Mowani ist sein Geld echt wert ! Doch leider ist es fast schon wieder vorbei 🙂
Der Wecker klingelt früh, denn zusätzlich zu der strammen Fahrt nach Swakop wollen wir die Robbenkolonie in Cape Cross einbauen. Obwohl wir vor 5 Jahren in der Cape Cross Lodge übernachteten, waren wir nachmittags nur ca. 45 Minuten dort. Der Park hat nämlich Morgens erst ab 10:00 Uhr auf. Also geht’s gegen 7:00 Uhr zum Frühstück, wo wir unsere Rucksäcke an einem schönen Aussentisch plazieren. Ambrosius empfängt uns mit geheimnisvollem Lächeln. „I show you something, come with me!“ strahl er uns an. Hää ? Egal ! Ambrosius nimmt uns mit zum Sundownerpoint, wo es uns fast die Sprache verschlägt ! „Here's your special breakfast place!“
Er hat uns einen Tisch gedeckt mit der phantastischen Aussicht am Sundownerpoint.
Alles ist hierhergetragen worden und auf einem kleinen Extratisch steht Müsli, Wurst,Käse, säfte etc.
Wir sind total platt und können unser Glück kaum fassen. Es ist wie in einem schönen Traum, aus dem man nicht aufwachen möchte. Die Felsen um uns herum leuchten leicht rötlich im warmen Morgenlicht. Nebenan ist noch ein Vierertisch gedeckt, an dem einige Zeit später die 4 Flugschweizer Platz nehmen. Auch sie sind total aus dem Häuschen und sitzen kopfschüttelnd da. Ambrosius gefällt es. Er scheint Spaß an unserer Freude zu haben. Die Rühreier kommen mit Silberhaube und spätestens jetzt wissen wir, daß Mowani ein absoluter Volltreffer war.
Allerdings könnte es für uns so ein Platz sein, an den man am Besten nicht ein zweites Mal zurückkehrt. Wisst Ihr, was ich meine ? Natürlich wird Ambrosius auch von den anderen ein dickes Trinkgeld kassiert haben. Er spart Geld für die Rangerschule in Windhoek und er hat es sich echt verdient.
Teil 3303. Dez. 2013
08.10.2013 Mowani nach Swakopmund über Cape Cross
Begeistert machen wir uns auf den Weg nach Swakop. Gegen 9:00 Uhr sind wir auf der Pad und lassen die 4 Liter Hubraum brummen. Das Auto ist wirklich Spitze. Durch die schöne Landschaft des Damaralandes geht es auf guter Pad Richtung Cape Cross.
Durch das abwechsende Fahren sind wir beide relaxed, als wir das Meer erreichen. Die Pad dorthin geht wirklich durch absolut flache, vegetationslose Landschaft.
Gegen 12:30 Uhr erreichen wir Cape Cross. Der Robbengestank weht uns entgegen.
Ca. 1 ½ Stunden beobachten wir bei angenehmen Temperaturen das Treiben der Tiere immer begleitet vom plärrenden Rufen der Robben in allen Stimmlagen.
Die aus dem Meer zurückkommenden Tiere müssen sich irgendwie ihren Weg durch die Masse der Artgenossen bahnen.
Besonders imposant ist dieser blutverschmierte Bulle.
Am Rande der Kolonie fressen große Möwen mit blutverschmierten Schnäbeln an den Kadavern von verendeten Jungtieren herum. Die Bilder sind ziemlich grässlich, aber das gehört einfach dazu 🙁
Dicke Bullen robben immer um sich beissend durch die Weibchen. Es ist schon faszinierend.
Gegen 14:00 Uhr geht es weiter nach Swakop. Die Salzstraße an der Küste entlang lässt sich hervorragend fahren. Vor 2 Wochen sah das nach dem Regen wohl noch ganz anders aus.
So erreichen wir am Nachmittag die Beach Lodge am nördlichen Rand von Swakopmund. Wir sind erschrocken, wie sehr die ehemals gemütliche Kleinstadt in den letzten 11 Jahren explodiert ist.
Teil 3404. Dez. 2013
08.10.2013 Ankunft Beach Lodge Swakopmund
Der Empfang in der Beach Lodge ist sachlich. Wir erfahren, daß trotz langfristiger Reservierung im Restaurant kein Fenstertisch mehr um 20:00 Uhr frei ist. Egal, wir werden Heute erst kurz in die Stadt fahren und dann gemütlich in der zweiten Reihe zu Abend essen.
Unser Zimmer hat vom Bett aus einen schönen Blick auf die Wellen.
Es ist großzügig eingerichtet, hier kann man es aushalten. Die Einrichtung ist modern und hochwertig.
Unsere Badewanne hat keinen Meerblick, dafür aber das Bett (Schorsch, das finde ich viel cooler )
Nach kurzem Umziehen fahren wir durch die weiten Neubaugebiete im Zick Zack 4,5 KM in die Innenstadt und Parken am Leuchtturm.
Unser erstes Ziel ist die Jetty, wo wir nach einem Tisch im „The Tug“ für morgen oder übermorgen fragen möchten. Unterwegs wimmele ich inzwischen relativ routiniert zwei Makalani Verkäufer ab. Meine ausgefeilte Technik ist inzwischen stehenbleiben, einen Schritt auf den Verkäufer zugehen, ihm lächelnd in die Augen schauen, auf die Nüsse deuten und mit bedauerndem Kopschüttel zu sagen. „Sorry, I don't need your MAKALANIS !“ Bei dem Wort Makalani geben die Jungs auf, lächeln und verabschieden sich.
Im the Tug angekommen merken wir schnell, wie wichtig der Gang hierher ist.
Von der Jetty aus haben wir einen tollen Blick über Swakopmund.
Am gleichen Abend ist sowieso alles fully booked und selbst morgen sind nur noch einige schlechte Tische zu haben. Also Übermorgen. Wir bekommen einen schönen Tisch in zweitbester Lage und sind zufrieden. Dann geht es zum Lohmeyer und noch eine kleine Runde zurück durch die Stadt zu unserem Auto. Der Verkehr hat merklich zugenommen und nach all den einsamen Pads ist das irgendwie ein kleiner Schock.
Gegen 17:30 Uhr erreichen wir die Beach Lodge und buchen den Tisch von 20:00 Uhr auf 18:00 Uhr um. Da gäbe es noch gute Plätze. Das Restaurant ist modern, stylish eingerichtet mit großen Glasfronten zum Meer und Strand.
Wir bekommen einen Tisch in zweiter Reihe. Im Meer sind etliche Surfer unterwegs und die Rundflugcessnas kommen teilweise in halsbrecherischen Kurven zurück zum Flughafen.
Wir entscheiden uns für einen ganz hervorragenden Tokara Reserve Sauvignon Blanc, Muscheln in Sahnesosse, einer Seafood Combo für mich und Oryx Surf & Turf für Kerstin.
Die Vorspeise und der Wein sind so gut, daß wir direkt einen Tisch für den nächsten Tag reservieren. Auch die Hauptspeise ist outstanding. Dass der Nachtisch etwas abfällt können wir sehr gut verkraften. Ich habe Scampis, Fisch und sehr leckere Tintenfischringe. Die hat auch Kerstin zusammen mit leckerem Oryxfilet.
Leider sind wir beide wieder so müde, daß wir das Meeresrauschen nur kurz hören und dann in einen tiefen Schlaf fallen.
Teil 3504. Dez. 2013
09.10.2013 Swakopmund Wüstentour mit Chris Nel
Da wir um 10 vor 8 von Living Desert abgeholt werden, geht es um kurz nach 7 zum Frühstück. Wir sitzen bei bedecktem Himmel an einem schönen Fenstertisch im Restaurant. Am Strand sorgt eine kleine Robbe für Abwechslung und imer wieder fliegen Flamingos an uns vorbei.
Knapp vor 8 werden wir von einem netten älteren Herren abgeholt. Da wir die ersten sind, können wir uns die Plätze aussuchen. In der Stadt kommt dann noch ein mittsechziger Ehepaar und eine Familie mit Zwilingen an Bord. Das Auto ist voll und am Gate des Doros NP's treffen wir auf die zwei anderen Autos mit Chris Nel.
Nach ca. einem Kilometer Fahrt erreichen wir den Rand des Dünengürtels. Chris versammelt alle Leute mit insgesamt 9 Kindern um sich und fängt auf sehr besondere Art und Weise an die Wüste zu erklären. Er macht das mit Bildern im Sand, stellt die Leute einzeln vor, macht Witze über die Nationalitäten und man merkt, dass es ihm hier um die Sache und den Naturschutz geht.
Auf dem vorherigen Bild ist gerade der Kampf um das Gecko entbrannt. Hier war ich richtig wütend. Gott sei Dank hat Chris mit Kerstins kleiner Powershot vorgeführt, wie man Geckos fotografiert.
Leider erweist sich unser Mittsechziger als furchtbar. Immer ist er der erste und drängt sich vor allen anderen. Schnell wird er zum Feindbild der Gruppe. So toll das Chris Nel macht. Die Anzahl der Leute ist uns definitiv zu hoch.
Zudem ist noch eine spanische Fotografin dabei, die dem deutschen Drängler ernsthafte Konkurrenz macht. Insgesamt sind wir bei aller Begeisterung für die Dancing White Lady...
die Geckos und Skinks....
die Schlangen... und hier habe ich als friedlicher Mensch an körperliche Gewalt gedacht 😈
und die zwei Chamäleons...
...stets grundgenervt. Die Deutsche Familie aus Bremen mit den Zwillingen ist sehr nett.
Nach einigen Stopps geht es dann noch kreuz und quer durch die Dünen.
Es ist schon beeindruckend, wie leicht das aussieht.
In der Wüste demonstriert Chris uns dann noch mit einem großen Magneten, wie viel Eisen im Sand enthalten ist.
Fazit der Little 5 Tour: Wir haben mit den 2 Dränglern und relativ vielen Kindern (die sich übrigens ganz gut betragen haben sicherlich Pech gehabt. Chris Nel ist hammergut. Aber die Gruppe war uns viel zu groß. Wir würden das nächste Mal einen anderen Anbieter wählen.
Gegen 13:30 Uhr sind wir dann zurück in der Beach Lodge, relaxen uns kurz und fahren dann in die Stadt.
Das Restaurant auf der Jetty hat leider geschlossen, so müssen wir uns einen anderen Platz für den Lunch suchen. Zuerst besuchen wir den Safari Shop von Lohmeyer.
Gegenüber ist ein kleines Restaurant wo es für Kerstin einen riesen Scone mit Plotted Cream gibt. Ich esse lecker Bratwürste mit Kartoffelsalat. Nach einigen weiteren Shops geht es kurz nach fünf zurück zur Lodge. Leider sind die Wellen heute nicht vorhanden und so gibt es auch keine Surfer. Egal, um 6 Uhr haben wir einen schönen Fenstertisch. Mit einer guten Flasche Rotwein, Heute ein Blend, isst Kerstin wieder Muscheln, ich Tintenfisch auf Ananassalat. Dann gibt es Oryx Surf and Turf für mich und ein Prawn Curry für Kerstin. Wieder ist das Essen köstlich. Selbstredent sind wir nach dem Essen wieder müde und sitzen nur kurz auf dem Balkon und hören dem Meeresrauschen zu.
Gute Nacht Kerstin, gute Nacht Carsten !
Teil 3607. Dez. 2013
10.10.2013 Swakopmund Laramon Combined Tour Sandwich Harbour Teil1/2
Heute soll einer der Höhepunkte unserer Reise sein. Die Tide erlaubt es uns, die komplette Tour nach Sandwich Harbour mitmachen zu können. Seit 11 Jahren möchten wir einmal vom Boden aus dort stehen, wo das Dünenmeer direkt am Strand des Atlantik endet. Um 10 vor 9 sollen wir nach einem gemütlichen Frühstück an der Jetty in Walfish Bay sein. Das schaffen wir Dank Navi ohne Hektik, nach anfänglicher Unklarheit finden wir den zuständigen Mann von Laramon, bezahlen und steigen etwas später nach zwei Rollstuhlfahrern ein. Am Ufer laufen einige Flamingos herum.
Der große Katamaran ist nicht ganz voll und wir ergattern einen schönen Platz am Heck. Das Wetter ist noch leicht bedeckt, daß sollte sich bald ändern.
Schon bei der Hafenausfahrt kommt dann eine Robbe an Bord und wird mit Fisch belohnt. Sie ist eine der nicht ganz so zahmen, wir sollen sie nicht streicheln.
Scheu ist sie aber auch nicht und hüpft munter auf dem Deck herum.
Irgendwann hat sie genug und schwimmt noch fotogen und mühelos schnell in der Welle unserer Schiffsschrauben mit.
Die Fahrt macht richtig Spaß, wir bekommen noch lecker Sherry.
Möwen werden gefüttert, leider kommt aber kein Pelikan.
Am Strand sehen wir neben dem Leuchtturm viele Flamingos, Robben und Kormorane.
Dann geht es raus aufs offene Meer. Bisher war es wie auf einem See, jetzt wird es etwas schaukeliger.
Einige weitere Boote dümpeln hier herum und plötzlich ! Buckelwale ! Wooow ! Damit haben wir Heute Null gerechnet ! Zuerst sehen wir sie nur kurz etwas weiter weg. Dann erwischen auch wir sie ganz aus der Nähe. Aber mit dem Seegang ist das Foto gar nicht so einfach zu machen.
Zwischendurch jagen noch mehrere Delfine direkt an unserem neuen Bugsitzplatz vor dem Schiff her ! Spielend leicht halten sie mit der Geschwindigkeit mit. Alle sind restlos begeistert.
Dann geht es noch zum Strand zu einer Robbenkolonie und dann zurück in die Bucht.
Dann erreichen wir eine Mole, an der unsere Weiterfahrt nach Sandwich Harbour startet. Und das sollte ein absolutes Highlight werden 😎
Teil 3708. Dez. 2013
10.10.2013 Swakopmund Laramon Tour Sandwich Harbour
An einem Steg verlassen wir mit 12 weiteren Reisenden das Schiff zur Sandwich Harbour Tour. Mit zwei supernetten Schweizern (Stefan und Natasha) kommen wir zu viert in den kleineren Landy, die restlichen Leute werden in einen röhrenden, größeren V8er Landy gestopft. Unser supercooler namibianischer Fahrer hilft Heute aus, eigentlich ist er Ingenieur und Outdoor Freak.
Mit 80 Sachen heizen die Landys zuerst durch den Tiefsand. Uiuiui !!!
Dann fahren wir auf einen total festgefahrenen Landy zu. Über Funk freut sich unser Fahrer „Yeaaaah, froooom souuth africa !“ „Oh it's a landy, we have to help him. Normaly we dont't help!“ In null komma nix haben sie den zuerst ratlosen Südafrikaner instruiert und mit einem dicken Seil und Schmackes aus dem Tiefsand gezogen. Ich schaue aufmerksam zu.
5 Minuten später zischen wir immer an den Wellen entlang über den Strand.
Wegen der Tide müssen wir uns etwas beeilen. Immer wieder leigen Robben herum und große Kormoranschwärme werden aufgeschreckt.
Diese Tour übertrifft unsere Erwartungen jetzt schon. Stefan und Natasha sind die perfekten Mitreisenden.
Dann erreichen wir den Dünengürtel und es wird noch phantastischer. Zwischendurch halten wir für Fotos an.
Der schmale Streifen zwischen Sand und Meer langt gerade für den Landy.
Dann erreichen wir Sandwich Harbour, eine Art Lagune, an der etliche Flamingos, auch etliche tote, herumstehen und liegen.
Der Fahrer schlägt vor, eine Düne zu erklimmen während er den Lunch vorbereitet. Die jungen Schweizer sind fit und zischen hoch. Nach unserer Krankheit sind wir beide noch etwas schwach auf der Brust.
Ich erreiche nach schwerer Arbeit den Kamm der Düne, Kerstin gibt vorsichtshalber auf. Sie hat leider nur glatte Sandalen an. Die Aussicht von oben ist sehr schön
Leider kann man nicht über das Dünenmeer schauen, wohl aber auf die Lagune herunter und die Küste entlang. Dann geht es wieder runter.
Die Schuhe sind schnell voll mit Sand. Nach kurzer Zeit treffe ich auf die von sich selbst enttäuschte Kerstin, aber es war vernünftig, nicht hoch zu gehen.
Unten sitzen alle anderen schon im Windschatten der Landys an einer nett gedeckten Tafel mit Fisch, Tintenfisch, Käsespiessen, Austern und Sekt. Ein Ehepaar aus Kanada, eines aus Südengland, irgendwelche Deutsche und die netten Schweizer bilden eine bunte Gruppe.
Wir unterhalten uns sehr angeregt mit Stefan und Natasha. Gegen meine Vorsätze versuche ich zum fünften Mal in meinem Leben eine Auster.
Es ist bisher die beste, aber auch diesmal nehme ich mir vor, jetzt keine mehr zu probieren. Dann geht es zurück die Küste entlang, man merkt, daß das Wasser langsam höher steigt.
Und dann geht es ab in die Dünen. Und was wir jetzt erleben, stellt das bei Chris Nel erlebte um einiges in den Schatten.
In einem Höllentempo geht es unglaublich steile Dünen hoch und runter.
Auf einem Dünenkamm stoppt er und lässt den Landy in den Abgrund kippen. Und der ist gute 30 Grad steil. Uns stockt allen der Atem: „Woooow!“ Dann geht es langsam rutschend in den Abgrund und wieder in die Dünen. beim runterrutschen hören wir den Sand knirschen....
An einem kleinen Grasfleck stehen sogar Springböcke und eine Düne nennt der Fahrer Lady Gaga Düne.
Dann ist die Show auch langsam schon vorbei und wir folgen dem ersten Fahrzeug durch das steigende Wasser. Wenn man sich hier nicht auskennt....
Er erzählt uns die Geschichte von 4 jungen Holländern, die hier vor kurzer Zeit ihr Auto versenkten. Nur die Bergung kostete sie 2.000 Euro. Das Auto war Totalschaden. Auf der Rückfahrt halten wir noch bei den Flamingos, wo ein Busfahrer seinen Bus im Tiefsand versenkt hat.
In Walfish Bay verabschieden wir uns nach einer Latte von den zwei Schweizern und fahren zurück ins Hotel. So ein tolles Erlebnis ! Sensationell !
Gegen halb sechs sind wir dann wieder zurück.
Nach einer Dusche und kurzem Relaxen geht es kurz nach halb acht zurück nach Swakop. Es ist dunkel und kaum ein Auto auf der Straße. An der Jetty bekommen wir einen bewachten Parkplatz. Im Restaurant ist es im dunkeln viel netter als am Tag, in einer urigen Bar, die aus einem alten Schiff gebaut ist, warten wir auf unseren Tisch. Nach ca. 15 Minuten wird dieser dann frei. Wir sehen die Wellen ca. 5 bis 6 Meter entfernt am Ufer brechen, ein schöner Tisch ! Kerstin isst Muscheln als Vorspeise. Ich eine mit ca. 390 Nam $ nicht ganz billige Seafood Extravaganza, Kerstin Oryx Surf and Turf. Dazu einen Blend und Bier.
Meine Fischplatte ist die beste, die ich bis jetzt gegessen habe. Eine auch noch schön angerichtete Materialschlacht aus zwei leckeren, großen Fischfilets, Tintenfischstücken, Scampis, Miesmuscheln und einem ganzen Greyfish.
Kerstins Surf & Turf ist auch sehr ansehnlich, nur der Oryx ist ihr in der Mitte etwas blutig. Da das Steak riesengroß ist, ist das nicht schlimm. Wir verzichten wir auf den Nachtisch, bezahlen bei unserem netten Kellner und fahren zurück ins Hotel. Dort geht nach einem kurzen Absacker auf dem Balkon ein perfekter Tag zu Ende !
Teil 3812. Dez. 2013
11.10.2013 Swakop nach Hohenstein
Heute wird ganz gemütlich gefrühstückt und ausgeschlafen. Die Sachen sind schnell gepackt. Im Restaurant lassen wir uns Eier braten und geniessen in Ruhe den Blick auf das Meer. Die heutige Etappe nach Hohenstein ist mit ca 200 KM nicht so lang.
Über guten Asphalt geht es zurück ins Landesinnere. Ich lasse mir etwas Zeit, damit wir nicht allzu früh in Hohenstein ankommen. Dann biegen wir in Sichtweite der Spitzkoppe auf die Gravelroad ab.
An der nächsten Abbiegung gibt’s Pippipause, dann suchen wir noch weniger erfolglos nach Mineralien. Kurz nach 12:00 Uhr erreichen wir Hohenstein, benannt nach dem nahen massiven Berg mit gleichem Namen.
Die Lodge liegt sehr schön, die Bungalows sind aber etwas ideenlos nebeneinander gebaut.
Wir werden von einem Ranger nett empfangen und bekommen einen kühlen Drink. Unser Zimmer wäre noch nicht fertig, das haben wir um diese Uhrzeit auch nicht erwartet. Vier schleichende Reinigungskräfte wandern in Richtung unseres Bungalows Nr. 10.
Wir auf die Terrasse.
Es ist wieder einmal Mitte 30 Grad. Unsere Idee, Heute zur Spitzkoppe zu fahren, wird verworfen. Ok, die Sundownertour kann es sein, mehr aber nicht. Nach einer Stunde warten im Schatten ist unser Bungalow fertig. Nicht gerade supersauber, aber ganz OK. Die Einrichtung ist auch ganz nett. Was die 4 Ladys 1 Stunde in unserem Zimmer gemacht haben, erschließt sich uns nicht.
Dann ergattern wir die letzten 2 Liegen im Schatten am Pool. Es gibt 6 Stück.
Da etwas später eine größere, sehr peinliche Busgruppe ankommt und die anderen 4 Liegen besetzt sind, erwartet uns ein sehr interessantes Schauspiel. Ein älteres, deutsches Päärchen zieht laut diskutierend eine einsame, mitten in der Sonne stehende Liege in Richtung des uns gegenüberliegenden Sonnendaches direkt neben die Liege eines der 4 schon dort liegenden Deutschen. Der Mann und die Frau diskutieren lebhaft, wie die Sonne hier im südlichen Afrika wandert, wo Osten und Westen ist, ob das alles genauso wie bei uns funktioniert. Sie wollen die Liege irgendwie gemeinsam nutzen und steigen in den Pool. Alle anderen hören gespannt zu. Die Diskussion geht weiter und die Frau redet so lange auf ihn ein, bis er ihr einfach Recht gibt. Dann kommen die anderen Gruppenreisenden. Nach einem Stück Kuchen geht es unter die Dusche und dann um 5 zum Sundownerdrive. Dort sitzen bereits die 4 Deutschen vom Pool. Die 4 wohnen nur weinige KM von uns entfernt und sind echt in Ordnung. Das eine Paar ist vom Afrikavirus erfasst.
Wir sichten Oryxe, Tokos, Red Hardebeest und Kudus vor der schönen Kulisse des vom Abendlicht erleuchteten Hohensteines.
Es ist interessant, wie sich die Afrikaneulinge an den Antilopen erfreuen.
Unsere Runde ist nicht allzu lang, aber landschaftlich reizvoll.
Der Sundownerfelsen liegt in Sichtweite der Lodge.
Zuerst wundern wir uns, aber der Steinhaufen mit Spitzkoppe- und Hohensteinblick ist doch ganz schön.
Bei angeregten Gesprächen genießen wir den Sonnenuntergang, der glutrote Ball geht direkt neben der Spitzkoppe unter.
Beim Abendessen fragen wir, ob wir ins freie umziehen dürfen, weil unser Zweiertisch in einer Ecke hinter dem Busgruppentisch eingezwängt steht. OK. Dann gesellen sich noch die 4 Sundownerbekannten zu uns. Sie bekommen Steaks, wir eine Art Stroganoff. Es wird Afrikalatein ausgetauscht, bei regen Gesprächen neigt sich der Abend dem Ende zu.
Im Zimmer ist es ziemlich heiß, aber wir finden trotzdem schnell Schlaf.
Teil 3914. Dez. 2013
12.10.2013 Hohenstein und Besuch auf Ameib/Bulls Party
Gemütlich schlafen wir aus und gehen erst um 08:30 Uhr zum Frühstück. Fast alle anderen Reisenden sind schon weg. Nach einigen Minuten kommen unsere 4 Mitfahrer von Gestern von einer Minerstour zurück. Hoch oben im Fels suchen hier einige Einheimische in Knochenarbeit nach Mineralien. Nach wieder ausgiebigen Gesprächen machen wir uns auf nach Ameib. Es ist bedeckt und auch um 10:00 noch angenehm kühl. Natürlich wird sich das bis zu unserer Ankunft gut eine ¾ Stunde später noch ändern und das Thermometer in Richtung 40 Grad abzischen.
Auf Ameib waren wir vor 11 Jahren schon einmal. So sehr viel scheint sich nicht verändert zu haben.
Wir zahlen je 50 Rand für den Tagesbesuch und fahren zur Bulls Party.
Die Landschaft hier ist einfach wunderschön.
Glattgewaschener Fels und riesen Felsmurmeln.
Ein weiteres Auto steht noch auf dem kleinen Parkplatz. Die 4 Insassen kommen uns gerade entgegen. Irgendjemand hat ein witzig Tierchen gebaut 😉
Begeistert und wild fotografierend laufen wir durch die Riesenmurmeln und machen es uns unter dem Schatten eines besonders großen Exemplares bequem. Es geht etwas Wind und wir bewundern still das Panorama.
In einigen Pfützen steht Wasser und die Blumen blühen.
Wegen der Hitze verwerfen wir den Gedanken der Elephant Head Besteigung und genießen einfach nur die Stille.
Etwas Wildlife gibt es auch.
Zwischen den Felsen ergeben sich immer neue Perspektiven.
Dann geht es zurück zur Lodge, wo wir rechtzeitig die Liegen ergattern und wieder Erholungsurlaub machen.
Nach einem Stück Kuchen beobachten wir einige Neuankömmlinge, gehen zurück ins Zimmer und ergattern uns gegen 6 Uhr einen der Sundownerstühle auf der Terrasse. Kerstin kommt mit netten Österreichern ins Gespräch, die sich über Infos freuen. Yvonne, die fleissige Angestellte muss das Essen zuerst alleine managen und ist trotz größten Engagements überfordert.
Wir geniessen das Essen und kommen noch mit zwei netten Nordhessen ins Gespräch, die im Ingrids Welt Forum aktiv sind. Unsere letzte Nacht liegt vor uns.
Teil 4019. Dez. 2013
13.10.2013 Letzter Tag Rückfahrt nach Wdh und Lunch auf der Heinitzburg
Nach einer gut durchschlafenen Nacht klingelt der Wecker heute etwas später. Wir haben keine Eile, frühstücken in Ruhe, reden noch etwas mit anderen Gästen und verabschieden uns gegen 10 von Hohenstein und unserer letzten Unterkunft in Namibia.
Am letzten Abend hatten wir uns sogar Online bei Air Namibia einchecken können und haben die Plätze mit größerer Fußfreiheit an der Trennwand zur Business Class bekommen. Das berhigt uns ungemein.
Die Rückfahrt nach Windhoek ist kein Problem. Vorbei an bekannten Wegweisern erreichen wir um die Mittagszeit herum die Heinitzburg.
Nach dem Regen vor zwei Wochen blühen die Jacarandas.
Auf der Heinitzburg wollen wir die Zeit bis zur Autoabgabe bei Hubert Heester verbringen und etwas in Erinnerungen schwelgen.
Die Heinitzburg war im August 2002 unsere erste Unterkunft in Afrika überhaupt. Bei bestem Wetter geniessen wir gutes Essen und stellen fest, dass das Hotel die perfekte Location zum Zeitvertreib vor dem Abflug ist.
So vergehen die dreieinhalb Stunden wie im Flug (unpassender Spruch so kurz vor dem Rückflug).
Mit etwas Wehmut erreichen wir Kalahari Car Hire und geben unser liebgewonnenes Hubraumwunder ab. Ein wortkarger Taxifahrer fährt uns zum Airport, wo wir nach ca. einer halben Stunde Warten die Koffer abgeben. Die Zeit bis zum pünktlichen Abflug verbringen wir im Restaurant und nutzen die Zeit zum Reisebericht schreiben.
Auf dem Vorfeld steht der nagelneue A330. Innen ist er sehr schön, der Service ist lustlos. Nach pünktlichem Abflug und einigem Schlaf bekomme ich Nachts keine Getränke. Die Crew hat sich verbarrikadiert und reagiert auch nicht. Dass in der Bordküche nicht einmal ein Tablett mit Wasser steht, bringt mich auf die Palme. Irgendwie geht der Flug rum und so landen wir pünktlich in Frankfurt, wo uns das georderte Taxi nach Hause bringt. Wir sind jetzt viermal mit Air Namibia geflogen, es war wohl der letzte Flug mit dieser Airline.
Ich bin hier fast am Ende des Berichtes. Da wir am Wochenende unterwegs sind, werde ich das Fazit und eine komplette Unterkunftsbewertung erst in der nächsten Woche schaffen.
Teil 4125. Dez. 2013
Lodgefazit Teil 1 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Hotel : Kalahari Bush Breaks
Lage : zwischen Gobabis (80km) und dem Ghanzi Border Post (20km) in flachem, einsamen Buschland
Zimmer : Normale Größe mit bequemem Bett, Dusche OK. Kleine Terrasse afrikanisch rustikal Essen : ordentliches Standard Frühstück, Lecker gegrillte Elandsteaks zum Dinner mit schmackhaften Gemüsebeilagen. Alles in allem bodenständig gut
Aktivitäten : 4x4 Route, drei Wanderungen, Reiten
Gesamteindruck : Es gibt mehrere Doppelhäuser mit jeweils eigener, kleiner Terrasse einen schönen Pool. Das Lodgegelände ist eine kleine grüne Oase. Man kann hier gut relaxen und Vögel beobachten. Zur Wasserstelle kommt immer wieder Wild
Fazit : Perfekter Zwischenstopp auf dem Weg nach Botswana mit gutem Preis-Leistungsverhältnis.
Lage : Ca. 120 KM östlich von Maun in flachem Buschland. 1 Stunde Zufahrt mit 4x4 oder Abholung durch Eigentümer Zimmer : Nur zwei Chalets, von denen oft nur eines vermietet wird. Gemütlich afrikanisch eingerichtet mit sehr bequemen Betten mitten im Busch Essen : Sehr vielseitig und lecker. Wir wurden vor Anreise nach unseren Wünschen gefragt. So gab es gegrilltes Gamefleisch und Oryxgeschnetzeltes. Mjammjam... Aktivitäten : allerlei Farmaktivitäten (leider hatten wir keine Zeit dazu) 2 selbst aufgezogene Caracals Tagesausflüge in die naheliegenden Parks Nxai Pan und Makgadigadi Gesamteindruck : Heike und Uli bieten hier etwas ganz besonderes. Nämlich eine ganz persönliche Betreuung mitten im Busch wie bei Freunden. Die Touren nach Nxai und besonders nach Makgadigadi waren Höhepunkte der Reise. Einmaliges Erlebnis. Wir möchten gerne wiederkommen -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Hotel : Elephant Sands
Lage : ca. 50 KM außerhalb von Nata in flachem Buschland, direkt an einem künstlichen "Wasserloch". In der Trockenzeit ein unfassbar intensives Elefantenerlebnis, irgendwie Surreal. Einzelne Chalets im Busch verteilt mit unterschiedlich gutem Blick auf das Wasserloch. Kein Zaun. Zufahrt eher für 4x4 geeignet.
Zimmer : Sehr einfach und etwas lieblos in renovierumgsbedürftigem Zustand. Wasser sehr salzig. Essen : Ok. Relativ einfaches Frühstück. Abendbuffet nichts besonderes aber insgesamt in Ordnung. Bodenständig einfache Küche. Aktivitäten : Game Drives, Bush Walks, Bush Braiis und Mehrtagessafaris Wir haben keine mitgemacht Gesamteindruck : Wären die Bungalows in besserem Zustand, käme kein Botswanareisender an dieser Lodge vorbei. Der Gesamtzustand ist grenzwertig und steht im grassen Missverhältnis zu den Elefanten- beobachtungen. Man muss einmal dort gewesen sein. Die Bar kann man auch als Tagesgast besuchen. Einmal gesehen langt uns.
Lage : Einige KM von der Abfahrtsstelle der verschiedenen Bootstouren in Kasane entfernt am Ufer des Chobe River in Kazungula. Weitläufige, parkähnliche Lodgeanlage in Mitten hoher Bäume. Einzelne Chalets mit unterschiedlich guter Lage. Zimmer : Normale Größe mit stilvoll, afrikanischem Ambiente. Etwas dunkel. Kleines, gut eingerichtetes Bad mit guter Dusche. Sehr bequemes Bett mit gutem Mosquitonetz. Essen : Menue mit Wahlmöglichkeiten. Sehr köstlich und abwechslungsreich. Gutes Frühstücksbuffet.
Aktivitäten : Game Drives, Boatcruises, Sundowner Cruise, Nature Trail. Von Kasane aus kann man primaTagesausflüge nach Vic Falls unternehmen.
Gesamteindruck : Sehr ansprechende Lodge, auch zum Ausspannen. So groß,daß man auch auf Kleingruppen trifft. Die kurze Fahrt zum Bootsanleger war für uns kein Problem. Wir würden wiederkommen.
Lage : wenige KM ausserhalb von Kazungula unweit der Grenze zu Zimbabwe. Etwas unübersichtliche Anlage rund um ein Wasserloch.
Zimmer : Chalets Nr.1 und 2. mit phantastischem Blick auf das ca. 20 Meter weit entfernte Wasserloch. In der Trockenzeit einmalige Tierbeobachtungs- möglichkeiten. Einfach und sauber. Küche gut ausgestattet. Im Chalet Nr. 2 schöner Grill direkt an der Terrasse. Im Chalet Nr. 1 ist der Grill einige Meter entfernt. Hier laufen die Elefanten direkt am Grill vorbei. Insgesamt eher sachliche und zweckmaessige Ausstattung. Keine Mosquitonetze.
Essen : Selbstversorgung Aktivitäten : Lodge hilft bei der Buchung von Aktivitäten im Chobe NP Gesamteindruck : Wer auch ohne Out of Africa Zimmereinrichtung zufrieden ist und als Selbstversorger kommt, der wird mit der Chance auf intensive Elefantenbegegnungen belohnt (Trockenzeit). Wir würden gerne wiederkommen.
Lage : 20 km ausserhalb von Bagani, ca. 3 km vor dem Eingang zum Mahango NP direkt am Ufer des Okavango Zimmer : Gut ausgestattete Safarizelte in angenehmen Abstand zueinander unter großen, Schatten spendenden Bäumen. Eigene Terrasse mit Sitzmöglichkeiten und Blick auf den Fluss. Mosquitonetz. Dusche. Rustikal afrikanisches Ambiente. Unser Zelt war neu errichtet, es gibt auch ältere.
Essen : Gute, bodenständige Mahlzeiten, die am großen Tisch gemeinsam eingenommen werden.
Aktivitäten : Bootsfahrten, Village Tour, Game Drives nach Mahangu und Buffalo Park. Wir haben die Bootstour alleine unternehmen können mit schönen Vogelbeobachtungsmöglichkeiten und badenden, waschenden und fischenden Einheimischen.
Gesamteindruck : Gepflegte Lodge mit nettem Personal, schönem Ambiente am Fluss und guter Lage Nahe des Mahango Nationalparks. Preis- Leistungsverhältnis durch den günstigen Wechselkurs (1:13) OK
Lage : 35 KM westlich von Rundu etwas oberhalb eines kleinen Seitenarmes des Okavango. Dörfliches Leben rundherum, aber sehr ruhig.Schöner kleiner Pool und schwimmende Bar im Fluss. Zimmer : Zwei Kategorien Safarizelte, alle etwas erhöht mit schönem Blick auf . den Fluss. Die Lodge ist relativ neu und macht einen sehr gepflegten Eindruck. Das Luxus-Zelt ist wunderschön mit hochwertigen afrikanischen Möbeln, einem Zebrafell, wunderbarem Holzdeck unter einem Baum. Das Bad ist 1A mit Badewanne und moderner Dusche.
Essen : Sehr lecker, vielseitig und in nettem, stilvollen Ambiente serviert. Das köstliche Dinner mit Rindersteaks bescherte uns eine schlaflose Nacht und vermutlich schwerwiegende Magenprobleme. 100 % sicher sind wir uns aber nicht, ob die Ursache woanders lag. Wir waren seit 3 Tagen wieder die ersten Gäste. Aktivitäten : Boatcruise musste wegen niedrigem Wasserstand leider ausfallen. Sehr schade !
Gesamteindruck : Tolle, neuere Lodgeanlage. Nicht ganz billig, zum relaxen wunderbar. Der Aufpreis für die gehobenen Zelte sollte es wert sein. Nicht sehr stark gebucht. Preis-Leistungsverhältnis an der Grenze.
Lage : Im Osten des Etosha Nationalparks wenige KM vom Namutoni Gate entfernt
Zimmer : Relativ neu renoviert. Für einen Nationalpark schön. Alle Gäste laufen über einen Holzsteg, was nicht zu überhören ist. Klimaanlage und Mosquitonetz. Dusche in der Badewanne. Modernes Bad.
Essen : Nicht getestet, wegen gesundheitlicher Probleme.
Aktivitäten : Fahrten in den Park.
Gesamteindruck : Nationalparkübliches, unpersönliches Ambiente. Großer Pool. Ganz OK.
Lage : ca. 40 km nördlich des Galton Gate im Etosha Nationalpark auf einem Bergrücken. Schöner Infinity Pool mit Sundowner Blick, Bar, Restaurant. Vom Parkplatz aus wird man mit einem kleinen Golfcar ins Zelt gebracht.
Zimmer : Standard Bungalows und View Tents. Wir hatten eines View Tents, die sehr privat mit wahnsinns Blick in die Weite des Parks liegen. Safari Telt mit schönem Ambiente und einmalig schöner Außenbereich mit kleinem Plunge Pool, einer Liegeinsel, zwei Liegen und einem Sitzplatz vor dem Hütteneingang. Bad im Hauptraum integriert.
Essen : Für Etosha Verhältnisse sehr schmackhaft. Service mit kleinen Mängeln, Personal dafür sehr freundlich.
Aktivitäten : an keinen organisierten teilgenommen. Pirschfahrten rund ums Camp
Gesamteindruck : Dolomite war einer unserer Höhepunkte. Die Lage des Camps, schöne Zelte, nettes Personal und der einsame Westteil des Etosha Parkes haben uns begeistert. Nicht ganz billig aber für uns war es jeden Euro wert.
Lage : Am Ende des kleinen Hüttendorfes Epupa direkt am Fluss unter Palmen. Offene Aufenthaltsbereiche, Bar und Restaurant. Kleiner Pool, durch die Lage unter Bäumen und Büschen fast nicht vom Laub sauber zu halten Zimmer : Safarizelte mit Bad im Freien und kleiner Terrasse zum Fluss im Schatten schöner Palmen. Essen : Schmackhaft und reichlich in schöner Lage direkt am Fluss serviert. Aktivitäten : Sundowner Tour, Epupa Falls Tour, Himba Visit, Rafting, Bird watching trip by boat, Hiking
Gesamteindruck : Wunderschöne Oase der Ruhe direkt am Fluss in herrlicher Landschaft. Einfache Zelte. Fälle zu Fuss zu erreichen, andere Lodges liegen näher, für uns aber kein Problem. Schöner Platz zum Relaxen, wir würden wiederkommen.
Lage : Auf halbem Weg zwischen Opuwo und Sesfontein (70km)auf einem Hügel mit schönem Fernblick. 5 km holprige Zufahrt. Langgestrecktes Haupthaus. Toiletten ca 20 Meter entfernt in zwei kleinen Steinhäuschen. Einfacher Sitzbereich unter einem Sonnendach mit Fernblick und Vogeltränke. Schöner Innenessbereich. Zimmer : Sehr einfach und sauber. Kleines Waschbecken im Zimmer, einfache Dusche mit Wasser aus einem Eimer in getrenntem Bereich. Saubere Plumpsklos einige Meter entfernt.
Essen : Sehr schmackhafte und reichhaltige Hausmannskost, an einer großen Tafel gemeinsam eingenommen. Standard Frühstück Aktivitäten : Himba und Herero Touren sehr zu empfehlen ! Minenbesichtigung und nach Voranmeldung Mehrtagestouren ins Damaraland oder Kaokoveld
Gesamteindruck : Ganz spezieller Ort. Sehr einfach, durch den Gastgeber Marius Steiner aber etwas ganz besonderes. Marius ist ein tief gläubiger Mensch, der das Leben in der Einsamkeit liebt. Die Himbatour war ein besonderes Erlebnis, da man sich nicht wie in einem „Menschenzoo“ fühlt. Trotz der sehr einfachen Unterkunft würden wir sehr gerne zurückkommen.
Lage : Am Rande des kleinen Ortes Purros. Über die D3707 109 km Zufahrt von Fort Sesfontein aus. Nervige, holprige Straße, 4x4 sehr zu empfehlen. Von jedem Punkt der Lodge aus hat man einen unglaublich schönen Blick über die weite, bergige Wüstenlandschaft. Traum-Infinity-Pool und sehr hochwertige, urig afrikanische Einrichtung. Bei dem Preis aber auch zu erwarten Zimmer : Sehr stilvolle Einrichtung. Getrenntes Badhaus und Wohnhaus. Wüstenblick vom Bett aus. Überdachtes Tagesbett im Freien mit 180 Grad Fernblick.
Essen : Gut, eigentlich gibt es nichts zu meckern. Für eine Lodge mit diesem Preis aber unseres Erachtens qualitativ ausbaufähig
Aktivitäten : Himba Visit, Desert Rhino Tracking und Pirschfahrten in den Purros Canon direkt um die Ecke. Rhino Tour und Purros Canon waren jeweiligen Höhepunkte. Guter Ranger. Gesamteindruck : Unsere teuerste Unterkunft aller Zeiten. Gott sei Dank kam uns der Wechselkurs etwas entgegen. Alternativlose Lage in Purros. Bei Vollbelegung wenig Schatten am Pool. Wir waren alleine, da war es ein Traum. Trotz der schwierigen Versorgungssituation stimmte für uns Preis-Leistung nicht. Wir haben die Zeit sehr genossen, aber im Vergleich zum Top organisierten Mowani gibt es im Service, den Mahlzeiten und vor allem der persönlichen Betreuung Spielraum nach oben
Hotel : Khowarib Lodge Lage : ca. 20 km von Sesfontein entfernt in schöner Lage am Anfang der Khowarib Schlucht, durch die der Hoanib fließt Zimmer : Safarizelte an der Uferböschung des Hoanib.Sicht auf den Fluss meist durch Mopanebusch behindert. Rustikal eingerichtet. Großes Außenbad. Kleine Terrasse zum Fluss hin gelegen. Schöner Pool mit Sonnenschirmen. Hauptgebäude mit Rezeption, Bar, Aufenthaltsbereich und Restaurant. Essen : Ok, aber nichts besonderes
Aktivitäten :umfangreiches Ausflugsprogramm mit Mehrtagestouren, Tagestouren und Exkursionen zu den Wüstenelefanten und Rhinos. Wir haben eine nette Halbtageswanderung in der Schlucht unternommen, die emepfehlenswert war.
Gesamteindruck : Lodge in schöner Lage, aus der man unseres Erachtens mehr machen könnte. Preis-Leistungsverhältnis für uns nicht OK. Für deutlich mehr als 100 Euro pro Person mittelmäßiges Essen und Safarizelte ohne besonderen Charme
Hotel : Mowani Mountain Camp Lage : ca. 5 km vom kleinen Ort Twyvelfontein entfernt in wunderbarer Lage inmitten von eindrucksvollen Felsformationen Zimmer : gibt es in 4 Kategorien. Superior, Superior View, Mini Suite und Mountain Suite wir hatten Superior View Nr. 1 mit unfassbar schönem Blick ins Damaraland. Links und Rechts große Felsen. Großes Zimmer mit 2 Ebenen. Aussenzeltwände können hochgerollt werden. Schönes, zum Hauptraum offenes Bad mit guter Dusche. Terrasse mit Sitzmöglichkeit und Tisch. Einrichtung und Zelt waren neuwertig und sauber. Restaurant und Aufenthaltsbereich in offener Bauweise. Tolle afrikanische Einrichtung mit allerlei Kunsthandwerk. Sehr stilvoll. Kleiner, schöner Felsenpool mit Sonnenschirmen, Liegen und Superblick.
Essen : Sehr gut und reichhaltig. Gute Weinauswahl. Personal unglaublich freundlich. Uns wurde ein Privatdinner am Lagerfeuer unter dem Sternenhimmel ermöglicht und ein Frühstück am Sundowner-Viewpoint. Nicht zu toppen.
Aktivitäten : Fahrten ins nahe Twyvelfontein und Naturedrives zu den Wüstenelefanten im Aba Huab. Wüstenelefantentour mit unserem Ranger Frederic (Friedrich der Große) war ein Erlebnis. Ein sehr humorvoller Hüne mit umfangreichem Naturwissen und einer unvergleichlich relaxten Art, diese Tour zu präsentieren. Traum-Landschaft und Wüstenelefanten in großer Anzahl. Unser perfekter Tag 🙂 Gesamteindruck : Luxuslodge, die uns jeden der vielen Euros Wert war. Hier hat alles gepasst. Ein absolutes Highlight. In die Hall of Fame unserer bisher 10 Afrikaurlaube aufgenommen.
Lage : Am nördlichen Stadtrand von Swakopmund direkt am Strand gelegen. Ca 3-4 km vom Stadtzentrum entfernt. Sehr ruhig.
Zimmer : In mehreren Kategorien. Wir hatten einen Luxury Room mit hochwertiger, moderner Einrichtung, sehr bequemen Bett, kleinen Balkon mit Meerblick und TV (für uns unwichtig). Das Bad mit freistehender Badewanne, großer Dusche und hochwertigen Armaturen. Essen : Wird im Restaurant „The Wreck“ serviert. Großes, sehr gutes Frühstücksbuffet. Restaurant vollverglast mit Meerblick und stilvoller, gediegener Atmosphäre. Zweimal zum Dinner genutzt. Die Mahlzeiten waren schön präsentiert und haben uns sehr gut geschmeckt. Tolles Seafood. Sehr gute Weinkarte.
Aktivitäten : keine organisierten. In der Stadt umfangreiches Angebot
Gesamteindruck : Moderne Lodge am Stadtrand. Für uns eine gute Wahl. Preis-Leistung hat gepasst. Das Restaurant ist sehr zu empfehlen. Mal etwas anderes, wir würden wiederkommen.
Teil 4308. Jan. 2014
Fazit
Es war unsere zehnte Reise ins südliche Afrika. Die Route war wie meistens ein Kompromiss. So wollten wir unbedingt das erste Mal nach Dombo, das zweite Mal in den Chobe und das Kaokoveld-Light mit dem Damaraland verbinden. Hierbei konnten wir auf ein höheres Budget als normalerweise zurückgreifen und haben uns einige teure Lodges gegönnt.
Auch ohne die krankheitsbedingten 1000 extra Kilometer wäre es relativ viel Fahrerei gewesen. Besonders die meistens landschaftlich langweiligen Strecken von Windhoek nach Maun und über Nata ums Delta herum nach Kasane haben sich ganz schön gezogen. Durch regelmäßige Fahrerwechsel war es nicht wirklich anstrengend, aber doch eine ganz schöne Kilometerfresserei. Das war uns vorher bewusst, noch einmal würden wir die Runde wohl nicht so fahren.
Auf der anderen Seite hatten wir eine sehr erlebnisreiche Reise mit einer Vielzahl an Highlights. Gerade die Elefantenerlebnisse in Makgadigadi, Nxai, Elephant Sands, Senyati und im Chobe werden uns lange in guter Erinnerung bleiben.
Landschaftlich hat uns Namibia wieder mehr gefesselt, als Botswana. In Botswana waren die Wildbeobachtungen dafür einzigartig. Das Damaraland und der kleine Teil, den wir vom Kaokoveld sehen durften.... es war einfach wunderschön. Die kulturelle Vielfalt in Opuwo und Epupa. Die intensive menschlich wertvolle Begegnung mit Marius Steiner und den Himbas in Camp Aussicht. Dekadenter Luxus in Okahirongo und Mowani, die besonders herzliche und persönliche Begegnung mit Heike und Uli auf Dombo waren ebenso Highlights wie die Tour nach Sandwich Habour. Erst jetzt merken wir beim Betrachten der Fotos, welche Fülle an Eindrücken wir wieder mit nach Hause gebracht haben. Und ich bin immer noch erholt von der Reise.
Auf der anderen Seite haben wir gerade in Namibia den Eindruck bekommen, dass das Preis-Leistungsverhältnis seit unserer ersten Reise im Jahr 2002 insgesamt schlechter geworden ist. Und das trotz der für uns günstigen Wechselkursentwicklung.
Kerstins Krankheit hat uns klar gemacht, welch gute und engmaschige medizinische Versorgung wir doch (trotz unserer Probleme im Gesundheitssystem) bei uns in Europa haben. Und wir versuchen einige Lehren daraus zu ziehen, die im Alltag nun schnell wieder unterzugehen drohen.
Die Zeit der Ungewissheit war ein wichtiger Bestandteil unseres Urlaubes. Er hat unser Verhalten in der Folge bestimmt. Wir haben es langsamer angehen lassen.
Für uns ist das südliche Afrika ein magischer Ort der Erholung ! Und deswegen freue ich mich auf unsere nächste Reise, die ja nun bald beginnt.
Ich Danke Euch allen für das umwerfende Feedback, es hat mich immer wieder motiviert und es hat viel Spaß gemacht mit Euch !