Ich stell jetzt doch mal ein, da ich diese Woche keine Zeit mehr habe um ganz fertig zu werden
Nach einer ausgedehnten Morgensafari machen wir uns nach 3 Übernachtungen kurz vor Mittag auf zum Ruaha.
Ziel ist heute die Ruaha Hiltop Lodge ca. 10 km vor dem Gate. Wir fahren gemütlich und erreichen die Lodge nach nur 5,5 Std. , schneller als geplant . Dies liegt an der renovierten Straße von Iringa bis zum Ruaha, wir hatten dafür 2,5 Std. eingeplant, haben aber nur 1,5 Std gebraucht. Die Lodge ist einfach, sauber und hat einen gewissen Flair, die Bar hat es uns gleich angetan. Kosten VP 120€ für 2 Personen. Für Camper vielleicht auch interessant, Camping Platz und Selbstversorgungshütten gibt es auch. Preise kann man anfragen unter
http://www.ruahahilltoplodge.com/contacts.htmDen Duschkopf in der Dusche muss man sich aber selber aufhängen. Das Essen ist nichts besonderes, aber nicht schlecht.
Wir frühstücken früh, ist kein Problem für das Personal und sind dann um 7:30 am Gate. Die 10KM bis zum Gate sind bestes Wellblech. Auch nach dem Gate ist die Strecke etwas unangenehm. Man sollte auf der Straße bis zum Gate schon Tierbeobachtung einkalkulieren. Wir hatten eine große Gruppe Elefanten, schön. Wir machen den ganzen Tag wieder Safari fahren den Ruaha flussabwärts, machen dann eine Schleife und erreichen die Ruaha River Lodge erst am Spätnachmittag. Man kann am Fluss überall bis zur Abbruchkante fahren und hat immer schöne Blicke auf den trockenen Ruaha. Es sind nur zwischendurch einzelne Wasserlöcher zu sehen. Es ist überall zartes Grün zu sehen. Während unseres Aufenthaltes regnet es fast jeden Tag am Spätnachmittag, maximal eine Stunde. Die Tierdichte hatten wir uns größer vorgestellt, man muss aber nicht suchen. Elefanten, Giraffen, Löwen gibt es viele und alles ist relaxt, Impalas sind allgegenwärtig.
Am Eingang haben wir uns wieder eine Karte(2010 neu aufgelegt) gekauft, und bis hier stimmt alles auf ihr. Die Wege bestens präpariert, es ist vieles ausgeschildert, und die Wegkreuzungen haben Nr. so dass man mit der Karte sehr gut zurechtkommt. Navi, überflüssig, allerdings für die Zeitplanung hilfreich. Die Karte ist aus gutem Material, und hält mehr als einen Urlaub durch, also wer Sie haben möchte (ich denke hier an Topobär, der ist vermutlich als nächster da) kann sie gerne haben.
Im Ruaha sind wir 5 Tage und übernachten in der Ruaha River Lodge. In der Lodge selbst muss man immer die Augen offen halten, es kann vorkommen, dass man auf dem Weg vom Restaurant zum Zelt Elefanten gegenübersteht. Früh am Morgen waren auch Hyänen im Gelände. Ein kleineres Löwenrudel mit Nachwuchs hielt sich 300m von der Lodge auf. Wir als Selbstfahrer wurden natürlich um unsere Flexibilität beneidet.
Am nächsten Tag machen wir einen geführten Game-Drive (er wurde uns spendiert, auf Grund der Anzahl Buchungen), leicht exklusiv, wir sind mit Fahrer und Guide alleine unterwegs(wir vermuten absichtlich). Die ersten 2 Stunden bekommen wir von der Tour wenig mit, wir reden und lachen die ganze Zeit mit den Beiden viel über Touristen und die Besonderheiten vom Ruaha.
Der Guide behauptet, dass im Ruaha fast alle Tiere(auch Strauße) vorhanden sind, man sieht sie nur nicht. Es ist sehr lustig. Irgendwann hält er an, und fragt was wir sehen, ich meine in welcher Richtung, er deutet und ich meine: Elefanten? ziemlich weit weg ein paar dunkle Punkte, er grinst, der Fahrer unterdrückt sein Lachen mit dicken Backen. Meine Frau nimmt das Fernglas und? es sind Strauße! Jegliche weitere Diskussionen über meine „Tierkenntnisse“ haben sich für diesen Urlaub erledigt. Wir sehen dann noch das größte Löwenrudel (sieht im Moment jeder), das wir je gesehen haben, 15 ausgewachsene Löwen. Es ist Mittag und sie liegen zuerst verstreut herum. Als sich 2 Elefantenkühe mit Baby nähern werden sie aber sofort aktiv. Sie beginnen aber dann doch keine Jagd. Der Guide meint dies wäre auch sehr ungewöhnlich, das Rudel hätte sich auf Giraffen spezialisiert. Nach der Tour erläutert mir der Guide noch die Touren die sie fahren. Im Prinzip spielt sich alles rund um den Kimilamatonge Hill ab, es wird nur ein ungefähr 20 QKM großes Gebiet befahren. In den Osten wird überhaupt nicht gefahren, zu weit, zu viele Tse-Tse und in den Westen manchmal bis zur Mündung vom Mwagusi in den Ruaha. Am Spätnachmittag fahren wir noch zu den Löwen in der Nähe der Lodge und dann noch ein Stückchen flussaufwärts. Kurz vor der Dunkelheit sind wir wieder in der Lodge.
Am Abend sitzen wir noch mit den Managern zusammen und fragen wegen der Routen noch einmal nach. Ja das ist so, im Osten sei die Tierdichte nicht so hoch, und das sei ein zu hohes Risiko wegen der Kritik. Als wir dann fragen, ob denn bekannt sei wo sich ev. Rappen- und Pferdeantilopen aufhalten, ist der 2.Manager ganz aus dem Häuschen. Er holt Karte heraus, zeigt mir genau, wo er vor 2 Wochen welche gesehen hat. Am Morgen werden dann noch alle Guides befragt und bei einer anderen Lodge nachgefragt, wann zuletzt jemand in dem Gebiet war. Es bleibt dabei, seit 2 Wochen war keiner mehr da. Wir werden auf die Länge der Fahrt (3 Stunden einfach) und die Tse-Tse in dem Gebiet hingewiesen(wir sollen Fenster zu lassen).
Wir beschließen an einem der nächsten Tage die Tour zu machen. Für den 3. Tag nehmen wir uns den Westen noch mal vor, wo wir am 1. Tag teilweise schon waren. Ein Punkt in der Nähe des Mwagusi Camps hat uns dort gut gefallen, da ist eine neue Betonbrücke von der kann man sehr schön Elefanten beobachten. Im Flussbett ist an einer Stelle noch Wasser für uns nicht sichtbar, für die Tiere schon. Ein Stückchen Flussaufwärts ist noch so eine Stelle dort trifft man auf Antilopen und Giraffen. Erwähnenswert ist noch: es gibt immer wieder einmal Picknick-Plätze mit Toiletten(sind benutzbar). Bei manchen ist der Busch aber sehr dicht, wir haben vorher genau die Umgebung angeschaut. Auf der Rückfahrt fahren wir wieder am Ruaha entlang, an diesem Tag ist er gut besucht, in der Mitte ist das Gras schon etwas länger, so dass Elefanten dort am Gras zupfen. Wasserböcke, Impalas und Giraffen sind sehr zahlreich. Richtig schön Afrika. Wir müssen uns dann am Schluss doch beeilen um noch rechtzeitig zur Lodge zu kommen. Abends wieder Gespräche mit dem Personal (es wird schon unheimlich).
Der 4.Tag beginnt sehr früh mit Hyänenkichern aus der Richtung der Löwengruppe. Wir fahren aber nicht hin, sondern frühstücken etwas länger und machen uns dann auf die Suche nach den Rappenantilopen, die letzten hatten wir vor über 3 Jahren im Mahango gesehen.
Ziel sind die Makindi Springs.
Die Ausschilderung ist nach wie vor vorhanden, aber die Wege sind deutlich schlechter, bei umgedrückten Bäumen, muss man sich selber einen Umweg suchen. Die Vegetation wechselt ständig, vom dichten Busch, bis freien Feldern die wie Golfplätze aussehen, alles vorhanden, die Tierarten wechseln auch, Giraffen, Kudus, Elefanten und natürlich Impalas. Das Wild ist hier wesentlich scheuer. Wir fahren nach 30 km sehr langsam um nichts zu übersehen. Die Quellen sind nur sehr schwer zu finden und nicht mehr ausgeschildert. Wir bleiben in der Nähe der Quelle und suchen noch den Weg zur Magangwe Ranger Post Richtung Osten, der endet aber nach wenigen KM in der Natur. Wir riskieren nichts, da wir sicher sind, wenn wir hier liegen bleiben, findet uns so schnell keiner. Als wir dann in der Nähe der Quellen auf Löwen treffen geben wir auf(vom intensiven Suchen sind wir auch etwas müde). Wir beschließen über einen Bogen nach Norden zur Lodge zu fahren. Nach einer Stunde sind die Tse-Tse weg und wir können wieder offen fahren. Die Wege haben jetzt die Kategorie anstrengend. Wir fahren bis zum Mdonya Flussbett und an dem entlang nach Westen(und da sind dann auch die Strauße wieder). Bei Ankunft in der Lodge sind wir dann geschafft, beim Ausladen aber gleich wieder ganz wach, da meine Frau eine Elefantendame übersieht, beide sind überrascht und ich frage mich, wer ist mehr überrascht. Wir gehen langsam weiter und der Elefant wendet sich einem Busch zu. Das weitere Ausladen verschieben wir ein wenig, da es doch mehrere sind. Schlußendlich macht das Personal dem Treiben ein Ende. Ausgiebig müssen wir am Abend berichten.
Am Morgen verabschieden wir uns, wie wenn wir 2 Wochen hier gewesen wären, und machen uns auf die Tour ganz nach Westen. Wir haben ja noch einen vollen Tag. Wir fahren über die besagte Brücke und dann zur Kreuzung W16 und von dort zum Kigelia Camp. Ein Fehler! der Weg zwischen W16 und Kigelia Camp, ist in den Hügeln und teilweise nicht vorhanden, sehr schwer zu fahren. Es ist uns unverständlich, in diesem Gebiet gibt es Büffel und man hat teilweise sehr schöne Aussichtspunkte. Löwen gibt es auch, gefühlt muss es 100te geben. Wir sind jeden Tag auf Löwen gestoßen, obwohl wir fast immer an anderen Orten waren. Fazit: wo keine Lodgefahrzeuge unterwegs sind, werden die Wege auch schlecht. Am Spätnachmittag erreichen wir die Brücke die zum Haupteingang führt. Hier ist auch ein Aussichtspunkt und man schaut auf richtig viel Wasser. Hier sind viele Hippos und natürlich sehr aktiv, da sie sehr beengt sind. Wir bleiben ein Stündchen und verlassen dann wehmütig den Ruaha NP. Wir haben nur ein paar km da wir wieder in der Hiltop Lodge übernachten.
Noch Bilder vom blühenden Ruaha:
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Hochladen ging nicht, mach ich später.
Wir gehen früh schlafen, da wir Morgen ohne Frühstück um 6:00 los wollen.
Gesagt getan, wir sind um 5:45 Uhr im Auto und machen uns auf weg nach Saadani. Wir haben uns viel vorgenommen 640 km und die ersten 80 und letzten 100 km auf Piste. Die ersten kennen wir ja schon, die letzten sind dann nicht so locker. Um 16:00 Uhr erreichen wir den Saadani von Westen und denken jetzt haben wir nur noch 40 km(1 Std) bis unserem Luxusdomizil. Aber es gibt doch was zu sehen (Wasserböcke ohne Ende) und eine Überraschung, wir fahren eigentlich auf dem Hauptweg nach Norden zum anderen Gate, tja und der ist überflutet, der Grund ist nicht zu sehen, Krokodile auch nicht, Fahrspuren gehen auf der anderen Seite weiter. Nach längerem Zögern und Schauen, der Grund scheint steinig, zumindest dort wo man etwas sieht, fahren wir durch. Die Motorhaube verschwindet ein paar Zentimeter unter Wasser dann geht es schon wieder nach oben. Erst um 17:30 erreichen wir A-Tend-with-a-view. Wir werden dann aufgeklärt, dass war die Flut, nach 16:00 soll man diese Strecke im Moment nicht fahren. Diese Lodge ist so wie man sich Luxus am Meer vorstellt. Wir sind hier nur 2 Nächte und jeden Abend gibt es ein 5 Gänge Menu. Wirklich vom Feinsten(und noch die einzigsten Gäste). Am nächsten Tag machen wir eine ausgedehnte Tour durch den NP, ganz andere Vegetation, hat auch etwas besonders, vormittags Safari, nachmittags Strand(das Ganze kann man natürlich viel günstiger und einfacher bekommen). Der NP müsste eigentlich Wasserbockpark heißen, überall sind Wasserböcke. Elefanten gibt es auch, aber sehr wenige. Raubtiere sehen wir keine.
Am Abend Gespräche mit Personal, ein Kellner frägt nach Mitfahrgelegenheit nach Arusha. Kein Problem, wir fahren aber nur bis zum Mkomazi, das hat er schon mitbekommen er will dann vorher aussteigen und mit dem Bus weiter.
Grüße Wolfgang