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Reisebericht · namibia-forum.ch

From dawn till dusk - Namibia im Mai 2012

von Steffi82 · 54 Teile

Teil 120. Juni 2012

Hallo zusammen! 🙂

Die nachfolgend zu beschreibende Reise ist eigentlich nur Gabis Schuld. Die Verfasserin dieser Zeilen ist daran völlig unschuldig (vööööllllig…), … nein, anders formuliert … ihr blieb gar nichts anderes übrig, als Gabi auf eine Reise nach Namibia zu begleiten … 😗

Aber von Anfang an: Alles fing eigentlich damit an, dass mein Göttergatte und ich im Januar 2011 zwei Wochen lang durch Namibia reisten und schwerst begeistert davon zurückkamen. Wenige Zeit später bereiste meine Freundin Gabi für zwei Wochen den nördlichen Teil von Südafrika. Irgendwann saßen wir beieinander, tauschten Urlaubserlebnisse aus und seufzten uns in Erinnerungen schwelgend durch die Fotos, als meinem Mann und mir etwas Schockierendes auffiel:

Gabi kann keine Antilope! 🤩

Kein Quatsch, das ist mein völliger Ernst. Die liebe Gabi konnte keine Antilope. D.h. eine Antilope konnte sie schon: Sie konnte Impala! Aber nur Impala! 🙄

Das Ganze wurde natürlich einem ausgiebigen Test unterzogen. Aber egal welches Foto wir Gabi, egal von welcher hübschen Antilope vorlegten, die Antwort war immer dieselbe: „Impala!“ 😵 ... wahlweise auch gefolgt von: „Die sehen doch eh alle gleich putzig aus!“ 🤩 ... oder auch „Egal, Hauptsache sie schmeckt lecker als Steak!“ 😣

Das konnten wir so nicht natürlich nicht durchgehen lassen. Und so keimte in mir die Idee, mit Gabi Antilopen üben zu gehen. Liegt ja auch nahe, oder? 😄 Der Übungsort war schnell gefunden: Namibia bot sich an, konnte man Gabi, die bekennende Wüstenliebhaberin ist, doch hervorragend einfach von diesem Land überzeugen! 😎

Alles völlig nachvollziehbar bis hierhin, gell? 😄

Gabis Widerstand war dann auch verschwindend gering … also eigentlich gar nicht vorhanden …eher im Gegenteil 🙂 ! Der beste Ehemann überhaupt willigte zähneknirschend irgendwann auch ein 🤩 , mich ohne ihn alleine in den Urlaub (ja eigentlich Bildungsreise *hust* 😗 ) zu lassen: Der Weiberreise nach Namibia stand also nichts mehr im Weg! 🤩

Und so kam es, dass die Welt Anfang September um zwei Grinsekuchenpferdegesichter reicher war, als Gabi und Steffi ihre gemeinsame Weiberreise nach Namibia geplant und gebucht hatten. 🙂

Gabi wird das alles wahrscheinlich gaaaanz anders sehen und euch irgendetwas von Afrikareisesucht meiner Person erzählen 😗 … was auch nicht so ganz von der Hand zu weisen ist ... trotzdem finde ich meine Version in der Gabi ganz alleine Schuld ist schöner … 😎

In den nachfolgenden Beiträgen werde ich also den Text und die Fotos liefern und Gabi (die genötigt wurde, sich hier auch anzumelden 😉 ) die Meinung und evtl. die verwackelten Dokumentationsvideos (wobei das Verwackeln nicht Gabis schuld ist, sondern eher meiner Unfähigkeit zu Filmen geschuldet ist 😊 ).

Bevor wir aber loslegen unsere Reiseroute zur besseren Nachverfolgung:

(Neuzugänge und Nachzügler können einfach auf die Sonne rechts oben klicken und landen dann bei den Reiseberichtsteilen ohne Kommentare:) )


9.Mai Abflug
10.Mai Ankunft und Weiterfahrt bis zur Frans Indongo Lodge bei Otjiwarongo
11.Mai Frans Indongo Lodge – Etosha NP (Namutoni Restcamp)
12.Mai Etosha NP (Halali Restcamp)
13.Mai Etosha NP (Halali Restcamp)
14.Mai Etosha NP (Okaukuejo Restcamp)
15.Mai Etosha NP – Erongo (Hohenstein Lodge)
16.Mai Erongo – Spitzkoppe – Cape Cross – Swakopmund (Orange House)
17.Mai Swakopmund, Living Desert Tour (Orange House)
18.Mai Swakomund – Sesriem (Sossus Dune Lodge)
19.Mai Sesriem, Sossusvlei (Sossus Dune Lodge)
20.Mai Sesriem – Tirasberge/ D707 (Farm Kanaan)
21.Mai Tirasberge / D707 (Farm Kanaan)
22.Mai Tirasberge/ D707 – Solitaire (Solitaire Guest Farm)
23.Mai Solitaire – Windhoek (Ondekaremba Guest Farm)
24. Mai Heimflug

Was erwartet euch also in den nächsten Tagen und Wochen in diesem Reisebericht?

- Viel Gequake von zwei lustigen Weibern, die eine bekennender Morgenmuffel (Gabi), die andere ein angebliches „Frühmorgens-Ritalin-Männchen“ (das wäre dann ich), die mit ihrem „Peggy“ getauften Toyota Hillux die Pisten Namibias unsicher machen

- Wunderschöne Landschaften und tolle Tiererlebnisse

- Viel zuviele Fotos davon 😗

- Natürlich: Gabi lernt Antilope 😄

- Außerdem: Steffi lernt Federvieh 😄 (ich hab mich ja in meinem Tansania-Reisebericht was Vogelerkennung angeht nicht wirklich mit Ruhm bekleckert 😊 und gelobe für den nachfolgenden Reisebericht Besserung!)

- Und: Wir alle lernen Dieselwasserfilterpumpe! 😎

Da wir völlig diszipliniert bis auf zwei Tage frühmorgens den Sonnenaufgang „mitgenommen“ haben und die Tage wirklich bis zum letzten Sonnenstrahl ausgenutzt und genossen haben,entstand die Idee zum Titel dieses Reiseberichts.

Euch laden wir ganz herzlich ein, uns nun zu begleiten und unsere Reise noch einmal mit uns zu erleben!

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Bitte alle Aufsitzen: Peggy fährt bald los! 🙂

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LG
Steffi

Teil 221. Juni 2012

Hallo zusammen,

schön, dass ihr alle mitfahrt - und natürlich dürfen auch Männer mitfahren 🙂 - ein bisschen ausgleichendes Moment ist immer gut 😉 !

Heute müsst ihr noch auf Bebilderung verzichten, aber ab dem nächsten Teil, gibt's dann auch wieder Fotos 🙂 !

Und natürlich wird es spannend werden ... und wie: Wir werden uns verfahren, werden ausgeraubt, von Elefanten umzingelt und von Löwen angegähnt. Außerdem werden wir in luftige Höhen aufsteigen, uns auf Dünen einen abfrieren und an der "Missing-People-Tour" teilnehmen! 😎 Volles Programm also (Gabi musste ja ausgiebig belehrt und gequält werden 😉 )

In diesem Sinne: Los geht's! 🙂

LG
Steffi

9. Mai 2012 - Urlaub wir kommen!
oder auch: Achtung Löwe auf der Autobahn! 😎

Vorurlaubsstimmung ist ja immer so eine Sache. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich grinse mir immer Monate vorher beim Gedanken an anstehende Reisen einen ab. So drei Monate vorher lässt das bei mir jedoch schlagartig nach und der Alltag überholt mich. Und das bleibt dann tatsächlich bis kurz vor dem Abflug so.

Und so prallte die arme Gabi – bei der die Urlaubsvorfreude einige Tage vorher einsetzte – in den Tagen vor der Reise kolossal an mir ab, wenn auf einen begeisterten „Wir fahren nach Namibia!“-Gabiausruf ein lethargisches „Boh, und es ist noch soviel bis dahin zu tun. Bin ja noch so gar nicht in Stimmung! Und Packen muss ich ja auch noch!“ zurückkam. 🙄

Dann aber zwei Tage vor Abfahrt war es soweit. Beim Blumengießen kam es: Das Reisevorfieber! 🤩 Irgendwie ist es ja gut, dass es so spät erst einsetzte, denn ich dürfte in den nächsten zwei Tagen so ziemlich jeden leicht grenzdebil angegrinst haben und mich Dingen zugebrabbelt haben, die kaum einer verstanden hat … das Vorurlaubs-Ritalin-Männchen zuzusagen! 😄

Während dieses Euphorieschubs fand ich dann auch endlich die Muße zum Packen und weil mir der Gedanke, so gut gefiel, dass endlich ich einmal mit dem großen Koffer unterwegs sein könnte, schnappte ich mir die schöne große Reisetasche des Göttergatten und befüllte sie vergnügt 🙂 (… wie sich im Laufe der Reise noch herausstellen sollte, eine nicht ganz durchdachte Idee angesichts von gut 80cm „Größe“ der aufgestellten Reisetasche bei nur 1,59m Körpergröße der Befüllerin 😗 … Gabi kann ein Lied davon singen … aber hey, wenigstens war die Tasche verhältnismässig leicht mit 17 Kilo! 😛 ).

Dann noch schnell dem Göttergatten versucht zu erklären, dass auch Pflanzen ein Recht auf Leben haben und in meinen 16-Tagen Abwesenheit nicht nur einmal sondern gleich mehrmals gegossen werden möchten 😗 . Gleiches versucht ihm in Bezug auf die vier Kater zu vermitteln, mich im Geiste schon von meinen Kräutern verabschiedet (bei den Katern war ich mir sicher, dass die irgendwann lautstark auf sich aufmerksam machen, aber beim Basilikum sah ich ehrlich gesagt zappenduster 😵 …) … und los konnte es gehen… 🙂

Am Morgen des 9. Mai verabschiedete ich mich also mit leicht schlechtem Gewissen von Mann und Katern und tuckerte zu Gabi. Bepackt mit einer Reisetasche die halb so groß war wie ich und meinem sechs Kilo Fotorucksack stand ich gegen Mittag vor ihrer Tür und wurde erst einmal ungläubig gefragt, ob ich das mit den Taschen ernst meine 🙄 (ich muss wohl etwas untergegangen sein zwischen den Taschen 😎 …). War es natürlich 😛 … und bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich ja auch keine Probleme mit dem Gepäck gehabt, aus meinem Fiesta ging es noch problemlos heraus 😗 . Gabi lud mich und das Gepäck dann in ihr Auto um und los ging es in Richtung Frankfurt.

Die Fahrt zum Flughafen war wenig spektakulär … bis ich plötzlich den Löwen sah! 🤩 Ich muss gestehen, es war vielleicht nicht die beste Idee mitten auf der A3 als Beifahrerin plötzlich laut loszuquäken: „Da, ein Löwe!“ Gabi aber reagierte, wie man sich das von einer langjährigen Freundin vorstellt: Sie vollführte keine Vollbremsung, sondern sah mich stattdessen mit einem entrückten Gesichtsausdruck an, der gleich zweierlei zum Ausdruck brachte 🙄 :

1. Ist die liebe Steffi jetzt völlig gaga? 🙄

und

2. Will ich mit sowas wirklich die nächsten zwei Wochen verbringen? 😵

Viel zielführender wäre es jedoch gewesen, wenn Gabi sich auf die Straße konzentriert hätte 😉 , denn dann hätte sie auch gesehen, dass uns tatsächlich soeben ein LOE-WE überholt hatte, weiß und ein Audi und wie wir später recherchierten im Kreis Lörrach in Baden-Württemberg zuhause 🙂 . Das dürfte damit dann wohl das Fleckchen in Deutschland sein mit der größten Wahrscheinlichkeit Löwen auf der Straße zu sehen. 😉

Gabi brauchte allerdings etwas um die Signifikanz dessen, was da vor ihr fuhr zu erkennen. Dann war sie aber genauso begeistert wie ich! 🤩 Auch wenn sie natürlich noch getadelt wurde, weil sie den Löwen so spät erst erkannte … da müssen wir im Etosha wirklich dran arbeiten … 😉

Und so hatten wir unsere erste Löwensichtung in diesem Urlaub tatsächlich Stunden bevor wir überhaupt in den Flieger gestiegen sind.

Viel zu früh waren wir dann am Flughafen, wo Gabi beim Ausladen des Wagens behauptete, dass ich beim Versuch meine Reisetasche aus ihrem Wagen zu wuchten zu Gefahr für Auto, Leib und Leben werden würde (gar nicht waaaahr… 😗 ) … und mir wurde kurzerhand die Kompetenz entzog die Tasche irgendwohin zu wuchten, bevor ich nicht mindestens 10 Zentimeter gewachsen oder aber die Tasche 10 Zentimeter geschrumpft sei. (...menno... 😕 ). Die Stunden bis zum Einchecken und danach bis zum Abflug verbrachten wir dann mit Lesen, Frauengesprächen und allgemeiner Vorfreude und um viertel nach acht Uhr abends hob unsere Maschine pünktlich gen Namibia ab!

Urlaub wir kommen! 🙂 - und es stellt sich die Frage:
Wir sind auf den Urlaub vorbereitet, aber ist der Urlaub auch auf uns vorbereitet? 😈

Teil 324. Juni 2012

Hallo zusammen,

uih, wir werden ja immer mehr 🙂 . Schön, dass ihr alle mit dabei seid!

Heute geht die Fahrt dann auch endlich richtig los. 🙂

Alles bitte auf die Plätze, wir starten!

10. Mai 2012
Windhoek - Frans Indongo Lodge (Otjiwarongo)
oder auch: "Es hintert"
😎

Ich mag Reisen! Nicht nur, wenn ich mittendrin bin (da sowieso 😉 ) – nein, auch schon im Vorfeld plane ich alles recht akribisch, wälze alles Mögliche an Informationsmaterial und habe dabei tierisch viel Spaß! Auch hierzu kann Gabi wieder ein Lied singen 😗 !

Interessanterweise hat mir unser erster Urlaubstag tatsächlich bei der Planung am meisten Kopfzerbrechen gemacht. Wir wollten nämlich nach unserer Ankunft am Flughafen in Windhoek gleich das Auto übernehmen und noch zur Frans Indongo Lodge fahren.

Dies hatte folgende Gründe:

- wir hatten nur 16 Tage Zeit für unsere Reise und mussten diese so geschickt verplanen, dass wir all das sehen konnten, was wir uns vorstellten, aber gleichzeitig uns nicht wie auf der Flucht fühlten und an manchen Punkten ein bisschen Verweilen konnten,

- wir sind beide keine wirklichen Fans von Städten,

und so fiel die erste Übernachtung in Windhoek unserer Planung zum Opfer.

Voraussetzung war allerdings, dass an diesem ersten Fahrtag nach dem Nachtflug nur Teer gefahren wird. Verspätung des Flugs, Probleme bei der Wagenübernahme und eine ausgiebige Super-Spar-Shoppingaktion in Otjiwarongo mit eingeplant, trauten wir es uns zu an diesem ersten Tag noch bis zur Frans Indongo Lodge ca. 40 Kilometer außerhalb von Otjiwarongo zu fahren.

Meine größte Befürchtung war ehrlich gesagt, dass der ganze Flug ausfällt 😣 – denn dann wären wir mit unserer Planung für den ersten Tag baden gegangen. Meine zweite große Befürchtung war, dass neben mir im Flugzeug jemand sitzen könnte, der die ganze Zeit über quasselt oder laut Musik hört 😵 . Denn ich gehöre zu den glücklichen Menschen, die, wenn ungestört, bei einem Nachtflug tatsächlich und ohne große Probleme mehrere Stunden schlafen können (irgendwo müssen die 1,59 Meter Körper ja auch von Vorteil sein… 😄 ).

Beides klappte aber hervorragend 🙂 und so landeten wir am Morgen des 10. Mais tatsächlich überpünktlich in Windhoek am Flughafen. Dann allerdings stellten wir uns reichlich dämlich an und schafften es irgendwie uns

a) nicht nur an der längsten Einreiseschlange, sondern

b) auch an der langsamsten anzustellen. 😎

Egal – wir waren im Urlaub und durch die überpünktliche Ankunft hatten wir nun ja auch genügend Zeit. Die Zeit des Schlangestehens verwendeten wir zum Gespräch mit zwei netten Rentnerehepaaren, die eine 2-wöchige Rundreise bei einem großen Reiseveranstalter gebucht hatten und uns begeistert davon erzählten, dass sie nun mit 35 anderen Leuten erst eine Woche in Namibia unterwegs seien und dann eine Woche in Südafrika 🤩 . Puh, … das löste bei uns nur durchs Zuhören schon einen kleinen Stressanfall aus 🙄 . Die vier schauten uns dann auch etwas ungläubig an, als wir leise einwarfen, dass uns ein derartiges Programm selbst fast zu stressig wäre …hhhmmmm … ich glaube, dass wirklich viele die Dimensionen dieses Landes völlig unterschätzen…! Jedenfalls waren wir nach diesem Gespräch recht froh allein unterwegs zu sein und für die Tour, die vor uns lag 14 Tage Zeit zu haben und nicht nur 6! 🙂

Während wir auf das Schrumpfen der Menschenschlange vor uns Warteten, schauten wir zudem neugierig dem Treiben am Waffendeklarationsschalter zu. Sehr zu empfehlen, kann ich nur sagen 🙂 ! Nicht nur, weil es fürchterlich interessant ist, was da an Waffen über den Schalter geht, sondern auch wer die da an- und abschleppt. Vielleicht sollte irgendwer mal ein Buch über die Typologisierung des Jägers schreiben – wir hatten nach 10 Minuten Begutachtung schon mehrere Typen ausfindig gemacht: den Anzug-Jäger, den Hippie-Jäger (mit FlipFlops) und nicht zu vergessen den darin aufgehenden „Ich reise bereits im Jagdmontur“-Jäger. 😄

Letzten Endes hatten wir dann aber auch unseren Stempel im Reisepass, fischten unser Gepäck vom Gepäckband, wackelten damit zum Geldwechselschalter und dann standen wir auch schon vor dem Europcar-Schalter und wurden sofort bedient! Hey, mit einem solch problemlosen Durchkommen hatten wir nun wirklich nicht gerechnet. 🙂

Auf dem Parkplatz von Europcar stand sie dann auch schon: Unsere Peggy! (zu diesem Zeitpunkt aber noch namenslos). Unser fahrbarer Untersatz für die nächsten zwei Wochen stellte mich aber sogleich vor eine kaum zu lösende Aufgabe: Wie bitte soll ein 1,59-Meter-Mensch seine 80cm hohe Tasche in dieses Auto kriegen, wenn die Laderampe gefühlte 1,80m hoch ist? 🙄 Tatsächlich sind’s wahrscheinlich nur 1,10m oder so … aber mein etwas pikierter Blick 😵 , der zwischen Laderaum und Reisetasche hin und her schweifte sorgte bei Gabi für den ersten Lachanfall des Urlaubs 😄 . Gabi ernannte sich so zwangsläufig zum Gepäckkaptain des Urlaubs und war fortan dafür zuständig das Gepäck ins Auto zu befördern und wieder heraus (ich hab’s einmal versucht, aber es war weder elegant noch zweckmäßig 😗 und wurde dann unter schallendem Gelächter des Gepäckraums verwiesen)…

Der Europcar-Mensch fand uns zu diesem Zeitpunkt schon reichlich seltsam, glaube ich! 😉 Nach einer Einweisung zum Reifenwechseln, in den Allrad und zu sonstigen Autofunktionen tuckerten wir um kurz nach sieben Uhr morgens vom Flughafenparkplatz und standen sogleich vor der ersten Herausforderung: Ein Kreisverkehr! 🤩

Ich muss ja sagen: Linksverkehr mit anderen Autos zur Orientierung finde ich recht simpel. Linksverkehr ohne andere Autos zur Orientierung lässt zuweilen mein Hirn rauchen – so auch hier. Also erst einmal den Scheibenwischer eingeschalten 😗 – was liegt auch näher? (ich weiß, selbst in Deutschland blinkt man nicht, wenn man in einen Kreisverkehr einfährt, aber wenn frau nicht weiß was sie tun soll, dann blinkt sie halt… 😉 ). Unter leichtem hysterischen Gekreische von Fahrerin und Beifahrerin manövrierte uns Peggy aber problemlos in den Kreisverkehr hinein und wieder heraus. Noch einmal Abbiegen und Scheibenwischen später waren wir auf dem Weg nach Windhoek… Yeah! 🙂

So ein Toyota Hilux ist im Übrigen ein echt schönes Auto und fährt sich echt klasse! Ich würde Namibia nie wieder ohne einen bereisen wollen.

Vor Windhek bzw. unsere Durchfahrt durch Windhoek hatten wir ziemlichen Respekt. Aber auch die war problemloser als angenommen. Dank Gabis guter Navigation waren wir um kurz vor acht Uhr auf der B1 Richtung Otjiwarong unterwegs … irgendwie doof … kaum hatte ich das mit dem Blinken und Scheibenwischer etwas im Griff, geht’s nur noch gerade aus… 😉

Einige kleine Pausen später waren wir zur Mittagszeit in Otjiwarongo angekommen. Hier enterten wir den Super Spar und kauften Proviant für die nächsten Tage ein. Auf das Einkaufen will ich nicht näher eingehen … nur soviel: Wenn ich müde bin, bin ich absolut entscheidungsunfähig und tendiere ohne festgelegtes Ziel orientierungslos umherzuwandern 😐 . Ist in einem Supermarkt eher schlecht… 😗 . So viel uns dann später im Auto auch auf, dass wir zwar jede Menge Sachen zum Essen gekauft hatten, aber dummerweise die Pappteller vergessen hatten *uups*…

Bevor wir aber weiterfuhren genehmigten wir uns bei Wimpys noch eine große Cola und ein Mittagessen. Danach ging es uns beiden wieder viel besser – ich war auch wieder wach und die letzten 40 Kilometer konnten in Angriff genommen werden. 🙂

Auf den letzten paar Kilometern Farmpad zur Frans Indong Lodge kam dann auch endlich richtiges Afrika-Urlaubs-Feeling auf: Neben der Straße sahen wir unzählige Warzenschweine mit Nachwuchs, Perlhühner und eine Horde Zebramangusten wuselte direkt vor uns über die Straße. Schöööööön! 🙂

Um 14 Uhr waren wir an der Lodge angekommen und wurden supernett mit einem Glas frischen, kalten Minzetee begrüßt! Die Zimmer der Frans Indongo Lodge sind wirklich sehr schön, überhaupt ist die ganze Anlage mit viel Liebe zum Detail angelegt. Hat uns sehr, sehr gut gefallen.

Unser Zimmer:

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Über einen Steg gelangt man dann zu einer Aussichtsplattform mit Sicht auf ein Wasserloch hinter dem sich einige Antilopen tummelten. Was uns etwas wunderte: Man hält hier eher untypische Antilopenarten bzw. Antilopenarten, die ich hier eher nicht verortet hätte: Blesböcke, schwarze Springböcke, Roan- und Säbleantilopen und Wasserböcke. Schön anzusehen waren sie aber allemal.

Nachdem wir uns etwas auf der Aussichtsterrasse und im Zimmer entspannt hatten, buchten wir (um nicht aus Versehen vor dem Abendessen einzuschlafen 😉 ) die Farmrundfahrt am Abend.

Das Wild hier hatte tatsächlich eine Recht hohe Fluchtdistanz, nichtsdestotrotz sahen wir doch recht viele Tiere – wenn auch viele nur von hinten. 😎

Neben vielen Oryx- und Kuduhintern sahen wir

Steinböckchen…

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…. ein paar Kapgeier im Abendlicht … (ich hoffe meine Vogelidentifikation ist richtig… 😉 )

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…. Weißschwanzgnus, auch eine Tierart, die ich hier nicht verortet hätte, die aber eine ganz tolle Nasenfrisur hat 😄 …

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…tatsächlich auch mal einen Kuduhintern mit Gesicht 😄 …

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… und diese hübsche Gabelracke:

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Mit Versinken der Sonne hinter dem Horizont wurde es recht schnell frisch. Ziemlich frisch sogar. Wir hatten zwar alle dicke Jacken dabei, trotzdem war es auch dem Wagen recht frostelig. Glücklicherweise machte sich unser Guide mit Sonnenuntergang aber auch auf dem Rückweg zur Lodge … bis … ja, bis wir den Nashornhintern sahen 🤩 .

Irgendwie ein krönender Abschluss des Tages, dass nach unzähligen Oryx- und Kuduhintern auch noch ein Nashornhintern vor uns davonläuft 😣 – dummerweise weckte besagter Hintern jedoch den Ehrgeiz des Guides, der uns nun noch ein ganzes Nashorn zeigen wollte. Und so spähten wir schlotternd ins Gestrüpp. Mit viel Fantasie konnte man dort auch drei Nashörner ausfindig machen – allerdings hatten die keinerlei Interesse daran uns noch einmal ihren Hintern zu zeigen, geschweige denn sich ganz zu zeigen. Und so froren wir und spähten in die einsetzende Dämmerung, bis unser Guide irgendwann auch die Segel strich …. Wärme wir kommen! 🙂

Das Essen war sehr lecker (es gab ein dickes, saftiges Gnu-Steak 🙂 ) – allerdings waren wir nach diesem langen Tag zum Umfallen müde, sodass wir zielgerichtet nach dem Essen ins Bett fielen.

Alles in allem ein sehr schönes ereignisreicher erster Tag in Namibia! 🙂

Ziel für den morgigen ersten Tag im Etosha: Oryx auch mal von vorne sehen! 😎 Und achja, Gabi wünscht sich Elefanten! 🙂 (und wir werden lernen, was sich Gabi wünscht, geht tatsächlich auch meist in Erfüllung 🙂 )

LG
Steffi

Teil 425. Juni 2012

Guten Abend liebe Mitreisende, 🙂

@ina: Schön, dass du zu uns gefunden hast 🙂 . Den Linksverkehr in Namibia finde ich recht harmlos, da meistens eh kaum Verkehr ist und man sich eher wie ein freischaffender Künstler im Auto vorkommt - immer auf der Suche nach der Seite der Pad, die am Besten zu befahren ist 😉 . Und was Pannen angeht ... dazu werden wir im Laufe ds Reiseberichts noch ausführlich kommen 😎 !

@otji: Jetzt nimm doch nicht alles vorweg *psssst* 😉 !

Nun aber geht's weiter ... alle ab in die Peggy, wir fahren in den Etosha! 🙂

11. Mai 2012
Frans Indongo Lodge – Etosha Nationalpark (Namutoni)
oder auch: „Willkommen zu Gabis rüsselndem Wunschkonzert!“
Teil 1: „Töröööö!“


Der 11. Mai war ein sehr besonderer Tag in unserem Urlaub! Denn es war der einzige, ja wirklich der einzige Tag, an dem wir mit voller Absicht den Sonnenaufgang verschliefen! Das sollte so in den kommenden Tagen nicht mehr vorkommen (absichtlich wie unabsichtlich 😉 ), an diesem ersten vollen Urlaubstag in Namibia genehmigten wir uns aber bis kurz nach sieben Uhr zu schlafen (gell, wir sind schon Langschläfer! 😗 ).

Unser Morgenprozedere sah an diesem Tag jedoch genauso aus wie an den nachfolgenden. Ich beschreibe es einmal exemplarisch 😉 : Ich sprang höchstmotiviert noch vor Klingeln des Weckers aus dem Bett, ließ Gabi erst einmal links liegen und wuselte ins Bad. 15 Minuten später wuselte ich zurück ins Zimmer und fand dort entweder

a) eine grimmig grunzende Gabi, die vor sich hin grummelnd durchs Zimmer schlürfte
oder
b) eine grimmig grunzende Gabi, die vor sich hin grummelnd noch im Bett lag

Variante a) war recht harmlos 😉 , Variante b) aber war so eine Art Selbstmordkommando, denn auf motivierte „Guten Morgen! Es ist Aufstehzeit!“-Grüße meinerseits erntete ich meist einen totesverachtenden Blick 😠 , gefolgt von einer Grummeltirade, wie man den mitten in der Nacht schon so gut drauf sein könne 😠 , während Grummelgabi sich langsam des Bettes erhob und ins Bad schlürfte. 😛

An diesem schönen Morgen durfte uns, wie gesagt, die Sonne aber erst ein wenig später anlachen. Nachdem auch Gabi so langsam aber sicher wach war, saßen wir kurz vor acht Uhr beim Frühstück, sattelten dann unsere Peggy und machten uns auf Richtung Etosha.

Unterwegs übte sich diesmal auch Gabi fleißig im Scheibenwischen 😄 und wir stellten fest, dass die Polizei in Namibia ziemlich perfide Überwachungsmethoden zur Einhaltung von Stoppschildern einsetzt.

Ich darf vorstellen: Der neue Hilfssheriff 🤩

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(das tolle Etosha-Tierbestimmungsheft sagt im Übrigen, dass das ein Weißbürzel Singhabicht ist 🙂 )

Die Fahrt zum Etosha verbrachten wir gut gelaunt damit laut und extrem falsch Beatles-Lieder mitzusingen 😎 . Achja, und Gabi verbrachte einen Teil der Zeit auch noch mit Wünschen.

Nachdem Gabi bei ihrem Besuch 2011 im Krüger NP gefühlte 20 Leoparde in 2 Tagen gesehen hatte (tatsächlich waren es wohl „nur“ 5 oder 6 🤩 😣 🤩 ), aber nur einen Löwen von hinten, war einer von Gabis Wünschen:
- ein Löwe von vorne 😄
Dazu wünschte sie sich für den heutigen Tag ein paar Elefanten (sozusagen als Garnierung 😉 ).
Ich hatte da ja wesentlich bescheidenere Wünsche für unsere Namibia-Reise 😗 :
- einen fotogenen Leoparden
- ein fotogenes Eland
- überhaupt einmal einen Klippspringer sehen;
Ich nehm’s gleich einmal vorweg: Ich hab nichts davon bekommen! 😵 Scheinbar war die Tiersichtungsglücksfee zu sehr mit Gabis Wünschen beschäftigt, um sich auch noch um meine Wünsche kümmern zu können. 😉

Gegen Mittag waren wir dann auch endlich im Etosha angekommen. Da unser Zimmer noch nicht frei war, beschlossen wir eine erste Runde um die Fisher’s Pan zu drehen. Gabi übernahm damit das Kommando als erste Peggy-Lenkerin, während ich meine zu vorderste Zuständigkeit als Dokumentatörin mit der Kamera in der Hand nachging und für die nächsten paar Tage nur noch nebenberuflich an Peggys Lenkrad durfte. 😉

An der Fisher’s Pan konnten wir dann gleich einmal mit der ersten Lehrstunde von „Gabi lernt Antilope“ loslegen, denn neben einigen Zebras, konnten wir auch Springböcke, Oryx-Antilopen und vereinzelte Impalas sehen. Da man ja immer konstruktiv Kritik äußern soll, fangen wir mal mit dem Positiven an: 🙂

Gabi erkannte das Impala richtig! 🤩 Und: Gabi erkannte auch, dass die anderen keine Impalas sind. 🤩

Allerdings sah sie nach 10 Minuten an der Fisher’s Pan plötzlich überall Steinböcke! 😵 Hhhmm ja 🙄 … 20 weitere Steinböcke weiter, einigten wir uns darauf die lieben Springböcke zukünftig nur noch Bockis zu nennen 😄 – das war ein Kompromiss, der uns beiden entgegenkam!

In diesem Sinne: Ein Bocki...

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Für den Oryx war uns bisher noch keine Lösung eingefallen – zu diesem Zeitpunkt lief er noch unter „großes hübsches Tier mit Hörnern“. 😎

Und dann waren da noch die Giraffen. Uns ist immer noch ein gewisses Rätsel, woran es lag, aber an diesem 11. Mai wimmelte es um Namutoni herum nur so vor Giraffen.

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Interessant ist, dass auch die Giraffen scheinbar das Problem haben, dass das was besonders lecker ist, immer genau da hängt, wo Giraffe schwer hinkommt… 😄

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Einige Marabus, Zebras, Gabelracken (die schienen sich mit den Giraffen verabredet zu haben und saßen an diesem Tag auf jedem zweiten Strauch! 😉 ) waren wir mit unserer Runde um die Fisher’s Pan fertig. Da unser Zimmer erst nach zwei Uhr fertig sein sollte, wir aber immer noch zu früh dran waren, beschlossen wir zum Wasserloch Tsumcor zu fahren – dort soll es ja häufig Elefanten zu sehen geben und Gabi hatte sich ja Elefanten gewünscht…

Gemütlich tuckerten wir also dorthin, als wir einige hundert Meter hinter der nördlichen Einfahrt zum Wasserloch Klein Okevi zwei Autos am Rand stehen sahen. Wir stellten uns flugs daneben und spähten angestrengt in die Büsche – und tatsächlich: Gaaaanz weit hinten erkannte man mit viel Fantasie einen der großen Dickhäuter. 🤩 Und – nochmaliges angestrengtes Spähen später –sogar einen kleinen Baby-Elefanten! 🤩 Während die beiden Wägen vor uns in Richtung Tsumcor weiterfuhren, grübelten wir, was wir nun tun sollten. Die beiden Elefanten-Schemen in den Büschen gingen definitiv in die Gegenrichtung, also Richtung Groot bzw. Klein Okevi. Allerdings waren sie natürlich tief im Buschwerk versteckt, und ob sie sich in absehbarer Zeit in Richtung Straße kommen würden – großes Fragezeichen! Wir beschlossen jedoch dass ein echter Elefant im Busch besser ist als „vielleicht“-Elefant am Tsumcor-Wasserloch, und dass besagter Elefant im Busch ganz sicher auf dem Weg zu einem erfrischenden Bad an einem der Okevi Wasserlöcher sei. 😄 Was sollte so ein Elefant an diesem schönen Nachmittag auch sonst im Sinn haben? 😎

Wir drehten also um und beschlossen die kleine Runde zum Wasserloch Klein Okevi zu fahren. Am Wasserloch angekommen, gegrüßten uns einige Giraffen und eine kleine Herde weiblicher Kudus (oder in Gabis Worten: große hübsche Antilope ohne Hörner), aber keine Elefanten.

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Also wieder zurück an die Stelle, wo wir den Elefant mit Baby im Busch gesehen hatten – aber: Kein Elefant mehr! Das konnte nun aber wirklich nicht sein! 😣 Also noch einmal kehrtgemacht (ich glaube wenn man unsere Route an diesem Nachmittag mit einem bunten Stift auf der Etosha-Karte aufmalt, sähe das bestimmt lustig aus 😉 ) und ganz, ganz langsam zur Einfahrt Groot Okevi zurückgefahren – irgendwo musste der doofe Elefant ja sein!

Als wir langsam in die Einfahrt Groot Okevi einrollten, überrollten wir vor lauter Spähen ins Gebüsch fast einen einsamen Springbock, der schmatzend mitten auf der Straße stand. 🤩 Oops! Das Kerlchen nahm es uns aber nicht übel, sondern schmatzte fröhlich neben unserem Auto weiter. Und siehe da: Der Elefant war wieder aufgetaucht und hatte sich tatsächlich genähert. Hurra –das machte doch Mut. 😄 Wir beschlossen an Ort und Stelle unser Lager aufzuschlagen und abzuwarten. Wobei, doch nicht ganz an Ort und Stelle – denn wie wir feststellten, parkten wir gerade auf einem recht breiten Elefantenpfad 🤨 – dort wollten wir dann doch nicht stehen, sollte der Elefant entscheiden, in unsere Richtung zu kommen.

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Und so standen wir da und warteten. Und warteten. Die Elefantendame stand derweil hinter ihrem Busch und tat augenscheinlich gar nichts. Irgendwann jedoch sahen wir hinter ihr im Gebüsch weitere Elefanten schemenhaft umherstreifen. Woah – das waren sogar gleich viele Elefanten. 🤩 Und Gabi war sich sicher: Die wollen Baden! 😎

Während sich Gabi also in Sachen Fernhypnose an den Elefanten versuchte, schauten wir gebannt die Elefantenkuh in der Ferne an und die Elefantenkuh in der Ferne sah gelangweilt uns an, oder vielleicht auch den Strauch vor sich 😉 … das war so genau nicht zu erkennen. Dann plötzlich setzte sie sich in Bewegung – und zwar in unsere Richtung. Und mit ihr der ganze Busch hinter ihr … nicht ein, nicht zwei, nicht drei Elefanten schoben sich aus dem Dickicht auf die freie Ebene vor uns, sondern eine ganze Herde mit mindestens 30 Tieren und die liefen alle genau auf uns zu! 🤩

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Während wir und unser einsamer Springbock gebannt dem Schauspiel vor unseren Augen folgten, näherte sich die Elefantentruppe uns immer mehr.

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...

Teil 525. Juni 2012

...

Sicherheitshalber legten wir schon einmal den Rückwärtsgang ein – aber die Elefanten störten sich kein bisschen an uns und überquerten tatsächlich direkt vor unserem Auto die Straße. 🙂

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Nicht nur dass: Scheinbar war das Gras an dieser Stelle sehr saftig und die generelle Lage so schön, denn ein Teil der Herde verweilte ein bisschen bei uns, mampfte Gras und säugte die Jungtiere. 🙂

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(für alle die sich wundern - yap, das schwarze Teil da auf der rechten Seite ist unser Außenspiegel 😉 )

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Das Ganze sah im Auto dann so aus:

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Und vor uns auf der Straße so:

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Dann schob sich die Elefantenpopokarawane irgendwann weiter ins Gestrüpp auf der anderen Seite!

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Wow! So viele Elefanten mit Babys und das gleich am ersten Tag! 🤩

Allerdings: Wollten die Elefanten nicht eigentlich baden? 🤨 Und hatte sich Gabi nicht auch noch einen Löwen gewünscht? 😗

Die Antwort auf diese Fragen gibt es in Teil zwei des Berichts dieses Tages 😉 !

LG
Steffi

Teil 626. Juni 2012

Guten Abend,

alle an Bord? Dann kann es ja weiter gehen 🙂 !

@uschisiggi: Willkommen auf der Peggy! Schön, dass du auch mit vn der Partie bist! 🙂

11. Mai 2012
Frans Indongo Lodge – Etosha Nationalpark (Namutoni)
oder auch: „Willkommen zu Gabis rüsselndem Wunschkonzert!“
Teil 2: „Plansch!“


Als auch der letzte Elefantenpopo im Gestrüpp verschwunden war, grinsten wir uns ersteinmal wie zwei kleine Honigkuchenpferde an. Das war schööööön gewesen! 😄 Und wir hatten uns die Elefanten ja auch nur mit unserem einsamen Springböck teilen müssen… 🙂

Aber was nun? Noch ans Tsumcor Wasserloch fahren? Oder nach Namutoni zurück und einchecken? Wir entschieden uns für Variante drei 😉 : Wir fuhren einfach kurz auf die Hauptstraße zurück, fuhren dann bis zur Abzweigung Groot Okevi, bogen dort ab und beschlossen am Wasserloch unsere verspätete Mittagspause zu verbringen. Ob dort oder in Namutoni war ja egal und vielleicht, vielleicht wollten die Elefanten ja wirklich noch Baden. Die Wahrscheinlichkeit hielten wir zwar für recht gering, aber wir hatten mittlerweile richtig Hunger – daher gab’s jetzt erst einmal Thunfisch-Keks-Picknick im Auto 😁 . Am Groot Okevi Wasserloch war derweil gar nichts los. So richtig gar nichts! Nur Vogelgezwitscher begleitete uns während unseres Picknicks – von Elefanten und sonstigem Getier weit und breit nichts zu sehen … oder anders formuliert: Von Elefanten und sonstigem Getier konnten wir weit und breit nichts sehen… 😗

So saßen wir in unserer Peggy, mampften vor uns hin und ließen unsere tolle Elefantenbegegnung von eben noch einmal Revue passieren. Als wir fertig mit Essen und Quasseln waren, meinte Gabi halb Spaß, halb Ernst, dass wir doch auch mal hinter dem Auto Ausschau halten sollten, nicht dass sich zum Schluss die Elefanten an uns anpirschen… Also beide Köpfe zum Fenster rausgestreckt und nach hinten geguckt 😎 .... – und wie bestellt marschierte in diesem Moment eine Elefantenkuh 30 Meter hinter uns aus dem Busch 🤩 !

Das Bild wie wir verdutzt die Elefantenkuh und die Elefantenkuh verdutzt uns ansah, war wahrscheinlich zum Brüllen komisch 🙄 . Nach wenigen Sekunden war die Überraschung auf beiden Seiten aber verarbeitet: Während wir innerlich vor Begeisterung überquellten, ließ uns die Elefantenkuh im wahrsten Sinne des Wortes links liegen und trabte beschwingt zum Wasserloch und hinter ihr folgte – tatatata: die ganze Herde. 🤩

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Und dann folgten 30 Minuten exklusives Elefantenbaden live am Groot Okevi Wasserloch 🙂 , denn obwohl wir keine 300 Meter von der Hauptstraße entfernt waren, gesellte sich abermals niemand anderes zu uns. Wir hatten unsere Elefanten ganz für uns alleine!

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Ehrlich gesagt, ich kann euch nicht sagen, wieviele Elefanten es insgesamt waren – nur, dass es immer mehr wurden und die Tiere irgendwann links und rechts und hinter uns aus dem Busch brachen und allesamt vergnügt an uns vorbei zum Wasserloch schlenderten. Was für ein Erlebnis! 🤩

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Nachdem der erste Durst gestillt war, erlaubten die Mütter ihren kleinen Kälbern auch ein bisschen abseits von Mami umherzutollen. So ein kleiner Elefant ist ja sowas von niedlich!

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Noch ein paar Impressionen gefällig? 😉

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Gerüssel 😎

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und vom Auto aus gesehen 🙂 ...

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...

Teil 726. Juni 2012

...

Und während wir im Auto sitzend unsere Elefanten bestaunten, stellten wir fest, dass wir nicht alleine dem Spektakel beiwohnten. Wir dürften an diesem Punkt sicherlich schon gut eine dreiviertel Stunde mit dem Auto an dieser Stelle gestanden haben … aber erst in diesem Moment entdeckten wir, dass auf der anderen Seite des Wasserlochs neben einem Busch ein Löwe interessiert das Schauspiel ebenfalls verfolgte. 🤩

Zugegebenermassen: Wir hätten ihn wohl weiterhin völlig übersehen vor lauter Elefanten, wäre da nicht eine Elefantenkuh auf die Idee gekommen den Löwen wild schnaubend von dannen zu jagen. 😊

In diesem Sinne hier ein schlechtes Löwen.Dokumentationsfoto (war leider zu weit weg… 😕 )

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Das wirklich Lustige an der Angelegenheit ist aber, dass der Löwe die ganze Zeit über schon da gewesen war 😗 🤩 😵 . Denn bei Sichtung unserer Fotos und Videos stellten wir fest, dass das Kerlchen von Anfang an immer mal wieder hinter seinem Busch vorguckte, ja sogar mehrmals zwischen Busch A und B hin- und herlief 😗 ! Oops! Da hatten wir wohl etwas übersehen! 🙄 😊

Und nun kennt ihr die Geschichte, wie Gabi und Steffi ihren ersten Löwen im Etosha zwar ausführlich dokumentierten, ihn aber trotzdem fast übersehen hätten! Muss man auch erst einmal hinbekommen. 😎

Hier noch ein lustiges Löwensuchspiel:

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Leider verabschiedeten sich die Elefanten irgendwann und verschwanden wieder im Gestrüpp. Aber, hach, war das schön gewesen. 🙂

Beschwingt führen wir zurück nach Namutoni, checkten ein und beschlossen das verbleibende Tageslicht mit zum Chudop und Klein Namutoni Wasserloch zu verbringen.

Am Chudop Wasserloch stillten gerade ein paar Giraffen ihren Durst. Einige Gnus und Imapalas waren auch zu sehen.

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Westlich vom Chudop Wasserloch platzten wir dann gefühltermassen in eine riesige Giraffenparty 🙂 ! Soviele Giraffen auch einen Haufen, hatte noch keine von uns auf einen Haufen gesehen. Die waren links von der Straße, rechts von der Straße, auf der Straße, hinter der nächsten Kurve, vor dem Auto, hinter dem Auto. 🙄

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Und als Garnierung: Auf jeden zweiten Strauch eine Gabelracke. 😄

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Nach 20 Minuten vollem „Giraffe mit Gabelracke“-Programm beschlossen wir kehrt zu machen und zum Klein Namutoni Wasserloch zu fahren. Giraffen sind zwar echt tolle Tiere, aber irgendwann reicht’s dann auch! 😉

Nunja, eine Horde Zebramangusten später ...

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... was begrüßte uns am Klein Namutoni Wasserloch? Ihr dürft dreimal raten! – Ja, genau: GIRAFFEN! 😎

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Okay, hier aber wenigstens in Begleitung von einer kleinen Herde Gnus und einigen Impalas. Wir beschlossen hier ein bisschen zu verweilen.

Eine gute Entscheidung! Denn keine fünf Minuten später marschierte ein großer Elefantenbulle heran, an den Giraffen vorbei und ab ins Wasserloch, wo er seinen Durst stillte! 😄

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...

Teil 826. Juni 2012

...

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Zur Abwechslung noch ein junger Impalabock im Abendlicht...

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Nachdem der Elefant wieder von dannen gezogen war, entschlossen wir uns noch dazu, den Dikdik-Drive abzufahren. Wir hatten zwar keine große Erwartungen daran, dort wirklich Dikdiks zu sehen, aber auch sonst nichts Besseres zu tun.

Und was soll ich sagen: Direkt vor der Abzweigung zum Dikdik-Drive standen zwei Dikdiks 🤩 . Was für ein Service 😄 ! Auf dem Dikdik-Drive dafür allerdings gähnende Leere 🙄 – bis auf zwei Gelbschnabeltokos, sehen wir nur vier Hörnchen über die Straße wuseln und naja – was sonst? – eine Giraffe 😉 ! Als wir allerdings aus dem Dikdik-Drive wieder hinaus fahren, stehen da wieder zwei Dikdiks direkt neben der Straße! Sehr freundlich! 😄

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Wir genehmigten uns schnell einen nochmaligen Abstecher zum Klein Namutino Wasserloch, wo es mittlerweile, schöne Giraffenspiegelungen im Wasser zu sehen gab...

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... und tuckerten dann glücklich und zufrieden ins Camp, wo wir unser Zimmer bezogen und dann im Restaurant über unser leckeres Eland-Steak herfielen. 🙂

Beim Essen trafen wir dann zwei Camper auf Männerurlaub, die uns eindrücklich zeigten, dass man auch noch chaotischer als wir beide untewegs sein konnte 😎 . U.a. war einer der beiden an diesem Tag von einer Zebramanguste vor dem Informationszentrum im Namutonicamp in den Arm gebissen worden! 🙄 😵 🤩

Die Zimmer in Namutoni sind eigentlich recht hübsch, allerdings schwer zu lüften. Kein Problem – man hat ja eigentlich eine Klimanalage. Dummerweise sorgte unsere Klimanalage aber dafür, dass es in unserem Zimmer die Sicherung rausknallte. Hmpf! 😵 So passiert um 20:30 Uhr an diesem Abend, woraufhin uns – die nun im Dunkeln saßen – nichts anderes übrig blieb, als im stickigen Zimmer Schlafen zu gehen. 😕

Vor dem Einschlafen aber schnell noch Gabis Wünsche an die Tiersichtungsfee losgeschickt! 😉 Was sich Gabi für den nächsten Tag wünscht?

- einen männlichen Löwen näher als heute

- ein Nashorn

- und mehr Elefanten

Und wir wissen ja – was sich Gabi wünscht, das bekommt sie auch! 🙂

LG
Steffi

Teil 929. Juni 2012

Hallo zusammen,

es geht weiter und in Rücksichtsnahme auf Bele im heutigen Teil ohne Elefanten (ansonsten muss ich dich leider enttäuschen, Bele, wir sind noch drei ganze Tage im Etosha 😗 ).

12. Mai 2012
Etoscha Nationalpark: Von Namutoni nach Halali
oder auch: Gabi und Steffi pirschen sich durch den Busch!
Teil 1: Wo nichts ist, da ist nichts!


Zugegeben: Die Nacht war reichlich schwitzig und eher unruhig, dank ausgefallener Klimaanlage. Oder genauer gesagt: Dank Klimaanlage, die tags zuvor die Sicherung herausspringen hat lassen, sodass wir uns frühmorgens mit Taschenlampe durchs Zimmer leuchten durften und dabei versuchten keinem Stolperunfall zum Opfer zu fallen 😵 .

Nachdem wir dies erfolgreich geschafft hatten, frühstückten wir und schauten schnell noch am Wasserloch im Camp vorbei. Dort allerdings: Nichts los!

Also ab in die Peggy und schnell ausgecheckt, damit wir zur Toröffnung pünktlich in den Park kamen. Das blutrünstige Zebramangustenmonster und seine Freunde, vor denen uns am Vorabend in schillernden Farben erzählt worden war, konnten wir allerdings nirgends sehen (auch blutrünstige afrikanische Wildbestien brauchen scheinbar ihren Schönheitsschlaf 😄 ).

Um kurz vor halb sieben rollte Peggy aus dem Camp hinaus und in den Park hinein. Unser erstes Ziel: das Klein Namutoni Wasserloch. Dort angekommen begrüßte uns gähnende Leere. Naja, gähnende Leere war es nicht, denn das Autofahrer-Nervkommando in Gestalt von mindestens 50 Perlhühnern war schon vor uns eingetroffen. 😵

Auch wenn Gabi jetzt vehement widersprechen wird - sie liebt diese Viehcher – bei mir lösen diese Hühner immer einen kleinen bis mittelschweren Anfall aus, wenn sie meinen, dass sie gefühlte Jahrhunderte aufgeregt schnatternd und wild mit den Flügeln flatternd direkt vor dem Auto kreuz und quer herlaufen müssen, obwohl sie jederzeit problemlos zur Seite ausweichen könnten 😣 . Haben diese Hühner im Unterbewusststein eine fatale Sehnsucht danach überfahren zu werden 🙄 ? Seit unserer ersten Begegnung mit diesen nervigen Tierchen nennen der Göttergatte und ich die Perlhühner deswegen nur noch „Selbstmordhuhn“ … 😎

Jedenfalls: Am Klein Namutoni war nichts los außer einer Gruppe gackernder Selbstmordhühner 😉 . Auch egal: Schauten wir uns den Sonnenaufgang einfach ohne Tiere an – auch nicht schlimm. Es gibt allerdings tatsächlich doch noch Vögel die mitdenken – nein, nicht die Selbstmordhühner – bei denen ist Hopfen und Malz verloren 😉 – nein, … freundlicherweise landete, gerade als die Sonne aufging ein Geier auf einem Baum und stellte seine Silouette vor der aufgehenden Sonne für ein Foto zur Verfügung. 🙂

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Als wir gerade fahren wollte, kreuzte dann noch dieser nette Geselle hier mit zwei Freunden auf 🙂 :

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Verweilen wollten die drei Hyänen allerdings nicht: Nachdem der erste Durst am Wasserloch gestillt war, trollten sie sich wieder in den Wald. Wir trollten uns mit ihnen – allerdings zum Chudop Wasserloch. Auf den Weg dorthin trafen wir eine Herde Gnus, die ihrer morgendlichen Gnu-Beschäftigung nachgingen, also dumm schauen, fressen und „gnuöh“en 😉 .

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Am Chudop Wasserloch angekommen warteten zwei Zebras auf uns. Durch die gerade aufgegangene Sonne ergaben sich wunderschöne Spiegelungen im Wasser…

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Und dieser kleine Geselle übte sich in Selbstmordhuhn-Hypnose (ich glaube das Ziel war, die Hühner vom Selbstmordmodus „Lauf dem Touri vors Auto!“ in den Selbstmordmodus „Flieg dem Schakal ins Maul!“ umzuprogrammieren 😄 ).

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Interessanterweise waren an diesem Morgen die Giraffen, die wir gestern auf dieser Strecke so zahlreich gesehen haben, wie vom Erdboden verschluckt 🤨 . Wo am Tag zuvor noch ungefähr hundert Tiere insgesamt gewesen war an diesem Morgen keine einzige zu sehen. Erst als wir auf der Hauptstraße langsam in Richtung Halali fuhren, begegeneten wir drei Übriggebliebenen, von denen wir aber auch nur den Hintern zu sehen bekamen 🙂 .

Dafür durften wir aber eine Herde Springböcken mit Oryxe ganz nahe betrachten. Insofern schnell ein Gabi lernt Antilope-Test 🙂 : Wie heißen denn die netten Tiere? Wie aus der Pistole geschossen kam von Gabi: Steinbock! 😵

Ein zweites Mal einigten wir uns darauf, Springböcke fortan nur noch als Bockis zu bezeichnen 😎 . Der Oryx wurde weiterhin als große Antilope mit langen Hörnern umschrieben. Hhhm, da hatte ich die tolle Idee Gabi eines Eselsbrücke zu bauen: die Oryx Antilope wird auch Spießbock genannt – also denken wir doch einfach an Schaschlickspieß – Spieß – Spießbock – Oryx 🙂 ! Ich nehme es mal vorweg: Die Eselsbrücke hat hervorragend geklappt – sah man davon ab, dass Gabi fortan bei jedem Oryx begeistert rief „Schaschlikantilope“ 🤩 und danach meist ein „Ich hab Hunger!“ hinterherschob! 😗

In diesem Sinne eine Schaschlikantilope … äh Oryx … 😉

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Auf der Hauptstraße zwischen Namutoni und Halali herrschte am frühen Morgen gähnende Leere. Nach unserer Begenenung mit den Springböcken und Oryxen sahen wir kein Tier mehr. 🤨 Gar keins! Nicht einmal eine Gabelracke saß auf einem Baum, kein Springbock oder Zebra wollte sich sehen lassen – nichts! 😐

An den Wasserlöchern auch gähnende Leere: Kalkheuwel war wegen Bauarbeiten gesperrt, am Wasserloch Springbokfontein war abermals kein einziges Tier zu sehen. So beschlossen wir von der Hauptstraße abzufahren und auf den Nebenstrecken Richtung Halali unser Glück zu versuchen. Aber: Das Glück wollte uns nicht finden! 🤨

Vielleicht hatten wir ja auch die Tiersichtungs-Fee verärgert, weil wir gestern nicht dankbar genug waren … hmmm … wir bedankten uns noch einmal nachträglich, gelobten Besserung und versprachen uns ab jetzt und für immer über jede Giraffe zu freuen, die unseren Weg kreuzen sollte. Zur Belohnung gab’s dann gleich zwei Kudus – ein Tier was sogar Gabi richtig erkannte.:)

Und diese lustigen Gesellen wuselten über die Straße … ich glaube, es dürften Zwergmangusten sein – weiß das jemand genau?

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Dann allerdings wieder lange, lange nichts … naja, außer freilich schnatternde Selbstmordhühner, bevorzugt panisch flatternd vor Peggy herrennend 😉 . Hier einmal unpanisch auf Ast:

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Wir beschloßen aufgrund des eher mauen Tiersichtungsglücks in diesem Gebiet früher geplant nach Halali zu fahren und ein verfrühtes Mittagspicknick einzulegen. Ausgestattet mit kühlen Getränken stattete wir dann dem Moringa-Wasserloch einen ersten Besuch ab – aber: Nichts los! 🤨

Dann brachen wir erneut auf: Irgendwo müssen die ganzen Tiere ja wohl sein! Außerdem stehen Gabis drei Wünsche – wir erinnern uns: männlicher Löwe näher als gestern, ein Nashorn und weitere Elefanten – noch unerfüllt im Raum!

Mehr dann morgen!

LG
Steffi

Teil 1030. Juni 2012

Hallo ihr,

@ Fleur de Cap: Schön zu lesen, dass nicht nur wir, die Perlhühner so bekloppt finden 🙂 !

@ esmeralda: Uh, ich glaub, die Gabi lässt sich gerne buchen, wenn sie dafür wieder nach Afrika darf 😄 .Bist du dir sicher, dass das auf dem Bild Fuchsmangusten sind? - ich dachte nämlich immer, die wären größer und vor allem heller. Unsere beiden was-auch-immer-Magusten hatten eine komplett schwarze Schwanzspitze...

Im Nachklang zu gestrigen Teil und bevor es weiter geht noch ein paar Fotos, die ich euch nicht vorenthalten wollte - außerdem hattet ihr ja Fotos bestellt, gell? 😉

Zebraspiegelungen im Wasser:

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Aus der Rubrik: "Wenn's juckt dann juckt's!" oder auch: "Wozu ein Schaschlikspieß auch gut sein kann!" 😄

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Bitte recht freundlich 🙂 :

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Und hier: Selbstmordhühner im Selbstmordmodus 😎

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LG
Steffi

Teil 1130. Juni 2012

Huhu,

@kerstin: Dank dir 🙂 ! Hmmm ... ich hatte ja eher an die hier gedacht:

Zwergmanguste

aber, die haben auf den Fotos im Internet nicht die buschigen schwarzen Schwänze wie meine zwei 😕 . Zebramagusten dürften es eher nicht gewesen sein, die haben wir einen Tag zuvor gesehen und die waren wesentlich größer und von der Fellfarbe ganz anders... *grübel*

@Bele: Ich melde elefantenfreie Zone für den folgenden Beitrag. 🙂 Deine starken Nerven solltest du aber trotzdem nicht wegpacken 😗 ...

12. Mai 2012
Etoscha Nationalpark: Von Namutoni nach Halali
oder auch: Gabi und Steffi pirschen sich durch den Busch!
Teil 2: Wanted: Tiere! Irgendwelche! Nehmen auch Giraffen!


Nach unserem Mittagspicknick entschlossen wir uns wieder in den Park zu fahren. Da die Gegend südlich von Halali sich vormittags eher tierarm gezeigt hatte, fuhren wir nördlich Richtung Etosha Pfanne. Auf den Weg dorthin: Nichts! 😵

Okay, man muss es den Tierchen ja auch mal gönnen, Mittagspause zu machen - ist ja auch eher eine schlechte Tierbeobachtungszeit, aber dass wir gar nichts sahen, fanden wir schon irgendwie gemein 😠 !

Nungut, wir vertrieben uns die Zeit damit innovative noch zu erfindende Safariwerkzeuge herbeizuwünschen 😎 - die "Busch-weg-Brille" etwa, die beim Aufsetzen alle Büsche wegzaubert und die Tiere "nackt" auf dem Feld stehen lässt. Denn gefühlt waren wir an diesem Tag schon an mindestens 10 Leoparden und 30 Nashörnern vorbeigefahren, ohne sie im Busch sehen zu können.

Unser erster Stopp führte uns zum Wasserloch Rietfontein und endlich: Tiere! 😁 Zwar "nur" Zebras und Springböcke - aber hey, Tiere! 🙂 Und es war sogar eine recht große Zebraherde, die zu Teilen in Richtung Pfanne weiterzog. Wir schlossen uns an und fuhren zu unserer linken von Zebras und Springböcken begleitet in Richtung des Wasserlochs Salvadora. Und dort sichteten wir: Andere Touris! 🙂

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Andere Touris mögen zwar manchmal etwas nerven, wenn sie mit ihrem Wagen im Weg rumstehen, aber eine gewisse Anzahl anderer Touris heißt auch: Da gibt's was zu sehen. 🙂

Zu sehen gab's dann in flimmernder Mittagshitze diese nette Dame hier:

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Die Dame war so nett, als wir kamen kurz aufzustehen - denn sonst hätten wir sie im hohen Gras nie und nimmer entdeckt. (nächste noch zu erfindende wünschenswerte Safariausstattung: die "Hohes-Gras-weg-Brille 😎 )

Dadurch dass sie aufstand und einige Meter lief, entdeckten wir auch noch weitere Löwen - allerdings alle recht weit weg und mit der Standard-Löwenbeschäftigung beschäftigt: Schlafen 😉 .

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Insgesamt konnten wir fünf Löwen entdecken, aber alle im hohen Gras versteckt. So entschlossen wir uns nach einiger Zeit, dass Löwen beim Schlafen zusehen zwar ganz nett ist, aber wir unser Glück lieber noch woanders versuchen wollen um dann später noch einmal nach Salvadora zu fahren.

Allerdings: Woanders war nicht wirklich viel los! Zumindest nicht soviel los wie im Salvadora...

Wir trafen ein paar Vogelstrauße...

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... und noch ein paar Zebras und Bockis...

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und beschlossen dann wieder zu den Löwen zurückzufahren...

Und - große Freude - die Löwen waren aufgewacht ... bzw. hatten sich umgebettet und zwar näher an die Straße heran. 🤩

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Jetzt konnten wir auch sehen, dass das Rudel größer war als wir gedacht hatten: Wir zählten drei erwachsene Löwinnen und vier halbstarke Joungsters... 🙂

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Und erkennt ihr etwas?

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Zwei der Joungsters waren definitiv männlich! Liebe Tiersichtungsglücksfee wir danken dir 😄 ! Wobei: Gabi war nichts ganz zufrieden: Sie hatte sich unter männlichem LÖwen näher etwas mehr Mähne vorgestellt 😵 - daher gleich der Folgewunsch: Gabi will einen Mähnenlöwen! 😉

...

Teil 1230. Juni 2012

...

Bis die Tiersichtungsglücksfee den Mähnenlöwen bereit stellen würde, wollten wir aber unsere Löwen beobachten. Die machten zwar - Löwen wir sie waren - nichts wirklich viel (außer sich von Schlafposition rechts nach Schlafposition links zu drehen 😉 - aber hey: Ein Rudel Löwen 🙂 !

Kurz täuschten die Herrschaften dann aber dch Aktion an, als eine der ausgewachsenen Löwinnen - scheinbar mit der Gesamtsituation unzufrieden - aufstand und die restliche Bande anmaulte 🙄 .

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Der Löwenhaufen erhob sich daraufhin teilweise, beschloss aber dann kollektiv, dass Bewegung zu anstrengend wäre und sackte wieder in sich zusammen 😣 . Die Jugend verdrehte auch noch passenderweise die Augen 😄 - immer diese meckernden Erwachsenen...

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Mehr war aus unserem Löwenrudel an diesem Nachmittag dann auch nicht mehr herauszuholen - außer vielleicht noch innovative Löwenschlafpositionen 🙂

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Irgendwann lösten wir uns vor der schlummernden Bande, versprachen morgen früh wieder zu kommen und fuhren mit Peggy Richtung Halali. Unterwegs beschlossen wir noch den Rhino-Drive mitzunehmen - genug Zeit hatten wir und außerdem hatte sich Gabi für heute ja noch ein Nashorn gewünscht.

Rhino-Drive - Nashornwunsch - das passt doch! 🙂 Dachten wir...

Mehr dazu dann im nächsten Teil 🙂 !

LG
Steffi

Teil 1302. Juli 2012

Hallo zusammen,

es geht weiter 🙂 -

und @Bele: Achtung Elefanten! 😎

12. Mai 2012
Etoscha Nationalpark: Von Namutoni nach Halali
oder auch: Gabi und Steffi pirschen sich durch den Busch!
Teil 3: Vom Beinahe-Crash und der Wunscherfüllung!


Irgendwie ist der Rhino-Drive für mich Sinnbild dessen, was eine Safari auch sein kann bzw. stellenweise wohl auch immer ist: Nämlich, tote Hose! 😎

Hat irgendjemand auf dem Rhino-Drive schon einmal ein Nashorn gesehen? Oder irgendwelche anderen Tiere in größerer Anzahl?

Dass es sie dort gibt, ist keine Frage! Das macht den Rhino-Drive ja so gemein! Wer einmal eine riesige Anzahl verdauter Hinterlassenschaften von Elefanten und Nashörnern begutachten möchte: Der Rhino-Drive ist das Ziel der Wahl! 😎 Denn die gibt es hier zuhauf, in rauhen Mengen, überall! Die Verursacher? Keine Ahnung - die liegen wahrscheinlich schadenfroh grinsend irgendwo im Busch und lachen sich über die dumm aus ihrem Auto rausguckenden Touris schlapp 😎 .

Als ich mit dem Göttergatten im Januar 2011 den Rhino-Drive das erste Mal abfuhr, sahen wir auf 22 Kilometern kein einziges Tier. Insofern bedachte die Tiersichtungsfee Gabi und mich diesmal mit einer Steigerung von 200 Prozent: Wir sahen nämlich genau 2 Tiere!

Und das kam so! 🙂

Wir fuhren also den Rhino-Drive entlang, angestrengt in den Busch spähend als Gabi plötzlich bremste. Unser erstes Tier lag nämlich auf der Straße - nein, genauer gesagt: Es querte gerade schlängerlnderweise die Straße: eine große Schlange! Nun haben Gabi und ich einen recht großen Respekt vor Schlangen - aber im Auto und wenn so ein riesiges Exemplar sich gerade vor einem über die Straße bequemt ... wir rollten also langsam näher, neugierig aus dem Auto spitzend. Hhhmm, wir hatten nur nicht mit der schlechten Laune der schwarzen Mamba gerechnet, die als wir gerade auf Kopfhöhe an ihr vorbeirollten (und eigentlich stehen bleiben wollten), sich aufrichtete und ... 🤩

... und gab's nicht mehr, denn so schnell wie hier haben wir im ganzen Etosha nicht mehr Gas gegeben 😗 . Vielleicht waren wir da ein bisschen zu hysterisch, aber wenn sich so ein Riesevieh keinen Meter von deinem Auto entfernt aufrichtet ... 😵 ...

Nach überstandener Flucht vor der bösen Schlange sprach Gabi das Verbot aus, jemals wieder daran zu denken, für eine Schlange zu bremsen! 😎

Ja und Tier No. 2? Das war ein kapitaler Kudu, der keine 50cm vor uns in einem Affentempo aus dem Gebüsch brach und wie ein Irrer über die Straße raste 🤩 . Ich weiß nicht, ob das eine Bewerbung als Kühlerfigur für Peggy anzusehen war, aber fast hätte er sich bei uns auf die Motorhaube setzen dürfen 😵 . Glücklicherweise waren wir an dieser Stelle wegen der schlechten Straße gerade nur sehr langsam unterwegs und konnten es noch abbremsen - aber wären wir schneller gewesen ... 😵 ...!

Uns so gibt es von unseren zwei Tieren auf dem Rhino-Drive dann auch keine Fotos - ich hoffe, ihr verzeiht!

Um Viertel vor fünf Uhr waren wir wieder im Camp, checkten schnell ein (die Zimmer in Halali sind zwar nicht die Größten, aber wir empfanden sie als völlig angemessen und abslut sauber - da gab es also gar nichts auszusetzen!) und fuhren dann zum Moringa-Wasserloch (jap, wir waren welche von den Faulen, die die laufende Bevölkerung vom Weg gescheucht haben, nur um sich ein paar Meter Fußweg zu ersparen 😗 😊 😗 !

Am Wasserloch angekommen: Hurra! Tiere! Und dann auch noch von Gabis Wunschliste 🙂 !

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Um das Wasserloch versammelten sich etwa 15 Elefanten mit Nachwuchs ... zwar im Gegenlicht, was für nicht gar so schöne Fotos sorgte, aber soviel Niedlichkeit musste einfach dokumentiert werden 🙂 ...

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Prost! ... äh ... Prust! 😎

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... und mal das ganze Szenario:

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Und das Tollste: Im Hintergrund schlich tatsächlich ein Nashorn umher 🤩 ! Der "Kleine" traute sich allerdings nicht ans Wasserloch, weil ihn die Elefanten immer wieder scheuchten... erst als die Sonne unterging und die Elefanten langsam ihres Weges zogen...

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... traute sich unser Nashorn aus dem Gebüsch!

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Hurra! Ein Nashorn! 🤩 Da hat die Tiersichtungsglücksfee wieder ganze Arbeit geleistet! 🙂

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Wo allerdings die Ohren bei unserem Nashorn hin sind, ist mir ein Rätsel 🙄 ?

Hier noch Nashorn mit Elefanten 🙂 !

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Leider verschwand das Nashorn recht schnell wieder, dafür tauchten aber noch zwei Elefantenbullen auf, die vor dem Wasserloch zuschauerfreundlich miteinander rangelten 🙂 .

Als die beiden dann schließlich ebenfalls von dannen zogen, lösten auch wir uns vom Wasserloch und zogen zum Essen. Und ich muss sagen: Das a-la-carte Essen in Halali hat uns wirklich positiv überrascht. Waren wir am vorhergehenden Tag in Namutoni schon angenehm überrascht gewesen vom Essen - das Impala-Steak in Halali war auf den Punkt gebraten und einfach nur saulecker! 🙂

Und so fielen wir gut gesättigt und zufrieden ins Bett.

Was sich Gabi für den nächsten Tag wünschte:

- einen männlichen Löwen mit Mähne
- mal wieder Giraffen 😉
- und eine Wolke (wir hatten bisher nämlich keine einzige davon gesehen 😄 )

LG
Steffi

Teil 1403. Juli 2012

Guten Abend,

ganz vergessen:
@uschisiggi: Also, ich würde gerne sofort wieder losziehen und Gabi wahrscheinlich auch. Problem ist nur: Mein Göttergatte ist derzeit der Meinung, ich dürfe erst wieder alleine mit Gabi Weiberurlaub machen, wenn ich 40 wäre 🙄 ! Menno! 😎

So und jetzt bitte alle aufsteigen: Ein neuer Tag Etosha bricht an! 🙂

13. Mai 2012
Etoscha Nationalpark: Halali
oder auch: Löwe, Zebra, Warzenschwein - alle pirscht das Gabilein 😎!
Teil 1: .. und Steffi pirscht derweilen Schlaglöcher 😗 ...


Nach drei vollen Urlaubstagen wachten wir gestählt und putzmunter noch vor dem Klingeln des Weckers am Morgen auf! D.h. ich wachte putzmunter auf, Gabi zog ihr frühmorgendliches Grummeln vor 😉 . Das Grummeln war aber zwecklos: Auch die Gabi musste aufstehen - immerhin wollten wir mit Sonnenaufgang schon wieder im Park unterwegs sein.

Nach einem schnellen Frühstück, saßen wir also wieder mehr (ich 🙂 ) oder weniger (Gabi 😛 ) wach in der Peggy und harrten der Dinge die heute auf uns zukommen würden.

Noch vor Sonnenaufgang erfüllte sich tatsächlich unser erster Wunsch vom vorherigen Abend: Wir hatten heute tatsächlich ein paar kleine Wolken am Himmel 🙂 !

Schnell die Sonne begrüßt...

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... schnell einen zusätzlichen Wunsch an die Tiersichtungsglücksfee geschickt (ein Nashrn bei Tageslicht wäre doch auch noch sooo schön 🙂 )...

...und dann schnell in Richtung Rietfontein und Salvadora gefahren, wo wir gestern die große Herde Zebras und nicht zu vergessen die Löwen gesehen hatten. Nur: Von den vielen Zebras war nichts mehr zu sehen! 🙄

Werden im Etosha die Tiere über Nacht weggebeamt? Zuerst die Giraffen bei Namutoni, jetzt die Zebras... 🤨 ... alle weg!

Naja, ein paar Zebras waren uns dann doch geblieben und spielten brav Fotomodell im schönen Morgenlicht 😁 ...

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... ein paar Steinböcke ... äh ... Springböcke, ach egal BOCKIS 😉 später ...

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... gab's dann doch noch ein paar mehr Zebras...

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Allerdings: Am Wasserloch Savadora und rings herum keine Spur von unseren Löwen! 🙁 Ganz langsam fuhren wir den Weg ab, doch an diesem Morgen war das Gebiet wie verwaist. Dafür konnten wir allerdings einen schönen Blick in die Etosha-Pfanne erhaschen...

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... Als wir schon wieder auf die Hauptstraße abgebogen waren, entdeckte ich recht weit draußen eine einsame Löwin umherstreifen 🙂 ...

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Die Löwin führt bei uns zu kollektivem Gegrummel: Bei Gabi, weil LöwIN und kein LöwE 😉 und bei mir, weil sich die Dame genau in die falsche Richtung bewegte: Nämlich von uns weg! Sauerei - überhaupt nicht touristenfreundlich diese Großkatzen! 😛

Gut, wenn uns die große Mietzkatze nicht mag, dann mögen wir die große Mietzekatze auch nicht 😉 - wir beschlossen also weiterzufahren in Richtung Okaukuejo. Auf den Weg dorthin wollten wir die Wasserlöcher Aus, Olifantsbad und Gemsbkvlakte mitnehmen.

Gesagt getan - und direkt wieder in tierloses Gebiet geraten 🙄 ! Die nächsten anderthalb Stunden hüpfte und rückelte uns Peggy bei schlechter Straße in Richtung Wasserlöcher und das einzige Tier, das wir sahen war der hier:

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Wobei dieser Sekretär durchaus ein lustiges Entertainmentprogramm auf Lager hatte: Er sah es nämlich nicht ein die Straße zu verlassen! 🙄

Das muss man sich so vorstellen:

Wir tuckern mit Peggy langsam näher,
Sekretär schreitet langsamen Schrittes voran,
wir tuckern mit Peggy noch näher,
Sekretär schreitet etwas schnelleren Schrittes voran,
wir tuckern richtig nah heran,
Sekretär setzt zu Rennen an,
er rennt und rennt,
er hebt ab,
schlägt zwei Mal mit seinen Schwingen,
... und ...
landet 15 Meter weiter wieder mitten auf der Straße! 🤩 🙄

Dieses "Spiel" durften wir mit dem doofen Vogel ganze 7 Mal spielen, bis wir kurz vor einem Vogelmord standen 😗 und der Sekretär es sich doch anders überlegte und kurz und bündig im Büsch rechterhand verschwand! Herzlichen Dank auch - nun wussten wir, dass es noch bekloppter als Selbstmordhühner geht! 😎

In Aus und Olifantsbad begrüßte uns dann gähnende Tierleere. Also kurzer Fahrerwechsel (heute durfte ich mal wieder ans Lenkrad 😁) und auf nach Gemsbkvlakte. Gabi stellte sich an diesem Tag allerdings als sehr kritische Beifahrerin heraus 🙄 : Sie warf mir doch tatsächlich vor, jedes Schlagloch zu pirschen, was des Weges lag! 🤩

Hah, aber wenigstens pirschte ich etwas! 😎 ... und wenn's nur Schlaglöcher waren... 😛

Am Wasserloh Gemsbokvlakte dann endlich wieder: Tiere 🙂

Neben Zebras und Bockis waren auch einige Geier und Schakale hier anzutreffen...

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Etwas weiter entfernt sammelten sich die Schakale und die Geier um einen kleinen Riß, was dort allerdings als Mahlzeit herhalten musste, konnten wir nicht erkennen, da wir zu weit entfernt waren

...

Teil 1503. Juli 2012

...

hier noch ein Fall von "schwer schwanger" 😄

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Auf dem Weg Richtung Okaukuejo begleiteten uns noch eine Reihe Zebras und Springböcke.

Etwas weiter entfernt im Busch entdeckten wie außerdem den hier (Achtung Bele: Augen zu 😉 !)

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Ehrlich gesagt: Wir sind uns bis heute nicht sicher, ob das Kerlchen echt war oder nicht: Denn er bewegte sich gefühlt keinen Zentimeter. Und zwar den ganzen Tag nicht. Als wir am späten Nachmittag auf gleichem Wege wieder zurückfuhren, stand er noch genauso da, wie Stunden zuvor! 🙄 Unsere Theorien: 1. Hier lebt jemand ein sehr minimalistisches Bewegungskonzept aus 😉 oder 2. Das ist eine lebensechte Attrappe aus Karton, die die Parkverwaltung dort aufgestellt hatte, damit jeder Touri behaupten kann, er habe einen Elefanten gesehen 😎 !

Und wie es rund um Okaukuejo weiterging, erfahrt ihr im nächsten Teil 🙂 !

LG
Steffi

Teil 1604. Juli 2012

Guten Abend,

und weiter im Text ... 🙂

13. Mai 2012
Etoscha Nationalpark: Halali
oder auch: Löwe, Zebra, Warzenschwein - alle pirscht das Gabilein 😎 !
Teil 2: ... Thunfisch?
😗

In Okaukuejo angekommen, fielen wir erst einmal über den Kiosk her und rüsteten uns mit kalten Getränken und ein paar Nüssen zum Knabbern aus. Damit ausgestattet ging es dann zum Wasserloch.

Unterwegs mussten wir aber für diese lustigen Gesellen kurz stoppen 🙂 ...

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Wir müssen ja zugeben: Nach der Geschichte vom Magustenbiss in Namutoni hatten wir vor der kleinen Erdhörnchenhorde einen gewissen Respekt. Die Erdhörnchenhorde allerdings vor uns nicht - die hatte nämlich sofort Gabis Nüsse erspäht 🤩 ! So schnell wie sie uns belagerten, zogen die kleinen Kerlchen aber auch wieder von dannen, als sie neue Opfer erspähten, die mehr Aussicht auf Leckerchen versprachen (Gabi bewachte ihre Nüsse nämlich sehr vehement 😄 ).

Also weiter zum Wasserloch!

Mit dem Wasserloch in Okaukuejo stehe ich ja so ein bisschen auf Kriegsfuss. Als wir im Januar 2011 da waren sahen wir an zwei Tagen dort nur ein Gnu und vielleicht zwei Impalas. Ansonsten gähnende Leere! 😠

Da hatte das Wasserloch also einiges wett zu machen - und für den Start waren wir außerordentlich zufrieden 🙂

Neben vielen Springböcken...

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... kam soeben auch eine Herde Zebras an, die sich sofort ins Wasser stürzte...

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Eine ganze Weile saßen wir da, genossen den Anblick und schlürften unsere kalte Cola. So stellt man sich seinen Urlaub vor 🙂 !

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Dann ging es wieder zurück zu Peggy und vorbei an den aufdringlichen Erdhörnchen...

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Sind sie nicht niedlich? (wenn auch nicht ganz geheuer 😉 )

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Wir beschlossen noch ein wenig in Richtung Okondeka-Wasserloch zu fahren. Unterwegs sahen wir einige Zebras, die obligatorischen Springböcke, ein paar Vogelsträße in der Ferne und einige Schakale...

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Je näher wir dem Wasserloch Okondeka kamen, desto höher wurde die Tierdichte 🙂 . Am Wasserloch dann dieser Anblick (sorry, ist wegen der Mittagshitze recht verflimmert, aber es zeigt so schön die Menge an Tieren, die wir dort antrafen ... und da ging es ja rechts und links noch weiter 🙂 ...)

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...

Teil 1704. Juli 2012

...

Das Wasserloch in Okondeka erschien für uns irgendwie "out of space", so mitten im Nichts, in diese endlos flimmernde Ebene dahinter blickend, umgeben von so vielen Gnus, Springböcken und Oryx - einfach nur toll! 🙂

In seiner Unwirtlichkeit empfand ich es als eines der schönsten Wasserlöcher im Etosha! 🙂

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Auf den Grasebenen westlich des Wasserlochs grasten zudem Unmengen an Springböcken...

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Wir beschlossen hier unser obligatorisches Mittagspicknick einzulegen... und wer sich schon immer einmal fragte, was man denn so Gespräche führt, während man am Wasserloch mit dem Auto steht, die Szenerie beobachtet und der Magen knurrt, dem empfehle ich nachfolgendes Video 😎 ...

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Weiter geht es dann morgen!

LG
Steffi

Teil 1806. Juli 2012

Hallo zusammen,

weiter geht's...

13. Mai 2012
Etoscha Nationalpark: Halali
oder auch: Löwe, Zebra, Warzenschwein - alle pirscht das Gabilein 😎 !
Teil 3: ...wenn frau vor lauter Schackal den Elefant nicht sieht...😗


Gut gesättigt verabschiedeten wir uns nach einer Weile vom Wasserloch. Auf dem Rückweg nach Okaukuejo pirschte ich abermals fleissig Schlaglöcher 😉 . Hab ich schon erwähnt, dass mit Peggy auf Schotterpisten zu fahren, echt Spaß gemacht hat? 😁

In Okaukuejo legten wir sodann nocheinmal eine „Kühle-Cola-Pause“ am Wasserloch ein. Das Wasserloch war mittlereile ringsum gut mit Menschen befüllt, nur die Tiere hatten sich alle in Luft aufgelöst. Gut, wollen wir auch den Zebras ihren Mittagsschlaf gönnen.

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Und der lustige Kerl flatterte mit Beute noch umher (der Vogel ist ein Gelbschnabeltoko, bei der Spinne habe ich keinen blassen Schimmer 😉 )...

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Am Wasserloch sitzend muss man ja nicht zwingend Tiere beobachten – manchmal ist es fast interessanter seine Mitreisenden zu beobachten. 😉

Überhaupt hatten wir das Gefühl, dass wir beide als alleinreisende junge Frauen im Etoscha eine magische Anziehungskraft auf die Generation 60+ ausübten 🙄 . Vor allem die Damen waren immer recht umsorgt um uns … und teilweise auch schrecklich schockiert, dass wir die Reise ganz alleine machten. 🤩

Wie wir also gemütlich am Wasserloch unsere Cola schlürften, kamen von hinten zwei ältere Damen an, die ihre Enttäuschung keine Tiere sehen zu können, laut kund taten. Da die beiden recht zerknirscht wirkten, warfen wir ein, dass sich das auch schnell wieder ändern könne und wir am Morgen schon viele Tiere hier gesehen hätten, sie als nur ein bisschen Geduld mitbringen müssten. Und dann klagten uns die beiden Damen ihr Leid: Die beiden waren Bestandteil einer 28-köpfigen Busrundreisengruppe mit einem Fahrer/Guide und hatten sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, in 2 Wochen ganz Namibia zu sehen. Das Ergebnis bis hierhin wäre wohl gewesen, dass sie zwar wirklich viel von Namibia gesehen hätten, aber eben nur aus dem Bus heraus 🙄 . Und jetzt müssten sie auch gleich wieder los, weil es noch bis zum Halali-Camp gehe. Ah, da konnten wir helfen 😁 ! Wir empfahlen den Damen unbedingt zum Sonnenuntergang zum Moringa-Wasserloch zu gehen, nachdem wir dort gestern die Elefanten und ein Nashorn gesehen hätten. Ja, ein Nashorn, das wäre es … und Elefanten … die beiden bedankten sich und meinten, dass sie dem Rat auf jeden Fall folgen würden. 🙂

Wenig später beim zigsten obligatorischen Erdhörnchenstopp 😎 lief uns dann auch noch der Rest der Truppe über den Weg. Nachdem wir mal wieder unabsichtlich Aufmerksamkeit auf uns zogen – wir sind da echt gut drin, 😗 …. aber kann mir einer mal erklären, warum der Toyota Hilux ein markerschütterndes „Tröööt“ ausstößt, wenn man ihn zuschließen will, wenn nicht alle 4 Türen schon zu sind 😵 ? Das ginge doch auch leiser 😊 !

Unser trötender Hilux sorgte jedenfalls dafür, dass uns nun die ganze Reisegruppe kannte und lustig herüberwinkte 😊 😗 😣 (und alle sich wahrscheinlich dabei dachten: „Und die wollen hier wirklich alleine rumfahren?" 🤨 ).

Ja, wollten wir 😎 . Ja, taten wir auch 😛 ! Und außerdem möchte ich einwerfen, dass die Peggy, wenn sie mal mit uns befüllt war, ja ganz brav war (bis dahin… 😗 ) und dann ja auch nicht trötete (also abgesehen davon, wenn frau aus Versehen mit dem Ellenbogen beim Aussteigen auf die Hupe kommt… *hust* … was uns natürlich nie, nie, niemals oft passiert ist... 😗 ).

Wir ließen also den Bus hinter uns und Peggy fuhr uns wieder in Richtung Halali. Unser Elefant vom Vormittag stand noch immer brav im Dickicht und bewegte sich nicht. Ansonsten sahen wir Zebras und Springböcke und am Wasserloch Olifantsbad ein paar Giraffen und Impala.

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Weil wir immer noch nicht die Hoffnung nach einem männlichen Löwen mit Mähne aufgegeben hatten, schauten wir auch noch einmal am Wasserloch in Salvadora vorbei. Ich nehm’s gleich vorweg: Löwen – männlich wie weiblich – sahen wir dort nicht. Dafür etwas anderes … 🙂

Als wir auf den Aussichtspunkt für das Wasserloch langsam zurollten, kam es zu folgendem Dialog im Auto:

Steffi: „Och, schau mal!“ 🤩

Gabi: „Ah, schöönn!“ 😁

Steffi: „Ist zwar kein Löwe, aber …

Gabi: „… besser als gar nichts und hatten wir heute nicht allzu oft!“

Steffi: „Und schau mal wie niedlich er Wasser schlappert!“

Gabi: „Huh?“ 🤨

Steffi: „Ja, guck … also ich finde das niedlich… der kleine Schakal … schlappernd…“

Gabi: „Steffi?“ 🤨

Steffi: (sehr verzückt ihren Schakal anschauend): „Hhhmm..ja?“

Gabi: „Den Elefanten siehst du aber schon, oder?“ 🤨

Steffi: 🙄 🤩 😗 😣

Hier das Foto zum oben wiedergegebenen Gespräch 😎 :

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Und ihr müsst doch alle zugeben, dass das erste, was einem bei dieser Szenerie ins Auge springt, der niedliche Schakal ist, gell? 😎

Nachdem das schallende Gelächter im Auto abgeklungen war, bewunderten wir noch eine zeitlang Schakal UND Elefant und immer noch höchst amüsiert (… ich konzentrier mich halt gerne auf die kleinen Dinge im Leben 😛 …) entschlossen wir so langsam aber sicher wieder Richtung Halali zu ziehen. Unterwegs trafen wir am Wasserloch Rietfontein abermals eine große Herde Zebras…

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Ich muss zugeben, ich finde es immer wieder toll, wenn man sich einfach Mal für ein paar Minuten in so eine große Herde Tiere stellt und darauf wartet, dass die Tiere um einen herumfließen. Zebras sind da erfahrungsgemäß sehr touristenfreundlich – sie beeilen sich zwar nie damit von der Straße zu kommen, wenn man mit seinem Auto angefahren kommt, dafür tolerieren sie die Autos aber auch sehr nach bei sich. 🙂

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Und so gesellten wir uns noch eine Weile zur Zebraherde und ließen das bedächtige Schmatzen der Tiere auf uns wirken.

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Das Ganze noch als Video mit Geschnatter 😉 :

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Irgendwann rissen wir uns los – wir wollten ja dem Moringa Wasserloch in Halali noch vor Sonnenuntergang einen Besuch abstatten.

...

Teil 1906. Juli 2012

...

Zwei Frauen – ein Ziel 😎 , was zur Folge hatte, dass sogar ich für kurze Zeit einmal vergaß die Schlaglöcher zu pirschen (okay, aber auf der Hauptstraße im Etosha ist das auch schwierig mit der Schlaglochpirsch 😎 …). Wir fuhren also gemütlich gen Camp, also Gabi plötzlich meinte: „Steffi, da war ein Vogel!“

Nun, müsst ihr wissen: Kommandos an den Fahrer wurden bei uns meist vehement, manchmal auch leicht quietschend, aber auf jeden Fall immer recht laut in Form von: „Daaaa!“ „Stopp!“, „Halt sofort an!“ oder wahlweise auch gemixt „Da, da, da, DAAAAA! Stopp! Halt! Sofort!“ meist begleitet vom hektischen Armfuchteln hervorgebracht. 😉

„Steffi, da war ein Vogel!“ in etwas verblüfft hervorgetragener Tonart – nein, das klang nicht nach einem Aufruf zum Bremsen. 🙄

Ich dachte an:

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und fuhr weiter.

Von Gabi kam nun: „Steffi, da war ein großer Vogel!“ 🤨

Steffi dachte an

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… fragte sich, wieso wir für einen Vogel zu unserer Verabredung mit dem Moringa-Wasserloch zu spät kommen sollten 🙄 , bremste aber.

Gabi sah mich daraufhin mit leicht verzücktem Gesicht an und wiederholte: „Da war ein echt großer Vogel direkt neben der Straße. Ich glaub das war ein Adler!“ 🤩

Okay, wenn Gabi fassungslos-verzückt-still ist, dann muss das einen Grund haben, also umgedreht und langsam wieder zurückgefahren. Vor meinem innerlichen Auge sah ich unsere 200ste Gabelracke umherfliegen 😗 , als auf der gegenüberliegenden Straßenseite plötzlich der hier saß:

Liebe Peggy-Mitinsaßen, ich präsentiere die Sichtung im Etosha auf die wir irgendwie am Stolzesten von allen waren 🙂 :

Tata-Taaaaa: ein Kampfadler!

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DAS war mal ein großer Vogel! (da vergaß die Gabi auch fast, dass sie sich ja eigentlich einen Mähnenlöwen gewünscht hatte! 😉 )

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Anfangs sind wir etwas erschrocken, weil soviele Federn ringsum lagen und unser Adler recht aufgeplüstert vor uns saß – dann aber sahen wir, dass die Federn von einem anderen Vogel stammten und unser Adler nur seine Beute schützen wolle. 🙂

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Überhaupt war der Raubvogel mit der Gesamtsituation ziemlich unzufrieden – seine Beute hatte sich nämlich aus Adlersicht (wie sahen das freilich völlig anders 🙂 ) einen echt blöden Platz ausgesucht um vom Himmel zu fallen. Denn jedesmal, wenn ein Auto vorbeifuhr, wurde der Adler mächtig zugestaubt und hüpfte erbost weg.

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Wir erlaubten uns einzuwerfen, dass er sowieso fotografisch auf der falschen Seite und damit im Gegenlicht säße und empfahlen ihm, mit Beute an uns vorbeizuhopsen, ins bessere Licht und in staubfreieres Gebiet 😗 – ernteten für unseren Vorschlag aber nur einen echt bösen Blick! 😎

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Nachdem wir das schöne Tier ausgiebigst bestaunt hatten, ließen wir ihm seine Ruhe und rollten beglückt Richtung Camp.

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Hier noch auf Video gebannt:

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...

Teil 2006. Juli 2012

...

Direkt vor der Zufahrt nach Halali begrüßte uns noch eine mampfende Herde Elefanten. Allerdings hatte sich durch die vielen Autos mit ins Camp Zurückkehrenden ein derartiges Autogewühl gebildet, dass wir recht schnell Reißaus nahmen.

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Also ab zum Moringa-Wasserloch!

Und was soll ich sagen: Zwar hat die Tiersichtungsfee Gabi den Wunsch mit dem Mähnenlöwen an diesem Tag nicht erfüllt … ABER … dafür tauchte kurz bevor die Sonne hinter dem Horizont verschwand bei Tageslicht ein Nashorn auf 🤩 (diesmal sogar mit Ohren 😉 ).

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Wie schöööön! Zufrieden dachten wir an unsere zwei Damen aus der Reisegruppe von heute Nachmittag, die jetzt auch ein Nashorn gesehen hatten … Wobei? 🙄 Moment einmal? 🤨 Von den beiden Damen war keine am Wasserloch – überhaupt keiner aus der Reisegruppe war – soweit wir das erkennen konnten - am Wasserloch! Und das obwohl der Reisebus unten am Camp parkte. 🙄 Wo waren die Leute? Jetzt hatten wir Nashorn bestellt, geliefert wurde es auch – was war los?

Nun, was los war, bekamen wir keine Minute später lautstark zu hören 😣 . Irgendwer schien nämlich für die Busreisegruppe einen Willkommens-Ständchen organisiert haben, den plötzlich schallte lauter afrikanischer Gesang und der Beifall einer deutschen Touristengruppe zum Wasserloch herüber 🙄 . Durch die Menschenreihen am Wasserloch fuhr ein kollektives Schmunzel-Stöhnen 😎 – das Nashorn nahm’s gelassen und schlürfte fröhlich weiter Wasser!

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Hier noch ein Bild von zwei Sichtungswünschen auf einmal: Nashorn mit Wolken 😄

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Nachdem sich das Nashorn getrollt hatte und die Sonne untergegangen war, ...

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...machten wir uns auf zum Abendessen. Heute gab es – dank unserer Reisegruppe 😉 – leider kein à la carte Essen, sodern Buffett. Wobei das Buffett immer noch erstaunlich gut war 🙂 . Nach drei guten Abendessen in den staatlichen Camps in Folge glaubte mir Gabi nun auch nicht mehr die Horrorgeschichten vom Essen in Okaukuejo, die ich ihr erzählt hatte. Nun, sie sollte am nächsten Tag eines Besseren belehrt werden…😗

An diesem Abend aber fiehlen wir abermals gut gesättigt und zufrieden in unser Bett. 🙂

Was bleibt nach drei ereignisreichen Tagen an Wünschen für die Tiersichtungsglücksfee im Hinblick auf den letzten Tag Etosha?


- wenn kein Mähnenlöwe, dann vielleicht noch einmal weibliche Löwen näher?

Weiter geht es im nächsten Teil mit den vierten und letzten Tag im Etosha, in dem bewiesen wird, dass manche Wünsche einfach ein bisschen länger in der Erfüllung brauchen und der mich bis in alle Zeiten mit dem Wasserloch in Okaukuejo versöhnte! 🙂

LG
Steffi

Teil 2112. Juli 2012

Guten Abend,

Alles in und auf die Peggy gehüpft - weiter geht es 🙂 !

14. Mai 2012
Etoscha Nationalpark: Halali - Okaukuejo
oder auch: „Jagdfieber!“
Teil 1: „Haben se mal ein bisschen Zeit für Raubtiere?“ 😉


Unser letzter Tag im Etosha begann wie alle Tage zuvor. Der Wecker klingelte noch vor dem Morgengrauen, Steffi juchzte, Gabi grummelte 😉 , vergnügt bzw. verschlafen ging es zum Frühstück, danach wuchtete Gepäckkapitain Gabi kleines und großes Gepäck in die Peggy, während Steffi daneben stand und den ganzen Vorgang überwachte 😗 und dann nichts wie los und ab in den Park!

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Erstes Ziel: Wasserloch Rietfontein. Waren ja am Abend zuvor wieder viele Zebras gewesen. Die Betonung liegt auf gewesen. Scheinbar sind die Zebras in der Umgebung von Rietfontein spezielle Nachmittagszebras, die nur in der Zeit von 14 bis 17 Uhr in Erscheinung treten 🤨 . Am Wasserloch daher: Nichts los außer Enten! 😐

Wobei Stopp! 🤩 Gerade als wir schon wieder losfahren wollten, kamen vier Hyänen des Weges!

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Ich glaube, ich hab’s schon erwähnt: Ich finde Hyänen toll! Die vier allerdings sorgten für großes Amüsement in der Peggy: Es waren nämlich absolute Klischee-Hyänen 😄 .

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Gut, sie waren recht plüschig und hatten echt schönes Fell (fand zumindest ich 😉 ), aber dann…

- das Schmatzen beim Wassertrinken war bis zu uns in Auto zu hören (ich hab bisher immer gedacht, lauter als unser einer Kater kann man gar nicht trinken – die konnten es!)
- die vier veranstalteten eine wahre Sabberorgie
- und einer hatte auch noch ein blindes Auge 🤩 .

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Irgendwie erinnerten uns die vier sehr stark an das Hyänenrudel aus dem Zeichentrickfilm „König der Löwen“ – nur, dass uns hier nach wie vor der König der Löwen fehlte 😉 .

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Mit den Hyänen zogen auch wir von dannen. Wir trafen auf ein paar Springböcke, die waren an diesem Morgen aber recht zickig und ließen sich nur von hinten fotografieren 🙄 .

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Natürlich mussten wir auch noch einmal am Wasserloch Salvadora vorbeischauen … die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt – aber weder Löwen, noch Elefanten, noch Schakale waren zu sehen 😕 . Langsam pirschten wir uns am Weg entlang, doch auch am Wasserloch Charitsaub und Sueda keine Löwen in Sicht 🙁 .

Doch dann, kurz hinter Sueda begrüßte uns dieses Näschen, in die wärmende Morgensonne gereckt:

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Danke, liebe Tiersichtungsfee! Wir haben unseren Mähnenlöwen! 🤩

Unsere Majestät hatte allerdings noch nicht ganz ausgeschlafen… insofern hier eine Episode „Gähnender Löwe hinter Grasgitter!“ 😉

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An dieser Stelle muss ich zugeben, haben wir das hohe Gras wirklich verflucht. Mr. Löwe konnte darin nämlich hervorragend abtauchen… Während Monsieur auf Abtauchstation war, erspähten wir weiter hinten am Rand der Pfanne sogar das restliche Löwenrudel – allerdings nur als kleine Löwenpunkte. Da hatte sich Papa Löwe wohl ein bisschen Abstand von Frauen und Kinderschar gegönnt. 😄

Freundlicherweise hatte er irgendwann aber doch noch Mitleid mit uns und erhob sich aus dem hohen Gras! 🙂

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Dann stand er ganz auf und marschierte in Richtung seines Rudels. Erst da sahen wir, dass wir es mit einem recht alten Herren zu tun hatten – Opa Löwe hatte nämlich eine steife Hüfte. Der stattliche Bauch ließ allerdings darauf schließen, dass er von seinen Damen ganz gut versorgt wird…

Nun war es also kurz nach halb acht Uhr und wir waren bereits wunschlos glücklich! Wir hatten unseren Mähnenlöwen gehabt und das auch noch ganz für uns allein, die vier Hyänen auch ganz für uns allein - was will man mehr? 🙂

...

Teil 2212. Juli 2012

...

War auch gut, dass wir schon zufrieden waren, denn abermals schienen am frühen Morgen alle Tiere im Etosha noch zu schlafen 🙄 – zumindest sahen wir abermals entlang der Hauptstraße gar nichts… außer ein paar Vogelstrauße im Gras…

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Vor dem Wasserloch Nebrowni standen wir dann urplötzlich in der totalen Zebrablockade! 🤩 Scheinbar war hier heute große Zebrakonferenz 😎 – denn die kamen hier wirklich aus allen Richtungen…

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Wir stellten uns an den Aussichtspunkt und guckten ein bisschen Zebragetümmel…

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Und hier noch als Video:

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Dann fuhren wir nach Okaukuejo, kauften unser obligatorisches Kaltgetränk und ab ans Wasserloch pünktlich zum Zebra, - Bocki, - und Gnuschauen! 🙂

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Weiter geht’s im nächsten Teil … und wieder einmal wird es wild 😎 …

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LG
Steffi

Teil 2314. Juli 2012

Hallo zusammen,

weiter geht es! 🙂

14. Mai 2012
Etosha Nationalpark (Halali - Okaukuejo)
oder auch: „Jagdfieber!“
Teil 2: „Von glücklichen Zebras und hungrigen Löwen“


Nach unserem Stopp am Wasserloch in Okaukuejo pirschten wir wieder ein paar Schlaglöcher (garniert mit Zebras, Springböcken und Erdhörnchen entlang des Weges) 😉 in Richtung Okondeka. Im Vergleich zum Vortag war hier nicht gar so viel los und die Tiere machten einen etwas nervösen Eindruck.

Hhhm, das musste doch an irgendetwas liegen… Wir rollten mit Peggy langsam die Straße ab und tatsächlich auf der Anhöhe hinter beim Wasserloch sahen wir eine Löwin. 🤩 (die folgenden Bilder entstanden in der Mittagshitze und sind entsprechend verflimmert, aber zu Dokumentationszwecken, hoffe ich, taugen sie …)

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Die Löwin schien ein Ziel zu haben, zumindest starrte sie sehr konzentriert in eine Richtung. Hinter ihr sahen wir in der flimmernden Mittagshitze noch drei weitere Löwinnen durchs hohe Gras streifen.

Wir zogen unser Fernglas zu Rate und tatsächlich: Aus der Richtung in die die Löwinnen starrten trabte eine Herde Zebras heran. Die Löwinnen ließen sich ins hohe Gras herabsinken, sodass wir nur noch eine von ihnen – manchmal auch eine Zweite sahen und warteten. Wir taten dasselbe (also abwarten, das mit dem Aussteigen und ins Gras absinken lassen, haben wir dann doch gelassen 😎 )…

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Die Zebraherde näherte sich langsam … die Spannung stieg…

Ca. 250 Meter von den Löwen entfernt stoppte die Leitstute abrupt und mit ihr die ganze Herde. Scheinbar hatte sie etwas gewittert – während der Rest der Herde im fast kompletten Stillstand verharrte, lief sie immer nervös ein paar Schritt auf und ab und blickt nervös in Richtung Anhöhe (und Löwen).

Doch nicht alle Zebras waren geschlossen mit der Herde gelaufen – zwei von ihnen hatten wohl beschlossen die Abkürzung zum Wasserloch über die Anhöhe zu nehmen und liefen geradewegs in Richtung der Löwen weiter… 😣

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Das Ganze vollzog sich im Übrigen in vollkommener Stille. Von der ganzen Zebraherde war kein Mucks zu hören. Für uns war das Ganze besser als jeder Krimi … 🙂

Keine 30 Meter vor den Löwinnen zerschlug sich unsere Hoffnung auf eine Löwenjagd aber doch noch 😕 . Die zwei Dumpfbackenzebras entdeckten die Löwinnen doch noch … unsere – also die Löwin am Nähesten am Auto war, hatte schon absolute Lauerstellung eingenommen gehabt … so ein Mist aber auch 😵 (also für uns und die Löwinnen, nicht die beiden Zebras… 😎 ).

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Die zwei Zebras galoppierten panikerfüllt in Richtung Restherde, die vier Löwinnen – sich der Tatsache bewusst, dass sie nun entdeckt waren und dass, das mit dem Zebrafilet erst einmal nichts mehr werden würde – verzogen sich hinter die Anhöhe und außerhalb unseres Sichtfeldes.

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Hier die beiden Glückspilze des Tages, wie sie verdutzt den Löwinnen hinterher gucken… 😄

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Auf den Weg zurück zum Camp trafen wir auf meinen persönlichen Gipfel der Niedlichkeit: einen Oryx Kindergarten 🤩 . Eine Oryxkuh hütete im Schatten eines Baumes drei kleine Oryxkinder.

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Von anderen Oryx Antilopen war weit und breit nichts zu sehen – vielleicht war der Rest der Herde gerade auf dem Weg zum Wasserloch…

Die Kindergarten-Kiddys 😄 :

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....

Teil 2414. Juli 2012

...


Zurück in Okaukuejo checkten wir erst einmal ein und bezogen unser Zimmer. Die Putzfrauen waren gerade erst fertig geworden und grüßten uns freundlich, als wir unser Gepäck ins Zimmer wuchteten. Danach gab’s das obligatorische Thunfisch mit Keks und Zwiebel Mittagessen 😎 , bevor wir uns noch einmal in den Park begaben.

Wir fuhren noch eine kleine Runde zum Omibika Wasserloch, wo aber außer einer Horde Selbstmordhühner in Action nichts zu sehen war. Am Nebrowni –Wasserloch trafen wir dann jedoch noch auf eine Herde leicht angesäuerter Zebras. Ein Elefantenbulle stand scheinbar regungslos am Wasserloch – sobald jedoch ein Zebra an das Wasser wollte, reichte ein leichtes Zucken mit Rüssel und Kopf und die Zebras stoben davon. Wirklich interessant zu sehen, wie viel Respekt die Zebras vor dem Elefanten hatten…

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Den Rest und ein kleines Fazit zum Etosha gibt's morgen!

LG
Steffi

Teil 2515. Juli 2012

Hallo zusammen,

und wieder geht es weiter 🙂 .

14. Mai 2012
Etosha Nationalpark (Halali - Okaukuejo)
oder auch: „Jagdfieber!“
Teil 3: „Nashorn-Entertainment“

Den Sonnenuntergang wollten wir an diesem Tag am Okaukuejo-Wasserloch genießen. Nachdem am Morgen soviele Tiere dort waren, hatten wir die Hoffnung, dass wir auch nun von vielen Zebras und Gnus beglückt werden würden...

Zuerst jedoch noch ein Hörnchen 😄 ...

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Das Wasserloch hatte allerdings andere Pläne. Zu behaupten, dass gar nichts los gewesen wäre, wäre zwar gelogen - aber das gebotene Tierprogramm war eher minimalistisch ...🤔

Ein paar Oryx...

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Gefolgt von zwei (!!!) Zebras ....

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... danach lange Zeit gar nichts bzw. nur zwei Schakale, die zwischen den Steinen lustig umherwuselten 🙂 ...

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Kurz vor Sonnenuntergang trabte dann doch noch eine größere Gruppe Zebras heran...

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Aber, hey, wir hatten ein paar Wolken zum Sonnenuntergang 😄

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Und ein reichlich hübsches Nachglühen... 🙂

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Nach Sonnenuntergang machten wir uns auf zum Zimmer um uns dort ein bisschen frisch zu machen. Da wir noch etwas zu früh fürs Abendessen dran waren, gestatten wir im Anschluss dem Wasserloch noch einen kurzen Besuch ab - und HALLO ... mit uns zusammen traf tatsächlich gerade eine dreiköpfige Nashorngruppe ein 🤩 !

Ans Wasserloch marschierte ein großes ausgewachsenes Nashorn (wir nennen sie mal Mama-Nashorn), ein etwas kleineres 7/8 Nashorn und der Joungster, ein 3/4 Nashorn. Zuerst wurde getrunken, doch dann entschied sich 3/4 dafür, dass das alles totaaaal langweilig wäre. Beschwingt trabte es zu Mama-Nashorn und wackelte lustig mit Kopf und Horn hin und her. Half aber nichts - Mama Nashorn wollte nicht spielen. Also kehrt gemacht und ab zu 7/8. Wieder beschwingt mit Kopf und Horn gewackelt, dabei mit den Vorderfüßen leicht in die Luft gesprungen 😄 und? 7/8 wollte auch spielen!!! 🤩

Spiellektion Nr. 1: Lustiges Hornaneinanderreiben, das von äußerst witzigen Luftsprüngen von 3/4 garniert war (ich hab ja wirklich nie im Leben daran gedacht, dass ich jemals ein Nashorn sehe, welches mit allen vieren in die Luft springt 🤩 ).

Spiellektion Nr. 2: Ähm ja ... nennen wir es einmal Sexualkundeerziehung light 😎 ... 3/4 wollte also auf 7/8 aufsteigen. Problem: Man merkte 3/4 definitiv an, dass er keine Ahnung hatte, wie er das bewerkstelligen sollte 🙄 ! Also einfach mal probiert - klappte auch hervorragend, nur dass sich 3/4 die Breit- anstatt die Kehrseite ausgesucht hatte und nun das schmunzelnde Menschenpublikum über den Rücken von 7/8 hinweg ansah. 😄 Noch dööfer war die Tatsache, dass 7/8 plötzlich nach vorne marschierte und 3/4 feststellen musste, dass auf zwei Füßen seitwärts zu laufen eine gewisse Herausforderung darstellt 😄 .

So gutes Entertainment hatten wir nie und nimmer von einem Nashorn erwartet!

Leider wurde das Spiel der Nashorner unterbrochen, da sich ein weiteres Nashorn dem Wasserloch näherte. Das rief Mama Nashorn auf den Plan, die sich mit dem Neuankömmling ein wenig abseits längere Zeit rangelte, bis alle vier Nashörner schließlich von der Dunkelheit verschluckt wurden und nicht mehr zu sehen waren.

Wir begaben uns nun auch zum Abendessen - und was soll ich sagen? Ich Vergleich zum Januar 2011 hatte es sich tatsächlich etwas gebessert, es sah aufgeräumter aus (auch am nächsten Morgen) und die Salattheke bot tatsächlich eine Reihe genießbarer Salate. Das warme Essen jedoch - und insbesondere die Soßen - waren immer noch fernab von gut. Wobei das Fleich (es gab Eland) dieses Mal meiner Meinung nach nicht ganz so scheußlich war. Aber von gut waren wir immer noch recht weit entfernt 😕 .

Wir futterten uns also am Salat satt und schlenderten dann noch einmal zum Wasserloch. Diesmal war eine Gruppe von 10-15 Giraffen anwesend, die meditatives "aus der Dunkelheit heraus und wieder herein" Kopfgewackel machten. Zum Wasserloch trauten sich innerhalb einer halben Stunde tatsächlich nur zwei Giraffen, die anderen wagten sich leider nicht nach vorne.

Da wir am nächsten Tag einen langen Fahrtag hatten, beschlossen wir ins Bett zu gehen und die Giraffen, Giraffen sein zu lassen.

Kleines Fazit Etosha: Auch mein zweiter Besuch im Etosha war sehr lohnenswert. Nachdem ich das letzte Mal 2 Nächte im Park war, war es diesmal doppelt so lange, also 4 Nächte. Und ich muss zugeben: Ich würde nicht mehr unter drei Nächte den Park besuchen wollen. Auch mit 4 Nächten in drei Camps haben wir es nicht geschafft alle Wege abzufahren - obwohl wir wirklich viel auf Achse waren.
Mit den Tiersichtungen waren wir mega zufrieden - mit derart vielen Löwen und Nashörnern hatten wir wirklich nicht gerechnet und der Kampfadler war ein absolutes Highlight. 🙂
Von den Camps fanden wir unterkunftstechnisch alle drei absolut okay, das Essen war in Halali und Namutoni überraschend schmackhaft und in Okaukuejo wie erwartet nicht der Brüller. 😉 Am Wohlsten haben wir uns tatsächlich in Halali gefühlt.

Der Gabi lernt Antilope-Kurs schloss mit mittelmässigen Ergebnissen ab 😉 - Impala, Gnu und Oryx wurden fortan erkannt und ansonsten sah Gabi während der Reise weiterhin viele Steinböcke 😣 😗 😎 !

LG
Steffi

Teil 2617. Juli 2012

Hallo zusammen,

@picco: Schön, dass du auch dabei bist 🙂 ! Hhhmm, umkehren ist schlecht - aber damit du besser aufholen kannst, bauen wir heute gleich mal unsere erste Panne ein 😎.

Weiter geht's!

15. Mai 2012
Etosha Nationalpark – Hohenstein Lodge im Erongo (via Farm Ameib)
oder auch: „Gabi und Steffi lernen Dieselwasserfilterpumpe!“B)
Teil 1: „Help, I need somebody! Help - not just anybody! HEEEEELP!“ 😵



Unser letzter Morgen im Etosha begrüßte uns freundlich und nett mit einem Nashorn in der beginnenden Morgendämmerung am Wasserloch.

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Das war dann Nashorn No. 7 unseres Etosha – Aufenthaltes – im Hinblick darauf, dass unsere Nashornerwartung vorher gleich Null war, ein phänomenales Ergebnis. 🙂

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Pünktlich zur Toröffnung tuckelten wir mit Peggy in den Park – diesmal aber nicht um auf Pirsch zu gehen, sondern um den Park zu verlassen. Die Tiersichtungsfee schickte uns dankenswerterweise gleich noch ein Begleitgeschwader in Form von zwei Hyänen auf Selbstmordhuhntripp, die es scheinbar total spannend fanden, vor der fahrenden Peggy hin- und her zu flitzen 🤩 (keine Fotos hiervon, ich war zusehr damit beschäftigt Gabi ins Ohr zu brüllen, dass sie bloss keine Hyäne überfahren solle … 😗 ).

Vom heutigen Tag gibt es im Übrigen kein Foto vom Sonnenaufgang – Gabi weigerte sich nämlich schlicht für den Sonnenaufgang zu Bremsen und behauptete tatsächlich, dass das sowieso wieder die gleiche Sonne wie am gestrigen Tag gewesen sei. 😎

Dann fuhren wir auch schon mit einem lachenden (neue Abenteuer ahoi! 😄 ) und einem weinenden (*snüff* keine Elefanten mehr 🙁 … @Bele: du kannst nun wieder unbekümmert mitlesen 😉 ) Auge aus dem Park heraus.

Die heute lange Fahrstrecke verkürzten wir uns mit falschem und schrägem Nachgesinge diverser Musikstücke 😄 (unser Namibia-Reise-Musik-Mix hatte seine Höhen und Tiefen, unser musikalisches Talent hingegen – wie müssen gestehen – nur Tiefen 😗 ). Wir haben im Übrigen festgestellt, dass Lieder der Beatles ganz hervorragend geeignet für das Geruckel auf Schotterpisten sind und irgendwie auch für alle Reiselebenslagen den richtigen Ton finden 😗 … mehr dazu weiter unten im Text 😎 ….

Nach Outjo bogen wir auch die M63 in Richtung Kalkfeld ab … hurra, unsere erste richtige Gravel-Strecke. … die sich allerdings recht eintönig dahinzog … Da der Straße das scheinbar bewusst war, versüßte sie uns die Fahrt mit einigen Steinböckchen und Warzenschweinen, die wir entlang des Weges sahen 🙂 . Und einer dicken Puffotter mitten auf der Straße. 🤩

Kurz hinter der Puffotter wurde ich plötzlich mit folgender Frage konfrontiert:

„Sag mal, Steffi, weißt du was ist, wenn dieses eine Wartungslämpchen orange leichtet?“

Die Antwort lautete „Öhm? Nö?“ 🙄 Wir starten zu zweit einige Sekunden auf die Amaturenanzeige von Peggy, wo tatsächlich ein Zeichen orange leuchtete. 😵

Okaaaaayyyy….??? 🤨

HILFE!!!! 😵

Dann ging ich meinem Job als kompetente Beifahrerin nach 😉 und konsultierte das Peggy-Handbuch. Neben einer Abbidung unseres leuchtenden Lämpchens stand da die Erörtung „drain fuel filter water“ verbunden mit dem Hinweis „ Go to your toyota dealer immediatly!“ 😣

Na herzlichen Dank auch! 😵

Wobei wir scheinbar erst in Stufe eins des „fuel filter water“-Problems waren, denn einen Absatz später stand noch, dass wenn das Lämpchen leuchte und dazu ein „buzzing sound“ ertöne 🙄 , man doch bitte immediately 🙄 das Auto zu stoppen habe, und den toyota dealer anrufen solle. 🤩

Wir lauschten!

Nichts!

Wir lauschten ganz konzentriert!

Von einem „buzzing sound“ war nichts zu hören.

Buh!

Wir interpretierten das so, dass die Notlage noch nicht ganz schlimm ausgeprägt war – was sollten wir auch anderes tun – die Puffotter hinter uns klassifizierte sicher nicht als toyota dealer 😉 und ansonsten hatten wir auf den letzten 20 Kilometern keine Menschenseele gesehen…

Das weitere Studium des Peggy-Handbuchs führte uns so einen Verweis auf ein hinteres Kapitel, wo sich tatsächlich eine Abbildung zum manuellen Entleeren der ominösen Dieselwasserfilterpumpe fand. Das Bild dazu war ganz hübsch, die Anleitung dazu las sich eher konfus… 🤨

Wir grübelten, was das Handbuch uns damit sagen wollte: Sollten wir nun eine Werkstatt ansteuern oder selbst versuchen das Ding zu entleeren ? Und wielange hatten wir Zeit um eine Werkstatt aufzusuchen? 🙄

Da wir nach wievor ohne „buzzing sound“ unterwegs waren und die nächste kleine Stadt, Kalkfeld, laut Karte nur noch 10 Kilometer entfernt war, entschlossen wir uns, dorthin zu fahren und dort nach einer Werkstatt zu suchen, in der Hoffnung, dass der buzzing Sound uns bis dahin verschonen würde.

Die nächsten 10 Minuten waren insofern reichlich angespannt. Gabi und ich zeichnen uns beide durch ein rege Phantasie aus und sahen für unserem inneren Auge Peggy wahlweise lustig qualmen bis kurz vor der Explosion stehen. 😗

Wie schön war es daher, als wir endlich in Kalkfeld angekommen waren…

Die arme Tankdame an der Tankstelle muss sich dann auch reichlich überfallen vorgekommen sein, als wir aufgeregt schnatternd irgendetwas von „mechanical problem“ von uns gaben und nach dem nächsten Mechaniker fragten. Auch wenn sie uns wohl nur zu einem Drittel verstanden haben dürfte – unser Wunsch nach einer Werkstatt war wohl unüberhörbar und wir wurden flugs wieder mit Richtungsangaben auf die Straße und 500 Meter weiter geschickt.

Und da war sie: Eine Tankstelle mit Werkstatt! 🤩 Gibt es was Schöneres? – für uns in diesem Moment wahrhaft nicht. 😉

Wir fielen dann auch abermals überfallartig über den ersten Menschen her, der Hilux-kompetent aussah 😉 … wie wir später feststellten, war das kein Mechaniker, sondern der von uns höchst amüsierte Busfahrer einer Reisegruppe. Oops! 😗 Aber er kannte sich aus 😄 – beruhigte uns erst einmal, dass das alles halb so wild sei und in wenigen Minuten zu richten.

Okaaaay! Klang ja gut! 🙂

Dann winkte er einem Mechaniker, zu viert (wir hatten natürlich unsere Nasen mit vorne dran 😉 ) beugten wir uns über Peggys Motorhaube und die Herren zeigten uns den Grund allen Übels: die Dieselwasserfilterpumpe!


Die Dieselwasserfilterpumpe hat für mich persönlich unglaubliche Ähnlichkeit mit einer Fahrradtrinkflasche. Um sie zu entleeren, muss man jedenfalls den Nippel oben hochziehen, dann unten das Wasser herauslassen, bis kein Wasser, sondern Diesel kommt und dann oben pumpen.

Dann sollte auch das Licht wieder weg sein. Hhmm…. war es aber nicht! 🙄 Kommt wohl bei den Hiluxen manchmal vor, erklärte man uns – hilft nur das komplette Ab- und Wiederanklemmen der Pumpe! 😵

Okaaayyy…??? Vielleicht hatte das doch vorhin zu gut geklungen? 🙄

Die Methode half aber tatsächlich! 🙂 Pumpe leer, Peggy an, Kontrolllämpchen aus – alles perfekt! 😄 Unsere zwei Retter waren etwas peinlich berührt, als wir uns überschwänglich bedankten und sie zu unseren Helden des Tages ernannten. 😎

Und so konnten wir – keine 15 Minuten nachdem wir die Tankstelle angefahren hatten – mit einer nun wieder braven Peggy unseres Weges ziehen! 🙂

Halleluja! 🙂

Morgen im zweiten Teil des Tages geht’s dann wieder weiter mit mehr Fotos (und weniger Text 😉 ) vom Erongo bzw. unserem Abstecher zur Farm Ameib!

LG
Steffi

Teil 2721. Juli 2012

Hallo zusammen,


@Peter: Auch für dich ein herzliches Willkommen auf der Peggy! 🙂

@Strelitzie: Nicht verhungern ... ich reich dir mal nen Keks und ne Cola 🙂 ! Auf den Willi - oder eher den 3. Bruder von Willi musst du noch ein bisschen warten, der begegnete uns erst am Sossusvlei 😗 ...

@picco: Entschuldige ... ich wollte dir eigentlich ein bisschen Verschnaufspause geben! 🙂 Nicht böse sein...

denn: Es geht jetzt auch endlich weiter!

15. Mai 2012
Etosha Nationalpark – Hohenstein Lodge im Erongo (via Farm Ameib)
oder auch: „Gabi und Steffi lernen Dieselwasserfilterpumpe!“
Teil 2: „Von Zeseln und kleinen Drachen“



Nachdem das Peggy-Problem gelöst war (… ich muss vielleicht einschieben: erst einmal… 😗 ) fuhren wir gemütlich weiter in Richtung Omaruru. Dort fielen wir über den Super Spar her und verpflegten uns für die nächsten Tage 🙂 . Danach noch schnell in Usakos getankt und auf in Richtung Farm Ameib. Da wir recht gut in der Zeit waren, wollten wir dorthin noch einen kleinen Abstecher machen.

Hmmm, wie soll ich die Farm Ameib nun beschreiben? Also erst einmal, muss man wohl sagen, dass es ein wirklich schöner Flecken Erde ist. Zum zweiten kam es uns aber irgendwie wir eine kleine Zeitreise vor … das ganze hatte den Flair als wäre die Farm, während sich die Welt außen herum weitergedreht hat, einfach stehengeblieben …! Wir fanden das unglaublich interessant und auch recht charmant 🙂 , allerdings ist die Farm auch fest in der Hand von unzähligen Katzen, wahrscheinlich sogar zu vielen Katzen 🙄 .

Nachdem wir unser Permit bei Frau Kögler bezahlt hatten, durften wir noch im (großen) Essensbereich der Farm unsere Zelte aufschlagen und Picknicken. Eigentlich wollten wir das ja im Freien machen, aber
a) war der Hunger zu groß 😎
und
b) war es unterdessen richtig heiß geworden, sodass ein schattiger Platz enorm an Reiz gewann 🙂 .

Am Anschluss tuckelten wir gesättigt und vergnügt über die schmale Farm-Pad in Richtung Bull’s Party. Die Wanderung zur Philipp’s Höhle strichen wir einvernehmlich von unserem Plan, weil es uns einfach zu heiß war und wir, pannengeschädigt wie wir an diesem Tag waren, es nun eher gemütlich angehen lassen wollten.

Auf Ameib gibt’s es übrigens Elefanten … aber keine Sorge Bele … nur aus Stein… 😉

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Die Gesteinsformationen dort sind wirklich sehr schön – zum Wandern sicherlich ganz toll, wenn man die Zeit und Muße dafür mitbringt. Wir erkundeten ein bisschen das Gebiet, suchten uns irgendwann ein nettes Plätzchen und genossen einfach die Natur, Ruhe und Stille. 🙂

Schatten...

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Aussicht vom "Parkplatz"...

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Auf dem Rückweg hatten wir dann noch eine Ziegen-Pad-Sperrung 🙂 . Auf Ameib muss es wahrscheinlich mittlerweile vor lauter Babyziegen wimmeln, denn was da an schwerstträchtigen Ziegen vor uns über die Straße watschelte (von gehen konnte man da nur noch schwer sprechen… 😎 ) war zum Quietschen komisch. 😄

Ja, und dann lief uns in einer Gruppe Esel tatsächlich der hier noch über den Weg!
Tatatata! Ein Zesel! 🤩

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Der Zesel war aber sehr dokumentationsunwillig 🤨 – deswegen gibt’s nur dieses eine Foto von ihm!

Danach machten wir begaben wir uns für die letzten 35km zurück auf die Piste!

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Am späten Nachmittag erreichten wir die Hohenstein Lodge, wo wir sogleich von Frau Stüber, einem Angestellten und Hund freudigst begrüßt wurden. So macht ankommen Spaß 🙂 ! Wir genehmigten uns dann auch gleich ein paar kühle Getränke auf der Terrasse und bezogen dann unser Zimmer, bevor wir wieder auf der Terrasse bei weiteren kühlen Getränken und Flirtattacken unseres neuen Lieblingshundes landeten. 😄

Die Zimmer der Hohenstein Lodge sind sehr nett mit schönem großen Bad. Und der Ausblick von der Terrasse (und teilweise auch den Zimmern) ist echt toll.

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In einiger Entfernung hat die Lodge auch ein Wasserloch, an dem wir sogar ein Gnu sehen konnten. 🙂

Kleine Drachen gibt es auf Hohenstein auch… 😉

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Da wir am nächsten Morgen wieder mit Sonnenaufgang aufbrechen wollten, verabredeten wir mit Frau Stüber, dass sie uns kleine Frühstückspakete packt. Was rein sollte, dürften wir uns sogar aussuchen 🙂 ! Da die Betreiberin Vegetarierin ist und in der Küche mit anpackt, ist das Essen auf Hohenstein ein wenig weniger fleischlastig, als woanders. Oder anders ausgedrückt: Die Fleischmenge ist dort in einem ausgewogenem Verhältnis zu den Beilagen 😄 ! Für uns war es in jedem Fall mal eine schöne Abwechslung und alles sehr lecker.

Nach dem Essen drückte es uns schon recht bald die Augen zu, sodass wir abermals vor 21 Uhr in unserem Betten lagen, gespannt darauf, was der nächste Tag bringt!

Ja, und der brachte einiges 🙂 :
- einen Besuch der Spitzkoppe
- einen Besuch der Robben am Cape Cross
- und Swakopmund

LG
Steffi

Teil 2824. Juli 2012

Hallo zusammen!

@juma: Willkommen an Bord! 🙂

@Sandra: Wow - Neid, ihr hattet Wasser auf Ameib ... schöne Fotos hast du da (noch einmal *Neid* 😉 )

Und es geht weiter!

16. Mai 2012
Hohenstein Lodge – Swakopmund via Spitzkoppe und Cape Cross
oder auch: „On the road again“
Teil 1: „Steffis und Gabis Steinegucken der konfusen Art“



Ich liebe ja Steinegucken! Fast so sehr wie Antilopen und den dämlichen Gnu-Gesichtsausdruck! 😎 Setzt mich im Südwesten der USA aus und ich wusel euch bis zum Verdursten mit verzücktem Gesichtsausdruck fröhlich umher… 😗

Insofern war von vorneherein klar, dass Gabi auf unserer Namibia-Reise zu einem Zwangsbesuch der Spitzkoppe verdonnert wurde. Okay, ich glaube, auch hier war der Widerstand gleich null 😉 – wobei ich befürchte, dass ich da auch etwas diktatorisch aufgetreten bin! 😗

Als ich 2011 mit dem Göttergatten unterwegs war, hatten wir die Spitzkoppe und den Erongo rechts liegen gelassen und sind von Swakopmund aus direkt ins Damaraland gefahren. Deswegen wollte ich mir die Gegend dieses Mal zumindest kurz einmal ansehen.


Wenn man nicht campt, heißt Spitzkoppe ansehen aber – sofern man das Teil im schönem Morgenlicht haben möchte und danach auch noch etwas vor hat: Verdammt bald aufstehen!

Mal wieder …! 😄

Wir waren ja mittlerweile gestählt! Selbst Gabi… 😉

Gabi hatte sich am Abend zuvor übrigens einem neuen Wunsch-Gebiet zugewandt: Sie wünschte sich nun von der Wolkenfee hübsche Wölkchen zum Sonnenaufgang und Sonnenuntergang 🙂 . Auch hier war sie sehr zuversichtlich, dass das klappen würde…

Der 16. Mai 2012 begann also wie die meisten Tage unseres Urlaubs. Steffi hüpfte, Gabi grummelte, und dann trieb Steffi die liebe Gabi noch halb in den Wahnsinn, weil sie meinte, kurz vor sechs Uhr morgens im Schein der Taschenlampe ihre Reisetasche auf der Suche nach einem bestimmten Unterwäscheteil durchsuchen zu müssen. 😗

Ist vielleicht nicht die beste Idee – zugegebenermassen 😗 😎 . Vor allem wenn man das Teil schon am Abend zuvor bei Tageslicht auf die Schnelle nicht finden konnte 😗 . Vor mich hinschimpfend, dass das Teil bei Abreise in Halali noch da gewesen sei, bugsierte mich Gabi irgendwann samt Tasche aus dem Zimmer heraus und ins Auto mit dem Vorschlag, am Abend in Swakopmund doch in aller Ruhe nach dem vermissten Teil in der Tasche zu suchen.

Gar kein schlechter Vorschlag … sehr sinnvoll sogar 😎 … ich war besänftigt!

Gabis Wolkenbestellung war über Nacht im Übrigen eingetroffen: Der ganze Himmel hing voller Wolken! 🤩

Die ersten paar Kilometer Fahrt diskutierten wir ausführlich, ob das mit den Wolken nun schlecht für den Sonnenaufgang sei oder gut und einigten usn darauf, dass er entweder phänomenal werden würde oder nicht-existent. 😉

Ein paar Minuten später: Seht selbst… 🙂

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Im Übrigen würden wir nie, nie, niemals jemand empfehlen im Erongo nachts Auto zu fahren. Also grundsätzlich würde ich das ja in Namibia niemanden empfehlen – aber bei unserer frühmorgendlichen Fahrt zur Spitzkoppe, bekamen wir mal wieder vor Augen geführt, warum man es konkret tulichst lassen sollte: Da schlafen nämlich die Kühe und Esel auf der Straße! 🤩

Und die finden es schon um halb sieben Uhr morgens, wenn die Sonne schon aufgegangen ist, totaaaal doof für so einen doofen Hilux Platz zu machen 🙄 . Wir durften auf der Strecke sicherlich 10 Mal lustiges Esel-Kuh-Weck-Kommando spielen, meistens begleitet davon, dass wir mindestens 2 Minuten stehen bleiben mussten, bis sich das Tier gemähchlich auf die Beine gestellt bekommen hatte und dann laaaangsam davontrottete 🙄 😣 .

Peggy-Schatten im Morgenlicht 🙂 .

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Und dann sahen wir sie schon: die Spitzkoppe von Weitem…

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… Unser Besuch der Spitzkoppe in drei Worte zusammengefasst: Spaßig, konfus, ineffizient! oder auch: 😉 🙄 😣

Und das kam so!

Als wir um kurz nach sieben ans Eingangstor der Spitzkoppe fuhren, war da niemand. Nachdem wir fünf Minuten gewartet hatten, kam ein junger Mann angerannt, bei dem ich unseren Eintritt bezahlen konnte. Auf meine Frage, ob er auch eine Karte für uns hätte, meinte er „no map“ … okay 🙄 … er zauberte dann sein Exemplar von Karte aus der Tasche und zeigte darauf … in die rechte Richtung dürften wir nicht fahren 😐 … nur mit geführter Tour … wann die stattfinden? „Don’t know. Come back later!“ 🙄 …. Hhhmm … gut bleibt ja noch die linke Seite! Da dürften wir aber auch nur gerade aus und dann die dritte links fahren. … und dann irgendwann auch rechts! AHA! 🤨

Dritte links …. Umgucken … wieder zurück auf die „Hauptstraße“ … dann irgendwann rechts … das müsste schon irgendwie gehen … meinten wir! 😗

Also optimistisch losgetuckert, festgestellt das Ausschilderung hier Fehlanzeige ist, dritte links genommen … und… wir standen auf einen leeren Campingplatz 😗 😣 . Fein, wir waren uns recht sicher, dass wir da genau nicht hinsollten 😣 . Da sich die Sonne aber gerade hinter eine Wolkenwand geschoben hatte und hier eh niemand war, schoben wir ein kleines Frühstückspicknick ein. 😛

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Ums vorweg zu nehmen: Die Campingplätze sind an der Spitzkoppe echt ein Traum (yap, wir sind aus Versehen noch auf ein paar anderen gestrandet… 😗 ) … wenn ich Camper wäre, ich würde dort sofort mein Lager aufschlagen 🙂 . Allerdings waren die Campingplätze auch sehr verdreckt, die Mülltonnen quollen über, der Müll würde vom Wind durch die Gegend getragen – das war eher nicht schön. 😕

Danach versuchten wir weiter angestrengt, den richtigen erlaubten Weg zu finden und fuhren – befürchte ich – damit sämtliche Gebiete ab, die uns eigentlich verboten waren 😗 . Aber wieso markiert man das dann nicht entsprechend? 😠 … wir waren reichlich frustriert in unserer Wegfindung … und dazu muss man ja sagen, dass das Spitzkoppe-Gebiet echt nicht groß ist.

Aber eins muss man sagen: Vom Fahrerischen machte unsere Spitzkoppe-Odysee ziemlich viel Spaß! 😛 Unterwegs kamen uns einige wenige Autos entgegen, die alle genauso ratlos aussahen wie wir … irgendwann nahmen wir es nur noch mit Humor und genossen die Landschaft um uns herum … 🙂

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Richtig Wandern trauten wir uns dann aber nicht – da waren wir uns einfach zu unsicher, ob man das nun dürfte oder nicht 😕 … und ohne Plan … naja 🙁 … Und so verließen wir eher als eigentlich eingeplant um kurz nach halb zehn Uhr morgens das Spitzkoppe-Gebiet auch schon wieder…

Die Spitzkoppe haben wir daher mit einem recht zwiespältigem Gefühl verlassen. Zum einen ist es dort schon wirklich hübsch, das Gebiet – auch wenn es überschaubar ist, hat, finde ich, riesiges Potential – nur wird es derzeit wohl recht lieblos „gepflegt“. Und das ist schade… 😕

Wir haben im Laufe unserer Reise noch andere Reisende getroffen, die die Spitzkoppe besucht haben. Und was einem so erzählt wurde, scheint die Tagesform derer, die das Gebiet verwalten auch sehr schwankend zu sein. Die einen waren drei Tage nach uns dort und berichteten von absolut sauberen Campingplätzen, wieder andere meinten, der Plan – den es bei uns nicht gab – hätte bei ihnen in der totkopierten Form 10 Nam-Dollar gekostet (was ich persönlich eine Frechheit finde), wäre aber nicht sonderlich akurat gewesen, sodass sie sich auch schnell verfahren hätten. Wieder andere berichteten, dass man ihnen als Tagesbesucher derart aufdringlich eine teure geführte Tour aufdrängen wollte, dass sie nach einer halben Stunde mehr oder weniger die Flucht ergriffen haben… 😵

Was ist das Fazit von unserem kurzen Abstecher in den Erongo und zur Spitzkoppe: Der Erongo hat uns recht gut gefallen 🙂 , hier würde ich auch jederzeit wieder einen Zwischenstopp auf den Weg in den Etosha einlegen. Wobei ich persönlich auch sagen muss, dass mir das Damaraland fast besser gefällt als das, was ich vom Erongo gesehen habe – schön ist er aber allemal und es würde mich auch sehr reizen das Gebiet etwas ausführlicher zu entdecken – gerade eben auch, weil man dort sicherlich sehr schön wandern kann. 🙂

Die Spitzkoppe würde ich als Tagesbesucher nicht noch einmal besuchen. Zumindest nicht, solange ich nicht aus verlässlicher Quelle weiß, dass das Gebiet besser gemanagt wird und man zumindest, wenn man Eintritt bezahlt, einen Plan in die Hand gedrückt bekommt, auf den man sich dann auch verlassen kann…und wenn ich mir sicher sein kann, dass nicht mehr als das halbe Gebiet „off limits“ ist und ich es mir auch in Ruhe ansehen kann. Denn zum Steine angucken brauche ich persönlich keinen Guide…

Weiter dann im nächsten Tag mit ganz vielen Robben am Cape Cross … mit vielen Fotos und ein, zwei Videos. Ihr bekommt sozusagen die VIP-Cape-Cross-Präsentation mit dem Ausblick, der Geräuschkulisse aber ohne Gestank! 😄

LG

Steffi

Teil 2925. Juli 2012

Guten Abend zusammen,

wir fahren weiter 😎 !

17. Mai 2012 ... öhm ... wenn ich genauer überlege, war's dann doch erst bzw. immer noch der
16. Mai 2012 😉
Hohenstein Lodge – Swakopmund via Spitzkoppe und Cape Cross
oder auch: „On the road again!“
Teil 2: „Oink, oink“



Früher als gedacht, waren wir also auf unserem Weg in Richtung Swakopmund. Da wir vorher noch am Cape Cross vorbeisehen wollten, fuhren wir über die D1918. Die Pad war in wesentlich besseren Zustand, als wir befürchtet hatten und wir kamen wirklich fix durch 🙂 .

Peggy mitten in der Wüste 😎 …

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Eigentlich hatten wir die Robbenkolonie für den frühen Nachmittag eingeplant, aber nachdem wir um kurz vor elf Uhr bereits in Hentiesbay waren, beschlossen wir gleich hin zu fahren.

Cape Cross ist für mich so ein Ort, der nicht unbedingt schön ist, aber unglaublich faszinierend. Diese Unmengen an Robbenleibern, die Lärmkulisse, die Brandung die mit voller Wucht gegen die Felsen schlägt und nicht zu vergessen der Gestank. Cape Cross ist wahrhaft ein Fest für die Sinne (wenn auch für die Nase ein eher ungemütliches 😎 ).

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Am späten Vormittag war an der Robbenkolonie gerade Mittagsschläfchen angesagt. 🙂

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Schlafende Robben sind irgendwie niedlich 😄 …

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Und wenn sie sich putzen, sieht das auch irgendwie putzig aus …

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Beim Gähnen sieht man dann auch mal die spitzen Zähne... 🙄

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Ansonsten können Robben wunderbar gechillt daher gucken 😁

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...

Teil 3025. Juli 2012

...

Der hier hatte einen besonderen Platz …

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Und hier der Beweis, dass es viele Robben sind…

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Und hier der Beweis, dass es nicht nur viele Robben sind, sondern dass viele Robben auch verdammt laut sind 😎 …

Bei YouTube ansehen ↗



Interessant auch zu beobachten, wie die Robben versuchen ins Wasser zu gelangen und aus dem Wasser wieder herauszukommen…

Bei YouTube ansehen ↗



Nach einer guten dreiviertel Stunde verabschiedeten wir uns wieder von den Robben. Irgendwann reicht’s der Nase dann doch 😎 (auch wenn wir tatsächlich Glück hatten und der Wind sehr nasenfreundlich daherblies…).

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Unser Mittagsessen nahmen wir dann kurz hinter Hentiesbay auf einer kleinen Düne mit Blick auf den Atlantik und einigen Fischern ein. An diesem Tag gab’s zur Abwechslung mal wieder Thunfisch mit Zitrone und Keks, Tomatenchutney und nicht zu vergessen die obligatorische Zwiebel 😛 …!

Danach machten wir uns auf den Weg nach Swakopmund, wo wir am frühen Nachmittag im Orange House eincheckten. Das Orange House ist ein kleines Gästehaus, eigentlich ganz zentral (zu Fuß dürften es nicht mehr als 10-15 Minuten am Strand entlang in die Innenstadt sein) und netten geräumigen Zimmer. Der Inhabern kommt ursprünglich aus Deutschland , lebt aber seit seiner Jugend in Namibia - was seinem raubeinigen fränkischen Charme aber keinen Abbruch getan hat 😄 (wer echte Franken kennt, weiß, was ich meine… 😎 ). Alles in allem ein super Preisleistungsverhältnis. 🙂

Wir machten eine kurze Pause, die ich nutze um meine Reisetasche mal wieder durchzuorganiseren. Nach meiner morgendlichen Wühlaktion herrschte darin nämlich absolutes Chaos 😗 . Die Ordnung war schnell wieder gefunden … nur … beim Ordnen bemerkte ich, dass nicht nur das ominöse Unterwäscheteil fehlte, sondern auch ein rotes T-Shirt, eine rote Bluse und eine weiß-rote Bluse!!! 🤩 Alle Sachen waren definitiv bei unserer Abfahrt in Halali noch in der Tasche gewesen… 😕

Die einzig logische Erklärung war, dass sich scheinbar jemand in Okaukuejo an meiner Tasche vergriffen haben muss 😮 . Und dabei hatten uns die Putzfrauen als wir mittags das Gepäck ins Zimmer trugen, noch so nett gegrüßt (oder vielleicht gerade deshalb? 😐 ). Interessant war, dass nur frisch Gewaschenes fehlte, nur die bunten Sachen und auch nur so viel, dass es eben nicht gleich auffiehl… *seufz*. 🙁 Freundlicherweise hatten sich die Diebe aber die eher kostengünstigen Teile ausgesucht und irgendwie war ich ja auch selbst schuld, denn ich hatte ja auch ein Kofferschloss dabei und hätte das nur an der Tasche anbringen müssen… insofern: Lektion gelernt, von nun an wird alles verriegelt und abgesperrt! 😠

Da Faulheit auch mal sein muss, genehmigten wir uns nach unserer kleinen Pause noch eine Stadtrundfahrt mit dem Auto (wozu laufen, wenn man vier Räder hat? 😉 ) und plünderten den Swakopmunder Super Spar.

Danach gab’s ein leckeres Abendessen im „Lighthouse“ und einen schönen Sonnenuntergang.

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Und dann war auch dieser erlebnisreiche Tag schon wieder zuende!

Im nächsten Teil gibt’s dann die Living Desert Tour mit Chris Nel! - öhm, wieviel Chamäleon-und Gecko-Fotos dürfen's denn sein? 😗

LG
Steffi

Teil 3127. Juli 2012

Hi,

nachdem hier ja scheinbar fröhliches Ferienfeeling ausgebrochen ist, habe ich im heutigen Teil der Reise passend dazu ein bisschen Sand im Angebot! 😎 ... und ein Chamäleon ... 🙂

... und wehe es beschwert sich jetzt jemand, dass nun zuviele Fotos vom Chamäleon kommen 😗 ...

17. Mai 2012 (der Richtige! 😎 )
Swakopmund:
oder auch: Living Desert Tour mit Chris Nel
Teil 1: „Steffi goes Mafia!“ 😗


Viel hatten wir uns vom 17. Mai erhofft – aber ganz sicher nicht, dass ich bei der Mafia landen würde. 🤩

Und dabei hat alles so harmlos angefangen… 😗

Es war Donnerstag, der 17. Mai und wir hätten endlich mal ausschlafen können. Da wir erst um acht Uhr für die Living Desert Tour abgeholt werden sollten, hatten wir locker bis 7 Uhr schlafen können. Locker!

Aber wie ich schon anmerkte, wir waren ja mittlerweile im frühmorgendlichen Aufstehen gestählt, und so kam es dass wir beide an diesem schönen Morgen beide bereits um 6 Uhr putzmunter waren. So ein Mist aber auch! 😣

Pünktlich um 8 Uhr wurden wir von Chris Nel abgeholt. Chris Nel ein unglaublicher Entertainer und hat sich ein super System zurechtgebastelt, wie er sich die Leute auf seiner Tour perfekt merken kann: Er macht ein bisschen Small Talk mit den Leuten und merkt sich dann den für ihn markantesten Punkt. Allein das hat einen unbezahlbaren Entertainment-Faktor. 🙂

Zumindest wenn frau auf diese Art und Weise bei der Mafia landet 🙄 . Denn als ich auf die Frage, was ich den beruflich mache, antwortete „legal stuff“, bekam ich ein breites Grinsen zu sehen und zu hören: „Ahhhh – you’re mafia!“. 😵 😣 🤩

Stiegen fortan Leute ins Auto wurden ich von Chris vorgestellt mit dickem Grinsen und den Worten: „This ist Steffi – she’s in the mafia!“ 😵 . Hmmm – vielleicht könnt ihr euch die Blicke vorstellen, die ich daraufhin zugeworfen bekommen habe 🙄 … vor allem, wenn Gabi dann auch noch mit einen fetten Grinsen meinte: „Ja, ich weiß, sie sieht eigentlich ganz harmlos aus!“ 😗

Jedenfalls brach das Ganze sofort das Eis in der Gruppe. Innerhalb weniger Minuten war so aus 8 Fremden eine lustig lachende Truppe geworden 🙂 . Während Chris sein Auto mit Deutschen belud, durfte Douglas, sein Mitarbeiter die acht US-Amerikaner aufsammeln, die auch mit auf Tour gingen.

Als wir aus Swakompund herausfuhren wurde uns zum wiederholten Mal an diesem Morgen gesagt, was für ein Glück wir doch mit dem Wetter hätten: Wir hatten nämlich eine wunderschönen klaren Morgen mit strahlendem Sonnenschein. 🙂

Wirklich interessant fanden wir, dass die Dünen um Swakompund herum wirklich gelb sind – im Gegensatz zu den roten Dünen am Sossuvlei.


Nach einem kurzen Stück Fahrt hielten wir an und während Douglas sich auf die Suche nach den Little Five begab, bekamen wir von Chris eine erste Einführung in die Wüste. Und die war richtig, richtig interessant und noch dazu absolut kurzweilig. 🙂

Dann hatte Douglas ein Chamäleon gefunden – also nichts wie hin!
Zuerst musste Chris Nel unsere Chamäleondame – wir nennen sie jetzt mal Mausi 😎 – etwas anflirten – das ging am Besten mit fetten Würmern….

Such das Chamäleon ...

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Hunger?

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… jamjam (also für Chamäleons… 😎 )

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Mist, das Vieh ist schnell 🤩 …

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Mampf… 😄

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Zum Glück waren noch mehr Würmer vorhanden … also ein nochmaliger Versuch … diesmal war Mausis Zunge derart schnell, dass sie meine Kamera erst gar nicht zu fassen bekam 😣 …

… der Wurm wollte allerdings auch nicht so leicht aufgeben und schlug zurück 😛 …

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… allerdings erfolglos! 😉

Auf ging’s für Mausi zu Wurm Nummer 3 … man achte auf den verzückten Gesichtsausdruck 🙂 …

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Uuunnd: Geschafft! 😁

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...

Teil 3227. Juli 2012

...

Dem Gesichtsausdruck nach zu schließen, muss so ein Wurm wirklich hervorragend schmecken… 😉

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Und hier noch eine witzige Momentaufnahme 😄 ….

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Soviel von Mausi, dem Chamäleon, im nächsten Teil wenden wir uns dann Geckos und den neuesten Modetrends frisch aus der Wüste zu! 😗

LG
Steffi

Teil 3328. Juli 2012

Hallo zusammen,

@Steffi: Schön, dass du auch mit dabei bist 🙂 .

17. Mai 2012 (der Richtige! )
Swakopmund:
oder auch: Living Desert Tour mit Chris Nel
Teil 2: „Von kleinen Wesen in der Wüste“


Nachdem Mausi, unsere Chamäleondame, alle Würmer verspeißt hatte, wurde sie von Chris wieder ins Gestrüpp gesetzt, wo Douglas sie gefunden hatte, damit sie auch weiterhin gut getarnt war.

Dann machte sich Chris auf die Suche nach einem Palmato-Gecko. Ich muss ja sagen: Ich habe keinen blassen Schimmer nach welchen Zeichen er Ausschau hielt (hier wie auch später) ... Chris sprang meist wie von der Tarantel gestochen auf bzw. aus dem Auto, lief zu einem Sandhaufen und buddelte. Und immer fand er etwas... 🙂

In diesem Fall einen Baby-Gecko...

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Wie klein dieser Vertreter der "Little Five" war, sieht man am Schönsten an diesem Foto... 🙂

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... oder wenn man ihn in die Hand nahm...

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Da Chris uns versprach, dass er uns noch einen größereren, farbenprächtigeren Gecko suchen würde, verabschiedeten wir uns von dem kleinen Zwerg und ließen ihn sich wieder im Sand einbuddeln.

Zum Abschied noch ein Foto...

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Derweil hatte Douglas schon den nächsten Wüstenbewohner ausfindig gemacht: einen Fitzsimon’s Burrowing Skink

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Auch ihn durften wir ausführlich bestaunen und vorsichtig in die Hand nehmen, bevor er wieder an einer sicheren Stelle in seine Düne entlassen wurde...

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Ja und dann durften wir eine Sidewinder Schlange suchen. D.h. gesucht und gefunden hatte das Tier eigentlich wieder Douglas ... wobei es für uns aussah, als hätte Douglas nur eine der unzähligen Sandhäufchen mit Busch gefunden 🙄 . Denn wo die Schlange hätte sein sollen - keine Ahnung 🤨 ... Aber Chris versicherte uns, dass sie da sei und schoß zum Beweis gleich ein Foto, auf dem zwei Schlangenaugen aus dem Sand zu uns aufblickten ... 🤩

Okaaayyy... da war tatsächlich eine Schlange ... aber wo? Denn wir sahen immer noch nichts... 🙄 Erst als Chris langsam anfing den Sand wegzupusten, kam das Tier langsam zu Vorschein...

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Ich muss sagen: So etwas meisterhaft Getarntes zu beobachten ist schon wirklich beeindruckend. Mächtig beeindruckend auch deshalb, weil die Tiere ja nicht ganz ohne sind und ich ganz sicher nie so ein Tier finden würde, wenn ich nicht direkt drauftreten würde (und das wünscht man sich ja nun auch nicht, weder fürs Tier noch für einen selbst 😉 ).

Die kleine Schlange hatte zugegebenermassen auch nicht viel Lust auf Menschengucken und versuchte sich sofort wieder einzugraben (was auch erschreckend schnell geht). Chris hob sie darauf mit einem umgebauten Golfschläger wieder langsam aus der Erde heraus...

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...

Teil 3428. Juli 2012

...

Und dann zeigte uns Mr. Schlange, wie schnell und elegant man als Schlange s durch den Sand gleiten kann ... und ja, der Name Sidewinder trifft es wirklich gut ...

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... ein bisschen gezüngelt wurde auch noch 🙂 !

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Den Rest gibt's dann morgen im letzten Teil des 17. Mais.

LG
Steffi

Teil 3502. Aug. 2012

Hallo,

sorry für die kleine Pause, aber mich hat die letzten Tage meine Sehnenscheidenentzündung wieder/immer noch gequält 🙁 ... heut ist's aber ein bisschen besser und deswegen geht's hier auch endlich wieder weiter! 🙂

17. Mai 2012 (der Richtige! )
Swakopmund:
oder auch: Living Desert Tour mit Chris Nel
Teil 3: „Modetrends direkt aus der Wüste“

Nachdem sich der Sidewinder wieder angeschützter Stelle in den Sand begeben hatte (auch das wurde von Chris sorgsam überwacht), erzählt uns Chris noch, dass die Sidewinders als Stiere der Wüste gelten, weil die eher scheuen Tiere, ihre Scheu verlieren, wenn sie rote Farbe sehen würden 🙄 ... okay... es gibt ja so Dinge, wo Unwissenheit manchmal sehr schön ist 😉 ... 😵 ... Gabis geraunter Kommentar daraufhin zu mir: "Siehste hat doch was Gutes, dass all deine roten Klamotten in Okaukuejo geblieben sind!" 😄

Memmo an mich: Aus verschiedenen Gründen nichts Rotes mehr nach Namibia bringen! 😎

Wenn man offenen Auges durch die Wüste fährt bzw. gefahren wird, dann - so stellten wir an diesem Morgen fest - sieht man tatsächlich auch als Laie hin und wieder Tiere. Allerdings eher als vorbeihuschender Schatten an der Düne und nicht als zu erkennendes Tier. Da kam dann wieder Chris ins Spiel. Und so lernten wir: Willst du eine Eidechse fangen, musst du nur deinen Hut nach ihr werfen (also, wenn du einen hast 😎 )! Kein Witz: Funktioniert wirklich! 🙂 Eidechse denkt nämlich, dass der Hut in böser Greifvögel ist und taucht an Ort und Stelle in die Düne ab - und da buddelte sie Chris Nel dann sogleich aus!

Hier der kleine lustige Zeitgenosse (Shovel-Snouted Lizard )

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... irgendwie hatte das Tierchen etwas von Schnappi, dem kleinen Krokodil 😄 ...

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Auch bei der kleinen Eidechse ist Tarnung alles - das Kerlchen geht sogar als trendiger Ohrschmuck durch 😎 ...

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Nachdem der lustige Zeitgenosse wieder in seine Düne entlassen worden war, machte sich Chris an anderer Stelle wieder ans Buddeln...

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Ein Blick in die Umgebung zeigte die Wüste in wunderschönen Farben...

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Und dann hatte Chris ihn auch schon gefunden: Den versprochenen größeren, farbenprächtigeren Gecko ...

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Chris setzte den kleinen Kerl vor sich in den Schatten und schützte ihn mit seinem Schatten vor der Sonne. Währenddessen konnten wir das Tier bestaunen und ein paar Fotos schießen.

Der kleine Gecko war wirklich ein hervorragendes Fotomodel 🙂 ...

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... und brav ... zumindest hier noch ... 😗 ...

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...

Teil 3602. Aug. 2012

...

Wenn die versammelte Tourimeute den Gecko fotografiert, sieht das recht lustig aus. 🙂

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Wenn der nette Gecko, dann auch noch neugierig wird und in Richtung meines Ausschnitts marschiert, nunja ... 😗 ...

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Mein erschrockenes "Nicht in den Ausschnitt!" sorgte in der Gruppe für eine angespannte Schreckenssekunde. Während Chris ins Gesicht geschrieben stand, dass er hin- und hergerissen war zwischen sich auf die Touristin stürzen, um den Gecko zu retten oder qualvoll zuzusehen, wie der arme Gecko von der kreischenden Touristin zermalmt wird, starrte der Rest der Gruppe gebannt zwischen mir (oder eher meinem Ausschnitt 😉 ), dem Gecko (der sich immer mehr näherte 😗 ) und Chris hin und her. Ich überschlug im Kopf derweil verschiedene Strategien wie man den Gecko lebend unter meinem T-Shirt wieder hervorbekommen könnte, ohne dass ich mich komplett zu Hampelmann machen würde (mir ist aber ehrlich gesagt keine einzige eingefallen 😉 ). Dankenswerterweise drehte der kleine Kerl drei Zentimeter vor mir dann doch ab und lief vergnügt an mir vorbei ... noch einmal Glück gehabt 🙂 . Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie schnell Chris den Gecko daraufhin wieder einsammelte 😄 .

Nach unserem abschließenden Geckoerlebnis gab es noch eine lustige Dünenrundfahrt ...

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Gegen 14 Uhr waren wir dann wieder am Orange House. Fazit: Die Living Desert Tour mit Chris ist wirklich ein Erlebnis! Würde ich sofort wieder machen! Neben den Tieren, die man gezeigt bekommt, bekommt man auch ein anderes, sehr interessantes neues Bild von der Wüste vermittelt. Wir empfanden die Tour als absolut empfehlenswert und unglaublich unterhaltsam! 🙂

Den Rest des Tages verbrachten wir mit gemütlichem Faulenzen.

Der Sonnenuntergang an diesem Tag entfiel dann auch, nicht weil wir ihn nicht gerne gesehen hätten, sondern weil plötzlich aus dem Nichts eine Nebelwand vom Meer landeinwärts zog, die innerhalb von zwei Minuten aus einem sonnigen Tag einen Nebelmeer machte...

Hier das Beweisfoto...

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So kam es, dass wir - als wir uns abends nach dem Abendessen auf den Weg zum Auto machten, so ein bisschen verwunschen vorkamen ... dichter Nebel, nebenan krächzte die Spielplatzschaukel im Wind .. fehlte nur noch das Geisterschiff 😉 ...

... letzteres kam an diesem Abend aber dann doch nicht mehr 😛 !

Und so war schon wieder ein Tag vorbei!

Im nächsten Teil gibt's dann noch mehr Wüste am Sossusvlei 🙂 !

LG
Steffi

Teil 3708. Aug. 2012

18. Mai 2012
Swakopmund - Sesriem
oder auch: Es lebe der Sport! 😗
Teil 1: „Einmal quer durchs Nirgendwo“



Nachdem wir am vorhergehenden Tag ja ausgiebigst bis 7 Uhr hatten ausschlafen können 😛 , hieß es an diesem Morgen wieder früh raus aus den Federn! Der Wecker klingelte also mal wieder viel zu früh, Steffi jauchzte, Gabi grummelte 😗 , wir packten unsere sieben Sachen in die Peggy und tuckerten gemächlich gegen halb sieben aus Swakopmund heraus direkt hinein in den Berufsverkehr. 😵

Die Strecke Swakopmund – Wavis Bay am frühen Morgen, wenn alles zur Arbeit will, zu fahren, ist wirklich ein Erlebnis. Glücklicherweise fuhren wir antizyklisch, da der meiste Verkehr nicht aus Swakopmund hinaus, sondern eher hinein wollte. Aber auch so klappten uns das ein oder andere Mal die Kinnladen herunter. Geschwindigkeitsbegrenzungen scheinen für die meisten auf dieser Strecke ein eher theoretisches Konzept zu sein. Gepaart war das Ganze noch mit einer schier unbändigen Risikofreude am Überholen 😣 . Kurzum: Wir waren so froh Walvis Bay erreicht zu haben, dass wir vor Freude gleich mal an der richtigen Abfahrt vorbeifuhren 😎 … öhm ja, … kann ja mal passieren 😗 . Also umgedreht, zurückgetuckert und diesmal trafen wir dann die Abfahrt auch! Juhuuu!

Danach folgte Kilometer um Kilometer durch die Wüste auf der C14. Damit es nicht ganz so eintönig wurde bekamen wir noch ein bisschen Bodennebel geschickt, was das Fahren so richtig lustig macht. Folglich verbrachten wir die nächsten 20 Minuten damit zu raten, ob wir uns noch auf der Straße befänden oder nicht – im Nebel war hier nämlich teils die Straße ein recht theoretisches Konzept 😉 (die Höchstgeschwindigkeit von 80km/h aber auch).

Irgendwann lichtete sich aber der Nebel und wir kamen wieder zügiger voran.

Straße ins Nirgendwo…

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Gegen 9 Uhr hatten wir dann den Kuisib Pass erreicht… Vorsicht Kurve 😄

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Peggy im Nirgendwo…

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Nach mehreren kleinen Fotostopps ging es dann weiter in Richtung Solitaire, wo man scheinbar schon nach uns Ausschau hielt 😄 …

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Nachdem wir ja gefühlte Ewigkeiten keine Erdhörnchen mehr hatten 😗 ,mussten die kleinen Kerlchen bei der Tankstelle ausgiebigst begrüßt werden…

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Danach genehmigten wir uns einen kleinen Imbiss in der Bäckerei, bevor wir uns wieder auf die Straße begaben…

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Unser Ziel für den heutigen Tag war die Sossus Dune Lodge. Bevor wir uns allerdings dorthin begaben stürmten wir gegen 14 Uhr zuerst einmal das Adventure Center der Sossusuvlei Lodge. Wir hatten uns für den darauffolgenden Tag nämlich mit Thorsten und Frau hier im Forum für einen Rundflug verabredet. Da die beiden an den gleichen Tagen wie wir die Sossus Dune Lodge besuchten, passte das perfekt. Wozu so ein Forum nicht alles gut ist 🙂 ! Der Rundflug für den späten Nachmittag am nächsten Tag war dann auch schnell gebucht und vor Vorfreude dick grinsend schlenderten wir kurze Zeit später wieder aus dem Adventure Center hinaus.

Die Sossus Dune Lodge liegt bekanntermassen ja im Park. Bis Ende vergangenen Jahres war bei einer Übernachtung in der Sossus Dune Lodge der Eintritt für den Park mit inkludiert. Das ist seit Anfang 2012 nicht mehr der Fall. Soviel wussten wir bzw. hatte unser Reisebüro uns darauf hingewiesen.

Allerdings scheint Kommunikation also solche beim NWR etwas schwierig zu sein und so gestaltete sich die Sache mit dem Eintritt rückblickend gesehen zu einer wahren Lachnummer. Aber von vorne...

Wer zu den Dünen im Sossuvlei will muss durch zwei Tore. Hinter dem ersten liegt eine kleine Tankstelle, die Permitstelle und ein kleiner Kiosk sowie der Campingplatz und die Abfahrt zum Sesriem Canyon und der Sossus Dune Lodge. Die Sossus Dune Lodge hat dann auch noch einen privaten Weg in und aus den heraus Park für die Gäste der Lodge. D.h. diese müssen gar nicht durch das zweite Tor fahren, wo normalerweise die Permits kontrolliert werden.

Da wir nicht wussten, ob wir deswegen irgendwelche speziellen Permits bekommen (der deutsche Touri denkt bei sowas ja immer viel zu kompliziert 😉 …) beschlossen erst einmal einzuchecken, da man uns da bestimmt sagen würde, was mit den Permits wäre.

Also ab zur Sossus Dune Lodge, Auto am Parkplatz abgestellt und uns samt Gepäck die wenigen Meter hoch zur Lodge fahren lassen. Der Parkplatz der Lodge liegt hinter einem großen Felsen, sodass man die Autos von der Lodge aus nicht sieht, was eigentlich ganz nett ist. Vom Parkplatz dürften es ca. 200m Fußweg bis zur Rezeption sein. Wem das zu weit ist oder wer Gepäck hat, kann auf ein Shuttle zurückgreifen. Soweit so gut. Die Lodge ist wirklich, wirklich hübsch. Eigentlich mit Abstand die hübscheste Lodge unserer Reise 🙂 . Die Begrüßung war auch sehr freundlich, allerdings ergab die Musterung von uns zwei Grazien dann scheinbar, dass wir dringend, dringend Sport bräuchten 😵 😗 😣 . Uns so bekamen wir Zimmer 11 zugeteilt 🙄 .

Und jetzt kommt das erste ABER (yap, es werden noch einige folgen 😉 ): Zimmer 11 liegt kurz vor Zimmer 12 am linken Ende der Lodge. Dorthin führt ein schmaler Holzsteg, der wiederum nett aussieht, allerdings auch rekordverdächtigen Lärm macht, wenn man ihn entlang schreitet. Und um zu Zimmer 11 zu kommen, schreitet man ihn doch recht lange entlang. Aber okay, ein bisschen Bewegung schadet ja keinesfalls, dachten wir uns und nachdem wir vor dem Knirschen der Dielen unter uns bedingungslos kapituliert hatten, waren wir dann doch wieder froh, ganz am Ende zu sein, wo kaum einer an uns vorbeiknirschen musste 😎 (… da hatten wir aber auch noch nicht vom Weckdienst mit Eigenleben erfahren…😗 ).

Der Steg des Knirschens samt einiger Zimmer 😉

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Die Zimmer der Lodge sind wirklich wunderschön und geräumig, mit eigener kleiner Terrasse. Wirklich schön 🙂 .

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Wir machten uns ein wenig frisch, knirschten dann wieder zur Rezeption, ließen uns den privaten Weg in und aus den Park hinaus kurz erklären und begaben uns wieder zu Peggy.

...

Teil 3808. Aug. 2012

...

Achja, vom Permit, Eintritt oder sonst irgendwas hatte man bis dato zu uns gar nichts gesagt 🙄 . Gut, da wir sowieso noch tanken wollten, bevor wir ihn den Park fuhren, entschlossen wir uns die Gebühren in der offiziellen Bezahlstelle zu entrichten. Da waren wir dann auch an der richtigen Stelle 🙂 . Wir erklärten, dass wir zwei Nächte in der Sossus Dune Lodge übernachten würden, heute Nachmittag, morgen und übermorgen frühmorgens in den Park wollten. Das machte nach meiner Rechnung drei Mal Permit zahlen pro Nase und Peggy.

Zuerst einmal wurden wir jedoch kritisch angesehen … sehr kritisch 🙄 … und noch kritischer gefragt, ob wir denn gleich zur Permitstelle gekommen seien, denn ohne Permit dürfe man ja gar nicht zur Sossus Dune Lodge 🙄 . OOPS! 😗 Öhm ja, natürlich versicherten wir der Dame mit den kritischen Blick, dass wir noch nicht eingecheckt seien *hust* 😗 … was sie besänftigte. Dann mussten wir zwei Mal Permit zahlen, nicht drei Mal. Erklärung: Wir hätten zwei Nächte Sussus Dune Lodge gebucht, das macht zwei Mal Permit. Ja, aber wir wollten doch an drei Tagen in den Park?!? 🙄 Dies schien die Dame zu überfordern – sie meinte zwei Nächte wären zwei Mal Permit, den Rest sollten wir an der Lodge nachfragen (also dort, wo wir gar nicht draufhin gewiesen worden waren, dass wir ein Permit bräuchten 🤨 ). Nun gut, egal … ab in den Park … 😉

Die Sossus Dune Lodge vom Park aus gesehen…

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Hier ein paar Impressionen von den Dünen…

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Und den Rest gibt’s dann im nächsten Teil… 🙂

LG
Steffi

Teil 3915. Nov. 2012

18. Mai 2012
Swakopmund - Sesriem

oder auch: Es lebe der Sport!
Teil 2: „… ein bisschen Abendstimmung“


Nachdem wir bis zum 2x4 Parkplatz gefahren waren und vergeblich die in der Ferne umherziehenden Springböcke beschworen hatten im schönen Abendlicht näher an uns und Peggy heranzutraben, beschlossen wir den Sonnenuntergang von einer Düne aus zu genießen.

Auswahl gab es ja genug 😄 !

Da vor der Düne 45 bereits zwei, drei Autos parkten fuhren wir etwas weiter zur Düne 40. Diese soll wohl zukünftig auch mit Parkplatz bis vor die „Tür“ versehen werden, um das schnelle „Besteigen“ zu ermöglichen. Bei uns war der Weg dorthin für Autos jedoch noch gesperrt, sodass wir am pittoresk in die Landschaft gestelltem Klohäuschen (dazu später noch mehr… 🙂 ) hielten und die paar Meter zur Düne liefen.

Zugegebenermassen: Ganz rauf sind wir auf die Düne nicht 😗 . Hatten ja schon von der Lodge genug Sportprogramm verordnet bekommen 😎 . Außerdem ist Dünenbesteigen nun wirklich keine Freude, wie ich finde! Vor allem wenn man zu der Kategorie Leute gehört, die zu kurze Füße haben 😣 . Aber oben ist es schon schön – oder in unserem Fall – halb oben 😁 …

Und so pflatschten – entschuldigt 😉 – glitten wir elegant in den Sand und genossen von unserem schönen Dünenplatz in völliger Stille den Sonnenuntergang.

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Schöööönnnn…

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Auch nachdem die Sonne aus hinter den Dünen abgetaucht war, leuchteten einige Dünen und der Himmel noch farbenfroh....

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Nach unserem Abstieg durften wir dann noch feststellen, dass zum ominösen Klohäuschen auch zwei Elstern (oder Ähnliches) als Klowächter gehörten 🤩 . Und – ihr müsst wirklich zugeben – ein Klohäuschen in romantischerer Lage, - das geht doch gar nicht, oder? 😄

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Als wir in der Dämmerung zurück Richtung Lodge fuhren, stellten wir außerdem fest, dass die Springböcke doch noch unserer Bitte näher an die Straße heran zu kommen, nachgekommen waren. Und lustig vor uns über die Straße flitzten, was das Fahren bei einsetzender Dunkelheit nicht wirklich angenehm machte 🙄 . Letzten Endes waren wir aber zufrieden, gut besandet 😉 und hungrig wieder zurück an der Lodge. Thorsten und Sabine, unsere Mitflieger für den nächsten Tag, hatten lustigerweise auch Sportprogramm verordnet bekommen und waren im Zelt neben uns untergebracht. So saßen wir, nachdem wir eine halbe Düne Sand aus unseren Schuhen geschüttelt hatten 😗 und eine Trainingseinheit später zu viert im Restaurant und harrten der Dinge, die da kommen sollten…

Was soll ich sagen? Wir wählten drei Mal das Impala und einmal – mangels vegetarischen Angebots – das Impala-Gericht ohne Impala. Das Impala war auch absolut in Ordnung und gut – es war nur nicht viel davon auf dem Teller 🙄 . Auf Sabines Teller aber, die das Impala ohne Impala bestellt hatte, hatte die fehlende Antilope auch keineswegs zu einem Zuwachs an Beilagen geführt – eher im Gegenteil 😐 . Das Essen war gut, aber satt geworden sind wir vier damit leider nicht… 🙁 die arme Sabine noch am Wenigsten.

Also Plan für den nächsten Tag: Mittags bereits irgendetwas Essen (was rückblickend tatsächlich die Idee des Urlaubs war 😗 ). Danach meldeten wir uns noch schnell für die Sossusvlei und Dead Vlei-Tour am nächsten Morgen an und sanken dann müde und erwartungsvoll, was der nächste Tag bringen möge, in unsere Betten.

Und der nächste Tag sollte wirklich ein „Highlight“ nach dem nächsten bringen 😎 . In den nächsten Teilen dieses Reiseberichts erwartet euch daher:

- die einzigartige „Missing People“-Tour 😎
- und ein gaaaaanz toller Rundflug über die Dünen inkl. Videos 🙂
- achja, und dann war noch das Beef alle und die Mafia hielt Einzug 😗 …

Mehr dazu bald …

LG
Steffi

Teil 4019. Nov. 2012

19. Mai 2012
Sossus Dune Lodge und Umgebung

oder auch: Tag der Highlights!
Teil 1: „The Missing People Tour“

Ich habe wirklich lange überlegt, wie ich den Bericht zum 19. Mai beginnen soll. Aber ich denke, am Besten beginne ich mit einer Erklärung. Der Erklärung, wie es überhaupt dazu kommen konnte, in der Missing People Tour zu landen…

Und das kam so: Gabi und ich - noch ein bisschen dieselwasserfilterpumpengeschädigt - hatten am Vortag beschlossen, dass wir eher nicht selbst zum Dead Vlei fahren wollten. Nicht unbedingt, weil wir Angst davor hatten, Peggy einzugraben – hier waren wir uns recht sicher, dass genügend freundliche Leute auf der Strecke vorbeikämen, die uns helfen würden im Fall des Falles. Nein, wir hatten die Befürchtung uns einzugraben und dadurch unsere Verabredung mit dem Sonnenaufgang auf der Düne zu verpassen 🙂 .

Außerdem schwang die Begeisterung über die Living Desert Tour mit Chris Nel noch nach, sodass wir uns von der angebotenen guided Tour von der Sossus Dune Lodge noch ein paar interessante Informationen und Drumherum über die Wüste erhofften.

Es sollte anders kommen… 😵

Zuerst klingelte aber der Wecker … frühmorgens … irgendwann um kurz vor halb fünf… 😣 ! Halb fünf ist nun wirklich keine nette Zeit zum Aufstehen – es sei denn man hat ein Date mit dem Sonnenaufgang auf der Düne, fand ich. Gabi fand einfach nur, dass halb fünf keine nette Zeit zum Aufstehen sei! 😛

Pünktlich um kurz vor fünf standen wir also an der Rezeption der Sossus Dune Lodge und harrten der Dinge, die da kommen sollten. Unser Guide – ich werde ihn auch nachfolgend einfach Willi (den Dritten 😎 ) nennen, mir ist nämlich ehrlich gesagt sein richtiger Name entfallen 😊 , vielleicht habe ich ihn aber auch verdrängt… 😐 – empfing uns mit warmen Kaffee und Tee und meinte, dass wir noch auf drei Paare warten würden. Zwei davon kamen auch sofort um die Ecke gebogen. Von Nr. 3 war keine Spur!

Irgendwie wäre es ja naheliegend gewesen kurz zum Zelt der beiden zu gehen und nachzusehen, ob dort Licht brennt oder die beiden schlicht verschlafen haben. Dies schien aber für Willi keine Option. Also warteten wir einfach … und warteten … und warteten 🤨 … bis Willi nach etwas über 15 Minuten auffiel, dass wir jetzt ja schon voll spät dran wären 🙄 und nun schleunigst aufbrechen müssten. Unsere achtköpfige Gruppe hatte sich somit auf sechs Köpfe reduziert. 😐

Also alle vorhandenen sechs Personen ab ins Auto und ab ging die Post.

Die, die schon einmal vor Ort waren, dürften sich daran erinnern, dass im Park ja eigentlich eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h herrscht. Nicht an diesem Morgen! Willi breschte mit Geschwindigkeiten zwischen 100 und 120 Stundenkilometern in der einsetzenden Morgendämmerung den Wüstenhighway entlang, immer fleissig den kreuzenden Hasen ausweichend 😵 , während sechs Insassen im Auto inständig hofften, dass die Springböcke von gestern Abend zwischenzeitlich die Straße verlassen hatten.

Am 4x4 Parkplatz angekommen, wurden wir dann von Willi hektisch aus dem Auto geherdet. Wir sollten uns beeilen und schnell die Big Daddy Düne hochwandern. Oben sollten wir dann auf ihn warten, damit er mit uns ins Dead Vlei könne. Okay… also rauf auf die Düne, rein in den Tiefsand – was braucht man morgens um sechs Uhr mehr? 😄

Wir stapften also los, erklommen mit einigen anderen Touristen die Düne,...

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... begrüßten die Sonne,...

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... die das Dünenmeer unter uns in wunderschönem Licht badete ...

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und … ja und?

Ist euch schon einmal aufgefallen, dass wenn Leute eine Düne besteigen, sie immer weiter und weiter laufen? 😎 Nun muss ich aber auch zugeben, dass es meist schwer ist zu beurteilen, wo genau „oben“ auf so einer großen Düne ist. Willi hätte deshalb vielleicht sagen sollen, er träfe uns in der Mitte des Dünenkamms … geholfen hätte es überhaupt, wenn er denn überhaupt gekommen wäre … 🙄

So standen wir also in der aufgehenden Sonne auf der Düne, guidelos wie wir waren. Was sehr nett war und der Ausblick famos

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– nur: Hatten wir nicht eigentlich eine guided Tour gebucht 🤨 ? In der Gruppe kam die Diskussion auf, was denn nun zu tun sei. Und so beschlossen die anderen zwei Päärchen noch ein bisschen weiter die Düne entlang/hinauf zu laufen, bis Willi eben auftauchte. Was er nicht tat 😕 … und so liefen die vier weiter …

Gabi und ich beschlossen, nicht mehr großartig weiter zu laufen, brachten uns schon mal in perfekte Abrutschposition ins Dead Vlei und genossen einfach den Ausblick und die Stille…
bis ja …

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...bis endlich unser Willi kam …

Der fand es scheinbar gar nicht bedenklich nur mich auf der Düne anzutreffen (Gabi war gerade noch ein paar Meter auf der Düne marschiert). Er setzte sich frohen Mutes neben mich und pfiff laut los 🙄 . Dann erzählte er mir fröhlich, wie toll er die Stille hier fände und die Natur und ob ich und meine Schwester das auch so fänden. Und pfiff… 🤨

Hhhmm, also Gabi und ich wurden ja während dieser Reise für vieles gehalten 😎 – aber Schwestern 🤩 ? Dass Gabi, groß und blond, und ich, klein und brünett, und wir beide uns gegenseitig so gar nicht ähnlich Schwestern sein könnten, also darauf war noch niemand gekommen…

Und dann pfiff er wieder…und wieder…und wieder … 🙄

Ich entschied mich dagegen für Aufklärung hinsichtlich der Schwestersache zu sorgen, rang mich aber dazu durch, ihn zu fragen, warum er denn bitte ständig pfiff.

Die Antwort? „Ja damit die anderen aus der Gruppe zu uns kommen!“ 😵

Hhhmmm, …………….von unserer Gruppe war mittlerweile nur noch Gabi zu sehen, die etwas entfernt stand und sich von dem Pfeifen sichtlich nicht angesprochen fühlte, sondern mir nur einen entgeisterten Blick zuwarf … der Rest der Truppe war hinter der nächsten Dünenbiegung schon längst verschwunden und auch sonst fühlt sich niemand oder irgendetwas von Willis Pfeifen angezogen.

Wir erlaubten uns festzustellen, dass die anderen schon weiter gegangen wären und ihn sicherlich nicht mehr hören könnten (darauf hinzuweisen, dass Pfeifen nicht unbedingt das Mittel Nr. 1 zur Touristenbeschwörung in der Wüste sei, haben wir verzichtet 😎 ), was großes Entsetzen bei Willi auslöste. Ja, warum man nicht auf ihn gewartet hätte? Und ob wir uns wirklich sicher wären, dass die anderen vier nicht zu uns kämen? 😣

Hhhmmm, vielleicht weil er eine gefühlte Ewigkeit nicht erschienen war, versuchten wir ihm einigermassen diplomatisch nahezulegen… Aber, er habe doch nur mit einem Kollegen geplaudert … nunja, darauf fiel uns beim besten Willen keine diplomatische Antwort ein 😣 …. Und was er jetzt machen solle? Es folgte ein kurzer leicht panischer „They are missing! They are missing! They are really missing!“ – Monolog bis er hoffnungsvoll abermals pfiff! 🙄 Er wartete - kein Tourist weder von unserer Gruppe, noch einer anderen, kam um die Ecke gebogen. … Dann packte er sein Fernglas aus und blickte damit in die Ferne… Ob wir ihm sagen könnten, wie die anderen vier denn genau aussähen? 🤨 😣 🙄

Öhm … ja ….

Zugegeben: Der Typ ging uns langsam echt auf die Nerven! 😠 So schlugen wir ihm vor, dass er doch die anderen vier auf der Düne suchen solle, während wir ins Dead Vlei hinabrutschen würden und dort auf ihn und den Rest der Truppe warten würden. Der Vorschlag fand zwar keinen großen Anklang, allerdings ließen wir ihm keine weitere Wahl und machten uns auf den Weg nach unten.

Im Deadvlei trafen wir auf Thorsten und Sabine, die sich selbst durch den Tiefsand gekämpft hatten – worüber wir sie in diesem Moment tierisch beneideten. Die beiden lachten sich zuerst einmal über unsere Missing People Tour schlapp, leisteten uns dann aber muntere Gesellschaft während wir darauf warteten, ob irgendwann noch irgendwer erscheinen würde…

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...

Teil 4119. Nov. 2012

...

Gabi und ich im Dead Vlei 🙂

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Relativ schnell gesellte sich auch Paar Nr. 1 im Deadvlei zu uns, die uns von oben auf der Düne im Vlei gesehen hatten...

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Es dauerte allerdings eine ganze Weile bis unser nun immens verstimmter Willi ebenfalls auftauchte. Wo Paar Nr. 2 sei, wollte von uns wissen? 🙄 Huh? Na, also bei uns ganz sicher nicht! Seine Miene verfinsterte sich noch mehr – sowas sei ihm ja noch nie untergekommen… 😠 Wir schlugen vor, doch mal zurück zum Auto zu gehen, vielleicht waren die anderen beiden ja dorthin zurück.

Und wer wartete tatsächlich am Auto auf uns (und das wohl schon fast eine Stunde)?: Paar Nr. 2, die mächtig, mächtig sauer waren. 😵 Nicht aber so sauer wie Willi 🤩 – er putze die beiden erst einmal herunter, was ihnen eingefallen sei, einfach zum Auto zurückzugehen… 🙄 Hmmm, nun, da fiel uns wirklich nicht mehr viel ein! Und jetzt müsse er tatsächlich noch einmal mit ihnen zurück ins Dead Vlei laufen, weil sie das ja nicht gesehen hätten und das würde zur Last von uns anderen vier gehen… Tja, da war das Stündchen von uns anderen vier geschlagen 😗 – wir lehnten uns freundlich grinsend zurück 😎 und meinten, dass es uns rein gar nichts ausmachen würde, hier am Auto zu warten und sie sich auf jeden Fall das Dead Vlei noch ansehen sollten 😗 . Unbedingt 😛 ! Die Stimmung von Willi war damit auf dem endgültigen Tiefpunkt angekommen und er musste noch einmal losziehen! 😗

Aber wenigstens hatten wir vier uns damit ein wenig willifreie Zeit erkauft, die wir colaschlürfend am Rande des Parkplatzes verbrachten. 🙂

Nachdem sich Paar Nr. 2 auch das Dead Vlei angesehen hatte, machten wir uns noch auf zum Sossusvlei, wo uns recht uninspiriert unser Frühstück serviert wurde. Die Stimmung war leicht unterkühlt und langsam fing sich Willi wohl an sich Sorgen um sein Trinkgeld zu machen 😐 . Was interessanterweise zu überaus giftigen Lästerattacken gegenüber anderen Touristengruppen führte 🙄 . Als auch das die Stimmung in der Gruppe nicht wirklich hob, wurden wir für 30 Minuten auf einen Spaziergang geschickt. Ohne Willi versteht sich – der stand schnell wieder bei einem seiner Kollegen und plauschte. 😠

Auf dem Nachhauseweg besonn sich unser Willi dann doch noch auf seinen Guidejob und bremste bei jedem Tier, was in drei Kilometer Entfernung zu erahnen war, abrupt ab! 😣 Hhhhmmm – hob die Stimmung ebenfalls nicht! 😎

Trinkgeld gab es für diese Nicht-Leistung dann entsprechend keines, weder von uns, noch von den anderen. Vielleicht hätte man sich über den Guide rückblickend auch beim Management beschweren sollen, denn immerhin hatten wir für unsere Missing-People-Tour pro Nase ja 500 Nam$ gezahlt. Aber in diesem Moment waren wir einfach nur froh, Willi-frei zu sein 🙂 . Außerdem wollten wir uns die Laune für unseren nachmittäglichen Rundflug nicht verderben lassen… wäre auch schön doof gewesen … denn der war echt der Hammer! 🙂

Mehr dazu dann im nächsten Teil, dann wieder mit mehr Fotos und weniger Text 😉 !

LG
Steffi

Teil 4220. Nov. 2012

19. Mai 2012
Sossus Dune Lodge und Umgebung

oder auch: Tag der Highlights!
Teil 2: „… uuuuund wir fliegen!“


Nach einem kurzen Mittagssnack, genossen wir ein bisschen die Weite der Wüste von unserer Terrasse aus, bis wir uns gegen halb vier zu viert auf zum Adventure Center der Sossusvlei machten. Dort „durften“ wir erst bezahlen und wurden dann von unserem super netten Piloten (ich hab schon wieder den Namen vergessen… 😊 ) zum Flugfeld gefahren.

Das Flugfeld ist für deutsche Verhältnisse eher ein theoretisches Konzept 😗 – vielleicht als etwas geplatteter Streifen in der Wüste zu beschreiben… 😄

Hier unser Fluggerät…

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… dann durften wir auch schon in den Flieger einsteigen, es gab eine kurze Instruktion, was im Notfall zu tun wäre …

… und los ging’s! 🙂

Irgendwo hier im Forum hab ich mal gelesen, dass jemand die kleinen Cessnas als „fuel to noise converter“ beschrieben hat 😄 ! Was wirklich, wirklich sehr treffend ist! Die Dinger machen einen Mordslärm, innen ist es nicht wirklich bequem, aber der Rundflug – ein Traum! 🤩

Ich bin leicht klaustrophobisch, mag Gewackel und Geschuckel gar nicht – aber ich würde jederzeit sofort wieder in die Cessna steigen. 😁 Es ist einfach toll!

Da ich literarisch die erlebten Eindrücke eigentlich gar nicht in Worte fassen kann, werde ich an dieser Stelle das ausgewogene Text-Foto-Verhältnis mal aus dem Fenster der Cessna schmeißen und euch einfach visuell fluten. 😎

Aber zuerst: Bitte anschnallen, festhalten – wir starten!

Bei YouTube ansehen ↗



Hier die Sossus Dune Lodge von oben…

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… und hier die Lodge mit erweitertem Umfeld und Sesriem Canyon…

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... die Düne 45 von oben...

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.... die Strasse im Park ...

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... und Dünen, Dünen, Dünen 🤩 ...

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... und achja ... Dünen 😉

Bei YouTube ansehen ↗



... nach ein bisschen Geschukel hatten wir es dann tatsächlich geschafft uns bis zur Küste durchzuschlagen - was für ein Ausblick 🤩 ...

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....

Teil 4320. Nov. 2012

...

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Nachdem uns unser Pilot bereits ausgiebigst im Cessna-Wackeln getestet hatte und wir den Test scheinbar bestanden hatten 🙂 , ging es nun an der Küste entlang in atemberaubender Nähe zum Wasser... manchmal hatten wir fast die Befürchtung, dass wir gleich an einer Wasserlandung teilhaben dürfen 😉 , aber letzten Endes bogen wir dann doch wieder Richtung Wüste ab...

Dort wieder Dünen, Dünen, Dünen 🙂 ...

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Noch mehr Dünen gefällig 😉 ? Gerne 😄 ...

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Nach etwas über einer Stunde und zwanzig Minuten war das Dünenspektakel dann leider auch schon wieder vorbei 🙁 ...

Noch ein letzter Blick aus dem Fenster ...

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... und wir landeten!

Ich hoffe, ihr habt den Flug ebenso genossen wie wir! Bevor es im nächsten Teil wieder mit mehr Text und weniger Fotos weitergeht, dürft ihr nun erst einmal Eindrücke verarbeiten 😉 .

Bis bald!

LG
Steffi

Teil 4414. März 2013

Hallo zusammen,

ja, öhm... 😊 .. die Sache mit "ich werde 2012 noch fertig", war dann doch etwas optimistisch *hust*.

Zuerst kam Weihnachten dazwischen, dann die nächsten Urlaubsvorbereitungen, dann der nächste Urlaub, dann die Arbeit, ab und zu auch mal die Unlust 😊 und zu guter letzt, mein Vorsatz, hier erst weiter zu machen, wenn ich den ganzen Text fix und fertig habe und auch tatsächlich garantieren kann, dass das hier mal ein Ende finden wird 😉 .

Also, wer noch Lust hat: Es geht (wieder mal 😎 ) weiter:

19. Mai 2012
Sossus Dune Lodge und Umgebung
oder auch: Tag der Highlights!
Teil 3: „Beef is out“


Pünktlich zum Sonnenuntergang setzten wir wieder Fuß auf namibischen Boden … beigeistert von den Eindrücken und naja … dank der zurückliegenden „Strapazen“ des Tages mit kräftig knurrendem Magen.

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Also zurück zur Lodge, in der Hoffnung, dass das Essen an diesem Tag etwas übiger als am vorherigen ausfallen könnte. … hätten wir zu diesem Zeitpunkt geahnt, dass sie die große Frage des Abends nicht um „wieviel“, sondern um „ob überhaupt“ drehen würde – ich glaube wir wären geflohen und hätten in der Sossusvlei Lodge um Essen gebettelt. 😗

Und so trabten vier hungrige deutsche Mäuler beschwingt den Weg zur Sossus Dune Lodge hinauf, nur um festzustellen, dass gerade richtig Aktion im Camp war: Die Mafia war nämlich eingezogen 🤩 . Die Mafia bestand auf ca. 12 Mann osteuropäischer Herkunft – alle, das muss ich vorweg schicken, zu uns sehr höflich und nett. Allerdings fielen sie schon recht überfallartig über die Lodge her und die Geldscheine schienen von Anfang an recht locker zu sitzen und so ein bisschen hatten sie einfach die Aura 😉 … deswegen war’s für uns einfach die Mafia 🙂 . Das Personal der Lodge fand die Sache mit den locker sitzenden Scheinchen natürlich super und so sich schon bald einen recht lustig anzusehender Servicebulk um die Mafia gebildet.

Wir fanden es irgendwie amüsant, dachten uns aber noch nichts dabei, gingen ins Zimmer, machten uns frisch und trafen uns zu viert wenige Zeit später zum Abendessen.

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Problem war nur: Die Mafia war uns zuvor gekommen 🙄 . Und der Servicebulk war mit ihr gezogen. Bzw. hatte der mafiöse Servicebulk die für uns und alle anderen Leute im Restaurant die nachteilige Auswirkung, dass wir keinen Service mehr hatten. 😵

Das Essen aufgenommen wurde noch recht schnell. Diesmal mit Chicken oder Beef zum Hauptgang zur Auswahl. Wir bestellten drei Mal Beef, einmal Vegetarisch (was dann hieß Beef ohne Beef 😣 ) … doch dann … kam …nichts 🙄 … weder für uns, noch für die anderen Gäste. Dafür durften wir neidisch in Richtung Mafiatisch blicken, die all das hatten, was wir uns gerade wünschten: ESSEN. Und es schien zu schmecken …. wie gemein … 😕

Irgendwann kam dann doch der Salat und die Suppe, die Brötchen „klauten“ wir uns selbst von der Theke und dann harrten wir der Dinge die da vielleicht noch kommen sollten… und …nicht kamen... 😵 ! Die Mafia schlemmte derweil glücklich weiter, musikalisch begleitet von dem Knurren der Mägen der anderen Gäste. 😣

Nach etwas über einer Stunde wurden dann langsam aber sicher auch die Hauptgerichte für die anderen Gäste serviert. Wir hatten derweil schon den zweiten Brotkorb gemopst, wofür wir böse Blicke aus Richtung des mafiösen Servicebulks ernteten. Die Quittung für das Mopsen des Brotkorbs gab es dann auch postwendend: Während alle anderen nun doch noch Essen bekamen, gab es für uns …nichts. 😠

Nach anderthalb Stunden kam eine sehr verschüchternte Bedienung zu uns an den Tisch geschlichen: Es tät ihr ja sehr leid, aber „Beef is out!“ 🤩 . Wir sollten uns doch überlegen, was wir nun machen wollten, das Beef neu zuzubereiten würde sehr, sehr lange dauern.

Öhm ja, … 😐

Als die Bedienung drei Minuten später wieder bei uns vorbeikam um unsere Entscheidung aufzunehmen, verkündeten wir zu ihrem Entsetzen, dass wir gerne auf das Beef warten würden. Dass wir an diesem Abend noch etwas zu Essen bekommen würden, das hatten wir zu diesem Zeitpunkt schon aufgegeben zu hoffen – da blick uns nur trotziger Widerstand in der Wüste 😗 😎 .

Und nun geschah das wirklich Verwunderliche: Innerhalb von 10 Minuten hatten wir unser Beef vor uns auf dem Teller liegen. Und es war wider Erwarten gut. Zwar abermals weit entfernt davon eine üppige Portion zu sein, aber es war echt genießbar. 🙂

Was die ganze Aktion mit „Beef is out“ zu bedeuten hatte, war uns ein großes Rätsel. Scheinbar war ja doch noch eins da gewesen…warum man es uns zuerst nicht hatte geben wollen …???

Nicht wirklich satt, aber zumindest nicht mehr mit knurrenden Mägen bestückt, fielen wir hundemüde gleich nach dem Essen in unsere Betten, zu müde um uns noch zu fragen, was der nächste Tag bringen würde…

Liebe Grüße
Steffi

Teil 4514. März 2013

und es geht gleich noch weiter 🙂

20. Mai 2012
Sossus Dune Lodge – Farm Kanaan (D 707)
oder auch: Noch mehr Highlights (der ein wie auch der anderen Art 😉 )!
Teil 1: „Bibbern inklusive“


Nachdem wir dank des ausgegangen und dann doch noch vorhandenen Rinds vom Vorabend doch etwas später als gedacht in die Federn fielen, wollte wir diesen Tag ruhiger angehen.

Also anstatt zum Sonnenaufgang im Deadvlei zu sein, nur zum Sonnenuntergang auf einer Düne entlang der Straße sitzen. Macht immerhin mindestens 20 Minuten Mehr-Schlaf-Unterschied. 😛

Dachten wir uns so… Dummerweise nur hatte an diesem Morgen unser Nachbar in Zelt No. 12 den frühmorgendlichen Weckdienst der Lodge bestellt, um seine Tour ins Deadvlei pünktlich beginnen zu können. Dank der quietschenden Stege vor den Zelten und der sehr motivierten „Good Morning Sir!“-Ansage des menschlichen Weckers waren die Zelte 11 und 10 und wahrscheinlich auch 8, 7, 6 usw. auch gleich mit wach. 😣

Einmal wenn man ausschlafen will … 😎

Im Dunkeln tuckerten wir mit unserer Peggy langsam los und wunderten uns zusehends, was für eine Ralley auf der Straße zu den Dünen bereits vor Sonnenaufgang stattfand. Die Richtgeschwindigkeit schien mit mind. 80 km/h die eigentlich vorgeschriebene Höchstgeschwindikeit von höchstens 60km/h weit zu übertreffen 🙄 . Ein wenig unpassend fanden wir das schon und nicht ganz ungefährlich aufgrund kreuzender Hasen, Schakale und dem ein oder anderen Springbock sowieso.

Tja und dann machten unser noch leicht verschlafenen Gehirne den Fehler des Tages … wir beschlossen den Sonnenaufgang auf Düne 45 mitzunehmen. Gaaaaanz dumme Idee! 😵

Ich bin ja wirklich ein unglaublicher Fan von Wüsten und die wunderschönen Dünen in Namibia haben es mir besonders angetan. Und ich finde, es gibt kaum was Schöneres als die Ruhe und Stille eines Sonnenaufgangs und Sonnenuntergangs auf einer dieser Dünen so verbringen. Die Düne 45 an diesen Morgen jedoch hatte nichts von alldem: Die Auto-Rallye auf der Straße setzte sich nahtlos in eine Menschen-Rallye auf der Düne fort 😕 . Zeit zum Innehalten und Genießen (ja und ich geb’s zu: auch um nach Luft zu schnappen 😗 ) gab es da nicht. Und außerdem war es kalt. Richtig, richtig kalt!

Bislang hatten wir in unserem Urlaub unglaubliches Glück mit Wetter und Temperaturen gehabt – aber an diesem Morgen merkte man den nahenden afrikanischen Winter temperaturtechnisch schon gewaltig. Gabi war – wie sie das immer ist – für solche Fälle vorbereitet und saß irgendwann eingemummelt mit Schal vor mir auf der Düne. Und mich – unvorbereitet und schusselig wie immer – verwandelte der kalte Wind langsam in einen Eiszapfen. 😗 😣

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Nichtsdestotrotz war es recht witzig und schon fast bizarr der Trottel-Ralley der vorbeizischenden Autos und Busse in Richtung Sossuvlei zuzusehen.

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Durchgefroren - und in meinem Fall wieder mit der halben Düne an Sand in meinen Schuhen 😗 - machten wir uns kurz nach Sonnenaufgang wieder auf den Weg zur Sossusvlei Lodge, wo wir noch kurz frühstückten (war in Ordnung…) und uns von Thorsten und Frau verabschiedeten.

Dann packten wir unsere sieben Sachen, trafen noch diesen lustigen Gesellen...

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... und machten uns auf den Weg zur nächsten Station: Der Farm Kanaan an der D 707.

An dieser Stelle und bevor es weiter geht noch ein kurzes Zwischenfazit zur Sossus Dune Lodge und dem Sossusvlei als solchem:

Sossus Dune Lodge:
Die Lodge hatte sicherlich mit Abstand das schönste Zimmer / Zelt während unserer Reise, jedoch dadurch dass die Zelte sehr nah beieinander stehen und über die knirschenden Holzstege verbunden sind, ist das Ganze schon sehr hellhörig. Einen schnarchenden Zeltnachbarn wünsche ich hier niemanden. 😉
Hinsichtlich des Service fanden wir die Lodge eigentlich recht enttäuschend 😐 . Dass Essen war geschmacklich okay, aber die Portionen – gerade für namibische Verhältnisse – recht mickrig 🙁 . Unsere Sossusvlei-Tour am ersten Tag war für 500 Nam-$ völlig überteuert und wir würden sie definitiv nicht mehr buchen – auch wenn man außen vor lässt, dass wir einfach Pech mit unserem Guide hatten.
Dank Nebensaison haben wir pro Nacht und Nase mit Halbpension 116 Euro gezahlt, wenn ich mich recht entsinne. Mehr ist es aber definitiv auch nicht wert.

Wirklich unbezahlbar macht die Lodge, dass man früher in den Park darf und – vor allem – länger drin bleiben darf 🙂 . Gerade am späten Nachmittag war bei uns der Park wunderschön leer, sodass der Aufenthalt dort ein echter Genuss war. Alles andere war uns persönlich aber dann einfach zu voll. Mit Wüste verbinde ich eine gewisse Einsamkeit und Ruhe und weniger Alm- Auf- und Abtriebatmosphäre. 😕
Namibia wird uns sicher wiedersehen, das Gebiet rund um den Sossuvlei – so schön die Natur dort auch sein mag – aus diesem Grund nicht mehr.

Liebe Grüße
Steffi

Teil 4615. März 2013

Hallo,

@Nane: Schön, dass du noch immer mit dabei bist 🙂 ! Die Service-Flaute an der Sossus Dune Lodge fanden wir eigentlich recht schade - die Unterkunft hat ja alleine wegen der Lage unglaubliches Potential. Aber uns schien, dass man sich zusehr auf der einmaligen Lage ausruhte und alles andere schleifen ließ. 😐

Und nun: Weiter geht's!

20. Mai 2012
Sossus Dune Lodge – Farm Kanaan (D 707)
oder auch: Noch mehr Highlights (der ein wie auch der anderen Art)!
Teil 2: „Geschrottete Reifen inklusive“


Nachdem wir die Sossus Dune Lodge verlassen hatten, machten wir uns auf zu unserem nächsten Ziel: Der Farm Kanaan an der D 707.

Vor der D707 hatten wir im Vorfeld einen richtigen Respekt. Einige Mitreisende hatten uns während der vorangegangenen Tage lustige Geschichten von davonfliegenden Felgen, platten Reifen und in der Gesamtheit nicht so guten Straßenverhältnissen berichtet. 🤩

Aber wir hatten ja Zeit, unsere Peggy an der Seite und dachten uns: „Naja, wenn’s langsam vorangeht, können wir die Landschaft an der D 707 intensiver genießen!“

Jaaaa … wir sollten all das bekommen und noch viel mehr! 😎

Aber zuerst einmal losgetuckert. Für den Hinweg hatten wir uns entschlossen, die C27 durch das NamibRand Nature Reserve zu nehmen.

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Ich mag die Strecke … 🙂

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Hier ein noch paar Impressionen…

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In Betta angekommen tankten wir unsere Peggy noch einmal auf. Betta besteht – zumindest soweit wir dies sehen konnten – aus einer Tankstelle mit Campingplatz und Sanitäranlagen (sehr, sehr sauber übrigens) und aus einer Flut an „Tire Repair“-Schildern und der dazugehörigen Werkstatt.

Oh wei – uns schwante Übles… 😵

Die Straße blieb jedoch erst einmal nett befahrbar, auch wenn es hier „unten im Süden“ schon ein paar Seltsamkeiten gab:

Die Strommasten trugen hier beispielsweise Hüte 😉 :

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Okay, so ein bisschen schlechter und holpriger wurde die Straße dann schon irgendwann, aber nichts was unsere Peggy nicht ohne irgendwelche Probleme gebacken bekommen hätte,…

Den obligatorischen Mittags-Thunfisch (yap, der war anders als das Rind gestern tatsächlich (noch) nicht aus 😎 ) gab es dann am Rande der Pad vor schöner Kulisse der D 707.

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Die D 707 … ja, wir fanden sie landschaftlich schon sehr nett, aber jetzt als Strecke kein „Must see“ … aber ich bin auch – selbst fast ein Jahr später – noch ein bisschen geblendet von dem, was neben der Strecke an Landschaft lag … insofern ist meine Einschätzung da einfach von noch eindrucksvolleren Bildern abseits überlagert.

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Aber ich will mal nichts vorweggreifen… 🙂

Teil 4715. März 2013

...

Nach dem Essen tuckerten wir gemütlich weiter die menschen- und autoleere D 707 weiter. Das erste Auto, was wir auf der Strecke sahen, war ca. 40 Kilometer hinter Betta ein am Straßenrand parkender Land Rover … mit zwei platten Reifen auf der linken Seite und einem ratlosen südafrikanischen Ehepaar danebenstehend. 😮

In ihrem Fall hatte eine falsche kleine Steinplatte im falschen Winkel in der falschen Geschwindigkeit erwischt beide Reifen samt Felgen im wahrsten Sinne des Wortes geschrottet 😵 . Die beiden hatten noch das Glück, dass sie nicht allzu schnell unterwegs waren und das Auto kontrolliert zum Stehen bekommen haben … aber die Reifen … die waren hinüber. Sowas von. Und es gab nur noch einen heilen Reservereifen im Wagen … der zweite war ihnen nämlich auch schon kaputt gegangen. 😣

Und – um das Ganze noch schlimmer zu machen: Die Reifen, das wussten die beiden, gab es in ganz Namibia nur in Windhoek und Swakopmund zu kaufen, weil es irgendeine spezielle Reifengröße war… 😵

Mittlerweile war es kurz nach 13 Uhr … in vier Stunden würde die Sonne untergehen… die beiden waren zwar mit voller Campingausstattung unterwegs, aber das Campen hatten sie sich dann doch anders vorgestellt.

Wir beratschlagten uns kurz: Unser Ziel, die Farm Kanaan war noch gut 20 Kilometer entfernt – wir versprachen dorthin zu fahren und Hilfe – welcher Art auch immer – zu organisieren.

Den Rest des Weges legten wir dann nicht mehr ganz so flott zurück … die beiden aufgeschlitzten Reifen hatten einen nachdrücklichen Eindruck hinterlassen … und so kann… okay, eigentlich muss man es sagen 😗 : Wir schlichen die letzten Kilometer auf der D707 bis zur Farm dahin, paranoid auf der Suche nach heimtückischen Steinen, die unserer Peggy nach den Reifen trachteten… 😵

Auf der Farm-Pad angekommen begrüßte uns erst einmal die riesigste Herde Oryx, die ich bislang gesehen habe, in der Ferne und wir holperten die letzten Kilometer zu unserem Ziel.

Ich befürchte, der arme Hermi, der die Farm sein Eigen nennt, muss geglaubt haben, zwei leicht durchgeknallte Touritanten überfallen ihn da 😗 . Denn zum einen blieben wir mal wieder beim Aussteigen mit dem Ellbogen an der Hupe hängen und taten unsere Ankunft damit reichlich lautstark kund 😊 , zum Anderen erzählten wir dem Armen gleich von zwei aufgeschlitzten Reifen und dass wir ihn eigentlich schon zur Rettung verplant hatten … irgendwie zumindest… 😗

Doch Hermi behielt die Ruhe. Zuerst einmal wurden wir herzlich willkommen geheißen, durften ausladen und unser Zimmer aussuchen (wir waren an diesem Tag die einzigsten Gäste und hatten insofern freie Auswahl).

Kanaan ist eine reine Gästefarm ohne Viehbetrieb und Hermi hat das alte Farmhaus in liebevoller Arbeit wunderschön verkünstelt hergerichtet. Und es gab zwei Kater 🤩 … nach fast zwei Wochen auf Katzenentzug, endlich wieder etwas zum Knuddeln (…die Löwen im Etosha durfte ich auf Anweisung von Gabi ja nicht hinterm Öhrchen zu kraulen… 😛 ). Ein wirklich schöner Ort, nicht nur das alte Farmhaus, sondern auch das Drumherum…

Aber zum Verweilen hatten wir erst einmal keine Zeit. Während wir uns kurz frisch machten, gab Hermi kurz dem anwesenden Camper-Paar Bescheid, dass die abendliche Farmrundfahrt an diesem Tag später anfangen würde und evtl. auch ganz ausfallen würde, holte dann seinen Landrover aus der Garage, verzog schmerzhaft das Gesicht als wir ihm erzählten, um was für ein Auto mit welchen Reifen es sich beim verunglückten Fahrzeug handelte, schmiß trotzdem ein paar Reifen aus seiner Sammlung ins Auto und verlud zum Schluss uns auch noch hinein. Und los ging’s… 🙂

Autofahren mit Hermi zählt definitiv zu einem Highlight dieses Urlaubs, denn das war einfach nur cool 😎 . Hermi kennt sein Auto, Hermi kennt seine Pad und Hermi kann’s einfach. Und so flogen wir gefühlterweise über die Pad und genossen die Fahrt und Hermis Erzählungen.

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Bei den beiden Südafrikanern angekommen, bestätigte sich schon das Befürchtete. An den Reifen war wirklich nichts mehr zu retten, selbst kurzfristig ging da gar nichts mehr. Und andere Reifen gingen nicht drauf – auch übergangsweise nicht. Nach kurzer Überlegung versteckten wir den Land Rover der Südafrikaner etwas abseits der Straße unter einem großen Baum (das klingt jetzt leichter als es war, mit zwei Totalplatten 200m Auto bewegen ist keine Freude für Auge und Ohr 😵 ). Hermi schlug den beiden Südafrikanern dann vor die Nacht bei ihm zu verbringen, damit am nächsten Tag alles koordiniert werden könne. Die beiden waren darüber unglaublich dankbar – außer uns war in der Zwischenzeit wohl nur ein Motarradfahrer des Weges gekommen und die Aussicht auf schnelle Hilfe hatten sie eigentlich schon aufgegeben.

Also zurück zu Hermis Farm. Kaum angekommen, setzten die beiden sich mit ihren Bekannten in Lüderitz in Verbindung um mitzuteilen, dass sie feststeckten – nur um mitgeteilt zu bekommen, dass alles schon geregelt sei. Der Motarradfahrer hatte die Bekannten nämlich bereits verständigt und die hatten bereits einen Abschleppwagen organisiert, der in 3 Stunden da wäre.

Sowas nennt man dann wohl Überschneidung von Hilfeleistungen! 😄

Aber irgendwie auch beruhigend zu wissen, dass in Namibia zwar etwas länger dauert, bis jemand vorbeikommt, wenn man Hilfe braucht – aber wenn einem dann mal jemand über den Weg läuft die Hilfstrefferquote derart hoch ist. 🙂

Also die zwei Südafrikaner zurück zu ihrem Auto gebracht! Gabi und ich beschlossen derweil am „Haus“ zu bleiben und bekamen – nachdem nun klar war, dass es heute keine Farmrundfahrt mehr geben würe - von Hermi den Tipp doch ein paar hundert Meter den nächsten Hügel hinaufzuwandern, von dort aus hätte man einen ganz netten Sonnenuntergangsstandort…

Öh ja … was man alles unter nett verstehen kann… 😄

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Auch wenn dir Farmrundfahrt an diesem Tag ausgefallen war, dass was wir bisher von der Farm Kanaan gesehen und hier erlebt hatten, machte definitiv gewaltig Lust auf mehr…

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Denn eines war uns an diesem Abend schon sicher, als wir auf unserem Hügel saßen und den – auch recht passablen – Sonnenuntergang genossen: Dies hier war wirklich ein wunderschöner Fleck Erde. 🙂

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Nachdem Hermi zurück kam, machte er sich sofort ans Abendessen. Und ich sag euch: Mann, war das lecker! 🤩 Nach zwei Tagen mittelmässiges Essen in kleinen Portionen in der Sossus Dune Lodge stürzten Gabi und ich – wahrscheinlich ganz und gar nicht ladylike 😉 – auf das uns dargebotene Oryx-Curry samt Bei- und Nachspeißen und rollten nach dem leckeren Essens zur Sofaecke, wo wir uns noch lange mit Hermi unterhielten.

Zum Schluss durften wir uns für den kommenden Tag noch wünschen, was wir sehen wollten? Huh? 🙄 Im Angebot hatte Hermi Dünen, Berge, Köcherbäume, tote Bäume, lebendige Bäume und so weiter und so fort 🙂 … okaaaay….Nachdem er gar nicht locker ließ, wünschten wir uns also Köcherbäume, Dünen und einen Oryx.

Sollten wir kriegen – aber das und abermals noch viel mehr, gibt’s dann im nächsten Teil… 🙂

Liebe Grüße
Steffi

Teil 4816. März 2013

21. Mai 2012
Farm Kanaan (D 707)
oder auch: Von toten Bäumen mit Namen und hauseigenen Dünen

Der Wecker klingelte mal wieder weit vor Sonnenaufgang. Mittlerweile waren wir, was das morgendliche Frühaufstehen anging, echt ein gestähltes eingespieltes Team ... 🙂 .

Bevor es zur Farmrundfahrt losging bekamen wir von Hermi schnell noch Heiße Schokolade und Kaffee gereicht und dann machten wir uns zusammen mit dem netten Camper-Paar auf um ein schönes Plätzchen für den Sonnenaufgang zu suchen.

Nachdem wir alle vier recht interessiert an Fotografie waren, stand die morgendliche Ausfahrt ganz klar unter einem Fotoschwerpunkt. Am vorhergehenden Abend hatten wir uns ja tote Bäume gewünscht - und die bekammen wir dann auch prompt geliefert 🙂 .

Interessant - und vor allem Dingen recht aussagekräftig über die Beziehung von Hermi z "seinem Land" fanden wir, dass hier mind. die Hälfte der Bäume einen Namen hat: Das hier ist etwa die "Waltzing Mathilda" 🙂 :

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Und hier macht Gabi die "Waltzing Mathilda" 😎

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Guten Morgen 🙂

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... für solche Anblicke lohnt sich das frühe Aufstehen allemal ...

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Nachdem wir uns von den toten Bäumen loseisen konnten, fuhr uns Hermi weiter über die Farm und zeigte uns noch ein paar schöne Stellen.

Hier die versprochenen Köcherbäume (meine ersten 🙂 )

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Die Zeit verflog wie im Flug und auf dem Rückweg zur Farm konnten wir auch noch zwei Löffelhunde beobachten (die hielten aber nicht so brav still, wie die Bäume - daher kein Foto 😉 ) ... ja und dann liefen uns zwei Strauße über den Weg...

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr glaube ich ja, dass Hermi mit den Tieren auf seiner Farm so eine Art "Nichtangriffspakt" geschlossen hat. Hermi schießt nur das was als leckeres Oryx-Curry oder dergleichen auf den Tellern der Gäste landet und dafür stellt sich ein Teil der Tiere für 2 Minuten am Tag für fotogene Dienstleistungen zur Verfügung 😉 . Zumindest kann ich es mir anders nicht erklären, wieso Hermi immer zwei oder drei Tiere fand, die zielgenau auf sein Auto zusteuerten ... 😎

Drei Vögel 😄

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Hier hat Strauß No. 2 gecheckt, dass er eigentlich nur abdrehen musste..., Strauß Nr. 1 hat für die Erkenntnis noch eine Minute länger gebraucht 😉

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... also noch ein Foto geschossen 🙂 . Ehrlich gesagt: Bei den Hauern an den Füßen möchte ich niemals einen mies gelaunten Strauß begegnen 😵 ...

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...

Teil 4916. März 2013

...

nach der morgendlichen Farmrundfahrt gab es dann ein super leckeres (und mega reichliches) Frühstück. Sofern wir Gefahr gelaufen sein sollten durch unseren Aufenthalt in der Sossus Dune Lodge an Gewicht verloren zu haben - hier wurde definitiv dagegengesteuert 😄 .

Eigentlich hatten wir geplant im Anschluss noch ein bisschen um das Farmgebäude herum zu wandern, allerdings wurde es am späten Vormittag derart windig, dass wir entschlossen, uns mit Kater auf dem Schoss einfach nur einen schönen Nachmittag zu machen. Bei dem Wind wären wir wahrscheinlich auch weggeblasen worden 😉 .

Am frühen Nachmittag traf dann noch ein weiteres Paar auf der Farm ein, die gleich beschlossen sich uns und den beiden Campern für die abendliche Rundfahrt anzuschließen.

Augeruht ging es am späten Nachmittag los...

Zuallererst liefen uns zwei Springböcke vors Auto 🙂 . Allerdings war ich zu langsam und bekam nur ihre davoneilende Verwandtschaft vor die Linse:

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Nun gut, zweiter Versuch ... vielleicht wollten ja die hier sich fotografieren lassen...

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Die nachfolgenden Bilder sind von der Ladefläche von Hermis fahrenden Land Rover größtenteils mit dem Weitwinkel geschossen - sage noch einer, dass ein Weitwinkel für die Tierfotografie untauglich sei 😉 :

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Und weg waren sie 🙂

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... wir machten uns weiter auf unseren Weg ... Hermi hatte uns für den heutigen Nachmittag einen Sonnenuntergang auf seinen "Hausdünen" versprochen... 🙂

Teil 5016. März 2013

... eigentlich muss ich ja sagen, dass ich es echt eine Sauerei finde, dass jemand ein ganzes Dünenmeer sein Eigen nennen darf 😎 . Hätte ich auch gern ...

Nach unseren tierischen Begegnungen düsten wir also in Richtung Dünen - und dann folgte die wohl abenteuerlichste Fahrt über die Dünen meines Lebens. Wir waren ja schon von der Fahrt mit Chris Nell durch die Dünenlandschaft bei Swakopmund begeistert gewesen... das hier toppte es aber noch einmal gewaltig.

Gut, das mag auch daran gelegen haben, dass wir auf der offenen Land Rover Ladefläche saßen und wenn der Landi sich neigt, wir uns mitneigten und die Wüste uns teilweise schon sehr spannungsgeladen nah kam 🙂 .

Die Farm Kanaan mag zwar nicht über derart hohe Dünen wie am Sossusvlei verfügen, dafür ist hier alles unberührt, still und nicht minder schön anzusehen...

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Hermi fuhr mit uns - gefühlt -kreuz und quer durch die Dünenlandschaft, bis er das Auto plötzlich stoppte. Okaaay... ehrlich gesagt, wir alle sechs dachten in diesem Moment, wir wären stecken geblieben. 🙄 Waren wir aber nicht, das war einfach nur unser Parkplatz 🤩

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Den Rest des Weges sollten wir zu Fuß zurücklegen um den Sonnenuntergang dann von einer höheren Düne aus gepflegt genießen zu können.

Gesagt, getan...

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Was für ein grandioser Flecken Erde...

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Das richtige Schauspiel spielte sich dann aber tatsächlich erst nach Sonnenuntergang ab... denn als die Sonne unterging, leuchteten plötzlich die Schleierwolen am Himmel in den tollsten Farben über den Dünen... 🙂

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Ist das nicht der Hammer?

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...

Teil 5116. März 2013

...

Nachdem wir alles in uns aufgesogen und ausreichend genossen hatten, ging es langsam zurück zum "Parkplatz":

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Abendstimmung...

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Danach gab's abermals superleckeres Essen von Hermi und unsere 7er Runde saß noch lange nach dem Essen zusammen.

Irgendwann fielen wir ins Bett. So langsam aber sicher ging unser Urlaub nun dem Ende zu 🙁 . Aber noch lagen ja zwei Tage vor uns...

Liebe Grüße
Steffi

Teil 5220. März 2013

22. Mai 2012
Farm Kanaan (D 707) - Solitaire
oder auch: Der frühe Vogel fängt den Wurm


Auch an diesem Morgen hieß es lange vor Sonnenaufgang aufstehen - immerhin hatte uns Hermi noch einen Sonnenaufgang auf seinen Dünen versprochen. Nachdem wir aber auch diesmal wieder mit heißer Schokolade und Kaffee empfangen wurden, war das frühe Aufstehen verschmerzbar (okay, Gabi wird das anders sehen 😉 , aber da musste sie halt durch).

Hermi packte seine sechs Gäste also wieder in den Wagen und abermals ging es los quer über die Farm...

Die Wolken vom gestrigen Abend hatten sich freundlicherweise entschlossen zu bleiben 🙂 ...

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Morgenstimmung liegt über der Farmpad ...

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Diesen Morgen ging es "nur" an den Rand des Dünenmeers. Aber die Aussicht und Landschaft war nicht minder beeindruckend. Wir stapften ein bisschen über den Dünenkamm, suchten uns ein schönes Plätzchen zum Verweilen und begrüßten die Sonne...

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... und noch eins ...

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.. und noch eins (das ist dann aber - versprochen - das letzte Sonnenaufgangsfoto dieser Reise 😎 )

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Danach fuhren wir noch ein paar andere schöne Flecken der Farm an...

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Mann beachte das Dünenmeer im Hintergrund 🤩 ...

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Viel zu schnell verging auch an diesem Morgen die Zeit und wir lösten uns von der grandiosen Landschaft und fuhren zurück zum Farmgebäude, wo Hermi abermals ein mehrgängiges Frühsücksmenü zauberte.

Kugelrund vollgefuttert mussten wir uns im Anschluss leider verabschieden. Nachdem Peggy beladen war, ging es dann wieder auf die Pad in Richtug Solitaire, wo wir noch eine Zwischenübernachtung auf dem Weg nach Windhoek einlegen wollten.

Unterwegs...

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Teil 5320. März 2013

...

Unser heutiges Ziel war die Solitaire Guest Farm. Bevor wir dort aufschlugen, versorgten wir uns in Solitaire aber noch mit Apfelkuchen (wir waren zwar von Hermis Frühstück noch pappsatt, aber irgendwie musste das als Frustessen, da die Reise nun langsam dem Ende zuging, einfach sein 😎 ).

Den Rest des Tages entspannten wir, wanderten noch ein wenig auf dem Gelände der Farm umher ...

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... und ließen den Urlaub langsam ausklingen...

Dementsprechend hier auch das letzte Sonnenuntergangsbild der Reise:

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Für den nächsten Morgen buchten wir noch eine Erkundungsfahrt in das große Auswilderungs-Gepardengehege, was auf dem Gelände der Farm untergebracht ist und stürzten uns dann auf das leckere Abendbuffett.

Und so ging dann auch der vorletzte ganze Tag in Namibia dem Ende zu.

... tja, der letzte Tag sollte dann im gewisser Weise mit einem Knaller enden : Erinnert ihr euch noch an die Dieselwasserfilterpumpe 😎 ?

Mehr dazu dann im nächsten und letzten Teil dieses Reiseberichts 🙂 !

Liebe Grüße
Steffi

Teil 5407. Apr. 2013

23. Mai 2012
Solitaire Guest Farm - Windhoek (Ondekaremba Guest Farm)

oder auch: ... was war noch einmal eine Dieselwasserfilterpumpe? 😗


An unserem letzten ganzen Tag in Namibia standen wir ausnahmsweise erst nach Sonnenaufgang auf. Den Tag wollten wir ganz entspannt angehen: Es stand nur der Besuch des Gepardenprojekts, welches auf dem Gelände der Farm beheimatet ist, an und danach die Rückfahrt nach Windhoek.

Nach einem gemütlichen Frühstück machten wir uns also zusammen mit zwei Praktikanten des Projekts auf zum Gepardengehege. Um es schon einmal vorweg zu nehmen: Verglichen mit meinem Besuch beim CCF 2011 war hier alles kleiner - muss es vielleicht auch sein. Zum Zeitraum unseres Besuch beherbergte das mehrere Hektar große Gehege vier Geparde, allesamt ausgestattet mit Funksendern, die allesamt aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr ausgewildert werden können. In den Monaten zuvor, waren hier aber auch Geparde zu Gast gewesen, die tatsächlich ausgewildert wurden: Die Erzählungen hierzu und auch die Erkenntnisse, die seit der Auswilderung gewonnen werden konnten, fanden wir fast am Spannensten. 🙂 ... weswegen wir uns auch ein bisschen verquatscht haben... 😗

Aber ja, lebende Geparde vor Ort gab es auch noch ... 😎

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Von der Tour habe ich aber tatsächlich recht wenig Fotos mit heim gebracht was zum einen daran lag, dass wir lange eine Mutter mit ihrer Tochter beobachteten, die fototechnisch voll im Gegenlicht waren. Nichts destotrotz sehr schön. 🙂

Eines will ich euch aber nicht vorenthalten.

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Nach dem Besuch der Geparde packten wir unsere sieben Sachen und wollten gemütlich lostuckern, als ... ja, als wir entdeckten, dass ein Reifen definitiv weniger Luft beherbegte, als dies noch einen Tag vorher der Fall gewesen war. 🤩

Nun muss man wissen: Zuhause habe ich Gabi in den schillernsten Farben beschrieben, was für ein Erlebnis es ist, in Afrika Reifen flicken zu lassen. Insofern war eines der gesteckten Ziele der Reise auch: Gabi zeigen, wie Löchern im Reifen der Gar ausgemacht wird! 😉

Dementsprechend - und für manch einen verwirrend 😉 - starteten wir fast einen Freudentanz um unseren luftarmen Reifen. Am letzten Tag doch noch das Ziel erreicht - und noch dazu einen Luxusplatten hinbekommen: Mit Werkstatt in unmittelbarer Nähe und noch soviel Luft im Reifen, dass man dorthin kam. Hervorragend! 😄

Also zur Tankstelle in Solitaire getuckert und dann gab es beste Reifenwechsel- und -flicken Unterhaltung 🙂 . Interessanterweise war es mal wieder irgendein Metallteil, was im Reifen steckte. Nach gut einer halben Stunde, den letzten Einkäufen und Verabschiedung von den kleinen Hörnchen ging es Richtung Sprenghoogte Pass.

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Ehrlich gesagt: Ich hatte mir hier etwas mehr vorgestellt 😐 . Ohne die Frage, die Aussicht toll, der Pass steilweise schon steil, das Entertainment hoch und ich bin mir nicht sicher, ob ich da in der Regenzeit rauf und runter fahren wollen würde - aber ich hatte mir den irgendwie länger vorgestellt 😗 .

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Die Aussicht - wie schon gesagt - war aber wirklich beeindruckend... 🙂

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Danach fuhren wir gemütlich Richtung Rehoboth, bogen dort auf die B1 ab und wähnten uns schon fast am Flughafen, als - ja, als gut 30 Kilometer hinter Rehoboth ein altbekanntes Kontrolllämpchen von Peggy aufleuchtete. 😵

Erinnert ihr euch noch an unseren Vorfall mit der Dieselwasserfilterpumpe (ich habe mittlerweile gelernt, dass das Ding auf Deutsch schlicht Kraftstoffpumpe heißt 😗 ... aber wenn ich es schon eingangs falsch bezeichnet habe, dann ziehen wir das jetzt auch bis zum Schluss durch 😎 ... bzw. ich werde es nachfolgend nur noch "Pumpe" nennen)?

Besagtes Lämpchen leuchtete also wieder rot auf - die Pumpe wollte wohl mal wieder entleert werden. 😣

Kein Problem - wir kannten uns ja nun aus! 🙂

Hhhmmm....

Motiviert hielten wir also an der nächsten Ausbuchtung an, sprangen aus dem Auto, krempelten unsere nicht vorhandenen Hemdsärmel im Geiste hoch und beugten uns über das Innenleben der Peggy. Und dann taten wir genau das, was uns anderthalb Wochen zuvor gezeigt wurde: Aufdrehen, Nippel hoch, Wasser raus, Pumpen, pumpen, pumpen, säubern!

Was sind wir doch für autonome Reisende! 😄

Hhhmmm....

Stolz schwangen wir uns wieder in die Peggy, Gabi drehte den Schlüssel ... und ... Peggy sprang nicht an! 🤩

Ooops!

Nichts zu machen, unser braves liebes Autolein sprang nicht mehr an! 😵

Das war jetzt aber doof! 🙄

Was hatten wir falsch gemacht? Leicht ratlos standen wir nun also da.

Nun ich kann euch sagen: Was nichts hilft, aber den Entertainmentfaktor in die Höhe treibt ist definitiv: bei Europcar anrufen! 😛 Der nette Mann am Telefon war fürchterlich hilfsbereit, nur, ich glaube, von Autos verstand der gar nichts. Denn als ich ihm die Situation schilderte und am Ende erwähnte, dass uns nun das Auto nicht mehr anspringt, war sein Lösungsansatz: Dann tankt es doch! 😵

Hhhmm... es entspann sich dann ein im Nachhinein sehr witziges Gespräch, bei dem ich dem netten Mann am Telefon versuchte zu erklären, dass wir genug Sprit hätten und das nicht das Problem sei - während mir der nette Mann am Telefon ausdauernd erklärte, dass wir uns nicht wundern bräuchten, dass das Auto ohne Sprit nicht fahren würde. 🙄

Wir kamen aber irgendwann doch an dem Punkt, wo er versprach irgendjemand mit Ahnung von Autos an Telefon zu holen und der uns dann zurückrufen würde.

Den Rückruf (auch wenn er 10 Minuten später tatsächlich kam - insoweit großes Lob an Europcar) benötigten wir aber dann tatsächlich gar nicht mehr: Denn die Rettung nahte ... in Form eines Cowboys. 😁

Abermals machten wir an diesen Tag die Erfahrung: Die Hilfsquote in Namibia ist wirklich unglaublich hoch. Denn es waren keine 5 Autos an uns vorbeigefahren, schon hatte sich jemand gefunden, der uns kompetent seine Hilfe anbot: der Cowboy

Der Cowboy erfüllte irgendwelche alle Klischees: Zerknautschte staubige Kleidung, verkniffenes Gesicht, der Zigarettenstummel aus dem Mund ragend und schwingend, wenn er vor sich hin murmelte - und natürlich Cowboy-Hut auf dem Kopf! Wir hätten ihn knutschen können! 🙂

Schweigend hörte er sich unsere Geschichte an, nur ab und zu wippte der Zigarettenstummel auf und ab, dann nuschelte er irgendetwas und beugte sich über Peggy.

Ob wir denn gepumpt hätten? - Ja, natürlich hatten wir das!

Ob wir auch genug gepumpt hätten? - Öh ... ja, dachten wir schon! 🤨

Der Cowboy scheinbar nicht: Nippel gezogen, nachgepumpt!

Peggy sprang an! 🤩

Jaaaaaaaa, ich weiß, dass war jetzt schon ein klein wenig peinlich 😊 - unser strahlender Held mit Zigarettenstummel hat sich, befürchte ich, auch seinen Teil gedacht. Aber hey, Peggy ging wieder und wir waren wieder eine Erfahrung reicher (Mehr Pumpen hilft! 😎 )!

Wir bedankten uns überschwänglich und tuckerten weiter.

Der Rest der Reise ist schnell erzählt: Etwas später als geplant kamen wir am Flughafen an, übergaben Peggy dem Europcar-Menschen - erzählten ihm von den zweifachen Problem mit der Pumpe (der war tatsächlich auch recht kompetent und notierte sich alles gleich auf) und dann wurden wir schon von einem Fahrer der Ondekeramba Farm abgeholt. Leider kann ich zur letzten Übernachtungsstätte nicht allzu viel schreiben, denn als wir dort ankamen, war gerade die Sonne untergegangen: Wir haben also nicht mehr allzu viel gesehen! Das Personal dort war aber sehr nett, die Zimmer hübsch und groß und dass Essen zwar nicht das Beste der Reise aber gut und reichlich. 🙂

Beim Essen saßen wir dann noch eine zeitlang mit anderen Reisenden, alle am Ende ihrer Tour, zusammen unt tauschten Erlebnisse aus. Insofern ein wirklich schöner Ausklang!

Am nächsten Morgen ging es dann mit Air Namibia pünktlich zurück, die Landung erfolgte ebenfalls pünktlich in Frankfurt und wir machten uns auf unseren Heimweg.

Der Göttergatte war in der Zwischenzeit tatsächlich nicht allzu sehr verlottert 😉 , die Kater hatten es auch überlebt und sogar der Basilikum stand noch wie eine eins (war allerdings an der ein oder anderen Stelle um ein paar Blattläuse reicher 😣 - aber nunja, ich hatte den Göttergatten ja auch nicht angewiesen nach unerwünschten neuen Haustieren Ausschau zuhalten 😗 ).

Insofern: Projekt Weiberreise nach Namibia war ein voller Erfolg! 😄

Das Projekt "Gabi lernt Antilope" ... naja ... 😵 ich würde dem Ganzen mal ein "ausreichend" verpassen 😉 - Gabi sagt zumindest nicht mehr zu allem "Impala", was ihr vor die Nase läuft! Das zählt definitiv als Erfolg! 😎 Es wäre hier aber auf jeden Fall ein weiterer Intensivkurs anzuraten - ich habe auch schon abgeboten mich abermals aufopferungsbereit zur Verfügung zu stellen! 😄

Ja, meine Ziele - also Klippspringer überhaupt, Eland und Leopard näher und noch so ein paar Sachen - haben sich alle nicht erfüllt, was aber auch völlig egal war: Der Urlaub war einfach klasse! 😁

Mai als Reisezeit empfand ich übrigens als absolut empfehlenswert!

Interessant fand ich, dass sich bei mir - nachdem es nun die dritte Afrika-Reise war -, der Fokus ein bisschen verschoben hat: Wenn man das meiste schon gesehen hat (mal abgesehen vom Klippspringer), dann freut man sich plötzlich umso mehr über Sichtungen wie den Kampfadler oder unseren Zesel.

Wie wird es also weitergehen?

Im August geht es schon wieder nach Namibia, diesmal wieder mit Mann und - Premiere! - den Schwiegereltern!

Und über Weihnachten und Silvester flüchten wir nach Südafrika und schauen uns den Osten des Landes ein bisschen genauer an!

Und nein, ich habe noch keinen Plan, wie ich das mit den Reiseberichten gebacken bekommen soll 😗 😵 😎 ! Ich weiß ja gar nicht, ob ihr bei meiner Rekordzeit, die ich brauche um die Dinger fertig zu bekommen, überhaupt noch welche von mir lesen wollt... 😊

Aber an dieser Stelle noch einmal ein ganz herzliches Dank an alle Mitreisenden und Kommentatoren, ich hoffe es hat euch Spaß gemacht - mir auf jeden Fall! 🙂

Bis bald

Steffi

From dawn till dusk - Namibia im Mai 2012 von Steffi82

Quelle: www.namibia-forum.ch/forum/thema/240009-from-dawn-till-dusk-namibia-im-mai-2012

Stand: letzter Berichtsteil vom 07. Apr. 2013

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