Nach längerer Forums-Abstinenz (passiv sind wir natürlich täglich dabei) geht es jetzt langsam aber sicher mit unserem Reisebericht los!
Letztes bzw. vorletztes Jahr haben wir Namibia unsicher gemacht – dieses Mal war Südafrika dran. Ein einzigartiges Land mit vielen Facetten!
Wie auch bei unserem Namibia-Bericht zunächst aber die Fakten:
Gebucht haben wir wie auch unsere Namibia-Reise über AfrikaPlus in München. Frau H. hat uns wieder toll versorgt und alles perfekt ausgetüftelt. Unsere Wünsche und viele Einflüsse aus dem Forum (dankeschön!!) wurden berücksichtigt – sie hat ganze Arbeit geleistet.
22 Tage Rundreise, ca. 4.000 km Fahrt + Zwischenflug, 14 verschiedene Unterkünfte.
Die einzelnen Unterkünfte und Berichte werden wir dann hier wieder verlinken, so dass der erste Beitrag als Inhaltsverzeichnis dienen wird.
Gleich kommt der erste Tag! Viel Spaß beim Mitreisen!
Schöne Grüße Dirk und Mandy
P.S.: Warum wir "Zwei Seelen in einer Brust" hatten, erzählen wir natürlich noch...
Teil 221. Feb. 2012
29.12.2011 Flug von München nach Johannesburg "Endlich wieder Afrika"
Nach entspannten Weihnachtsfeiertagen und dem bangen Blick auf den Wetterbericht (bitte, bitte kein Schneechaos wie letztes Jahr!!) geht es heute endlich wieder nach Afrika. Die Vorfreude ist riesig und die Erwartungen, trotz innerer Mahnung, nicht allzu klein. "Hoffentlich sehen wir mehr als einen Elefanten!" 😄
Auf die Packliste haben wir dieses Jahr verzichtet: im letzten Jahr haben wir ja trotz Liste die Hälfte vergessen und als Lodge-Hopper muss man sich da auch deutlich weniger Gedanken machen.
Nun gut, die Koffer sind gepackt und zeigen deutlich unter 20kg an. Ich habe also genug Platz für reichlich Souvenirs. Jetzt muss ich nur noch den Rest des Tages überstehen. Unser Flug geht ja erst um 20:15 Uhr. Wie soll ich das nur schaffen, den ganzen Tag mit nervösem Magen und innerer Anspannung zu überleben?? Ich will jetzt endlich loooossss!!!!
Kaum zu glauben, aber manche Tage haben wirklich 40 Stunden.
Aber es ist endlich soweit und wir stehen am Gate. Natürlich wollen wieder alle gleichzeitig ins Flugzeug – als würde es ohne uns abfliegen. Menschen sind schon eine lustige Spezies 😄 - immer wieder schön zu beobachten.
Wir nehmen es mit Humor und sitzen fast als Letzte im Flugzeug der SAA.
Kurz Zusammengefasst: Beinfreiheit reicht locker (gemessen an Dirk's 1,81 m), Entertainment-Programm super, Beef lecker, Chicken bäh, Service sehr gut. So bekommt Dirk nach seinem Comingout, noch nie einen Amarula getrunken zu haben, gleich einen Doppelten on the rocks im echten (!!) Glas aufs Haus. Oder sagt man jetzt - aufs Flugzeug? 😄
Nach einer verhältnismäßig schlafreichen Nacht landen wir kurz nach 8:00 Uhr in Johannesburg. Ein wenig Bange war uns ja schon, schließlich hatten wir im Vorfeld viel über den berüchtigten Flughafen Jo'burg gehört: lange Wartezeiten bei der Einreise, verschollene Gepäckstücke usw. Umso mehr waren wir überrascht, nach 10 Minuten durch die Passkontrolle zu gelangen. (Im Gegensatz zu Namibia war das Verhältnis zwischen RSA Residents und Non Residents komplett verschoben. In unserer Schlange stand einfach keiner.) Und auch am Gepäckband die nächste positive Überraschung – beide Koffer drehen schon ihre Runden. Na gut, bei einem Direktflug ist das nicht unbedingt eine Überraschung, aber in meiner Fantasie sah ich uns schon 3 Wochen in den gleichen Klamotten durchs Land fahren! 😄
Jetzt nur noch das letzte "Hindernis" bewältigen und es geht endlich - on the road. Der Mietwagen - für uns ja ein heikles Thema! Nachdem wir im letzten Jahr in Namibia statt Toyota Hilux drei Tage VW Polo gefahren sind..
Also ab zu Europcar. Hilft ja nix. Welch vermeintliche Überraschung: alles gut, das richtige Auto ist da und auch das Permit für Swaziland liegt schon bereit. Klasse organisiert, schnell und unkompliziert, nicht mit Namibia zu vergleichen.
Dann nur noch im Parkhaus suchen - und da steht er dann: Unser Daihatsu Terios – ein Traum von einem Auto. Wie gut, dass man in SA nur 120 km/h fahren darf – mehr schafft der nämlich nicht!
Nun geht es los und meine große Aufgabe beginnt: die Navigation. Bei uns sind die Rollen nämlich klar verteilt: Dirk Pilot – Mandy Co-Pilot. Und da beginnt genau das Rechts-Links-Problem! Karten lesen ist jetzt nicht unbedingt mein Ding – noch schlimmer ist es aber, die Strecke anzusagen – Rechts / Links wo ist da gleich noch mal der Unterschied??? So war in unserem Urlaub der meist gesagt Satz nicht etwa "Oh ist der Süß!", sondern "Jetzt Links – Nein das andere Links!" Genau dieses Talent hat uns in Namibia gleich am ersten Tag einen Umweg von 100 km beschert – immerhin 30% der Tagesetappe! Na, wer kann da mithalten? 😄
Auch jetzt erfüllt es mich noch mit Stolz, dass ich es geschafft habe, uns ohne Fehler zu unserem ersten Ziel, dem Böhm's Zeederberg Country House, zu leiten. Kurz vor 15:00 Uhr fahren wir bei leichtem Nieselregen durch die Einfahrt. Wir werden nett begrüßt und bekommen auch gleich unser Zimmer gezeigt.
Nach einem kurzen Nickerchen erkunden wir das Gelände – ein echtes Paradies für Ornithologen. Wir sind zwar echte Banausen bei der Vogelkunde, aber auch uns faszinieren die Piepmätze in allen erdenklichen Farben. Wir genießen unseren ersten Sundowner (leider ohne Sun) bei einem kühlen GinTonic – wie schön muss es hier erst sein, wenn mal die Sonne scheint!
Nach dem leckeren Dinner...
Vorspeise: Salat mit geräucherter Forelle Hauptgang: Lammkotlett mit Couscous und Jogurtsauce Dessert: Pflaumenkuchen mit Vanilleeis
...fallen wir sofort ins Bett und träumen von den Abenteuern, die wir in Südafrika noch erleben werden.
Gegen 7:00 Uhr werden wir von Vogelgezwitscher geweckt. Wie schön, mal nicht von einem gellenden Piep-piep – Piep-piep geweckt zu werden und in Hektik aus dem Bett zu springen. So gehen wir es heute auch langsam an und genießen ein ausgiebiges Frühstück. Urlaub.
Wir fahren heute über die Panoramaroute zu unserem nächsten Ziel, dem Balule Wildreservat. Uns ist durchaus bewusst, dass wir bei einem halben Tag maximal einen ersten Eindruck von der Landschaft dieser Route gewinnen können. Aber unser Motto für diesen Urlaub ist "Alles kann – Nichts muss". Wir wollen möglichst stressfrei durch Südafrika reisen. Wenn wir ausschlafen wollen, schlafen wir halt aus. Und wir müssen auch nicht jedes must-have mitnehmen.
Daher haben wir nur 3 Punkte zur Besichtigung herausgesucht. God's Window, Bourke's Luck Potholes und Blyde River Canyon.
Kurz nach 9:00 Uhr starten wir bei grauem Himmel und ahnen schon nichts Gutes. Erstes Ziel: God's Window! Wir biegen also von der Hauptroute ab und fahren die Anhöhe hinauf zum Aussichtspunkt. Nach 100m fahren wir hinein in die dicke Suppe. Doch die Sichtweite sinkt weiter, so dass wir vor lauter Nebel den Nebel nicht mehr sehen können.
Wir sind noch voller Optimismus und reden uns ein, dass hinter der nächsten Kurve bestimmt die Sonne scheint – ja klar!! 😵 Am Aussichtspunkt erkennt man nicht mal seine eigenen Füße. Resigniert drehen wir um. Da müssen wir uns wohl auch weiterhin mit den Bildern aus dem Forum begnügen. 😄
Beim nächsten Punkt, den Bourke's Luck Potholes, haben wir Glück und erwischen eine kurze Sonnenphase. So können wir wenigstens ein Highlight der Panoramaroute bewundern. Mit uns aber auch etliche Andere, manche zur Sicherheit sogar angeleint. Wobei es primär Südafrikaner sind, die Ihren Samstag bei einem Ausflug und Braai verbringen. Dies tut der Schönheit der Landschaft aber keinen Abbruch.
Schon auf dem Weg zum Auto zieht der Himmel wieder zu und so fahren wir ohne weiteren Stopp zum Balule Wildreservat. Am Gate werden wir registriert und zahlen unsere 50 Rand Parkgebühr. Danach fahren wir die ersten Meter Gravelroad diesen Urlaubs - endlich. Und nach weniger als 100 m entdecken wir die ersten Nashörner!! Direkt am Zaun! Sofort stiehlt sich das bekannte Honigkuchengrinsen auf unser Gesicht. Wir sind glücklich – endlich wieder Afrika.
Wir können uns losreißen und sehen auf den 7 km zur Lodge noch Zebras, Giraffen und Impalas – natürlich, Impalas sind überall!
An der Mohlabetsi Lodge angekommen werden wir von Lena mit einem Welcomedrink begrüßt. Und wir haben Glück, um 14:00 Uhr ist Lunchtime und so werden wir genötigt, leckeren Salat und Kuchen mit Vanilleeis zu essen. 😄
Dirk freut es, war sein Magenknurren doch schon Kilometer weit zu hören. Einige glauben wahrscheinlich noch heute, hinter dem nächsten Baum hat eine ganze Löwenherde gelegen. 😗
Nach dem Essen machen wir uns schnell frisch und lassen das Camp kurz auf uns wirken. Denn um 16:00 Uhr geht es schon los, auf unseren ersten Gamedrive in Südafrika.
Wir sitzen zu sechst im Safari-Land Rover. Nick, unsere Guide, gibt uns noch eine kleine Einweisung: nicht während der Fahrt aufstehen, nicht aus dem Wagen lehnen und nicht ohne Erlaubnis aussteigen. Ok, ok. Überredet. (Warum bedarf es dieser Hinweise??!!)
Wir fahren noch nicht lange, da gibt unser Tracker auch schon das Zeichen zum Halten. Wir verdrehen uns noch die Köpfe, da fahren wir auch schon Querfeldein, über Stock und Busch. Und da stehen sie dann: eine Gruppe von 5 Nashörnern. Wir sind vielleicht noch 10 Meter entfernt. Faszinierend!
Danach gleich das nächste Erlebnis: ein Elefant! Und man erkennt ihn sogar ohne Fernglas! 😄 Natürlich stehen wir wieder abseits der Straße: Vor uns ein Baum, links der Elefant, rechts Gebüsch. Der Elefant wandert ein wenig ab und steht auf einmal hinter uns. Ja, richtig, hinter uns. Unser einziger Fluchtweg. Soweit kein Problem, er ist ja weit genug weg (max. 10m) und er scheint ziemlich relaxed zu sein. Doch plötzlich, ohne jegliche Vorwarnung, nimmt er Schwung und macht ein paar schnelle Schritte Richtung Auto!! Er stoppt erst 2 Meter vor unserer Nase, denn wir beide sitzen ganz hinten. Ich schwöre, unser Herz hat einen Moment ausgesetzt. Wir wollten zwar Elefanten sehen, aber doch bitte nicht so nah. Aaaaahhhh!!
Als unser Herz dann wieder zu schlagen beginnt, ist der Elefant auch schon weitergezogen.
Nick grinst – anscheinend steht uns der Schreck ins Gesicht geschrieben. Wir werden aufgeklärt: er kenne diesen Elefanten sehr gut und er sei total entspannt. Angeblich lege er ab und zu auch mal den Rüssel ins Auto... Außerdem wären wir schon davon gekommen, denn die Büsche vor uns hätten wir überwinden können – na wenn er meint...
Nach der Aufregung freuen wir uns auf unseren Sundowner. Der Gin Tonic tut gut und beruhigt meine Nerven. 🙂 Danach fahren wir wieder Richtung Lodge und leichter Regen setzt ein.
Gegen 20:00 Uhr sind wir wieder da. Und können auch gleich zum Dinner. Wir sitzen mit den Österreichern und Schweden vom Gamedrive an einem Tisch. Das Essen ist gut, wenn auch nicht überragend.
Es gibt
Vorspeise: Melonensalat Hauptgang: Rostbeef Dessert: Was Süßes 🙂
Es entspannt sich schnell eine rege Unterhaltung und es wird viel gelacht. Um 23:00 Uhr heißt es plötzlich "let's go". Äh, ok. Ach ja, heute ist ja Silvester! Wir werden mit den Safari-Landies mitten in den Busch gefahren und feiern mit Champagner am Lagerfeuer ins neue Jahr!!! Ein einmaliges Erlebnis – auch wenn der Blick ab und zu in die Dunkelheit schweift, um nach leuchtenden Augen zu suchen. Eine Walzenspinne ist allerdings das einzige (mal abgesehen von Impalas natürlich!) was wir heute Nacht noch zu Gesicht bekommen.
Um 3 Uhr fallen wir dann ins Bett und freuen uns auf eine kurze Runde Schlaf. Denn in zwei Stunden werden wir schon wieder für unseren Morning-Gamedrive geweckt!
Anmerkung Dirk: Das nennt man Urlaub? Nein, das ist purer Stress!!
Trotzdem vergessen wir diesen einmaligen Start ins neue Jahr nicht so schnell...
Teil 522. Feb. 2012
01.01.2012 Balule Wildreservat "Die Golden Girls"
Kurz nach 5:00 Uhr klopft es tatsächlich bei uns an der Tür. Das war eine kurze Nacht. Ich bin schon ganz aufgeregt. Schließlich heißt es, es gäbe morgens die besten Tiersichtungen. Und normalerweise schaffen wir es nicht so früh aus dem Bett, so dass wir die berüchtigten Sichtungen am Morgen in Namibia letztes Jahr regelmäßig verschlafen haben. 😗
Also wenn ich da jetzt nicht 20 Löwen, 3 Leoparden und mindestens ein Erdmännchen sehe!! 😄
Am Treffpunkt gibt es erst mal einen Kaffee – instant natürlich. Mit Koffein im Blut findet man den Auslöser der Kamera auch besser. Also, auf geht’s!
Der Start ist gut. Kurz nach der Ausfahrt tummeln sich einige Zebras und Gnus in der Sonne. Aber wie immer ist der gemeine Tourist auf der Suche nach etwas Höherem. Schließlich wurde in den Tagen zuvor ein Leopard gesichtet, der dringend wieder gefunden werden will.
Hätten wir nur gewartet und uns an den Zebras und Gnus erfreut...
Denn alles, was wir noch sehen werden, sind Impalas. Jaaa, die gibt’s in Südafrika. Da wird selbst die Kaffeepause zum spannenden Erlebnis. Sam, unserem heutigen Guide, ist es wahnsinnig peinlich. Schließlich will er uns die ganze Vielfalt der afrikanischen Wildnis präsentieren.
Sam lebt und liebt seinen Job, das macht es dann trotzdem zu einem tollen Erlebnis. Gegen ein paar Tiersichtungen hätten wir aber trotzdem nichts gehabt...
Aber auch auf der Rückfahrt zur Lodge ist der Rücken eines im Wasser liegenden Hippos alles was wir sehen.
Also ehrlich, für Impalas so früh aufstehen zu müssen, war nicht der Deal.
------------------------------------ Liebe Impalas, falls Ihr hier mitlest, nehmt es uns bitte nicht übel. Ihr seid ganz tolle, wunderschöne und faszinierende Lebewesen. Ohne Euch würde der afrikanische Busch auch gar nicht funktionieren. Warum? Ein Beispiel: Was würden Löwen essen, wenn sie Euch nicht hätten? Als Löwen-McDonalds seid Ihr unschlagbar. Und ja, auch wir essen Euch ab und zu ganz gerne. (Sogar in D) Es gibt natürlich noch Tausend weitere Gründe. Ihr seid unverzichtbar und wichtig und wir freuen uns immer, wenn wir Euch sehen! Bis bald, Ihr lieben Impalas. In Afrika – oder auf dem Teller! Dirk & Mandy -------------------------------------
Nach der Pirschfahrt geht es zum Frühstück. Es gibt so ziemlich alles: Wir entscheiden uns heute für ein Omelett mit Käse und Gemüse. Lecker.
Nun kommt aber doch die Müdigkeit durch und wir legen uns in die Sonne zum Schlafen. Schließlich haben wir noch ein wenig Zeit bis zum Lunch...
Es ist auch mal ganz nett, eine All-inclusive Lodge zu haben, da ist der Tagesablauf einfach mal komplett durchgeplant:
Ein tolles Leben. 🙂 Lässt sich das zu Hause auch organisieren?
Zum Mittag hin leert sich die Lodge. Neben uns ist nur noch eine dreiköpfige Damen-Gruppe aus Holland da. Die „Golden Girls“, benannt nach der US-Serie.
Wir kommen später ins Gespräch und erfahren, dass die drei Damen seit 6 Jahren jedes Jahr für einen Monat nach Afrika kommen und hier eine Selbstfahrertour unternehmen. An sich nichts Besonderes, doch die Jüngste der Damen ist 76 Jahre, die Älteste schon stolze 87!!! Da sind wir Baff. Aber auch hier zeigt sich, dass das Afrika-Virus sehr mächtig ist. Sie erzählen uns, dass Sie, als sie noch jung waren, mit ihren Männern in Botswana zelten waren. Da haben sie sich das Virus eingefangen, "da waren wir so um die 40", also vor über 40 Jahren. Wow, Ladies.
Pünktlich um 16:00 Uhr geht es wieder auf zum Gamedrive, mit uns im Auto die Golden Girls.
Unsere Erwartungen sind nach heute Morgen gedämpft. Sam scheint es jetzt auch relaxter anzugehen. Zuerst halten wir bei einer Gruppe Giraffen. Wir können diese schönen Tiere in aller Ruhe genießen. Scheinbar haben wir alle aus unserem Morning Gamedrive gelernt und schätzen jetzt auch wieder die „kleinen“ Dinge, wobei wir beide sowieso für jede Giraffe und für jedes Zebra anhalten und uns über alles freuen.
Nach ausgiebigen Beobachtungen fahren wir weiter. Wenn schon kein Leopard, vielleicht klappt es ja mit ein paar Löwen? 😕 Zunächst treffen wir aber wieder auf eine Gruppe Nashörner. Auch heute können wir sie wieder entspannt beobachten, wie sie sich im Schlamm suhlen. Was für Dreckspatzen…
Abends scheinen wir mehr Glück zu haben. So treffen wir noch auf zwei einzelne Elefantenbullen. Diesmal rücken sie uns aber nicht so sehr auf die Pelle. Das wäre auch schlecht, am Ende komme ich noch mit Herzrhythmus-Störungen zurück nach Deutschland. 😄
Die ersehnten Löwen finden wir aber auch heute wieder nicht. Naja, ertränken wir unsere Trauer in Gin Tonic bei unserem ersten Sundowner mit Sun! 😄 Aber kein Grund zur Trauer, schließlich war die Tierausbeute heute gar nicht so schlecht: Elefanten, Nashörner, Giraffen, Zebras, Gnus und ... Impalaaaas, na klar!!
Sam auf der Suche:
Mitten im Busch eine kleine Kirche:
Kurz vor'm Sonnenuntergang noch ein Gnu:
Zurück in der Lodge und einen Gin Tonic als Aperitif (Schuster bleib bei deinen Leisten) geht es zum Dinner. Heute bekommen wir unseren eigenen Tisch. Bei Kerzenschein, unter dem atemberaubenden Sternenhimmel Afrikas lassen wir uns unser Menü schmecken:
Vorspeise: Gebratene Aubergine Hauptgang: Hühnchen Chakalaka mit Reis und Gemüse Dessert: Warmer Schokokuchen
Lecker!!!
Auch heute fallen wir wieder früh ins Bett und sind 22:00 Uhr schon im Traumland.
Teil 603. März 2012
02.01.2012 Mohlabetsi Lodge (Balule GR) -> Olifants Camp (Krüger NP) "Oh, es ist heiß hier drin..."
Heute Morgen klopft es bereits kurz nach 4 Uhr. Schließlich durften wir gestern nur wegen Silvester ausschlafen (zur Erinnerung: bis 5 Uhr) - Danke! Nach ein paar Spritzern kalten Wassers und einem heißen Kaffee sind wir aber wach. Unsere Erwartungen sind auch heute nicht kleiner. Irgendwas muss ja an dem Gerücht dran sein, dass man morgens die besten Tiersichtungen macht 😕 Oder stehen am Ende einfach nur alle gern so zeitig auf?? 😄
Wir klettern also in den Landi und werden auch gleich gefragt, was wir heute sehen wollen. Dirk und ich schreien gleich: Giiirrraaafffeeeenn!!!! Immer schön tiefstapeln, außerdem mögen wir diese putzigen Tierchen.
Wir fahren also los und, gesagt-getan, sehen wir auch schon die ersten Giraffen.
Irgendwann ziehen die Giraffen weiter und auch wir setzen uns in Bewegung nur um 500 Meter weiter wieder zu stoppen. Sam zeigt aufgeregt in einen Busch. Wir wundern uns schon - dieser Busch ist doch ein bisschen klein für einen Löwen. Und tatsächlich, Sam zeigt nicht auf einen Löwen, sondern eine Boomslang. Die Begeisterung aller Insassen hält sich in Grenzen "Uahhh, Schlangen!". Doch je länger man dieses grazile Wesen beobachtet, umso interessanter wird es. Erst als sich die Schlange langsam aus dem Busch in Richtung Auto bewegt, rufen alle einvernehmlich "let´s go, Sam!!"!
Es folgen weitere schöne Sichtungen und so vergeht die Zeit bis zum Kaffeestopp wie im Flug. Wir halten ganz in der Nähe einer Gruppe Giraffen und können diese bei einem Plausch mit Sam beobachten. Interessant was so ein Guide mit den Jahren erlebt, von Japanern, die bei jedem Tier fragen "Ist der Echt?" bis zu Amerikanern, die Ihn quasi den Löwen zum Fraß vorgeworfen haben.
Nach dem Kaffee sichten wir noch einige Giraffen (sogar mit Baby – wie süß) und fahren dann langsam zurück zum Camp.
Oh ich habe vergessen zu erwähnen: Wir haben Impalas gesehen - natürlich! (Bilder ersparen wir Euch.)
Nach dem Frühstück (heute gibt es wieder Käse-Omelette mit Bacon und Tomaten) machen wir uns langsam auf den Weg Richtung Krüger Park.
Fazit Mohlabetsi Lodge: Wir haben uns hier richtig wohlgefühlt. Die Lodge hat für unseren Geschmack genau die richtige Größe mit 12 Häuschen. Alle Mitarbeiter sind nett und zuvorkommend und haben stets ein Lächeln auf den Lippen. Das Essen ist gut, wenn auch nicht das Beste in Südafrika. Das Frühstück lässt keine Wünsche offen, alles wird frisch und nach Wunsch zubereitet. Die Gamedrives sind klasse. Was man zu Gesicht bekommt, hängt ja immer vom Glück ab. Wir haben zwar keine Löwen gesehen, aber zwei Tage vor uns, gab es für die Gäste gleich eine neun köpfige Gruppe. Die Guides geben sich sehr große Mühe und sind mit riesiger Begeisterung dabei. Das macht halt wirklich viel aus!
Bei der kurzen Fahrt aus dem Balule GR sehen wir noch eine ergreifende Situation:
- - - - - -
Fahrt zum Krüger
Lena, die Managerin (eine von dreien) von Mohlabetsi hat uns empfohlen, über das Phalaborwa Gate in den Krüger zu fahren. Auf dem Weg dorthin fahren wir an zahlreichen Obstplantagen vorbei und am Straßenrand werden immer wieder Mangos und Litschis verkauft.
Gegen 12:00 Uhr erreichen wir das Gate und organisieren das Permit. Zahlen muss man dies dann im ersten Übernachtungs-Camp. Die ganze Prozedur ist sehr organisiert und professionell. Was will man bei Massentourismus auch anderes erwarten? Alle Buchungen werden gleich im System gecheckt. Das ganze sogar mit einem Lächeln auf den Lippen. Super! Wir kaufen auch gleich eine Mappe mit sämtlichen für Selbstfahrer freigegeben Straßen. Eine absolute Empfehlung, denn gerade die Länge einiger Loops können zum Erreichen des Gates zum Torschluss den Schweiß auf die Stirn treiben lassen. Also, Länge und Zeitaufwand nicht unterschätzen! 😉
Den ersten Loop nehmen wir auch gleich mit. Wir haben eh vor, die meiste Zeit auf den Nebenstraßen zu fahren. Denn im Gegensatz zu den Hauptwegen sind diese nicht geteert. Für uns wichtig, denn so hat man noch einen Hauch mehr "Abenteuer". 😄
Und kurze Zeit später sehen wir schon einen Büffel. Jippie! Jetzt haben wir unsere Big Five voll!!! Wir sind jetzt mal großzügig und legen Namibia 2011 und Südafrika 2012 zusammen. Sonst wird das ja nichts 😉
Wir fahren weiter und sehen eine ganze Weile nichts. Gut, wir sind in der Mittagshitze unterwegs und draußen sind es mittlerweile an die 40°C im Schatten. Da würde ich mich auch nicht in die Sonne stellen, um irgendwelche Touris im Park zu begrüßen. 😄
Nach einer Weile sehen wir dann doch noch einen recht kräftigen Elefantenbullen, wenn auch aus einiger Entfernung. Aber das zählt. Mittlerweile steht es beim Elefantenranking Namibia:Südafrika auch schon 1:5.
Dann entdecke ich Geier am Himmel. In meinem Kopf sehe ich die verrücktesten Bilder. Eine Horde Löwen, die mit vollen Bauch im Schatten liegen und Geier, die sich langsam an den Resten laben wollen. Da muss ich hin - sofort. Als wir uns dem Wasserloch nähern, riechen wir ziemlich schnell, dass das kein frischer Löwenriss sein kann. Und dann entdecken wir das, was von dem Elefanten noch übrig geblieben ist. Es wimmelt nur so vor Geiern, interessant zu beobachten, aber bei dem Gestank treten wir doch schnell den Rückzug an.
Nach den ganzen einzelnen Elefanten hoffe ich nun insgeheim mal eine größere Gruppe zu sehen.
Kaum habe ich es ausgesprochen, da sind sie auch schon. Eine Familie mit einem ganz Kleinen. Wie süß!! Das würde ich am liebsten mit nach Hause nehmen, schließlich habe ich noch Platz im Koffer! 😄 Über mangelnde Elefanten können wir uns in diesem Urlaub jedenfalls nicht beschweren. Und das ist erst der Anfang.
Kurz nach 17:00 Uhr erreichen wir dann das Olifants Camp und bekommen unseren Bungalow zugewiesen. Der Parkplatz vor unserem Häuschen ist leicht vom Bootsanhänger unseres Nachbarn blockiert, aber wir quetschen uns rein. Im Bungalow neben uns wohnt ein Südafrikaner, der auch gleich auf uns zukommt und fragt, ob er Platz machen soll. Dirk verneint und bedankt sich natürlich. Was dann folgt, macht mich fassungslos. Ich bin wütend und entsetzt gleichermaßen. Dirk schafft es in solchen Momenten immer ruhig zu bleiben. Es beginnt also ein Gespräch, wir sind Touristen, aus Deutschland, toll ... genießt das Land ... aber ... (und dann ging es los) ... Seid jaaa vorsichtig ... die Schwarzen, die sind faul und stehlen und morden ... und wir Südafrikaner sind ein fleißiges Volk, aber die Schwarzen ... Und die Krönung kam zum Schluss: "Man sollte halt nicht zusammenbringen, was nicht zusammen gehört." Ich kann mir das gar nicht anhören und flüchte nach drinnen. Mit solchen Leuten will ich nichts zu tun haben.
Im Bungalow ist es aus anderen Gründen kaum zum Aushalten. Es ist brutal heiß. Ich schalte sofort die Klimaanlage an, um wenigsten ein wenig Abkühlung zu bekommen. Dirk erscheint auch schnell und wir beschließen, zum View Point und anschließend zum Essen zu gehen.
Leider ist die Terrasse vom Restaurant schon komplett belegt. So bleibt also nur ein Innen-Platz. Gar nicht so leicht einen Platz zu finden, wo man nicht sieht, was der Vorgänger gegessen hat. Iihh! Naja bringt nichts, wir haben Hunger. Buffet gibt es hier keins, von daher bleibt nur die Wahl zwischen Burger, Sandwich, Steak und anderen Snacks. Die komplexen Menüs, wie Kudusteak, trauen wir hier niemandem zu. Dafür ist das Personal viel zu unmotiviert und unfreundlich. Das Essen fällt dann auch eher kurz aus. So wären wir auch schnell wieder im Zimmer gewesen, hätte man uns mal bezahlen lassen.
Nach gut 30 Minuten dürfen wir dann auch bezahlen und laufen zurück zum Zimmer… und meine Nacht des Grauens beginnt. Kurz nach 22:00 Uhr schließen wir die Augen und schlafen ruhig ein. Natürlich ohne Klimaanlage, denn das vertragen wir beide nicht so gut. Nach anderthalb Stunden wache ich aber schon wieder auf. Ich bin Schweiß gebadet und mir ist so heiß, leichte Übelkeit steigt in mir hoch. Um mir Abhilfe zu verschaffen, hole ich mir erstmal Wasser aus dem Kühlschrank. Doch auch das bringt nicht die gehoffte Abkühlung. Fenster öffnen ist leider auch nicht möglich. Die Moskitonetze haben leider Faustgroße Löcher. Die Zeit verrinnt, die Übelkeit wird nicht besser, und ich muss schlafen. Gegen drei Uhr weiß ich mir nicht anderes zu helfen und schalte die Klimaanlage an. Dirk merkt nichts von meiner Qual - er schläft mal wieder wie ein Stein ... mmh ... vielleicht hätte ich einfach "Spinne!!!" rufen sollen! 😄 (siehe Namibia-Bericht)
Die Klimaanlage bringt mir leider keine Erleichterung. Ich liege weiter in der heißen Luft – ist das Scheiß Ding kaputt??? Nach einer schier endlosen Nacht und max. zwei Stunden Schlaf stehe ich um 6:00 Uhr unter der Dusche. Heißes Wasser gibt es keines, aber das ist mir egal 😉 Als ich aus dem Bad komme, schaut mich ein verknautschter Dirk an. Ahja, die Klimaanlage hat doch was gebracht: Halsschmerzen! Die kalte Luft wurde schön über mich hinweg geblasen, dafür mitten auf Dirk. Upps.......
Teil 711. März 2013
Hallo FoMis!
Nachdem wir unseren Reisebericht nun ein Jahr nicht fortgeführt haben (keine Lust (so viel Offenheit muss sein...), keine Zeit ...), geht’s jetzt endlich weiter. 🙂 Bitte entschuldigt die kleine Verzögerung. 😄
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03.01.2012 Olifants Camp -> Satara Camp
Nach einem Blick auf die Frühstückskarte im Camp haben wir uns doch dazu entschlossen, einfach nur im Shop ein paar Kleinigkeiten zu kaufen. Die häufig erwähnte kleine Auswahl war tatsächlich noch untertrieben. Ein Tüte trockene Brötchen, Äpfel und Zuckerwasser getarnt als Orangensaft, mussten für den Start in den Tag reichen.
Ohne Frühstück, dafür Zeit gespart, geht es also zeitig auf die Pad. Die ersten Minuten fahren wir ohne nennenswerte Sichtung, daher suchen wir uns einen Aussichtspunkt und genießen dort unser Frühstück Deluxe. Wenigstens der Ausblick ist traumhaft. Und am Fluss grasen auch ein Paar Büffel.
Schnell geht es dann weiter, denn heute heißt unser Ziel Satara. Hier hat man bekanntermaßen die besten Chancen auf Löwensichtungen. Bis dahin vergeht aber noch einige Zeit. Statt Löwen gibt es jede Menge Elefanten. Wir scherzen schon: für den einen einzigen Elefanten im Etosha werden wir jetzt kräftig entlohnt. Dieser Urlaub steht unter dem Motto Elefant… oder doch eher Nashorn… oder Giraffe...
Gegen Mittag kommen wir im Camp an und gönnen uns erstmal ein großes Eis. Dirk um seinen Hals zu kühlen, und ich um meine Gelüste zu befriedigen. Nicht dass noch jemand auf die Idee kommt, ich wäre auf Diät … wenig Abendessen, kein Frühstück 🙂
Unseren Bungalow können wir auch gleich beziehen. Hier gefällt es mir auch gleich viel besser. Wir haben ein Häuschen direkt am Zaun und können von der Terrasse direkt auf die Tierwelt schauen. Insgesamt macht alles einen gepflegteren Eindruck als in Olifants.
Lange halten wir uns aber nicht auf. Wir haben eine Mission: LÖWEN. Es dauert auch nicht lang, bis wir an eine Stelle kommen wo geschätzte 20 Autos stehen. Das kann in Afrika nicht viel bedeuten, außer: hier gibt es Löwen. Und man mag es kaum glauben, alles geht hier zivilisiert von statten. Als wir uns ein Plätzchen suchen wollen macht uns tatsächlich ein anderer Touri Platz und überlässt uns seinen Premium Platz. Trotzdem schauen wir gefühlte 10 Minuten auf dem Busch und sehen nichts. Anscheinend ziehen wir mit unserem unkoordiniert rotierenden Fernglas die Blicke auf uns. Jedenfalls erbarmt sich unser Nachbar und gibt uns die genauen Koordinaten zu den Löwen. „Liegender Baumstamm, zwei Sträucher nach rechts, 3 Meter dahinter.“ Ah ja, da liegen sie. 5 Löwen, die ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen: Nichts tun! Wir versuchen uns an ein paar Fotos, auf denen nicht viel mehr zu sehen ist als grün. Aber das zählt, wir haben Löwen gesehen! 🙂 Wir bleiben weitere 20 Minuten, aber als sich nichts tut, machen wir den Neuankömmlingen hinter uns Platz.
Bis zum späten Abend sehen wir nur die üblichen Verdächtigen. Nicht weniger schön. Ein paar Eindrücke….
Generell gefällt uns der Krüger ganz gut. Wir halten uns von den Teerstraßen fern und fahren einfach jeden Loop. Hat im Etosha ja auch immer gut funktioniert. Auch sind hier sehr wenig Autos unterwegs. Wir haben fast den Eindruck allein zu sein. … Alle anderen sind auch bei den Löwen. Gegen 17:30 machen wir uns auf den Rückweg zum Camp. Schließlich wollen wir pünktlich vor Torschluss da sein. Wir fahren also und treffen tatsächlich wieder auf eine kleine Autokolonne. Diesmal schaffen es wir sogar ganz ohne Hilfe die beiden Löwen zu entdecken. Gleiches Bild, schlafende Löwen. Da wir beide gerne auch mal Löwen in Aktion sehen wollen, warten wir, und warten wir, und warten wir. Es wird auch merklich kühler und auch bei den Löwen muss sich doch langsam der Hunger melden. Wie wäre es denn mit dem kleinen Impala da hinten … Aber nichts passiert. Es müssen ja nicht gleich wilde Jagdszenen sein, aber ich möchte einen Löwen zumindest mal stehen sehen. Können die das eigentlich??? Mit Blick auf die Uhr, es ist schon 10 nach 6, müssen wir los. Es ist noch ein Stück zu fahren. Also schnell zurück zum Camp, immer auf Elefanten gucken, um die Ecke und auf die Bremsen. Steht dort doch eine riesige Büffelherde. Faszinierend. Das sind bestimmt an die 100 Tiere. Zeit zu zählen haben wir nicht, denn die Uhr tickt. Also schön vorsichtig durch die Massen. Aber auch hier alles zivilisiert, die Büffel stehen schön neben der Straße. Die Tiere sind alle sehr gut dressiert. 🙂
Wir überholen noch das ein oder andere Auto. Mein Gott, haben die Nerven. Fahren in einer Ruhe zum Camp und uns kommen sogar noch Autos entgegen. Dabei ist dort nichts. (Außer die Löwen, die jetzt bestimmt Hunger haben 🙂 ) Wir Reihen uns dann aber doch noch rechtzeitig in die Schlange am Gate ein und sind pünktlich um 18:27 Uhr im Camp.
Lang ausruhen wollen wir uns aber nicht. Schauen wir doch mal, was Satara kulinarisches zu bieten hat. Schnelle Erkenntnis: Viel ist es nicht. Bis wir das feststellen, dauert es aber doch eine Weile. Unsere Kellnerin ist etwas, sagen wir mal, unmotiviert. Nach einer Stunde haben wir dann unsere Bier, sowie Salat und Sandwich. Kein Highlight, aber genießbar. Nachdem am Zaun auch nichts zu sichten ist, gehen wir ins Bett. Immerhin haben wir etwas Schlaf nachzuholen.
Fazit Satara: Das Camp ist ganz nett. Auch unser Häuschen macht einen guten Eindruck. Küche war auch gut ausgestattet und wenn man sich außerhalb des Parks mit Lebensmitteln versorgt, eine super Sache.
Landschaftlich hat uns Olifants mehr angesprochen. Von den Tiersichtungen hat Satara die Nase vorn. Lässt sich aber schwer verallgemeinern. Schließlich war im Dezember bei uns viel grün, sodass es im Norden mit Tieren schwierig wurde. Aber nicht weniger reizvoll.
Teil 812. März 2013
04.01.2012 Auf nach Lower Sabie
Die heutige Nacht haben wir gut geschlafen. Keine Klima-Katastrophen und auch Dirks Hals hat sich beruhigt. Habe ich noch mal Glück gehabt!
Während Dirk sich noch einige Minuten Schlaf gönnt, bin ich schon wieder voll im Afrika Modus und stehe um kurz nach 5 unter der Dusche. Dabei genieße ich den Blick aus der Dusche in die weite Landschaft und sehe in der Morgendämmerung einen Elefanten am Zaun vorüberziehen. Da überläuft einen ein wohliger Schauer.
So langsam muss ich Dirk wecken. Er ist einer der letzten im Bett. Unsere gesamte Nachbarschaft sitzt schon in den Autos. Wir lassen uns aber nicht stressen. Frühstück gibt es eh keins. Da haben wir wieder 5 Minuten gespart. Um kurz vor sieben sitzen dann auch wir im Auto und machen uns auf die Pirsch.
Wir fahren natürlich erst mal zu unseren gestrigen Löwen. Die haben sich aber verkrümelt und sind nicht mehr zu sehen. Die hat wohl jemand weg getragen, den dass sie laufen können, glauben wir bis heute nicht. Also geht es Richtung Süden. Das heutige Ziel ist Lower Sabie. Bis zum Mittag sind die Sichtungen eher Mau. Für uns lohnt sich das frühe Aufstehen einfach nicht. 🙂
Erst gegen 12:00 Uhr gibt es wieder etwas Großes zu sehen: ELEFANTEN. Natürlich. Eine große Herde mit süßen kleinen Babys. Jetzt heißt es achtsam sein. Wir halten genügend Abstand. Und wollen die Tiere nicht unnötig stressen. Wir halten immer beide Seiten im Blick und versuchen nicht zwischen die Tiere zukommen. Jetzt wünscht man sich Zehn Arme und 8 Augen. Es gibt schon ein lustiges Bild: Dirk hält die Kamera, kuppelt und gibt auf Anweisung Gas. Lenken und schalten obliegt meiner Verantwortung. Ein System, was wir im Laufe des Urlaubs noch optimieren. 🙂 Könnte man fast als Paartherapie verkaufen „Finden sie wieder zusammen. Und lernen sie sich zu 100 Prozent auf den Partner zu verlassen“ 🙂
Wir genießen also unsere Zweisamkeit und beobachten die Elefantenfamilie, als wir doch noch in eine unangenehme Situation gebracht werden. Uns kommt eine junge Frau in ihren kleinen Golf entgegen, stoppt und hält gefühlte 10 Sekunden. Sie zählt zu den Touris die auf Mission nach etwas höherem sind. Jedenfalls schenkt Sie den Elefanten, die gemütlich die Straßenseite wechseln, keine Beachtung. Wir ahnen schlimmes und geben noch Handzeichen. Signalisieren ihr anzuhalten und den Elefanten ziehen zu lassen. Aber nein, Blondie gibt Gas und passiert 3 Meter vor dem Elefanten die Straße. Dieser wird natürlich nervös und startet einen Scheinangriff. Jetzt heißt es auch für uns schnell reagieren. Rückwärtsgang rein und fort. Eine unschöne Situation, ausgelöst durch den Egoismus eines Einzelnen. Leider eine Situation, die nicht die letzte in diesem Urlaub sein wird.
Nach dieser kurzen Aufregung geht der Tag aber entspannt weiter und wir erreichen gegen frühen Nachmittag Lower Sabie. Wir haben eines der Zelte gebucht und bestaunen nun die schöne Unterkunft mit Blick auf den Fluss. Den Tipp mit dem Zelt haben wir hier aus dem Forum. Und wir können es nur weiter empfehlen. Einzuschlafen währen draußen die Hippos grunzen und grasen. Einfach super.
Den Nachmittag verbringen wir wieder im Park. Etwas Aufregendes ist nicht zu entdecken aber seht selbst….
Das Abendessen ist für uns das Beste im Park. Hier geben sich die Kellner richtig Mühe. Am Ende gibt es zwar auch nur Pizza (Dirk) und Salat (ich) aber ein freundliches Lächeln auf den Lippen des Kellners lässt alles gleich viel besser schmecken.
Fazit Lower Sabie: Ein sehr schönes Camp. Zumindest der Bereich mit den Zelten. Den Rest können wir nicht beurteilen. Auch das Restaurant ist ganz nett und von der Terrasse hat man einen Super Blick. Die Speisekarte hat sich auch ausnahmsweise von den anderen beiden Camps unterschieden. Mit dem netten Kellner dazu war es für uns einfach super. Aber das kann ja leider von Tag zu Tag variieren.
Teil 913. März 2013
05.01.2012 Krüger NP nach Swaziland
Nachdem Dirks Halsschmerzen schnell abgeklungen sind, erwischt es heute mich. 🙁 Sind wir gestern Abend noch mit einem lauen Lüftchen eingeschlafen, nur ab und zu geweckt von einem grunzenden Hippo, ist es am frühen Morgen doch recht kalt. Unser Ventilator lief die ganze Nacht (das Ding ließ sich aber auch nicht ausschalten) und wir hatten uns nur mit einem dünnen Laken bedeckt. Als liebende Frau steht man dann auch mal um 2 Uhr auf, kramt die dicken Decken aus dem Schrank und deckt seinen Liebsten zu. 🙂 Und der bekommt davon noch nicht mal was mit und grunzt seelenruhig vor sich hin. (Anmerkung Dirk: Ich hab nicht gegrunzt, das muss ein Hippo gewesen sein.) Naja, was tut man nicht alles. Bei mir war es trotzdem zu spät, also quäle ich mich wohl die nächsten Tage mit Mörder-Halsschmerzen.
Aber nicht gejammert: schnell aufstehen, packen, Frühstück Deluxe (kennt ihr ja schon) und ab auf die Straße. Heute geht es für uns nach Swaziland und wir wollen noch die letzten 2 Stunden im Park genießen.
Viel zu sehen gibt es nicht mehr. Nur die üblichen Verdächtigen…
Fazit Krüger: Uns hat es hier wirklich gut gefallen. Eine solche Tierdichte kannten wir aus dem Etosha nicht. Auch war weit weniger los, als uns das prophezeit worden ist. Aber der Park ist so groß und auf den Nebenstrecken verteilt sich alles ganz gut. Die Camps nun ja, die haben ihre besten Tage schon hinter sich. Es ist aber alles sauber und das ist für uns die Hauptsache. Die Restaurants sind eher mangelhaft. Selbstversorgung kommt für uns aber nicht in Frage. Dazu sind wir einfach zu faul im Urlaub, auch wenn wir zu Hause eigentlich sehr gerne, oft und viel kochen. Ein paar Tage „Diät“ schaden bei solch einem Urlaub aber auch nicht. Die Kalorien kommen schon noch….
Auf in Richtung Swaziland!
Wir fahren also am Crocodile Bridge Gate aus dem Park und kommen auch recht schnell zur Grenze nach Swaziland. Wir nehmen übrigens den Grenzübergang Jeppes Reef.
Und hier fängt das Drama an. Die Ausreise aus Südafrika geht noch recht schnell. Denn hier gibt es wenigstens eine Beschilderung. Also Pass abgestempelt, fertig. Dann wieder rein ins Auto, durch die Schranke und rein ins Jahr 1830 B.C. … Plötzlich endet die Teerstraße, es laufen Hühner herum und dort drüben steht auch noch ein Esel. Auto neben dem Esel parken und ab zur Einreisestation. Doch wo sollen wir hier hin?? Keine Schilder weisen uns den Weg. Hier gibt es nichts. Wäre nicht in dem Moment eine Frau aus einem kleinen Häuschen gekommen, wir hätten Wurzeln geschlagen!!
Wir probieren es einfach mal da. Also rein ins Vergnügen: 3 Schalter, eine Dame. Also hin… Pässe abgeben… „nein nicht hier, an den anderen Schalter“… „aber da ist niemand“… „kommt gleich“… „ok!“ Wir dackeln also rüber (einen Schritt). Und jetzt, man mag es kaum glauben, geht doch die Frau von eben zu Schalter 1 und nimmt unsere Pässe entgegen. Häää??
So weit so gut. Aber muss man nicht auch noch sein Auto anmelden und Gebühren zahlen??? Also wieder zur Dame und nachgefragt. „Ja das geht gleich da drüber“ Natürlich – an Schalter 2. Die Dame folgt uns also zu Schalter 2, vollkommen logisch. Wir bekommen einen Wisch – „bitte füllen sie alle Angaben zum Auto aus!“. Die wollten Sachen wissen, die kenne ich nicht mal. Also, Dirks Job. Ab zum Auto und schauen: Motornummer, Dingsbums-Nummer, Dasda-Nummer – was es alles gibt. Das Beste war aber die Einordnung unseres Daihatsu Terios in eine der möglichen Kategorien:
Kleinwagen – nein! Limousine – nein! LKW – hallo – nein! Coupe – äh, auch nicht.
Die Bebilderung hat es übrigens auch nicht leichter gemacht.
Naja, wir lassen es offen und gehen zurück ins Häuschen. Zielstrebig steuern wir auf Schalter 3 zu … Aber nein wir müssen zu Schalter 2. Zettel abgeben „Hier fehlt noch was“ … „Aber wir wissen nicht…“ … „Nehmen sie einfach das“. Und schon wurde aus unserem Auto eine Limousine! Jetzt noch zu Schalter 3 und die Gebühr bezahlen. Eine gefühlte Stunde später und wir sind fertig.
Tipp: Vielleicht hätten wir nicht zur Mittagszeit versuchen sollen einzureisen. Es stellte sich nämlich heraus, dass hier tatsächlich noch mehr Menschen arbeiten…
Schlagbaum öffne dich und es geht weiter. Die Sonne verschwindet und es fängt an zu tröpfeln. Von der schönen Landschaft ist wenig zu sehen, so sehr hängen die Wolken in den Bergen. Immer wieder Müll am Straßenrand macht es nicht gerade schöner.
Typische Bananenplantage, wie man sie oft in SA sieht, so auch auf dem Weg zur Grenze:
Die ersten km in Swaziland
Wir sind noch nicht weit gefahren, da kommt es zu einer unangenehmen Situation. Wir fahren doch recht langsam, denn die Straße ist in schlechtem Zustand und überall gibt es große und tiefe Schlaglöcher. Eine Gruppe Jugendlicher springt auf die Straße, direkt vor uns. Dirk bremst weiter ab um niemanden zu gefährden. Da springen plötzlich 3 Jungs direkt vors Auto und schlagen auf dieses ein. Nicht so fest, aber es reicht für einen großen Schreck. Wir geben Gas und sind weg. Hinter uns wird mit Steinen geworfen, wild gestikuliert und einer schreit wilde Dinge. Nervige Einreise, viel Müll, und dann sowas … trägt alles nicht dazu bei, dass wir uns in Swaziland wohlfühlen.
Der Rest der Fahrt verläuft aber problemlos, so dass wir gegen Nachmittag im „Foresters Arms Hotel“ ankommen. Eine nette Anlage. Die Zimmer sind alle in kräftigen Farben gestaltet – sehr schön. Da sich der Regen mittlerweile zu einem kräftigen Gewitter ausgeweitet hat, nutzen wir die Zeit für einen ausgedehnten Mittagsschlaf. Erstmal noch ein paar Eindrücke:
Als wir gegen 5 Uhr wieder aufwachen, scheint auch gerade die Sonne und wir legen uns auf die Terrasse und lesen ein Buch. Doch lange hält das Wetter nicht und es beginnt erneut zu regnen. Also ab zum Essen. Ein Gin Tonic wird’s schon richten. (Hilft übrigens wunderbar gegen Halsschmerzen 🙂 )
Das Essen ist hervorragend. Wir können aus mehreren Gerichten wählen und ein 5-Gänge Menü zusammenstellen, das sich wirklich sehen lassen kann. Ein echtes Highlight und allein des Essens wegen lohnt sich ein Stopp hier auf jeden Fall, wenn man denn unbedingt durch Swaziland fahren muss.
Teil 1014. März 2013
06.01.2012 Swaziland → Hluhluwe Nationalpark
Auch am Morgen hängen die Wolken noch tief. Wir beschließen schnell zu Frühstück und das Land zu verlassen. Der erste Eindruck von Swaziland war gestern leider schlecht und es ist ohnehin nur als Durchreisestation gedacht gewesen. Vielleicht geben wir der Gegend irgendwann noch einmal eine Chance. Heute aber nicht.
Aus dem schnell Frühstücken wird allerdings nichts. Denn es wird so viel geboten, das will ja auch alles probiert werden. Passend zum hervorragenden Abendessen ist nun auch das Frühstück eine Sensation!
Kurz nach 10 sind wir dann aber startklar und beladen unser gewaschenes Auto. Ich liebe die fleißigen Heinzelmännchen. Die könnten auch mal daheim in der Garage vorbeikommen!! 🙂
Ohne Umweg fahren wir zum Grenzübergang Golela. Plan war, so schnell wie möglich zum Hluhluwe Nationalpark zu kommen. Denn die Tiere warten ja nicht auf uns. Was soll man sagen, hätten wir beim Frühstück mal Gas gegeben oder wären doch etwas früher aufgestanden. So sind wir natürlich pünktlich zur Mittagszeit an der Grenze – wir haben wohl nichts gelernt, Personalmangel an der Grenze!! Hier gestaltet sich aber alles noch schwieriger. Durch eine Baustelle (oder normaler Chaos-Zustand) ist die Straße zum Grenzhäuschen gesperrt. Man steht also auf der Straße, hat sein Ziel vor Augen und kommt trotzdem nicht hin.
Von Beschilderungen ist natürlich wieder nichts zu sehen, so dass man einfach irgendwo hinläuft und sich anstellen muss. So ein Saftladen. Es muss ja wirklich nicht alles übermäßig beschildert oder geordnet sein, aber wenigstens ein einziger Hinweis, was man hier zu tun hat, wäre schön.
Doch auch diesmal haben wir letztendlich Glück. Eine Schweizer Familie kennt sich aus und fährt voraus. Es geht über Hinterhöfe, an einer Tankstelle vorbei zum Parkplatz. Und dann heißt es Schlange stehen. Man hat beinah das Gefühl, ganz Swaziland möchte heute nach Südafrika. Es dauert eine halbe Stunde, bis wir an der Reihe sind. Zack, Stempel im Pass und raus.
Aber so einfach ist es dann natürlich nicht. Wir brauchen auch noch eine Bestätigung fürs Auto (so wurde uns das zumindest bei der Einreise erzählt). Also in die nächste Schlange und noch ein Stempel.
Teil 1 ist erledigt. Wir sind ausgereist. Dass es bei der Einreise nach Südafrika jetzt nochmal doppelt so lange dauert, konnte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht ahnen. Also auch da wieder angestellt. Und warten. Natürlich machen alle Beamten Mittagspause und es sind nur zwei Schalter besetzt. Es dauert über eine Stunde, bis wir auch hier passieren können. Die Laune sinkt in den Keller. Wie um Himmels Willen kann man eine Grenze so unglaublich schlecht organisieren?! Vor allem Dirk war richtig auf 180, weil diese ganze Grenze ein einziger unnötiger bürokratischer Akt ist, der Touristen abhält, jemals wieder nach Swaziland zu reisen. Mit Sicherheit hat es auch nichts zu tun, weil das Auto nicht kontrolliert wird.
Da müssen im Hluhlue aber viele Löwen liegen (wir wollen ja nicht gleich zu viel erwarten) um das wieder gut zu machen. 🙂
Fazit Swaziland: Sicher ein Land, das viel zu bieten hat. Die schöne Landschaft war jedenfalls zu erahnen. Nimmt man alle Rahmenbedingungen mal zusammen, war es für uns ein Reinfall. Die Unterkunft mal ausgenommen, denn die ist wirklich zu empfehlen. Aber ob sich dafür die Ein- und Ausreise-Odyssee lohnt – wohl eher nicht!
Hluhluwe NP
Gegen 3 Uhr erreichen wir dann tatsächlich unser Tagesziel. Die Registrierung im Park geht wieder reibungslos. Wir entschließen uns direkt zum Hilltop Camp zu fahren. Wir brauchen eine Toilette und was kaltes zu trinken. Auf dem Weg zum Camp sehen wir Nichts. Dabei sollen hier doch bereits am Eingang die Nashörner gestapelt liegen. Mmh... wir bleiben zuversichtlich und genießen einfach die gemeinsame Zeit in wunderschöner Umgebung.
Im Camp angelangt, checken wir ein und reservieren auch gleich einen Tisch fürs Abendessen. Einen Zimmerschlüssel gibt es hier übrigens nicht. Aber auch daran gewöhnt man sich schnell. Einfach das Zimmer verriegeln wenn man sich darin aufhält. Und beim Verlassen alles von Wert mitnehmen. War schon lustig die ganzen Rollkoffer beim Abendessen zusehen!! 🙂
Im Shop holen wir uns nach kurzer Verschnaufpause eine Karte vom Park und dazu noch eine eisgekühlte Cola. Mit Koffeinkick, Zucker im Blut und Blick auf die Sichtungstafel machen wir uns auf die Suche nach Nashörnern. An den angegeben Punkten ist natürlich nichts zu sehen. Also ändern wir die Methode und schwenken auf System „Dirk+Mandy“ – einfach jede (Seiten-)Straße anfahren.
Und tatsächlich, mit unserer Methode finden wir ein Nashorn nach dem anderen. Hier eine kleine Auswahl…
Wir treffen 6x auf Nashörner in unterschiedlicher Gruppenstärke. Etwas anderes sehen wir nicht! Aber wir haben ja auch nur einen winzigen Teil des Parks abgefahren. Wir fahren also zurück und gehen direkt zum Abendessen. Dieses wird als Büffet gereicht und ist wirklich hervorragend. Zudem haben wir einen Tisch in einem Separee bekommen und genießen unser Essen in trauter Zweisamkeit. Später gesellen sich noch zwei Pärchen aus Deutschland zu uns. Und kaum zu glauben sie erzählen uns, dass sie die Grenze in Swaziland in einer halben Stunde passiert haben. Irgendwas machen wir falsch... 🙁 Dafür haben sie heute im Park kein einziges Nashorn gesehen – tja das nennt man wohl ausgleichende Gerechtigkeit!! 🙂
Teil 1114. März 2013
07.01.2012 Hluhluwe Nationalpark → St. Lucia
Nach einer ruhigen Nacht und einem wirklich guten Frühstück geht es wieder auf die Pad. Heute haben wir schon wieder ein neues Ziel: St. Lucia! Da es bis dahin aber nur 90 km sind, haben wir noch den ganzen Tag im Park. Heute wollen wir den Teil Imfolozi näher erkunden. Schließlich muss es hier ja noch etwas anderes als Nashörner geben! 🙂
Zuvor fahren wir die Strecke von gestern ab. Lange Zeit ist nichts zu sehen, außer der wirklich schönen Landschaft. Gerade der Hüglige Teil gefällt uns gut. Alles ist dicht bewachsen und grün. Natürlich macht das Sichtungen etwas schwieriger, aber für uns gehört das schon fast mit dazu.
Ein Zebra schiebt das andere den Berg hoch:
Wir treffen schließlich auf eine Herde Büffel, die sich für uns richtig in Pose schmeißen. Hier verbringen wir eine Menge Zeit. Die Gefährlichkeit dieser Kühe mit Deckel auf'm Kopf ist kaum zu glauben, wenn man deren Gemütlichkeit beobachtet.
Dann machen wir wieder einen Abstecher zum Wasserloch. Uns kommen schon Autos entgegen, die abwinken, es gäbe nichts zu sehen. Da es aber keine Wendemöglichkeit gibt, fahren wir weiter. Außerdem gilt das Prinzip „Dirk+Mandy“ - wir fahren jede Straße ab! Unser Glück, nur wenige Minuten später schlagen zwei Nashörner aus den Büschen und trotten gemütlich vor uns zum Wasserloch. Es ist immer wieder erstaunlich, dass wenige Minuten zwischen Sichtung und Nichts entscheiden.
In diesem Teil sehen wir dann doch noch Giraffen, Zebras, Gnus und Wasserböcke. Da wir die Hoffnung nach Löwen noch nicht aufgegeben haben, fahren wir nun wie geplant in das Imfolozi Game Reserve. Bis auf zwei Jeeps (geführte Touren) treffen wir auf niemanden. Also schon wieder Abenteuer für Anfänger – Mandy und Dirk entdecken Afrika! 😄
Wir schaffen es sogar, den Elefanten noch vor den Rangern zu entdecken. Als wir stehen bleiben, überholen sie uns hastig, um wenig später zurück zu setzten. Das erfüllt uns heute noch mit Stolz. (Fotografiert haben wir ihn offenbar nicht, fällt uns gerade auf...)
20 Minuten beobachten wir den Elefanten bestimmt, dann müssen wir weiter. Denn Dirk muss eine Örtlichkeit aufsuchen. Bei uns ist es übrigens immer der Mann, der auf Toilette muss. 🙂 Also suchen wir die nächste Möglichkeit auf. Sehr witzig ist hier, dass die Raststelle nicht eingezäunt ist. Deutlich erkennt man die Spuren der größeren Besucher, die das hier auch als Toilette nutzen. Schon irgendwie komisch. Aber einmal nach rechts und links geschaut und raus aus dem Auto! Während Dirk verschwindet, nutze ich die Zeit, mir die Beine zu vertreten und erkunde die Umgebung. Plötzlich raschelt es im Beet. Etwas Großes ist es nicht, dafür aber giftgrün!! Eine Schlange bahnt sich ihren Weg durch die Gräser. Mit respektvollem Abstand beobachte ich sie. Ein schönes Tier und wirklich elegant. Nähere Bekanntschaft möchte ich dann aber doch nicht mit ihr machen. Als Dirk zurückkommt, ist es schon wieder alles vorbei. (Anmerkung Dirk: Da sind bestimmt auch 10 Löwen gewesen, ja klaaaar....)
Aber wir sehen noch eine:
Bis zum Mittag bleiben wir noch im Park und sehen dabei noch etliche Nashörner. Vielmehr entdecken wir aber nicht. Daher entscheiden wir uns, nach St. Lucia zu fahren. Mit einigen kleinen Umwegen (das mit dem navigieren muss ich noch lernen) kommen wir dann bei unserem Guesthouse an. Wir nächtigen im Avalone Guest House. Eine schöne gepflegte Anlage, die direkt von der Eigentümerin Monica geführt wird. Hier geht es locker zu. Jeder bedient sich selbst und führt Strichliste über konsumierte Getränke und Snacks. Fast wie zu Hause, sehr gemütlich und gleichzeitig ein echter Ort zum Abschalten.
Mittlerweile ist es so heiß, dass wir uns entschließen, den Rest des Tages am Pool zu verbringen. Auch auf großartige Bewegung haben wir keine Lust. Also sind wir schnell dabei als Monica anfragt, ob wir Lust haben mit ihr und anderen Gästen „zu Hause“ zu essen. Sie bestellt kurzer Hand in einem Fischlokal. Es wird ein lustiger Abend und wir sitzen noch lange mit einem Schweizer Pärchen zusammen. Sie sind in Kapstadt gestartet und machen die Tour entgegengesetzt. Bei den Erzählungen über die Löwenbabys im Addo leuchten meine Augen. Das will ich auch….
Teil 1216. März 2013
08.01.2012 St. Lucia Relaxen!!
Heute haben wir uns bewusst fürs Ausschlafen entschieden. Vor 8:00 Uhr sieht uns deshalb niemand beim Frühstück, das wirklich hervorragend ist. Es gibt Eier in allen Variationen, verschiedene Käsesorten, Wurst, Speck, Würstchen, Bohnen, Pilze, Croissants, frisches Obst und Joghurt.
Und da es zur Ausnahme mal guten Kaffee gibt, haben wir Sitzfleisch und sind erst gegen 10 Uhr startklar. Wir haben uns heute bewusst gegen einen Ausflug in die Wetlands entschieden. Nachdem die letzten Tage doch recht fahrintensiv waren, wollen wir das Auto heute mal stehen lassen. Am Vormittag entscheiden wir uns zu einem kleinen Spaziergang zum Strand.
Die Sonne brennt und es ist sehr anstrengend. Zum Glück haben wir genug Wasser dabei. Nach einer halben Stunde sind wir dann auch schon da und sehen zum ersten Mal im Leben den Indischen Ozean. Nur können wir das leider nicht festhalten – denn Kamera-Akku leer… Wir haben zwar aus Namibia gelernt und einen Ersatz-Akku dabei, das bringt aber alles nichts, wenn dieser in der Unterkunft liegt. 🙁 Also keine Bilder – dann haben wir zu Hause auch weniger zum Sortieren. 😄
An der Lagune sehen wir auch die ersten Krokos und Hippos. Die Hinweise, immer auf dem Weg zu bleiben, sollte man durchaus ernst nehmen. Denn den beiden möchte man wirklich nicht zu nahe kommen. All zu lange halten wir uns aber nicht auf. Für den späten Nachmittag haben wir eh eine Schiffstour gebucht und können uns alles im Detail anschauen. Jetzt ruft erst mal der Pool.
Kurz vor 17:00 Uhr machen wir uns dann auf zum Bootsanleger. Witzig finden wir, dass die einheimischen Jungs mit einer Energie vom Anleger in den See springen, als gebe es kein Morgen mehr. Es mach Spaß ihnen zuzuschauen. Als wir erfahren, was da außer Krokodile und Hippos noch alles rumschwimmt (als hätte das nicht schon gereicht) läuft es mir kalt den Rücken runter - noch ein kurzes Stoßgebet, das Boot möge ja nicht untergehen.
Die Tour ist ganz nett und informativ. Auf die Dauer wird es dann doch langweilig. Aber man hat ja noch die Kamera zum Festhalten und es entstehen ein paar schöne Bilder. Nach 1 ½ Stunden kommen wir zurück zum Anleger. Ich bin froh, dass es bei den Jungs keine Verluste gibt. Zähle zu Sicherheit aber nochmal schnell nach. 🙂
Auch heute müssen wir uns um das Abendessen nicht kümmern. Monica, die nette Inhaberin der Unterkunft hat für alle Gäste einen großen Braii organisiert. Als wir ankommen, können wir uns direkt an den gedeckten Tisch setzen. Alles ist super lecker. Und auch heute haben wir nette Tischnachbarn und kommen schnell ins Gespräch.
Doch plötzlich bricht an den Tischen Panik aus. Alles springt auf und rennt zum Gartenzaun. Und wie das nun mal so ist, laufen wir natürlich mit. Direkt hinter dem Garten gehen tatsächlich zwei Hippos gemütlich spazieren. Diese sind von dem Menschenauflauf aber schnell so genervt, dass sie mit einem spontanen Spurt schnell verschwinden. Die sind ganz schön schnell. Denen möchte ich nicht unbedingt auf der Straße gegenüberstehen und das soll in St. Lucia bekanntermaßen doch ab und zu vorkommen.
Fazit St. Lucia: Ein sauberes und gemütliches kleines Örtchen, das fast ausschließlich aus Touri-Einrichtungen (Unterkünfte, Restaurants, Shops, …) besteht. Von hier aus kann man viel unternehmen, was wir uns jedoch gespart haben. Für uns war es der ideale Zeitpunkt auf der Reise, um eine Relax-Pause einzulegen – das ist hier sehr gut möglich.
Im nächsten Teil unseres Berichts geht’s weiter nach Durban.
Teil 1320. März 2013
09.01.2012 Umhlanga Rocks und Durban
Durban ist nur als Zwischenhalt geplant. Wir fliegen morgen in der Früh weiter nach Port Elisabeth. Die Strecke ist einfach zu weit zum fahren, denn so viel Urlaub haben wir dann doch nicht – leeeider!!
Daher nehmen wir uns auch heute wieder Zeit beim Frühstück. Wir sind nicht unter Zeitdruck, denn bis nach Umhlanga Rocks sind es nur knapp 220 km. Wir entscheiden uns trotzdem für den direkten Weg, um genügend Zeit in Durban zu haben. So sind wir schon gegen Mittag an unserem heutigen Ziel, dem Sylvan Grove Guesthouse. Chris, der Eigentümer, zeigt uns auch gleich unser Zimmer. Es ist ganz modern in weiß eingerichtet. Schick und trotzdem gemütlich!
Mittags fahren wir an die Strandpromenade von Umhlanga Rocks. Wir entscheiden uns für einen kleinen Mittagssnack im Razzmazza. Ein Fischlokal mit indischem Einschlag (jedenfalls lassen die Kellner und Speisekarte das vermuten). Es war eine gute Entscheidung → Empfehlung! Mein Salat und Dirks Nudeln sind einfach Spitze und auch die Teller der anderen Gäste sehen super aus (ja, ich klaue anderen das Essen vom Teller 🙂 ). Weil wir keine Lust haben, heute Abend von Neuem zu suchen (mein Gott sind wir faul) reservieren wir gleich einen Tisch für Abends. Es scheint ohnehin mit die beste Adresse an der Promenade zu sein. Umhlanga Rocks ist insgesamt sehr nett und ein lohnenswerter Stop.
Den Nachmittag wollen wir in Durban verbringen. Eine kleine Stadtbesichtigung und ein Besuch des Aquariums stehen auf dem Programm. Also rein ins Auto und ab auf die Autobahn Richtung Durban.
Irgendwie ist es für uns dann ein kleiner Schock. Es wimmelt nur so von Menschen (ist man ja gar nicht mehr gewohnt), der Dunst steht über der Stadt und an der Promenade sowie am Aquarium ist kein Parkplatz zu bekommen. Nach einer Stunde sinnloser Fahrerei geben wir es auf. Das, was wir bei unserer eigenen kleinen Rundfahrt gesehen haben, haut uns nicht vom Hocker – im Gegenteil. Die meisten Gebäude könnten eine Renovierung gut gebrauchen, selbst die erste Reihe an der Promenade ist nicht besonders einladend. Es macht irgendwie alles einen dreckigen und verwahrlosten Eindruck. Vor allem Dirk ist total enttäuscht von der Stadt. Für uns hat die Stadt keinen Charme und ist keinesfalls sehenswert. Die wenigen Ecken, die „schön“ sind, muss man hier offenbar suchen. Wenn es uns noch einmal in die Gegend verschlägt, würden wir die Stadt weiträumig umfahren. Schade.
Selbst die Bilder, die wir gemacht haben, sind nicht sehenswert... 🙁
Nachdem wir tatsächlich keinen Parkplatz finden, fahren wir schlussendlich wieder zurück nach Umhlanga Rocks. Wir freuen uns schon regelrecht auf das Abendessen an der schönen Promenade. So wird es dann auch ein schöner Abend bei Thunfischsteak und Scampi und dem ein oder anderen Gläschen Wein.
Fazit Durban: Oben bereits ausreichend geschildert – für uns nicht sehenswert und kein Besuch wert. Ist natürlich immer Geschmackssache und eine rein subjektive Beurteilung. Viele schwärmen von der Stadt. Wir nicht.
Fazit Umhlanga Rocks: Hier kann man's aushalten! 🙂 Als Zwischenhalt sehr zu empfehlen!! Die Unterkunft ist auch sehr zu empfehlen.
Fazit des ersten Teils unserer Reise: ---- 1. Seele Das bisherige Highlight ist ganz klar Mohlabetsi im Balule Game Reserve, angrenzend an den KNP. Krüger und Hluhluwe sind tolle Parks und ein must-see. Die Unterkünfte waren bisher alle ok bis spitze. Frau H. Von Afrika Plus hat ganze Arbeit geleistet. ---- 2. Seele Nervig sind aber die Fahrtstrecken auf den zu 99% geteerten, mehrspurigen Straßen, auf denen man einfach keine Gelegenheit hat, die Landschaft/ Umgebung zu genießen. Anders als bei unserer ersten Afrika-Reise (Namibia) ist hier nicht der Weg das Ziel. Die Strecken von Ziel zu Ziel sind vielmehr ein nötiges Übel. Städte bzw. überhaupt urbane Menschenansammlungen gefallen uns im Großen und Ganzen hier bisher gar nicht (ausgenommen St. Lucia). Aufgrund immer wieder auffallender Müllansammlungen macht es oft den Eindruck, als würden die Leute Ihre Dörfer und Städte mit einer gewissen Gleichgültigkeit bewohnen. Dass es ein unglaublich schönes Land ist, scheint die Vielzahl der Bewohner nicht zu schätzen.
Wir sind gespannt, wie es sich auf dem zweiten Teil der Reise gestaltet!
Teil 1424. März 2013
10.01.2012 Addo Tag 1 Die Mission beginnt.
Um 5:45 Uhr klingelt der Wecker und das obwohl mit Sicherheit keine Löwen auf uns warten, sondern höchstens das Flugzeug, das uns von Durban nach Port Elisabeth bringt. Im kleinen B&B in Umhlanga Rocks (Sylvan Grove Guesthouse) gibt’s vor der Fahrt zum Flughafen aber noch ein schönes Frühstück, das wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Zusätzlich zum reichhaltigen Buffet können wir noch aus einer Karte wählen. Wir entscheiden uns beide für Croissant mit Rührei und Bacon. Beides wird nur wenige Meter neben uns in der Küche zubereitet. Lecker!!
Nun müssen wir aber wirklich los. Wir verabschieden uns noch und verteilen die Äpfel, die wir gestern im Auto beim Aufräumen „gefunden“ haben. An der nächsten Tankstelle füllen wir auf. Ganz wohl fühlen wir uns dabei nicht. Überall stehen Sicherheitsleute mit Maschinenpistolen und die Stimmung ist irgendwie komisch, … bedrückend. Nicht wie üblich an Tankstellen, wo mit einem Lächeln die Scheiben geputzt werden. Was, warum und wieso es hier in einer total normalen Gegend gerade etwas angespannt ist, erfahren wir nicht. Egal, Tank ist voll und so geht’s die letzten Kilometer zum Flughafen. Die Autorückgabe funktioniert einwandfrei. Da ist Europcar gut organisiert.
Wir fliegen in einer kleinen Maschine. An Bord sind vielleicht 20 Leute, wenn überhaupt. Der Service bei SAA ist wieder hervorragend. Selbst auf einem so kurzen Flug (1:20 h) gibt es ausreichend Getränke und eine Kleinigkeit zu essen. Dirk versucht noch ein wenig zu schlafen. Aber kaum eingeschlafen, sind wir auch schon wieder im Landeanflug auf Port Elisabeth.
Hier geht, ganz unafrikanisch, alles ganz schnell. Raus auf dem Flugzeug, einmal quer übers Rollfeld und die Koffer laufen schon auf dem Band. Die Autoübernahme geht auch recht zügig. Nur sind wir diesmal weniger glücklich, vor allem Dirk der Autoliebhaber nicht. Das Auto ist ok. Ordentlich Reifen, keine technischen Mängel, aber die Farbe... dirkmandy sind jetzt mit einem kackbraunen, total hässlichen Chevrolet unterwegs. 😄
Vielleicht dient die Farbe der Tarnung, damit wir später im Addo mehr Tiere sehen. Also, Koffer rein und ab Richtung Addo.
Auf dem Weg fällt uns auch wieder auf, wie schmutzig es teilweise ist. In den Städten alles gut da kann man ja fast vom Boden essen. Fährt man aber raus und an den Townships oder anderen Siedlungen vorbei, türmt sich der Müll. An fehlenden Müllcontainern liegt es nicht, auch das fällt deutlich auf.
Nicht lange und wir erreichen den Addo Elephant Park. Hier wollte ich unbedingt hin. Ich hatte vor Reisebeginn ja totale Panik, dass wir wieder keine Elefanten sehen (der eine im Etosha – 30m entfernt – zählt ja nicht wirklich). Und im Addo ist der Name ja (hoffentlich) Programm. Gut, die Angst hatte sich schon nach 100 Metern im Krüger als unbegründet herausgestellt. 🙂 Aber sicher ist sicher! 😄
Da stört es jetzt auch nicht, dass es angefangen hat zu regnen. Das Elefanten-Soll ist ja bereits erfüllt. Alles andere ist Zugabe. Also erst mal zu unserem Häuschen im Rest Camp. Wirklich nett gelegene Hütten im Grünen, alles leicht versteckt.
Wir packen aber gar nicht lange aus. Es juckt schon wieder in den Fingern und wir wollen Tiere sehen!! 🙂 Am Gate werden wir kontrolliert. Bei dem Regen wird den Touris angeboten, dass ein Ranger im Auto mitfährt und die Spurensuche übernimmt. Eine wirklich nette Idee – aber leider falsch verkauft. Als er uns nämlich erklärt, dass wir ohne seine Hilfe heute eh nichts finden werden, ist unser Ehrgeiz entfacht. 😄 Das schaffen wir alleine!!!
Wir machen uns also auf die Suche. Ich mit Karte und Fernglas auf dem Schoß. Dirk in Schrittgeschwindigkeit, ohne Fernglas. Er hat's zwar auch mal versucht und ist mit Fernglas vor den Augen gefahren, aber das funktioniert nicht so gut. 😉
Es dauert tatsächlich eine Weile bis wir was Lebendes entdecken. Die ersten Strauße dieses Urlaubs, pitschnass. Die Armen.
Auch den anderen geht es nicht besser…
Aber der Regen lässt ja nun langsam nach. Und unsere Chancen steigen also wieder. Und tatsächlich sehen wir heute noch eine ganze Menge…
Eines unserer absoluten Lieblingsbilder:
Wir sind unglaublich stolz auf uns. Dass wir mit Guide zwar ganz bestimmt 20 Löwen in voller Action gesehen hätten, schieben wir getrost bei Seite.
Zum Abendessen gehen wir ins Restaurant. Wegen dem Regen hat es deutlich abgekühlt und so müssen wir uns drin einen Platz suchen. Auf den ersten Blick wirkt es irgendwie ungemütlich, da es recht groß ist. Wir haben aber Glück und bekommen einen Tisch an der Seite. Für uns werden sogar noch ein paar Kerzen entzündet – wie romantisch 😉
Da wir ja wieder in einem staatlichen Camp sind, entscheide ich mich für eine sichere Variante. Ich bestelle Fish and Chips. Dirk ist mutiger und wagt sich an ein Steak. Und man muss sagen, das Essen ist wirklich gut. Und auch die Karte unterscheidet sich deutlich vom Krüger. Uns gefällt es. Ein paar Runden Savanna Dry und Windhoek Lager später zieht es uns trotzdem recht früh ins Bett – morgen wollen wir wieder früh starten.
Denn ich habe eine Mission: Löwenbabys….. 😄
Teil 1524. März 2013
11.01.2012 Addo Teil 2 Die Mission geht weiter...
Wir schlafen eigentlich ganz gut. Und wir haben uns an die Hinweise gehalten, alle Türen und Fenster geschlossen zu halten. Am nächsten Morgen weiß ich auch warum. Im Halbschlaf vermute ich ja einen unserer Nachbarn, der seinen Rollkoffer vor unserer Tür vorbei schiebt. Als das Geräusch anhält, verfluche ich den Typen vor unserer Tür schon. Dann verlagert sich das Geräusch aufs Dach und ich frage mich, was der Typ mit dem Koffer da zu suchen hat. Noch nicht ganz wach konzentriere ich mich auf den Lärm. Eindeutig, das ist kein Rollkoffer, das sind trippelnde Füße. Irgendjemand läuft auf unserem Dach freudig herum. Morgens um 5 Uhr bin ich noch nicht zu gedanklichen Höchstleistungen fähig. Also bin ich eher fasziniert als ängstlich und schaue an die Decke. Dass ich da nichts sehe, ist eigentlich logisch. Schließlich trippelt da jemand auf dem Dach und nicht darunter. 😄
Nach weiteren fünf Minuten verschiebt sich das Geräusch. Er/ sie/ es kommt herunter. Ich liege weiter im Bett und schaue durch den Spalt in den Vorhängen auf die Terrasse. Und dann blicke ich in das Gesicht eines Affen – nein zwei. Und die hören nicht auf zu glotzen. Bitten förmlich um Einlass. Irgendwie komme ich mir vor wie im Zoo – nur sind wir diesmal die Bewohner.
Dirk bekommt davon wieder nichts mit. Er verschläft einfach alles. Man könnte mich neben ihm aus dem Bett klauen und er würde weiterschlafen. Aber vielleicht wacht er auf, wenn ich ganz kurz „SPINNE“ rufe! 😄
Naja, kurze Zeit später wacht auch Dirk auf. Und getreu dem Motto, wer braucht schon Frühstück, kaufen wir uns wieder einen kleinen Snack im Shop. Zeit ist Tier – oder wie geht der Spruch gleich wieder?! Wir fahren erst mal dieselbe Route wie gestern und kommen an einem Wasserloch an. Es ist ein recht bekanntes Wasserloch, aber uns fällt der Name heute nicht mehr ein. Wie auch immer es heißt, wir kommen aus dem Staunen nicht mehr raus. Dort stehen massenweise !!! Elefanten. So viele, dass wir sie gar nicht aufs Foto bekommen. Wir bleiben stehen und beobachten sie. Irgendwann fange ich an zu zählen. Es sind so ca. 160 Stück. Uuuuuuuunglaublich.
Über mangelnde Elefanten brauchen wir uns dieses Mal wahrlich nicht zu beschweren. Nach einer Weile wandern die meisten Tiere ab. Und die meisten Autos natürlich hinterher. Hier hat wieder keiner etwas von Sicherheitsabstand zwischen Auto und Elefant gehört. Wir bleiben lieber wo wir sind und können jetzt völlig ungestört den Rest beobachten. Und hier sind es vor allem die kleinen, die spielend durch die Meute rennen. Toll!
Irgendwann fahren auch wir weiter. Und wir sind fasziniert. Wo wir uns im Krüger noch gewundert haben, dass man die Wanderungen der Elefanten durchs Gebüsch gar nicht sieht, sieht es hier aus wie auf einem Schlachtfeld. Überall liegen abgebrochene Zweige, Büsche sind platt getrampelt, Bäume umgeworfen … und von der Masse der Elefantenhaufen mal ganz abgesehen. Was uns aber zu einer neuen Herausforderung bringt. Wie soll man all diese Haufen umfahren?! 😄 Denn es wird ja überall darauf hingewiesen, eben diese nicht zu überfahren. Wegen Dirks Freunden - den Dungbeatles.
Wir fahren also den Elefanten in sicherem Abstand gemütlich hinterher. Und wundern uns nicht schlecht, wie dicht andere Leute an diesen vorbeifahren. Das ist manchmal nicht vielmehr als ein Meter.
Wir lassen uns von der Hetzerei aber nicht anstecken und fahren gemütlich durch den Park. Irgendwann verschwinden auch die letzten Elefanten im Dickicht. Nichts ist zu sehen, so dass wir die Chance auf eine Toilettenpause nutzen. Wir fahren also zu einer Raststelle, parken und schließen sofort die Fenster. Auch hier gibt es wieder genug Schilder (Warnhinweise, das können sie, die Südafrikaner). Trotzdem sehen wir genug Autos mit offenen Fenstern. Die fleißig Äffchen haben auch ihren Spaß in den Autos! Da fliegen auch schon mal die Permits aus dem Auto. 😄 Nett wie ich bin, bringe ich diese zu einer Gruppe Südafrikaner. Die stört das aber nicht weiter. Es wird kein Fenster geschlossen. Stattdessen werden noch die Affen gefüttert – ohne Worte! Aber lustig.
Wir ziehen weiter in den südlichen Teil des Parks und entdecken weitere Elefanten, Zebras, Büffel und Nashörner. Ansonsten bleibt es aber ruhig.
Die Mission Baby-Löwen scheint gefährdet zu sein.
So geht es auch den Nachmittag über weiter. In mir keimt daher der Gedanke, an einer geführten Tour teilzunehmen. Ganz konkret habe ich es auf den Night-Gamedrive abgesehen. Also fahren wir ins Office und wollen buchen. Doch dort rät uns der Manager von der Tour offen ab. Es hat in letzter Zeit zu viel geregnet und auch für heute Abend ist wieder Regen gemeldet. Von daher wird es schwer auf der Tour etwas zu sehen. Gut – dann nicht.
Stattdessen gibt es ein kleines Eis und wir fahren selbst nochmal kurz in den Park. Bis auf ein paar Schildkröten im Liebestaumel gibt es nichts mehr zu sehen.
Die Mission Baby-Löwen ist stark gefährdet – es sieht ganz schlecht aus.
Wir müssen aber auch gestehen, dass wir nach 3 Parks und 8 Tagen „Safari“ mehr als gesättigt sind. Nicht, dass man davon jemals genug bekommt (daher planen wir aktuell auch unseren nächsten Urlaub), aber wir sind an einem Punkt, an dem die Aufnahmefähigkeit kaum noch gegeben ist. Und zu den Parkrasern, von denen es überall welche gibt, wollen wir ja nicht gehören.
Deshalb genießen wir einfach unser Abendessen auf der Terrasse des Restaurants.
Die Mission Baby-Löwen ist hiermit offiziell gescheitert. 🤨
Jetzt freuen wir uns auf eine neue, andere Seite Afrikas, die uns ab morgen erwartet. Es geht weiter nach Knysna (gesprochen: Knüsnah 😄 ).
Teil 1625. März 2013
12.01.2012 Knysna – Amanzi Island Lodge Herzlich Willkommen in Italien! Oder doch Frankreich?
[[An diesem Tag war uns offenbar nicht nach Fotografieren oder die Lichtverhältnisse waren so schlecht, dass keine schönen Fotos übrig geblieben sind. Deshalb heute mehr Text und weniger Bilder...]]
Heute sind es nicht die Affen, die uns unsanft aus dem Schlaf reißen, sondern der Wecker. Affen sind uns eindeutig lieber. Trotz längerer Strecke (ca. 360 km) wollen wir nicht auf ein Frühstück im Addo verzichten. Wie immer. 😄 Testen wir doch einfach mal, was das Frühstück kann. Für mich gibt es Toast mit Rührei und für Dirk ein Müsli mit Obst. Sagen wir's mal so: Es war ok. 🙂 Wer im Addo ein reichhaltiges Frühstück haben will, sollte sicherheitshalber gleich zwei Portionen bestellen.
Kurzfazit Addo Elephant Park: Muss man einfach gesehen haben! Sowohl die Tierwelt wie auch die Landschaft sind mehr als sehenswert. Auch die Unterkunft im Camp ist super. Wiederholung nicht ausgeschlossen!
Wir verabschieden uns vom Addo und machen uns auf den Weg Richtung Knüsnahhh.
Die Strecke geht heute über die N2. Da so lange Fahrten in Südafrika ziemlich langatmig sind, haben wir uns einige Zwischenziele ausgesucht. Bis dahin dauert es aber noch eine Weile. Die Strecke ist häufig von Baustellen unterbrochen. Und es heißt immer wieder Warten. Wir haben aber Glück und können meist nach wenigen Minuten weiterfahren. Gerade der Blick auf die Gegenseite lässt erahnen, dass so etwas auch mal länger dauern kann. Einige haben es sich außerhalb des Autos gemütlich gemacht und lassen sich scheinbar häuslich nieder.
Unser erster Zwischenstopp ist St. Francis Bay. Ein sehr netter kleiner Ort. Allerdings fühlen wir uns hier mehr an die Côte d`Azur versetzt – und das Mitten in Südafrika!
Leider gibts keine wirklich brauchbaren Bilder.
Da das Frühstück ja nicht so umfangreich war, wollen wir uns hier einen kleinen Mittagssnack gönnen. Da langes Suchen nicht immer von Erfolg gekrönt ist, fragen wir lieber gleich in der Touristeninfo nach. Und erhalten einfach mal gar keine Antwort, außer einem Hinweis auf den Prospektständer. Nochmaliges freundliches Nachhaken sorgt leider auch nicht für mehr Informationen. Die Prospekte geben nicht viel her – vermutlich sind die informativen Unterlagen gerade alle vergriffen. 🙂 Na gut, dann halt nicht. Lang kann es bis Knysna nicht mehr dauern. Dann suchen wir uns halt dort ein Café.
Wir fahren eine Weile parallel zur N2. Kann man nur empfehlen. Hier fährt es sich nicht nur deutlich entspannter, sondern man hat auch noch einen umfassenden Blick auf die Umgebung. Auf Höhe Tsitsikamma fängt es schon wieder leicht an zu regnen. Hier wollten wir eigentlich auch noch stoppen. Aber die Wolken hängen so tief, dass man nichts sieht und der Regen nimmt stetig zu. Leider lassen wir dieses sehr reizvolle Stückchen Südafrika deshalb ungesehen hinter uns. Die Landschaft lässt erahnen, dass es hier wirklich schön ist.
So kurz nach 1 Uhr kommen wir dann in der Amanzi Island Lodge in Knysna an. Die Lodge liegt auf Leisure Isle, direkt an der Bucht. Mit wundervollem Blick auf „The Heads“. Hier fühlen wir uns sofort wohl. Und unser Zimmer ist einfach traumhaft.
Beim Besitzer der Lodge (sein Name ist uns leider entfallen) besprechen wir unsere Tagesplanung. Er gibt uns noch einige Tipps bzgl. Unternehmungen und Restaurants. Und reserviert für uns auch gleich die Tische. Was für ein Service. 🙂 Heute werden wir nicht mehr viel machen. Für einen Nachmittagssnack empfiehlt uns der Chef der Lodge das „East Head Café“. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen, denn uns knurrt der Magen. Bei Ebbe kann man durch die Lagune zum Café laufen. Hin wären wir zwar noch trockenen Fußes gekommen – zurück hieße es dann schwimmen. Also ab ins Auto.
Der Blick vom Cafe raus aufs Meer oder auch zurück in die Lagune ist einfach traumhaft. Hier lässt es sich aushalten. Wir nehmen beide nur einen kleinen Salat – na gut zum Dessert gibt es bei mir noch einen warmen Brownie mit Vanilleeis. Sooo lecker!!! So sitzen wir noch eine ganze Weile und genießen den Ausblick. Uns gefällt es hier so gut, dass wir für den nächsten Tag gleich einen Tisch zum Mittag reservieren. So lässt es sich leben, wir bewegen uns einfach nur von einem Essen zum nächsten und genießen die traumhafte Bucht, die uns sehr an Italien erinnert.
Schöne Bilder von der Bucht gibts morgen.
Bevor es allerdings zum nächsten Essen geht, beruhigen wir unser schlechtes Gewissen mit einem kleinen Spaziergang durch die Lagune. Aber so richtig „schlecht“ muss es uns gar nicht gehen, denn es fängt schon wieder an zu regnen…
Den Abend verbringen wir dann im 32° South. Einem schönen Fischrestaurant, das wie eine riesige Lagerhalle wirkt. Das Flair ist aber toll und es ist ein außergewöhnliches Restaurant. Es ist ziemlich voll und wir sind froh, dass wir einen Tisch reserviert haben. Oder besser gesagt, dass ein Tisch für uns reserviert wurde. 😄 Schnell entscheiden wir: heute lassen wir es uns gut gehen. Für Dirk gibt es erst Austern und dann natürlich Garnelen mit ordentlich Knoblauch, beides nicht zu knapp. Für mich gibt es Scholle. Dazu eine Flasche Wein (Dirk darf auch mittrinken…).
Ein wirklich toller Tag!
Teil 1702. Apr. 2013
13.01.2012 Knysna Ein weiterer Tag an der Côte d'Azure 😄
Knysna ist zum Erholungsort erkoren. Von daher starten wir den Tag gemütlich und sind erst spät beim Frühstück (wie immer 🙂 ). Und das ist mit Abstand das beste Frühstück auf der Reise. Es gibt alles was das Herz begehrt. Wobei man generell festhalten kann: Entweder es gibt kein Frühstück oder ein sehr gutes. 🙂
Anschließend verquatschen wir uns noch mit einem Ehepaar. Von diesen bekommen wir noch einige Tipps für unseren Aufenthalt in Kapstadt und in der Weinregion. Bis wir soweit sind den Tag richtig zu starten, ist es auch schon 11 Uhr. Da wir aber bereits für 13 Uhr einen Tisch zum Lunch reserviert haben, bleibt nicht viel Zeit für viel „Kultur“. Also fahren wir nur schnell ins Zentrum an den Pier. Schließlich will ich noch ein schönes Mitbringsel. Unsere Giraffe aus Namibia fühlt sich zu Hause schon ganz einsam. 🙂
Am Pier ist es wirklich nett. Trotzdem lässt uns der Eindruck nicht los, am Mittelmeer Urlaub zu machen. Muss man dafür wirklich so weit fliegen??? 😄
Auch heute gibt es einen Plan: Wir bewegen uns nur von Mahlzeit zu Mahlzeit! Also geht es wieder in East Head Café. Für mich gibt es Curryhuhn und für Dirk Garnelen. Alles sehr lecker. Und da heute die Sonne lacht und wir perfekte Aussicht haben, versacken wir bei einem Gläschen Wein – und das am helllichten Tag.
Hier die versprochenen Bilder….
Den Nachmittag verbringen wir dann mit lesen im schönen Garten der Lodge. Dort finden wir noch einen Schattenplatz. Auf unserem Balkon ist es hingegen bei 90°C nicht mehr auszuhalten. Es ist einfach zu heiß.
Den Abend verbringen wir in einer netten Pizzeria, die uns der Chef der Unterkunft empfohlen hatte. Ein wirklich nettes, uriges Lokal. Und wir haben das Glück, dass heute eine Live-Band spielt!! Wir sitzen im Freien, doch später fängt es an zu regnen und es wird deutlich kühler, so dass wir doch wieder recht früh im Bett sind.
Auch mal ganz nett so ein Tag voller Nichtstun. Damit bekommt man den Kopf frei für die Nächsten Erlebnisse.
Morgen geht's weiter nach Oudtshoorn in die Kleine Karoo Halbwüste.
Teil 1805. Apr. 2013
14.01.2012 Oudtshoorn Halbwüste, wir kommen!
Wir verabschieden uns bei leichtem Nieselregen aus Knysna. Leider zieht sich das Regenwetter bis in die Berge, so dass wir lange Zeit nichts von der schönen Landschaft sehen können. Als sich die Wolken lichten, wird es auch sofort wieder warm. Wir sind halt doch in der Wüste! Die Landschaft erinnert hier mehr an Namibia. Juhuuu!!! 😄 Das Grün ist spärlich vertreten. Irgendwie gefällt es uns hier wieder besser als an der südafrikanischen Côte d'Azure.
Schnappschuss aus dem Auto:
Die letzten paar Meter geht es auf eine Farm-Pad, vorbei an etlichen Straußengehegen, zu unseren Unterkunft. Die DE ZEEKOE GUEST FARM am Rand von Oudtshoorn. Wir können auch sofort unser Zimmer beziehen. Und es ist wirklich toll mit einem Himmelbett mitten im Raum. Auch das Bad ist ein Traum: Es gibt sowohl eine Außen- wie auch eine Innendusche.
Ein kleiner Hunger treibt uns in die Stadt. Wir wollen schnell eine Kleinigkeit Essen und dann noch die Cango Caves besichtigen. Es ist Samstag und nichts los. Einen Parkplatz zu finden ist also kein Problem. Und schnell kommt auch ein Carwatcher und will auf unser Auto aufpassen. Kein Problem, kennen wir ja schon. Also aussteigen, kurz besprechen, dass auf das Auto aufgepasst wird, und ab ins Café. Hier ist es wirklich nett. Es gibt viele selbstgemachte Kuchen und Sandwiches. Dirk ist eine kleine Quiche und für mich gibt es ein Sandwich mit einem großen Milkshake.
Wirklich lange halten wir uns nicht auf. Vielleicht eine halbe Stunde. Als wir das Lokal verlassen, sehen wir, dass unser Carwatcher zum Carwasher geworden ist. Gemeinsam mit einem Kompagnon putzt er unser Auto. Nicht schön aber selten. Als wir zu unserem Auto kommen, bittet er uns noch eine Minute zu warten… er wäre noch nicht fertig. Ich habe keine Lust auf Diskussionen und so warten wir. Als er fertig ist, geben wir unser Trinkgeld: 5 Rand. Und dann geht die Diskussion wirklich los.
Carwasher: Das ist alles viel zu wenig und ich habe eine Familie zu ernähren. Dirk: Aber wir wollten die Wäsche ja garnicht. Carwasher: Ihr seid doch reiche Touristen und könnt das locker bezahlen. Dirk: Aber wir lassen unser Auto zu Hause schon nicht waschen und das ist nur ein Mietwagen. Carwasher: Schaut doch mal, wie schön sauber das Auto ist.
hin und her und hin und her und hin und her.....
Ich bin eigentlich nur noch genervt. Außerdem finde ich die Situation ein wenig unheimlich. Schließlich ist kein Mensch auf der Straße. Eben nur die zwei Carwasher und wir. Ich verzieh mich ins Auto.
Doch Dirk wird in solchen Situationen immer zum Unternehmensberater. Er versucht ihnen ein Geschäftsmodell zu erklären: Erst fragen und dann handeln. Hätten Sie uns zum Beispiel vorher gefragt, hätten wir mit Sicherheit zugestimmt und für beide Seiten einen guten Preis verhandelt. Leben und leben lassen.
Und was soll man sagen, in diesem Fall ist tatsächlich Dirk der "Gewinner". Unser Wäscher ist irgendwann so genervt, dass er einfach geht. Er will noch nicht mal die 5 Rand behalten. Für mich heißt es nur --weg hier!-- Der kommt sonst noch mit seiner ganzen Familie wieder…. 😄
Die ganze Diskussion hat am Ende länger gedauert als unser Ausflug ins Cafe. Ich bin genervt und so beschließen wir, direkt in die Lodge zurück zu fahren. Das Wetter ist eh viel zu schön um den Nachmittag unter der Erde zu verbringen.
Diese Diskussion mit dem Carwasher lässt uns aber nicht los. Hätten wir ihm einfach die geforderten 40 Rand geben sollen?! Für uns ist es ja nicht viel Geld, aber irgendwie geht’s manchmal doch ums Prinzip, auch wenn es bestimmt den falschen getroffen hat. Wenn man überlegt, dass es eigentlich ein armer Kerl war, plagt einen doch das schlechte Gewissen. Andererseits: Wer ungefragt eine in diesem Fall sinnlose Dienstleistung erbringt und dafür auch noch Geld haben will, muss auch mal reinfallen. Naja, egal, jetzt ist es vorbei. Im Nachhinein war es weder "richtig" noch "falsch" - hätten wir einfach bezahlt, wäre es auch nicht gut gewesen. Denn Touris abzocken ist einfach sch.... .
Schließlich liegen wir genüsslich am Pool (blöder Kontrast zur vorher erlebten Situation...) und genießen anschließend unseren Sundowner – wie immer Gin Tonic.
Das Abendessen ist hier einfach Spitze. Es gibt ein Dreigangmenü. Als Hauptgang Straußenfilet. Ein Traum. Und da wir gerade so beim Träumen sind, verabschieden wir uns auch schnell ins Traumland. Denn morgen müssen wir zeitig raus. Der Wecker klingelt bereits um 5 Uhr. Aber dafür stehe ich gerne auf: Es geht zu einer Erdmännchen Tour!!!
Teil 1905. Apr. 2013
Hallo Nane,
nur für Dich ein kleiner Vorgeschmack:
😄 😛
Die Tour war ein echtes Highlight - total süß!! Morgen/ am Wochenende gibts mehr Bilder.
LG, Dirk
Teil 2006. Apr. 2013
15.01.2012 Oudtshoorn Erdmännchen satt...
Das Klingeln des Weckers ist wirklich erbarmungslos. Da hilft auch kein umdrehen. Wenn ich Erdmännchen sehen will, muss ich jetzt aufstehen. Noch schnell Dirk aus seinem komatösen Schlaf wecken und kurze Zeit später sitzen wir schon im Auto auf dem Weg zum Treffpunkt. Ich glaube, Dirk schläft noch immer.
Wir treffen uns an einer T-Kreuzung kurz vor Oudtshoorn. Nach und nach kommen weitere Autos. Insgesamt sind wir 7 Personen. Unser Guide Devey Glinister fährt mit dem Auto voraus. Es geht wirklich in die Pampa.
Irgendwann parken wir und bekommen zum Aufwachen alle erstmal einen Kaffee (löslich, aber extra aus Deutschland eingeflogen / schmeckt deswegen aber auch nicht besser 😄 )und ein paar Kekse. Nachdem wir alle einigermaßen aufnahmefähig sind, bekommen wir unsere Anweisungen.
Wir laufen nun zum Erdmännchenbau einer Gruppe, die Devey schon seit 5 Jahren studiert. Dabei sollen wir natürlich genau aufpassen, wo wir hintreten, denn es geht wirklich durch den Busch. Als er erklärt, dass wir uns dann vor den Bau setzen und warten, bin ich schon ein wenig enttäuscht. Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt. Erklärt aber immerhin, warum wir alle einen Campingstuhl in der Hand halten.
Die wichtigste Anweisung ist aber „Klappe halten und nicht bewegen“. (Fotografieren vom Sitzplatz ist erlaubt, aber kein aufstehen und große Bewegungen) Deshalb wird diese Tour auch nicht mit Kindern durchgeführt. Am Ende sitzen wir nämlich 2 Stunden vor einem Loch und selbst als Erwachsener hat man Mühe still zu halten.
Nun kann es aber losgehen… „Wir woll‘n die Erdmännchen sehn, wir woll‘n die Erdmännchen sehn, wir woll‘n, wir woll‘n die Erdmännchen sehn.“ 😄
Am Bau angekommen setzen wir uns wie befohlen im Halbkreis um den Bau. Devey erklärt, dass wir jetzt auf die ersten Tiere warten, die aus dem Bau kommen und sich in der Sonne aufwärmen und förmlich Kraft tanken. Nicht lange und es erscheint der Erste. Neugierig betrachtet er die Umgebung. Er nimmt uns war, sieht uns aber nicht als Feinde an. Er ist schlicht an die Anwesenheit von Devey gewöhnt. Wäre dieser aber nicht dabei oder einer von uns würde sich bewegen oder gar reden, wäre das Spektakel sofort vorbei. Wir genießen einfach schweigsam. So können wir die ganze Familie beobachten. Und erleben auch Reaktionen auf Greifvögel und Schakale.
Hier ein Best off…
Nach 2 Stunden Energietanken geht es für die Familie gemeinsam zum Frühstücken. 🙂 Wir folgen Ihnen noch ein bisschen, aber immer mit großem Abstand. Lassen sie aber bald in Ruhe ziehen. Das war wirklich ein tolles Erlebnis und am Ende viel besser als ich es mir vorgestellt habe. Eine absolute Empfehlung.
Devey Glinister ist ausgesprochener Experte für Meerkats. Eine Tour mit ihm ist wirklich zu empfehlen. Folgend die Homepage von Devey Glinister: http://www.meerkatadventures.co.za/
Wieder auf der Guestfarm angekommen, geht es erstmal zum Frühstück. Natürlich ist es wieder gut. Trotzdem übermannt uns bald die Müdigkeit und wir legen uns noch zu einem kleinen Nickerchen um.
Gegen Mittag haben dann aber auch wir ausgeschlafen.
Obwohl uns schon vorher klar war, dass die Besichtigung einer Straußenfarm wohl das touristischste ist, was man in Oudtshoorn tun kann, fahren wir trotzdem zur Safari Ostrich Show Farm (http://www.safariostrich.co.za/). Wir haben Glück und die Asiatische Busgruppe fährt gerade vom Hof. Wir verbringen unsere Tour mit drei italienischen Familien (inkl. Kinder). Als erstes wird ein Film gezeigt und die Führerin erläutert einiges zum Thema Strauß. Dann werden wir durch die verschiedenen Gehege geführt. Dort wird der Unterschied zwischen Emu, Strauß (Albino etc.) gezeigt. Soweit so gut. Dann kommt der wirklich peinliche Teil. Die Touris werden zu einer Tribüne geführt und müssen Platz nehmen. Ein Strauß wird in die Arena geführt. Mit einem Leinensack über dem Kopf wird die Anatomie erklärt.
Dann dürfen Fotos gemacht werden. Mit Kindern sicher noch ganz nett. Wenn diese auf einem Strauß sitzen, gibt das ganz niedliche Bilder für Omi zu Hause 😉 Wenn dann aber Mama und Papa auf den Strauß klettern und mit ihren Swarovski besetzten Handys Fotos machen (das war besser als bei Germanys next Topmodel. Nur die Maße haben nicht ganz gestimmt 😄 ), hört für uns der Spaß auf. Der Strauß ging auch ganz schön in die Knie, wenn sich ein Erwachsener drauf gesetzt hat. Nicht so gut....
Zum Straußenrennen hat sich in unserer Gruppe dann aber keiner überzeugen lassen. (Bei den Italienern wäre es mit der Gewichtsbegrenzung auch wirklich schwierig geworden. 😄 ) So beobachten wir nur, wie zwei Angestellte der Farm um die Wette rennen.
Fazit: Ganz nett, mit Kindern sicher empfehlenswert. Männer sollte ihren Frauen das Geld wegnehmen. Sonst kommt dort noch jemand auf die Idee, das Urlaubsgeld für Schuhe und Handtaschen auf den Kopf zu hauen. 🙂
Den Nachmittag verbringen am Pool (mit Milkshake trinken, lesen und schlafen). Uns geht´s schon gut... 🙂 Und auch der Abend klingt wieder bei einem guten Essen aus.
Die De Zekoee Guestfarm (http://www.dezeekoe.co.za/) ist uneingeschränkt zu empfehlen. Aber leider können wir nicht wieder kommen, weil wir in Outdshoorn Einreiseverbot haben. Schließlich haben wir den „armen“ Carwasher dort geprellt. 😄
Auf unsere nächste Station freuen wir uns auch ganz besonders. Für uns geht es ins Weingebiet – genauer: nach Franschhoek.
Teil 2110. Apr. 2013
16.01.2012 Franschheok Endlich mal guter Wein 😄
Nach einem weiteren guten Frühstück (so langsam freue ich mich aber auf eine Vollkornsemmel) starten wir heute nach Franschhoek. Die Strecke ist ganz nett. Man fährt durch diverse Obstanbaugebiete und nette kleine Ortschaften. Es ist eine ruhige Fahrt.
Bis Dirk beschließt uns in Robertson umzubringen... 😐
Wie ich bereits öfter erwähnt habe, hat Dirk Angst vor fliegenden Insekten – gut, ich korrigiere, panische Angst!!
Wir fahren also gemütlich in unserem Auto - natürlich bei offenen Fenster, weil wir das schöne Wetter nicht aussperren möchten. Und auf einmal fährt Dirk (für mich völlig unkontrolliert) mit Vollgas auf den Seitenstreifen, Vollbremsung, und springt aus dem Auto. Ich bin völlig perplex und bleibe erst mal sitzen.
Ursache war eine rote Wespe, die durchs offene Fenster direkt auf Dirks Bein geflogen ist. Mit einer einfachen Handbewegung war sie wohl nicht zu verjagen (??!!??), von daher half nur FLUCHT. Immerhin hat Dirk noch angehalten, bevor er aus dem Auto gesprungen ist.
Natürlich muss am Ende ich dafür sorgen, das Vieh zu verjagen. Da es nicht freiwillig gehen will, muss es halt dran glauben. Ooops... 😗
Die weitere Fahrt verläuft aber ruhig und so kommen wir auch heute wieder gegen Mittag an unserem Tagesziel an. Bei der zweiten Fahrt durch das Städtchen finden wir dann auch die Einfahrt zu unserer Unterkunft, der Résidence Klein Oliphants Hoek.
Wir haben ein Zimmer direkt unter dem Dach. Aber trotz extrem hohen Temperaturen lässt es sich dort gut aushalten. Generell ist das Gästehaus eine klare Empfehlung. Es ist ein umgebautes altes Schulgebäude und hat daher eine riesige Halle als Empfangsbereich. Auch der angelegte Garten ist ein Traum. Aber seht selbst….
Da wir recht früh dran sind, gehen wir noch eine Kleinigkeit essen. Wir landen im Bistro von Reubens. Wir essen beide nur einen kleinen Salat und trinken natürlich auch ein Gläschen Wein. Es sitzt sich hier aber auch ausgesprochen gut. Nett unter Weinranken im Halbschatten.
Anschließend laufen wir noch ein wenig durch die Stadt. Mittlerweile ist mein Jagdtrieb nach Mitbringsel wieder erwacht. Diesmal stelle ich mir etwas in die Richtung Elefant vor. Schließlich haben wir davon diesmal mehr als genug gesehen. Es gibt zwar viele schöne Sachen zu sehen (Franschhoek ist auch als Künstlerstadt bekannt), aber für uns nichts Passendes.
Mit Linda, der Managerin der Unterkunft, besprechen wir dann noch den Ablauf für die nächsten Tage. Sie reserviert uns je einen Tisch fürs Dinner. Heute Abend gehen wir ins Kalfi`s. Ein Restaurant, das primär von Südafrikanern besucht wird. Und eine Abwechslung zu den Gourmetrestaurants bietet.
Außerdem schlägt sie uns eine geführte Wein-Tour vor. Ein privater Guide fährt uns von Gut zu Gut und erzählt alles mögliche zu den verschieden Weinen. Wir müssen darüber nachdenken – knapp 800 Rand sind schließlich schon ein Wort. Sind aber schon fast überzeugt. Immerhin können wir dann beide etwas trinken! Gut für Dirk – denn er ist ja sonst the driver. 😘
Zum Kalfi`s: Wirklich eine absolute Empfehlung. Hier verirrt sich selten ein Tourist hin. Alle Gäste werden vom Inhaber mit Handschlag begrüßt und kennen sich größtenteils sogar untereinander. Es scheint wie eine große Familie zu sein. Wir sitzen draußen auf der Terrasse und müssen schon jedes mal lachen, wenn die Touris nach einem Blick auf die Karte vorbeilaufen. Dabei verpassen sie hier wirklich was. Für uns gibt es zuerst Samoussas. Danach gibt es für Dirk ein Kudusteak und für mich das beste Chickencurry ever. Soooo lecker!
Danach fallen wir dirket ins Bett. Was ein erholsamer Tag...
Aber irgendwie hätte es noch ein bisschen mehr Wein sein können. Vielleicht gibts ja morgen mehr davon. 😄
Teil 2210. Apr. 2013
17.01.2012 Immer noch Franschhoek Endlich viiiiel Wein 🙄
Nach einer erholsamen Nacht starten wir entspannt in den Tag. Wir besprechen nur schnell mit Linda, dass wir die Wein-Tour buchen und schauen uns vorab schon mal das Weingut Boschendal an. Es gehört ja mit zu den größten und bekannten am Platz. Trotzdem hält sich der Betrieb im Rahmen. Wir machen tatsächlich unser erstes kleines Tasting und stellen fest: kann man trinken. Danach machen wir noch einen kleinen Spaziergang durch den schön angelegten Park. Hier ein paar Eindrücke…
Den Nachmittag verbringen wir im Pool und „warten“ auf unseren Guide. Die Sonne knallt mittlerweile auch richtig. Es sind bestimmt 35°C im Schatten. Ein Traum! Zu uns gesellt sich ein Pärchen aus New York. Man kommt schnell ins Gespräch und genauso schnell sieht man alle Klischees eines Amerikaners bestätigt. 😄 Als nächstes fliegen die beiden direkt zum Krüger – genauer ins Sabi Sands. Wir werden doch tatsächlich gefragt: „Ist das dort wie im Zoo?“ Man weiß gar nicht, ob man lachen oder weinen soll. Wir sparen lange für so einen Urlaub und sind dementsprechend informiert und enthusiastisch. Und die Zwei fliegen einfach mal in den Zoo!!! 😄
Um Punkt 16 Uhr kommt unser Wine-Guide und wir starten gleich zum Ersten Weingut. Insgesamt hat er 4 Stationen geplant. Also erstmal rein ins Auto und Schock: die Klimaanlage läuft auf Hochtouren. Ist aber schnell ganz angenehm. … Die tödliche Kombination Klimaanlage im Auto, 35 °C draußen und Wein werde zumindest ich noch später spüren. 😉 (Hätte ja auch mal jemand vorher erklären können, dass man den Wein nicht jedes Mal austrinken muss. 😄 )
Um es Abzukürzen:
Weingut 1: Boekenhoutskloof moderner neuer Besucherraum junger Wein aber nicht ganz unser Geschmack
Weingut 2: Mont Rochelle nettes Weingut, im Hang gelegen unser Favorit der MIKO Chardonnay Sur Lie 2009 (sehr speziell)
Weingut 3: Grand Provence wieder sehr modern, netter Außenbereich hat auch einen guten Roten → Shiraz 2008
Weingut 4: Fairview kennt man ja aus allen Reiseführern, ist aber eine sehr schöne Anlage, auch für Kinder ganz nett wegen dem bekannten Ziegenturm. Weine alle recht gut, haben aber auch super Käse dort!
Die Weine waren auf allen Weingütern recht gut. Und für uns haben sich einige Favoriten gezeigt. 🙂
Irgendwann zwischendurch sind wir noch im Weingut Kanonkop gewesen. Lohnt sich auch!! 🤪
Für heute Abend wartet noch ein tolles Restaurant auf uns. Zum Glück habe ich mich schnell von den Strapazen erholt. Wäre ja auch Schade, beim feinen Dinner Karussell zu fahren…. 🤢 😄 Heute Abend gehen wir ins Le Bon Vivant. Wir haben ja einen Tisch reserviert und das war auch gut so. Sowohl drin als auch draußen ist alles voll.
Heute wollen wir es uns gut gehen lassen. Für beide gibt es eine Vorspeise. Für mich einen Salat und für Dirk Fischvariation. Dann folgt für mich Kudu und Dirk Variationen vom Springbock. Und obwohl wir förmlich Platzen, teilen wir uns noch eine Dessertplatte. Und die ist echt der Hammer! Es gibt alles was das Herz begehrt. Für die Qualität echt ein super Preis. Da hätten wir bei uns zu Hause in München gut das Doppelte bezahlt.
Bis wir im Hotel sind, ist es bereits nach 23 Uhr. Für einen Afrikaurlaub ja schon viel zu spät 😣 und so verabschieden wir uns auch bald ins Land der Träume…
Morgen geht’s auf zur letzten Station, nach Kapstadt.
Teil 2311. Apr. 2013
Hallo Carsten,
daran sind wir gerne Schuld!!! Sogar so gerne, dass wir im Dezember 2013 auch wieder ein paar Tage in der Gegend verbringen werden. Falls Du ein paar Geheimtipps hast, welche Restaurants und Weingüter besonders empfehlenswert sind, immer hier damit. 😄
Hallo Topobär,
Du kennst keinen Ziegenturm?! 😄 Es handelt sich auf jeden Fall nicht um aufgetürmte Ziegen, sondern um:
LG, Dirk
Teil 2404. Mai 2013
18.01.2012 Franschhoek -> Kapstadt Wein Adé!
Nach einem schönen Abend und einem super Frühstück im Klein Oliphants Hoek in Franschhoek geht es heute weiter nach Kapstadt, unserer letzten Station. Da freuen wir uns schon sehr drauf. Trotzdem gönnen wir uns noch einen Abstecher in 2 Weingüter.
1. Rustenberg: Das ist ein netter kleiner Familienbetrieb. Wir wurden von der Besitzerin und deren Tochter beraten. Hinterm Haus befindet sich noch ein schöner Garten. Hier lässt es sich aushalten und wenn ich mich richtig erinnre, dann kann man hier auch Übernachten.
2. Kanonkop (Hat Dirk einfach im Bericht zum vorherigen Tag eingebaut – fragt sich wer zu viel getrunken hat): Ist auch sehr nett gelegen. Neben der Weinverkostung kann man sich hier auch eine Gemäldeausstellung anschauen. Beides sehr schön.
Wir unterhalten uns dort lang und nett mit einer Angestellten. Natürlich auch über Wein - und so schenkt sie uns die Verkostung... Mittlerweile ist es ja normal, dass man für die Weinverkostung bezahlen muss. Kein Wunder bei den Touri-Massen, die hier unterwegs sind. Die meisten halten sich aber nicht lange auf. Da bilden wir scheinbar eine Ausnahme. Aber wir wollen den Wein, das Essen und die Zeit ja auch genießen.
Nach der Weinverkostung (Dirk hat natürlich ausgespuckt) fahren wir nun endlich nach Kapstadt.
(Anmerkung Dirk: Jaaa, klar, Schatz, natürlich hab ich ausgespuckt... Kann sich noch jemand an die Fahrt nach Kapstadt erinnern?! 😄 )
Der Tafelberg ist leider durch Wolken verborgen. Aber wir haben ja noch ein paar Tage Zeit. Das wird schon werden. Auch im Nachhinein bin ich verdammt stolz auf mich: Ich schaffe es uns durch Kapstadt zu lotsen, ohne dass wir uns verfahren.
Gegen Mittag kommen wir dann in unserem Gästehaus in Camps-Bay an. Das Ocean View House liegt auf einer Anhöhe ungefähr 3 km vom Stadtzentrum entfernt. Es hat eine nette Außenanlage und einen recht großen Pool. Als wir ankommen, ist unser Zimmer leider noch nicht fertig (erleben wir hier zum ersten Mal) und so werden wir gebeten, auf der Terrasse Platz zu nehmen. Nach 15 min wird uns dann mal ein Glas Wasser auf der eigentlich bewirteten Terrasse angeboten. Doch wir müssen weiter warten und beobachten sogar noch ein Pärchen beim Essen – da bekommt man ja Hunger!! Nach über einen halben Stunde kommt dann die Managerin und zeigt uns das Zimmer. Es ist ihr sichtlich unangenehm, dass wir so lange warten mussten. Und dann ist das Zimmer auch nur halb fertig. Eine Glühbirne ist kaputt, der Kühlschrank nicht wieder aufgefüllt und die Fernbedienung verschwunden. An sich nur halb so schlimm. Sie hätten das alles deutlich entspannter haben können. Hätten wir unsere Koffer einfach unterstellen können, wäre ihnen der Stress erspart geblieben und wir hätten etwas vom Nachmittag gehabt.
Allgemein ist unser Zimmer ganz nett, etwas klein vielleicht aber durchaus modern und geschmackvoll eingerichtet. Trotzdem will keine wirkliche Wohlfühlatmosphäre aufkommen. Es liegt vielleicht auch daran, dass wir durch den Frühstücksraum gehen müssen um in unser Zimmer zu gelangen. Und der wird gerade renoviert. An der Rezeption sind alle sehr bemüht. So bekommen wir neben unseren Restaurantwünschen auch noch Empfehlungen und dazu noch alle Tische reserviert. Wirklich ein super Service.
Den restlichen Nachmittag wollen wir dann in Kapstadt verbringen. Uns zieht es wie wahrscheinlich 99% der Touristen erst mal an die Waterfront. Und hier verbummeln wir die Zeit. Wir erleben ein kulturelles Durcheinander. Das gefällt uns sehr gut.
Der Hunger treibt uns dann wieder zurück. Heute haben wir einen Tisch im „The Kove“ direkt in Camps-Bay reserviert. Wir hatten uns vorher noch erkundigt, ob wir dahin laufen können. Klar kein Problem. Also gehen wir los. Am Ende ist es aber mehr als ein kleiner Spaziergang und wir laufen gut 45 Minuten. Wir würden trotzdem nochmal laufen. Denn an der Strandpromenade angekommen, sind wir mitten im Leben. Heute ist Freitag und überall um uns herum wuselt es. Einen Parkplatz zu bekommen – unmöglich. Und zum Glück haben wir bzw. wurde uns ein Tisch reserviert. Und so sitzen wir bald in der ersten Reihe gemütlich bei einem Cocktail und beobachten die Welt um uns herum. Einfach schön. Das Essen ist hier übrigens hervorragend und wer den Lounge Charakter mag und sich nicht von Trubel (leise ist anders) abhalten lässt, wird sich hier sicher wohlfühlen.
The Kove in Camps Bay: Empfehlung!!
Teil 2504. Mai 2013
19.01.2012 Kapstadt Kann mal jemand was gegen diese Wolken unternehmen?!
Der neue Tag startet mit Nieselregen! Vielleicht hilft es, das Frühstück schön auf zu essen, damit der Himmel aufreißt. Aber das Versprechen unserer Eltern, ein leerer Teller sorge für schönes Wetter, stellt sich spätestens heute als glatte Lüge heraus.
(Anmerkung Dirk: Eine Welt ist für mich dadurch zusammen gebrochen.)
Wir entschließen uns trotzdem zum Kap der Guten Hoffnung zu fahren. Wir nehmen die Route über den Chapmans Peak. Sicherlich eine schöne Strecke, bei uns leider ohne Aussicht!
(Unser neues Haus 😄 )
Doch mit erreichen des Gates zum Nationalpark reißt der Himmel doch noch auf und die Sonne kommt zum Vorschein. So fahren wir auf direktem Weg zum Cape Point. Die Bahn lassen wir links liegen, schließlich sind wir sportlich und im Urlaub schon faul genug gewesen. Also nehmen wir die 693 Millionen Stufen nach oben. Alle paar Meter müssen wir stehen bleiben – natürlich nur wegen der schönen Aussicht. Hier ein paar Eindrücke.
Anschließend fahren wir noch den Weg zum Kap der Guten Hoffnung. Das obligatorische Foto vom Schild gibt es bei uns nicht. Dirk ist viel zu fasziniert von den vielen Porsche die hier stehen….
(Anmerkung Dirk: Mich fasziniert nur, wer hier freiwillig mit einem Porsche rumgurkt. Ok, ok. Es sind brandneue Modelle dabei, die man bei uns noch nicht gesehen hat. Und nein, die sehen nicht alle gleich aus. Die Autos sind übrigens nicht der Grund für das fehlende Foto am Schild, vielmehr sind einfach zu viele Leute da gewesen, die sich alle um die besten Plätze gestritten haben. Sowas ist mir zu doof.)
Auf dem Rückweg nehmen wir noch die ein oder andere Schleife mit und genießen die letzten Wildlife-Momente in Afrika.
Der Weg führt uns über Simons Town. Ich wollte ja unbedingt noch zu den Kap-Pinguinen. Also, Parkplatz ansteuern und den Massen hinterher. Wir finden auch bald den Eingang zum Pinguine Center. Wir entscheiden uns dann aber doch nur für einen Spaziergang über die Holzstege. Pinguine sehen wir auch so...
Im Anschluss gönnen wir uns noch ein kleines Lunch im „The Meeting Place“ - direkt gegenüber vom Hafen. Doch uns treibt es wieder zur Unterkunft. Wir wollen schließlich noch auf den Tafelberg!
Volles Programm – wir haben keine Zeit mehr!!
An der Rezeption erkundigen wir uns nach dem Wetter oben auf dem Tafelberg direkt hinter uns. Und wir werden enttäuscht. Heißt es doch tatsächlich: Sichtweite 0 Meter. So richtig können wir das noch nicht glauben. Sieht der Blick nach oben doch ganz gut aus. Es dauert aber nicht lang und das berühmte weiße Tischtuch legt sich über den Berg. Jetzt glauben wir gerne, dass es oben keine Sicht gibt. Aber was solls?! Wir legen uns einfach an den Pool und genießen unsere Zeit. Morgen haben wir schließlich noch einen Versuch.
Den Abend verbringen wir übrigens im Mama Afrika in Kapstadt. Gehört wohl einfach dazu. Lustige und zugleich traurige Gegebenheit: Nach dem Essen (welches wirklich super war) bekommen wir unsere Rechnung mit dem Hinweis doch bitte etwas Trinkgeld zu geben, da die Bedienung nur daran wirklich verdienen. Unser Gesicht muss Bände gesprochen haben. Denn im Nachklang kommt noch eine Erklärung: gerade Touristengruppen, würden das Trinkgeld gerne unter den Tisch fallen lassen. Für uns ist aber klar, guter Service heißt auch gutes Trinkgeld. Und eben dieses gab es heute auch.
Für alle die das Mama Afrika noch nicht kennen: HINGEHEN!
Teil 2604. Mai 2013
20.01.2012 Kapstadt Letzte Chance für den Tafelberg!
Schon beim Aufwachen bin ich enttäuscht. Wieder Nebel und leichter Regen. Unser Plan auf den Tafelberg zu wandern (oder zu fahren) ist damit schon mal hinfällig. Mist. Daher drehen wir uns heute im Bett einmal mehr um.
Irgendwann schaffen wir es aber doch zum Frühstück. Denn allein dafür lohnt es sich aufzustehen. In die selbstgebackenen Muffins könnte ich mich reinlegen.
(Anmerkung Dirk: Geht nicht, Muffin zu klein, da passt Du nicht rein.) (Anmerkung Mandy: Ok, stimmt. Dafür passen viele in mich rein.)
Nun bleibt noch die Frage: Was tun?! Es gibt auch eine Menge Indoor Aktivitäten. Ich hatte mir spontan einen Besuch des Aquariums überlegt. Aber Dirk ist nicht so begeistert. Also fahren wir erst mal an die Waterfront um unsere Mitbringsel zu vervollständigen. Auf den verschieden Märkten werden wir leider nicht fündig. Entweder sind die Holzfiguren zu klein, es gibt nur Giraffen oder es ist schlicht zu teuer. Und ich hatte schon genaue Vorstellungen. Am Ende werden wir aber im Red Shed Craft Market doch fündig und eine schöne Elefantenskulptur aus Mopane-Holz schmückt nun unser Wohnzimmer.
Nach und nach kommt doch die Sonne raus und wir fahren wieder zur Unterkunft. Auch heute erkundigen wir uns nach der Sicht. Eine zweite Chance gibt es nämlich nicht. Morgen geht es wieder zurück in den Winter nach München. Doch der Wettercheck endet positiv. Wir sollen aber sofort losfahren, um nicht zu lange an der Bahn warten zu müssen. Also dann Kamera holen und los. Und tatsächlich, wir bekommen einen Parkplatz direkt an der Talstation und können sogar mit der nächsten Seilbahn nach oben. Und schon hier in der Kabine ist der Blick gigantisch. Oben angekommen machen wir einen kleinen Spaziergang und genießen die Aussicht. Nach 2 Stunden und einer glühenden Kamera fahren wir wieder nach unten. Wow nach uns sind wirklich viele Leute auf die Idee gekommen, auf den Berg zu fahren. Die Autos parken wirklich auf dem ganzen Weg nach unten. Da waren wir wirklich schnell 🙂
Die letzten Sonnenstrahlen genießen wir am Pool, bevor wir heute ins „Bungalow“ fahren. Ein nettes Restaurant direkt am Strand. Dort können wir den Sonnenuntergang genießen. Das Essen ist auch spitze. Auch wenn wir den Eindruck haben, dass außer uns kaum einer isst und wir fast die einzigen Touristen sind. Vielleicht ist es aber auch gerade deshalb so nett hier!? Die Kapstädter Highsociety (vorallem die Damenwelt) schaut übrigens aus, als hätte sie zuletzt vor Jahren etwas gegessen... 🙂 Doch der Schampus fließt dafür in Strömen. Das tut der Stimmung natürlich keinen Abbruch. Auch dieses Lokal können wir wärmstens empfehlen!
Der letzte Abend des Urlaubs geht zu Ende.... Ein bisschen traurig werden wir jetzt schon...
Teil 2704. Mai 2013
21.01.2012 Kapstadt – äähh, München
Heute geht es wieder nach Hause. 🙁 Der Flug von Kapstadt aus geht erst um 17:00 Uhr, so dass wir den Tag ganz entspannt beginnen können. Hier noch ein paar Eindrücke vom Hotel bzw. dem Blick auf den Tafelberg und die 12 Apostel:
Nach einem ausgiebigen Frühstück und einem recht späten Auschecken verbringen wir die letzten Stunden dann an der Waterfront. Hier findet heute ein Talentwettbewerb statt. Das finden wir super und nehmen gleich auf der Tribüne platz. Wir erleben eine bunte Mischung aus traditionellen Tänzen und Gesang, modernen Jazz Interpretationen, talentfreien Schauspieldarbietungen und vielem mehr. Besonders nett finden wir, dass man hier mal alle Klassenunterschiede beiseite schiebt. Man feuert gemeinsam die Talente an oder lacht über missglückte Darbietungen. Für ein paar Minuten hat man den Eindruck, Südafrika hat das Problem zwischen Schwarz und Weiß überwunden – genau der richtige Abschluss, um richtig positiv gestimmt Richtung Flughafen zu fahren.
Die Autorückgabe verläuft bei Europcar wieder völlig entspannt und problemlos. Der Flug geht pünktlich. Keine weiteren Vorkommnisse zu vermelden. 😄
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Es waren wieder schöne drei Wochen. Direkt nach dem Urlaub zweifeln wir aber, ob wir nochmal nach Südafrika reisen werden. Warum und wieso haben wir ja an der ein oder anderen Stelle des Reisebericht erläutert.
Das Endergebnis sieht aber so aus, dass für den 19.12.2013 Flüge nach Kapstadt gebucht sind und dann eine 28-Tage-Rundfahrt auf uns wartet, bis wir am 18.01.2014 von Windhoek zurück fliegen werden.
So schlimm war's also doch nicht.
Südafrika (und Namibia): Wir kommen wieder!
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Vielen Dank Euch allen für Eure Geduld an dieser Stelle. Schön, dass so viele auch nach unserer laaaaangen Pause (ein Jahr?!) wieder eingestiegen sind. Im Februar 2012 haben wir den Reisebericht begonnen und im Mai 2013 beendet. Negativ-Rekord... Sorry. Wir geloben Besserung beim nächsten Mal.