von bayern schorsch · Sept. – Okt. 2011 · 20 Tage · Selbstfahrer · 19 Teile
Über diesen Reisebericht
Von Windhoek aus fahren wir über Ghanzi ins Okavango-Delta bei Maun: Eine Mokoro-Fahrt durch stille Kanäle mit einer Elefantenbegegnung vom Boot aus wird zu unserem ersten großen Höhepunkt, ein Rundflug zeigt uns die Weite des Deltas aus der Luft. Bei Kasane am Chobe erleben wir bei Boots- und Pirschfahrten die besten Tiersichtungen der ganzen Reise. Einen Tagesausflug nach Simbabwe zu den Victoria-Fällen empfinden wir dagegen als Enttäuschung – schön, aber nicht die erhoffte Sensation.
Weiter geht es durch den Caprivi: Am Kwando-Fluss erleben wir eine Sundowner-Bootstour, einen Dorfbesuch und hören nachts ein Flusspferd direkt vor unserem Zelt. Bei Divundu fahren wir selbst durch den Mahangu-Park und sehen in völliger Ruhe viele Tiere, eine Bootstour entlang des Okavango zeigt uns das Leben am Fluss zwischen Krokodilen und badenden Kindern hautnah. Rückblickend wäre ein größeres Auto als unser gemieteter Kleinwagen die klügere Wahl gewesen, gerade auf den sandigen Pisten abseits der Hauptstraßen.
Über Grootfontein, wo uns eine herzlich geführte Pension mit einem legendären Grillabend begeistert, führt unsere letzte Etappe nach Omaruru. Die dortige Gästefarm lässt uns eher kalt, dafür entschädigen uns die bizarren Granitformationen und Felsmalereien von Bull's Party und Philip's Cave bei der Ameib-Ranch. Zwischen Hoch und Tief bleibt am Ende vor allem eines: Wir haben uns in dieses südliche Afrika verliebt und wissen schon jetzt, dass wir wiederkommen werden.
Diese Zusammenfassung wurde automatisch erstellt und vom Autor freigegeben.
Teil 114. Okt. 2011
Wir hätten das nie gedacht, dass es auch uns mal erwischen könnte. Den Anderen, ja den Anderen, denen kann das schon passieren, aber doch nicht uns ....😉
Ein Auftakt, wie er nicht chaotischer hätte sein können. Und die Erkenntnis, dass es einen halt doch mal erwischen kann.
Aber jetzt mal alles der Reihe nach:
Planmäßiger Abflug mit Air-Berlin am Mittwoch abend um 18.30 Uhr, es war der 21. September. Die Koffer sind aufgegeben, und wie immer sind wir natürlich viel zu früh dran. Also gibt´s noch ein Paar Weißwürstl und dazu ein feines Erdinger Weizenbier. Schließlich weiß man ja nie, was in Afrika die Küche hergibt. Dann noch ein bisschen Warten, und schon ist der Aufruf zum Boarding. Da war´s ca. 17.45 Uhr. Es läuft alles wie "geschmiert". An der Tafel beim Boarding steht 17.45 Uhr, und wir stehen ziemlich weit vorn in der Schlange. Da kommt plötzlich ein ganz "g´schaftiger" Mensch mit einem neongelben Kitterl. Auf dem Kitterl steht "Air-Berlin". Wir ahnen Schlimmes. Der Mann baut sich vor dem Boarding-Gate auf und ich traue meinen Augen nicht, als ich nochmal zur Tafel schau:
Cancel, 7.10 Uhr.
Na ja, denk ich mir, die meinen halt wahrscheinlich 19.10 Uhr, also eine Stunde später. Auch kein Problem.
Aber von wegen eine Stunde - der Gelbkittel klärt uns auf. Zuerst in Deutsch. Und weil wir es nicht glauben können, als Dreingabe noch in Englisch. Da fällt uns mal momentan gar nichts mehr ein und in der Abflughalle herrscht Schweigen. Es dauert ein wenig bis wir kapieren, was Air-Berlin mit uns vorhat. Und dann kommt das Chaos, dann melden sich die ersten zu Wort. Und wie!
Aber es bleibt dabei: der Flug wird um sage und schreibe 13 Stunden verschoben, die neue Abflugszeit ist 7.30 Uhr am nächsten Morgen.
In diesem Moment hätte ich den Mann von Air-Berlin am liebsten umgebracht.😈 😈 😈
Wobei man wirklich betonen muss, dass dieser Supervisor seine Sache recht gut gemacht hat. Der hat sich von nichts aus der Ruhe bringen lassen - auch nicht von noch so üblen Beschimpfungen. Wahrscheinlich hat er Erfahrung darin, wie in solch einer Situation vorzugehen ist.
Ich mach´s kurz: unsere erste Nacht, die wir eigentlich gern im Flugzeug verbringen wollten, fand nun in Neufahrn, ein Ort nicht weit vom Flughafen, statt. Ein eigenartiges Haus, dieses Hotel "Krone", auch irgendwie eigenartige Leute, aber das Zimmer war zumindest sauber. Ja genau so haben wir uns das vorgestellt. Ein Auftakt nach Maß:
Unsere erste ÜN im Urlaub, Hotel Krone in Neufahrn bei München, 100 Euro für Zwei. Ob wir hier wieder herkommen würden: nicht in diesem Leben, das ist sicher.
Und am nächsten Morgen, man kann´s kaum glauben, unser Flieger steht bereit und wir heben mit einer 13stündigen Verspätung in Richtung Afrika ab. Ja also, wird doch noch.
Ganz ehrlich muss ich schon zugeben, dass mich so eine Sache gewaltig nervt. Und jeder, der schon mal die Langstrecke geflogen ist und als Individualtourist unterwegs ist weiß, was das für einen Rattenschwanz nach sich zieht.
Trotzdem haben´s wir mit der nötigen Portion (Galgen)-Humor genommen. Was bleibt auch anderes übrig. Und die Grillplatte im Hotel Krone war recht gut.
Wir haben aber auch die vielen anderen Touristen gesehen. Eltern mit Kleinkindern, teilweise noch Babys, eine Horrorvorstellung.😠 Und gegenüber vielen anderen Passagieren, die im Feldbettenlager am Flughafen geschlafen haben, haben´s wir wohl noch gut erwischt. War aber auch eine blöde Zeit, schließlich war Oktoberfest und in ganz München so gut wie kein Hotel mehr frei.
Dass Air-Berlin dafür bezahlen muss, ist ja gar keine Frage. Die haben uns sogar unaufgefordert den Flyer zur EU-Verordnung 261 🙂 in die Hand gedrückt. Wir haben aber das mit den 600 Euro Entschädigung pro Person schon aus dem Forum gewusst. Es war ja ein paar Wochen zuvor die gleiche Gaudi mit Air-Berlin.
Nun - der Anwalt ist beauftragt und wir werden sehen, wie zügig unsere Forderung erledigt wird.
Also - wieder zurück in den Urlaub: wir sitzen im Flieger und der Ärger hält nach wie vor an. Aber zumindest sind wir auf dem Weg nach Namibia. Viele Gedanken kreisen im Kopf: ist der Autoverleiher da, können wir unsere erste gebuchte und schon längst bezahlte Nacht in der Kalahari-Bush-Breaks-Lodge einhalten, und, falls nicht, wo schlafen wir dann?
Wir werden sehen ...
Teil 216. Okt. 2011
Hallo zusammen,
Annick Birgit Marina Bele Kiwi
Euch einen ganz dickes 😘 für Euer feedback!
Immer schön, von Euch zu hören und ich mach mal mit unserem Bericht weiter:
22.09.2011
Wir saßen schon arg auf Kohlen, schließlich wollten wir unser Auto unbedingt noch am gleichen Abend übernehmen, um uns auf den Weg zur Kalahari-Bush-Breaks zu machen. Und so ließen wir im Flugzeug unseren Überlegungen freien Lauf:
wenn der Flieger rechtzeitig in Windhoek landet
wenn die Imigration flott voran geht
wenn die Koffer diesmal a wengerl schneller kommen als sonst
wenn unser Autoverleiher "Savanna" uns schon freundlich mit unserem Namensschild erwartet
ja dann .... , dann wäre das doch locker zu machen ....
Aber in Afrika ist eben alles anders. Der Europäer denkt, der Afrikaner lenkt.
Und weil das so ist und weil wir außerdem in einem fernen Land sind, ist alles wieder mal anders gekommen als gedacht.
Grad mal der Flieger war pünktlich (wenn man von den lächerlichen 13 Stunden Verspätung absieht), die Imigration ging ratz fatz, nur auf die Koffer mussten wir genauso lang warten wie sonst so üblich.Gefühlt waren wir wieder mal die letzten Kofferempfänger.
Autovermieter Savanna war natürlich nicht da, also erst mal ein Telefonat:
"Na - sind Sie auch schon da" - Sehr witzig.
Und "heute können Sie aber nicht mehr fahren". Na toll, das haben wir uns ja ganz anders vorgestellt....
Und" wissen Sie, ich bin dort, wo Sie hinwollen, geboren, das ist viel zu gefährlich, um in der Nacht zu fahren". Aha, ja wann bekommen wir denn dann das Auto?
"Ja, morgen früh". Oh je, viel zu spät - wir wollten doch heute noch...
"Auf keinen Fall". Gut, aber das Auto brauchen wir heute noch, wir müssen morgen früh los....
So ging das hin und her, und um knapp vor 19.00 Uhr waren wir dann zumindest in Windhoek. Da sahen wir dann selbst, dass es mittlerweile mehr oder weniger stockdunkel war, mit der Fahrt nach Buitepos, das war uns dann auch klar, wird das nichts mehr werden.
Und wir haben uns doch so gefreut auf die Kalahari Bush Breaks!!! 🙁 🙁 🙁
Aber zumindest konnten wir noch "unseren" Toyota Corolla" übernehmen. Wenigstens etwas!
So mussten wir noch eine zusätzliche Nacht in Windhuk in der Pension Uhland verbringen. Herr Hamm von Savanna Car war so nett und hat uns das noch organisiert.
ABER: wie Alles im Leben gibt´s immer zwei Seiten. So hatten wir die Möglichkeit, endlich mal in "Joe´s Beerhouse" zu gehen. Und das hat uns ganz gut gefallen.
Beide haben wir Gemsbock gegessen, das war ganz hervorragend, und schön langsam wurde auch unsere Stimmung besser. Nach dem dritten Bier war´s dann ganz gut auszuhalten und arg müde fielen wir ins Bett.
Vor Joe´s Beerhouse gibt´s einen Geldautomaten. Dort haben wir unsere ersten Namibischen Dollar gezogen. Ein sensationeller Kurs: 11,12993, d. h., wir haben für 2.000 ND grad mal 179,70 Euro bezahlt.😁 Das war Glück, wenn wir an letztes Jahr denken, da haben wir noch um 20 % mehr bezahlt.
In der Pension Uhland zahlten wir für das Standard-Zimmer knapp 600 ND, also ca. 55 Euro die Nacht. Für Bilder von der Pension waren wir zu müde, außerdem wären nach unseren Bierchen die pics eh verwackelt gewesen.
Teil 316. Okt. 2011
23.09.2011
Der Wecker klingelt um 05:30 Uhr, wir machen unsere Koffer zu, rein ins Auto damit und ab durch die Mitte. Schon um 05:45 Uhr sind wir "on road" und um 06:20 Uhr lassen wir den Flughafen Hosea Kotako, der rund 45 km außerhalb von Windhoek liegt, links liegen.
Am Horizont ein wunderschöner Sonnenaufgang über dem Flughafen und auf der B6 kommen wir zügig voran. Gut, dass wir unser breakfast -Paket vom Uhland mitgenommen haben, denn wir sind bald hungrig.
In Gobabis decken wir uns ganz rasch im Spar-Supermarkt mit den nötigen Dingen (Wasser, Peaceful sleep, Savanna dry usw.) ein und natürlich können´s wir nicht lassen und statten der Kalahari-Bush-Breaks-Lodge, die kurz vor der Grenze nach Botswana ist, einen Besuch ab.
Ja, da sind wir dann schon ein bisschen traurig, dass wir diese schöne Lodge nicht genießen durften. Das hätte uns zum Auftakt schon ganz gut gefallen. Wir durften das für uns reservierte Zimmer anschauen - einfach super, tolle Einrichtung, die Dusche ewig groß mit Blick zum Wasserloch. Die ganze Anlage machte einen gepflegten Eindruck - da müssen wir vielleicht noch mal her. Die nette Frau an der Rezeption meinte, "I´m waiting for you till 9 o´clock ...". So ein Mist ....😠
Und schon waren wir an der Grenze von Namibia nach Botswana. Ausreisepapiere Namibia, Einreisepapiere Botswana. Hier in diesem Häuschen zahlten wir die ersten Gebühren für "Short-Term Permit, Road Fund and Insurance" 110 Botswanische Pula, das waren rund 11 Euro.
(Zahlstelle an der Border Namibia/Botswana)
Was uns im Vorfeld unserer Planung schon eine Hilfe war: auf Carsten Möhles homepage gibts all die Papiere, die man für Aus- und Einreise in Namibia, Botswana und auch für Zimbabwe braucht, zum Download als Muster.
Wir haben alle Papiere schon zu Hause ausgefüllt und hatten damit bereits eine Vorlage für die Ausfüll-Prozedur. Danke an dieser Stelle an Herrn Möhle für diesen Service !!!:)
Die Strecke zieht sich hin. Eigentlich langweilig, ein kurzer Zwischenstop in Ghanzi im Kalahari-Arms-Hotel für ein Savanna und einen Toast. Entlang der Straße unzählige Rindviecher, und jede Menge Esel. Wir dachten bisher immer, Griechenland sei das Land der Esel. So kann man sich täuschen. Da ist man dann schon dankbar, wenn´s mal wenigstens entlang des Flusses ein bisschen Abwechslung gibt.
Wenn man sich das so vorstellt, dass man auf dieser schnurgeraden Straße nur ganz wenige Meter knapp an den vielen Kühen und Eseln vorbeifährt, das ist schon unglaublich. Und auch nicht ungefährlich.
Bei unseren Planungen war immer wieder die Frage, welches Auto wir mieten sollten. Wir haben uns für den Toyota Corolla entschieden, aber wir müssen zugeben, dass das schon ein wenig tolldreist war.
Im Nachhinein geb ich den beiden Forumsdamen Cecile/Engelstrompete und Hanne völlig Recht. Ein größeres Auto wär schon viel besser gewesen, vor allem aber sicherer. Aber der Bayern Schorsch weiss ja alles besser ! 😉 😉
Aber sei´s drum, auch mit unserem Corolla kamen wir ans Ziel . Um 16:30 Uhr waren wir in Maun, unser Tagestacho zeigt uns 830 km. Ein langer Ritt, aber alles ist gut gegangen. Natürlich haben wir uns auch die "fette" Baustelle bei der Brücke vor Maun angesehen. Wir erinnern uns an den Thread hier: "Brücke zwischen Ghanzi und Maun eingestürzt". Das hat´s ja doch so einigen Wirbel gegeben. An´s Forumsmitglied "Bloke" musste ich denken, hätten wir Zwei uns doch beinah wegen dieser Brücke in die Haare gekriegt.
Im "Discovery-Bed-and-Breakfast" in Maun wurden wir sehr herzlich empfangen. Nach einem kurzem Rundgang mit Marije, die uns unseren Bugalow zeigte, waren wir auch schon bald im Pool und genossen die schöne Anlage.
(der Pool, recht klein, aber zum Abfrischen gut genug)
(unser "Luxus-Bungalow" Nr 7)
(der allgemeine Treffpunkt mit Feuerplatz und Reception)
ÜN: Discovery -Bed-and-Breakfast, 450 Pula = ca. 45 Euro das Zimmer für Zwei incl. Breakfast
Dinner: 125 Pula p.P., Rinderfilet kleingeschnitten, Milli-Papp (Maisbrei), Karottensalat, griechischer Salat und zum Dessert Erdbeeren. Alles sehr fein und das Buffet wurde von Marije in höchst charmanter Art vorgestellt.
Die Gäste waren von internationaler Struktur: ein Paar aus Dänemark, ein Paar aus Kalifornien, eine Dame aus Indien (gebürtig in Memmingen) und wir aus Bayern. Die Getränkepreise sehr moderat, Wasser 10, Savanna dry 14, die Flasche Chardonnay 100 Pula, also alles im Rahmen.
Vor dem Dinner sitzt man rund um das Lagerfeuer. Eine schöne Stimmung, das Abendessen gibt´s dann an der langen Tafel und der small talk hat freien Lauf.
Schön langsam, aber wirklich langsam, kommen wir hier in Afrika an. Wir ärgern uns nur nochmal kurz und für diesen Urlaub zum letzten Mal über Air-Berlin und freuen uns auf die morgige Mokoro-Tour, die Rene, der Mann von Marije, für uns schon gebucht hat.
Teil 417. Okt. 2011
24.09.2011, der Tag des Mokoros🙂
Nach einem herzhaften Frühstück im "Discovery" mit fried eggs, Toast, selbstgemachter Marmelade und der Hauskatze auf dem Schoß werden wir von Marije nochmals instruiert bezüglich unseres Mokoro-Trips und machen uns auf den Weg in die Stadt.
An der Brücke liegt die "The Old Bridge Backpackers" Lodge, dort ist der Treffpunkt um 9:00 Uhr für die Mokorotour. Wir sind zum Glück nur sechs "Passagiere" und nehmen unser Lunchpaket in Empfang, das im Preis includiert ist. Unser Wasser und das eine oder andere Windhoek Lager haben wir selbst dabei. Die Tour kostet p.P. 665 BWP incl. Lunchpaket, und so im ersten Moment denken wir, dass das ein relativ stolzer Preis ist. Unsere Meinung ändert sich aber im Lauf des Tages.
(am Thamalakane River, wir warten auf das speed-boat)
Also nimmt die Tour nun seinen Lauf: zunächst wird ab der "Old Bridge Backpackers Lodge" mit einem Schnellboot den Thamalakane-River flussaufwärts gefahren.Und in was für einem speed.
Nach einer knappen Stunde sind wir am Treffpunkt, wo die Mokoros schon auf uns warten. Drei Mokoros stehen bereit. Zwei aus Fiberglas, das ist die modernere Variante, eines in Original aus Holz. Im Holz-Mokoro liegt ziemlich viel Stroh, und von Annicks Bericht wissen wir, dass das nichts Gutes bedeutet. Also entscheiden wir uns für eins der Fiberglasmokoros, was eine gute Entscheidung war.
(leicht wacklige Angelegenheit, aber niemand ist ins Wasser reingefallen)
Wir werden von unserem Poler durch die Flusslandschaft gestakt, 2 Stunden vergehen im Flug und zum Lunch sind wir auf einer kleinen Insel im Delta.
Dort machen wir zuerst mal einen kleinen Rundgang, sehen viele Wasservögel, jede Menge Elefantenknödel und eine größere Herde Lechwe-Antilopen.
Schön ist er hier, aber heiß. Es wird wohl um die gut 30 Grad haben, gefühlt meinen wir, es sind 40 Grad.
Zum Glück dauert der Walk nur knapp eine Stunde, dann sitzen wir am Ufer, genießen die Ruhe und Stille der Natur und drücken uns unser Lunchpaket rein. Das ist so viel und wir bemerken, dass alle drei Poler mit einem Auge immer in Richtung Lunchpaket schauen. Für uns eine Ehrensache, unser Paket mit unserem Poler zu teilen. Die anderen Gäste haben dummerweise nichts abgegeben.
Und schon geht´s wieder rauf auf´s Mokoro und nochmals für 2 oder 2 1/2 Stunden werden wir durch dieses sagenhafte Delta geschippert. Einfach KLASSE!
Wir sehen während der Fahrt jede Menge Vögel, einige Zebras, die schon erwähnten Antilopen und als Krönung vom Mokoro aus noch eine kleine Herde Elefanten.
Nie hätten wir uns das erträumen lassen - wir im Delta in den Mokoros und es laufen uns Elefanten über den Weg. Ein wenig mulmig war uns schon, aber zu unserer Überraschung waren die Elis sehr sehr scheu.
Wir konnten die Elefanten bestimmt 15 Minuten beobachten, aber irgendeine unbedächtige Bewegung, und schon waren sie weg. Und zwar schnell. Aber was für ein Erlebnis.:)
Wir würden die Mokoro-Tour jederzeit wieder machen. Man muss sich nur auf die Natur einlassen. Dann bereut man keine Minute.
Man braucht auch ein bisschen Kondition, denn man sitzt immerhin rund 5 Stunden im Mokoro. Zwar hat´s da so Hartschalensitze, aber wenn jemand kreuzgeschädigt ist, dann hat er schon zu tun.
Unsere Poler leisteten Schwerstarbeit. Wenn man bedenkt, dass wir hier wie die Könige durch das Delta gestakt wurden und diese Leute für diese Arbeit grad mal 5 USD am Tag verdienen, da schämt man sich als Tourist schon fast. Aber - die Poler hatten mit uns und wir mit den Polern jede Menge Spass.
Pünktlich um 16:00 Uhr waren wir wir wieder im "Mokoro-Hafen" und unser Speedboat wartet schon auf uns, um uns wieder zurück nach Maun zu bringen. Wir haben unseren Polern vorher aber noch gerne ein Trinkgeld gegeben und im Bottleshop eine Runde Bier zusammen getrunken.
Nach unserer Rückkehr in die Stadt haben wir uns noch die Thamalakane-River-Lodge angeschaut. Auf uns machte dieses Haus keinen besonders guten Eindruck.
Zwar liegt die Lodge wunderschön am Fluss mit einem tollen Sonnenuntergang, aber der Pool war so trüb, dass man nicht mal den Boden sah. Den konnte man höchstens erahnen, ich wäre da nicht reingegangen.
Das Restaurant liegt sehr schön mit Blick auf den Fluss, das sah alles sehr gepflegt aus, allerdings die Aussichtsplattformen direkt am Fluss, wo wir uns ein feines Gläschen Chardonnay gönnten, waren in schlechtem Zustand. Ein Besen würde da nicht schaden, dann wär´s zumindest für´s Auge leichter zu ertragen.
Die Zimmer haben wir von der Thamalakane nicht gesehen, die sollen aber superschön sein.
(schöner Blick bei der Thamalakane-Lodge)
Wir waren mehr als zurfrieden, aber sehr müde, als wir um 18:00 Uhr ins Discovery Bed and Breakfast zurückkamen und freuen uns schon auf das heutige Dinner.
ÜN: Discovery-Bed-And-Breakfast 450 Pula für Zwei incl. breakfast
Dinner: Hühnchen in Currysoße, Hühnchen in Paprikasoße, drei verschiedene Salate, Kartoffelgratin und zum Dessert einen Käsekuchen im Glas. 125 Pula p.P., dazu wieder eine Flasche Chardonnay und das eine oder andere Savanna dry. Es war ein sehr gutes Dinner.
Fazit: Discovery Bed and Breakfast wäre für uns in Maun auch beim nächsten Mal die erste Wahl. Die Besitzer, Marije und Rene, sind außergewöhnlich herzlich. Das Essen war gut und preiswert, auch die Nebenkosten war alles im grünen Bereich. Zwar ist die Lodge schon sehr rustikal und braucht ein bisschen Eingewöhnung. Aber unter dem Strich war´s für uns, vor allen Dingen auch, was das Preis-Leistungs-Verhältnis anbelangt, ein gelungener Auftakt in Botswana.
Teil 518. Okt. 2011
25.09.2011 Maun - Nata, 303 km
"Cessna im Okavango - Delta abgestürzt" -
den post von Janet haben bestimmt viele gelesen. Was für eine Tragödie, die armen Familien. Von daher sehen wir natürlich heute im Nachhinein unseren Cessna Flug auch mit etwas anderen Augen ... 🙁 🙁 🙁
Frühmorgens werden wir nach einem guten Frühstück von Marije verabschiedet. Wir werden umarmt und geherzt wie alte Freunde, es tut gut, so eine freundliche Wärme mit so viel positiver Ausstrahlung zu erfahren. Und zwar nicht aufgesetzt, das würde man merken, sondern es war wirklich von Herzen.
Und schon wieder haben wir einen Termin, fast ist es wie zu Hause, da hetzt man auch von Termin zu Termin. Aber nur, dass wir hier doch eigentlich in Urlaub sind. Dachte ich.
8:30 Uhr - Scenic Flight mit "Kavango-Air".
Auch diesen Flug hat uns Marije bzw. Rene schon im Voraus gebucht. Wir wollten unbedingt einen Flight über das Okavango Delta machen und uns ein Bild von diesem schier unglaublich großen Delta machen. Und wie würde das besser gehen als mit einem Rundflug?
Der Check-in am Airport von Maun ging relativ flott, wir bezahlten 900 BWP, also 90 Euro p.P. im ersten Stock des Flughafens im Büro von "Kavango - Air".
Dann wurden wir von einem Mitarbeiter durch die Abflughalle geleitet. Gleiche Sicherheitsvorkehrungen wie an allen anderen Flughäfen, Passkontrolle usw. usw. Und draußen am Rollfeld wartete schon unser Pilot, ein junger Mann aus Südafrika. Da war ich dann schon beruhigt, der Pilot machte einen seriösen Eindruck.
Und jung war er auch, der hat sein Flugzeug bestimmt im Griff. Die Maschine allerdings war schon ein klappriger Eimer. Da schließt keine Türe richtig, und überall zieht´s rein. Aber mal schauen, wird schon gut gehen.
(unser Kleinflugzeug, Platz für max 4 Personen)
Wir heben pünktlich 8:45 Uhr ab Airport Maun ab. Der Rundflug dauert knapp eine Stunde. Teuer , aber eine schöne Sache. Jetzt können wir erahnen, welche Ausmaße das Okavango-Delta hat.
Haben wir tags zuvor auf unserem Mokoro-Trip nur einen Bruchteil dieser gigantischen Wasserlandschaft gesehen, so können wir heute diese unglaubliche Weite aus der Luft genießen.
Tiersichtungen, so wie man sich das vielleicht vorstellt mit riesigen Elefantenherden, die durchs Wasser laufen, halten sich in Grenzen, aber die Landschaft ist schon was ganz Besonderes.
(aus der Luft noch gigantischer - das Okavango Delta)
Nach einer Stunde sind wir wieder am Boden, die Maschine hat´s schon kräftig umeinander geschüttelt. Nochmal würden wir das nicht machen, einmal im Leben reicht das, denn wir haben uns, ehrlich gesagt, etwas mehr erwartet. Aber trotzdem haben´s wir genossen.
Bevor wir unsere heutige Etappe, Maun-Nata, in Angriff nehmen, holen wir uns am FNB Bankautomaten Pulas. Der Bankautomat ist direkt neben dem Flughafen, und dort kann man sogar mal mehrere 1.000 Pulas abheben. Es ist nicht begrenzt, wie sonst bei den meisten anderen Automaten. Das muss man ausnützen.
Die Strecke ist langweilig. Alles Teer, wieder jede Menge Esel und Rinder, aber wir kommen flott voran.
Selbst die Veterinärkontrolle ging rucki zucki, wobei wir diese Kontrollen schon irgendwie für witzig empfinden. Es läuft ja immer nach dem gleichen Muster:
sobald diese Leute sehen, dass man ein Paar Schuhe ins Desinfektionsbecken drückt, sind sie zufrieden. Und zwar so zufrieden, dass ich als Fahrer schon gar nicht mehr interessant bin.
Es ist auch immer der gleiche Small Talk, grundsätzlich beginnend mit: "Hello Sir, how are you", und alle Officers freuen sich, wenn man ein bisschen erzählt. Das "Gespräch" nimmt seinen Lauf, bekommt man bei "I am from Munich" grad noch ein Achselzucken, so herrscht bei "Bayern München" und "do you remember - South Afrikca, Worldcup, Schweinsteiger ..." einstimmig Begeisterung.
Jetzt ist jedem klar, von wo wir kommen. Wir finden diese Art der Conversation immer recht witzig, für uns gehört das zum Urlaub.
(Veterinärkontrolle)
Kurz vor Nata schauen wir uns bei Gweta die "Planet-Baobab-Lodge" an. Also das ist ja ein ganz ein nettes Haus.
Nicht nur der Barbereich, auch am Pool ist alles tip top sauber, wir schauen uns auch einen der Bungalows an, der sehr schön ist. Wir essen eine Kleinigkeit (Thunfischsalat und Reiscurry - sehr gut) und würden hier sofort wieder herkommen.
Die vielen Baobab´s in der Anlage sind sehenswert, ein schöner Flecken Erde. Auch das Personal ist äußerst charmant, das waren mal so "richtige" Einheimische.
(die Bar der "Planet-Baobab-Lodge")
(ein ganz ein "dicker" Baobab, in der Lodge)
Wenig später erreichen wir Nata. Die Nata-Lodge ist unsere heutige Bleibe. Vor ein paar Jahren bis auf die Grundmauern abgebrannt, wurde die Lodge zu einer recht schönen Unterkunft wieder aufgebaut und man merkt speziell an den Bungalows, dass hier noch alles ziemlich neu ist.
Wir haben einen ganz hervorragenden Bungalow, wirklich vom Feinsten. Sehr groß, ganz bequeme Betten, Moskitogitter an den Fenstern, tolle Dusche im Freien, wo man zu Fünft duschen kann, sehr sehr schön alles. Soviel zum Room.
(der Bungalow war außergewöhnlich schön)
Die Anlage selbst, vor allem im Poolbereich, macht keinen guten Eindruck. Leere Flaschen, Zigarettenkippen, ein paar leicht angetrunkene Jugendliche, es scheint, dass der Poolbereich etwas vernachlässigt wird.
Schade, denn die Anlage könnte sehr schön sein. So ziehen wir uns nach einer kurzen Abfrischung im Pool auf unsere Terrasse zurück. Da ist es schön, und da ist auch herrliche Ruhe.
In der Nata-Lodge können wir auch ans Internet und unseren Daheimgebliebenen ausführlich von unserem Missgeschick mit Air-Berlin berichten.;)
Das Abendessen war ein Flopp. 😈 Wir haben nur T-Bone Steak und griechischen Salat gegessen. Die Salatblätter konnte man zählen, und das Steak hatte mehr Knochen als Fleisch und war zäh wie eine Schuhsohle.
Das war nichts Rechtes, und unsere Beschwerde wurde mit afrikanischer Gelassenheit hingenommen. 🤩
Per Zufall haben wir dann erfahren, dass man einen tollen Ausflug zum "Nata Bird Sanctuary" hätte machen können. Wegen der großen Wassermengen in diesem Jahr waren angeblich sogar noch Flamingos zu sehen. Schade, denn bei unseren Recherchen hieß es, dass dort um diese Jahreszeit nichts mehr zu sehen sei. Diesen Ausflug hätten wir gern gemacht.😐
ÜN: Nata Lodge 699 BWP + Breakfast 2x80 BWP = 859 BWP = 86 Euro für Zwei, gebucht direkt.
Dinner: nicht der Rede wert, mehr als schwach, da waren nur die Getränke o.k.
Fazit: Die Zimmer waren außerordentlich schön, da kann man sich wohlfühlen. Wir würden allerdings bei einem nächsten mal lieber in die "Planet Baobab" bei Gweta gehen.
Geschlafen haben wir übrigens hervorragend, die Nächte sind kühl, und die Betten sehr bequem. Eine Klimaanlage haben wir auch in der Nata Lodge nicht gebraucht.
Gute Nacht !
Teil 619. Okt. 2011
26.09.2011 von Nata nach Kasane, 312 km, wir fahren ins gelobte Elefantenland
Wir genießen das gute Frühstück in der Nata Lodge und wundern uns schon sehr, wie lasch hier vom Personal alles gehandhabt wird. Time ist auf 7:00 Uhr festgesetzt, aber da ist grad mal die Hälfte zum breakfast aufgebaut.
Der Kaffee lässt auf sich warten, es gibt noch kein Besteck, aber das wird schon ...
Allein wie hier die Bestellung der Eier aufgnommen wird, ist schon merkwürdig. Eine richtige Zettelwirtschaft, aber das wird schon ...
Und als wir dann auch noch irgendwann einen Kaffee bekamen, dann wussten wir, das wird schon ...
Da musst Du Geduld haben, aber wir sind ja in Urlaub. Wenn diese Leute hier wüssten, dass wir bis nach Kasane noch eine lange Strecke vor uns haben, dann , ja dann .... würd´s auch nicht schneller gehen.😄
(ein langer Schlauch ist´s bis nach Kasane)
Trotzdem war das Frühstück in Ordnung, und an diesem relativ kühlen Morgen genießen wir auf der Frühstücksterrasse die ersten wärmenden Sonnenstrahlen.
Also auf geht´s zu unser heutigen Etappe.
Und das war wieder mal was - jede, aber wirklich jede Gravelroad ist schöner zu fahren als diese Strecke, wo ein Schlagloch sich ans nächste reiht.
Von den rund 300 km gibt es hier eine Baustelle mit immerhin 145 km Länge (in Worten einhundertfünfundvierzig Kilometer), und es ist eine katastrophale Fahrerei.😈 Ich bilde mir ein, ein guter Autofahrer zu sein. Aber hier muss man besonders gut und vorsichtig fahren können. Es ist gefährlich, wenn die LKW´s entgegenbrettern, wo die Straße nicht mal so breit ist wie bei uns ein besserer Feldweg.
Und wie die donnern, alle Achtung. Wir haben Glück, dass wir keinen Stein auf unsere Windschutzscheibe geknallt bekommen. Jetzt wissen wir, warum wir eine zusätzliche Glasbruchversicherung abschließen hätten sollen. Aber es ging alles gut.
Und von wegen, die Strecke Nata - Kasane sei eine Elefantenrallye. Weit gefehlt. Schlaglochrallye ja, aber Elefanten? Nö - da war nix, aber das braucht einen auch nicht zu wundern, bei solch einer Baustelle.
(wenn die neue Straße mal fertig wird, ja dann ...)
Wir brauchten für den Weg gut 4 Stunden, das passte dann schon und siehe da, ganz kurz vor Kasane sehen wir endlich auch die erste kleinere Elefantenherde. Ja, so haben wir uns das vorgestellt, das ist schon was Besonderes, die Elis so direkt an der Straße zu sehen.
Und wir checken ein. In der Chobe Safari Lodge, Zimmer Nr 86, erster Stock der Safari - Rooms.
Also das ist hier so: es gibt drei Kategorien an Zimmern.:
1.Safari-Room, das sind die neueren Gebäude, kaum eines der Zimmer hat Riverview, unseres schon. Zum Glück!
2. Riverview-Room, das sind die etwas älteren Gebäude, ich hab´s mir angesehen, gar keine Frage, die Safari sind besser, nicht so abgewohnt wie die Riverview. Und wenn jemand meint, bei Riverview müsste man den River sehen, dann täuscht man sich. Das ist nicht so. Preislich sind Safari und Riverrooms gleich, ich würde immer den Safari-Room nehmen.
3. Rondavel: die haben wir von innen nicht gesehen, haben aber eine sehr schöne Lage direkt am Fluss und sind ohne Klimaanlage. Von außen schauen die Häuschen sehr nett aus, preislich etwas günstiger als die beiden anderen Kategorien.
Und so sieht unser Zimmer aus:
Und dann eilt schon wieder die Zeit - schließlich wollen wir unbedingt an der Bootstour teilnehmen.
Start: 15:00 Uhr, das heißt, wir haben grad mal ein gutes Stündchen Zeit, um hier in der Chobe Safari Lodge anzukommen. Ein bisschen Schwimmen im Pool, ein kühles Savanna, eigentlich sind wir für eine Bootstour viel zu müde.
Und so kommen wir auch ganz knapp vor 15:00 Uhr an den Bootssteg. Oh jeh, ist das ein Haufen Leute, und das Boot ist eigentlich schon mehr als überfüllt. Da gibt´s ja für uns gar keinen rechten Platz mehr.
Und als wir da grad über den Steg runter zum "Massentouriboot" gehen wollen, werden wir von einer wichtigen Person aufgehalten. "The boat is fully booked ...".🤩
Ja gute Frau, kann ja gar nicht sein, erstens sind wir aus Bayern und weitgereist und zweitens haben wir hier zwei Tickets für die Tour, also ....
Die wichtige Frau ist verärgert, das sieht man ihr an, spricht kurz mit dem Käpt´n von einem der kleineren Boote, das eine 12-köpfige Großfamilie aus Texas gechartert hat.
Und siehe da, wir haben Glück und dürfen mit dem kleinen Boot mitfahren.
Und das war tatsächlich Glück, denn die Texaner hatten dieses Boot exclusiv für sich gebucht. Und so kamen wir in den Genuss einer sensationellen Bootstour. Oh Mann, war das KLASSE, und die drei Stunden vergingen wie im Flug.
Hier ein paar Aufnahmen von einem Tierparadies, das seinesgleichen sucht:
Nach der Bootssafari hat man schon wieder Eile. Kurz duschen, und ab geht´s zum Dinner im offenen Restaurant.
Es ist schon groß hier, aber uns gefällt´s.Wir bekommen unseren "Wunschtisch" an der Balustrade, das Buffet bietet alles, was man sich so denken kann, und wir finden, dass das hier eine wunderbare Schlemmerei ist.
Die Nebenkosten sind absolut in Ordnung, und der Service ist sehr gut. Das Publikum macht auf uns einen ganz normalen Eindruck, es sind zwar viele Amerikaner hier, aber nichts ist irgendwie negativ auffallend.
ÜN: Chobe Safari Lodge, Safari-Rooms, gebucht über Thomas Cook 224 Euro das Zimmer für Zwei mit Frühstück und Abendessen. Leider haben wir die heutige Nacht nicht "direkt" buchen können, das wäre günstiger gewesen (siehe die nächsten Tage)
Dinner: aus unserer Sicht hervorragend vom Buffet, natürlich keine Lagerfeuerromantik, aber auch so passte der Rahmen sehr gut. Das gesamte Ambiente war sehr stimmig.
Boatcruise: 175 Pula für drei Stunden p.P., zusätzlich park fee 70 Pula = 245 Pula, also 25 Euro p.P., eine unglaublich schöne Sache. Muss man machen, einfach nur "sauguad ..."
Fazit über die Chobe Safari Lodge: kommt erst noch, schließlich sind wir hier drei Nächte.
Teil 720. Okt. 2011
28.09.2011 "Stundenplan" in der Chobe Safari Lodge
5:30 Uhr, der Wecker klingelt gnadenlos, kurze Morgentoilette, und schon sind wir an der Rezeption und treffen uns zu einem game-drive.
Mit von der Partie noch zwei Paare, eins aus Österreich und die anderen Herrschaften aus Belgien. Für die Österreicherin war das anscheinend der erste game-drive im Leben, denn vor lauter Begeisterung haute sie mir jedesmal zum Zeichen Ihrer großen Freude entweder auf die Schulter oder auf den Arm.
"Mei, schaung´s a moi ...." und
"Ja gibt´s denn des ..."
Eigentlich ist das ja ganz schön nervig, aber die gute Frau hatte so eine Freude, da durfte sie mich ruhig nochmal reinhauen.
Aber eins nach dem anderen:
wir starten um 6:00 Uhr, es geht rein in die "Stadt" Kasane und dann weiter zum Eingang des Chobe Nationalparks. Dort werden die gebuchten Personen gezählt und die Permits geholt. Und dann geht´s rein in den Chobe.
Ja und was soll man dazu sagen: jeder der schon mal dort war weiß, was da geboten ist. Ein tierisches Spektakel, gehört hat man schon oft davon, aber wenn man das so in "Natura" sieht, dann ist das gar nicht zu fassen.
Der erste Elefant, und die Österreicherin zückt verzückt die Camera. Unser Driver meint: " don´t worry, you get it closer ..."
Und so ist es auch. Wir sehen Hunderte von Elefanten, unzählige Vögel, Büffel, Warane, Zebras, Löwen. Anscheinend ist das hier das reinste Tierparadies. Über die zig Antilopen reden wir schon gar nicht mehr.
Einmal stehen wir sogar mitten in einer Elefantenherde, regelrecht "umzingelt". Das ist dann wirklich "closer", und ich bekomm schon wieder einen Schlag auf die Schulter.
Später gibt´s dann mal eine kleine Kaffeepause, das warme Getränk tut gut, denn es ist früh morgens schon noch arg frisch. Wir sind eine nette Truppe, mit sechs Personen grad recht.
Der Drive dauert bis 9:30 Uhr, also 3 1/2 Stunden, und unser Fahrer hat sein Bestes gegeben. Jetzt ist Zeit, schnell zum Frühstück zu gehen, damit wir uns nochmal so richtig stärken können.
Game-Drive: 210 Pula p.P. + 70 Pula p.P. = 280 BWP = ca. 28 Euro pro Person.
Und zu unserer Freude haben wir jetzt tatsächlich mal ein paar Stunden Zeit zum relaxen. Die Lodge lädt regelrecht dazu ein, wir sind am Pool, schnappen uns eine Liege - ja ist das hier alles schön!
(Chobe Safari Lodge, der Bootssteg)
(schöner Blick von unserer Terasse rüber nach Namibia)
(im Garten die Safari-Rooms)
(zum Relaxen grad das Richtige)
Im Garten können wir die Affen und Zebramangusten beobachten, aber schon nach einer Stunde fahren wir mit unserem Auto zum Spar, zum Bank-Automat und auch der "Water - Lily - Lodge" möchten wir einen Besuch abstatten.
Eigentlich hätte man das auch zu Fuß machen können, aber es war so heiß, ich schätze bestimmt so um die 35 Grad.
Beim Spar ist die absolute Hölle los, man könnte meinen, das ist der einzige Laden weit und breit. Für uns (obwohl wir ja gar nicht selbst grillen) ist es immer interessant, die Fleischabteilung durchzuschauen. Wir sehen, wie günstig hier das Fleisch ist. Und wie sauber alles hergerichtet ist. Vielleicht sollten wir doch mal campen?!?
Und beim Bankautomaten ist es ähnlich wie beim Spar - jede Menge Menschen. Es wird uns gesagt das sei immer so, schließlich neigt sich der Monat seinem Ende. Glauben wir aber nicht, denn es ist auch nach dem Monatswechsel überall das Gleiche. Viele Leute vor dem Bankautomat.
Story am Rande: es war, meine ich, in Ghanzi. Ich bin mir aber nicht ganz sicher. Ist ja auch egal, aber die Situation war schon eigenartig.
Da steht ein Bankangestellter mit Anzug und Krawatte vor dem Bankomat und ist den Leuten behilflich, wenn Sie Geld abheben wollen. Kommt da ein alter Herr und drückt dem Bankangestellten ein Kuvert in die Hand.
Der öffnet das Kuvert, zieht einen Brief heraus, wo die Geheimnummer von dem alten Mann draufsteht. Der Bankangestellte tippelt ein und zeigt ihm, dass noch 503 Pula auf seinem Konto sind.
Daraufhin meint der alte Mann, ja dann bitte 500 Pula, und der Bankangestellte lässt für den Mann das Geld aus dem Automaten. Drückt´s ihm in die Hand, der Brief wandert in´s Kuvert zurück und das "Geschäft" ist gemacht.
Ich hab das alles schön beoabachten können. Eigentlich unglaublich, aber so ist es.
In Kasane haben wir uns die Water Lily Lodge angeschaut. Das Haus liegt ein klein wenig weg vom Fluss, es sieht eigentlich ganz nett aus.
Auch der Pool und das Restaurant machen einen ordentlichen Eindruck. Die Zimmer sind grad noch zweckmäßig ausgestattet, die Betten viel zu weit voneinander getrennt.
Das wär nicht so unser Ding, und das sieht schon ein bisschen arg spartanisch aus. Wir sind froh, die Chobe Safari Lodge zu haben, es ist aber auch eine andere Preiskategorie.
Zurück in der Chobe Safari Lodge brauchts schon bald wieder hetzen. Es ist für 15:00 Uhr wieder eine Bootsfahrt geordert.
Wieder genauso schön wie gestern, aber diesmal auf dem großen Boot. Weil wir aber früh genug dran sind, sitzen wir ganz vorne und haben guten Blick.
Man kann aber auf diesen Booten auch ein "Stockwerk" höher gehen. Von dort oben hat man einen sehr schönen Überblick und wenn man so rundum schaut, ich glaube nicht, dass Hunderte von Tieren übertrieben sind.
Elefanten, so weit das Auge reicht, und natürlich alle anderen Tiere. Was für ein Anblick. Da läufts einem ganz kalt den Rücken runter.
Die Bootstour, wieder ein Klasse für sich.
Preis: wie gestern, 175 Pula p.P., den Parkeintritt haben wir schon am Morgen bezahlt.
ÜN: Chobe Safari Lodge, DIREKT gebucht 1.024 BWP das Zimmer + 220 BWP breakfast für Zwei + Dinner 360 BWP für Zwei = in der Summe 1.604 Pula = ca. 160 Euro. Das hört sich dann schon besser an als die 224 Euro von gestern. Aber da haben wir leider bei Th Cook buchen müssen, die noch ein Kontingent frei hatten.
Dinner: Wieder sehr gut vom Buffet, es wird an verschiedenen Stationen frisch gegrillt, man kann sich selbst das Fleisch aussuchen und gebruzelt wird vor unseren Augen. Gute Sache.:)
Wichtige Meldung für Annick: natürlich und selbstverständlich sitzen wir noch ein Weilchen bei einer Flasche Chardonnay 😁 und lassen den Tag ausklingen.
Man kann die Eindrücke, die man untertags sammelt, gar nicht alle verarbeiten.
Das Kopfkissen ist kaum berührt, und schon sind wir im Reich der Elefantenträume. 😉
Was für ein Tag, und wir sind schon gespannt auf morgen, wenn´s nach Zimbabwe zu den Victoria-Fall´s geht.😃
Teil 822. Okt. 2011
Hallo Marina, Annick und Helgi,
ich schlage vor, wir machen hier ein Wein-Forum auf. 🙂 🙂 🙂
Nachdem ich ja gestern einfach zu müde war (ich glaub das ist der Wechsel, oder ich bin schon drüber ?!?) geht´s heute wieder mit Volldampf mit dem Reisebericht weiter.
Gleich der Anfang mit der Grenze ist vielleicht ein wenig langatmig, aber ehrlich gesagt wusste ich nicht, wie ich das kürzen konnte, ohne dass die Logik abhanden kommt.
Also - bitte zurücklehen, da muss man jetzt einfach durch!
28.09.2011 Zimbabwe und die Victoria-Fälle
Zimbabwe - schon allein dieses Wort, wenn man das auf der Zunge zergehen lässt, das klingt schon mal von Haus aus nach Abenteuer.
Zimbabwe - vormals Rhodesien, mit einer diktatorischen Regierung, die die einstige Kornkammer Afrikas zu einem der ärmsten Länder hat werden lassen.
Zimbabwe - ein Land mit schätzungsweise 80 % Arbeitslosigkeit und wo die Bevölkerung oft gar nicht mehr weiß, wie sie ihre Familien satt bekommen.
Zimbabwe - das Land, wo es die Victoriafälle gibt, mit einer der schönsten Wasserfälle dieser Erde.
Zimbabwe - wo wir gnadenlos betrogen und regelrecht über den Tisch gezogen wurden.:(
Aber alles wieder der Reihe nach:
Ein tolles Frühstück in der Chobe Safari Lodge, wir checken aus und es wird uns versprochen, dass wir morgen das gleiche Zimmer wieder bekommen. Safari-Room, Nummer 86 im ersten Stock (mit Riverview). Mal schauen ... Und alle wünschen uns einen schöne Reise ins Nachbarland. (Ha ha, die wissen wahrscheinlich schon, was auf uns zukommt, und dass wir mit dem "own car" unterwegs sind, glaubt uns eh keiner ...)
Zur Grenze nach Zimbabwe ist´s nicht weit, vielleicht so 12 oder 15 km. Wir sind bald da und groß ist unsere Anspannung, als wir unser Auto einparken und zum Grenzhäuschen gehen.
Es ist punkt 9:05 Uhr. Vor uns schätzungsweise 10 bis 12 Leute, alles Individuelle, also keine Reisegruppe. Lockere Atmosphäre, es werden die üblichen Witzchen gerissen.
Die ersten in der Schlange sind schon im Haus, die haben Glück, wir stehen nämlich noch vor dem Häuschen in sengender Hitze. Geschätzte 30 Grad, und das um 9:00 Uhr früh. Aber auch wir schaffen es, zumindest von der Sonne wegzukommen.
Als Erstes gibt man die Pässe für´s Visa ab, das dauert, und dann steht man an der Kasse an, das dauert. Und dann dürfen wir die erste Teilzahlung für unseren Trip vornehmen. 60 USD für Zwei Visen, und schon hat man Teil eins gemeistert.
Es ist punkt 9:35 Uhr, eigentlich ging das ratz fatz, und eigentlich, wären wir mit einem Shuttle da, könnten wir schon weiterreisen.
Für uns Selbstfahrer kommt aber noch Teil 2: wir müssen uns am "Customs Payment Receipt" Schalter anstellen.
So freundlich die beiden Beamten für das Visa waren, so unfreundlich ist der Mann an diesem Schalter. Nicht ein Lächeln, aber auch wirklich gar keins. Der Mann hat viel zu ertragen mit sich und seiner Laune.😈 Trotzdem schaffen wir auch diese Hürde und bezahlen für Road Access Fee, Carbon Foreign und Insurance 66 USD, das war für uns in Ordnung.
So - bisher lief das ja alles wie nach Plan. Schließlich macht man sich hier im Forum schlau und so wussten wir, dass wir für die beiden Visen die 60 USD und für das "Customs Receipt" 66 USD löhnen mussten.
Insgeheim verbuchte ich schon einen gewaltigen persönlichen Triumph. Hat doch fast jeder davor gewarnt, selbst zu fahren. Die Empfehlungen waren ziemlich einstimmig: fahr doch mit dem Shuttle.
Aber da macht der bayern schorsch natürlich nicht mit. Denn fahren lassen, das ist ja easy, aber selber fahren, das ist schon was ganz was Anderes.
Also ging´s mit stolzgeschwellter Brust Richtung Auto, na - das ist doch super gelaufen.
Aber da haben wir die Rechnung ohne dem Wirt (in diesem Fall dieser übelst gelaunte Officer) gemacht. Grad als wir aus dem Grenzhäuschen rausgehen wollten kam, wie aus der Pistole geschossen , die eindeutige und nicht miss zu verstehende Ansage:
"STOP, you have to wait for the Man Freight Revenue Authority." Wie bitte für was sollen wir "waiten"??? Der Mann wiederholt seine Forderung und nun kommt das, was uns den Spass aber ganz gewaltig verdorben hat:
Man hat nämlich hier an der Grenze ganz willkürlich ein weiteres Papier "aufgelegt", das "Zimbabwe-Revenue-Authority", und dieser Wisch kostet uns nochmals satte
🤩 🤩 100 USD🤩 🤩
Und weil ich schließlich der "bayern schorsch" bin, hab ich mich so was von aufgeregt, was aber alles nichts brachte.
Selbst ein Rückruf bei unserem Autoverleiher Savanna Car brachte nichts ein (... you have to pay ...), und letztendlich blieb uns gar nichts anderes übrig, also auch diese 100 USD zu bezahlen.
Und wir haben wirklich alles versucht, um um die 100 USD rumzukommen, aber das war halt immer noch zu wenig.
In einem anderen Thread hat "Bloke" hier gepostet, dass er diese 100 USD nicht bezahlt hat. Da war er schlauer (oder sturer) als wir. Wir hatten den Nerv nicht, aber in Anbetracht der Situation und auch rückschauend war uns in diesem Moment nichts anderes übrig geblieben, als zu zahlen. Oder halt einfach umzukehren, was wir aber auch nicht wollten.
Wir haben uns dort sehr geärgert. Man hat uns betrogen.:(
Heute, mit dem nötigen Abstand und ohne Emotionen sehen wir es immer noch so. Vom Gefühl her ist es so, als hätte man sich an uns bereichert. Was man ja auch hat, und zwar unerlaubt!
Zwar bringen uns die 100 USD nicht um, und es gibt weiß Gott Schlimmeres zu ertragen, aber wir meinen, dass das JEDER, der sich auf eine Reise in dieses Land einlässt, diese Machenschaften wissen muss. Dann kann er sich zumindest drauf einstellen, was ihn dort erwartet.
Wir haben uns noch vor Ort vorgenommen, diesen Vorfall an die Botschaft Zimbabwes in Berlin zu berichten. Das haben wir mittlerweile auch getan, natürlich ohne irgendeiner Forderung unsererseits. Aber wir meinen, dass die Damen und Herren der Botschaft von diesen Betrügereien in Kenntnis gesetzt werden müssen. Ob´s allerdings irgendetwas bringt, kann man bezweifeln.
Puh , das war jetzt länger als gedacht, aber es ist ein, so meine ich, wichtiges Thema!
Übrigens hat die gesamte Prozedur an der Grenze bis um 10:55 Uhr gedauert. Man erinnert sich: das Dilemma nahm um 9:05 Uhr seinen Lauf.
Jetzt aber weiter mit unserer Reise. Ab der Grenze sind es bis nach Victoria Fall´s ca. 65 Kilometer, und eigentlich hätten wir als Belohnung für den ganzen trouble schon ein schöneres Tier verdient als diesen hässlichen Vogel hier:
Die Strecke ist so was von eintönig, es fährt kaum ein Auto, und trotzdem haben die Polizisten nichts anderes zu tun, als auf halber Strecke zwischen der Grenze und Victoria Falls einen Kontrollposten zu unterhalten. Auch das noch, wir werden aber zum Glück nur durchgewunken.
Schon bald sind wir in Victoria Falls, unsere Unterkunft für die heutige Nacht ist das Amadeus Garden Guesthouse. Wir beziehen schnell unser Zimmer, das Guesthouse macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck:
Nach einem kühlen Savanna fahren wir mit unserem Auto zu den Victoria Fällen. Wir bezahlen unseren Eintritt und wundern uns, dass zumindest der Parkplatz vor den Fällen nichts kostet.
Eintritt für die Fälle 30 USD p.P. Hier an den Wasserfällen sind wir so gut wie allein, es sind kaum Touristen da.
(die Verbindungsbrücke Zimbabwe - Sambia)
(hier waren die Fälle besonders schön)
Wir haben uns von den Victoria Fällen eigentlich mehr erwartet. Das ist schon sehr sehr schön alles hier, und die Wassermengen, die über die Kante drüberrauschen, sind enorm. Aber irgendwie fehlt uns die totale Begeisterung. Vielleicht war´s aber auch an den noch nicht ganz verdauten Turbulenzen an der Grenze gelegen. Vielleicht.
Nach drei Stunden sind wir wieder zurück im Amadeus Garden und genießen den netten Pool.Der Besitzer, Hartmut, ist nicht hier. Dafür aber seine Frau Miriam, die sich um den Betrieb kümmert.
Eigentlich ärgert es mich, dass ich dem Hartmut zwei Kilo Lavazza Espresso Bohnen mitgebracht habe. Er hat mich darum gebeten, was ich auch gerne gemacht habe, aber wenn man dann hört, dass der Mann grad selbst in Deutschland ist, um seine Zähne richten zu lassen, dann muss man sich schon fragen, wieso er sich seine Bohnen nicht selbst besorgt.
Ich finde so was nicht gut, da wären wir besser dran gewesen, für die Bevölkerung ein paar Kleidungsstücke mehr mitzubringen.
Die hätten sich mehr gefreut. Der Miriam war es außer einem "Danke" nicht mal ne Tasse Kaffee wert, geschweige denn ein Bierchen. Aber das Geld für die Bohnen hab ich natürlich sofort bekommen.
Dinner: Wir haben uns schon Wochen zuvor für den heutigen Abend eine "Zambezi-Dinner-Cruise" buchen lassen. Auf meine Anmerkung, aber bitte nicht so ne Fahrt mit Fingerfood sondern schon was "Richtiges" zum Essen bekam ich von Hartmut (damals war er noch in Zimbabwe) die Antwort:
es hat Stil, jedoch ohne Krawattenzwang ...
So, da waren wir nun aber sehr gespannt, wie das Ganze wohl ablaufen wird.
Mit Allem haben wir gerechnet, aber nicht mit dem, was da auf uns am Anleger des Zambezis gewartet hat:
(sehr romantische und gediegene Stimmung)
Wir hatten dieses " small boat" ganz für uns allein. Ein sogenanntes Honeymooner - Boat. 🙂 Mein Gott war das peinlich. 😮 Wir haben uns regelrecht geschämt, so was wollten wir ja nun gar nicht haben.😐
Wir Zwei ganz allein, nur noch ein Butler und der Kapitän. Aber es war schon schön, wir schipperten den Zambezi rauf und runter, die Hippos wedelten mit den Ohren, am Zambeziufer konnte man immer wieder Elefanten sehen, ja das war schon toll. Aber trotzdem einfach peinlich.
Zum Essen gab´s eine große Platte mit "mixed starters", dann eine hervorragende "Kürbiscremesuppe", anschließend Hauptspeise "Bream mit kleinen Kartoffeln und Gemüse" und das Dessert weiß ich nicht mehr. Das Essen war ausgezeichnet.
Die Getränke waren alle inclusive, wir ließen´s uns ganz schön schmecken. Vorab ein paar Gin-Tonic, dann ne Flasche Chardonnay zum Fisch, dann nochmal einen anderen Rotwein (Marke ?) und zum Abschluss noch Amarula mit Eis.
Preis für die Dinner-Cruise: 75 USD pro Person inclusive Getränke, Essen und Abholung ab Gästehaus. Dauer 2 1/2 Stunden.
Fazit:
ÜN: Amadeus Garden Guesthouse, 90 Euro das Zimmer für Zwei incl. breakfast. Das Gästehaus und der Pool ist an sich recht nett, die Zimmer sind einfach, aber sehr sauber. Wir würden trotzdem nicht mehr kommen, da man hier ohne Auto aufgeschmissen ist. Wir schätzen, dass das Amadeus ca. 2 km von den Fällen entfernt ist, und jede Taxifahrt kostet einfach 10 Euro, das summiert sich. Wenn man also hier bucht, dann unbedingt und nur, wenn man sein eigenes Auto dabei hat. Wir würden lieber ein Haus wählen, das näher bei den Fällen ist. Zum Beispiel die "Ilala-Lodge", allerdings ist das auch eine andere Liga, auch vom Preis her.
Auto: Hhmm..... das muss jeder für sich selbst entscheiden. Wir haben es (trotz der Unannehmlichkeiten) nicht bereut, dass wir unser Auto dabeihatten. Durch diese besagten 100 USD war´s von den Kosten her in etwa gleich, wenn man den Shuttle dagegenrechnet.
Victoria-Fälle: Von Kasane aus ist es ein Katzensprung, so dass man diese Tour hierher durchaus machen kann. Als "Ersttäter". Für uns wird es ein zweites Mal nicht geben. Aber nicht wegen dem ganzen Trouble an der Grenze sondern deshalb, weil die Fälle zwar schön sind, aber in unseren Augen nicht die "Sensation". Das ist aber nur unsere Meinung.
Kosten: 60 USD Visa, 66 USD Kosten Auto, 100 USD für die betrügerische Abzocke an der Grenze, 60 USD Eintritt Fälle = in der Summe 286 USD für zwei Personen, "nur", um die Victoria Fälle zu sehen. Dann kommt noch die Zambezi-Dinner-Cruise mit 150 USD dazu und zu guter Letzt die Übernachtung im Amadeus Garden mit 90 Euro.
Das war ein teuerer Ausflug.😐
Zum Glück schütteln wir ja die Banknoten nur aus dem Ärmel.:P 😛 😛
Teil 924. Okt. 2011
29.09.2011 Rückfahrt von Zimbabwe nach Kasane und noch ein Tag in der Chobe Safari Lodge
Wir haben gut geschlafen im "Amadeus Garden" und wir bekommen noch ein sehr gutes Frühstück auf der Terrasse am Pool serviert. Eier, so wie man will und auch sonst ist das Frühstück sehr gut.
Um 9:00 Uhr fahren wir von unserem Guesthouse nochmal runter in die Stadt Victoria Falls. Die Fälle wollen wir nicht noch mal besuchen, aber sehr wohl die Zambezi - Bridge, die die beiden Länder Zimbabwe und Sambia verbindet.
Das ist eigentlich ganz witzig, man bekommt an der Grenze auf zimbabwischer Seite nach Vorlage des Passes einen kleinen Zettel mit Stempel drauf, der uns berechtigt, bis zum Ende der Brücke zu gehen. Dort ist dann Endstation für uns, da würd´s dann weiter nach Samibia gehen.
Zum Glück können wir aber die kleine Bar, die sich auf der anderen Seite der Brücke befindet, besuchen. Dort gibt´s das sambische "Mosi-Bier", und wir genießen von der Bar aus den tollen Blick zur Brücke und können so das Leben und Treiben der Einheimischen sehr gut beobachten. Leider waren keine Bungee-Jumper unterwegs, dieses Vergnügen hatten wir nicht und mir war es an diesem Tag zum springen einfach zu warm, denn sonst ...
(die Brücke über den Zambezi, am Ende die kleine Bar ...)
Übrigens ging das mit dem Zettel und der Berechtigung, die Brücke zu überqueren, absolut flott. Direkt eine Sensation.😁
Auf dem Rückweg haben wir uns dann noch das schon legendäre "Victoria-Falls-Hotel" angeschaut. Ein sogenanntes "Leading Hotel of the World", und wir würden, soweit wir das auf die Schnelle beurteilen konnten, auch Höchstpunktzahl vergeben.
Wir machten uns noch die Gaudi und fragten auch nach dem Preis: 322 USD das Zimmer für die Nacht, aber mit Blick auf die Bridge. Schon ein "g´schmeidiger" Preis.;)
(das Victoria-Falls-Hotel, im Hintergrund die Zambezi-Bridge)
. Aber schön war das schon, als wir uns auf der Terrasse des Hotels ein Gläschen Wein (7 USD) und ein Savanna Dry (3 USD) genehmigten. Aber man gönnt sich ja sonst kaum etwas, und das Ambiente war was ganz was Besonderes.
(fast so wie in der "guten alten Zeit")
Dann machen wir uns aber endgültig auf den Rückweg nach Botswana und hatten schon leichten Bammel, was da bei der Ausreise noch alles so auf uns zukommen könnte. Aber es verlief völlig reibungslos, die Ausreise aus Zimbabwe und dann die Einreise nach Botswana war sehr schnell erledigt.
Wir waren ehrlich gesagt erleichtert, als wir aus Zimbabwe wieder draußen waren. Schade für dieses Land, das doch wirklich jeden Touri dringend brauchen könnte ... 🙁
Um die Mittagszeit checken wir wieder für eine letzte Nacht in der Chobe Safaria Lodge ein. Wir werden begrüßt wie alte Bekannte. 😘
Die Ladies an der Reception wollen genau wissen, wie alles war, und leider leider ist den Damen bei der Reservierung das Zimmer 86 durch die Lappen gegangen. Sie entschuldigen sich 100 mal dafür und haben uns deshalb gleich Nr 87 blockiert. Und hoffen, dass das ja bloß nichts ausmacht und für uns auch ja in Ordnung ist. Nett! 🙂
Für uns kein Problem, wir bringen die Koffer auf´s Zimmer, gehen schwimmen und buchen gleich für 15:00 Uhr einen Game-Drive. Wir fühlen uns schon fast wie "daheim".
Unser Game-Drive war für uns das "BESTE", was wir an Tiersichtungen in diesem Urlaub erleben durften. Wir waren hellauf begeistert, für uns war es ein Botswana-Abschluss, wie er nicht besser hätte sein können. Hier ein paar Bilder vom Drive:
(leider ein wenig verwackelt, aber die elegante Haltung des Elefants war schon Oskar-verdächtig)
Auch das anschließende Abendessen in der Chobe Safari Lodge war wieder ausgezeichnet, und bei einer (wurde schon zur Gewohnheit) guten Flasche Chardonnay ließen wir den Tag ausklingen.
Und wir waren uns einig: es war wieder einmal einer dieser unvergesslichen Tage in Botswana.:)
ÜN: Chobe Safari Lodge, Preis wie vor zwei Tagen, also "günstig", da direkt gebucht
Game-Drive: 15:00 Uhr, drei Stunden, Preis 210 BWP + Parkfee 70 = 280 BW, rund 28 Euro pro Person und jeden Pula wert.
Dinner: gewohnt gut, man findet alles, was das Herz begehrt
Unser persönliches Fazit:
Wir haben es nicht bereut, dass wir diese Lodge gebucht haben. Das Publikum völlig in Ordnung, wir schätzen bestimmt mindestens 50 % Amerikaner. Drei Nächte waren wir hier, am ersten Tag war "fully booked", das war der Tag, den wir über Thomas Cook zu einem höheren Preis buchen mussten. Und das war dann schon ein ganz schöner Menschenauflauf. Am zweiten Abend war maximal 60 % belegt und heute, also am dritten Abend, waren sehr wenig Gäste hier.
Der Service war in unseren Augen sehr gut. Uns freut so was, dass es der Kellnerin einen Spaß machte, uns für den dritten Abend wieder den gleichen Tisch wie zuvor zu geben.
Oder die Mädels an der Rezeption, denen es peinlich war, weil room 86 nicht mehr frei war. Solche Kleinigkeiten schaffen gute Chemie.
Die Zimmer waren absolut sauber, alles eine schöne und runde Sache. Wir haben uns in diesem Haus sehr wohlgefühlt und wenn man weiß, was die anderen Lodgen teilweise für "Mondpreise" verlangen, dann waren wir hier, was das Preis/Leistung anbelangt, bestens bedient.
So - und nun wird wieder gebastelt und gemacht an diesem Reisebericht, schließlich geht´s morgen weiter mit dem "Caprivi".
Teil 1025. Okt. 2011
30.09.2011 Raus aus Botswana und rein in den Caprivi, die heutige Tagestour 240 km + 24,8 km
Der Wecker bimmelt um 6:30 Uhr, wir packen unsere Koffer und machen unseren Toyota Corolla startklar. Das breakfast in der Chobe Safari Lodge ist hier nochmal ein schöner Abschluss, das auschecken war in fünf Minuten erledigt. Letzter Blick hinunter zum Chobe Fluss, wo auf der drüberen Seite schon wieder die ersten Elefanten zu sehen sind.
Unsere erste Teilstrecke führt uns auf Teerstraße mitten durch den Chobe Nationalpark. Es sind 64 km zu fahren, und wir sehen eine große Anzahl an Elefanten. Das ist schon Klasse, was der Chobe NP sogar hier an der Hauptstrasse zu bieten hat.
(hier haben die Elefanten Vorfahrt!)
An der Ngoma-Bridge verlassen wir Botswana und sind nun wieder in Namibia, wo wir als Erstes Katima Mulilo ansteuern. Uns fällt auf, dass wir hier bald das einzige Auto sind, das unterwegs ist. Was uns auch auffällt, und zwar im gesamten Caprivi, dass hier entlang der Straße alles sehr dicht besiedelt ist. Es reiht sich ein Dorf an´s andere, viele Rinder und Esel, und leider müssen wir feststellen, dass die Kinder am Wegesrand uns nicht zuwinken, sondern viele der Kinder um Geld betteln. Die Gesten sind eindeutig. Das ist schade und gefällt uns überhaupt nicht.:( 🙁 🙁
ln Katima Mulilo machen wir kurze Rast in der Caprivi-River-Lodge, die wunderschön am Zambezi River liegt. Hunger haben wir noch keinen, trotzdem schmeckt uns ein Quich, ein Thuna-Salat und ein paar von den unwiderstehlichen Savanna Dry´s ausgezeichnet.;)
Man sitzt hier sehr schön, der Blick geht rüber nach Sambia, wo am Ufer des Flusses anscheinend Großwaschtag ist. Wir schauen uns auch eins der Zimmer an. Das passt soweit und auch der Pool schaut mir recht sauber aus. Auffallend ist für uns, dass die Besitzer oder Manager nicht unbedingt den freundlichsten Umgangston mit dem Personal haben. Da herrscht ein leicht barscher Ton, vielleicht war´s aber auch nur eine Ausnahme.😐
Weiter geht´s von Katima nach Kongola, das ist der längere Teil der heutigen Strecke. Und das zieht sich ganz schön hin.
Ist man dann endlich in Kongola und man meint, jetzt ist´s gleich geschafft, hat man schon nochmal 24,8 km Gravelpad vor sich. Es ist der selbe Weg, der auch zur Namusasha-Lodge und zur Lianshulu-Lodge führt. Ich weiß nicht warum, aber bei Kongola hab ich mir immer so ein kleines Städtchen vorgestellt. In Wirklichkeit ist Kongola aber nicht viel mehr als eine Tankstelle, ein kleiner Supermarkt und ein paar Häuser, das war´s.
Um 14:00 Uhr sind wir im Camp Kwando, und unser Wunschchalet Nr 1, das uns von Forums- Mitglied "Auxo" empfohlen wurde, war für uns schon hergerichtet.
Eine junge Frau, und zwar eine sehr junge Frau, erklärt uns in rasantem Tempo, was hier alles so los ist, wie die Essenszeiten sind, welche Aktivitäten man buchen kann, dass man auf die wilden Tiere aufpassen muss, und so weiter und so weiter, und das Ganze in Englisch.
Eigentlich ja kein Problem, aber für mich war das viel zu schnell, was das Mädel alles zum Besten gab. Wir empfanden es irgendwie eigenartig, wie wir hier aufgeklärt wurden. Dieses Fräulein spulte Ihren Vortrag so was von monoton runter, wahrscheinlich hat sie das auswendig gelernt.
Dann aber wird die Spannung groß, schließlich werden wir zu "unserem" Tented-Chalet Number 1 geführt.
Und der erste Eindruck des Tent´s, noch ganz benebelt vom Vortrag der jungen Dame, war nicht gut.
Da waren vom Vorgänger noch Shampoo und Seife in der Dusche, das Waschbecken war überhaupt nicht sauber und die Fliegengitter an den Fenstern unbrauchbar, da einige Gitter vollkommen defekt waren. Also muss der bayern schorsch (wie immer werd ich bei solchen G´schichten vorgeschickt)😉 vorsprechen und den Herrschaften erklären, dass man da vielleicht nochmal ein wenig putzen sollte, und auch das Fliegengitter bräuchte dringend eine Renovierung.😠
Jetzt war die junge Schnellsprecherin nicht mehr da, dafür ein ebenso junger südafrikanischer Bursche, der uns kurzerhand in die Lounge umdirigierte, einen Kaffee ausgab und ein Reinigungskommando in unser Chalet schickte.
Nach einer halben Stunde war alles in Ordnung, die Putzfrau putzte, der Hausmeister machte ein paar neue Fliegengitter rein, das Housekeeping in Form der Schnellsprecherin schaute auch noch mal nach - und schon war der bayern schorsch zufrieden.🙂
Und nun haben wir uns auch ein bisschen wohnlich eingerichtet, denn immerhin bleiben wir hier 3 Nächte.
Die Terrasse von unserem Chalet ist so was von schön, da kann man´s gut aushalten. Innen ist alles, nachdem die Putzkolonne da war, sehr sauber, die Dusche, Waschbecken und WC befinden sich im Freien. Auch ganz nett. Noch netter ist aber, dass zwei mal täglich, nämlich einmal frühmorgens um 5 Uhr und dann nochmal abends der Ofen für Warmwasser angeschürt wird.
(zweimal am Tag gibt´s warmes Wasser ...)
Überhaupt - die Anlage macht auf uns einen sehr gepflegten Eindruck, und wir beschließen, außer dem Swimmingpool einen kurzen Besuch abzustatten, heute nichts mehr zu tun. Eine kluge Entscheidung.
Hier ein paar Bilder Camp Kwando:
(Tented-Chalet Number one)
(gemütliche Einrichtung, und das Bad im Freien)
Noch spannender als die Frage des Zimmers war aber, was gibt die Küche her? Es wurde hier im Forum schön öfters über das Camp Kwando und dem Essen diskutiert. Hhmmm..., da wird uns doch leicht bange, hoffentlich ist das Essen zumindest zu "ertragen". Wir werden sehen.
Bis zum Dinner verbringen wir schöne Stunden auf unserer Terrasse, wir beobachten die Vögel, schmökern im Reiseführer. Es ist wunderschön hier. Und ich halte Ausschau. Es soll doch hier ein Hippo geben, das dann und wann sogar durch die Anlage stapft. Gesehen hab ich aber leider keines.😮
Und dann war´s soweit: man trifft sich vor dem Dinner in gemütlicher Runde am "fire-place", trinkt einen kleinen Aperitif dazu und genießt das Lodgeleben in vollen Zügen.
Man tauscht sich mit den anderen Gästen aus, es sind vielleicht insgesamt 12 oder 14 Personen hier. Und dann wird zum Dinner gebeten.
(schöne Stimmung am Lagerfeuer)
Das Dinner des heutigen abends:
🙂 Selbstgebackens Brot (sehr lecker) mit gut gesalzener Butter
🙂 Gemüse-Carpaccio mit Avocado Creme
🙂 Roastbeef in hauchdünnen Scheiben, zartrosa auf den Punkt exakt gebraten, dazu Karotten-Kartoffelpüree, Salate und einen "Yorkshire-Pudding" aus Eierkuchenteig
🙂 zum Dessert ein Früchte-Baiser
Bewertung: das Essen war nicht gut, es war sehr gut. Und reichlich. Und dabei hatte ich größte Bedenken, nachdem Annick berichtete, man wird hier entweder nur mit Pfannkuchen satt, oder man hat zum Koch einen besonderen Draht.
ÜN: Camp Kwando, hier hatten wir das Glück, über DER TOUR ein Schnäppchen buchen zu können. Drei Nächte schlafen, zwei Nächte bezahlen. Und so hatten wir in dieser Lodge den fast schon unglaublichen Preis von 103 Euro inclusive Halbpension für zwei Personen, das war mehr als günstig.
Nach dem wirklich hervorragendem Abendessen trinken wir an der Bar noch eine Kleinigkeit, bevor wir in unser Zelt marschieren.
Hier ist doch tatsächlich unsere Taschenlampe gefragt, es könnt ja plötzlich das Hippo um die Ecke schießen. An Schlafen kann man aber hier (zumindest in der ersten Nacht) nur bedingt denken.
Denn das Froschkonzert ist heftig. So heftig, dass wir schon ein Weilchen brauchen, bis wir uns an diese Geräuschkulisse gewöhnen, aber dann schläft sich´s (wieder bei offenem Fenster dank funktionierenden Fliegengittern) hervorragend.
Wir werden sehen, was der morgige Tag alles bringt.
Teil 1126. Okt. 2011
01.10.2011 Tag 2 im Camp Kwando
Wir stellen fest - gestern war Halbzeit unseres Urlaubs und fragen uns, wo denn bloß die Zeit geblieben ist. Das ist wie immer alles viel zu schnell vergangen. Aber wir denken positiv:
nicht die erste Hälfte ist schon vorbei, sondern die zweite Hälfte unserer Reise liegt noch vor uns. 🙂
Und so freuen wir uns auch auf den heutigen Tag, was wir wohl alles so erleben werden.
Das Frühstück ist gut, das Personal sehr nett und aufmerksam. Man spricht gern mit uns, wir erfahren ein wenig von den Leuten, und anscheinend ist es immer spannend auch von uns zu hören, wo wir herkommen, was wir arbeiten, usw. Ganz interessant wird es, wenn die Frage nach den Kindern auftaucht. Zum Glück können wir bei diesem Thema immer gut mithalten.;)
Ein bisschen Schwimmen, ein bisschen Lesen, aber wir wollen auch was von der Gegend hier sehen. Also fahren wir mit unserem Corolla rüber in den Mudumu-Park, wir wollen der mittlerweile geschlossenen "Lianshulu-Lodge" einen Besuch abstatten.
Nach 4 oder 5 km kommt auf der rechten Seite so ein Holzgerüst und wir denken uns, dass da vielleicht mal das Schild bzw. ein Wegweiser zur Lianshulu-Lodge gewesen sein könnte.
Also rechts rein in den Busch und wieder einmal stellen wir fest, dass dieser Corolla für solche Exkursionen nur bedingt geeignet ist. Aber es geht, unter uns raschelt und sandelt und steinelt es gewaltig, aber wir kommen langsam voran.
Von der Lodge jedoch keine Spur und wir wollten schon umkehren, als wir versteckt im Gestrüpp ein paar Häuschen sehen. Aha, also doch noch - wir parken unser Auto, sind uns aber immer noch unsicher, ob wir hier überhaupt richtig sind.😐
Ein halb verschlossenes und eingefallenes Tor, ja, das könnte es sein. Wir prüfen unser Gewissen, ob wir das auch machen können, dass wir uns hier höchstwahrscheinlich unerlaubt in einer Lodgeanlage rumtreiben, aber die Neugierde ist größer. 😉
So marschieren wir langsam und bedächtig durch die Anlage. Kein Mensch weit und breit, überall Elefantenknödel und viele umgeknickte Bäume. Also haben die Elis von dieser Lodge bereits Besitz ergriffen. Ein bisschen unheimlich wird´s einem da schon und wir philosophieren schon drüber, welche Tiere hier außer den Elefanten Unterschlupf gefunden haben ...
Und da öffnet sich von einem der Häuschen eine Türe und ein sehr freundlicher Südafrikaner fragt uns schon einigermaßen verwundert, was wir denn hier eigentlich machen?😮
Wir erklären uns und dann erklärt er uns, dass das natürlich so eigentlich nicht geht, aber wenn wir schon mal da sind, dann will er uns auch die Lodge zeigen.:)
Also gibt´s eine private Führung und wir können uns überzeugen, dass das hier mal ein ganz ein feiner Platz gewesen sein muss. Der junge Mann erzählt uns dann auch, dass die Lodge vor rund einem halben Jahr pleite gegangen sei, das Management war schuld und wir erfahren, dass es mittlerweile neue Besitzer aus Südafrika gibt.
Er ist sozusagen der Hausverwalter, damit halt wenigstens noch ein Mensch hier ist, und er meint, dass man bis nächstes Jahr bestimmt wieder eine Neueröffnung feiern kann.
Das junge Mann war sehr redselig, wahrscheinlich wird er nicht oft Besuch bekommen. Wir verabschieden uns von ihm und machen uns wieder auf den Weg zurück. Unterwegs schauen uns fünf Zebras höchst neugierig an und fragen sich wahrscheinlich, ob wir uns verfahren haben.
Und weil wir schon unterwegs sind und weil wir so ganz leicht das Gefühl haben, dass wir doch eine Kleinigkeit zu uns nehmen könnten, fahren wir auch bei der Namushasha-Lodge vorbei.
Wir schauen uns die Lodge an, die gefällt uns aber überhaupt nicht.:( Gott sei Dank haben wir hier nicht gebucht. Ein Blick in die Zimmer verrät außer einer tollen Lage am Kwando-River nichts Gutes.
Die gesamte Anlage ist für unser Empfinden "runtergekommen" und "vergammelt". Ich wenn allein an dieses dunkle Restaurant mit den ewig großen Fliegengittern denke, ja das ja gar nichts G´scheit´s.
Trotzdem essen wir zwei Sandwich und trinken ein Savanna dazu. Die Lage hier ist schön, das ist aber auch alles.
Zurück im Camp Kwando freuen wir uns auf "unser" Tent und auf "unsere" Terrasse. Hier ist´s wirklich schön, wir genießen den Fluss und immer wieder kommt uns das "Blaustirn - Blatthühnchen" besuchen. Das ist ein ganz ein netter Vogel, und wenn man dem so zuschaut, wie er über die Flusspflanzen springt, dann baumelt die Seele von ganz alleine. 🙂
Um 16:00 Uhr machen wir bei einer Sundowner-Bootstour auf dem Kwando mit. Das ist eine recht nette Tour, Tiere jedoch sehen wir nicht viel. Ein Elefant, ein paar Büffel, drei Waterbucks und natürlich viele Vögel.
Aber die Landschaft ist sehr schön, es ist alles so friedlich hier. Bis auf die Dame hinter uns, die mich in sehr barschen Ton zurechtwies, ich soll doch ja gefälligst und auf gar keinen Fall noch jemals, solang wir hier im Boot sind, mir erlauben aufzustehen.😈 😈 😈
Schließlich macht Sie Filmaufnahmen und so geht das nun mal gar nicht, dass ihr da irgend so einer wie ich vor die Linse läuft.
Puh - jetzt hat´s mir mal jemand so richtig gegeben. Ja was sagt man dazu - besser nichts.
Die Frau war so was von aggressiv, unglaublich. Und das hab ich ihr auch gesagt, aber in ruhigem Ton. Das hat ihr dann erst Recht nicht gepasst.
Abends haben wir dann gesehen, dass sie zu einer kleinen Gruppe gehörte. Die Gruppe bestand aus 2 Paaren und hatten einen "Bahee" dabei. Der arme Kerl, der sich mit solchen Leuten möglicherweise 2 oder 3 Wochen rumplagen muss ...
Nach 2 1/2 Stunden ist die Bootsfahrt vorbei und ich bin der aggressiven Dame auch nicht mehr in die Quere gekommen. Kosten für die Fahrt: 280 Pula, also ca. 28 Euro pro Person. Wir finden, dass das um ein paar Euros zu viel ist. Aber schön war´s in jedem Fall.
Wir gehen schnell Duschen, das Wasser ist wunderbar warm, also hat der Heizer gute Dienste getan. Auch heute wieder die gleiche Prozedur: zunächst am Lagerfeuerplatz einen Gin-Tonic und wir haben großes Glück, dass die freundliche Dame von der Bootstour nicht da ist.
Dann wird zum Dinner gerufen, das geht alles sehr unaufgeregt von statten. Der Koch stellte das Abendessen vor, wir haben das für sehr nett empfunden.
Und das gab´s:
- selbstgebackenes Brot mit gut gesalzener Butter
- Avocado auf Melonenscheiben
- Schweinebauch auf Gemüsespaghetti, Salate vom Buffet
- Erdbeerdessert
Eigentlich ist Schweinebauch nicht unbedingt so unser Ding, aber das hat fantastisch geschmeckt. Geschmacklich Note 1, da gibt´s nichts zu kritisieren. Und genug war´s leicht.😁
Was auch ganz nett war, dass die Chefköchin während des Dessert´s immer noch zu den Gästen ging und nachfragte, ob mit dem Essen alles in Ordnung war. Das finden wir Klasse, das wird nicht überall so praktiziert.
Bei einem dieser Rundgänge konnten wir mit der Köchin einen kleinen Plausch abhalten und Sie erzählte uns, dass eine Ihrer Lebensstationen unter anderem 14 Jahre Hongkong waren. Dort, so hat sie uns erzählt, hat sie das Kochen gelernt. Und nun ist sie seit zwei Monaten hier im Camp Kwando und versucht, ihr Bestes zu geben.
Nach dem Essen waren wir nicht mehr an der Bar, wir sind viel zu müde und fallen tatsächlich um 20:20 Uhr in die Kiste.
Wir schlafen wunderbar, aber nur bis 3:00 Uhr morgens.
Denn dann passiert, wovon man doch eigentlich nur träumen kann:
das Hippo, das wir bisher nicht sichten konnten, hat sich´s vor unserem Bungalow bequem gemacht. Wir haben das leider nicht gleich mitbekommen, aber als dann das Hippo seine Urschreie von sich gab, also ehrlich, wir sind beinahe aus dem Bett gefallen. 🤩
Zunächst wussten wir gar nicht, wo und wie wir diese Schreie einordnen sollen, aber dann war uns natürlich schnell klar, dass das ja nur das Flusspferd sein kann. Und dabei hat es wahrscheinlich nur Luft geblasen.
Bis wir uns von dem "Schrecken" erholt und die Taschenlampe zur Hand hatten, war das Hippo schon wieder weg. Wahrscheinlich haben wir beim ängstlichen und übervorsichtigen "aus dem Fenster schauen" viel zu lange gebraucht.
Am nächsten Morgen beim Frühstück war das Hippo natürlich Gesprächsthema Nummer 1. Stutzig machte uns nur, dass jeder der Gäste behauptete, das Hippo vor der eigenen Terrasse gehabt zu haben.
Komisch ..., und dabei waren wir uns doch so sicher, dass es bei uns war. 😉
Teil 1227. Okt. 2011
02.10.2011 der dritte Tag im Camp Kwando und ein verpfuschter Game-Drive 😛
Wir fühlen uns hier sehr wohl und genießen das Lodgeleben in vollen Zügen. Heute, ja heute ist endlich mal "NICHTS-TUN" angesagt und wir legen einen richtigen Faulenzertag ein.
Mal sind wir am Pool zum schwimmen, dann wieder auf unserer Terrasse. Zum Frühschoppen gibt´s "Merlot", es ist schon ein Hundeleben hier.
Am Pool kommen wir später mit einem sehr netten Paar ins Gespräch, die sich im hier im Camp Kwando auf der Campsite eingenistet haben. Für uns ist das schon sehr interessant, auch mal mit Campern sich auszutauschen. Anscheinend sind wir den Beiden sympathisch, denn sie laden uns ein, Ihren Camper mit Dachzelt obendrauf etwas genauer in Augenschein zu nehmen.
Vor allem das Dachzelt erregt unser Interesse und wir können uns davon überzeugen, dass man dort oben doch tatsächlich gut schlafen könnte.
Also - das soll jetzt nicht heißen, dass wir nächstes Jahr campen werden, aber die Sichtweise der Camper hat uns gut gefallen.:)
Und die Beiden waren sehr auskunftsfreudig und so hatten wir eine blendende Unterhaltung. Und wie zur Demonstration schürt der gute Mann auch noch seinen Grill an und zeigt uns das Rinderfilet, das er gleich auflegen wird.
Das schaut gut aus, keine Frage, aber die Einladung lehnen wir dankend ab, wir wollen den Campern nicht das Fleisch wegessen. Und trotzdem läuft mir das Wasser im Mund zusammen ...😊
Nicht weit vom Camp Kwando gibt es ein "Traditional Village", das von den Lodgebesitzern des Camp Kwandos mit gesponsert wird. Für uns eine Ehrensache, diesem Dorf einen Besuch abzustatten.
Wir werden von einem jungen Mann durch das "Schau-Dorf" geführt und es wird uns gezeigt, wie die Leute hier früher gelebt haben.
Nun, das ist schon interessant, aber für uns bleibt´s dabei: wir fühlen uns bei solchen "Besichtigungen" einfach nicht wohl. Zu allem Überfluss wird der Medizinmann auch noch verkleidet und führt uns einen Tanz vor. Irgendwie peinlich, aber wir machen natürlich auf gute Stimmung und geben uns begeistert.
Besser wird´s dann, als wir in das Dorf gehen, wo die Menschen leben und machen ein paar Bilder:
Hier sind wir tatsächlich mitten drin im Dorfleben, da wird Maisbrei gekocht, da spielen die Kinder, wir sehen die Gärten und auch den Dorfältesten dürfen wir besuchen.
Es gibt hier im Dorf einen kleinen Gemischtwarenladen. Wenn man das so sieht, was und wie die täglichen Bedarfsgüter des Alltags hier verkauft und angeboten werden, das ist beschämend für uns.
Wir hätten nicht geglaubt, dass hier das WC-Papier Rollenweise an den Mann gebracht wird. Aber die Ladenverkäuferin hatte eh grad mal 5 oder 6 Rollen zum Verkauf. Unglaublich! Das Sortiment in diesem Laden war schon sehr dünn.
Selbstverständlich fragen wir wegen unserer Fotos, aber trotz Erlaubnis mag man gar nicht so recht fotografieren. Dass man dann zum Abschluss noch in einen Shop geführt wird, ist obligatorisch, und der Topfuntersetzer, der bei Aldi um die Ecke 1 Euro kosten würde, kostet hier 5 Euro.;)
Aber das ist in Ordnung, wir machen das gerne, das macht Sinn.
Zurück im Camp Kwando duftet´s schon äußerst fein von des Campers Grill, wir gehen im Restaurant eine Kleinigkeit essen und melden uns für den heutigen Game-Drive an.
Punkt 15:00 Uhr startet unsere Truppe, mit dabei ein Paar aus Ansbach, ein junges Flitterwöchlerpaar aus der Schweiz, ein älteres Ehepaar ebenso aus der Schweiz, wir und unser Fahrer, Mr. Beaster, ein guter Mann.
Es geht rüber in den "Mudumu-Nationalpark", da wo wir gestern schon waren, nur dass wir bei unserem heutigem Game-Drive natürlich viel weiter in den Park reingefahren sind.
Die "Ausbeute" ist gut, man kann schon fast sagen, sehr gut. Wir sind sehr zufrieden:
Nur haben wir das Pech, dass ganz plötzlich unser Wagen den Geist aufgibt. Ich hab mir das schon gedacht, dass da noch was passiert, denn immer wenn´s in tieferen Sand reinging, stotterte der Wagen fürchterlich und drohte jedesmal "abzusaufen".😃
So - da standen wir nun, mitten im afrikanischen Busch und unser Driver, Mr. Beaster, erklärte uns, die Batterie ist empty.
Ein kurzer Anruf mit dem Handy (ich dachte immer, im Busch wird gefunkt ...), und wir erfahren, es wird wohl eine Stunde dauern, bis die Ersatzbatterie da ist. Nun, auch gut, so vertreiben wir uns die Zeit mit ein paar Savanna´s und ein paar Bierchen und ein paar flotten Sprüchen .
Zwischenzeitlich erleben wir mit eigenen Augen, wie schlecht unsere und wie gut die Augen von Mr. Beaster sind. Der Mann hat in 200 Meter Entfernung eine Löwenfamilie gesichtet, die wir nun per Fernglas beobachten können.
Wir beobachten aber auch, dass Löwenpapa und Löwenkinder schön unter einem Baum liegen, während die Löwenmama langsam aber anscheinend zielstrebig sich in unsere Richtung aufmacht.;)
Gleichzeitig beobachten wir ein kleine Gruppe Elefanten, die sich auf den Weg zum Fluss machen. Der liegt 30 Meter hinter uns, die Elefanten müssen direkt an uns vorbei, wenn sie tatsächlich zum Fluss wollen.;)
Mr. Beaster klappt mittlerweile die vordere Windschutzscheibe hoch, wobei das bestimmt im Falle des Falles nichts bringen würde. Ja, und so beobachten wir gespannt die Elefanten, die ganz klar und eindeutig in unsere Richtung unterwegs sind. Wir wissen, dass wir mit unserem Auto "im Weg stehen", aber was sollen wir tun.🤔
Haben die Herrschaften aus Bayern (also die Ansbacher und wir) noch große Klappe gehabt, wer wohl als Erstes Futter für die Löwenmama sein wird, sind wir mittlerweile mucksmäuschenstill.
Die Cam´s gezückt - das werden klasse Bilder werden. Als die Elis grad noch 20 Meter von unserem Jeep entfernt waren muss man sich vorstellen, was dann passierte:
Dieser Dödel, da kannst Du gar nicht anders sagen, dieser unglaubliche Dödel von Driver hat doch nichts Besseres zu tun, als auf die Hupe zu drücken.😃
Ob das Absicht war oder nicht, wir sind derart erschrocken und wir haben im Leben noch nie Elefanten gesehen, die so schnell davongelaufen sind.:(
Die Löwenmama haben wir auch nicht mehr gesehen, und irgendwie war die Situation derart konfus, da ist uns nichts mehr eingefallen. Mr. Beaster versicherte uns, es wäre aus Versehen passiert, dass er auf die Hupe gekommen ist, aber ich weiß nicht.
Ich weiß auch nicht, wie man das Ganze einordnen kann - haben wir Glück gehabt, dass nichts passiert ist außer einer unfreiwilligen Pause oder muss man sich ärgern, dass uns die Tiere vor der Kamera davongelaufen sind? (... ich hab mich für´s ärgern entschieden ...)😠 😠 😠
Sei´s drum, die Batterie wurde bald darauf ausgewechselt, und Mr. Beaster meinte, jetzt könnten wir uns auf Löwenjagd machen, denn die Löwenfamilie lag immer noch schön unter dem Baum.
Selbstverständlich waren wir alle dafür, und ich glaube, dass Mr. Beaster bei uns noch ein paar Pluspunkte sammeln will.
Was wir aber in der ganzen Hektik gar nicht bemerkt haben: die ältere Dame aus der Schweiz war total fix und fertig.
Leichenblass, schweißgebadet und den Tränen nahe.
Sie flehte unseren Fahrer regelrecht an, ja nicht zu den Löwen zu fahren - die Frau war wirklich ein nervliches Wrack.😮
Was bleibt also Anderes übrig - wir treten den geordneten Rückzug an, wobei die Ansbacher und wir einer Meinung waren: ein Witz, da hat man mal die Möglichkeit, eine Löwenfamilie aus der Nähe zu sichten, und dann muss man wegen so einem Angsthasen zurückfahren.
Das war mehr als ärgerlich, der Frau hätte ich am liebsten den Hals umgedreht.😈 Andererseits, so ist das bei einer Gruppe. Wenn einer nicht will bzw. nicht kann, dann haben alle anderen Rücksicht zu nehmen.
Wir haben das auch akzeptiert, man kann die gute Frau ja nicht zu Fuß laufen lassen. Der Ansbacher hingegen kriegte sich so schnell nicht mehr ein.😄
Ja - so war das mit unserem Game-Drive. Eigentlich sensationell, wie das abgelaufen ist. Und passieren dürfte sowas nicht, noch dazu, wenn man weiß, dass am Tag zuvor schon leichter "Trouble" mit dem Wagen war.
Der Lodgemanager zeigte sich nach Ankunft im Camp schon sehr betroffen ob des Mißgeschick´s mit dem Wagen und gab uns einen Nachlass von 50 % auf den Preis. Wir meinen, dass das eine faire Regelung war.
Die anderen 50 % hätten wir der Schweizer Dame in Rechnung stellen sollen. Aber von dieser Seite kam nicht ein einziges Wort der Entschuldigung . Oder dass es der Schweizerin peinlich wäre - Fehlanzeige! Ein Bierchen wär das Mindeste gewesen. Zumindest aus unserer Sicht.
Preis für den Game Drive: normalerweise 350 ND, also ca. 35 Euro pro Person, wir bekamen es dann für 175 ND.
Für Gesprächsstoff war durch unseren konfusen Drive gesorgt, und am Lagerfeuer in netter Runde mit den Ansbachern wurde die Story natürlich hundert mal durchgekaut.
Dinner des heutigen abends:
- vorab wieder das homemade Brot - Gemüsebuletten auf Salat - Kudu und Oryx-Steaks mit Bohnen und Karottengemüse - Dessert: irgendwas Kuchenartiges
Fazit: auch heute war das Abendessen wieder von sehr guter Qualität. Das Fleisch war klasse zubereitet, so richtig schön medium, wie sich´s gehört. Vom Oryx hab ich noch etwas nachbestellt, aber nicht weil´s zu wenig war, sondern weil´s einfach supergut war.
Das Camp Kwando würden wir jederzeit wieder nehmen.
Nicht nur wegen diesem wirklich sehr günstigen Preis von 103 Euro für zwei Personen incl. Halbpension, sondern vielmehr, weil wir uns hier sehr wohlgefühlt haben. Kein Luxus, aber alles witzig und nett. Die Nebenkosten lagen völlig im Rahmen, hier kostete jedes Getränk 15 ND, also ca. 1,50 Euro, egal ob ein Glas Wein oder ein Savanna oder ein Bier.
Der Hauswein war Chardonnay, nicht mehr als 100 ND die Flasche. Da gibt´s nichts zu meckern.
Die Laundry haben wir auch genutzt und konnten feststellen, dass auf keinem unserer bisherigen Urlaube in einer Lodge so sauber gewaschen und auch so sauber gebügelt wurde. Da war sogar die Unterwäsche als eine Art Rolle gefaltet, wir waren richtig amüsiert, als wir die fertige Wäsche ein paar Stunden nach Abgabe wieder auf unserem Bett vorfanden.
Dass wir am Abend noch ein paar Bierchen mit den bayerischen Freunden aus Ansbach getrunken haben, war klar und wir haben den Schweizer Angsthasen nicht nur einmal "verwunschen". 😈
Leider verpassten wir dadurch aber die Camper, mit denen wir gerne noch einen kleinen Ratsch gehalten hätten.
Teil 1329. Okt. 2011
03.10.2011 von Kongola nach Divundu, 205 km
Das Frühstück war im Camp Kwando wie jedesmal sehr gut und wir nehmen hier ungern Abschied. Es war eine tolle Unkunft.
Die Fahrt von Kongola nach Divundu war eintönig und eigentlich langweilig. Tiere, die wir gern gesehen hätten, sahen wir nicht, dafür aber wieder mal viele Rinder und Esel. Leider ist es auch auf diesem Abschnitt des Caprivis so, dass uns 80 % der Kinder anbetteln, wir sehen das gar nicht gerne, aber so ist das halt. Zuerst meint man zwar, die Kinder würden einem zuwinken, aber die Zeichen sind eindeutig. 😐
Für die heutige Fahrtstrecke brauchen wir grad mal drei Stunden, und wir freuen uns schon sehr auf die "Nunda - River - Lodge". 🙂
Hier haben wir schon vor einem Jahr gebucht und haben damals den einzigen Bungalow, den es hier mit "Kingsize-Bed" gibt, für uns reservieren lassen.
Der Empfang durch den Besitzer der Lodge, Mr. Cameron, war äußerst herzlich. Ein sehr netter Mensch, der uns kurz die Anlage erklärte, was für uns wichtig wäre, wo das Restaurant ist, welche Aktivitäten angeboten werden und schließlich hat uns dann der freundliche Mann überzeugt, am Nachmittag einen Game-Drive in den "Buffalo Park " im Bwabwata NP zu machen.
Wir ließen uns gern überreden, und erst danach ist mir eingefallen, dass ich schon in mehreren Berichten gelesen habe, dass die Drives in den Buffalo-Park gar nicht so berauschend sein sollen. Aber da war´s dann schon zu spät.
Dann legten wir unsere Reservierung vor und mussten feststellen, dass, auch wenn man was gebucht und reserviert hat, das noch lange nicht klappen muss.
Natürlich bekamen wir nicht "unseren" Bungalow mit Kingsize-Bed, sondern einen von den "normalen " Luxus Bungalows. Aber was soll´s, am nächsten Tag gab´s einen kleinen Umzug, und schon war das vergessen.
Jedoch hat sich´s der Besitzer von Nunda nicht nehmen lassen, uns beim Dinner eine der besten Flaschen aus seinem Weinkeller auszugeben. Wir fanden das sehr nett. Und auch wenn es nicht nötig gewesen wäre, der Wein schmeckte uns ausgezeichnet.;)
Die Anlage macht einen sehr guten Eindruck. Ob das vorne das Restaurant ist, ob die Bar, oder die Unterkünfte, das sieht schon alles sehr gediegen aus. Ich würde sagen, eine Klasse höher als Camp Kwando, es ist aber auch ein wesentlich höherer Preis.
Wir bringen ganz schnell unsere Koffer in den Bungalow und sind trotz des nicht vorhandenen "Kingsize-Beds" begeistert.
Offenes Bad und Dusche, uns gefällt das gut.
(das Haupthaus der Nunda-River-Lodge)
(der "normale" Luxus-Bungalow)
(Bungalow innen mit halboffenem Bad)
Auch der Pool liegt wunderschön und das kühle Wasser tut richtig gut. Klasse!
Um 14:00 Uhr machen wir den Game-Drive in den Buffalo-Park .
Wir sind nur zu Zweit, unser Driver heißt "Derrick". Wieder mal ein guter Mann. Man fährt auf Teerstraße mehr als eine halbe Stunde, bis man endlich im Park ist. Und wie schon befürchtet war dieser Drive nicht so ganz das Gelbe vom Ei.
Die Tiersichtungen waren mehr als spärlich, und zum trinken gab´s grad mal Cola und Wasser. Savanna - Fehlanzeige.😛 Nun, da sind wir deutlich Besseres gewöhnt. Unser Fahrer, Derrick, gab jedoch wirklich sein Bestes, und zumindest erfuhren wir viel über Land und Leute. So gesehen war´s dann schon so einigermaßen in Ordnung, aber auch nicht mehr.
(leider ist das Bild ein bisschen verwackelt, aber die Büffel hatten´s wahnsinnig eilig !)
Der Preis für den Game-Drive war aus unserer Sicht hoffnungslos überteuert, wir zahlten inclusive Parkfee einen stolzen Preis von 530 ND, also rund 53 Euro pro Person. Bei einem Blick in meine ersten Planungsunterlagen weiß ich wieder, warum in der Ruprik "Aktivitäten" dieser Game-Drive fehlt. 😐
Das Abendessen: leider ist das Abendessen der absolute Negativpunkt in der Nunda-Lodge. Es herrscht hier zwar eine wunderbare Atmosphäre, man sitzt herrlich mit Blick auf den Okavango - River, aber die Esserei ist eine Zumutung.
Die Tomatensuppe war so wenig, dass nicht mal der Löffel von der Suppe bedeckt war.
Das Kudusteak war knapp davor, zur Schuhsohle zu erstarren - es war grässlich! 😈
Dessert - das war gut, nur wissen wir nicht mehr, was das war.
Also - das Dinner war gar nix - nicht gut, nicht sehr gut, es war einfach nur schwach. Das ist ewig schade, denn hier auf der Restaurantterrasse zu sitzen, das macht Freude. Aber das Essen!
Trotzdem genießen wir auch hier das Ambiente. Es ist unbeschreiblich.
Und die Flasche Wein von Mr. Cameron ist eine feine Sache.:) 🙂 🙂
Vielleicht sollte ich mal die Köchin vom Camp Kwando hier vorbeischicken. Die gute Frau würde ob der Kochkunst hier wahrscheinlich davonlaufen.
ÜN:Nunda River Lodge mit Halbpension 1.620 ND, also ca. 162 Euro die Nacht für zwei Personen
Noch so eine Geschichte, die mir einfällt, und über die ich unbedingt berichten muss:
am Nebentisch sitzen zwei ältere Herren, beide stochern auch relativ lustlos in ihrem Teller und weil wir halt freundliche Bayern sind, sind wir mir den beiden Herren sofort ins Gespräch gekommen.
Zuerst so der übliche Small-Talk, über´s Essen, über die Nunda-Lodge, über´s Land usw. usw . Dann erzählen uns die Herren, dass sie nicht und auf gar keinen Fall vom anderen Ufer sind, nein nein, sie haben sich auf einer Reha kennengelernt, und zu Hause in Deutschland dachten sie sich, eigentlich könnten wir doch mal nach Afrika fahren, da soll´s doch auch recht schön sein.
Wir versichern den Herren, dass, auch wenn sie anders rum wären, uns das völlig "Wurscht" ist, und dass sie mit Afrika eine gute Entscheidung getroffen haben.😁
Und so erzählen uns die beiden Herren, dass sie eigentlich von Maun über den Moremi nach Kasane fahren wollten. In Maun fragten sie nach dem Weg zum Moremi, und ein paar farbige Einheimische meinten, sie sollten das besser bleiben lassen, aber bitte ....
Am Gate zum Moremi Park wurden die beiden Herren nicht eingelassen. Man hat ihnen die Zufahrt verweigert!
Und sie erzählen uns, dass sie immer noch entrüstet sind, dass man sie nicht weiterfahren ließ. Und so sind sie dann über Shakawe hier in der Nunda-River-Lodge "gestrandet".
Unsere Frage war dann natürlich, wo denn da das Problem mit dem Moremi lag und warum man sie nicht weiterfahren ließ.
Darauf meinten sie, dass es möglicherweise an ihrem Auto lag. Ein Toyota Corolla, also das gleiche Auto, das auch wir fahren.🤩
Oh Mann, jetzt war uns alles klar. Ja wie kann man denn nur so unbekümmert und naiv an eine Reise nach Afrika rangehen?!?
Wir waren uns jedoch nicht ganz sicher, ob wir das Ganze glauben sollten, aber die beiden Herren erzählten das so nett und vor allem so voller Überzeugung - die hatten nicht den geringsten Zweifel daran, irgendwas falsch gemacht zu haben.
Ich fragte dann mal vorsichtig nach, ob sie denn zumindest eine Landkarte dabei hätten - zumindest das wurde mit "Ja" beantwortet.
Und wieder mal bewahrheitet sich: wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben ....🤩 🤩 🤩
Teil 1430. Okt. 2011
04.10.2011 der zweite Tag in der Nunda-River-Lodge
Nach einem wunderbaren Frühstück (es gab sogar eine eigene Eierstation) gehen wir kurz zum schwimmen. Der Pool ist picco-bello sauber, die Liegen laden zum relaxen ein. Wir haben´s hier wieder gut erwischt, trotz des wirklich nicht grad grandiosen Abendessens gestern.
Aber wir hoffen auf den heutigen Abend - es wird doch hoffentlich besser sein.😮
Nach der wie immer viel zu kurzen Relax-Pause fahren wir in den Mahangu Park, und zwar mit unserem eigenem Wagen. Wir haben uns natürlich bei Mr. Cameron vergewissert, ob das überhaupt möglich ist, mit unserem Kleinwagen durch den Park zu fahren, und er gab uns "grünes Licht". Alles kein Problem.
So düsen wir also los, es sind nur einige wenige Kilometer und schon stehen wir am Gate des Mahanguparks. Eintritt ist 40 ND pro Person + 10 ND für das Auto. Zusammen 90 ND, also runde 9 Euro, das ist nicht viel.
Der Mahangupark ist für uns ein tolles Erlebnis. Wie sehen sehr viele Tiere:
Für uns ist das mal ein ganz anderes "feeling", so ganz allein ohne irgendwelchen anderen Leuten diesen Drive hier zu machen. Das ist schön, wenn nicht ständig jemand quasselt.
Wir genießen diesen Drive und mit unserem Auto kommen wir gut voran. Es gab keinerlei Probleme. Richtung Wasserloch (auf der anderen Seite des Parks) sind wir auch gefahren, allerdings haben uns unterwegs andere Parkbesucher erzählt, dass wir uns diesen Weg sparen können, da weder Wasser noch Tiere zu sehen sind.
Dieser Drive war für uns was Besonderes und es ist schade, dass wir gestern den Game-Drive mit der Lodge in den Buffalo-Park gemacht haben. Da wär´s besser gewesen, gleich hierher zu fahren. Das ist hier was Kleines, aber auch was ganz Feines. Na ja - beim nächsten Mal sind wir schlauer.
Übrigens - wenn man, von Divundu kommend, diesen Weg durch den Mahangu-Park einfach weiterfährt, dann kommt man bald darauf an die Grenze nach Botswana. Das wär dann die Alternativ-Route über Shakawe, wenn man runter in den Süden nach Maun in die eine Richtung oder nach Ghanzi in die andere Richtung will. Von dort unten kamen ja auch unsere beiden Spassvögel von gestern Abend.😃
Auf der Rückfahrt schauen wir uns noch die Popa-Wasserfälle an. Ja, kann man sich anschauen, wenn man eh hier in der Gegend ist, aber man darf nicht zuviel erwarten. Eintritt Popafälle: 40 ND für zwei Personen.
Zurück in der Nunda Lodge sind wir gespannt, ob das mit dem Zimmerumzug funktioniert hat. Und siehe da, alles bestens, Bungalow Nr 27 war unser Domizil für die heutige Nacht.
Mit Kingsizebed😉 und einem sehr interessanten Bad, halboffen und die Badewanne mit Blick auf den Okavango.
Das nenn ich mal "extravagant", das ist was Besonderes!!! Hätten wir allerdings gewusst, dass die Matratze des Kingsizebettes so was von - in Bayern sagt man "DURCHGFLACKT" - war, dann hätten wir das Zimmer nicht gewechselt.
(Bungalow Nr 27 - der einzige hier mit Kingsize-Bed)
(Bad mit Blick auf den Okavango)
Wir sind begeistert von diesem Ambiente hier. Die Stimmung ist sensationell, der Blick zum Okavango-River, das ist einfach klasse! 🙂 🙂 🙂
Um 16:00 Uhr geht´s los zu unserem Bootstrip.
Preis pro Person 205 ND, also rund 20 Euro, und diese Fahrt war eine unserer schönsten Bootsfahrten , die wir je gemacht haben. Wir können die Popa-Fälle sehen, aber vor allem das afrikanische Leben entlang des Flusses war für uns höchst interessant.
Da wird gewaschen, da wird gebadet. Kinder spielen am und im Fluss, die Erwachsenen, so fällt uns zumindest auf, sind immer schön getrennt. Dort die Frauen, dort die Männer.
Und da sind ja noch die unzähligen Hippos und auch viele Krokodile. Wir haben so was noch nie gesehen, wie eng Mensch und Tier auf kleinstem Raum zusammen sind, es ist einfach unbeschreiblich.
Man muss sich das vorstellen, wie hier die Kid´s im Fluss schwimmen, und keine 50 Meter davon entfernt dösen die Krok´s in der Abendsonne. Wenn wir so drüber nachdenken, wie schön das hier war, dann war diese Bootsfahrt eines unserer "highlights" in diesem Urlaub.:)
(Das Leben entlang des Flusses - einzigartige Stimmung)
(unser Bungalow Nr 27)
(die Nunda River Lodge, eine schöne Anlage)
Zurück von der Tour sind auf der Riverside-Terrasse die Tische schon wunderschön eingedeckt. Es ist 18:30 Uhr und wir haben 30 Minuten bis zum Abendessen, um uns ein wenig frisch zu machen.
Als ich neben der Grillstation die Chafings sehe, ahne ich nichts Gutes:( .
Und tatsächlich liegt das gegrillte Fleisch, das es heute Abend um 19:00 Uhr zum Dinner geben soll, bereits gegrillt und fix und fertig in diesen Warmhaltevorrichtungen. Na, das kann ja heiter werden.
Punkt 19:00 wurde getrommelt - Dinnertime! Und es haben sich unsere schlimmsten Befürchtungen bewahrheitet, es wurde dieses Fleisch, das wahrscheinlich schon um 18:00 Uhr gegrillt wurde, am Buffet dargeboten. Unglaublich.
Man konnte das Fleisch eigentlich gar nicht essen. Es gab Lamm und Gockelhax´n, das Lamm einfach fad und zäh, und die Gockelhax´n grad mal lauwarm.
Blieb im Endeffekt nur der Gang an die Salatbar, denn wenn man meinte, da wird vielleicht nochmal frisches Lamm auf den Grill gelegt, dann sah man sich getäuscht. "Oh we are sorry - the lamb is finished".
Eine ganz schwache Vorstellung der Küche !!!😈
ÜN: 1.620 ND für das Zimmer inclusive Halbpension, wobei die Halbpension zu vernachlässigen ist.
Die Unterkunft an sich außerordentlich schön, das gesamte Ambiente hier überzeugt. Trotz des schwachen Essens haben wir die Tage hier sehr genossen.
Es ist richtig romantisch hier, die Lage am Okavango einmalig, die Bootsfahrt das Beste, was hier angeboten wird und die Besitzer der Lodge superfreundlich. Wir würden hier wieder herkommen, aber nur dann, wenn der Koch ausgetauscht wird. Das war nämlich wirklich nicht gut und es tut uns leid, das so in aller Deutlichkeit sagen zu müssen.
Schade, dass die beiden älteren Herren heute nicht mehr da sind. Wir hätten uns gerne noch weiter unterhalten.
Hier noch zwei Bilder vom Sonnenuntergang auf dem Okavango - eine wunderbare und einmalige Stimmung!
Teil 1531. Okt. 2011
Hallo zusammen,
aus aktuellem Anlass zuerst Neuigkeiten:
Heute, 31.10.2011
Überraschung des Tages: um 14:00 Uhr läutet das Telefon:
"Hello, here is the Botschaft von Zimbabwe, please hold the line" , und kurz darauf hab ich den Botschafter von Zimbabwe an der Strippe. Ein sehr freundlicher Mensch, der sich zunächst entschuldigt hat für all die Aufregungen und Schwierigkeiten an der Grenze. Er bedauert die Vorkommnisse sehr und versichert mir, dass ihm das alles sehr leid tut. Dann wollte er noch das Eine und das Andere wissen und hat mir fest versprochen, sich in den nächsten zwei oder drei Wochen nochmals zu melden.:)
Also ich finde das schon eine kleine Sensation und im Nachhinein bin ich froh, dass wir den Brief an die Botschaft nach Berlin geschickt haben, denn diese Leute sollen ruhig wissen, was da an der Grenze alles passiert ist. Warten wir´s mal ab. Uns geht es weder um eine Erstattung oder sonst was, aber schön wär´s, wenn man zumindest erreicht, dass es dort vor Ort ein klein wenig besser und angenehmer für uns Touristen wird. Solche Vorkommnisse zu kommunizieren kann nie schaden.;)
05.10.2011 von Divundu nach Grootfontein, 454 km
Heute haben wir eine lange Strecke zu bewältigen. Aber was sind schon 454 Kilometer, wenn ich da an die 830 km gleich am Anfang unserer Reise denke.
Gestärkt von einem wieder ausgezeichneten Frühstück in der Nunda-River-Lodge gehen wir an die Sache ran. Der erste Teilabschnitt, nämlich von Divundu/Bagani bis nach Rundu sind cirka 200 km, wir brauchen grad mal 2 Stunden.
Die Fahrt ist sehr eintönig und in Rundu biegen wir in die Stadt ab. Dort ist die buchstäbliche Hölle los. Das ist ja so was von einem wuseligen Städtchen, unglaublich. Da geht´s so richtig afrikanisch her, und aus unsem Vorhaben, hier in Rundu an einem ATM Geld zu ziehen, wird nichts. Vor jedem Geldautomat Dutzende Menschen, das würde viel zu lange dauern.
Also gehts weiter über die B8 Richtung Grootfontein, wobei wir hinter Rundu eine Veterinärskontrolle passieren müssen. Wir werden allerdings kaum beachtet und man winkt uns nur durch.
Der Volksmund behauptet, wenn man diesen Veterinärsposten passiert, Akrika beginnt. Vorher war´s Namibia. Nun, bei uns ist´s natürlich umgekehrt, wir kommen grad aus Afrika und fahren jetzt nach Namibia. (Wenn das alles so stimmt , was der Volksmund sagt) 😕
Wir sind schnell in Grootfontein. Schon um 13:00 Uhr sind wir beim Spar, füllen unsere Wasservorräte auf, kaufen uns ein paar Handwürste und Käse für eine Brotzeit und beim Bäcker nehmen wir frische Brezel mit. Jawohl, Brezel, und zwar ganz leckere. Auch so was gibt´s hier! Und natürlich ein Savanna dry, das darf ja eh nicht fehlen.
Wir schauen uns die Stadt an, ziehen Bargeld am Bankomat, machen eine kurze Mittagspause, tanken und schon geht´s die letzten Kilometer weiter zu unserer heutigen Übernachtung, die Pension SEIDARAP , etwas außerhalb von Grootfontein.
Wenn man SEIDARAP rückwärts liest, dann beschreibt das ein wenig, wo wir hier waren. Es war eine phantastische Unterkunft, die Zimmer absolut topsauber, und der Pool war ganz hervorragend.
Es tut uns gut, ein bisschen Verschnaufpause zu haben, die paar Stunden am Pool sind sehr schön.
(schöner Pool beim Gästehaus Seidarap)
(unser Zimmer im Anbau des Haupthauses)
Das Gästehaus Seidarap wird von Stephan, einem gebürtigem Namibier und seiner Frau Sylvia, gebürtig in Memmingen, geleitet. Mit zur Familie gehören noch die zwei kleinen Kinder der Beiden und der Opa. Zwei Männer, die hier angestellt sind, kümmern sich um Garten und Außenanlagen.
Und dann gibt´s da noch Verstärkung in Form einer weiblichen Praktikantin, die 18-jährige Johanna, die hier nach dem Abitur eine dreimonatige Praktikumszeit verbringt.
Ein außergewöhnliches Mädchen - nicht nur hübsch, sondern intelligent und genau so, wie ein junges Mädel sein soll. Sie erzählt uns, dass sie mal Ärztin werden will, wir bestärken sie natürlich in diesem Vorhaben. Die jungen Leute brauchen da immer guten Zuspruch.
Und dass die Welt ein Dorf, und zwar wirklich ein ganz kleines Dorf ist, bewahrheitet sich wieder mal. Johanna, so stellt sich hier zu Hause raus, ist die Enkeltochter von unserem Forumsmitglied "Hanne".
Hanne, auf so eine Enkeltochter kannste wirklich stolz sein! 🙂
Zum Pool kommt dann abwechselnd mal Sylvia und mal Stephan auf ein kleines Schwätzchen. Wir lieben das, eine freundliche Unterhaltung mit den Besitzern von Seiderap.
Ob wir irgendwelche Essensallergien haben, so wurden wir gefragt. Nein - nur gut muss es sein. Und reichlich. Stephan versichert uns, dass wir zufrieden sein werden und zeigt uns den Platz, wo abends gegrillt wird und wo wir sitzen. Es ist an der "Kaiserstraße", das ist der Weg, der durch den Garten nach hinten zum Farmpool führt.
Um 19.00 Uhr gibt´s den obligatorischen Gin-Tonic, mit uns sind noch weitere 8 Gäste hier. Sylvia und Johanna bringen die Salate, und Stephan ist der Grillmeister.
Jetzt darf man sich das aber nicht so vorstellen, dass hier einfach so gegrillt wird. Stephan zelebriert das Grillen, und zwar in einer ganz besonderen Art und Weise.
Da wird das Grillen zur Kunst erhoben!😁
Der Mann versteht sein Handwerk und uns macht es Spass, ihm bei "der Arbeit" zuzuschauen. Bald werden wir zu Tisch gebeten, es ist eine lange Tafel für alle, wunderschön eingedeckt, ein ganz tolles Ambiente.
ÜN: Gästehaus Seidarap 1.005 ND, also 100 Euro das Zimmer für zwei Personen inclusive Halbpension
Dinner: eines der besten Essen in diesem Urlaub, neben Salaten, Kartoffelgratin, Knoblauchbaguette und Maisbrei gab es Kudusteaks, Schweinebauch und ein paar einen Meter lange Rindsbratwürstl, und als besondere Delikatesse ein anständiges Stück Lammrippe. Ein Wahnsinn.
Als Abschluss kredenzte Stephan uns noch Eis mit Amarulla-Creme im Glas, "extra lecker".
(Grillmeister Stephan)
Fazit: Jederzeit wieder, wir haben das nicht bereut, ins Gästehaus Seiderap gekommen zu sein. Das Preis-Leistungsverhältnis war mehr als gut und wir meinen, dass Stephan und Sylvia sich hier einen wirklich paradiesischen Flecken Erde geschaffen haben. Allen Respekt!
Teil 1601. Nov. 2011
06.10.2011, von Grootfontein nach Omaruru, 350 km
Vom Gästehaus Seidarap fahren wir ungern ab. Man wird verabschiedet , als ob wir alte Freunde wären.
Sylvia, Stephan, Praktikantin Johanna und die beiden Kleinen winken uns zum Abschied. 😘 Ja, denken wir, da kann man wieder herfahren, da ist man gern gesehen. Das waren nette Leute.
So düsen wir los, irgendwie ist es schon ein komisches Gefühl, wissen wir doch, dass wir hier in Namibia bloß noch einige wenige Tage haben, und dann geht´s wieder nach Hause.:( Und da passt dieser Abschied hier im Seidarap überhaupt nicht dazu. Da fällt´s einem nur noch schwerer.
Den "Hoba Meteorit", gar nicht weit von Grootfontein entfernt, der hier vor vielen Jahren vom Himmel gefallen ist, wollen wir sehen. Es ist nicht weit, wir sind die einzigen Besucher und fragen uns, wie es sein kann, dass dieses Teil, obwohl es so schwer ist, nicht einen riesigen Krater hinterlassen hat.
Über Otavi sind wir schon bald in Otjiwarongo, wo wir die Bäckerei Carstensen besuchen. Schade, dass wir keine Kamera dabei hatten. Die Kuchenauswahl an der Theke wär ein Foto wert gewesen, denn sonst glaubt Dir das zu Hause eh keiner, dass es hier so einen "Laden" überhaupt gibt. Und die Kuchen waren ganz vorzüglich.
Weiter geht´s auf der C33 über die Ortschaft Kalkrand nach Omaruru, ein nettes kleines Städtchen. Schon bei der Durchfahrt durch Omaruru sehen wir, dass hier alles recht aufgeräumt und sauber aussieht. Hier werden wir bestimmt in den nächsten Tagen mal vorbeischauen.
Nach rund 25 Kilometer haben wir unser Ziel erreicht, die Gästefarm "Onduruquea", hochgelobt bei holiday-check mit immerhin 72 Bewertungen, einer 100 %igen Weiterempfehlungsrate und 5,7 Sonnen. Besser kann´s nicht sein und wir freuen uns sehr auf die kommenden Tage.
(das Einfahrtstor zur Gästefarm)
Wir werden hier sehr herzlich von der Junior-Chefin Julia empfangen, der "check in", soweit man davon überhaupt sprechen kann, ist in fünf Minuten erledigt.
Unser Bungalow liegt sehr gut in "erster Reihe" zum Wasserloch, das passt. Wir gehen schwimmen und nutzen die Zeit bis zum Game-Drive, die Gästefarm ein wenig näher zu inspizieren.
Irgendwie kommt bei uns keine rechte Stimmung auf. Wir können nicht sagen weshalb, aber man hat so ein Gefühl. Und der Funken mag, zumindest bis jetzt, einfach nicht überspringen. Ich vermisse bei uns jegliche Begeisterung, was diese Gästefarm hier anbelangt. 😕
Uns ist das alles hier ein wenig zu deutsch, unsere Zimmereinrichtung könnte auch im Schwarzwald stehen, und der Alibert im Bad ist bestimmt funtionell, aber wenn ich da an unsere offenen Bäder im Caprivi denke ....:(
(die Zimmer, so gar nicht afrikanisch ...)
(und das Bad mit dem Alibert ...)
Spätnachmittags starten wir zum Game-Drive. Unser Driver ist der Inhaber der Gästefarm und außer uns sind noch 2 Paare im Jeep und eine fünfköpfige Familie aus Ostdeutschland, bestehend aus Mama, Papa, Oma, Opa und einem ca. 12-jährigen Jungen.
Der Drive war ohne Übertreibung mit das Schlechteste, was wir je in Namibia erlebt haben. Das lief alles völlig lustlos ab, Tiere sahen wir kaum, und wenn mal ein Oryx zu sehen war, dann hat der 12-jährige Bursche jedes Mal seine Kommentare abgelassen, ohne Rücksicht auf Verluste, in voller Lautstärke, aber sehr zur Freude dieser ostdeutschen Familie.
Wir vertreten ja die Meinung, dass ein Game-Drive nicht unbedingt nur durch Tiersichtungen punkten muss. Da kann man immer mal Pech haben. Aber dann sollte doch zumindest der Fahrer sein Bestes geben, das haben wir jedoch vermisst. Da kam nichts. Vielleicht hat´s dem Farmer in Anbetracht seiner Gruppe, die er da dabei hatte, die Sprache verschlagen.
Mit an "Bord" war sehr eigenartige Leute. Wir waren die einzigen Mitfahrer mit entsprechender Kopfbedeckung, die Familie, allen voran die Mama und der Junge, hatten einen hochroten Kopf, der Bursche hatte schon ganz fiebrige Augen.
Die Reihe vor uns saß eine Frau, gekleidet mit einem Top, weit ausgeschnitten. Nicht dass ich da was dagegen hätte, ganz im Gegenteil, das gefällt dem "bayern schorsch" gut, aber die Frau war knallrot, die Sonne verbrannte ihre Schultern und ihr Dekolletè. Ja Mensch, so fährt man doch nicht in den Busch, und das bei sengender Sonne und geschätzten 35 Grad. 🤩
Abends nach dem Game-Drive sitzt man dann rund ums Lagerfeuer. Wir mal wieder mit unserem Gin-Tonic in der Hand. Diese Zeit vor dem Dinner nützen wir gerne, um mit anderen Gästen ins Gespräch zu kommen.
Nur vergeht einem da die Lust, wenn andere Gäste ans Lagerfeuer kommen, sich setzen, aber es nicht mal der Mühe wert finden, einen" Knapper" herzumachen. Also sowas von stoffeligen Leuten haben wir selten erlebt.
Irgendwie passt das hier einfach nicht zusammen und schon kurz nach dem Abendessen sind wir im Bett. Wir schauen noch zum Wasserloch, das ja mehr oder weniger unmittelbar vor unserer Nase ist, aber da herrscht leider Fehlanzeige. Kein einziges Tier weit und breit. Es ist einfach nicht unser Tag.:(
ÜN:Gästefarm Onduruquea, 1.278 ND inclusive Halbpension für zwei Personen
Dinner: sehr gut, das Grillen durch den Senior am Lagerfeuer war hervorragend, es gab Oryx und ein sehr schmackhaftes Salatbuffet. Leider "dürfen" wir nicht im Freien sitzen, das macht den Inhabern zu große Umstände.
Das taugt uns überhaupt nicht, denn das wäre ein ganz ein toller Platz gewesen und wahrscheinlich hätte uns das Abendessen noch besser geschmeckt. Und auf der Veranda der Farm war´s zwar ganz nett, aber halt nicht soooooo prickelnd.
(schöner Platz für´s Dinner, nur leider ....) 🙁
Teil 1701. Nov. 2011
07.10.2011 der zweite Tag auf Onduruquea
Wir stellen unseren Wecker auf 6:30 Uhr, wir haben uns fest vorgenommen, frühmorgens einen der Trail´s hier abzulaufen.
Aber wie das halt mit den Frauen so ist,😘 😘 😘 lauf ich allein. Die Idee von der Gästefarm, verschiedene Trail´s auszustecken, finde ich gut. Da werden mehrere Wanderpfade mit einer Länge von 2 bis 8 Kilometer angeboten, und ich entscheide mich für den 7 Kilometer langen "Nashorn-Weg".
Landschaftlich ganz nett, aber ich sehe wieder keine Tiere. Von drei Oryx-Antilopen sehe ich die Rückseite, außerdem laufen mir zwei Warzenschweine über den Weg und als Krönung darf ich immerhin vier Feldhasen in meine Trophäensammlung aufnehmen. Eine schlechte Ausbeute, ich befürchte, es liegt an mir, ich bin zu laut.😄
Da schmeckt dann natürlich das Frühstück und ich beobachte die 5er-Familie mit Argusaugen, als sie das Frühstücksbuffet stürmen.
Wieder kein Gruß, kein "guten Morgen", es ist schlimm. Jedoch lässt sich der bayern schorsch nebst Gemahlin die Laune nicht verderben. Das wär ja noch das Nettere, vielleicht haben wir ja Glück, und die Familie reist heute ab.😠
Wir schmieden Pläne, was wir heute machen wollen. Und so begeben wir uns auf den Weg zur Ameib-Ranch, dort gibt´s die Philip´s Cave und die Bull´s Party. Das wollen wir sehen, diese bizarren Granitformationen und auch die Felszeichnungen in der Cave sollen sehr schön sein.
Auf Ameib angekommen halten wir einen netten Plausch mit Frau Kögel, der Inhaberin dieser Ranch und zahlen für 2x Day Visitors und 2 Savanna Dry´s 100 ND. Der Weg bzw. die Straße, die hinter zu den Parkplätzen bei der "Philip´s Cave" und bei der "Bull´s Party" führt, verlangt unserem Toyota Corolla wieder alles ab.
Eigentlich unverantwortlich,😈 was wir hier veranstalten, aber es geht gut. Wieder das alte Lied - der Corolla ist viel zu niedrig. Einen 4x4 braucht man nicht, aber ein höheres Auto.
Beide Spots sind klasse. Philip´s Cave klasse, Bull´s Party Weltklasse.
Wir können jedem, der hier in dieser Gegend ist, den Besuch nur wärmstens empfehlen. Bull´s Party mit den Felsen - man meint, irgendein Riese hätte mit den Steinen gespielt, so eigenwillig liegen die hier rum. Und die Cave mit den Felszeichnungen, das ist schon toll.
Wenngleich der Weg zur "Philip´s Cave" schon sehr beschwerlich ist, aber nicht wegen des Weges sondern wegen dieser Höllenhitze hier. Es hat bestimmt 40 Grad, da sollte man nicht Bergwandern.;) Wir haben aber genügend Wasser dabei und genießen diese sagenhafte Landschaft.
(Philip´s Cave, eine schöner Platz)
(Felsmalereien bei Bull´s Party)
(jeder darf mal ran ...)
Auf dem Rückweg machen wir einen Stop in Usakos und essen in einer Kneipe eine Kleinigkeit.
Das heißt, so klein war die Kleinigkeit gar nicht, 3 Schinken-Käsetoast, 1 Windhoek Lager, 1 Windhoek Draught, 1 Cola Light und 1 Glas White-Wine, und das Ganze für schlappe 66 ND.
Es geht also auch günstig. Die Kneipe gehört übrigens zum "Bahnhof-Hotel", wir sitzen schön im Schatten auf der Veranda und können das afrikanische Leben auf der Straße beoabachten. Für uns war diese Stunde wieder mal Urlaub pur. So wie wir es mögen.
Zurück auf Onduruquea parken wir unser Auto ein und sehen, dass die fünf Köpfe, nämlich Mama, Papa, Oma, Opa und Junior schon wieder auf dem Jeep sitzen. Von wegen abgereist!😠
Damit fällt uns die Wahl leicht, wir werden die Ruhe am Pool genießen und uns auf das Abendessen freuen. Vielleicht machen wir ja morgen nochmal einen Drive mit.
Das heutige Dinner war Spitzenmäßig! Wieder Oryx gegrillt in der Pfanne am Lagerfeuer, dazu Elanfilet, Butternut´s, Salate - es war ausgezeichnet. Ganz besonders das Elan-Filet, das war unglaublich gut. Nur leider wieder unter dieser Veranda und nicht im Freien. Schade.
Vor dem Abendessen beim Lagerfeuer wieder das gleiche Bild: wir mit Gin-Tonic, die 5 Köpfe und viele Andere ohne Gruß.:P Man gewöhnt sich an alles, wobei heute viele Gäste hier sind, man muss der Fairness halber zugeben, dass ein Essen im Freien logistisch schwer möglich gewesen wäre. Aber möglich ...
Und wir haben neue Nachbarsleute bekommen - zwei äußerst starke Raucher, er stark und sie Kette. 😈 Wir haben die Frau, und das ist keine Lüge, nicht eine Minute, außer beim Essen, ohne Zigarette gesehen.
Und dann quartiert man die Beiden ausgerechnet in unseren Doppelbungalow rückwärtig ein mit der Folge, dass die beiden Herrschaften mehr Zeit vor ihrem/unserem Bungalow beim Rauchen verbracht haben als innendrin.
Auch nicht unser Tag, aber uns kann nichts mehr erschüttern. Doch - der Blick zum Wasserloch, der erschüttert uns, es ist nämlich wieder nichts los.
Aber wir geben die Hoffnung nicht auf, vielleicht wird ja morgen alles viel viel besser !!!🤔
Teil 1802. Nov. 2011
08.10.2011 der dritte Tag auf Onduruquea
Und heute gehen wir gemeinsam durch Dick und Dünn. Will heißen, dass wir zu Zweit (nachdem ich gestern so versetzt wurde ...) den längsten Trail mit 8 km abwandern.
Und das morgens um 6:15 Uhr. Man muss die Tiere schon sehr lieben, wenn man sich das antut, hier in aller "Herr Gott´s Frühe" durch den Busch zu stapfen. Wir sind aber Frühaufsteher und so macht uns das nichts aus. Leider sehen wir so gut wie nichts, ein paar Antilopen, ein paar Warzenschweine, das ist für uns keine gute Ausbeute. Wo sind nur die vielen Tiere, die hier angeblich sein sollen? 😕
Das Frühstück ist wieder ausgezeichnet, Eier, Müsli, ALLES, was das Herz begehrt. Ein guter Auftakt für einen hoffentlich guten Tag.
Wir wollen heute zur Ai-Aiba Lodge. Erstens um die Lodge anzuschauen und zweitens , um den San´s im "Living Village" einen Besuch abzustatten. Also machen wir uns auf den Weg und fahren zunächst nach Omaruru.
Omaruru ist eine nette Ortschaft, hier gibt es eine Weinkellerei, eine Schokoladenfabrik und eine Holzschnitzerei, die "Tikoloshe Africa". Aus der Weinkellerei wird nichts, obwohl uns der Grappa und Kaktusfeigenschnaps schon interessiert hätte. Die Schokoladenfabrik hat samstags geschlossen, so dass wir "nur" die Tikoloshe Holzschnitzerei besuchten. Sehr lohnenswert, aber für unsere Begriffe teuer. In jedem Fall aber lohnt es sich, mal vorbeizuschauen, denn die Schnitzereien sind sehr schön.
Wir fahren weiter auf der D2315 und sind bald auf der Ai-Aiba Lodge. Landschaftlich ist das hier unbeschreiblich schön, wir haben eine schöne Fahrt und sehen entlang der Gravel-Pad immer wieder Zebras, Antilopen und etliche Affen.
Auf Ai Aiba genehmigen wir uns einen "light lunch", das ist eine Suppe, ein Salat mit geräuchertem Zebrafleisch und ein feines Schöpperl Chardonnay.
Und wie wir da so am Tisch sitzen denk ich mir, den Mann am Nebentisch, den kennst Du. Aber woher? Schüchtern wie wir sind legen wir nicht wie sonst oft üblich gleich mal los, so nach dem Motte "hi man ..." sondern lauschen der Unterhaltung am Nebentisch.
Und da macht dieser Mann seinen Mund auf, spricht das erste Wort und schon ist uns klar, wen wir da vor uns haben. Es ist Christian, hier im Forum besser bekannt als "Otjikoko".
Schon wieder ist die Welt ein Dorf. Man stelle sich vor, jetzt waren wir zwei Mal in Namibia, und beide Male läuft uns der Christian über den Weg. Einfach so, es ist nicht zu fassen.
Natürlich gab´ s ein großes HALLO, und an dieser Stelle ganz herzliche Grüsse an Dich, Otjikoko! Wir hoffen, Du hast Deinem Gast noch viele schöne Dinge in Namibia zeigen können.
Die Ai-Aiba Lodge ist schön, wir dürfen auch einen Bungalow anschauen, es sieht alles recht ordentlich aus. Der Pool jedoch ist "stern-voll-Dreck", da würd ich nicht mal meine Füße reinhängen.
Das kleine Mittagessen ist o.k., die Landschaft ein Traum. Hier lässt sich´s gut aushalten:
Anschließend schauen wir noch bei den Buschleuten, den San´s vorbei. Es ist schon interessant, wie das hier so abläuft, aber ich denke, dass wir das nicht nochmal brauchen.
Wir haben Sanleute schon öfters besucht und wir haben da fast immer ein "komisches" Gefühl. Irgendwie haben wir den Eindruck, dass sich die Leute regelrecht zu Schau stellen. Wir mögen das nicht so sehr, das ist nicht unbedingt unser Ding.
Und wir fahren zurück nach Onduruquea, schließlich wollen wir heute unbedingt noch einen Game-Drive machen. Wir haben mitbekommen, dass die Familie aus dem Osten weg ist und auch unsere Nachbarn haben schon frühmorgens, gleich nach dem Frühstück, rauchend Ihr Auto bepackt. Das hört sich doch schon mal Alles recht positiv an. Jetzt haben wir wieder "sturmfreie" Bude.😄
Als wir vor dem Game-Drive noch kurz zum schwimmen gehen, läuft mir ein älteres Ehepaar über den Weg. Ich: "Hallo,na, grad angekommen?". Er leicht verunsichert: "Hi, do you speak English?"
Aaaaah, das hört sich gut an. Endlich mal jemand, der seine "Papp´n" aufbringt . Und wenn auch "nur" in Englisch. Und so stellt sich heraus, dass das Paar aus Polen kommt. Da schau ich dann doch etwas ungläubig, aber die Beiden sind so nett und ich frage so im Spass, ob sie vielleicht im Lotto gewonnen haben?
Haben sie nicht, sie haben eine Softwarefirma in Polen mit 30 Angestellten, und er macht jetzt mal Urlaub von daheim. Sechs Wochen Afrika, in Südafrika war er schon, darunter eine Woche (!!!) im Sabi Sabi Private Game Reserve. "Very expensive", so verrät er mir. Weiß ich - denk ich mir. Ein Mensch mit sehr viel Geld, und beide sind ausgesprochen sympathisch. Das gefällt mir, das werden heute abend unsere Tischnachbarn.
Zeit für den Game-Drive: Wir wissen, dass das für längere Zeit wieder unser letzter Game-Drive sein wird und hoffen natürlich sehr, dass es eine schöne Fahrt wird.
Am Pool haben wir zuvor noch zwei Paare angesprochen, ob sie denn nicht Lust hätten, mitzukommen, und die beiden Frauen waren sich schnell einig - wir lassen die beiden Männer hier und machen den Drive mit. Das ist ja nett. Die beiden Damen sind uns auf Anhieb symphatisch. Und so ist das, es gibt Menschen, von denen erfährt man binnen fünf Minuten, wer sie sind, wo sie herkommen, was sie tun, wie sie heißen. Da stimmt ab der ersten Sekunde die Chemie. So mögen wir das.
Jetzt waren wir eine kleine Gruppe, und zu unserer Überraschung war heute Abend nicht der Senior, sondern dessen jüngster Sohn, Marco, der Driver. Na hoffentlich kennt sich der im Gelände aus und weiß, wo man hier endlich mal Tiere sehen kann.
Um es vorwegzunehmen: es war ein sensationeller Game-Drive.:) Dieser Marco war derart bemüht, allein sein Fahrstil sucht seinesgleichen. Der hat sich immer auf´s Trittbrett des Jeeps gestellt, um einen besseren Überblick zu haben und hat wirklich ALLES, aber auch wirklich ALLES getan, um uns einen unvergesslichen Drive zu bescheren.
Was für ein Glück, nicht nur die Besatzung passte, auch die Tiersichtungen waren einzigartig. Zum Abschluss der Fahrt haben wir noch Giraffen gesehen, die in der untergehenden Sonne am Horizont verschwunden sind. Das war Afrika pur. Das war einmalig.
Beim Drive sind wir mit den beiden Damen sehr nett ins Gespräch gekommen. Was wir am Pool noch nicht erfahren haben, hier im Busch kam der Rest.
Das eine Paar stammt aus Deutschland, er arbeitet seit zwei Jahren am Aufbau einer Zementfabrik, beide wohnen in Windhoek mit Kind. (Darum sind auch die Männer auf der Farm geblieben), und das andere Paar ist aus Namibia, sie Goldschmiedin und er ?.
Und dann sagt uns die Frau vom Zementfabrikanten, dass ihr Mann beim heutigen Abendessen in jedem Fall "draußen" sitzen wird und wir uns doch dazusetzen sollen. - Na denken wir uns, ob das wohl klappt, bei uns war´s ja schließlich nicht möglich.
Aber tatsächlich, für die 4 Herrschaften war der Tisch im Freien gedeckt, und die beiden Damen sorgten dafür, dass auch wir noch Platz bekommen.Natürlich nahmen wir die beiden Polen auch noch mit an unseren Tisch.
So saßen wir also mit 8 Personen + 2 Kid´s schön unter freiem Himmel. Wir waren die einzigen Gäste heute auf Onduruquea, und es war ein wunderschöner Abend! 🙂
Wir hatten supertolle Gespräche, wir haben viel von Namibia, aber auch viel von Polen, erfahren. Eine Runde nach der Anderen wurde ausgegeben, wir wackelten ganz verdächtig kurz vor Mitternacht ins Bett.;) 😉 😉
Dinner: Wir waren drei Abende hier. Und es wurde drei Mal Oryx gegrillt. Und zwar immer so:
(Vater und Sohn waren hervorragende Griller ...)
Glücklicherweise lieben wir Oryx, manch anderer hätte sich daran vielleicht sehr gestört, drei mal hintereinander Oryx zu essen, uns hat´s nichts ausgemacht. Es gab aber auch heute außer Oryx noch Geschnetzeltes (ich glaube vom Schwein), viele Salate und sehr gute Zutaten.
Die Stimmung war in dieser Runde prächtig, allerdings war´s der Hausdame überhaupt nicht recht, dass wir draußen gegessen haben. Sie hat sich das leider auch sehr anmerken lassen. Aus unserer Sicht kein guter Stil. 🙁
ÜN: so wie die letzten beiden Abende hier auf Onduruquea, der Preis war incl. Halbpension 1.278 ND, also ca. 125 Euro, und einen Game-Drive bekamen wir gratis, weil wir drei Nächte hier waren.
Fazit:
Wir tun uns schwer, die Gästefarm Onduruquea zu bewerten. Es ist alles sehr sehr sauber hier, die Bungalows groß, auch das Bad sehr sauber, die Betten bequem. Der Pool machte ebenfalls einen durchaus sauberen Eindruck, wir gingen gern rein zum schwimmen.
Vielleicht ist aber hier auch alles ein bisschen zu "hausbacken". Improvisation gibt´s hier nicht, ich glaub, da muss alles so gemacht werden wie es immer war, und da gehören auch die Essensgewohnheiten dazu. Vielleicht sollte man die jungen Leute mehr einbinden, aber das ist unserer Meinung nach relativ schwierig, zu dominant scheint die Chefin des Hauses zu sein. Sehr freundlich war allerdings immer das gesamte Onduruquea-Team.
Das Essen war an allen drei Abenden sehr gut. Ob´s aber jeden Abend Oryx braucht? Wir hätten uns schon mal über einen Fetzen Rindersteak gefreut.
Das Wasserloch war schlichtweg ein Witz. Hatten wir noch im Vorfeld über "jede Menge Tiersichtungen" gelesen, so können wir das nicht bestätigen. Wir waren drei Nächte hier, und wenn sich an zwei Abenden jeweils ein Eland für 5 Minuten hier verirrt, dann ist das für uns keine Sensation. Allerdings wurde uns von den Farmersleuten erklärt, dass sich hier zwei Leoparden rumtreiben und deshalb wenig bzw. gar keine Tiere zum Wasserloch kommen. Nur dumm, dass wir die Leoparden auch nicht gesehen haben.
Die Gäste hier waren sehr eigenartig. Anscheinend lauter "holiday-checkler". Wir bilden uns ein, sehr redselig und auch äußerst kontaktfreudig zu sein, aber an den beiden ersten Abenden dachten wir, wir sind Exoten, am dritten Abend war die Gesellschaft so, wie wir uns das wünschen.
Vergessen darf man auch das Preis-Leistungsverhältnis nicht. Einen Game-Drive für 90 ND pro Person wird man wo anders so schnell nicht finden. Und auch die Getränkepreise sind für unser Dafürhalten sehr human.
Für Menschen, die das erste Mal in Namibia sind, mag das hier eine gute Sache sein. Wenn man ein bisschen mehr will, und dazu gehören wir, reicht Onduruquea nicht. Wir würden nicht mehr herkommen.
Teil 1903. Nov. 2011
09.10.2011 von Omaruru nach Windhoek, ca. 275 km
Leicht verkatert steigen wir aus den Federn, oh Mann war das ein netter Abend gestern. Noch vor dem Frühstück packen wir schnell unsere Sachen, und bald geht´s los in Richtung Windhoek.
(Auto ist bepackt, gleich geht´s los ...)
In Okahandja besuchen wir den Holzschnitzermarkt, wir brauchen noch ein paar Mitbringsel für zu Hause. Es ist immer das gleiche Spielchen: zuerst wird man von allen Seite bestürmt, teilweise sogar bedrängt. Man muss schon sehr energisch sein, um die vielen Verkäufer abzuwimmeln.
Und alle sind nett, alle haben die beste Ware, alle haben die besten Preise, eigentlich sind sie eh alle das Beste, was uns heute passieren kann. Und alle sind sie unsere besten Freunde.
Aber man kann ja nicht bei jedem einkaufen, und so entscheiden wir uns für einen Holzschnitzer, bei dem wir den Eindruck haben, er ist nicht gar so "geschäftstüchtig". Wir kaufen ein paar Kleinigkeiten, das war´s. Der Mann ist aus Angola und wir haben das Gefühl, wir werden von ihm nur halb über den Tisch gezogen, nicht ganz. 😁
Was mich aber schwer ärgert, wenn man dann an den anderen Verkäufern, die "leer" ausgegangen sind, vorbeigeht, und diese Leute würdigen dich keines Blickes. Das ist schade, das verdirbt ein wenig die Stimmung. Schließlich waren das noch vor 10 Minuten unsere besten Freunde.😄
Bald sind wir in Windhoek, unsere letzte Übernachtung ist die Pension Uhland, bevor wir morgen wieder nach München zurückfliegen. Wir steuern zur Pension und entleeren als Erstes unser Auto. "Entleeren" ist der richtige Ausdruck, man glaubt gar nicht, was sich in diesen drei Wochen alles in einem Auto verstecken lässt.
Bei der Pension Uhland laufen uns zwei "verstaubte" Camper über den Weg, jetzt im Nachhinein stellt sich raus, es ist Marina (Fernweh 11), hier aus dem Forum. Bei der Gelegenheit beste Grüsse an Euch!
Wir haben einen Termin. 16:00 Uhr haben wir mit Berti Hamm von Savanna Car vereinbart, dass wir unser Auto zurückbringen. Es ist schließlich Sonntag, und deshalb haben wir einen festen Termin zur Wagenrückgabe vereinbart. Für uns war das so völlig in Ordnung, das hat gepasst. Bei der Gelegenheit gleich die Bewertung für
SAVANNA Car - wir haben für die 18 Tage Toyota Corolla 6.209 ND schon vor fast einem Jahr bezahlt mit Teilkaskoversicherung SB 500 Euro, ohne Reifen oder Glasversicherung. Es ist alles gut gegangen, keine Nachforderung, nichts. Das Auto ist tadellos gelaufen, alles war bestens in Schuss. 🙂
Gefehlt hat meines Erachtens ein USB Anschluss für den Musicstick, das sollte in so einem Auto drin sein. Aber ansonsten waren wir sehr zufrieden, die Firma Savanna Car macht einen sehr soliden Eindruck. Wir würden bei Savanna Car jederzeit wieder buchen. Die Transfers Flughafen - Stadt, Stadt - Uhland, Uhland -Flughafen haben alle pünktlich funktioniert und waren im Gesamtpreis inkludiert, ebenso wie alle nötigen Papiere für die Reise nach Botswana und Simbabwe.
Abends sind wir dann nochmals in Joe´s Beerhouse gegangen. Nette Unterhaltung am Tisch, das Essen war sehr gut.
ÜN: Pension Uhland, 661 ND, also rund 64 Euro für das Superior-Zimmer mit Frühstück für zwei Personen.
(Pension Uhland in Windhoek)
Uhland war uns ja schon von unserer ersten "verkorksten" Nacht hier in Windhoek bekannt. Da hatten wir unfreiwilliger weise das Standard Zimmer, jetzt zum Abschluss war´s das Superiorzimmer. Es war ordentlich, aber nicht mehr. Beim nächsten Mal suchen wir uns mit Sicherheit was anderes. Wir denken da an eine nette Lodge in Flughafennähe. Letztes Jahr waren wir bei den Trümper´s, das was deutlich besser.
Unser Urlaub im Rückblick:
Es war eine schöne und runde Sache. Nicht nur highlights, es gab auch Dinge, die nicht so gut liefen. Wenn wir eine Benotung abgeben müssten, dann würden wir nach dem Schulnotenprinzip wie folgt vorgehen:
Flug Air Berlin: eine glatte 6, durchgefallen, denn das mit der Verspätung geht überhaupt nicht
Pension Uhland, Standard Room 4
Maun, Discovery Bed and Breakfast 2
Nata, Nata Lodge 3
Kasane, Chobe Safari Lodge 1
Victoria Falls, Amadeus Garden 3
Kongola, Camp Kwando 1-2
Divundu, Nunda-River-Lodge 1-2
Grootfontein, GH Seidarap 1
Omaruru, Gästefarm Onduruquea 3
Pension Uhland, Superior Room 3-4
Savanna Car: 1 - 2
Sollten wir noch jemals in diese Gegend kommen, dann würden wir ein größeres Auto nehmen. Nicht nur die Sicherheit, auch der Komfort ist zum Beispiel bei einem KIA Sportage schon was ganz anderes. Und man sitzt ja doch etliche Zeit des Urlaubs im Auto. Gesamt sind wir übrigens in diesem Urlaub 3.830 Kilometer gefahren.
Der Urlaub in 2010 hat uns besser gefallen. Das war die klassische Namibia-Tour. Natürlich waren die Tiersichtungen im Chobe Nationalpark grandios, das war schon sehr beeindruckend. Und der Caprivi, absolut empfehlenswert. Aber Namibia ist Namibia.
Das gibt´s auch eine Küste, da gibt es Swakopmund. Wir haben das im letzten Jahr sehr genossen, weil es mehr Abwechslung gab. Da war die Kalahari, dann KleinAusVista, dann Swakop mit der Pelikan- und Wüstentour, und dann noch das Damaraland und zum Abschluss Ethosha. Wir haben letztes Jahr ein Highlight nach dem Anderen gehabt. Das war unvorstellbar.
Trotzdem war auch dieser Urlaub KLASSE, wir haben viel gelernt und viel erlebt. Was wir nächstes Jahr machen - vielleicht Südafrika, vielleicht eine Genießertour in Namibia - wir wissen es noch nicht. Aber sicher wird es wieder Afrika werden, dazu haben wir uns in dieses Land viel zu sehr verliebt.
DANKE an Alle, die ein feedback hergeschickt haben:)
DANKE an Alle für´s Mitlesen:)
DANKE für die Geduld, wenn Teile des Reiseberichtes mal zu "langatmig" waren;)
In diesem Sinne und bis auf ein ander Mal, der bayern schorsch