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Reisebericht · namibia-forum.ch

A coldfront is coming... Namibia im Winter 2011

von Beate2 · 55 Teile

Teil 116. Juli 2011

03.Juni 2011 - endlich war es soweit: Wir sind wir für 5 Wochen nach Namibia gefahren!!!
Nach langer Vorbereitung mit Fragen über Fragen - auf die ich hier im Forum geduldige und hilfreiche Antworten bekam... 😁
Dem Sammeln von Informationen von allen Seiten... 🤪
Dem Lesen von unzähligen Reiseberichten - wie oft bin ich in den letzten Monaten schon in Namibia unterwegs gewesen... 😁 😁

Vorweg noch mal ein ganz herzliches Dankeschön an alle Fomis, die uns und anderen mit ihrem Input die Möglichkeiten und auch Unmöglichkeiten eines Namibiaurlaubs nahebringen! 😘

Unser Auto hat uns 7184 km brav und ohne Pannen oder Platten über pads sämtlicher „Güte“ geschaukelt. Wir brauchten weder Kabelbinder noch Klebeband - nur eine sehr intensive Reinigung nach unserer Rückkehr.

Was wir nicht ahnten: Es sollte einer der kältesten Winter in Namibia seit vielen Jahren werden. Immer wieder hiess es „a coldfront is coming...“, „so kalt war es hier seit 6, 10 oder 20 Jahren nicht mehr...“ 😮
Und dafür sind die meisten Unterkünfte in Namibia nun mal nicht ausgelegt. Im Sommer freut man sich über den kühlen Luftzug, der nachts vielleicht durchs Zelt oder Cottage weht - im Winter sieht das bei Nachtfrost anders aus. Unser Bedarf an natürlichen Lüftungen und Außenduschen ist jedenfalls erst einmal gedeckt. 😵

Daher fällt unsere Bewertung mancher Unterkunft, die ihr in guter Erinnerung habt, sicher anders aus. So wird es aber vielleicht ein runderes Jahreszeitenbild - und zukünftige Winterreisende können diese Aspekte mit berücksichtigen.

Auch war unsere Freude und Entspannung auf Grund diverser Unpässlichkeiten zeitweise arg limitiert und ich habe mehrmals gedacht „ich will sofort nach Hause...“ 🤢 Das beeinflusst natürlich auch die Wahrnehmung und unter normalen Umständen hätten wir manche Situation wohl auch anders verarbeitet.

Wir hatten aber auch tolle Tage mit schönen Erlebnissen. 🙂 🙂
Die Landschaften haben uns beeindruckt. Wir haben immer wieder versucht uns vorzustellen, wie es unter normalen Umständen, sprich ohne all die Gräser und das Grün, wohl aussieht. Und irgendwann fahren wir sicher auch noch mal hin.
Aber wir wissen auch, dass das Namibia-Virus gegen das Südafrika-Virus bei uns keine Chance hat. 😗

Ok, los geht‘s!

03. Juni 2011
Vom Kap führt uns unsere erste Etappe bis nach Springbok. Nach 7 Stunden und 611km kommen wir gegen 16.00 bei angenehmen 19° dort an. Die Fahrt verläuft unspektakulär, es ist wie üblich wenig Verkehr auf der N7. Lediglich am Piekenierskloofpass südlich von Citrusdal gibt es eine 11km lange Baustelle. Wir kommen mit 2 kurzen Wartezeiten aber zügig durch. Nähere Infos dazu hier:
http://www.namibia-forum.ch/forum/27-routen/195037-n7-piekenierskloofpass-baustelle.html#195037

Die Orangenbäume zwischen Citrusdal und Clanwilliam hängen voller Früchte, die ersten Wildblumen blühen bereits, die Sonne lacht - was will man mehr!
Am Clanwilliam Damm machen wir Mittagspause. Der Damm ist nur zu 31% gefüllt. Heute vor einem Jahr war er zu 78% gefüllt. Da muss es also noch ordentlich regnen, um für den nächsten Sommer genügend Wasser zu haben.

Wir übernachten im „Mountainview Guesthouse“, im Africa Room. Der ist für 1 Nacht ok. Toll sind die beiden Katzen Maya und Boris, zwei Perser-Chinchilla Mischlinge. Was für Fellbündel! Ganz majestätisch halten sie Nachmittags Hof und hoffen auf ganz viele Streicheleinheiten der Gäste...

Wir machen noch einen kurzen Spaziergang durch die „Metropole des Nordens“ - nachdem wir im letzten Jahr schon dort waren wissen wir, was uns erwartet. Aber für ein bisschen Bewegung tut es gut.

Zum Dinner gehen wir wieder ins beste Restaurant des Ortes, das „Tauren“. Letztes Jahr war ich sehr enttäuscht, aber sie sollen eine zweite Chance bekommen. Und unsere heutige Auswahl ist gut! Da wir in den nächsten Wochen wohl noch genügend Steak & Co bekommen werden, bestellt mein Schatz eine Pizza Mexicana - ein Wagenrad, kross, gut belegt und scharf. Eint Teil davon geht ins doggy bag als lunch für Morgen. Ich entscheide mich für Kalamari und bitte die Bedienung, sie ohne die üblichen Gemüsebeilagen zu bringen. Dafür bestelle ich einen Greek Salad extra. Aus der Portion Kalamari machen andere Restaurants glatt zwei - sie ist riesig! Zudem knusprig und zart - sehr lecker! Der Salat ist gut gemischt, nicht nur Eisbergsalat und die Sauce kommt separat. Dazu ein Bier und wir sind rundum zufrieden. Angenehm überrascht bin ich, dass mein Salat nicht extra berechnet wird. Eine nette Geste und nicht selbstverständlich. 🙂
Der Weg den Berg hoch sorgt noch mal für Bewegung und es heißt „Augen auf“, denn nur die Hälfte der Straßenbeleuchtung funktioniert und die Straßen selbst haben ihre guten Zeiten schon lange hinter sich. Den complementary Port nehmen wir als Gute Nacht Schluck und fallen früh ins Bett.

04. Juni 2011
Die erste Nacht im fremden Bett ist immer ungewohnt und wir wachen recht früh auf. Das Frühstück ist ok, aber nicht besonders. In Annie‘s Cottage ist die Auswahl um einiges größer (die Zimmer sind dort aber auch einiges teurer).
Um 09.15 Uhr fahren wir bei 8° ab. Die Landschaft in Richtung Grenze ist karg, lediglich auf den Masten am Straßenrand sitzen viele kleine Raubvögel in der Sonne.
Die Grenze erreichen wir um 10.30. In Südafrika durchlaufen wir 4 Stationen, an jeder muss ein Papierschnipsel abgestempelt werden. Das Einreiseformular für Namibia haben wir zu Hause schon mal geübt. Das war hilfreich, denn zeitgleich mit uns trifft in dem office eine Truppe Namibier auf Heimreise ein, die ein lautstarkes Durcheinander verursacht. Unsere Autopapiere will keiner sehen, wir müssen nur etliche Angaben zum Wagen machen. Alle sind sehr freundlich und noch vor 11.00 sind wir in Namibia.
Die Berge am Orange River beeindrucken uns, der schmale Grünstreifen am Fluss entlang und die Weinfelder von Aussenkehr. Danach wird die Landschaft sehr karg, nur die Gräser, die im Wind wehen, bringen etwas Abwechslung.

Um 13.45 erreichen wir nach 484 km Keetmanshoop. Angenehme 23° begrüßen uns. Die „Pension Gessert“ finden wir nach kurzem Suchen. Hendrik öffnet uns, heißt uns willkommen, aber irgendwie haben wir das Gefühl, dass er unsere Buchung nicht so richtig auf dem Schirm hat und/oder wir gerade stören... Haus und Garten sind sehr verwinkelt und für unseren Geschmack zu voll mit Diesem und Jenem. Wir bringen unsere Sachen in unser Zimmer Nr 4 - und kriegen knapp die Tür noch zu. Zimmer und Bad sind sehr klein und auch ohne uns und unser Gepäck schon eng. Also nur das Wichtigste auspacken und den Rest geschickt stapeln. Dafür ist es eine günstige Unterkunft und für eine Nacht wird es gehen. Bevor wir zum Giant‘s Playground aufbrechen noch einmal kurz ins Kopfkissen lauschen und dann kann Namibia beginnen.
Um 15.00 holen wir uns unser ticket für die Besichtigungen und freuen uns, dass wir am Giant‘s Playground die einzigen Besucher sind. Was für eine Stille, es ist angenehm warm, ein leichter Wind weht und lässt die Gräser wunderschön leuchten. Und die gestapelten Bauklötze sind natürlich genial! Da haben die Riesen wohl wirklich ihren Spass gehabt!

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Wir machen unzählige Fotos aus allen Perspektiven, freuen uns wie die Kinder und bestaunen die Dassie Familien mit ihrem Nachwuchs, die sich auf den warmen Felsen sonnen.

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Aber was macht der der Himmel??? Die bisher leichten Schleierwolken werden dichter.
Wir müssen uns sputen, um zum Sonnenuntergang beim Köcherbaumwald zu sein. Die Wintertage sind halt kurz und das Licht ist anfangs gar nicht schön für Fotos! Aber um16.40 klart es wieder auf und es wird ein phantastischer Sonnenuntergang. 17.10 ist die Sonne dann weg. Auch hier ist wenig los, wir paar Besucher stehen uns nicht im Weg.

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Die Fahrt im Dunkeln nach Keetmanshoop geht problemlos. Kurz machen wir einige Tagebuchnotizen, dann fahren wir ins viel gelobte „Schützenhaus“ zum Dinner. Wow, was für eine Atmosphäre, was für ein Abend!!! Der Saal erinnert uns an eine Mischung aus Landgasthof in den 60ern und Bahnhofsrestaurant derselben Ära. Aber das Essen soll gut sein und das Restaurant ist ziemlich voll. Hendrik wollte für uns reservieren, aber die Bedienung gut uns doch etwas zweifelnd an, wo sie uns denn wohl platzieren soll. Darüber gibt es unter den Kolleginnen auch eine Diskussion mit Fingerzeigen hierhin und dorthin, aber das soll nicht unser Problem sein. Wir sitzen also zu zweit an einem 6er Tisch, ok. Während wir auf die Speisekarte warten, werfen wir schon mal einen Blick in die Runde - das Vereinsleben der Stadt scheint sehr wichtig zu sein. Ich entscheide mich für Rouladen, mein Schatz möchte in diesem urdeutschen Ambiente ein Eisbein, sprich: gegrillte Haxe. Nein, die solle er nicht nehmen, die wäre zu klein... Dann möchte er Schnitzel. Nein, das wäre nichts für einen Mann... Er solle doch XYZ nehmen. Will er aber nicht, er will jetzt Schnitzel. Nein, kein Schnitzel für ihn! Dieses Hickhack geht einige Male hin und her, bis er sich genervt 😠 für Kasslerkotelett entscheidet. Ok, das wird von der Bedienung endlich akzeptiert, mittlerweile ist sicher eine Viertelstunde vergangen und ich bin von meinem Bier schon müde.
Während wir ewig auf unser Essen warten, machen wir Restaurant-TV. Sehr interessant, was da abgeht!
Einige Vereinsbrüder kommen aus der Bar rüber und finden keinen freien Tisch mehr. Ihre Blicke, die uns zwei an dem großen Tisch treffen, sprechen Bände... 😣 Ich sehe, dass an mehreren Tischen insgesamt 6 oder 7 Essen zurück in die Küche gehen - oh,oh... 🤩 Als musikalische Untermalung ertönen in der Endlosschleife „Ein Bett im Kornfeld“ & Co. Ein Einheimischer feiert Geburtstag mit 10 Gästen. Sie benehmen sich wie die Axt im Walde und schlagen jede 30er Busgruppe um Längen!!! Der Gipfel aber ist, dass das Geburtstagskind im Restaurant rauchen muss. Dafür muss die Tür weit geöffnet werden und wir sitzen mitten im Durchzug. 😈 Einen Aschenbecher gibt es auf dem Tisch nicht - ist in Namibia in Restaurants nicht eigentlich auch Rauchverbot? - also nimmt er den großen: Mit ausgestrecktem Arm wird auf den Fussboden geascht. Ich frage mich wirklich, wo wir hier gelandet sind?! Die Bedienung fragt zwischendrin, ob alles ok ist - nein, wir haben Hunger, warten seit fast einer Stunde auf unser Essen und es ist kalt. Sie schliesst die Tür, eine andere Bedienung macht sie wieder auf: „Sorry, but he wants to smoke.“ Hallo, geht‘s noch?? 😈 😈 Nach meiner dritten Beschwerde fruchten die Blicke, die ich Richtung Bedienung und Geburtstagskind schicke, endlich und die Tür wird geschlossen. Zwischendrin kommt unser Essen. Hätten wir nicht so lange gewartet und hätten wir die Wahrscheinlichkeit, an einem späten Samstagabend in diesem Kaff noch etwas anderes zu finden, höher eingeschätzt - wir wären sofort gegangen! Vom gelobten zarten namibischen Rindfleisch ist die Roulade Lichtjahre entfernt. Die wenige Millimeter dicken Kasslerkoteletts können nur mühsam mit dem Steakmesser in Happen zersägt werden, es ist knochentrocken. Dafür kommt die Rechnung dann schon, während mein Schatz sich noch mit seinem Fleisch abmüht. Auf das Wechselgeld warten wir dann noch mal gut 10 Minuten. Es kommt erst auf Nachfrage - das hatte man doch glatt vergessen... Ihr kriegt von uns aber nichts geschenkt! 😠
Eine klitzekleine Genugtuung gibt es für mich dann aber doch noch: Auch das Geburtstagskind schickt sein Steak zurück in die Küche... 😗
Abgenervt fahren wir in unsere Unterkunft, schmeissen die Heizung an und gehen ins Bett. Wir sind noch ganz am Anfang unserer Reise und es kann eigentlich nur besser werden...

Teil 216. Juli 2011

05. Juni 2011
Wir haben beide recht gut geschlafen und sind schon vor der verabredeten Zeit beim Frühstück. Und das ist wirklich so gut, reichhaltig und liebevoll bereitet, wie es überall beschrieben wird. Wir lassen es uns schmecken und schwatzen nebenbei mit 2 anderen Gästen, die gestern Abend auch im Schützenhaus waren. Sie können noch einige ähnliche Geschichten beisteuern und fanden die Raucheraktion genau so daneben wir wir. Insgesamt gingen wohl ein Dutzend Essen zurück... Hendrik berichtet von etlichen schlechten Erfahrungen dort in letzter Zeit. Das Canyon Hotel soll derzeit aber auch nicht besser sein. Wer also ein gutes Restaurant eröffnen will - in Keetmanshoop ist derzeit scheinbar Bedarf!!! 😄

Um 09.15 fahren wir bei 9° los in Richtung „Kalahari Anib Lodge“. Die C17 bis Koes ist recht eben, streckenweise liegt obenauf viel loser Sand und Gravel. Aber insgesamt ist sie gut zu fahren. Die weite, flache Ebene ist ziemlich eintönig, auf den Masten sitzen viele Pale Chanting Goshawk (leider alle gar nicht fotogen). Die Strecke zwischen Koes und Wegdraai gefällt mir dann aber - Achterbahnfahren quer zu den Dünen, klasse! Das Gras wird dichter, die Farben sanft pastellig, dazwischen das Rot der Dünen. Super!

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Hier treffen wir erstmals auf sehr viele der beliebt - berüchtigten Sattelschrecken, die auf der pad unterwegs sind. Bilder gibt es später, da haben wir sie noch besser vor die Linse bekommen. Die C15 am Auob River entlang ist dann ja wieder ganz anders: Ein breites Tal, sanfte Hänge, das Gras steht hoch und schillert in gelb-silber-grün.

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Begeistert sind wir von den riesigen Webervogelnestern in den Bäumen. Sie sehen aus, als ob man Decken in die Bäume gehängt hätte.

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Erschreckt sind wir allerdings über die vielen überfahrenen Tiere auf dieser Strecke: 2 Schakale, 1 Fuchs, 1 Stachelschwein, Mangusten, Squirrel, und 1 Hund...

Das Stück auf der geteerten C20 genießen wir und um 14.45 kommen wir endlich nach 399 km auf der „Kalahari Anib Lodge“ an. Wir werden sehr freundlich mit einem leckeren Saft empfangen und auf dem Weg zu unserem Zimmer wird uns die Anlage gezeigt und alles erklärt. Dafür ist genügend Zeit, denn wir sind in der hintersten Reihe untergebracht, ich glaube in Nr 37, mit Blick in die Kalahari.

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Das Zimmer ist nett und zweckmäßig, hat aber etwas zu wenig Ablagemöglichkeiten und zu wenig Beleuchtung.
Wir haben gerade noch Zeit um unser Gepäck ins Zimmer zu bringen, denn um 15.30 startet der sundowner drive. Wir sind zu neunt auf dem Wagen, ich sitze in der Mitte, was für Fotos immer ein unglücklicher Platz ist. Leider sind die Tiere auch alle weit weg. Die 5 Giraffen hatten wir schon auf dem Hinweg am äußersten Ende des Lodgegeländes am Zaun gesehen, das war‘s hier zum Thema Giraffen. Ansonsten begegnen wir u.a. Wildebeest, Oryx, Springböcken, Zebras, Yellow Mongoose und einer Spotted Eagle Owl. Fotos dazu schenke ich mir jetzt mal.

OK, fangen wir also heute beim sundowner mit der Malariaprophylaxe an: Gin-Tonic. Ist nicht unbedingt mein Lieblingsgetränk, es wirkt aber. Auf die Frage, ob ich noch einen zweiten Drink möchte lautet meine Antwort: „Yes, please - just a little bit of Tonic and lots of Gin...“ Oh, wie peinlich 😊 😊 Michelle, unsere guide, nimmt‘s mit Humor...

Der Sonnenuntergang über den roten Dünen ist dann herrlich kitschig. Die Wolken am Himmel schaffen eine besondere Stimmung. Sie zaubern ein wunderschönes Licht.

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Bei unserer Pause erzählt Michelle, im vergangenen Sommer hätte es auf der Anib Lodge 900mm Regen gegeben, normal wären 150mm. Und für die nächsten Tage wäre ein Kaltfront angekündigt, mit „Kalahari Snow“. 🤩 Nachdem die Sonne weg ist, wird es auch schnell sehr kalt. Gut dass wir entsprechend ausgerüstet sind. Auf der Rückfahrt freue ich mich dann über meinen Platz in der Mitte: Von recht und links werde ich etwas gewärmt und ich kann meine Hände mit unter die Decke stecken und mich einfach anlehnen.

18.30 gibt es Dinner. Es wird uns in der Klicklautsprache, auf Englisch und Deutsch vorgestellt: Kalahari Truffles, Pumpkin Soup, Oryx Stroganoff mit Reis und Gemüse. Als Dessert Appletart mit Vanillesauce. Alles ausgesprochen lecker und liebevoll serviert. Der Service ist überhaupt sehr angenehm und aufmerksam. Auch die Atmosphäre im Restaurant gefällt uns an diesem Abend gut: 2 Busgruppen mit 12 bzw. 16 Personen und 3 einzelne Paare. Alle genießen, es wird gelacht und erzählt - in moderater Lautstärke. Ein Paradies im Gegensatz zu gestern.
Im Zimmer machen wir mal wieder die Heizung an, denn es ist empfindlich kalt dort. Das Geschepper der air con lässt uns aber nicht sonderlich gut schlafen.

Teil 317. Juli 2011

06. Juni 2011
Das Bett war etwas zu kurz für uns, insgesamt war die Nacht aber OK. Duschen, Auto beladen, auschecken und um 08.15 kommen wir als Letzte beim Frühstück an, die Gruppen sind schon weg. Von allen werden wir wieder sehr freundlich begrüßt. Erstaunlich: Das umfangreiche Buffet ist noch vollständig und komplett aufgebaut. Oft sieht es nach dem großen run ja ziemlich abgefressen aus, aber hier fehlt nichts! Ein dickes Kompliment! 😁 Wir langen richtig zu und lassen uns Zeit. Wir werden umsorgt, es wird noch mal frischer Kaffee für uns gekocht, alle sind gut drauf. Wissend, dass wir schöne Landschaften auslassen, haben wir beschlossen, heute die faule Variante über die B1 zu fahren. Also haben wir genügend Zeit. Nach dem Frühstück machen wir noch einen Gang durch die Anlage, die uns ganz gut gefällt. Die Gelegenheit für Fotos, da alle Gäste bereits weg sind... aber der Wind ist uns zu kalt, also husch, husch.

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Die Anib Lodge wird hier im Forum ja sehr kontrovers diskutiert. Ich kann gut mir vorstellen, dass es laut wird, wenn es voll ist. Wir waren mit der Lodge und dem Preis-Leistungs-Verhältnis aber sehr zufrieden. Bei den Angestellten hatten wir den Eindruck, dass sie gut angelernt sind und es auch eine funktionierende Kommunikation zwischen den Ebenen gibt. Das Essen war mit eins der Besten auf unserer Reise. Auch auf die Gefahr hin, dass es voll und laut werden kann - wir würden wiederkommen!

09.15 sind wir auf der pad. Unser Thermometer zeigt 05°, kein Wunder, dass ich in meinen Sandalen kalte Füsse habe! 😐
Die B1 ist in der Tat langweilig, erst hinter Rehoboth wird es mit den Bergen interessanter. Leider ist es diesig, kein schönes Licht für Fotos. Und es ziehen etliche Wolken auf, die wir in Deutschland als Schönwetterwolken einstufen würden. Um 11.00 haben wir mollige 23°.
Unterwegs treffen wir wieder auf viele Mastenbewohner - ich hoffe, dass ich mit meiner Identifizierung als Pale Chanting Goshawk richtig liege?

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Um 12.30 erreichen wir nach 283 km entspannter Fahrt unser Ziel, die „Casa Piccolo“ in Windhoek. Claudia begrüßt uns und bittet uns um etwas Geduld, denn unser Zimmer ist noch nicht fertig. Wir sehen uns solange um und sind ganz zufrieden: Schlicht aber neu und sauber. Die Nr 15 ist schön groß, hell, neu eingerichtet, mit vielen Ablagemöglichkeiten. Das Zimmer gefällt uns, wir machen uns breit und nehmen eine kurze Siesta (die Betten sind lang und gut, die Decken mollig).

Danach fahren wir um die Ecke in ein Café, das mitten in einer Gärtnerei liegt. Der Kuchen ist OK, der Cappucino gut und auf geht es in die Stadt. Auf dem Parkplatz vor der Touri-Info stehen wir aber unentschlossen wie „Pik 7“ rum und wissen nicht so recht, was wir eigentlich machen wollen. 😕 Wir stellen gerade fest, dass wir gar nicht in der Stimmung auf Stadt sind. Ups! Ein bisschen ziellos laufen wir durch die Gegend und außer den wenigen typisch deutschen Häusern ist Windhoek für uns recht nichts sagend. Es weht ein kalter Wind. Wir gehen zum Craft Market - der bietet für uns aber wenig Neues. Salatbesteck, Giraffen, Straußeneier... haben wir schon zu Hause. Die meisten der Geschäfte gibt es auch in Südafrika. Ich habe keine Lust, Fotos zu machen. Und es wird kälter...

Schlag 17.00 leeren sich die Straßen und da wir nicht noch viel fahren wollen, gehen wir schon auf einen Aperitif ins „Restaurant Gathemann“. Hm, Campari-Orange, lecker! Wir sind so früh die einzigen Gäste, sehen uns im schön dekorierten Restaurant um, studieren Reiseführer und Speisekarte und sind jetzt ganz zufrieden. Mein Schatz entscheidet sich für ein Wildschnitzel, für mich Fischfan gibt es Seezunge mit Prawns. Oh, wie fein!!! 🙂 2 riesige, zarte Schnitzel munden vorzüglich. Und meine Seezunge ist groß, saftig, und fleischig. Nur die Sauce zu den Prawns ist mir zu salzig. Dazu Bier und Weißwein... Sehr gute und feine Küche, angenehmes Ambiente - aber auch teuer!
Zurück in unserem Zimmer untersuchen wir die Lüftung in der Decke und versuchen, ihr Wärme zu entlocken. Ein Anruf bei Claudia schafft Klarheit: Es ist nur eine Kühlung für den Sommer. Na denn: Noch einen heißen Tee kochen, die Wärmflaschen füllen und schnell ab unter die doppelten Decken. Im Zimmer ist es mittlerweile unangenehm kalt.
Claudia sagte vorher noch, dass Wolken in Windhoek im Winter kein gutes Zeichen wären. Das bedeute Kälte! 🤨

Teil 421. Juli 2011

07. Juni 2011
Gut ausgeschlafen wachen wir auf und während ich mich noch mal in die Decke kuschle überlege ich, ob wir nicht die Betten auf‘s Auto schnallen und für den Rest des Urlaubs mitnehmen könnten? 😗 Wer weiss, wann es wieder so gute Betten geben wird?! Im Zimmer ist es temperaturmäßig wie zu Hause, winterlich kühl. Das Thermometer draußen zeigt 05°. Na, es ist ja noch früh, da ist noch Potential drin...

Das Frühstück ist Durchschnitt, nicht eines der üppigsten und die junge Angestellte steht meist etwas verloren in der Ecke rum. Sie fragt nicht, ob wir Eier möchten, auch sonst isst niemand Eier... Egal, wir wollten eh einen Ei-freien Tag machen. Am nächsten Tag bekommen wir mit, dass es Eier scheinbar nur auf ausdrückliche Bestellung gibt.
Um 9.00 brechen wir auf in die Stadt. Bei immer noch 05°. Wir fahren hoch zur Heinitzburg. Der Besuch dort fällt leider sehr kurz aus, da ein eisig kalter Wind um den Turm pfeift. Im Sommer ist das zum sundowner sicher ein genialer Platz. Uns tun die Angestellten leid, die dort oben in Hemd und Weste stehen und die Gäste begrüßen sollen, denn sie klappern mit den Zähnen. Jacken gehören scheinbar nicht zum Outfit. 🙁
Da es uns draußen zu kalt ist und wir keine Lust auf Shopping Malls haben, entschließen wir uns für Bildung: Wir steuern das Nationalmuseum in der Alten Feste an. Und sind ziemlich entsetzt, denn beides ist in einem katastrophalen Zustand. 😮 Die Alte Feste kann man nicht mehr „fest“ nennen: Überall bröckelt der Putz, man muss auf Stolperfallen achten, die Fenster fallen auseinander. Das Haus wirkt extrem ungepflegt. Die Vitrinen sind eingestaubt, Texte umgekippt und nicht mehr zu lesen. Alles ist irgendwie chaotisch, wir finden keinen roten Faden und geben schnell entnervt auf. Hinzu kommt, dass wir für viele Exponate auf die Knie gehen müssen, weil sie so tief ausgestellt sind. Der Bereich der Bushmen Paintings wird dann ganz absurd. Er ist einer Höhle nachempfunden, in der es aber so stockdunkel ist, dass man sich wirklich an den Wänden entlang tasten muss. Erkennen, geschweige denn lesen, können wir nichts. Ich suche nach einem Lichtschalter - es würde ja Sinn machen, wenn hier nicht den ganzen Tag das Licht brennt. Den finde ich aber nicht. Und bei einem Blick an die Decke des Raumes stelle ich fest, dass es zwar Deckenlampen gibt - aber ohne Glühlampen drin... 😵 Tja, das wird dann hier wohl nichts mit der Geschichte und Kultur der Ureinwohner... Später erfahren wir, dass der ultramoderne Klotz, der nebenan gerade gebaut wird, das neue Museum beherbergen soll. Na, da müssen sie aber auch die Ausstellung noch heftig aufpolieren. So geht das auf keinen Fall zusammen.
Draußen ist es noch immer bitter kalt. Am Auto tausche ich Sandalen gegen Wanderschuhe und nehme ein dickere Jacke. Die Stadt macht bei dem eisigen Wind aber absolut keinen Spass und wir versuchen immer mal wieder, uns in einer windgeschützten Ecke in der Sonne aufzuwärmen.
Die permit für den Welwitschia Drive bekommen wir recht schnell. Damit ist das „must do program“ eigentlich abgehakt, denn Souvenirs brauchen wir nicht. Da mir mittlerweile Hals und Ohren weh tun biegen wir bei Pick‘n‘Pay ein und kaufen uns ein paar Kleinigkeiten zum lunch. Im Laufschritt geht es zurück zum Auto: "Nein Schatz, ich will keine Fotos machen, ich will mich in der Casa Piccolo erst mal aufwärmen..." Es ist nun 12.00 und das Thermometer zeigt immer noch 05°!!! 🤩 Nun ist klar, warum wir so frieren. Ich sage nur: The coldfront is there!!! 🤩 🤩
In der Unterkunft organisiere ich einen extra Vorrat an Hot Chocolate und Milch, dazu gibt es Sandwich und Kuchen. Die Stühle werden an die große Tür gerückt und in der Sonne sitzend tauen wir langsam wieder auf. Allerdings läuft meine Nase und Hals und Ohren tun immer noch weh. Oh,oh...

Claudia kommt und verteilt Wärmflaschen. Sie berichtet von Durchsagen, dass die Farmer auf ihre Schafe und das Federvieh aufpassen sollen - es könne so kalt werden, dass die Tiere auf den Weiden einfach umkippen können. Na, das ist aber auch eine Aufgabe. Und heute morgen sein ein Gast um 04.30 bei -02° gejoggt... Jedem das Seine! 😐
Wir wollen nicht noch mal raus in die Kälte und entschliessen uns zu einer Siesta mit Wärmflasche und Erkältungstropfen. Das tut gut. Danach ist es empfindlich kalt im Zimmer, denn die Sonne ist hinter dem Haus verschwunden. Wir versuchen dem mit langen Unterhosen, 2 Paar Socken und viel Tee zu begegnen. Das klappt nur begrenzt. Claudia ruft an und fragt, ob bei uns Alles in Ordnung ist. Abgesehen von der Kälte - ja, danke. In der Hoffnung auf ein geheiztes Restaurant entschliessen wir uns, wieder früh zum Essen zu fahren. Mittlerweile sind es noch 03°. „The Gourmet“ ist unser Ziel. Und ja, dort steht ein großer Gasheizer und glüht. Die Bedienung will uns in eine Ecke des Raumes setzten. Wir fragen, ob der Tisch in der Mitte noch frei sei, denn der steht direkt unter dem Heizer. Ja, Glück gehabt - endlich können wir uns wärmen.
Die Pizzen klingen verlockend und so bestellen wir beide eine. Ich weiss nicht mehr, für welche wir uns entscheiden. Aber dies sind mit Abstand die besten Pizzen, die wir seit Jahren gegessen haben. 🙂 🙂 Sie sind sehr lecker, saftig, mit dünnem Boden und krossem Rand. Und das Beste ist, dass sie sehr lange warm bleiben. Köstlich! Dazu ein Glas Rotwein, ein Espresso hinterher - jetzt geht es uns wieder gut! Den Pizzabäcker würde ich neben den Betten auch gerne mitnehmen... 😗
Draußen und im Zimmer ist es, wie zu erwarten, noch ungemütlicher. Und so gehen wir gleich mit 2 Wärmflaschen und Erkältungstropfen ins Bett und gucken noch bis kurz vor 21.00 TV. Dann fallen uns die Augen zu.

Teil 521. Juli 2011

08. Juni 2011
Wir haben wieder gut geschlafen. In der Nacht muss es ziemlich gefroren haben. Das Dach ist weiss und aus den Regenrinnen hängen die Eiszapfen. 😵 Beim Frühstück ist es kalt, da auch der Raum nicht geheizt ist. Ansonsten ist das Frühstück wie gehabt, aber heute mit Eiern. Dazu gibt es Erkältungstropfen.

Erst zu Hause fällt mir auf, dass ich weder von unserer Unterkunft noch von Windhoek Fotos gemacht habe. Die Meisten von euch kennen es aber ja auch...

Windhoek als Stadt haut uns nicht vom Hocker. Rückblickend hätte uns eine Nacht dort gereicht.
Die Casa Piccolo empfanden wir als nichts Besonderes aber OK. Ruhig und gut gelegen, gute Betten, sauber, große Zimmer. Durchaus empfehlenswert.

Um 08.45 fahren wir los, bei 02°! 🤩 Das Thermometer im Auto blinkt, was soll uns das jetzt sagen? Das hatten wir noch nicht und wir hoffen, dass es bitte nicht den Geist aufgeben möge. Später kommt uns die Idee: Das war die Warnung vor Bodenfrost, denn bei 05° hört es auf zu blinken. Wieder was gelernt!
Und noch etwas lernen wir in diesem Urlaub an unserem Auto sehr schätzen: Die Sitzheizung! 😛 Bisher habe ich mich ja immer gefragt, warum ein Auto, dass in Südafrika ausgeliefert wird, eine Sitzheizung braucht?! Jetzt weiss ich es und finde das ein sehr nützliches Zubehör...

Also, besagte Sitzheizung auf Stufe 2 und schnell raus aus Windhoek. Wir sind nur wenige Kilometer auf der B1 gefahren, als wir den ersten roadblock erreichen. Da habe ich ja einige Geschichten gelesen - nette und weniger ermutigende. Ich sammele schon mal unsere Autopapiere zusammen. „Good morning officer!“ begrüßen wir den jungen Mann fröhlich und freundlich. Seine Antwort kommt sehr leise durch zusammen gebissene Zähne zurück. Schreiben wir das mal der Kälte draußen zu. 😕 Er wirft erst einmal einen ausführlichen Blick in unser Auto. Ansonsten: Schweigen... „Where do you come from?“.„Windhoek“. „Where do you go to?“. „Waterberg“. „Hmmm.“ Noch ein Blick ins Auto. „Ok, you can pass. But drive carefully!“ „Yes, Sir, we will. Thanks and enjoy your day“. Das war‘s. Ich kann alle Papiere unbesehen wieder einpacken. 🙂

Die Sonne lacht, es gibt einige dicke weisse Wolken am Himmel und das Thermometer klettert langsam bis auf 15°. Auf der B1 ist kaum -nein, eigentlich kein - Verkehr und wir kommen gut voran. In Okanhandja machen wir einen Tankstop und ich gehe in den Supermarkt, um noch ein paar Kleinigkeiten zu kaufen. Leider finde ich nirgends eine öffentliche Toilette. Also gehe ich noch mal in den Supermarkt zurück und frage, wo ich denn fündig werden könnte. Die junge Kassiererin überlegt angestrengt - oh, offensichtlich habe ich da eine schwierige Frage gestellt. 🤨 Dann bedeutet sei mir, ihr zu folgen, quer durch den ganzen Supermarkt. Hinten gehen wir durch den Vorhang in den für Besucher gesperrten Bereich. Und immer weiter gehen wir... Wir begegnen etlichen Angestellten, die mich alle freundlich grüßen und erreichen schließlich den Aufenthaltsraum und die Toilette für die Mitarbeiterinnen. „Please, Ma‘am. Will you find the way back?“ „Yes, thanks, of course!“
Mit einem fröhlichen „Bye, bye, have a nice trip“ werde ich dann noch von allen verabschiedet. Na, wenn das kein Service ist! 😉

Unser nächstes Ziel ist die „WABI Game Lodge“ am Waterberg. Die C22 und D2512 sind gut zu fahren und auf den Masten und Leitungen sitzen wieder viele Vögel: Pale Chanting Goshawk, Lilac-breasted Roller, Glossy Starling, Grey Lourie sowie Yellow-billed und Bradfield‘s Hornbill. Die Fotoausbeute ist nicht der Rede wert, gerade die Hornbill weigern sich hartnäckig... Dann kreuzt noch eine dicke grünliche Puffotter den Weg. Bis wir die Kamera gezückt haben und in Position stehen, ist aber nur noch ihr Schwanz zu sehen. Die hat es aber eilig... Leider ist es ziemlich diesig, so dass auch die Fotos vom Waterberg wenig hergeben. Aber es ist schon ein imposantes Massiv, das da aus der Ebene ragt.
Um 13.50 erreichen wir das gate der „WABI Game Lodge“. Das gate ist geschlossen und ein Schild weist mehrsprachig darauf hin, dass von 12.00 bis 14.00 Mittagsruhe sei. Dies sei ja auf der Buchungsbestätigung bereits angekündigt worden und man möge sich doch bitte gedulden. 😵 Daran kann ich mich zwar nicht erinnern, die 10 Minuten werden wir aber sicher schaffen. Ich habe zu Hause dann noch mal alle Unterlagen durchgesehen - die Schließung wurde nirgends erwähnt...:( Hätten wir dort 1 oder 2 Stunden vor verschlossenem Tor gestanden, wären wir wahrscheinlich gleich zu Beginn stinksauer gewesen.
Um uns herum flattern einige Crimson-breasted Shrike und über uns ziehen 3 Cape Vulture ihre Kreise. Es gibt also genug zu gucken. Pünktlich wird das gate geöffnet und wir fahren durch zur Rezeption. Juliana begrüßt uns sehr freundlich mit Saft und kalten Tüchern und zeigt uns dann die Lodge. Das Kaminzimmer mit all den ausgestopften Trophäen ist ja nicht so unser Ding.

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Die Gartenanlage ist nett gemacht und es gibt einen schönen pool, den der Rottweiler ausgiebig für sich nutzt. Wir sind für die 2 gebuchten Nächte die einzigen Gäste und sind in Bungalow Nr 6 untergebracht. Je 2 Bungalows teilen sich einen gemeinsamen Eingangsbereich, der ist schon größer als die meisten Zimmer, in denen wir je sein werden. WABI war bis vor 5 oder 6 Jahren eine Jagdfarm und in den Bungalows ließen es sich die Jagdgesellschaften gut gehen. Unsere Nr 6 ist jedenfalls riesig. Es besteht aus einer großen Lounge mit einem Einzelbett und einem Etagenbett.

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Bei meiner ersten Anfrage hatte ich nach der Länge der Betten gefragt und Christine, die Besitzerin, hatte angeboten, uns eine Verlängerung zu basteln, wenn die Betten zu kurz sein sollten. Das hatten sie auch gemacht und das fanden wir sehr aufmerksam.

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Und das Bad ist ein Saal...

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Wir machen es uns mit Tee und Keksen auf unserer Terrasse gemütlich, schreiben Tagebuch, gucken den Vögeln zu und genießen die Sonne. Urlaub! Mit meiner aufziehenden Erkältung wird es besser, es scheint, dass ich glimpflich davon kommen werde.
Bei einem weiteren Rundgang über die Lodge begegnen wir Christine. Wir schwatzen nur kurz, denn sie packt die Koffer für den Urlaub und wird morgen früh abfahren. Aber Juliana würde für uns da sein. Sie gibt dann noch einen für unseren Geschmack ziemlich unpassenden Spruch zum Besten und verabschiedet sich.

Beim Dinner ist der Tisch liebevoll für uns gedeckt und wir sind gespannt auf das Essen. Macarius, der Koch, heißt uns ebenfalls willkommen und serviert die Vorspeise: Tuna-Cocktail. Sehr lecker, das fängt gut an. Allerdings riecht die Butter zum Toast ranzig, die lassen wir mal lieber weg.
Als Hauptgericht gibt es Hausmannskost: Schweinesteak, Spätzle, Blumenkohl und Rote Beete. Leider ist das Essen völlig versalzen (ist er so doll in seine Juliana verliebt???) und die Sauce ist ein eindeutiges geschmacksverstärktes Tütenprodukt. Das Fleisch ist knochentrocken und über alles ist eine zu intensive Gewürz-Kräuter-Mischung gestreut. Auf Macarius‘ Frage, ob es uns schmeckt, bekommt er eine ehrliche Antwort: Nein... 🙁 Wir bitten ihn, am nächsten Tag weniger zu salzen und die Sauce und Kräutermischung ganz weg zu lassen. Er stutzt zwar, will es aber machen.
Als Dessert gibt es eine Vanillecreme. Die schmeckt leider nur nach saurer Milch und Tüte. Auch nicht lecker. Unterm Strich bleibt eine ernüchternde Bilanz und wir sind auf das für morgen bestellte Game-Fondue gespannt. 😕 Das kostet immerhin den stolzen Preis von 365 NAM$ pro Person... 🤩 Ich gebe zu, ich habe nicht nach dem Preis gefragt, als ich es bestellte. Mit 250-270$ hatte ich gerechnet, aber nun sind wir doch perplex.

Auf unserem Zimmer machen wir die air con noch mal an, kniffeln eine Runde und liegen um 21.00 im verlängerten Bett. Und das ist nett!

Teil 623. Juli 2011

09. Juni2011
Die Betten sind gut, die Decken warm und bis zum Morgengrauen habe ich gut geschlafen. Dann wache ich auf und mein Abendessen steht mir Oberkante Unterlippe. 🙁 Die Sauce fährt Fahrstuhl und beim Gedanken an ein Frühstück wird mir übel... 🙁 🙁 Beim Geschmack der Sauce wird mir ganz übel... 🙁 🙁 🙁 Was soll denn das jetzt?!? Ich habe keine Lust aufzustehen, drehe mich um und versuche noch mal einzuschlafen. Das klappt aber nicht richtig. Mir ist übel und mein Gedärm rumort... 😮
Um 7.00 klingelt der Wecker, denn wir hatten für 8.15 einen „Extended scenic and game drive to the Waterberg Plateau“ gebucht. Bingo! Ich kann mich nicht richtig entscheiden, was ich will: Eigentlich im Bett bleiben; Eigentlich losfahren, denn wir sind ja im Urlaub und wollen was sehen... Wir beschliessen erst mal zum Frühstück zu gehen und dann zu sehen. OK.
Für uns war ein ganz liebevolles, kleines aber feines Frühstücksbuffet gedeckt. Es fehlt soweit an nichts. Aber dass die Eier extra zu zahlen sind finden wir ziemlich daneben, zumal auf der Farm etliche Hühner herum laufen. 😵
Mein Schatz lässt es sich schmecken. Da er der Müsli-Mann ist, kann er gut auf die extra Ausgabe für Eier verzichten. Ich nehme nur Tee und trockenen Toast. Nicht mal mein geliebter Morgenkaffee hat eine Chance. 🙁
Wir erzählen Juliana und Macarius, dass es mir nicht gut geht und ich mir das Fondue am Abend gerade gar nicht vorstellen könne und es absagen möchte. Ich wäre ja nicht mal sicher, ob ich überhaupt den drive machen könne. Wir werden beruhigt: Erst einmal sollen wir frühstücken und dann würden wir weiter sehen. Da wir die einzigen Gäste seien wäre das gar kein Problem. Das hört sich gut an. Mir geht es nach Tee & Toast nicht besser, aber wir beschliessen, den drive zu machen. Zur Not kehren wir halt um.

Vor der Rezeption wartet unser Fahrer auf uns und das Auto finde ich etwas merkwürdig. Es gibt eine geschlossene Fahrerkabine und oben die offenen Sitze für die Gäste. Wie kommuniziert man da miteinander während der Fahrt?!? 😕 Das übernimmt Juliana, die uns begleitet. Aha, öfter mal was Neues. Bevor es richtig los geht halten wir noch am Schuppen und Juliana holt Decken für uns. Wie mir erst später richtig klar wird, war meine Decke offensichtlich das Nachtlager von einem Teil der 47 Hauskatzen, die zur Farm gehören. Echt Naturhaar... 😗 So lange sie Floh und Laus frei ist - na ja, nicht gerade prickelnd, aber wir sind nun schon unterwegs.

Die Fahrt geht erst einmal durch die Ebene und dann hinauf auf das Plateau der WABI Concession. Juliana erklärt uns so gut und viel sie kann an Flora und Fauna. Unser Fahrer fährt - er ist offensichtlich Fahrer und kein Guide oder Ranger, denn von ihm hören wir kein Wort. 😵 Und wenn er fährt, dann hält er von sich aus auch nicht an. Wir sagen Stop, wenn wir einen Vogel sehen, fotografieren oder etwas wissen möchten. Juliana klopft dann auf‘s Dach. Bis er anhält sind wir natürlich dran vorbei. Also zurück - und der Vogel ist weg. Meinem Schatz schwillt der Kragen, so sauer wird er. 😠
Die Fahrt auf das Plateau dauert ca. 90 Minuten, in denen es nicht viel zu sehen gibt. Das Buschwerk steht hoch und dicht direkt neben dem schmalen Weg, da drin ist nichts zu erkennen. Es ist ein ziemliches Gerumpel. Mir ist übel und ich habe immer noch das Gefühl, das Abendessen gerade zu mir genommen zu haben, so voll bin ich. Und die Sauce... 🙁 Aber mein Magen hält sich wacker.
Ab und zu gibt es einen kurzen Ausblick auf den Waterberg und die weite Ebene. An einem Wasserloch stehen etliche Oryx und Kudu. Sie laufen aber weg, als wir noch gut 100 Meter entfernt sind. Die Tiere sind ausgesprochen scheu hier. Wir halten an (unser Fahrer hält von sich aus an!!! 🙂 ) und klettern auf den hide in der Nähe des Wasserlochs. Ganz leise sind wir, nicht laut niesen, nur flüstern und warten... Nach einiger Zeit kommt ein Kudu vorsichtig um die Ecke und guckt zu uns herüber. Psssssst!

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Und was macht unser Fahrer: Er schnappt sich einen Zweig und schlägt lautstark den Staub vom Kühlergrill. 🤩 Das Tier dreht sich auf dem Huf um und ist weg. Ihr erinnert euch an das HB-Männchen??? Mein lieber Mann ist ja ein sehr zurückhaltender, aber wenn er wütend wird... 😈 🤢 😈
Wir stapfen, nun auch nicht mehr leise, die Leiter wieder herunter, und er muss seinen Frust erst einmal loswerden: Was ist das für ein drive auf dem nicht angehalten wird und was soll der Lärm??? 😈 Juliana entschuldigt sich und will mit dem Fahrer reden.

Der Rückweg geht für eine weitere Stunde durch dichtes Gestrüpp, Tiere sind nicht zu sehen. Wir sind sauer, mir ist schlecht. 🙁 Möchtet ihr was trinken? Nein, danke. Denn: Getränke auf den drives, inklusive Wasser, sind extra zu zahlen... 😠
Unten in der Ebene angekommen sehen wir endlich Tiere. Von Weitem. Sowie sie unser Auto wahrnehmen machen sie sich aus dem Staub. Juliana muss immer wieder auf‘s Dach klopfen... Mit dem Fernglas erkenne ich Blesbok, Black und Blue Wildebeest, Waterbuck, Springbok, Impala, Warthog. Alle vieeeel zu weit weg für Fotos. Wir sehen die durch den Regen zerstörte Mauer des großen Hippo-Dams. Darin klafft ein riesiges Loch, der dam ist ausgelaufen.
Lediglich eine Gruppe Waterbuck ist nahe genug für einige Fotos.

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An einem kleineren Dam in der Nähe entdeckt Juliana etwas auf der hinteren Böschung. Unser Fahrer hat mal wieder nichts mitgekriegt, steigt aus, erkennt immer noch nichts 😐 - und fragt uns, ob wir ein Fernglas haben. 😵 Haben wir, aber erst mal gucke ich 😛
Selber Schuld, wenn du kein Fernglas dabei hast! 😗
Da hat Juliana in der Tat ein Hippo auf der anderen Seite des dams entdeckt. Respekt! Dem schauen wir ein ganze Weile zu. Durch das Fernglas sieht es so aus, als ob dem Hippo eine Träne übers Gesicht läuft.

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Ich könnte auch heulen. 🙁 🙁
Kurz bevor wir die Lodge wieder erreichen begegnen wir noch 3 Giraffen am Weg.

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Um 12.00 sind wir zurück an der Lodge. Ein irrer drive! 🤩 🤩 Fast 4 Stunden waren wir unterwegs, haben kaum etwas gesehen und zahlen dafür jeder satte 450 NAM$ 😈 🤢
Juliana entschuldigt sich später noch für den Fahrer: Ihm sei nicht klar gewesen, dass wir Fotos machen wollten. Er mache ja sonst nur die game drives mit den Gästen... 😣
Darauf fällt uns nichts ein. 😵

Zum lunch hatten wir einen Greek Salad bestellt, der ist mittelmäßig. Juliana und Macarius erkundigen sich noch mal, wie es mir geht: Nach wie vor nicht besser und das Fondue am Abend kann ich mir nicht vorstellen. Und mein Schatz möchte alleine auch kein Fondue essen. Wir sollen ihnen bis 16.00 Nachricht geben, was wir essen möchten, das würde reichen. OK, wenn sie meinen...

An eine eigene Fahrt zum Waterberg Park ist nicht zu denken. Wir legen uns erst einmal hin und versuchen zu schlafen, was bei dem Lärm im Gedärm nicht leicht ist. Und ich esse immer noch die Sauce von gestern Abend. Jetzt kommt die ganz Magen-Darm-Palette der Reiseapotheke zum Zuge.
Gegen 14.30 ist klar: Kein Fondue, der Bauch krampft, ich bin randvoll und habe null Appetit. 🙁 Ich mache mich dann auf die Suche nach Juliana und gehe über unsere Terrasse in Richtung Rezeption. Nach dem kühlen Zimmer ist es schön warm in der Sonne. Im alleräußersten Augenwinkel nehme ich irgendetwas wahr und friere automatisch ein. Als ich in die Richtung blicke sackt mir das Herz in die Hose: 🤩 🤩 Da liegt eine Kobra in der Sonne und fühlt sich offensichtlich gestört. Vielleicht 2 m von mir entfernt richtet sie sich züngelnd auf und breitet ihren Schild aus. 😮 😮 Ganz ruhig, Mädchen, keine Panik - aaaaaahhhhh, Nichts leichter als das!!!!!!! 😗
Nicht bewegen, Lage checken - sie hat zu beiden Seiten und nach hinten ausreichend Platz. Wenn ich gaaaaaaaaaanz vorsichtig und gaaaaaaanz langsam zurück gehe, dann sollte das hoffentlich gut ausgehen?!? Ok, einen winzigen Schritt zurück. Sie bleibt, wo sie ist. Noch einen winzigen Schritt zurück. Sie bleibt, wo sie ist und warnt mich weiterhin. Noch ein Schritt und noch ein Schritt. Nach ich weiss nicht wie vielen Schritten drehen wir uns dann beide um. Ich flitze in unser Zimmer, schreie „Kobra“ - und jetzt mir ist richtig schlecht. Mein Herz schlägt Purzelbäume, mein Kreislauf rotiert. 🤪 🤪 Und mein Schatz fragt ruhig: „Kobra? Was ist mit einer Kobra...?“ „Na da, auf unserer Terrasse...“.„Wo???“. „Mann, da!“ „Wo?“ Mittlerweile ist nur noch ihr Schwanz zu sehen, sie kriecht bereits die Böschung hinab.
Leute, die war so gut getarnt: Auf einem Bodenbelag aus unregelmäßigen Fliesen in unterschiedlichen Farbtönen, mit unregelmäßig breiten Fugen und die schon recht tief stehende Sonne wirft zusätzlich noch den Schatten vom Terrassengeländer darauf. Sie muss sich bewegt haben und wurde damit von einer Fuge zu „da ist was im Augenwinkel“. Sie war noch recht klein, vielleicht 60 cm lang und in dem Licht kaum zu sehen. Und ehrlich gesagt - ich habe zu dem Zeitpunkt nicht mit einer Schlange dort gerechnet, weil den ganzen Nachmittag die 3 Esel mit viel Getrampel um unser Haus herum den Rasen gemäht haben. Nachdem ich den Schrecken halbwegs verdaut habe, suche ich - ALLES GENAU SCANNEND - wieder nach Juliana. Auf ihre Frage, wie es mir geht, erzähle ich ihr von meiner Begegnung. „Oh, they often come onto the terrasse in winter to warm up. You should close the door to the terrasse, that they cannot come into your room.“ Wow, danke, gut dass wir darüber sprechen! Den Hinweis hätte ich gerne schon ein bisschen eher bekommen, wenn die Situation so deutlich ist. 😐
Ich bestelle nun also endgültig unser Fondue ab. „Oh, but Macarius already prepared a lot and the meat is thawed...“ Hm, können wir nun bis 16.00 absagen oder nicht? Ich finde die Situation gerade ziemlich blöde. Wir einigen uns darauf, dass für den Mann das Fleisch irgendwie anders zubereitet wird. Das sollte bei Fonduefleisch ja kein Problem sein. Und ich möchte nur Kartoffeln und Gemüse - „plain, without anything, even without salt“.
Bis zum Sonnenuntergang sitzen wir dann doch noch auf unserer Terrasse, da wir aber ständig in alle Richtungen schielen, ist das auch nicht so entspannend. Ich lege mich noch einmal hin, der Schatz schreibt Tagebuch und um 18.30 gehen wir zum dinner.
Unser Tisch ist wieder liebevoll gedeckt und wir sind gespannt, was heute serviert wird. Ich bestelle mir erst mal einen Kräutertee. Als Vorspeise serviert Macarius Tomatensuppe. Die mag ich ja eigentlich sehr gerne und teste eine Löffelspitze voll. Oh, das geht völlig daneben - direkt aus der Tüte, Geschmacksverstärker und wieder diese Kräuter-Gewürz-Mischung obenauf. 😠 Eine totale Aversion gegen Essen macht sich bei mir breit. Mein Schatz mag sie auch nicht, löffelt sie aber tapfer weg. Zum Brot gibt es wieder ranzig riechende Butter. Als Hauptgang bekomme ich mein Gemüse - ohne Salz aber mit der Kräuter-Gewürz-Mischung. 😠 😠 Eine baby potato und eine baby carrot schaffe ich mir Mühe, dann gebe ich auf. Mein Schatz bekommt 4 undefinierbare Fleischscheibchen - wo ist das ganze Fonduefleisch? 😵 - Kartoffeln und Gemüse. Genau so salzig und mit derselben Sauce wie gestern. 😠 😠
Da ist wohl einiges nicht angekommen. 😈
Als dessert gibt es dann ein Stückchen Fertigkuchen. Das auf der website gepriesene Schlaraffenland ist es nun nicht gerade. Wir sind schnell fertig mit diesem dinner und verschwinden in unser Zimmer.
Um 19.45 liege ich mit Konzert und Krämpfen im Bauch im Bett. 🙁 🙁

10. Juni 2011
Kurz vor 7.00 stehen wir auf, es geht mir noch nicht besser. Das Frühstück ist, wie gehabt, lieb angerichtet. Für mich gibt es wieder nur Tee & trockenen Toast.
Beim Auschecken bekommen wir dann die Rechnung: Mark, der Besitzer, hätte gesagt, dass wir den Aufschlag für das Fondue zahlen müssten. Denn wir hätten es bestellt, er hätte die ganzen Vorbereitungen im Kühlschrank gesehen und wir hätten es zu spät abgesagt. Und das Fleisch müsse ja schon am Vorabend aufgetaut werden. Das widerspricht nun den gestrigen Angaben - es sei alles kein Problem, wir könnten uns bis 16.00 Zeit lassen etc. - völlig und zeigt für uns ein ziemliches Kommunikationsdefizit zwischen Management und Angestellten. 🤢 😠
Juliana entschuldigt sich, sie führe ja nur die Anweisungen aus...
Was uns hierbei am meisten ärgert ist, dass der Besitzer der Lodge offensichtlich anwesend war, und diese Anweisung ausgab, ohne sich bei uns vorzustellen oder das Verfahren mit uns zu besprechen: "Sorry, tut mir leid, aber...". 😈
Und wenn er sie schon bezahlen soll, dann hätte wenigstens mein Mann etwas von all den vorbereiteten Dingen serviert bekommen sollen. Mein Teebeutel in einem Becher Wasser zum dinner schlug auch mit satten 8NAM$ zu Buche. (Die Teebeutel auf unserem Zimmer hatten ein MHD bis März 2010... 😗 )

Unser Fazit kurz und knapp:
Gesamteindruck: Einmal und nie wieder.
Und von einem Lodgebesitzer erwarten wir da ein anderes Verhalten, zumal wenn von den beiden einzigen Gästen einer krank ist. 🤢 🤢

Teil 726. Juli 2011

10. Juni 2011 Fortsetzung
Um 9.00 sind wir auf der pad, das Thermometer zeigt 07°. Die D2512 ist wunderbar glatt und so rollen wir in der Morgensonne dahin. An die Umgebung kann ich mich nicht mehr genau erinnern, dichtes Buschwerk steht zu beiden Seiten, wir sehen einige Hornbill, Roller und Shrike und diesen hübschen jungen Pale Chanting Goshawk

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Wir passieren einige kleine Farm- und Wohnhäuser, Rinder stehen auf und neben der pad, Farmtore sind zu öffnen und zu schliessen.
Mir ist immer noch übel, ich huste und die Knochen tun mir weh. Ist wohl noch keine Besserung in Sicht. 🙁

Unser Abstecher zum Hoba Meteoriten fällt recht kurz aus. Wir drehen nur eine Runde und fahren dann Richtung Grootfontein. Hier machen wir nur den nötigen Tankstop und weiter geht es zum heutigen Ziel „Roy‘s Camp“. Um 12.30 kommen wir nach 291 km dort an, das Thermometer zeigt angenehme 23°. Unsere Hütte Nummer 2 ist ja etwas ganz Anderes als die bisherigen Unterkünfte. Eine witzige Konstruktion und Zusammenstellung, sehr rustikal. Aber leider auch sehr dunkel innen.

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Wir richten uns nur kurz ein. Die Koffer bleiben zu, denn wir sind uns nicht sicher, wer noch in den dunklen Ecken sitzt und durch all die Spalten schlüpfen kann. Ich greife tief in die Reiseapotheke und schlafe für eine Stunde tief und fest. Das tut gut und etwas erholt machen wir einen Gang durch das Camp. Außer uns scheinen bisher nur Gäste auf 2 Campsites zu sein. Wir trinken Tee in der urigen Lounge und klären das Dinner: Für mich bitte nur Tee & Toast. Ich habe weder Hunger noch Appetit.

Nach dem Sonnenuntergang wird es sehr schnell kalt, zu kalt um draußen zu sitzen. Ich höre etwas von „a coldfront is coming...“. Na, das kommt uns doch bekannt vor. 😗 Und das Lagerfeuer ist bereits von einer Gruppe Motorradfahrer belegt. So kleiden wir uns im Zwiebelprinzip und stehen Gongschlag 18.00 im Restaurant. Das Buffet sieht lecker aus: Verschiedene Salate, Kudusteak, Hähnchenteile, Gemüse, Reis, Dessert. Christine scheint eine gute Köchin zu sein. Meinem Schatz schmeckt es, ich probiere eine Gabel Reis und bleibe beim Toast.
19.45 liege ich mit Wärmflasche und Kräutertee im Bett. Der Bauch rumort und krampft. Wärme und Medikamente helfen aber und ich schlafe recht früh ein.

11. Juni 2011
Die Nacht ist so weit OK und bis zum frühen Morgen ist es auch warm genug in unserer Hütte. Dann wird es ungemütlich, denn es zieht kalt durch alle Ritzen. Und um 3.15! fangen die Hähne wie blöd an zu krähen und kriegen sich nicht wieder ein. Schnabel halten 😠! 6.45 wachen wir auf. Mir geht es na ja und ich huste nun auch heftig. 🙁 Wir finden es viel zu kalt, um zu duschen. Da ich aber das Feuer rieche und unser donkey wohl schon ordentlich geheizt hat, sollten wir die Gunst der Stunde nutzen. Eine weise Entscheidung - die Dusche weckt doch einige Lebensgeister.

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Das Frühstücksbuffet sieht wieder gut aus, ich bleibe bei Tee & Toast. Jeder Gedanke an Essen kommt nicht gut an bei mir.
Und der für heute geplante Ausflug ins San Village fällt aus. 🙁 🙁 Ich mag nicht über die pad rumpeln und den ganzen Tag unterwegs sein. Klasse, was tun an so einem Tag im Busch?! Wir entschließen uns später, einen der walks auf dem Campgelände zu machen und da wir manchmal nach dem Weg suchen müssen und nur langsam voran kommen, sind wir fast 90 Minuten unterwegs. Der Gang durch den Busch tut jedoch gut. Wir sehen einige Schmetterlinge, Kudu und Grey Lourie

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Dieser Baum mit der interessanten Borke ist wohl ein Feuerdorn (Commiphora pyracanthoides)

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Das hohe Gras beschert uns eine ausgiebige Beschäftigung im Nachhinein: Socken und Schuhe sind voll mit Grannen, die uns schon unterwegs gepiesackt haben. Wir haben dann irgendwann aufgegeben und pulen nun eine gute Stunde lang alles heraus. Wir haben ja Zeit heute... 😗
Den Nachmittag vertrödeln wir mit diesem und jenem. Ich wünsche mir einen bequemen Sessel oder eine Liege - da besteht hier im Camp eindeutig Verbesserungsbedarf. Und ich bin gefrustet, denn krank auf Roy‘s Camp zu sitzen finde ich nicht Hit verdächtig. 😵
An der Bar bitte ich Leon noch mal um Tee & Toast. Tee schmeckt, Toast nicht. Wir schwatzen ein bisschen, anfangs ganz angenehm, aber dann schwenkt Leon um auf Bibelauslegungen, Genesis, den kommenden Weltuntergang und die Richtigkeit von Darwins‘ Lehre... Danke, meine kleine Welt steht bereits kurz vor dem Untergang. 🤢 Das ist nun wirklich kein Thema, das ich krank an einer Bar in der namibischen Wüste mit jemandem diskutieren will, den ich kaum kenne. Zum Glück reisen weitere Gäste an und ich verkrümele mich erst einmal.

Um 18.00 liege ich im Bett, der Bauch gluckert und krampft. Mir ist zum Heulen. Ich bekomme wieder eine Wärmflasche, Kräutertee und diverse Pillen. Der Mann geht alleine zum Essen, er hat aber auch keinen rechten Appetit und ist bald zurück. Mir geht es ein bisschen besser.
Wir versuchen halb im Liegen, halb im Sitzen zu kniffeln. Plötzlich fängt mein Schatz an, neben mir zu zittern: Ihm sei kalt... Zieh dir noch eine Jacke an... Gesagt, getan. Aber kurz danach liegt er mit Schüttelfrost und heißem Kopf im Bett. Was kommt denn jetzt noch? 😮 🤨 😮 19.45 machen wir das Licht aus und hoffen auf eine passable Nacht...

Daraus wird aber nichts, denn wenig später geht es los: Akuter Brech-Durchfall. 🤩 🤩 Die ganze Nacht über rennt der Ärmste und gibt Alles, was er hat. Wir sind nur froh, dass es im Bad einen altmodischen Blecheimer gibt, und kein geflochtenes Körbchen... Es ist der pure Horror. Ich bin hellwach, lausche auf die Geräusche aus dem Nachbarbett, versuche zu helfen (Hey, was geht es mir doch gut! 😐 ) und spiele alle möglichen Szenarien für den nächsten Tag durch: Natürlich ist Sonntag! Arzt, Apotheke, Krankenhaus in Grootfontein - was, wenn er dort bleiben muss? Was wird aus unserer nächsten Station - wir haben ab morgen 4 Nächte Etosha gebucht?! Alternativen? Nach Hause fahren? Ich will sofort nach Hause, ich will in mein Bett!!! 🙁 🙁 🙁 Das ist aber viel zu weit weg... 🙁 🙁 🙁 Zwischendrin sagt er dann „Alles Gute zum Geburtstag, mein Schatz“... Ach, der findet heute ja auch noch statt, das passt mir irgendwie aber gerade gar nicht... 😵
Als es bei uns etwas ruhiger wird, gibt es draußen bei den Vögeln Alarm, da ist wohl jemand auf Beutefang. Kurz nach 3.00 fangen diese blöden Hähne wieder an zu krähen. Ihr seid gleich fällig 😠 ! Irgendwann schlafen wir erschöpft ein.

Teil 826. Juli 2011

12. Juni 2011
Ein Tag für die Hartgesottenen...
Um 7.30 wachen wir total erschlagen auf. Dem Armen geht es überhaupt nicht gut. Er bittet mich, ihn für eine Infusion ins Krankenhaus zu fahren. Nichts lieber als das, mein Schatz! Ich dusche fix um halbwegs in den Tag zu kommen und während ich unsere Sachen in die Koffer packe - mittlerweile kenne ich unser Packsystem zum Glück, so dass es ziemlich schnell geht - schiele ich immer wieder zu meinem Schatz, dass er mir im Bad nicht umkippt. 😵
Leon und Christine gucken erschrocken, als ich ihnen von der Nacht berichte und ich frage sie nach einem Arzt - nicht am Sonntag. Ein Krankenhaus - ja das gibt es in Grootfontein. Ich lasse mir den Weg erklären, und bezahle die Rechnung. Als Leon mir zum Abschied sagt, wenn wir noch mal nach Namibia kommen, dann sollten wir uns aber besser vorbereiten, knalle ich ihm meine frostige Antwort „Wir sind gut vorbereitet“ 😠 entgegen und gehe.
Schnell das Gepäck ins Auto wuchten und dann den Mann über die Rumpelpiste schaukeln. Oh je, wie kriege ich ihn hier bloss weg????? 😕 Allein die wenigen Meter von unserer Hütte zur Rezeption werden von endlosem Stöhnen begleitet. Immerhin verabschiedet Leon sich noch und wünscht uns Alles Gute. Das können wir gebrauchen!
Der Kilometer bis zur Straße ist eine Tortur, auf der Teerstraße wird es besser. Das gleichmäßige Fahren ist ansatzweise erträglich. Ich bin froh, dass mal wieder kein Verkehr auf der Straße ist, so geht es mit speed control und 120 nach Grootfontein. Irgendwie funktioniere ich, an meinen Bauch und meine Erkältung denke ich nicht.

9.30 erreichen wir die Notaufnahme des Private Hospital Grootfontein. Wir sitzen kaum, da kommt schon eine Krankenschwester und fragt auf deutsch nach unserem Problem. Obwohl wir das sicher auch auf Englisch hingekriegt hätten, erleichtert es die Kommunikation gerade noch mal sehr. Sie nimmt uns mit in einen Behandlungsraum, stellt jede Menge Fragen und erklärt uns das geplante Vorgehen. Diverse Untersuchungen, inklusive Malariatest stünden an und der Arzt sei informiert. „Wissen Sie, hier in Namibia gehen unsere Ärzte sonntags ja noch in die Kirche. Aber er weiss Bescheid, die Kirche ist gleich aus und dann kommt er.“ Heute ist nicht nur Sonntag, es ist auch noch Pfingsten. Wir nehmen scheinbar mit, was wir kriegen können! 😵
10.10 kommt der Arzt bereits. Er lässt sich noch mal alles erklären, untersucht uns und entscheidet die Behandlung: Infusion für den Mann und diverse Medikamente für uns beide sofort. Auf meine Frage, ob und wie wir wohl 4 Tage Etosha schaffen könnten, guckt er erst mal und überlegt. Der Schatz will da hin und nirgends sonst. Alle Untersuchungsergebnisse sind negativ.😁 OK, unter der Vorraussetzung XY und mit genügend Medikamenten gibt der Arzt grünes Licht. Wir beschliessen, dass wir das wohl hinkriegen können. Er stellt uns eine Tüte mit Medikamenten zusammen, mit genauen Instruktionen, auch bezüglich essen, trinken etc. Die Ursache dieser Attacke bleibt ungeklärt.

Von den Krankenschwestern werden wir sehr aufmerksam versorgt und bekommen Tee. Ich hole mir jetzt Kekse und einen Apfel aus dem Auto - ich fühle mich recht klapperig und brauche nun doch was in den Magen. Und er beschwert sich auch nicht. 😉
Während die Infusion vor sich hin tröpfelt fahre ich in die Stadt: Tanken, Geld holen. Alles easy und überall werde ich freundlich gegrüßt. Einkaufen im Supermarkt: Einen Wagen voll Wasser, Salzcräcker, Äpfel, Cola. Das Helferlein auf dem Parkplatz guckt mich irritiert an, denn ich habe wohl nicht den typischen Touristeneinkauf dabei.

Am Krankenlager hat sich die Situation etwas entspannt, wir scherzen mit der Schwester und ich bekomme wieder Hoffnung doch noch in die Etosha fahren zu können. Ansonsten ist mein Plan B: Wir bleiben erst mal in einer Lodge vor dem Lindequist Gate. Die werden jetzt im Winter schon noch ein freies Zimmer haben.

Die Aufstellung der Rechnung erfordert dann einige Zeit, denn in der Buchhaltung ist heute niemand. Die Schwester muss alle Posten handschriftlich addieren, etwas Spielraum dazu rechnen und ich bezahle per Karte. Ein eventuelles Guthaben soll dann auf unser Konto überwiesen werden. Mir ist Alles recht, denn meinem Schatz geht es deutlich besser 🙂 , er muss nicht im Krankenhaus bleiben 🙂 🙂 und der Urlaub scheint nicht ganz verloren. 🙂 Und für den Betrag hätten wir in einem deutschen Krankenhaus an einem Sonntag nicht viel mehr als einen feuchten Händedruck bekommen.
Um 13.00 beenden wir die Infusion, sonst schaffen wir den Weg in das gebuchte Halali definitiv nicht mehr. Wir sind unendlich froh über diese schnelle, freundliche und kompetente Betreuung. 😁 😁

Die C42 und B1 sind leer und gut zu fahren, mit speed control und 120 kmh kommen wir gut voran. Ich gucke immer wieder, wie es meinem Passagier geht, der mal mehr und mal weniger stöhnt. 😵 😵
Unter einem Baum auf einem Picknickplatz stehen die Herren in Uniform und machen nette Fotos. Da ich vom Gegenverkehr bereits angeblinkt wurde, ahne ich was da kommen wird.
Um 14.30 erreichen wir nach nur einem Nothalt die Abzweigung zur Etosha und wir klären noch mal, ob wir heute außerhalb bleiben oder noch in den Park fahren. Wir fahren hinein und wollen in Namutoni weiter sehen.

Am Von Lindequist Gate gibt es eine kleine Verzögerung, denn wir stören die Dame bei ihrer Lektüre und sie kann keinen funktionierenden Kugelschreiber finden. Dann sind wir im Park.
Und obwohl wir beide nur eingeschränkt aufnahmefähig sind, sind wir sofort begeistert: Was für ein Empfang! 😁 😁 Am Wegrand und in den Büschen stehen ganz viele Giraffen, Impala, Kudu, Springbok. Wir fahren langsam an ihnen vorbei und werden aufmerksam beäugt. Aber alle gehen entspannt ihrer Beschäftigung nach - Fressen... Auf dem kurzen Stück zwischen dem gate und Namutoni sehen wir sicher 30 Giraffen in allen Größen. Leider wird dies ein Nachmittag ohne Fotos: 🙁 Ich traue mich nicht, mehr als unbedingt nötig anzuhalten, denn bremsen und Gas geben gefällt dem Magen nicht. Und der Mann ist nicht in der Lage zu fotografieren. Schade, es ist eine so schöne Strecke: Landschaftlich mit all den Bäumen und Büschen und die Anzahl der Tiere haben wir nicht erwartet!

15.10 erreichen wir Namutoni und ich versuche mein Glück an der Rezeption: „Will it be possible to change our first booked night from Halali to Namutoni?“ „??Why??“ Es folgt ein Erklärung, wieso wir so spät dran sind... Das Gesicht der Dame verändert seine Züge in eine wenig vorteilhafte Richtung. 😣 „You first have to go to Halali and then come back“. „No, we want to stay here today and go to Halali tomorrow“. „No, that would be VERY complicated!“. Ihrem Gesicht lese ich ihre Gedanken ab: „WORK!!!“ 🤢 😠 😈
OK, neuer Versuch. „Will ist be possible to reach Halali in time, before they close the gate?“ „YES! No problem. It‘s 75k‘s.“. „How long will it take us to get there?“ „May be 30 minutes, may be one and a half hour“. 🤩 🤪 😣 Diese afrikanische Logik und Zeitplanung will ich nun nicht weiter diskutieren, hier verschwende ich kostbare Zeit. Also schnell bei der Kollegin die permit bezahlen, im shop eine Karte vom Park kaufen und am Auto die Lage checken. Wir haben 2 Stunden Zeit um Halali zu erreichen und im Gedärm ist Ruhe eingekehrt. Also noch mal auf die Toilette und los.

Die Strecke von Namutoni nach Halali ist toll: Es gibt viel Abwechslung in der Landschaft, Bäume, Büsche, offene Grasflächen. Und Giraffen ohne Ende!!! An diesem Nachmittag sehen wir insgesamt vielleicht 80 Giraffen. 😁 Wo kommen die alle her? Dazu weiterhin Impala, Kudu, Springbok, Elefanten... Wenn wir es schaffen, sollten wir in den nächsten Tagen noch mal zurück kommen. Wir kommen gut voran, nur wenige Tiere kreuzen in sicherem Abstand die pad.

Und dann kommt ER. Es ist 16.40 und wir haben noch etwas mehr als 10 km bis nach Halali vor uns. Auf einer leichten Anhöhe kommt uns ein riesiger Elefant entgegen. Wir stehen unten, er kommt von oben. Mitten auf der pad, mit federnden Schritten und locker im Hüftgelenk. Die Ohren schlagen und der Rüssel rotiert. Die Zeichen sind klar: 😠 DIES IST MEIN WEG! 😠
Ich halte an und schlucke schwer. 😮 Man, ist der groß!!! Wir sind ihm eindeutig zu nah, also müssen wir zurück. Ihn vorne im Auge behaltend und langsam rückwärts fahrend versuche ich, Abstand zu gewinnen. Der Mann stöhnt. Er wird schneller. Wir auch. Ups, es geht nicht nur bergab, da ist auch noch eine Kurve. Jetzt nicht noch rückwärts in die Botanik fahren... 😗 Neben uns macht sich ein zweiter Wagen davon. Wir gucken uns an und zucken mit den Schultern. Als der Abstand groß genug ist wende ich erst mal, fahre noch ein Stück weiter und warte. Hinter uns ist niemand zu sehen. Doch, da kommt er und ist nicht erfreut, dass wir immer noch auf seinem Weg stehen. 😠 Gut, dann also noch weiter zurück. Jetzt kommt uns ein Golf entgegen und ich gebe ein Handzeichen. Als der Wagen anhält erkenne ich, dass der Fahrer ein Park Ranger ist. Dich schickt der Himmel! Nachdem ich ihm erzählt habe, wer da kommt, meint er trocken: 😐 „Oh, I know him. That will take a while... We can only go back and hope he‘ll take the shortcut to Goas. There will be no way to pass him...“ 😐
Nach einigen Minuten kommt der Dicke dann und scheucht uns noch weiter vor sich her. Am Abzweig nach Goas sind wir nun wieder vorbei. Und wir warten... Und warten... Und die Zeit rennt uns davon... 😗 Mittlerweile warten 4 Wagen auf einen Elefanten. Aha, da sehen wir den Kopf.
Es ist 17.00 und ich bin froh, dass wir hier nicht alleine stehen. Und wir warten... Er frisst genüsslich ein wenig hier und ein wenig da. Er geht ein paar Schritte weiter und frisst. Als wir ihn wieder in ganzer Pracht sehen können stellt er sich mitten auf den Weg - und frisst... Am Abzweig nach Goas kommt er dann noch mal mit aufgestellten Ohren und hoch erhobenem Rüssel drohend auf uns zu. 😠 Dann biegt er endlich ab in Richtung Goas.
Es ist 17.12 und der Elefant ist weg. OK, Motoren an und los. In Kolonne, der Ranger vorweg, brettern wir in einer unglaublichen Staubwolke durch den Park. Ich hoffe nur, dass die Wagen vor uns alle potentiellen Versuche, die pad zu kreuzen, bereits im Keim erstickt haben. Denn wir sehen Nichts - außer Staub! Und die Abendsonne steht rot und tief direkt vor uns. Ich ertappe mich dabei, wie ich mit gespitzten Lippen versuche, den Staub vor meinem Gesicht weg zu blasen. Nein, es hilft nicht wirklich... 😗 Irgendwie läuft das alles wie im Film ab, ich denke das ist der helle Wahnsinn und funktioniere einfach.
Um 17.22 rollen wir durch das gate von Halali. Ein lautes Aufatmen und Stöhnen ist in unserem Auto zu hören, wir sind völlig fertig. Der Ranger kommt vorbei, grinst und mein trocken: 😉 „Just in time!“ Denn um 17.25 ist Toresschluss... 320 km haben wir an diesem Ausnahmetag geschafft.

Ich flitze zur Rezeption, das Einchecken geht zum Glück schnell und wir fahren zu unserem Bush Chalet No 60. Es liegt ganz am Ende der Anlage, das gefällt uns auf Anhieb. Wir schleppen das Gepäck rein, der Mann duscht, fällt ins Bett und schläft für 2 Stunden. In der Zwischenzeit packe ich aus und um, rücke die Möbel zurecht, wasche Wäsche, dusche...

Um 20.00 erwacht mein Schatz und es geht ihm deutlich besser als heute Morgen. Ich bereite eine Kleinigkeit zu essen vor, denn mein Magen meldet Bedarf an. Wir sinken in die riesigen Sessel und lassen diesen exquisiten Tag noch einmal Revue passieren. Dazu gibt es einen Medikamenten-Cocktail, Cräcker, einen Apfel und mit einem Glas abgestandener Cola stoßen wir doch noch auf meinen Geburtstag an. 😘 HAPPY BIRTHDAY! 😘
Noch vor 21.00 liegen wir im Bett.

Teil 901. Aug. 2011

13. Juni 2011 Teil 1
Um 7.30 wachen wir nach einer recht ruhigen und guten Nacht auf. Wir gehen es langsam an, die letzten Tage stecken uns doch noch in den Knochen.

Mit unserem Bush Chalet sind wir ganz zufrieden. Es ist geräumig, allerdings ist die Lounge etwas eigenwillig möbliert: In den beiden riesigen Sesseln versinkt man, als Tisch gibt es einen kleinen Holzwürfel. Das Ganze passt irgendwie nicht richtig zusammen. Die Küchenzeile ist groß genug, aber wir haben ja eh nicht viel dabei. Die Betten sind genial, groß und gut. Und das Moskitonetz begeistert uns. Endlich mal eines, das groß genug ist und nicht so ein Sparstrumpf, in dem man sich bei jedem Umdrehen verheddert. 🙂 Nur der riesige Sessel im Schlafzimmer wirkt etwas deplatziert und nimmt einfach zu viel Raum. Im Bad stört uns die Anbringung des Duschkopfes in der kleinen Dusche. Denn das ganze Bad schwimmt nach dem Duschen unweigerlich. Draußen gibt es einen schattigen Grillplatz mit Tisch und Stühlen.
Das warme Frühstücksbuffet lassen wir links liegen. Wir knabbern wie gehabt am Toast und versuchen etwas Müsli mit Obst und dazu Tee. Na ja... Es war wohl alles im Angebot auf diesem Buffet - aber zur Qualität können wir nichts sagen, da unser Appetit noch nicht wieder erwacht war. 🙁

Um 9.30 fühlt mein Schatz sich so fit, dass wir eine Fahrt in den Park wagen. Unser erstes Ziel ist Rietfontein. Unterwegs sitzt direkt neben dem Weg und in bester Position ein Lilac-breasted Roller auf einem Strauch

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Das Gras steht sehr hoch hier und am Wasserloch tummeln sich einige Giraffen, Zebras und Springböcke. Wir bleiben eine ganze Weile stehen und freuen uns, im Park zu sein. Da alle mit fressen und saufen beschäftigt sind, sehen wir leider hauptsächlich die Rücken der Tiere. Real ist das ja noch ganz schön, auf den Fotos aber nicht mehr so ergiebig. Am Besten gefällt mir dieses elegante Duett

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Weiter geht es nach Salvadora. Dort sehen wir wieder Springböcke am Wasserloch. Auf der weiten Grasfläche stehen Zebras und Springböcke.

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Dann taucht am Horizont ein einzelner Elefant auf, noch ganz weit weg. Gemächlich kommt er in unsere Richtung. Die spannende Frage ist nun, zu welchem Wasserloch will er?

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Wir wetten auf Charitsaub und fahren dorthin. Mit langen Hälsen scannen wir die Gegend und gerade, als wir aufgeben wollen um nach Salvadora zu fahren, sehen wir ihn kommen.

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Mittlerweile kommen aus allen Richtungen etliche weitere Wagen angebrettert. Wir haben eine ganz gute Position oberhalb des Wasserlochs und warten. Der Herr ist über all die Zuschauer gar nicht erfreut und kommt mit Drohgebärden auf das Wasserloch zu. 😵 Wir sind uns nicht ganz sicher, ob es nicht vielleicht angesagt sein könnte, etwas mehr Abstand zu ihm zu schaffen. Das geht aber leider nicht, da uns einige andere Wagen umzingeln und natürlich keiner sich auch nur noch einen Zentimeter bewegen will. 🤩 Die Lektion des Tages: Immer darauf achten, dass es einen Fluchtweg gibt! Würde der Elefant jetzt zum Angriff übergehen, kämen wir so schnell nicht weg. Der Preis für den Platz in der ersten Reihe... 😐

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Irgendwann ist dann Platz hinter uns und wir fahren weiter nach Sueda. Da ist tote Hose, das Wasserloch ist trocken und Tiere sind nicht zu sehen. Aber wir sind fasziniert von der weiten Ebene. Überall gucken Köpfe oder zumindest Hörnchen aus dem hohen Gras: Springböcke en masse, Zebras, 1 Schakal und Kori Bustard. Und sehr windig ist es hier.

Wir machen Halt an der Toilette, zu deren Benutzung man ruhig eine Gasmaske bereit halten sollte. Wie stinkt es hier wohl im Hochsommer? 😣
Ansonsten ist bei uns alles im grünen Bereich. 🙂

Auf dem Weg nach Homob steht weit weg im Gebüsch ein Rhino. Am Wasserloch selbst - natürlich Springböcke.

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Bei Homob gibt es eine freche Krähe, die wohl von Touristen gefüttert wird. Sie landet zielstrebig zuerst auf dem Dachzelt eines 4x4 und fährt ein Stück mit dem Wagen mit, dann kommt sie zu uns und setzt sich auf die Motorhaube. Ihr auffordernder Blick sagt alles...

Wir fahren zurück in Richtung Halali über die Detour und den westlichen Teil des Rhinodrive.
An der Detour steht eine Gruppe Elefanten nah am Weg und lässt es sich schmecken. Nach der vorhin gemachten Erfahrung halten wir an der gegenüber liegenden Seite des Weges und haben eine wunderbare Sicht...

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... bis... ja bis ein Wagen einer außerhalb des Parks liegenden Lodge angebraust kommt. Mit Speed und in einer riesigen Staubwolke kommt er zum Stehen. Und das genau zwischen uns und dem Elefanten. Wir sehen, nachdem sich der Staub gesetzt hat, nur noch khakifarbenes Blech 🤢
Kerl, hast du ein Glück, dass es im Park verboten ist auszusteigen und dass frau auch keinen Lärm machen soll 😈
Wir sind so wütend auf diese Rücksichtslosigkeit des Fahrers, dass wir uns nur schwer wieder beruhigen können. Ein Blick auf die Passagiere dieses Rüpels spricht dann Bände: Dick vermummt scheinen sie auf den Sitzen fest gefroren zu sein. Bleichgesichtig, mit einer weißen Schicht feinsten Etoshastaubes bedeckt, gucken sie missmutig in die Gegend. Einige zücken nicht mal mehr die Kamera. Diese Fahrt gehört wohl nicht zu den Highlights einiger Gäste. 🙁

Der Rhinodrive ist dann eine ziemliche Enttäuschung. Um so mehr, als er uns von einem Ranger auf Halali empfohlen wurde. Die Büsche stehen dicht und hoch bis an den Wegrand, dazwischen hohes Gras. Es ist nichts zu sehen. Dazu kommt, dass die pad in einem erbärmlichen Zustand ist. Viele dicke Steine auf der Oberfläche, dazwischen riesige Löcher. Fluchend rumpeln wir dahin. Dieses Stück ist die Herausforderung für den Magen, der sich bisher freundlicherweise ruhig verhielt. Wir hoffen, hier ohne Komplikationen durch zu kommen... 🤨

An Vögeln sehen wir unterwegs u.a viele Lilac-breasted Roller, Kori Bustard, Black Korhaan, Fork-tailed Drongo Pale Chanting Goshawk und einige Cape Vulture.

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Teil 1001. Aug. 2011

Fortsetzung 13. Juni

Heute ist es viel windiger als gestern. Bei nur 20° sind wir um 13.00 zurück in unserem Chalet und machen Mittagspause mit Cräckern, Cola und unserem Medikamentencocktail. Ein kurzes Nickerchen tut gut. Aufruhr im Gedärm verschiebt dann die Abfahrt auf 15.00. 🙁

Wir nehmen den Weg nach Goas, in der Hoffnung den Rückweg dann vor dem Nachmittagsgang des uns schon bekannten Elefanten antreten zu können. Am Wasserloch sehen wir nur einige Impalas und Giraffen. Ich bin immer wieder erstaunt über die Gelenkigkeit der Giraffen. Aber wirklich bequem sieht es nicht aus...

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Hier zeigt das Thermometer 28°, es ist windstill und wir sind die einzigen Zuschauer. So gefällt uns das! 🙂

Da ja schon um ca. 17.15 Sonnenuntergang ist, entschließen wir uns zurück zu fahren. Wir ziehen uns schnell um, dieseln uns dick mit Peacefull Sleep ein und begeben uns zum Moringa Wasserloch. Oh, hier zwischen den Steinen ist es ja viel wärmer als unten im Camp. Es sind bereits einige Gäste dort, wir finden aber noch einen guten Platz auf einer kleinen Mauer und richten uns ein. Unser Dinner haben wir dabei: Cräcker, Apfel, Wasser und Cola. Die Vorstellung kann beginnen. 😛
Was für ein schönes Fleckchen. Im Abendlicht sind viele Vögel mit lautem Gezwitscher auf Beutefang. Ansonsten sind erst einmal keine Tiere am Wasserloch. Es werden im Laufe des Abends auch nicht sehr viele. Zuerst kommt ein Impala ans Wasser

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17.30 kommt ein Black Rhino und trinkt genüsslich.

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Um 18.20 hören wir es im Gebüsch krachen und nach einer Weile kommt ein Elefant. Durch das Fernglas erkenne ich, dass er im rechten Ohr ein großes Loch hat. Und als wir gerade gehen wollen kommt noch ein Leopard. 🤩
Eine kleine aber feine Ausbeute! Wir sind groggy, ganz glücklich und ziehen uns früh ins Bett zurück.

Teil 1102. Aug. 2011

Ich muss den Bericht mal in kleineren Happen einstellen. Unser schmalbrüstiges Internet braucht ewig und verschluckt sich immer, wenn zu viele Bilder dabei sind 😵

14. Juni 2011 Teil1
Um 5.00 klingelt der Wecker und wir fühlen uns nach einer störungsfreien Nacht beide gut ausgeschlafen und halbwegs fit. 🙂 Da wir am Vorabend noch die Koffer gepackt haben, sind wir bereits um 5.40 beim Frühstück.
Nur das Frühstück ist noch nicht richtig da. Überall gibt es Lücken: Brown Toast, Müsli, Obst fehlen und werden auch nicht hereingebracht. Das ist eine ziemliche Pleite, denn die dunklen Cornflakes mit dünnem Saft sind auch nur was zum Abgewöhnen. 🙁 Dann müssen wir uns eben für unterwegs noch Muffins vom Buffet mitnehmen.
Gestern war ich mal kurz im shop, um zu gucken, ob ich denn unsere Diät mit irgendetwas aufpeppen könnte. Die Regale waren zur Hälfte leer und im Angebot waren eigentlich nur Konserven. Das Ganze wirkte schmuddelig und wenig einladend. Da war ja die „Bude“ in unserer alten Heimat besser ausgestattet. 😗

Um 6.25 sind wir der zweite Wagen, der das Camp verlässt. Es sind 9° und neben den Helio Hills geht die Sonne auf.

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Dort scheuchen wir eine Gruppe von ca. 50 Guineafowls auf, die noch auf der pad schlafen. Sie sind ja unter normalen Umständen schon immer ein kopfloser Haufen, aber jetzt herrscht das pure Chaos. Laut schreiend rennen sie durcheinander, immer wieder zurück auf und über die pad. Wir kommen kaum an ihnen vorbei.

Unser erstes Ziel heute in Nuamses. Auf dem Weg dorthin sehen wir Unmengen frischen Elefantendung. Hier muss heute Nacht was los gewesen sein! Wir spähen zwischen alle die Büsche, aber es ist keiner mehr da. 🙁 Auch am Wasserloch sind wir mit vielen Vögeln alleine. Es ist eine schöne Stimmung und wir geniessen sie eine Zeit lang. Im Busch brüllt ein Löwe, aber auch er kommt nicht.
Um 7.30 fahren wir weiter in Richtung Etoshapfanne. Das Wasser steht noch sehr hoch, der Weg zum lookout verliert sich in der Ferne im Wasser und es gucken nur noch die Begrenzungshölzer heraus.
Hier sind viele Wasservögel, leider alle zu weit weg für Fotos.
Weiter geht es in Richtung Westen. In der Ferne sehen wir auf dem Wasser und in der Luft rosa Wolken - Flamingos! Sehr schön!
Dann liegt linker Hand etwas in der weiten Ebene. 3 Löwinnen schauen gebannt nach Osten

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Wenn sie liegen, dann sieht man nur noch die Spitzen der Ohren

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Ein Schakal streift auch durch das Gras.

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Teil 1202. Aug. 2011

14. Juni 2011 Fortsetzung
In Rietfontein ist heute morgen auch nichts los. Aber vor Salvadora ziehen in der Ferne Zebras in 6 Gruppen über die Ebene. Zusammen sind das sicher 200 Tiere, ein phantastischer Anblick!
Neben der pad steht eine kleine Gruppe und wir können ausgiebig Mutter und Kind beobachten

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Und dann gibt es diese Mutationen:
Dieses Tier hat runde Beine

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Hier teilen sich 2 Tiere einen Kopf

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Ein Abstecher nach Charitsaub ist auch unergiebig. Also steuern wir wieder die bereits bekannte Toilette an. Heute sind wir vorgewarnt und es ist ja auch noch nicht so warm wie gestern. Dort frage ich 3 Franzosen, die mit ihrem Fahrer unterwegs sind, ob sie etwas Interessantes gesehen hätten. „Yes, this toilet...“ 😣 Ansonsten sei auf dem Weg von Okaukuejo her auch nicht viel los gewesen.

Weiter geht es nach Aus. Hier wird die Landschaft wieder abwechslungsreicher und gefällt uns besser. Dort trinken 3 Impala und 3 Kudu ganz entspannt am Wasserloch und wir schauen ihnen eine Weile zu.

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Olifantsbad liegt ebenfalls verlassen. Aber bei Gemsbokvlakte tummeln sich Oryx, Springböcke und eine recht große Zebraherde. Die Zebras und Oryx sind sehr vorsichtig und nähern sich nur zögerlich dem Wasser. Im sighting book auf Okaukuejo lese ich später, dass hier Löwen gestern einen kill hatten. Daher die Vorsicht.

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Einige Kori Bustard streifen auch durch das Gras. Aber es steht hier so hoch und der Wind bewegt es so stark, dass Fotos mal wieder nicht lohnen.
Schade, denn schon vorher haben das hohe Gras und der Wind mehrmals Fotos von Secretary Birds verhindert.

Ansonsten haben wir heute morgen Adler, Geier, Pale Chanting Goshawk, Lilac-breasted Roller, Yellow Hornbill, Black Korhaan, Schakale, Hartebeest und Wildebeest gesehen.

Teil 1304. Aug. 2011

14. Juni 2011 Fortsetzung

Um 11.50 erreichen wir nach 132 km Okaukuejo. Da unser Zimmer noch nicht fertig ist, drehen wir eine Runde um den pool, gehen auf den Turm und sehen uns das Ganze von oben an. Unser Auto parken wir schon mal vor der Tür und gehen die wenigen Schritte zum Wasserloch. Hier ist was los!!!
Jede Menge Zebras und Springböcke sind auf dem Weg zum Wasserloch, ziehen schon wieder weg oder stehen bis zum Bauch im Wasser. Man könnte meinen, es sei Badetag. Wir sind begeistert und verbringen eine ganze Weile hier.

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Unser Bush Chalet no 73 ist nah am Wasserloch gelegen. Im Wohnbereich gibt es ein kleines Sofa mit 2 Sesseln und Tisch und eine kleine Küchenzeile mit Kühlschrank. Das Schlafzimmer bietet genügend Platz für Koffer und Taschen. Das Bett und Moskitonetz sind wieder schön groß. Nur das Bad ist etwas eng. Vor dem Haus gibt es Tisch und Bänke und einen Grillplatz. Insgesamt gefällt es uns gut. Wir richten uns schnell ein, dann ruft die Siesta meinen Schatz. Ich bin nicht müde, einen Wecker brauchen wir nicht. Sagt sie und schnarcht bis 14.30... 😗
In meinem Magen macht sich nun ein klitzekleines Hungergefühl breit und ich gucke mal in den shop. Das Angebot ist hier sehr viel besser als in Halali, aber für uns ist außer Cräckern und Cola nichts dabei.

Wir setzen uns vor unsere Tür, schreiben Tagebuch und futtern wie gehabt unsere „special diet“. So langsam sind wir sie leid, aber Appetit auf großes Essen ist auch noch nicht da. Mir wird beim Gedanken an Saucen immer noch übel... 😵 Der Vorteil ist, dass wir wegen eines Dinners Abends am Wasserloch nichts verpassen werden. 😉 Das Ganze muss man ja auch mal so sehen.
Bei der späteren Sichtung des Videomaterials fällt mir auf, wie oft ein herzhaftes Hatschi oder ein kräftiges Schnäuzen zu hören ist. Die Mischung aus Schnupfen, trockener Luft und Staub erhöht den Taschentuchverbrauch gewaltig.

Um 16.15 machen wir uns, gut ausgerüstet für den Abend, auf zum Wasserloch. Dort zieht gerade ein Elefant von dannen, leider sehen wir nur noch sein Hinterteil. Wir suchen uns einen guten Platz unter der lapa, auf einer der oberen Bänke. Dies ist im Winter eine gute Wahl, denn hier bleibt es viel länger warm als draußen.
Ansonsten sind wieder viele Zebras hier. Etliche Schakale laufen herum und versuchen, Namaqua Sandgrouse und Blacksmith Plover zu fangen. Die Vögel sind natürlich aufgeregt und machen einen entsprechenden Lärm. Ich sitze einfach nur da und genieße das Schauspiel vor mir. An Fotos denke ich gar nicht.
Schließlich kommen im Zeitlupentempo 3 Giraffen näher. Sie bleiben immer wieder stehen und beäugen die Umgebung misstrauisch. 2 Impala nähern sich ebenfalls sehr vorsichtig. Nach einer ganzen Weile traut sich dann die erste Giraffe, zu trinken.

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Die anderen drehen immer noch die Hälse in alle Richtungen.
Eine der Giraffen macht immer wenn sie sich wieder aufrichten will einen Schlusssprung und knallt dabei die Hufe zusammen. Das hört sich total witzig an.
Im Baum auf der anderen Seite des Wasserlochs landet ein Spotted Eagle-Owl.

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Lange Zeit passiert nichts Neues. Aber als wir gerade gehen wollen, da kommt ein Black Rhino. Aus dem Nichts ist es plötzlich da. Kurz danach kommt ein zweites. Beide nähern sich vorsichtig an, beschnuppern sich, reiben die Hörner aneinander und umkreisen sich. Dann bieten sie uns einen Schaukampf vom Feinsten: 🙂 An der rechten Seite des Wasserlochs beginnen sie und bewegen sich (so lange wir da sind) halb um das Wasserloch herum. Das dauert über 1 Stunde! Sie versuchen, sich gegenseitig weg zu drücken, schlagen ihre Köpfe aneinander, machen Luftsprünge - ja, das geht! - und tänzeln umeinander herum. Genial!!! Zwischendrin muss Mann ja wieder zu Kräften kommen - es gibt also genügend Fress- und Saufpausen. Dann kommt die nächste Runde.
Als sie vor uns sind, kommen von rechts Mama und Kind Black Rhino auch noch dazu. Die beiden bleiben aber rechts und gehen direkt auf das Wasser zu. Sie haben Durst und die Angeber interessieren Mama offensichtlich nicht.
Die Herren müssen sich aber immer vergewissern, ob die Dame nicht vielleicht doch zu ihnen herüber sieht und geben, was sie können. Dazwischen laufen immer noch Schakale herum. Direkt an der Mauer vor dem Unterstand taucht plötzlich ein Small-spotted Genet auf und schaut zu uns hoch. In der Ferne brüllt dazu noch ein Löwe...
Wow! Was für ein Abend!
Kurz nach 20.00 folgen wir dem Ruf unseres Bettes.

Teil 1404. Aug. 2011

15. Juni 2011 Teil 1

Es wird wieder eine gute Nacht, bis um 5.20 - da muss mein Schatz schnell um die Ecke... 🙁 Er will aber trotz Grummeln im Bauch losfahren, also machen wir uns schnell fertig und inspizieren das Frühstück. Das sieht hier um ein Vielfaches besser aus als auf Halali. Es wird viel Liebevoller dargeboten und ist auch reichhaltiger. Der Koch ist gut drauf und begrüßt alle Gäste mit fröhlichem Hallo. Dennoch halten wir uns zurück und bleiben bei Tee, Toast und etwas Müsli mit Obst.

Um 6.40 rollen wir bei 9° durch das Camptor und biegen ab in Richtung Okondeka. Gleich hinter dem Camp streiten sich 2 Schakale um eine Fleischverpackung, die sie wohl von der Campsite stibitzt haben. Schmeckt das Plastik noch so intensiv nach Fleisch, dass sie unablässig versuchen, davon abzubeissen?

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Was für eine weite Ebene ist das hier! Wir genießen das weiche Morgenlicht, die Stille und Menschenleere. Außer uns ist nur ein weiterer Wagen hier unterwegs. In der Ferne ziehen wieder große Zebraherden vorbei. Schakale, eine Eule, ein Adler, die allgegenwärtigen Springböcke, Secretary Birds und einige Kori Bustard sind auch unterwegs. In der Nähe haben wir heute Glück mit Vögeln
Endlich mal ein Kori Bustard im richtigen Licht und niedrigem Gras!

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Dann entdecken wir Familie Black Korhaan mit zwei kleinen Federbällen

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Und auf dem Wegweiser nach Leeubron lässt sich dieser Pale Chanting Goshawk rundum ablichten

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Weit weg sehen wir, wie sich eine riesige Staubwolke aufbaut - da muss ein Bus kommen! 🤩 Wir beeilen uns mit den Fotos beim Goshawk, denn ein Stück weiter geht ein einzelnes Blue Wildebeest gemächlich in Richtung pad. Das möchten wir gerne noch in Ruhe ohne den Bus aufnehmen

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Uns schwant Übles, als wir die Wolke kommen sehen. Sie rast heran, das Gefährt kommt heftig neben uns zum Stehen - und wie Sie sehen, sehen Sie Nichts mehr, nur noch Staub! 😠 Das Wildebeest macht sich natürlich sofort vom Acker bei solch einem Angriff des Blechmonsters. Das ist mal wieder einer der guides, die nach der „Wir müssen heute noch XYZ abhaken“ Methode unterwegs ist. Seine Gäste hätten von dem WIldebeest sehr viel mehr gehabt, wenn er nicht so heran gerast wäre. Aber so - ätsch, Pech gehabt. 😛 Wir sehen auch zu, dass wir Land gewinnen...

Bei Okondeka mag sich aber niemand zeigen, so fahren wir weiter nach Leeubron. Auf dem Weg dorthin sehe ich in den hohen Bäumen ganz viele Geier. Allein auf einem Baum zähle ich 13! Insgesamt sitzen dort sicher 30 Geier. Leider sind sie sehr weit weg. Und die Bäume sind entweder die Schlafplätze oder dort gibt es Frühstück... Aber wir kommen leider nicht ran. Der Weg nach Leeubron ist gesperrt, es liegen Steine und große Äste quer. Na, dann nicht.

Auf dem Rückweg nach Okaukuejo sehen wir noch mehr Zebras, Wildebeest, Schakale, Springböcke, Kori Bustard, Secretary Birds. Die meisten leider auch alle weit weg in der großen Grasfläche.

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Wir wissen nicht, wie viele Hundert Zebras wir in diesen Tagen in der Etosha gesehen haben. Das hätten wir nie erwartet.

Mal wieder weit weg sehe ich dann im hohen Gras zwei rote Flecken. Das Fernglas offenbart zwei Lappet-faced Vulture, die auch frühstücken.
An einem Waldstück geben sich dann noch 5 Giraffen die Ehre.

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Eine bückt sich um etwas auf zu heben und darauf herum zu kauen. Wir denken, es ist ein Ast. Am Rechner sehen wir hinterher, dass sie auf einem Antilopenbein herum lutscht. Guten Appetit bei der „Knabberstange“

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Teil 1510. Aug. 2011

15. Juni 2011 Fortsetzung

Im Camp machen wir nur einen kurzen Boxenstop und schauen am Wasserloch vorbei. Da ist aber nichts los. Also fahren wir weiter nach Nebrowni - und haben wieder einmal Glück: Zebras, Springböcke, Wildebeest und Oryx löschen ihren Durst.

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Einige der Oryx sind auf Kampf gebürstet. Sie behakeln sich mit ihren Hörnern, der Staub wirbelt auf und wir sind wie immer erstaunt, dass sie sich dabei nicht mehr verletzen. Die Zebras und Springböcke kommen nur sehr zögerlich ans Wasserloch. Es ist eine sehr friedliche Stimmung hier, wir sind die meiste Zeit alleine und geniessen den Augenblick.

Bei Kapupuhedi trollt sich ein Löwe gerade, als wir ankommen. Schade, wir sehen ihn nur noch in der Ferne. Das Licht auf der Salzpfanne ist wunderschön.

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Ondongab ist trocken und rundum ist niemand zu sehen. Also fahren wir zurück ins Camp und sehen unterwegs noch mal Schakale, Warthog und einige andere. Und kriegen endlich noch mal Secretary Birds vor die Linse.

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Um 11.40 sind wir nach 103 km wieder im Camp und gehen dort gleich wieder zum Wasserloch.
Hier ist schon wieder Betrieb: Wie könnte es anders sein - Zebras! Dazu Springböcke und heute auch etliche Blue Wildebeest.

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Teil 1610. Aug. 2011

Außerdem sind jetzt große Vogelschwärme in dunklen Wellen und Wolken unterwegs, die immer kurz zum Wasser hinunter fliegen, trinken und schon sind sie wieder weg... Ein Rauschen und Zwitschern liegt in der Luft. Wir können leider nicht auszumachen, welche Art es ist, wahrscheinlich Common waxbill.

Im meinem Magen macht sich ein Hungergefühl breit - ganz was Neues! - und ich beschließe mal zu gucken, was die Köche denn zu bieten haben. Das Angebot im Kiosk ist durchweg fettig: Burger, Sandwich und Chips. 🙁 Im Restaurant jedoch bin ich angenehm überrascht über die kleine aber gute Auswahl: Greek Salad, Gemüsesuppe, Fischfilet und Game Steak. Der Fisch lacht mich sofort an - gebratenes Hakefilet mit Reis und frischem Gemüse. 😁 Leute - ein geschmacklicher Hochgenuss!!! 😁 😁 Saftiger Fisch, Reis mit frischen Kräutern dazu knackige Möhren, Blumenkohl und Brokkoli. Da bleibt nicht ein Reiskorn übrig. Dies ist seit 1 Woche meine erste Mahlzeit und sie schmeckt ausgezeichnet! Da mir bisher schon beim Gedanken an Essen übel wurde, finde ich das einen enormen Fortschritt. Ich bin ja so glücklich!!! 🙂 🙂 🙂 Dann geht es jetzt wohl endlich bergauf mit mir. Und 70$ finde ich einen total akzeptablen Preis dafür.

Frau kann nicht alles haben - während ich beim Essen war, kam ein Elefant zum Trinken und Duschen. 😵 Er hat sich sehr gekonnt von oben bis unten mit Matsch eingesprüht und ist sah ihn gerade noch abwandern.

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Einige Oryx kommen dazu. Ein kleines hat ein verkümmertes Horn, das wird ihm bald Schwierigkeiten bereiten.

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Die meisten Tiere gehen und wir entschließen uns zu einem Schönheitsschlaf. 😉 Gegen 16.00 bin ich wieder zurück, die Tiere sind aber noch unterwegs. Dafür landet eine Busgruppe. Eine der Frauen ist so begeistert von den 3 Zebras vor ihr am Wasserloch, dass sie laut in die Hände klatscht, um den Rest ihrer Truppe darauf aufmerksam zu machen. Die kriegen aber Nichts mit, also klatscht sie noch mal. Dann dreht sie sich zum Wasserloch um und „.... oh, 😵 die Tiere sind ja weg...“ Tja, dumm gelaufen. Wieso niemand mehr da ist, will sich ihr nicht erschließen... 😗

Da wenig los ist sinniere ich über unsere Tage im Etosha. Ich bin froh, dass wir hinein gefahren sind und nicht irgendwo draußen auf einer Lodge abgewartet haben. Dafür, dass wir so angeschlagen und fertig waren, haben wir uns sehr gut gehalten und viel unternehmen können. In den letzten Tagen war es für mich oft eine Gratwanderung zwischen „ich will noch mehr, nein alles sehen“ und „toll, dass wir so viel sehen“. Ich musste mich manchmal schon selbst in die Seite knuffen um nicht zu viel zu verlangen. Aber so ist es wohl, wenn man sich so lange auf etwas so Besonderes freut, und dann zurückstecken muss. Dennoch, wir waren in den Tagen hier alles Andere als entspannt.
Wir sind sehr angetan von den großen Tiergruppen, insbesondere den Zebras. Es ist wunderschön, sie in der Ferne über die weiten Flächen ziehen zu sehen. Unsere Begegnungen mit den Elefanten waren imponierend. 😗 Auch wenn es nicht die erhofften großen Gruppen waren. Leider kamen die Raubkatzen viel zu kurz. 🙁 Aber wir haben auch viele Tiere gesehen, die sonst unter „ferner liefen“ rangieren, und die möchte ich nicht missen. 🙂

Insgesamt ist es heute ruhiger als gestern, nur wenige Zebras sind da, einige Schakale versuchen wieder ihr Glück beim Vogelfang. Zwei Impala kommen dazu.

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Mit dem Sonnenuntergang kommt dann noch ein Elefant und löscht den Durst.

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Er trinkt am Zufluss zum Wasserloch und bläst Luft in das Wasser hinein. Das blubbert ganz laut und hört sich an, als ob man Luft in einen Strohhalm in sein Getränk bläst. Das habe ich als Kind gerne gemacht...
Aber ob hier wirklich Wasser eingeleitet wird, wage ich bei seiner Schlagseite doch zu bezweifeln. 🤩 🤩

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Ihm schmeckt es jedenfalls und er lässt sich richtig Zeit.

Schließlich kommen noch zwei Giraffen. Sie nähern sich wieder nur sehr vorsichtig. Der Schatz geht zurück und will Tagebuch schreiben und dann die anstehende Mondfinsternis aufnehmen.
Im Lauf der Zeit kommen noch zwei Elefanten, ein Black Rhino und wieder etliche Schakale. Die Schakale ärgern das Rhino. Aber nur so lange, bis dies heftig mit dem Fuss aufstampft. Dann ist Ruhe! Ein Small-spotted Genet guckt auch noch vorbei. Im Baum landen zwei Reiher und zwei Eulen. Es tut sich lange nichts, aber gerade als ich gehen will, kommen Mama und Kind Black Rhino zum Trinken. Ich bin ganz zufrieden soweit.

Ätzend an diesem Abend ist fürchterlich laute Musik, die aus der Ferne bis ans Wasserloch dringt. 🤢 Die Bässe wummern im Bauch. Wir vermuten, dass deswegen so wenig Tiere da sind. Als ich um 20.30 gehe muss ich doch mal nachsehen, wo die Musik eigentlich herkommt. Am Wasserloch waren wir alle ziemlich sauer über den Lärm. Ich gehe Richtung Campsite und es wird immer lauter. Dann stehe ich aber vor dem Zaun des Camps und stelle fest, der Lärm kommt von außerhalb: Die Quelle liegt im ja doch etliche hundert Meter entfernten Angestelltencamp! 🤢 Nichts gegen einen netten Abend mit Mucke - aber da schießen sie doch übers Ziel hinaus. Ich beschließe, mich am nächsten Tag darüber zu beschweren. An der Rezeption ist jetzt eh niemand mehr zu erreichen.

Mein Schatz ist sauer, als er feststellt, dass die Zeitangaben im Internet für die Mondfinsternis nicht stimmen. 😠 Es gibt mindestens 1 Stunde Differenz und der Mond ist schon zu zwei Dritteln im Schatten, als er rausgeht. So ein Mist!!! Dennoch ist es ein schönes Bild. So wie der Sternenhimmel überhaupt grandios ist.

Im Osten hören wir einen Löwen brüllen und gehen noch mal schnell ans Wasserloch. Alle Besucher sind eingefroren und mucksmäuschenstill: Am Wasser sind ein Black Rhino und zwei Löwinnen mit zwei Jungen. Entfernt steht eine Giraffe und wartet ab. Als die Löwinnen gehen kommt sie langsam näher.

Wir gehen auch, schreiben Tagebuch, essen mal wieder Cräcker (heute schmecken sie dem Mann zum ersten Mal, 😁 es geht auch ihm besser!) und planen die morgige Fahrt. Um 22.00 liegen wir im Bett.

Teil 1713. Aug. 2011

16. Juni 2011

Noch vor dem Wecker werden wir wach. Wir haben gut geschlafen und fühlen uns recht fit. Um 5.15 sehen wir noch einmal beim Wasserloch im Camp vorbei, aber es ist niemand da. Den Sonnenaufgang wollen wir auf dem Turm erleben und wir sind auch rechtzeitig oben. Oh, ist das ein kalter Wind hier oben!!! Ich ziehe über die Fleece Jacke noch die Goretex Jacke, zum Stirnband kommt noch die Kapuze dazu - und ich zittere trotzdem wie Espenlaub. Aber der Blick ist wunderschön: Im Westen hängt noch der Vollmond am Himmel.

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Im Osten geht die Sonne über der Ebene auf.

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Wir checken aus, das geht völlig unproblematisch und ohne Check des Bungalows bekommen wir unsere Kaution zurück. Im Restaurant ist es schön warm und das Buffet sieht wieder gut aus, nichts fehlt. Mein Schatz gönnt sich leckeres frisches Obst und Müsli. Ich nehme zum Toast erstmals Wurst und ein gekochtes Ei. Lecker! Aber der Kaffee schmeckt nicht, das ist eine dünne Brühe. Also noch mal Tee...

Um 7.30 fahren wir bei 8° los in Richtung Andersson Gate. Gelobt sei die Sitzheizung... Es ist wenig Verkehr, nur einige Tourwagen von außerhalb verbreiten Hektik. Das sanfte Morgenlicht ist wieder sehr schön und wir sehen nochmals Zebras, Springböcke und Giraffen.
Wieder mal ein Tier mit vielen Beinen und zwei Köpfen

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Und dann: Im Gleichschritt - Marsch! Na, das üben wir noch mit rechts und links...

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Die C38 nach Outjo finden wir beide sehr eintönig. Mir fallen fast die Augen zu. Unterwegs können wir noch nicht einordnen, warum die Mopanebäume fast durchgängig so viele braune Blätter haben. Damit sehen sie im oberen Teil ziemlich trostlos und vertrocknet aus. Der untere Teil der Blätter ist noch grün. Später erfahren wir, dass es in den Nächten zuvor starken Frost gab und die Blätter erfroren sind. Die Bäume würden sich aber wieder erholen.

Kurz vor 9.00 erreichen wir Outjo, tanken und kaufen beim Bäcker einige Blätterteigteilchen für unterwegs.
Unser heutige Ziel ist die "Huab Lodge & Bush Spa". Also geht es einige Kilometer zurück und auf die C40, die auch recht langweilig ist. Die D3236 ist wunderbar glatt und gut zu fahren. Es ist kein Verkehr, nur 1 Oryx kreuzt die pad. Leider ist es auch heute wieder sehr diesig. Kurz vor der C35 wird die Landschaft abwechslungsreicher, es kommen Berge dazu und wir lassen uns den Kuchen schmecken. Nicht schlecht!

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Die D2670 zieht sich dann noch mal 35 km durch die Berge bis ans Ende der Welt...

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Sie ist anfangs gut zu fahren, später kommen recht steinige, steile und holperige Abschnitte. Für diese 35 km brauchen wir 45 Minuten. Aber wir halten auch oft wegen der tollen Ausblicke an. Leider lassen die sich im Foto nicht so gut einfangen - da müsst ihr selbst mal hinfahren...

Teil 1813. Aug. 2011

16. Juni.2011 Fortsetzung

Um 12.00 erreichen wir unsere Unterkunft für die nächsten 3 Tage, die Huab Lodge. Jaap und Cathy heissen uns willkommen, wir bekommen einen kalten Saft und haben Zeit, die ersten Eindrücke zu verarbeiten. Und die gefallen uns ausgesprochen gut!
Die Lodge liegt eingebettet zwischen vielen Bäumen und Büschen am Ufer des Huab. Zwischen den Gebäuden gibt es viel Platz, so dass man immer nur einen Ausschnitt der Anlage sieht. Meist ist nur ein Teil des Daches aus der Ferne zu sehen.
Die Lounge mit Essbereich und Bar ist ein riesiger offener Raum, dessen Dach von enormen Eukalyptusstämmen aus Tzaneen getragen wird.

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Wir bekommen Bungalow Nr 2 und sind begeistert. Das große, helle Zimmer ist sehr liebevoll eingerichtet, mit allem was man braucht. Im Bad gibt es mal wieder Waschlappen - das ist in Namibia ja nicht selbstverständlich. Und die große Terrasse liegt in Richtung Flussbett - ein schöner Platz.

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Wir fühlen uns sofort sehr wohl hier und ich glaube, dies ist in unserer Verfassung der richtige Ort, um gesund zu werden. Wir packen schnell einige Dinge aus den Koffern in die Schränke. Meinen teile ich mit einer Agame, die dort an der Wand sitzt. Die Koffer selbst bleiben mal wieder zu.
Um 13.00 gibt es Lunch. Meinem Schatz hat das Geholper über die Pisten ziemlich zugesetzt. Er bekam Magenschmerzen und sagte unterwegs, sein Magen fühle sich an, als ob er nicht verankert sei, sondern frei im Bauchraum schwebe.:S Das wird heute wohl noch mal schmale Kost für ihn.

Beim Lunch treffen wir dann Jan, den Besitzer und die fünf anderen Gäste. Jaap, Cathy und Thomas, die auf Huab arbeiten, essen auch mit uns. Es ist eine schöne entspannte Atmosphäre. Und obwohl alle anderen sich seit Jahren kennen, fühlen wir uns nicht einen Moment fremd in der Runde. Suzie, Jan‘s Frau ist leider krank, wir werden sie in den nächsten Tagen kaum sehen.
Die Küche hat einen Greek Salad, gegrillte Hähnchenflügel und Nudelauflauf bereitet. Als Dessert gibt es Eiscreme. Es schmeckt sehr gut und ich habe richtig Appetit. Der Mann hält sich noch zurück.

Nach dem Essen gucken wir kurz zum pool

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und zur heißen Quelle

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Hier gibt es ein Thermalbecken mit 40° heißem Wasser und ein Abkühlbecken mit 20° kaltem Wasser. Das müssen wir später unbedingt testen!

Als wir in unser Zimmer zurück kommen sehen wir, dass ein Besucher einen Apfel angeknabbert hat, der auf dem Tisch liegt. Saubere Abdrücke langer Nagezähne zeichnen sich im Fruchtfleisch ab. Ok, also nichts herum liegen lassen- der Apfel wird entsorgt. Später erfahren wir, dass es eines dieser kleinen Kerlchen war, die mit unglaublicher Geschicklichkeit am Haus hochklettern und irgendwo in der Dachkonstruktion den Besuchereingang haben.

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Wir entscheiden uns für einen faulen Nachmittag, machen erst mal ein Nickerchen und setzen uns dann in die Lapa, schreiben Tagebuch, trinken Kaffee und erledigen Post. Thomas repariert noch das W-LAN, das beim letzten Gewitter beschädigt wurde, dann haben wir mal wieder Verbindung zu unseren Lieben und ich kann meine Geburtstagspost lesen.
Die anderen Gäste sind beim Nachmittagsdrive. So teilen wir uns die Lounge mit Vögeln, Eidechsen und Libellen. Herrlich!

Bei der Rückkehr in unser Zimmer muss ich lachen. Dort, wo vorhin der Apfel lag, liegt nun ein Buch. Und in der Zwischenzeit hatten wir wieder Besuch. Der war offensichtlich über das fehlende Leckerchen verärgert und hinterliess eine deutliche Nachricht: Das Buch wurde mit einem Köttel dekoriert... 😗

Um 19.00 gibt es Dinner, vorher trifft man sich zum Aperitif und Schwatz an der Bar. Alle essen wieder zusammen an einer langen Tafel und Jan stellt die Weine, die er für heute ausgesucht hat, vor. Es gibt einen leckeren Starter. Die Atmosphäre ist sehr angenehm.
Das Menü wird von Massia, der Köchin, auf Damara-Nama vorgetragen und ihre Assistentin Ingrid übersetzt es für uns ins Deutsche: gemischter Salat, Kingklipfilet, Rindergulasch, Kürbisgemüse, gefüllte Rote Beete und Reis. Als Dessert gibt es Apfelkuchen. Alles ist frisch, das Gemüse knackig und es schmeckt sehr gut. Ich genieße die Auswahl und die gute Zubereitung und freue mich auf unseren Aufenthalt hier.
Leichte Gespräche vertreiben die Zeit und wir sind satt und zufrieden. Um 21.00 gehen alle auf ihre Bungalows. Gut ausgestattet mit Taschenlampen und einer Thermosflasche mit heißem Wasser für den späten oder frühen Kaffee.

Teil 1913. Aug. 2011

17. Juni 2011

Um 5.40 klingelt nach einer kühlen, aber guten, Nacht der Wecker. Für 6.15 ist das Treffen für den Early Morning Walk angesetzt. Wir genehmigen uns einen starken Kaffee und hausgebackene Kekse. Die Morgenstimmung ist mal wieder wunderschön.

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Zu dritt gehen wir mit Jan und drei Hunden im Flussbett lang. Es ist noch kühl und Jan erzählt, dass es vor einigen Nächten mit -6° die kälteste Nacht der letzten 20 Jahre gegeben habe. Bei der Kaltfront haben auch die Mopanebäume, die wir unterwegs gesehen haben, ihre Frostschäden abbekommen.
Jan ist ein wandelndes Lexikon und kann sehr gut und anschaulich erklären.

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Flora, Fauna, politische Entwicklung, Erdgeschichte - keine Frage bleibt unbeantwortet. Wir kommen an der Seilbahn vorbei, die bei Hochwasser die Verbindung zur Außenwelt bildet. Überall im Flussbett gibt es Wildspuren - Oryx, Zebras, Kudus, Paviane waren in der Nacht unterwegs. An manchen Stellen haben Oryx nach Wasser gegraben, das hier dicht unter der Erdoberfläche zu finden ist. Die Pfützen, in die wir hinein fassen, haben alle eine unterschiedliche Temperatur: Von kalt über lauwarm bis hin zu heiss. Das warme Wasser für die Mitarbeiter, die in den Häusern der alten Farm auf der anderen Flussseite wohnen, kommt mit 60° direkt aus der Erde.

Kurz vor 8.00 sind wir zurück zum Frühstück. Dies gibt es auf der Terrasse in der Morgensonne - wunderbar! Wie schon Lunch und Dinner ist das Frühstück ausgezeichnet: 😁 Jeden Tag gibt es 4 Sorten selbst gebackenes Brot, frisches Obst, Müsli, leckere Wurst und guten Käse, Eierspeisen, Tomaten, Gurke, Avocado, Marmeladen, Kaffee, Tee, Saft... Ein guter Start in den Tag!

Wir gehen nur kurz auf unser Zimmer, das schon aufgeräumt ist, und treffen uns um 10.00 zum Morning Drive. Jan zeigt uns die alten Farmgebäude, wir passieren „Huab International Airport“ und fahren wieder ins Flussbett. Heute umfasst die dreiteilige Farm 8000 ha. Innerhalb dieses Gebietes gibt es keine Zäune mehr und auch für die Wüstenelefanten wurde ein Korridor geschaffen, durch den sie wandern können. Als Jan 1992 die Farm gekauft hat „war hier kein Schwanz mehr zu sehen. Alle Tiere wurden abgeschossen.“ Seitdem haben sich wieder Oryx, Kudus, Bergzebras, Warzenschweine, Klippschliefer angesiedelt. Leider sind die Wüstenelefanten in diesem Jahr, bedingt durch die guten Regenfälle, erst zwei mal auf der Farm gewesen. Wir werden sie hier leider nicht sehen. 🙁
Dafür steht die Flora auf dem Programm:
Blutfruchtbaum

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Anabaum

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Bergkastanie

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Unter einem gewaltigen Ahnenbaum / Leadwood - oder auch Omumborombonga. Was für eine Name! - gibt es einen cooldrink. Die Struktur des verwitterten Holzes finde ich sehr interessant.

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Durch den vielen Regen steht auch hier das Gras sehr hoch und die Vegetation ist üppig. In der Ferne sehen wir eine Gruppe Oryx vorbei ziehen

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Auf der Spitze einer Bergkastanie entdecke ich einen Vogel - einen Black Eagle! Wow! Er fliegt vor uns über den Hügel und landet ein Stück weiter auf den Felsen. Durch das Fernglas können wir ihn gut beobachten. Jan führt akribisch Buch darüber, wo er wann welche Tiere sieht.
An Vögeln haben wir heute Vormittag noch Go Away Birds, Crimson-breasted Shrike, Drongo, Violet Woodhoopoe, Pearl spotted Owl, Damara Hornbill, Yellow Hornbill, Buffalo Weaver, Red-billed Quelea, Glossy Starling und sicher noch etliche mehr gesehen.

Pünktlich zum Lunch sind wir zurück. Heute gibt es gemischten Salat, Bohnensalat, Kürbis-Orangen-Mandel-Salat, Spinatquiche und Mett im Blätterteig. Als Dessert: Kuchen. Alles ist wieder ausgesprochen schmackhaft und wir lassen es uns gut gehen. 🙂 Selbst mein Schatz hat Appetit, obwohl ihm die Fahrt vorhin nicht so gut bekommen ist.

Danach müssen wir uns von den Anstrengungen des Tages erholen. Der Schatz ruht. Ich gehe ins Spa - ich bin alleine dort und es tut gut! Aber lange halte ich es in dem warmen Wasser nicht aus. Das kalte Becken daneben ist dann sehr erfrischend.

Schnell einen Kaffee trinken (warme und kalte Getränke sind im Preis inbegriffen und stehen den ganzen Tag zur Verfügung), dazu wieder leckere selbst gebackene Kekse. Heute gibt es sie als Ausstechplätzchen in Hippoform - süss! 😘
Um 15.30 geht es dann zum Afternoon Drive. Wir sind wieder nur zu viert, denn die Krankenfraktion hütet mit Magen, Rücken und Erkältung die Betten. (Wir haben die Lodge schon in „Huab Sanatorium“ umgetauft. Trotz der Zipperlein sind alle aber gut drauf.)
Es geht ins Flussbett und dann in Richtung Bergkette. Wir sehen etliche Oryx, 3 mal treffen wir auf Warzenschweine und dann entdecken wir auch noch Bergzebras.

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Sie spielen verstecken hinter den Bäumen, aber immerhin können wir sie eine ganze Zeit lang beobachten.

Den sundowner gibt es mit einem interessanten Gespräch im Flussbett

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Wir verzichten heute auf den Aperitif und sind erst kurz vor der Essenszeit in der Lapa. Neue Gäste sind angekommen und es werden wieder die abendlichen Rituale zelebriert: Zum Starter werden die Weine vorgestellt (je 1 Weißwein, Rosé und Rotwein) und das Menü wird uns zweisprachig erklärt. Heute gibt es gemischten Salat, Huhn in Erdnusssauce, gefüllte Oryxsteaks, Kartoffeln auf 2 Arten zubereitet und Kürbisgemüse. Als Dessert: Lemon Meringue, 🙂 ! Alles ist wieder sehr lecker, die Weine schmecken gut, die Gespräche sind locker und vielfältig und die Bettschwere macht sich bald bemerkbar.
Um 21.15 liegen wir schon wieder im Bett.

Teil 2013. Aug. 2011

18. Juni 2011

Um 6.15 treffen wir uns wieder zum Spaziergang. Der Kaffee weckt die Lebensgeister. Durch die Teleskope bewundern wir noch mal den klaren Mond mit seinen Kratern. Auf der anderen Seite ist Jupiter mit einigen seiner Monde zu sehen. Das ist sehr beeindruckend.
Die Nacht empfanden wir wärmer als die zuvor, jetzt finden wir es jedoch durch eine hohe Luftfeuchtigkeit kühl. Aber beim Gehen wird uns warm und die Nasen fangen an zu laufen. Die Morgenröte im Flussbett ist wieder sehr schön.

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Wir besteigen den Kanonenhügel und haben von dort einen tollen Blick auf die umliegenden Bergketten. In einigen Bereichen des Flussbettes gibt es tiefe Auswaschungen. Die Seitenwände sind hier bis zu 4 m hoch. Wir treffen wieder auf Oryx und auf einem Baum sonnt sich eine Gruppe Rosy-faced Lovebird.

Auf dem Rückweg kommen wir an der Solarstation vorbei, die seit 1993 die Lodge mit Strom versorgt. Der Generator muss nur bei bedecktem Himmel kurzfristig zugeschaltet werden.

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Das Frühstück gibt es wieder gut und ausgiebig in der Morgensonne. Danach fahren wir beide mit Jan ins Gelände. Es macht Spass zu erleben, wie sehr Jan seine Farm liebt und wie zufrieden er hier ist. Wir unterhalten uns angeregt, bekommen jede Menge Erklärungen und genießen die Umgebung.
Vögel kommen auch heute wieder nicht zu kurz: Cape Turtle Dove, Laughing Dove, Namaqua Dove, Drongo, Short-toed Rock Thrush, Brown Snake Eagle, Lilac-breasted Roller, Palm-Swift und Purple Roller

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Wir passieren etliche Wasserstellen und sehen nach, ob dort alles in Ordnung ist. Jan macht uns auf dem Berg zu unseren linken Seite auf eine Reihe Mopanebäume aufmerksam, die eine Wasserader anzeigt. Während er uns dies erklärt, schnauft es direkt rechts neben uns. Bergzebras stehen keine 10 m von uns entfernt im Gebüsch! Wir sind mal wieder begeistert!

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Leider sind wir nicht den erhofften Kudus begegnet. Aber - man kann nicht alles haben... 😉

Ohne auf die Uhr zu gucken sind wir rechtzeitig zum Lunch zurück auf der Lodge. Die Kranken fühlen sich besser und wir lassen uns einmal mehr mit Greek Salad, Spaghetti Bolognaise und Kuchen verwöhnen.

Die Nachmittagsfahrt lassen heute alle ausfallen, jeder macht es sich irgendwo bequem. Wir halten die geliebte Siesta und gehen dann zur heißen Quelle. Das heiße Wasser ist sehr schön entspannend. Aber bei 30° Außentemperatur wird es doch schnell zu heiß. Es ist ein schöner, ruhiger Ort hier.
Auf dem Rückweg haben wir am Pool wieder eine dieser Begegnungen: In einem Grasbüschel, das im Kiesbett direkt neben dem Weg steht, raschelt es als wir daran vorbei gehen. Ich denke noch, na das ist für eine Eidechse aber ziemlich laut... 😕 Als ich den Kopf zur Seite drehe, sehe ich gerade noch, wie eine Schlange aus dem Grasbüschel die dahinter liegende Mauer hoch schnellt und im Gebüsch verschwindet. 🤩 Himmel, ich schon wieder!!! 🤩 Diese Schlange war vollkommen in ihrem Versteck eingerollt, damit unsichtbar und nur gut einen Meter von mir entfernt. Wie nahe kommen wir uns denn noch?! 😐 Auf Grund der Schnelligkeit, Größe und Färbung vermuten wir, dass es eine Whip Snake war.

Wir lassen den Nachmittag in der Lapa mit Kaffee, Keksen, Tagebuch schreiben und schwatzen ausklingen. Ich beobachte dabei die Eidechsen und Agamen, die sich in der Sonne wärmen.

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Heute treffen wir uns alle zu einem frühen sundowner: Camelthorn Bockbier vom Fass! Oh, ist das lecker. 😄 Dazu Nüsse, Biltong, Droewors, gute Gespräche und viel Gelächter. Was für ein Leben! 😛

Und auch das Dinner ist wieder fein: Nach den bekannten Ritualen gibt es gemischten Salat, Rinderfilet mit Rotweinsauce, Schweinekotelett, Kartoffelbrei, Erbsen, Möhren, Bohnen, Blumenkohl - und natürlich Kuchen. Der Wind frischt auf, wir lassen die Rollos herunter, ziehen noch eine Jacke an und sitzen noch bis 21.45 zusammen. Der Sternenhimmel ist wieder mal gigantisch. Aber es ist zu kalt, um noch lange draußen herum zu stehen.

Teil 2121. Aug. 2011

19. Juni 2011

Nach einer guten Nacht starten wir gegen 6.30 wieder zu unserem Morgenspaziergang. Das Thermometer zeigt 4°. Im Flussbett ist es noch recht kühl, die Nasen laufen und die Tiere halten sich bedeckt. Wir sind allein mit Jan und den Hunden unterwegs, geniessen wieder die Stille und die Natur, bekommen aber auch wieder viele Erklärungen. Irgendwann hören wir den Alarmschrei eines Go-away-Birds und dicht vor uns fliegt ein African Hawk Eagle vorbei - zum Nest. Dort sitzt das Weibchen und erwartet ihn bereits. Jan ist völlig aus dem Häuschen: 🤪 Endlich weiss er, wo das neue Nest ist! Das alte haben wir in den letzten Tagen mehrmals gesehen und Jan sagte immer „wenn ich nur wüsste, wo die jetzt sind...“ Die location wird wieder sorgfältig im Buch notiert.

Pünktlich zum Frühstück sind wir zurück. Die Gruppe ist heute klein, denn die Schnupfennasen bleiben alle im Bett. Das tut der Auswahl aber keinen Abbruch - wie zuvor ist es wieder köstlich und umfangreich. Dies ist unsere letzte Mahlzeit hier und wir mögen uns gar nicht trennen.

Wir wissen schon die ganze Zeit über, dass die Huab Lodge zu unseren Lieblingsunterkünften dieses Urlaubs zählen wird. Rückblickend ist sie DIE Lieblingslodge! 🙂 🙂 Hier stimmt für uns einfach Alles, es ist ein rundes Ganzes hier. Und wenn ich die Kosten vergleiche, dann ist die Huab Lodge mit den Aktivitäten, Verpflegung und Getränken günstiger als z.B. Erongo Wilderness und Camp Kipwe. Aber nach unseren Erfahrungen sind sie nicht zu vergleichen! Ihr werdet lesen, warum... 😵

Um 9.55 sind wir dann fertig zur Abfahrt, das Thermometer zeigt 19° und wir werden vor unserer Tür von einem Red-eyed Bulbul mit lautem Gezwitscher verabschiedet. Der Abschied von den Mitarbeitern und anderen Gästen ist ausgesprochen herzlich.

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Bis zur C35 brauchen wir wieder 45 Minuten, dann geht es nach Khorixas. Die C35 ist glatt und gut zu fahren, die C 39 geht anfangs auch. In Khorixas machen wir die üblichen Stopps zum Tanken und Mini-Einkauf. Es ist Sonntag und im Ort ist außer an der Tankstelle und im Supermarkt nichts los.
Ab dem Abzweig der D2628 wird die C39 allerdings unangenehm: Viele Löcher, sehr viel gravel und teilweise große Steine liegen auf der pad. Die Reviere sind steil, eng, tief und unten drin oft voll mit losem Geröll. Normale PKW müssen hier aufpassen, nicht aufzusetzen. Wir gucken mit langem Hals erst mal über die Kuppen, bevor wir uns hinunter stürzen... 🤩 Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie es noch vor Kurzem hier ausgesehen haben mag...😐
Mittlerweile haben wir 28°, das Fahren ist anstrengend und macht Magenschmerzen. 🙁 Aber die Landschaft ist sehr schön.

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Den offiziellen Petrified Forest lassen wir rechts liegen und halten ca. 52km westlich von Khorixas auf der Blooukrans Farm, um uns dort den „Tsubes Petrified Forest“ anzusehen. Die Farm liegt in einer Senke auf der linken Seite und die weiße Toreinfahrt ist gut zu erkennen. Zum „state of the art“ office fährt man ein Stück von der Straße weg.

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Für 40 NAM$ pro Person bringt uns unser Führer Ben von dort einen steinigen Weg bergauf zu den Versteinerungen. Hier sind feste Schuhe sehr zu empfehlen! Leider ist Ben des Englischen kaum mächtig und so bleiben unsere Fragen unbeantwortet. Einen kleinen Zettel mit Erklärungen gibt er uns immerhin als wir wieder beim Auto ankommen. Aber auch ohne viele Worte sind wir von den Versteinerungen beeindruckt.
Teilweise sind sie von Felsen umschlossen und nur bei genauem Hinsehen erkennbar.

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Meist liegen sie aber wie hingestreut herum

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Die Strukturen faszinieren uns: Die Stücke sehen aus wie Holz, fühlen sich aber wie Stein an und sind auch so schwer.

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Neben vielen kleinen Stücken gibt es auch noch einige lange Baumstämme.

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Und auch einige Welwitschias wachsen hier.

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Wer viele Erklärungen bekommen möchte ist hier vielleicht nicht so gut aufgehoben. Für uns ist es so OK. Und wir sind alleine hier, das ist ja auch was!

Die pad bleibt heftig und die Landschaft weiterhin sehr schön

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Wir kommen danach noch an etlichen Schildern "Petrified Forest" vorbei, haben aber keine Ahnung, was es dort zu sehen gibt.

Die D2612 bildet dann den Höhepunkt des Tages: Ganz übles Wellblech mit viel losem Sand und Steinen obenauf. 😠 Wir schleichen mit 40-50 km h dahin und fluchen. Um die Landschaft zu geniessen halten wir zwischendurch an, denn bei dem Geholper geht das sonst gar nicht. Leider ist es sehr diesig und die Fotos sind nicht so toll. Aber die unterschiedlichen Felsformationen dicht nebeneinander, die weite Ebene und das hohe Gras sehen sehr schön aus.

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Um 14.40 erreichen wir nach 181 km unser heutiges Ziel: Camp Kipwe
Die Häuser der Lodge schmiegen sich an einen Granithügel und verschmelzen fast damit.

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Teil 2223. Aug. 2011

19. Juni 2011 Fortsetzung

Wir werden freundlich empfangen, unser Gepäck wird uns abgenommen und in der Lounge bekommen wir feuchte Tücher und einen Drink gereicht. Andrew, der Manager, zeigt uns die Lounge, das Restaurant und die Küche.

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Wir erledigen die Formalitäten und Andrew erklärt uns die Aktivitäten, die möglich sind. Ich bin etwas verwirrt, denn das hört sich alles ganz anders an, als geplant und gebucht. 🤨 Ich sage ihm erst einmal, dass wir das später genauer besprechen möchten.
Dabei leistet uns Alex, ein African Wild Cat Kater, Gesellschaft. Was für ein Hübscher, den könnten wir glatt mitnehmen! Er wurde als junges Tier auf dem Lodgegelände gefunden und groß gezogen. So ist er zwar an Menschen gewöhnt - das Wilde ist ihm aber geblieben. Was er uns mit einigen schnellen Pfotenhieben zeigt. 😣 Leider habe ich in dem Moment nicht an ein Foto gedacht und zu den späteren Terminen kam er nicht mehr...

Unser Zimmer Nr 6 liegt ganz am Ende der Anlage, mit einem wunderbaren Blick in die Ebene.

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Die Igluform ist ungewöhnlich, und es ist innen recht geräumig, schlicht aber nett eingerichtet.

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Allerdings würde ein Eimer Farbe nicht schaden. 😐 Zuerst dachte ich, es wären Wasserflecken nach den heftigen Regenfällen der letzten Monate. Aber auf viel älteren Bildern sehen die Zimmer auch schon so aus. Das macht dann doch einen ungepflegten Eindruck.

Teil 2323. Aug. 2011

19. Juni 2011 Fortsetzung-2

Das offene Bad zwischen den Granitkugeln gefällt uns gut. Warmwasser macht 3 mal täglich der donkey geyser.

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Wir packen nur die wichtigsten Sachen aus und setzen uns dann erst einmal zu Kaffee und leckerem Kuchen in die Lounge. Die Angestellten sind ausgesprochen freundlich und hilfsbereit und strahlen um die Wette. 🙂 Mit Andrew klären wir nun unsere Aktivitäten: In der ausliegenden Camp Information ist von dem in unserem D,B&B-Preis eingeschlossenen "guided walk" keine Rede. Und bei unserem All Inclusive Paket für den nächsten Tag ist nur 1 Aktivität mit drin, der Besuch von Twyfelfontein. Wir haben aber den Drive zu den Wüstenelefanten und Twyfelfontein auch gebucht und bezahlt. 😵 Davon weiss Andrew nichts und kann es sich nicht erklären, denn das wäre nicht üblich... Das muss er mit dem office absprechen. Ich bitte doch sehr darum, denn solch ein Chaos mag ich nicht! Freundlicherweise will er unsere Wäsche ins Mowani Camp schicken, denn auf Kipwe gibt es keinen Wäscheservice.

Wir ordern unseren Sundowner, nehmen noch eine schnelle, erfrischende Dusche und gehen dann schon auf den Berg hinauf. Wow - was für eine Stille, was für eine Aussicht!

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Ein herrlicher Platz und wir sind ganz alleine dort! 😁 Unsere Getränke werden gebracht, dazu ein großes Tablett mit Snacks: Samoosas, Springrolls und Dips... Köstlich! Aber das kann nicht nur für uns sein, dann schaffen wir das Dinner nicht mehr...
Und schon kommen die anderen Gäste: 5 junge Asiaten mit ihrer guide. Und vorbei ist es mit der Ruhe. 🙁
In typisch asiatischer Manier muss Jeder mit Jedem auf allen Kameras verewigt werden. 😗 Das Ganze passiert natürlich unter lautem Gejohle und Gekreisch. 😠 Die anschließenden Gespräche werden ebenfalls in voller Lautstärke geführt: Über ein Mädchen auf der Party bei X in Shanghai... Dieses total hässliche Mädchen... Aber ihre schicke Handtasche von Y - so eine brauche ich auch... 🤢
Himmel, Hilfe!!! 🤩 Die kriegen von der Stimmung und der Natur nichts mit. Wir versuchen, die Truppe aus zu blenden, das ist aber leichter gehofft als getan. Dazu bräuchten wir noch diverse Brandy Coke... 😗 Dennoch - der Sonnenuntergang ist gigantisch! 🙂 Und wir verschwinden mit der Sonne, es reicht...

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Unser Tisch für das Dinner ist auf der Veranda gedeckt. Es ist windgeschützt und die Felsen geben noch eine angenehme Wärme ab. Heute gibt es Gemüsesuppe, Rinderfilet in Rotweinsauce, Kartoffelgratin und Gemüse. Klingt gut! Leider ist das Essen komplett versalzen und ungenießbar. 🤢 Die Sauce hat auch noch den unangenehmen Beigeschmack von Geschmacksverstärkern. 🙁 Das monieren auch die Asiaten und dies ist der einzige Moment, in dem sie mir sympathisch sind. Wir informieren Jeffrey, unseren waiter, und Andrew und bitten um eine minimale Gabe an Salz für die nächsten Essen. Alle entschuldigen sich und wollen es an den Koch Henri weiter geben. In diesem Urlaub ist es uns mehrmals aufgefallen, dass das Essen recht salzig zubereitet wird. Als Dessert wird Ananas aus der Dose mit Honig-Orangen-Sauce serviert. Auch nicht der Hit... 😵

Sehr gut gefällt uns der aufmerksame Service. Die Mitarbeiter haben Spass an ihrer Arbeit, sie lachen und schwatzen mit uns und sind gut ausgebildet. 🙂
Unpassend für eine Lodge dieser Klasse finden wir aber die Tischdecken und Servietten, die alle an den Säumen auseinander fallen. Ebenso die Bettwäsche, die zwar gewaschen, aber so fleckig ist, dass ich da doch drei mal hingegucke. Hier gibt es eindeutig Verbesserungspotential. 🙁

Bald nach dem Essen fallen wir in die Betten und schlafen schnell ein.

Teil 2428. Aug. 2011

20. Juni 2011

Die Betten im Camp Kipwe sind gut und lang, wir schlafen tief und fest. In unserem Zimmer hält sich die Wärme des Tages sehr lange. Das merken wir, als wir hinaus ins Bad gehen. Die Dusche ist klasse, ein breiter Strahl prasselt auf mich hinab.

Um 6.30 sind wir beim Frühstück. Das Buffet bietet eine gute Auswahl und es schmeckt uns. Andrew teilt uns mit, dass alle Aktivitäten, wie gebucht, bestätigt wurden und um 7.30 geht es los auf der Suche nach den Wüstenelefanten. Mit uns fahren 2 Paare von der Mowani Lodge, meine asiatischen Freunde machen ihr eigenes Ding 😉
Unser driver Stewart ist ein echter Scherzkeks. Typ Roberto Blanco in jungen Jahren - was für ein strahlendes Lachen! 😄 Wir werden viel Spass heute mit ihm haben. 😄 😄
Das Morgenlicht ist weich und warm. Die Jacken ziehen wir bald aus.

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Es geht über Stock und Stein querfeldein und wir werden ordentlich durchgeschüttelt. In der Ebene sehen wir einige Tiere: Oryx, Strauße, 2 Steenbok.

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Ebenso Yellow-billed Hornbill, Rock Kestrel, Lilac-breasted Roller, Purple Roller. Stewart erklärt uns Büsche und Bäume.

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Nur von den Elefanten sehen wir lediglich ihre Spuren. Das war heue Nacht ein ziemlicher Verkehr im weichen Sand. Wir fahren hier hin, gucken und Stewart beratschlagt über Funk - nein, hier nicht, vielleicht dort. 😕 Also wenden, und den nächsten Spuren folgen... Das geht etliche Male hin und her. Manche Büsche und Spuren erkenne ich mittlerweile wieder. 😐 Nach knapp 2 Stunden sehen wir sie dann endlich: Weit weg und hoch auf einem Hügel frühstückt eine Gruppe von 9 Elefanten. 😁 😁

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Wir halten am Fuß des Hügels und haben trotz der Entfernung eine gute Sicht auf die Gruppe. Die Sonne steht günstig für uns, nur mit den Fotos ist es grenzwertig.

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45 Minuten verbringen wir hier mit 2-3 Wagen. Die Elefanten machen sich genüsslich über Bäume und Büsche her und bewegen sich kaum von der Stelle. Für uns gibt es zwischendrin Kaffee, Tee, Cooldrinks und Muffins.

Auf dem Rückweg quakt es plötzlich laut im Gras. Es sind 3 „Frogs on Wings“. Die Rüppel‘s Korhaan machen ihrem Namen alle Ehre! Sie hören sich wirklich wie Frösche an und rennen aufgeregt neben uns hin und her.

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An einem dam ist die Luft von Vogelgezwitscher erfüllt. Hier sitzen Tausende Red-billed Quelea im Reet und in den Bäumen. Wenn man in die Hände klatscht fliegen sie in großen Wolken und mit viel Gezwitscher auf, um sich wenige Meter weiter wieder nieder zu lassen.

Gegen 11.30 sind wir wieder in der Lodge und ich setze mich mit meinem Tagebuch und der Kamera in die Lounge. Bei einer Tasse Tee beobachte ich das Treiben am Wasserspiel. Hier ist Hochbetrieb! Glossy Starling, Red-eyed Bulbul, Bokmakierie, Pale-winged Starling, Tauben, Weber, Red-headed Finch, Red-billed Quelea und andere baden und trinken

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Eidechsen und Agamen sonnen sich

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Mit meinem Tagebuch komme ich nicht weit...

Teil 2528. Aug. 2011

20. Juni 2011 Fortsetzung

Beim Lunch sind wir heute die einzigen Gäste. Es gibt gemischten Salat mit wahlweise geräucherter Hähnchenbrust oder geräuchertem Kudu, dazu ein Honig-Senf-Dressing. Und als Desert Eis. Hmmm, alles ist sehr lecker und Henri bekommt ein großes Lob! 😁 Jeffrey ist wieder unser waiter und strahlt über das ganze Gesicht, dass es uns schmeckt. Sein Kommentar: „I will take care for every piece of your dinner!“ 🙂 Gerne! 😁
Mein Schatz horcht noch einmal kurz ins Kopfkissen, ich mache es mir mit einem Kaffee wieder in der Lounge gemütlich. Leckeren Kuchen gibt es auch schon wieder... Die Angestellten haben Zeit und wir unterhalten uns über alles Mögliche. Sie sind sehr interessiert daran, woher wir kommen, was wir uns Alles in Namibia ansehen wollen und erzählen von ihren Plänen. Es ist schön, auf so offene und lebendige Mitarbeiter zu treffen.

Um 14.30 geht es schon wieder los nach Twyfelfontein. Stewart ist wieder unser guide und mit und fährt ein weiteres Paar von der Mowani Lodge. Es ist sehr warm jetzt, der Fahrtwind trifft als heiße Luft auf uns. Anfangs sind wir die einzigen Besucher bei Twyfelfontein, später kommen noch 3 kleine Gruppen dazu. Es ist angenehm leer und entspannt. Stewart erklärt uns auf dem „Lion Man Walk“ die Geschichte der Quelle und der Gravuren.

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Mittlerweile läuft bei der Kraxelei den Berg hinauf der Schweiss in Bächen. Die Hitze steht, es geht kein Luftzug. Im Sommer muss es hier heftig sein! Dafür haben wir jetzt am Nachmittag wunderschönes Licht. Die Gravuren sind sehr interessant und Stewart kann gut erklären. Alle anderen Gruppen, die nach uns ankamen sind schon wieder weg, als wir uns auf den Rückweg machen. Wozu die Eile? 😐

Wir fahren noch zu den Organ Pipes

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Und zum Burnt Mountain

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Na, das muss man heute aber auch dazu sagen, dass dieser Berg im grünen Kleid der Burnt Mountain ist. Aber auch ganz in Rot würde er mich nicht vom Hocker reissen...

Dann geht es im heißen Fahrtwind zurück zur Lodge. Meine Haare stehen zu Berge und fühlen sich wie Stroh an. Ich muss wohl vor dem Dinner noch mal an meinem Hairstyling arbeiten... 😗 Unterwegs sehen wir nochmals Oryx, Springböcke, Dassie Rats, Lilac-breasted Roller und einen Brown Snake Eagle.

Pünktlich zum sundowner sind wir zurück und wir erklimmen gleich den Hügel. Heute Abend sind alle Gäste hier versammelt. Die Asiaten sind, wie schon bekannt, laut. 😣 Mich beschleicht einmal mehr der Verdacht, dass viele Menschen Stille um sich herum nicht mehr kennen und auch nicht ertragen können. Warum sonst müssen sie immer und überall so laut sein?! 😠 Und das Handy funktioniert auch heute nicht, da können sie noch so viel auf den Knöpfen herum drücken und es in alle Himmelsrichtungen halten... 😗

Unser Brandy-Coke kommt gut jetzt. Dazu gibt es wieder leckere Snacks. 🙂 Allerdings mit völlig versalzenem Dip... 😮

Der Sonnenuntergang selbst ist wieder wunderschön.

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In unserem Freiluftbad ist es noch mollig warm und die Dusche tut gut nach der Hitze und dem Staub. Bis zum Dinner packen wir die Koffer und schreiben Tagebuch. Es ist auch noch Zeit für einen Schwatz mit 2 neuen Gästen. Zum Dinner gibt es heute Thunfisch-Gemüse-Salat, Oryx-Gulasch mit Pasta und Gemüse und Ingwer-Käsekuchen. Alles ist sehr lecker, das Fleisch zart und auch das Salz ist gut dosiert. Alle bekommen wieder ein großes Lob und strahlen um die Wette. 🙂 Na, es geht doch! 😘

In unserem Zimmer ist es noch sehr warm, da brauchen wir heute wohl mal keinen Schlafanzug. Die Bettschwere senkt sich schon wieder früh über uns und wir fallen geschafft ins Bett.

Teil 2609. Sept. 2011

Ihr Lieben,
das schlechte Wetter macht's möglich: Ich komme wieder dazu, den Reisebericht fortzusetzen 🙂
Viel Spass weiterhin
Beate


21. Juni 2011
Die Nacht war sehr warm und mir tut das Knie weh. Das habe ich gestern bei der Kletterei wohl überanstrengt. Ich hoffe, dass Gelenkschmiere innen und aussen schnelle Besserung bringen wird. In unserem Außenbad empfängt uns ein kalter Wind und die Dusche macht heute Morgen nicht ganz so viel Spass. 😵 Alles, was nicht vom Wasserstrahl getroffen wird, wird Schock gefroren! 😵 😵 Dabei fällt mir ein, dass ich gestern bei mehreren Gelgenheiten den Satz „a coldfront is coming...“ gehört habe. Die ist nun wohl hier angekommen! 🤩
Um 8.00 frühstücken wir wieder lecker und ausgiebig. Um 9.00 starten wir bei 16°.

Auch wenn es bei einigen Dingen auf Camp Kipwe Verbesserungspotential gibt - es ist eine unserer schönsten Lodges in diesem Urlaub. Insbesondere die Lage und die Landschaft gefallen uns sehr. Und bei der Personalführung können etliche andere Lodges sich hier einiges abgucken.

Auf der D2612 fahren wir weiter über Wellblech in Richtung C35. Im Morgendunst leuchtet das Gras, die hinteren Bergketten sind manchmal nur zu ahnen. Die Gegend um Camp Kipwe ist für uns die bisher schönste Landschaft.

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An der Abzweigung in die D2628 tritt mein Schatz heftig auf die Bremse: Tiefsand! So weit das Auge reicht... 🤨 Da wir nicht wissen, was uns auf der Strecke noch erwarten wird und weit und breit keine Menschenseele zu sehen ist, beschließen wir weiter auf der D2612 zu fahren und über die C35 nach Khorixas. Das ist eine gute Entscheidung, denn die D2612 wird jetzt sehr viel besser und auf der C35 können wir mit 90 km/h fahren. 🙂 Ich bin froh, dass wir die D2628 neulich nicht von Norden kommend genommen haben, denn dann hätten wir den Tiefsand am Ende gehabt!

Auf der pad ist wie üblich nichts los, wir sehen kaum Tiere. Nur diese Puffotter kreuzt den Weg.

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Auch in dieser Gegend muss es in letzter Zeit Nachtfrost gegeben haben: Die Mopanebäume sind wieder braun. In Khorixas machen wir nur kurz Boxenstop, tanken und kaufen Obst. Auch unter der Woche ist hier wenig mehr Betrieb als am Sonntag. Auf der C39 geht es weiter bis zur östlichen Abfahrt der D2743. Diese pad ist wieder mit viel losem Schotter bedeckt, teilweise mit großen Steinen, insbesondere in den Revieren. Nicht schön, aber machbar.

Dann tauchen vor uns die imposanten Ugab Terrassen auf. Die Ugab Lodge oben auf dem Rand der Terrassen ist toll gelegen. Leider ist es wieder diesig und die Sonne steht für Fotos ungünstig. Und dann kommt er: Der Vingerklip

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Was für eine einmalige Felsformation! Wir biegen kurz von der pad ab zur Vingerklip

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und fahren dann weiter zu unserer Unterkunft für heute, der Vingerklip Lodge. Nach 188km kommen wir um 12.35 bei 28° an. Die Lodge wird von einer riesigen Felsnase überragt.

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Na, hier gefällt es uns auf Anhieb! Die Lodge ist gut in die Natur integriert: Die einzelnen Gebäude liegen weit verteilt an den Hang gebaut und sind meist nur teilweise sichtbar. Verbunden sind sie mit einem gepflasterten Weg - was für eine Wohltat, mal keinen Sand in den Schlappen zu haben! Unterwegs gibt es viele schöne Aussichtspunkte und Sitzecken.

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Unser Zimmer 2B liegt ganz am Ende der Anlage und hat einen tollen Blick auf die südlichen Felsformationen. Auf dem Bild das linke Haus, rechtes Zimmer. Es ist nett eingerichtet, leider etwas eng, aber für eine Nacht OK. Dafür sind die Terrasse und der Sonnenschirm groß und die Aussicht entschädigt!

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Teil 2709. Sept. 2011

21. Juni 2011 Fortsetzung

Wir richten uns schnell ein und setzten uns dann für einen Snack auf unsere Terrasse. Was für eine Stille! Zwei Pale-winged Starling rücken uns auf die Pelle und möchten partizipieren. In den Büschen direkt neben uns turnen einige Rosy-faced Lovebirds. Endlich sind sie mal nah genug für gescheite Fotos! 🙂 🙂

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Nach einer Siesta und Kaffee mit leckerem Kuchen in der Lounge sehen wir uns noch einmal genauer um. Die Sitzecken sind mit vielen hübschen Gegenständen dekoriert. Büsche und Blumen locken Insekten und Vögel an. Die beiden pools sind im Sommer sicher Gold wert!

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Mein Schatz erklimmt die Stufen auf die Felsnase über der Lodge. Mein Knie sagt leider Nein dazu, 🙁 also mache ich es mir unten an verschiedenen Plätzen gemütlich.
Oben muss es klasse sein, mit einem genialem Blick über die Landschaft. Das Zimmer „Heavens Gate“ auf dem Felsen ist sehr schön gelegen und ausgestattet - er hat mal durch die Fenster gelinst, da es nicht bewohnt war. Und auch das Restaurant da oben muss abends ein Traum sein. Wir werden unten essen... 🙁

Den Sundowner nehmen wir auf unserer Terrasse, denn die beiden 10er Busladungen sind uns zu laut. Aber bei uns können wir einen stillen und wunderschönen Sonnenuntergang genießen

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In der Dämmerung ist nur das Vogelgezwitscher zu hören und es herrscht völlige Windstille.

Dinner wird von 19.00 - 21.00 serviert. Als wir um 19.20 ankommen sind die beiden Busgruppen schon mit ihrem Hauptgang fertig. Haben die heute noch was vor? 😐 Freundlicherweise wurde für uns ein Tisch in der anderen Restauranthälfte gedeckt, so hält sich die Lautstärke in Grenzen. Und beim Hauptgang haben wir das Restaurant schon für uns! Es gibt Buffet: Gemischte Gemüsesuppe, 2 Salate, Hähnchen vom Grill, Oryxfilet mit Sauce, Reis, Nudeln, Kartoffeln, verschiedene Gemüse, Käse, Cräcker und Eierkuchen. Es schmeckt sehr gut, das Fleisch ist zart, auch die Sauce ist OK. Ein gutes Abendessen soweit. Bald nach dem Essen gehen wir auf unser Zimmer uns schreiben Tagebuch.

Teil 2813. Sept. 2011

22. Juni 2011

Die Nacht war schrecklich, denn die Suppe und die Sauce fuhren ständig Fahrstuhl. Immer wieder schmeckte ich Salz und Geschmacksverstärker. Ihhh, bah! 🤢 Ich hatte schlechte Laune 😠 und beschloss, in diesem Urlaub keine undefinierbaren Saucen mehr zu essen und mich von Geschmacksverstärkern möglichst fern zu halten. Die standen noch nie oben auf meiner Hitliste, aber ich bin nicht allergisch dagegen und habe bisher auch nie so heftig darauf reagiert.
Um 8.10 sind wir beim Frühstück wieder die Letzten. Das Buffet sieht ziemlich abgegessen aus, es klaffen etliche, bekleckerte Lücken: Müsli gibt es nicht, nur Cornflakes. Joghurt fehlt ebenfalls, der Obstsalat kommt aus der Dose. 😵 Na, ja, das hatten wir schon erheblich besser... Entsprechend schnell sind wir fertig und fahren bereits um kurz vor 9.00 bei 16° los.

Fazit zur Vingerklip Lodge: Eine sehr schöne, gepflegte Anlage mit guten Zimmern. 🙂 Kulinarisch leider ein Flop. 🙁

Unser heutiges Ziel ist die Erongo Wilderness Lodge. Freundlicherweise macht uns die Managerin der Vingerklip Lodge darauf aufmerksam, dass es am Abzweig D2752 - D 2351 kein Hinweisschild gibt. Das ist gut so, denn da hätten wir sonst ziemlich dumm geguckt... Die pad ist glatt und sehr gut zu fahren. Das Schild an der D2417 fehlt auch....
Nur eine breite und sehr sandige Flussdurchfahrt ist etwas schwieriger. Im Fall der Fälle wäre aber direkt daneben eine Farm. Die D2344 ist ziemliches Wellblech, die C36 ist wieder gut zu fahren.

Heute komme ich meinem Diplom als Farmtoröffnerin ein großes Stück näher. 😗 Auf der D2351 gilt es 13 Farmtore zu öffnen und zu schliessen. Irgendwann schaffe ich es auch, mir das Tor nicht mehr in die Hacken zu rammen. Und ich erkenne die unterschiedlichsten Schließmechanismen. Neuer Verschluss - neue Farm!
An Tieren sehen wir heute etliche Rinder und Ziegen, Mangusten, Goshawk, Roller, Korhaan und Hornbill. White-tailed Shrike stürzen sich als Kamikaze-Flieger immer wieder direkt vor das Auto.
Die Fahrt geht heute durch den namibischen Schilderwald:

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In Omaruru stehen wieder Boxenstop und tanken an. Bei SPAR gibt es ein Leckerchen: Das Eis „Heaven Hazelnut“ - oh, wie gut! 🙂

Teil 2913. Sept. 2011

22. Juni 2011 Fortsetzung

Die wenigen Kilometer auf der D2315 sind schnell gefahren und so kommen wir um 12.30 nach 170km bei 28° an unserem Ziel, der Erongo WIlderness Lodge, an. Unser Auto bleibt unten auf dem Parkplatz stehen und wir lassen uns die steile Zufahrt hinauf schaukeln.

Die Lodge liegt wunderschön zwischen den Granitfelsen. Die großen, mit Reet gedeckten Zelte sind mit hölzernen Boardwalks verbunden. Klasse!

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Der Manager Robert begrüßt uns und erklärt uns die Lodge. Als die Sprache auf das Essen kommt, erwähne ich Geschmacksverstärker, Fertigsaucen etc. Robert guckt mich groß an, davon hat er offensichtlich noch nie etwas gehört... „No, we don‘t use that...“ Na, mal sehen...

Dann führt er uns zu unserem Zelt Nr. 9. Es ist schön groß und schlicht, aber ausreichend möbliert.

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Das Bad hinter dem Zelt ist halb offen und in die Felsen integriert, sehr schön angelegt und mit viel Augenmerk für nette Kleinigkeiten ausgestattet.

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Robert zeigt uns, wie die Lampen eingeschaltet werden - und scheitert bei der Lampe über dem Badspiegel. Die leuchtet nur solange, wie er auf den Schalter drückt. Lässt er los, geht sie aus. 😵 Das probiert er einige Male, dann kratzt er sich am Kopf. Ich denke: Jetzt sagt er bestimmt „we have to make a plan...“?! Nein, weit gefehlt! Robert zeigt auf die einige Meter entfernt hängende Deckenlampe und verkündet: „Ah, that one should fit...“ 😮 😵 🙁 Wir stehen da mit offenen Mündern und gucken uns an. Solch ein Kommentar vom Management, wenn etwas nicht funktioniert (ohne Entschuldigung oder Reparaturversuch) ist doch eine außergewöhnliche Leistung. 🤢 Mein Schatz hatte vorher schon überlegt, ob er das Rasieren im Urlaub nicht einstellen sollte. Vielleicht ist der Zeitpunkt jetzt ja gekommen? 😗 Wir sind jedenfalls so perplex, dass wir nicht angemessen reagieren und Robert ungeschoren davon kommt. 😠

Bis zur Teatime um 15.00 machen wir eine Pause. Dann gehen wir hinauf zum halb offenen Lounge - Restaurant.

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Es gibt Kaffee, Tee, Saft, Schokoladenkuchen und Käse-Schinken-Blätterteig Röllchen. Lecker und frisch! 🙂
Mit Kules, unserem guide für die nächsten Tage, besprechen wir unsere Aktivitäten.
Heute starten wir um 16.30 zu einem Sundownerwalk auf einen Felsen in der Nähe der Lodge. Mein Knie beschwert sich immer noch über die Steigungen, es geht aber. Mit von der Partie sind 3 weitere Gäste (2 kennen wir schon von der Fahrt nach Twyfelfontein) sowie ein weiterer Mitarbeiter der Lodge. Von oben haben wir eine schöne Aussicht über die Umgebung. Leider ist es wieder sehr diesig. Aber die Stimmung ist gut, es gibt cooldrinks und Knabbereien und die untergehende Sonne verfärbt die Felsen und das Gras sehr schön.

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Kaum ist die Sonne weg wird der Wind empfindlich kalt und wir beeilen uns, wieder hinunter in die Lodge zu kommen.
Wir genießen eine gute und heiße Dusche und gehen schon kurz nach 18.00 zum Essen.
Beim Aperitif am Kaminfeuer unterhalten wir uns gut mit einem Gast aus Südafrika. Robert kommt und fragt, ob Alles in Ordnung sei. Nein, an unserem Zelt können wir die Reißverschlüsse nicht richtig schliessen. 🙁 Es ist so viel Spannung auf dem Zelt, dass irgendetwas reissen würde, wenn wir das versuchen würden. Robert sagt „oh“ und macht ein nachdenkliches Gesicht... 😵

Dann lassen wir es uns schmecken: Pfannkuchen mit Thunfisch, gemischter Salat, Oryxsteak mit Pfeffersauce oder Hähnchenbrust mit Erdnusssauce, Möhren, Brokkoli und Reis. Als Dessert gibt es Apfelstrudel mit Vanillesauce.
Oryxsteak scheint gerade Hochsaison zu haben - das gibt es fast jeden zweiten Abend. Aber es ist zart und lecker heute. Und kein Geschmacksverstärker am Essen! Dies ist das bisher feinste Essen auf der Reise. 😁
Dazu ein sehr freundlicher und aufmerksamer Service und eine gute Weinauswahl. Geht‘s uns gut! 😁

Plötzlich rennen Robert und einige andere hinaus. Das sieht nach Alarm aus! Kurz darauf kommt Robert zurück - und um seinen Arm windet sich eine Schlange! 🤩 Er zeigt sie uns und erklärt es handele sich um eine Angola File Snake, die völlig harmlos sei. Sie ist offensichtlich auf der Suche nach einem warmen Plätzchen, denn sie versucht ständig bei Robert in den Kragen oder die Ärmel zu schlüpfen. Nach anfänglicher Skepsis trauen wir uns, sie anzufassen: Warm und auf der Unterseite ganz weich. Auf der Oberseite ist sie ganz rau und die Schuppen haben kleine erhabene Spitzen an den Enden, wie Widerhaken. Sie ist ca. 1m lang, der Bauch ist cremeweiß, oben ist sie grau bis blass purpur. Sie windet sich um meine Hände und Arme und ich kann sie mir genau ansehen. Ein tolles Erlebnis! 🙂 🙂 Ich habe ja riesigen Respekt vor Schlangen und versuche, genügend Abstand zu ihnen zu halten. Wenn sie aber harmlos sind, dann traue ich mich auch, sie anzufassen. Denn sie fassen sich gut an, das hätte ich mir früher nie vorstellen können!

Im Restaurant wird es kühl, durch die glaslosen Fensteröffnungen kriecht die Kälte herein und die 2 Holzscheite im Kamin verbreiten nicht allzu viel Wärme. Also gehen wir früh in unser Zelt, erledigen Post und schreiben Tagebuch. Die Reißverschlüsse lassen sich nicht weiter schließen als zuvor. Da hat sich niemand dran versucht. 😠 Drinnen wird es kalt.
Draußen schreien die Rock Dassies. Was für ein grausamer Ton! Es klingt, als ob ein Kind gequält wird. Scheinbar haben die Tiere bestimmte Zeiten, an denen sie schreien: 2 Stunden schreien, 3 Stunden Ruhe, 3 Stunden schreien... Im Bett finden wir jeder eine Wärmflasche, ich nehme noch unsere beiden Wärmflaschen mit dazu und wickele mich in alle vorhandenen Decken. Na, dann Gute Nacht! 😕

Teil 3015. Sept. 2011

23. Juni 2011

Nein, es wird keine gute Nacht! Das Bett ist bretthart und es ist a...kalt im Zelt. Ein eiskalter Wind kommt durch die offenen Reißverschlüsse und „umschmeichelt“ unsere Köpfe. Aus der Nase läuft das Wasser - ich brauche etliche Taschentücher und hoffe, dass ich mich jetzt nicht auch noch wieder erkältet habe.
Wie war das: „A coldfront is coming...“ 😐
Um 5.40 klingelt der Wecker, es ist noch dunkel und kalt draußen. Das Aufstehen fällt verdammt schwer. Duschen ist heute Morgen unvorstellbar, ein paar Wassertropfen auf die Augen und Zähne putzen muss reichen. Um 6.00 treffen wir uns für unseren 3 Stunden Morning Walk am Restaurant. Ich bin mir gerade nicht sicher, ob ich da wirklich Lust drauf habe... Aber heißer Kaffee und Rusks helfen mir, etwas wacher zu werden, und dann marschieren wir beide mit Kules los.

Es wird ein sehr schöner und informativer Gang über das Gelände. 🙂 Kules erklärt uns die Lodge und die Farm, Fauna und Flora: Welche Pflanzen sind giftig, welche Pflanzen werden zu medizinischen Zwecken genutzt, welche Pflanzen haben eine bestimmte Bedeutung etc. Er ist ein sehr guter guide, begeistert und kenntnisreich. 🙂

Wir treffen auf Dassies, die sich in der Morgensonne auf den Felsen wärmen

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Und wir sehen ganz viele Vögel: Pearl-spotted Owlet, Lovebirds, White-tailed Shrike, Melba Finch, Bulbul, Swallow-tailed Bee-eater, Rock Bunting, Red-billed Frankolin, Yellow-billed, Red-billed und Monteiro-Hornbill, Grey Lourie, Glossy Starling etc.

Zwischendurch erzählt Kules viel von sich. Es ist schön zu merken, wie stolz er ist, dass er die Schule und die Ausbildung geschafft hat. Er ist glücklich, dass er einen Job hat, der ihm Spass macht und mit dem er seine kleine Familie ernähren kann. Und wir glauben, dass er einige von seinen Zukunftsträumen verwirklichen kann!

Um 9.30 sind wir zurück zum Frühstück. Das ist sehr gut. 🙂 Wir wählen Pfannkuchen mit Obst, Joghurt und Honig. Es gibt Müsli, Joghurt, viel frisches Obst, Wurst, Käse, Marmelade, verschiedene Brotsorten, Muffins. Und starken Kaffee. Das kommt jetzt gut! Vor den Fenstern geben ganz viele Vögel ein Konzert dazu.

Wir bringen dann schnell unsere Ankle-Bags, die wir für den Walk geliehen hatten, zu Robert zurück. Die Dinger waren Gold wert bei dem hohen Gras und all den Grannen! In Swakopmund wollen wir versuchen, uns welche zu kaufen.
Robert fragt, wie wir geschlafen haben. Na, wie wohl?! 😠 Die Reißverschlüsse... „Oh...“ 🤨

Dann holen wir bis 12.00 erst mal Schlaf nach. Jetzt mögen wir auch duschen. Danach gehen wir mit Büchern und Kameras auf die Terrasse über dem pool und schreiben Tagebuch.

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Um 15.00 ist wieder Teatime. Heute mit Vanillacake und Meatballs mit Chutney. Lecker! 🙂
Es sind 2 neue Gäste angekommen: Schotten, die in Südafrika leben - bei uns im Ort, 3 Straßen weiter! Diese Welt ist doch ein Dorf! 🤪
Um 15.30 starten wir alle zum Sundowner Drive. Nach dem Regen der letzten Monate ist der Weg ein einziges Schlagloch und es steht auch noch viel Wasser. Kules erzählt, sie hätten den Drive für 3 Monate nicht machen können und würden erst seit einigen Tagen wieder fahren. Das glaube ich sofort!
Die Strecke führt uns erst durch die Ebene und dann hinauf in die Felsen. Unterwegs sehen wir hoch oben an einer Felswand einen Black Eagle auf seinem Horst. Ein winziger Punkt in einem riesigen Nest. Das Größenverhältnis ist in etwa ein Hausbewohner in einem Mehrfamilienhaus. Wir vermuten, dass ein Jungtier im Nest sitzt.
Ein Damara Dik-Dik steht am Wegrand und streckt die Nase. Ein herrliches Bild! Leider nicht digital.

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Von ganz weit oben auf den Felsen wird unsere Fahrt aufmerksam von 3 Klippspringern verfolgt.

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Dann erklimmen wir die Felsen hinauf zu Paulas Cave. Ganz hinten in der Höhle wohnt Familie Barn Owl mit 5 Jungen, die uns mit großen Augen bestaunen. Sie sind schwer auszumachen - graue Bälle vor grauem Stein. Und ich will ihnen für Fotos nicht zu nahe auf‘s Gefieder rücken.

Die Felsmalereien am Eingang der Höhle sind wunderschön. Ganz fein, zum Teil sehr blass, zum Teil in kräftigem Rot.

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Vor der Höhle nehmen wir unseren Sundowner, Brandy-Coke, und genießen die Stille und die Aussicht.

Die Rückfahrt ist ziemlich ätzend. War die Strecke bisher schon schlecht - jetzt wird sie ganz schlecht. Kules schaukelt uns im Schritttempo durch die Pfützen und tiefen Löcher. Es wird kalt und der Wind frischt auf. Wir haben keinerlei Orientierung mehr in der stockdunklen Nacht und hoffen bei jeder Kurve, dass die Lodge doch endlich kommen möge...

Vor dem Dinner ziehen wir uns noch schnell wärmer an - lange Unterhosen, Kaschmirpullover, Wollsocken...

Im Restaurant ist es kalt. Die 2 Holzscheite im Kamin wärmen sich gegenseitig, viel mehr ist nicht drin. 😗
Wir halten uns nicht lange auf und ordern unser Essen. Heute gibt es: Salmon Roses with Cottage Cheese, Toast. Mixed Salad. Ostrichfillet with Blue-Cheese-Sauce oder Lamb Curry. Als Dessert Amarula-Chocolade-Mousse.

Der Toast zur Vorspeise ist zu Beton erstarrt, der Rest dazu geschmacksneutral. 😵 Der Salat ist OK. Dann entschieden wir uns beide für das Lamm Curry. Was da im Dunkeln vor uns auf dem Teller liegt kommt uns doch komisch vor. Es ragen mehrere lange Dinger heraus, es sieht nicht nach Curry aus, es riecht nicht nach Curry...??? 😕
Die Berührung der Stöckchen mit dem Messer bringt mich einen Schritt weiter: Das sind Knochen! Knochen im Curry? 🤩 Der Geschmackstest offenbart: Kein Curry - Geschmacksverstärker pur! Genau das, was ich nicht möchte und was es hier angeblich nicht gibt!!! 😠 Ich bin stinksauer und Widerwillen gegen das Essen macht sich breit. 🤢

Die Bearbeitung des Knochenberges erweist sich als schwierig, da das Zeug verdammt zäh ist. Schließlich dämmert es uns: Es gibt Lammrippchen in Fertigmarinade. Wie zum Teufel kann man Lammrippchen servieren, die nur aus Knochen, Haut und Sehnen bestehen??? 😠 😠 😠 Würde ich das unseren Freunden zu Hause servieren - ich bräuchte mir nie wieder Gedanken um ein Dinner zu machen! Hinzu kommen etliche feine Knochensplitter auf die wir beissen. 😣 Ich stochere auf meinem Teller herum und esse nur das Gemüse. Mein Schatz schließt sich meinem Ärger an, es ist ungenießbar. 🤢
Robert kommt und fragt, ob es schmeckt. Nein, denn das ist das, was ihr angeblich nicht benutzt und es ist kein Curry. „Oh...“ 🤨

Ob ich statt dessen das Ostrichfillet möchte? Danke, mir ist der Appetit vergangen. 🙁 🙁 Gleich darauf bekomme ich mit, dass das Ostrichfillet am Nebentisch zurückgeht. Es ist weder mit dem Messer noch mit den Zähnen zu zerkleinern. 😮 Was für ein Desaster! 😣 Ich bin froh, dass ich das Filet als „Wiedergutmachung“ ausgeschlagen habe, denn ich weiss nicht, was passiert wäre, wenn ich auch noch ein zähes Filet auf dem Teller gehabt hätte. 😗

Dann kommt das Dessert - und wir staunen erneut. Das ist keine Amarula-Chocolade-Mousse. 🙁 Das ist ein kleines Teighörnchen mit Sahne gefüllt. 😵 Ich gehe los und will auf dem Menü nachsehen, ob wir da etwas falsch abgespeichert haben. Das Menü finde ich nicht mehr, dafür begegne ich Robert. „Is everything OK?“ „No, we are missing the Amarula-Chocolade-Mousse“. „No, no Amarula-Chocolade-Mousse today...“ Immerhin, wir schmecken einen Hauch Amarula in der Sahne. 😐 Robert geht in die Küche um die Irritation aufzuklären und kommt mit einer ganz simplen Erklärung zurück: „They printed the wrong menu. We had the Curry and Amarula-Chocolade-Mousse two days ago“. 🤩 🤩 Robert, herzlichen Glückwunsch, du hast deinen Laden voll im Griff! 😠 🤢 😣 🙁

Unsere Blicke sprechen Bände, der Nebentisch schließt sich uns an und Robert verschwindet ganz schnell. Also dies ist definitiv nicht die vollmundig versprochene Top-Küche. Dies ist eine Katastrophe! 🤢 🤢 🤢

Das Feuer im Kamin ist fast erloschen und wir verlassen diesen gastlichen Ort schleunigst. An unserem Zelt lassen sich die Reißverschlüsse nach wie vor nicht schließen. 😠 Am Eingang weht es unten eiskalt herein. Wir ziehen an, was wir haben, füllen alle Wärmflaschen und kriechen in die Betten. Uns graut vor der Nacht, denn heute ist es noch kälter als gestern. 😵


24. Juni 2011

Die vorige Nacht war schon a...kalt - diese ist drei mal a...kalt. 😣
Ich nehme zum Stirnband noch die Mütze und versuche, mich möglichst wenig umzudrehen, damit sich keine Luftlöcher bilden können. Außerdem muss ich das eiskalte Bettzeug an der neuen Position erst mal mühselig anwärmen. Und damit bin ich hellwach. Das Wasser läuft in Bächen aus der Nase. Meine Stimmung ist unter dem Gefrierpunkt angelangt, ich will nach Hause!!! 🤢 Ich bin es leid, in zugigen und ungeheizten Unterkünften zu frieren und überlege ernsthaft, ob ich den Urlaub wirklich wie geplant zu Ende bringen will. Der Kältepol Namibias steht uns ja angeblich mit Aus noch bevor. 🤩 🤩 Na, klasse! 🤩 🤩

Beim Aufstehen um 6.45 sind wir Eisblöcke. Die Katzenwäsche geht heute noch schneller, die Koffer packen wir im Rekordtempo zum warm werden.
Auf dem boardwalk erwartet uns eine Überraschung: Die Holzplanken und das Geländer sind mit einer dicken Eisschicht überzogen. 😮 Wir tappen vorsichtig über den spiegelglatten Weg. Jetzt bloss nicht noch ausrutschen und die Knochen brechen!

Um 7.30 hat es im Restaurant Außentemperaturen. Im Kamin brennt kein Feuer. Der Kaffee ist kalt, bevor er in der Tasse ist. Zähneklappernd stehen wir herum und warten auf das Frühstück. Wir sagen jedem wie kalt es ist. Die Schotten schließen sich uns an. Das finden die Angestellten scheinbar etwas merkwürdig. Sie fragen uns, ob es denn in Deutschland nicht kalt wäre. Doch, aber da schlafen wir dann nicht im offenen Zelt... „Oh...“ 🤨

Vor dem Restaurant fressen ganz viele Lovebirds, Bunting, Tauben und eine dicke Dassie Rat die Samen, die für sie dort ausgestreut wurden.

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Zum Frühstück bestelle ich 2 gekochte Eier. Als ich die XXS-Ausgabe aus ihrem Eierbecher kippe um sie auf zu schlagen, stelle ich fest, dass der große Teller, auf dem die beiden Eierbecher stehen, ganz heiß ist. Das ist mit Abstand das wärmste Teil weit und breit und ich überlege, ob ich mir den Teller nicht unter das Hemd stecken soll. 😗 😗 Meinen gekochten Eiern hilft er eh nicht... Dazu gibt es Erkältungstropfen. 😵
Wir frühstücken ganz schnell, es ist zu kalt und ungemütlich. Robert hält sich beim Auschecken sehr bedeckt. Wir wollen einfach nur weg hier. 🤢

Fazit zur Erongo Lodge: Eine schöne Anlage für schönes Wetter. Im Winter nie wieder!
Einige Mitarbeiter sind pfiffig und engagiert. Aber das Management ist eine totale Fehlbesetzung. Das Wort „Entschuldigung“ kommt in Roberts Wortschatz offensichtlich nicht vor. Seine Gleichgültigkeit empfinden wir lähmend. Daher werden wir unter diesem Management nie wieder hierher kommen! Die Diskrepanz zwischen den beiden Abendessen ist enorm. So extrem haben wir es noch nie irgendwo erlebt. Wer hat am zweiten Abend wohl an den Töpfen gestanden?
Das Preis-Leistungs-Verhältnis würde hier für uns auch ohne die Katastrophen nicht stimmen. So empfinden wir es als Abzocke. 😠

Im Nachhinein ärgere ich mich, dass wir Robert nicht heftiger auf die Zehen getreten sind oder am Ende zumindest einen Teil der noch ausstehenden Summe abgezogen haben. 🙁

Um 8.40 sitzen wir bei 4° endlich in unserem Auto und werfen sofort die Sitzheizung an. Fleecejacken und Stirnband mag ich noch nicht ablegen, ich habe Halsschmerzen und die Nase läuft.

Teil 3119. Sept. 2011

24. Juni 2011 Fortsetzung 1.Teil

Ganz langsam tauen wir auf, ich nippe regelmäßig an meinen Erkältungstropfen und niese noch regelmäßiger. Mist!
Die D2315 ist gut zu fahren, einige riviere führen noch Wasser, machen aber keine Schwierigkeiten.

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Einen Elefanten sehen wir leider nur auf diesem Schild

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Die Morgensonne wirft ein schönes warmes Licht auf die Landschaft und wir bewundern einmal mehr die Felsformationen und das üppige Gras.

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Wir biegen auf die D1935 ab - auch sie ist wunderbar glatt. Nach einiger Zeit taucht in der Ferne schon die Spitzkoppe auf.

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Weiter geht es auf der D1927 und D1930. Auch diese beiden sind ein Fahrvergnügen.
1 Warthog kreuzt die pad, wir sehen Rinder, Ziegen und einige Esel

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Und endlich Erdmännchen! 🙂 Auf einer kleinen Lichtung im hohen Gras sonnt sich eines, während der Kumpel Wache hält. Und schwups, schon sind sie weg... 🙁

Leider ist es wieder etwas diesig in der Ferne, aber die Spitzkoppe ist auch so beeindruckend.

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Teil 3219. Sept. 2011

24. Juni 2011 Fortsetzung 2.Teil

Über die D3716 fahren wir näher heran an die Spitzkoppe und können nun erkennen, dass es bis oben Flecken grüner Vegetation gibt. Das ist hier sicher nicht immer so...

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Mittlerweile ist es 11.30 und wir haben 21°. Aber es weht ein eiskalter Wind hier. Ich mag nicht aussteigen und herumlaufen. Hals und Kopf tun weh und ich tauche tief in unsere Reiseapotheke ein. 😵

Wir haben lange nicht mehr so viele Autos auf einem Haufen gesehen wie hier: Es ist Freitag und in Südafrika haben die Schulferien begonnen.

Da wir noch genügend Zeit haben entschließen wir uns, auf der D1918 über Henties Bay nach Swakopmund zu fahren. Wieder rollen wir auf glatter pad dahin. Anfangs steht das Gras noch hoch und dicht.

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Mit der Zeit wird es spärlicher und spärlicher und das Land wird immer flacher.

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Einige Kilometer vor Henties Bay ist die Ebene dann mit Flecken von gelben, lila und roten Blüten gesprenkelt.

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Insgesamt finden wir es aber recht eintönig hier. Bei Henties Bay biegen wir dann auf die C34 nach Swakopmund ab. Hier sind es nur noch 14° - der Ozean ist nah. Wlotzkas Baken wirkt mit den bunten Häusern ziemlich surreal.

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Jetzt wird der Straßenbelag grausam: Spurrillen und darin dich an dicht Schlaglöcher. Das Ganze ist dann noch mit einer Schicht Schmierseife aus Sand und Salz überzogen. 😮 Oh, Mann! 😮 Zum Glück ist das Ende nicht weit und um 14.15 kommen wir bei 15° nach 307km in Swakopmund an.
Unsere Unterkunft für die nächsten 3 Nächte ist das "Central Guesthouse". Es ist wirklich zentral gelegen, dabei ruhig und abseits der Hauptstraße. Wir werden sehr freundlich empfangen, herum geführt und beziehen unser Zimmer Nr.6. Es ist klein, aber nett eingerichtet - und warm, mit Fenstern, die schliessen! 🙂 Wir richten uns ein, packen aus, was wir in den nächsten Tagen brauchen werden, und geben 2 Säcke Wäsche in Auftrag. Danach müssen wir erst mal ausgiebig die gute und heiße Dusche nutzen. 😁

Hunger macht sich breit und wir gehen zu Fuss in die Stadt. Das Zentrum ist ja gleich um die Ecke. Wir bummeln ein bisschen herum, amüsieren uns über all die deutschen Namen und steuern dann das viel gerühmte Café Anton an. Der Kuchen ist OK, aber nicht Welt bewegend. Die Atmosphäre hier in der Stadt ist schon besonders: Deutschland im Ausland. So deutlich ist es uns bisher noch nicht aufgefallen.

Und dann wundern wir uns über die Dekoration im Café: Überall hängt Karnevalsdeko herum. 😕 Da wir keine eingefleischten Jecken sind müssen erst mal überlegen, wann denn in Deutschland eigentlich Karneval ist. Ende Juni ganz bestimmt nicht! 😵 Hängt das alles noch vom letzten Mal? Na ja, andere Länder andere Sitten...

Wir machen noch einen kurzen Gang ans Meer

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und beeilen uns, noch rechtzeitig vor Toresschluss in die Kristall-Galerie zu kommen. Die Ausstellung der teilweise riesigen Kristalle und namibischen Spezialitäten gefällt uns gut. Auch der Schmuck, der dort gefertigt wird, ist schön und wirkungsvoll. Hier gibt es auch mal moderne, schlichte und pfiffige Stücke. Da gefällt mir schon einiges. 😗

In der Sonne ist es noch angenehm warm, aber der Wind weht kalt. Gut, dass ich mein Stirnband dabei habe. Um 17.00 schließen die Geschäfte und die Stadt ist schlagartig wie ausgestorben. Wir gehen zurück ins Guesthouse und ich versorge mich mit warmen Klamotten, Kräutertee und der Palette Erkältungsmittel. Wir bringen unsere Tagebücher auf den neuesten Stand und gehen um 19.00 los zum Dinner in die „Kupferpfanne“. Das ist ja eine skurrile Mischung dort: Voll mit alten Bildern und Möbeln, Mineralien, Löwenfett als Seife und anderen Besonderheiten der vergangenen Jahrzehnte. Neben 2 Gruppen, die in extra Räumen essen, sind wir zunächst die einzigen Gäste und stören so niemanden bei unserer Erkundung des Restaurants.
Die Speisekarte gefällt uns ausnehmend gut und die Wahl fällt schwer. Wir entscheiden uns für Jägerschnitzel und Seezunge. Beides ist eine gute Wahl: Zart, saftig, gut abgeschmeckt und große Portionen. Und wir essen die besten Pommes, die wir je im südlichen Afrika bekommen haben! 🤩 Wir sind begeistert!!! 😁 😁 Ein Tequila als Verdauer danach ist auch noch fein.

Bald danach fallen wir wegen der letzten schlechten Nächte ins Bett und schlafen richtig gut und ungestört.

Teil 3320. Sept. 2011

25. Juni 2011

Kurz vor 7.00 stehen wir gut ausgeschlafen auf. Der Tag beginnt mit einer heißen Dusche und einem super Frühstücksbuffet: Müsli, frischer Obstsalat, Joghurt, Wurst, Käse, Marmelade, Brötchen, mehrere Brotsorten und guter Kaffee - herrlich! 🙂 Alles ist sehr lecker und liebevoll angerichtet. Die Sonne scheint ins Frühstückszimmer, der Tisch ist mit Blumen und Kerze dekoriert und wir lassen uns Zeit. Um 9.00 brechen wir auf zum Stadtbummel. Die Hauptstraße empfängt uns mit gähnender Leere.

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Aber schon bald wird es lebhafter. Wir stöbern durch Buchläden, gucken nach Souvenirs und lassen uns einfach treiben. Überall entdecken wir schmucke Architektur mit deutschen Wurzeln.

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Um 11.11 geht es dann los: Es ist Karneval in Swakopmund! 🤩 🤩 Helau! Alaaf! Mit Kamellen, Umzugswagen, Konfetti und allem PiPaPo. 🤩 🤩

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Das diesjährige Motto lautet „Schön war die Zeit“.

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Einige Wagen sind ganz witzig zum Thema dekoriert. Bei einigen Wagen leuchtet uns die Verbindung nicht ganz ein. Und einige halten mehr von der Gegenwart.

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Egal, offensichtlich ist es eines der Highlights in der Stadt. Die Swakopmunder sind völlig aus dem Häuschen. 🤪 Viele haben sich verkleidet oder geschminkt. 🤪 Es werden Bonbons in die Menge geworfen. Und jeder kennt fast jeden... 😄
Manche sind aber auch über die Straßensperren verärgert und versuchen noch sich in letzter Sekunde durch zu mogeln. 😐 Da haben sie aber nicht mit der Vehemenz der Schaulustigen gerechnet: Nichts da, ihr müsst jetzt warten! 😎

Wir lassen den Zug an uns vorbei ziehen und gehen dann weiter, die Stadt erkunden. Ups - drei Ecken weiter begegnen wir dem ersten Wagen noch einmal. Das Zentrum ist wohl nicht so groß... 🤨 Wir laufen weiter durch die Stadt, ohne besonderes Ziel - und treffen den Karnevalszug noch ein drittes Mal. 🤨 Nun ist es aber gut!

Teil 3420. Sept. 2011

25. Juni 2011 Fortsetzung

Wir machen Pause, setzen uns in die Sonne, trinken etwas und gucken den Souvenirverkäufern neben dem alten Bezirksgericht zu.

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Unser Weg führt uns dann noch zum alten Bahnhof, dem jetzigen Swakopmund Hotel. Schick schaut es aus! Wir dürfen hinein gehen und uns in der Halle und im Garten umsehen. Ganz schön edel hier.

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Es ist ja eine ungewöhnliche Mischung hier in Swakopmund: Deutschland mit mediterranem Einschlag in Afrika. Für ein paar Tage ist es ganz nett, aber auf Dauer wäre die Stadt nichts für uns.

Zum Lunch gibt es ein leckeres Fischbrötchen auf die Faust und danach folgt ein kurzer Verdauungsschlaf.
Später fahren wir noch nach Walvis Bay. Die Straße verläuft schnurgerade zwischen den Dünen und dem Meer. Die Dünen leuchten in der Sonne, das Meer glitzert und in der Ferne fahren etliche Schiffe vorbei.
Die Wohn- und Feriensiedlungen, die zwischen die Straße und das Meer gequetscht wurden, muten schon ein wenig merkwürdig an. Sand, Wind und Feuchtigkeit rund um die Uhr. Nichts für uns!
In Walvis Bay begegnen wir keiner Menschenseele: Es ist Samstagnachmittag und die Stadt ist wie ausgestorben. 😵 Wir fahren zum Jachthafen, der haut uns aber nicht vom Hocker. Daneben sind einige Kitesurfer auf dem Wasser. Ihnen sehen wir interessiert eine Weile zu, denn einer von ihnen ist richtig gut. Ansonsten begegnen wir nur Möwen. 🙁 Die Häuser an der Promenade sind zum Teil sehr edel. Ein Stück weiter stehen sie schon mitten in der Düne: Der Sand reicht bis über die Hälfte der Grundstücksmauer hinauf, direkt dahinter gibt es nur noch Sand. Das ist schon gewöhnungsbedürftig, dass die Orte nahtlos in Dünen und Sand übergehen. Wir fahren noch ein Stück weiter bis zur Saline. Es ist Ebbe und Vögel sind nicht zu sehen. Da wir leider schon spät dran sind kehren wir am Abzweig zum Sandwich Harbour wieder um und wollen uns in der Stadt Kaffee & Kuchen gönnen. Das erweist sich an einem Samstagnachmittag als nicht so leicht. Die gähnende Leere lässt uns das Weite suchen und wir fahren zurück nach Swakopmund.

Dort machen wir einen Stop an der Tiger Reef Bar.

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Aber auch hier werden wir nicht wirklich fündig. Die Wind geschützten Plätze sind alle besetzt und im Wind ist es uns zu kalt. An einem warmen Sommertag ist dies sicher ein feines Plätzchen!
Unseren Cappucino nehmen wir dann im Café neben dem Museum

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und zum Sonnenuntergang sind wir an der Jetty. Leider ist es heute diesig, aber das Farbspiel ist dennoch sehr schön.

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Die Luftfeuchtigkeit ist enorm, alles klebt und auf unserem Auto ist eine dicke Schicht aus Sand und Salz fest gebacken. Zurück auf unserem Zimmer gibt es den abendlichen Kräutertee und einen Medikamentencocktail. Mit Fotos sichten, Tagebuch schreiben und Wäsche sortieren verbringen wir die Zeit bis zum Dinner. Zu Fuß gehen wir zum „Tug“. Das Restaurant ist zur Hälfte besetzt und der Service rotiert schon ziemlich. Kaum halten wir die Speisekarte in Händen, will man auch schon unsere Bestellung aufnehmen. Wir sind noch nicht mal mit der ersten Seite durch... Dann kommt niemand mehr... Auch Handzeichen werden geflissentlich übersehen. Schließlich können wir doch bestellen. Ich nehme gebratenen Kabeljau mit Chips. Eine große Portion Fisch, saftig und lecker. Die Chips sind allerdings viel zu schlapp und fettig. Neben denen von gestern fallen sie deutlich ab. Mein Schatz entscheidet sich für Kabeljau mit Cajun Spices und Chips. Der Fisch ist sehr gut gewürzt, aber leider knochentrocken. Die Chips sind auch zu weich. Unsere Begeisterung hält sich in Grenzen. Schade, auch beim Tug scheint mittlerweile die Qualität sehr von der Tagesform abzuhängen. 🙁 Die übliche Frage (auch wenn sie oft als lästige Routine erscheint), ob denn alles OK sei, wurde gar nicht erst gestellt. Und unsere Überlegung, das Essen zurück zu geben, hätte sicher zu einer langen Wartezeit geführt, denn der Laden war mittlerweile rappelvoll.
Die Auswahl der Weine, die hier im Glas ausgeschenkt werden, finde ich aber ausgesprochen gut und mein Villiera Sauvignon Blanc passt gut zum Fisch. 🙂
Ich möchte danach noch einen Verdauer, die Bedienung weiss aber nicht, was es gibt. Beim Barkeeper bestelle ich mir dann einen Tequila. Als der nach 10 Minuten noch nicht vor mir steht, verlangen wir die Rechnung. Weitere 10 Minuten später kommt die Rechnung und kurz danach der keuchende Barkeeper. Er fragt, ob ich den Tequila nicht mehr möchte. Er wäre extra „unten“ gewesen... Wo, „unten“? 😵 Ich gucke ihn etwas irritiert an, denn ich weiss nicht, wo er tief getaucht ist. Ich mag aber nun nicht mehr. Was den guten Mann offensichtlich ärgerlich stimmt, denn seine Blicke sprechen Bände... 😠 Sorry, aber ich bin auch ärgerlich, und ich kann den Blicken standhalten. 😠

Swakopmund bei Nacht ist wie ein dunkles Loch. Von den wenigen Straßenlaternen sind viele ausgefallen. Der Nebel hängt tief, es ist feucht und relativ warm. Feuchte Luft und Salz haben alles mit einem Schmierfilm überzogen. Da wir im Dunkeln kaum die schrägen Fußwege und Löcher im Belag erkennen können tappen wir vorsichtig zurück zum Guesthouse. Wir kuscheln uns früh in die Betten und schlafen wieder einmal sehr gut.

Teil 3530. Sept. 2011

26. Juni 2011

Um kurz vor 7.00 stehen wir ausgeschlafen auf. Auf uns wartet wieder ein leckeres Frühstück. Um 8.00 holt uns Johannes zur „Little 5 Tour“ ab. Wir sammeln noch 2 weitere Mitfahrer ein und treffen uns dann mit Tommy. In seinem Wagen sind 2 südafrikanische Familien mit von der Partie, 4 Erwachsene und 7 Kinder. Ostwind kommt auf und Tommy befürchtet, dass der uns die Tour versanden könnte... Aber wir haben Glück, in den Dünen ist es windstiller als an der Küste.

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Es ist faszinierend, Tommy zu beobachten: Wie sein Auge von etwas Notiz nimmt, er aus dem Auto springt, los rennt und etliche Meter entfernt ein Tier aus dem Sand ausbuddelt. Seine Begeisterung ist greifbar und er erklärt uns das Ökosystem Wüste sehr anschaulich und interessant.
Auf unseren Stopps sehen wir 2 Chamäleons

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eine Eidechse, eine Blindschleiche, den kleinsten Käfer, eine Springspinne und eine Sidewinder Snake. Die Sidewinder Snake habe ich mir viel größer vorgestellt. Ihr bei ihrer Grabetechnik zuzusehen ist beeindruckend.

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Einen Palmato Gecko sehen wir leider nicht. Tommy berichtet, dass auch er dieses Tier kaum noch sieht.
Und sein Humor ist ansteckend! Die Tour gefällt uns und wir haben viel Spass. Auch wenn die Südafrikaner etwas anstrengend sind. 😵 Tommy erklärt gerade die wenigen Pflanzen, da haben die Kinder nichts anderes zu tun, als mit den Füssen die Blätter von den Stängeln zu kicken... Tommy sucht eine Sidewinder Snake in den Büschen - und die Kinder springen in eben diese Büsche hinein, barfuss natürlich... Hat Tommy eine Eidechse auf der Hand, dann müssen wir die Hälse recken, wenn wir auch etwas sehen möchten. Vor uns sind mindestens 5 Kinderköpfe, dahinter 2 Mütter und 2 Väter, die die kids in jeder Lage fotografieren müssen. Das Ganze unter viel Gekreisch „No, I don‘t touch the lizzard!“ und ständigen Ermahnungen „Don‘t do this, get away from that...!“ 😵 Irgendwann halten wir uns etwas zurück und bilden eine zweite Gruppe mit Johannes und unseren beiden Mitfahrern. Wir unterhalten uns angeregt und Johannes beantwortet uns viele Fragen.

Mich faszinieren die Farben und Formen der Dünen, sanft und matt erscheinen sie in der prallen Sonne.

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Manchmal erinnert mich die Wellenform des Sandes an nassen Küstensand.

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Vom Auto aus sehen wir noch 2 Eidechsen, die kämpfend über den Sand flitzen, einen Schlangenadler, einen Falken und einen Kapfuchs.

Zum Abschluss der Tour halten wir auf einer Düne mit Meerblick und genießen mit unserem x-ten cooldrink die Aussicht. Hier erfahren wir, dass die Südafrikaner 4 Game Lodges am Krüger Park besitzen. Wir wundern uns einmal mehr, wie unbedarft und unachtsam die Kinder mit der Natur umgehen. 😣

Gegen 14.00 sind wir zurück in unserer Unterkunft und fahren gleich los, Kaffee & Kuchen rufen. Am Vormittag haben wir schon gefragt, wo wir denn am Sonntagnachmittag fündig werden könnten. Schwere Frage - denn Sonntags ist in Swakopmund diesbezüglich tote Hose. Das finden wir doch sehr ungewöhnlich für einen Küstenort. Das "Strand Café" neben dem Museum hat offen - Kuchen, Cappucino und Eis hauen uns aber nicht vom Hocker.

Danach sehen wir uns das Museum an. Dies ist interessant und gut gemacht, mit Informationen zur Geschichte Namibias und Swakopmunds. Um 17.00 werden wir hinaus geklingelt, nicht ohne ein Kompliment für die Ausstellung auszusprechen.
Wir sputen uns um rechtzeitig zum Sonnenuntergang an der Jetty zu sein. Heute versinkt ein Feuerball im Meer und die Stimmung ist kitschig schön...

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Es ist viel kälter und feuchter als gestern und wir beeilen uns, zum Auto zu kommen. Im Guesthouse können wir den Wagen mit dem Gartenschlauch notdürftig von der Schicht Salz und Sand befreien. Auf unserem Zimmer sichten wir schnell die Fotos des Tages, schreiben Tagebuch und fahren dann zum Essen noch einmal in die "Kupferpfanne". Heute haben wir nicht reserviert und bekommen gerade noch einen Tisch, der Laden brummt! Mein Schatz bekommt nun endlich das Eisbein, auf das er sich schon den ganzen Urlaub freut. Es ist riesig, knusprig, saftig und lecker. Er ist zufrieden, pappsatt und lässt sich den Rest in ein doggy-bag packen. 🙂 Ich entscheide mich für Kudumedaillons mit Walnusskruste. Auch dies ist eine sehr gute Wahl, inclusive der Sauce! 🙂 Zum Abschluss bestelle ich mir wieder einen Tequila. Die freundliche Bedienung lacht - sie erinnert sich offensichtlich 😉 - und kurz darauf steht das Glas vor mir. 😁 Dies ist wieder ein sehr gutes Essen mit aufmerksamem Service.

Zurück auf dem Zimmer steht Koffer packen auf dem Programm und kurz nach 21.00 liegen wir schon wieder in den Betten.

Teil 3603. Okt. 2011

27. Juni 2011

Noch einmal schlafen wir gut und wachen um 6.30 auf. Unser heutiges Ziel ist Solitaire über den Welwitschia Drive und so stehen wir auf um nicht zu spät auf pad zu sein.
Duschen fällt heute zur Abwechslung mal wieder aus. Nein, es ist nicht zu kalt - es gibt kein Wasser! 😵 Für die Katzenwäsche reicht es.
Das Frühstück ist wieder sehr gut und wir erfahren, dass es in der Stadt einen Wasserrohrbruch gibt. Ab 8.30 soll das Wasser wieder fliessen. Da wir der afrikanischen Zeitplanung nur bedingt trauen, verabschieden wir uns so, wie wir sind. Das Central Guesthouse hat uns sehr gut gefallen. Gute und ruhige Lage, sehr liebevoller Service, ein super Frühstück. Wir kommen gerne wieder! 🙂

Um kurz vor 9.00 sind wir startklar, draußen sind es 12°. Zuerst gibt es noch einige Kleinigkeiten zu erledigen: In der Touri-Info will ich mich nach dem Straßenzustand erkundigen. Die freundliche Mitarbeiterin fragt mich erstaunt, ob ich mit meiner permit keine Straßenkarte bekommen hätte... Nein, die haben wir in Windhoek nicht bekommen... Aha, Windhoek... 😐 Auf meinen Karten finden wir aber alle Strecken, die wir heute fahren wollen und bekommen die Auskunft, dass die pads alle frei sind.
Bei P&P hole ich noch schnell ein paar Kleinigkeiten, um unsere Eisbeinreste zum Lunch zu ergänzen und das Wichtigste: Papiertaschentücher. In den letzten 3 Wochen haben wir den Vorrat für den gesamten Urlaub verbraucht: 18 Packungen der schnäuzfesten deutschen Marke. Das entspricht in etwa unserem normalen Verbrauch in einigen Monaten. Im Regal liegt noch ein letztes Paket Kleenex, 3-lagig - das muss mit. Unserem Auto habe ich gestern Abend eine Wäsche versprochen. Die fällt wegen des Rohrbruchs auch aus, aber immerhin bekommen sie an der Tankstelle die Scheiben noch frei.

Die C28 ist gut zu fahren, es weht ein kräftiger Wind und leider ist es diesig.
Am Welwitschia Drive fehlen die Hinweisnummern auf einige beacons. Wir raten also, wo wir was unterwegs sehen... Beeindruckt sind wir von der Moon Landscape, sie macht ihrem Namen wirklich alle Ehre. Die Strecke von Swakopmund aus finden wir ja recht eintönig. Hier ist es wirklich unwirtlich - aber wunderschön dabei! Wir fahren über einen Hügel und meinen, auf einem anderen Planeten zu sein. An den beacons 4 und 6 bieten sich tolle Aussichten. Hier treffen wir auf die einzigen beiden anderen Wagen auf dem gesamten Welwitschia Drive.

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Schließlich gibt es wieder etwas mehr Vegetation

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Interessant sind auch die Dolerit Brocken, die die Hänge herab gerutscht sind.

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Das Flussbett des Swakop ist eine grüne Oase. Viele Blumen blühen und die Bäume sind saftig grün. In der Durchfahrt stehen noch 3 Pfützen. Es ist 11.30 und wir haben 21°.

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Auf der anderen Seite des Flusses erwarten uns wieder ganz andere Farben.

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Die Welwitschias schulden ihr Aussehen wirklich ihrem Alter - sie sehen ja recht zerfranst aus. Mein Schatz fragt, warum ich die nun unbedingt sehen will... Tja, Schönheiten sind sie nicht, aber etwas Besonderes. Die Riesen Welwitschia hat wirklich eine beachtliche Größe erreicht.

Auf der pad kollidieren wir dann mit einer Schlange, vermutlich einer Sand Snake. Sie ist so schnell und wieder einmal gut getarnt, dass der Zusammenstoss nicht zu vermeiden war. Das tut uns leid. 🙁

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Der Welwitschia Drive ist sehr gut zu fahren, wir liegen im Zeitplan und machen uns auf den Weg zurück zur C28. Diese fahren wir zügig für ca. 57 km bis zum Abzweig der permit road in Richtung Hotsas / Ganab. Hier machen wir eine Pause und verspeisen unseren Lunch. Das Gras steht so hoch, dass es fast bis an das Verkehrsschild heran reicht.

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Teil 3703. Okt. 2011

27. Juni 2011 Fortsetzung

Die permit road ist weiterhin gut zu fahren. Die Rivier-Durchfahrten sind recht sandig, aber machbar. Plötzlich rennt ein Erdhörnchen quer über die pad und vor das Auto. Kurz vor dem Seitenstreifen überlegt es sich anders und rennt wieder zurück auf die pad. In der Mitte bleibt es stehen. Gerade in diesem Moment kommt aus der anderen Richtung ein Tourbus. Der kleine Kerl ist nun völlig irritiert ob des immensen Verkehrs hier und braucht einige Zeit um sich für eine Richtung zu entscheiden. 🤨

Der Fahrer des Busses fragt uns, wie die pad denn sei... Das klingt so, als ob der vor uns liegende Abschnitt nicht so klasse ist...

Die Landschaft um uns gefällt uns ausnehmend gut mit den Bergen, Bäumen, Büschen und dem hohen Gras soweit das Auge reicht.

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Unterwegs sehen wir Springböcke, Strauße, Oryx, Erdhörnchen, viele White-tailed Shrike, Sandgrouse und 2 Falken.

Kurz vor Ganab steht dann ein Schild „No Quad, no Moto Cross!“

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Ich entdecke dann ein Chamäleon, dass über die pad wackelt. Zum Glück sind wir weit genug weg, hier besteht keine Gefahr.

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Mittlerweile haben wir 29°.
Die C14 ist dann der Albtraum des Tages - übelstes Wellblech, Schlaglöcher, viele große lose Steine... 😠 Wir brauchen ewig und sind genervt, denn die pad braucht so viel Aufmerksamkeit, dass für die Schönheit der Landschaft nicht mehr viel Raum bleibt. 🙁
Zwischen sanften Hügeln gibt es harte Einschnitte, hier ist es überall mit einem grünen Schimmer überzogen.

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Die Landschaften heute finde ich ausgesprochen reizvoll: Der Wechsel zwischen sanft und schroff, die Farben, die Weite und die riesigen Grasflächen.

Noch einmal kreuzt eine Schlange blitzschnell die pad. Auch sie ist weit genug weg.
Im Kuiseb fliesst noch etwas Wasser. Wir sind aber nicht mehr recht aufnahmefähig. Das Gerumpel auf der pad wird jetzt so arg, dass unser USB-Stick ständig den Kontakt verliert und wieder eingestöpselt werden muss... 😠 Zu Wellblech, Schlaglöchern und Steinen kommen jetzt noch Spurrillen hinzu. Eine grausame Mischung! 🤢 Erst ca. 20 km vor Solitaire wird die pad besser - sprich erträglich...

Jetzt ändert sich die Landschaft noch einmal: Der rote Sand der Namib kommt bereits deutlich durch.

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Um 16.15 kaufen wir endlich beim Bäcker in Solitaire den lang ersehnten Apfelkuchen. Es gibt noch 4 Stücke... Der Kuchen ist lecker und kommt jetzt genau richtig und der Kaffee ist nach der Fahrt eine Wohltat! 😁

Um 16.45 kommen wir nach 330 km in unserer Unterkunft, der „Solitaire Guest Farm“ an. Endlich!
Die Farm ist sehr schön vor den Bergen gelegen und vor dem Haus steht nur 1 Auto. Wir hoffen auf einen entspannten Rest des Tages. Nach einem kurzen Rundgang durch das Restaurant und die Bar werden wir zu unserem Zimmer Nr 2 gebracht. Gut, dass wir hier nur 1 Nacht bleiben wollen! 😮 Es ist stockfinster drinnen. Die 2 kleinen Fenster lassen kaum Licht herein. Dazu dunkelbraune Fussbodenfliesen und kakaobraune Wände. Ich fühle mich in die Höhlenatmosphäre früherer Wohngemeinschaften zurück versetzt. 😗 Auch die 3 Funzeln erhellen den Raum nicht wirklich. Wer hier außer uns noch wohnt bleibt ein Geheimnis. Die Koffer bleiben zu, wir packen nur das Nötigste aus. Und es müffelt, hier wurde länger nicht richtig gelüftet. Die Abflüsse im Bad tragen ihren Teil zum Wohlfühlen bei. 😣 Da hilft nur viel spülen und eine dreifache Dosis Raumspray... In der Dusche ist es stockfinster, die Deckenlampe ist weit weg.
Tagebuch schreiben ist hier kaum möglich.

In der Zwischenzeit herrscht draußen ein ziemlicher Betrieb, es scheint doch voll zu sein hier.
Um 18.30 gehen wir an die Bar und treffen dort Kirsten. Wir hatten unterwegs eine mail von ihr bekommen, mit der Frage, ob es denn bei unserer Buchung bliebe... Ja, sicher - warum nicht? Wir wussten nicht, was unklar war. Als ich nun die vielen Menschen um uns herum sehe, ahne ich dass die Lodge mehr als voll sein muss...
Uns ist es zu trubelig. Ich zähle mindestens 50 Leute um uns herum, die sich offensichtlich alle irgendwie kennen und bester - sprich: lauter - Stimmung sind. 🤨 Dazu kids, die uns mit ihren Leuchtschwertern meucheln wollen...:S Der Kontrast nach der Stille des Tages ist heftig.

Walter erklärt uns dann, dass sie heute Nachmittag 4 Geparden in ein 500 ha großes Areal entlassen haben. Ein Problemtier soll dort bleiben, die anderen 3 sollen in 3-4 Monaten ausgewildert werden. Dafür sind heute extra ein Fernsehteam mit allem Drum und Dran, Leute von einem Nature Fund etc. angereist. Daher also der ganze Auftrieb! Das ist ja soweit eine gute Sache, wir fühlen uns aber etwas fehl am Platz. Sicherlich wäre es für uns anders, wenn wir die Umsiedlung auch miterlebt hätten.

Im Restaurant setzt sich die ausgelassene Stimmung fort. In einer Ecke stehen 2 kleine Tische, dort sitzen wir und 3 weitere Gäste. Die Rolläden sind zum Schutz gegen die Kälte herunter gelassen, sie helfen aber nicht wirklich. Jeder versucht sich im vorbeigehen an 2 großen Gasheizern ein wenig zu wärmen. Kleine Öllampen auf unseren Tischen und einige Deckenfunzeln bemühen sich, das Ganze zu erhellen. Um zu sehen, was wir mit dem Essen auf den Tellern machen, wären Stirnlampen allerdings sehr hilfreich. 😐

Das Buffet ist umfangreich. Allerdings kann man auch hier kaum erkennen, was in den Töpfen ist. Es gibt einfach nicht genug Licht. Die Qualität des Essens ist mittelmäßig, einiges ist wieder einmal versalzen. 🙁

Wir nehmen uns noch ein Bier mit und sind um 19.30 schon wieder auf unserem Zimmer. Hier ist es zumindest wärmer. Mein Tagebuch schreibe ich mit der Taschenlampe in der Hand zu Ende. Unser Zimmer ist der Gipfel an Ungemütlichkeit, es ist einfach lieblos. 🙁

Teil 3814. Okt. 2011

28. Juni 2011

Um 06.45 wachen wir auf. Die Nacht war angenehm warm im Zimmer. Wir sind schnell fertig, beladen das Auto und gehen frühstücken. Draußen ist es a...kalt. Im offenen Restaurant ist es nicht besser. Die Heizstrahler schlafen noch...
Das Buffet ist umfangreich, in der Dunkelheit aber wieder kaum zu erkennen. Wir sind auch jetzt schnell fertig, da es einfach keinen Spass macht Zähne klappernd in der dunklen Ecke zu sitzen. 😵
Wir müssen noch die Rechnung bezahlen und gehen in die Rezeption. Diese ist genau so wenig einladend wie der Rest: Es ist schmuddelig und durcheinander. Kirsten fragt, ob unser Zimmer in Ordnung gewesen sei. Ich bin ehrlich und sage „Nein, wir finden es dunkel und ungemütlich“. Daraufhin zuckt sie lediglich die Achseln und wendet sich unserer Abrechnung zu... Danke der Nachfrage, gut dass wir darüber gesprochen haben! 😠
Nun funktioniert das Kartenlesegerät nicht. Die Verbindung bricht immer wieder ab. Wir stehen uns sicher 10 Minuten lang die Beine in den Bauch. Es gibt zwar 2 Sofas in der Rezeption - auf denen schnarchen aber 2 der großen Hunde im Tiefschlaf. Für Gäste ist da leider kein Platz mehr. 😗
Nach einer gefühlten Ewigkeit entschliessen wir uns, unsere letzten $ zusammen zu kratzen und bar zu zahlen. In der Hoffnung, dass der Automat in Solitaire Nachschub liefern wird.

Fazit: Dies ist die bisher schlechteste Unterkunft unserer Reise und daran wird sich auch nichts ändern. 🙁

Der Geldautomat in Solitaire ist gnädig: Er gibt uns was wir brauchen in einer bunten Mischung aus NAM Dollar und ZAR Noten. Egal, Hauptsache wir haben wieder Geld.
Um 08.45 sind wir dann endlich bei 12° auf dem Weg zum Sossusvlei. Die C19 ist gut zu fahren. Das weiche Licht der Morgensonne versöhnt uns mit dem Tag, die Landschaft sieht einmal mehr wunderschön aus.

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Bei der „Namib Desert Lodge“ machen wir einen Stopp für die Wanderung zu den "Versteinerten Dünen der Namib".

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Auf dem Weg werden wir von vielen Springböcken neugierig gemustert.

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Der Blick auf die Namib Desert Lodge gefällt uns: Direkt hinter der Lodge steigen die leuchtend roten Dünen an.

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Wir werden freundlich begrüßt, durch die Anlage geführt und zum Ausgangspunkt des Wanderweges gebracht. Auch das, was wir von der Lodge sehen, sieht gut aus. Mit 75 Zimmern ist sie aber auch groß. Die Zimmer am Rande der Anlage, mit Blick auf die Dünen, sind sehr schön gelegen. Das hätte für unsere vorige Nacht eine Alternative sein können...

Der Wanderweg beginnt direkt hinter der Lodge und ist gut ausgeschildert. Allerdings steht jetzt das Gras so hoch, dass wir bei manchen Schildern die Hälse recken müssen um sie zu entdecken. Der Weg zieht sich am Fuss der Dünen entlang, dadurch ist er ohne Kletterei begehbar. Die Dünen selbst dürfen nicht betreten werden.

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Wir lassen uns 1 Stunde Zeit für unseren Gang und begegnen nur 4 weiteren Besuchern. Somit können wir die Stille und die Landschaft genießen. 😁
Auf dem Rückweg fragen wir an der Rezeption, ob wir für den Gang etwas bezahlen müssen. Nein, der Wanderweg kann kostenlos genutzt werden. Gut, dann gibt es eine Spende in die Tipp-Box. Der junge Angestellte freut sich offensichtlich, dass er mit uns schwatzen kann: Er fragt uns nach unserem Eindruck zum Wanderweg und erzählt, dass es heute Morgen nur 0,3° gewesen seien, dass die Lodge im Sommerregen fast geflutet worden sei (es habe hier 11mal so viel wie üblich geregnet) und dass seit 1994 neulich erstmals wieder Schnee auf den Naukluftbergen gelegen habe. Wir bedanken uns nochmals und machen uns wieder auf den Weg zum Sossusvlei.

An der Abzweigung zur C27 gibt es eine Verkehrskontrolle. „Good morning, we check the roadworthiness of the vehicles and the fitness of the drivers...“ „OK...“ Während ich die Wagenpapiere zusammen suche blicke ich verstohlen in die Runde auf der Suche nach der weissen Linie, auf der mein Schatz Gleichgewichtsübungen machen soll... 😗 Jetzt nicht lachen! 😄 😄
Die Personalien und das Kennzeichen werden notiert. Woher kommen Sie, wohin fahren Sie? Dann werden wir daran erinnert, dass die Höchstgeschwindigkeit 80 km/h beträgt und dass wir uns daran halten mögen... „We wish you a good and save journey, good bye!“ Das ging sehr schnell und ausgesprochen freundlich über die Bühne. 🙂 Am Straßenrand stehen 2 namibische Wagen. Deren Fahrer hatten anscheinend nicht so viel Glück, denn sie sehen uns ziemlich missmutig hinterher. 😐

Teil 3914. Okt. 2011

28. Juni 2011 Fortsetzung

Auch die C27 ist gut zu fahren und um 12.30 erreichen wir nach ca. 100 km die „Sossus Dune Lodge“. Das Thermometer zeigt angenehme 22°. Wir parken unseren Wagen unten, laden unser Gepäck um und werden zur Lodge hoch gefahren. Zur freundlichen Begrüßung gibt es einen leckeren Saft und die übliche Einführung in die Lodge. Das Zentrum bilden die Lounge und das Restaurant. Beide sind riesig, eigentlich überdimensioniert. Hier müssen wir uns überall sehr vorsichtig bewegen, denn die Holzfussböden werden gerade frisch lasiert. Und die Mitarbeiter meinen es gut - zu gut! Überall steht die Lasur in Pfützen, es ist glatt wie auf einer Eisbahn! 🤩

Zu beiden Seiten liegen, aufgereiht an langen boardwalks, die Bungalows.

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Dann werden wir zu unserem Dünen-Bungalow Nr. 20 gebracht. Bad und Zimmer sind hell und groß, die Wände sind aus Stoffbespannung. Große Fensterflächen geben den Blick in die Dünen frei. Zwei bequeme Lounger verlocken zum Faulenzen.

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Direkt vor unserem Bungalow tummeln sich etliche Springböcke. Sehr schön! 🙂 🙂
Wir machen schnell ein paar Fotos, packen aus und gehen dann zum Lunch ins Restaurant. Zur Auswahl stehen Sandwich oder Beef-Kebab, beides mit Chips und gemischtem Salat. Als Dessert gibt es Obstsalat. Wir entscheiden uns für das Beef-Kebab und sind sehr zufrieden. Es ist gut und lecker.
Danach geht es auf ins Vlei.

Wir können uns nicht satt sehen, die Farben und Formen sind einfach unbeschreiblich! 🤪 🙂 🤩
Dünen in Sand, Ocker, Orange, Rot, Lila und Braun.

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In der Ebene davor und bis auf den Kamm wachsen ganz viele Gräser, die ihnen etwas Mystisches verleihen.

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Manchmal sieht es aus wie ein Aquarell, manchmal wie Nebel. Dem vielen Regen der letzten Monate sei Dank für dieses Schauspiel!

Wir besteigen ein Stück weit die Düne 45, geben aber bald auf, da es sehr anstrengend ist.

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Die Farben ändern sich ständig - wir sind einfach begeistert! 😁

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Der 2x4 Parkplatz ist für heute die Endstation. Von hier aus wollen wir noch einen Gang ins Hidden Vlei machen. Wir finden den Weg aber nicht, da wir weder Markierungen noch Hinweisschilder entdecken können. Mist! Und außer uns ist keine Menschenseele hier. Da jetzt auch ein unangenehm kalter Westwind weht verschieben wir dies auf morgen. Gegen 17.00 fahren wir immer noch staunend zurück.

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Es wird schnell dunkel und im letzten Licht erreichen wir die Lodge. Leider gibt es keinen shuttle vom Parkplatz nach oben, so dass wir im Dunklen den Weg hoch stolpern. Das ist suboptimal.

Wir genießen eine sehr gute Dusche und ziehen uns schon mal wieder warm an. Die Bungalows sehen zwar schön aus, lassen im Winter die Kälte aber auch ungehindert hinein.

Im Restaurant sind heute Abend nur 4 Tische gedeckt. Die Atmosphäre hier ist unpersönlich. Der Raum ist riesig und außer den 6 Esstischen, dem Kaffeetisch und dem Frühstücksbuffet gibt es nur 2 Stehlampen. Hier würde etwas mehr Dekoration sehr helfen. Wir rücken unseren Tisch noch etwas näher an den einzigen Heizstrahler heran.
Heute Abend gibt es Avocadosalat, Butternutsoup und Springbockfilet mit Gemüse und Reis. Das Dessert ist eine Lemon Meringue. Salat und Suppe sind lecker. Das Filet ist leider zäh und sehnig. Die Sauce habe ich mir zum Glück extra bestellt - ich schmecke eindeutig Geschmacksverstärker. Die werden aber angeblich in der Küche nicht benutzt...

Einen Nachteil hat dies Restaurant im Winter: Die Küche liegt außerhalb des Restaurants, vielleicht 20 Meter entfernt. Das Personal muss also das warme Essen durch die Kälte des Abends tragen - ohne Wärmehauben auf den Tellern. Damit kommt das Essen lauwarm bei den Gästen an. 😵 Und da das Personal es weder mit vollen noch mit leeren Händen schafft die Türen hinter sich zu schließen zieht es wie Hechtsuppe... 😠 Hier besteht eindeutig Verbesserungsbedarf!

Im Zimmer schreiben wir noch Tagebuch und dann geht es schnell mit unseren Wärmflaschen in die Betten.

Teil 4019. Okt. 2011

29. Juni 2011

Um 5.30 klingelt der Wecker. Unter den Bettdecken war es mollig warm, den Kopf musste ich wieder mit dem Stirnband schützen. Abwechselnd wurde ich von den heulenden Schakalen und meiner laufenden Nase geweckt. Also raus aus den Federn und auf ins Abenteuer. Heute ist wieder Katzenwäsche dran. Wir holen uns unser Frühstückspaket im Restaurant ab und fahren um 6.10 bei 7° los. Unterwegs sind es dann um 6.25 nur noch 0°. Brrrrr!

Die Dünen sehen schon wieder ganz anders aus, das blasslila Licht ist wunderschön. Zum Sonnenaufgang erreichen wir die Düne 45. Hier steppt der Bär - was für Menschenmassen!

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Wir fahren weiter bis zum ersten Parkplatz, hier ist es mit 1° kaum wärmer...
Und hier haben wir die zweifelhafte Ehre, die Toiletten zu benutzen. Wenn es hier bei diesen Temperaturen schon kaum ohne Gasmaske zu ertragen ist - wie stinkt es dann im Hochsommer?!

Mein Schatz hat beschlossen, dass unser SUV die Strecke zum 4x4 parking schafft. Ich bin da ja skeptisch und versuche, es ihm auszureden: Das ist Tiefsand... Ach, das geht! Na gut, du fährst... Gesagt, getan. Nach wenigen hundert Metern ist aber Schluss für uns - wir stecken fest. 😵 Noch ohne Kontakt zwischen Bodenblech und Sand, aber das kann jetzt schnell kommen. Großes Fluchen setzt ein und es kommt die Erkenntnis auf: Da brauchen wir wohl Hilfe... Jaaaaa, du läufst zurück, ich warte hier. Während einige andere Wagen an mir vorbei schlittern kühlt meine Stimmung merklich ab. Wäre dies nicht eine gut frequentierte Strecke und wären die Jungs vom Shuttle nicht da - ich hätte sehr viel vehementer widersprochen. Aber so: Manche Dinge muss Mann wohl „erfahren“ - oder auch nicht... 😗
Die Jungs vom shuttle feixen natürlich und haben auch einige Mühe, unseren Wagen zu drehen und wieder in eine fahrbare Spur zu ziehen. Diese Erfahrung kostet uns hauptsächlich Zeit und das ärgert mich am Meisten. Für den Service wollen die Fahrer kein Geld von uns haben, wenn wir mit ihrem shuttle jetzt ins Vlei fahren. Klar, geht ja nicht anders! So berappen wir also jeder 100NAM$ für den shuttle und geben ihnen ein gutes Trinkgeld obendrauf.

Schnell noch Jacken, Kameras, Hüte und Wasserflaschen greifen und los geht‘s! Die Fahrt ins Vlei ist ein ziemlicher Ritt - durch ganz tiefen Sand, heftige Löcher und eine unübersehbare Auswahl an Spuren holpern wir die letzten 5km. Meinem Schatz dämmert: Das hätten wir nicht geschafft!
Das Übelste an dieser Fahrt aber sind 5 junge Deutsche, die ununterbrochen labern. Laut und unsensibel bekommen sie von der Landschaft überhaupt nichts mit. Wir würden sie gerne schon unterwegs ausladen... 😠 Dagegen waren ja unsere Asiaten im Camp Kipwe harmlos!

Um 8.00 kommen wir endlich im Sossusvlei an. Es steht noch Wasser im Vlei, das Licht ist wunderschön und es ist immer noch kalt. Die 5 quasseln weiter, so dass wir erst einmal Distanz schaffen müssen. Wo ist der Knopf zum Abschalten?! Leider hört man sie in der Stille überall...

Wir besteigen dann die Düne und staunen über Farben und Formen.

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Nach einiger Zeit tut mein Knie wieder weh, so dass ich umkehre. 2 der Quasselstrippen geben auch auf, die anderen begleiten meinen Schatz - deutlich hörbar - bis hoch hinauf...

Unten angekommen suche ich mir ein stilles Eckchen und fotografiere die Blumen.

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Mittlerweile füllt es sich hier und als dann auch noch 3 Jeeps voll beladen mit jugendlichen Sandboardern ankommen reicht es uns. Der Lärm ist jetzt nicht mehr auszuhalten. 🤢

Wir müssen nur einige Minuten auf unseren shuttle warten und starten um 9.45 zum Dead Vlei. Im letzten Moment steigen die 5 Nervensägen noch zu. Himmel, Hilfe!!!!! Nichts gegen Gespräche - aber bei „Wo sind wir eigentlich? Wie heisst das hier? Hier gibt‘s ja nur Sand... Kreisch, halt mich fest, mach ein Foto... “ ist irgendwann Schluss mit lustig! 😮 Am Parkplatz zum Dead Vlei angekommen entschliessen sich 3 der 5 zu ihrem Auto weiter zu fahren: „Ach nee, nicht noch ne Düne, ich mag nicht mehr!“ Gott sei Dank, denn ich mag schon lange nicht mehr! 😐

Teil 4119. Okt. 2011

29. Juni 2011 Fortsetzung

Am Dead Vlei ist es jetzt richtig voll. Der Kamm der Düne ist voller Menschen, und auf dem Weg ins Vlei ziehen die Karawanen. Schnell stellen wir fest: Es sind ganz viele südafrikanische Familien hier und die gehören in der Regel auch nicht zu den leisen Vertretern. Wieder sind wir erstaunt und entsetzt, wie schwierig es für viele Menschen scheinbar ist Stille zu ertragen.

Also schlagen wir schnell einen Bogen und versuchen Abstand zu gewinnen. Das ist nicht einfach, denn die Luft trägt den Schall hier sehr weit.

Aber Licht, Formen und Farben entschädigen uns wieder. Wir können uns kaum satt sehen an Dünen, Gräsern, dem trockenen Vlei und den skurrilen Bäumen.

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Nachdem der shuttle hierher noch sehr kalt war, wird mir nun endlich warm und ich fange an, mich Stück für Stück von Stirnband, Halstuch, 2 Fleecejacken und Wollpullover zu trennen.

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Auf dem Rückweg durch den Sand wird uns sehr warm. Es ist beschwerlich und ich bin fix und fertig, als wir wieder am Parkplatz ankommen. Hier müssen wir nun eine Zeit lang auf einen freien shuttle warten. Bis wir die rettende Idee haben und erst noch einmal Richtung Sossusvlei fahren. Denn in der Richtung gibt es jede Menge freier Plätze.

Gestern Nachmittag fanden wir es sehr schön hier. Heute Vormittag finden wir es grenzwertig. Und in der Hochsaison wäre es hier wohl Nichts für uns. Leider dauert der Weg ins Vlei ja eine ganze Zeit, so dass man für mehrere Fahrten sehr viel Zeit einplanen müsste.

Gegen 11.30 sind wir wieder bei unserem Auto und machen uns über unser Frühstück her. Das ist ein bisschen mager: 1 Miniaturbrötchen, 1 Ei, 1 Apfel, 1 Müsliriegel, 1 kleiner Saft, 1 kleiner Joghurt. Da hätten sie sich bei der Preisklasse der Lodge etwas mehr Mühe geben dürfen. 🙁 Zum Glück haben wir genügend Getränke und noch Kekse dabei.
Ich bin groggy und habe Kopfschmerzen. Kurz vor 12.00 fahren wir bei 18° zurück zur Lodge. In der Ebene haben wir nur noch 14°. Leider kann ich unterwegs die Augen nicht offen halten und schlafe immer wieder ein. Schade, denn ich hätte so gerne die Landschaft noch einmal genossen.

Auf einem geraden Stück der Straße stehen dann an der rechten Seite einige Autos komisch in der Gegend rum - speed control! Vor uns werden 2 Wagen einer Lodge angehalten, die sind zu schnell gefahren. Wir dürfen passieren.

Um 12.50 kommen wir wieder in der Sossus Dune Lodge an und gehen gleich zum Lunch. Es gibt Sandwich mit Chips und Salat und als Nachtisch Orangenkuchen. Das tut gut!

Danach geht es sofort ins Bett und bis 15.15 schlafen wir tief und fest. Beim Aufstehen ist mir ganz komisch - Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel... Was kommt jetzt schon wieder? Ich befürchte, dass ich mich bei den Temperaturunterschieden wieder erkältet habe und greife tief in die Reiseapotheke. Die Dusche weckt dann einige Lebensgeister. Kaffee und Kekse steuern ihren Teil bei.

Dann machen wir uns auf den Weg zum Sesriem Canon. Den hatte ich mir etwas imposanter vorgestellt. Da ich mich heute nicht trittsicher fühle bleibe ich lieber oben, obwohl der Weg hinunter nicht schwierig aussieht. Mein Schatz geht also allein hinunter und ab und zu können wir uns zu winken. Ich laufe oben herum und bin zufrieden, als es mir langsam besser geht. Durch den tiefen Stand der Sonne ist es mit Fotos leider schwierig.

Lange sehe ich einer Sattelschrecke zu, die mit dem Bauch nach oben an einem Busch hängt. Mal eine andere Perspektive!

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Im Abendlicht sieht Alles wieder so weich aus, auf der anderen Seite des Canons grasen Springböcke, Raubvögel ziehen ihre Kreise.

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Mit dem Sonnenuntergang fahren wir zurück und werfen beide erst mal ein Kopfschmerzmittel ein.
Zum Dinner gibt es heute Samoosas, die sind OK. Die Erbsensuppe ist leider nur grünes Wasser - mph. 🙁 Mein Gamesteak ist gut, Schatzi hat mal wieder das Teil voller Sehnen erwischt. 🙁 Das Ganze kommt wieder lauwarm auf den Tisch. Als Dessert gibt es einen undefinierbaren Kuchen - na ja. Zum Kaffee gibt es heute auch nur kalte Milch - in kalten Tassen. Dies Essen fällt leider auch durch. 😠

Immerhin gibt es heute Wärmflaschen vom Haus. Wir nehmen 2 mit, zusammen mit unseren beiden sollen die Betten wohl warm werden...

Teil 4202. Nov. 2011

30. Juni 2011

Die Nacht war besser als die vorherige, es war windstill. Ganz in der Nähe haben die Schakale ausdauernd um die Wette geheult.
Um 6.30 stehen wir auf und nehmen eine gute, heiße Dusche. Die Farben des Sonnenaufgangs sind wieder sehr schön, in der Ferne steigt ein Heißluftballon auf. Um 7.40 sind wir beim Frühstück. Im Restaurant stehen wieder alle Türen offen. Brrrr! Einer der Angestellten erzählt, dass das Thermometer vorhin 1° gezeigt habe. 🤨
Die Auswahl am Buffet ist mittelmäßig, da bot das viel gescholtene Okaukuejo deutlich mehr! Dekoration und Aufbau des Buffets passend zum Restaurant - lieblos. Schade, das Restaurant ist einer Lodge dieser Preisklasse nicht angemessen. 🙁
Heute stellen wir einen neuen Geschwindigkeitsrekord auf: Frühstücken, auschecken, bezahlen, mit dem shuttle zum Parkplatz, Gepäck einladen und abfahren - alles in 20 Minuten! 🤩

Unser Fazit zur Sossus Dune Lodge: Die Lage der Lodge ist toll, und früher bzw. länger im Park sein zu können ist ein Vorteil. Man wollte offensichtlich etwas Besonderes bauen - das ist ansatzweise auch geglückt. Leider liegt der Wohlfühlfaktor noch in weiter Ferne... Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt hier für uns überhaupt nicht. 🙁 Ab November 2011 wird der Preis ja um 700 NAM$ pp reduziert und das Mittagessen ist nicht mehr enthalten. Dennoch würden wir wohl nicht noch einmal hier übernachten wollen.

Um 8.00 fahren wir bei 8° los. Schon bevor wir die C27 erreichen, sehen wir die dortige traffic control vor der Tankstelle. Die Dame, die uns kontrolliert, ist ausgesprochen unlustig. Ihr Kaugummi erfordert ihre ganze Aufmerksamkeit. 😵 Auto, Führerschein und Fahrer werden sehr argwöhnisch gemustert. Ist das auch der Typ auf dem Foto? 😕 Das ganze noch mal von vorne. Die Frau ist so abweisend, dass uns nicht mal etwas für einen small talk einfällt... Ich mache dann den Fehler, sie zu fragen „Is this the road to Aus?“ „Don‘t you have a map?!?!“ Aaaaaah, sorry!!! 😣 „You can drive.“ Na, das lassen wir uns nicht zwei mal sagen. 🤩

Die Jungs an der Tankstelle sind auch noch nicht richtig wach. Die Scheiben werden nicht gewaschen. Also gibt es auch kein Trinkgeld. Ein anderer fragt dann doch noch nach dem Reifendruck. Ja, bitte checken. Ich frage noch mal nach der Straße - ja, das ist die C27. Wir sollen langsam und vorsichtig fahren, da die pad in einem sehr schlechten Zustand mit vielen losen Steinen sei. Freude kommt auf!!! 😕

Auf der C27 erwartet uns dann das pure Grauen: 🤢 Tiefgravel auf Wellstein. Der schiere Wahnsinn! 🤢 Zwischen den Reifenspuren sind die losen Steine teilweise so hoch geschoben, dass normale PKW‘s Gefahr laufen aufzusetzen. Aus dem Boden gucken ganz viele mittlere, große und sehr große Steine heraus, die zur Hälfte noch im Boden stecken. Reifenfresser! 😈
Gas zu geben und darüber hinweg zu fliegen trauen wir uns nicht. Auf dem losen Untergrund bekommen wir nie wieder eine gescheite Bodenhaftung. Und wir wollen den Urlaub dann doch nicht im Farmzaun beenden. 😗 Also schleichen wir dahin und fluchen. 😈 Eine entspannte Kieferhaltung führt heute unweigerlich zu heftigem Zähne klappern...
Wir sind satt und bekommen von der schönen Landschaft kaum etwas mit.

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Es duftet nach Rapshonig und im Namib Rand NR sehen wir viele Springböcke, Zebras, Hartebeest, Schakale und Raubvögel.

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Für die ersten 110km brauchen wir 2,5 Std. 🤢 Der Abschnitt zwischen Betta und Spes-Betta ist etwas besser. Die D707 ist wieder übles Wellblech bis zum Abzweig Kanaan. 🤢

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Um 13.50 erreichen wir endlich das Farmgate zu unserer heutigen Unterkunft „Koiimasis“. Für die knapp 25 km bis zum „Fest Inn Fels“ brauchen wir noch einmal 40 Minuten. Die Zufahrt zur Farm ist wunderschön, auch hier steht das Gras sehr hoch. Der Wind weht kräftig und durch das sich bewegende Gras sieht es aus, als ob Nebelschwaden zwischen den Bergen hängen. Es verleiht der Landschaft etwas Märchenhaftes.

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Wir wollen im Moment aber in erster Linie ankommen und verschieben Fotostops auf die Rückfahrt.

Teil 4302. Nov. 2011

30. Juni 2011 Fortsetzung

Nach gut 5,5 Stunden Fahrzeit für 246km erreichen wir um 14.40 bei 22° die Farm. Hier gefällt es uns auf Anhieb. 🙂

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Die Häuser sind zwischen die Granithügel gebaut und ziehen sich den Berg entlang. Johanna begrüßt uns herzlich, sie muss jedoch unsere Buchung heraus suchen. Wir haben das Gefühl, dass man uns nicht erwartet... Während Johanna unser Zimmer checkt sehen wir uns ein wenig um. Und es gefällt uns ausnehmend gut hier! 😁 Alles wurde mit viel Liebe zum Detail entworfen: Lichteinfall, Ablagen, Regale, Kleinigkeiten. An der Tür zum Restaurant wurde die Schwelle passend zum Versatz in der Tür gearbeitet, so dass die Tür wirklich schliesst und es nicht die üblichen dicken Spalten gibt. Hut ab! 🙂

Unser Zimmer Nr. 2 ist sehr groß, hell und gut ausgestattet. Schade, das wir nur 1 Nacht bleiben! Ich hatte es ja nach dem Lob hier im Forum fast befürchtet...

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Wir packen schnell aus und gehen dann hoch zum Restaurant.

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Ich hatte Johanna um Kaffee und Kekse gebeten. Wir hoffen, die Lebensgeister damit für heute noch einmal beleben zu können. Das wird ein voller Erfolg: Auf uns wartet eine große Kanne guter Kaffee und frische Pfannkuchen mit Erdbeer- und Vanillesauce! Oh, wie lecker!!! 😁 Danach geht es uns deutlich besser und wir gehen mit Kameras und Tagebüchern hoch zum pool und genießen die Aussicht.

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Es ist eine sehr friedliche Stimmung hier. Bis auf dem Campingplatz einige lärmende Familien ankommen, die quer durch das ganze Tal schreien: „Dad give me... Mike, don‘t do that...“

Der Sonnenuntergang bietet wieder ein Schauspiel an Farbenpracht

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Es wird schnell kalt hier und ich ziehe mir gleich das ganze Equipment an. Lecker warm ist es jetzt!
Beim Dinner sind wir mit einem weiteren Paar die einzigen Gäste. Es gibt Tomatensalat auf Toast mit hausgemachtem Biltong, Oryx-Geschnetzeltes mit gemischtem Gemüse und Reis und „Butterfly Fruits“. Gute Portionen aus frischen Zutaten, die lecker schmecken. Hier gibt es Nichts zu meckern, wir sind zufrieden! 😁 Und Johanna und ihren Kolleginnen macht es ganz offensichtlich Spass, uns zu verwöhnen. Sie strahlen um die Wette. 🙂

Auf dem Rückweg bewundern wir noch den tollen Sternenhimmel. Es herrscht absolute Stille draußen.
Nach dem harten Tag fallen wir wieder früh in die Betten. Die sind lang und gut.


01.Juli 2011

Um 6.45 wachen wir nach einer sehr guten und ruhigen Nacht auf. Die Sonne kommt gerade über die Berge und taucht unser Zimmer in ein warmes Licht. Die Dusche ist gut und heiss.
Auf dem Weg zum Frühstück machen wir noch einmal Fotos im Morgenlicht

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Für uns ist ein ganz liebevoller Frühstückstisch gedeckt. Außer Müsli und Obst ist alles vorhanden und schmeckt wieder sehr gut. Und Johanna strahlt... 🙂

Nach einiger Zeit kommt Roland, der Betreiber der Lodge, zu uns und wir unterhalten uns angeregt. Er entschuldigt sich, dass er gestern Abend nicht hier sein konnte. Sie wären doch überrascht gewesen, als wir gestern vor der Tür standen... Aber da Platz war und die Küche auch bestückt war, hat ja Alles geklappt. Kein Problem!

Das „Fest Inn Fels“ gehört für uns zu den schönsten Unterkünften auf unserer Reise. 🙂 Wir bedauern es wirklich, dass wir hier nur 1 Nacht gebucht haben. Dies wäre genau das richtige Fleckchen um einen ruhigen Tag einzuschieben. Nächstes Mal... 😗

Beim Begleichen der Rechnung gibt es dann doch noch einen Wermutstropfen: Außer eine Kanne kalten Rooibos-Tee gibt es keine Getränke mit im Übernachtungspreis. Unser Kaffee gestern Nachmittag war ja sehr gut - aber extra zu zahlen. Und Kaffee & Pfannkuchen schlagen dann mit 45 NAM$ pp zu Buche. Es wäre einfach schön gewesen, das vorher zu wissen.

Um 9.20 kommen wir endlich los und holen die Fotostopps nach.

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Teil 4406. Nov. 2011

01. Juli 2011 Fortsetzung, 1. Teil

Der heutige Teil der D707 ist relativ gut zu fahren, auf jeden Fall besser als gestern. Die Farben der Landschaft gefallen uns wieder ausnehmend gut, leider ist es für gute Fotos zu diesig. Viele kleine Raubvögel sitzen auf den Masten: Falken, Goshawk, ein Jakkal Bussard fliegt über uns hinweg. Und dann sehe wir zwei riesige Vögel hoch über uns kreisen. Geier? Wir halten an und verrenken uns die Hälse. Man fliegen die hoch! Es ist gar nicht einfach, sie mit dem Fernglas oder der Kamera einzufangen. Schließlich gelingt uns eine verwackelte Videoaufnahme und mit Hilfe unseres Vogelbuches wissen wir dann definitiv, dass es sich um zwei Secretary Birds handelt.

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Wir können ihre Flughöhe nicht schätzen, aber sie sind sehr hoch und immer noch riesig. Am Boden haben wir sie ja schon oft gesehen, aber noch nie im Flug. Wir sind begeistert! 😁

Die C13 ist anfangs auch recht gut zu fahren, sie wird dann aber ruppiger. Alles in Allem aber kein Vergleich zu gestern. Zum Glück! 🙂

Um 12.30 erreichen wir die Tankstelle in Aus. Dort herrscht Hochbetrieb und wir warten eine gefühlte Ewigkeit, bis wir an der Reihe sind. Die Touri-Info ist wegen Mittagspause geschlossen, also fahren wir weiter nach „Klein Aus Vista“, unserer Unterkunft für die nächsten beiden Nächte. Um 13.00 kommen wir dort nach 158km und bei angenehmen 21° an.

Wir werden sehr freundlich begrüßt und das Einchecken geht zügig. Es ist kein Problem, dass ich vor einigen Tagen per email den Sundowner Drive abgesagt habe. Die fröhliche Mitarbeiterin versteht, dass es uns zu kalt ist. Auf die Frage „is there anything you don‘t eat?“ erwähne ich wieder die Geschmacksverstärker. Sie kennt sich damit nicht aus, will meinen Wunsch aber an die Küche weiter geben.

Unser Chalet Nr. 8 liegt im hinteren Teil der Anlage und wir richten uns ein. Das Zimmer ist schlicht aber ok, groß und „solide“ gebaut.

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Die Doppel-Chalets liegen an einem leichten Hang mit gerade genug Abstand zueinander. Die Anlage macht einen netten Eindruck, um die Häuser herum blühen viele Blumen. Und das Rot des Sandes wird sehr schön in der Farbe der Häuser reflektiert.

Als erstes gönnen wir uns eine Hot Chocolate mit Keksen auf unserer Terrasse und genießen die Aussicht und die Wärme. Danach folgt die geliebte Siesta. Leider wird diese frühzeitig von lärmenden Neuankömmlingen beendet. So können wir aber um 15.00 zu den Wildpferden fahren und haben ungeahntes Glück: Schon von der Straße aus sehen wir etliche Pferde. Sie stehen direkt neben dem Weg, dann auf dem Weg. Sie fressen entspannt und beäugen uns ganz gelassen. Wow! 😁

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Es gibt eine kleine Kabbelei

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Als wir weiter zum hide fahren, sehen wir hinten in der Ebene eine riesige Gruppe Pferde, die gerade auf dem Weg zu den Wasserlöchern sind.

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Teil 4506. Nov. 2011

01. Juli 2011 Fortsetzung, 2. Teil

Vom hide aus haben wir eine hervorragende Sicht in die Ebene und die Pferde lassen sich durch uns überhaupt nicht stören. Außer uns ist nur 1 Familie im hide. Die drei kleinen Jungs bestaunen ehrfürchtig die so viel größeren Pferde. Die Insassen eines weiteren Wagens fahren wieder weg, ohne auszusteigen. Auch gut... Die Pferde sind heute eindeutig in der Überzahl. Sie stehen direkt an der Mauer, gucken uns mit großen Augen an und es stellt sich die Frage: Wer beobachtet wen? 😐

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Oder sie zeigen uns die Kehrseite.

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In den Trögen, die neben dem hide aufgestellt werden, sind offensichtlich noch Reste eines Leckerchens. Denn überall wird heftig darin geleckt. Es ist ein Kommen und Gehen am hide. Mütter mit ihren Fohlen sind da.

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Die Herren tragen Schaukämpfe aus.

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Alles in Allem ist es eine wunderschöne Atmosphäre, ruhig und friedlich. Und es sind so schöne Tiere! Ich versuche die Pferde zu zählen und schätze, dass es ca. 150 Tiere heute sind. Über eine Stunde genießen wir dieses Schauspiel und sind danach völlig entspannt. Was für ein Genuss! 😁 Erst als die Tiere wieder weiter ziehen machen wir uns auch auf den Rückweg nach Klein Aus Vista.

Unterwegs färbt sich schon Alles im Abendlicht. Das Rot wird noch viel intensiver. Wir erreichen unsere Terrasse rechtzeitig zum Sonnenuntergang.

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Im Zimmer ist es kalt. Und hellhörig - wir haben Nachbarn. Schnell duschen, solange es noch heißes Wasser gibt und hinein in die warmen Klamotten. Aus soll ja der Kältepol Namibias sein - na, abwarten und Tee trinken... 😗

Im Restaurant ist es mollig warm, große Gazheizer glühen. Können wir nicht hier übernachten, wir sind auch rechtzeitig vor dem Frühstück wieder weg?! Die Lodge scheint heute recht gut besucht zu sein: 3 mittlere Reisegruppen und einige Einzelreisende füllen das Restaurant. Die Lautstärke ist absolut OK, die Gruppen halten sich sehr zurück.
Das Essen ist als Buffet aufgebaut: Linsensuppe, 3 Salate in ungewöhnlichen Zusammenstellungen, gebratene Hähnchenteile, Oryx Stir Fry, 5 Sorten frisches Gemüse, Malay Rice, Käsesauce. Und als Dessert pochierte Birnen in Rotwein. Wir sind schon mal sehr angetan von der Auswahl. 🙂 Und die Teller sind so heiss, dass wir aufpassen müssen uns daran nicht die Finger zu verbrennen.
Aus der Küche kommt dann der Hinweis für mich, dass ich bitte den Reis, die Sauce und das Stir Fry nicht essen solle! Ich würde von diesen Gerichten eine extra Portion bekommen. Da bin aber platt!!! 😁 Hier kennt man offensichtlich Geschmacksverstärker! Die Küche und der Service bekommen von uns ein ganz dickes Lob - sie sind an Aufmerksamkeit und Freundlichkeit ein echtes Highlight. 😘 Es ist ein klasse Team, in dem die Arbeitsteilung sehr gut klappt.
Und das Essen schmeckt sehr gut!!! Schön finde ich auch, dass es überhaupt kein Problem ist meine halbe Flasche Weißwein für morgen Abend hier in den Kühlschrank zu stellen. Bei der Größe der Lodge hatte ich dies nicht erwartet. Dieser Abend ist ein voller Erfolg. Davon hätten wir gerne mehr gehabt.

In unserem Zimmer erwartet uns dann der Kältepol. 😵 Schnell die Wärmflaschen fertig machen und hinein in die kalten Betten. Die sind außerdem im wahrsten Sinne des Wortes bretthart, denn die Matratzen liegen auf Spanplatten. Gute Nacht! 😉

Teil 4608. Nov. 2011

02. Juli 2011

Um 6.40 stehen wir auf, nachdem wir schon vorher oft wach waren. Im Zimmer ist es kalt, die Nacht war „na ja“ und eine Katzenwäsche muss wieder reichen, da das Wasser nur noch lauwarm ist.
Im Restaurant sorgen die Gasheizer für eine angenehme Wärme und die Auswahl am Buffet ist sehr gut und reichlich. Wir lassen es uns schmecken und machen uns um 8.00 auf den Weg nach Kolmanskop.

Die Sonne lacht von einem makellos blauen Himmel, es ist ein schönes sanftes Licht und das Thermometer zeigt 5°. Nichts Neues...
Auf den Masten am Straßenrand sitzen viele Greater Kestrel und Rock Kestrel in der Sonne. Westlich von Aus wird das Gras schon spärlicher. Westlich des Wildpferdegebietes gibt es kaum noch Gras. Dafür blühen hier Teppiche winziger gelber und lila Blumen. Es bläst ein heftiger Südwestwind und wir fahren zügig weiter. Etliche Kilometer vor Kolmanskop wird die Landschaft dann ziemlich trostlos. Für keine Diamanten der Welt möchte ich hier leben! 😵

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Wir kommen rechtzeitig für eine der geführten Touren an. Dank der Busgruppen findet die in Deutsch statt. Das ist ok, die Teilnehmer unserer Tour sind gut drauf und interessiert. Und im Vergleich zur englischen Gruppe sind wir ein Grüppchen.

Wir sehen alle aus, als ob wir zum Südpol wollen - dick vermummt mit Mützen, Schals und Handschuhen. Bei 12°, eisigem Wind und Sandsturm geht es dann los. Gisela, unsere Führerin, erklärt sehr interessant und anschaulich die Geschichte und Entwicklung der Stadt. Nach der Führung können wir überall noch einmal allein herumlaufen und Fotos machen. Da sind die Busse alle schon wieder weg und wir haben freie Bahn... 🙂

Es ist schon beeindruckend, was man hier damals alles in die Wüste gebaut hat. Den Häusern können wir trotz ihres reichlich verfallenen Zustandes ansehen, dass sie früher schmucke Heime für Arzt, Lehrer, Minenverwalter und Ladenbesitzer waren.

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Bis 12.30 stapfen wir durch den Sand, dann sind die Schuhe voll davon und wir sind froh, wieder im warmen Auto zu sitzen. Bei immer noch 12° fahren wir weiter nach Lüderitz.
Fanden wir die Landschaft bisher ziemlich trostlos, so finden wir sie kurz vor Lüderitz ganz trostlos.

Es ist Samstagmittag kurz vor 13.00 und die Stadt rüstet sich für das Wochenende. Nach einem Blick auf den Hafen haben wir Lust auf Kaffee & Kuchen, finden aber kein offenes Café. Also entscheiden wir uns für ein Restaurant an der „Waterfront“. Was für eine Übertreibung! Das Essen ist nicht der Rede wert. Da der Wind immer mehr zunimmt schenken wir uns den Stadtspaziergang und fahren nur kurz hoch zur Felsenkirche. Hier weht der Wind uns fast um. Na, dann eben nicht, dann fahren wir halt zurück.
Auf der B4 werden wir ordentlich durchgerüttelt und die Fahrbahn verschwindet teilweise im Sand. Was für ein unwirtlicher Ort! 🙁

Bei den Wildpferden ist der Wind zum Glück viel schwächer und da wir von der Straße aus schon wieder einige Pferde sehen können, biegen wir ab. Heute ist hier mehr Betrieb, 4 Autos stehen am hide.
Unsere Freude ist groß, denn es sind wieder so viele Pferde da wie gestern! Aber was ist das? 🤨 Es herrscht eine enorme Unruhe heute bei den Pferden. Und dann sehen wir es: Die Leute müssen doch wirklich zwischen die Pferde gehen! Nein, nicht nur dazwischen, sondern so dicht heran, dass sie ihnen die Nüstern streicheln können! 😠 Sie knien neben ihnen, sitzen auf dem Rand des Wasserloches und lassen die Speicherkarten glühen. Bin ich ein toller Typ, kann ich klasse Fotos machen... 🤢
Wir sind stinksauer und finden es einfach respektlos. 😈 Zeitweise tummeln sich 8 Leute zwischen den Pferden, die heute ganz aufgeregt herum rennen, beissen, ausschlagen und sich kabbeln. Ich sehe schon die Schlagzeile „Tourist vom wilden Pferd getreten“. 🤩 Sorry, aber da könnte ich nur sagen „selber Schuld“. Die steigen bestimmt auch in der Etosha für das ultimative Foto aus dem Auto aus. Ein Vater ist mit seiner ca 12jährigen Tochter immer mittendrin. Die Mutter des Mädchens steht im hide kurz vor dem Herzinfarkt und schreit immer wieder „come back, come back...“ 😵
Unsere Laune ist weit unter dem Nullpunkt und wir beeilen uns, hier weg zu kommen, bevor uns der Kragen platzt. Bei der Durchsicht unserer Fotos stellen wir dann fest, dass auf mehr als der Hälfte immer ein Zweibeiner mit drauf ist. Grrrrrr. 😠
Daher gibt es von heute nur dies Bild

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Um 16.30 kommen wir bei 11° wieder in Klein Aus Vista an und gönnen uns eine heiße Dusche und einen Tee. Bis zum Dinner sichten wir die Fotos des Tages, schaffen Platz auf den Speicherkarten und schreiben Tagebuch.
Vor dem Essen erkundigen wir uns noch nach unserer Etappe für morgen: Die C13 am Orange River war vor unserer Abfahrt noch eine Baustelle... Ja, sie sei wieder hergestellt, es seien gerade Wohnmobile dort entlang gefahren. Super, das spart uns den Umweg über Seeheim und Grünau! 🙂
Im Restaurant ist es heute voller und lauter, 2 große Gruppen sind da. Aber das Essen ist wieder lecker: Onion Tortelet, 3 Salate, Oryx-Kebab, Lamb-Braai-Vleis, Mielie Pap, Butternut, Green Bean Stir Fry und Apple Crumble mit Custard. Ich bekomme heute für alle Gerichte grünes Licht aus der Küche und das lasse ich mir nicht zweimal sagen... Lecker! 😁 Angenehm überrascht bin ich auch, als ich unserem waiter sage, dass ich noch einen Rest Weißwein im Kühlschrank habe. „I know, Madam! I‘ll bring it right now.“ Wow, von soviel Umsicht ist man auf manch anderer Lodge meilenweit entfernt! 😁

Den Weg zu unserem Zimmer legen wir im Laufschritt zurück - der Wind ist eisig. Der Kältepol Namibias... Drinnen ist es frisch und bald zittern wir uns in den Betten warm.

Teil 4709. Nov. 2011

Hallo Strelitzie,

gern geschehen 🙂
So gegensätzlich wie das Land ist, so gegensätzlich erleben wir es scheinbar auch 😉

Die Einrichtung ist aus dem Haus des Ladenbesitzers. Da gibt es auch noch
Schlafgemächer

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Und alte Bekannte aus Omas Küche

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Und diese Dinger waren damals bestimmt schon genau so staubtrocken wie sie heute noch sind 😗

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Hoffen wir, dass die Wetterkapriolen von diesem Jahr nicht zur Gewohnheit werden...

Liebe Grüße
Beate

Teil 4814. Nov. 2011

03. Juli 2011

Die letzte Nacht war wieder heftig. Beim Umdrehen war das Kopfkissen so kalt, dass ich es an der neuen Position immer erst einmal anwärmen musste oder wieder auf die alte Position zurück rutschen musste. Bis dahin war ich wach... Und dann lief die Nase...
Um 6.45 stehen wir auf, wie meist im Schnelldurchgang. Noch im Halbschlaf und im Halbdunkel fange ich an, den kleinen Trolley zu packen. Irgendetwas, das ich nicht eingepackt habe, rutscht mir über die Hand. Ein Gecko? Ich ziehe den Vorhang auf, blinzele und versuche am Fenster das Etwas zu identifizieren. Hm? Nein, kein Gecko - ein Skorpion! 🤩 Liegt er da, klein zusammen gerollt, im Kälteschlaf. 🤩
Nun kommt Leben in ihn und er zeigt seine Größe: Gut Damen lang ist er und rötlich braun. Kurz entschlossen wird das Tier entsorgt, raus aus dem Fenster. Nun bin ich wach, mir klopft das Herz, denn fast hätte ich eben in ihn hinein gefasst... Äh, vielleicht hätte ich ein Foto machen sollen? Zu spät, schon weg! 😗
Ich überlege, wo er wohl in den Trolley geschlüpft ist. Mir fallen nur 2 Nächte ein, in denen ich den Reißverschluss nicht geschlossen habe: Auf der Sossus Dune Lodge und hier in der letzten Nacht. Die letzte Nacht ist der wahrscheinlichere Einzugstermin. Waschzeug, Apotheke, Schlafanzüge, Wärmflaschen habe ich immer wieder ausgepackt - da wäre er mir sicher vorher schon mal aufgefallen. Zum Glück ist er mir nicht in den Pullover gekrabbelt, der im Trolley war und den ich gerade trage. Na, das wäre ja das I-Tüpfelchen gewesen! 😐 Vorsichtshalber wird heute Alles sehr gründlich ausgeschüttelt. Aber das war wohl unser einziger Gast auf der Suche nach einem warmen Plätzchen. Ich kann es ihm nicht wirklich übel nehmen...

Um 7.40 packen wir bei eisigem Wind und 1° das Auto und fahren nach vorne zum Restaurant. Im Restaurant ist heute der Bär los! Die Camper und die Gäste aus dem Eagle‘s Nest bitten um Asyl in der Wärme. Sie sehen alle ziemlich durchgefroren aus. Ich höre, dass man im Eagle‘s Nest das Feuerholz gestern bereits am frühen Abend verbraucht hatte und die Nacht wohl not amusing war. 🙁 Für die Angestellten sind die zahlreichen weiteren Gäste kein Problem, einige müssen halt ein wenig warten. Aber dann werden alle versorgt. Das Buffet ist wieder sehr reichhaltig und gut. Es wird laufend nachgelegt, so dass auch bei den vielen hungrigen Mäulern keiner zu kurz kommt. Der Service klappt mit viel Humor wieder 1A! 😁

Zugegeben, gestern Abend und heute Morgen ist es sehr voll hier. Aber unter dem Strich haben wir uns in Klein Aus Vista sehr wohl gefühlt. Das Essen war gut und reichhaltig und der Service sehr angenehm und aufmerksam. Wir würden wieder kommen! 🙂

Um 8.45 fahren wir bei immer noch 1° in den Ort. An der Tankstelle ist schon wieder Stau. Um kurz nach 9.00 kommen wir endlich los.
Die C13 wurde oft als langweilige Strecke beschrieben. Aber wir sind überrascht und empfinden die 90 Minuten Fahrt nach Rosh Pinah als ganz schön. Vielleicht liegt es auch hier an dem Gras und den Blumen, die der Landschaft Leben geben. Das Verkehrsaufkommen ist gleich Null, wir begegnen 2 Autos an diesem Sonntagmorgen. Dafür sitzen auf den Masten am Straßenrand ganz viele Turmfalken und wärmen sich. Und dann sehen wir diesen Riesen von Martial Eagle auf halbem Weg

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Wir rollen ganz langsam an ihn heran um ihn nicht zu verscheuchen und können ihn für einige Minuten beobachten. Ist der schön! Leider zeigt er sich nicht von vorne und wir trauen uns auch nicht weiter. Aber das war ein Erlebnis! 🙂

Kurz hinter Rosh Pinah geht es steil hinunter zum Orange River. Vor uns liegen wunderschöne Berge.

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An der Einfahrt zum Ai-Ais Richtersveld NP müssen wir uns in eine Liste eintragen. Dann liegt eine traumhaft schöne Strecke entlang des Orange River vor uns. Eingerahmt von hohen Bergen (auf unserer Seite Namibia, auf der anderen Seite Südafrika) fließt der Orange River schnell dahin.

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Am Ufer stehen viele Bäume und Büsche, und dazwischen blüht es in weiß, gelb und lila.

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Die pad ist frisch gehobelt und repariert. Dort, wo sie fast auf Höhe des Wasserspiegels verläuft, ahnen wir, wie viele Schäden es hier durch den Regen gegeben hat. Es wurde in den letzten Monaten viel Erdreich bewegt und die pad wurde mit großen Felsbrocken gesichert. Manche Stellen sind dort nur 1-spurig zu befahren, dies aber völlig problemlos.
Wir sind froh, dass wir hier entlang fahren können - wir hätten wirklich etwas verpasst! 😁

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An der Einmündung des Fish River verstehe ich nun, warum diese Brücke bei starken Regenfällen regelmäßig beschädigt wird.

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Teil 4914. Nov. 2011

3. Juli 2011 Fortsetzung 1.Teil

Wir sind total begeistert von der Landschaft hier. Es ist für uns eine der schönsten Strecken auf unserer Tour. Irgendwo machen wir Pause und genießen die Umgebung und die Wärme. 🙂

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Der Ort Aussenkehr ist eine Ansammlung mehr oder weniger windschiefer Strohhütten

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Daneben liegen am Flussufer die Orange River Vineyards. Die Weinfelder leuchten in herbstlichem gelb und orange, dahinter der Fluss und dahinter die hohen Berge. Wunderschön!

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Durch die Vineyards fahren wir zu unserer Unterkunft für die nächste Nacht, dem „Norotshama River Resort“. Die Begrüßung durch den Manager fällt recht knapp aus und er holt einen Angestellten um uns unser Zimmer zu zeigen. Der weist aus der Ferne auf eine Reihe mit Chalets. „Drive there, turn right, number 26. See you later“. Kurz und knackig!

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Teil 5014. Nov. 2011

03. Juli 2011 Fortsetzung 2.Teil

Die 10 kleinen Reihenhäuschen sind ganz neu. Das Zimmer ist groß genug und nett eingerichtet, mit super moderner air con zum Kühlen und Heizen sowie Internet Zugang.

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Allerdings gibt es zwischen Zimmer und Bad keine Tür. Und das Moskitonetz, das im Bad als Fenster dient, ist leider nur bedingt tauglich, da es zwischen Netzrahmen und Wänden ziemlich große Löcher gibt. 🙁 Die Wirkung der air con wird dadurch im Sommer wohl auch eingeschränkt.

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Durch eine breite Schiebetür kommt man auf die Terrasse mit Blick auf ein großes Wasserbecken. Auch das Becken ist ganz neu und leider noch leer.

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Die website fand ich vor unserem Urlaub wenig ergiebig und so sehen wir uns erst einmal auf dem Gelände um. Von unserem Chalet aus gehen wir um das riesige Wasserbecken. Auf der anderen Seite liegt der Campingplatz, dahinter die Bungalows in verschiedenen Größen. Die Bungalows werden auch gerade renoviert.

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Am Flussufer stehen einige Riverside Cabins. Auch diese sind ganz neu, die alten sind der Flut zum Opfer gefallen.

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Auch vom Flussufer wurde viel weg gespült, eine Treppe endet im Nichts und ein Bootsanleger hängt schief im Fluss.
Wir gucken kurz in die Bar, hier läuft auf voller Lautstärke ein Sportprogramm im TV. Nee, dann gehen wir lieber spazieren. Der Gang durch die bunten Weinstöcke wird leider nur ein kurzer, da uns der Wind auch hier eisig kalt um die Ohren pfeift. Also geht es zurück. In der Bar hatte ich eine tolle Cappucino Maschine gesehen - das wäre jetzt genau das Richtige! 😎

Aus dem Cappucino wird leider nichts, die Angestellten können die Maschine nicht bedienen. 🙁 Dafür steht im Restaurant eine Kanne Kaffee auf der Warmhalteplatte, da dürfen wir uns kostenlos nehmen. Ich bitte um Milch und nach einer kleinen Ewigkeit wird ein Tetra-Pack gebracht. Der wird dann, so wie er ist, neben die Kaffeemaschine gestellt. 😵 Na ja, nicht die Hohe Schule, aber immerhin Kaffee mit Milch. Und er schmeckt besser als erwartet.

Wir trinken unseren Kaffee am Pool mit Blick auf den Fluss. Der ist im Sommer sicher toll.

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Danach setzen wir uns am Ufer auf die Stufen und lassen uns die Sonne auf die Nase scheinen. Einige Eisvögel sind auf Fischfang und es fährt ein Floß nach irgendwo...

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Die Lage der Lodge am Fluss ist genial und sie wird insgesamt renoviert, wie wir erfahren. Die Rezeption zieht demnächst noch um, neben das Wasserbecken. Bar und Restaurant werden auch neu gestaltet. Ich bin ja neugierig und frage, was denn die Unterschiede zwischen den einzelnen Unterkünften sind: Ich hatte einen Bungalow gebucht, eine Suite wurde bestätigt und ein Chalet haben wir bekommen. Darauf bekomme ich keine ergiebige Antwort. Nur soviel, dass der Preis für alle gleich sei... Aha. 😵

Zurück in unserem Zimmer lockt mich die Dusche. Vorher mache ich eine Entdeckung der besonderen Art auf der Toilette. Deckel und Brille sind total nass. Na, da wurde aber feucht geputzt. Als ich sitze wird mir jedoch etwas anders: Feuchte Dampfbadwärme umschmeichelt meinen Allerwertesten... 🤨 Ups, das kenne ich bisher nur aus Dubai?! Das Wasser in der Kloschüssel hat Badetemperatur. Seltsam, aber wenn sie meinen... Unter der Dusche kommt dann die Ernüchterung: Hier ist das Wasser eiskalt!!! 🤩 Ich schliesse daraus, dass das heiße Duschwasser ins Klo geleitet wird und für die Dusche nur kaltes Wasser übrig bleibt. Also anziehen und zur Rezeption traben. „Oh, that‘s strange!“ Zwei Handwerker kommen sofort um sich der Sache an zu nehmen, lachen erst einmal lauthals und haben auch bald eine Idee. Am Morgen gab es irgendwo einen Rohrbruch und man habe wohl ein Ventil falsch gestellt, so dass das Wasser nicht richtig geleitet wird. ? 😕 ? Nachdem sie irgendetwas umgestellt haben wird es auf dem Klo wieder kalt und 30 Minuten später können wir duschen. 🙂
Die Dusche ist nicht ganz so nett, wie sie aussieht, denn im Grunde ist es auch eine Außendusche. Durch das Fliegengitter kommt die Kälte herein. Und da es keine Vorhänge gibt, überlege ich, was ich denn an Guckegebühr für meine Peepshow aufrufe. 😗 Denn mittlerweile ist es dunkel und die Camper sitzen in der ersten Reihe! 😊

Ab 18.00 gibt es Dinner, wir sind um 18.50 die ersten Gäste. Das Buffet ist noch abgedeckt und wir sehen uns im Restaurant um. Zwei lange Tafeln für insgesamt 50 Personen sind gedeckt und ein Tisch für 6 Gäste. Am Rand gibt es noch einige Bänke, dort ist aber nicht gedeckt. Also setzen wir uns an den 6er Tisch und warten was passiert... Nichts. 😐 Alle rennen geschäftig um uns herum, aber niemand spricht uns an. Schließlich halte ich einen jungen Mann an und frage, wo wir denn etwas zu trinken bestellen können. „With me“. Gesagt, getan. Und Essen, wir haben bisher nur B&B gebucht? „You can help yourselves with the buffet“. OK.
Also gucken wir in die Töpfe: Nudelsalat mit Thunfisch, Eisbergsalat mit Tomaten und Gurke, Toast und Butter. Dann gibt es Reis, Bohnen, Butternut und Lamb Knuckles mit Möhren. Lamb Knuckles - einer meiner liebsten Wintereintöpfe, herrlich! 🙂 Das Gemüse ist leider knapp lauwarm. Die Lammbeinchen sind fast nur Knochen und Sehnen. Schade... 🙁 Es schmeckt aber gut. Ob es wohl auch Dessert gibt, es liegen keine Löffel auf dem Tisch? „Yes, of course, Malva Pudding“. Wir müssen ihnen alles aus der Nase ziehen und das ist lästig.
Als wir mit dem Essen fertig sind sehe ich, dass es neben dem Buffet noch Essen a la Carte gibt. Oh, da hätte ich ja gerne mal reingeguckt... 😵
Der Kaffee vom Nachmittag ist mittlerweile verdampft und die Milch steht immer noch im Tetra-Pack dort. 😗

In der Zwischenzeit ist eine Busladung älterer Damen aus Kapstadt eingetroffen, die einen Ausflug machen und allerbester Stimmung sind. 😄 Wir nehmen uns ein Getränk mit und verabschieden uns für heute.
Auf unserem Zimmer machen wir die air con an. Es sind 14° im Zimmer und wir haben keine Lust mehr zu frieren. Sie ist zwar effektiv, zum Schlafen aber leider zu laut.
Beim Einschlafen stellen wir dann noch fest, dass wir mitten zwischen den schnatternden Ladys untergebracht sind. Die Chalets sind ziemlich hellhörig.


04. Juli 2011

Um 6.40 wachen wir auf und unser Thermometer zeigt 10° im Zimmer. Umphf! Eigentlich mag ich nur Zähne putzen, entdecke dann aber, dass das Wasser richtig heiss ist. Und ich sehe fürchterlich aus heute Morgen! Also springen wir doch schnell unter die Dusche und sind danach wach. 🙂
Kurz vor 8.00 ist das Auto beladen und wir fahren nach vorne zum Restaurant. 4° sind es heute.
Zuerst bezahlen wir unsere Rechnung. 80 NAM$ sind für das Dinner OK.

Beim Frühstück sind die Ladys in noch besserer Stimmung als gestern Abend. Es gibt etwas zu feiern, denn auf den Tischen stehen schon etliche leere Flaschen JC le Roux, hicks! 🤪 😄

Für uns ist kein Platz eingedeckt, das müssen wir in mehreren Schritten organisieren. Es gibt Cornflakes, Obstsalat aus der Dose, Saft, Toast, 1Sorte Wurst, geriebenen Käse, Honig und Eier. Es ist alles nicht wirklich lecker. Kaffeetassen kommen es erst nach einer Weile und beim Aufbauen derselbigen blockieren 3 Angestellte für einige Minuten die Kaffeemaschine.

Jetzt höre ich von einigen Damen, dass sie heute kein heisses Wasser gehabt hätten. Sie haben dann im Wasserkocher etwas erhitzt und ins Waschbecken gekippt. Dort halte der Stöpsel aber überhaupt nicht. Oh, da haben wir ja richtig Glück gehabt! 😎

Was soll ich sagen?! Die Lodge ist toll gelegen und hat ein ziemliches Potential. Aber das Management nutzt es nicht wirklich. Irgendwie geben sie sich ja Mühe hier, aber es wirkt doch ziemlich unorganisiert. Und die Angestellten brauchen dringend Anleitung. Mit gutem Service und gutem Essen wäre es ein toller Ort. So ist es für 1 Nacht OK. Die Lage macht halt manches wett.

Teil 5127. Nov. 2011

04. Juli 2011 Fortsetzung, 1.Teil

Um 8.40 fahren wir bei immer noch 4° los in Richtung „Canon Lodge“. Zuerst geht es ein kurzes Stück zurück auf der C13, dann biegen wir auf die C37 / D207 ab. Die Sonne lacht, der Himmel ist blau und die Landschaft ist einmal mehr umwerfend: 😁 Der Boden ist dunkel, fast schieferfarben. An den Hängen und in der Ebene blühen wieder viele Gräser und Blumen soweit das Auge reicht. Teppiche in gelb, lila, rot-grün... Wir kommen kaum voran, da wir immer wieder für Fotos halten müssen...

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Insbesondere an der D207 und D316 blühen die Blumenteppiche, ab der C10 / D601 gibt es mehr Gräser und kleine Büsche.

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Das letzte Stück an der C37 ist dann wieder voll mit Blumen.

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Teil 5227. Nov. 2011

04 Juli 2011 Fortsetzung, 2.Teil

Gerade diesen Teil Namibias habe ich mir ziemlich öde vorgestellt. Zwar mit dem Canon als Highlight, aber darüber hinaus nur karg. Umso mehr freuen wir uns über diese Augenweide. 😁

Die pad ist frisch gehobelt und im Großen und Ganzen gut zu fahren. Es gibt nur einige kurze Wellblechpassagen. Aber die letzten Kilometer vor der Canon Lodge haben es in sich: Übelstes Wellblech, hier steht sogar ein Warnschild. 🤨

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Um 11.20 kommen wir nach 123km bei mageren 10° an der "Canon Lodge" an. Schon auf der Zufahrt gefällt uns die Anlage. Sie ist zwar groß, aber die Cottages stehen weit verteilt zwischen den Felsen.
Irgendwie habe ich gar keine gescheiten Fotos von der Lodge gemacht. Aber es gibt hier im Forum ja schon einige davon. Ich zeige euch lieber die geniale Natur...

Der Empfang ist wieder sehr freundlich und die Lodge wird uns bis ins Detail gezeigt und erklärt. Was für ein Unterschied zu gestern...

Unser Hexenhäuschen Nr 24 steht am Ende der Anlage, wir blicken in die weite Ebene.
Leider ist es so klein, so dass wir unseren Koffer nur auf dem Bett öffnen können und finster ist es drinnen.

Wir packen nur das Wichtigste aus und lernen den Südwestwind kennen. Fenster und Tür zeigen nach Westen, es kommt keine Sonne herein und der Wind rüttelt heftig an der verzogenen Tür. Durch die luftige Dachkonstruktion verschafft sich eine kalte Brise Zugang. Aber wir haben eine air con, die auch heizt. 🙂 Das muss nun sein, sonst frieren wir hier an. 30° werden eingestellt.... 😗

Wir machen einen Spaziergang über das Gelände, vorbei am Pool, auf dem sich kleine Wellen bilden.
Hier gibt es wieder zahlreiche Aliens und wir machen uns einen Spass daraus, sie zu fotografieren und zu filmen.

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Auf dem Gelände blühen ebenfalls viele Blumen, nicht nur im Steingarten. Jetzt macht mein Akku schlapp.

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Auf der Terrasse finden wir eine sonnige und windgeschützte Ecke und bestellen Sandwich und Pasta. Beides ist lecker und ausreichend. Die Angestellten sind sehr offen, sie stellen sich vor und haben Zeit für einen kleinen Schwatz. Wir halten eine kurze Siesta bei geschätzten 15°in unserem Cottage. Anschließend gönnen wir uns Kaffee & Kuchen und um 16.15 startet der sundowner walk.
Mittlerweile sind sicher 2 Busgruppen angekommen und die Gruppe, die den Felsen erklimmt ist recht gross. Simon, unser guide, hat nicht sooo viel Ahnung vom Gestein und den Pflanzen die er uns zeigt. Oben auf dem Felsen weht der Wind mehr als unangenehm. Fleecejacke, Goretexjacke, Halstuch, Stirnband und Kapuze reichen knapp. Ich erinnere mich, dass einige von euch im Sommer mit hängender Zunge hier herauf gekrabbelt sind - kaum vorstellbar! Wir trinken eine kalte Cola. Glühwein wäre angemessener... 😗
Leider verdeckt ein breites Wolkenband den Horizont. Die Sonne kommt dann aber doch noch einmal darunter hervor und geht ganz schön unter.

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Die ununterbrochen und laut schwatzenden Gruppen nerven hier wieder etwas. Da sie aber alle schon vor uns wieder hinunter gehen können wir noch einige Minuten die Stille genießen.

Kurz bevor wir unser Cottage erreichen bekommen wir Gesellschaft: Eine pechschwarze Katze schliesst sich uns an. Sie kommt mit hinein und fühlt sich sofort zu Hause. Während ich Tagebuch schreibe schläft sie an meinen Rücken angebuckt. Die nehme ich heute Nacht mit ins Bett - Katzenfell wärmt! 🙂 Wie wir später erfahren heisst sie Daisy - wir könnten sie glatt mitnehmen!

Kurz vor 19.00 gehen wir zum dinner. Draußen stehen die beiden Köche hemdsärmelig am Grill. Es gibt Gemüsesuppe, verschiedene Salate, Folienkartoffeln, Pap, hausgemachte Würstchen, Lammkotelett, Schweinekotelett, Oryxsteak, Knoblauchbutter und verschiedene Saucen. Beim Dessert können wir zwischen Granadillatorte und Lemon Meringue wählen. Alles ist sehr lecker. Und als Hauswein gibt es einen Groote Post „Old Man‘s Blend“ - immer wieder lecker und hier zum sehr guten Preis!

Die Lodge ist voll mit 2 großen Gruppen und etlichen Paaren, der Lautstärkepegel hält sich im Restaurant dafür aber in Grenzen. Leider ist es auch hier trotz des Feuers in der Mitte kalt und sehr dunkel. Wir sehen wieder kaum, was wir auf dem Teller haben. Und leider wärmen sie hier die Teller nicht vor. Bis man das Buffet hinter sich hat, ist das Essen kalt. Das ändert sich auch nicht nach einem Hinweis darauf. Ansonsten ist das Personal motiviert, aufmerksam und gut geschult. Zelma ist ein Schatz, wir haben viel Spass mit ihr. 🙂

Ich lasse mir wieder meine Wärmflasche füllen und dann geht es in die kalte Nacht. Im Cottage zieht es wie Hechtsuppe und die air con scheppert lauthals. Von den 30° merken wir nicht viel... Unsere große Reisetasche stellen wir vor die Tür, um den unteren 2 cm hohen Schlitz abzudecken. An der Seite können wir nichts zwischen Tür und Rahmen stecken, alles ist zu glatt und zu verzogen. Mir graut vor der Nacht.
Wir versuchen, mit der air con zu schlafen, schalten sie aber bald doch aus. Sie ist zu laut und bei uns unten kommt nur ein weiterer kühler Luftzug an. Es zieht einfach von überall kalt herein.

Teil 5305. Dez. 2011

05. Juli 2011

Die Nacht war grausam. Wir lagen beide lange wach: Die Betten waren zu hart, die Kopfkissen klumpig, 1 Kissen zu flach, 2 Kissen zu dick und es zog wie Hechtsuppe. 😠 Ich habe mir schließlich fluchend wieder mein Stirnband aufgesetzt und mein Schatz hat sich ein Piratenkopftuch gebunden. Mitten in der Nacht bin ich hochgeschreckt, weil mich ein eisiger Windstoß traf. Ich sass senkrecht im Bett, denn ich dachte jemand wäre ins Zimmer gekommen. Es war aber nur der Wind, der durch die Ritzen pfiff... Da war es mal wieder so weit: Ich war so abgenervt, dass ich sofort nach Hause wollte!!! Fish River hin oder her - nur noch weg! 🤢 Nach einiger Zeit hatte ich mich dann halbwegs beruhigt und glaubte, den letzten Tag und eine weitere Nacht auch noch überleben zu können.
Um 5.45 klingelt der Wecker und ich will nicht aus dem Bett. Der Blick in den Spiegel offenbart Schreckliches: Ein verquollener, wildgewordener Handfeger blickt mich an! 🤩 Egal, da muss die Welt jetzt durch, denn eine Dusche steht nicht zur Debatte.
Um 6.15 sind wir die ersten beim Frühstück. Obwohl das Feuer im Kamin lodert ist es steinkalt hier drinnen, es zieht und auf unserem Teller können wir wieder kaum etwas erkennen. Mit Fleecejacke, Goretexjacke und Stirnband sitze ich am Tisch und wünsche mir eine Decke für die Beine... Wenigstens der Kaffee ist heiss und ich wärme mir die Finger an der Tasse.
Das Frühstücksbuffet ist insgesamt reichhaltig und gut. Nur die Dosenpfirische zum Müsli sind etwas schlapp. Dafür gibt es leckere hausgemachte Wurst und Käse. Etwa 6 km entfernt liegt die Farm, die die Lodge mit Wurst, Käse, Fleisch und Gemüse versorgt.

Um 7.00 fahren wir los zum Fish River Canon. Das Thermometer zeigt 0°, der Rasen vor der Lodge und die Wegränder sind mit Raureif überzogen und die Autoscheiben sind vereist!!! 😮 Haben wir noch einen Scheibenkratzer? Nein, den haben wir in wahrscheinlich beim Umzug in Deutschland zurückgelassen... 😗 Aber gelobt sei die Sitzheizung!!! 🙂

Die C37 ist grottenschlecht: Übelstes Wellblech, viele lose kindskopfgroße Steine auf den Gefälleabschnitten, ansonsten viel loser Schotter und Schlaglöcher. Um 7.30 erreichen wir den Main View Point bei immerhin 1°.
Die Aussicht von hier in den Canon ist klasse, allerdings liegt der Grund des Canons noch im Schatten und die Lichtverhältnisse sind für Fotos noch nicht optimal. Alles wirkt milchig.

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So fahren wir nach einigen Bildern weiter auf dem Weg, der gleich neben dem View Point abzweigt. Die Strecke ist ruppig, aber machbar und die Aussicht am ersten View Point begeistert uns. Allerdings dürfte es etwas wärmer sein...

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Am zweiten View Point werden wir von diesen Pale winged Starling erwartet:

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Teil 5405. Dez. 2011

05. Juli 2011 Fortsetzung 1.Teil

Wir laufen eine ganze Zeit am Rand der Felsen entlang und machen jede Menge Fotos. Hier blühen auch wieder viele Blumen. In den nächsten Wochen wird es hier ein Blumenmeer geben!

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Danach fahren wir noch den Weg, der auch zu den Schwefelquellen führt. Die ersten 8 km kämpfen wir uns durch unzählige Schlaglöcher und über dicke Steine. Die letzten 12 km schenken wir uns.

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Der Canon begeistert uns in Formen und Farben.
Außer uns fährt niemand auf die Seitenwege. Ein Wagen dreht nach kurzer Strecke um, alle anderen bleiben beim Main View Point.

Auf dem Rückweg sitzt ein Turmfalke auf den Büschen am Wegrand.

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Teil 5505. Dez. 2011

05. Juli 2011 Fortsetzung 2.Teil

Kurz nach 11.00 sind wir noch einmal am Main View Point, hier ist es jetzt „voll“. Als dann noch ein großer Bus kommt verabschieden wir uns von diesem grandiosen Stück Natur. Bei 5° und immer noch eisigem Wind fahren wir zurück zur Lodge.
Die erreichen wir um 11.35 bei immerhin 13° - und kaltem Wind.

Wir gehen kurz auf unser Zimmer, stellen die air con auf 30° und gehen dann zum Lunch. Heute gibt es Sandwich, Greek Salad und Oryxsteak. Es schmeckt wieder gut und der Service ist aufmerksam und gut gelaunt. Wir drehen noch eine kleine Runde, machen Fotos und gönnen uns dann eine Siesta.
Danach ist es im Zimmer angenehm temperiert und ich traue mich unter die Dusche. Göttlich, aber es müssen auch alle Körperteile unter dem Wasserstrahl sein, sonst gibt es sofort Gänsehaut.
Zum Kaffee & Kuchen suchen wir uns wieder ein windgeschütztes Fleckchen. Leider sind die Kuchen hier etwas trocken und fade. Ich werfe noch einen Blick in den shop und unterhalte mich mit Mariam. Wir sehen, dass ein Paar sich zum Sundowner Drive in einen Wagen setzt. Mariam‘s Kommentar dazu: „They will be frozen“. 😐
Bis zum Sonnenuntergang gehen wir dann mit den Kameras an den Pool. Dort sind wir die meiste Zeit alleine und lassen unseren Urlaub Revue passieren.

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Beim Dinner ist es mit ca. 30 Gästen viel leerer als gestern. Heute gibt es Butternut Fritter mit Roter Beete, verschiedene Salate, Reis, Squash, Kohl, Hühnerteile und Kudusaltimbocca. Als Dessert Brandy Cake oder Creme Brulée. Das Essen ist wieder lecker, nur bei der Creme Brulée fehlt der karamellisierte Zucker.
Die Angestellten haben heute mehr Zeit als gestern und Zelma kommt wieder zum Schwatzen vorbei. 🙂

Auf dem Rückweg zu unserem Cottage gesellt sich Daisy zu uns. Sie ist als erste im Zimmer. Auf das Bett springen, einrollen und einschlafen geht nahtlos ineinander über... Wir gucken noch unsere Bilder an, schreiben Tagebuch und dann muss der kleine Wärmefrosch leider raus. Das gefällt ihr aber gar nicht, sie lässt mich nicht los, will wieder auf‘s Bett und schimpft vor der Tür mit mir.


06. Juli 2011

Die Nacht war besser, es war wärmer und windstill.
Im Morgengrauen scheppert es irgendwo draußen und in der Ferne höre ich eine Katze miauen. Kurz darauf donnert es an unserer Tür und ich höre ein deutliches „Miau!“ Daisy begehrt Einlass. Sofort kuschelt sie sich an meinen Bauch und schläft tief und fest. Kurz vor 7.00 stehen wir auf und trotz der Kälte dusche ich. Der einzige Grund dafür ist, dass ich nach einer Nacht mit dem Stirnband meinem Passbild nicht mehr ähnlich sehe und ich befürchte, nicht nach Südafrika hineingelassen zu werden. 😗 Aber so eine Dusche weckt auch die Lebensgeister und damit man außerhalb nicht einfriert muss man sich viel bewegen. Frühsport! 😉
Um 8.00 packen wir bei 6° die Koffer ist Auto.
Das Frühstück ist wie gehabt gut und wir lassen uns heute Zeit.
Insgesamt gefällt es uns hier auf der Canon Lodge ganz gut - nur nicht im Winter.

Um 9.00 sind wir bei immer noch 6° auf pad Richtung Heimat. Zuerst wieder auf der Rumpelstrecke Richtung FRC. Ab dem Abzweig zum FRC wird die C37 schlagartig viel besser. Die C12 ist dann herrlich eben und um 10.40 tanken wir in Grünau. Auf der B1 gibt es kaum Verkehr. Die Sonne lacht und wie meist weht ein heftiger Wind.
In der Ebene und auf den Hügeln blühen auch hier viele Blumen in weiss, lila und gelb. Es sieht hier völlig anders aus als vor 5 Wochen.

Um 12.00 erreichen wir den Grenzübergang Noordoewer. Hier haben wir 19°.
Auf namibischer Seite geht es recht schnell, wir kommen gerade vor einer größeren Gruppe an. Warum wir aber für unser Auto alle Angaben noch einmal auf einem Formular eintragen müssen, bleibt uns verborgen. Doppelt hält besser.
Auf der südafrikanischen Seite haken wir auch alle Stationen schnell und unbürokratisch ab. Bei der Agricultural Inspection werden wir hartnäckig gefragt, ob wir Obst und Gemüse dabei haben. Nein. Wirklich nicht? Nein! Woher kommt ihr? Canon Lodge. Aha, dann gute Fahrt. Danke! Ich hatte das Gefühl, als Camper hätten wir hier einen längeren Aufenthalt haben können...
Der junge Mann, der uns dann unseren Laufzettel abnimmt, strahlt uns schon von weitem an. „Good morning, how are you?“ Beim Blick in unsere Pässe schickt er ein „welcome back home“ hinterher. Das kommt von Herzen und mir wird ganz rührselig. 😘 Wir bedanken uns mit einem „thanks, it‘s good to be back home“ und schniefen. 🙂
Um 12.15 haben wir die Formalitäten hinter uns.

Nachdem wir aus den Bergen heraus sind wird es stürmisch - und wunderschön grün! Es blühen große Teppiche in lila und gelb, am Straßenrand gibt es gelbe und orange Blumen. Was für eine Veränderung seit unserer Herfahrt. Das kann eine gute Wildblumenblüte werden in diesem Jahr!
Um 14.00 kommen wir nach 364 km und bei 14° in Springbok an. Der erste Weg führt zum SPAR-Markt, Obst für morgen und Apfelstrudel für heute Nachmittag kaufen.
Unsere Unterkunft ist wieder das „Mountain View Guesthouse“. Diesmal bekommen wir den Mountain View Room. Er ist schöner und größer als das Zimmer neulich, mit dichten Aluminiumfenstern und einer leisen air con die sofort auf 30° gestellt wird. Wir stärken uns mit Tee und Kuchen, danach folgt die geliebte Siesta - mit einer Heizdecke im Bett!!! Es zieht nicht mehr, das Frieren hat ein Ende. Ich liebe Südafrika!!! 😁 😘

Zum Dinner gehen wir wieder ins Tauren und bestellen beide eine Pizza. Zum Glück sind wir früh dran, denn es wird rappelvoll. Die Pizzen sind gut und wir schaffen jeder nur eine Hälfte. Die Reste nehmen wir, wie geplant, als Lunch für morgen mit. Auf dem Rückweg wäre eine Taschenlampe auf den finsteren und kaputten Straßen hilfreich. Wir heizen wieder ein, lesen, schreiben Tagebuch und liegen früh im Bett.


07. Juli 2011

Was für eine gute Nacht! Es zog nicht, obwohl ein heftiger Wind wehte, und das Bett war gut. Kurz vor 7.00 stehen wir ausgeruht auf, duschen! 😁 und packen schnell die Koffer ins Auto.
Die Auswahl zum Frühstück ist hier nicht so groß. Es gibt weder Wurst noch Käse und zum Müsli nur gekochte Trockenfrüchte. Aber das warme Frühstück ist gut. Und der Kaffee kommt mit heißer Milch in vorgewärmten Tassen. 🙂

Das Mountain View Guesthouse können wir für einen Stopp in Springbok durchaus empfehlen.
Um 8.30 fahren wir bei 8° los, schnell tanken und dann ab in die Sonne.

Die Landschaft ist total verändert: Alles ist grün, es gibt große grüne Grasteppiche und das Getreide spriesst schon - toll! Überall stehen Pfützen, die Farmdämme sind randvoll, einige Flüsse führen Wasser. Wir genießen die Fahrt sehr und freuen uns, wieder in Südafrika zu sein.
Der Olifants River führt gut Wasser und der Clanwilliam Dam ist zu 98 % voll. Vor 5 Wochen waren es nur 31 %. Es muss also wirklich viel geregnet haben.

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Am Suikerbossie Farmstall stocken wir wieder unseren Honigvorrat auf und machen eine Mittagspause zwischen Orangenbäumen und mit Blick auf die schneebedeckten Cederberge. Hier haben wir 25°.

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An der Passbaustelle ist nicht allzu viel los. Wir schaffen die 11km in 20 Minuten. Der 2. Stop liegt schon auf der Südseite des Passes und wir haben einen tollen Blick auf den Piketberg und die sattgrüne Ebene.

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In Piketberg machen wir Boxenstop, tanken und fotografieren schnell noch die schneebedeckten Swartlandberge.

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Auf der N7 ist insgesamt wenig Verkehr und kurz nach 16.00 sind wir zu Hause. Dort sieht alles gut aus - nur mir geht es nicht gut. 2 Stunden später liege ich krank im Bett... 🙁


So, es hat nun viel länger gedauert den Reisebericht zu schreiben, als ich gedacht hatte.
5 Wochen sind eine lange Zeit und wir haben ja auch eine Menge erlebt. 🙂 😉
Und der Bericht ist eine wichtige Erinnerung geworden. Mittlerweile ist auch das Urlaubsvideo fertig und Freunde sagten neulich „das sieht doch nach einem schönen Urlaub aus!“
Es war auch ein schöner Urlaub - teilweise anders als erwartet und gewünscht. 😐 Dennoch interessant und faszinierend. 😁
Wir haben viele der Sehenswürdigkeiten gesehen. In die Etosha wollen wir auf jeden Fall noch einmal, einige andere Orte tragen ein Fragezeichen, einiges müssen wir nicht noch einmal sehen.
Viele Landschaften waren wunderschön. Ob sie uns auch ohne die Gräser und die Blumen so gefallen hätten, wissen wir nicht. 😕
Die Länge der Fahrtstrecken fanden wir beide gut gewählt. Wir hätten an vielen Tagen nicht weiter fahren wollen. Allerdings fehlte mir manchmal nach unserer Ankunft in den Lodges noch mehr Zeit bis zum Sonnenuntergang um richtig anzukommen. Das ist im Sommer sicher ganz anders.
Die Temperaturen waren tagsüber im Großen und Ganzen gut, nachts - nun ja... Dass der Winter so kalt wurde, dafür konnte niemand etwas. Dass es in vielen Unterkünften aber so kalt und zugig war - das war hart! Es zeigte uns, dass man in Namibia auf Winter ganz anders (eigentlich nicht) eingestellt ist als in Südafrika. Und das haben wir so nicht erwartet. 😵
Wir sind bisher in keinem Urlaub so lange und heftig krank geworden. Das hat die Freude und Entspannung sehr eingeschränkt. 🙁
Das Preis-Leistungs-Verhältnis fanden wir oft nicht in Ordnung. Da bietet Südafrika nach unserer Erfahrung mehr.
Und die viel gelobte Qualität des Essens hatte wohl auch gerade Urlaub... Auch hier haben wir in Südafrika bessere Erfahrungen gemacht.

Namibia ist ein schönes Land. Aber es begeistert uns insgesamt nicht so wie Südafrika. Vielleicht wäre es anders, wenn wir als erstes Land hier unten auch zuerst Namibia kennen gelernt hätten und dann Südafrika? Who knows?! 😎

Habt Dank für eure Ausdauer und Geduld mit meinem langen Bericht. Ich wünsche uns allen noch viele tolle Urlaube - wo auch immer wir sie verbringen werden.

Liebe Grüße
Beate

A coldfront is coming... Namibia im Winter 2011 von Beate2

Quelle: www.namibia-forum.ch/forum/thema/195743-a-coldfront-is-coming-namibia-im-winter-2011

Stand: letzter Berichtsteil vom 05. Dez. 2011

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