THEMA: Ein Jahr danach – noch mal ans Nordkap
26 Apr 2021 09:01 #613961
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Tag 6

Natürlich war ich vor dem Frühstück schon wieder auf Fotopirsch. Beim Sichten meiner Fotos habe ich gesehen, dass ich die ersten Bilder bereits um 4.31 Uhr gemacht habe. Langsam frage ich mich, ob ich in diesem Urlaub überhaupt mal geschlafen habe.











Bereits ab halb 6 Uhr gab es Frühstück. Immerhin mussten wir gegen 7 Uhr die einzige Fährverbindung des heutigen Tages nutzen. Wir marschierten also zum Bootsanleger und fuhren mit einem Katamaran nach Onøy.





Dort sind wir auf ein anderes Schnellboot umgestiegen, um nach Vågaholmen weiterzufahren.

Kurt wartete dort bereits mit dem Bus. Bevor es weiterging, kreisten erst einmal die Pappbecher mit Sekt. Schließlich hatten wir vorhin den Polarkreis überquert. Das muss begossen werden!

Anschließend fuhren wir zum Holandsfjord. Es waren nur paar Meter vom Parkplatz bis zum Bootsanleger. Von da aus ging es wieder geschätzte 10 oder 15 Minuten mit dem Schiff rüber ans andere Ufer, zum Engabreen, Norwegens zweitgrößter Gletscherzunge.

Hier war im Touristencenter kostenloses Waffelessen und Kaffeetrinken angesagt. Wer wollte, konnte einen Spaziergang um den Gletschersee Richtung Gletscherzunge machen. Oder von der Terrasse aus bei herrlichstem Sonnenschein den Ausblick genießen. Der Tag war eine Kopie zum Vorjahr. Genauso perfekt. Stimmung, Wetter, Temperaturen – alles vom Feinsten.















Nachdem wir wieder zurück ans andere Ufer geschippert waren, fuhren wir weiter mit dem Bus bis zum Gezeitenstrom Saltstraumen.

Nächste Station war Bodø. Von Bodø aus ging es zum Endziel: Svolvær. Nun tat sich die Masterfrage des Tages auf: Was nehme ich denn so an Gepäck mit? Rucksack oder Tüte?

Das war für einige Reisenden wieder eine logistische Herausforderung. Die sperrigen Koffer blieben nämlich im Bus. Denn der konnte nicht mit an Bord.

Kurt würde mit dem Bus vorfahren. Wegen der Entfernung würde er aber erst am nächsten Morgen zu uns stoßen.

Von Bodø fuhren wir also gegen 17 Uhr mit einem Schnellboot nach Svolvær.



Auf diesem Schnellboot (geschätzte 200 Sitzplätze) hatte ich mir einen freien Platz im mittleren Teil genommen. Ich wollte einfach mal ein bisschen vor mich hindösen. Da kam vom Fenster her ein junger Mann, - vermutlich ein Student -, und fragte, ob ich gern seinen Platz am Fenster haben möchte. Ich habe dankend abgelehnt. Solche Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit wären in Deutschland fast unvorstellbar.

20.15 Uhr kamen wir in Svolvær an.

Das Hotel machte einen netten Eindruck und war nun für zwei Nächte unsere Unterkunft. Hier war ich letztes Jahr morgens schon herumgeschlichen, um in aller Herrgottsfrühe Fotos von der Gegend zu machen. Das Hotel bot zwar keinen Luxus und hatte auch wohl einige Jährchen auf dem Buckel. Aber das Ambiente überzeugte. Die Lage direkt am Wasser sowieso.

Während Sören die Zimmerkarten organisierte und verteilte, setzte ich mich mit den drei Leuten aus Oberhausen zusammen. Wir probierten Brooklyn Lager Bier. Es schmeckte sehr gut. Zwei weitere Ehepaare gesellten sich noch zu uns. Dann hatte jemand die Idee, dass wir auch MACK mal probieren sollten. Die Idee war genial.

Im Übrigen war die Theke so gut bestückt, dass ich glaube, ich muss noch mal wiederkommen.

Im Katalog des Reiseveranstalters waren alle Unterkünfte für die gesamte Reise genannt. So hatte man die Möglichkeit, sich mit den Hotels vor Buchung oder Reiseantritt ein wenig näher zu befassen.

Bei dieser Unterkunft in Svolvær hatte ich auf der Homepage des Hotels gelesen, dass alle Einzelzimmer zum Parkplatz liegen.

Umso erstaunter war ich, als ich mein Zimmer sah. Bingo! Ich hatte das Riesenglück im ersten Stock ein Eckzimmer zu bekommen. Klein aber fein! Einerseits schaute ich links auf den Anleger der Hurtigruten. Durch das andere Fenster sah man auf Hafen und Stadt. Ich habe hier um Mitternacht fast eine Stunde am Fenster gesessen und den Ausblick genossen.



Es war ja noch hell! Oder schon wieder?

Gute Nacht!
Letzte Änderung: 26 Apr 2021 09:06 von Papa Kenia.
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27 Apr 2021 09:35 #614056
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Tag 7
Auch heute war ich wieder zeitig auf den Beinen. Fotomotive boten sich in Hülle und Fülle.























Letzte Änderung: 27 Apr 2021 09:38 von Papa Kenia.
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27 Apr 2021 09:45 #614059
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Tag 7 - Teil 2

Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es heute zunächst zum Lofotenmuseum in Storvågan. Wir waren zur falschen Zeit am falschen Ort. Das Museum hatte geschlossen. Aber auch ohne Museumsbesuch war der Ort mit seinen lofotenroten Häusern sehenswert. Die Größe dieses Örtchen war überschaubar. So hielten wir uns hier nicht allzu lange auf. Nach zirka 45 Minuten trafen wir uns am Bus für die Weiterfahrt.













Es folgte ein rund einstündiger Besuch in Henningsvær. Henningsvær ist ein farbenfrohes Fischerdorf mit netten Geschäften und Cafés. Dieser malerische Ort bot mit den Bootshäuschen und festgetauten Fischerbooten eine tolle Fotokulisse. Im Hintergrund ragten gewaltige, noch schneebedeckte Berge auf.



















Das nächste Etappenziel war Borg. Das dortige Lofotr Wikingermuseum liegt auf einem Hügel. Keine Wolke trübte den Himmel. Aber in Borg pfiff ein eiskalter Wind. Wir wussten vor lauter Sturm kaum vom Eingang zum Museum zu kommen. Die eiskalten Böen haben uns beinah von den Beinen gezogen. Nach der Besichtigung nahmen wir noch eine Stärkung zu uns.















Nachmittags stand noch das Fischerdorf Nusfjord auf dem Programm. Auf dem Weg dorthin stoppten wir ganz kurz bei Haukelandssanden. Er soll einer der schönsten Sandstrände Norwegens sein.

Nusfjord ist eines der Vorzeigedörfer Norwegens. Das kann man verstehen, denn die bunten Häuser und Holzgestelle zum Trocknen des Stockfisches strahlen schon einen gewissen Charme aus. Vermutlich aber nur, wenn der Ort nicht von Touristen überrannt wird.

Gott sei Dank waren zu dem Zeitpunkt unseres Kommens nur eine Handvoll weiterer Besucher hier.

Nusfjord bietet neben Lager- und Bootshäusern eine Schmiede, eine Bäckerei und eine Fischräucherei. Ob diese Einrichtungen noch in Betrieb waren oder nur für die Touristen als Vorzeigeobjekte dienen sollten, erschloss sich mir nicht.

Fakt aber ist, dass man die für die Lofoten typischen Robuer für Übernachtungsmöglichkeiten buchen kann.















Der letzte Fotostopp des Tages galt dem Örtchen Reine. Reine ist ein historisches Dorf mit 300 Einwohnern. Und ist vermutlich schon millionenfach ‚totgeknipst‘ worden. Es gilt halt schlichtweg als DAS Fotomotiv Norwegens und ist wahrscheinlich in jedem Reiseführer zu finden.



Es folgte die zweite Nacht im Hotel in Svolvær. Bevor es endgültig zur Nachtruhe ging, saßen wir noch mit ein paar Leutchen auf einen Absacker zusammen.
Letzte Änderung: 27 Apr 2021 09:52 von Papa Kenia.
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28 Apr 2021 09:14 #614198
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Tag 8

3.30 Uhr wurde ich wach. Es war taghell. Ich wälzte mich aber noch ein paar Mal hin und her um schlussendlich um 5.30 Uhr aufzustehen und meinen Foto-Rundgang zu machen. Schlafen kann ich, wenn ich wieder zu Hause bin.





















Nach dem Frühstück stand unter anderem eine rund 2stündige Fahrt durch den Raftsund auf dem Plan. Zwischendurch sollte es in den Trollfjord gehen. Letztes Jahr sind wir mit einem Schiff der Hurtigruten in den Trollfjord gefahren. Bei dem riesigen Schiff hatte man damals den Eindruck, die Felswände mit den Händen berühren zu können.

Dieses Jahr bekamen wir einen kleinen Fischkutter. Er war exklusiv für unsere Gruppe gemietet worden. Erst habe ich ein wenig sparsam geschaut. Es stellte sich jedoch als perfekt heraus.

Wir liefen also einige Minuten zum Hafen, bestiegen den Fischkutter und gegen 9 Uhr tuckerten wir los. Trotz blankgeputztem Himmel war es schweinekalt auf Deck. Der Fahrtwind machte die Temperatur fast unerträglich. Ab und zu fand man ein Fleckchen, wo einen der Wind nicht so packte und Sonnenstrahlen für eine gewisse Wärme sorgten. Nur ein eiserner Wille hielt mich am Leben. Die Meisten gingen nur für ein paar Minuten an Deck um Fotos zu machen. Dann schnell wieder unter Deck. Dort gab es zudem noch heißen Kaffee und Plätzchen.







Kurz vor dem Trollfjord kam dann das, was ich gar nicht mag. Einer der Schifferjungs lockte mit Fischresten Möwen an. Ich hasse dieses Anfüttern von Tieren. Egal ob Löwen oder Möwen. Die Möwen holten sich die Fischreste vom Arm oder aus der Hand dieses Mannes. Aber das Schauspiel war nach gefühlten 10 Minuten vorbei. Davon habe ich nicht ein einziges Foto gemacht.

Und dann schipperten wir in den Trollfjord. Durch die Felswände, die links und rechts fast auf 1000 m aufragen, war es schlagartig windstill. Irgendwann rief jemand „Adler“. Alle guckten und suchten den Himmel ab. Da kreisten 2 Adler in geschätzt 100 Metern Höhe. Jeder versuchte seine Aufnahmen zu machen.







Ich hatte meine Kamera blitzschnell auf „Schnellfeuer“ umgestellt. Und als ich einen Adler so einigermaßen im Visier hatte, drückte ich nur noch den Auslöser. Ratatatata. Ich habe gefühlt 50 Aufnahmen gemacht. Die Aufnahmen sind so ‚lala“. Es war auch nicht einfach – schwankendes Schiff, fliegende Adler, Autofokus beobachten, und, und, und. Aber es gibt ja Bildbearbeitungsprogramme.







Nach der Kehrtwende im Fjord nahmen wir Kurs auf Hanøyvika, wo Kurt bereits wieder mit dem Bus wartete.



In der Nähe von Harstad legten wir noch einen Stopp ein. Hier gab es auf einer Farm ein verspätetes Mittagessen für uns.

Die Besichtigung der Trondenes-Kirche aus dem im 13. Jahrhundert stand auch noch auf dem Programm.

Am Schluss des Tages haben wir die Vesterålen verlassen und sind mit einem Schnellboot von Harstad nach Tromsø gefahren. Dieses dauerte ungefähr 3 Stunden. Vom Anlegekai bis zum Hotel war es nicht weit. Wir mussten einen Fußweg vom Anleger bis zum Hotel laufen. Unser Bus war noch unterwegs und würde knapp 2 Stunden später eintreffen.



Gegen 21.45 Uhr traf unser Bus ein und wir konnten nach dem Abendessen unsere Koffer in Empfang nehmen.
Letzte Änderung: 28 Apr 2021 09:21 von Papa Kenia.
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29 Apr 2021 09:08 #614296
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Tag 9
Tromsø – Rund zwei Monate lang geht hier mehr oder weniger die Sonne nicht unter. Ungefähr von Ende Mai bis Ende Juli scheint hier nachts die Mitternachtssonne und kann schon so manch ‚innere Uhr‘ durcheinanderbringen. Wenn es nicht dunkel wird, will man auch nicht schlafen.

Vom Zimmer aus hatte ich erneut einen tollen Ausblick mit Sicht auf Hafen und Brücke.

Vor dem Frühstück war ich wieder mit der Kamera unterwegs. Letztes Jahr hatte ich die Gegend am Polariamuseum erkundet. Da dieses heute abermals auf dem Programm stand, führte mich mein Weg in entgegengesetzte Richtung zum Friedjof Nansen Platz. Im großen Bogen begab ich mich danach Richtung Rathaus auf den Rückweg. Ich mag diese bunten Holzhäuser und die schmalen Gassen.











70 Minuten später traf ich zum Frühstück am Hotel ein.

Als alle Koffer verladen waren, kletterten wir in unseren Bus und fuhren zur Eismeerkathedrale. Unser Reiseveranstalter hatte erneut exklusiv für uns eine Führerin gebucht (vor der regulären Öffnungszeit) und so waren wir allein in der Kirche. Zuvor mussten aber Hindernisse aus dem Weg geräumt werden.

Sören begrüßte unsere Kirchenführerin, die auf der Plattform der Kirche schon wartete. Sie schienen sich schon jahrelang zu kennen. Die gute Frau klopfte an die Kirchentür.

Es passiert nichts.

Sie klopfte wieder.

Es passierte wieder nichts.

Dann klopfte Sören.

Es erschient ein griesgrimmig reinschauernder Kopf der vermutlich irgendwas wie: „Bitte warten“ oder so ausstieß.

Nach 15 Minuten raffte sich Sören auf, noch mal zu klopfen.

Der Pastor oder wer immer das war, war sichtlich ‚angepisst‘. Wir hatten uns erdreistet, ihn bei einer Brautbesprechnung zu unterbrechen. Kann er die nicht vorverlegen? Schon mal was von Terminplanung gehört?

Und dann durften wir eintreten.







Die Ausführung der Kirchenführerin war recht interessant, aber nun kürzer als geplant. Das musste jetzt auf ein Minimum reduziert werden.

Es folgte der Besuch vom Polariamuseum (nicht zu verwechseln mit dem Polar Museum) mit kurzem Intro und Filmvorführung.

Danach fuhren wir über die Tromsøbrua zur Seilbahnstation Fjellheisen, die auf den gut 400 m hohen Berg Storsteinen führt.

Letztes Jahr bin ich nicht mit hochgefahren. Scheiß Höhenangst. Ich hasse Gondeln, die nur an einem Bindfaden hängen. Dieses Jahr war ich mutig. Ich hab’s gemacht. Ich war mit oben. Hatte ich doch im Internet Fotos gesehen, die vom Berg aus gemacht waren. Musste ich auch haben.

Bin also todesmutig in die Gondel gekrabbelt und habe die ganze Zeit nur unter die Decke gestarrt. Ich habe überlebt. Was soll ich sagen? Es war toll da oben!

Oben angekommen durfte ich unseren Fahrer Kurt mehrmals im Schnee ablichten. Davon gab es hier noch jede Menge. Obwohl Kurt bereits mehrere Norwegenfahrten hinter sich hatte, war er auch zum ersten Mal hier oben.

Der Blick vom Berg war großartig. Tromsø lag uns zu Füßen. Man erkannte die Eismeerkathedrale und die Tromsøbrua. Und sogar unser Hotel konnten wir ausmachen.











Irgendwann mussten wir die Talfahrt antreten.

Über das Kvænangenfjell fuhren wir nach Alta, wo wir heute übernachteten.







Letzte Änderung: 29 Apr 2021 09:12 von Papa Kenia.
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30 Apr 2021 10:35 #614425
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Tag 10

In Nähe des Hotels gab es nicht viel Sehenswertes. So habe ich heute Morgen nur die Nordlichtkathedrale abgelichtet.



Gegen 8 Uhr war Koffer laden angesagt und dann fuhren wir Richtung Nordkap.

Die letzten Tage waren allesamt ohne Regen verlaufen und wir hatten meistens blauen Himmel und recht angenehme Temperaturen. Je mehr wir uns nun Richtung Norden vorgearbeitet hatten, desto kälter wurde es. Ich gestehe eigentlich selten Fehler ein; aber für die nächsten Tage hatte ich nicht die richtigen Klamotten mit. Eine dickere Fleecejacke oder ein Pullover mehr hätten nicht geschadet.

Wir machten einen Halt im winzigen Fischerdorf Kamøyvær. Hier leben nur 70 Einwohner. Es bestand die Möglichkeit zum Besuch einer kleinen Kunstgalerie.

Die ausgewanderte Deutsche, die nach eigenen Angaben hier mit Mann und einem Kater wohnt, ist eine begnadete Erzählerin. Auf amüsante Weise erzählte Sie von ihrer Arbeit, wie sie mit einer eigenartigen Technik farbenfrohe Motive aus Papierschnipseln entstehen lässt.

Es machte wirklich Spaß ihr zuzuhören. Natürlich kaufte auch der ein oder andere ein kleines Souvenir.







Den Abstecher nach Skarsvåg sparten wir uns. Die Wanderung zum „Kirkeporten“ (Berg mit Blick auf das Nordkap) fiel sowieso wegen Unbegehbarkeit (zu viel Schnee) aus.

Irgendwann zwischen 13 und 13.30 Uhr kamen wir am Nordkap an. Mein Wetter war es nicht. Null Grad und eiskalter Wind. Brrrrr. Aber es war trocken. Und kaum Touristen anwesend. Ich habe mehrere Anläufe gebraucht um meine Fotos zu machen. Zwischendurch war immer wieder ‚aufwärmen‘ in der Nordkaphalle angesagt.







Im Gebäude gibt es eine Ausstellung über die Geschichte des Kaps sowie die nördlichste Kapelle der Welt. Es gibt ein Restaurant und einen Souvenirshop. Hier sind Briefmarken vom Nordkap erhältlich. Die passenden Postkarten konnte man mit einem Nordkapstempel versehen lassen.









Nach fast drei Stunden Aufenthalt ging es weiter nach Hammerfest zum Aussichtspunkt Salen oberhalb der Stadt. Hier stieß eine Einheimische zu uns und zeigte uns von hier oben den Belugawal, Schemenhaft konnte man ‚Hvaldimir‘ im Hafenbecker erkennen. Da dieser Wal ein Halsband mit Kamera getragen hat, hatte man wirklich vermutet, dass es ein Spionagewal sei, der vom russischen Militär eingesetzt worden ist. Stand jedenfalls bei uns in der Presse und war auch im Internet so oder ähnlich zu lesen. Jedenfalls wurde ‚Hvaldimir‘ schnell der Liebling heimischen Bevölkerung.



Bevor wir zum Hotel fuhren, hielten wir noch für eine kurze Besichtigung an der Meridiansäule an.

Irgendwann waren wir dann fertig mit Schönschreiben und fuhren zum Hotel. Wir hatten unsere Zimmer bezogen, genüsslich gespeist und wollten jetzt nur noch einen Absacker.

Gute Nacht!
Letzte Änderung: 30 Apr 2021 10:40 von Papa Kenia.
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