Namibia in 14 Tagen - Tipps für Routenplanung

12 Antworten · 3'948 Aufrufe · gestartet 22. Dez. 2005 von Gast
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ThemenstarterGast22. Dez. 2005 ·
Hallo,

wir wollen im August 2006 das erste Mal nach Namibia reisen und sind uns sehr unsicher, welche Strecke man mit dem PKW in ca 14 Tagen so bewältigen kann und was man unbedingt gesehen haben sollte.

Könnt ihr uns ein paar Tipps geben?

Viele Grüße, Simone
ThemenstarterGast22. Dez. 2005 ·
Hallo Lilie

Vorschläge wirst du hier viele bekommen. Nimm dir mal von den grossen Reise Veranstaltern ein paar Unterlagen. Dort sind verschiedene Touren angegeben. Es gibt dir einges an Auskunft in welcher Zeit was zu machen.

Mein Tour nächstes Jahr ist auch etwa ein Dauer von 17 Tagen.

1. Tag Ankunft Windhoek. Eine Übernachtung zum eingewöhnen und Einkaufen.

2.-4. Tag Tag fahrt nach Sossusvlei 2 Übernachtungen
4.-6 Tag Fahrt nach Swakopmund 2 Übernachtungen
6.-7 Tag Weiter nach Skelettküste 1 Übernachtung
7.-8 Tag weiter nach Outjo vorbei an Spitzkoppe eventuell Vingerklippe 1 Übernachtung (Kann man auch direkt durchfahren bis Etosha)

8.-13 Tag Fahrt nach Etosha 5 Übernachtungen
13.- ? Tag Fahrt zurück nach Windhuk Da bleibe ich noch ein paar Tage bis zum Rückflug.

Die längste Fahrt ist von Etosha zurück nach Windhoek. Die anderen Fahrten liegen zwischen 4 und 8 Stunden je nach Fahrstil und Stopps zum Fotografieren.

Es kommt sehr darauf an was mehr interesseiert, Landschaft oder Tierwelt. Landschaft wäre im Süden der Canyon, bei Keemansshoop die Köcherbäume, die Kalahari Wüste und die Namib mit Naukluftpark.
Auch Lüderitz ist interessant.

Viel Spass beim Planen

Grüsse Georg
ThemenstarterGast22. Dez. 2005 ·
Hallo Simone

14 Tage reichen bei weitem nicht aus alles anzusehen. Muss aber auch nicht sein, sicher kommt ihr auch mal wieder dorthin wenn euch erst der Namibia Virus befallen hat 😉

An eurer Stelle würde ich einen Schwerpunkt setzen und von dort aus planen. Solltet ihr auf Tierbeobachtungen stehen, dann würde ich als zentralen Ausgangspunkt Etosha nehmen und dort 2-3 Tage einplanen. Von da aus dann dorthin und auch wieder zurück zum Flughafen. Also z.B. Windhoek, Okahandja, Etosha, Omaruru, Swakop oder so ähnlich. Ihr könntet auch die Dünen im Süden einplanen, allerdings könnte das etwas knapp werden. Hängt natürlich davon ab wieviel Zeit ihr an den jeweiligen Orten verbringen möchtet. Wir machen es immer so mindestens 2-3x an einem Ort zu übernachten. Sonst hat man wenig von den jeweiligen Lodges und Gästehäusern die oftmals auch Ausflüge oder Besichtigungen anbieten.

Wolltet ihr mit dem PKW fahren und von Lodge zu Lodge fahren oder seit ihr mit dem Zelt unterwegs?

Schöne Feiertage!
ThemenstarterGast22. Dez. 2005 ·
Hallo Simone,
ach ist das schön - vor gut einem Jahr hätte ich hier auf Deine Frage wieder meine "Standard-Texte abspulen" können. Inzwischen sind so viele Wissende "nachgewachsen" ( damit meine ich jetzt mal nicht Georg - der kannte ja Namibia schon, als es noch Gondwana hieß - 😄 ), dass ich mich vorweihnachtlich zurücklehnen kann. In Ergänzung zu Silke bleibt mir nur noch mein Standdard-Leitspruch für Namibia: nie mehr als 400 km pro Tag und nie weniger als 2 Tage an einem Ziel. Wenn Ihr Euch jetzt eine Namibia-Karte vornehmt und mit diesem Spruch an die Planung geht, werdet Ihr merken, dass Euch gar nichts anderes übrig bleibt als die von Silke erwähnten Schwerpunkte zu bilden - und davon einen für die erste Reise auszusuchen. Viel Spaß bei der Planung - und frohe Weihnachten.
Gruß Joli
ThemenstarterGast23. Dez. 2005 ·
Hallo Simone,
Was Silke und Joli schon sagen ist richtig. Sucht Euch einen Teil des Landes aus und schaut Euch dort um und kommt dann wieder. Habe zwar auf meiner Website auch eine Route beschrieben, die in 14 Tagen alles "Wichtige" abdeckt - ich halte aber so eine Tour für Blödsinn, und hinterher braucht Ihr Urlaub um Euch vom Urlaub zu erholen. Wenn die Tierwelt Euer vorrangiges Interesse ist, dann seid Ihr im Norden und Nordosten besser aufgehoben. Landschaftlich schön und aufregend ist es fast überall. Und wie immer, wenn Du 2 leute fragst, wirst Du 3 Antworten erhalten.
Trotzdem viel Spass beim planen.
Grüße,
Reimer
ThemenstarterGast23. Dez. 2005 ·
Vielen Dank für Eure Antworten!

Meint ihr denn, wir schaffen in 14 Tagen Windhoek, Sossousvlei, Etosha Pfanne, Swakopmund, Waterberg und Damaraland, oder ist das zuviel, wenn man mind 2-3 Tage an einem Ort sein will?

Gibt es schöne Camps/Lodges, die ihr empfehlen könnt?

wo machen wir am besten eine Safari? mit welchem Anbieter?

Freue mich auf Eure Antworten!!!
ThemenstarterGast23. Dez. 2005 ·
Hallo Simone,
ich rechne einfach mal: 3 Tage Windhoek zum "Einschnuppern", 6 Tage Etosha ( d.h. für jedes Camp 2 Tage), 3 Tage Swakopmund und Umgebung und 2 Tage Sossusvlei - schwupp, sind die 14 Tage weg. Mehr geht nicht - oder nur zu Lasten des anderen, so dass gleich wieder Zeitdruck reinkommt. Waterberg muss nicht unbedingt sein; Damaraland ist zu schön, um nur mal durchzurasen. Ich würde vermutlich sogar noch Sossusvlei rauslassen/ für´s nächste Mal aufheben und die 2 Tage für einen Stopp zwischen Etosha (Okaukuejo) und Swakopmund investieren - irgendwo auf " halbem" Weg, z.B. Omaruru oder Vingerklippe oder Twyfelfontein. Dann hättet Ihr sogar ein bisschen Damaraland.
Safari müsst Ihr nicht machen lassen - das macht Ihr selbst - in Etosha.Wenn Ihr dort - wie vorgeschlagen - 6 Tage insgesamt unterwegs seid, habt Ihr genug Zeit für die Wasserlöcher. Und der August ist ein prima Monat dafür. Bei den Unterkünften ist es ein bisschen schwerer,etwas zu empfehlen, weil ich nicht weiß, was Ihr ausgeben wollt.
Gruß Joli
ThemenstarterGast23. Dez. 2005 ·
wo genau meint ihr sollen wir im Etosha NP unseren Ausgangspunkt wählen, Okaukuejo, Halali oder Namutoni?
Und kennt jemand das Ongava Zelt Camp? oder die Mokuti Lodge?

Zelten wollen wir nicht, fürs erste mal doch lieber feste Unterkünfte 😄

Meint ihr die Wolwedans Dunes Lodge ist als Ausgangspunkt für Sossusvlei geeignet, oder sollten wir doch eher was näher gelegenes wählen?Kuala Zelt Camp?Desert Homestead? Andere Vorschläge?

Fragen über Fragen...
ThemenstarterGast23. Dez. 2005 ·
Ich würde 6 Tage Etosha für die erste Reise auf keinen Fall empfehlen. Mich persönlich würden 6 Tage langweilen, weil ich in spätestens zwei Tagen alles gesehen habe. Aber das ist Geschmackssache. Manch einer kann eben stundenlang am Wasserloch sitzen und Tiere beobachten. Ich gönne das demjenigen.
Allerdings ist das nicht jedermanns Sache und das sollte Lilie dann besser selbst herausfinden, ehe sie irgendwo 6 feste Tage bucht und zahlen muß. Ich würde Dir empfehlen, maximal dort 3 Tage zu bleiben und lieber zusätzlich noch andere Sachen zu besichtigen. Ich z.B. bin dann eher ein Fan von Swakopmund und kann mir da die Zeit, für mich, interessanter gestalten.
Für Windhoek würde ich auch keine 3 vollen Tage planen. Wir waren am Ankunftstag da (sind morgens gelandet), sind zwei Tage vor Abflug nachmittags angekommen (hatten also noch ein paar Std bis SOnnenuntergang) und hatten darauf noch einen vollen Tag. ALso zusammengerechnet zwei ganze Tage. Sicher hätten wir noch einen dritten dort verbringen können, Museen, Denkmäler usw., aber wir hatten alles Wesentliche "mit drin" und weitere Sachen wären zu Lasten des übrigen Landes gegangen, was es uns nicht wert gewesen wäre.

Also, Lilie, im Endeffekt musst Du natürlich selbst abschätzen, wo Deine Interessen liegen. Ich für meinen Teil bin, wenn ich schon so weit weg fahre, lieber unterwegs und sehe viel, als am Wasserloch Tiere zu beobachten. Das ist sicher ein bischen stressiger, aber wenn man nicht weiß ob und wann man wieder kommt, dann will ich einen möglichst großen Überblick haben.
ThemenstarterGast23. Dez. 2005 ·
Hallo,

meiner Meinung nach ist die Route zu schaffen. Ob 3Tage Windhoek notwendig sind, müßt ihr selbst entscheiden. Uns persönlich hat Windhoek gelangweilt, wir wollten einfach raus, deshalb sind wir dann auch spontan am Nachmittag bereits losgefahren. Am letzten Tag waren wir dann wieder in Windhoek und ich muss sagen, für uns war es die richtige Entscheidung.

Ausserdem waren wir fast jede Nacht an einem anderen Ort. Wenn es was zu sehen gab was uns interessierte, haben wir eben nur eine kurze Tagesetappe zurückgelegt, aber wir haben es auf keinen Fall als Stress empfunden.

Egal wie auch immer, viel Spass in Namibia. Lohnt sich auf jeden Fall.

Schöne Feiertage.
Christian
ThemenstarterGast23. Dez. 2005 ·
Achja, was mir noch einfällt:
Wenn Ihr doch viel Wert auf Tierbeobachtung und landschaftliche Idylle vereint mit Ausruhen legt, dann empfehle ich statt 6 Tage Etosha nur zwei zu machen und zusätzliche 2 Tage zum Okavango zu fahren, Wir waren nähe Popa Falls in der Mahangu Safari Lodge zum Zelten und hatten einen traumhaften Platz direkt am Wasser. Es gibt dort aber auch feste Unterkünfte. Google mal.
Die Flußpferde brüllten so laut, dass wir sie fast für zum Greifen nah hielten. In Sichtweite waren sie allemal. Dort gibt es in unmittelbarer Nähe den Mahangu Game Park, wo Du auch allerlei wilde Tiere beobachten kannst. So würdest du auch ein Stück vom "ursprünglichen Norden" kennenlernen.
ThemenstarterGast23. Dez. 2005 ·
@Lilie
Die Route ist zu schaffen. Du weisst nie, ob Du je wieder kommst, deshalb sollte m.E. die erste Reise möglichst viel beinhalten. Etoscha (mind. 3 Übernachtungen) und Sossusvlei sind Pflicht. Swakopmund gefällt mir eindeutig besser als Windhoek (drei Tage sind bei bloss 14 Tagen eindeutig zu viel). Gruss, Thomas
ThemenstarterGast23. Dez. 2005 ·
Hallo Simone,
viele professionelle Reiseveranstalter bieten für Etosha meist auch nur 3 Tage an - mit meiner 6 Tageempfehlung liege ich also deutlich außerhalb der Norm - aber immer noch deutlich unter dem, was ich selbst machen würde. Wie schon geschrieben - es ist Geschmackssache. Ob Du Etosha in Okaukuejo oder Namutoni beginnst, ist vom Prinzip her egal - beide sind von Windhoek aus an einem Tagt bequem zu erreichen. Wenn Du dann allerdings nach Swakopmund weiterreisen möchtest, solltest Du mit Namutoni anfangen und mit Okaukuejo aufhören. Mokuti liegt direkt vor dem Osteingang von Etosha, also ca. 16 km vor Namutoni; ist eine sehr große, durchorganisierte Lodge mit hohem Komfort - sehr deutsch. Mit persönlich zu viel Massenbetrieb - aber bestimmt nicht verkehrt. Ongava ist eine ausgesprochene Luxuslodge direkt am Südtor von Etosha - sehr viel luxuriöser und auch teurer als Mokuti. Ongava hat ein sehr schönes eigenes Wildreservat. Ich persönlich würde jedoch die Camp-Unterkünfte in Etosha vorziehen und nur für den Fall, dass dort alles ausgebucht ist, auf Mokuti bzw. Ongava ausweichen. Das so gesparte Geld kann man gut auf anderen Luxus-Lodges ausgeben, z.B. Huab-Lodge oder Mowani-Camp ( auf dem Wege nach Swakopmund). Wolwedans ist natürlich auch ein wirklicher Traum - es liegt allerdings ein bisschen weit von Sossusvlei entfernt - rund 80 km. Und da Sossusvlei ein typisches "Sonnenaufgangsziel" ist ( wegen des Lichts), sind 80 km Anreise einfach zu viel. Dann lieber die Sossusvlei Lodge - direkt am Eingang zum Sossusvlei - oder die Sossusvlei-Mountain-Lodge (extrem teuer, extrem luxuriös ). ich persönlich würde mir sogar überlegen, ob ich bei einer Entscheidung für Wolwedans nicht ganz auf Sossusvlei verzichten würde. Auf Wolwedans habt Ihr ein ähnliches Natur- und Landschaftserlebnis wie in Sossusvlei; ich finde, Wolwedans verkörpert den schönsten Teil der Namib. Der Vorschlag, das Okavangogebiet mit einzubeziehen, ist m.E. in einer 14-Tage-Reise nicht unterzubringen.
Gruß Joli
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