Die meisten Aufnahmen des Fish River Canyons werden von diesem Aussichtspunkt gemacht. Hier oben stehen und die Sonne aufgehen sehen, wenn das Sonnenlicht den Canyon erhellt, ist ein großartiges Erlebnis. Obwohl der Canyon eine besondere Sehenswürdigkeit in Namibia ist - meistens ist mein dort allein.
Der Canyon ist nach dem Fluss Fish River benannt. Mit ungefähr 650 Kilometern ist er der längste Fluss Namibias. Der Canyon ist 161 km lang und bis zu 550 Metern tief. Er entstand vor ca. 500 Millionen Jahren.
Die Aloenart klammert sich in der Felswand. In wenigen Tagen wird die rechte Pflanze blühen. Die grünen Tupfer auf dem Grund sind Bäume.
Saharafahrer kennen die Steinmännchen. Dieses Steinmännchen übersehen und man macht den großen Sprung, fast 600 Meter in die Tiefe. Mit oder ohne Airbag, angeschnallt oder nicht, spielt dann keine Rolle mehr.
Diese amselgroßen Bergstare (Onychognathus nabouroup) leben am oberen Canyonrand. Ihre Nester sind in der Felswand. Zum trinken müssen sie in den Canyon. Für den Aufstieg nutzen sie die Thermik.
Die Fahrt entlang der Abbruchkante ich nicht ungefährlich. Nicht auf den ersten Blick erkennbare Rinnen und Abbrüche übersehen, und schon geht es abwärts - fast 600 Meter im freien Fall. Unser Fahrzeug ist ein Sechszylinder, ein robuster Geländewagen. Unsere Betten sind oben auf dem Dach. Die Zelte sind in wenigen Minuten aufgeklappt. Schlafen wie “Gott in Frankreich” in luftiger Höhe.
Ein seltsames, merkwürdiges Gefühl am Canyonrand zu brunchen. Um die beste Zeit für Tierbeobachtungen und das fotografieren nicht mit dem Frühstück zu verplempern, haben wir Frühstück und Mittag zusammengelegt.
Am Abgrund entlang - Fish River Canyon
Von der spärlichen Vegetation können sich die sehr genügsamen Springböcke ernähren. Der konsequente Schutz des Wildes hat dazu geführt, dass die ursprüngliche Fauna wieder vorhanden ist. Springböcke und Oryx-Antilopen sind wieder zahlreich.
Kurztipp Namibia:
Namibia ist aufgrund seiner Größe das ideale Land für Selbstfahrer. Für einen dreiwöchigen Urlaub sollte man sich die Regionen nördlich von Windhoek aussuchen. Bei der nächsten Reise dann den Süden.
Siggi
Menschen für Afrika begeistern
http://www.safaris-in-afika.de