MIMiri1Themenstarter4 Beiträge · seit 200907. Apr. 2009 · #1
Hallo liebe Forumsmitglieder,
zunächst vorweg: ich bin vor einigen Wochen auf dieses Forum gestoßen und bin begeistert über die vielen tollen Tips, die man hier bekommen kann. Ich hoffe, ihr könnt auch mir gute Anregungen für meine erste Namibiareise geben.
Vom 10.09.-28.09. sind mein Freund und ich mit dem 4x4 und Dachzelt unterwegs. Wir wollen nicht täglich Hunderte von km abreißen, sondern lieber nach dem Motto "der Weg ist das Ziel" vorgehen. Natur und Tiere sollen dabei im Vordergrund stehen. Mein Freund war noch nie in Afrika, ich dagegen habe vor vier Jahren eine organisierte Rundreise durch Südafrika gemacht und bin heilfroh, dass ich meinen Freund zu Namibia "überreden" konnte!
Bei der Routenplanung habe ich noch einige "Unsicherheiten" und hoffe auf eure Tips. Der Einfachheithalber stelle ich die Route mal hier rein. Gebucht ist bis auf das Betesda Camp und die letzte Übernachtung noch nichts (au backe, ich bin spät dran, aber guter Hoffnung, dass doch noch alles klappt). Jetzt geht's los:
10.09. Ankunft um 7:00 Uhr in Windhoek, Auto abholen, "Aklimatisieren", Einkaufen. Übernachtung: noch offen 11.09. Windhoek - Sossuvlei Ist das an einem Tag zu schaffen? Sollte man noch irgendwo eine Übernachtung einplanen? Übernachtung im Betesda Camp (Campingplatz) für 2 Nächte 12.09. Sesriem Naukluft 13.09. über Naukluft/Namib-Park nach Swakopmund 14.09. Swakopmund (Welwetschia) 15.09. Swakopmund (Wüstentour) 16.09. Fahrt von Swakopmund über Spitzkoppe Richtung Erongo-Gebirge (Bull's Party) Muss man da "zwischenübernachten"? 17.09. Erongo-Gebirge 18.09. Erongo-Gebirge 19.09. vom Erongo-Gebirge nach Etosho - wie fährt man da am besten? Wie weit ist es, machbar an einem Tag? Oder entgeht uns etwas, wenn man möglichst direkt fährt? 20.09. Etosha 21.09. Etosha 22.09. Etohsha 23.09. Etosha 24.09. Etosha - Otjiwarongo 25.09. Otjiwarongo Von Otjiwarongo wie weiter - Waterberg? am 27.09. müssen wir unser Auto zurückgeben, die Nacht vom 27/28.09. übernachten wir in der Okarembo Lodge in der Nähe des Flughafens. Der Rückflug ist am 28.09. morgens (08:45 h). Sollte man lieber im Naukluft-Gebirge noch eine Übernachtung dranhängen?
Herzlichen Dank im voraus für Tips, Anregungen, Kritik! 🙂 Viele Grüße, Miri
Chrigu7'300 Beiträge · seit 200607. Apr. 2009 · #2
Hallo Miri
Herzlich Willkommen im Forum. Ich habe mir Eure Tour angeschaut. Die macht einigermassen Sinn. Was mir etwas fehlt sind die Übernachtungen an den Camper Highlights. An der Spitzkoppe dürft Ihr nicht einfach vorbeifahren und einen Blick darauf werfen. Da solltet Ihr wirklich übernachten. Genau gleich im Namib-Naukluft Park (z.B. Mirabib, Blutkoppe oder Archers Rock). Am Ende der Reise sind das für Camper immer die schönsten Übernachtungen gewesen.
Vom Erongo in die Etosha könnt Ihr problemlos an einem Tag fahren. Auch von Etosha an den Waterberg geht es ohne Hetzerei in ein paar Stunden. Eine zusätzliche Übernachtung in Otjiwarongo ist nicht erforderlich.
Was mir an Eurer Reise fehlt, ist eine Übernachtung auf einer richtigen Farm. Wir fühlen uns dabei immer sehr wohl (gemeinsames Essen mit den Gastgebern, Geschichten aus Namibia, Farmrundfahrt). Das könnt Ihr gleich am Anfang Eurer Tour oder auch irgendwo unterwegs einbauen.
Herzliche Grüsse Chrigu
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Oh ja eine Übernachtung auf einer Gästefarm öffnet Herzen, Augen und Ohren! Es ist oft sehr interessant und lehrreich was die Farmer zu berichten haben! Das dürft ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen. Wir waren mal auf Niedersachsen und gerne fahren wir immer wieder zu der Dino Track Farm. Zweiteres sind ausgewanderte Deutsche die jedoch das Land völlig verinnerlicht haben!
1. Auf dem Weg von Swakopmund zur Spitzkoppe müsst Ihr wirklich nicht zwischendrin übernachten. Die B2 ist durchgehend geteert. Da seit ihr spätestens in 1,5 Stunden da.
2. Campen würde ich (als Nichtcamper) auf jeden Fall auf der Spitzkoppe. Die Campingplätze sind sehr schön gelegen. Auch auf dem Ameib Ranch (Bulls Party) ist ein Campingplatz, der bei unserem Besuch völlig leer war, auf dem es manchmal aber recht eng zugehen soll. Als Alternative im Erongo wird häufig die Farm Eileen genannt, deren Campingplatz kenne ich persönlich aber nicht (die haben aber eine Homepage).
3. In Swakopmund würde ich als Abwechslung zur Wüste vielleicht auf den Welwitschia-Drive verzichten und eine Delfinfahrt machen. Die hat mir sehr gut gefallen.
4. Den Tipp mit dem Besuch einer Gästefarm kann ich nur bekräftigen. Das eröffnet einem ganz andere Sichtweisen.
Gruß
Klaus
Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet.
(Hans Magnus Enzensberger)
ANNICK8'057 Beiträge · seit 200809. Apr. 2009 · #5
Hallo Miri,
Ich schlage folgende Route vor: 10.09 Windhoek Umgebung 11.09 Sesriem (in einem Tag gut zu schaffen) 12.09 Sesriem 13.09 Naukluft (Büllsport zu Beispiel)¨ 14.09 Naukluft 15.09 Swakopmund 16.09 Swakopmund 17.09 Swakopmund 18.09 Spitzkoppe Rest camp 19.09 Erongo 20.09 Erongo 21.09 Etosha - Okaukuejo 22.09 Okaukuejo 23.09 Halali 24.09 ausserhalb Etosha 25.09 Otjiwarongo Gegend 26.09 Otjiwarongo Gegend 27.09 Windhoek 28.09 Abflug
die tour ist doch schon prima, jetzt geht es nur noch um kleinigkeiten. wo gibt es die schönsten übernachtungsplätze und was mach ich an den einzelnen tagen? 1. farmübernachtung finde ich auch sehr empfehlenswert. 2. übernachtung spitzkppe ein muß 3. in swakopmund würde ich auch,z.B. mit mola mola, eine bootstour unternehmen. tom
gglink5'538 Beiträge · seit 200810. Apr. 2009 · #7
Hallo Miri,
wandert Ihr gerne oder macht Ihr nur gerne an schönen Orten längere Rasten? Ich denke, dass ist ganz wichtig, wenn ich so die Empfehlungen der Anderen lese. Ich unterstelle jetzt mal, dass Ihr gerne wandert, wenn ich die Ziele so sehe. Dann solltet Ihr – da hat Chrigu unbedingt Recht – auf dem Weg von der Bethesda nach Swakopmund mindestens eine Zwischenübernachtung unterwegs einlegen. Superschöne Plätze gibt es an der Blutkuppe. Da biegt Ihr so ca. 35 km nach dem Kuiseb Pass rechts in die D 1998 ein. Bis zum End, dann rechts in die D 1982 und danach links auf die D 1985. Ihr Dann kommt Ihr auf die C 28 und von der geht eine gebührenpflichtige Privatstraße zur Blutkoppe. Die Permits für die Straßen in dieser Gegend bekommt Ihr übrigens in Sesriem, wo Ihr auch die Parkgebühr für Sossusvlei bezahlen müsst. Wenn Ihr dann auf die Blutkuppe zukommt, ganz rum fahren und den letzten Platz nehmen, das ist der schönste. Auf die Blutkuppe müsst Ihr unbedingt rauf. Dann am anderen Morgen eine Tour durch das Tinkas Gebiet bis zur Rock Arch. Statt an der Blutkuppe könnt Ihr auch hier herrlich campen. An beiden Plätzen gibt es aber kein Wasser!! Von Rock Arch füge ich ein Bild bei. Von Rock Arch oder der Blutkuppe zurück auf die C 28 nach Swakopmund – 1 ½ Stunden Fahrzeit. Von Swakopmund aus würde ich auf jeden Fall die Dolphintour in Walvis Bay machen. Musst Du aber vorbuchen. Anbieter: Aquanaut, Catamaran Sailer(?), Levo und Mola Mola. Dann vielleicht noch Tommys Little Five und mehr nicht. Du brauchst auch etwas Zeit für Museum, Aquarium, Kristall Galerie, Quadbike oder Tandem-Fallschirmsprung. Und shoppen wollt Ihr ja auch noch.
Spitzkoppe und Ameib – das ist so eine Frage. Beide Gebiete sind ganz toll zum Wandern und rumstromern, aber beide Campingplätze sind nach allen mir gegenüber gemachten Aussagen – ich campe nicht – nicht sehr empfehlenswert. Mehr als 2 Tage insgesamt würde ich für beide Gebiete auch nicht verwenden, denn die Etosha wartet.
Wenn Ihr auf eine Farm wollt, dann denke ich, ist aufgrund Eurer Route ein Farm am Waterberg naheliegend. Da empfehle ich Euch die Matemba. Die haben allerdings keinen Campingplatz. Ihr müsst schon in Betten schlafen. Die Familie ist sehr nett, dass Essen hervorragend und der Waterberg nicht weit, wenn Ihr da mal rauf wollt.
So, das waren meine Gedanken zu Eurer Tour.
Liebe Grüße von der sonnigen Atlantikküste Gerd
MIMiri1Themenstarter4 Beiträge · seit 200919. Apr. 2009 · #8
Liebe FoMis,
erst einmal herzlichen Dank an alle, die mir geantwortet haben!Die Tips mit den Gästefarmen sind prima, vielen Dank dafür.
Bin jetzt am Überlegen, ob wir gleich zu Anfang auf eine Farm gehen, also direkt nach der Landung und die erste Nacht? (wäre in Windhoek). Oder ist für den ersten tag auch ein B&B ausreichend? Wir landen ja morgens und wollen dann erst noch in Ruhe einkaufen, uns mit dem Auto auseinandersetzen etc. @Gerd: Du empfiehlst die Gästefarm Matemba. Leider kann ich diese nicht im Internet finden, hast du vielleicht ein Tip (die seite ist evtl. umgezogen?)
Was mich etwas beunruhigt: muss ich wirklich so viel wie möglich vorbuchen? Bei den vielen tollen Plätzen, die man sich anschauen möchte (und je mehr ich recherchiere, desto schwieriger wird es), ist es doch gar nicht so einfach zu sagen, dass man an dem und dem Datum dann an dem einen bestimmten Ort ist. Wie ist eure meinung dazu?
Für Etosha habe ich 2 Nächte Okaukuejo, 1 Nacht Halali und 1 Nacht Namutoni beim Namibia Reservation Service angefragt. Kennt jemand von euch die Campingplätze? Sind sie empfehlenswert oder sollte man hier auf eine Farm oder Lodge ausweichen?
Nochmals danke für eure Antworten im voraus.
Viele Grüße, Miri
gglink5'538 Beiträge · seit 200821. Apr. 2009 · #9
Hallo Miri,
die Farm heisst genau Ombujomatemba und hatte unter der Leitung von dem Sohn eine Internetseite mit dem Namen Matemba. Jetzt machen es die Eltern wieder - Margret und Hans Hassenpflug. Findest Du im Telefonbuch unter Otjiwarongo. Wahrscheinlich auch unter Google. Aber ich kann Dir da im Moment nicht helfen, weil ich in Suedafrika bin.
Liebe Gruesse aus den Winelands und der schoensten Stadt dort Gerd
unsere Reisezeit überschneidet sich um eine Woche :o) wir sind auch "Frischlinge" und landen am 22.09. in Windhoek und haben eine ähnlich Route geplant wie ihr - allerdings ohne Erongo dafür Brandberg. Ich stand auch vor der großen Frage mit dem Vorbuchen etc. - aber wenn ich alles vorbuche, kann ich auch gleich über TUI buchen (meine Meinung und nichts gegen TUI..)Wir haben jetzt halt das Auto (4x4 mit Dachzelt) gebucht, Sesriem, Etosha, Mowani Mountain Camp und die letzte Nacht in Windhoek....ansonsten lassen wir es darauf ankommen....und setzen auf Spontanität...schauen wir mal :o)ein bischen Abenteuer muss sein...
..ach ja, hab ich vergessen...in der Etosha haben wir uns Chalets gegönnt, da die Campsites z.T. sehr staubig und unschön sein sollen...und statt Namoutoni gehen wir ins Onguma bush camp - ausserdem sitzt Du den ganzen Tag im Auto um ein paar Tiere vor die Foto-Flinte zu bekommen - da ist es schon mal schön ohne großen Aufwand alle Viere von sich zu strecken.....so war unser Gedanke....