Trauriger Bericht über den Krüger Park

2 Antworten · 1’519 Aufrufe · gestartet 30. Okt. 2008 von Sharon
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Themenstarter227 Beiträge · seit 200730. Okt. 2008 ·
Hallo zusammen,

soeben habe ich einen sehr traurigen Bericht über das "Leiden des Krüger Parks am Tourismus" am Telefon vorgelesen bekommen. Dieser steht in der Rheinzeitung Neuwied, leider nicht online verfügbar.

Morgen heißt es für uns auf nach SA, nat. steht auch ein Besuch des Krüger Parks auf dem Programm. ABer nach diesem ARtikel, der vom Krokodilsterben berichtet, von den Masssen an Besuchern und dem kaum noch kontrollierbaren Tourismus bin ich mir nicht mehr sicher, ob wir dsa überhaupt machen sollen..Nat. haben wir im Berg En Dal gebucht, aber kann man das überhaupt noch verantworten?

Das mag sich jetzt vielleicht komisch anhören, ich will auch gar keine Ratschläge, dieser Bericht hat mich nur wirklich sehr schockiert, ich wusste nicht, dass es so dramatisch ist...

Viele Grüße
Sharon
3’491 Beiträge · seit 200630. Okt. 2008 ·
Hallo Sharon,
Deine Bestürzung ist gut nachvollziehbar. Es gilt eben immer noch der Satz: Touristen zerstören, was sie lieben. Die jetzt im Krügerpark ergriffenen Maßnahmen - kontingentierter Zugang - offenbart für mich die Dramatik der Situation und wird wohl letztlich zu keiner wirklichen Lösung des Problems führen.Die Folgen sind absehbar: der Besucherdruck auf die anderen, noch nicht so überlaufenen Nationalparks wird zunehmen und in absehbarer Zeit werden sich dort ähnliche Folgen zeigen.Ich glaube feststellen zu können, dass man in Etosha diese Entwicklung schon bemerkt.Nun gibt es zwar Pläne, die vorhandenen Naturschutzgebiete grenzüberschreitend auszudehnen und miteinander zu verbinden, um dem Besucherdruck entgegenzuwirken.Aber wir sollten dabei nicht übersehen, dass derartige Maßnahmen auch zu Lasten der jetzt dort ansässigen Bevölkerung gehen. In Kurzform: Zwangsumsiedlung der Bevölkerung und Verlust von Anbauflächen für die Ernährung zugunsten wohlhabender Touristen. Dass da Sprengstoff drin steckt, versteht sich von selbst. Vielleicht ist der "botswanische Weg" - extreme Verteuerung der touristischen Aufenthaltskosten - doch nicht so ganz verkehrt, wenngleich ich mir damit selbst "das Wasser abgrabe".Irgendwie fällt mir dazu der alte Schlager ein " Besuchen Sie die Erde, solange es sie noch gibt".
Gruß Joli
Themenstarter227 Beiträge · seit 200730. Okt. 2008 ·
Hallo Jolie

deine Worte drücken das aus, wie ich es auch sehe. Auf der einen Seite möchte man diese wunderbare Natur mit ihrer Tierwelt live erleben und spüren, auf der anderen Seite kann dies nur mit schlechtem Gewissen geschenen, denn letztendlich tragen auch wir, die mit Sicherheit keinen "zerstörerischen" Tourismus betreiben (zumindest nicht absichtlich) zur Verschlechterung der Situation bei.

Das es um den Krüger Park nicht zum Besten bestellt ist, wusste ich, aber die tatsächliche Dramatik wurde mir erst heute mit aller Härte vor Augen geführt...vielleicht wollte ich es vorher auch nicht in aller Deutlichkeit sehen...

Naja, ich versuche nun, mir die Vorfreude nicht nehmen zu lassen und werde vor Ort wirklich das tun, was ich mir vorgenommen habe, die Tiere und Natur auf dem mir am bestem zu vertretenden Weg zu genießen. Und vielleicht gibt es ja Möglichkeiten, vor Ort zu helfen...sei es durch Spenden oder was auch immer....

Liebe Grüße
Sharon