JAJakobThemenstarter127 Beiträge · seit 200826. Sept. 2008 · #1
Hallo,
Mitte/Ende Oktober geht es zum ersten Mal nach Namibia (1 Erw., 1 Junge (12)):) , das Auto ist gemietet (4x4 mit Dachzelt), die Tour steht im großen und ganzen:
Freitag: Ankunft in Windhoek, Auto übernehmen, Einkaufen, Chameleon Guesthouse Samstag: morgens auf zur Spitzkoppe (Camp) Sonntag: noch ein wenig Spitzkoppe, dann nachmittags auf nach Montag: Swakopmund (Intermezzo Guesthouse) Dienstag: Swakopmund, dann morgens zum Mittwoch: Nachmittagsprogramm im Sossusvlei (Canyon, Düne 45), Sesriem Camping Donnerstag: früh zur Düne, ab Mittags Tok Tokkie Trail Freitag: Tok Tokkie Trail Samstag: bis Mittags Tok Tokkie Trail Sonntag: Windhoek
Jetzt schwirren mir noch Detailfragen im Kopf:
- Mit welchen Fahrzeiten und Straßenbedingungen habe ich zu rechnen? - Gibt es eine Art Pannendienst? - Hat einer Tipps für „vor-Ort“? - Lohnt sich auf dem Weg zur Spitzkoppe ein Abstecher zu den heißen Quellen in Gross Barmen? - Lohnt sich von Spitzkoppe nach Swakopmund ein Anstecher nach Cape Cross? Wieviel Zeit müsste ich einplanen? Wie ist die Straße direkt nach Henties Bay? Sind um die Jahreszeit Robben da? - Welche Strecke/Anlaufpunkte empfehlt Ihr für die Rückfahrt Samstag Mittag vom Trail nach Windhoek?
1) Mit welchen Fahrzeiten und Straßenbedingungen habe ich zu rechnen? Auf der von Euch geplanten Route hast Du mit Teerstraßen (ähnlich deutschen Landstraßen) sowie guten Sandstraßen zu rechnen. Da ihr ohnehin einen 4x4 habt, gibt es in der Hinsicht keine Probleme. Rechne mal mit (wenn Du auch mal anhälst um Fotos zu machen etc.) 100 km pro Stunde auf der Teerstraße und 70 km/Stunde auf Sandstraßen (und viel mehr sollte man dort auch nicht wirklich fahren).
2) Gibt es eine Art Pannendienst? Hoffentlich stellt Euch Euer Vermieter im Falle einer Panne einen Ersatzwagen. Es gibt die Automobile Association of Namibia (ähnlich dem ADAC), die jedoch wenig hilfreich sind wenn es um Pannen geht. Da in einem so dünn besiedelten Land wie Namibia jeder auf jeden angewiesen ist, findet sich immer jemand der Euch - meist - unkompliziert bei einer Panne behilflich ist. Eure Route liegt nicht "ab vom Schuss", deshalb müsst ihr Euch da wenig Sorgen machen.
3) Lohnt sich von Spitzkoppe nach Swakopmund ein Anstecher nach Cape Cross? Wieviel Zeit müsste ich einplanen? Wie ist die Straße direkt nach Henties Bay? Sind um die Jahreszeit Robben da? Also ich finde Cape Cross ein Erlebnis (auch für die Nase). Du kannst je nach jahreszeit mit 80.000 bis 200.000 Robben rechnen... also ja, es sind immer welche dort. Mehr als 1 Stunde wirst Du bei den Robben kaum verbringen, dann vielleicht noch euinen Kaffee in der nahegelegenen Lodge nehmen und es geht zurück. Die Straße von/nach Swakopmund ist gute Salzstraße (nicht zu schnell fahren, es kann leicht wie Schmierseife werden).
Sonnige Grüße Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Seriöse Autovermietungen geben Dir eine Telefonnummer, unter der 24/7 jemand erreichbar sein sollte, der bei Bedarf Hilfe (Abschleppdienst, Reparatur, Ersatzwagen, ...) organisiert. Bei unserem Mietwagen hatten wir ein Problem mit dem Kühlsystem des Motors und mussten dringend das Auto reparieren lassen. Der Vermieter (Savanna) hat da professionell geholfen, so dass das kein nennenswertes Urlaubshindernis war.
Lohnt sich von Spitzkoppe nach Swakopmund ein Anstecher nach Cape Cross? Wieviel Zeit müsste ich einplanen?
Wenn Ihr in Swakopmund/Walvis Bay zum Pelican Point wollt, werdet ihr da Robben sehen und müsst nicht unbedingt nach Cape Cross. Sonst lohnt sich Cape Cross. Die Straße besteht zu großen Teilen aus Salz, ist recht eben und recht gerade. Bei trockenen Verhältnissen kann man dort zügig fahren. Wenn es regnet oder sehr neblig ist, wird die Salzschicht angelöst und - wie Christian schon schrieb - kann dann eine tückische Schmierseife entstehen. Die Zufahrt von der C34 zum Parkplatz bei Cape Cross war vor einem Jahr in schlechtem Zustand, aber das sind nur wenige Kilometer. Bei gutem Wetter braucht man von Swakopmund nach Cape Cross knapp 1,5 Stunden.
Hallo Jakob, Ihr habt Euch ja nun wirklich ein recht anspruchsvolles Programm für diese eine Woche vorgenommen. Versteh´mich nicht falsch - es ist alles so, wie geplant,machbar. Ich frage mich aber, ob Ihr Euch dann auch noch mit dem Besuch von Cape Cross "belasten" solltet. Von Heniesbay aus ist das immerhin ein zusätzlicher Zeitbedarf von mindestens 2 1/2 Std ( 70 km hin, 70 km zurück und Aufenthalt am Cap).Die Pad ist - bei trockenem Wetter - sehr gut fahrbar, aber etwas eintönig. Ich würde mir diesen Abstecher ersparen. Gruß Joli
JAJakobThemenstarter127 Beiträge · seit 200802. Okt. 2008 · #5
Danke für Eure Tipps,
zwei Fragen beschäftigen mich noch, vielleicht habt Ihr da auch den einen oder anderen Rat:
1) Dienstag fahren wir von Swakopmund zum Sesrien Camping (B2, C14, 350 km). Mittwoch müssen wir um 13 Uhr beim Farmhaus von Totokkie sein (C27, 100 km). Jetzt bin ich mir nicht sicher, wie ich die Zeit im Sossusvlei sinnvoll plane. Folgende Idee:
Dienstag: Nach dem Frühstück in Swakopmund los, Mittags beim Camping in Sesriem, einchecken, dann noch zum Sesrien Canyon und zum Sonnenuntergang zur Düne 45. Permit für Mittwoch holen (geht das? Öffnungszeiten des Büros?). Mittwoch: 2 h vor Sonnenaufgang (wann ist der etwa?) aufstehen, 1 h vor ans gate, durch zum Sossusvlei, da Sonnenaufgang, vor 11 Uhr Aufbruch über Sesriem zum Farmhaus.
Macht das Sinn?
2) Samstag sind wir bis Mittags auf dem Totokkie Trail. Sonntag Nachmittags müssen wir wieder in Windhoek sein. Kennt jemand einen Zwischenstopp und/oder Übernachtungstipp auf der Strecke? Lieber die M43/C19 über Mariental, oder bei Maltahöhe die Abkürzung M38/C21 nehmen? Wie sind die Straßen? Landschaftliche Unterschiede?
KEkelele134 Beiträge · seit 200702. Okt. 2008 · #6
Hi Jakob, ich bin etwas skeptisch, was deine Reiseplanung angeht. Mir persönlich ist das zu minutiös, was du da versuchst. Sicher, dass das nicht in Stress ausartet?
Zum Dienstag: Wann frühstückt ihr denn? Mit Pinkelpause, Fotostopp und Tanken werdet ihr ungefähr 5h von Swakop bis Sesriem brauchen. Vielleicht würde ich da Sesriem Canon nicht mehr unbedingt machen. Der Canon ist zwar schön, aber ich würde einen ausgiebigen Spaziergang in den Dünen bevorzugen. Vergiss auch nicht, dass man doch immerhin noch irgendwie so 60km Straße hat, bis man auf dem Parkplatz vorm Sossusvlei ist. Das 4*4 Stück nicht mitgerechnet (hat uns, als ungeübte Offroadfahrer, doch immerhin je Strecke 20min gekostet!). Das ist ja auch der Grund, warum es eigentlich niemand schafft, zum Sonnenaufgang wirklich im Sossusvlei zu sein. Zum Mittwoch: Es soll Forumsmitglieder geben, die es schon geschafft haben, ein Permit für den nächsten Tag zu erwerben. Mir ist das nicht gelungen. Es kommt scheinbar doch sehr auf den NWR-Mitarbeiter an. Gehe also lieber nicht davon aus, dass du das Permit schon hast. Sonnenaufgang sollte so gegen halb 7 sein (da lass ich mich aber gerne verbessern). Solltet ihr es schaffen, so gegen 7 im Sossusvlei zu sein, dort etwas verweilen, dann in Ruhe wieder zurück fahren- dann ist wahrscheinlich fast schon Zeit, um gen TokTokkie aufzubrechen. Und solltet ihr noch 2 Stündchen überhaben, könnt ihr den Canon ja immernoch mit einschieben.
Grüße Kelele- die immer wieder gerne verweilt, guckt, entspannt (und deswegen nie in Zeitbedrängnis kommen wird, falls es doch mal einen kaputten Reifen gibt...)
Chrigu7'267 Beiträge · seit 200602. Okt. 2008 · #7
Hallo Jakob
Ja, es geht so. Obschon es mir auch zu stressig wäre. Wenn Du ein Permit für Sossusvlei kaufst ist das 24h gültig. D.h. Du kannst es am Mittag kaufen, am Nachmittag bis zu Düne 45 oder gar bis ins Vlei und am nächsten Morgen mit dem gleichen Permit nochmals rein. Bis am Mittag musst Du wieder draussen sein.
Herzliche Grüsse Chrigu
zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung
Satellitentelefon: Satellitentelefon für die weltweite Nutzung
Reiseplanung / Reiseberatung: Besprechung per Videokonferenz
Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika
Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
zu Cap Cross: wir haben uns den Weg letztes Jahr "gespart" und dafür eine Fahrt mit Mola-Mola in Walfischbay gemacht. Auf dieser Fahrt sieht man so viele Robben im Wasser und am Land und bekommt zudem noch viel Wissenswertes vom Captain vermitteln, ganz zu schweigen von den lekkeren Austern und Sekt!!
zu Sossus Vlei: wir haben kein Permit am Tag vorher bekommen, mußten aber morgens nicht lange anstehen. Genieße Fahrt durch die traumhafte Landschaft im Morgenlicht und mache viele Fotostopps.
Gruß Silvy
JAJakobThemenstarter127 Beiträge · seit 200802. Okt. 2008 · #9
Danke für Eure Tipps,
vielleicht ist es besser, am Dienstag ohne Zeitdruck nachmittags zum Sossusvlei zu fahren, gucken was geht, und dann am Mittwoch nur noch vorne bis zur Düne 45 zu fahren.
Jakob schrieb:
(...) 2) Samstag sind wir bis Mittags auf dem Totokkie Trail. Sonntag Nachmittags müssen wir wieder in Windhoek sein. Kennt jemand einen Zwischenstopp und/oder Übernachtungstipp auf der Strecke? Lieber die M43/C19 über Mariental, oder bei Maltahöhe die Abkürzung M38/C21 nehmen? Wie sind die Straßen? Landschaftliche Unterschiede?
Gruß Jakob
Hardap Dam/Resort bei Mariental liegt entfernungsmäßig ganz günstig. Hat da jemand Erfahrungen gemacht?
KEkelele134 Beiträge · seit 200702. Okt. 2008 · #10
Hallo Jakob, ich noch mal. Ich hab in der Gegend nicht übernachtet. In den Sossusvlei-Dünen haben wir aber eine Familie getroffen, die die Nacht zuvor im Hardap Resort gewesen sind. Die fanden es nicht so toll und haben es bereut, dass sie von Windhoek aus nicht direkt nach Sesriem gefahren sind und dann dort 2 Nächte länger geblieben sind. Also: Zweitehand Erfahrungen eher negativ. Wo genau ist denn das TokTokkie Guesthouse? Wäre es vielleicht für dich akzeptabel bis Rehoboth zu fahren? Da ist doch das Oanob Lake Resort. Bisher wurde darüber im Forum ganz positiv berichtet. Campingplätze hats auch (und bei Bwana gibts Ermäßigunggutscheine 😄 Bwana ) Grüße Kelele
Hallo, Jakob, ich kann Keleles Zweithanderfahrung aus erster Hand nur beipflichten. Ich war im letzten Jahr - eher als Notunterkunft (wg. Autopanne) dort und war maßlos enttäuscht (Ich war schon früher dort). Die Hütten waren nicht belegt, auf dem Campingplatz war ich der einzige, was ich gar nicht mag; den Laden gab's nicht mehr - und nach dem Restaurant hab ich schon gar nicht mehr gefragt. Duschen hätte man können, aber nur kalt - und das im Winter. Nein, ich war froh, als ich am nächsten Morgen weiterfahren konnte. Und es war mal so schön dort - jetzt heruntergewirtschaftet. Viellleicht ist Rehoboth besser - ich bin aber immer nur dran vorbeigefahren. Gute Fahrt! Wolff-Rüdiger
Omnia vincit amor
IVIvonne82 Beiträge · seit 200602. Okt. 2008 · #12
Hallo Jakob
Permit ist kein Problem, für Camper ist es zur Einfahrt am Tag des Kaufs (also nachmittags) und am nächsten Morgen gültig.
Wegen Unterkunft in Richtung Windhoek: je nach dem wann Ihr dort sein müsst, warum nicht zB bei den Pässen (also Camp Gecko oder Namibgrens am Spreetshoogte bzw Rostock Ritz oder Rooiklip in Richtung Gamsberg, da gibt es sicher noch viele mehr, die mir gerade nicht einfallen...)???
Andere habens schon angedeutet, ich sag's nun mal einfach: Gehst Du zum Geniessen vor Ort, oder à la japonaise, zum Geniessen wieder zu Hause?
Zu Cape Cross: Da gibt's eine kräftige Nase voll (stell' Dir Gülle vor. Das wär' dann Chanel No 5). Die Szenerie ist schon sehenswert, auch wenn's gerade wenn auch Jungtiere da sind, ziemlich brutal werden kann. Trotzdem: Mit unter 3 Stunden kommst Du für den Ausflug nicht davon, es sei denn, Du machst's japanisch.
TokTokkie Trails ist eine Supersache. Geniesse das bis zum letzten Zug - wir haben's wegen der grossen Wartezeiten noch nicht geschafft. Das Sossusvlei hat einige kleine Überraschungen bereit:
grosse Distanzen: Gate bis hinten ca. 1 Stunde + Transport Parkplatz - Vlei
grosse Hitze: Es kühlt zwar schon gegen Abend - aber ich rate Dir, das am Morgen zu geniessen. Wie schon mal geäussert, es lohnt sich, bei Gate Öffnung am Morgen vor dem Tor zu stehen, sofort nach hinten zu fahren und erst auf dem Rückweg bei Düne 45 noch zu halten.
Staub: Durch die grosse Hitze gibts oft starke Thermik. Die nimmt auch (feinen) Sand in die Luft. Der ist dann am Abend noch in der Luft und macht die Sicht trüb. Darum hast Du am Morgen die schöneren Stimmungen.
Solche Aufnahmen (auch ohne Vignettierung...) kriegst Du nur am Morgen. Ist übrigens ein heisses Gefühl: Rechts im Schatten ist's kalt, links schon angenehm warm... um etwa 07:15 oder 07:30. Siehe nächsten Eintrag...
Matou66843 Beiträge · seit 200803. Okt. 2008 · #15
Falls Ihr nach Cape Cross fahrt (ich würd's machen!), dann geht mal vom Aussichtspunkt die Mauer entlang nach rechts runter bis zu deren Ende und setzt Euch da mal eine Weile hin. Erstens seit Ihr da alleine und zweitens kommt Ihr näher an die Tiere ran - auch, ohne sie zu stören. Diese ganzen Schilderungen wegen das strengen Geruchs halte ich für völlig übertrieben! Meistens weht ein starker Wind, sodass man gar nicht so viel vom Geruch mitkriegt. Und, wer schon mal in einem richtigen Kuhstall mit Mist und so war...der überlebt auch Cape Cross locker. Die Interaktionen zwischen den Tieren (inkl. der "bösen" Schakale) läßt einen solche Kleinigkeiten schnell vergessen.
Ansonsten empfiehlt sich eine Tour in die Dünen zwischen Swakopmund und Walvis Bay zu den "Little 5", also eher unauffälligen Wüstenbewohnern, die aber sehr interessant sind, wie z. B. das Wüstenchamäleon. Flyer für diese halb- oder ganztägigen Touren verschiedener Anbieter liegen in Swakopmund oder Walvis Bay an allen toruristischen Stationen, wie Unterkünften oder Restaurants aus.
0
FOfototour132 Beiträge · seit 200704. Okt. 2008 · #16
Hallo Jakob, ein paar Anmerkungen zu Deinen Fragen: Bitte beachte unbedingt bei all Deinen Planungen, dass Du die von Christian in der ersten Antwort angegebenen Durchschnittsgeschwindigkeiten incl. Fotostopps (100km/h auf befestigter Strasse und 70km/h auf Gravelroads) in der Praxis KEINESFALLS erreichst.
Jeder Stopp kostet logischerweise Zeit (und diese sollte man sich in Namibia auch nehmen, generell und zum Fotografieren sowieso). Da die absolut erlaubte Maximalgeschwindigkeit auf befestigten Strassen bei 120 km/h liegt -und nicht immer gefahren werden kann-, solltest Du von etwa 70 km pro Stunde als bewältigbare Entfernung ausgehen (Stopps eingeschlossen). Auf Sandstrassen ist eine Geschwindigkeit oberhalb von 70 bis max. 80 km/h nahe am Selbstmord und wahrlich nicht anzuraten. Bei frisch geschobenen Strassen mit noch nicht wieder festgefahrenem Sand sind es dann auch schon mal nur 40 bis 50 km/h. Ergebnis mit Fotostopps: in der Stunde etwa 50 Kilometer, manchmal einen Hauch mehr, meist aber auch etwas weniger. 70 Kilometer als Durchschnitt für Gravelroads schaffst Du nur, wenn Du permanent fährst.
Wie in anderen Antworten schon erwähnt, sollte man im Sossusvlei die Anfahrt innerhalb des Parks nicht unterschätzen. Würde man sich an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit halten, wäre es bis zum Ende des Tals etwas eineinhalb Stunden (und das Ganze natürlich auch wieder zurück). Zur Düne 45 sind es bei der Zeitnot angepasster Geschwindigkeit (lasse Dich aber bitte nicht zum Rasen verleiten, es wäre trotz asphaltierter Strasse aufgrund des Wildwechsels gefährlichst!) ca. 35 Minuten.
Bereits am Anfang ds Parks geht ca. 2 km nach dem Gate rechts eine Strasse in die Dünen (offizieller, genehmigter Weg, der im Plan auch eingezeichnet ist), am Ende der Strasse ist ein Parkplatz, von dort kann man wunderbar in die Dünen klettern. Wir empfanden dies als die bessere Gelegenheit, den Sonnenaufgang zu erleben, da einsamer und auf jeden Fall rechtzeitig zu erreichen. Dies sollte für Dich eine Überlegung wert sein.
Zum Hardap-Damm und seiner Umgebung: Optisch interessant ist lediglich die Anfahrt durch das ablaufende Wasser, wenn man vom Sossusvlei her kommt, die Strecke von Windhoek aus zum Damm ist wenig erbauend. Der Damm und das Reservat selbst gaben uns garnichts, wir haben mit Ausnahme einiger Nager kein einziges Tier zu Gesicht bekommen, die Strassen durch das Reservat sind aktuell selbst für einen 4x4 höchst problematisch, da teils extrem zerstört. Das Camp und die Bungalows machen einen stark heruntergekommenen Eindruck. Alles in allem nicht empfehlenswert.
Noch was zur Fahrt auf der Salzstrasse bei Swakopmund: Sie wirkt wie eine topfebene Autobahn -vor allem, wenn man von Windhoek her kommt und durch den Sand und über den Gravel gefahren ist. Doch Vorsicht bei Nässe: da ist sie wie Schmierseife (nasses Salz rutscht).
Viel Spass auf Deiner Tour! Gehe sie langsam an und geniesse, statt zu hetzen. Dann habt ihr beide letztendlich mehr davon, da die Strecke, das Land jede Minute wert ist, auch wenn die Abzocke dort allerorts leider immer mehr zunimmt.
Auf die Gefahr hin, als Raser verschrieen zu werden - auf einem guten Pad (und davon gibts doch einige) kann man tatsächlich über längere Strecken 100km/h fahren - ich hab' schon einige tausend Kilometer Erfahrung damit, mit Personenwagen und 4x4.
Dies erfordert grosse Konzentration und auch etwas Gefühl für die Strasse - man schwimmt ja auf dem losen Kies/Schotter. Die grösste Gefahr sind Steine, die die Seitenwand des Pneus durchstechen, denn da ist der Pneu deutlich empfindlicher als an der Lauffläche - darum sind "Mädli" ein Zeichen, zu verlangsamen, und die Linie genau zu wählen.
Schlimm sind die "Microripples" - kleine Wellen, 5-20cm lang und 1-5 cm tief, quer zur Fahrtrichtung. Da schüttelts dann so richtig, man schwimmt noch etwas mehr, und die Bremswege nehmen auch deutlich zu.
Immer wieder faszinierend sind Tiere entlang der Seitenzäune bei Strassen. Wir haben einmal einer Kudu-Familie (Bock und 2 Kühe) zugesehen, wie sie aus dem Stand über den ca. 2 Meter hohen Zaun gesprungen sind. Das können sie natürlich in beide Richtungen tun - darum Augen auf!
Natürlich ist es richtig, dass man nicht "blochen" und gleichzeitig geniessen kann. Aber ab und an gibts ja eine "Überführungsetappe", und da ist man froh, wenn's etwas schneller geht.
Eine gute und billige Investition ist eine Sonnenblende aus Alufolie und Bläschen-Plastic; das kriegst Du in Namibia in Windhoek z.B. bei Pupkewitz MegaBuild, Cymot, oder ähnlichen Geschäften. Die Blende kostet bei uns ca. CHF 5.- bis 10.-, unten N$30.- bis 50.- - ist also eher billiger. Die montierst Du mit Saugnäpfen von innen auf die Scheibe, sobald Du den Wagen stehen lässt. Er wird deutlich kühler bleiben.
Auch ein Frotteetuch (Beim Fahren auf dem Sitz, beim Halt über'm Lenkrad) ist ein einfaches Hilfsmittel, das den Komfort beim Fahren stark erhöht.
Falls Du eine Sonnenalergie o.ä. an den Händen hast, ist ein paar Stoff-Gartenhandschuhe auch eine lohnende Investition. Die nehmen wir jeweils von zu Hause mit, gibt's aber auch bei Pupkewitz und anderen Gartencentern.
.
JAJakobThemenstarter127 Beiträge · seit 200805. Okt. 2008 · #19
Ivonne schrieb:
(...) Wegen Unterkunft in Richtung Windhoek: je nach dem wann Ihr dort sein müsst, warum nicht zB bei den Pässen (also Camp Gecko oder Namibgrens am Spreetshoogte bzw Rostock Ritz oder Rooiklip in Richtung Gamsberg, da gibt es sicher noch viele mehr, die mir gerade nicht einfallen...)???
Gruss Ivonne
Hallo Ivonne, danke auch an die anderen für die Tipps,
die Tour hatte ich irgendwie nicht im Plan, da wir ja schon von Swakopmund kommen und zum Gamsberg ein großes Stück die gleiche Strecke wieder zurück müssten. Jetzt erscheint mir nach Literaturstudium die Strecke über Gamsberg aber doch irgendwie lohnenswerter als über Maltahöhe. Allerdings sind es gute 300 km nach Rooiklipp (macht auf der homepage einen symphatischen Eindruck), gegen 13/14 Uhr los, haut das noch hin? Oder lieber vorher noch was nettes?
Für Soussusvlei denke ich nachmittags mal gucken, was noch "nach hinten" geht, am nächsten Morgen dann vor Sonnenaufgang los und "vorne" vergnügen. Halt locker bleiben, verstehe 😉
Die Tour mit Mola Mola (Swakopmund, startet in Walfish Bay) haben wir auch dieses Jahr mit unserem Sohn gemacht. Kann ich Dir wirklich empfehlen, es wird ihm ein unvergessliches Erlebnis sein, und ersetzt Cape Cross da ihr die Robben vom Boot aus seht und nicht vom Land. Erspart euch außerdem den wirklich unbeschreiblichen Gestank (Unser Sohn hat sich nach einer Minute ins Auto verzogen)