Route für Caprivi/Botswana

11 Antworten · 3'377 Aufrufe · gestartet 28. Aug. 2008 von ecki
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Themenstarter40 Beiträge · seit 200628. Aug. 2008 · #1
Guten Tag,

möchten im Juli für knapp 3 Wochen eine Tour durch den Caprivi und Botswana machen. Erhoffe mir ein paar Tips zu einer möglichen Route, bzw. welche Parks man besuchen sollte und ebenso welche Camps dort.
Wir möchte schöne Landschaften und Tiere in Ruhe geniessen, also die möglichst weniger frequentierten Stellen und möglichst schöne und weiträumige camps, wo man nicht auf dem Nachbarn sitzt.

Was bietet Central Kalahari Game Reserve?
Muß oder sollte man in den Chobe?
Welche Parks im Caprivi sind emfehlenswert?
Welche camps im Moremi entsprechen unseren Vorstellungen?

Hoffe auf Eure Hilfe und danke schon mal...
ecki
2'610 Beiträge · seit 200729. Aug. 2008 · #2
Hallo ecki,

also solltest du auf dem schnellsten Weg Richtung Caprivi. Hier würde ich in den Mudumu und wenn es möglich ist ( nicht zu viel Wasser) in den Mamili dann weiter über Kasane in den Chobe, Savuti und den Moremi. Über Maun in die Zentralkalahari und über Ghanzi wieder zurück nach Windhoek.
Die Zentralkalahari würde ich persönlich auslassen, sonst könnte die Strecke für 3 Wochen doch etwas zu stressig werden.

Wie du sicher schon mitbekommen hast, musst du die Camps in Botswana auf jeden Fsll vorbuchen.

Du wirst in allen Parks genügend Platz auf den Campsites haben und - wenn nicht gerade die Südafrikaner in Horden herumschwirren - auch überall die Ruhe geniessen können. Die Camps sind nicht eingezäunt und am Lagerfeuer wird an manch einem Abend der Löwe oder die Hyäne ganz nah zu hören sein, Elefanten werden unter Umständen gerade von dem Baum fressen wollen, unter dem ihr euer Zelt aufegschlagen habt.

Grüße
Jambotessy 🙂
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
435 Beiträge · seit 200729. Aug. 2008 · #3
Wegen Route schau mal unter: http://www.namibia-forum.ch/download/linksfahrer_namibia_botswana_2007.pdf
Was bietet Central Kalahari Game Reserve?
Wenn Ihr nicht nach Namibia wollt, dann könnt Ihr zu Beginn noch den CKGR und die Pans (Kubu Island)machen. Da seid Ihr wirklich in der Einsamkeit.
Ob Ihr das in den drei Wochen unterkriegt müßt Ihr natürlich sehen.
Muß oder sollte man in den Chobe?
Ja.
Camps: Savuti und Linjanti im Chobe, und die Chobe Riverfront.
Welche camps im Moremi entsprechen unseren Vorstellungen?
Im Moremi sind in jedem Camp nur ca.10 Stellplätze, alle mit reichlich Platz und Abstand. Zu Empfehlen sind Third Bridge und Xakanaxa.
Welche Parks im Caprivi sind emfehlenswert?
Wenn Ihr Einsamkeit wollt, seid Ihr im Mamili richtig.

Auch ein mehrtägiger Trip ins Delta ist toll. Vergesst das Panhandle nicht.
Reisebericht Namibia/Botswana 2007
355 Beiträge · seit 200629. Aug. 2008 · #4
Wenn Ihr Einsamkeit wollt, seid Ihr im Mamili richtig.
Hallo Linksfahrer,
uns interessiert der Mamili auch sehr.
Kannst du uns etwas mehr von deinen Erfahrungen im Mamili berichten.
Wir würden auch gerne ein paar von deinen Bildern vom Mamili sehen.

Viele Grüße
peter
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2'732 Beiträge · seit 200629. Aug. 2008 · #5
Habt ihr gelesen wann ECKI unterwegs ist? JULI ist bestimmt vom Wasserstand her mit nicht einer der besten Monate für Mamili. Das wird eine spassige nasse Angelegenheit.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
435 Beiträge · seit 200729. Aug. 2008 · #6
@Andreas: Das im Juli viel Wasser im Mamili ist wußte ich nicht.

@Ecki: Wir haben uns nicht reingetraut. Bei der Ruapara Bridge am Eingang war schluß. Die Brücke war Überflutet, was wohl normal ist. Wenn der Wasserstand im Park jedoch auch zu hoch ist, müsst Ihr auf den Mahango und Mudumu ausweichen. Ist beides auch nicht übermäßig frequentiert.Kein Vergleich mit Etosha.
Eine Alternative betreff Einsamkeit ist vielleicht auch noch der Kaudom, da wird aber auch das Fahren mit mind. 2 Fahrzeugen empfohlen.
Reisebericht Namibia/Botswana 2007
413 Beiträge · seit 200629. Aug. 2008 · #7
Die Bruecke ist auch in der trockensten Trockenzeit zum Teil ueberflutet.
Da hilft nur Augen zu und drueber fahren.

vciele Gruesse Kitty
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Themenstarter40 Beiträge · seit 200629. Aug. 2008 · #8
Danke erstmal,mir fällt grade noch ne Frage ein:

Muß man die camps außerhalb der Parks (Panhandle,Maun,...) auch vorbuchen,oder findet man da immer Platz?

Danke und viele Grüße
ecki
2'732 Beiträge · seit 200630. Aug. 2008 · #9
Muß man die camps außerhalb der Parks (Panhandle,Maun,...) auch vorbuchen,oder findet man da immer Platz?
Hier kommst du eigentlich immer unter! Gerade in Maun gibt es viele Campingmöglichkeiten.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
1'335 Beiträge · seit 200631. Aug. 2008 · #10
Hallo,
wir waren jetzt gerade im Juli im Mamili.
Der war zu dieser Zeit ca. 70% überflutet.
Einzelreisende wurden im Juli nicht eingelassen, nur mit Guide!
Ich kann nur raten, den Mamili nicht allein zu befahren, sondern mit einem Führer wie Keith Rooken-Smith.
Der Mamili ist kaum erschlossen, es gibt nur reduziert Wege. Vor allem im Juli sind die Wege, die Reisende z.B. im Oktober sehen, nicht da! Sie sind überspült! Matschige oder überspülte Bereiche sind äußerst kritisch zu durchfahren, weil eben das nicht immer gelingt. Im Mamili hängen zu bleiben ist gar kein Vergnügen, weil man i.d.R. mehrere Tage warten muss, bis jemand kommt, der einem helfen kann. Es ist dort wirklich sehr wenig los. Dagegen ist Linyanti der Ballermann!
Ein weiterer Grund: Ohne Guide sieht man wenig oder nichts.
Keith Rooken-Smith kennt sich in dem Park bestens aus, er war dort als Soldat stationiert. Er kennt jeden Grashalm und jeden Hippo mit Namen, er kann sich flexibel auf neue Weg-Situationen einstellen.
Die Lage im Mamili kann sich innerhalb weniger Tage gravierend verändern, Keith sagte, der Mamili sei nie gleich! Immer Veränderung, manchmal sogar von einem Tag auf den anderen. Da werden also plötzliche Wege abgeschnitten und man muss zur gewünschten Stelle anders fahren. Wegen der Linyantiausläufer sind die Wege schon eh kompliziert, wenn dann noch temporäre Überflutungen dazu kommen, wirds ganz verzwickt. Das ist ein Fall für den Spezialisten, also für Keith!
Der kann Euch nicht nur Wege zeigen, sondern noch eine ganze Menge mehr.
Das lohnt sich! Ganz ehrlich. Für uns war Keith und sein Mamili das absolute Highlight.

Grüßchen
Cora
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Themenstarter40 Beiträge · seit 200631. Aug. 2008 · #11
@Cora

Hallo und danke,
Wie und wo kann man denn diesen KEITH kontaktieren, von wo startet er?
Wie lange wart in Park?

Danke und viele Grüße
ecki
1'335 Beiträge · seit 200631. Aug. 2008 · #12
Hallo Ecki,
Keith könnt Ihr nur über seinen Agenten Frank Krystofiak (frankk@iafrica.com.na) erreichen. Er managt die Termine und Preise.

Keith holt einen i.d.R. in Sangwali ab. Man kann sicherlich auch andere Startpunkte nehmen. Es gibt das Angebot der Vollverpflegung und der eigenen Versorgung. Kommt drauf an, was Du möchtest.
Von Sangwali aus (so haben wir es gemacht) sind wir mit unserem Wagen hinter dem von Keith hergefahren. Man übernachtet in dem eigenen Camp, das ist die Basisstation für Keith. Das Camp ist das schönste, was wir gesehen und erlebt haben. Diese Alleinlage!!! Die Toilette, die Dusche ... ich könnte davon träumen...
Und die erweitern das Camp und bringen neben dem Naturcharme noch etwas für Anspruchsvollere ein. Aber das war im Juli noch nicht fertig.

Der Weg zum Camp ist beschwerlich. Erst mal durch den Fluss bei Sangwali, dann über die berühmt berüchtigte Brücke, die im Juli wirklich schlimm ist.
Leider sind ja unsere Bilder verloren, ich hatte soo tolle Aufnahmen von dieser Brücke! Die Bilder, die im Forum dazu vorliegen, stellen nicht die Situation im Juli dar! Im Juli war die Brücke über eine Strecke von 100 m unter Wasser. Also echt eine lange Strecke und das bei dem "Untergrund". Mir schlug das Herz! Ich bin nicht mit drüber gefahren, mein Mann ist gefahren. Ich konnte nicht drin sitzen bleiben, bin rübergelaufen. (Gert hat es angeblich Spaß gemacht!)
Nach dieser schrecklichen Brücke kommt eine zweite, die zwar den gleichen Aufbau hat, aber besser in Schuss ist, da kommt man also leicht rüber. Dann folgt die Überquerung eines großen Matschgebietes. Da guckt Keith genau, wo Du herfahren kannst und sagt Dir wie! Falls Du es nicht schaffst, zieht er Dich raus (das musste er bei uns auf der Rückfahrt. Danach erst sieht ein Auto safari-like aus!)
Irgendwann so nach 1,5 h von Sangwali aus hat man das Camp erreicht.

Wir waren dort 3 Nächte und das war viel zu kurz! Ich könnte dort für immer bleiben.

Cora
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