Jagd

24 Antworten · 8'573 Aufrufe · gestartet 16. Aug. 2008 von maulöwe
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Themenstarter37 Beiträge · seit 200816. Aug. 2008 · #1
Hallo zusammen,

mein Sohn ist zur Zeit in Namibia und hat ganz legal einen Kudu-Bullen geschossen.
Wer hat Erfahrung, wie die Trophäe preiswert und legal nach Deutschland gebracht werden kann?

Gruß maulöwe
667 Beiträge · seit 200616. Aug. 2008 · #2
Hi maulöwe,
die Taxidermisten (da muss er ja ohnhin hin) bieten diesen Service an. Zu welchem T. er gehen sollte, sagt ihm bestimmt der Farmer/Jagdführer.
Gruß,
Helmar
573 Beiträge · seit 200716. Aug. 2008 · #3
Da reicht es einem mal wieder nicht aus, ein Tier erschossen zu haben. Der muss sich die Penis-Verlängerung auch noch über den Kamin hängen.

Gruß, Kanzler
33,1k Beiträge · seit 200616. Aug. 2008 · #4
Hi Maulöwe,

also wenn er ihn "ganz legal" geschossen hat, d.h. auf einer Jagdfarm oder Concession Area, dann kümmert sich der JF, MJF oder BJ um die Erstversorgung, Transport zum Taxidermist etc. Dieser verschickt dann die Trophäe mit allen nötigen Papieren. Dauer inkl. Präparation bis zu 6 Monate!!!

Sonnigen Gruß
Christian

P.S. @Kanzler, nur ein kurzer Kommentar: Laut NTB und NAPHA-Zahlen macht der Jagdtourismus in Namibia (etwa 5000 Jäger jährlich) etwa 15% der Gesamteinnamen im Tourismus aus, d.h. 5000 Jäger bringen so viel wie etwa 150.000 "normale" Touristen. DIese Zahlen sind für Namibia erheblich.
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 16. Aug. 2008
573 Beiträge · seit 200716. Aug. 2008 · #5
travelNAMIBIA schrieb:
P.S. @Kanzler, nur ein kurzer Kommentar: Laut NTB und NAPHA-Zahlen macht der Jagdtourismus in Namibia (etwa 5000 Jäger jährlich) etwa 15% der Gesamteinnamen im Tourismus aus, d.h. 5000 Jäger bringen so viel wie etwa 150.000 "normale" Touristen. DIese Zahlen sind für Namibia erheblich.
1. Geld ist nicht alles.
2. Ich habe kein Problem mit Menschen, die Tiere töten, um das Fleisch zu essen - obwohl ich beides nicht tue.
3. Ich halte die für pervers, die sich Leichenteile an die Wand hängen.

Gruß, Kanzler
zuletzt bearbeitet 16. Aug. 2008
463 Beiträge · seit 200716. Aug. 2008 · #6
Hallo Kanzler,

ich sehe das auch sehr ähnlich wie Du!

Menschen erdreisten sich darüber zu entscheiden, wann LEGAL getötet werden kann. Legal heißt für mich in diesem Zusammenhang lediglich, dass genügend Geld geflossen ist.

Spaß am mutwilligen Töten zu haben, hat für mich etwas perverses.

Heike
0
658 Beiträge · seit 200716. Aug. 2008 · #7
Hallo Kanzler, hallo Heike,

vergeßt bitte nicht. daß das Fleisch ja nicht weggeschmissen wird. Vielmehr nehmen die Trophyhunter dem Farmer die Arbeit des Schießens ab und bezahlen noch dafür. Das Fleisch kommt dann in den Verzehr.
Es ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber es ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor !!
Bitte alles auch mal von der anderen Seite betrachten !!

Liebe Grüßle
Ralf !!
Grüßle Ralf
463 Beiträge · seit 200716. Aug. 2008 · #8
Hallo Ralf,

das mag so sein. Ich selber habe ja Freunde, die eine Farm in Namibia haben und war schon dabei, als "Fleischnachschub" erforderlich war, eben einfach zum Essen. Das ist ja auch ok.

Den allermeisten Tieren in Deutschland geht es aufgrund der Masttierhaltung und dem anschließenden Transport in das Schlachthaus sicherlich wesentlich schlechter als den Wildtieren bei Euch. Darüber machen sich die wenigsten Leute Gedanken (denke ich) und konsumieren doch ihr Stück Fleisch.

Was mich an der diskutierten Sache nur abstößt ist die Tatsache, dass Menschen FREUDE daran haben, ein Tier zu erlegen. Es befremdet mich sehr. Denn sie hätten keine Notwendigkeit dazu.

Liebe Grüße

Heike
0
658 Beiträge · seit 200716. Aug. 2008 · #9
Hallo Heike,
das ist eben die andere Seite der Medaille.
Wir gehen hier auch nicht jagen, sondern Fleisch ernten, wenn du verstehst, was ich meine ??
Aber das ist ein Thema, über das man jahrelang diskutieren könnte !!


Grüßle
Ralf !!
Grüßle Ralf
104 Beiträge · seit 200816. Aug. 2008 · #10
Nun muss ich auch noch kurz meinen Senf dazugeben...

Ich habe das Glück gehabt in Namibia einen Deutschen kennengelernt zu haben, der aus D nach Nam ausgewandert ist. Er hatte in D selbst die Jägerprüfung absolviert, um sich auf sein Leben auf einer Farm in der Naukluft vorzubereiten.

Er hatte die folgende Sichtweise auf das Problem, der ich mich 100%ig anschließe und die die Angelegenheit 100%ig trifft:
Etwa:
"Ich verstehe den Farmer, der Abschüsse auf seiner Farm anbietet. Er hat Verantwortung für seine Farm, seine Angestellten, seine Familie. Wenn Wild auf Farmen gehalten werden soll, damit es den Touristen als -optische- Attraktion dienen kann, so muss es auch kontrolliert, dezimiert und letztlich geschossen werden. Warum damit kein Geld verdienen?!
Ich verstehe den "Jäger", der als großer weißer hunter aus Europa oder Amerika kommt, um auf Jagdfarmen eingezäunte Tiere zu schießen nicht."
Wer das tut, zeit in meinen Augen sehr eindrucksvoll, wie wenig an dem angeblichen Tierschutzgedanken dran ist, den deutsche -und wohl auch schweizer- Jäger gern als Alibi für ihr Hobby geben.
Tiere müssen wohl, ob in Europa oder Afrika, geschossen werden. O.K. Aber das ganze unter dem Deckmantel des Tierschutzes und der angeblichen Naturverbundenheit zu betreiben, scheint mir scheinheilig.
Jagd ist wichtiger Wirtschaftsfaktor für Namibia. Keine Frage. Verstehen muss man die Jäger m.E.n. trotzdem nicht...

Allerdings: @kanzler und @heike: Der Adressat Eurer -zu Recht, vielleicht etwas drastisch- geäußerten Antipathie war nicht der Initiator des threads. Es bringt also nichts, ihn anzugreifen.

Gruß

Sven

P.S. Stimmt es eigentlich, dass in einigen Schweizer Kantonen die Jagd seit Jahren verboten ist und das Zusammenleben mit der Natur trotzdem funktioniert?
Meine Reiseseite Namibsand.de mit Reiseberichten, dem Afrika-ABC, einer Tierdatenbank und einer Menge Tipps und Trick zu Reisen nach Namibia und Südafrika
zuletzt bearbeitet 16. Aug. 2008
77 Beiträge · seit 200616. Aug. 2008 · #11
Hallo sven.kallies,

Es stimmt, dass im Kanton Genf jedenfalls die Jagd vor vielen Jahren abgeschafft worden ist.
Allerdings müssen dort die Wildhüter regelmässig Wildschweine abschiessen, weil diese sonst zu grosse Schäden im Kulturland verursachen würden.

Grüsse 🙂 Pete
zuletzt bearbeitet 16. Aug. 2008
Themenstarter37 Beiträge · seit 200816. Aug. 2008 · #12
Danke für die angeregte Diskussion,

nur soviel: Mein Sohn hat die letzten 8 Wochen auf die Schule in Namibia beucht und auf der Farm seiner Gasteltern gearbeitet. Da er auch in Deutschland die Jagd ausübt, wurde ihm der Abschuss von seinen Gasteltern erlaubt - nicht wegen der Trophäe, sondern weil das Fleisch zum Verzehr auf der Farm bestimmt war.
Wir fliegen am Donnerstag auch nach Namibia und fahen mit beiden Kindern in den Caprivi und nach Etosha - ohne Gewehr, nur mit einer Kamera "bewaffnet".

Gruß Maulöwe
463 Beiträge · seit 200716. Aug. 2008 · #13
Hallo Sven,

dank Dir für Deinen Beitrag, denn ich gut nachvollziehen kann!

LG Heike
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658 Beiträge · seit 200722. Aug. 2008 · #14
Hallo Maulöwe,

ich kann Dich und deinen Sohn gut verstehen.
Auch ich habe mir die Hörner von den Tieren aufgehoben, die ich als erstes von der Jeweiligen Spezies geschossen habe.
Es ist doch ein ganz besonderer Augenblick und hat nix mit Trophäe zu tun, es ist einfach eine Art Erinnerung.
Die Abschüße haben mich auch lange beschäftigt !!
Aber, wir brauchen das Fleisch zum essen !!
In Europa gehst du zum Metzger und holst dein Steak, hier mußt du alles selber machen !!
Und trotzdem ist es immer etwas komisch. Deshalb hab ich mir auch die Gehörne aufgehoben, obwohl sie nicht schön sind !!

Gruß Ralf !!!
Grüßle Ralf
3'175 Beiträge · seit 200622. Aug. 2008 · #15
@ALL!

Und man darf nie vergessen, dass es ohne kommerzielle Jagd(ob man sie mag oder nicht) keine wilden Tiere mehr in Afrika geben wuerde
Gruss Joerg Es gibt NIX, das es nedd gibt
2'048 Beiträge · seit 200722. Aug. 2008 · #16
@Kanzler
1. Geld ist nicht alles.
2. Ich habe kein Problem mit Menschen, die Tiere töten, um das Fleisch zu essen - obwohl ich beides nicht tue.
3. Ich halte die für pervers, die sich Leichenteile an die Wand hängen.
@Kanzler

das ist ja prima zu sagen, Geld ist nicht alles, solange man genügend davon hat oder sich auf ein Sozialsystem stützen kann, dass letztlich jedem ein Existenzminimum sichert.

Armut ist aber sehr relativ!

Wir arrogante Europäer verlangen von einem ganzen Kontinent große Nationalparks zu erhalten, obwohl nicht alle dort jeden Tag ausreichend zu essen haben. Für "Serengeti darf nicht sterben" ist aber heute immer noch genügend Geld zu finden - für Kinderprojekte oder Bildungsprogramme viel schwieriger.

Wenn wir nicht akzeptieren, dass Afrika seine natürlichen Schätze bestmöglich vermarktet, so erreichen wir nur, dass die Akzeptanz zum Erhalt dieser Schätze schnell zusammenbrechen wird. Schon jetzt drängen angrenzende Kommunnalfarmer z.B. in den Etosha-Park, mähen dort Gras und weiden ihre Tierherden.

Kürzlich gab es im Forum eine Aufregung über die beschlossene Reduktion von Elefanten in RSA. Wir schießen einen Braunbären ab, nur weil er gefährlich werden könnte. Dort (wie auch in der Etosha) zerstört eine Überpopulation von Elefanten das gesamte Biotop. Die Wiederherstellung von Wandermöglichkeiten würde erhebliche Schäden oder Eingriffe in landwirtschaftliche Flächen bedeuten. Da geht es nicht um ideelle Wertvorstellungen sondern um die Lebensgrundlage der davon betroffenen Menschen. Und die haben i.d.R. keine Alternative und kein Sozialsystem.

Ich finde es gut, wenn Afrika lernt mit seinem Reichtum vernünftig umzugehen. Wir beobachteten letzte Woche im Huab-Tal eine Herde von 11 Wüstenelefanten, dabei war ein junger Bulle. Gerade aktuell wurden auch hier Abschussgenehmigungen erteilt. Auch wenn für dich Kanzler Geld nicht alles ist, die hierfür zu zahlenden 30- 60.000 € sind für ein Land wie Namibia eine ganze Menge.

Ich saß letzten Sonntag in Joe's Beerhouse. Nebenan andere Gäste, die ebenso wie ich ein super Zebrasteak genossen haben. Dabei haben diese Gäste sich ebenfalls heftig über die Jäger aufgeregt, die ihren Jagderfolg im Joe's gefeiert haben. Ich esse gern Fleisch und akzeptiere, dass dafür Tiere getötet werden. Ich liebe Leder und habe mir auch dieses Jahr Kudulederschuhe gekauft. Meine Freunde tragen überwiegend Robbenlederstiefel bei ihrer Arbeit. Auch das sind von mir gewünschte und akzeptierte Nutzungen der natürlichen Ressourcen in Namibia. Genau wie der Jagdtourismus. Wer dies wie Kanzler nicht akzeptieren will, der ist sehr nahe daran, Ländern wie Namibia wesentliche Wirtschaftssektoren wegzunehmen ohne dass sinnvolle Alternativen möglich sind. Diese moralisierende Fremdbestimmung im Kolonialstil sind geeignet neue Armut zu erzeugen. Und zu vermeintlich besseren Fleischjagd auf den Farmen: Oft wird nachts mit starken Scheinwerfern den Tieren zwischen die dann hell leuchtenden Augen geschossen. Es ist dabei nicht immer möglich führende Muttertiere zu schonen. Da ist mir eine selektive Jagd am Tage lieber.

Ich respektiere durchaus, wenn sich Menschen anders entscheiden, kein Fleisch, keine Milch oder Eier mehr essen wollen, Kunststoffschuhe tragen etc. aber ich kenne nur wenige, die dies wirklich tun. Alles andere ist aber inkonsequent und scheinheilig.

Viele Grüße

jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
33,1k Beiträge · seit 200622. Aug. 2008 · #17
@Jaw
Danke, für Deine absolut nachvollziehbare Nachricht. Endlich einmal jemand, der die Zusammenhänge verstanden hat und es richtig darstellt und das ganze Thema nicht nur einseitig betrachtet. Ich bin 100%ig Deiner Meinung!

Beste Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
104 Beiträge · seit 200822. Aug. 2008 · #18
Hallo,
ich muss gestehen, ich habe einen Moment mit mir selbst gehadert, ob ich antworten oder ob diese unrühmliche Diskussion endlich einfach sterben sollte.

Vielleich nur so viel: Niemand (und ich vermute mal, auch kanzler nicht) bestreitet, dass Tiere auf die eine oder andere Art dezimiert, kontrolliert und somit getötet werden müssen. Gehen wir davon aus, dass das halt zum Leben gehört, eine ehrenvolle, notwendige und normale Aufgabe ist.
Aber:
Ich esse gern Fleisch, auch hier in Deutschland. Dazu müssen Tiere qualvoll gehalten und geschlachtet werden (ob das Halten und Schlachten auch besser machbar wäre, sei mal dahingestellt.) Ich bin den Leuten, die ihr Handwerk beherrschen und auf dne Schlachthöfen mit der Tierverarbeitung ihr Geld verdienen dankbar dafür, dass sie ihren notwendigen Job erledigen. Wenn das aber jemand freiwillig, aus Lust am Töten machen würde, hätte derjenige in meinen Augen definitiv eine Vollmeise.
Ich danke den Blauhelmen, die in Afghanistan Dienst schieben und die Interessen des Teils der Erde, den wir als freie Welt bezeichnen, wahren. Würde jemand nach Afghanistan reisen, um dort für Geld Soldat spielen zu dürfen, wäre der im meinen Augen schwerst gestört.
Also noch mal: Wer nach Afrika mit dem Gedanken reist, dort ein Tier zu schießen, von dem er weiß, dass es nur dafür gehalten wurde, damit er den Abzugsfinger krümmen darf - gaga!
Es gibt keine einfachen Lösungen. Schon gar nicht in Namibia und schon gar nicht was Jagd als solche angeht. Aber die kommerzielle Jagd als Allheilmittel darzustellen und den weißen Massa, der kommt, um ein Löwenfell über seinen zigtausen-Euro-Kamin hängen zu dürfen, quasi heilig zu sprechen, ist dann doch etwas zu viel des guten.
Ob und in wie fern der Fortbestand des wilden Tieres in Afrika von der Fortführung der -komerziellen- Jagd abhängt, wage ich nicht zu beurteilen, doch bleiben in mir in dieser Hinsicht auf jeden Fall Zweifel zurück. Dass bei der Fleischjagd mit Sicherheit auch Fehler passieren - klar. Dass in dieser Hinsicht Verbesserungsbedarf besteht - klar!
Dass wir weißen und fetten Europäer den Namibianern in keiner Hinsicht einen Vorwurf machen brauchen, wenn wir nicht einmal einen Bären dulden können und uns in dieser Hinsicht bis aufs Blut blamiert haben - klar!
Und dennoch: Der große weiße Jäger (also der, der aus D oder CH oder GB oder US oder... anreist, um in Namibia töten zu dürfen) ist in meinen Augen ein armes Würstchen.

Sven

P.S.
Endlich einmal jemand, der die Zusammenhänge verstanden hat und es richtig darstellt und das ganze Thema nicht nur einseitig betrachtet.
Na wenn das nicht einseitig war und die Attacken gegen kanzler nicht massiv unfair und persönlich beleidigend, dann weiß ich auch nicht weiter...
Meine Reiseseite Namibsand.de mit Reiseberichten, dem Afrika-ABC, einer Tierdatenbank und einer Menge Tipps und Trick zu Reisen nach Namibia und Südafrika
zuletzt bearbeitet 22. Aug. 2008
33,1k Beiträge · seit 200622. Aug. 2008 · #19
Moin nochmal,

nur ganz kurz, da ich eigentlich auch nichts mehr zu dem never-ending Thema schrieben möchte.
Meine vorherige Nachricht war nicht gegen kanzler oder sonstwen direkt, sondern sollte lediglich deutlich machen, dass ich mit jaw übereinstimme und jemand neutrales, der nun kein Jagdliebhaber aber auch kein Hasser ist einmal deutlich gemacht hat worum es eigentlich geht...

Schönene Abend und viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
573 Beiträge · seit 200722. Aug. 2008 · #20
Ich kann sven.kallies weitgehend zustimmen. Auch als jemand, der selbst kein Fleisch (mehr) isst (der wichtigste Grund für diese vor vielen Jahren getroffene Entscheidung war übrigens die absurde Massentierhaltung in Europa inklusive der Qualtransporte zu den Schlachthöfen) akzeptiere ich sehr wohl, dass andere Menschen Fleisch essen und dass dafür auch getötet werden muss. Ich habe auch kein Problem damit, für Fleisch essenden Gästen Fleisch zuzubereiten und zu servieren. Dabei ist mir der "Nahrungslieferant in Freiheit lebendes und gejagtes Tier" allemal lieber, als ein Turboschwein aus dem vollautomatischen Stall. Was ich damit sagen will: Wenn ein Tier in Freiheit lebt, dann irgendwann erschossen wird, ohne groß leiden zu müssen, findet das meine Akzeptanz deutlich eher, als die europäischen (Qual-) Massentierhaltungen.
Meine gesamte Ablehnung gehört allerdings dem Jagdtourismus - egal wo. Besonders verwerflich ist meiner Ansicht nach die (Trophäen-) Jagd auf Tiere, deren Fleisch dann nicht gegessen wird.
Besser als im folgenden Zitat könnte ich meine Meinung nicht formulieren:
sven.kallies schrieb:
(. . .)
Und dennoch: Der große weiße Jäger (also der, der aus D oder CH oder GB oder US oder... anreist, um in Namibia töten zu dürfen) ist in meinen Augen ein armes Würstchen.

Sven
(. . .)
Viele Grüße, Kanzler