Keine Fernreisen mehr...

9 Antworten · 2'346 Aufrufe · gestartet 22. Mai 2008 von Guido.
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2'772 Beiträge · seit 200622. Mai 2008 ·
darauf kann ich nur antworten:
"... sagt ein Esel zum anderen "Langohr"..."
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind. Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist. Fotobuch Caprivi/Botswana 2024: https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955 Fotobuch Kruger National Park 2025: https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
4'451 Beiträge · seit 200822. Mai 2008 ·
und ich möchte den mal fragen , wo er in den letzten Jahren in Urlaub war und wie er dorthin gekommen ist????
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
140 Beiträge · seit 200622. Mai 2008 ·
Allein diese Forderung ist schon ein Beitrag zur (geistigen) Umweltverschmutzung!!!!
ccccccccccccc
2'612 Beiträge · seit 200722. Mai 2008 ·
Unrecht hat Töpfer nicht. Viele von uns hoffen doch, dass der Niedergang der Erde bitte sehr nach ihrem Ableben stattfindet...
Bye bye Forum
ThemenstarterGast22. Mai 2008 ·
Naja, Reformen finden wir bekanntlich alle gut - aber nur bei den anderen. Die eigenen Pfründe werden immer verteidigt. Das hier niemand auf Afrikareisen verzichten möchte, ist insofern erst einmal nicht verwunderlich.

Was mich bei den Klimadiskussionen extrem ärgert, ist die Tatsache, dass die Politik sich immer nur an den Bereichen abarbeitet, bei denen es derzeit noch keine echten Alternativen gibt. In den Bereichen, in denen wir schon heute locker viel CO2 vermeiden könnten, passiert nahezu nichts.

Und so wird das Fliegen verteufelt. Fliegen ist bei längeren Strecken aber alternativlos. Warum macht man nicht einfach CO2-Zertifikate (atmosfair, myclimate o.ä.) bei der Buchung von Flügen zur Pflicht? Wenn man sieht, was ein Namibiaurlaub kostet, dann werfen knapp 100 EUR mehr doch niemanden aus der Bahn. Der Flug wäre dann komplett CO2-neutral und die beknackten Diskussionen könnten aufhören. Ein Flug von Hamburg nach Paris und zurück würde dann z.B. etwa 9 EUR mehr kosten. Würde das irgendjemanden vom Flug abhalten? Nein.

Wir haben auch eine tolle "Ökosteuer" in Deutschland. Würde man nur die Hälfte der "Ökosteuer" auf Benzin und Diesel für sinnvolle Ökoprojekte einsetzen, so ließe sich damit theoretisch der CO2-Ausstoß des gesamten Straßenverkehrs in Deutschland kompensieren*. Stattdessen wird mit der "Ökosteuer" unser marodes Rentensystem künstlich am Leben gehalten und Autofahren verteufelt. Super so eine "Ökosteuer".

Zum Heizen bekommt immer noch die Mehrheit der Häuser eine Öl- oder Gasheizung. Hier gibt es schon lange jede Menge bewährte Alternativen, die bei richtiger Planung ohne Subventionen rentabel sind, z.B. Wärmepumpen aller Art, Solarthermie, Pelletsheizungen, Holz- und Strohvergaser, etc. Jede heute neu verbaute Öl- oder Gasheizung schreibt wieder einen bestimmten Öl- oder Gasbedarf für die nächsten 15-30 Jahre fest - und natürlich die entsprechenden CO2-Emissionen aus fossilen Energieträgern. Wie kann man das zulassen, wenn wir angeblich kurz vor dem Klimakollaps stehen? Warum dürfen wir nicht mehr fliegen, wenn durch Änderungen beim Heizen schmerzfrei viel mehr CO2 gespart werden könnte? Genau so ein Unsinn: Für jede Tonne CO2, die in Deutschland durch die absurd hoch geförderte Photovoltaik vermieden wird, ließen sich eigentlich ca. 25 Tonnen CO2 vermeiden. Man müsste das Geld nur sinnvoller einsetzen. Dem Klima ist schließlich völlig egal, wo und wie das CO2 eingespart wird.

*Atmosfair braucht derzeit z.B. 0,023 EUR, um mit entsprechenden Projekten 1 kg CO2 zu vermeiden. Aus einem Liter Sprit entstehen ca. 2,5 kg CO2. Wir zahlen auf einen Liter Sprit aktuell 0,153 EUR Ökosteuer.
2'612 Beiträge · seit 200722. Mai 2008 ·
Guido,

volle Zustimmung zu Deinen Punkten, die Politik versagt (fast) völlig. Dabei ist die deutsche Umweltpolitik noch vergleichsweise fortschrittlich.

Politiker sträuben sich aus Angst vor Abwahl oft hartnäckig, sachgerechtere Entscheidungen zu treffen - oft erst dann, wenn es wirklich nicht mehr anders geht (siehe z.B. Renten"reform"). Man darf sicherlich nicht zuviel von ihnen erwarten, jede(r) sollte daher bei sich anfangen...
Bye bye Forum
355 Beiträge · seit 200622. Mai 2008 ·
Hallo,

natürlich stößt ein solcher Vorschlag in einem Reiseforum auf Unverständnis.
Auch ich möchte nicht auf Fernreisen verzichten.
Aber ich versuche es für mich persönlich so zu gestalten das ich nicht mehrmals 2 Wochen verreise, sondern versuche Urlaube zusammenzufassen und möglichst lange Zeit in einem Urlaub verbringe auch wenn ich dafür dann länger darauf warten muss. Dafür spare ich dann aber einen Fernflug ein und überbrücke die Wartezeit hier im Forum. Aber oft spielt bei längeren Urlauben, die über die gewohnten 14Tage hinausgehen, der Arbeitgeber nicht mit. Leider.

Viele Grüße
peter
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1'335 Beiträge · seit 200622. Mai 2008 ·
Man muss diesen Artikel differenziert betrachten.
Was Töpfer in einen Topf wirft, ist der Zusammenhang zwischen Fernreisen und mehr Zeit für die Familie. Den Zusammenhang möchte ich gerne näher erklärt haben, ich sehe nämlich keinen.

Töpfer stellt weiter einen Zusammenhang zwischen Klimapolitik, der eigenen Lebensentwürfe und den wirtschaftlichen Erfolgen her.
M.E. meint Töpfer, dass der persönliche wirtschaftliche Erfolg dazu führe, dass sich das Verhalten klimaschädlich verändert. Praktisch ausgedrückt geht er also davon aus, dass Menschen mit mehr Geld vermehrt in ferne Regionen reisen, diese auf dem Rücken hoher CO2-Emmissionen stattfinden. So verstehe ich ihn. Er kritisiert nun, dass der Klimawandel besonders durch die wirtschaftlich besser Gestellten angetrieben wird, aber alle Menschen die Konsequenzen tragen müssen. Töpfer weist verstärkt darauf hin, dass die Armen in besonderer Weise nachteilige Folgen des Klimawandels tragen müssten.

Im Grunde hat er an vielen Stellen Recht. Arme müssen mehr unter dem Klimawandel leiden, Bessergestellte reisen gerne, auch in ferne Länder.

Es ist, m.E. auch nicht verkehrt auf das hinzuweisen. Doch vermisse ich, dass er seine Aussagen in einen Kontext stellt, der die Relevanz deutlich macht.
Die höchsten Raten der CO2-Emmissionen werden durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe erreicht. Da ist vor allem Industrie und auch der normale Straßenverkehr betroffen.
Hat Töpfer etwas zur Verkehrspolitik geäußert? Nein.
Hat er den zunehmenden Lastentransport über die Straße thematisiert? Nein.
Industrieanlagen waren auch genannt? Nein.
Hat er sich über die zunehmende Profitgier von Unternehmen geäußert? (Nokia liefert nun von Rumänien aus, das wird auch mehr CO2 kosten.
Hat er darüber gesprochen, dass mehr Firmen dazu bereit sind, Umweltvergehen zu bagatellisieren? Nein. Unternehmen können ja sogar politisch korrekt Ablassbriefe für Umweltschädigung kaufen!

Töpfer klagt hier also in erster Linie den Otto-Normal-Verbraucher an. Der wirtschaftlich hoch Erfolgreiche wird sich für die Zeilen Töpfers wohl kaum interessieren, Adressaten sind also die reflexionsfähigen Normalos. Nicht akzeptabel ist, dass Töpfer bei dieser Zielgruppe bleibt und dadurch Industrie und Verkehrspolitiker sowie Öffentliche Transportunternehmen die Hände in den Schoß legen können. Wir haben ja jetzt einen, der als Sündenbock gilt.

Wir müssen die Grundanliegen von Töpfer uns durch den Kopf gehen lassen. Wir müssen darüber sprechen, ob man nicht auch im Flugverkehr alternative Energien nutzen kann. Wir müssten die Fluggesellschaften auffordern, dass diesbezüglich geforscht wird und dass wir ein Interesse daran haben, klimaverträglich zu reisen. Die Verminderung von Reisen an sich wird dieses Problem nicht lösen! Gäbe es Angebote von Flugreisen, die weniger Kohlenstoffdioxid ausstoßen, dafür aber teurer sind, würden wir diese nutzen?
Ich hoffe ja!

Wir sollten darüber nachdenken, ob die in den letzten Jahren entstandenen billigen Kurztrips erhalten werden müssen. Ihr seht doch selbst die Entwicklung, dass ein Flug nach Barcelona weniger kostet, als wenn ich einmal mit dem Taxi fahre. Ja sogar ein Bahnticket nach Hamburg kostet ein Vielfaches mehr!
Ist es richtig, dass ich für 1 € nach Oslo, Madrid, London oder Mailand fliegen kann?

Cora
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2'612 Beiträge · seit 200722. Mai 2008 ·
Parnassia schrieb:
Man muss diesen Artikel differenziert betrachten.
Was Töpfer in einen Topf wirft, ist der Zusammenhang zwischen Fernreisen und mehr Zeit für die Familie. Den Zusammenhang möchte ich gerne näher erklärt haben, ich sehe nämlich keinen.

Töpfer stellt weiter einen Zusammenhang zwischen Klimapolitik, der eigenen Lebensentwürfe und den wirtschaftlichen Erfolgen her.
M.E. meint Töpfer, dass der persönliche wirtschaftliche Erfolg dazu führe, dass sich das Verhalten klimaschädlich verändert. Praktisch ausgedrückt geht er also davon aus, dass Menschen mit mehr Geld vermehrt in ferne Regionen reisen, diese auf dem Rücken hoher CO2-Emmissionen stattfinden. So verstehe ich ihn. Er kritisiert nun, dass der Klimawandel besonders durch die wirtschaftlich besser Gestellten angetrieben wird, aber alle Menschen die Konsequenzen tragen müssen. Töpfer weist verstärkt darauf hin, dass die Armen in besonderer Weise nachteilige Folgen des Klimawandels tragen müssten.

Im Grunde hat er an vielen Stellen Recht. Arme müssen mehr unter dem Klimawandel leiden, Bessergestellte reisen gerne, auch in ferne Länder.

Es ist, m.E. auch nicht verkehrt auf das hinzuweisen. Doch vermisse ich, dass er seine Aussagen in einen Kontext stellt, der die Relevanz deutlich macht.
Die höchsten Raten der CO2-Emmissionen werden durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe erreicht. Da ist vor allem Industrie und auch der normale Straßenverkehr betroffen.
Hat Töpfer etwas zur Verkehrspolitik geäußert? Nein.
Hat er den zunehmenden Lastentransport über die Straße thematisiert? Nein.
Industrieanlagen waren auch genannt? Nein.
Hat er sich über die zunehmende Profitgier von Unternehmen geäußert? (Nokia liefert nun von Rumänien aus, das wird auch mehr CO2 kosten.
Hat er darüber gesprochen, dass mehr Firmen dazu bereit sind, Umweltvergehen zu bagatellisieren? Nein. Unternehmen können ja sogar politisch korrekt Ablassbriefe für Umweltschädigung kaufen!

Töpfer klagt hier also in erster Linie den Otto-Normal-Verbraucher an. Der wirtschaftlich hoch Erfolgreiche wird sich für die Zeilen Töpfers wohl kaum interessieren, Adressaten sind also die reflexionsfähigen Normalos. Nicht akzeptabel ist, dass Töpfer bei dieser Zielgruppe bleibt und dadurch Industrie und Verkehrspolitiker sowie Öffentliche Transportunternehmen die Hände in den Schoß legen können. Wir haben ja jetzt einen, der als Sündenbock gilt.

Wir müssen die Grundanliegen von Töpfer uns durch den Kopf gehen lassen. Wir müssen darüber sprechen, ob man nicht auch im Flugverkehr alternative Energien nutzen kann. Wir müssten die Fluggesellschaften auffordern, dass diesbezüglich geforscht wird und dass wir ein Interesse daran haben, klimaverträglich zu reisen. Die Verminderung von Reisen an sich wird dieses Problem nicht lösen! Gäbe es Angebote von Flugreisen, die weniger Kohlenstoffdioxid ausstoßen, dafür aber teurer sind, würden wir diese nutzen?
Ich hoffe ja!

Wir sollten darüber nachdenken, ob die in den letzten Jahren entstandenen billigen Kurztrips erhalten werden müssen. Ihr seht doch selbst die Entwicklung, dass ein Flug nach Barcelona weniger kostet, als wenn ich einmal mit dem Taxi fahre. Ja sogar ein Bahnticket nach Hamburg kostet ein Vielfaches mehr!
Ist es richtig, dass ich für 1 € nach Oslo, Madrid, London oder Mailand fliegen kann?

Cora
Cora,

ich hätte es nur schlechter formulieren können - mind. 98% Zustimmung 😉

Was den Zusammenhang zwischen Fernreisen und mehr Zeit für die Familie betrifft, hat vielleicht der Autor gekürzt. Könnte folgendermaßen gemeint sein: statt für einen Euro ins zugegebenermaßen schöne Barcelona zu fliegen, könntest Du Dich vielleicht mehr um das Befinden Deiner Mutter kümmern und mit selbst gebackenem Kuchen auf dem Fahrrad daherkommend überraschen 😉

Im Ernst: der Artikel scheint mir verkürzt zu sein, da hat der Autor vergeblich versucht, den Link zwischen Klimapolitik und Kirchentag darzustellen...
Bye bye Forum