In 3 Wochen von Windhoek nach Kapstadt?

15 Antworten · 3'679 Aufrufe · gestartet 19. Juli 2005 von Gast
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ThemenstarterGast19. Juli 2005 ·
Ich war noch nie südlicher als Marokko, hab aber jetzt den Auftrag, eine Reise von Windhoek nach Kapstadt oder umgekehrt zu organisieren. Für 3 Wochen.

Könnt ihr mir weiterhelfen?

Ich weiß noch nicht mal, ob die Zeit für eine einigermaßen relaxte Tour ausreicht.

Auch finanztechnisch scheint das Ganze eine Herausforderung zu sein. Und: Wie wichtig ist es, Unterkünfte vorab zu buchen? Wir wollen im Dez. oder Jan. fahren.

Vielen Dank für eure Einschätzung und etwaige Tipps!
ThemenstarterGast19. Juli 2005 ·
Hallo Andrea,
um Dir das Leben etwas leichter zu machen, kann ich Dir dazu einen Vorschlag unterbreiten: es gibt bei Iwanowski eine Selbstfahrertour - Afrikas unberührter Westen ( oaä) - eine Selbstfahrertour incl. Flug, Auto und Unterkünfte von Kapstadt nach Windhoek ( oder umgekehrt) in 21 Tagen. Klingt doch ganz gut - oder ?! Ich würde in Kapstadt anfangen, weil es dann dort wirklich schön ist - Hochsommer. Dann führt die Tour langsam an der Küste entlang nach Norden - über Langebaan, Clanwilliam, Springbock, Keetmanshoop, Fish-River Canyon, Tirasberge, Sossusvlei, Windhoek. Das ist eine schöne geruhsame Tour für 3 Wochen. Und man muss so eine Tour ja nicht von der Stange kaufen, will sagen: da kann man immer noch etwas ändern - an Aufenthaltsdauer oder Unterkünften z.B. Schau doch mal bei www.afrika.de nach, ob die Tour noch angeboten wird. Falls Interesse, dann kann ich Dir sicher auch den einen oder anderen Änderungstipp geben - wir haben die Tour nämlich mal gemacht.
Gruß Joli
ThemenstarterGast19. Juli 2005 ·
Hallo, Joli!

Danke für deinen Tipp!

Die Tour hab ich gefunden und sie trifft genau, was wir uns vorgestellt haben. Ausgenommen der Preis - aber da kann man wohl nichts machen 😢 , oder? Ist wohl illusorisch, dass man auf eigene Faust billiger wegkäme, als wenn man ein Paket bucht.

Kosten individuelle Änderungen an so einem Paket noch was extra? Dazu hab ich auf der Seite nichts gefunden.

Natürlich nehme ich deine Änderungstipps sehr gerne entgegen. Denn auch wenn ich dir jetzt vielleicht geizkrägisch vorkomme. Alles Jammern hilft nichts: Ich muss jetzt endlich Afrika sehen!!!! Und ich freu mich sehr über Tipps, die mir helfen, einen perfekten Urlaub daraus zu machen.

Nochmals vielen Dank und genauso viele Grüße!
ThemenstarterGast19. Juli 2005 ·
Hallo Andrea

Ich habe mir die Tour mal angeschaut. Wir haben letztes Jahr etwas ähnliches gemacht (von und nach Windhoek ohne Kapstadt) und die Tour sehr genossen. Unter www.big5.ch hat es einige Bilder der Tour. Wir haben das Ganze ohne Buchung mit einem 4x4 Fahrzeug mit Dachzelt gemacht (4x4 ist absolut nicht nötig, da war aber das Zelt drauf!)
Das Zelt mit gelegentlichem Aufenthalt auf einer Gästefarm oder Lodge ist sicher eine preislich interessante Alternative zur gebuchten Tour. Sie ist auch flexibler, weil Du keinen vorgegebenen Zeitplan hast. Wo es in Namibia gute Campingübernachtung gibt erfährst Du unter www.thomasrichter.de

Chrigu
ThemenstarterGast19. Juli 2005 ·
Hallo Andrea,
ich habe mir die Ausschreibung gerade auch mal angesehen - eigentlich kann man über den Preis nicht meckern. Für 3 Wochen incl. Flug, Mietwagen und Unterkünften für ca. 2.600 € pro Person - billiger wirds kaum gehen - es sei denn, wie Chrigu sagt - mit Campen, zumindest gelegentlich. Da ist dann allerdings das Auto wieder teurer. Mit Freude habe ich bei dem Angebot gesehen, dass ein paar Unterkünfte, die absolut nicht nach unserem Geschmack waren, inzwischen auch nicht mehr im Angebot sind. Das einzige, was mich jetzt noch an dem Paket stört, wäre der 2-tägige Abstecher in den Kgalagadi Trans Frontier Park /Twee Revieren. Ich weiß, dass in diesem Punkt die Meinungen sehr auseinander gehen - aber wir fanden den Park absolut unattraktiv, den Weg dorthin und die Verpflegung im Parkrestaurant unzumutbar schlecht. Allerdings würdet Ihr auf Eurer Tour ja nicht nach Etosha kommen - da bekommt der Kgalagadi-Park natürlich eine andere Bedeutung. Aber - wofür immer Ihr Euch entscheidet - mit 2.600 € pro Person seid Ihr gut bedient; es dürfte schwer werden, das zu unterbieten.
Gruß Joli
ThemenstarterGast19. Juli 2005 ·
mich interessiert diese tour auch, leider kann ich sie auf afrika.de nicht finden, da habt ihr mir etwas vorraus!

Ein tip an welcher stelle ich sie finde wäre nett.
ThemenstarterGast19. Juli 2005 ·
Hallo

Da sieht man mal wie Meinungen ausiender gehen können.

Ich liebe den Kgalagadi Trans Frontier Park und Twee Revieren.

Was das Essen dort angeht war ich auch zufrieden. Man muss schon bedenken wo man sich befindet. Aber jedem das seine. Wenn man schöne Hotels haben will reicht ja auch Mallorca.

Warum soll man nicht von hier aus nach Etosha ??? Versteh ich nicht. Kein Problem. Südlich von Twee Riveeren bei Rietfontein Richtung Westen durch die Wüste bis Keetmannshoop.

Das ist auch Landschaftlich reizvoll. Von Keetmanns würde ich nicht über die Teerstrasse nach Windhuk. Viel schöner ist es durch Naukluft und Sossusvlei und dann durch den Kuiseb Canyon nach Sawkopmund. Billigere Unterkinft gibt es dann in Hentjee Bay wo es auch leckeren Fisch gibt. Von Hier aus Richtung Spitzkoppe und Khorixas nach Outjo und Etosha. Die Zeiteinrteilung muss aber stimmen.

Ich wünsche jedenfalls eine gute Reise und erlebe Afrika mit allen Sinnen wie ich gerne sage.

Besuch meien HP da gibt es einiges über die Region.

http://georgruf-online.de.vu/

Grüsse Georg
ThemenstarterGast20. Juli 2005 ·
@gast

ist doch gar nicht sooo schwer:

bei www.afrika.de klickst du "südafrika" an, schaust dir dann die linke leiste an, wo du dann unter dem punkt "reisen" auch die selbstfahrertouren findest.
dies anklicken und zum untersten eintrag gehen, der da heisst "unberührter westen" - und siehe da..... 😉
ThemenstarterGast20. Juli 2005 ·
Hi Andrea!
Wir haben auch selbige Tour gemacht, allerdings auch von Kapstadt nach Windhoek. Das bietet sich alleine wegen der Preise der Mietautos an, die sind von Südafrika aus weitaus billiger und das kann bei einer 3-Wochen-Tour ein gewaltiger Posten sein. Ich hab mir damals den Katalog vom Iwan vorgenommen, denn die Tour ist wirklich gut - danke Mikel 😄 - und hatte innerhalb von 3 Tagen alle Unterkünfte per Mail oder telefonisch gebucht 🙂
Was den Kgalagadi betrifft - hier laufen natürlich nicht die Tiere so in Massen rum, wie in der Etosha, aber landschaftlich ist dieser Park ein Gedicht und ich fand es auch ursprünglicher. Dabei konnten wir über das Essen (und Trinken 😄 ) auch nicht meckern und auch der Store hatte alles vorrätig, was man zum Selberbrutzeln so braucht.
Ein absolutes Highlight fand ich die Augrabies Falls, mit der Wandermöglichkeit. Also - nur Mut! Selbstbuchen ist absolut easy und spart Geld. Für weiter Infos schreib mir ne PN.
LG von Catbird 8)

PS an Joli: nachgemacht!!!!! 😄
ThemenstarterGast20. Juli 2005 ·
Hallo Andrea

Dezember bis mitte Januar sind die grossen Schulferien in Südafrika.

Es ist das reinste Gettho. In Cape Town und entlang der Küste sind die Unterkünfte doppelt so teuer wie normal, überall Verkehrsstaus und auch die Nationalparks und Lodgen in Namibia sind mit Südafrikanern geflutet.

Südafrikaner (meist die mit burischer Abstammung...) nehmen überhaupt keine Rücksicht auf ihre Umgebung. Auf jedem Camp ist es Nachts laut und das nervt mit der Zeit.

Gegen ende Januar ist es dann wieder paradiesisch ruhig.

Wenn euer Budget schmal ist, würde ich in Cape Town einen Kleinwagen (VW Golf...) mieten und mit Zelt und Campingausrüstung losfahren. Auf der ganzen Route gibt es geniale Zeltplätze wo man das "Outdoor Feeling" geniesen kann. Als wir noch knapp bei Kasse waren sind wir einmal mit dem Golf durch ganz Namiba, durch das Kaokaland bis fast hoch zum Kunene und rüber zum Kaprivi, weiter nach Vic Falls und über Botswana zurück nach Kapstadt....


Gruss aus Cape Town Tom
ThemenstarterGast20. Juli 2005 ·
Ich fand TWEE REVIEREN von der Unterkunft her OK, recht grosse Bungalows, das Essen musste seinerzeit mittags bereits für das Abendessen vorbestellt werden, da es dann aufgetaut wurde. Es gibt Shop und Tankstelle.
Landschaftlich finde ich den NP traumhaft schön, aufgrund der relativ langen Anfahrt würde ich mindestens 2 Nächte dort bleiben.
ThemenstarterGast20. Juli 2005 ·
Schließe mich A/T an.
Auch wir lieben den Kgalagadi Tr. NP, wunderschöne Landschaft, nicht so voll. Falls Du Dich dafür entscheidest, würde ich aber noch eine Nacht in einem weiteren Camp im Norden des Parks einplanen, da die Entfernungen im Park doch recht groß sind und man ihn so besser kennen lernt.

Schöne Grüße Ina

Endlich ist es bald soweit - im Sept. gehts für 6 Nächte dorthin 😄
ThemenstarterGast20. Juli 2005 ·
Vielen Dank an alle für die wertvollen Tipps!!!

Jetzt sehe ich schon deutlich klarer.

Am liebsten wäre mir eine Kombination aus Camping und festen Unterkünften und ein nicht ganz so festgelegter Zeitplan, so dass man z.B. auch noch mal irgendwo einen Tag dranhängen kann, den man dann an anderer Stelle wieder reinholt. Deshalb hier noch mal meine Frage:

Meint ihr, man kann auch spontan irgendwo einchecken? Ohne Buchung? Zumindest außerhalb der Ferienzeit?

Was mich noch interessiert: Wenn wir dort sind, ist dort unten ja Regenzeit. Sind die Ratschläge, lieber einen 4x4 zu mieten, übertrieben?

Freue mich auf weitere Tipps und Anregungen

Schöne Grüße
Andrea
ThemenstarterGast20. Juli 2005 ·
Für Namibia auf jeden Fall einen 4x4, wenn es im Budget nicht deutlich an die Grenzen stößt. Man fährt komfortabler und beruhigter.

Sicherlich kommst du auch mit einem Polo ans Ziel, aber der Spaß am Fahren und Reisen ist dort wohl eher nicht vorhanden. Eh du also auf den Urlaub verzichten müsstest, dann eher einen Polo. Schlimm wird es nicht sein. Aber die Alternative 4x4 mit Dachzelt, durch den man die beträchtlichen Unterkunftskosten spart, ist sehr attraktiv und dürfte dazu führen, dass man unter dem Strich deutlich weniger ausgibt.
ThemenstarterGast20. Juli 2005 ·
Hallo Andrea

Nach der Ferienzeit braucht es nirgends eine Reservierung.


4*4 nur um nach Windhoek zu fahren ist eher unnötig. Einziger Vorgeil ist die Campingausrüstung die gemietet werden kann.

Ein 4*4 ist mindestens doppelt so teuer wie ein normaler PW und braucht Unmengen von Benzin (12-15 lt auf 100km).

Gruss Tom
ThemenstarterGast21. Juli 2005 ·
Hi Andrea,

teils sind die Tips schon genannt, hier nochmal aus unserer Erfahrung:

1. auf Deiner Strecke ist in 3 Wochen toller Urlaub möglich (s. aber letzter Punkt)
2. es wird relaxter, wenn Du nur für die touristischen Highlights Unterkünfte buchst (wegen der Ferienzeit, die Ihr im Dez/Jan dort habt) und dazwischen immer 1-2 Tage mehr Zeit planst, als eigentlich von den km her notwendig. Ich denke, vor Ort läßt sich dann doch oft noch nachbuchen, wenn es Euch gut gefällt.
3. Wenn Ihr einen größeren Wagen ohne 4x4 nehmt, könnt Ihr a) jede auch schlechtere Schotter- und Wellblechpiste recht problemlos fahren (größere und bessere Reifen, anderes Fahrwerk, Bodenfreiheit, insgesamt angenehmer, höhere Sitzposition z.B. für Tierbeobachtung, weniger Streß, wenn Ihr von 4x4 überholt werdet, die Euch bei Eurem Tempo 70 mit Tempo 90 überholen und die Steinchen an die Scheibe schleudern, usw.)
b) ihr habt mehr Platz und könnt notfalls im Wagen übernachten. Ein Condor, VW Bus, Hilux oder ähnlich ohne 4x4 liegt preislich zwischen 4x4 und normalem PKW; Die Route von Kap nach Windhoek kann in der Miete günstiger sein, aber berechnet auch den OneWay Zuschlag. Beide Richtungen sind m.E. nach reizvoll, das ist nicht entscheidend. Nehmt Ihr einen Golf oder Tazz usw., geht es auch, aber eben mit etwas mehr Streß (s.o.). Ein Zelt und kleines Kochequipment, 1 Grillrost, Kühllbox oder besser Kühlschrank (fragt den Vermieter, ob er das für einen Golf etc. auch vermietet bzw. ob überhaupt Anschlüsse vorhanden sind, Achtung: Batteriebelastung!) und das wärs schon. Ihr könnt auf diese einfache Art wie in Europa auf jedem Zeltplatz übernachten oder auch einfach in der Pampa. Ihr benötigt kein Dachzelt.
4. Ich schließe mich ganz eindeutig der KTP (Gemsbok) - Fraktion an, es ist einer der schönsten Parks, 3 Nächte mindestens (Nossob)! Es sei denn, Tiere sind Euch weniger wichtig. Wie es dort zu Zeiten der Südafrika-Ferien aussieht, weiß ich aber nicht, es könnte sehr voll werden (womit dann z.B. eine Frage der Buchung geklärt wäre: unbedingt reservieren!). Der Park selbst ist problemlos mit PKW zu befahren.
5. Du solltest insgesamt vielleicht anhand von Reiseführern, Zeitschriften usw. vorher klären, ob der Schwerpunkt! der Interessen eher in der Kapregion (vielleicht mit Kaphalbinsel, Tafelberg, etwas Gardenroute, Wein usw. oder in Namibia (Landschaft, Wandern oder oder oder ... )liegen soll. Beides zusammen wird in 3 Wochen dann doch ein wenig heftig, wenn Ihr alles (was ist das eigentlich?) machen wollt.
Viel Spaß beim Planen
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