Route für 18 Tage zu stressig?Camping?

12 Antworten · 2'937 Aufrufe · gestartet 23. Apr. 2008 von Vcurdt
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Themenstarter6 Beiträge · seit 200823. Apr. 2008 ·
Hallo alle zusammen,

ich fahre zum ersten mal nach Namibia (13.8.-1.9.08)und wir sind zu dritt unterwegs mit einem Camping-Jeep um die Natur auf uns wirklen zu lassen und es relativ günstig zu gestallten. Da ich die Fahrzeiten zwischen den Stationen die wir angepeilt haben nicht so richtig einschätzen kann wollte ich euch mal fragen ob ihr dazu was sagen könnt. Manchmal kann ich die Entfernungen auch nicht ganz genau schätzen.
Wie gesagt wir haben 18 volle Tage den Camper.
Tour route ist.

Windhoek
Keetmanshoop
Fischer Canyon
Lüderitz
Sosusvlei (sesriem)
Swakopmund
Khorixas
Opuwo
Etosha
Waterberg
Windhoek
Sind die Entfernung an einem Tag machbar und man hat auch noch Zeit was zu sehen?

Könnt ihr evtl sagen ob das zuviel wird oder man das ganz gut schaffen kann. Wie lange sollte man für Etosha zB. einplanen? 2-3Tage?
und ist es gut machbar allein ohne Safari die Wasserlöcher abzufahren oder sind sie schwer zu finden?

Habt ihr sonst noch Tips für gute Campingplätze? Auch dazu noch eine Frage. Mein Autovermieter sagte man sollte am Besten in der Hochsaison alles vorbuchen, aber hier hab ich häufiger gelesen es sei nicht nötig. Was ist nun richtig?

VIELEN DANK schonmal für eure Antworten und Hilfe

Volker
215 Beiträge · seit 200623. Apr. 2008 ·
Herzlich willkommen Volker 🙂

Die Route ist völlig OK und leicht zu schaffen.

2 Tage Etosha sind meiner Meinung nach ausreichend, drei sind gut.

Die Wasserlöcher sind "unverfehlbar" und eine "Safari" ist völlig unnötig. In den Camps im Etosha NP liegen Bücher aus, in denen ganz aktuelle Wildbeobachtungen der eher seltenen Tiere eingetragen sind. Werft einen Blick rein bevor Ihr losfahrt, dann seid Ihr genauso schlau wie Euer Guide 🙂

Einen Campground werdet Ihr immer finden in dem Ihr einfach auf den Farmen nach einem Stellplatz fragt. Wollt Ihr ganz spezielle Stellplätze haben, dann wird es schwieriger. Dank dieses Forums sind sie bekannt und entsprechend beliebt 😉

Fröhliches weiterplanen!
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1'125 Beiträge · seit 200623. Apr. 2008 ·
Hallo, Volker,
alles machbar. Trotzdem: Schenk Dir Opuwo - Du würdest enttäuscht sein. Was willst Du dort? Schon hast Du einen weiteren Tag gewonnen. Etosha 2, allerhöchstens 3 Tage. Versuche, an den schöneren Stellen 2 Nächte zu bleiben, damit Du einen vollen Tag dazwischen hast. Ich denke - neben Etosha - an Sesriem, AiAis, Waterberg, auch Khorixas u.a. Das ist das höhere Ziel, denke ich. Lüderitz ist irgendwie reizvoll, ich war gerne dort, wäre aber für mich der nächste Streichkandidat. Wenn Du in Swakopmund warst, reicht das eigentlich für den Atlantik. Käme bei einer zweiten Reise dran. Und die kommt, drohe ich Dir an. -
Sesriem und Etosha unbedingt vorbuchen, den Rest auf Risiko, hat bei mir in all den Jahren ausnahmslos geklappt.
Vergnügliche Planung!
Wolff-Rüdiger
Omnia vincit amor
3'491 Beiträge · seit 200623. Apr. 2008 ·
Hallo Volker,
herzlich willkommen bei den Namibia-"Verrückten" - Ihr seid auf dem besten Wege, das auch zu werden.
Die von Dir angedachten Tagesetappen sind machbar - aber dennoch habe ich Bauchschmerzen bei Opuwo-Etosha. Wenn es denn unbedingt so sein soll, dann fahrt auf jeden Fall "oben herum" - also nördlich von Etosha - und dann durch das King Nehale-Tor in den NP.Dann habt Ihr einen Großteil Teerpad und darauf lässt sich die Strecke besser fahren. Aber es gibt auch an der B1 viele Ortschaften ( also was zu sehen) und häufig Tiere auf der Straße ( also aufpassen ).
Etwas lang, aber an einem Tag machbar ist die Strecke Lüderitz-Sossusvlei. Dennoch gebe ich zu bedenken, dass Ihr in 18 Tagen 11 Ziele "abgrasen" wollt. Das ist schon ein bisschen viel - wenn ich daran denke, dass Ihr mindestens 4 Tage schon für Etosha vorbehalten solltet. August/September ist eine wundervolle Zeit für Etosha und den Norden von Namibia - ich rate daher dazu, den Süden ganz wegzulassen und die Tour mit Windhoek-Sossusvlei beginnen zu lassen.Damit hättet Ihr 3-4 Tage gespart und die Tour wird dadurch wesentlich ruhiger - und erlebnisreicher !
In Etosha braucht Ihr keinen Führer; es gibt sehr gute Karten zum Nationalpark, in denen alle Wasserlöcher eingezeichnet sind. Ihr sucht Euch für jeden Tag 2 bis max.3 Wasserlöcher anhand der Sichtungsbücher heraus und verbringt dort den Tag - in der Hoffnung, dass Ihr etwas zu sehen bekommt. Garantieren kann ich für nichts - aber wenn Ihr so vorgeht, ist die Chance seeehr groß.
Für die genaue Routenplanung gibt es hier im Forum eine sehr gute Karte - auch mit Kilometrierung.Außerdem solltet Ihr Euch das Info-Paket vom namibischen Verkehrsbüro bestellen - info@namibia-tourism.de. Das ist nicht nur kostenlos, sondern sehr hilfreich - incl. einer guten Straßenkarte. Und einen Reiseführer solltet Ihr Euch auch noch besorgen - das Forum hier kann zwar viel, aber auch nicht alles leisten. Viel Spaß bei der Planung.
Gruß Joli
Themenstarter6 Beiträge · seit 200823. Apr. 2008 ·
Hi,
das die Zeit das zulässt hört sich schonmal gut an.

Opuwo hab ich gehört, das es ganz nett und interessant sein soll die Himbas zu sehen. Oder ist das schon zu sehr touristisch in das Dorf zu gehen?

Bei Sesrim hatte ich schon an 2 Nächte gedacht, damit man zum morgengrauen da ist und abends nicht noch weiterfahren muss.

Einfache Stellplätze sind vollkommen ausreichend. Gut das man dann flexibel sein kann.

Wisst ihr ob man in den Fischer Canyon runtersteigen kann, da ich irgendwo auch gelesen habe das es verboten bzw zu gefährlich sei? Denn eigentlich bringe ich etwas Bergerfahrung mit... 🙂

Ich hab auch noch nicht so ganz rausgefunden wann die Sonne ca zu der Zeit auf und wieder untergeht. Könnt ihr da zufällig auch behilflich sein?

Danke

Volker
215 Beiträge · seit 200623. Apr. 2008 ·
Von einer Tour in den Fish-River Canyon würde ich Euch abraten. Ihr braucht für eine ordentliche Tour 2-3 Tage, wenn Ihr die rund 500 Meter ab- und wieder aufsteigen wollt und die Karoo-Wüste noch sehen wollt.

Es gibt geführte Touren in den Canyon mit Eseln als Lastenträger.
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Themenstarter6 Beiträge · seit 200823. Apr. 2008 ·
Hallo Joli,
das Reisepaket vom Namibia Toursim hab ich schon hier liegen, nur leider sind da so manche entscheidene Städte (entfernungstechnisch) nicht berücksichtigt gewesen.

Vll kann man dann wirklich Opuwo weglassen und dann direkt zum Etosha. Für die Tips wegen Wasserlöchern bin ich sehr dankbar. und gut das das so funktioniert.

Vor Ort würde ich mir dann auch noch ne genauere Karte besorgen. Nur mit dem Reiseführer bin ich mir nochnicht ganz sicher welcher es wird. Ob Reise Know how oder Lonely planet? mit dem LP bin ich sonst immer ganz gut gefahren, aber beim LP gibt es ja keinen aktuellen nur für namibia...
Könnt ihr zu einem raten?

Grüße
11 Beiträge · seit 200823. Apr. 2008 ·
Hallo Vcurdt,

wir haben im Januar fast die selbe Tour gemacht - auch mit Camper und auch in 18 Tagen. War alles machbar und für uns nicht zu hektisch. Da es kaum Verkehr gibt und die Straßen (auch die Sandpads) gut instand gehalten sind, kann man die Ankunftszeit bis auf eine halbe Stunde genau vorherbestimmen.
Bin ein bisschen unter Zeitdruck und kann jetzt nicht genauer werden.
Wenn Du interessiert bist, schreib mir eine PMS. Ich habe gute Tipps für Campingplätze.
Gruß,
Michael
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3'491 Beiträge · seit 200623. Apr. 2008 ·
Hallo Volker,
Opuwo ist nun wirklich kein "schöner" Ort. Ja - Himba bekommst Du dort hautnah mit, aber auch nicht unbedingt - sorry - als die "schönen Wilden", sondern als bedauernswerte Opfer der Zvilisation, auf deutsch "sturzvoll".Wenn man so etwas gesehen hat, wird man sehr nachdenklich und deshalb halte ich Opuwo für ein lohnendes Ziel - aber kein notwendiges.
Ja - in den Fish-River-Canyon kann man hinabsteigen - auch ohne Bergerfahrung. Man sollte eben nur einigermaßen trittsicher sein. Es gibt auch die Möglichkeit, im dortigen Winterhalbjahr eine 5-tägige Tour am Grund des Canyons zu buchen. Die ist aber nicht ohne und verlangt mehr als nur Begeisterung, weil es so gut wie keine Möglichkeit mehr gibt, zwischendurch wieder auszusteigen.Man muss die 80 km also durchstehen und dabei alles mitschleppen, was man in den 5 Tagen braucht.
Namibia liegt relativ dicht am Äquatator, so dass die Tage einigermaßen gleich lang sind - also Sonnenaufgang gegen 6.00 Uhr und Untergang gegen 18.00. Bloß mal so als Anhaltpunkt.
Als Reiseführer sehr zu empfehlen ist auch der "Iwanowski", der gerade wieder in einer Neuauflage erschienen ist.
Gruß Joli
1'125 Beiträge · seit 200623. Apr. 2008 ·
Hallo, Joli, nur so als Nebenbemerkung. Bist Du Dir wirklich sicher, dass man in den Fish River Canyon noch hinabsteigen darf? Früher war das möglich, und ich habe das vom Aussichtspunkt Hoba eine gewisse Strecke auch gemacht. Aber ich habe jetzt öfters gelesen, dass das mittlerweile verboten sei, auch weiter westlich zu den Schwefelquellen. Hab ich da etwas falsch verstanden?
Guten Abend!
Wolff-Rüdiger
Omnia vincit amor
43 Beiträge · seit 200823. Apr. 2008 ·
Hallo,

Volker, deine Fragen sind sehr gut. ich habe nämlich die gleichen 🙂
Unsere geplante Route verläuft recht ähnlich, nur genau anders rum. Ist das eigentlich egal ob man von Windhoek zuerst nach Süden oder erst nach Norden fährt? Es könnte ja sein, dass man dann z.B. bestimmte Felsformationen oder so nicht sieht wenn man aus der anderen Richtung kommt.
Ich dachte es ist vielleicht sinnvoller zuerst in den Norden zu fahren und später (wenn es schon ein paar Grad wärmer ist) in den Süden.
Wenn Du interessiert bist, schreib mir eine PMS. Ich habe gute Tipps für Campingplätze.
@Michael: Es wäre super wenn du mir die Tipps auch schicken könntest. Danke 🙂
nur leider sind da so manche entscheidene Städte (entfernungstechnisch) nicht berücksichtigt gewesen.

Da hab ich mich auch schon drüber gewundert, dass in der Entfernungstabelle Windhoek fehlt. 🙄
Ob Reise Know how oder Lonely planet? mit dem LP bin ich sonst immer ganz gut gefahren, aber beim LP gibt es ja keinen aktuellen nur für namibia...
Es gibt ja auch auch den von Stefan Loose. ich hab mir heute auch schon überlegt welchen ich kaufen soll. Stefan Loose und Know how sind beide von 2007, Ivanowskis ist von 2008. Welcher ist denn für Individualreisende am besten geeignet?

Gruß
Daniel
11 Beiträge · seit 200823. Apr. 2008 ·
Hallo Daniel,

bevor ich Deine Nachricht gelesen habe, hatte ich schon eine Nachricht an Vcurt gesendet. Hier für Dich und alle Anderen der Wortlaut:

...wir hatten das Glück, auf der Koiimasis-Farm (auch ein guter Camping-Tip) ein deutsches Paar mit Namibiaerfahrung kennenzulernen und uns einige Empfehlungen abholen zu können.
Wir haben dann in Swakopmund im Sophia Dale Restcamp übernachtet (etwas außerhalb, sehr billig, früh gibt's Brötchen).
Wir haben nicht wie ihr es vorhabt Ovamboland bereist sondern stattdessen Brandberg und Twyfelfontain. Auch sehr schön - solltet ihr das auch machen wollen, empfehle ich Mowani Mountain Camp. Das war der schönste Campingplatz, den wir hatten. Man sollte aber vorbestellen.
Am Waterbergplateau waren wir auf Weaver's Rock campen (ehemals Hohenfels). Auch sehr gut. Auf der Rücktour haben wir uns Windhoek geschenkt und sind direkt am Flughafen auf der Ondekarembafarm eingekehrt. Das war etwas teuerer (zu dritt ca. 200 €). Hat sich aber gelohnt. Der Seniorfarmer macht interessante Gamedrives und das Abendessen gibts am großen Tisch mit der ganzen Familie.
Alle beschriebenen Stationen sind von Deutschstämmigen geführt, gut in Schuss und leicht zu googeln.

Im Etoshapark gibt es nur drei staatliche Camps (Halali, Okaukuejo und Namutoni), sonst nix. Wir haben alle drei besucht, jeweils eine Nacht. Namutoni ist sehr touristisch aufgezogen, aber ein Nepp weil teuer und am Wasserloch gab es nicht einmal eine Spinne zu sehen. Halali und Okaukuejo sind aber cool. Zwei Nächte sollte man machen, besser drei - je nach Interesse an den Tieren. Ich habe gehört, dass es südlich der Etoshapfanne viele Möglichkeiten zum Zelten gibt. Das ist bestimmt eine gute Alternative, weil billiger und schöner; allerdings sitzt man dann abends nicht am Wasserloch und das ist ein echtes Highlight.
Bezüglich Sossusvlei kommt man wohl um das Sesriemcamp nicht herum. Man sollte da auch vorbestellen, dann kriegt man einen schönen Platz.

Die Verpflegung in den Supermärkten ist ähnlich teuer wie in Deutschland. In den Lokalen isst man billiger als bei uns. Vielleicht halb so teuer. Besonders schön: eine Flasche südafrikanischen Wein gibt's im Lokal schon für ca. 4€!

Grillen (der Südwester sagt Braii) scheint eine namibische Weltanschauung zu sein. Wirklich jeder Stellplatz hat seinen eigenen Braiiplatz. Holz gibts auch auf jedem Campingplatz. Grillkohle (wir wollten nicht nur mit Holz, sondern mit Kohle grillen) gibt's in jedem Supermarkt. Fleisch natürlich auch. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, solltet ihr Kudusteak grillen. - Was besseres hatte ich noch nie auf dem Feuer...

Ich habe eine Excel-Liste mit Entfernungstabelle und Notizen gemacht. Wenn du Interese hast, kannst Du mir Deine E-Mail Adresse senden, dann schicke ich sie dir.

Viel Spaß in Namibia! Wir waren im Januar auch zum ersten Mal dort und begeistert.

Gruß aus Berlin!
Michael
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3'491 Beiträge · seit 200623. Apr. 2008 ·
Hallo WolffRüdiger,
absolut sicher bin ich mir da auch nicht mehr - nachdem im letzten Jahr ja einer, ders probiert hatte, wohl ums Leben gekommen ist. Aber vor ca. 1 Jahr ging es noch auf dem offiziellen Aus-/Einstieg beim Hauptaussichtspunkt. Vielleicht hat jemand noch aktuellere Informationen.
Gruß Joli