Das höchste Bauwerk der Welt bald in Namibia?

14 Antworten · 5’845 Aufrufe · gestartet 21. Apr. 2008 von Oshivambo
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Themenstarter1’159 Beiträge · seit 200721. Apr. 2008 ·
Hallo zusammen,

gerade einen interessanten Artikel gefunden: "Bochumer Ingenieure wollen in Namibia ein 1000 Meter hohes Aufwindkraftwerk errichten"

Vielleicht bauen sie ja dann doch kein Atomkraftwerk...

Vollständiger Artikel:
http://www.morgenpost.de/content/2008/04/21/wissenschaft/958332.html
Oshivambo Enda nawa Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. (Karl Valentin)
215 Beiträge · seit 200621. Apr. 2008 ·
Die Idee ist sicher sehr gut und wäre für Namibia ein sehr interessantes Projekt um das Land, neben dem Toursimus, interessant zu machen. Leider sind so gewaltige Bauwerke, Schornsteine zudem, aber alles andere als "optisch ansprechend".

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zuletzt bearbeitet 21. Apr. 2008
2’612 Beiträge · seit 200721. Apr. 2008 ·
zumal bei 400 Megawatt Gesamtbedarf - da gehen die Meinungen aber etwas auseinander - ein Mix aus regenerativen Energien durchaus auch Sinn macht. Klassische Windenergie an der dünn besiedelten Küste plus Solarenergie - wobei die Oberfläche gegen Sandabrieb geschützt werden müsste - verschandeln die Gegend nicht ganz so.

Leider wird im Artikel nicht erwähnt, was die Stromerzeugung im Vergleich zu anderen Quellen kostet.

Grüße,

Volker

PS: aber allemal besser als ein Atomkraftwerk...
Bye bye Forum
1’288 Beiträge · seit 200621. Apr. 2008 ·
Na Ja,

die "Idee" ist ja wirklich schon seit den 90er Jahren ein alter Hut

http://www.az.com.na/wirtschaft/strom-und-gemse-aus-der-wste-details-eines-riesenprojekts.18534.php

Es geht hier ja in Wirklichkeit nicht um eine ernsthafte Stromerzeugung zur Deckung eines Bedarfs ( im südlichen Afrika ), sondern um die Umleitung von deutschen Steuergeldern, ggf. aus dem Entwicklungshilfetopf oder aus der "Reparationskasse" zur Forschungsfinanzierung eines deutschen Unternehmens und eines deutschen Universitätsinstituts, damit für die beiden "ein Platz an der Sonne" entsteht.

Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle
2’612 Beiträge · seit 200721. Apr. 2008 ·
Hallo Carsten,

Du dürftest mit Deiner Aussage teilweise sicherlich Recht behalten, aber vielleicht wäscht mittel- bis langfristig eine Hand die Andere und Namibia wird Lieferant für Südafrika - das würde das Abhängigkeitsverhältnis etwas lockern.

Aber ich bleibe dabei - so ein Riesenturm sieht nicht schön aus. Ähnliche technologische Bestrebungen gibt es - wenn ich recht informiert bin - auch als Prototyp der Uni Tel Aviv.

Viele Grüße,

Volker
Bye bye Forum
77 Beiträge · seit 200621. Apr. 2008 ·
Hallo zusammen,

Ich bezweifle die Machbarkeit und die Wirtschaftlichkeit eines solchen Turmes.

Aber was die Aesthetik betrifft: hat der Eiffelturm Paris verschandelt und die Attraktivität dieser Stadt vermindert?

Grüsse 🙂 Pete
zuletzt bearbeitet 01. Mai 2008
2’612 Beiträge · seit 200721. Apr. 2008 ·
14 Cent (NAM $ bzw ZAR) wäre - glaube ich - von den Kosten tragbar, wenn sie denn stimmen. Solche Prestigeprojekte neigen dazu, die tatsächlichen Kosten "schön" zu rechnen, siehe unlängst Transrapid...
Bye bye Forum
Gast21. Apr. 2008 ·
Hallo,
Pete schrieb:
Ich bezweifle die Machbarkeit und die Wirtschaftlichkeit eines solchen Turmes.
Das die Technik grundsätzlich funktioniert, ist bewiesen. Irgendwo steht so ein Teil in kleinerer Ausführung. Ob ein Turm mit 1500 Metern Höhe machbar und wirtschaftlich ist, scheint aber wirklich noch fraglich zu sein. In Australien sollte 2005 Baubeginn für ein großes Thermikkraftwerk sein. Tatsächlich hat man aber wohl bis heute nicht mit dem Bau begonnen. Interessant ist übrigens, das so ein Kraftwerk im Gegensatz zur Photovoltaik auch nachts noch Strom produziert, wenn die Sonne also nicht mehr scheint.

Beste Grüße

Guido
2’612 Beiträge · seit 200721. Apr. 2008 ·
Hallo Guido,

bist Du Dir sicher mit der nächtlichen Stromerzeugung? Der Prozess benötigt die Sonneneinstrahlung - die es nur tagsüber gibt. Hast Du Quellen dafür?

Vielen Dank und Gruß,

Volker
Bye bye Forum
931 Beiträge · seit 200621. Apr. 2008 ·
Hallo Volker,

die beste Quelle ist immer der Hersteller:

http://www.solarmillennium.de

In Spanien sind übrigens derzeit 2 Anlagen im Bau (laut Solarmillennium). Außerdem gibt es Projektstudien in China.

Meines Erachtens gibt es weitaus schlechtere Varianten Steuergelder zu verschwenden....

Gruss

Ulli
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Gast21. Apr. 2008 ·
Volker schrieb:
bist Du Dir sicher mit der nächtlichen Stromerzeugung? Der Prozess benötigt die Sonneneinstrahlung - die es nur tagsüber gibt.
Die Sonneneinstrahlung wird aber nicht wie bei der Photovoltaik direkt in elektrische Energie umgewandelt. So ein Kraftwerk nutzt die durch Temperatur- und Druckdifferenzen (deswegen ist der Turm so hoch) entstehenden Aufwinde. Der Boden gibt nachts die tagsüber gespeicherte Wärme ab und die allgemeine Lufttemperatur um den Kamin herum sinkt nachts stark ab. Mit den dadurch vorhandenen Temperatur- und Druckdifferenzen entstehen auch nachts nutzbare Aufwinde. Allerdings deutlich weniger als am Tag. Die Stromproduktion ginge also zurück. In der Praxis will man Wassertonnen, Wasserschläuche, o.ä. unter den Kollektor packen um die Stromproduktion nachts höher halten zu können. Damit kann man die tagsüber eingefangende Energie äußerst günstig speichern und nachts nutzen.

Persönlich halte ich Windkrafträder für deutlich besser geeignet für Namibia. Die Technik ist absolut bewährt und im Gegensatz zur Photovoltaik ist Strom aus Windenergie erheblich günstiger. Über die häufig diskutierte "Verspargelung" der Landschaft müsste man da auch nicht diskutieren. 80 Windräder liefern bis zu 400 MW. Stellt man mit Reserven 160 Stück auf, müsste man die immer noch suchen in Namibia. Im viel kleineren Deutschland stehen 20.000 Stück.

Beste Grüße

Guido
2’612 Beiträge · seit 200721. Apr. 2008 ·
Hallo Ulli,

Spanien ist in Europa der spannendste Markt, da dort die höchsten Einspeisevergütungen gezahlt werden und nebenbei die Sonne ganz gut brutzelt 😉

Meine Frage bezog sich konkret auf Aufwindkraftwerke. Ein Bekannter von mir arbeitet im Energiesektor und führt die fehlende Nachtproduktion als ein großes Contra an.

Vielen Dank für den Link 🙂

Volker
Bye bye Forum
Themenstarter1’159 Beiträge · seit 200721. Apr. 2008 ·
login37 schrieb:
Persönlich halte ich Windkrafträder für deutlich besser geeignet für Namibia. Die Technik ist absolut bewährt und im Gegensatz zur Photovoltaik ist Strom aus Windenergie erheblich günstiger. Über die häufig diskutierte "Verspargelung" der Landschaft müsste man da auch nicht diskutieren. 80 Windräder liefern bis zu 400 MW. Stellt man mit Reserven 160 Stück auf, müsste man die immer noch suchen in Namibia. Im viel kleineren Deutschland stehen 20.000 Stück.
...und man könnte sie auch in Gegenden aufstellen, wo der Schattenschlag weder Mensch noch Tier stören würde. Auch gibt es ja Gegenden in die kein Mensch darf und Wind ist an der Küste sehr häufig anzutreffen...
Oshivambo Enda nawa Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. (Karl Valentin)
283 Beiträge · seit 200621. Apr. 2008 ·
Hallo,Energie----Geld Frage
man nehme Deutschlands grösste Gasturbine,ca.
400MW-sowie Nam Gas(ohne Schröder,sein Gehalt treibt den Preis)von den Kudu Gasfeldern an der Küste--und schon läuf elektr.Energie

Auch in D wird die LED Lichttechnologie immer besser,aber bitte nicht einbauen sonst müssen die Energiekonzerne Harz... beantragen,wegen bescheidener Vorstandsgehälter

...aber unsere Chinesischen Freunde werden bald eine Lösung finden...

Grüße
jakkal
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Gast22. Apr. 2008 ·
Hallo
jakkal schrieb:
Auch in D wird die LED Lichttechnologie immer besser,aber bitte nicht einbauen sonst müssen die Energiekonzerne Harz... beantragen,wegen bescheidener Vorstandsgehälter
LEDs gehört zweifellos die Zukunft. Der Hype um Energieeinsparungen beim Licht mittels "sparsamer" Leuchtmittel ist gerade in Deutschland größtenteils reine Volksverdummung. Auch unsere Kanzlerin sollte als studierte Physikerin eigentlich den Energieerhaltungssatz kennen. Die elektrische Energie bei einer Glühlampe verschwindet ja nicht im Nichts, sondern es wird ein großer Teil als Wärme an den Raum abgegeben und nur ein geringer Teil in Licht umgewandelt. Elektrisches Licht nutzt man vor allem im Winter, wenn die Tage kürzer sind. Das was man dann an Energie bei Ernergiesparlampen gegenüber Glühlampen spart, wird man bei der Raumheizung wieder zugegeben. Der Spar- und Klimaeffekt ist unter dem Strich sehr bescheiden. In warmen Ländern wie Namibia oder Australien ist der Spareffekt durch sparsame Leuchtmittel letztlich erheblich größer.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 22. Apr. 2008