Schnitzermarkt"Okahandja"

13 Antworten · 4'794 Aufrufe · gestartet 08. Juli 2005 von Gast
Antworten
ThemenstarterGast08. Juli 2005 · #1
Liebe Forumbenutzer!
Wir,meine Frau und meine wenigkeit ,waren letzten März erstmals in Namibia. Auf den Weg nach Swakopmund,kamen wir durch Okahandja.
Durch den Reiseführer,lasen wir,das es ein muss sein sollte,unbedingt den Schnitzermarkt zu besuchen.Es war ein herrlicher Tag gegeg 11Uhr.
Wir stoppten vor dem Schnitzermarkt um uns dort etwas umzusehen.
Nachdem wir aber zu diesem Zeitpunkt die einzigen Touristen waren und um uns viele einheimische Jugendliche sich befanden,sagte ich zu meinem "Mäuschen",las uns lieber weiterfahren! Nun,bis zum heutigen Tage,hat es meine Maus,diese Entscheidung mir nie so richtig verziehen.
Wäre der Besuch nun unbedingt sehenswert oder hatte ich in dieser Situation richtig gehandelt?
Danke,im voraus für Antworten! (Hoffe,es kommt auch ein Statement von Joli ,nachdem mein "hase" immer betont,dieser Mann kennt sich aus!
Nicht´s für ungut,Helmut!
ThemenstarterGast08. Juli 2005 · #2
Hallo Helmut,
au weia - was kann ich tun, um soviel Vorschusslorbeeren auch zu rechtfertigen ??? 😄 - Ja - der Schnitzermarkt von Okahandja ist schon etwas Besonderes; aber wenn Du dort als quasi einziger potenzieller Kunde aufkreuzt, dann habt Ihr beide nichts davon, weil Ihr förmlich von den Anbietern überrannt werdet. Ihr werdet kaum eine ruhige Sekunde zum Ansehen und Auswählen finden, weil Ihr mit märchenhaften Rabatten und Sonderpreisen überfallen werdet. Wenn Ihr da nicht drauf reagiert, dann werdet Ihr mit unwiderstehlichem Druck zum nächsten Stand geschoben-gezogen-gezerrt. Das macht dann wirklich kein Spaß mehr, zumal dabei das Risiko steigt, dass Euch hinterher etwas fehlt. Das Angebot in Okahandja ist weder besonders günstig noch besonders originell; sehr viel Massenware aus allen Ecken des Kontinents. Es gibt zwar auch echte Schätze - aber die zu finden, ist das Problem (s.o.).- Wenn Ihr unbedingt etwas Außergewöhnliches mitbringen wollt, dann geht in Windhoek ins Craft Center (in der alten Brauerei):dort kann man in großer Ruhe an den Ständen vorbeigehen, aussuchen, fragen und genießen.Die Preise sind sicher etwas höher - aber nicht überzogen. Und Ihr bekommt mit großer Sicherheit Dinge, bei denen nicht die Gefahr besteht, dass sie bei Karstadt oder Kaufhof im Sonderangebot zu finden sind. - Wenn Ihr also beim Schnitzermarkt in Okahandja ausgestiegen wärt, dann hättet Ihr Euch vermutlich irgendwelchen Schund andrehen lassen - und das hätte Dir Dein" Hase" dann bestimmt ( und zu Recht) ewig vorgehalten. Wir wir es auch anfangen, Helmut - gegen die Frauen werden wir immer nur zweiter Sieger bleiben. 😄
Gruß Joli
ThemenstarterGast08. Juli 2005 · #3
Hallo Joli,

gibt es in Okahandja den zweiten Markt am Ortsende in Richtung Windhoek auf der linken Seite nicht mehr? Den im Ort auf der rechten Seite haben wir 2002 auch fluchtartig verlassen. Beim anderen jedoch wurden die Schnitzereien tatsächlich hergestellt, man konnte zuschauen und wurde auf Bitten in Ruhe gelassen. Logischerweise haben wir unsere Sachen dort gekauft.

Gruß, Michael
ThemenstarterGast08. Juli 2005 · #4
Hallo Helmut,

wenn Du Dich in der Situation nicht wohl gefühlt hast, hast Du richtig gehandelt. Man sollte in manchen Situationen auf sein Gefühl hören.

Ich selbst war immer gerne auf den beiden Märkten in Okahandja, aber mit der "Bequatscherei" geht jeder anders um und daher ist es schwer, zu sagen, ob man da was verpaßt hat. Manche sind einfach nur genervt, nachdem sie den Markt besucht haben.
Wie Joli würde auch ich für einem evtl. zweiten Besuch das Namibia Craft Centre empfehlen. Auch das darin befindliche Bistro lohnt einen Stopp.

Gruß
Wolfgang
ThemenstarterGast08. Juli 2005 · #5
...mit dem Kopf denken, mit dem Bauch fühlen....
...man sollte in manchen Situationen auf sein Gefühl hören....

Ja sonst nicht? Besser in ein Buch schauen...
"...hätten sie besser jemanden gefragt, der sich auskennt..."

Ein jeder beherrscht das weltweite web und die Geldautomaten,
aber Gefühle, Ratio, Ahnung, Vorkehrung, Vorbestimmtsein, Vertrauen...

Wir fliegen umher,
wir meinen zu wissen, bekehren & belehren,
wir wissen nicht, entehren und verzehren...
es stoppt uns nur der Visa-Automat,
auf der missionarischen Wundertat.

Krumenzöpfchen.
ThemenstarterGast09. Juli 2005 · #6
Helmut, nach meiner Auffassung hast Du nicht nur gefühlsmässig richtig gehandelt, sondern auch sehr verantwortungsvoll! Du hast Euch eine
Situation erspart, die in vielerlei Hinsicht schlecht hätte ausgehen können...
Die Spanne reicht von persönlicher Enttäuschung bis zum Vermögens-
Schaden(Taschendiebstahl), oder Schaden am und im Mietwagen!!!
Deine Frau sollte stolz auf Dich sein!! Ich hätte es genauso gemacht, aber ich
halte da eh schon nicht mehr an....
Für alle, die noch hinfahren: Crafts Center ist bekannt. Um die Ecke, auch in der Alten Brauerei, gibts "Woven Arts Of Africa", eine Weberei "life"...,
für jene die Teppiche oder Wandbehänge mögen(aus Karakulwolle)..
Man kauft dort "direkt beim Hersteller" und unterstützt nicht unfreiwillig
womöglich dubiose Händlergangs.....
Was ich zu gern wüsste: Joli/Ali...., hättet IHR in Helmut´s Situation
angehalten????
Anyway:
Gruss Charly
ThemenstarterGast09. Juli 2005 · #7
Ich persönlich empfinde die Märkte in Okahandja als sehr touristisch. Außerdem wird kaum etwas was dort verkauft wird noch selbst hergestellt, die Preisforderungen sind teilweise unverschämt geworden und der Erlös kommt wenn überhaupt dann nur noch zu einem kleinen Teil dem "armen" Schnitzer zu gute, der das entsprechende Werk hergestellt hat.
Sollte jemand während seiner Namibiareise bspw. eine Tour in den Caprivi planen, so kann man hier nach meiner Meinung noch echte Schätze finden. Überall am Straßenrand findet man kleine Stände die sehr schöne Sachen anbieten. Diese Schnitzereien und andere Kunstwerke sind noch fast immer auch tatsächlich von demjenigen hergestellt der sie verkäuft (oder einem Familienangehörogen). Die Preise sind um ein vielfaches geringer als auf dem Tourimarkt in Okahandja und die Menschen sind nicht aufdringlich, sondern freuen sich riesig über jedes Auto, das anhält, da man oft über mehrere Tage keine Kunden hat, während in Okahandja die Touris mittlerweile in riesigen Reisebussen angekarrt werden.
Auch in anderen Regionen Afrikas gibt es für solche Sachen viel schönere Gelegenheiten. So haben wir mal in Botswana spontan in Etsha bei einem am Straßenrand schnitzenden Mann angehalten. Dieser war hoch erfreut, dass Menschen aus dem fernen Deutschland sich für seine Arbeit interessierten. Wir haben uns lange unterhalten und in der Nähe des Platzes unser Zelt aufgeschlagen. Am Abend kamen die Kinder des Mannes und haben uns zu der Familie zu einer kleinen Feier in eine einfache Lehmhütte eigeladen. Wir wurden bekocht, durften im Kreise der Familie weilen und bekamen sogar Geschenke (selbst hergestellte Schnitzereien, selbt gemachte Körbe etc). Am nächsten Abend gab es von uns für diese Familie eine Gegeneinladung. Diesmal haben wir gekocht, alle versammelten sich um unser Zelt, sangen und tanzten und zum Schluss gab es auch von uns Geschenke (Schuhe, Hosen etc).
Die Freude in der Familie war groß, wir haben ganz tolle Schnitzereien als Geschenk erhalten, die gerantiert einmalig sind, "nebenbei" hatten wir ein unezahlbares Erlebnis und bis heute verbindet uns mit der Familie eine Brieffreundschaft.
Also haltet die Augen offen und ihr entdeckt die wahren Schätze Afrikas.

Viele Grüße

Mark
ThemenstarterGast09. Juli 2005 · #8
Beitrag auf Verlangen des Users gelöscht
ThemenstarterGast09. Juli 2005 · #9
...mit dem Kopf denken, mit dem Bauch fühlen....
...man sollte in manchen Situationen auf sein Gefühl hören....

Ja sonst nicht? Besser in ein Buch schauen...
"...hätten sie besser jemanden gefragt, der sich auskennt..."

Ein jeder beherrscht das weltweite web und die Geldautomaten,
aber Gefühle, Ratio, Ahnung, Vorkehrung, Vorbestimmtsein, Vertrauen...

Wir fliegen umher,
wir meinen zu wissen, bekehren & belehren,
wir wissen nicht, entehren und verzehren...
es stoppt uns nur der Visa-Automat,
auf der missionarischen Wundertat.

Krumenzöpfchen.
@Charly

Hallo, Dein Zettelkasten bekommet Konkurrenz oder schreibst Du jetzt unter 2 Pseudonymen? Auch Achim der Späte wird ja zunehmend philosophisch, aber literarisch warst Du bis jetzt doch unerreicht...

Gruß
Steinbeisser
ThemenstarterGast09. Juli 2005 · #10
Was, Wadenbeisser, willst du uns sagen?
Charly gibts nur so! Wenn du Philosophie nicht magst, oder nichts davon
verstehst, dann steh nicht im Weg! Philosophische Flatulenz ist immer noch angenehmer zu lesen/hören, als geistige Obstipation! Die riecht schlecht...
Ch
ThemenstarterGast09. Juli 2005 · #11
Charly, ich denk', Du verzettelst Dich da gerade , oder wa soll diese Vehemenz?
ThemenstarterGast09. Juli 2005 · #12
Beisser,
no further comment...
Ch
ThemenstarterGast09. Juli 2005 · #13
Hallo Michael,
doch - den 2. Markt gibt es noch. Aber die meisten fahren an dem, wenn sie den Hauptmarkt überstanden haben, achtlos vorbei. Ich tendiere auch mehr zu solchen Erlebnissen, wie sie Mark geschildert hat. Aber so etwas kann man nicht planen - das wird einem geschenkt, wenn man Glück hat.
Gruß Joli
ThemenstarterGast09. Juli 2005 · #14
Danke,Euch allen!!!!!!!!
War wirklich wichtig für uns,euere Meinung zu hören.
Danke auch dir vielmals,Joli, denn mit deiner speziellen Aussage hast du mir ein für allemal den Nörgeleien meines" Mausis",ein Ende bereitet.
Bin Dir ewig zu Dank verpflichtet!!!!!!!!!!!!!!!
Finde es prima,was für Ressonnance diesbezügl. kam!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Kaum vorzustellen,wie nachtragend,Frauen sein können!!!!
Wünsche Euch noch ein schönes Wochenende,Grüsse Helmut!!! 😄 😄
Dieses Thema ist geschlossen — neue Antworten sind nicht möglich.