SHSharonThemenstarter227 Beiträge · seit 200727. März 2008 · #1Hallo zusammen,
vor 2,5 JAhren habe ich bereits als Volunteer (freiwilliger Helfer) auf einer Farm für Waisentiere in Namibia gearbeitet. Da dieser Aufenthalt zu meinen schönsten Erlebnissen zählt, möchten mein Mann und ich nun in Kamerun im Meifu National Park 3 Wochen als freiwillige Helfer tätig werden. Dieses Camp nimmt hauptsächlich Primaten auf, Gorillas, Schimpansen etc, da diese immer noch Opfer illegalen Tierhandels werden.
Meist kommen traumatisierte Babies dort an, die miterleben mussten, wie ihre Mutter oder ihre ganze Familie getötet wurden.
Das dies eine sehr harte Zeit mit vielen Schicksalen werden wird, weiß ich, aber ich denke, die Möglichkeit zu helfen und die Freude an jedem kleinen Fortschritt machen das alles wett.
Meine Frage ist nun, ob jemand von euch schon einmal in diesem Park war und ggf. an dem Volunteer Programm teilgenommen hat.
Über Erfahrungsberichte würde ich mich freuen 🙂
Viele Grüße
Sharon
BABatzl5 Beiträge · seit 200813. Mai 2008 · #2Hallo Sharon,
Ich kann dir leider nicht auf deine eigentliche Frage antworten, würde aber gerne von dir wissen wie die Farm hieß auf der du in Namibia gearbeitet hast. Denn genau diese Art von Arbeit suche ich zur Zeit auch. Wäre schön wenn du mir mit Adressen aushelfen und kurz deine Tätigkeit beschreiben könntest 😄
Danke schon mal im Vorraus.
Patrick
BABatzl5 Beiträge · seit 200813. Mai 2008 · #3Hallo Sharon,
Ich kann dir leider nicht auf deine eigentliche Frage antworten, würde aber gerne von dir wissen wie die Farm hieß auf der du in Namibia gearbeitet hast. Denn genau diese Art von Arbeit suche ich zur Zeit auch. Wäre schön wenn du mir mit Adressen aushelfen und kurz deine Tätigkeit beschreiben könntest 😄
Danke schon mal im Vorraus.
Patrick
BABatzl5 Beiträge · seit 200813. Mai 2008 · #4Hallo Sharon,
Ich kann dir leider nicht auf deine eigentliche Frage antworten, würde aber gerne von dir wissen wie die Farm hieß auf der du in Namibia gearbeitet hast. Denn genau diese Art von Arbeit suche ich zur Zeit auch. Wäre schön wenn du mir mit Adressen aushelfen und kurz deine Tätigkeit beschreiben könntest 😄
Danke schon mal im Vorraus.
Patrick
BABatzl5 Beiträge · seit 200813. Mai 2008 · #5Entschuldige die 3-Fach Ausführung. Hatte grade ein Browser Problem.
Patrick
ADAdrian31 Beiträge · seit 200814. Mai 2008 · #6Hallo,
entschuldigt bitte, wenn ich Euch mit dem Folgenden zu nahe trete: Ich habe kein Verständnis dafür, wenn jemand Freiwilligendienst für Tierwaisen oder „traumatisierte“ Affenbabies leistet, solange in diesen Ländern ein Großteil der Bevölkerung a) nicht satt wird, b) nicht über ausreichende medizinische Versorgung verfügt und c) für Kinder keine ausreichende Schulmöglichkeit vorhanden ist. Ein Arzt auf mehr als 300.000 Menschen bietet einem keine wirkliche Chance im Not- oder Krankheitsfall!
Ich habe gerade heute einen Brief von einer kath. Schwester aus Lusaka/Zambia mit der dringenden Bitte um Hilfe erhalten.
Sie unterhält ein Heim, in dem sowohl alte als auch junge Menschen Hilfe und Zuwendung finden. In Ihrer Einrichtung leben 19 alte Menschen, davon 3 Blinde und 2, die auf einen Rollstuhl angewiesen wären. Weitere 20 alte Menschen kommen täglich wegen Nahrung, Wasser und Zuwendung, können aber nicht dort leben, weil die Gebäude hierfür fehlen.
Ferner leben dort 27 Kinder und Jugendliche unterschiedlichen Alters, das jüngste Kind ist 14 Monate alt. Weitere 65 Kinder kommen täglich, ebenfalls wegen Nahrung, Wasser und Zuwendung. Auch diese Kinder können mangels Räumlichkeiten nicht dort wohnen, sondern haben kein Dach über Kopf, d. h. schlafen mal hier, mal da, wo gerade Platz ist und sie nicht weggejagt werden.
Eine Vielzahl der Kinder ist krank, HIV, andere Infektionskrankheiten, usw. Leider ist kein Arzt regelmäßig verfügbar, auch keine Krankenschwester. Es fehlt an Medikamenten und an dem Geld, diese zu beschaffen.
Allen Kindern wird jedoch, soweit es ihr Gesundheitszustand erlaubt, der Schulbesuch und natürlich, ebenfalls soweit möglich, minimalste medizinische Versorgung gewährt. Man tut eben, was mit den vorhandenen, äußerst geringen Mitteln, möglich ist!
Könnt Ihr verstehen, dass mich Tierwaisen und traumatisierte Affenbabies nicht sonderlich interessieren, solange die MENSCHEN meine Zuwendung benötigen?
Es ist gut, sich auch um Tiere zu kümmern, aber wir sollten auch ein bisschen mehr an die Menschen denken, die auf diesem Kontinent leben.
Trotzdem schöne Zeit in Kamerun!
Adrian
Infected by bazillus africanus
FFFrankie Frederiks134 Beiträge · seit 200714. Mai 2008 · #7Sorry Adrian... Jeder soll doch das machen, was er will.
Zudem kennst du Sharon ja nicht. Vielleicht studiert sie Tiermedizin und braucht solche Praktikas, um ihr Studium abzuschliessen...
Ausserdem: Eigentlich sollte der Staat für die soziale Wohlfahrt der Menschen sorgen! Bevor du hier also User anmotzt, kannst du ja gerne dem sambischen Staat deine Meinung sagen... 😠
ADAdrian31 Beiträge · seit 200814. Mai 2008 · #8Hallo Frankie,
auch auf die Gefahr hin, mich ziemlich unbeliebt zu machen muss ich einfach mal meine Ansicht hierzu loswerden. Ohne dabei irgend jemanden "anzumotzen". Mein Beitrag war nicht als motzen oder anmachen gemeint. Nur geht mir einfach das Verstandnis dafür ab, dass sich viele Menschen in unserer Wohlstandsgesellschaft offensichtlich mehr für "traumatisierte Affenbabies" einsetzen als für die Menschen in den Ländern. Und sich dann noch über wachsende Kriminalität in diesen Ländern wundern.
Ja, jeder sollte tun können, was er gerne möchte, da hast Du recht. Nur die Menschen, die Sr. Angela in Lusaka betreut, die können nicht tun was sie wollen. Sind froh, wenn sie das blanke Leben haben.
Sooo, der Staat sollte also für die Wohlfahrt in diesen Ländern sorgen. Nun, in Zambia ist die Situation schon positiver als in vielen Ländern Afrikas. Auch Botswana und Nambia sind ja für afrikanische Verhältnisse schon sehr "fortschrittlich" was die Fürsorge für die Bevölkerung anbelangt. Doch das genügt offensichtlich nicht. Entweder sind zu wenige Mittel da oder sie wandern in die falschen Taschen. Sucht es Euch aus was passt.
Auf solchen Tierhilfe-Stationen arbeiten doch auch einheimische Schwarze, nicht wahr? Was mag so ein schwarzer Arbeiter denken, wenn er sieht, wie man sich für die Tiere einsetzt und wenn ihm gleichzeitig durch den Kopf geht, dass für seinen aidskranken Verwandten kein Geld für Medikamente locker gemacht wird?
Ich bin der Meinung, das wir uns mit unseren schwarzen Mitmenschen schon ein bisschen mehr Mühe geben sollten als mit den - zweifelsohne sehr hübschen und oft auch niedlichen - Tieren, die wir ja sooo lieben.
Mir kommen hier einfach die Menschen, insbesondere in den ländlichen und meist schlecht entwickelten Regionen, zu kurz. Manche hier in diesem Forum setzen sich ja bereits für die schwarze Bevölkerung in den jeweiligen Ländern ein (siehe Postkarten-Aktion). Doch wir können noch viel mehr machen. Angefangen bei den ungenutzen Medikamenten, die man vor dem Rückflug in einem Krankenhaus/auf einer Missionsstation abgeben kann (Aspirin/Paracetamol gegen Schmerzen und Fieber, Anti-Durchfallmittel und andere einfache Sachen, Verbandzeug etc.) bis hin zu Aktionen in der Heimat, um definierte Projekte, die man aus eigener Anschauung heraus kennt, zu suppporten.
Ich würde mich freuen, wenn ich hier einen Denkanstoß in diese Richtung hätte geben können.
Gruß
Adrian
Infected by bazillus africanus