Doch nur "Wilde"?

16 Antworten · 4'052 Aufrufe · gestartet 02. Jan. 2008 von oribi
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Themenstarter818 Beiträge · seit 200702. Jan. 2008 · #1
Die Nachrichten zu Kenia schockieren Euch Afrikafreunde sicher wieder genauso wie mich.

Nur heute ist mir irgendwie bewusst geworden, dass die schwarzen Afrikaner doch tlw. eine Evulotionsstufe hinterhinken. (Ich weiß, es klingt rassistisch. Es ist auch nicht böse oder beleidigend gemeint, aber am Ende läuft es leider doch darauf hinaus.)

Grund meiner Aufregung ist das Anzünden der Kirche mit Menschen drin.
Der Punkt ist doch, dass in einem der zivilisiertesten Länder Afrikas (auf jeden Fall Ostafrikas) so etwas für die meisten bis zu den aktuellen Schlagzeilen unvorstellbar waren. Und dass, obwohl wir die Abschlachtung der Weißen in Simbabwe noch vor Augen haben. Wenn es zu Gewalt in Afrika kommt (egal wo), sind es immer wieder diese extrem bösartigen Handlungen (am Haken aufhängen, Kopf abschlagen), die schockieren.
Vielleicht reden wir uns die netten vertrauenswürdigen Menschen nur schön? Das habe ich mich vor einigen Jahren schon mal gefragt, als ich mit schwarzen Namibiern redete und die das Verhalten Mugabes für gut hielten. Aber auch das war eben doch kein Einzelfall, wie man immer wieder hört und sieht.

Fehlende Bildung könnte ein Grund für dieses Verhalten sein, aber doch nicht nur.
Oder warum kehren die Verrückten immer wieder zu den primitiven Urinstinkten der gegenseitigen Vernichtung zurück?
Ich meine, hier geht es doch "nur" um die Meinung anderer Parteianhänger ggü. Wehrlosen. Der Aufstand richtet sich nichtmal gegen die Regierung.

Naja - ich wollt's bloß mal loswerden, auch wenn alles rethorisch ist und ich eigentlich keine Antwort darauf erwarte.
http://www.oribi.de/
Gast02. Jan. 2008 · #2
Moin Oribi,

ich kann Deine Frustration verstehen. Allerdings: In Zimbabwe wurden keine Weißen abgeschlachtet. Meines Wissens hat es ganz wenige Tote (weniger als zehn) unter den vertriebenen Farmern gegeben. Diejenigen, die durch Verhungernlassen abgeschlachtet werden, sind die im Land verbliebenen Schwarzen, die nicht die ZANU/PF unterstützen und zunehmend auch deren Unterstützer.

Außerdem ist der Firniß der Kultur sehr, sehr dünn! Denk` einmal an die Kriegsverbrechen während der Balkankriege in den 90ern. Das waren Europäer, keine Afrikaner!

Das, was man den afrikanischen Eliten jedoch immer wieder vorwerfen muss, ist, dass sie nicht das Geringste dafür tun, dass sich der dünne Firniß der Kultur in Afrika überhaupt bilden kann.

Gruß, Michael
1'335 Beiträge · seit 200602. Jan. 2008 · #3
oribi schrieb:
Nur heute ist mir irgendwie bewusst geworden, dass die schwarzen Afrikaner doch tlw. eine Evulotionsstufe hinterhinken. (Ich weiß, es klingt rassistisch. Es ist auch nicht böse oder beleidigend gemeint, aber am Ende läuft es leider doch darauf hinaus.)
Fehlende Bildung könnte ein Grund für dieses Verhalten sein, aber doch nicht nur.
Oder warum kehren die Verrückten immer wieder zu den primitiven Urinstinkten der gegenseitigen Vernichtung zurück?
Dass Du Dich über das Leid dort aufregst, ist normal. Der Grund liegt aber nicht in der Progression des Homo sapiens, sondern in der Bildung! Reflexion ist etwas, was man mit zunehmender Bildung lernen kann. Gewaltfreiheit muss man lernen.
Es gibt Biologen, die diskutieren noch darüber, ob Gewalt in den Genen angelegt ist oder nicht!
Auf jeden Fall ist Gewaltlosigkeit erlernbar!

Gewalt, Machtmissbrauch etc. sind kein Ausdruck einer niederen Entwicklungsstufe.
Bildung, Lernen und Psychologie sind hier ausschlaggebend!

Nichtbildung trifft man überall! Auch in Europa.
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zuletzt bearbeitet 02. Jan. 2008
83 Beiträge · seit 200702. Jan. 2008 · #4
Okakarara ist Kreisstadt des gleichnamigen Wahlkreises in der Region Otjozondjupa in Namibia und liegt wenige Kilometer südöstlich des Waterberg-Parks im ehemaligen Homeland Hereroland. Auch heute noch ist die Stadt ein Zentrum der Herero.

Am 14. August 2004 fanden hier die Gedenkfeiern zum 100. Jahrestag der Schlacht am Waterberg statt.; dabei sprach die deutsche Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Heidemarie Wieczorek-Zeul erstmals von einer moralischen Schuld deutscher Truppen im Zusammenhang mit dem Aufstand der Herero und Nama. Auch der Deutsche Bundestag hat in seiner Resolution vom 16. Juni 2004 „Zum Gedenken an die Opfer des Kolonialkrieges im damaligen Deutsch-Südwestafrika“ an den besonderen Charakter der deutsch-namibischen Beziehungen erinnert und die besondere historische und moralische Verantwortung Deutschlands gegenüber Namibia bekräftigt. Vertreter der Herero fordern darüber hinausgehend bereits seit langem ein Schuldbekenntnis, eine Entschuldigung und materielle Wiedergutmachung Deutschlands. Sie werfen der damaligen deutschen Kolonialmacht die Verantwortung für ein Massaker der deutschen Truppen an ihren Vorfahren vor, das bis heute keine angemessene Anerkennung finde. Ein formal-juristisches Schuldbekenntnis, das materielle Wiedergutmachungsforderungen präjudizieren könnte, wird vom deutschen Außenministerium jedoch bis heute abgelehnt.

So schaut es aus!
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Gast02. Jan. 2008 · #5
Und was willst Du uns damit sagen?
1'910 Beiträge · seit 200602. Jan. 2008 · #6
Es kommt ganz darauf an wem was suggeriert wird.

Was passierte jetzt hier, der Grieche und Türke die den Rentner zusammentraten oder den Fahrgästen die gleich ins Gesicht geschlagen bekamen.
Wieso haben die hier immerwieder Straftaten begehen können...Es ist keiner da der sofort und rigeros durchgreift!

Die Randale bei Fussballspielen, dass hat nichts mit Bildung zu tun, das ist just for Fun, aufheizen bis hin zum Mord, der billigent in Kauf genommen wird. Ist halt dann passiert!

In Kenia und auch anderswo ists tatsächlich so, dass Generationen im Chaos aufwachsen, nichts anderes kennen als Krieg und Kampf, Kampf ums nackte Überleben, ums Essen, um ein kleinwenig Besitz.
Es müssten alle Kleinstkinder raus aus der Scheisse, dass sie normal aufwachsen können, keine AK47, keinen Totschläger, keinen Assegai mehr zu sehen bekommen, Liebe zu erfahren, Umgang mit anderen Menschen zu lernen, ein geben und nehmen lernt... ABER wer will das übernehmen und so lange wird es so bleiben, weitere Generationen!
Ist meine Meinung dazu.
Gruss, der K l a u s Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ...... Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
1'715 Beiträge · seit 200602. Jan. 2008 · #7
@Oribi
Das anzünden von Kirchen mit Leuten drin wurde vor ca. 60 Jahren in Europa auch noch praktiziert.
Die meisten der heutigen afrikanischen Anführer und Machthaber haben in der Regel Bildung genossen. Zum Teil im Fernstudium auf Robben Island oder im Exil in Europa oder der USA. An der Bildung allein kann es nicht liegen. Solange die Politiker ihre Vorbildfunktion nicht wahrnehmen, kann man vom Volk (dazu zähle ich mich auch) nicht erwarten, dass sie es besser machen.


@CA1130
Der Vorwurf der Kolonisation ist langsam etwas verwaschen. Man hat zum Teil während Jahrzehnten als wieder Gutmachung Geld in die Länder gepumpt und Entwicklungshilfe geleistet.
Ich glaube auch nicht, dass Demokratie die einzige und heilbringende Lösung ist. Aber die traditionelle Machtstrukturen, mit Dorfältesten, Häuptlinge und König würde wahrscheinlich auch nicht (mehr) funktionieren weil den jeweiligen Machthaber das Verantwortungsgefühl ihrer Untergeben und Bitsteller fehlt. Die haben auch früher nicht immer funktioniert, ich denke da zum Beispiel an Shaka Zulu.
In der Nähe von Okakakarara wurde zum Anlass der 100 Jahre Feierlichkeiten ein Begegnungszentrum gebaut. Das Land wurde übrigens von einem weissen Farmen gestiftet. Im November 2007 sah es da immer noch so aus wie kurz nach dem Fest, sprich es ist nichts unternommen wurden um dieses Zentrum zu einer touristischer Attraktion zu machen. Denn nur so könnte es weiter "leben".

Gruss
Emanuel
http://africanomads.wordpress.com/ www.nelson2africa.blogspot.com https://europenomads.travel.blog/ YouTube Kanal https://bit.ly/3uEEK59
2'780 Beiträge · seit 200702. Jan. 2008 · #8
zurück zu Kenya: In den Jahren 1989,1990 und 1991 habe ich in Kenya gelebt.

Einmal habe ich eine Aussage eines hohen Regierungsbeamten in der Tageszeitung gelesen. Der Regierungsbeamte (vom Luo Stamm) drohte den Anhängern der Oppositionspartei (vom Kikuyu Stamm) während einer offiziellen Tagung mit folgenden Worten:
If you do not adhere to .... we will go down to the coast and rape all your girls and women!
Ich werde diese Stelle meinen Lebtag nicht mehr vergessen und halte sie mir auch manchmal während Reisen durch Afrika vor Augen.

Es kann sein dass er ein akademisch hochgebildeter Mensch ist aber an 1. Stelle ist er Luo, 2. ein Mann und erst an 3. Stelle Kenyaner.
Gruss Leona
435 Beiträge · seit 200702. Jan. 2008 · #9
Diesmal also Kenia. Der Rest der Welt wird darüber informiert, weil die Medien (noch) da sind.

Es ist immer wieder das alte Leid, die Stammeszugehörigkeit. Der alte/neue Präsident ist Führer der Etnie X. Er "gewinnt" die Wahl. Damit macht er sich bei allen anderen Stämmen im Lande verhasst. Es führt dazu, das X alle anderen Ethnien vernachlässigen wird.
Zuerst wird der Präsident an sein eigenes Bankkonto denken, dann erhalten seine Jünger die meisten Staatsmittel, aus seiner Partei kommt die ihn umgebende Regierungsclique, diese wiederum bevorzugen kleinere Parteimitglieder.....

Und der gesamte Rest soll wieder mal zusehen!

Wer keine "Demokratie" gelernt hat, wie fast alle Politiker in Afrika (und nicht nur dort), der ist in unseren Augen nicht Regierungsfähig. Doch irgend etwas stimmt nicht mit unseren Augen?

Zu blauäugig, zu sentimental, zu verstellt? Wohin gehört der geschärfte Blick?

🤨 LG
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182 Beiträge · seit 200702. Jan. 2008 · #10
Hallo zusammen,

kann Klaus nur zustimmen,ein Sittenverfall und menschliche Verarmung
sowie die sinkende Hemschwelle zur Gewaltbereitschaft ist auch in unserer
Heimat immer öfter anzutreffen.Deshalb können mich solche NEWS aus Kenia
nicht schockieren aber traurig macht es uns doch.

Bleibt nur die Hoffnung,dass es wieder besser wird und die EU soviel Druck macht um einen Bürgerkrieg zu vermeiden.
Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Das Auswärtige Amt hat auch schon eine Reisewarnung ausgegeben.

LG:Dirk
LG Dirk
83 Beiträge · seit 200702. Jan. 2008 · #11
Yoshikawa schrieb:
Und was willst Du uns damit sagen?
Sorry, daß du es nicht verstehst
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Gast02. Jan. 2008 · #12
Nun ja, @CA1130,

zunächst einmal hat Deine Beschreibung Okakararas nicht wirklich etwas mit Kenia zu tun, auch sind mir weder Kämpfe noch Massaker aus der Gegend -zumindest in diesem Jahrtausend- erinnerlich.

Dein "So schaut es aus!" zum Schluss erhellt das Ganze für mich auch nicht so recht, daher meine Frage.

Und da Du Dich nun schon einmal dafür entschuldigt hast, dass ich es nicht verstehe, kannst Du`s mir doch auch gleich erklären, findest Du nicht? 🙂

Gruß, Michael
5 Beiträge · seit 200702. Jan. 2008 · #13
Falls dieser Beitrag ernst zu nehmen sein soll, empfehle ich zukünftig ein anderes Urlaubsland zu wählen (indem nicht so schlimme Dinge passieren).
83 Beiträge · seit 200702. Jan. 2008 · #14
Yoshikawa schrieb:
Nun ja, @CA1130,
zunächst einmal hat Deine Beschreibung Okakararas nicht wirklich etwas mit Kenia zu tun, auch sind mir weder Kämpfe noch Massaker aus der Gegend -zumindest in diesem Jahrtausend- erinnerlich.
Dein "So schaut es aus!" zum Schluss erhellt das Ganze für mich auch nicht so recht, daher meine Frage.
Und da Du Dich nun schon einmal dafür entschuldigt hast, dass ich es nicht verstehe, kannst Du`s mir doch auch gleich erklären, findest Du nicht? 🙂
Gruß, Michael
Dieses wurde im ersten Posting geschrieben:
der gegenNur heute ist mir irgendwie bewusst geworden, dass die schwarzen Afrikaner doch tlw. eine Evulotionsstufe hinterhinken. (Ich weiß, es klingt rassistisch. Es ist auch nicht böse oder beleidigend gemeint, aber am Ende läuft es leider doch darauf hinaus.)
Fehlende Bildung könnte ein Grund für dieses Verhalten sein, aber doch nicht nur.
Oder warum kehren die Verrückten immer wieder zu den primitiven Urinstinkten
seitigen Vernichtung zurück?


Darauf habe ich mich bezogen!
Wir Europäer haben absolut kein Recht uns über die Afrikaner als "Verrückte", "mit primitiven Urinstinkten" oder "Evulotionsstufe ..." zu mokieren.

Was Europäer in diesen Ländern schon alles verbrochen haben ist nicht viel besser!
Und so habe ich im Namibia Forum Okakarara als Beispiel genommen.
Mir ist klar, daß Okakarara nicht in Kenia ist. Ich kenne Kenia und war schon vor 35 Jahren dort.

In diesem Jahrtausend mag schon sein, aber 100 Jahre sind auch nicht wirklich lange her.
Und ich möchte nicht wissen, was Frankreich im Tschad oder die USA in Sierra Leone schon alles angezündet haben.
Mit den "primitiven Urinstinkten" der Macht und Ausbeutung.

Man kann sich nur wünschen, daß sich die Situation in Kenia bald wieder normalisiert.
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74 Beiträge · seit 200715. Jan. 2008 · #15
Vielleicht passt mein Posting überhaupt nicht zum Thema. Trotzdem schreibe ich kurz meine Gedanken auf, die mir beim Lesen dieses Threads durch den Kopf gingen.

Auf Kreta stieß ich auf Gräber deutscher Soldaten. Und auf Hinweise, wie unsere Vorfahren die Einheimischen massakriert hatten. In Südtirol: Gräber deutscher Soldaten. Was wollten die dort??? In Namibia (Naukluft, Waterberg): deutsche Soldatengräber. Was haben unsere Vorfahren in der Omaheke mit den Hereros gemacht? Waren unsere Vorfahren (es war schließlich nur zwei oder drei Generationen vor uns!) ungebildete Wilde? Wohl eher nicht. Aber sie trieben die Hereros trotzdem in den Tod.

Auch wenn wir selbst nicht dabei waren, als diese Gräueltaten geschahen, sollten wir doch sehr vorsichtig sein mit solchen Äußerungen über "Wilde" und verpasste "Evolutionsstufen".

Sorry, ich musste das mal loswerden. Bin auch nicht mehr der Jüngste...

Und nun fallt über mich her. Oder auch nicht?

Ich bleib trotzdem Pazifist und Philanthrop...
Gib mir Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht aendern kann; gib mir den Mut, Dinge zu aendern, die ich zu aendern vermag; und gib mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
zuletzt bearbeitet 15. Jan. 2008
Gast15. Jan. 2008 · #16
Es ist wichtig, wie ich finde, über solche Themen zu reden, solange man ehrlich bleibt und keiner stinkenden Ideologie folgt.
Herr Oribi, wenn Sie sich die Geschichte der Mennschheit anschauen, werden Sie merken, daß alle Versuche Menschen nach höheren und niedriegeren Rassen zu teilen, kläglich gescheitert sind. Weil die Prämisse falsch sind.
Es ist wie bei einer Beweisführung in Mathe. Da die Annahme faslch ist, läuft man zwangsläufig gegen die Wand.

Zu Ihrer Frage habe ich eine kurze und eine lange Antwort.

Kurz gefasst:
Nein keine Wilde, sondern doch nur Menschen.

Ausführlicher:

1.
Haben Sie schon mal von "Srebrenica" gehört? Nicht so lange ist das her.

2.
Haben Sie schon mal einen Menschenjagd erlebt? Das habe ich schon. Nein nicht im afrikanischen Busch mitten in Nirgendswo, nein. Er fand mitten in der "Zivilisation" statt. Drei Skinheads waren hinter 2 Jugendlichen her. Die Jugendlichen, circa 14 Jahren alt, rannten schreiend um ihre Leben. Zum Glück waren wir 5 oder 6 Erwachsene, die die Verfolgung aufgenommen hatten. Als die drei dann das merkten, warfen sie Stühle in unsere Richtung und liefen davon.

3.
Wissen Sie, daß die Vereinigten Staaten abgelehnt haben, das Ottawa Abkommen (Verbot aller Anti-Personenminen) zu ratifizieren? Nein die wollen nach wie vor Antipersonenminen herstellen und verkaufen. "Egal, ob da Kinder beim Fußballspiel den Bein verlieren, schließlich muss ja die Kasse stimmen. Nur das Geld zählt"

4.
Ich nenne drei Bereiche: Bildung, Waffen, Soziales
Wofür geben Europa und USA zusammen das meiste Geld aus, Ihrer Meinung nach? Neuerdings müssen auch Roboter in den Krieg! Sie können sich vorstellen, wieviel Geld verpuffert wurde für die Entwicklung von kämpfenden Roboter.

5.
Guantanamo: ein gesetztloses Stück Erde. Das habe ich nicht erfunden, die Amis geben selbst zu.

6. Keine weitere Frage euer Ehren 🙂

Mooli Mo
74 Beiträge · seit 200719. Jan. 2008 · #17
@ Mooli Mo Wanga

Bravo, ich kann Dir nur zustimmen. Du hast sehr treffende Beispiele gewählt. Doch für dieses Thema scheinen sich leider nicht viele zu interessieren. Schade.

Noch ein Wort zu den "Wilden". Sie leben nach wie vor im Einklang mit der Natur (soweit es ihnen noch möglich ist). Und was tun wir, die Zivilisierten, die Kulturmenschen? Wir haben es geschafft, innerhalb von rund 150 Jahren tausende Tierarten zum Aussterben zu bringen, die Millionen von Jahren überlebt hatten. Wir haben das Klima unserer Erde so verändert, dass es kaum noch reparabel erscheint. Mit anderen Worten: Die Gattung "Homo sapiens" sägt permanent an dem Ast, auf dem sie noch sitzt. Wohlgemerkt, der Teil dieser Gattung, der sich für ach so zivilisiert und kulturvoll hält.

Oh manno, das ist ein verdammt kompliziertes Thema... 🤨

Gruß an alle
Wolfgang
Gib mir Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht aendern kann; gib mir den Mut, Dinge zu aendern, die ich zu aendern vermag; und gib mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.