Epupa-Falls

20 Antworten · 5'912 Aufrufe · gestartet 20. Nov. 2007 von Madiba
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Themenstarter3 Beiträge · seit 200720. Nov. 2007 · #1
Hallo Forum,

wir fahren Ende Dezember mit Geländewagen und Dachzelt für 3,5 Wochen -zum ersten Mal- nach Namibia. Habe unsere Tour in südliche Richtung mit Camping auf Bagatelle Kalahri und Tsauchab River bei Sesriem, anschließend Hotel in Walvis Bay/Swakopmund, wieder Camping am Brandberg und anschließend Grootberg Lodge "fertig". Jetzt stellt sich mir jedoch die Frage, wie wir die restlichen 12 Tage verteilen sollen. Ursprünglich wollte ich in Richtung Norden zu den Epupa-Falls fahren, anschließend Etosha und dann noch zwei-drei Tage auf einer Lodge nähe Windhoek etwas entspannen vor dem Heimflug. Jetzt aber meine Fragen: Macht es Sinn Anfang Januar (evtl. Regen) zu den Epupa-Falls zu fahren? Haben wir dann noch genügend Zeit für Etosha bzw. wieviel Zeit würdet Ihr dafür einplanen? Bislang habe ich immer mind. zwei Übernachtungen eingeplant, da wir nicht durch Namibia sprinten wollten und lieber weniger sehen, aber dafür in Ruhe genießen wollten. Bin für alle Tips super dankbar!

Madiba
911 Beiträge · seit 200720. Nov. 2007 · #2
Hallo Madiba,

für uns war bei jeder unserer bisherigen 3 Namibia Reisen und auch bei der Planung für 2008 der Abstecher zu den Epupa Falls "Pflicht". Wir finden die Landschaft und die Fälle einfach großartig, das (harmlose) Rafting mit Schlauchbotten auf dem Kunene an Krokodilen vorbei super und freuen uns jedes Mal auf die faszinierende und beeindruckende Begegnung mit den Himbas.

Die Strecke von Opuwo zu den Falls ist neu ausgebaut und läßt sich ohne großen Stress "notfalls" in 3 Stunden machen.

Neben den Himba-Dörfern, die manchmal etwas "touristisch vorbelastet" sind, besucht doch mals die kleine Schule oberhalb der Epupa Falls. Es ist bewundernswert, wie Ben, der einzige Lehrer, etwa 40 Kinder in 4 Klasse gleichzeitig die ganze Woche unterrichtet - er freut sich auch über jede kleine "Spende", die ihm hilft, seine Schützlinge ungeachtet der "stotternden" staatlichen Mittel zu ernähren.

An den Falls gibt es schön gelegene Campgrounds, die aber manchmal etwas voll und dann eng sind. Das Epupa Camp ist eine sehr schöne Lodge, in der wir uns jedes mal bei Andree wie zu Hause fühlen.😁 Soll aber im Januar und Februar 2008 völlig umgebaut werden.Eine Anfrage empfiehlt sich; grüßt ggfs. Helene von mir [helene@epupa.com.na].

Bekannte von un sberichtete gerade vorgestern von deren Reise im Oktober: Die Kunene River Lodge soll auch sehr schön sein.

Grüße
Helgi
Reisebericht 2012: 8 Löwen und ein Oryx
49 Beiträge · seit 200720. Nov. 2007 · #3
Hallo,

die Epupafälle sind auf jedenfall den Weg wert, auch bei Regen. Du solltest aber auch den Wetterbericht beachten und am besten in Opuwo fragen in welchem Zustand die Straße ist. Nach heftigen Regenfällen sind die Riviere meist gefüllt und Du solltest dann für die Strecke 2-3 Stunden zusätzlich rechnen. Prinzipiell sollte es mit einem 4x4 kein echtes Problem darstellen. Ich persönlich würde mindestens 2 Nächte einplanen.

Als Alternative falls es echt so Regnen sollte, dass da oben alles geflutet ist sind immer noch die Wasserfälle bei Ruacana ganz schön (klar Epupa liegt einfach schöner und hat kein Stauwehr oberhalb der Fälle). Im Niemandsland zwischen Namibia und Angola hat man den besten Blick auf die Fälle.

Da Du Dich anscheinend auch nicht abhetzen willst sind für die Etosha meines erachtens 5-6 Tage nicht zu viel. Da gibts soviel zu sehen. Und wenn man ein Löwenrudel gefunden hat will man ja auch nicht gleich weiterfahren.

Viel Spaß
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189 Beiträge · seit 200720. Nov. 2007 · #4
heuchef schrieb:


Neben den Himba-Dörfern, die manchmal etwas "touristisch vorbelastet" sind, besucht doch mals die kleine Schule oberhalb der Epupa Falls. Es ist bewundernswert, wie Ben, der einzige Lehrer, etwa 40 Kinder in 4 Klasse gleichzeitig die ganze Woche unterrichtet - er freut sich auch über jede kleine "Spende", die ihm hilft, seine Schützlinge ungeachtet der "stotternden" staatlichen Mittel zu ernähren.


Bilder von der Epupa Mobile School könnt ihr auf unserer Webseite sehen. Wir haben die ersten Spenden für eine Gartenmauer zusammen, damit ein Gemüsegarten angelegt werden kann.
Fritz, der Besitzer vom Omarunga Camp, hat den Epupa Mobile School Trust Fund gegründet. Unser Ziel: feste Unterkünfte für Schüler und Lehrer!

Ich bin immer im Omarunga Camp, das ich sehr empfehlen kann.

Grüße vom Bodensee

Traudel
Viele kleine leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Angesicht der Erde veraendern. www.namibiakids.com Gebt Rassismus keine Chance!
298 Beiträge · seit 200720. Nov. 2007 · #5
Hallo Madiba,

ich kann auch nur zu den Epupa-Fällen raten. Es ist einfach immer wieder traumhaft schön, sehr erholsam und die Straße ab Opuwo war im Oktober (keine Regenzeit) viel besser befahrbar, als beschrieben. Wir waren in 3 1/2 Std. mit vielen Foto-Stopps dort. Das Omarunga-Camp ist traumhaft gelegen, direkt am Kunene. Die Zelte sind groß und komfortabel, die sanitären Einrichtungen (jedes Zelt hat sein eigenes Bad) stehen unter Palmen im Freien.

Viele Grüße
Silvy
159 Beiträge · seit 200620. Nov. 2007 · #6
Hallo Madiba,

ich würde dann von der Grootberg Lodge bis Opuwo fahren.In Opuwo gibt es die Opuwo Country Lodge mit Campingplatz der sehr gut und sauber sein soll(war selber nur in der Lodge) und von dort kannst Du es bequem nach Epupa schaffen wir haben dort im Omarunga Camp übernachtet(2Tage). Dann würde ich einen Tag an die Kunene River Lodge Campsite verbringen. Am nächsten Tag weiter nach Ruacana (ich glaub Hippocamp) oder direkt weiter in Richtung Oshakati und von dort aus über das King Nehale Gate nach Etoscha. Von Etoscha kannst Du dann in einem Tag nach Windhook fahren und dort die Reise ausklingen lassen.

Gerade im Januar sind die Epupafalls besonders schön weil der Kunene viel Wasser führt. Ich war im letzten Januar dort und hatte keien probleme mit der Strassenverhältnissen.

schöne Grüße
Reinhardt
zuletzt bearbeitet 20. Nov. 2007
349 Beiträge · seit 200621. Nov. 2007 · #7
Epupa-Falls sind auf jeden Fall schön und die Fahrt dahin wert.
Als Zwischenstopp kann ich Opuwo nicht empfehlen. Der Ort ist einfach nur dreckig und verwahrlost. Tanken, nebenan im Bottle-Store die Windhoek-Lager-Vorräte auffüllen und weg da! Die dortige Lodge kenne ich allerdings nicht.
Ich würde lieber im Camp AUssicht bei Marius STeiner, ca. 60 km südlich Opuwo, bleiben. Er hat eine geniale Campsite, Sundowner-Platz oben auf dem Berg und ist überhaupt und sowieso einen Besuch wert.
Kunene River Lodge ist sehr schön zum Campen, kann ich empfehlen. Ebenso die Hippo-Pool-Campsite, die ist halt nur sehr viel einfacher. Ich würde mich aber für eine Location entscheiden, eine Nacht da, die zweite Nacht dort macht wenig Sinn, die liegen ja nicht allzu weit auseinander.
Ruacana-Falls kann man, wenn kein Wasser fließt, getrost links liegen lassen. Man sieht schlicht und einfach nur einen nackten Berghang.
Ich würde versuchen, die "Four-O-Region" an einem Tag zu durchfahren bis in die Etosha. Da oben ists nicht jedem angenehm, es gibt wenig Camping-Möglichkeiten und man wird immer wieder gewarnt, da oben sein Auto auch nur kurz aus den Augen zu lassen.
LG
Daniel
www.daniel-gutmann.de
Themenstarter3 Beiträge · seit 200721. Nov. 2007 · #8
Großes "Dankeschön" schon mal für die guten Tips. Nachdem alle von Epupa so begeistert sind, bin ich jetzt auch richtig neugierig geworden.
Mir ist jetzt nur noch nicht ganz klar, ob die Strecke von Epupa zum Kunene Camp bzw. bis Ruacana auch im Januar befahrbar ist. Auf meiner Karte ist diese Strecke als in der Regenzeit nicht befahrbar eingetragen.

Viele Grüße
Madiba
52 Beiträge · seit 200721. Nov. 2007 · #9
Hallo Madiba!

Wir fahren am 27.12. von der Grootgerh Lodge zur Kunene River Lodge und verbringen 2 Tage am Kunene. Wann seid Ihr dort?

Liebe Grüße Andi
911 Beiträge · seit 200721. Nov. 2007 · #10
Hallo Madiba,

falls Du die Strecke von Epupa entlang des Kunene Richtung Ruacan meinst: Von Epupa bis Swartsbooisdrif ist die schlichtweg weder im Januar noch im Juli noch sonst befahrbar, jedenfalls nicht für einen noch so 4x4-erfahrenen Touristen. Ich hörte selbst von alten Hasen, die mit vollausgerüstetem Unimog diese Strecke gefahren sind, dass es ein Plage mit vielen Risiken sei.
Also von Epupa zurück bis Otjiveza/Epembe, dann die 3701 nach Swartsbooisdrif und dann entlang des Kunene Richtung Ruacana.....

Liebe Grüße
Helgi
Reisebericht 2012: 8 Löwen und ein Oryx
349 Beiträge · seit 200621. Nov. 2007 · #11
heuchef schrieb:
Hallo Madiba,

falls Du die Strecke von Epupa entlang des Kunene Richtung Ruacan meinst: Von Epupa bis Swartsbooisdrif ist die schlichtweg weder im Januar noch im Juli noch sonst befahrbar, jedenfalls nicht für einen noch so 4x4-erfahrenen Touristen. Ich hörte selbst von alten Hasen, die mit vollausgerüstetem Unimog diese Strecke gefahren sind, dass es ein Plage mit vielen Risiken sei.
Also von Epupa zurück bis Otjiveza/Epembe, dann die 3701 nach Swartsbooisdrif und dann entlang des Kunene Richtung Ruacana.....

Liebe Grüße
Helgi
Ganz so schlimm muss es wohl nicht sein. Als ich spaßeshalber in der Kunene River Lodge nach dem Zustand der 3700 frage, wird mir dort geradezu empfohlen, da lang zu fahren, es sei wunderschön, man brauche halt nur einen 4x4. Ich habs aber dennoch nicht allein ausprobieren wollen.
Der Umweg über die 3701 ist zwar streckenmäßig länger, aber deutlich schneller. Strecke war jetzt im Nov. gut ausgebaut, es hat aber eine Rivier-Durchquerung, die haarig werden könnte, wenn es geregnet hat. Davon braucht man sich aber nicht abhalten lassen, das klappt schon!

LG
Daniel
www.daniel-gutmann.de
Themenstarter3 Beiträge · seit 200721. Nov. 2007 · #12
Hallo Andi,
wir werden wohl erst am 07.Januar an den Epupa-Falls sein, anschließend geht es dann weiter. Nach den Ratschlägen hier im Forum wohl weiter zur Kunene River Lodge. Schönen Urlaub Euch!
78 Beiträge · seit 200721. Nov. 2007 · #13
Hallo, wir wollen im Jan./Febr. nach Namibia und ich denke darüber nach, ob wir nicht irgendwelche "kleinen" Gastgeschenke mitnehmen könnten oder sollten wir lieber vor Ort Geld geben. Außerdem habe ich schon ein paar Mal von Maismehl etc. gehört, was ihr abgebt. Was ratet ihr uns hier?
Dann noch eine Frage, Kann man in der Omarunga Lodge auch campen?
Besten Dank
Ulla
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189 Beiträge · seit 200721. Nov. 2007 · #14
Naja schrieb:
Hallo, wir wollen im Jan./Febr. nach Namibia und ich denke darüber nach, ob wir nicht irgendwelche "kleinen" Gastgeschenke mitnehmen könnten oder sollten wir lieber vor Ort Geld geben. Außerdem habe ich schon ein paar Mal von Maismehl etc. gehört, was ihr abgebt. Was ratet ihr uns hier?
Dann noch eine Frage, Kann man in der Omarunga Lodge auch campen?
Besten Dank
Ulla
hallo Naja,

die Idee, Gastgeschenke mitzubringen finde ich gut. aber bitte kein Geld, sondern: Maismehl, Zucker, Fett.
Auf dem Weg zu den Epupa Falls werdet ihr vielen bettelnden Kindern begegnen die um sweets betteln. Übrig gebliebene Lunchbrote wären sinnvoller, irgendwas zu essen, aber keine sweets.

Direkt neben dem Omarunga Camp ist auch ein Campingplatz. Wenn Du Adresse brauchst, schicke mir bitte pms.

LG
Traudel
Viele kleine leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Angesicht der Erde veraendern. www.namibiakids.com Gebt Rassismus keine Chance!
52 Beiträge · seit 200721. Nov. 2007 · #15
Hallo Madiba!

Wünsche Dir auch einen schöne, interessante Reise und den anderen Mitgliedern vielen Dank für die Tipps. Noch eine Frage: Wie sieht die Straße D3709 von Otjodeka nach Opuwo aus und ist sie landschaftlich schön? Wir müssen ja von der Grootberg Lodge nicht unbedingt 2 mal die gleiche Strecke nach Opuwo fahren.

Liebe Grüße Andi
298 Beiträge · seit 200721. Nov. 2007 · #16
Hallo,

möchte meinen Kommentar zu den Geschenken abgeben: Wir hatten Maismehl, Zucker, Tabak und Streichhölzer bzw. billige Feuerzeuge dabei. Für die Himba-Kinder hatten wir 1 Kiste Äpfel gekauft, allerdings schon in Outjo, da im Opuwo kein Obst zu bekommen war. Das wurde sehr begeistert aufgenommen. Der absolute Hit waren aber vier alte Pfeifen, die ich mit jeweils einem Päckchen Tabak (ganz billig in Opuwo im Supermarkt) von einem Bekannten bekommen hatte und an alte Himbas verschenkt habe.

Ich fand Opuwo zwar auch etwas schmutzig, aber das Völkergemisch aus modern gekleideten Jugendlichen, Ovambo-Frauen in ihren bunten Gewändern und halbnackten Himba-Frauen auf der Straße und im Supermarkt ist schon sehenswert. Die Country-Lodge liegt traumhaft schön außerhalb auf einem Berg mit wunderbarer Aussicht und ist sehr empfehlenswert.

Im Omarunga Camp hat man Schweizern, die am Kunene entlang die 3700 fahren wollten, dringend davor abgeraten, diese Strecke zu nehmen. Es hätte zuviele dramatische Rettungsaktionen gegeben und die Strecke ist eigentlich nicht mehr passierbar (Stand Okt. 2007).

Viele Grüße und viel Spaß bei den Vorbereitungen
Silvy
189 Beiträge · seit 200721. Nov. 2007 · #17
@ silvy

Du unerstützt die Sucht😄

Du scheinst auch ein Fan von "meinem Paradies" zu sein

Liebe Grüsse vom Bodensee

Traudel
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78 Beiträge · seit 200722. Nov. 2007 · #18
Danke liebe Traudel,
die Adresse interessiert uns, leider weiß ich nicht was eine pms ist. Meinst Du damit eine Email?
Gruß
Ulla
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189 Beiträge · seit 200722. Nov. 2007 · #19
Hallo naja,

hier der Link zum Omarunga Camp, wo du auch den Campingplatz buchen kannst.
Die Bar ist auch für Campingplatzbesucher nutzbar, ebenso bei Voranmeldung die Verpflegung, die sehr gut ist.
Letztes Jahr im März kamen die Camper bei grossem Regen ins Omarunaga Camp, wir hatten viel Spass an der Bar und im lap.


http://www.natron.net/omarunga-camp/start.html

Ich wünsche euch auch soviele positive Erlebnisse, wie ich sie erfahren durfte.

Liebe Grüsse

Traudel
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359 Beiträge · seit 200622. Nov. 2007 · #20
Hallo naja,
das Omarunga Camp ist eine klare Empfehlung, die Lage ist einfac traumhaft und lädt zum Verweilen ein. Die Kunene River Lodge ist auch nicht schlecht, aber eine Nacht reicht aus, es se denn Ihr wollt an einer mehrtägigen Rafting Tour auf dem Kunene teilnehmen.

Gruss Thomas