Etosha Camping

11 Antworten · 4'642 Aufrufe · gestartet 22. Okt. 2007 von Dina
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Themenstarter127 Beiträge · seit 200622. Okt. 2007 · #1
Hallo,

wir planen im nächsten Jahr wieder nach Namibia zu reisen. Da sich die Preise für die Übernachtungen in den Etosha-Camps stark gesteigert haben, denken wir nun über Camping nach. Ich hoffe ich werd jetzt nicht gesteinigt😕 . Hab zu diesem Thema bereits die Suchfunktion benutzt, aber nichts brauchbares gefunden... Kann mir nun jemand sagen wie, nach dem Umbau der Camps, der Zustand der sanitären Anlagen ist? Gibt es gute Möglichkeiten zur Selbstversorgung?

Vielen Dank im Voraus.

Dina
3'491 Beiträge · seit 200622. Okt. 2007 · #2
Hallo Dina,
zum Zustand der Campingplätze kann ich nichts sagen. Aber zu Deiner Frage nach "guten Möglichkeiten für Selbstversorger": in allen 3 Camps gibt es auch nach dem Umbau Shops, in denen man sich mit dem Nötigstens eindecken können sollte. Nur die Meinung darüber, was das Nötigste ist, gehen zwischen Besuchern einerseits und Shopbetreibern andererseits sehr weit auseinander. Es gibt jede Menge Bekleidung, vor allem in Kindergrößen, Bildbände über Namibia, original maschinengefertigte Souvenirs, Biergläser mit schicken Campaufklebern usw. Im neuen Namutoni-Shop soll es auch - unser Flehen hat gefruchtet - endlich Diamanten und diverse Schmuckstücke geben. Solltet Ihr allerdings Brot, Butter, Wurst, Käse, Fleisch usw. für nötig erachten, dann ist die dortige Versorgungslage eher prekär, zumindest aber sehr stark zufallsabhängig. Und nach den neuen Zugangsregelungen - s. AZ von heute - ist auch nicht ganz sicher,ob Ihr als einfache Campinggäste überhaupt in die Shops gehen dürft. Oder vielleicht auch nur gegen 100 N$ Eintritt. - Ich entschuldige mich für meine " rassistischen Bemerkungen" und kann Euch nur dringend empfehlen, Euch vor dem Besuch von Etosha mit allem Notwendigen entweder in Outjo ( wenn Ihr Okaukuejo als erstes besuchen wollt )oder noch besser in Tsumeb ( für Besucher des Osteingangs; sehr guter Sparmarkt mitten im Ort ) einzudecken. Die sicher beste Alternative allerdings ist, außerhalb des NP zu nächtigen und Euch dort versorgen zu lassen. Ihr dürft dann zwar die Camps nicht mehr so ohne weiteres betreten, aber dafür bleibt Euch deren Anblick erspart. Sorry - ich bin z.Zt. wirklich sehr schlecht auf NWR zu sprechen.
Gruß Joli
Themenstarter127 Beiträge · seit 200622. Okt. 2007 · #3
Hallo Joli,

wir waren im letzten Jahr in Etosha. Ich fand es so schön am Abend und ganz früh am Morgen am Wasserloch zu sitzten. Leider kann man dies ja nicht, wenn man ausserhalb übernachtet. Ich hab auch sehr erschrocken über die dramatischen Preissteigerungen in den Camps. Ich bin mir da nicht so sicher, ob das Preis-Leistungs-Verhältnis in Ordnung ist. Evtl. findet sich eine bessere Unterkunft für einen ähnlichen Preis außerhalb des Parks. Da werden wir wohl einen Kompromiss eingehen müssen...
Vielen Dank für deine Antwort. Ich kann deinen Ärger schon nachvollziehen....


Viele Grüße,
Dina
Gast22. Okt. 2007 · #4
Dina schrieb:
Kann mir nun jemand sagen wie, nach dem Umbau der Camps, der Zustand der sanitären Anlagen ist?
Wir hatten Anfang Oktober jeweils eine Campsite in Halali und Okaukuejo. In Halali gab es mehrere neue Sanitärhäuschen. In Okaukuejo gibt es derzeit nur ein neues Sanitärhäuschen und dazu noch ein Abwaschhäuschen. Die Wege dahin sind teilweise recht lang. Ich vermute dass für die hinteren Campsites noch ein neues Sanitärhaus dazukommt. Gesehen haben wir in der Richtung allerdings noch nichts.

Die Sanitärhäuser sind ansprechend gestaltet (natürliche materialien und Farbtöne) und hochwertig ausgestattet. Nach wenigen Wochen sind allerdings schon Duschköpfe extrem verkalkt, Putz beginnt partiell zu bröckeln und teilweise roch es unangenehm. Soll heißen: Wenn der "Pflegestandard" beibehalten wird, sieht es in einem Jahr wieder alles heruntergekommen aus.

In Okaukuejo sind die Campsites sehr dicht beieinander, in Halali hat man einen Tick mehr Platz. In beiden Camps gibt es an jeder Campsite Wasser, Licht und eine Steckdose. In Halali gab es bei den Campsites in Richtung Wasserloch recht aggressive Honigdachse und in Okaukuejo wird man von Schakalen besucht (harmlos). In beiden Camps waren am morgen alle Mülltonnen auf den Campsites umgekippt.

Ich würde am ehesten eine Nacht in Halali empfehlen. Dann kann man einen Tag bequem die Wasserlöcher in der Mitte des Parks erkunden. Alles um Okaukuejo und Namutoni kann man auch ausreichend früh/spät erreichen, wenn man eine Unterkunft vor den Toren bucht. Wenn man noch nicht viele Tiere gesehen hat, könnte Okaukuejo wegen des sehr frequentierten Wasserloches noch eine Überlegung wert sein.

Guido
3 Beiträge · seit 200723. Okt. 2007 · #5
Hallo Dina,

wir waren vor 2 Wochen in Namutoni und Okaukuejo campen.

Die Site in Okaukuejo ist fertig, wird aber wohl noch etwas erweitert. Es gibt genug Sanitärhäuschen und Spühlhäuschen, wobei letztere manchmal nur für Gruppen geöffnet waren. Toiletten und Duschen sind sehr schön gestaltet und wurden auch ständig geputzt. Trotz hoher Besucherfrequenz hat alles (noch) gut funktioniert und war in Ordnung. Das Restaurant in Okaukuejo ist nichts spezielles, aber OK. Das Wasserloch ist toll gemacht und es kamen auch regelmäßig Elefanten und ein Naßhorn mit Kleinem. Im Shop in Okaukuejo bekommt man gefrorenes Fleisch, als wir da waren leider nur Rind, Schwein und Schaf, aber es soll gelegentlich auch Wild geben. Nachts suchen Schakale die Mülltonen durch.

Namutoni ist etwas großzügiger vom Stellplatz mit etwas grün, aber noch nicht ganz fertig, an einem Sanitärhäuschen wurde noch gebaut, daher etwas Stau bei dem anderen. Aber alles ebenso schön gemacht. Gäste auf dem Platz sind Schakale, Mungos und Warzenschweine. Der Shop hatte kein Fleisch zu unserer Zeit, dafür ein paar andere gekühlte Sachen wie Gemüse im Angebot. Das Wasserloch ist nicht so toll gemacht, dafür hat man die Chance auf einen Leoparden, der wohl recht regelmäßig vorbei schaut.

In beiden Orten kann man einen kleinen Pool nutzen.

Halali waren wir nur Mittags, ist recht groß und staubig.
16 Beiträge · seit 200729. Okt. 2007 · #6
Hallo Dina,

wir waren letzte Woche in allen drei Campsites und hatten bez. sanitären Anlagen von Namutoni den schlechtesten Eindruck. Okaukuejo und Halali sind sauber und ok. In allen drei Campsites ist allerdings Mitte Oktober kein Grass mehr als Untergrund.

In Halali fällt ab und an auch mal der Strom aus -natürlich just in den Momenten wenn Nashörner ans beleuchtete Wasserloch kommen.

In Namutoni setzt man offensichtlich nicht mehr allzusehr auf Camper, da diese p.p. 100N$ für das künstliche Wasserloch zahlen müssen und die Campsite offensichtlich nicht mehr gepflegt wird. Dafür hat man auf der Campsite viel Spass mit Warzenschweine oder Schakale welche einem wahlweise das Brot oder Fleisch streitig machen wollen.
Experimente aus der Praxis
483 Beiträge · seit 200730. Okt. 2007 · #7
Habe ich richtig gelesen? In Namutoni muss man nun als Camper für das Wasserloch auch noch bezahlen???

Sag bitte schnell, dass dies ein Witz ist!!!

Gruss, Thomas
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16 Beiträge · seit 200730. Okt. 2007 · #8
Hallo Thomas,

nein kein Witz. Nur Übernachtungsgäste der Chalets und Bungalows müssen nichts zahlen. Tagesbesucher und Campinggäste müssen zahlen.

Im Camp liegen Zettel über die neue Regelungen der NWR aus und die Tageszeitungen AZ und Namibian sind voll mit Artikeln und Leserbriefen zu diesem Thema.

Siehe auch:
http://www.az.com.na/tourismus/branche/neue-regeln-fr-etoscha-tagesbesucher.22171.php
Experimente aus der Praxis
982 Beiträge · seit 200630. Okt. 2007 · #9
Habe ich richtig gelesen? In Namutoni muss man nun als Camper für das Wasserloch auch noch bezahlen???
Sag bitte schnell, dass dies ein Witz ist!!!
Nein, das ist kein Witz. Aber IMHO lohnt es sich nicht. Denn dieses Wasserloch ist gerade erst angelegt. Als ich am 09.10.07 da war, haben sie den letzten Zement draufgeklatscht. Abends kamen keine Tiere! Es mag am Baulärm liegen, der tagsüber noch in die Weite hinausschallt, es mag daran liegen, dass die Tiere das Wasserloch noch nicht kennen, es mag daran liegen, dass das Wasserloch ziemlich klein ist und kein Tier ernsthaft darin plantschen kann oder es mag daran liegen, dass es dort oben recht laut war, weil viele Touristen ihre Klappe nicht halten konnten oder es mag daran liegen, weil die Geräuschkulisse aus der Kneipe im Innenhof für die Tiere zu unangenehm war.
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935 Beiträge · seit 200630. Okt. 2007 · #10
Auf das künstliche Wasserloch in Namutoni kann man getrost verzichten. Dort habe ich wirklich nur selten Tiere gesehen, eine Nilgans.
Außerdem ist die Treppe auf das Fort-Dach, natürlich aus deutscher Sicht, sehr abenteuerlich zu besteigen. Wie lange diese Konstruktion halten wird?

Das natürliche Wasserloch sieht viel schöner aus, obwohl dort auch im Gegensatz zu Okaukuejo und Halali, wenig los ist.

Ich hoffe, das Zahlen für die Wasserlöcher gilt nur für das künstliche Wasserloch für das Fort-Dach. Oder müssen wir Camper nun auch in den anderen Camps für die Wasserlöcher extra zahlen?

Und noch was zur Fleischversorgung: Wir haben uns in Windhoek beim Kalahari Meat Market das Fleisch vakuumieren lassen und dann ganz unten im Kühlschrank aufbewahrt. 5 Tage konnte wir das Kudufilet somit aufbewahren.
14 Beiträge · seit 200730. Okt. 2007 · #11
Heute in der AZ gelesen:
Vom 30.10.2007
Namibia toll, Namutoni nicht
Reisegruppe schildert Geschehnisse vor verschlossenen Toren Namutonis
Angestellte von Namibia Wildlife Resorts schlossen das Eingangstor zum Namutoni Rastlager am 18.Oktober dieses Jahres und hinderten eine Reisegruppe an der Weiterreise, da diese das Aussichtsdeck in Namutoni benutzt, aber nicht bezahlt hatte (AZ berichtete).
Windhoek - Am vergangenen Donnerstag weilte die Gruppe in Windhoek, bevor sie nach Botswana weiterreiste. Die betroffenen Touristen wollten der AZ die Vorfälle aus ihrer Sicht schildern, die die gesamte Gruppe verärgert und ihren hiesigen Reiseleiter in Schwierigkeiten mit einer bis heute unbekannten Person in Namutoni gebracht hatten.

Die Gruppe sei an dem besagten Tag zum Tagesbesuch in Namutoni angekommen und die Touristen hätten das renovierte Fort besichtigt. An einer der beiden Treppen, die zu dem neuen Aussichtsdeck führen, habe eine Frau gestanden, die „weder eine Uniform noch ein Namensschild, noch irgendeine Identifikation, dass sie eine Angestellte des Rastlagers sei, getragen habe“. Die Frau habe einen Teil der Gruppe angehalten, sie gefragt woher sie kämen und N$ 100 pro Person verlangt. „Wir dachten, dass uns hier irgendjemand abzocken wollte und ignorierten die Frau. Ein Teil der Gruppe war bereits die andere Treppe auf das Aussichtsdeck gestiegen und wir taten dies ebenfalls“, sagte einer der Gruppe, der, wie der Rest nicht seinen Namen genannt haben möchte, da „sie noch von Namibia aus zurückfliegen müssten und möglicherweise Schwierigkeiten bekommen könnten“. Auch ein Mann, der dazu gekommen war und ebenfalls keine Uniform oder Namensschild oder irgendetwas trug, dass ihn als Angestellten des Rastlagers hätte identifizieren können, wurde ignoriert, da die Touristen der Meinung waren, abgezockt zu werden. Nirgends sei ein Schild oder Hinweis gewesen, um zu informieren, dass Tagesbesucher zahlen müssten, wenn sie das Aussichtsdeck betreten wollten. „Wir hätten dann nicht gezahlt und wären auch nicht auf das Deck gegangen, da auch für uns N$ 100 sehr viel Geld ist. Nach zwei Minuten waren wir alle eh wieder runter, weil es an der fürchterlichen Wasserstelle überhaupt nichts zu sehen gab“, sagte einer der Reiseteilnehmer. Die Besucher hätten den Vorfall ihrem Reiseleiter mitgeteilt, seien in den Bus gestiegen und wollten ihre Reise durch den Etoscha-Nationalpark fortsetzen. Das Tor sei vor dem Bus geschlossen worden und der Mann, der bereits im Fort die Gruppe angesprochen habe, sei in den Bus gekommen und habe einige der Gruppe als jene ausgewiesen, die „etwas verkehrt gemacht hätten und ins Büro kommen müssten“. Reiseleiter Werner Halmburger fragte seine Gruppe, ob jemand etwas falsch gemacht habe, da auch er nichts von den N$ 100 „Eintritt fürs Aussichtsdeck“ wusste. Halmburger sei mitgeteilt worden, dass die Gruppe bezahlen müsse oder die Polizei alarmiert werde. Anschließend sei der Mann in ziviler Kleidung in einem Büro verschwunden. Als nach einer Viertelstunde der Reiseleiter immer noch nicht aus dem Büro kam, sei einer der Gruppe dorthin gegangen und sah die beiden Männer diskutieren. „Ich wollte Tiere sehen und nicht darauf warten, dass endlich die Polizei aus Tsumeb in Namutoni ankommt“, sagte ein Sprecher der Besuchergruppe. Er habe daraufhin mit dem Mann, der immer noch nicht seinen Namen oder Position genannt hatte, gesprochen und man sei sich einig geworden, für drei Personen je N$ 100 zu bezahlen. Ein Stunde habe die Reisegruppe durch den Vorfall verloren. Die gesamte Situation sei sehr fragwürdig, da es schon erstaunlich sei, dass sich „ein vermeintlicher Angestellter des Rastlagers auf solch einen Kuhhandel eingelassen habe“, meinten einige Reiseteilnehmer.

„Wir haben und sollten sehr viel Geld für nichts bezahlen, denn das Wasserloch ist eine Katastrophe“, sagten die Reisenden. 100 Jahre Etoscha sollten doch nicht N$ 100 für jedes bisschen bedeuten. Ansonsten habe die Gruppe sehr gute Erfahrungen in den elf Tagen in Namibia gemacht, so der Sprecher, und viele Tiere im Etoscha-Nationalpark gesehen.
Von Dirk Heinrich
🙁
483 Beiträge · seit 200730. Okt. 2007 · #12
O.K., von der Diskussion über das "Aussichts"dach habe ich ja auch schon gelesen. Ich dachte, es wäre das Wasserloch mit dem hohen Schilf, das 3/4 des Wasserlochs verdeckt, gemeint, wo man tatsächlich nicht viel sieht. Wir hatten anfang September eine Ginsterkatze, ein Schakal und eine Hyäne gesichtet, innerhalb von 30 Minuten...

Gruss, Thomas
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