NAMIBIA der etwas andere Reisebericht von Savuti
Im Frühjahr 2007 machte ich einen Besuch bei meiner früheren Nachbarin E. Ihre Frage wo ich denn immer so stecke konnte ich mit einem freudigen Grinsen mit NAMIBIA beantworten. Fazit war, wir planten einen gemeinsamen Aufenthalt dort für den Herbst. Eine Woche später hatte sie ihr Ticket und nun war ich gefragt.
Wohin soll die Reise gehen, Norden, Süden, was ist mit meinem kleinen, feuerroten Condor möglich? Das Kaokoveld und die Himbas wären für mich etwas Neues, ein paar touristische Highlights sollten es aber für E. schon sein. Das Forum war eine Quelle an wertvollen Informationen und ich war schnell davon überzeugt, dass man auch einen ersten Eindruck vom Kaokoveld bekommen kann, selbst wenn man kein 4x4 Auto besitzt.
Da E. nur knapp 3 Wochen zur Verfügung stehen, ich aber einen längeren Aufenthalt für mich geplant habe, findet ihr hier auch Eindrücke und Erlebnisse in und um Windhoek, auf der Farm usw.
Die Reise
Freitag 07. September 2007
Endlich geht’s los. Ich habe richtig Bammel vor dem Einchecken am LTU Schalter, mein Gepäck sprengt alle Gewichtslimits. Nicht dass ich für mich soviel eingepackt hätte, meine Kleidung und die Campingausrüstung sind auf der Farm in Namibia untergebracht, somit waren es hauptsächlich Mitbringsel, aber was für welche…. Leinwände und Rahmen für meine Malerfreundin, Spielsachen für ihr Enkelkind, Kleidung für die Hausfee der Farm und jede Menge Krimskrams, nicht zu vergessen die Erdnussflips für das Forumsmitglied Jörg. Nun ja man war seeeehr großzügig und ich habe kein Übergepäck bezahlt.
Der Nachtflug war ok, konnte sogar etwas schlafen, es war halt ein bisschen eng mit einem 2m Mann neben mir, der nicht wusste wohin mit seinen Beinen.
Samstag 08. September 2007
Endlich…Namibia. Zum ersten Mal habe ich Etosha aus dem Flugzeug gesehen, es war aber leider zu dunstig zum Fotografieren. Einreise o.k., Zoll, nach Erklärung was ich da so mitschleppe, auch. Mein Abholer, Richard, wartete schon und eine Willkommens-SMS vom Fomi Jörg. Ich war endlich, zum 4x in diesem Jahr, angekommen.
Schnell mein Auto, das bei Savanna untergestellt war, abholen, dann ein kurzes Treffen mit Jörg um die Erdnußflips an den Mann zu bringen, eine Pension für zwei Nächte suchen (diesmal war es Handke, nett, sauber, sehr freundliches Personal) und etwas Schlaf nachholen. Schon hat mich das Windhoeker Leben wieder, mit dem Besuch einer Oldtimerausstellung und dann zu Joes Beerhouse. Ein langer Tag geht zu Ende.
Sonntag 09. September 2007
Eigentlich wollte Fomi Jörg heute etwas mit mir unternehmen, leider wurde er krank. Was tun mit einem Sonntag in Windhoek. Ich entschloss mich für einen kurzen Besuch auf der Farm, 140km von Windhoek entfernt, also los…auf die B6 Richtung Gobabis, am Flughafen vorbei, nach 100km links ab, Richtung Omitara/Steinhausen. Es liegen noch ca 40km Gravelroad zwischen mir und meinem Ziel, der Farm Apex und meinen Freunden. Schnell bekam ich wieder das Gefühl für die Schotterstraße und da war auch schon das erste von drei Farmtoren, etwas mühsam wenn man keinen Beifahrer hat, der die Tore öffnet und wieder schließt. Auf dem Veld stehen, wie zur Begrüßung, einige Springböcke und Weissschwanzgnus . Die Überraschung war gelungen, da Carola und Kurt mich erst morgen erwartet hatten, als ich dann noch erklärte, dass ich wieder nach Windhoek zurück müsste, hat man mich, glaube ich, für verrückt erklärt. Mittagessen mit leckerem Oryxbraten, viel Erzählen, Kaffeetrinken und schon musste ich aufbrechen um auf der Rückfahrt nicht in die Dunkelheit zu kommen.
A lazy evening in Windhoek.
Montag 10. September 2007
Heute gabs einiges zu erledigen: die Kühlbox musste in den Condor eingebaut und das fehlende Campingequipment ausgeliehen werden. Dann die vermasselte Buchung beim NWR berichtigen, Glück gehabt, ich bekam noch die Buchung für einen Bungalow am Wasserloch in Okaukuejo zum gewünschten Termin. Einkaufen für die Farm und Fomi Jörg treffen, mit dem ich dann kurz bei Carsten Möhle vorbeigeschaut habe. Schade heute Abend wäre dort ein Potjie- Essen gewesen zu dem sich auch Fomi Ralf von Koiimasis angesagt hat, wäre gerne dabei gewesen, aber noch eine Nacht in Windhoek wollte ich nun wirklich nicht mehr verbringen, also gings wieder auf die Farm s.o. gerade rechtzeitig zum Sundowner, bei mir immer Gin-Tonic. Zuhause bei Freunden. Da noch zwei Gäste auf der Farm waren habe ich das Kochen übernommen, eines von Kurts Lieblingsgerichten – Hühnercurry-. Nach einem gemütlichen Abend, wie es halt auf den Farmen so ist, früh ins Bett...
Dienstag/Mittwoch 11./12. September 2007
…und früh wieder raus. Farmalltag. Fahrt durchs Gelände, Oryxe, Hartebeester, Warzenschweine, Kudus, Gnus u.v.a. gesehen. Dann herrschte große Aufregung, über Funk wurde gemeldet, dass beim Nachbarn zwei Rinder schwarz geschlachtet wurden, zum Abtransport kam es nicht mehr, da wurden die Täter gestört. Spurensuche, Polizei usw.
Anhand der Fußspuren wurde festgestellt, dass die selben Leute schon bei drei anderen Schwarzschlachtungen beteiligt waren. Damit und mit Wilderern haben in ganz Namibia die Farmer zu kämpfen.
Donnerstag 13. September 2007
Endlich kann die Tour losgehen, heute landet E. Ich hole sie am Flughafen ab und wir quartieren uns wieder bei Handke ein. Da sie noch nicht genug von dem Tag und dem langen Flug hat (über JNB, Gepäck ist mitgekommen), fahren wir erstmal einige Sehenswürdigkeiten ab und gehen dann ins The Gourmet (Kaiserkrone) zum Essen. Der Muscheltopf, die Austern und der Seafood-Pancake waren ausgezeichnet, wir haben den lauen Abend und das leckere Essen sehr genossen. Dann war E. doch erledigt und es ging nach „alter Farmermanier“ früh ins Bett.
Freitag 14. September 2007
Endlich: zwei Weiber on Tour.
Noch schnell ein paar Einkäufe im Wernhil Center getätigt und on the road again, Richtung Rehoboth, Nauchas, den Spreetshoogte Pass nach Solitaire. Dort gabs den ersehnten Apfelkuchen und Kaffee. Auf der Nachrichtentafel nichts Neues. Im letzten Jahr, als ich dort vorbei kam, war auf die Tafel ein Galgen gemalt mit der Unterschrift: Saddam hanged. Ich wüsste es wahrscheinlich bis heute nicht, gäbe es nicht diese Tafel, die übrigens auch die WM Ergebnisse mitteilte.
Frisch gestärkt gings weiter nach Sesriem. Nun kam die Premiere: Aufbau meines Riesenzeltes. Es ging besser als erwartet und schon hatten wir zwei Schlaf- und einen Wohnraum fertig, das Braiifeuer glühte, die Butternut und Kartoffeln und Fleisch waren fast fertig.
Tja dann wurde der Zauber dieses schönen Abends durch heftige Windböen gestört, wir mussten den Tisch ins Zelt tragen (das zu Glück den Windattacken standhielt) und dort, etwas uns eingesperrt fühlend unser Abendessen genießen. Mit Hilfe von Savannah und Gin-Tonic ließ sich das aber gut aushalten. E. hatte in der windigen Nacht die Vorstellung es wäre noch jemand außer mir im Zelt und überlegte womit sie sich verteidigen könnte, aber außer einem Minireisewecker und "leichter" Lektüre war nichts greifbar. War auch falscher Alarm.
Fortsetzung folgt, leider gelingt es mir nicht die dazugehörigen Bilder einzufügen.:(




Im Frühjahr 2007 machte ich einen Besuch bei meiner früheren Nachbarin E. Ihre Frage wo ich denn immer so stecke konnte ich mit einem freudigen Grinsen mit NAMIBIA beantworten. Fazit war, wir planten einen gemeinsamen Aufenthalt dort für den Herbst. Eine Woche später hatte sie ihr Ticket und nun war ich gefragt.
Wohin soll die Reise gehen, Norden, Süden, was ist mit meinem kleinen, feuerroten Condor möglich? Das Kaokoveld und die Himbas wären für mich etwas Neues, ein paar touristische Highlights sollten es aber für E. schon sein. Das Forum war eine Quelle an wertvollen Informationen und ich war schnell davon überzeugt, dass man auch einen ersten Eindruck vom Kaokoveld bekommen kann, selbst wenn man kein 4x4 Auto besitzt.
Da E. nur knapp 3 Wochen zur Verfügung stehen, ich aber einen längeren Aufenthalt für mich geplant habe, findet ihr hier auch Eindrücke und Erlebnisse in und um Windhoek, auf der Farm usw.
Die Reise
Freitag 07. September 2007
Endlich geht’s los. Ich habe richtig Bammel vor dem Einchecken am LTU Schalter, mein Gepäck sprengt alle Gewichtslimits. Nicht dass ich für mich soviel eingepackt hätte, meine Kleidung und die Campingausrüstung sind auf der Farm in Namibia untergebracht, somit waren es hauptsächlich Mitbringsel, aber was für welche…. Leinwände und Rahmen für meine Malerfreundin, Spielsachen für ihr Enkelkind, Kleidung für die Hausfee der Farm und jede Menge Krimskrams, nicht zu vergessen die Erdnussflips für das Forumsmitglied Jörg. Nun ja man war seeeehr großzügig und ich habe kein Übergepäck bezahlt.
Der Nachtflug war ok, konnte sogar etwas schlafen, es war halt ein bisschen eng mit einem 2m Mann neben mir, der nicht wusste wohin mit seinen Beinen.
Samstag 08. September 2007
Endlich…Namibia. Zum ersten Mal habe ich Etosha aus dem Flugzeug gesehen, es war aber leider zu dunstig zum Fotografieren. Einreise o.k., Zoll, nach Erklärung was ich da so mitschleppe, auch. Mein Abholer, Richard, wartete schon und eine Willkommens-SMS vom Fomi Jörg. Ich war endlich, zum 4x in diesem Jahr, angekommen.
Schnell mein Auto, das bei Savanna untergestellt war, abholen, dann ein kurzes Treffen mit Jörg um die Erdnußflips an den Mann zu bringen, eine Pension für zwei Nächte suchen (diesmal war es Handke, nett, sauber, sehr freundliches Personal) und etwas Schlaf nachholen. Schon hat mich das Windhoeker Leben wieder, mit dem Besuch einer Oldtimerausstellung und dann zu Joes Beerhouse. Ein langer Tag geht zu Ende.
Sonntag 09. September 2007
Eigentlich wollte Fomi Jörg heute etwas mit mir unternehmen, leider wurde er krank. Was tun mit einem Sonntag in Windhoek. Ich entschloss mich für einen kurzen Besuch auf der Farm, 140km von Windhoek entfernt, also los…auf die B6 Richtung Gobabis, am Flughafen vorbei, nach 100km links ab, Richtung Omitara/Steinhausen. Es liegen noch ca 40km Gravelroad zwischen mir und meinem Ziel, der Farm Apex und meinen Freunden. Schnell bekam ich wieder das Gefühl für die Schotterstraße und da war auch schon das erste von drei Farmtoren, etwas mühsam wenn man keinen Beifahrer hat, der die Tore öffnet und wieder schließt. Auf dem Veld stehen, wie zur Begrüßung, einige Springböcke und Weissschwanzgnus . Die Überraschung war gelungen, da Carola und Kurt mich erst morgen erwartet hatten, als ich dann noch erklärte, dass ich wieder nach Windhoek zurück müsste, hat man mich, glaube ich, für verrückt erklärt. Mittagessen mit leckerem Oryxbraten, viel Erzählen, Kaffeetrinken und schon musste ich aufbrechen um auf der Rückfahrt nicht in die Dunkelheit zu kommen.
A lazy evening in Windhoek.
Montag 10. September 2007
Heute gabs einiges zu erledigen: die Kühlbox musste in den Condor eingebaut und das fehlende Campingequipment ausgeliehen werden. Dann die vermasselte Buchung beim NWR berichtigen, Glück gehabt, ich bekam noch die Buchung für einen Bungalow am Wasserloch in Okaukuejo zum gewünschten Termin. Einkaufen für die Farm und Fomi Jörg treffen, mit dem ich dann kurz bei Carsten Möhle vorbeigeschaut habe. Schade heute Abend wäre dort ein Potjie- Essen gewesen zu dem sich auch Fomi Ralf von Koiimasis angesagt hat, wäre gerne dabei gewesen, aber noch eine Nacht in Windhoek wollte ich nun wirklich nicht mehr verbringen, also gings wieder auf die Farm s.o. gerade rechtzeitig zum Sundowner, bei mir immer Gin-Tonic. Zuhause bei Freunden. Da noch zwei Gäste auf der Farm waren habe ich das Kochen übernommen, eines von Kurts Lieblingsgerichten – Hühnercurry-. Nach einem gemütlichen Abend, wie es halt auf den Farmen so ist, früh ins Bett...
Dienstag/Mittwoch 11./12. September 2007
…und früh wieder raus. Farmalltag. Fahrt durchs Gelände, Oryxe, Hartebeester, Warzenschweine, Kudus, Gnus u.v.a. gesehen. Dann herrschte große Aufregung, über Funk wurde gemeldet, dass beim Nachbarn zwei Rinder schwarz geschlachtet wurden, zum Abtransport kam es nicht mehr, da wurden die Täter gestört. Spurensuche, Polizei usw.
Anhand der Fußspuren wurde festgestellt, dass die selben Leute schon bei drei anderen Schwarzschlachtungen beteiligt waren. Damit und mit Wilderern haben in ganz Namibia die Farmer zu kämpfen.
Donnerstag 13. September 2007
Endlich kann die Tour losgehen, heute landet E. Ich hole sie am Flughafen ab und wir quartieren uns wieder bei Handke ein. Da sie noch nicht genug von dem Tag und dem langen Flug hat (über JNB, Gepäck ist mitgekommen), fahren wir erstmal einige Sehenswürdigkeiten ab und gehen dann ins The Gourmet (Kaiserkrone) zum Essen. Der Muscheltopf, die Austern und der Seafood-Pancake waren ausgezeichnet, wir haben den lauen Abend und das leckere Essen sehr genossen. Dann war E. doch erledigt und es ging nach „alter Farmermanier“ früh ins Bett.
Freitag 14. September 2007
Endlich: zwei Weiber on Tour.
Noch schnell ein paar Einkäufe im Wernhil Center getätigt und on the road again, Richtung Rehoboth, Nauchas, den Spreetshoogte Pass nach Solitaire. Dort gabs den ersehnten Apfelkuchen und Kaffee. Auf der Nachrichtentafel nichts Neues. Im letzten Jahr, als ich dort vorbei kam, war auf die Tafel ein Galgen gemalt mit der Unterschrift: Saddam hanged. Ich wüsste es wahrscheinlich bis heute nicht, gäbe es nicht diese Tafel, die übrigens auch die WM Ergebnisse mitteilte.
Frisch gestärkt gings weiter nach Sesriem. Nun kam die Premiere: Aufbau meines Riesenzeltes. Es ging besser als erwartet und schon hatten wir zwei Schlaf- und einen Wohnraum fertig, das Braiifeuer glühte, die Butternut und Kartoffeln und Fleisch waren fast fertig.
Tja dann wurde der Zauber dieses schönen Abends durch heftige Windböen gestört, wir mussten den Tisch ins Zelt tragen (das zu Glück den Windattacken standhielt) und dort, etwas uns eingesperrt fühlend unser Abendessen genießen. Mit Hilfe von Savannah und Gin-Tonic ließ sich das aber gut aushalten. E. hatte in der windigen Nacht die Vorstellung es wäre noch jemand außer mir im Zelt und überlegte womit sie sich verteidigen könnte, aber außer einem Minireisewecker und "leichter" Lektüre war nichts greifbar. War auch falscher Alarm.
Fortsetzung folgt, leider gelingt es mir nicht die dazugehörigen Bilder einzufügen.:(





Höflichkeit ist der Schlüssel zu den Herzen der Menschen
Höflichkeit ist auch der Schlüssel zum Wissen.
Niemand wird dann mit seinem Rat geizen.