Objektiv

32 Antworten · 9'955 Aufrufe · gestartet 19. Sept. 2007 von StefanBorg
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Themenstarter80 Beiträge · seit 200719. Sept. 2007 · #1
Hallo zusammen,

ich habe eine Canon EOS 350d und will mir für meinen Namibia Urlaub ein Teleobjektiv kaufen.
Da ich eigentlich das Objektivwechseln ersparen möchte, bin ich auf das Sigma Objektiv 18-200 gestossen, womit ich dann eigentlich gut bedient seien sollte. Nun stellt sich für mich ausserdem noch die Frage mit oder ohne Stabilisator was das schon so nicht gerade billige Objektiv noch teurer macht. Denke aber, dass der Stabilisator gerade bei den Aufnahme am Morgen oder Abend hilft.

Denke ich da richtig oder bin ich auf dem Holzweg?
Danke für alle Tipps!
Gruss
Stefan

(noch sechs Wochen, dann geht es los :😄 🤩 )
818 Beiträge · seit 200719. Sept. 2007 · #2
Hast Du Dir die Vorteile einer SLR schon mal durch den Kopf gehen lassen?
Wechselobjektive stehen da ganz oben auf der Liste!

Ein Super-Suppen-Zoom für alle Fälle ist da nur ein fauler Kompromiss. 200 mm für Afrika sind die aller unterste Grenze, eher aber zu kurz. Lichtstärke am Objektiv ist durch nichts, auch nicht durch einen sonst sehr hilfreichen IS zu ersetzen.

Ich rate also vom genannten Sigma ab.

Splitte lieber Deine Objektive.
In welche, hängt von Deinem Geldbeutel ab.

(Tamron 17-50 oder Canon 17-40 oder Canon 17-55 für Weitwinkel)
(Sigma 135-400 oder Canon 100-400 für Tele)
(Für dazwischen gäbe es auch das 24-105 IS von Canon)
http://www.oribi.de/
Gast19. Sept. 2007 · #3
Grundsätzlich gebe ich Dir Recht. Deine Einschätzung mit dem IS teile ich nicht ganz. Wenn man nicht Tausende Euros in ein lichtstarkes Teleobjektive investieren möchte, ist ein preiswertes Tele mit IS das Mittel der Wahl.
Meine Vorschläge: Tamron 28-75 1:2,8 XR DI, Canon EF 70-300 1:4 - 5,6 IS USM
und als Weitwinkel das Kitobjektiv oder (ev. später einmal) ein Tamron 17-50 1:2,8 DI II
272 Beiträge · seit 200719. Sept. 2007 · #4
Ich gebe nur kurz zu bedenken, ein IS ist kein Allheilmittel und hilft in vielen Situationen einfach gar nix.
Z.B. was nützt es dir, wenn du 1/30 zwar zitterfrei halten kannst, dir aber die Antilope durchs Bild rennt und einfach nicht so lange stillstehen will ...
;-) Alex www.alexanderheinrichs.com
Gast19. Sept. 2007 · #5
Dann schalte ich den "Stabilizer Mode" von 1 auf 2 um. Du hast schon auch Recht. Ein lichtstarkes Tele wär' was ganz Feines. Meine Budgetmittel reichen dafür aber nicht aus. Um beim Thema zu bleiben: Ich habe die Wahl, entweder Namibia mit IS oder ein L ohne Namibia....
272 Beiträge · seit 200719. Sept. 2007 · #6
Die neuen Canon IS haben keinen 1er oder 2er Mode mehr, außerdem bringt dir das doch nichts, weil das Objektiv nur deine unruhige Hand, nicht aber die Bewegung eines Objektes ausgleichen kann !
;-) Alex www.alexanderheinrichs.com
Gast19. Sept. 2007 · #7
Ich habe das Canon EF 70-300 1:4 - 5,6 IS USM aber noch keinerlei Erfahrung mit dem 2er Mode den dieses Objektiv unterstützt. Ich hoffe, dass er das bringt was Canon behauptet. Ich bin einfacher Amateur und habe soeben Deine Fotos betrachtet, ich kann da fachlich sicher nicht mithalten....
9 Beiträge · seit 200620. Sept. 2007 · #8
Hallo !
Im südlichen Afrika geht es Euch ,wie mir auch, doch wohl hauptsächlich um Tierfotografie. Dazu ist mal in erster Linie Brennweite, Brennweite und Brennweite erforderlich. 300 mm ist nach meiner Erfahrung das Minimum. Mit dem Canon 100-400 mm, 1:4,5-5,6, L, IS, USM habe ich an einer 30D beste Erfahrungen gemacht. Mit dem Sensor-Verlängerungsfaktor von 1,6 (auch an der 350D) ergeben sich auf KB bezogen maximal 640 mm Brennweite!! Da macht Tierfotografie erst richtig Spaß. Die Lichtstärke ist meistens ausreichend (mehr ist immer besser) und IS kann 2 Blendenstufen (z.B.1: 2,8) eines lichtstärkeren Objektives ohne IS mehr als ausgleichen. Dazu kann man mit der ISO auch mal bis 800 hochgehen. Besser geringere Qualität als gar kein Bild. Mit der Umschaltung in den 2er AF-Mode sind auch sich schnell bewegende Motive gut scharf zu stellen. Es funktioniert wirklich. Dazu hat ein Zoom-Objektiv gegenüber lichtstärkeren Festbrennweiten bekanntermaßen noch entsprechende Vorteile. Für mich ist dieses Objektiv die erste Wahl für diesen Zweck, wenn auch nicht billig (ca. 1500 €). Aber es lohnt sich wirklich. Dazu wechsle ich mit dem Canon 24-105 mm, 1:4 L IS USM. Wenn Dir das erst mal zu teuer ist dann verwende das Kit-Objektiv. Das tuts erst mal auch. Aber das 100-400 ist m.E. ein Muß.
Staub beim Objektivwechsel war für mich in 40 Jahren analoger SLR-Fotografie natürlich nie ein Thema. Bei der DIGI habe ich dieses Problem dann unterschätzt. Trotz aller Vorsicht (nur im Fahrzeug, vorher abblasen, Tuch drüber, Sensor abblasen etc.) hatte ich nach 2 Wochen Staub auf dem Sensor, aber es erst zu Hause bemerkt. Einen Reinigungsset mitzunehmen und ab und zu in Feuchträumen (Duschen) anzuwenden macht durchaus Sinn. Am besten 2 Kameras und keine Objektive wechseln.
So, das war nun etwas viel. Aber wenn ich schon mal was schreibe.....
Ich grüße Euch
Hans-Peter
982 Beiträge · seit 200620. Sept. 2007 · #9
Das 100-400L habe ich auch, finde es sehr, sehr gut und will es nicht mehr hergeben. Aber es ist mit ca. 1300-1400 EUR nicht wirklich günstig.
Wenn es das Budget hergibt, dann das 100-400 und ggf. den 1.4x-Konverter. Das belastet das Bankkonto mit ca. 1600-1700 EUR, aber dann macht es richtig Spaß.

IMHO sollte man deutlich mehr Wert auf gute Objektive als auf die Megapixel legen. Es nutzt nix, wenn du 21 Megapixel hast, wenn du durch eine Glasscherbe fotografierst. Sowas produziert nur Datenmüll.
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14 Beiträge · seit 200620. Sept. 2007 · #10
N'abend zusammen,
also ich hatte in NAM ein geliehenes 75-300 IS USM (ältere Ausführung und mittlerweile meins 🙂 ) an meiner analogen SLR dran und war sehr zufrieden damit. Klar ist das 100-400 L ein wirkliches Topteil, keine Frage, aber grad für den Einsteiger iss es effektiv zu teuer.
Von daher würd ich auch für den Anfang eher zu einem 70-300 IS oder das ältere 75-300 IS raten. Und die bis zu zwei Blendstufen, die man durch den IS gewinnt reichen IMHO für die meisten Situationen aus, entsprechend kann man ja bei Bedarf mit der ISO raufgehen. Da sind gewisse Abstriche bei der Lichtstärke eigentlich schon hinnehmbar find ich.

Für mich, der ich auch eher ein Anfänger bin, ist das besagte 75-300er bisher jedenfalls (noch) ausreichend, hab aber auch schon was Neues im Auge. 😉

Gruß Markus
zuletzt bearbeitet 20. Sept. 2007
9 Beiträge · seit 200620. Sept. 2007 · #11
Salü.
Mit Konvertern habe ich im analogen System (Minolta, ohne AF, ohne USM, also alles per Hand) sehr gute Erfahrungen gemacht. Für die Canon konnte ich mich bisher nicht für einen Konverter entscheiden. Mit Konverter soll der AF/USM angeblich erheblich langsamer werden (O-Ton Canon) und auch nur wenigen Objektiven überhaupt verwendbar sein. Ansonsten würde mich die Brennweitenverlängerung wirklich reizen. Aber dann ist ein IS umso sinnvoller.
Grüße
Hans-Peter
7'264 Beiträge · seit 200620. Sept. 2007 · #12
Zum Thema Konverter gibt es noch einen interessanten Test auf http://www.traumflieger.de/desktop/telekonverter/konvertertest2.php

Herzliche Grüsse
Chrigu
zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung Satellitentelefon: Satellitentelefon für die weltweite Nutzung Reiseplanung / Reiseberatung: Besprechung per Videokonferenz Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
272 Beiträge · seit 200721. Sept. 2007 · #13
Nochmal: die Möglichkeit längere Verschlusszeiten ohne Stativ verwacklungsfrei halten bringt bei sich bewegenden Objekten NIX !!!
😵

@ Hans-Peter der AF funktioniert nur mit Objektiven mit einer Lichstärke von 4,0 und besser.
;-) Alex www.alexanderheinrichs.com
9 Beiträge · seit 200621. Sept. 2007 · #14
Der Link mit dem Test ist super Chrigu. Danke.
Grüße
Hans-Peter
982 Beiträge · seit 200621. Sept. 2007 · #15
Mit Konverter soll der AF/USM angeblich erheblich langsamer werden (O-Ton Canon) und auch nur wenigen Objektiven überhaupt verwendbar sein. Ansonsten würde mich die Brennweitenverlängerung wirklich reizen.
Der AF wird auf jeden Fall langsamer. Du verdoppelst bei einem 2x-Konverter die Blende, sprich: aus Blende 4 wird eine Blende 8. Und da brauchst du schon eine Menge Licht. Dazu kommt, dass nur die 1D-Kameras noch den AF nutzen. Eine 400D, 40D und sogar die 5D schalten den AF schlichtweg ab. Es gibt noch die Möglichkeit durch Abkleben einiger Kontakte den AF zu einer gewissen Tätigkeit zu überreden, aber der pumpt dann wie blöd. Das macht dann keinen Spaß mehr. Selbst an meiner 1D MkII wird der sonst unglaublich schnelle AF dann auf ein 20D-Niveau gedrückt.

Als gute Alternative für den schmaleren Geldbeutel (schließlich gibt es noch viele andere schöne Dinge, wofür man sein Geld ausgeben kann) ist das 70-300. Ich habe in Namibia 2003 den Vorgänger 75-300 genutzt. Bis auf den langsamen AF war ich sehr zufrieden. Aber: Nachbearbeiten mit einer Bildbearbeitung ist anschließend Pflicht. So wirst du garantiert die Sättigung ein wenig hochziehen müssen. Für das 75-300 habe ich mal einen Testbericht geschrieben: http://www.naturfoto-digital.de/index.php?artikel_id=14
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zuletzt bearbeitet 21. Sept. 2007
Gast21. Sept. 2007 · #16
holger schrieb:
Als gute Alternative für den schmaleren Geldbeutel (schließlich gibt es noch viele andere schöne Dinge, wofür man sein Geld ausgeben kann) ist das 70-300.
Ich habe das 70-300/4-5.6 IS USM hier. Optisch (siehe auch die ganzen Testberichte) steht das dem extrem populären 70-200/4 L wirklich nicht viel nach. Der AF ist etwas langsamer und die Verarbeitung macht einen wirklich gruseligen Eindruck. Der Ring zur Schärfeeinstellung ist so schlabberig und hat soviel Spiel, das man Angst hat, er fällt gleich ab. Sicher eine schöne Sandkornsammelstelle für Namibia 🙂 Immer wieder ärgerlich ist auch, das man für die Sonnenblende im Wert von 20 Cent noch 40 EUR extra hinlegen darf.
Ich habe in Namibia 2003 den Vorgänger 75-300 genutzt. Bis auf den langsamen AF war ich sehr zufrieden.
Wobei das 70-300 mit dem Vorgänger optisch nicht mehr so viel gemeinsam hat und gerade im Bereich von 200-300 erheblich besser geworden sein soll.
http://www.bobatkins.com/photography/reviews/ef_70_300is_review.html
http://www.photozone.de/8Reviews/lenses/canon_70300_456is/index.htm
Und zum Vergleich:
http://www.photozone.de/8Reviews/lenses/canon_75300_456is/index.htm

Guido
zuletzt bearbeitet 21. Sept. 2007
7'264 Beiträge · seit 200621. Sept. 2007 · #17
Wer obigen Link auf Traumflieger anschaut und sich den Bericht durchliest, ist vielleicht überrascht vom Qualitätsverlust durch die Konverter.
Ich habe einen 1.5 Kenko Konverter und damit natürlich auch einige Test gemacht. Für die meisten Test habe ich ein 100-400er auf einer 20D genutzt. Da geht der AF, auch ohne abkleben, problemlos. Ich war also recht zufrieden damit, bis ich mal auf die Idee kam, ein Bild mit und eine ohne Konverter zu machen. Das zweite habe ich dann mit Photoshop auf die selbe Grösse gebracht, wie das mit Konverter. Dabei sind mir zwei Dinge aufgefallen. Ein 1.5er Konverter mit einem 1.6er Crop ergibt eine Verlängerung ca. um den Faktor 1.4. Irgendwer hat mir das dann vorgerechnet, ich weiss aber nicht mehr genau, weshalb es so ist.
Ok. Dann habe ich die Bilder verglichen und festgestellt, dass das Bild, welches ich mit Photoshop vergrössert habe, nicht schlechter war, als das mit dem Kenko.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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Themenstarter80 Beiträge · seit 200726. Sept. 2007 · #18
Danke erstmal für die vielen Antworten!

Obwohl für meine Bedürfnisse seit Ihr schon alle zu sehr professionell geworden.
Bin ein einfacher Amateur, der für seine Kamera ein Teleobjektiv sucht, möglichst Objektivwechsel vermeiden möchte und dabei so kompakt bleiben möchte, dass man die Kamera bequem überall mitnehmen kann. So bin ich zum Sigma 18-200 gekommen.
Nun stellte sich mich nur die Frage, ob es sich lohnt den OS zu kaufen, was ein Aufpreis von rund 150€ darstellen würde.

Gruss
Stefan
3'766 Beiträge · seit 200626. Sept. 2007 · #19
holger schrieb:
Mit Konverter soll der AF/USM angeblich erheblich langsamer werden (O-Ton Canon) und auch nur wenigen Objektiven überhaupt verwendbar sein. Ansonsten würde mich die Brennweitenverlängerung wirklich reizen.
Der AF wird auf jeden Fall langsamer. Du verdoppelst bei einem 2x-Konverter die Blende, sprich: aus Blende 4 wird eine Blende 8. Und da brauchst du schon eine Menge Licht. Dazu kommt, dass nur die 1D-Kameras noch den AF nutzen. Eine 400D, 40D und sogar die 5D schalten den AF schlichtweg ab. Es gibt noch die Möglichkeit durch Abkleben einiger Kontakte den AF zu einer gewissen Tätigkeit zu überreden, aber der pumpt dann wie blöd. Das macht dann keinen Spaß mehr. Selbst an meiner 1D MkII wird der sonst unglaublich schnelle AF dann auf ein 20D-Niveau gedrückt.

Als gute Alternative für den schmaleren Geldbeutel (schließlich gibt es noch viele andere schöne Dinge, wofür man sein Geld ausgeben kann) ist das 70-300. Ich habe in Namibia 2003 den Vorgänger 75-300 genutzt. Bis auf den langsamen AF war ich sehr zufrieden. Aber: Nachbearbeiten mit einer Bildbearbeitung ist anschließend Pflicht. So wirst du garantiert die Sättigung ein wenig hochziehen müssen. Für das 75-300 habe ich mal einen Testbericht geschrieben: http://www.naturfoto-digital.de/index.php?artikel_id=14
Stimmt so nicht, ich habe die EOS 1D MARK 3, auch hier ist bei 2x Konverter Schluss sobald die summierte Blende kleiner 8.0 ist, also alle Objektive ab 4.0 funktionieren nur noch mit manuellem AF, unabhängig der Anfangsöffnung eines Teles, zb ein 100-400 4.0 - 5.6 funktioniert auch nicht.

Gruss VA
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zuletzt bearbeitet 26. Sept. 2007
1'715 Beiträge · seit 200626. Sept. 2007 · #20
Hallo Stefan

Von Amateur zu Amateur😕
Was hier schon empfohlen wurde, kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, unter 300mm Brennweit ist Tierfotografie unbefriedigend. Besser wäre 400mm, aber das geht ins Geld.
Ums Objektiv wechseln wirst Du so aber leider nicht kommen, aber für Tiere wirst Du meist das Gross monietern und in Ortschaften eher das kleinere.

Gruss
Emanuel
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zuletzt bearbeitet 26. Sept. 2007