La LeonaThemenstarter2'779 Beiträge · seit 200703. Sept. 2007 · #1
hallo alle ich versuche herauszufinden auf welchen Gäste Lodges in Namibia gefährdete Geparden, Löwen o. a. Katzen - aus diversen Gründen auch immer - gesund gepflegt werden.
Bislang habe ich drei Namen gefunden und hoffe auf weitere Angaben mit aktuellen Berichten von Besuchern wie diese Projekte auf sie wirkten. Speziell betr. Grösse der Gehege, Haltung, etc. Nebenbei würde es mich auch interessieren wie das touristische Angebot und Service dort sind.
Kavita Lion Lodge Otjitotongwe Cheetah Guest Farm Okanjima Main + Bush Camp
vielen Dank
Gruss Leona
heuchef911 Beiträge · seit 200704. Sept. 2007 · #2
Hallo Eliane, wir waren Mitte Juli 2007 auf der Armani Lodge, ca. 26 km südsüdwestlich von Windhoek. Dort werden auf dem Gelände von ca. 15 ha (wenn ich mich richtig erinnere) etwa 8 Geparden und ein Löwenpärchen gehalten. Es handelt sich bei den Geparden um ehemals zahm gehaltene Tiere, die ausgewildert werden. Außerdem sind in einem gesonderten Gehege noch drei Geparden, die - so wurde uns erzählt- so lange zahm gehalten wurden, dass ein Auswildern nicht mehr möglich ist. Wir konnten eins dieser Tiere streicheln und kraulen - ist schon was besonderes, wenn die große Katze dann zu schnurren anfängt 🙄 . Zu den auf dem Gelände frei laufenden Tieren werden Ausfahrten angeboten. An den Futterstellen ist man dann den Geparden und auch den beiden prachtvollen Löwen sehr nahe - ist schon beeindruckend. Die Unterkünfte auf der Armani Lodge sind schöne Bungalows. Die Küche ist hervorragend und der Empfang sehr freundlich, wenn auch ein bisschen unpersönllich. Armani Lodge ist übrigens der höchste bewohnte Ort Namibias - 2.250 m ü. NN. Bietet sich auch für die erste oder letzte Übernachtung an, da so nahe an Windhoek. Helgi<br><br>Post geändert von: heuchef, am: 04/09/2007 13:29
Remember: INFORMATION 2007 KAVITA LION LODGE closes for business from 01 December and re-opens 01 February OF EACH YEAR
Helmar
Jens_Dietzel1'455 Beiträge · seit 200604. Sept. 2007 · #4
@Helgi: Die Lodge hat nix mit einem ital. Modedesigner zu tun und heißt AMANI: http://www.amani-lodge-namibia.com/ LG Jens<br><br>Post geändert von: Jens_Dietzel, am: 04/09/2007 13:43
"Grosskatzenprojekt" ist für manche Unterbringung von Geparden u.a. vielleicht ein etwas großes Wort, aber auf relativ vielen Lodges sind Tiere in mehr oder minder großen Gehegen anzutreffen. Immer zumeist auch verbunden mit einer "Story" wo sie denn her stammen. Bei unserer letzten Reise z.B. auch auf Bagatelle 3 Geparden im relativ großen Gehege. Mit Fütterung. 1 Gepard im kleineren Gehege noch zur Eingewöhnung. Hammerstein 3 (junge) Geparden freilaufend, kraulbar. 1 Gepard im mittelgroßen Gehege. 1 Leopard im Gehege. 1 Luchs-Familie.
Gruß Wolfgang
Jens_Dietzel1'455 Beiträge · seit 200604. Sept. 2007 · #6
Das ist ja auch in und ein Publikumsmagnet. Ob die Tiere artgerecht gehalten werden ist oft die Frage. Manchen ist das auch egal, Hauptsache streicheln und tolle Nahaufnahmen machen. Ich für meinen Teil mache das nicht mit, aber die Entscheidung muß jeder für sich fällen. Auf jeden Fall vor dem Besuch Informationen einholen. LG Jens
Jens_Dietzel1'455 Beiträge · seit 200604. Sept. 2007 · #7
Das ist ja auch in und ein Publikumsmagnet. Ob die Tiere artgerecht gehalten werden ist oft die Frage. Manchen ist das auch egal, Hauptsache streicheln und tolle Nahaufnahmen machen. Ich für meinen Teil mache das nicht mit, aber die Entscheidung muß jeder für sich fällen. Auf jeden Fall vor dem Besuch Informationen einholen. LG Jens
hallo alle ich versuche herauszufinden auf welchen Gäste Lodges in Namibia gefährdete Geparden, Löwen o. a. Katzen - aus diversen Gründen auch immer - gesund gepflegt werden.
Bislang habe ich drei Namen gefunden und hoffe auf weitere Angaben mit aktuellen Berichten von Besuchern wie diese Projekte auf sie wirkten. Speziell betr. Grösse der Gehege, Haltung, etc. Nebenbei würde es mich auch interessieren wie das touristische Angebot und Service dort sind.
Kavita Lion Lodge Otjitotongwe Cheetah Guest Farm Okanjima Main + Bush Camp
Joerg3'175 Beiträge · seit 200604. Sept. 2007 · #9
in meinen Augen gibt es fuer Wildtiere nur eine Art der ARTGERECHTEN Haltung und das ist der FREIE BUSCH> alles andere ist in meinen Augen wider die Natur
Gruss
Joerg
Es gibt NIX, das es nedd gibt
Sanne2'462 Beiträge · seit 200604. Sept. 2007 · #10
Lieber Jörg,
da gebe ich Dir natürlich absolut recht. Auf Kavita kann man Löwen anschauen, die nicht ausgewildert werden können, da sie bereits gelernt haben, dass Menschen eine einfache Beute sind.
Hier wäre die Alternative nur: abschießen. Aber ist das die bessere Option?
Herzliche Grüße Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Aber da die Großkatzen ein starker Touristenmagnet sind interessiert das niemanden. Wie viele Farmen haben nur deswegen die Tiere? Aber es ist doch immer so: wo Nachfrage da kommt das Angebot. Würden sich die Besucher wirklich informieren, was da abgeht und wirklich nur die Farmen besuchen, wo die Tiere aufgepäppelt/Gesundgepflegt und wieder ausgewildert werden, dann fände ich da noch ok, auch wenn ich da nicht hin müsste. Aber viele Besucher sehen nur "Oh, Leos und Cheetahs streicheln oder ganz groß mit dem 50mm-Objektiv ablichten". Deswegen ist das jetzt in. Vor 10 Jahren gab es da nur wenige wie Harnas,....
LG Jens
La LeonaThemenstarter2'779 Beiträge · seit 200704. Sept. 2007 · #12
Jens_Dietzel schrieb: Würden sich die Besucher wirklich informieren, was da abgeht und wirklich nur die Farmen besuchen, wo die Tiere aufgepäppelt/Gesundgepflegt und wieder ausgewildert werden, dann fände ich da noch ok, auch wenn ich da nicht hin müsste. LG Jens
Ich möchte genau hierzu persönliche Eindrücke und Erfahrungen von Besuchern solcher wildcat bzw. cheetah foundations erhalten. Wo ja und wo nein.
Es gibt viele Institutionen welche wilde Tiere zu Wasser, Land und Luft gesund pflegen. Ich würde sehr gerne auf meiner nächsten Reise nach Namibia eine gut geführte Farm/ oder sogar Krankenstation/Spital kennenlernen, welche vorallem auf Wildkatzen spezialisiert ist.
Zusätzlich kann ich sagen, dass AfriCat für die Tiere mehrere tausend Hektar Land nutzt. Bisher habe ich keine bessere Form der artgerechten Haltung gesehen, abgesehen von den Private Concessions Botswanas, in welchen nicht gejagt wird.
ist es nicht seltsam, dass es nur Farmen gibt, in denen es nur Grosskatzen gibt, die auf gepäppelt werden, um angeblich anschliessend wieder "ausgewildert" zu werden. Was m.E. sowiedso nicht funktioniert! Wo gibt es z.B. Farmen, die Wildhunde -stark gefährdet- aufziehen?? Wo sind die, die Hyänen pflegen? Wer hat schon irgendwann einmal in freier Wildbahn Grosskatzen gesehen, die auf Farmen aufgezogen worden waren? Eine einzige würde mir schon als Argument für solche Projekte reichen. Wobei ich nicht die Aufzuchtstationen meine, die die Katzen zum anschliessenden Abschuss aufziehen.
Chrigu7'278 Beiträge · seit 200605. Sept. 2007 · #15
Hallo Gernot
laut eigener Aussage wird auf Okonjima und bei CCF sehr häufig ausgewildert. Wobei es sich häufig nicht um aufpäppelungen handelt sondern um gefangene Tiere die ansderswo innerhalb weniger Tage wieder freigelassen werden. Keine Ahnung, ob die Freilassungen tatsächlich stattfinden und ob es irgendwo Gebiete gibt, wo offensichtlich hunderte von Katzen hingeschafft werden.
Wildhundeprojekte gibt es übrigens auf Harnas und Okonjima. Hyänen wurden, nach eigener Aussage, vermehrt auf Harnas aufgepäppelt und freigelassen.
Was mich interessiern würde ist ob es eine Stelle gibt, die auf irgend eine Art kontrolliert ob und wo die Tiere tatsächlich ausgewilder werden.
Herzliche Grüsse Chrigu
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Was mich interessiern würde ist ob es eine Stelle gibt, die auf irgend eine Art kontrolliert ob und wo die Tiere tatsächlich ausgewilder werden.
Herzliche Grüsse Chrigu
moin,
jau, das interessiert mich auch!! Allerdings halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass Katzen ausgewildert werden können, die es gewöhnt waren, von Menschen gefüttert, gestreichelt und verhätschelt worden waren. Wenn sowas funktionieren soll, dann muss man das wie in den USA machen, wo Woopers (Schneekraniche) von Menschen aufgezogen werden. Dabei "verkleiden" sich aber die MItarbeiter mit weissen Umhängen und die Küken werden mit schnabelähnlichen Handschuhen gefüttert. Da wird alles gemacht, damit die Jungen nie mit "Menschen" Kontakt haben. D A S ist aber leider in den Streichelzoofarmen in Namibia nie der Fall.
das Umsiedeln und Auswildern von Grosskatzen (wie von Bären und Wölfen) verläuft in den wenigsten Fällen erfolgreich. Hierzu gibt es zahlreiche Studien für:
Für Namibia zeigen Studien, dass nur rund 20% der Umsiedlungen und Auswilderungen erfolgreich verlaufen. Umgesiedelt werden Problemtiere, welche auf Farmen Nutztiere reissen. Dafür gibt es verschiedene Gründe, relativ oft ist aber eine Verletzung, welche die Erbeutung von Wild erschwert die Ursache.
Umgesiedelte Tiere werden in der Regel irgendwo in einem Nationalpark ausgesetzt. Dort sind sie mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit sofort Eindringlinge in bestehenden Revieren anderer Tiere. Wenn sie Glück haben, finden sie ein eigenes Örtchen, ansonsten werden sie durch die natürliche Revierverteidigung wieder an den Rand des NP getrieben, wo sie wiederum auf Farmtiere stossen und früher oder später einem schiesswütigen Farmer vor der Flinte landen.
Im Südwesten der USA haben mit Funkhalsband versehene Pumas nach ihrer Umsiedlung innert weniger Wochen über 300km zurückgelegt, um wieder in ihr angestammtes Revier zurückzukehren. Dort wurden einige wieder eingefangen, andere erschossen, und nochmals andere kamen bei Kollisionen mit Fahrzeugen um.
Pumas, welche nach Florida umgesiedelt wurden, um dem Florida Panther aus seiner genetischen Isolation zu verhelfen sind oft auf den grossen Highways überfahren worden. Andere hielten sich oft in der nähe von Siedlungen auf und mussten wieder eingefangen werden.
Bei einem Wiederansiedlungsprojekt für Luchse in New York State sind mehrere Dutzend umgesiedelter Luchse durch wilderei, Strassenverkehr und verhungern gestorben.
In Indien werden Tiger nach Angriffen auf Menschen wenn sie Glück haben eingefangen und umgesiedelt. Aber auch dort sieht die Bilanz schlecht aus, weil rund um die Naturreservate überall sehr viele Menschen leben, welche in den Reservaten illegal Holz sammeln, angeln und auch gerne mal ihre Ziegen zum Grasen in die Reservate treiben.
Schneeleoparden im Himalaya gönnen sich hin und wieder mal ein, zwei Hünchen oder eine Ziege in einem Stall. Aufgrund der seltenen Begegnung mit Menschen sind sie nicht wehrhaft und werden sogar von Jugendlichen und Kindern mit Steinen getötet. Umsiedlung hilft nichts, da wieder das Revierproblem spielt und die Katzen in ihr Stammrevier zurückkehren.
Habe noch viel Info dazu, wenns jemanden interessiert.
genau das, was Du geschrieben hast, wollte ich hören! bzw. lesen.
Ich ärgere mich über das Getue der Farmer in Namibia und SA indem sie behaupten, die Katzen nur zu halten und zu ernähren, damit sie wieder ausgewildert werden könnten. Das Ganze wird doch nur gemacht, um Touristen anzulocken. Aus dem gleichen Grunde finden ja auch dauernd Auktionen statt, um Wildtiere an den Mann, sprich Farm, zu bringen. Die dann wieder "Jägern" und Touris bringen, um die Kosten wieder reinzuholen, bzw. Gewinn zu machen. Im Grunde sind doch dazu Zoos und Jagdgebiete in ausreichender Menge vorhanden.
La LeonaThemenstarter2'779 Beiträge · seit 200705. Sept. 2007 · #19
@Gernot ich verstehe deine Wut und deine Zweifel. Mir ging es bis anhin nicht anders. Doch als Laie möchte ich mich sehr gerne belehren lassen und möchte mit meinen eigenen Augen sehen wer mit welchem Projekt wo etwas erreicht hat oder wenigstens nicht mit so schlechten Erfolgszahlen dasteht wie von Patrick geschildert.
@Patrick du bist schon mehrmals auf Okonjima gewesen? Warum zieht es dich da immer wieder hin? Ich bin an deinen Schilderungen sehr interessiert.
AfriCat ist zwar nur ein Tropfen auf den heissen Stein für eine Hand voll Arten in einem kleinen Teil Afrikas, aber die AfriCat Foundation ermöglicht dort zahlreichen Tieren ein einigermassen artgerechtes Leben auf der Farm. Viele Tiere können nicht wieder ausgewildert werden, ohne den Platz auf Okonjima würden sie einfach getötet.
Es wäre schön, wenn die Erfolgschancen für Auswilderungen grösser wären, oder wenn es solche Organisationen gar nicht erst brauchen würde. Persönlich bin ich aber einfach froh um jede ernst gemeinte Anstrengung zum Schutz dieser Arten und ihrer Lebensräume.
Sei hier noch erwähnt, dass ohne Integration, Information und Entwicklungsmöglichkeiten für die lokalen Bevölkerungen kein Arten- und Lebensraumschutz möglich ist.