Zweitwohnsitz

11 Antworten · 4'779 Aufrufe · gestartet 25. Apr. 2007 von gunther.schmied
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Themenstarter59 Beiträge · seit 200625. Apr. 2007 · #1
hallo Forumsmitglieder,
welche Voraussetzungen bzw. Bedingungen muß man erfüllen,
um einen Zweitwohnsitzstatus in Namibia (Hauptwohnsitz noch D)
zwecks Eröffnung zB. eines Kontos in Windhoek zu erhalten.
Eine Adresse in Nam wäre schon vorhanden.
Grüße Gunther
1'287 Beiträge · seit 200625. Apr. 2007 · #2
Sehr geehrter Herr Schmied,

ein Devisenkonto kann jederzeit von jedem in Namibia auch ohne Wohnsitz eröffnet werden. Nur zustellfähige Adresse ( Postbox ) und Kopie Personalausweis ist notwendig.
Auf dieses Konto können Sie Euros transferieren, die dann von der Bank in N$ umgerubelt werden.

Einzahlungen in N$ auf das Konto sind dann nicht möglich, da das namibische Finanzamt dann - zumeist zu Recht - von steuerrechtlich relevanten Einkünften durch Vermietung, Verpachtung oder Dienstleistungen sonstiger Art ausgeht. Dazu muß man man mit einer Steuernummer ausgestattet werden, die nur registrierte Firmen bekommen oder gemeldete Privatpersonen.

(Zweit- ) Wohnsitz kann natürlich nur mit aufenthaltsrechtlichen Status registriert werden, also study permit, work permit oder permanent residence. Ein Urlaubervisum oder verlängertes Urlaubervisum reicht dafür nicht aus.

Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle
Themenstarter59 Beiträge · seit 200625. Apr. 2007 · #3
danke für die schnelle Antwort, Herr Möhle
Grüße Gunther
203 Beiträge · seit 200617. Juni 2007 · #4
Sehr geehrter Herr Möhle,

nur, um mich noch einmal zu vergewissern: Ich kann also auch dann in Namibia ein Konto eröffnen, wenn ich (noch) kein Permit habe? Ich war nämlich gerade auf der FNB und auf der Bank Windhoek (beide in Windhoek) und bei beiden Bankinstituten wurde mir gesagt, als "Foreigner" könnte ich auf keinen Fall ein Konto eröffnen. Auch auf mehrmalige Nachfrage, ob es da denn gar keine Möglichkeit gebe, wurde mir gesagt, nein, als Foreigner nicht, nur mit Permit. Also muß ich dann nach einem Devisenkonto fragen? Könnten Sie mir dafür den korrekten Begriff in englisch nennen, damit ich das richtige frage?

Vielen Dank!

Herzlichst,
Oka
1'125 Beiträge · seit 200617. Juni 2007 · #5
Hallo, guten Abend, Oka,
nach meiner Erfahrung sind die Banksysteme in SA und Namibia ähnlich, wenn nicht identisch. Ich bin gewöhnlicher Tourist, habe aber eine Schwester (citizen) in SA. Ich habe seit etlichen Jahren ein Girokonto bei der Volkskas in Mafikeng (ABSA), bin kein resident und immer nur einmal im Jahr dort. Das Konto muss gepflegt werden (tut meine Schwester für mich), d.h. es müssen Kontobewegungen stattfinden, sonst zieht die Bank mein Guthaben ein (Nicht Wildwest, sondern Wildsüdwest!!!). Aber das Eröffnen des Kontos war überhaupt kein Problem. Es wird in Namibia nicht anders sein, wenn man eine Kontaktadresse angeben kann - vermute ich. Ich würde mich mit den erwähnten Auskünften nicht zufrieden geben. Ich habe auf den Banken so unglaublich viele Fälle von schierer Inkompetenz der Angestellten erlebt, dass ich nicht locker lassen würde. Auch wenn's unglaublich nervt.
Viel Erfolg!
Wolff-Rüdiger
Omnia vincit amor
203 Beiträge · seit 200617. Juni 2007 · #6
Hallo Wolff-Rüdiger,

danke für die Auskunft. Das gibt mir ja wieder Mut, noch mal nachzufragen. Da mir zwei grosse Banken dieselbe Auskunft gegeben haben, dachte ich - wahrscheinlich deutsche Beamtengläubigkeit 😎 - die werden schon recht haben. Gehe ich halt noch zu einer dritten (vierten, fünften, sechsten ...) Bank. Daran soll's nicht scheitern.

Danke noch mal und Gruss,
Oka
3'491 Beiträge · seit 200617. Juni 2007 · #7
Hallo Oka,
auch ich kann Dir nur raten, vor Ort intensivst nach einem Ausländerkonto zu fragen. Es geht auf jeden Fall, wird aber wohl ungern gemacht. Wie Carsten schon sagte: Einzahlungen sind nur aus dem Ausland möglich oder mit Fremdwährungs-Reiseschecks im Lande, also z.B. Euro-Reiseschecks.Du benötigst lediglich eine Zustelladresse in Namibia, keine Wohnadresse. Für das Konto bekommst Du weder eine Bankkarte nocht eine Kreditkarte; Auszahlungen daher nur bei der kontoführenden Bank oder deren Filialen. Der größte Vorteil des Ausländerkontos ist der Umstand, dass Du das dortige Guthaben jederzeit wieder ins Ausland rücküberweisen kannst.
Gruß Joli
1'125 Beiträge · seit 200617. Juni 2007 · #8
Hallo, Oka und Joli,
kleine Ergänzung und leichter Widerspruch. Ich kann's natürlich nur von SA sagen, nicht für Namibia: Ich habe als Ausländer eine Karte erhalten, mit der ich bisher in SA, Nam und Botswana Geld von eben diesem Konto abgehoben habe. Wie gesagt: bei der ABSA-Bank, die mit Bank Windhoek kooperiert. Es muss also gehen, finde ich.
Bleibe hartnäckig!
Wolff-Rüdiger
Omnia vincit amor
203 Beiträge · seit 200618. Juni 2007 · #9
Hallo Joli und Wolff-Rüdiger,

bin ja mal gespannt, wie es ausgeht, wenn ich das den Bankmitarbeitern erzähle. 😎 Die beiden Damen, die mich bisher "beraten" haben, waren beide so vollkommen überzeugt, daß ich mich auf den Kopf stellen kann und kein Konto bekomme als "Foreigner". Joli, hast Du ein Konto in Namibia? Bei welcher Bank? Das wäre mal interessant. Weißt Du zufällig, ob man das Konto auch für ganz normale Transaktionen innerhalb des Landes nutzen kann? Wohnadresse und PO-Box habe ich beides, das ist nicht das Problem. Aber ich habe eine Autoversicherung in Namibia abgeschlossen, und die wollen nun jeden Monat ihr Geld von meinem Bankkonto abbuchen - das ich bisher nicht habe. Wenn ich das Devisenkonto oder Ausländerkonto dafür benutzen könnte, würde mir das schon reichen. Und um meine Miete zu überweisen. Für mehr brauche ich es eigentlich nicht. Ansonsten würde ich eben nur Geld aus Deutschland nach Namibia überweisen, das ich dann in Namibia abheben kann.

Danke und Gruß,
Oka
667 Beiträge · seit 200618. Juni 2007 · #10
Hallo,
was Carsten Möhle gesagt hat, trifft so auch für SA zu: Man kann ein Konto eröffnen, allerdings NUR ein "non-resident account". Einzahlungen darauf müssen aus dem Ausland, also in Devisen, erfolgen und werden beim Einbuchen in Rand umgerechnet. Mit dem Konto kann man Abbuchungen und Überweisungen tätigen, mit der Karte auch bar abheben, auch in Namibia. Was (zumindest in SA, foreign exchange control) NICHT geht: Sie können das Geld nicht wieder in Devisen zurücktauschen und ins Ausland zurückführen. Also einfach gesagt: Einfuhr ja, Ausfuhr nein, Geld dort verbrauchen. Gruss, Helmar
22 Beiträge · seit 200718. Juni 2007 · #11
aus solchen Erfahrungen sollte man eigentlich lernen und es sich nochmal gut überlegen, ob man seinen Zweit- oder sonstigen Wohnsitz in Namibia einnimmt..... zumindest sind dies erst die Anfangswehen;). Unqualifizierte Aussagen wie die Vorgenannten erhält man im Übrigen auch im Infozentrum der Namibischen Zentralbank, und die sollten es allerdings besser wissen....

In Namibia steht man im Moment politisch unter Druck, der Geldwäsche (welches da auch immer reingewaschen werden soll) entgegenzuwirken. Treibende Kraft dahinter sollen laut Zentralbank die USA im Kampf gegen den globalen Terror sein.
Wer Geld nach Namibia bringt sollte tunlichst auch bedenken, dass man dieses nicht mehr einfach so rausbekommt, da gibt's noch uralte Devisenbestimmungen aus "RSA- Apartheitszeiten"!

Die bei Bank Windhoek zuständige Zweigstelle für nicht in Namibia residierende Personen wäre die Kudu Branch... warum auch immer die???

Sollte es trotzdem zu Schwierigkeiten kommen (in Namibia hört man ja immer öfter und im Winter fast ausschließlich: "geht nicht, gibt's nicht"), dann Hr. Martin Möller (Leiter der Auslandsabteilung) 299 1345 oder Cell: 081 1244472 anrufen. Der spricht auch deutsch und dann klappts auch (wenn's den wirklich sein soll)... mit dem Konto!
203 Beiträge · seit 200618. Juni 2007 · #12
Na, das ist ja mal eine konkrete Antwort, sogar mit Namen und Telefonnummer. Ich bin baff. Also den Herrn Möller werde ich gleich morgen kontaktieren. Da bin ich aber nun wirklich gespannt wie ein Flitzebogen. 😎

Danke und Gruß,
Oka