Fotoausrüstung, wie komplettieren?

56 Antworten · 29,1k Aufrufe · gestartet 13. Feb. 2007 von tomk
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Themenstarter131 Beiträge · seit 200713. Feb. 2007 · #1
Ich plane im Juli nach Namibia zu fahren. Obowohl ich mich durch die verschiedenen Threads in diesem Forum und auch in anderen Fotoforen gelesen, bin ich mir immer noch nicht schlüssig wie ich meine Fotoausrüstung vervollständigen soll.

Meine derzeitige Fotoausrüstung:

- Nikon D70s (1,5 Crop Faktor)
- 18-70mm /4-5.6
- 70-200 / 2.8
- TC 1.7E II
- Makro 105/2.8 (was ich allerdings nicht mitnehmen möchte)

Bis auf das Makro hatte ich diese Ausrüstung auch letztes Jahr in Südafrika. Auf den Game Drives im Amakhala und Addo Elefant Park bin ich mit der Brennweite im Telebereich auch ganz gut hingekommen 340 mm (510 mm kb äquivalent). Nach dem Lesen in den verschiedenen Foren habe ich allerdings das Gefühl, daß ich im langen Brennweitenbereich noch etwas machen müsste. Weitwinkel wäre wahrscheinlich auch ganz nett.

Meine Überlegungen gehen dahin mir einen zweiten Body zu kaufen. Da ich mir sowieso irgendwann eine D200 zulegen wollte, wäre das eine gute Gelegenheit.
Darüberhinaus habe ich mir überlegt evtl. das 300/4 zuzulegen. Mit dem 1,7 Telekonverter käme ich auf eine Brennweite von 510mm (ca. 750mm kb). Diese Kombo könnte ich z.B. auf einer der Kameras installiert lassen und auf der anderen das 70-200. Ggf. wäre ich auch bereit mir noch einen 1.4 TC zuzulegen.
Alternativ käme vielleicht auch ein 80-400 in Frage. Allerdings hätte ich hier kaum ein Zugewinn an Brennweite, es seid denn ich setze einen 1.4 Konverter auf.

Da ich noch nicht im Etosha war und keinerlei Idee habe wie weit die Tiere normalerweise entfernt sind, habe ich den Hauch einer Ahnung was hier Sinn machen würde bzw. auch handhabbar wäre.

Ich wäre dankbar, wenn der eine oder andere Namibia reisende Hobbyfotograf dies mit seiner Meinung kommentieren würde.

Vielen Dank und viele Grüße,
Thomas
Meine Bilder und Reiseberichte von Namibia und Botswana.
1'455 Beiträge · seit 200613. Feb. 2007 · #2
Hi Thomas,
im Etosha-NP hast Du die Tiere teilweise 30cm vom Auto weg (da ist bei größeren Tieren eher Weitwinkel angesagt) bis zu Tieren am Wasserloch, wo Du aber auf der anderen Seite stehst.
Laß den zweiten Body weg udn investiere liebr in Linsen. Letztes Jahr hatte ich auch 2 Nikon F5, eine mit Fuji Velvia 50 ASA und dem Weitwinkel, im anderen 200 ASA und das 500/4.5 Tele. Siet ich die D200 habe (die F5 sind verkauft) nur noch ein Body und happy!
Laß immer das Tele drauf, Landschaft läuft nicht weg, da hast Du die Sekunden für den Objektivwechsel.
Für das Geld würde ich nach einem 300/2.8 (z.B. Sigma) oder noch mehr suchen.
Mein Traum ist das Sigma 300-800/5.6, aber der Preis von >6000€ schreckt doch ab.
Für Etosha solltest Du auf jeden Fall einen "Beanbag", Reissack oder etwas ähnliches als Polsterung+Fixierung auf dem Autofensterrahmen haben. Im Notfall geht auch ein Handtuch...
Nimm das Makro mit, es gibt so viele Krabbeltiere (Wunderschöne Spinnen, Skorpione, manch Schlange), da ist ein Makro wirklich gut, vor allem mit 105mm wg. Fluchtdistanz (von Dir oder dem TierB) )
LG Jens
7'294 Beiträge · seit 200613. Feb. 2007 · #3
Hallo Tom

Eigentlich hast Du ja schon eine recht schöne Ausrüstung. Wenn es geht würde ich etwas in der langen Brennweite machen. Ein 200 mit TK ist nie so gut wie ein hochwertiges 300er oder 400er. Und obschon die Tiere in der Etosha sehr Nahe sein können, bist Du trotzdem über die Brennweite froh.
Mein 100-400er ist auf jeden Fall das "immer drauf" Objektiv.

Kürzlich habe ich mir zu meinem Stativ auch noch einen Panorama-Kopf gekauft, den ich in einigen Wochen erstmals in Namibia nutzen kann. Ich habe vorher schon Panoramas gemacht, mit dem speziellen Kopf ist es aber viel einfacher und beim zusammenrechnen am Computer gibt es praktisch keine Fehler mehr.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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2'732 Beiträge · seit 200614. Feb. 2007 · #4
Du kannst dir auch überlegen das Sigma 170-500 mm zuzulegen. Habe das immer drauf. Ist gut und im Preis-leistungsverhätlnis kaum zu schlagen.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
74 Beiträge · seit 200606. Mai 2007 · #5
Hallo zusammen,

für unseren Nam Aufenthalt im August/September habe ich mich auch für ein 500 mm Tele entschlossen. Allerdings für das Sigma 50-500 mm. Auch wenn´s mit ca. 1,8 kg nicht leicht ist, wird es im Etosha auf jeden Fall mein "immerdrauf" sein.
Hat noch jemand einen Tip für ein Stativ?
Am liebsten eine Dreibein/Einbein Kombination.

Christian
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1'455 Beiträge · seit 200606. Mai 2007 · #6
Hallo Christian,
für Etosha empfehle ich Die den altbekannten "bean bag", ein Stoffbeutel, den Du einfach mit Reis o.ä. füllst. Das als Auflage am Autofenster ist bewährt.
Wegen normalem Stativ:
1. Dreibein-Einbein-Kombi??? Noch nie gesehen....
2. Was darf es wiegen
3. Was soll darauf montiert werden (Tragfähigkeit)
3. Was willst Du ausgeben (beeinflußt sehr stark Punkt 2 und 3)

Was für einen Kopf willst Du draufschrauben?

LG Jens
132 Beiträge · seit 200706. Mai 2007 · #7
Hallo,
das dreibeinige Einbein gibt:
Manfrotto 682 B

Dies ist ein sehr stabiles Einbein mit Klemmfixierung, das einen Wechselfuss besitzt. Die maximale Auszugslänge liegt bei ca. 180 cm, es trägt auch schwerste DSLRs problemlos und hat zusammengeschoben etwa 65 cm.
In der Bodensäule (also im untersten Element) sind standardmässig drei Füsse verborgen, die sich mit wenigen Handgriffen herausklappen lassen und dem Einbein einen wesentlich stabileren Stand geben (es bleibt auch alleine stehen).
Die kleinen Streben (Seitenstabilisierungen) sind jeweils etwa 25 Zentimeter lang.
Natürlich kann es kein Dreibein vollwertig ersetzen, es ist aber sicher die Idealkombination aus Ein- und Dreibein, gut transportabel, hochfest und zuverlässig.
Gruesse
fototour
74 Beiträge · seit 200607. Mai 2007 · #8
Hallo,

ja ja die Liebe Frage nach dem Geld😳 Komme ich mit 250 - 300 € hin ?

Aber mal von vorne. Das Stativ soll meine Pentax K10D samt Sigma 50-500mm tragen, d.h. zusammen ca. 2,3 Kg.

Über den Kopf habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Vor 20 Jahren habe ich einfach für 150 DM ein Bilora Stativ von der Stange gekauft. Das ist jetzt etwas altersschwach.

Zum Gewicht: Gutes Thema, ich würde sagen so wenig wie möglich.
Das DREIBEIN/EINBEIN gibt es von Cullmann. Die Mittelsäule ist das Einbeinstativ. Colle Sache wenn man nur 1,60 m groß ist. Aber bei 1,98 m ist das dann schon ein Problem...

Christian
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544 Beiträge · seit 200607. Mai 2007 · #9
Hallo Fotofans,

wir haben uns 2006 für unsere Fotoausrüstung das Cullmann Universalstativ Einbein 3430 mit 3-Weg-Panaoramakopf 3030 zugelegt.
Inzwischen haben wir unsere Fotoausrüstung ergänzt, d.h. es kam ein
50-500 mm Sigma-Objektiv hinzu. Wir mußten feststellen, daß dieses Stativ mit diesem Panoramakopf für das Gewicht des Objektives + Kamera nicht geeignet war. Verwacklungsfreies Fotografieren (trotz Spiegelvorauslösung) war nicht möglich.
Ergo, es folgte ein Manfrotto 055 PROB-Stativ mit einem Manfrotto Action Grip 322RC2 Kugelkopf. Und jetzt paßt alles. Man muß halt einfach ausprobieren.
Für Objektive mit normalen bis 300 mm Brennweiten und geringem Gewicht ist das Cullmann-Stativ geeignet.

Liebe Grüsse von
Ute und Werner
Namibia - Botswana - Zimbabwe - Südafrika - 2004, 2006, 2007, 2008, 2009, 2011, 2014
470 Beiträge · seit 200607. Mai 2007 · #10
Hallo Christian,

Du weisst ja schon, dass Deine Rechnung mit dem Crop Factor und der Brennweitenverlängerung nicht ganz aufgeht, gell? Der Crop Factor ist eine Ausschnittvergrösserung und keine Brennweitenverlängerung, wenn Du also 200mm F4.0 mit TC 1.7 @ 1.5 rechnest, dann hast Du kein 510mm Objektiv, sondern ein 340mm F6.8, welches Deinen Sensor als Ausschnitt eines Vollformatsensors benutzt. Hier noch etwas Info dazu:

http://de.wikipedia.org/wiki/Formatfaktor

Wenn es Dein Budget erlaubt, würde ich Dir ebenfalls die Anschaffung einer guten Zoom-Linse mit 400mm empfehlen.

Betreffend Stativ: Habe mir vor kurzem mit viel Mühe und nach langem Suchen das Gitzo Explorer Mk II mit Panorama-Off-Center-Kugelgelenk gekauft. Seither kann ich nicht mehr richtig fotografieren, weil ich jedesmal Tränen in den Augen habe, wenn ich das Ding auspacke. Ist echt ein Traum...

Schöne Grüsse

Patrick
www.mywilderness.net
136 Beiträge · seit 200608. Mai 2007 · #11
Hallo,
das Thema Fotoausrüstung bewegt einen jeden Namibiareisenden....

Thema Stativ: Habe letztes Jahr lange hin und her gerechnet und mit letztendlich für ein Gitzo G1158T entschieden. Das Stativ ist superleicht, relativ klein im Packmaß und reicht locker für ein Kameragewicht bis zu 3 kg. Leider ist der Preis nicht ganz ohne... Das Einbeinstativ würde ich zu Hause lassen. Bei Landschaftsaufnahmen ist das Dreibeinstativ einfach günstiger (lange Belichtungszeit usw.).

Thema Objektive: ich würde das Makroobjektiv auch mitnehmen. Letztes Jahr gab es in Namibia so viele tolle kleine Pflanzen. Mein Makroobjektiv war zu Hause und ich habe mich geärgert...
Zur langen Brennweite kann ich dir mein Nikon 300mm/f 4 AF anbieten. Ich bin seit ein paar Tagen glücklicher Besitzer des Nikon 200-400mm/f4 und werde das 300mm/f4 daher verkaufen.

Weitere Infos zum Thema Fotoausrüstung findest du auf meiner Homepage:

http://www.derknipser.net

LG Uwe
"Colors of Africa" - die ersten Fotos unserer Afrikareise 2011 sind online! Uwe Hasubek Photography
74 Beiträge · seit 200608. Mai 2007 · #12
Hallo Ihr beiden Gitzo Stativbesitzer,

könnt Ihr bitte "nicht ganz billig" etwas genauer definieren ?
Danke vorab und gute Nacht.
Muss Morgen früh raus und freue mich auf Antworten

Christian
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136 Beiträge · seit 200608. Mai 2007 · #13
Preis kann ich leider nicht mehr genau sagen, da ich einen Setpreis für das Gitzo, ein Manfrotto 695 Einbeinstativ und einen Manfrotto 488 RC2 Kugelkopf bekommen habe. Erkundige dich ggf. mal bei Foto-Partner Strasser GmbH in Hamburg.

LG Uwe
"Colors of Africa" - die ersten Fotos unserer Afrikareise 2011 sind online! Uwe Hasubek Photography
1'455 Beiträge · seit 200608. Mai 2007 · #14
Hallo Christian,

das Gitzo G1158T kostet fast 600€ (dafür aber mit Kopf:P ).
Ich habe ein Manfrotto 055Pro (Dreibein) mit einem Benro Kugelkopf wenn ich im Auto unterwegs bin und ein Einbeinstativ für zu Fuß unterwegs.
Die Kombination Einbein mit Ausleger wäre mir zu wackelig, da meine D200 mit einem Sigma AF 500/4.5 doch der gerne der Schwerkraft folgt und sich dem Boden nähern möchte. Panoramaaufnahmen sind mit dem Einbein auch nicht möglich.
Wenn verzichten, dann auf das Einbein.
Es gibt viele gute Stative von Gitzo, Manfrotto, Velbon, aber bei allen gilt:
Je kleiner, leichter, mehr Tragfähigkeit (d.h. Material Alu, Basalt, Carbon) desto teurer und das geht leider sehr exponentiell mit jedem Gramm weniger.
Ich habe mich für etwas schwerer, dafür mehr Tragfähigkeit und günstiger entschieden, das das Stativ im Landrover mitfährt und nur selten getragen werden muß.
LG Jens
470 Beiträge · seit 200608. Mai 2007 · #15
Christian, das Gitzo Explorer Mk II Carbon (GT2540EX) kostet hier in der Schweiz etwa soviel wie eine Grossmutter und ein rechtes Auge:

CHF 935 Stativ
CHF 290 für das Kugelegelenk 2 (G1276M).

Zum Glück kauft man sowas wenn alles gut geht nur einmal im Leben

Schöne Grüsse

Patrick

😉
www.mywilderness.net
283 Beiträge · seit 200608. Mai 2007 · #16
Ich habe mir für das Fotographieren vom Auto aus mit längeren Brennweiten folgendes besorgt:

Manfrotto Autoscheibenhalter MA 243 + Manfrotto Kugelkopf 482

Ein Versender hat mir das für ca. € 65.- besorgt, bin sehr zufrieden, excellente Qualität und äußerst robust.

der Autoscheibenhalter wird auf die teilweise heruntergekurbelte Seitenseibe geschraubt und ist ideal für das Besuchen der Wasserlöcher in Etosha wo Aussteigen nicht möglich ist

Klaus<br><br>Post geändert von: klausul, am: 08/05/2007 14:21
Vorsicht: infiziert mit virus namibiense
1'455 Beiträge · seit 200608. Mai 2007 · #17
Hallo Klaus,
bei "normalen" Autos ist das Scheibenstativ sicher gut, unser alter Landy hat aber Schiebefenster zur Seite😳
Da ist der Beanbag (oder ein Handtuch) die beste Alternative
LG Jens
283 Beiträge · seit 200609. Mai 2007 · #18
Da hab ich eine gute Lösung:
Ich verkaufe Dir meinen 110er Defender, Bj. 2000 ,mit 39.000km der hat Fensterheber.

Klaus:P 😛 😛
Vorsicht: infiziert mit virus namibiense
Gast09. Mai 2007 · #19
jens,
muss dir zustimmen: da ist der beanbag die beste alternative! und dann heisst es nur noch still sitzen 😉
immer gut licht wünscht dir
anette
1'455 Beiträge · seit 200609. Mai 2007 · #20
@ Anette: Wünsche mir ab Mitte Juni gutes Licht! MERCI!
@ Klaus: Unseren alten Serie III würde ich gegen nix eintauschen, auch wenn wir noch einen neueren 90er 300TDI kaufen wollen, bevor wir auswandern. Muß ich wohl in GB wg. Rechtslenker einkaufen.
LG Jens