Mein Mann, unsere Tochter, unsere Nichte und ich sind im Mai 2026 sieben Nächte mit der Mein Schiff Relax ab Kiel unterwegs – unsere erste Reise nach Norwegen. Die Balkonkabine gibt uns unsere Ruhe.
Nach einem Seetag liegen wir in Bergen, fahren mit der Standseilbahn auf den Fløyen und laufen durch den Trollwald. Höhepunkt ist die Einfahrt in den Geirangerfjord: Eine Bustour führt zur Adlerkehre mit Blick auf die Sieben Schwestern, zum Flydalsjuvet und hinauf zum Dalsnibba, wo Schneefall die Aussicht nimmt. Weiter geht es vorbei an Hellesylt nach Ålesund, wo wir den Hausberg Aksla erklimmen und über 418 Stufen hinuntersteigen. In Haugesund wandert mein Mann zur kleinen Trollzunge, ich erkunde die Stadt mit den Kindern per Bimmelbahn.
Am schönsten sind die Abende auf dem Balkon beim Auslaufen, wenn es bis spät hell bleibt. Die Fjordlandschaft begeistert uns, der Geirangerfjord bleibt unser Favorit, für mich auch die Zeit in Ålesund. Für meinen Mann ist am Ende klar: Afrika gefällt ihm besser, dorthin soll für uns beide die nächste Reise gehen.
Reisezeitraum
ab 24. Mai 2026, sieben Nächte an Bord (kein Enddatum im Bericht belegt)
Länder
Norwegen
Gruppe
4 Personen (Ehepaar mit Tochter und Nichte)
Reiseart
Kreuzfahrt mit Mein Schiff Relax, Landausflüge teils per gebuchter Bustour bzw. Wanderung, teils zu Fuß auf eigene Faust
Fahrzeug
Kreuzfahrtschiff Mein Schiff Relax, Balkonkabine
Route
Kiel – Bergen – Geirangerfjord/Geiranger – Hellesylt (Durchfahrt ohne Landgang) – Ålesund – Haugesund
Flug/Anreise
Mit dem ICE von Süddeutschland nach Kiel, dort eine Nacht im Aparthotel vor dem Einschiffen
dies soll kein klassischer Reisebericht werden, schließlich handelt es sich um das totale Kontrastprogramm zu den meisten Reisen, über die hier im Forum zu lesen ist. Auch möchte ich keine Diskussionen lostreten, welche Reiseart die schönere, bessere etc ist.
Trotzdem möchte ich euch die tolle Landschaft Norwegens nicht vorenthalten. Für uns war es die erste Reise nach Norwegen und da wir gerne ab und zu auch mal eine Kreuzfahrt machen, hat sich das ganz gut angeboten, um das Land ein wenig zu beschnuppern.
Los ging es also nach einer Übernachtung in Kiel am 24.05.26, 7 Tage mit der Mein Schiff Relax. Ja, das Schiff ist sehr groß und ja, natürlich erlebt man ab und zu mal mehr mal weniger große Menschenansammlungen, denen man aber auch immer sehr gut aus dem Weg gehen kann. Durch eine schöne Balkonkabine haben wir aber auch Platz, um uns zurückzuziehen und trotzdem das Meer zu sehen.
Vorab eine kleine Bilderauswahl, der Bericht erfolgt dann in kurzen Sequenzen zu jedem der Häfen, die wir angelaufen haben.
Teil 204. Juni 2026
Guten Morgen,
das freut mich, dass doch einige hier auf meinem Schiff mitfahren. Wir hatten natürlich ein bisschen Wellengang, aber mit den Stabilisatoren des Schiffs ist das immer ganz gut machbar. Für Seekranke habe ich auch immer Seabands dabei, das sind quasi Haargummis, die man sich ans Handgelenk macht. Jede Seite hat einen "Akkupressur-Knopf" dran und ich bilde mir ein, dass das ganz gut hilft 🙂
Dieses Mal reisen wir in etwas anderer Konstellation als sonst: unsere Große hat absolut keine Lust mehr gehabt, mitzukommen, also haben wir Anfang des Jahres unsere Nichte gefragt und sie war sofort Feuer und Flamme. Die beiden Mädels (unsere Kleine und unsere Nichte) sind sowieso best friends, es war also für alle eine sehr gute Lösung.
Es geht also ein Mal von Süddeutschland mit dem ICE nach Kiel, wo wir zuerst die AidaNova und die AidaBella im Hafen verabschieden. Dann gehen wir gemütlich Essen und dann für eine Nacht in ein Aparthotel, um dann morgens ausgeschlafen zum Ostseekai zu gehen und unser Zuhause für die nächsten 7 Nächte zu beziehen.
Der erste Tag ist schnell erzählt: wir gehen als erstes frühstücken, das Restaurant ist fast leer, weil die meisten Gäste bereits abgereist sind. Das gefällt uns! Wir haben super Wetter, die Mädels verbringen den Großteil des Tages im Pool, der auf diesem Schiff wirklich schön groß ist.
Mein Mann und ich gönnen uns eine Massage im Spa, die perfekte Einstimmung für den Urlaub. Dann probieren wir uns durch die Cocktailkarte (es gibt auch sehr leckere alkoholfreie Cocktails) und die angebotenen Speisen. Das ist das "Problem" bei All In: du bekommst rund um die Uhr Essen und Getränke, allerdings hier auf dem Schiff tatsächlich von Qualität und Quantität das Beste, was wir bisher bei All In erlebt haben.
Nachmittags ist dann die Kabine bezugsfertig und wir richten uns ein. Der erste Sonnenbrand ist auch schon da, na klasse! Das haben wir total unterschätzt. Aber es waren halt doch einige Stunden in der Sonne...
Kurz nach 19 Uhr ist es dann soweit: wir starten Richtung Norwegen. Natürlich versammeln sich die meisten Passagiere auf einem der oberen Decks, somit wird es ein bisschen voller. Aber wir finden ein schönes Plätzchen und genießen die Ausfahrt aus Kiel mit einem Gin Tonic.
Teil 304. Juni 2026
Am Montag ist Seetag.
Früh mal kurz auf dem Balkon und den Sonnenaufgang über dem Meer genießen.
Dann nochmal ins Bett, ausschlafen und das Schiff erkunden. Dabei wenn möglich den Menschenmassen aus dem Weg gehen. Die Wettervorhersage war eher durchwachsen, das Wetter dann tatsächlich aber doch sehr gut. Nicht mehr ganz so warm, aber mit relativ viel Sonne. Wir finden auf einem der oberen Decks einen schönen Platz in der Sonne, dazu eine Wolldecke und ein Buch und ich bin zufrieden. Hier bleibe ich einige Stunden, mein Mann und die Kids gehen Sport machen.
So gibt es nicht viel zu erzählen. Wir chillen, essen und trinken, die Kinder gehen natürlich nochmal in den Pool, man muss das schöne Wetter natürlich nützen.
Am Abend erleben wir das erste Mal, wie kurz die Nächte im Norden zu dieser Zeit sein können. Darauf habe ich mich sehr gefreut: lange Tage, kurze Nächte.
Dieses Bild ist von 23:15 Uhr. Und wir fahren ja noch weiter in den Norden, es wird also noch "besser". Dadurch gehen wir alle natürlich deutlich später ins Bett und kommen morgens etwas schwerer aus den Betten. Was aber ja egal ist, schließlich haben wir Urlaub!
Morgen werden wir dann das erste Mal in Norwegen sein. Bergen wartet auf uns!
Teil 405. Juni 2026
Unsere erste Station ist Bergen.
Wie die ganze Reise über wache ich irgendwann in den frühen Morgenstunden auf und schiebe den Vorhang kurz zur Seite, um zu sehen, wo wir gerade sind. Land in Sicht, also schnell in den Bademantel rein und raus auf den Balkon.
Huch, ganz schön grau und kalt im Gegensatz zu den ersten beiden Tagen. Ich sehe eine Brücke bei Bergen, ein paar Häuser und spüre aber, dass es mir viel zu kalt ist. Also verschwinde ich nochmal ein bisschen ins Bett. Es ist erst 06:30 Uhr und wir liegen schließlich den ganzen Tag in Bergen und müssen nicht als erste vom Schiff 🙂
Irgendwann stehen wir dann auf, gehen frühstücken und sehen, dass das Wetter wirklich nicht so einladend ist. Ab und zu nieselt es. Wir schauen auf das Regenradar und stellen fest, dass es aber etwas besser werden soll. Wir bepacken uns also mit Schirmen und Regenjacken und laufen vom Schiff aus in die Stadt.
Die ersten Häuser müssen natürlich auf Foto gebannt werden.
Unser Ziel ist die Floibahn. Dabei kommen wir am Fischmarkt vorbei. Dieser Geruch... Die Kinder flüchten ziemlich schnell wieder 😄
Der Ausblick auf das Stadtviertel Bryggen ist sehr nett. Wie man sich Norwegen so vorstellt.
Nach ca. 1,5km Fußweg haben wir unser Ziel erreicht. Die Tickets für die Bahn haben wir kurz vor Verlassen des Schiffs online gekauft, heute ist die Warteschlange vor Ort aber auch gar nicht lang.
Mit der Standseilbahn geht es hinauf auf den Floyen.
Teil 506. Juni 2026
Oben auf dem Berg angekommen schießen wir die Fotos, die so ziemlich jeder hier schießt: von der Aussichtsplattform der Blick über Bergen und das Schiff.
Ich liebe ja Ausblicke, Weitblicke etc., deswegen sind für mich Urlaube in den Bergen immer toll! Der Blick vom Berg ins Tal, hier eben auf die Stadt und das Meer, sowas mag ich. Auch wenn das Wetter nicht so ist, wie ich es mir vorgestellt habe. Aber so ist das immer mit den Erwartungen: manchmal werden sie erfüllt, ganz oft aber auch nicht. Ich bin trotzdem zufrieden!
Hier oben ist es ganz schön frisch und natürlich sind doch auch einige Menschen hier, so dass wir uns ziemlich schnell von der Plattform verabschieden. Zuerst muss ein großer Troll für ein Fotoshooting herhalten,
dann gehen wir zu dem kleinen Trollwald, dem "Trollskogen". Es ist zwar alles ziemlich durchweicht, weil es zuvor gut geregnet hat, aber für die Kinder ist es hier einfach schon sehr schön gemacht.
Und wir Erwachsenen finden einen Troll, der sich von uns in der Nase bohren lässt 😄
Nun ja, ein bisschen Spaß muss sein 🙂
Von hier oben führt ein schöner Weg in Serpentinen wieder nach unten. Unterwegs haben wir immer mal wieder eine schöne Sicht auf das Schiff.
Zwischendurch beginnt es mal ein wenig zu nieseln, da können wir uns aber unterstellen. Danach geht es wieder weiter bergab, an den Seiten gluckert es überall und kleine Wasserfällchen fließen nach unten.
Als wir dann wieder unten in der Stadt sind, beschließen wir, bei diesem Wetter doch lieber wieder zurück aufs Schiff zu gehen. Ich hatte noch das Trollmuseum auf dem Plan oder auch die Magic Ice Bar, aber so richtig gezogen hat niemand. Außerdem hatten wir noch Massagen gebucht und das Schiff muss ja auch noch weiter erkundet werden. Städtetouren sind aktuell auch gar nicht so auf unserer Wunschliste und das Wetter macht uns die Entscheidung dann doch auch etwas leichter.
Teil 606. Juni 2026
Zurück auf dem Schiff erwartet uns tierischer Besuch auf der Kabine, da gibt sich die Crew schon immer viel Mühe:
Es folgt das übliche Programm: essen, trinken, Powernap und um 17 Uhr steht das Auslaufen auf dem Programm. Wir suchen einen schönen Platz, an dem wir die Ausfahrt aus dem Hafen genießen können und werden nur so halbwegs fündig: entweder ist schon alles belegt oder man hat einfach keinen tollen Blick. Wir setzen uns für ein paar Minuten zu einem Paar, das einen Platz in einer Außenbar ergattert hat. Aber es ist kalt, der Wind bläst ganz schön heftig und als dann unsere halbleeren Gläser vom Wind umgefegt werden, haben wir genug und verziehen uns wieder.
Nein, das ist nicht das Wetter, das uns Spaß macht. Zu windig, zu kühl und ich merke auch schon den Anflug einer Erkältung. Wir gehen lieber nochmal kurz auf die Kabine und um 18 Uhr haben mein Mann und ich noch jeweils eine Massage gebucht. Spa können sie auf Mein Schiff 🙂
Vom Spa-Bereich hat man auch eine ganz schöne Aussicht auf die Inselchen, an denen wir jetzt vorbeifahren. Die Bilder sind durch die Spiegelung zwar nicht extra gut, aber sie gefallen mir trotzdem. Außerdem ist es hier drinnen warm 😉
Ja, die Landschaft sieht schon toll aus!
Dieses Bild hier ist dann wieder auf unserem Balkon entstanden. Ohne irgendwelche Einstellungen oder Filter, aber gerade diese Farben gefallen mir schon sehr gut. Das gibt dem Foto irgendwas Mystisches. Und dann sehen wir auch, dass sich die Farben immer mehr verändern, je weiter wir Richtung offenes Meer fahren. Der Himmel wird blauer, die Wolkendecke reißt auf.
Nach dem Abendessen ist auch die Sonne wieder da und es zieht uns trotz der kühlen Temperaturen wieder hoch aufs Pooldeck.
Wir genießen nochmal ein kühles Getränk und die Sonne, die auch nach 22 Uhr noch nicht untergehen mag. Das fühlt sich schon toll an. Ich freue mich auf und über die langen Abende!
Heute stellen wir uns dann aber den Wecker, morgen Früh wartet nämlich eine tolle Einfahrt auf uns und die wollen zumindest wir Erwachsenen nicht verpassen!
Teil 707. Juni 2026
Wir müssen gar nicht auf den Wecker warten. Ich wache schon vor 6 Uhr ab, werfe den Blick am Vorhang vorbei Richtung Balkon und stelle fest, dass wir schon im Fjord sind. Heute erwartet uns nämlich Geiranger und damit die Einfahrt in den Geirangerfjord. Dieser Stopp war mit ein Grund, dass es genau diese Reise geworden ist. Aber puh, es ist schon noch recht früh und auch ganz schön grau draußen. Aber wenn wir schon mal hier sind... Die Kinder lassen wir schlafen, wir machen uns nur kurz fertig und gehen hoch aufs Pooldeck. Dort gibt es ab 6 Uhr Kaffee und heißen Kakao und gefühlt ist schon das halbe Schiff unterwegs.
Hier finden wir einen halbwegs windgeschützten Platz und trinken erst mal einen Kakao. Ich stelle fest, dass aus dem Halskratzen ein "Ich-habe-keine-Stimme-mehr" geworden ist. Na ganz toll! Dazu muss man wissen, dass ich erst Anfang Mai wegen eines Abszesses unter der linken Mandel einige Tage im Krankenhaus war. Kurz vor der Abreise hab ich mir noch das Go vom HNO geben lassen, da bin ich jetzt natürlich schon ein bisschen nervös, nicht dass sich da doch gleich wieder etwas anbahnt... Ich bin aber fest davon überzeugt, mir den Urlaub nicht vermiesen zu lassen. Wir schlendern ein bisschen über das Schiff und versuchen, schöne Bilder und Videos von der Fahrt durch den Fjord zu machen. Aus den Lautsprechern tönt mystische Musik, das hätte es meiner Meinung nach jetzt nicht unbedingt gebraucht, aber gut. Es passt auf jeden Fall zur Stimmung.
Leider sind die Glasfronten relativ hoch, so dass man nur schwierig schöne Fotos hier oben schießen kann. Das heben wir uns dann eben für später und für die Ausfahrt auf. Da bleiben wir dann auf dem Balkon.
Nach einer guten halben Stunde gehen wir ins Restaurant, frühstücken und schauen von dort durch die großen Glasfronten nach draußen.
Natürlich auch hier wieder ein bisschen Spiegelungen bei den Fotos, aber die besseren kommen noch 🙂
Auf dem Weg zurück zur Kabine schaffen wir aber doch noch ein paar schöne Bilder (die allerdings noch nicht alle sortiert sind), die Wolken, die Sonne, die versucht, sich einen Weg durch die Wolken zu bahnen... das hat schon was!
Dann hauen wir uns nochmal für gut 1,5 Stunden aufs Ohr und gehen dann später mit den Mädels noch ein zweites Mal frühstücken.
Teil 807. Juni 2026
Als wir ein zweites Mal aufstehen, sieht das Wetter doch schon gleich ein bisschen besser aus.
Meine Stimme ist noch immer nicht wirklich vorhanden und auch so fühle ich mich nicht wirklich fit. Ich bin sehr froh, dass wir heute nicht auf eigene Faust losgehen. Es gibt hier in Geiranger 3 besonders schöne Aussichtspunkte, die ich gerne besuchen möchte. Zuerst hatten wir überlegt, uns Twizzys zu mieten, aber da wir zu viert ja 2 brauchen, sind die nicht wirklich günstig. Und sie haben offene Fenster. Heute bin ich froh, dass wir uns für eine ganz einfache Bustour entschieden haben. Einfach reinsetzen, ausspucken lassen, Aussicht genießen und weiter geht's.
Zuerst kaufe ich mir aber eine Mütze! Ich hab das einfach sehr unterschätzt. Und sobald es etwas windiger wird, wird es einfach eiskalt. So werde ich Besitzerin einer Norweger-Mütze 🙂 Noch ein paar Souvenirs shoppen und dann geht es Richtung Bus.
Der erste Stopp ist nach einigen Serpentinen die "Adlerkehre". Von dort hat man einen tollen Blick nach Geiranger und zum Schiff
und auf der anderen Seite zu den berühmten Wasserfällen "die 7 Schwestern".
Es fängt doch tatsächlich wieder ein bisschen an zu nieseln. Na gut, dann rein in den Bus und es geht weiter Richtung "Flydalsjuvet", dem 2. Aussichtspunkt. Wir sind jetzt genau auf der anderen Seite, sehen also vom Ende des Fjords auf Geiranger herunter.
Die Aussicht ist schon grandios!
Als 3. Stopp kommt mein persönliches Highlight, die Fahrt auf den "Dalsnibba". Ich wollte unbedingt nach ganz oben, heute Morgen war die Zufahrt wegen des Schnees noch gesperrt, jetzt darf man aber wieder nach oben fahren. Die Fahrt allerdings zieht sich ganz schön...
Teil 908. Juni 2026
Es dauert von unserem 2. Stopp bis ganz nach oben ca 40 Minuten. In dieser Zeit nieselt es erst, dann geht das ganze in Schnee über und es ist ziemlich bewölkt.
Kurz vor der Stelle, wo man die Mautstraße befährt (die heute Morgen noch gesperrt war), liegt ein See. Schon noch sehr winterlich hier.
Weiter geht es und wir kommen in richtiges Schneegestöber. Unser Guide ist noch sehr zuversichtlich, da sich die Wolken manchmal innerhalb von 10 Minuten verziehen und wir dann eine schöne Aussicht von oben haben sollten. Dieses Glück haben wir leider nicht. Was wir sehen, ist einfach nur weiß: weiße Wolken, weißer Nebel, weißer Schnee.
Keine Bilder mit einer tollen Aussicht in den Fjord. Die Kinder finden allerdings diesen 3. Stopp am besten, sie turnen im Schnee 😄 Uns hat es jetzt nicht wirklich was gegeben, aber so ist das mit dem Wetter nun mal. Also steigen wir wieder in den Bus und fahren zurück. Wieder beim See angekommen sieht es fast so aus, als würde die Sonne durchkommen.
Aber wir haben keine Zeit, dort anzuhalten, weil wir schon etwas knapp sind. Nicht dass das Schiff ohne uns ablegt 😗 Außerdem fühle ich mich langsam ein bisschen warm an. Aufgrund meiner Vorgeschichte entscheide ich, heute gleich noch zum Schiffsarzt zu gehen.
Um kurz vor 18 Uhr sind wir wieder zurück
Mann und Kinder gehen zur Kabine, ich zum Arzt. Ich habe Glück, es geht relativ schnell und der Arzt ist sichtlich erleichtert, dass er kein Anzeichen eines Abszesses sehen kann. Und ich auch! Dieses Mal also doch nur eine normale Erkältung. Allerdings habe ich ein bisschen erhöhte Temperatur. Zurück auf der Kabine lege ich mich kurz hin, unsere Abfahrt verzögert sich auch ein bisschen. Heute bleiben wir schön warm eingepackt zum Auslaufen auf dem Balkon und das Wetter zeigt sich noch von seiner angenehmen Seite.
Man kann hier auch mit einem Rib-Boot neben dem Schiff bis nach Hellesylt fahren. Die, die es gemacht haben, waren sehr begeistert. Ich bin froh, einfach nur auf dem Balkon sitzen und schauen zu können.
Teil 1008. Juni 2026
Ich meine, es dauert ca. 1,5 Stunden bis wir in Hellesylt anlegen. In der Zeit kann man viele Bilder und Videos machen 😎
Kurz bevor wir nach Hellesylt kommen, wollen wir uns dann noch mal in ein Restaurant begeben. Die sind heute alle gut gefüllt, weil alle vom Tisch aus die Einfahrt anschauen wollen. Na gut, wir finden schon ein Plätzchen. Von Hellesylt sehen wir nicht viel, da wir hier nicht aussteigen dürfen, also gibt es auch nur ein einziges Foto.
Der Rest des Abends verläuft ziemlich unspektakulär, allerdings darf man im Urlaub ja auch einfach mal nichts tun. Da unser nächster Halt gar nicht so weit weg ist, fährt das Schiff sehr langsam durch die Fjorde. Und weil es auch bis nach 23 Uhr hell ist, haben wir einen schönen Blick vom Bett auf den Balkon bzw auf die Fjorde.
Damit erst einmal gute Nacht 😉
Teil 1110. Juni 2026
Am nächsten Morgen sind wir in Alesund. Ich bin halbwegs fit, aber noch mit wenig Stimme. Um mich noch ein bisschen zu schonen, steigen wir in ein Taxi und lassen uns auf den Hausberg Aksla fahren. Oben wieder das übliche: viele Menschen, die den Ausblick fotografieren. Genauso wie wir 🙂
Der Aussichtspunkt ist nett, aber mehr auch nicht. Ein paar Meter weiter geht es noch ein bisschen nach oben, dorthin klettern wir und stellen fest, dass es hier ein kleines Wäldchen mit einem kurzen Weg gibt, dort ist viel weniger los und man hat tolle Blicke auf das Meer und die Inseln.
Mit uns liegt noch ein weiteres Schiff im Hafen, es ist also gut was los hier.
Heute ist es auch etwas milder und nicht so windig, wir können sogar auch mal die Jacken ausziehen. Wir genießen die Zeit und die Ausblicke hier oben.
Nach unten geht es dann 418 Stufen. Immer wieder hat man tolle Ausblicke, aber natürlich auch viele Menschen, die nach oben oder nach unten laufen.
Unten erwarten uns dann wieder verschiedene Trolle 🙂
Teil 1211. Juni 2026
Nach unserem Ausflug auf den Aksla geht es durch die Stadt und natürlich durch diverse Souvenirshops zurück aufs Schiff. Eine Mütze Schlaf, ein bisschen was essen und die Kids gehen tatsächlich in den Pool. Heute ist es aber auch milder und solange wir noch nicht fahren, gibt es auch keinen kalten Fahrtwind. Danach sofort in die Dusche und alles ist gut.
Das Auslaufen genießen wir auch heute wieder in Ruhe auf dem Balkon. Wie gesagt, die Landschaft ist einfach toll und ich könnte die ganze Zeit nur schauen 😉
Heute wird der Lotse auf unserer Seite abgeholt, da schauen wir natürlich auch sehr interessiert zu.
Heute Abend gehen wir italienisch essen. Es gibt auf dem Schiff neben Buffetrestaurants auch einige inkludierte Bedienrestaurants und das probieren wir heute mal. Hm, die Speisekarte hat uns dann doch überrascht. Einige Gerichte sind inklusive, der Rest ist tatsächlich zu bezahlen. Ich glaube, da passt in der Kommunikation etwas nicht so ganz. Oder haben wir es falsch verstanden? Fakt ist, es gibt ca. 4 Pizzen inklusive, der Rest kostet. Das Ambiente ist auch nur ok. Vermutlich Jammern auf hohem Niveau, aber wir sind tatsächlich etwas enttäuscht und werden dieses Restaurant nicht nochmal besuchen.
Das Essen allerdings ist gut und auch der Service passt.
Der Ausblick ist auch schön. Sogar das Wetter wird wieder besser! Kaum fährt man ein bisschen raus aufs offene Meer, scheint die Sonne 😎
Als wir das Restaurant verlassen, sehen wir, dass gegenüber ein weiteres Restaurant ist, das im Internet bisher sehr gut abgeschnitten hat: das Høfde. Es ist aktuell ziemlich leer und wir schauen uns in Ruhe um. Was wir sehen, gefällt uns (va uns Erwachsenen) sehr.
Wir erkundigen uns und erfahren, dass man für 9,90€ p.P. hier frühstücken kann. Das reizt uns. Wir planen es auf jeden Fall für die nächsten Tage ein!
Wir lassen den Abend bei einem schönen Sonnenuntergang auf dem Balkon ausklingen.
Teil 1312. Juni 2026
Am nächsten Tag legen wir in Haugesund und damit dem letzten Stopp unserer Reise an. Für meinen Mann haben wir relativ spontan einen Wanderausflug gebucht, der schon zeitig startet. Deswegen gehen wir zu zweit schon früher los Richtung Frühstück. Vorher erkunden wir aber noch ein paar Bereiche des Schiffs, die wir bisher noch nicht gesehen haben und schauen beim Anlegen zu.
Heute scheint es ein bisschen freundlicher zu werden.
Wir gehen in ein inkludiertes Bedienrestaurant, in das Atlantik. Die Musik im Hintergrund ist schon sehr gediegen, aber es ist sehr angenehm ruhig (natürlich auch noch sehr früh) und das Bedientwerden ist schon sehr schön.
Dann teilen wir uns heute auf: ich gehe zurück zu den Mädels auf die Kabine, mein Mann ist schon unterwegs zu seinem Ausflug. Sie werden erst ein Stück mit dem Bus fahren und dann zur kleinen Trollzunge wandern. Die Bilder und Videos, die er mir schickt, gefallen mir sehr.
Bei der Beschreibung des Ausflugs stand "anspruchsvoll" dabei, deswegen habe ich es weder mir noch den Kindern zugetraut. Mein Mann meint im Nachhinein aber, dass wir das auch geschafft hätten. Aber gut, ich bin ja sowieso nicht ganz fit und freue mich aber für ihn, dass er eine tolle Zeit hatte.
Teil 1416. Juni 2026
Während mein Mann unterwegs ist, genehmige ich mir mit den Kids ein zweites Frühstück. Eigentlich wollten wir hier einen Ausflug ins Umland machen, denn Haugesund gibt nicht so wirklich viel her. Nachdem ich aber angeschlagen bin, habe ich nichts gebucht und so sind wir ein bisschen unschlüssig. Den Kids gefällt die Idee mit der Bimmelbahn, die direkt neben dem Schiff abfährt.
Ok, das machen wir. Die Tour dauert ca eine Stunde und dabei erfährt man einiges über Haugesund. Ganz ehrlich - ich merke mir kaum etwas. Zum Einen liegt es daran, dass ich verzweifelt versuche, halbwegs brauchbare Fotos aus dem Zug zu machen, was sehr schwierig ist, weil ich in der Mitte sitze. Zum Anderen gibt es auch nicht sooooooooooooo viel Sehenswertes in Haugesund. Die Stadt ist wohl bekannt als "Heringsstadt", deshalb fahren wir auch an einer Heringsfabrik vorbei. Natürlich habe ich kein Foto davon.
Wir halten an dem Nationaldenkmal Haraldshaugen, dort haben wir ca 10 Minuten Zeit für Fotos. Das ist nicht viel Zeit, aber wir bekommen ein paar schöne Bilder und auch der Blick auf Meer ist ganz nett.
Dann geht es aber auch schon wieder weiter durch Haugesund, vorbei am Park und einer Kirche, bei der wir aussteigen können.
Dort hat man die Möglichkeit, später in die nächste Bahn einzusteigen und wieder zum Schiff zu fahren.
Uns verschlägt es aber natürlich in die angeblich längste Fußgängerzone Norwegens 😎
Wir bummeln gemütlich durch die Geschäfte, ab und zu nieselt es und dann hört es aber auch wieder auf. Dann beschließen wir, einfach zum Schiff zurück zu laufen, so weit ist es dann auch wieder nicht und der Spaziergang schadet uns auch nicht.
Über eine große Brücke geht es zurück zum Hafen.
Es war ein kurzer, chilliger Ausflug, aber nicht wirklich spektakulär. Da hat mein Mann schon schöneres erlebt. Sollten wir noch einmal nach Haugesund kommen, würde ich definitiv etwas anderes machen.
Zurück auf dem Schiff wird relaxt, Karten gespielt, gegessen, getrunken, Bingo gespielt 🙂
Beim Auslaufen bleiben wir wieder auf dem Balkon, das gefällt uns inzwischen eigentlich am besten!
Teil 1517. Juni 2026
Am nächsten Tag ist wieder Seetag. Bekanntermaßen stehen viele erst später auf und die Buffetrestaurants sind gut und auch länger gefüllt. Die Kids wollen auch ausschlafen, also testen mein Mann und ich heute das Høfde. Wie gesagt, 9,90€ pro Person, dafür absolute Ruhe, ein sehr angenehmes Ambiente und sogar der Cappuccino ist ein anderer als in den Buffetrestaurants.
Das Frühstück ist schon erstklassig. Man bekommt eine Étagère mit leckeren Kleinigkeiten und immer geht jemand herum und bietet Käse, Wurst, Brötchen, Fisch etc an. Natürlich gibt es auch alle möglichen warmen Speisen zu bestellen, hier fühlt man sich schon ein bisschen besonders.
Ach und überhaupt, die Einrichtung und alles gefällt uns hier sehr gut.
Hier lassen wir's uns eine ganze Stunde lang richtig gut gehen und genießen die Zeit hier!
Im Anschluss laufen wir ein bisschen übers Schiff und stellen freudig fest, dass uns heute ein sonniger Tag erwartet!
Der Rest des Tages besteht aus Spaß im Pool für die Kids, chillen, lesen, essen und trinken 😎
Der Rest ist schnell erzählt: Koffer packen, vor die Kabinentür stellen, etwas später als die meisten frühstücken (so haben wir auch wieder mehr Platz am Buffet) und runter geht's vom Schiff.
Als wir Richtung Hafenterminal gehen, sage ich zu meinem Mann: "Das war jetzt aber schon eine schöne Reise, oder?". Seine Antwort: "Ja, aber Afrika gefällt mir besser!"
(Hierüber bin ich nicht ganz unglücklich, schließlich möchte ich gerne noch öfters nach Afrika 😛 )
Teil 1617. Juni 2026
Jetzt ist der Bericht doch etwas länger geworden als geplant. Ich hatte nicht mit so vielen Interessenten gerechnet. Und noch weniger mit interessierten Kreuzfahrern 🙂
Fazit:
Wir beide mögen Schiffsreisen schon sehr gerne. Ab und zu mal. Nicht dauernd. Nach 2x Balkon und 2x Innenkabine hatten wir dieses Mal wieder eine Balkonkabine und ich würde jederzeit wieder diesen Aufpreis bezahlen, das ist so viel wert! Man hat mehr Platz und einfach seine Ruhe, wenn es woanders zu rummelig wird.
Sicher eignen sich nicht alle Destinationen optimal für Kreuzfahrten bzw würde ich manche Länder auf jeden Fall anders bereisen. Für Norwegen fanden wir es jetzt ganz gut, weil es einfach praktisch (und vielleicht sogar günstiger) ist, wenn man sein Bett etc immer dabei hat.
Das Schiff hat uns trotz der Größe sehr gut gefallen. Auch Norwegen gefällt uns und vorallem ich möchte definitiv noch mehr davon sehen. Natürlich ist durch die Erkältung die Reise etwas anders als geplant verlaufen und ein paar Grad wärmer wäre mir schon sehr recht gewesen. Aber die Landschaft ist einfach einmalig! Die Highlights waren natürlich der Geirangerfjord und für mich auch die Zeit in Alesund.
Die nächste Reise geht allerdings wieder nach Afrika, darauf freuen wir uns jetzt schon sehr 😎