Huntersroad - sehenswert ja/nein

13 Antworten · 856 Aufrufe · gestartet 11. Mai 2026 von releasethebaboons
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Themenstarter12 Beiträge · seit 202611. Mai 2026 · #1
Hallo ihr Lieben, wir sind neu hier im Forum!
Aber wir sind wie vermutlich alle hier große Afrika Fans und lieben Roadtrips. Heuer führt es uns wieder nach Südafrika. Für 2027 haben wir heute mal den Spatenstich mit der Autobuchung eines Landcruisers getan. 3 Wochen im Juni sollen es werden.
jetzt endlich zu unserer Frage: irgendwie finde ich die hunters road mal von Kasane weg interessant. Nur lese ich über diese Route recht wenig. Ists reisenswert?
Danke für eure Meinungen!
Petra und Max
1'685 Beiträge · seit 200711. Mai 2026 · #2
Für die Hunters Road seid Ihr hier eigentlich falsch. Da müsste Ihr südafrikanische Foren konsultieren. Die reisen dort in Gruppen. Hunters Road ist "rough" ohne jede Infrastruktur und einsam. Es patroullieren botswanische und zimbabwische Grenztruppen. Wenn es geregnet hat, black cotton mud zu Steckenbleiben. Wer unbewusst auf der zimbabwischen Seite landet, kann im Gefängnis landen. Nichts für Anfänger. Aber ansonsten Wildnis pur.
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
zuletzt bearbeitet 11. Mai 2026
Themenstarter12 Beiträge · seit 202611. Mai 2026 · #3
Hi, danke für deine rasche Antwort. hm, klingt jedenfalls aufregend in jeder Hinsicht. Erkläre mir nur nochmal bitte warum ich hier falsch bin. Die Hunters road ist doch in Botswana...
Liebe Grüße Petra
1'685 Beiträge · seit 200712. Mai 2026 · #4
Du hst das missverstanden. Hunters Road wird mehr in südafrikanischen Foren diskutiert, weil einfach mehr Südafrikaner da fahren, als Leute hier aus dem Namibia-Forum. Wobei man dazu sagen muss, dass der Mythos der Piste eher aus der Vergangenheit kommt, da war es ein Streifen Niemandsland. Jetzt ist es oft eine breitgewalzte Grenzpiste. Und es gibt Jagd-Konzessionen, die einen dort nicht sehen wollen.

www.4x4community.co.za/forum
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Themenstarter12 Beiträge · seit 202612. Mai 2026 · #5
ahhhh alles klar! Danke dir vielmals! Klingt dann doch nicht soooo cool wie ich mir vorgestellt habe. Schönen Tag für dich
573 Beiträge · seit 200612. Mai 2026 · #6
In meiner Erinnerung eine der schönsten, wenn nicht die schönste Piste außerhalb von NP's. Insbesondere nördlich Pandamatenga war es ein Traum (bei trockenem Boden). Ganz im Süden, nach dem Abzweig zur Elephant Sands, sind wir aber nicht mehr gefahren.
steinbeisser
Themenstarter12 Beiträge · seit 202612. Mai 2026 · #7
Danke für deine Erfahrung!
88 Beiträge · seit 202212. Mai 2026 · #8
Ich bin sie bislang zweimal gefahren, einmal mehr oder weniger komplett von der Kazungula-Grenze bis zum Ngwasha Gate, einmal wetterbedingt nur knapp die Hälfte. Beide Touren (2023 und 2025) waren mitten in der Regenzeit - und wenn ich mal wieder in der Gegend bin, werde ich sicher wieder Teile davon unter die Räder nehmen.

Man sollte definitiv keine "Straße" erwarten. In den meisten Bereichen gibt es einen vielleicht 50m breiten, von Bäumen befreiten Streifen auf der Botswana-Seite, auf dem es eine mehr oder weniger deutlich sichtbare Spur gibt. Teilweise wächst der Streifen auch langsam wieder zu, mit entsprechendem Buschkuscheln und gelegentlichem Aussteigen zum Freiräumen des Weges ist zu rechnen. Wie von Pollux erwähnt, sind die Bodenverhältnisse durchaus wechselhaft. Viel Tiefsand, ein wenig cotton soil und relativ viel tonig-sandiger Boden mit entsprechenden Wasserlachen zur Regenzeit. Für mich waren 90% einfach zu fahren, 8% Vorsichtsbereich und 2% wirklich "aufpassen", mit akuter Gefahr des Steckenbleibens. Ich für mich halte die Strecke für solo-tauglich, aber da wird jeder andere Maßstäbe anlegen. Für die komplette Tour habe ich mir 4 Tage/3 Nächte Zeit genommen, mit relativ vielen Fahrstunden pro Tag.

Einsamkeit: kann ich für die meisten Segmente nicht bestätigen - größtenteils weniger als 10km zur parallelen Fernstraße, oft Mobilfunkempfang, an einigen Stellen Lodges alle paar dutzend km. Hinter Pandamatenga wird es allerdings tatsächlich ruhiger - und dort sind auch die meisten Tiere.

Tiere: Viele Ellies, Zebras, einige kleinere Antilopen und Giraffen. Ich habe aber auch schon Hyänen baden sehen und Löwen zumindest nachts gehört. Die Ellies habe ich als überdurchscnittlich aggressiv in Erinnerung.

Versehentlicher Grenzübertritt: sollte man definitiv vermeiden, meist ist die Grenze durch Pfähle aber relativ klar erkennbar. Manchmal haben die Ellies mit dem Pfählen aber auch Fußball gespielt. Eine akute Gefahr dafür besteht eigentlich nur ganz im Norden, insbesondere an einem Wasserloch nahe Senyati - darauf beziehen sich wohl die Geschichten um die auf der Lauer liegenden zimbabwischen Grenzposten.

Anti-Poaching-Patrioullien: ich habe noch keine angetroffen, und die Spurenlage am Boden spricht größtenteils auch nicht dafür, dass es sowas (noch) regelmäßig gibt.
zuletzt bearbeitet 12. Mai 2026
Themenstarter12 Beiträge · seit 202612. Mai 2026 · #9
Danke für diese schöne Antwort
5'480 Beiträge · seit 200913. Mai 2026 · #10
Hallo magpie13.

Eine Verständnisfrage. Was meinst Du mit hinter Pandamatenga? Nördlich oder südlich von Pandamatenga?

Alles Gute
Thomas
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
88 Beiträge · seit 202213. Mai 2026 · #11
Topobär schrieb:Hallo magpie13.
Eine Verständnisfrage. Was meinst Du mit hinter Pandamatenga? Nördlich oder südlich von Pandamatenga?
Wie beschrieben von Norden kommend, also südlich.

Und nochwas fällt mir gerade ein: im südlichen Bereich gab es wohl mal einen alten Veterinär- oder Grenzzaun. Es liegen einige Drahtreste verstreut herum. Moderate Geschwindigkeit und offene Augen beim Fahren sind dringend empfohlen.
zuletzt bearbeitet 13. Mai 2026
1'685 Beiträge · seit 200713. Mai 2026 · #12
Das Stück südlich von Pandamatenga bis in die Nähe von Elephant Sands war eigentlich immer die "wilde" Hunters Road. Da sind dann auch Pfannen und entsprechende Tiere, die es weiter oben weniger gibt (außer in der Kazum Pan Gegend, wo jetzt ein Lodgebetreiber meint, er könne das Durchfahren einschränken).

Zum Thema passt auch der "Old Cattle Trail" von Nxai Pan nach Pandamatenga. Der war noch wilder. Wir sind ihn zuletzt 2006 gefahren. Inzwischen scheint er ziemlich zugewachsen zu sein.
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573 Beiträge · seit 200613. Mai 2026 · #13
So sind die Erinnerungen doch verschieden Pollux 😎 . Wir fanden es nördlich Panda etwas schöner, vor allem Nähe Kazuma Pan, wo wir mit Löwengebrüll genächtigt hatten. Aber ja, südlich gab es mehr Tiere, u.a. viele Rappen. Beim zweiten Mal war aber die Piste dort teilweise schon in einen häßlichen mehrspurigen Grenzweg planiert worden. Das war 2006 und 2007. Nun ja, die Verhältnisse ändern sich ja auch permanent, mal in die eine, mal in die andere Richtung. Es lohnt sicher, immer mal wieder neu auf Entdeckung zu fahren.

steinbeisser
1'685 Beiträge · seit 200713. Mai 2026 · #14
steinbeisser, ja, wie Du schreibst: häßlicher mehrspuriger Grenzweg planiert
Ich denke, die Hunters Road ist ein Mythos, wie vieles andere, was es so nicht mehr gibt. Der Mythos entstand, als die Südafrikaner nach 1994 in die Nachbarländer ausschwärmen konnten, und diese Perlen entdeckt haben. Darunter fallen auch die ganzen Cutlines im Nichts, die alle abgefahren wurden. Soweit ich das verfolge, gibt es aber auch dort diese Generation nicht mehr, die so was in großem Stil machte.
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