Reisebericht

"Safari", Löwinnen überall!

von Black Lion · begonnen 01. Apr. 2026 · 48 Teile

Teil 4120. Juli 2026
Kapitel 36: Löwen garantiert!
(Montag, 23.03.2026)

Irgendwann vor Sonnenaufgang wurden wir von den ersten Vögeln und auch den ersten Camp-Nachbarn geweckt, welche möglichst leise sangen oder viel zu laut zusammenpackten. Oder vielleicht war es auch umgekehrt. Egal.
Da ich mich nicht an die vergangene Nacht erinnern konnte, mussten wir gut geschlafen haben, so dass wir gut erholt in unseren Fahrtag mit eingebauter Pirschfahrt starten konnten. Denn heute mussten wir ja spätestens zur Mittagszeit wieder zurück nach Namibia, so dass wir die restlichen 266 km nach "Lapa Lange" noch im Tageslicht schaffen würden.
Ähnlich wie unsere Nachbarn, versuchten wir auch so leise wie möglich unsere sieben Sachen und das Dachzelt zusammenzupacken. Und bis auf das Abschalten der Alarmanalage und das brummende Motorengeräusch unseres Hilux, schafften wir das auch ganz passabel, so dass wir ein paar Minuten vor Sonnenaufgang zum Rezeptions- und Zollgebäude vorfahren konnten.
Ich blieb wie fast immer im Wagen und passte auf unsere Sachen auf, während mein Privat-Chauffeur sich in die Warteschlange vor dem Wärterhäuschen einreihte. Und während ich es mir in der Fahrerkabine schon einmal gemütlich machte, hörte ich mit einem Ohr den Konversationen in der Warteschlange zu.

Neben dem üblichen Small-Talk über das Wetter, wurden hier im Kgalagadi Transfrontier Park natürlich auch die letzten Sichtungen besprochen. Und da wir ja erst gestern aus dem Gebiet um "Nossob" kamen, konnte mein Privat-Chauffeur natürlich von unseren tollen Löwen-Sichtungen erzählen. Wenn auch gut gemeint, so waren diese Erzählungen für eine der wartenden Besucherinnen, ich nenne sie jetzt mal "Helen", wie Salz auf eine offene Wunde, denn sie sagte daraufhin:

Helen: "I would be so happy to see a lion. Haven't seen one in four days!"

Privat-Chauffeur: "Well... One lion, I can guarantee you!"

Okay, das war mein Stichwort.
Ich fing mir also schon mal an mein Fell zu putzen, während mein Privat-Chauffeur mit seinem Blick in die Zukunft und der darin garantiert vorkommenden Löwen-Sichtung die Frau anlächelte, welche ihrerseits natürlich erst einmal völlig irritiert war. Und ein anderer Parkbesucher, welcher wohl meinte, dass mein Privat-Chauffeur das wohl nur ironisch gemeint haben könnte, setzte sogar noch einen obendrauf.

Park-Visitor: "I will not leave this park before I have seen a leopard!"

Naja, ich hoffe er hatte noch mindestens 4 Wochen im Park vor sich...

Als sich dann die Warteschlange in Bewegung setzte, konnte mein Privat-Chauffeur unseren Laufzettel dann auch schon recht bald in Empfang nehmen. Und natürlich kam er danach gleich darauf zu mir und bat mich höflichst "Helen" zu seiner versprochenen Löwen-Sichtung zu verhelfen. Und da ich das sehr gerne tue, ließ ich mich dann auch nicht zweimal bitten. Nach einem weiteren Informations-Verarbeitungs-Moment hat "Helen" sich dann aber gefreut, gelacht und uns viel Sichtungs-Glück gewünscht. 😄

Zur Belohnung für meine gute Tat, dürfte ich dann noch auf einer Oryx-Antilope reiten. =^.^=



Um 6:40 Uhr verliessen wir dann "Twee Rivieren" und fuhren geradewegs zur Wasserstelle "Samevloeiing".



Dort sahen wir zwar keine grösseren Tiere, dennoch ging es dort zu wie in einem Taubenschlag.




Ich glaube in diesem Moment habe ich mir gewünscht, dass sich mein Privat-Chauffeur auch mal verfährt und einfach dem Nossob-Tal weiter folgt. Aber diesen Gefallen tat er mir natürlich nicht und fuhr das Stück zurück zur Kreuzung und dann die Auob-Strasse hinauf in die Dünen. Und wie erwartet sahen wir, ausser ganz viel natürlicher Fauna, erst einmal nichts.
Und hinter der nächsten Düne,... wieder nichts.

Aber wenn schon nicht auf die Vierbeiner verlass ist, so zumindest auf die flugfähigen Bewohner. Denn nur eine Düne weiter sahen wir einen dunklen Punkt auf der Strasse stehen. Dieser dunkle Punkt entpuppte sich beim näher kommen zur Weißflügeltrappe / Northern Black Korhaan. Für mich ein schönes Erfolgserlebnis, da ich doch tatsächlich seine Art bestimmen konnte!




Seinen grossen Bruder, die Riesentrappe, erkannte ich hingegen auch schon ohne Nachschlagewerk. 🙂



Weniger Erfolg hatte ich jedoch mit diesem Vogel, der am Himmel seine Kreise zog.


(Danke Konni für die Bestimmung dieses Schwarzbrust-Schlangenadlers!)

Und diesen vielleicht noch jungen Lannerfalken...





,sowie diesen Singhabicht...




... hätte ich ohne meine SSSuSS (Safaris-Singhabicht-Steppenbussard-und-Schlangenadler-Sammlung) nicht bestimmen können.

Und wie KTP-Kenner am nächsten Foto gut erkennen können, war dies auch schon die ganze Foto-Ausbeute bis "Auchterlonie".



Danach steigerte sich unser Sichtungs-Glück jedoch merklich, denn hinter "Gemsbokplein" rief mein Privat-Chauffeur plötzlich völlig entzückt zu mir.

Privat-Chauffeur: "Oh, schau mal! Wir haben Glück! Ich kann eine Giraffe sehen!"



Was der Gute jedoch übersah, waren die zunächst vier...





... und dann die gefühlt komplette Giraffenpopulation des südlichen Auob, welche wie wandelnde Türme durchs Tal zogen.




Irgendwie auffällig in der Gruppe war die eine Giraffe ganz rechts, welche ein deutlich dunkleres Muster als die anderen hatte. Hier lies ich mich durch meinen Privat-Fotografen belehren, dass dies wohl einer Mähne bei Löwen entspräche. Okay, das nehme ich jetzt, nicht hinterfragt, einfach mal so hin.



Mit dem Blick noch in der Ferne, hätten wir dabei fast die Erdmännchen-Familie übersehen, welche sich unweit der Strasse zum Abschied der Namib-Löwen-Königin, also meiner Wenigkeit, aufgestellt hatten.





Das war echt süß von euch!

Als nächstes Wasserloch lag dann "Rooibrak" auf unserem Weg. Mal sehen, ob uns dort auch was Schönes erwartete.
Teil 4223. Juli 2026
Kapitel 37: Löwinnen unter sich

Die Wasserstelle "Rooibrak", welche wir uns nun näherten, markierte schon die Hälfte der Strecke nach "Mata Mata". Und mit noch nicht einmal zwei von den geplanten sechs Stunden auf Pirschfahrt, waren wir noch mehr als nur gut in der Zeit.

Schon aus der Ferne sahen wir die strahlend weisse Karosserie eines anderen Fahrzeuges in der Nähe des Wasserlochs stehen. Und da es nur ein Auto war und nicht mehrere, rechnete ich mit einer weiteren Raubvogel- oder Eulen-Sichtung. Und ich vermute, dass mein Privat-Chauffeur eine ähnliche Meinung hatte wie ich, als er sagte:

Privat-Chauffeur: "Schau mal dort vorne. Da steht ein Auto! Der sieht bestimmt irgendwas in einem der Bäume."

Safari: "Vergiss die Bäume! ICH SEHE ÖHRCHEN!"

Jawohl! Öhrchen!



Und zwar ein paar Löwinnen-Öhrchen, welche sich im Schatten des grossen Baumes neben der Wasserstelle gerade noch über der Grashalmkante gegen den vom Sonnenlicht hell beleuchteten Hintergrund abhoben!



Hallo, Schwester "Livi"!
Du glaubst gar nicht, wie sehr ich mich freue dich hier zu sehen! =^.^=



Wir standen also am talseitigen Rand des Weges, ich schon im Genuss jeden Momentes mit meiner Schwester und mein Privat-Fotograf schon fleissig am Fotografieren, als der andere Parkbesucher mit seinem Wagen zu uns rüberfuhr.

Freundlich begrüssten wir uns und tauschten uns kurz über unsere anderen Sichtungen aus, welche aber bisher in keinster Weise spannender waren, als diese Löwin hier am Wasserloch. Schon wieder meinen Blick zu "Livi" schwenkend, hörte ich ihn dies noch bestätigen, dass diese zwei Löwinnen bisher auch seine beste Sichtung an diesem Morgen waren.

Moment... Sagte er eben ZWEI?!!

Unsere Gesichter müssen ausgesehen haben wie das von dem Erdmännchen aus dem letzten Kapitel, als er uns die zweite Löwin zeigte, welche zwischen den Bäumen auf der anderen Strassenseite lag. Mit vielleicht zwei Katzensprüngen lag sie quasi direkt neben der Strasse und hätte mir einmal längs über den Rücken lecken können, wenn sie dies gewollt und sich entsprechend angeschlichen hätte.

Stattdessen leckte sie aber lieber tiefenentspannt und zufrieden ihre Pfoten. =^.^=




Safari:
"Sei gegrüsst! Meine Schwester im Herzen!"

"Ich bin 'Safari', eine Wüsten-Löwen-Königin aus der Namib zu Besuch hier bei euch in der Kalahari."




Safari: "Darf ich bitte bitte ein wenig mit euch hier abhängen?"



Safari: "Und ist es okay, wenn ich "Amy" zu dir sage?"



Ich bin mir sicher! Das zweifache Naselecken kann man zweifelslos als zweifaches "Ja" interpretieren. =^.^=

Oh, wie war ich Glücklich! Endlich war ich nicht nur eine Löwin, sondern auch Teil eines Löwinnen-Rudels geworden!




Privat-Fotograf: "Ich habe da mal eine Frage an die Löwen-Expertin. Ist die Löwin dort drüben eventuell schwanger oder einfach nur vollgefressen?"

Safari: "Ich würde sagen, so zufrieden wie 'Amy' hechelt... ähm... lächelt, hoffe ich ja stark auf beides!"




Und obwohl "Amy" vermutlich allen Grund gehabt hätte in den Löwen-Energiesparmodus zu wechseln, war sie mir zuliebe sehr wachsam und beobachtete ihre Umgebung genau.




Safari: "Ich weiss zwar nicht was du siehst, aber deine Zähne sehen jedenfalls noch tip-top aus, 'Amy'!"



Safari: "Oh! Und darf ich dich noch um einen Gefallen bitten? Schau mir doch mal bitte ganz tief in die Augen, ja?!"




Safari: "Danke" =^.^=

Amy war wahrlich eine Königin unter uns Löwen, dass spürte ich sofort. Denn nur wahre Königinnen können sich, so wie sie, Sphinx-Like auf den Boden legen und dabei noch wie eine von Gott berufene Monarchin aussehen.




Und wie bei jeder vornehmen Katze, steht natürlich die Fellpflege an erster Stelle.




Danach sagte sie mir aber auch ganz deutlich, dass sie sich für mich nun genug in Pose geworfen hatte.
Und nein, mit so einer starken Löwin wie ihr, wollte selbst ich mich nicht anlegen.



Also doch eine Runde Energiespar-Modus...




Privat-Fotograf: "Puh! Noch ein paar Fotos mehr und ich kann ein photogrammetrisches 3D-Modell von ihr machen."

Safari: "Wie viele Fotos hast du denn bisher von ihr gemacht?"

Privat-Fotograf: "Moment... lass mich nachsehen... fast 200 Stück!"

Während wir in der Löwen-Energiespar-Pause so nebenbei ein paar Kekse knabberten und eine Limo tranken, wie andere Leute im Kino, kam der eine Tourist oder die andere Parkbesucherin vorbei, lies sich von uns die Löwen-Sichtung erklären, machten ein Foto und fuhren weiter. So standen wir am Strassenrand, schon seit einer guten Stunde, und genossen einfach die Atmosphäre der Anwesenheit meiner Artverwandten.

Bis "Amy" wieder wach wurde, sich aufrichtete und meinen Privat-Fotografen ein schönes Seiten-Portrait für unsere Foto-Sammlung machen ließ.




Aber irgendetwas hatte sie auch bemerkt oder gesehen...

Privat-Fotograf: "Hey Safari. Schau mal zu der anderen Löwin hinüber. Warum liegt sie so flach wie eine Flunder auf dem Boden?"

Safari: "Wie? Was?... WAAAAS!!!"



Safari: "DIE IST IM JAGD-MODUS!!!!!"

*Safari folgt wie gespannt dem Blick von der am Wasserloch auf der Lauer liegenden 'Livi'*

Safari:
"Sie sieht was! Aber was?"

"Mist! Ich kann nichts sehen! Das Auto vor uns ist im Weg!"

Privat-Fotograf: "Ich sehe auch nichts. Soll ich ein Stück vorfahren?

Safari:
"SPINNST DU?!! BLOS NICHT!!!"
"Damit würden wir 'Livi's Jagdpläne zunichte machen!"

"Was immer auch da kommt. Es will bestimmt zur Wasserstelle!"

Und alles, was zur Wasserstelle wollte, musste auch automatisch an Livi vorbei...



Insofern war es strategisch das Beste sich ganz still zu verhalten und die Luft anzuhalten.
Und auch wenn die sechs Sekunden sich wie eine halbe Ewigkeit anfühlten, so mussten wir doch nicht lange warten, bis...

Safari: "Ist es ein Springbock? Ist es ein Gnu? Ist es ein Oryx?"

Privat-Fotograf: "Oh! Ich glaube da kommt was."

Safari: "Es ist eine..."

Privat-Fotograf: "Es ist ein..."

Safari und Privat-Fotograf zusammen:

"!!!!! ICH - GLAUB - ES - NICHT !!!!!!"

🤩 =O.O= 🤩 =O.O= 🤩 =O.O= 🤩 =O.O= 🤩
Teil 4325. Juli 2026
Kapitel 38: Die unglaubliche "Ich-glaube-es-nicht"-Sichtung

Anmerkung des Chronisten:
Ich möchte vor den nächsten Zeilen darauf hinweisen, dass Safari von ganzen Herzen und mit ganzer Seele sich als Löwin fühlt und sieht. Und ich bitte jeden es ihr nachzusehen, wenn sie selbstverständlich für ihre Seelenschwestern Partei ergreift und gleich... ich nenne es jetzt mal... sehr drastische Ausdrucksweisen verwendet.
Diese hier gleich verwendeten Wörter und Ansichten spiegeln nicht die Ansichten des Chronisten wider. Vielmehr wurde ich von Safari gezwungen das folgende Erlebnis genauso aufzuschreiben.


Safari: "Was sagst du da? Habe ich das etwa richtig gehört? Du bist nicht auf der Seite von Livi, Amy und mir?! Das ist Hochverrat an der Krone!!!"

Wo waren wir stehen geblieben? Achja...

Safari und Privat-Fotograf zusammen:

"!!!!! ICH - GLAUB - ES - NICHT !!!!!!"

Privat-Fotograf: "EIN LEOPARD!"

Safari: "EINE LEOPARDIN!"



Privat-Fotograf: "Woher willst du so schnell wissen, dass er eine sie und sie nicht ein er ist?"

Safari: "Das erkennt man doch an der Figur! Und jetzt mache Fotos! Das glaubt uns Zuhause sonst keiner!"



Ich denke es ist mehr als verständlich, dass nicht nur ich, sondern auch mein Privat-Fotograf mit vielem, aber gewiss nicht mit einer Leopardin gerechnet hatten.

Und wie sie durch das Tal stolzierte!
So als ob sie die Königin der Kalahari wäre!

Welch ein Hochverrat!!!

Da sträubt sich mir mein Fell aber sowas von!

Oh, ich weiss ganz genau, welches Spiel du hier spielst Mieze!
Du willst meinen Schwestern wohl die Show stehlen, wie?!

So nach dem Motto:
"Seht alle her! Hier kommt die Hauptattraktion!"

Aber nicht mit uns!

Das wirst du gleich noch sowas von bereuen, meine hinterhältige, hübsche und hochnäsige Hochstaplerin!!



Safari: "Na pass bloss auf meine Liebe, dass du nicht gleich ein paar deiner Punkte verlierst!"

Privat-Fotograf: "Das sind Rosetten. Wann lernst du das endlich? Und hör bitte auf mich die ganze Zeit mit deinem Schwanz zu schlagen!"

Safari:
"Sag mal kapierst du gerade gar nichts?! Ich jage gleich mit meinen beiden Schwestern diese Leopardin!"

"Also sag das, wenn dann nicht mir, sondern meinem Schwanz! Und jetzt schweig! Und hör auf mich abzulenken!"

"Konzentrier dich lieber auf das, wofür ich dich mitgenommen habe!"

Privat-Fotograf-Kamera: *_Klack_*


Immer noch nichts davon ahnend, dass sie gerade von drei Löwinnen ins Visier genommen wurde, tapste die Leopardin zielstrebig auf die Wasserstelle zu. Immer weiter in Richtung der Falle welche Schwester "Livi" ihr gestellt hatte...
Und während der Puls der Rosetten-Mieze vermutlich noch recht gechillt war, pochte mir nur so das Herz in meinem Kopf! Zu sagen, ich wäre auf 180, wäre noch die Untertreibung des Jahrhunderts.

Privat-Fotograf-Kamera: *_Klack_*


Safari: "Kommt ruhig noch ein Stückchen näher und du wirst gleich dein goldenes Wunder erleben!"

Privat-Fotograf-Kamera: *_Klack_*


Safari: "Halt dich bereit! Gleich fliegen die Fetzen!"

Privat-Fotograf-Kamera: *_Klack_*

Safari: "Livi hat den Angriff gestartet!!!"

Privat-Fotograf-Kamera: *_Klack_*

Safari: "Sie nimmt Fahrt auf!"

Privat-Fotograf-Kamera: *_Klack_*

Safari: "WAS?!? DU KÄTZCHEN WILLST ZU MIR?!!"

Privat-Fotograf-Kamera: *_Klack_*

Safari: "NA LOS! KOMM HER UND ICH ZEIGE DIR DASS ICH AUCH AN FÜNF ENDEN BEWAFFNET BIN!!!"

Privat-Fotograf-Kamera: *_Klack_*

Safari: "Los Livi! Ein Sprung noch und du hast sie!"

Privat-Fotograf-Kamera: *_Klack_*

Safari: "NACH LINKS! Sie weicht nach links aus!!!"

Privat-Fotograf-Kamera: *_Klack_*

Safari: "Bleib dran, Livi!"

Privat-Fotograf-Kamera: *_Klack_*

Safari:
"Amy! Jetzt du!"

Privat-Fotograf-Kamera: *_Klack_*

Safari: "Schneide ihr den Weg ab!"

Privat-Fotograf-Kamera: *_Klack_*

Safari: "Mist! Das blöde Auto! Ich sehe sie nicht mehr! Wo ist sie ihn???"

Privat-Fotograf-Kamera: *_Klack_*


Safari: "NEIN!!! Das Flitzchen hat's den Vögeln nachgemacht!"

Was so viel bedeutete, dass die Leopardin auf einen Baum bis ganz nach oben geklettert war. Dort wo normalerweise nur die Vögel auf den dünnen Zweigen sitzen.

Und auch wenn die Jagd leider erfolglos geblieben war, so machte ich meinen Schwestern keinen Vorwurf. Sie hatten wahrlich alles gegeben die Leopardin zu erwischen. Aber dieses Büsi war eben auch ein schnelles Kätzchen.



Trotzdem hatten wir der Mieze gezeigt, wer hier die Königinnen der Kalahari sind!

Nämlich die mächtige "Amy"...



... die athletische "Livi"...



... und die erste Namib-Wüsten-Löwen-Königin von Sossusvlei und Sesriem!

=^.^=
Teil 4425. Juli 2026
Kapitel 39: Heldin wider Willen

Während der Puls aller Anwesenden so langsam wieder nach unten ging, hatte "Livi" noch eine genial fiese Idee. Zwar war die Leopardin durch ihre Pranken gehüpft, aber eine Geheimwaffe hatte sie trotzdem noch, um der Kletter-Katze zu zeigen, wer hier der Boss war.



Privat-Fotograf: "Was macht denn die eine Löwin da? Warum sitzt die so komisch?"

Safari: "Sie mobbt."

Privat-Fotograf: "Bitte was macht sie?!?"

Safari: "'Livi' mobbt die Leopardin, welche über ihr auf ihrem Baum gefangen ist."

Privat-Fotograf: "Häh? Verstehe ich nicht."

Safari: "Ist auch besser so. Um das zu verstehen, bräuchtest du sowieso so eine Nase wie 'Livi' oder ich."



Mit meinen beiden Löwinnen-Schwestern, die sich inzwischen im Schatten erholten, und der Leopardin, die hoch oben in ihrem Baum festsaß, war erst einmal eine Patt-Situation entstanden. Wir kamen nicht zu ihr hoch und sie konnte nicht herunter, ohne wieder an uns vorbeizumüssen. So hatten wir in aller Ruhe die Zeit anhand der gemachten Fotos die Jagd zu analysieren.

Safari: "Zeig mal deine Fotos. Ich hoffe doch schwer sie sind auch was geworden!"

Privat-Fotograf: "Ja..., leider nicht alle sind was geworden. Aber ein paar gute sollten trotzdem mit dabei sein."

*Privat-Fotograf wechselt auf seiner Kamera zum ersten Bild zurück*

Privat-Fotograf: "Hier ist das erste Foto, bevor die Jagd losging."



Safari: "Ja, da sieht die Gute noch ganz entspannt aus. Da hatte die Möchtegern-Königin der Kalahari wirklich noch keine Ahnung, dass nicht nur ein paar Parkbesucher, sondern auch drei Löwinnen sie in diesem Moment schon ins Visier genommen haben!"

Privat-Fotograf: "Drei Löwinnen? Zählst du dich etwa mit?!"

Safari: "Ja, logisch! Ich habe ja auch mitgemacht! Zeig mal das nächste Foto!"



Safari: "Oh! Sehr schön! Da sieht man richtig gut, welchen Schreck ihr 'Livi' mit ihrem Angriff eingejagt hat! Und schau in welche Richtung die Leopardin ersten Schreckensmoment lossprintet. Das war mit Sicherheit 'Livi's Strategie sie zu mir zu treiben!"



Safari: "Hmm... Öhrchen nach hinten, verengte Pupillen... Ich würde sagen jetzt setzt bei der Guten so langsam das Adrenalin ein. Würde mich nicht wundern, wenn sie sich auch ins Fell gemacht hat."

Privat-Fotograf: "Ich glaube das würde in diesem Moment jedem passieren, wenn ein 150kg Kampf-Katzen-Monster auf einen zugestürmt kommt..."



Safari: "Siehst du! Ich habe dir doch gesagt gleich fliegen die Fetzen! Also die Gras-Fetzen natürlich."



Safari: "Oh ja! Das war genau der Augenblick, wo sie mir in die Augen schaut und merkt, dass sie direkt auf mich zu rennt!"

Privat-Fotograf: "Wie war das? Du bist an fünf Enden bewaffnet? Wolltest du sie mit deinen Plüsch-Pfoten zu Tode knuddeln, oder was?"

Safari: "Ein selbstsicherer Auftritt ist alles, worauf es ankommt! Sieh ihr doch ins Gesicht! Da steht die pure Panik geschrieben! Das heißt, sie hat mir geglaubt! Und das ist alles was zählt!"

Privat-Fotograf: "Ich glaube ja eher, sie hatte Angst vor der riesigen Löwin, welche hinter ihr herrannte. Schau dir mal das nächste Bild an!"



Safari: "Ja, da hätte 'Livi' die Rosetten-Mieze fast gehabt!"



Safari: "Wie heisst das bei euch Menschen so passend? Sie hat die Füsse in die Hände genommen? Also bei ihr dann, die Pfoten in ihre Pfoten... oder so ähnlich..."



Safari: "Boah! Schau dir diese Bilder an!"



Safari: "Schau sie dir an und merke dir, welche Entschlossenheit und Kraft jeder Löwin innewohnt!"



Safari:
"Einfach grandios, wie 'Livi' da abhebt und über den Boden fliegt!"

"Schade, dass wir kein Video davon haben."

*Privat-Fotograf schaut Safari entgeistert an*

Privat-Fotograf: "Vielleicht doch! Wenn die Zündung an war... Ja sie war an!"

Safari: "Wie? Du meist wir haben die Jagd auf Dashcam?"

Privat-Fotograf: "Ja! Haben wir!"

*Privat-Fotograf schaut sich das Dashcam-Video auf dem Mini-Bildschirm an*

(Link zum Dashcam-Video)

Privat-Fotograf: "Safari? Du bist dir wirklich ganz sicher, dass du ein Teil der Jagdgruppe warst und der Leopardin den Weg versperrt und sie nach links abgelenkt hast?"

Safari: "Ja. Wieso fragst du?"

Privat-Fotograf: "Weil mir gerade etwas sehr Interessantes auffällt..."

Safari: "Und das wäre?"

*Privat-Fotograf schaut noch einmal auf das Video und spult ein kleines Stück zurück*

Privat-Fotograf:
"Nun...
...Ich weiss du würdest sowas nie zugeben...
...aber du hast mit deinem Einsatz der Leopardin tatsächlich das Leben gerettet!"

Safari: "WAS?!?"

Privat-Fotograf:
"Ja wirklich! Das hast du!"

"Denn hätte die Leopardin ihren Kurs auf unser Auto gehalten, wäre sie genau in die Pranken der anderen Löwin gelaufen."

Safari: "Sie wäre in Amy´s Pranken gerannt? Und ich habe das verhindert? Das darf nicht sein! ZEIG HER!"

*Safari schaut sich das Dashcam-Video an*

Safari:
"Du hast Recht..."

"...sowas würde ich nie zugeben!"
Teil 4528. Juli 2026
Kapitel 40: Wie bestellt! Einmal Leopard auf Baum bitte!

Nachdem wir nun also offiziell festgestellt hatten, dass ich zwar an der Jagd beteiligt gewesen war, aber am Ende wohl doch Livi's genialen Plan unabsichtlich durchkreuzt hatte, konnten wir uns als nächstes auf die Suche nach der Leopardin machen. Hierzu fuhren zu dem anderen Wagen direkt vor uns vor, in welchem ein junges Pärchen aus Deutschland ihr Glück über diese einmalige Sichtung, genauso wie wir auch, kaum glauben konnten. Im etwas Stolz zeigte mein Privat-Fotograf noch sein sensationelles Foto mit "Livi" wo sie die Leopardin jagt, bevor wir freundlich nachfragten, wo die Leopardin denn nun eigentlich genau abgeblieben war. Mit der Beschreibung "ganz oben auf dem Baum" hatte ich ja schon gerechnet. Das Problem war nur, welcher Baum? Denn die Rosetten-Mieze war mit ihrer Fellmusterung verdammt gut getarnt.




Von dort oben hatte die Gute zwar bestimmt eine gute Aussicht, Gemütlich war diese aber gewiss nicht. Immer wieder kletterte sie ganz vorsichtig Stück für Stück tiefer, um auf den tieferen dickeren Ästen besseren Halt zu finden.




Nach gut einer Viertelstunde hatte sie sich schließlich Stück für Stück bis auf halbe Höhe heruntergearbeitet.





Safari: "Bitteschön, mein Herr Tier-Fotograf. Einmal, wie gewünscht, ein Leopard auf einem Baum."

Privat-Fotograf: "Ich kann es immer noch nicht fassen! Wahnsinn! Echt der Wahnsinn!"



Auf der Hälfte der Höhe angekommen, wurde die Rosetten-Mieze dann vorsichtig und kontrollierte erst einmal den Boden in der näheren Umgebung.



Ich glaube, was sie dort unten entdeckte, gefiel zwar mir, ihr dagegen überhaupt nicht, denn Schwester "Livi" und Schwester "Amy" lagen nur zwei Katzensprünge von ihrem Baum entfernt. Diese Erkenntnis bewegte die Leopardin sogar wieder dazu, zur Sicherheit wieder ein Stück hinauf, in den Sichtschutz der Blätter zu klettern, von wo sie ab dann faktisch nicht mehr zu sehen war.




Während meine beiden Seelen-Schwestern alle Zeit der Welt hatten zu warten, lief uns leider langsam aber stetig die Zeit davon. Immerhin hatten wir noch 325 km und einen Grenzübertritt vor uns. Von daher gab es noch ein allerletztes Abschiedsfoto, bevor wir uns auf den Weg machten.



Wirklich weit kamen wir aber erstmal nicht, denn es hatte sich mittlerweile eine gute Fahtzeug-Schlange rund um die Raubkatzen-Sichtung gebildet, an welcher wir uns erst einmal vorbeidrücken mussten. Dies gab uns aber auch nochmals die Gelegenheit, von dieser wirklich einmaligen Sichtung zu erzählen und unser sensationelles "Livi-Jagd-Foto" zu zeigen. Aber das Beste war, dass ausnahmslos alle zwar meine Schwestern aber nicht die Leopardin gesehen hatten! Hier zahlte es sich für die kommunikativeren Parkbesucher mal wieder aus sich ausgetauscht zu haben. Denn nur so konnten wir ihnen erklären, in welcher Baumkrone sie nach der perfekt getarnten Rosetten-Mieze suchen mussten.
Letztendlich mussten wir dann aber den Weg für das drängelnde Fahrzeug hinter und frei geben und weiterfahren.

Unser nächster Stopp war an der Picknick-Site bei "Kamqua", wo wir für eine kurze Blasendruckablasspause anhielten und einige der frühstückenden Parkgäste darauf aufmerksam machten, dass gleich am nächsten Wasserloch zwei Löwinnen eine Leopardin auf einem Baum gefangen halten. Ich glaube ich habe daraufhin noch nie jemanden so schnell zusammenpacken sehen. =^.^=

Ebenso dankbar waren aber auch alle anderen Parkbesucher, welche uns auf der Strecke nach "Mata Mata" entgegen kamen und welchen wir von unserer unglaublichen Sichtung erzählen konnten. Aber der Kgalagadi Transfrontier Park wäre bestimmt nicht der KTP, wenn es zum Abschied nicht noch Federvieh zu sehen gegeben hätte! Irgendwo auf Höhe von "Dalkeith" bekamen wir von einem anderen Touristen, nach diesen Kameraden gezeigt.



(Konni sagt es ist ein Fleckenuhu / Spotted eagle-owl)

Diesmal war es ein... ich gebe es auf! Ein Uhu vielleicht? Oder eine fleckige Eule? Auf jeden Fall ein Vogel mit Federn!

Kurz vor Mittag erreichten wir dann das Camp Mata Mata. Dort durfte ich beim letzten Tor dann auch noch meine Kletterkünste unter Beweis stellen. =^.^=



Nach einer kurzen Runde im Shop und an der Tankstelle, machten wir dann noch einen allerletzten Abstecher am dortigen Wasserloch, wo wir dann die nächste unglaubliche Begegnung hatten!



Meine Jagd auf die Leopardin hatte sich nämlich schon im Park herumgesprochen! Denn ich wurde von einer Frau auf dem Campingplatz gleich erkannt und angesprochen, ob ich nicht ihren Freunden von diesem einmaligen Erlebnis aus erster Kralle berichten könnte. Ja wer glaubt es denn! Ich wurde tatsächlich ein wenig berühmt!

Ja, da staunt ihr, ihr... Afrikamittelreiher!



Auch wenn wir eigentlich in Eile waren, aber so viel Zeit für eine kurze Erzählung und ein paar Fotos musste natürlich sein.

Aber dann hiess es endgültig Abschied nehmen.

Auf Wiedersehen Kgalagadi Transfrontier Park! Dein königlicher Empfang hat die erste Namib-Wüsten-Löwen-Königin von Sossusvlei und Sesriem zutiefst geehrt!



Die Wiedereinreise nach Namibia gestaltete sich dann eigentlich problemlos. Hier die Reisepassnummer ausfüllen, oder das Fahrzeugkennzeichen eintragen und noch die Fragen nach Namen und Geschlecht beantworten und schon war der Papierkram erledigt. Und wie bei allen anderen auch, mussten nur alle Schuhe und die Reifen unseres Toyotas desinfiziert werden. Meine Pfoten blieben vor der Prozedur zum Glück verschont, denn in die Brühe hätte ich die niemals freiwillig eingetaucht!
Teil 4602. Aug. 2026
Kapitel 41: Safari, die Königin

Zurück in meines Herzens Heimatland stand uns nun eine längere Fahrt zur nächsten Lodge vor uns. Und immer noch voll erfüllt von all den schönen Erlebnissen, war ich wieder voller Energie! Ja, ich hätte vor lauter Freude wieder sowas von Brüllen können!

Brüllen!
Da gab es doch eine Lösung!

Safari:
"Chauffeur!"

"Spiel mein Lied!"

"Spiel das Lied der Löwinnen!"

Privat-Chauffeur:
"Oh nein! Nicht noch einmal! Das kannst du mir nicht antun! Wir haben 3.5 Stunden Fahrt vor uns!"

Safari:
"Und ob ich das kann! Ich bin schließlich eine Königin!"

"Außerdem schuldest du mir auch noch was für den Leoparden, den ich dir auf den Baum gejagt habe!"


"Das Lied der Löwinnen" / "Roar of the lionesses"
, by Emelia Everton (Link zu Youtube)

"Safari Version II"

Feel the energy rise, as faint starlight fills the night.
In the heart of our pride united side by side.
Raise your voices high and let our anthem ring out.
With the roar of the lionesses hear the whole world shout!

Ohhhhooo…Ohhhhooohhh…!!!

Under the sunlight, new wonders revealed!
Our hearts blazing with courage, refusing to yield.
Safari commands the pride, giving cuddles with might!
Silvia drives fearless behind, her heart brimming with pride.

Luisa anchors the basecamp, a fortress standing strong.
Amy and Livi are relentless, hunting all day long.
Every mile of ground covered, each second we fight!
We rise as one pride, with destiny in sight.

Oh, we are the lionesses, hear our roar!
From Namibia to the world, we'll soar!
With love and unity, we lift our paws up high.
In destiny’s embrace, we'll never say die.

Ohhhhooo…Ohhhhooohhh…!!!

Even when cornered, we never lose heart or the fight.
Silke strikes true, with the power to set things right.
Ute steps up to the path with nerves made of steel.
Andrea leaps forth, making her victory real.

As our pride erupts in joy, the whole nation quakes.
Our roars boom like thunder, as history awakes.
Waving tails with fur of gold, united we stand!
On this epic journey, we walk in our land!

Oh, we are the lionesses, hear our roar!
From Namibia to the world, we'll soar!
With love and unity, we lift our paws up high.
In destiny’s embrace, we'll never say die.

For every lioness who paved the way.
We honour your legacy, come what may.
With dreams ignited and hearts burning bright.
We carry your spirit forward, ever ready to fight!

In the story of lionesses, you've etched your name.
Inspiring generations to strive for the same.

Raise your voices loud and strong, let our anthem ring.
The lionesses' spirit fuels the joy that we sing.
We stand together now, this moment we claim.
Forever united in campfire's flame!

Our roar lives on, in harmony and grace.
With honour won, we all proudly embrace!



Die Fahrt über die perfekt präparierte C15 fühlte sich an als würde man auf Wolken schweben. Und obwohl mir mit der Vorbefahrt an der "Kalahari Game Lodge" und an der "Farm Tranendal" mit der "Red Dune Campsite" klar wurde, dass wir uns nun endgültig auf dem Rückweg befanden, schwebte ich in meinem Glück ebenso in den Wolken. Hätte mir noch vor vier Tagen jemand gesagt, dass ich gemeinsam mit zwei meiner Schwestern eine Leopardin auf einen Baum jagen würde, ich hätte ihn für völlig verrückt erklärt. Aber da genau dies an diesem Morgen passiert war, büllte... ich meine... sang ich mein Lied umso inbrüstiger!

So vergingen die Nachmittagsstunden ohne das ich es gross bemerkt hätte, vorbei an "Gochas" auf die C18 bis kurz vor "Witbooisvlei". Dort durfte ich dann nämlich ein weiteres Tierschild in meine Sammlung aufnehmen. 🙂



Weiter ging es auf der M29 in Richtung "Mariental", wo wir nach einer weiteren halben Stunde Fahrt schon um 16:45 Uhr unsere letzte Unterkunft auf dieser Reise erreichten.



Die Lodge "Lapa Lange" hatte uns unsere Reise-Agentin "Steffi" empfohlen. Zum einen, weil die Lodge, wie von meinem Privat-Reiseleiter für die letzte Nacht gefordert, feste Unterkünfte hatte und verkehrstechnisch günstig zwischen "Windhoek" und dem KTP lag. Und zum anderen, weil man hier auch noch Aktivitäten buchen konnte, wie z.B. den "Bushman Walk".

Wie schon fast auf einer Gäste-Farm, wurden wir auch hier erst einmal schwanzwedelnd von der lieben Lodge-Hündin begrüsst, bevor uns dann "Luisa" an der Rezeption freundlich in Empfang nahm. Und wie es sich schnell herausstellte, waren wir schon wieder die einzigen Gäste! Da fühlte man sich doch gleich wieder wie eine Königin mit eigenem Hofstaat!

Von daher war es auch überhaupt kein Problem, dass mein halb verhungerter Privat-Chauffeur einen belegten Toast bestellen und eine erfrischende Runde im Pool drehen konnte. Und das auf einer Gartenanalage, die auf mich eigentlich schon fast viel zu grün wirkte, um hierher zu passen.




Ich hingegen kühlte mich erst einmal dösend in unserem Zimmer ein wenig ab, bevor ich dann auf unserer eigenen Terrasse den See bestaunte und unsere Wäsche bewachte.





Dabei entdeckte ich sogar noch ein Vogel, welcher für mich mal wieder nicht näher identifizierbar war.


(Konni sage es ist ein Kammblässhuhn / Red-knobbed Coot)

Pünktlich zum Sonnenuntergang trafen mein Privat-Reiseleiter und ich zum Abendessen ein. Und wir wurden von "Luisa" sogar tatsächlich vor die Wahl gestellt, ob wir gerne Wildfleisch probieren, oder doch lieber ein klassisches Hähnchen haben möchten.
Ein möglichst breit gezogenes Grinsen meinerseits, bei dem meine scharfen Beisserchen auch nur ganz kurz aufblitzten, machte ziemlich deutlich, dass diese Frage eigentlich überflüssig gewesen war. =^.^=



Dieser kleine Schwerz war dann auch der perfekte Türöffner, um "Luisa" für mein Fotobuch zu begeistern und es ihr als Nachtlektüre auszuleihen und mitzugeben. Wir haben sogar kurz darüber gesprochen mein Fotobuch von 2024 zum Selbstkostenpreis für den kleinen Lodge-Souvenir-Shop dazulassen. Aber solche in Europa produzierte Einzelstücke sind hier in Namibia leider viel zu teuer.



Das Abendessen selbst war im Grossen und Ganzen wie überall in Namibia sehr lecker. Zumindest bis auf das Wildfleischsteak. Vermutlich war der Koch der Meinung gewesen, dass eine zähe Wüstenlöwin auch ein entsprechend zähes Steak zu schätzen weiß.



Absolut vollgefressen rollten wir fast über den grünen Rasen zu unserem Zimmer. Und während ich mich schon einmal in meinem Teil des Bettes breit machte, verwendete mein Privat-Reiseleiter den anderen Teil für die Sortierung unserer Reiseutensilien. Mit anderen Worten, es wurde unsere Reisetasche gepackt und für den morgigen Rückflug vorbereitet.

Irgendwie bekam ich dadurch jetzt schon "Heimweh"...

Morgen würde die Reise zu Ende gehen. Aber zumindest Heute Abend gehörte mein Herz noch ganz Namibia.
Teil 4706. Aug. 2026
Kapitel 42: Wenn ein Jäger Jäger besucht, wird gejagt!
(Dienstag, 24.03.2026)

Ich denke, ein besseres Zeichen für einen erholsamen Schlaf hätte es kaum geben können, denn wir blieben tatsächlich bis fast zum Sonnenaufgang im Bett liegen. Und da mein Privat-Reiseleiter ja schon alles am letzten Abend für den heutigen Tag vorbereitet hatte, mussten wir auch gar nicht viel tun. Sprich, ich musste gar nichts tun und mein Privat-Fotograf musste sich nur frisch machen, anziehen und seine Kamera richten.

Wie am Vorabend mit "Luisa" verabredet, waren wir dann auch pünktlich um 7:00 Uhr an der Rezeption der Lapa Lange Lodge und wurden dort schon von unserem Guide "Martin" erwartet. Mein Privat-Reiseleiter hatte nämlich über Steffi von Namibia Click and Travel für uns an diesem Morgen einen "Bushman Walk" gebucht.
Zu Fuss ging es von der Lodge aus in den Busch, wo dann auch schon nach ein oder zwei Geparden-Sprint-Distanzen drei Männer von dem Volke der San vor ihrem "Busch-Fernseher" auf uns warteten.



Als frühere Kongurrentin um Wild und Nahrung, waren die Drei zunächst wohl etwas irritiert, nicht nur einen Touristen, sondern auch eine Löwin zu Besuch zu haben. Und die sprachliche Barriere, welche nur durch unseren Guide "Martin" überwunden werden konnte, half auch nicht gerade dabei sofort allerbeste Freunde zu werden.



Dafür merkte man gleich, dass die drei San Profis waren, indem was sie taten. Nicht nur das sie wussten, was man alles mit einem Termitenhügel anstellen kann, auch die Buschzeitung wussten sie gekonnt zu lesen. Anders als mein Privat-Fotograf, der selbst nach der pantomimischen Darstellung des zu den Fussspuren passenden Tieres mehr als nur einmal völlig daneben lag. Wobei auch ich gestehen muss, dass ich als optische, akustische und olfaktorische Jägerin jetzt auch nicht jede Tierspur auf Anhieb erkannt hätte.



Nach den Tierspurlesen stand dann als nächstes das Feuermachen auf dem Tour-Programm. Auch hier waren die drei San gut vorbereitet und hatten im Vorfeld schon allerlei brennbares wie kleine Zweige und getrockneten Mist zusammengesammelt. Nur das Anzünden mit dem Feuerbohrer war dann echte Männerarbeit, an welcher sich mein Privat-Fotograf auf Nachfrage auch ein Stück beteiligen durfte. Nicht nur wegen seiner Ungeschicktheit, hielt ich lieber etwas mehr Sicherheitsabstand, denn ich wollte mein Schicksal nicht herausfordern und mir wohlmöglich noch ein paar Brandflecken im Fell zuziehen.



Am Ende der Tour bekamen wir dann noch die Gelegenheit das selbstgemachte Armband der Tochter meines Privat-Reiseleiters zu verschenken und eines der handgemachten Armbänder der San für eben jene Tochter zu erwerben. Wer möchte kann sich folgendes Foto mal näher ansehen und raten, welches Armband von der Tochter ist. Sollte, anders als ich im Köcherbaumwald, auch nicht allzu schwer zu finden sein. =^.^=



Nach ungefähr einer Stunde liefen dann wieder zurück zur Lodge, wo wir auch schon "Luisa" zum Frühstück erwartet wurden. Sie hatte sich am Vorabend und an diesem Morgen tatsächlich mit grosser Freude unser Fotobuch von unserer Namibia-Reise 2024 angesehen und war gleichzeitig etwas traurig nicht genügend Zeit gehabt zu haben meinen Reisebericht darin zu lesen. Als dann mein Privat-Fotograf auch ihr anbot den Reisebericht digital zu kopieren, bekam er von ihr eine so freudige Umarmung, welche einer Löwin mehr als würdig gewesen wäre. =^.^=

Nach dem Frühstück und einer kleinen Ruhepause auf unserem Zimmer ging es dann wieder zur Rezeption. Auch diesmal wurden wir wieder von "Martin" abgeholt und zu einem dieser typischen Touristen-Sichtungs-Landcruiser gebracht. Eigentlich hätten wir als Gäste hinten auf einem der offenen Sitzbänke platznehmen sollen. Dort fühlte sich mein Privat-Fotograf dann aber zu alleine und zu hoch positioniert, so dass er fragte, ob wir uns auch auf dem Beifahrersitz setzen durften. Das war für "Martin" natürlich kein Problem und sowieso auch viel besser, da wir uns nun mit ihm auf der Fahrt über das was nun kommen würde unterhalten konnten.

Eigentlich besteht die auf der Lapa Lange Lodge angebotene Aktivität "Cheetah Encounter" darin, dass man mit dem Fahrzeug in das grosse Gehege der Geparden fährt und diese dann vom Fahrzeug aus beobachten und fotografieren kann, während die Geparden gefüttert werden. Und viel mehr hatten wir von dieser angebotenen Aktivität eigentlich auch nicht erwartet.

Unser Guide hatte da aber ganz andere Vorstellungen... Aber erst einmal der Reihe nach.

Als wir ins Gehege fuhren, hatten die beiden Geparde schon ihr Fressen bekommen und waren schon fleissig am mampfen.




Wie "Martin" erklärte, waren die beiden Geparde Geschwister. Einmal "Malo" die Gepardin, welche in der Sonne direkt hinter dem Zaun an ihrem Leckerbissen nagte.




Und einmal "Chucky", der seine Mahlzeit lieber im Schatten eines Busches zu sich nahm.

Nachdem "Martin" ausgestiegen und den Gemütszustand seiner beiden Zöglinge kontrolliert hatte, hatten er und mein Privat-Fotograf abgesprochen, dass "Martin" mit der Zweit-Kamera auch ein paar Aufnahmen machen sollte.

So wie zum Beispiel dieses Foto hier, von "Malo".



Die war nach ihrer Mahlzeit so entspannt, dass sie einfach mal aufstand und sich noch zu ihrem fressenden Bruder "Chucky" in den Schatten legte.




Auf diese Gelegenheit hatte der Singhabicht, welcher schon die ganze Zeit auf dem Zaun saß nur gewartet!




Damit hätten wir es eigentlich belassen sollen. Aber "Martin" hatte mich im Fahrzeug nicht vergessen und kam auf die glorreiche Idee mich auch seinen beiden Zöglingen vorzustellen...

...und das war KEINE GUTE IDEE!

Ich bescheinige unserem Guide gerne, dass er weiss wie man mit Geparden umgeht. Aber von dem würdevollen Umgang mit Plüschlöwinnen hatte er absolut sowas von gar keine Ahnung!

So trägt man doch keine Löwen-Königin!



Safari:
"Und du, Chucky! Hör sofort auf, mich so anzustarren!"

"Ich bin eine Löwin! Kein Katzenspielzeug!"



Und dann kam der Moment, an welchem ich mir gewünscht hätte, eine richtige und echte Löwin zu sein. Denn dieser böse Geparden-Kater hat es tatsächlich gewagt mir IN DEN SCHWANZ ZU BEISSEN!

Safari:
"AUA!"
"LASS LOS!"
"Oder...
...ich hole meine SCHWESTERN!!!"

Zu meinem Glück konnte mich "Martin" aus "Chuckys" Griff befreien und mich sicher wieder zurück zum Fahrzeug bringen.

Trotzdem hatte ich den Schock meines Lebens!

Und nur dank meines Privat-Fotografen, welcher mich behutsam gestreichelt und getröstet hat, konnte ich mich ganz langsam wieder erholen.

War also meine Intuition also schon im KTP bei den drei Geparden absolut richtig gewesen! Erstens, dass mir Punkte nicht stehen. Und zweitens, dass ich mit Geparden-Kater definitiv nicht kompatibel bin. Aber auf mich hört ja mal wieder keiner!
Teil 4808. Aug. 2026
Kapitel 43: Namibia weint!

Tja und dann hieß es Abschied nehmen von unserer letzten Unterkunft. Und mit dem bevorstehenden Abflug am Abend, machten wir uns zeitig auf den Weg.



Zuerst ging es auf der M29 nach Mariental, wo ich noch einen "Hungry Lion"-Burgerladen entdeckte.



Da aber nur unser Hilux Hunger nach etwas Diesel hatte, fuhren wir dort nur um die Ecke zur nächsten Tankstelle. Und dies war dann auch gleich der richtige Ort, um den Luftdruck der Reifen wieder für die Teerstrasse auf 2.0 bar zu erhöhen.

Ab Mariental ging es dann nur noch nach Norden. Entlang der B1 immer diesen komischen Funktürmen folgend.



Und je weiter wir nach Norden kamen, umso bedrohlicher wurde diese riesige Unwetterwolke vor uns.



Ja, bis es dann schliesslich vor Rehoboth so sehr Wildhunde und Grosskatzen regnete, so dass sogar an einer Stelle die Strasse unter Wasser stand!



Man hätte gerade meinen können, dass ganz Namibia darüber trauert, dass die erste Namib-Wüsten-Löwen-Königin von Sossusvlei und Sesriem das Land verlassen muss...

In Rehoboth haben wir uns an der Tankstelle dann noch ein original "Schnitzelbrötchen" als Mittagessen gekauft. Das war nochmal ganz witzig, weil mein Privat-Chauffeur der Einzige im Laden war, der dieses Wort korrekt aussprechen konnte. =^.^=

Da aber schon die nächste grosse Regen heranzog, mussten wir noch ungefähr 40km weiter fahren, bis wir für eine Pause genügend Abstand zu den umherziehenden Regenwolken hatten.




Als wir uns schliesslich Windhoek näherten, ging dann plötzlich alles drunter und drüber. Eigentlich wollten wir, wie beim letzten mal, zur Autowasch-Station beim Eros-Center, neben Joe's Bierhaus. Aber dann verpasste mein Privat-Chauffeur die Autobahn-Auffahrt und musste vor der Polizeikontrolle wenden. Und dann nahm er, in der Annahme schon auf der A1 zu sein, auf dem Zubringer noch die falsche Spur, welche ihn in Richtung Flughafen leitete. Leicht frustriert über so viel Missgeschick, fuhr er die nächste Ausfahrt einfach raus und plante den längeren Weg durch die Stadt zu nehmen. Ja und dann sah er die Shell-Station neben der Autobahn beim Truckport und fuhr dorthin.

Gut volltanken mussten wir sowieso. Und durch einen Anruf bei "Safari Car Rental" konnte dann auch schnell geklärt werden, dass wir unser Auto nicht noch extra waschen mussten. Das hatte ja schon der mächtige Regen auf dem Weg hierher bestens erledigt.

Mit keinen weiteren Erledigungen auf unserer To-Do-Liste vor der Auto-Rückgabe, konnten wir uns also den Weg durch Windhoek komplett sparen und fuhren gleich zu "Safari Car Rental an der B6.

Dort kamen wir dann auch nach 3661 gefahrenen Kilometern um kurz nach 14:30 Uhr an und wurden sogleich von Rike begrüsst. Sogleich fing mein Privat-Chauffeur an von der unglaublichen Sichtung der jagenden Löwin im Dead Vlei zu erzählen, um eine weitere Gläubige für meine Sammlung zu bekommen. Aber Ober-Löwin Rike roch den Braten sofort, dass ich da wohl meine Pfötchen mit im Spiel hatte. Und auch "Pro", der uns vor 15 Tagen den Hilux übergeben hatte, erkannte mich auf dem Kamera-Bildschirm sofort. Nur ein weiterer herbeigerufener Kollege, hat das Beweisfoto der jagenden Löwin im Dead Vlei einfach mal so als Tatsache hingenommen. Und das obwohl ich direkt vor seiner Nase saß! =^.^=



Ohne Schäden oder sonstigen Problemen, war die Autorückgabe nur Formsache. Und wie schon bei der letzten Reise, wollte ich die Shuttle-Fahrt zum Flughafen so lange wie möglich hinauszögern und lieber unter dem Vordach in Ruhe noch die frische Luft genießen. Ich war sogar so ruhig, so dass ich sogar noch einen allerletzten gefiederten Besuch bekam. Und zwar von...
...Moment..., wie heisst du?

Königswitwe?!!

Echt jetzt?!

Ich hoffe dies ist kein unheilvolles Zeichen meiner vorzeitigen Entkrönung oder so...



(Königswitwe / Shaft Tailed Wydah)

Aber irgendwann wollten die Mitarbeiter von Rike dann doch mal in den Feierabend und so mussten wir für mein Gefühl viel zu früh zum Flughafen gebracht werden. Immerhin durfte ich wieder vorne sitzen.



Gegen 16:30 Uhr waren wir dann am "Hosea Kutako Airport" und verbrachten erst einmal einige Zeit auf dem angenehmeren unklimatisierten Vorplatz und beobachteten die vorbeikommenden Leute. Wobei ich auch glaube, dass die anwesenden Leute im Gegenzug auch ganz genau mich beobachteten...



Bis dann mein Privat-Reiseleiter auf die Idee kam, doch schon mal vorzeitig das Hauptgepäck abzugeben. Im Nachhinein eine sehr gute Idee, da unser Hauptgepäck mit 23.9 kg stolze 400g zu schwer war und das obwohl er schon seine alten Lederschuhe bei "Safari Car Rental" als Spende zurückgelassen hatte. Da hat wohl doch jemand zu viele Souvenirs gekauft...

Da die Waage aber unnachgiebig war, musste ein weiteres Kameraobjektiv aus der Tasche zu mir in den Rucksack umgepackt werden, was bei dem schon auf den letzten Kubikzentimeter genutzen Stauraum einige Zeit in Anspruch nahm.
Dadurch gestresst hatten wir unseren ursprünglichen Plan total vergessen und sind dann gleich durch die Sicherheits-Kontrollen zum Gate gelaufen. =-.-=

Dort standen wir nun am fast überfüllten Gate und fragten uns, wie wir nun die nächsten zwei Stunden verbringen sollten, bis eine ältere Dame auf mich aufmerksam wurde. Die Gute hieß "Christiane" und war mir sofort sympathisch! Und dass obwohl ich von ihrer Muttersprache kein Wort verstehe, denn sie kam aus Frankreich! Wir unterhielten uns über Gott und die Welt und sie genoss es auch sichtlich in meinem Namibia-Fotobuch zu blättern und sich durch die Fotos an eigene Reisemomente zu erinnern. Und auch sie hätte mir das Buch direkt aus der Pfote für ihre Enkelin abgekauft, wenn es nicht so teuer gewesen wäre. Und der dort Abgebildete Kudu-Kadaver war jetzt vielleicht auch nichts für zartbesaitete Enkelinnen.

So vergingen die zwei Stunden am Ende dann doch wie im Flug, was man von dem eigentlichen Flug der darauf folgte leider nicht behaupten konnte. Mit der gleichen Platzwahl wie auf dem Hinflug, hatte mein Privat-Reiseleiter diesmal ziemlich Pech. Denn genau in seiner Dreierreihe saßen die wohl drei grössten und kräftigsten Männer der ganzen Economy-Klasse. Da hatte am Ende sogar ich mehr Platz im Handgepäckfach!
Hinzu kam dann noch die böse Klimaanlage! Die war nämlich so kalt eingestellt, so dass mein Privat-Reiseleiter am Ende sogar seine Winterjacke angezogen hat!



Ohne Schlaf, kamen wir dann am nächsten Tag relativ pünktlich um 5:40 Uhr in Frankfurt an und waren froh uns wieder etwas entfalten und bewegen zu können. Routiniert holten wir unsere Reisetasche ab, gingen unkontrolliert durch den Zoll und standen dann eine S-Bahn-Station weiter wieder vor unserem Auto, wo unsere Reise vor zwei Wochen begonnen hatte.

Ich sage es euch. Ich fühlte mich noch nie so fehl am Platz wie hier!



Aber das Allerschlimmste war...



... SCHNEE!

Ich will wieder zurück!

Zurück nach Namibia!
Zurück in die Namib!
Zurück in mein Königreich!




Dorthin, wo ich das Herz Namibias umarmen durfte!



Dorthin, wo ich als erste Namib-Wüsten-Löwen-Königin von Sossusvlei und Sesriem nicht nur Steinböcke, sondern auch Touristen gejagt habe!



Dorthin, wo es die schönsten Sonnenuntergänge gibt, die man sich vorstellen kann!



Dorthin, wo man Abends, umgeben von Wildnis, am Lagerfeuer leckere Steaks grilliert!



Dorthin, wo man des Nachts nicht einschlafen möchte, weil die tausend Sterne über einem einfach nur so wunderbar schön sind!



Dorthin, wo ich mich als Löwin perfekt tarnen und verstecken kann!



Dorthin, wo noch jeder gerne jedem hilft, egal ob man eine Plüschlöwin, Chinesin, irischer Physiotherapeuth oder Privat-Chauffeur ist!



Dorthin, wo sich die Elemente der Natur begegnen und einen immer wieder aufs Neue ins ehrfürchtige Stauen versetzten!



Dorthin, wo ich sogar von Erdmännchen geknuddelt werde!



Dorthin, wo meine Seelenschwestern und -brüdern in der Kalahari wild und frei sind!




Dorthin zurück, wo ich mein Herz gelassen habe...


Und bis dahin wird hoffentlich gut auf mein Königreich aufgepasst!

Safari
=^.^=
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