Moremi Fahrspaß mit Kollateralschäden

67 Antworten · 5'212 Aufrufe · gestartet 09. Dez. 2025 von tacitus
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574 Beiträge · seit 200616. Dez. 2025 ·
Tacitus spricht hier die richtige Maßzahl an: die Anzahl von Fahrten (korrekter noch: gefahrene Zeiten bzw. km). Ob dies nun bei den organisierten Camp- und Lodgetouristen insgesamt mehr Fahrten sind als bei den individuellen Selbstfahrern (An- und Abfahrt, Versorgung, Maintenance und Gamedrives hie, nur An-/Abfahrt und Gamedrives dort) ist eigentlich recht wurscht: im Ergebnis wird es immer mehr und das ist zuviel. Hinzu kommen Militär/Ranger/Forst, die mit schwerem Gerät (LKW, Baumaschinen,Traktoren) nicht nur die Cutline entlang fahren. Auch Transporte finden nicht nur zwischen Maun und Kasane statt, sondern auch zwischen den Eingangsgates und den Camps/Lodgen. Wer bei notwendigen Korrektur/Regulierungsmaßnamen "auf der Strecke" bleibt, ist sicher auch klar. Aber so ist das Leben, eben ungerecht (@Topobär 😵 ). Je nach Sichtweise ist an der Landschaftsverhunzung niemand schuld oder alle. Schaut Euch mal den Sandkasten im Sossusvlei an, so ähnlich sah es schon vor 15 Jahren an der Marshroad aus (mit Matsch), und zwischen Gohagate und Linyanti. Und die "Zusatzpisten/Umfahrungen" im inneren Moremi wurden ja schon angesprochen, auch da fahren dann im Falle des Falles LKW durch.
steinbeisser
zuletzt bearbeitet 16. Dez. 2025
Themenstarter1'134 Beiträge · seit 202220. Dez. 2025 ·
Der Titel „Moremi Fahrspaß mit Kollateralschäden“ hat viele vielleicht „Fun im Schlamm“ (© pollux)- Abenteuer 😎 erwarten lassen. Daher wohl die 1349 Zugriffe, sorry also an die Enttäuschten 😎 . Aber immerhin gab es 13 Beiträge von 5 Schreibern (den TE nicht mitgerechnet), wofür ich mich herzlich bedanke.

Es ging mir nicht vorrangig um‘s „früher war sowieso alles besser“, was bei meinem Ruf hier längst hinfällig ist 😎 😄 😄 . Aber ganz ohne ging’s auch nicht, weil es für die Einordnung der bisherigen Entwicklung notwendig ist und va. für die Frage, wohin die exponenzielle Entwicklung bei Besuchern und Erwartungen führen wird.

Die Afrikareisecommunity war gefragt, ob sie für diese endliche Ressource „Grenzen des Wachstums“ sieht und wenn nicht, wie das bewerkstelligt werden soll, ohne dass das „Objekt der Begierde“ 😎 Schaden nimmt.

Für mich waren die Beiträge aussagekräftig. Dass es nur wenige waren, ist es genauso: Ein Massenanliegen ist das alles sicher nicht 😎 .

Danke und Grüße
tacitus

Ich schreibe dann noch was zu Wasser- und Abwasser (PS: mit dem Müll fange ich erst gar nicht an 😊 ), wollte obig aber lieber voranstellen, weil es ja vorrangig um die „verkehrsbedingten“ Schäden an Pisten, Straßen und der Natur ging.
zuletzt bearbeitet 20. Dez. 2025
151 Beiträge · seit 201802. Jan. 2026 ·
Hallo Tacitus und alle anderen bisher hier Beteiligten,
vorab ein frohes und gesundes Neues Jahr.
Die bisherigen Beiträge habe ich mit großem Interesse gelesen, mich aber am Diskurs nicht beteiligt, da wir den Moremi auf unseren bisher 5 Reisen nach Bots immer meiden mussten. Wir können nur im Jan/Feb längeren Urlaub machen. In 2014 sind wir durch den Chobe, die Schlammschlacht nach Savuti hat mir gereicht. Da in den anderen Reisejahren (16/18/23/25) die Pistenverhältnisse ähnlich waren, blieb der Moremi außen vor. Das angesprochene Thema ging mir aber nicht aus dem Kopf, denn andere Parks in Bots sind ja genauso betroffen. Unsere Lieblingsdestinationen sind der Bots-Teil des KTP und das CKGR. Da waren wir in all den Jahren jeweils über 1 Woche.
Eine in den vorherigen Beiträgen ausgemachte Ursache, den Schwerlastverkehr, für den teilweise schlechten Pistenzustand kann ich in diesen Parks nicht erkennen. M. E. sind sind es die Touristen selbst.
Fall 1: Die Strecke von Nossob in die Mabu wird nur von Hilux, LC, Ranger und Co. befahren. Ich denke, davon sind über 80% individuelle Selbstfahrer. Auf unseren ersten Tour gab es durch die Dünen nur eine Spur. Dieses Jahr waren es an mehreren Dünen schon über 10 parallel verlaufende.
Fall 2: Zwischen Nossog und der Mabu gibt es eigentlich nur 2 Übernachtungsplätze, Motopi 1 und 2. Diese liegen etwa 10 km auseinander. Inzwischen gibt es genau in der Mitte noch eine illegale CS ohne alles, sozusagen Motopi 1,5. Angelegt (gerodet mit Machete) von Touristen.
Auch in der Mabu selber werden die Pisten schlechter und breiter. Schwerlastverkehr gibt es da auch nicht. Dieses Jahr gab es zwar Bauarbeiten an den CS der Mabu-Pan. Das Material wurde mit Pick-Up`s transportiert.
Im CKGR sieht es etwas anders aus. Es gibt 2 Lodges. Die an der Tau-Pan wird vom Schwerlastverkehr (Wasser) regelmäßig angefahren. Dieses Jahr haben wir auch Baumaterialtransporter ( über 18 to) gesehen. Die fahren aber über Matswere rein und nutzen dann ausschließlich die kerzengerade Ost-West Tangente bis zur Tau Pan. Die von Wilderness betriebene Kalahari Plains Lodge im Osten des Parks hat eine separate Zufahrt vom Matswere Gate. Bedeutet, alle anderen Pisten im Park werden nur von Touristen (geführt oder Selbstfahrer) genutzt.
Fall 3: Vom Sunday Wasserloch gab es früher 2 parallele Piste zur Sunday Pan. Heute sind es über 15. Wer hat die wohl angelegt?
Fall 4: Die Sunday Pan war 2014 nur umrundbar, nicht befahrbar, es gab nur eine kurze Piste (100 m) auf die Pfanne, dann musste man drehen. Heute gibt es 2 Pisten quer über die Pfanne.
An der Leopard Pan wird es sicherlich nicht mehr lange dauern, bis die Stichpiste (rein, drehen, raus) auch über die komplette Pfanne geht.
Mein Fazit: Der Besucher ist die Ursache!
Bei vielen von denen ergibt sich möglicherweise aus der gefühlten Einsamkeit die Handlungsweise: Ich kann tun was ich will!
Kontrolldruck durch Ranger gibt es leider nicht. Auf all unseren Reisen hatten wir im KTP nur 1x Rangerkontakt. Im CKGR waren es 2 Kontakte. Gemeint ist, außerhalb der Gates.

Gruß Till
1'689 Beiträge · seit 200702. Jan. 2026 ·
Hallo Till
interessante Beobachtungen. Bei der Fahrt zwischen Nossob und Mabua begannen die Probleme schon vor 20 Jahren. Die Dünen nahe Nossob sind am steilsten. Die Piste war schon damals an den Dünenkämmen so zerfahren, dass wir mit unserem alten Hilux 2.4 ohne Difflock und mit Vergaser auf die (wenigen) Parallelpisten ausweichen mussten (einfach nicht genug Leistung). Heute verstehe ich die Situation nicht. Fast alle haben Turbo mit viel mehr Leistung und Difflock (zumindest hinten). Können die alle nicht mehr offraod fahren? Oder fahren die mit falschem Luftdruck? Oder ...
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
Themenstarter1'134 Beiträge · seit 202203. Jan. 2026 ·
Danke für deinen Beitrag, Eulenspiegel.

@Schwerverkehrsschäden
Meine ich das, was „maßlich“ nicht zu SUVs passt, wie sehr tiefe meterlange „Wannen“, wie zB. zuletzt in den Bildern von pollux von einer „Hauptstraße“. Wann die Straße noch dazu generell eingetieft ist und das Wasser drin stehen bleibt (weil der Boden so beschaffen ist), können dann bald für SUVs gefährliche Wassertiefen entstehen. Die einschlägigen Foren sind voll davon.

Der Zuwachs der letzten Jahre bei festen Unterkünften und Camping und was noch in der Pipeline sein soll (bis „Nahversorger“!), ist atemberaubend. Das alles muss gebaut und versorgt werden und benötigt viel Personal. Mit mehr Gästen und v.a. Personal (und auch deren Familien) geht das rasch in die Hunderte Neuzugänge. Die Einheimischen, die das alles tragen, reklamieren ja schon seit Jahren, dass jetzt endlich „richtige“ Straßen gebaut werden sollen. Dass LKWs primitive Holzbrücken rascher schädigen als die SUVer, erscheint mir logisch.

Wie also weiter? Denn bloß „more of the same“ wird mE nicht funktionieren. Deswegen hat mich interessiert, wie die Community ihr zukünftiges „Safarierlebnis“ unter diesen Aspekten sieht. Wenn ich eingangs den Schwerverkehr angesprochen haben, war des wegen der Art der Schäden und weil dieser bei der o.a. Entwicklung stark zunehmen wird.

Ich habe in der Zeit in RSA gelebt, als das sekundäre Straßennetz zu 90 % unbefestigt war und und es in BW vielleicht 200 km Teerstraße gab. Da kriegt man bald mit, wie Frequenz und/oder Schwerverkehr (und Pflege) den Straßenzustand beeinflussen.

Mit meiner Erwähnung des Schwerverkehrs war aber jedenfalls nicht gemeint, dass der „normale Touristenverkehr“ nicht auch Schäden verursacht. Im Gegenteil und na klar tut er das und zwar massive. Und nicht nur an den Wegen sondern auch an der Natur (Stichworte „wilde Pisten“ und Umfahrungen von Hindernissen).
Ich war nie in der ZK aber alles was Eulenspiegel aufgezählt hat, haben ich und andere auch, irgendwo und prinzipiell, auch schon gesehen …. und auch mitverursacht. Es ist also wie beim Sager: Du stehst nicht im Stau, du bist der Stau. Oder wie steinbeisser schon schrieb: Je nach Sichtweise ist an der Landschaftsverhunzung niemand schuld oder alle.

Zu Letzterem und der „Fahrweise“ (pollux) will ich später auch noch was loswerden.

Grüße
zuletzt bearbeitet 03. Jan. 2026
Themenstarter1'134 Beiträge · seit 202203. Jan. 2026 ·
Fortsetzung

@Parallelwege,
welche, wenn 10-spurig (siehe Eulenspiegel betr. KTP), auch Landschaftsverhunzung (© steinbeisser) sind.
Im Nassen:
Sicher ist es meistens so, dass die Alternative zu einer neuen Spur durch eine wassergesättigte Wiese nur der Abbruch der beabsichtigten Route ist. Aber wer will das schon? Also entscheidet man sich für die Durchfahrt auf neu angelegter Spur. Diese bringt’s aber nur so lange man noch auf (dann umgefahrenen) Gras fährt. Sobald dieses, nach nur ein paar Autos, in den wassergesättigten Boden hineingedrückt ist und die Spur sich eintieft, kann man sich wieder genauso festfahren wie auf der alten Spur die man gemieden hat. Also muss wieder eine neue angelegt werden. Daraus werden dann die reichlich abgebildeten Schlachtfelder, welche aber unterschiedlich wahrgenommen werden. Was für den einen das große Abenteuer repräsentiert, ist für andere Landschaftsverhunzung. Und wenn es das jetzt gerade noch nicht ist, wird es, bei anhaltendem Trend zu noch mehr Frequenz sicher bald werden. Denn es kommt immer darauf an, wie viele Autos noch nachkommen ….

Im Trockenen
werden die Parallelspuren meist wegen Wellblech oder tiefen Spurrinnen oder Tiefsand angelegt, deren Entstehen mit Frequenz und Fahrweise zusammenhängt. Wenn sich daran nichts ändert, ist auch die neue „komfortablere“ Spur (sobald die Grasnarbe zerstört ist und die Spur eingetieft wird) bald genauso schlecht wie die verlassene. Wie weiter hat Eulenspiegel beschrieben.

Wer immer neue Spuren anlegt, sollte bedenken/wissen, dass bei dieser Touristenfrequenz weitere folgen werden, weil der Vorteil der neuen Spur kurzlebig ist.

@Frequenz
2008 war z. B. die Runde KTP > Kaa > cut line > Mabuasehube ab der Kaa-Access-Route zu 95 % sehr komfortabel zu fahren. Kaum Wellblech und wenig ausgefahren, mäßiger Tiefsand nur am letzten Stück vor dem Eingang. 10 Jahre später wurde hier bereits heftig über Wellblech usw. geklagt. Das wird wohl auch mit mehr Frequenz zusammenhängen, aber auch mit

@ Fahrweise
Z. B. habe ich hier xxfach gelesen, dass man auf dieser oder jener Route (auch die oe.) den Allrad nicht zuschalten muss. Insbes. wenn man ein hochmotorisiertes Auto mietet, Begründung: „der LC wühlt sich überall durch“ und erspart sogar das Luftablassen ….. 🤨 alles Betriebsanleitungen für das Anlegen der Schlachtfelder, über die dann geklagt wird.

@Geschwindigkeit
(Zu) Schnell fahren, denn der Fahrplan lt. xls-Tabelle musss eingehalten werden, gibt dann den Rest und ist ein weiteres totsicheres Rezept für das Ausheben von Löchern bis Wellblech und Eintiefung. Man muss sich nur die Veränderung des Angebots bei den Mietautos (und der Klientel) über die Jahre anschauen, dann versteht man den beklagten Zustand der Pisten. Zu viel Kraft in ungeübten Händen? Auch wenn die elektronischen Helfer der modernen Autos Schlupf am Rad minimieren, ist ein „leichter Gasfuss“ noch die beste Methode zur Pistenschonung.


Wenn aber z. B. SANparks, um obige Zustände zu vermeiden, „geführte Trails“ (mit begrenzter Teilnehmerzahl) durch die Dünen im KTP anbietet (wohlüberlegt, mit monatlich umgekehrter Fahrtrichtung), wird, wie kürzlich bei der Nossob-Trail-Anfrage, gemotzt, dass man keinen Grund sehe, warum dieser nicht „freigegeben“ wird. So, als wäre es ein Menschenrecht im KTP selbstbestimmt durch die Dünen zu brettern. Wenn sich solche Sichtweisen durchsetzen, kann man nur …..

Denn das „ein Mal im Jahr brauche ich einfach das „bush feeling“" ist zwar schön, kann aber auch Naturverschleiß generieren. Es gibt Gegenden, wo das durch Reglementierung „gemanagt“ wird, aber in Moremi und Umgebung kann ich noch keinen Plan erkennen, außer einfach „more of the same“. Deswegen habe ich ja einfach „in den Busch hineingefragt“ 😎 .

Auf englisch wurde die Wildtiere- und Naturbewirtschaftung durch Jagd bisher als „consumptive“ und der Fototourismus als „non-consumptive“ bezeichnet. Beim gegenwärtigen Trend wird man diese Klassifizierung in ein paar Jahren vielleicht überdenken müssen 😉 .
Grüße
und PS: Dass die Gegend Weltkulturerbe ist, wurde noch nicht erwähnt.
zuletzt bearbeitet 03. Jan. 2026
1'689 Beiträge · seit 200705. Jan. 2026 ·
aus dem 4x4 SA forum:

So, I decided to bite the bullet and heard to Third Bridge. Was supposed to leave on the 30th , but due to water levels along the way, I decided I will wait a day or so. I left Maun on the 31st at 10:00 after gathering all the necessary information.
The drive from Shorobe to Mawana Gate on the gravel was fine, with avoidable water puddle, except the last part, just before the gate. There was a big puddle that had no alternative route, so you had to go through. The road to South Gate was the easiest.

To access Third Bridge, there is ONLY ONE alternative, that is through Xakanaxa. The road to First Bridge is not accessible and 1st Bridge is down, and there is water around the bridge. So, they will advise on entry, that it's o,a NO NO route.

So, from South Gate to Xakanaxa, it's a slow going due to large puddles. I did this 40 kms stretch in 2 hours. Its a drive that need correct decision through out. From Xakanaxa to Fourth Bridge, there is a very bad part as you leave the Xakanaxa entrance , very slippery and deep mud. Fourth bridge was working well and crossed and arrived at Third bridge after 5 hours 35 minutes from Maun.

The game drives around Third Bridge are limited. It's the MBOMA Loop, that is very great at the moment. Great sighting there, saw a female leopard and was alone. There were lions roaring in the bushes but could access them.

I attempted the drive to 1st Bridge from Third bridge, past second bridge, BUT eish there is water everywhere. I made it to second bridge , BUT thats furthest I could go. There were no recent tracks on that route and I decided to to go back. There were soo many people getting stuck. I got stuck too, by Mboma loop and fortunately I got pulled out.
There are travelers still going there and it's started to rain again in Maun and we expect the roads to be bad. Will I encourage you to go? I think it's personal decision and how well you trust your patience. BUT be ready to pay alot if you need recovery.
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
Themenstarter1'134 Beiträge · seit 202205. Jan. 2026 ·
Zusatzinformation.
Der Schreiber des von pollux Zitierten ist ein Profi aus Botswana.

Das nur zur Einordnung mancher hier abgegebenen Einschätzungen
Grüße
zuletzt bearbeitet 05. Jan. 2026
Themenstarter1'134 Beiträge · seit 202207. Jan. 2026 ·
Ich leihe mir diesen Satz von steinbeisser, den er „anderswo“ 😎 geschrieben hat

„ ….. Man kann den Matschenthusiasten beinahe nur wünschen, Ihre 50-100Tsd. Euro Geräte vollends zu versenken….. „

um auf etwas selten bis nie betr. diese Fahrverhältnisse Thematisiertes hinzuweisen.

Auch wenn es nicht gleich zum Totalschaden durch Wasserschlag udgl. kommt, Wasser und insbes. Schlamm sind schleichender Autotod, insbesondere am Fahrwerk.

Der Feinanteil des Schlamms wird mit Hilfe des Wassers durch die Kapillarkräfte in/durch alle Dichtungen und Gelenke transportiert und verschleißt diese, Wasser kann in die Schmieröle gelangen und schädigt deren Funktion, usw.

Dadurch kann viel Lebensdauer verloren gehen. Jeder Privatbesitzer, der sein Auto lange behalten möchte, wäre nach solchen Fahrten stundenlang damit beschäftigt, Bremsen, Fahrwerk und Federung von Schlamm zu reinigen, Öle zu kontrollieren und gegebenenfalls zu ersetzten usw.

Ob und wie gründlich das Autovermieter machen …. ? Mich wundert eigentlich, dass sie für derart vorhersehbare Bedingungen überhaupt vermieten.

Grüße
zuletzt bearbeitet 07. Jan. 2026
1'689 Beiträge · seit 200707. Jan. 2026 ·
Das Hauptproblem mit Wasser sind die Achsen-Differentiale. Die haben Lüftungsöffnungen. Deswegen fahren südafrikanische 4x4 Profis die oft Wasserdurchfahrten machen, mit "differential breather pipes", hochgelegte Ableitungen, so dass kein Wasser angesaugt werden kann.
Alt:
2.jpg


neu (darauf wird die Verlängerung angebracht):
4.jpg
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Themenstarter1'134 Beiträge · seit 202209. Jan. 2026 ·
PS @ die Kollateralschäden am Auto durch Wasser und Schlamm

Weil Champagner in ihrer Replik im „Flood-Thema“ (warum dort und nicht hier?) gesagt hat, dass durch dieses Thema und Geschreibsel sich sowieso niemand beeinflussen lässt, weil ja eh schon längst alles gesagt wurde, habe ich’s oben durch die Hintertür versucht 😎 .

Weil manchen Off-Roadern (und auch Autofahrern i. A.) nämlich ihr off-roader mehr am Herzen liegt als Wege und Flurschäden.

Also, wer z. B. unter Bedingungen wie gerade jetzt Moremi sein lässt, bewahrt sein Auto vor Schäden!!!!
……………. und auch Wege und Natur

War jedenfalls einen Versuch wert. 😎

Grüße
zuletzt bearbeitet 09. Jan. 2026
1'689 Beiträge · seit 200709. Jan. 2026 ·
Die Frage wäre natürlich: wieviele Hardcore-Fomis gibt es überhaupt, die typischerweise im Jan/Feb in Nordbotswana sind?
Wir würden das nie machen. Unsere Reise im November war ja auch unter der Maßgabe, dass es "normalerweise" mit Starkregen nicht so früh losgeht. War halt 2025 falsch. Bestätigen auch alle südafrikanischen Insider.
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
607 Beiträge · seit 202409. Jan. 2026 ·
Hi,
Keine Ahnung worum es bei der Diskussion geht, aber ein Geländewagen ist für solche Bedingungen entworfen, konstruiert, spezifiziert und gebaut.
Man sollte auch moderne Autos nicht mit den alten Humpen von Land Cruisern vergleichen.
Bei meinem Auto, nur als Beispiel, ist die Getriebe und Difernzialentlüftung bereits ab Werk weit oben angelegt. Sind doppelte Türdichtungen usw. verbaut.
Und wer glaubt, das Unvernuft durch ein paar Mahner in einem Forum gebannt wird, der geht wohl zu optimistisch durchs Leben.
VG
PS Pollux,
Ich bin jedes Jahr Januar, Februar, März da oben (von Wdh aus gesehen) unterwegs.
zuletzt bearbeitet 09. Jan. 2026
1'689 Beiträge · seit 200709. Jan. 2026 ·
@R51: Also ein Hilux beim Standardvermieter hat die von dir beschriebenen Features?

Und Du fährst da unter solchen Umständen rum: "I attempted the drive to 1st Bridge from Third bridge, past second bridge, BUT eish there is water everywhere. I made it to second bridge , BUT thats furthest I could go. There were no recent tracks on that route and I decided to to go back. There were soo many people getting stuck. I got stuck too, by Mboma loop and fortunately I got pulled out." Und das war ein Botswana-Profi.
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
Themenstarter1'134 Beiträge · seit 202209. Jan. 2026 ·
pollux schrieb:Die Frage wäre natürlich: wieviele Hardcore-Fomis gibt es überhaupt, die typischerweise im Jan/Feb in Nordbotswana sind?.....
Da hast du recht, pollux.
Aber hier gibt es neben den paar Dutzend tonangebenden PlatzhirschInen (um 20:40) 22.829 Mitglieder, davon xx Neue und noch mehr mit sowas Unerfahrene, die sich nie äußern und nur abstauben, von den RBn hier „geflasht“ 😉 sind, den Geheimtipp zur grünen Nebensaison dankend aufnahmen, gebucht und bezahlt haben und gerade vor einer schwierigen Entscheidung stehen.

Also ist es Balsam für die Entscheidungswehen von Leuten, die keine Ahnung haben, was da auf sie zukommen kann, wenn es, wie z. B. hier anderswo geschrieben …. „befahrbar irgendwie, aber wenig sinnvoll - und zwar bis Ende nächster Woche vermutlich ….“ lesen .... Na dann schaut das doch gut aus 😁 . Jemand der keine Ahnung, könnte das als Ermutigung auffassen.

Darum ging’s mir mit meinem (fahr)technischen Exkurs. Dass das nicht das eigentliche Anliegen meines Themas hier ist, ist wohl klar, denke ich 😎 . Ich mache demnächst einen neuen Anlauf back to the roots also zurück zum Thema 😉

Grüße

@R51
Die Entlüftungen sind ja nur ein kleiner Teil der Geschichte. Diese technische Diskussion ist aber nicht mein Hauptanliegen hier. Du verstehst das sicher?
Grüße
zuletzt bearbeitet 09. Jan. 2026
607 Beiträge · seit 202409. Jan. 2026 ·
@Pollux,
Keine Ahnung ob das ein Hilux hat. Mein Auto hat das werksmäßig.
Ich gehe aber davon aus, da ja Toyota das Auto der Autos ist, dass das auch bei denen so werksmäßig.ist.
Was soll ich zu deinem Text sagen....ein Profi guckt sich die Situation an und kehrt um. Aber ich kann dir versichern, das ich solche Situationen schon hatte wo man nicht umkehren konnte. Eher nicht in Botswana, da ich das Land nicht mag, aber in Sambia und Simbabwe und nicht auf normalen Touristenstrecken.
Denn ohne Verstand und Not sollte man einfach manches nicht tun, auch wenn man es könnte.
VG
zuletzt bearbeitet 09. Jan. 2026
607 Beiträge · seit 202409. Jan. 2026 ·
@ tacitus,
Noch etwas zu deiner Intension.
In welchem Umfang ein Land seine touristischen Ziele vermarktet, ist Sache des Landes. Wenn Touristen dann in Massen einströmen und die Infrastruktur überbeanspruchen, ist das nicht Schuld der Touristen. Ob erfahren oder nicht. Die Länder hätten da schon Möglichkeiten dies zu steuern oder begrenzen, tun sie aber nicht. Im Gegenteil.
Zu den Leuten, die hier lesen und ihre Reise darauf abstimmen.
Glaubst du, das jemand seinen Mietwagen Monate im Voraus bucht und bezahlt, dann alle Campsites vorbucht und wenn er dort ist und die Straße eine Schlammpiste ist und seine Campsites sich in einen See verwandelt haben, das der sagt,ich drehe um und verzichte was ich schon bezahlt habe? Nein, da geht's rein und durch mit den dann hier zu lesenden "Verhalten von Touristen"
VG
zuletzt bearbeitet 10. Jan. 2026
607 Beiträge · seit 202409. Jan. 2026 ·
@pollux,
Ich wundere mich gerade. Wir haben fast die gleiche Reisezeit und Erfahrung im südlichen Afrika hinter uns. Ich allerdings erst seit 98.
Wundern tu ich mich, da du die Bilder auf Seite 1 eingestellt hast, die normale Pistenverhältnisse in der Regenzeit zeigen und du mich fragst, ob ich immer zu der Zeit unterwegs bin.
So wild ist die Piste aber nicht...
Bist du immer nur zur Trockenzeit unterwegs? Man kann sich streiten ob sowas Spaß macht aber was besonderes an Auto braucht man da aber nicht mit höheren Entlüftung, Wasser in Diferenzialen, Öl/Wassergemisch im Getriebe usw.usf. Das schafft jedes offroadfähige Auto im Serienzustand.
VG
zuletzt bearbeitet 09. Jan. 2026
1'689 Beiträge · seit 200710. Jan. 2026 ·
R51,
ich finde, Du redest ganz schön von oben herab. Aber lassen wir das.
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
607 Beiträge · seit 202410. Jan. 2026 ·
@pollux....
Das ist ja toll, jemanden etwas vorwerfen und dann "lassen wir das"..

Du gehörst zu der Gruppe Mensch, die jede Meinung akzeptiert, solange sie meiner eigenen Meinung entspricht.
Aber....lassen wir das. Sagtest du ja schon.
VG