Reisebericht

Zambia Okt.25: Geführte Camping- und Walkingsafari

von Champagner · begonnen 03. Nov. 2025 · 28 Teile

Teil 2121. Dez. 2025
27. Oktober 2025: Makanga Camp/ Bangweulu Wetlands (Teil2)
„Die Suche nach dem Schnuhschnabel“ – oder „Welches Schuhwerk nehme ich nach Afrika mit“.
Diese Schuh-Threads waren schon immer ein Quell der Heiterkeit für die Eulenmuckels, Matte und mich gewesen 😄 – und angesichts Ruths mit Sorgfalt ausgewählter Fußkleider (liebevoll dekorierte „Wander“-Crogs, Uggs,…) haben wir unterwegs auf unseren Touren oft versucht sie zu überreden, bei solchen Themen ihr Expertenwissen den Fragenden dort zuteil werden zu lassen. Leider hat sie sich immer verweigert…. 🙄

Dass dieses Thema mich einmal ernsthaft beschäftigen sollte – und dann auch noch in Zusammenhang mit einem Schuhschnabel, was ja durchaus ganz witzig klingen mag 🤨 , hätte ich nie gedacht 🤩 . Den Hinweis in der Reisebeschreibung, alte, aber feste Schuhe mitzunehmen, die gegebenenfalls auch dort gelassen werden können, habe ich ignoriert, weil mich das Thema „Schuhe“ von je her viel zu wenig interessiert 😗 .

Als dann Andrew schon einige Tage vor unserer Anfahrt in die Bangweulu Wetlands das Thema aufgriff und meinte, er könne uns in Mpika einen Händler zeigen, wo man (falls man seine eigenen alten Schuhe vergessen habe) Turnschuhe kaufen könne, wurde ich langsam hellhörig 😐 . Laut seiner sehr dramatisch klingenden Schilderungen müsse man nämlich auf der Suche nach dem Schuhschnabel in tiefem, teilweise hüfthohem Morast und Wasser waten und seine eigenen Schuhe würde man danach nicht mehr wiedererkennen (so ein Quatsch, meine guten Lowa erkenne ich immer wieder!). Jaja, das wird wohl eine Werbekampagne für einen Kumpel in Mpika sein, der dort Schuhe verkauft…. 😗 .

Doch zurück ins Makanga-Camp, wo wir nun also kurz vor Abfahrt zur Vogelsuche stehen und uns final entscheiden müssen, welche Schuhe wir für dieses Event tragen werden. Matte (der sogar alte Schuhe mitgebracht hatte, sich aber nicht sicher ist, ob sie dieses Abenteuer überleben werden) und ich entscheiden uns solidarisch für unsere Crogs, mit denen zumindest ich daheim auch Gartenarbeiten erledige. Mit dem Riemen hinten über die Ferse gezogen wird das schon passen und praktischerweise kann man die Dinger ja später dann einfach unter dem Wasserhahn abspülen (sofern es hier bis heute Abend fließend Wasser geben wird) 😎 .

Auch der Rest der Gruppe zerbricht sich natürlich den Kopf und entscheidet sich dann jeweils für das passende Schuhwerk. Derart durchdacht und perfekt ausgerüstet 😉 starten wir Richtung Sümpfe.

An dieser Stelle muss ich gestehen, dass ich diesen Teil der Reise sehr blauäugig angegangen bin, man könnte es auch schlecht vorbereitet nennen 😣 . Statt die Erzählungen von Ruth und Uwe, die einige Monate vor uns in den Bangweulu Sümpfen (wenn auch an anderer Stelle) waren, mir noch einmal durch den Kopf gehen zu lassen und eventuell zu hinterfragen sowie ein bisschen im Reiseführer zu lesen bzw. die Bilder dort zu betrachten (Hupe S.64), sah ich vor meinem inneren Auge eine idyllische Bootsfahrt durch kristallklares Wasser und einen Schuhschnabel, der sich mitten in grün schimmerndem Papyrus und vor bunt leuchtenden Seerosen sowie strahlend blauem Himmel, der mit schneeweißen Schäfchenwolken verziert ist, dekorativ in Positur stellt 😘 .

Nun lande ich – leider später auch wortwörtlich 😣 – unsanft auf dem immerhin weichen Boden der Tatsachen 🤩 .

Es gibt hier zwar einen kleinen Kanal und auch Mekoro sind darauf zu erkennen, aber das war es dann auch schon mit der Idylle. Zusammen mit einem Guide und einigen Helfern machen wir uns zu Fuß auf den Weg zu dem Schuhschnabel, den man von Weitem schon erkennen kann, auch wenn er sich, graubraun vor beigem Gras und bleigrauem Himmel, kaum von seiner Umgebung abhebt (der Vogel befindet sich links oberhalb des grünen Abzeichens des Rangers).
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Wir sind ja aber schon froh, dass er nicht ans Abheben im anderen Sinne denkt, sondern ruhig stehenbleibt und uns durchaus interessiert beobachtet.
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Vermutlich hat er seinen Spaß daran, wie wir uns durch tiefen Morast quälen, der mit diversen Fußangeln von umgeknickten Schilfrohren durchsetzt ist und uns immer wieder zum Stolpern bringt.
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Ein bisschen Beifang gibt es auch:
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Da es hier immer wieder Buschbrände gibt, ist das Wasser nicht nur von Schlamm, sondern auch von Ruß verunreinigt. So viel zum Thema „kristallklar“….
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Das wäre aber alles nur halb so schlimm, würde ich nicht nach wenige Schritten meine Schuhwahl zu tiefst bereuen. Zunächst störe ich mich nur an dem schmatzenden Geräusch 🤢 , welches sie dank der Adhäsionskräfte, die ich hier hautnah erleben darf, bei jedem Schritt von sich geben. Bisschen peinlich, finde ich…. 😊 Und warum schmatzen die Crogs von Matthias nicht genau so laut? Das ist unfair 🤩 .

Je tiefer wir in den Schlamm(assel) hineingeraten, desto stärker versucht der Sumpf, meine Crogs in Besitz zu nehmen. Immer öfter bin ich kurz davor, ins Taumeln zu geraten, weil mein Schuh andere Pläne hat als mein Fuß, ganz zu schweigen von dem anderen Bein, das gerne weitergehen würde. Kurze Zeit später passiert es: ich verliere den Kampf gegen Sumpf und unentschlossenen Crogs, gepaart mit einer gewissen körperlichen Schwäche bedingt durch meine Erkältung. Platsch – ich liege mit meiner rechten Körperhälfte im Matsch! Wäre das nicht schon peinlich genug, ist das Aufstehen auch nicht sehr elegant möglich, und ich lasse mir dabei sogar helfen. Es ist ja nicht so, dass es nicht genug Einheimische gäbe, die uns begleiten und vor allem den Trägerinnen von schwerer Kameraausrüstung helfen würden, aber als knapp die Älteste der Gruppe bin ich dazu dann dummerweise zu stolz 🤢 .

Als ich am Tag unserer Rückkehr abends bei einem langen Telefonat von Ruth erfahre, dass sie sich selbstverständlich hat helfen lassen 🤩 , ärgere ich mich gleich noch einmal über meine Dickköpfigkeit… 😣

Aber egal, da steh ich nun wieder auf zwei Beinen und versuche, mich mehr oder weniger graziös 😎 weiter zu dem urigen Federvieh vorzuarbeiten 😊 .
Als wir dann so nahe wie möglich vor ihm stehen (was immer noch sehr weit weg ist, ganz und gar nicht wie auf dem Foto im Hupe Reiseführer), meine ich zu Matthias, dass ich mir diesen Vogel ein wenig farbenfroher, zumindest kontrastreicher vorgestellt hätte und ich ihn schon sehr schmuddelig und matschfarben fände. Mit hochgezogenen Augenbrauen und einem süffisanten Lächeln im Gesicht schaut mein Reisekumpan mich an, sein Blick gleitet langsam von oben nach unten und er meint: „ Na schau doch dich mal an!“ 🤩 😈

+++++++++++++ 🙄 🙄 🙄 🙄 🙄 🙄 🙄 🙄 ++++++++++++++++++ Wir waren mal gute Freunde.... 😛

Zurück zum Objekt unserer Begierde: für einen Schuhschnabel ist er schon fast hyperaktiv,
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er putzt sich
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kuckt hin und her
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und legt sich dann zum Schlafen nieder (das würde ich jetzt auch gerne tun, aber bitte - frisch geduscht - in meinem Zelt).

Hier sieht er jetzt sogar richtig schön grau aus, keine Ahnung, warum nur im Liegen..
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Immerhin: wir haben ihn gefunden, er ist nicht weggeflogen und wir konnten trotz schlechter Lichtverhältnisse (wobei ab und zu sogar ein bisschen Sonne durchkam und dies nicht mal aus der falschen Richtung) ein paar Fotos von ihm schießen 🙂 🙂 🙂 . Und: wir mussten nicht durch hüfthohes Wasser waten - was will man mehr? 😎

Der Rückweg gestaltet sich - wenig überraschend- ebenfalls herausfordernd, einmal will der Sumpf gleich beide Crogs auf einmal behalten und bevor ich das Gleichgewicht noch einmal verliere, gebe ich freiwillig nach und stehe lieber kurzzeitig strümpfig im Schlamm 🤩 🤢 ! Inzwischen ist mir völlig egal, wie dreckig ich bin, ich würde mich auch wie ein Warzenschwein im Schlamm suhlen, wenn es nötig wäre… 😗 . Nachdem ich meine Schuhe gerettet habe, bin ich aber doch sehr froh, dass wir uns endlich unserem Fahrzeug nähern.
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Ein schöner Abendhimmel verabschiedet uns
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und wir sind auf der Rückfahrt nun sehr gespannt, ob wir unsere schlammigen Beine (oder auch mehr…) unter einer erfrischenden Dusche reinigen können.

Und tatsächlich, als wir im Camp ankommen, erfahren wir, dass wir Waschbecken, Dusche und Toilette, diese allerdings mit einer kleinen Einschränkung, benutzen können 🙂 . Es ist Andrew ganz peinlich, dass wir jedes Mal das Ventil zudrehen müssen, nachdem wir gespült haben, weil wohl der Schwimmer nicht funktioniert und sonst die Spülkästen ständig überlaufen würden. Es wäre zeitlich nicht möglich gewesen, dass die Verantwortlichen nach Mpika fahren, um die entsprechenden Ersatzteile zu kaufen. Auf diese Idee wären wir nie gekommen 🤩 – das ist doch kein Problem! Wir sind jetzt vor allem überglücklich, eine funktionierende, wenn auch kalte Dusche zu haben und säubern uns in der hereinbrechenden Dunkelheit, bevor es Abendessen gibt.

Andrew erklärt uns das Programm für den nächsten Morgen: wir werden noch einmal auf Shoebill-Pirsch gehen, allerdings an einer anderen Stelle 🙄 .

Huch, da werde ich wohl mein Schuhkonzept überdenken müssen 😮 ! Dazu dann mehr im nächsten Kapitel.

(Sorry, dass dieses Kapitel so textlastig ist....wird nicht mehr vorkommen!)
Teil 2228. Dez. 2025
28. Oktober 2025: Makanga Hunting Camp (Bangweulu Wetland)
Schuhschnabelpirsch die Zweite und die Dritte am Vormittag
Wie gesagt haben wir heute eine andere Location auf dem Plan, und dies bei tatsächlich mal schönem blauen Himmel.
Ich entscheide mich heute für meine „guten“ Schuhe 😎 , egal wie sie danach aussehen werden 😵 .

Schon nach den ersten Metern bin ich froh über diese Wahl, denn es lässt sich wirklich wesentlich sicherer darin gehen und diese Schuhe schmatzen auch viel dezenter 🤪 . Trotzdem ist der Untergrund auch heute eine Herausforderung, man droht bei jedem falschen Schritt ziemlich tief im Wasser zu stehen 🤩 .
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Die Stümpfe der Schilfrohre lassen einen schnell aus dem Gleichgewicht geraten 😮 (man sieht, wie Nick mit ebendiesem kämpft),
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unter der Wasseroberfläche lauern Fußangeln in Form von querliegenden Schilfrohren, und stellenweise denkt man, man tritt auf festes Gras, das dann aber mitsamt dem darauf stehenden Fuß im Wasser versinkt, weil es nur an der Oberfläche geschwommen ist. Dazu auch hier wieder von Buschbränden resultierender Ruß im Wasser und auf den Pflanzen am Boden 🤢 .
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Nach einem zwanzigminütigen Walk, der zum Glück auch teilweise über festen Untergrund führt, erreichen wir das Gebiet der Schuhschnäbel. Tatsächlich kann man zwei erkennen, einen sogar leidlich fotografieren, der andere ist viel zu weit entfernt.
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Leider handelt es sich bei diesem Exemplar nicht um so einen stoischen Zeitgenossen wie gestern. Der Shoebill fliegt auf und landet sehr weit weg erst wieder 🙁 . Na immerhin haben wir den Beweis, dass sie auch fliegen können (allerdings sind meine Fotos davon so schlecht, dass sie nicht in den Bericht dürfen 😣 ).

Die Guides und ein paar von uns scannen die Gegend ab, aber es ist unmöglich, näher an einen der Vögel heranzukommen, das Gelände ist nicht begehbar.
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Also drehen wir wieder um und machen uns auf den Weg zu unserem Auto. Landschaftlich und auch vom Licht her gesehen gefällt mir dieser Walk viel besser als der gestrige (unabhängig von der glücklicheren Schuhwahl), auch wenn wir keinen Schuhschnabel schön fotografieren konnten.
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An diesem kleinen Damm gerate ich mal wieder ins Straucheln und hätte beinahe den einheimischen jungen Mann, der mir dort die Hand gibt, um mir hoch zu helfen, mit ins Unglück gezogen 🤩 .
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Zum Glück geht aber alles glimpflich über die Bühne und ich erreiche unfallfrei unser Fahrzeug.
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Nass und dreckig fahren wir durch die bizarre Landschaft zu dem Platz, an dem wir gestern schon waren. Unsere Helfer fahren mit dem Fahrrad voraus.
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Hier sieht man eine der erwähnten Fischerhütten, an der wir dann auch unser Auto parken.
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Ich beschließe, dass ich nicht noch einmal im Matsch liegen will, zumal meine Erkältung ziemlich zuschlägt und ich mir die Seele aus dem Leib huste. Mary hat auch keine Lust auf diesen Walk,
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und so bleiben wir beide zusammen mit Andrew und ein paar Fischern beim bzw. im Auto.

Dort haben wir eine sehr beeindruckende Begegnung mit den Frauen der Fischer, sie kommen – woher auch immer, es ist mir bis heute ein Rätsel - in wunderschönen bunten Gewändern immer näher und lassen sich von einem der Männer das Fernglas erklären. Staunend blicken sie damit auf den Schuhschnabel und unsere Truppe, die man in weiter Entfernung erkennen kann. Aus bekannten Gründen gibt es keine Fotos davon, aber es war eine Begegnung, die sich sehr ursprünglich angefühlt hat. Die Frauen nehmen auch keinen Kontakt zu uns auf, nur Andrew unterhält sich lange mit einem der Fischer und erklärt uns parallel dazu, worüber sie reden. Es geht um die Ernährung (Fisch, Fisch und zur Abwechslung auch mal Fisch, oder Maniok) und um die Frage, was passiert, wenn jemand krank wird oder ein Kind bekommt. Schwangere werden wohl schon ein, zwei Monate vor der Geburt nach Mpika gebracht (ich meine, es war Mpika, habs mir aber nicht aufgeschrieben), um den strapaziösen Transport rechtzeitig vor der Niederkunft abzuwickeln. Oft kommt es aber auch vor, dass die Frauen nur mit Hilfe von „weisen Frauen“, einer Art Hebamme, ihre Kinder hier in dieser sehr einsamen Gegend, weitab von jeglicher Zivilisation, zur Welt bringen.

Als die Frauen wieder verschwunden sind, kommt unsere Gruppe zurück.
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Sie hatten wohl noch einmal eine schöne Schuhschnabelsichtung, bei der der Vogel auch etwas gefangen hat. Ob Matthias Fotos davon hat, entzieht sich meiner Kenntnis!

Nun geht es zurück ins Camp, wo ich meine frisch in schwarzbraun umgefärbten Schuhe (die Originalfarbe ist beige) unter dem zum Glück reichlich fließenden Wasser reinige. Und oh Wunder, der Matsch geht sehr gut ab und hinterlässt auch kaum Spuren 🙂 . Ach menno, hätte ich nur den dramatischen Schilderungen von Andrew nicht geglaubt und schon gestern dieses Schuhwerk getragen – jede Menge Peinlichkeiten wären mir erspart geblieben 😊 .

Hier noch ein kleiner Farbklecks von der Campsite
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und dann stelle ich meine Schuhe zum Trocknen in die Sonne und versuche mich über Mittag ein bisschen zu erholen, denn heute Nachmittag haben wir noch einen Gamedrive vor uns, um nach den Schwarzen oder auch Bangweulu-Moorantilopen zu suchen, die hier endemisch sind!
Teil 2329. Dez. 2025
28. Oktober 2025: Makanga Hunting Camp (Bangweulu Wetland)
Schwarze Moorantilopen und mehr am Nachmittag
Um 15.30 Uhr machen wir uns auf den Weg, mit an Bord ist wieder ein Guide/Ranger, der uns zu den Schwarzen Moorantilopen führen soll. Zunächst gibt es für ca. eine halbe Stunde Landschaft und zur Abwechslung sogar ein paar Deko-Wölkchen zu sehen.
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Matthias und ich sind erstaunt, dass es immer wieder komplett tierfreie Abschnitte gibt.
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Dann endlich ein bisschen Birden – am Boden, wie ihr Name schon sagt, marschieren einige Southern Ground Hornbills herum, leider bei schlechtem Licht.
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Das mit dem Licht gilt leider auch für diesen Baum, in dem – wenn man genau hinschaut – 8 Gaukler zu erkennen sind.
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Hier mal 7, dafür etwas näher dran.
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Sie fliegen aber sofort alle ab, als wir versuchen, uns ihnen zu nähern.
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Alle? 😕 😐

Nein, ein juveniler Bateleur Eagle sitzt in einem Baum auf der anderen „Straßenseite“ und hat den Abflug wohl verpasst 🤩 .
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Nun scheint er zu überlegen, ob es sich lohnt, seiner Familie hinterherzufliegen oder ob er nicht doch lieber für eine kleine Fotosession mit uns auf seinem Ast verharrt. Zum Glück entscheidet er sich für letzteres und bietet uns ein paar nette Posen an 🙂 .
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Nach ca. 20 Minuten weiterer ereignisloser Fahrt entdecken wir unsere ersten Lechwes! Interessanter ist in diesem Moment aber eigentlich das Oribi im Vordergrund 🤩 . Das freut uns doch sehr – gleich zwei Neusichtungen auf einen Streich!
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Hier ein Oribi-Böckchen
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Und hier ein Mädel.
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Und hier einige Moorantilopen im Vorder- und viele im Hintergrund.
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Und es sollten noch mehr werden 😮 . Nach kurzer Fahrt sehen wir im Gegenlicht eine riesige Herde am Horizont entlang gallopieren.
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In dem Staub, den sie aufwirbeln, wirken sie wie Scherenschnitte.
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Kurze Pinkelpause
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Und dann bewegen sie sich in besseres Licht.
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Auch wir ändern unsere Position etwas, um sie noch besser sehen zu können - ahhhhh!
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Ich finde sie wunderschön mit diesem dunklen Fell und dem hellen Strich unten am Hals, dazu die riesigen Hörner.
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Was mich etwas verwirrt: ich sehe kaum hornlose Tiere, die meines Wissens die Weibchen sind. Gibt es wirklich fast nur Böcke hier? Wo soll das hinführen? Aber vielleicht weiß Matte mehr dazu…. 😐
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Ich kann mich gar nicht entscheiden, ob mich eher die Größe der Herde (es sind mehrere hundert Tiere) oder die Schönheit der Antilopen fasziniert.
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Inzwischen haben sich einige hingelegt,
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da wir aber das Auto umstellen, fühlen sie sich gestört und ziehen weiter.

Wir folgen ihnen teilweise zu Fuß
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und beobachten dabei noch einen Bussard bei der Jagd.
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Nun wird es Zeit, in Richtung Camp aufzubrechen.

An der Stelle, wo wir vorhin die Oribis gesehen haben, gelingt mir wenigstens eine schöne Aufnahme eines Bocks,
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dann sind die scheuen Antilopen aber schon wieder auf der Flucht.
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Die Hornraben haben endlich schönes Licht und dürfen daher etwas ausführlicher in den Bericht.
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Auch bei den Gauklern sitzt noch einer frei
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Und zeigt uns, wie sich sein Aussehen ändert, sobald er seine Halskrause aufstellt.
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Nun geht es zügig zurück in Richtung Heimat – zu zügig, wie wir finden 🤩 !

Wir bitten Andrew für ein paar Fotos für „the romantic mood“ anzuhalten, was sich bei diesem endlich mal so richtig schönen Abendhimmel auch lohnt.
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So, das war mal ein richtig schöner Gamedrive, auch wenn wir uns wie gesagt darüber wundern, dass es teilweise wirklich kein Lebenwesen unterwegs zu entdecken gibt und die Sichtungen sehr komprimiert sind.

Kurz vor dem Makanga Camp müssen wir knapp an einem Buschfeuer vorbeifahren.
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Dieses Thema „Buschfeuer“ wird uns auch die nächsten beiden Tage beschäftigen 🤢 , doch davon im nächsten Kapitel mehr.
Teil 2403. Jan. 2026
Bevor ich mit dem nächsten Tag loslege, noch ein kleiner Nachtrag zum Vorabend. Auf der Rückfahrt lebten wir in der ständigen Angst, dass wir bei unserer Rückkehr eine volle Campsite antreffen würden. Andrew hatte uns nämlich erzählt, dass die Reisegruppe, die wir schon in Mutinondo getroffen hatten (die mit dem sympathischen Raucher-Pärchen 😛 ), auch hierher umgeleitet werden soll, er wusste nur nicht genau, an welchem Tag. Was waren wir happy, als wir unsere Campsite leer wie bisher vorfanden 😄 ! Zwar war mittags schon ein Paar aus Schweden hier abgeliefert worden (sie, ihr Zelt und ihr Verpflegung wurden aus einem Fahrzeug ausgeladen, das sich dann wieder davon gemacht hat), die ganz in der Nähe von meinem Zelt Quartier aufschlugen, aber die haben nicht sonderlich gestört.

So, jetzt aber!


29. Oktober 2025: Fahrt von den Bangweulu Wetlands in den Kasanka NP

Heute kommt es zum Showdown 🤩 : wir werden hoffentlich die Flughund-Migration erleben, wegen der diese Tour umgeplant wurde (was aber die Regel ist, die Oktobertour läuft aus diesem Grund generell anders als die anderen).
Und genau darum haben wir uns auch dafür entschieden, Hitze 😊 und Trockenheit und wenn es dumm läuft auch schon ein bisschen Regen in Kauf zu nehmen.

Nach dem üblichen leicht zähen Campabbau, auch wenn die Abläufe inzwischen etwas reibungsloser geworden sind, machen wir uns auf den Weg. Zunächst geht es wieder sehr lange durch die „Friedhof“-Landschaft, an deren Ende uns tatsächlich die besagte Reisegruppe entgegenkommt! Uff, nochmal richtig Glück gehabt!

Dann geht es durch die Wälder mit den vielen Dörfern und dort, wo wir beim Cassava-Stampfen zugeschaut haben, holt Andrew die bestellten Maniok-Knollen ab.
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„Geröstet überm Campfire schmecken sie lecker!“, erklärt uns Andrew. Finde den Fehler 🙄 ! Wir werden – ähnlich wie die am Straßenrand gekauften Früchte – diese Knollen niemals wiedersehen geschweige denn sie essen! Eines der Mysterien dieser Reise 😗 !

Die Fahrt ist seeeehr zäh, es ist heiß und die Piste mal wieder sehr anstrengend 😣 . Wir nehmen die RD47, biegen dann nach Westen auf eine ganz kleine Piste ab, die beim Lake Waka-Waka vorbeiführt, auf den wir aber nur einen kurzen Blick werfen.
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Später geht es nach Norden zur David Livingstone Memorial Site, wir fahren aber weiter geradeaus, nehmen noch ein kurzes Stück die D235 und sind dann am Gate.
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Von dort rumpeln wir weiter zur Wasa-Lodge, wo wir eine kleine Pause machen, während Andrew uns eincheckt. Da es hier Wifi gibt, sind wir hin- und hergerissen zwischen unseren Smartphones und der Lagune vor der Lodge, wo sich viele Pukus, Sitatungas und Vögel aufhalten.
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Leider ist es schon fast 13 Uhr und entsprechend flimmert die Luft.
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Nun geht es zu unserer Campsite Pontoon #3. Es gibt hier viel Schatten, aber auch viele Tsetsefliegen 😈 . Achnööö, muss das sein? Inzwischen sehen unsere Bisse und Stiche der diversen Insekten hier in Zambia teilweise ziemlich übel aus, Caro hat eine fette Beule am Unterarm, die aussieht, als ob sie bald aufplatzt (bestimmt wären dann Tsetsefliegeneier rausgepurzelt 🤢 ). Aber Glück gehabt – das passiert nicht 😎 ! Trotzdem sind wir ziemlich genervt 😠 und einen Großteil unserer Zeit damit beschäftigt, die schon bestehenden Quaddeln mit Fenistil-Hydrocort zu beruhigen und zukünftige mit Peacefull Sleep o.ä. zu vermeiden, was aber mit wenig Erfolg gekrönt wird.
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Die Ablutions bestehen aus zwei Duschen und zwei Toiletten, für die Wasserversorgung müssen die Tarecaker (ja, ich weiß, wie das richtig heißt, ist aber ein running gag aus einer anderen Reise 😛 ) ein Wasserfass oben auf dem Dach füllen, wozu sie eine Leiter hochklettern müssen. Aber es funktioniert soweit alles… Am nächsten Tag hat mir Uwe Eulenmuckel ein Foto geschickt, sie waren auf der selben Campsite und hatten einen unserer Caretaker. Ich habe ihm und seinem Kollegen das Foto gezeigt, worüber sie sich sehr gefreut haben 🙂 .

Direkt unterhalb der Campsite gibt es eine kleine Lichtung, auf der auch ein bisschen Wasser steht und hier kann man bequem einige Tiere beobachten. Matthias klettert solange auf den Hide ganz in der Nähe, den ich mir nur von unten anschaue, weil eine Sprosse fehlt und ich keine Ahnung habe, ob ich mit meinen kurzen Beinen da hochkäme…
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Ein sehr dunkles Sitatunga, in der Lagune bei der Wasa-Lodge waren wesentlich hellere. Ich gestehe, ich blicke bei deren Farbgebung nicht ganz durch....
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Gegen 17 Uhr brechen wir dann auf zum Höhepunkt der Reise (zumindest hoffen wir, dass es ein solcher wird 😐 ). Wir fahren keinen Hide an, sondern eine Lichtung, von der aus man – wenn alles gut läuft – den Anflug der Straw-coloured Fruitbats beobachten kann.
Unterwegs machen wir einen kurzen Stopp bei diesen Geiern (Whitebacked und Hooded), deren Köpfe teilweise tief in einem toten Puku stecken.
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Am Parkplatz angekommen werden wir von Guides empfangen, die uns zu der Lichtung führen. Der Pfad ist eigentlich nicht schwer zu gehen, aber nebenbei bemerkt: ich schaffe es später auf dem Rückweg trotzdem, an einer etwas schrägen Stelle mit Wurzeln und Steinen, vor der uns Andrew auf dem Hinweg gewarnt hat, auszurutschen und unsanft auf einem Knie zu landen… 😣 😊 😮
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Als wir an der Lichtung ankommen, trifft uns fast der Schlag 🤩 . Hier ist - neben ein paar anderen Zuschauern - eine komplette Schulklasse mit dem entsprechenden Lehrpersonal versammelt 😮 . Eine besinnliche Stimmung wird hier sicher nicht aufkommen, aber dazu trägt auch die Tatsache bei, dass ein Buschfeuer ganz in unserer Nähe vor sich hin qualmt und näherzukommen droht.
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Man mag sich fragen, wie sinnhaft dieser Löschversuch mit einem Eimer ist, aber eine andere Möglichkeit gibt es hier nicht. Gefährlich wird die Situation nicht, aber die Luft riecht ziemlich beißend nach Rauch, ein Geruch, der uns unseren ganzen Kasanka-Aufenthalt über begleiten und auch noch nach unserer Rückkehr in meiner Waschküche präsent sein wird!

Doch noch während gelöscht wird, beginnt das Spektakel. Einige Flughunde flattern am Himmel etwas ziellos hin und her und drehen teilweise auch wieder um. Uns wird erklärt, dass es sich dabei eventuell um Tiere handelt, deren Ruheast wegen Übergewicht abgekracht ist und sie daher gezwungen sind, aufzufliegen. Es kann aber auch eine ganz normale Vorhut sein.
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Zu diesem Zeitpunkt denke ich noch "Naja, ganz nett....." 😗 , aber sehr schnell nimmt dieses Naturschauspiel Fahrt auf und dann gibt es kein Halten mehr 🤩 . Weder bei den Flughunden noch bei den Zuschauern. Der Geräuschpegel der Kinder und auch der Erwachsenen ist so groß, dass man das Rauschen der fliegenden Tiere kaum hört. Außerdem laufen einem immer wieder Gestalten mit ihren hoch in den Himmel gereckten Smartphones ins Bild.

Trotz dieser Störfaktoren ist es aber ein unvergessliches Schauspiel, das uns die Flughunde bieten, dazu der schöne Abendhimmel und der Halbmond. Das Ganze dauert ca. eine halbe Stunde von den ersten Vortrupps bis die fliegende Menge dann immer weniger wird und die Tiere sich irgendwo in den Fressbäumen niedergelassen haben.

Die Fotos lade ich jetzt einfach mal chronologisch hoch, was soll man dazu auch schreiben! Übrigens hoffe ich, dass Ihr von Kathrin noch ein paar richtig schöne Detailaufnahmen der Tiere sehen werdet, sie wird, wenn alles klappt, von Kasanka auch noch ein Kapitel schreiben!
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Beim Video habe ich lange überlegt, ob ich euch den Ton ersparen soll, aber ohne war es irgendwie komisch 😕 und eine mehr oder weniger kitschige Musik wollte ich nicht drunterlegen. Und außerdem bekommt Ihr so auch den ganz realen Eindruck von dem Event!

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Fazit des heutigen Abends: ich bin vollauf glücklich, zufrieden und fasziniert 🙂 (trotz vieler Leute, juckender Stiche, Sturz aufs Knie und Photobombs), es war ein unbeschreibliches Erlebnis 🤩 , das ich sicher nie vergessen werde!
Teil 2507. Jan. 2026
30. Oktober 2025: Bushwalk am Morgen im Kasanka NP

Noch vor 6 Uhr schau ich kurz auf der Lichtung vor unserer Campsite vorbei. Der Dunst ist kein Morgennebel, oder zumindest nicht nur, sondern es riecht beißend nach dem Qualm eines Buschfeuers 🤢 .
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Bevor um 6.30 Uhr der Walk beginnt, beobachten wir noch einen Spectacled Weaver neben unserer Campsite. Da ich viel zu unstrukturiert bin, um eine Liste zu führen 😊 , kann ich es nicht zu 100% sagen, aber ich glaube, das ist meine erste bewusste Sichtung eines Brillenwebers.
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Heute werden wir mal wieder von einem Walking-Guide und einem Scout abgeholt und ab geht es in den Busch.
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Unser sehr sympathischer Guide freut sich, dass wir uns für Vögel interessieren – sein Blick wandert diesbezüglich ständig hin und her und in die Baumkronen hinauf.
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Zunächst gibt es aber Vierbeiner, ein Sitatunga-Bock verschwindet im Gras – das Foto habe ich nur in den Bericht genommen, damit man einen Eindruck davon bekommt, wie hoch das Schilfgras hier steht.
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Pukus liebe ich ja – hier auch mit ein bisschen Landschaft.
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Der Chef mogelt sich auch noch ins Bild und so entsteht dieses Familienfoto mit stolzem Oberhaupt 😉 !
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Da es mein erster ausgefärbter African Harrier-Hawk ist (was ich sehr sonderbar finde, so oft wie ich jetzt schon im südlichen Afrika war 😕 ), darf das Beweisfoto in den Bericht. Der Greif hat eine Ratte (?) mit einem sehr langen Schwanz in den Fängen (EDIT: oder vielleicht doch eher eine Schlange - danke Matthias!).
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Noch ein Sitatungabock
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und dann haben wir eine Sichtung, auf die man hier natürlich heimlich hofft: Boehm's Bee-Eater. Es sind zwei, aber ich schaffe es leidlich, einen aufs Bild zu bekommen 🙄 .
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Landschaftlich gefällt es mir hier sehr gut – was man nicht sieht ist ein Hippo, das im Kasanka River vor sich hin grunzt.
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Wir entdecken noch ein Schwarzkehlchen,
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viel Gras mit Pukubock,
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eine Rattling Chirping Cisticola – zumindest meine ich mich zu erinnern, dass der Guide sie so bestimmt hat - EDIT: so hat es Matthias notiert!
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einen weit entfernten Red-billed Firefinch
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und einen ebensolchen Common Waxbill.
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Nun müssen wir eine der frisch abgebrannten Flächen überqueren. Das ist ein bisschen spooky 🤢 , das Gras qualmt noch und es ist heiß unter den Füßen – hoffentlich schmoren meine Sohlen nicht durch 🤩 !
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Danach schlagen wir uns ins Schilfgebüsch,
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und vorbei an einem Hide
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erreichen wir dann nach 1,5 Stunden eine große Lichtung, wo unser Walk endet.
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Andrew holt uns hier ab, worüber wir sehr froh sind, da es schon wieder recht heiß ist.
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Den Rest des Tages gibt es im nächsten Kapitel.
Teil 2610. Jan. 2026
30. Oktober 2025: Der Rest des Tages im Kasanka NP

Der Rest des Tages besteht aus verschiedenen Unternehmungen. Nachdem wir von dem Walk zurückgekehrt sind, wird gefrühstückt und dann haben wir Zeit zum Relaxen. Ich trage meinen Klappstuhl runter zur Lichtung, wo schon ein paar andere aus unserer Gruppe sitzen.

Hier kann man einiges beobachten:

White-fronted Bee-Eater,
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irgendein Schmetterling,
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ein juveniler African Fisheagle,
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Pukus,
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ein Coucal,
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Sitatungas,
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eine Libelle
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und eine Erstsichtung für mich. Bestimmt wird der Greif erst später, Caro lädt ihn in ihrer App hoch und die sagt, es sei ein Lizzard Buzzard. Ich bin zuerst empört und meine „Niemals – so sieht doch kein Bussard aus 🤩 , das ist doch eher ein Sperber oder sowas“, aber es stimmt natürlich, und er gehört ja auch zur Familie der Habichtartigen. Sein deutscher Name, bzw. einer seiner Namen (es gibt mal wieder mehrere) deutet auf seine schöne Zeichnung am Hals hin: Kehlstreifbussard!
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Ein hübsches Kerlchen!
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Eigentlich wäre dieser Platz hier wirklich sehr schön (wenn auch lichttechnisch nicht optimal), aber leider sind inzwischen die Tsetsefliegen aufgewacht und machen uns das Leben schwer 😣 🤢 . Wenn man etwas Positives über sie sagen will, dann ist das die Tatsache, dass sie Langschläfer zu sein scheinen 😛 . Beim Walk haben sie uns noch in Ruhe gelassen… Jetzt sind sie überall und verirren sich auch in die Zelte, so sehr man auch aufpasst. Es nervt 😈 !!!!

Während unserer Pause war Andrew mit dem Landrover unterwegs (ich meine zur Wasa-Lodge) und dabei hat sich einer der Fensterrahmen losgerüttel, ist aufgeklappt und wurde von einem Ast abgerissen. Gegen Ende unserer Tour beginnt sich das Material in seine Einzelteile aufzulösen…. 😐 Die Teile werden später aber alle wiedergefunden.

Gegen Mittag fährt Andrew uns (außer Matthias, der keine Lust bzw. andere Interessen hat) zur Lodge, wo wir uns ein Kaltgetränk und Wifi gönnen wollen. Unterwegs entdecken wir diese Schlangehaut.
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Leider sind in der Lodge unsere schönen Plätze vom Vortag besetzt – die besagte Reisegruppe ist eingetroffen. Ach herrjeh….. 😣
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Beim Abholen nach ca. 2 Stunden ist Matthias dabei und erzählt, dass er eine Pel's Fishing Owl in der Nähe unserer Campsite gesehen hat. Die Caretaker haben ihn wohl gefragt, ob er sie sehen will und haben ihn zu ihr geführt. Natürlich sind wir etwas neidisch 🤢 , aber Matthias meint, es sei geplant, dass wir alle zusammen später nach ihr schauen.

Gesagt – getan! Nach dem Lunch werden wir abgeholt, unser Weg führt uns über die beiden Nachbarcampsites. Im Gegensatz zu bisher sind sie nun besetzt – was für ein Gewusel 🙄 !

Leider ist die Eule nicht mehr dort, wo Matthias sie gesehen hat 🙁 . Unser Guide gibt aber nicht auf und tatsächlich sehen wir sie kurz sitzen, und dann abfliegen. Ach Mist! Aber wir suchen weiter, und von der anderen Seite des Kasanka-Rivers aus entdecken wir sie dann tatsächlich in einem Baum. Tata, noch eine Neusichtung für mich 🙂 !
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Lange hält sie es aber nicht aus und fliegt wieder zurück auf die andere Seite des Weges. Dort sitzt sie dann (für mich unsichtbar, andere haben sie wohl gesehen) zusammen mit einer zweiten Eule, die für mich nach einem jüngeren Tier aussieht.
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Wow 🤩 – zwei Pel’s Fishing Owls , Kasanka gefällt mir immer mehr 🙂 (abgesehen von den Tsetsefliegen 😈 ).

Lange können wir uns dort aber nicht aufhalten, denn heute Abend geht es nochmal zu den Flughunden. Heute sollen wir exclusiv einen Hide für uns haben. Soweit die Theorie 😗 . Andrew fährt uns in die Gegend, wo er uns heute Vormittag vom Walk abgeholt hat und dort wartet schon ein Auto mit zwei weiteren Touristen, die sich uns anschließen werden. Gemeinsam marschieren wir so ca. eine Viertelstunde lang zum Hide.
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Dort angekommen wird mir ein bisschen anders, ich bin keine Freundin von solchen Sachen, vor allem wenn sie so klapprig aussehen 😣 .
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Man kann von unten schon erkennen, dass der Bodenbelag nicht mehr als ein paar worauf auch immer genagelte Bretter ist, das Geländer nach hintenraus (wo ich später stehen werde) ist sehr minimalistisch und wackelig. Es gibt auch eine rudimentäre Sitzgelegenheit, aber natürlich nicht für alle.
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Dieser Hide ist zwar nicht sonderlich hoch, aber die Stufen haben riesige Abstände und auch die Frauen unter uns, die normal groß sind, sind der Meinung, dass sowas nur von Männern gebaut worden sein kann 🙄 !

Als wir dann alle oben sind – wir 8, die 2 anderen und ein Guide = 11 🤩 , ist nicht mehr viel Platz, um sich zu bewegen. Wobei mir auch nicht danach ist, wer weiß, wie viel dieses Ding überhaupt aushält.

Der Geier wartet schon auf potentielle Absturzopfer 😛 :
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Schon sehr früh kommen die ersten Flughunde an uns vorbeigeflogen, wobei sie eher unentschlossen wirken. Da das Licht noch recht gut ist, hätte man hier vermutlich schöne Fotos von einzelnen Tieren machen können, mir gelingt aber keines….
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Ich hatte mir aber eh vorgenommen, heute das Schauspiel mal mehr mit den Augen als mit der Kamera zu beobachten. Es hatte geheißen, dass wir auf so einem Hide in Augenhöhe mit den Tieren wären und sie uns quasi um die Köpfe fliegen würden, das ist dann aber doch etwas übertrieben. Trotzdem scheinen einige über uns geflogen zu sein, denn später entdecke ich grünliche Flughundkacke auf meinem Rucksack.

Wie gesagt fühle ich mich nicht sonderlich wohl hier oben, auch wenn mir das T-Shirt des Guides, auf das ich auf Grund der Enge hier oben aus nächster Nähe blicken kann 😎 , sehr gefällt !
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Ein bisschen beneide ich Monica, die unten sein darf und mal wieder Selfies für ihren Insta-Kanal macht 😗 !
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Wir hatten Andrew gesagt, dass wir es schön fänden, wenn sie und Otti das Flughund-Spektakel miterleben könnten und es uns egal ist, wenn wir dann sehr spät und gerne auch etwas Einfaches zu Abend essen. Daher sind heute Abend beide mit von der Partie!
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Noch steht die Sonne am Himmel:
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Die Menge der nach Sonnenuntergang einfliegenden Fruitbats finde ich wesentlich weniger beeindruckend als gestern, ich weiß nicht, ob es tatsächlich an der Anzahl liegt, oder an der Flugrichtung oder weil wir es schon einmal gesehen haben. Egal – das ist Jammern auf hohem Niveau – ich bin natürlich trotzdem froh, dies noch einmal erleben zu dürfen 🙂 !
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Den Abstieg vom Hide (vor dem ich echt Schiss hatte) und den Rückweg mit Stirnlampe bringe ich unfallfrei hinter mich 😗 . Im Camp ist es inzwischen ein bisschen ungemütlich geworden, denn die Gruppe auf dem Nebenplatz nutzt nun auch unsere Ablutions, die ja eh schon nicht üppig waren 😵 . Wie gut, dass wir morgen abreisen!

Beim Abendessen wird dann der Plan für morgen besprochen: es gibt eine Gruppe – Annette, Caro, Kathrin und Mary – die zu einem weiteren Flughund-Event aufbrechen werden, und zwar schon weit vor Sonnenaufgang. So gerne ich mitgegangen wäre, merke ich, dass ich auf Grund meines Dauerhustens das nicht schaffen werde und sage ab 🙁 . Matthias habe ich inzwischen erfolgreich angesteckt, er fühlt sich unwohl und wird auch im Camp bleiben 🙁 . Bev und Nick entscheiden sich auch dagegen (ich glaube, sie stehen generell nicht so gerne sehr früh auf). Im Bewusstsein, ein bisschen länger liegen bleiben zu dürfen, krabbel ich also ein letztes Mal zu den lieben Tsetse- und anderen Fliegen in mein Zelt 😠 . Morgen werden wir in einer festen Unterkunft schlafen und die Nacht darauf im Flugzeug. Tja, unsere Reise nähert sich dem Ende 🙄 .

Damit aber alles mehr oder weniger lückenlos dokumentiert werden wird, wird Kathrin ein Kapitel über den Besuch bei den Flughunden am Morgen schreiben!

Bis dahin liebe Grüße von Bele
Teil 2711. Jan. 2026
So, hier ist nun der Gastbeitrag von Kathrin - ich freue mich sehr, dass ich nun auch eine Vorstellung davon habe, wie diese ersten Stunden des Tages für die vier tapferen Frühaufsteherinnen verlaufen sind!

Kathrin (auch wenn du hier nicht antworten kannst, aber ich weiß ja, dass du mitliest): ganz herzlichen Dank für dein damaliges Angebot, darüber ein Kapitel zu schreiben und nochmals vielen Dank für die wunderschöne und zeitlich perfekt passende Umsetzung!
Du weißt ja von anderer Stelle, dass ich vor allem in das letzte Foto total verliebt bin (diese Füßchen!) 😘 . Und ja, ein bisschen neidisch bin ich auch, aber ich habe mich nicht fit gefühlt und mit meiner Bellerei hätte ich euch auch sicher ein bisschen den Genuss verdorben (Ihr habt ja die ganze Zeit genug drunter leiden müssen 😣 ). Von daher: alles gut!

Einen Dank geht auch an dich, Annette, Kathrin hat mir geschrieben, dass auch Fotos von dir dabei sind!

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31. Oktober 2025: Early Morning-Flughundebesuch (Kasanka NP)

Auf leisen Sohlen schleichen wir morgens um 3:30 Uhr durchs Camp, um die „Langschläfer“ unserer Gruppe nicht zu wecken. Nachdem wir an den letzten 2 Abenden den spektakulären Abflug der Palmenflughunde zu ihren Futterplätzen beobachtet haben, wollen wir heute die Gelegenheit nutzen, die Rückkehr zu ihren Schlafplätzen in den Baumkronen zu erleben.

Pünktlich werden wir von den örtlichen Guides abgeholt und auch Andrew will sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen.
Noch ein schneller Check der Kameraakkus und der freien Kapazitäten auf den Speicherkarten und dann kann es losgehen. Wir fahren durch stockdunkle Nacht zu einem Platz mit einer 7 m hohen Beobachtungsplattform, die wir mit Stirnlampe und Fotorucksack erklimmen. Ich vertraue auf die Stabilität der Konstruktion und hoffe, dass ich auch heil wieder herunterkommen werde. Eins ist klar: Eine TÜV-Plakette werde ich hier nicht finden 😗 😎 .
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Noch ist es stockdunkel, das eigenartige „Zwitschern“ heimkommender Flughunde ist aber schon vereinzelt zu hören. Es bleibt etwas Zeit, um sich vorzubereiten. Ein erster Streifen Tageslicht ist am Horizont bereits zu erkennen. Nebel und Rauchschwaden von weiter entfernten Buschfeuern wabern über den Untergrund.
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Die Spannung steigt. Vielleicht wäre es doch schlauer gewesen auf dem Campingbett liegen zu bleiben 😐 ?

Auf keinen Fall! Wir sind gut gelaunt und warten gespannt darauf, dass es losgeht 🙂 . Die bereits erkennbaren Konturen der Landschaft erzeugen eine mystische Stimmung und bieten schon die ersten Fotomotive. Wir haben heute viel Platz auf der Plattform und es gibt zahlreiche Sitzplätze, auf denen wir allerdings nicht mehr zu halten sind, als es dann ganz plötzlich so richtig losgeht.

Mit zunehmendem Tageslicht erscheinen aus allen Richtungen riesige Schwärme von Flughunden. Noch ist es zu dunkel für ordentliche Fotos, aber das Ereignis zu beobachten sorgt für Gänsehautmomente und das eine oder andere verdrückte Tränchen. Sogar unsere Guides sind sichtbar ergriffen.
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Wir bestätigen uns gegenseitig immer wieder, dass es sich absolut gelohnt hat, so früh aufzustehen und den Extrapreis von 30 USD zu investieren. Ein bisschen Bedauern für die „Langschläfer“, die sich dieses Ereignis entgehen lassen, schwingt da natürlich auch mit.
Die Flughunde kommen in riesigen Schwärmen zurück und färben den Morgenhimmel dunkel.
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Besonders ist heute, dass sie von der aufgehenden Sonne angeleuchtet werden und dadurch tolle Fotos möglich sind. Diese Plattform ist auch der Standort, der im Vergleich zu gestern und vorgestern am nächsten an den Schlafbäumen dran ist, so dass auch das Tele zum Einsatz kommen kann.
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Wir sind geflasht und tief bewegt darüber, dass wir die Gelegenheit haben, so ein besonderes Ereignis zu erleben.

Bis kurz nach 06:00 Uhr genießen wir das Spektakel. Die Flughunde hängen jetzt wieder in ihren Bäumen. Es ist noch etwas Gezwitscher zu hören, vermutlich wird um die besten Plätze gestritten. Nun kehren nur noch vereinzelte Tiere zurück.
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Die Zeit für die Rückkehr ins Camp ist gekommen. Schritt für Schritt trete ich den Abstieg von der Plattform an. Ich bin froh, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben, aber auch traurig, dass ich die Flughunde jetzt wieder verlassen muss.
Ein letzter Blick in Richtung Schlafbäume: Hang on and sleep well! (Kathrin)
Teil 2812. Jan. 2026
31. Oktober - 2. November 2025: Die Rückreise

Ja, tatsächlich dient der Rest der Reise (nahezu 3 Tage) nur noch der Rückkehr nach Lusaka und dann nach Deutschland, bzw. nach Hause 🤩 .

Ein letztes Mal brechen wir das Camp ab,
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verlassen den Kasanka NP
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und machen uns auf den Weg zur Fika Lodge, wo wir unsere letzte Nacht in Zambia in Chalets verbringen werden.



Fazit zum Kasanka NP: Eigentlich ein ganz toller Park mit schöner Landschaft, tollen Sichtungen und beeindruckenden Erlebnissen für mich, nur leidet der Gesamteindruck sehr unter den vielen Tsetsefliegen!


Der Weg Richtung Lusaka ist mühsam, die Fahrt auf der T2 zwar manchmal sehr interessant, vor allem wenn man sich vor Augen hält, dass wir uns auf der Hauptverbindungsstrecke im Land befinden.
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Fahrradfahrer nutzen den - natürlich unbefestigten 😉 - Randstreifen, ich mag gar nicht drüber nachdenken, was alles passieren könnte.
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An solchen Schlaglochbereichen, wo Fahrspuren kein Thema mehr sind, gilt ganz klar die Kraft des Stärkeren und Schnelleren und sie werden von den Bewohnern genutzt, um allerlei Verpflegung anzubieten.
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Weiter geht es im dichten Verkehr auf der zweispurigen T2:
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Hier nun die Ersatz-Warndreiecke, von denen ich ganz am Anfang des Berichts mal geschrieben hatte: bei einer Panne oder einem Unfall wird die Gefahrenstelle durch große Äste markiert. Sehr einfach, aber zweckmäßig!
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Gegen Mittag bremst Andrew plötzlich unseren Landrover stark ab 🤩 – er hat am Rande der T2 ein kleines Chamäleon erspäht. Erstens will er es retten und zweitens hatte sich irgendjemand aus der Gruppe eine solche Sichtung gewünscht. Also wendet er mitten auf dieser Höllenstraße 😮 - jedoch erst, als er Monica hat aussteigen lassen. Warum dies, fragen wir uns? Die Erklärung: Monica hat eine Chamäleon-Phobie 😣 . Sie bekommt Panik, wenn sie diese Tiere sieht! Was es nicht alles gibt 😕 !

Wir anderen sind sehr glücklich darüber, dass Andrew das kleine Kerlchen findet und aufsammelt, um es weit weg von der Straße sicher in einem Gebüsch abzusetzen.
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Vorher muss es allerdings zu einer kleinen Fotosession herhalten!
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Unterwegs versucht Andrew verzweifelt, eine Tankstelle zu finden, an der er mit Karte bezahlen kann. Irgendwann beschließt er, uns in einem Café abzuliefern, damit wir das Hin- und Herfahren und Suchen in der Hitze nicht mitmachen müssen (wir fahren ja immer noch offen und die Sonne knallt aufs Auto und teilweise eben auch von der Seite aus rein 🤢 ). Außerdem kann man nicht wirklich entspannt im Fahrzeug sitzen, wenn man einen Platz auf der linken Seite hat, weil man ständig aufpassen muss, dass sich die Verschlüsse der Türen und Fenster durch das Geruckel nicht öffnen!

Das Café ist daher eine angenehme Abwechslung, es gibt dort Schatten, Toiletten und kalte Getränke - und keine klapprigen Türen und Fensterrahmen, zumindest keine, auf die wir aufpassen müssen 🤪 .

In der Fika Lodge angekommen gibt es etwas Durcheinander bei der Zimmervergabe. Matthias und ich bekommen jeweils ein geräumiges Chalet mit 3 Betten zugeteilt, Caro und Annette müssen sich ein schmales Doppelbett in einem kleinen Raum teilen. Zambian Style würde Otti jetzt wieder lachend sagen! Nachdem ich davon erfahre, als wir uns auf einen Kaffee treffen, biete ich ihnen an, die Unterkünfte zu tauschen, was dann auch schnell erledigt ist, weil wir alle noch kaum etwas ausgepackt und angefasst haben.
Später essen wir dann alle zusammen zu Abend, es schmeckt recht lecker.
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Die Nacht ist die Hölle 😈 , es ist mal wieder sehr heiß und recht bald wird der Generator abgestellt, so dass der Ventilator, der ein bisschen Linderung verschafft hatte, nicht mehr läuft. Wer jetzt aber denkt, es wäre ruhig, irrt, denn ich habe diverse Fluggeräte im Raum, die verzweifelt versuchen, durch das Moskitonetz, das ich mit Pflastern noch ein bisschen ausgebessert habe, zu mir ins Bett zu gelangen. Ein Käfer brummt immer wieder von außen direkt hinter meinem Kopf gegen das Netz, bis ich die Faxen dicke habe und ihn mit Wasserglas und einem Stück Pappe einfange und vor die Tür setze. Entspanntes Schlafen geht anders 😵 .

Am nächsten Morgen geht es nach einem üppigen Frühstück weiter zum Flughafen.
Zwischendrin machen wir noch einen Halt an einem großen Supermarkt – nach den vielen kleinen Marktständen und Buden, an und in denen wir die Reise über eingekauft haben, fühlt sich das etwas befremdlich an 🤨 . Zum Glück ist aber in dem gesamten Komplex die Kühlung ausgefallen, so dass der Unterschied nicht zu groß ist 😗 . Leider können wir daher aber auch keine erfrischenden Getränke kaufen – aber gut, das werden wir auch noch aushalten.

Hier trifft die T3 auf die T2:
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Im recht dürftigen Schatten von Flamboyantbäumen machen wir eine Mittagspause.
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Die Fahrt gen Airport ist sehr zäh, um dem großen Verkehr auszuweichen wechselt Andrew auf eine Gravelroad mit viel Wellblech. Die ist zwar wirklich leer, aber dafür rumpelig. Naja, man kann nicht alles haben….
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Irgendwann am Nachmittag erreichen wir den Flughafen, wo Annette, Caro, Matthias und ich aussteigen. Die anderen werden noch eine Nacht in Lusaka verbringen.

Die lange Wartezeit verbringen wir zunächst vor dem Security Check, wo es sehr wenig Ablenkung gibt. Im Bereich der Gates sieht das aber schon besser aus, hier findet man diverse Einkaufsmöglichkeiten. Trotzdem zieht sich die Zeit bis zum Abflug wie Kaugummi – wir wollen jetzt einfach nur nach Hause 😮 !

Der Flug mit Qatar über Doha verläuft planmäßig, leider haben wir wieder Pech mit Sitznachbarn mit großer Raumforderung, um es mal charmant auszudrücken 😊 🤢 .

Sie haben aber auch Pech, weil wir beide viel husten müssen 😣 . Ausgleichende Gerechtigkeit nennt man das. Dafür ist das Unterhaltungsprogramm sehr gut. Wir schauen unterschiedliche Filme an und kichern zeitversetzt vor uns hin 😄 , ich muss bei rührseligen Stellen sogar ein Tränchen verdrücken 🙁 und so vergeht die Zeit recht schnell!

Mittags sind wir dann in Frankfurt, gegen Abend mit der DB in Plochingen, wo Rennade uns abholt. Daheim ist alles im grünen Bereich und ich genieße sehr die funktionierende Dusche und Toilette sowie die moderaten Temperaturen in meinem Haus 🙂 🙂 🙂 .
*** ENDE ***
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