Intro Die Reiseplanungen für 2025 beginnen, wie üblich ca. 1,5 Jahre vor Reisebeginn. In diesem Jahr werden wir wieder von unseren Freunden und langjährigen Reisepartnern Anne, Steffen und Rolf begleitet werden. Nach einem kleinen Vorgeschmack 2024 (siehe Link unten), soll in diesem Jahr der Norden Namibias besucht werden. Vorab wird natürlich im Forum nach entsprechenden Reiseberichten geforscht und auch schnell werden wir fündig. Die beiden Reiseberichte der Eulenmuckels (Ruth und Uwe) und Champagner (Bele) geben sofort das Grundgerüst der anstehenden Reise vor. Hierfür ganz herzlichen Dank. Berufsbedingt fahren wir zu Beginn des Frühlings vom 26.09. – 19.10.2025.
Wir fliegen mit Discover (gebucht über Lufthansa) von Luxemburg über Frankfurt nach Windhoek und Zurück über München nach Luxemburg.
Einreise in Namibia mittels E-Visa.
Unsere Übernachtungen: Bis 8 Tage vor Abflug noch an der Planung herumgefummelt, Hobatere und Olifantsrus fielen wegen Vet Fences raus, dafür kam Etosha Trading Post in die Planung).
Windhoek – Urban Camp Outjo – Sophienhof Lodge Campsite Palmwag – Gondwana Campsite Crowther’s Trail – Irgendwo im Nirgendwo Ganamub - Irgendwo im Nirgendwo Amspoort - Irgendwo im Nirgendwo Puros – Community Campsite Sanitatas - Irgendwo im Nirgendwo Opuwo – Kaoko Mopane Lodge Campsite Epupa Falls – Epupa Falls Lodge Campsite Ruacana – Omunjandi Campsite Kamanjab – Ann’s Lodge Campsite Etosha Anderson Gate – Etosha Trading Post Etosha – Okaukuejo Brakwater – Immanuel Lodge Vorab einige Bilder:
Übrigens haben wir auch einige Steinmännchen entdeckt:
So, das war das Intro, weitere Erlebnisse und ein Anschlag auf unsere Gesundheit in den folgenden Berichten.
Ich freue mich auf Euer Interesse und jeden Kommentar und Danke.
P.S.: alle Beschreibungen der Unterkünfte und der Mahlzeiten entsprechen nur der persönlichen Meinung des Berichterstatters.
Teil 227. Okt. 2025
Freitag, 26.09.2025 bis Samstag, 27.09.2025
Flug mit Discover nach Windhoek, weiter zum Urban Camp
Strecke 60 km, Fahrzeit 1:00 h
Endlich geht es los. Es wird Peter’s letzte Reise im Berufsleben sein. Um 15:00 Uhr treffen wir uns in Neunkirchen und fahren gemeinsam zum Flughafen Luxemburg. Der Parkplatz in 3km Entfernung ist vorgebucht und mit dem Shuttlebus geht es zum Flughafen. Einchecken, Sicherheitskontrolle, alles in LUX ganz easy. Pünktlich um 18:55 Uhr fliegen wir mit der kleinen Bombardier Maschine nach Frankfurt. Auch hier ohne Probleme durch die Sicherheitskontrolle, unser Gepäck ist nach WDH durchgecheckt, geht es dann um 21:55 Uhr nach Windhoek. Pünktlich zum Essen kommen wir über dem Mittelmeer in Turbulenzen. Teller und Getränk hochhalten, dann geht's, Pasta für Peter und Hühnchen für Beate sind so naja, wie von Discover gewohnt. Nach der pünktlichen Landung in WDH zu den Schaltern der E-Visa. Hier müssen wir ca. 90 Min. anstehen, da der Discover Flug aus München verspätet war und nur 30 Minuten vor uns angekommen ist. Gepäck abgeholt, noch zum Geldautomaten und MTC. Leider war die Schlange Bei MTC so lang, dass Peter den Kauf der SIM Karte auf den Nachmittag verschiebt, wenn keine Landung ansteht. Markus wartet schon vor dem Terminal auf uns. Unsere drei weiteren Mitreisenden sind schon mit dem Verleiher auf dem Weg in die Stadt. Wir fahren mit Markus zur Farm, trinken wie immer zuerst gemütlich einen Kaffee, begutachten unseren Wagen, der neue Felgen und Reifen, sowie neue Aufhängungsteile erhalten hat. Danach wird alles um- und eingepackt, der Wassertank mit Frischwasser gefüllt und weiter geht es nochmals zum Flughafen (sind nur 20 Minuten Fahrt) und weitere 5 Min. später ist Peter im Besitz einer SIM Karte.
Jetzt fahren wir endlich zum Urban Camp, wo sich Anne, Steffen und Rolf schon eingerichtet haben. Der Großeinkauf im Maerua-Spar ist schon erledigt, die noch benötigten Lebensmittel, so der jetzige Plan, werden wir morgen in Otjiwarongo kaufen.
Übrigens liegt der Stein, an dem Peter sich im letzten Jahr die Bänderverletzung im letzten Jahr geholt hat, immer noch an der gleichen Stelle. In diesem Jahr hat Peter es etwas geschickter angestellt und sich schon eine Woche vor dem Abflug am Bett-Pföschtle eine Zehe gebrochen. Irgendetwas am Fuß muss anscheinend immer blau verfärbt sein.
Vor dem Abendessen sehen wir dann noch unseren ersten Kill in diesem Jahr: Diese Namibian Rock Agama lauert auf Beute
und schon wird die Mahlzeit erlegt und zerteilt
Zu Abend essen wir später im Urban Camp. Das Essen, Elendschnitzel, Gemüse und Stambes (Kartoffelpüree für Nicht-Saarländer) für Peter und Thai Chickencurry für Beate, schmeckt sehr gut.
Nachts um zwei Uhr kommen, wie auch immer, noch zwei Gäste an, von denen einer direkt neben unseren Plätzen während des Aufbaus ständig den Motor laufen lässt. Die Antwort darauf gibt es am nächsten Morgen. Um 6:30 Uhr frühstücken wir dann auch ohne besondere Rücksichtnahme.
Fortsetzung folgt....
Teil 329. Okt. 2025
Sonntag, 28.09.2025
Windhoek Urban Camp – Outjo Sophienhof Lodge
Strecke 335 km, FZ 3:53 h, Pause 2:44 h, Ø 86,1 km/h
Nach Geklapper und Gefrühstücke packen wir zusammen und machen uns auf den Weg nach Outjo. Die restlichen Einkäufe erledigen wir im Spar in Elisenheim. Hier bekommen wir alles ohne langes Suchen und ganz entspannt. Werden wir uns für künftige Reisen notieren. Die Weiterfahrt nach Outjo verläuft locker im geringen Sonntagsverkehr. In Outjo entsteht eine kleine Diskussion, in welcher Bäckerei wir 2018 leckere Schwarzwälder Kirschtorte gegessen haben und die Präsidenteneskorte an uns vorbeigerauscht ist. Beate ist der Meinung es war die Outjo Bakery, Peter glaubt, dass es das Farmhouse ist, wo dann auch hingehen. Die Chefin Ansta erzählt uns dann, dass wir bei Ihr waren, sie könnte sich noch erinnern (der Schreiber dieser Zeilen ist ganz erstaunt, sein eigenes Namens- und Gesichtsgedächtnis ist leider nur sehr rudimentär ausgeprägt). Sie sei nur umgezogen, weil ihr der Mietvertrag des Hauses an der Hauptstraße gekündigt wurde. Aber wie heißt es so schön auf Neudeutsch: die Location ist gelungen, die Speisen perfekt, der Service aufmerksam.
Nach der längeren Pause tanken wir noch voll und fahren die restlichen 5 km zum Sophienhof. Die Anlage ist sehr gepflegt, Sanitäranlagen sauber, und wir können uns einen großzügigen Platz aussuchen.
Wir vereinbaren noch die Zeit für unser reserviertes Abendessen. Nach dem Aufbau wandern wir auf den Hausberg, von wo aus wir einen sehr schönen Überblick über das Farmgelände mit Wasserloch haben. Wegen der zahlreichen Steine wird diese kurze Wanderung für Peter schon wieder zu einer Tortur. Er denkt sich, das nächste Mal nur noch in Nationalparks zu buchen, in denen das unnütze Herumlaufen außerhalb des Autos verboten ist 😄 .
Dieser Absatz wird jetzt angenehmer. Nach dem Gin Tonic Sundowner mit dem passenden Vorbeimarsch einer Rappantilope gehen wir zum Dinner ins Farmhouse. Die Damen bekommen zwei vegetarische Omeletts für die Herren gibt es Kudugeschnetzeltes und Chickenschnitzel. Zum Nachtisch werden Guave und Pudding serviert. Alles ist sehr schmackhaft und ansprechend serviert. Es gibt keine Bilder von gefüllten Tellern mit köstlichen Speisen, Peter fotografiert nicht gerne, was er danach verspeist.
Die Wahl der Sophienhof Lodge erweist sich als vorzüglicher Zwischenstopp auf dem Weg nach Palmwag. Zum Gamedrive muss man nicht, die Tiere kommen hier an die Haustüre.
Fork_tailed Drongo
Fortsetzung folgt....
Teil 430. Okt. 2025
Montag, 29.09.2025
Outjo Sophienhof Lodge – Palmwag Lodge Campsite
Strecke 284 km, FZ 3:57 h, Pause 1:34 h, Ø 71,5 km/h
Wir brechen nach einer ruhigen Nacht und dem Frühstück auf, um heute bis Palmwag zu fahren. Die Straßen sind in einem durchschnittlich guten Zustand.
Wir fahren auf der C40 und sehen in der Ferne eine starke Rauchentwicklung und schreiben diese dem Etosha Feuer zu.
20 km weiter nimmt der Rauch immer mehr zu und wir treffen auf ein großes Buschfeuer rechterhand direkt an der Straße. Ziemlich genau 25 km vor Kamanjab brennt es lichterloh und jetzt dämmert Peter, warum an der Straße ein Stopp/Go Schild bedient wurde. Es wird versucht die Straße so lange wie möglich offen zu halten. Wir können das Feuer passieren, während Feuerwehrleute damit beschäftigt sind, ein Übergreifen der Flammen auf die gegenüberliegende Straßenseite zu verhindern. Puh, da haben wir Glück gehabt, dass wir noch durchgekommen sind.
Weiterfahrt zum Grootbergpass:
Auf der Passhöhe des Grootbergpasses machen wir eine Rast, die alle außer Peter (Der Lahme) dazu nutzen, den rechterhand liegenden Berg zu besteigen.
Mountain chat
Nun ist es nur noch ein kurzes Teilstück bis zum Ziel und im Gegensatz zum letzten Jahr ist die C43 gut hergerichtet. Vor Palmwag tanken wir nochmals, Geld gibt es keines. Der Generator zum Betrieb des ATM läuft nicht, wir fahren zur Rezeption und bekommen dann, wie vorab gewünscht, die Campsite 3 zugeteilt.
Sie hat einen schönen etwas offenen Blick in die davor liegende Ebene. Und pünktlich, nachdem wir uns eingerichtet haben, marschiert auch schon die ortsansässige Elefantenherde auf. Es steht noch Wasser auf dem Gelände, das Wasserloch scheint nicht in Betrieb zu sein. Als die Elefanten spät am Nachmittag abziehen und sich direkt vor unserem Platz die letzten Leckereien abzupfen, verirrt sich ein einzelner Eli in das Campgelände und macht sich sogleich über ein Blumenbeet her. Hier passiert natürlich das, was kommen musste. Einige Touristen sind der Meinung sich in einem Streichelzoo zu befinden, was der Eli sofort mit großem Missfallen wahrnimmt. Campangestellte müssen einschreiten. Toll!!
Afrika von Hinte(r)n
Heute wird am Platz gekocht. Es gibt einen Gemüsepotjie, dazu Rinderfilet und Hähnchenfilet.
Fortsetzung folgt....
Teil 501. Nov. 2025
Fortsetzung, heute zwei Berichte, der Erste mangels Bildern sehr kurz.
Dienstag, 30.09.2025
Palmwag Lodge Campsite
Strecke 4 km
Ein Pausentag zum Chillen. Peter und Beate fahren nochmals zur Tankstelle und füllen die beiden Ersatzkanister. Mit Unterstützung des Tankwartes werden sie dann aufs Dach gehoben. Auch funktioniert heute der Geldautomat und wir können unseren Bargeldbestand für die kommenden Tage auffrischen.
Danach geht es zum Pool, Cocktails schlürfen und mehr oder weniger herumgammeln. Leider fiel für Peter’s Mitreisende die geplante Wanderung ins Konzessionsgebiet aus. Zur Zeit machen Löwen das Gebiet unsicher.
Heute bleiben die Elefanten zum Leidwesen neu angekommener Touristen dem Camp fern.
Zum Abendessen gibt es heute Shakshuka mit Spiegelei.
Strecke 106 km, FZ 4:54 h, Pause 4:29 h, Ø 21,5 km/h
Wir fahren ohne Frühstück morgens los, wollen dann an einem schönen Platz Kaffee kochen. Unser Kelly Kettle Chef Steffen hat die dazu notwendigen Holzstückchen schon gesammelt. Schon die ersten Kilometer lassen sich gut an. Noch nicht in den Trail eingebogen sichten wir die ersten Zebras.
Der erste Teil der Crowther’s Trail ist zwar sehr steinig, eine kleine Abfahrt vor dem Kawakab Flussbett, aber nicht besonders anspruchsvoll und gut zu befahren.
Danach zum ersten Mal das, was wir uns für diese Tour vorgestellt haben. Eine weite Landschaft mit gelbem Gras und großer Einsamkeit.
Den geeigneten Frühstucksplatz finden wir nach 1,5 Std. Fahrt dann am Barab-Aub Confluence Viewpoint. Dieser Platz mit der herrlichen Aussicht ist wie geschaffen für ein gemeinsames Frühstück.
Gugge ma mol (saarländisch für: Schauen wir uns einmal um)
Links: Eijo gudd (i.O.)
Rechts: Aah gudd (auch i. O.)
Nemme ma (der Platz ist zu unserer Zufriedenheit, wir werden uns hier niederlassen. Man beachte mit wie vielen Worten der Saarländer etwas großes zusammenfassen kann 😮
Do hugge ma jetzt, ausser demm, der wo jetzt es Bild mache muss.
Ende des kurzen umgangssprachlichen Ausfluges
Noch ein paar Bilder zu diesem schönen Abschnitt des Trails
Kurz darauf sehen wir unsere erste Welwitschia Mirabilis (obwohl dieses Exemplar weniger mirabel ist).
Die Landschaft wird jetzt zusehends steiniger
Um die Mittagszeit erreichen wir dann die Xai-Ais Quelle. Hier ist nichts los.
Später erreichen wir dann eine schöne Aussicht auf den Hobob River
Danach wechselt dann die Landschaft komplett. Aus gelber Grasprärie wird eine steinige Mondlandschaft. Wir legen noch einmal eine Pause ein.
Auf dem weiteren Weg entdecken wir eine Giraffe,
Und ein Namaqua Sandgrouse Pärchen
Es läuft sehr gut, so dass wir das für die Übernachtung vorgesehene Theuns Camp liegen lassen und mal schauen wollen, wie weit wir heute noch kommen werden. Eventuell noch bis Blackridge. Wir schaffen es noch bis ca. 7 km vor den Hunkab, finden aber keinen windgeschützten Platz mehr und schlagen unser Nachtlager an einem einsamen Baum auf, versuchen einen Wagen als Windschutz aufzustellen.
Es ist angeraten, immer eine den Witterungsbedingungen angemessene Kopfbedeckung zu tragen!
Peter bemerkt, dass sein linker Hinterreifen Luft verliert, schnell wird noch das Rad gewechselt, danach die Schadstelle lokalisiert und repariert. Da wir nicht wissen ob die Reparaturstelle hält, bleibt erst einmal das Ersatzrad drauf. Nach dem Essen, Boerewors, Hähnchen und Kerschdcher (saarländisch für Bratkartoffeln), sitzen wir dann dick vermummt wie Hühner auf der Stange vor Steffens Wagen im vermeintlichen Windschatten. Es geht ein starker kalter Wind. Um viertel nach Acht haben wir dann genug gefroren und verziehen uns in unsere Kajüten.
Fortsetzung folgt....
Teil 703. Nov. 2025
Donnerstag, 02.10.2025
Irgendwo Crowther’s Trail – Hoanib, Ganamub Irgendwo im Nirgendwo
Strecke 122 km, FZ 5:08 h, Pause 2:38 h, Ø 23,8 km/h
Am nächsten Morgen hat sich der Wind gelegt, wir stehen um 6:00 Uhr auf, trinken schnell einen Kaffee, das Wasser hat unser Kelly Kettle Man am Abend zuvor schon gekocht und in der Stanley über Nacht heiß gehalten.
Wir brechen zu unserer ersten Trockenflussfahrt auf. Der Plan ist flussaufwärts in den Hoanib zu fahren und eventuell in Elephant Song zu übernachten. So weit der Plan. Alles klar. ca. 30 km weiter treffen wir auf 2 Giraffen, neugierig wie immer.
Kurz darauf frühstücken wir dann. Weiter geht es durch eine herrliche Landschaft.
Nun geht es wieder nach Plan weiter.
Nur sollte man dann am Mudorib Wasserloch nach Osten, und nicht nach Westen flussabwärts abbiegen. Das Navi spielt auch gleich mit, auch wenn wir diesen Weg eigentlich erst in zwei Tagen fahren wollen. Also fahren wir erst einmal nach Westen und finden auch schon nach kurzer Zeit acht Wüstenelefanten. Zuerst halten wir Abstand und beobachten, da wir sie noch passieren müssen.
Das klappt gut, sie sind sehr ausgeglichen und unaufgeregt. Unser Navi führt uns dann weiter zum Amspoort Gorge, die Düne hoch und weiter: Nach ca. 15km kommt es uns doch langsam komisch vor, dass der Hoanib einen Höhenversatz haben soll und nach Norden führen soll. Großes Enting zum Beratschlagen des weiteren Weges.
Hier wenden wir
Wir sind hier im Tsuxub gelandet, also wieder zurück bis Mudorib und diesmal richtig abbiegen in den Haoanib. Das klappt auch und wieder Amspoort Gorge, diesmanl abwärts und weiter geht’s. Auch unsere Elefanten sehen wir nochmals. Das Hoanib Tal ist herrlich grün, es macht unglaublich viel Spaß hier zu fahren.
Wie privilegiert wir doch sind! Wir fahren weiter bis Die Poort, es ist noch ziemlich früh, und wir fassen den Entschluss in den Ganamub zu fahren, um morgen doch noch in Sesfontein zu tanken, weil unser kleiner Umweg doch einiges an Treibstoff gekostet hat, und wir die Bulldust Passage nach Elephant Song vermeiden wollen. Aus dem Hoanib raus in den Ganamub und sofort befindet man sich in einer ganz anderen Landschaft. Es ist unglaublich. Wir finden dann auch einen tollen Übernachtungsplatz. Windgeschützt unter einem Felsüberhang.
Nach dem obligatorischen Sundowner gab es dann frisch gebackenes Brot und einen griechischen Salat.
Fortsetzung folgt....
Teil 805. Nov. 2025
Freitag, 03.10.2025
Irgendwo im Nirgendwo – Irgendwo im Nirgendwo beim Amspoort Gorge (außerhalb des Hoanib)
Strecke 147 km, FZ 4:49 h, Pause 3:06 h, Ø 30,5 km/h
Wir freuen uns über einen tollen Sonnenaufgang, frühstücken und machen unsere Anwesenheit fast unsichtbar.
Nur fast, weil Peter auf einer trügerischen Platte in den Sand eingebrochen ist und sich festgefahren hat und nur Steffens Zughilfe den Wagen ohne große Schaufelei befreit. Dadurch kommen wir erst 45 Minuten später los, was sich noch als glückliche Fügung erweisen soll. Zuerst geht es noch kurz weiter durchs Flussbett des Ganamub bis wir auf die D3707 treffen. Hier biegen wir rechts in Richtung Sesfontein ab.
Nach ca. 15 km kommt uns ein Wagen entgegen, der aufblendet und neben uns anhält. Fahrer und Beifahrerin waren von der Sesfontein Comunal, oder so ähnlich.
Nach dem üblichen Begrüßen und Smalltalk stellen wir uns vor, Peter und Gottlob (wirklich). Wir fragen ihn nach Diesel, Brot und Wasser in Sesfontein, er antwortet, außer Diesel gibt es alles. Nachdem er weiter gefahren ist, beratschlagen wir unsere Optionen. Wir können direkt nach Puros fahren, von dort müsste unsere Tankfüllung noch bis Opuwo reichen. Wir fahren trotzdem zum Brot- und Wasserkauf noch nach Sesfontein und kaufen in der Nähe der Tankstelle ein. Peter fragt nach Diesel, da hebt ein Einheimischer den Finger, zeigt auf einen Tanklastwagen und sagt: „Kommt gerade“. Sofort geht es zur Tankstelle. Der Tankwart meint, dass das Entladen eine dauern wird und empfiehlt uns eine Rast im Sesfontein Fort, was wir gerne annehmen und auf ein Bier einkehren. Manchmal ist einfach ein Glück sich mal festzufahren. Nach der Betankung beider Fahrzeuge fahren wir wieder auf der D3707 zurück, treffen auch wieder Gottlob (vielleicht half uns auch dieser Name). Wir biegen dann in den Obias ab, zuerst durch die herrlichen Giribis Plains, die ganze Landschaft mit gelben Gras, man fühlt sich in der Kalahari (nur etwas anders), und machen am Leopard’s Rock eine Pause. Umrunden den Steinhaufen.
Normalerweise nimmt Beate Herzsteine immer mit
Weiter geht es durch den Obias. Es ist hier traumhaft schön, ein Glück, dass wir Diesel bekamen.
Am späten Nachmittag erreichen wir dann wieder den Hoanib. Eine Giraffe begrüßt uns natürlich wieder am Eingang.
Richtig abgebogen am Amspoort Gorge fahren wir aus dem Hoanibtal und suchen uns außerhalb einen Platz zum übernachten. Alles geklappt heute, alle sind wir glücklich. Zur Belohnung gibt es heute Boerewors und ein Gemüsepotjie.
Fortsetzung folgt....
Teil 907. Nov. 2025
Samstag, 04.10.2025
Irgendwo im Nirgendwo beim Amspoort Gorge (außerhalb des Hoanib) - Puros
Strecke 126 km, FZ 4:46 h, Pause 2:27 h, Ø 26,3 km/h
Wie schnell ist doch die erste Woche vorüber gegangen. Um 7:00 Uhr haben wir alles zusammengepackt und verlassen den Platz so, wie wir ihn vorgefunden haben. Heute morgen ist es etwas diesig.
Wir wollen heute über die Gainas Plains und durch den Hoarusib nach Puros fahren. Nach der Ausfahrt aus dem Hoanib Tal geht es über die Amspoort Düne wie bereits vor zwei Tagen in den Tsuxub. Wir folgen dem Tal und kommen nach kurzer Zeit in die Gainas Plains.
Um 10:00 Uhr ist es Zeit für eine ausgedehnte Frühstückspause in den Plains.
Leider ist der Trail ziemlich ausgefahren, anscheinend hat hier niemand Zeit, diese herrliche Landschaft in sich aufzunehmen. Hier werden die Plains zu einer 10-20 spurigen Rennstrecke und wenn die nächste Spur zu Wellblech wird, legt man einfach eine neue an. Als sich die Straße nochmals gabelt, nehmen wir die linke Route zum Schoeman’s Camp, machen eine weitere Pause am weißen Felsen.
Nach dem vorherigen Sandwellblech ist der Track hier wieder sehr steinig.
Um ca. 12:30 Uhr erreichen wir das Shoeman’s Camp und den Hoarusib. Doch hier endet unser Weg. Wir erkunden die Situation zu Fuß. Die Einfahrt wäre sehr steil und tief, danach Tiefsand und weitere hundert Meter weiter Sumpf. Keine Chance. Wenn wir die Böschungskante herunter fahren und bleiben dann irgendwann stecken, wird uns der Rückweg versperrt bleiben, diese Uferböschung werden wir nicht wieder hoch kommen. Also umdrehen und T4A nach einer Alternativstrecke zur östlichen Route befragen. 3 km später finden wir den passenden Abzweig, treffen nach weiteren 6 km auf die östliche Strecke und kommen so wieder zum Hoarusib. Am Eingang des Hoarusib finden wir Raubtierspuren, folgen diesen bis sie sich am Uferrand verlieren. Der Hoarusib führt bis kurz vor Puros durchgehend Wasser, ständig muss man den Fluss queren. Es ist aber eine herrliche Strecke und ganz verschieden zum Hoanib.
Puros Canyon
Tiere entziehen sich unserer Sichtung sehr geschickt. Peter ist dann aber froh einen Hammerkopf zu entdecken.
Die Ausfahrt aus dem Hoarusib nach Puros ist dann noch einmal eine Tiefsandherausforderung. In Puros finden wir uns nicht zurecht, einen Hinweis auf das Comunity Camp können wir nicht entdecken, irgendwann kommen wir zum Ortseingang und erkennen die Hinweistafeln, die Peter aus dem Forum bekannt sind. Wir folgen dem Hinweis Omenje Camp, das grob in unserer Richtung liegt. T4A ist hier keine Hilfe, da hier auch D-Straßen plötzlich verschwinden. Nachdem wir die Abfahrt zum Omenje Camp rechts liegen lassen, erreichen wir auch bald die Einfahrt zum Comunity Camp. Wir sind die einzigen Gäste und haben die freie Platzwahl. Wir beziehen den Platz mit dem größten Baum und 2 Toiletten und zwei Duschen. Bevor wir diese aber benutzen können, muss die von Elefanten zerstörte Wasserleitung ordnungsgemäß mit Kabelbindern, Panzertape etc. wieder hergerichtet werden.
Zum Abendessen kochen wir uns heute Spaghetti mit Tomatensoße.
Fortsetzung folgt.....
Teil 1010. Nov. 2025
Dienstag, 07.10.2025
Opuwo – Epupa Falls
Strecke 184 km, FZ 3:22 h, Pause 0:17 h, Ø 54,3 km/h
Heute nur eine Verbindungsetappe. Den eingesparten Tag wollen wir zusätzlich in Epupa Falls anhängen. Wir frühstücken am Platz, füllen dann unsere beiden Ersatzkanister in die Fahrzeuge um, danach fahren wir in die Stadt, Wir tanken voll, kaufen noch etwas ein, besorgen Bargeld am Automaten und dann geht es los. Die C43 ist unspektakulär und in der Regel gut befahrbar. Erschreckend sind nur die vielen bettelnden Kinder entlang der Route. Dies endet in einer gefährlichen Situation, als 3 Kinder versuchen direkt vor unserem Wagen die Straße zu blockieren. Irgendwann wird hier ein Unglück passieren.
Um 13:30 Uhr kommen wir an unserem Ziel, der Epupa Falls Lodge an. Es ist kein Problem einen weiteren Tag zu buchen. Wir beziehen die Campsites 1 + 2. Sie liegen direkt am Kunene und direkt neben dem Wasserfall. Nichts für geräuschempfindliche Menschen, wir finden es super hier. Zeitweise werden wir auch durch den herrschenden Wind mit etwas Spray abgekühlt.
Wir richten uns ein, trinken etwas auf dem Deck, bestellen Brötchen und buchen uns den Guide für den nächsten Morgen.
Es wird jetzt Zeit für den Sundowner. Wir nehmen alles für das JT Prozedere mit zu einem schönen Platz mit Aussicht auf die Fälle.
Zum Abendessen gibt es dann Hühnchengeschnetzeltes mit Nudeln.
Fortsetzung folgt....
Teil 1111. Nov. 2025
So, und jetzt wieder hurtig zurück....
Sonntag, 05.10.2025
Puros Comunity Camp – Irgendwo im Nirgendwo bei Sanitatas
Strecke 178 km, FZ 4:37 h, Pause 2:06 h, Ø 38,4 km/h
Bilder von der Campsite:
Nach ausgiebigem Frühstück brechen wir um 9:00 Uhr auf und fahren die D6202 wieder Richtung Puros zurück bis wir auf die D3707 treffen, um dieser nach Westen zu folgen. Nach ca. 20 km Fahrstrecke erreichen wir den Abzweig zu dem Desert and Dunes Viewpoint. Den letzten Anstieg zum Aussichtspunkt nehmen wir lieber zu Fuß. Welch eine tolle Aussicht bietet sich hier. Wunderschön zum Skeleton Coast Park und zum Hoanib.
Wir fahren weiter auf der D3707 bis wir nach weiteren 10 km diese Straße verlassen und in das Khumib Riverbed einbiegen. Natürlich treffen wir hier auch sofort wieder auf Giraffen.
Das Flussbett lässt sich gut fahren, natürlich entsprechend langsam, der Grund wechselt zwischen Sand, Schotter und grobem Kies. Das Flussbett hat sich ziemlich tief in die Landschaft eingegraben.
Ende Teil 1, kleine Pause zum weiteren hochladen....
Teil 1211. Nov. 2025
05.10.2025 Teil 2
Nach ungefähr 7 km verlassen wir den Khumib wieder und fahren Richtung Nordwesten über ein sehr schönes Hochplateau. Es begleiten uns tolle Felsformationen u.a. der unverwechselbare Grizzly Bär.
Vorbei an der Ougams Quelle
und wieder auf der D3707 erreichen wir Orupembe.
Hier biegen wir links ab, einem Marble Camp Schild in Richtung D3703 folgend. Vielleicht können wir dort übernachten. Nach ein Paar Kilometern treffen wir auf einen Bakkie mit Arbeitern. Wir fragen nach dem Weg und sie teilen uns mit, dass es noch fast 20 km bis zum Camp sind. Aufgrund der Entfernung, der falschen Richtung und des schlechten Straßenzustandes drehen wir doch lieber um, um uns entlang der 3707 eine passende Übernachtungsmöglichkeit zu suchen. (Zuhause habe ich die Fahrdaten mit BaseCamp ausgewertet, und es ist mir nicht erklärlich, dass wir zweimal über den Orupembe Airstrip gefahren sind. Hoffentlich gibt das keine Probleme mit der Luftaufsicht, obwohl, in der Luft waren wir ja nicht 😉. Wieder auf der richtigen Pad durchqueren wir an der weißen Tonne nochmals den Khumib und halten bei Sanitatas nach einem entsprechenden Platz Ausschau. Ist gar nicht so einfach , aber nach etwas suchen finden wir auch einen ruhigen Platz jenseits der Straße in einem Flussbett zum Khumib.
Die D3707 ist sehr gut zu fahren und führt uns durch schöne und abwechslungsreiche Landschaften.
Zum Abendessen gibt es Folienkartoffeln und Rinderfilet.
Zum Abschluss noch einige gefundene Steinmännchen:
Fortsetzung folgt.....
Teil 1314. Nov. 2025
Montag, 06.10.2025
Irgendwo im Nirgendwo bei Sanitatas - Opuwo
Strecke 167 km, FZ 5:08 h, Pause 1:24 h, Ø 32,5 km/h
Nach einer ruhigen Nacht stehen wir um 6:00 Uhr auf und packen zusammen. Natürlich verlassen wir den Platz wieder so, wie wir ihn vorgefunden haben. Na nicht ganz, ein paar Stöckchen werden wieder fehlen, die braucht Steffen um die Kelly später beim Frühstück anzufeuern.
Wir fahren die D3707 durch eine herrliche Landschaft. Die Pad ist hier in einem Top Zustand. Im Großen und Ganzen muss man betonen, dass sich gegenüber dem letzten Jahr erstaunlich viel zum Besseren getan hat.
Auf dem weiteren Weg haben wir zuerst mit einer Giraffen Blockade, dann mit einem Strauß und mit einem Springbock auf der Straße zu kämpfen. Bilder haben wir nur von den Giraffen, die anderen sind zu flink.
Zuerst die Eingiraffenblockade
Danach kurze Verschnaufpause
Daraufhin Treffen mit Kumpel zur Zweigiraffenblockade
Wir frühstücken unterwegs in der Regel zwischen 9 und 10 Uhr, und genau um diese Zeit treffen wir dann auf eine Palmenoase im Hoarusib Flussbett. Hier machen wir es uns bequem zu einer ausgiebigen Vesper.
Die letzten ca. 50 km bis Opuwo werden dann anstrengend. Die Strecke wird jetzt schwieriger, man muss schon sehr aufpassen. Unser Ziel, die Kaoko Mopane Lodge liegt sehr schön ca. 8 km südöstlich von Opuwo. Weil wir in Puros einen Tag eingespart haben, der als Puffer diente, sind wir nun vor unserem reservierten Datum vor Ort. Aber alles kein Problem. Eine Campsite wird noch schnell für uns hergerichtet, während wir in der Bar ein Kaltgetränk zu uns nehmen. Nachdem wir den Platz bezogen haben fahren 4 ohne Peter zum Einkauf in die Stadt. Den Sparmarkt gibt es nicht mehr, OK Food hat nur eine begrenzte Auswahl, aber der Liquor Store ist in Ordnung. Der Campingplatz ist dann gegen Abend gut belegt, bietet sich aber auch wirklich als Zwischenstation zum Kunene an.
Zum Abendessen gibt es einen Rote-Curry-Linsentopf.
Fortsetzung folgt.....
Teil 1416. Nov. 2025
Zeitsprung in die Gegenwart
Mittwoch, 08.10.2025
Epupa Falls
Strecke 0 km, FZ h, Pause h, km/h
Um 7:00 Uhr am Morgen werden wir von unserem Guide John zu einer Wanderung entlang des Kunene flussabwärts abgeholt. Vorbei geht es an der Grabstelle seines damals sechsjährigen Sohnes, der beim Spielen vom Wasser mitgerissen wurde und dessen Leichnam nie wiedergefunden wurde. Sehr traurige Geschichte. (Ich habe überlegt, ob ich diese Geschichte hier schreiben soll, aber es ist auch ein Hinweis, dass der Aufenthalt hier auch Gefahren birgt, vor allem bei Selfies an der Felskante). Zuerst betrachten wir die Fälle in schöner Morgenstimmung.
Wir wandern von den Fällen flussabwärts, den Blick immer auf das gegenüberliegende angolanische Ufer gerichtet, diese Aussicht auf die urzeitlich anmutende, mit Baobabs durchsetzte Landschaft. Einfach traumhaft.
Unser Lieblingsbaobab, der "Elefantenfuß"
John ist auch ein guter Führer. Er spricht ein deutliches Englisch in einer Geschwindigkeit bei der man sehr gut folgen kann. Außerdem vermittelt er uns vieles über das Leben der Himbas und die Nutzung der natürlichen Ressourcen der Pflanzenwelt. Dies alles in einer ganz ruhigen, unaufdringlichen Art. Er ist als Guide wirklich zu empfehlen. Nach unserer Rückkehr buchen wir bei Ihm gleich für den nächsten Tag die Crocodile Tour flussaufwärts.
Auch der Brötchenservice der Lodge funktioniert hervorragend. Pünktlich nach unserer Wanderung bekommen wir gleich unsere Brötchen geliefert. 10 Stück, noch warm, richtig groß und lecker. Und das Ganze für 50 NAD. Wieder in Deutschland habe ich für ein Brötchen den 3-fachen Preis bezahlt. Auf dem Deck können wir auf der angolanischen Seite Baboons beobachten. Schön, dass der Fluss zwischen uns liegt 🙂 .
Ein African red-eyed Bulbul schaut auch nach, ob er was abstauben kann
Der Wind frischt heute richtig auf und einen Teil des Nachmittags verbringen wir mit Wäsche machen und am Pool. Später gehen wir nochmals zu den Fällen.
Später sitzen wir im Stuhlkreis bei Gin Tonic. Nach dessen Genuss stehen wir auf und beginnen mit den Vorbereitungen des Abendessens. Dann passiert es, ein lautes Krachen und wir sehen, dass ein Palmwedel mitten in unseren vorherigen Sitzplatz gekracht ist. Da haben wir echtes Glück gehabt, dieses Ding hätte jemanden erschlagen können.
Und wenn das noch nicht reicht, schlagen auch noch zwei Makalani Nussbomben neben uns ein.
Essen gibt es dann auch noch: Couscous Salat, Bourewors mit Käse und Bratkartoffeln.
Fortsetzung folgt....
Teil 1520. Nov. 2025
Donnerstag, 09.10.2025
Epupa Falls
Strecke 0 km, FZ h, Pause h, km/h
Heute Morgen können wir etwas länger schlafen. John will uns erst um 8:00 Uhr zur Wanderung den Kunene aufwärts abholen. Wir frühstücken heute wieder mit frischen Brötchen bevor es losgeht.
Pünktlich kommt er, teilt uns aber mit, dass er kurzfristig eine Himba Dorf Tour machen muss. Das ist sehr schade, aber nicht zu ändern. Einen Ersatzguide hat er auch mitgebracht. Wir laufen dann ca. 3,5km über Stock und Stein den Kunene Aufwärts und sichteten Paviane und 3 Krokodile.
Der Name dieser Frucht ist mir leider entfallen
Grey Go-away Bird - Graulärmvogel
African pied Wagtail - Witwenstelze
Die Tour ist für Peter wegen der Steinpassagen und des gebrochenen Zehs sehr anstrengend und schmerzhaft. Der neue Guide ist sehr schweigsam und bis auf die Alk-Palmen erfahren wir nicht viel neues.
Die Himba aus dieser Gegend verwenden seit Generationen Makalani-Palmen und geben das Wissen und die Technik weiter, die zur Durchführung des Prozesses zur Gewinnung der Flüssigkeit erforderlich sind. Um den Prozess zu beginnen, die Sammler select eine gut gealterte, große männliche Handfläche. Seine Größe und Nähe zum Grundwasser bestimmen die Menge des produzierten Safts. Die produktivsten Palmen scheiden mehr als hundert Liter pro Zapfhahn aus. Einmal selectAnschließend wird der Stamm mit Pfählen aus härterem Holz durchbohrt. Diese wirken als Stufen nach oben zu den Blättern und Blüten oben.
Obwohl die Makalani-Palme in Namibia ein geschützter Baum ist und das Klopfen von Palmen eine verbotene Praxis ist, glauben die Himba fest daran, dass es ihr Recht ist, die Tradition fortzusetzen. Sie argumentieren gegen das westliche Recht und folgen stattdessen alten kulturellen Traditionen, die diese Palmen durch ihre Verwendung respektieren. Im Gegenzug fördern sie ihre Erhaltung auf lokaler, kultureller Ebene. “ - Kyle Weeks
Während oder nach dem Genuss der berauschenden Flüssigkeit soll es öfter schon zu Unfällen gekommen sein.
Landschaftlich ist es sehr schön hier, aber nicht zu vergleichen mit der Landschaft den Kunene abwärts nach den Wasserfällen. Es ist mittlerweile ziemlich heiß und wir verbringen nach unserem Ausflug noch einige Zeit auf dem Deck bei einigen Rock- und Malawi Shandys. Später marschierte noch ein Nilwaran über unsere Campsite. Ein Stück des Schwanzes scheint er oder sie verloren zu haben.
Abendessen: 2 Filets, 2 Steaks und Bratkartoffeln
Fazit Epupa Falls Lodge + Camping: Schön gelegene und saubere Anlage, sehr freundliches und aufmerksames Personal. Wen das Rauschen des Wasserfalles (bei der in dieser Jahreszeit geringeren Wassermenge kein Donnern) nicht stört, der ist mit Campsite 1 und 2 bestens bedient. Nur vor herabfallenden Palmwedeln und Makalaninüssen sollte gewarnt werden. Natürlich hilft auch ein genauerer Blick nach oben.
Wir hatten hier eine sehr angenehme und entspannte Zeit.
Teil 1622. Nov. 2025
Freitag, 10.10.2025
Epupa Falls - Ruacana
Strecke 135 km, FZ 3:51 h, Pause 0:45 h, 35,1 km/h
Es ist an der Zeit die Epupa Falls zu verlassen. Um 9:00 Uhr fahren wir los und über die D3700 nach Osten. Unser Ziel ist heute Ruacana. Die Pad ist entgegen unserer Befürchtung gut zu fahren und stellt uns nicht vor größere Herausforderungen. Oft ermöglicht die Streckenführung schöne Ausblicke auf den Kunene. Wir legen einen ersten Stopp in Swartbooisdrif ein und besuchen das Dorslandtrek Memorial, das zum Gedenken der Rückkehr der Buren aus Angola ins damalige Süd-West-Afrika errichtet wurde.
Unser nächster Haltepunkt sind die Ondurusu Falls. Die Zufahrt ist etwas tricky, aber gut zu meistern. Es ist ein schöner Platz, um etwas zu verweilen, man darf hier aber keinen Wasserfall des Kunene erwarten, sondern eher die Kategorie Stromschnellen.
Ausgesucht haben wir uns die Omunjandi Campsite. Auf eine vorherige Email bekamen wir keine Antwort mehr, so waren wir nicht sicher, ob die Campsite nach dem Sommerregen noch betrieben wurde. Aber alles Gut, die Campsite existiert noch. Wir werden freundlich begrüßt, Steffen legte sich gleich mit dem einheimischen Bewohner Freddie dem Ziegenbock an. Die Campsite können wir frei wählen, wir sind die einzigen Gäste heute. Für heißes Wasser wird auch gesorgt, Strom ist vorhanden. Eine Meerkatzenfamilie ist auf dem Platz, beobachtete uns aber nur mit einem Respektabstand.
Am Nachmittag fahren wir noch zu den Ruacana Fällen. Hier ist die D3700 stellenweise in einem miserablen Zustand. Kurz bevor wir zur angolanischen Grenze abbiegen geht die D3700 in die Teerstraße C46 über. Leider bilde die Ruacana Falls ein erbärmliches Bild. Aufgrund des Staudammes fällt zu dieser Zeit nur noch ein Rinnsal über die Felsen ins Tal. Das einzig erwähnenswerte ist eine optische Täuschung. Wenn man sich den Flussverlauf betrachtet, glaubt man das Wasser würde bergauf fließen.
Dieser Ausflug hat sich wirklich nicht gelohnt, zumal wie jetzt die Holperstrecke wieder zurück müssen.
Zum Essen gibt es heute Gemüsepotjie mit Fleisch
Fortsetzung folgt.....
Teil 1725. Nov. 2025
Heute nur ein kurzer Bericht der Verbindungsetappe
Samstag, 11.10.2025
Ruacana - Kamanjab
Strecke 342 km, FZ 4:18 h, Pause 1:45 h, 79,5 km/h
Aufgestanden mit einem schönen Sonnenaufgang
Nach dem Frühstück starten wir kurz vor neun Uhr.
Bevor es auf die große Verbindungsetappe geht müssen wir nochmals über die Rumpelpiste bis zur Teerstraße. Der Plan ist noch schnell tanken, einkaufen, Geld besorgen und weiter. So der Plan, denn zunächst irren wir planlos durch Ruacana, hier haben wir uns einen ATM ausgesucht, den es nicht gibt und fahren über etwas abenteuerlichen Wegen (damit wir Touris durchkamen musste zwischenzeitlich ein auf dem Pfad stehendes defektes Auto zur Seite geschoben werden….) nach Oshifo. Hier gibt es eine kleine Mall mit allem was man benötigt und auch manchem was man nicht gebrauchen kann, z.B. einem sehr aufdringlichen selbsternannten Parkplatzwächter, der uns bis in den abgesperrten Bereich des Geldautomaten folgte, dort aber vom Wachpersonal vertrieben wurde, und später noch am Wagen Beate anfasste, was Sie kurz ausrasten lies. Das war aber das einzige NoGo während der gesamten 3 Wochen. Weiter geht es zur Tankstelle, hier ist dann Warten angesagt, ca. 8 angolanische Offroader stehen vor uns. So dauert es hier eine halbe Stunde bis unsere Tanks gefüllt sind. Nach der Einsamkeit der letzten Woche müssen wir uns an dergleichen wohl erst wieder gewöhnen. Nach ereignisloser Fahrt auf der Teerstraße C35 erreichen wir Kamanjab. Zum Glück müssen wir heute hier nicht mehr tanken, die Ereignisse des letzten Jahres reichen noch. Gebucht haben wir heute bei Ann’s Lodge und Camping. In Kamanjab biegen wir auf die C40 in Richtung Palmwag ab und nach ca. 800m geht es schon rechts zur Lodge. Wir beziehen die Campsite, die sehr schön liegt, richten uns ein und gehen dann zum vorbestellten Dinner.
Als Vorspeise gibt es Chicken McNuggets und Zwiebelringe im Backteig, die Hauptspeise Oryx Steak für Rolf und Peter, Chicken Filet für Beate, Vegetarisch für Anne und Spareribs für Steffen. Danach noch einen Nachtisch. Eine Flasche Pinotage und Weißwein wurde auch noch erledigt.
Das Essen war sehr gut, die Angestellten allesamt sehr nett. Eine klare Empfehlung für einen Zwischenstopp.
Das War's auch schon für heute, Fortsetzung folgt...
Teil 1830. Nov. 2025
Sonntag, 12.10.2025
Kamanjab – Etosha Trading Post – Etosha Park
Strecke 224 km, FZ 4:12 h, Pause 3:55 h, 79,5 km/h
Abfahrt um neun Uhr nach dem Frühstück auf derC40 nach Osten. 5 km hinter Kamanjab biegen wir von der Teerstraße links auf die D3248 ab. Der Gravel hat uns endlich wieder. Wir folgen der Pad bis es dann links auf die D2671 abgeht, danach über die D2695 durch einige Weidetore und viele Cattle Grids bis zur C38. Die vorgenannten Gravelstrecken sind alle in einem erstklassigen Zustand, hervorragend neu gegradet. Noch 30 km und wir haben unser Ziel, Etosha Trading Post Campsite, erreicht. Hier buchen wir eine zusätzliche Nacht, weil in Okaukuejo nichts mehr zu bekommen war. Nachträglich eine gute Entscheidung. Die Campsites sind sehr gepflegt, eine schöner Poolbereich, große private Abolution Blocks, Supermarkt mit allem notwendigen, Curio Shop und Tankstelle und Restaurant. Uns alles für 175 NAD p.P. Kann man nicht meckern. Es sind auch keine 10 km zum Gate. Und auch eine private Hausmaus ist inklusive
Mittags essen wir am Restaurant Burger, Pie und Sandwichtoast. Am Nachmittag fahren Beate und Peter noch in den Park. Die Gateformalitäten sind schnell erledigt und der Gamedrivemodus sofort eingestellt. Peter am Steuer, die Kamera mit Tele auf den Beinen, Blick nach rechts und Beate beobachtet die linke Seite vom Wagen. Es geht gleich in den Ombika Loop. Hier sehen wir Giraffen (wie immer), Zebras, Springböcke.
Weiter geht es dann Richtung Okaukuejo. Hierentdecken wir einen Southern Pale Chanting Goshawk (Silbersinghabicht).
Schon bevor wir zum Eingang fahren strebt eine Elefantenherde zielstrebig zum Wasserloch.
Wir parken unseren Wagen und begeben uns auch dorthin und beobachten die Wasserspiele
bis die Elefanten wieder abmarschieren, bezahlen die heutigen Parkgebühren und uns kurz darauf blockiert uns die nächste dem Wasserloch zustrebende Herde kurzzeitig den Rückweg.
Das ist doch ein guter Beginn und wir sind froh noch in den Park gefahren zu sein. Die Vet-Control an der Ausfahrt ist unproblematisch, wir müssen unser Dach nicht öffnen, der Kontrolleurin genügt der kleine Spalt um in den Kühlschrank zu sehen.
Heute Abend kochen wir Runzelkartoffeln mit Frikadellen.
Sonnenuntergang Etosha Trading Post Campsite
Fortsetzung folgt......
Teil 1903. Dez. 2025
Montag, 13.10.2025 TEIL 1
Etosha Trading Post – Etosha Park
Strecke 104 km, FZ 3:12 h, Pause 3:55 h, 32,5 km/h
Heute geht es in den Park zum zweiten Game Drive.
Um Viertel vor Sieben fahren wir los. Wir kommen zügig durch das Gate. Die Beamten können sich noch an uns erinnern. Zuerst fahren wir noch einmal den Ombika Loop, das gehört einfach dazu. Es gibt aber bis Okaukuejo nichts zu sehen. Wir bezahlen dort unsere Parkgebühren und fahren weiter Richtung Gemsbokvlakte Wasserloch. Unterwegs können wir kleine springende Springböckchen beobachten. Für ein Foto mitten im Sprung hat es leider nicht gereicht.
Am Wasserloch hat es sich gerade ein Löwenrudel gemütlich gemacht.
Es ist aber im Moment nicht viel mit den Löwen los, so dass wir bald in Richtung Olifantsbad aufbrechen. Hier wollen wir dann auch frühstücken. Ein Gnu latscht in Richtung Wasserloch
Elefanten berüsseln sich
Hyäne, schwanger oder wohlgenährt?
Kudus, wie immer aufmerksam
Warzenschweine tun was für ihr Image
So, jetzt wird zuerst gefrühstückt und dann geht es wieder zurück nach Gemsbokvlakte
Teil 2 Fortsetzung folgt.......
Teil 2007. Dez. 2025
Nach erkältungsbedingter Unterbrechung geht es weiter
Montag, 13.10.2025 TEIL 2
Etosha Trading Post – Etosha Park
Nach dem Frühstück geht es dann wieder zu Löwenbeobachtung, vielleicht sind sie ja aus ihrer Lethargie erwacht. Unterwegs sehen wir noch eine rote Kuhantilope - Red Hartebeest
Die Löwen dösen noch vor sich hin, einige löschen zwischenzeitlich ihren Durst.
Um das Wasserloch haben sich mittlerweile große Herden versammelt. Es gibt Mutige, die sich Dank schierer Masse zum Wasser vorwagen, und andere, die zuerst mal abwarten wie sich die Situation entwickeln wird.
Und der Zustrom zum Wasserloch hält an
Tatsächlich ist auch bei den Löwen etwas Unruhe. Ein jüngerer männlicher Löwe sieht doch sehr gezeichnet und gegenüber den Übrigen auch nicht so gut genährt aus. Er hält sich auch immer etwas abseits des Rudels auf.
Was dieser Blick uns sagen will?
Auch tauchen noch einige Vögel auf, die sich kooperativ verhalten
Das Foto ist nicht so gut ich vermute Black-headed Heron, Schwarzhalsreiher ?
Blacksmith Lapwing - Schmiedekiebitz
African Pipit - Afrikanischer Pieper ?
Red-capped Lark - Rotkappenlerche ?
Dann nähert sich ein Elefant
nimmt Witterung auf und muss mal hier für Ordnung sorgen
Da wir etwas abseits stehen, könne wir auch noch den Rest der Bullenherde beobachten
Auch ein Fünfbeiner ist dabei
So es ist dann auch an der Zeit weiter zu fahren. Wir nehmen die Route nach Halali. Unterwegs sehen wir