27.08.2025 - Die weite Reise von Magotho Campsite nach Mbudi 🤩
2. Teil
Heute ist es ganz schön windig. Wir beobachten kleine Wanderdünen, der Wind weht die Spuren auf den Wegen ganz schnell wieder zu. Wir fahren auf die Hauptpiste, dann sind es noch 15km bis Mbudi.
Wir fahren Richtung Mbudi River, es geht durch kleine Wasserflächen, dann erreichen wir die Rezeption. Niemand da. Ok, wir sind ja auch früh dran. Wir schauen nach unserer Campsite, die ist aber besetzt. 😵 Die Holländer, die dort campen, sagen uns, dass sie noch bis morgen hier bleiben werden. 😣 Na gut, dann schauen wir mal, was man uns sagt, wo wir hin sollen.
Als die Camp-Mitarbeiter kurz danach auftauchen, ist erstmal Verwirrung. 🙄 Es gibt wohl Doppelbuchungen, alles ist irgendwie verworren. Man weist uns für die kommende Nacht eine andere Campsite zu, die auch am Mbudi etwa 300m vor der von uns gebuchten Campsite liegt. Die ist riesig, und der vordere Teil ist von einer südafrikanischen Wagenburg besetzt. Aber kein Problem, wir haben Platz genug und es ist schön hier. Der Blick über den Fluss ist toll! 🤩
Stühle und Tische raus, Wasser kochen, Kaffee machen. Dann setzen wir uns erstmal in den Schatten und schauen auf das, was so am und im Fluss los ist. Natürlich sehen wir auch die obligatorischen Mokoro Ausflüge, die dicht an unserer Campsite vorbei fahren.
Gleich kommt ein Elefant aus dem Gestrüpp und schlendert wenige Meter von uns entfernt am Ufer des Mbudi entlang und frisst.
Und direkt vor unseren Autos fängt er ganz gemütlich an vorne nachzutanken, und hinten wieder abzulassen. Zweifach! Wir können unseren Augen nicht trauen. Claudia hat die Szene glücklicherweise auf einem Video festgehalten.
Später gehen wir dann duschen. Die Ablutions waren ja nie wirklich die Welt, aber da man leider über Jahre nichts an der Instandhaltung tut, werden sie immer maroder. Wir mögen das Camp wirklich gerne, aber die Ablutions sind etwas abturnend. Mittlerweile wissen wir, dass Mbudi geschlossen wird, daher hat man wohl keine Energie mehr in die Instandhaltung gesteckt.
Wir bauen die Zelte auf, machen Feuer, und Rolf kocht wieder für uns. Die üblichen Geräusche werden langsam immer lauter. Die Klickfrösche machen einen Heidenlärm. Später, als es schon dunkel ist, sehen wir Hippos, die immer näher ans Ufer kommen. Aber sie bleiben im Wasser, kommen nicht an Land. Es gibt ja auch ausreichend zu fressen im Fluss.
Die Wildkameras sind aufgebaut, ab ins Bett, gute Nacht!
Herzliche Grüße Martin
Teil 2215. Okt. 2025
Moin allerseits,
kurz und knackig kommt hier der nächste Tag. Viel ist nicht passiert, aber gemäß der Überschrift "Erholungsurlaub..." wollen wir auch keine Hektik ausbrechen lassen. 😗
28.08.2025 - Mbudi und ein Besuch in Khwai Village
Heute Morgen sehen wir als erstes, als wir aus dem Auto schauen, dass jemand die Mülleimer umgeschmissen hat. Nicht nur bei uns, sondern auch auf der Nachbar-Campsite. Und die Wildkamera zeigt den Übeltäter. Eine Hyäne, klar! 😠 Wir räumen den Müll wieder in den Eimer, dann wird erstmal Kaffee gekocht.
Auf dem Weg zu den Ablutions wird uns mitgeteilt, dass gerade kein Wasser läuft. Der Generator, mit dem die Pumpe betrieben wird, wenn kein Solarstrom da ist, ist wohl defekt. Wenn die Sonne höher steht gibt’s auch wieder Wasser für Duschen und WCs. 😄
Egal, dann frühstücken wir erstmal und sehen dann weiter. Wir können heute auch auf die eigentlich von uns gebuchte Campsite umziehen, aber erst später, die Holländer lassen sich Zeit.
Mich macht die morgige Fahrt nach Third Bridge etwas unruhig. Ja, da bin ich etwas "vorgespannt", kann ich nichts machen. Daher wollen wir heute Vormittag nach Khwai Village fahren. Ich habe die stille Hoffnung, dass wir dort Netz, und damit Internetzugang bekommen. Außerdem geht der Kaffee zur Neige. Katastrophe! 😵 🤩
Gegen Mittag fahren wir die 11km nach Khwai Village.
Im Tuck Shop bekommen wir Kaffee, Wasser, und einen Tomaten-Gemüse-Mix in der Dose. Das Telefon zeigt dann auch Vollanschlag, leider gibt es aber keinen Internetzugang. Na gut, dann nicht. Fahren wir einfach noch ein paar Kilometer weiter zum Gate, vielleicht haben die einen hilfreichen Tipp.
Gesagt, getan, wir kommen über die berühmte Brücke und halten am Gate erstmal beim Häuschen des SKL. Der freundliche Mitarbeiter gibt uns die Auskunft, dass zumindest die Strecke bis zum South Gate durch den Park gut befahrbar ist. Wie die Situation bei Third Bridge ist, kann er uns nicht sagen, wir sollen uns am South Gate informieren.
Ok, keine echte Beruhigung, aber bis South Gate gibt es schonmal keine Problem.
Auf geht’s, und zurück nach Mbudi!
Sagte ich schon, dass die Straße abenteuerlich ist? Ok, stimmt, sagte ich. 😗
Jetzt laufen auch die Duschen, aber es gibt nur kaltes Wasser. Bei ca. 38°C ist das aber nicht schlimm. Wir ziehen auf Campsite 5 um. Hier ist es deutlich “gemütlicher”, die Campsite ist Richtung Rezeption ziemlich zugewachsen. Und man ist noch dichter am Fluss. Traumhafter Blick, tolle Sichtungen!
Dark-capped Bulbul (Danke, Bele!)
Der Rest des Tages verläuft unspektakulär. Wenn wir so weiter machen, dann nehmen wir noch zu. 🤩
Fazit Mbudi Wir mögen Mbudi. Die Campsites liegen sehr schön am Fluss. Jedenfalls die, die wir kennengelernt haben. Die Ablutions sind ziemlich runter. Bei uns gab’s nur kaltes Wasser, man hat immer das Gefühl, als ob man bei der windigen Konstruktion des Duschen-Unterbaus gleich durchbrechen wird, es gib keine Haken (zwei simple Nägel würden ja reichen) um seine Sachen in der Dusche aufzuhängen etc. Ja, wir mögen die Campsite, aber ich glaube, nun ist gut. Wobei wir aus bekannten Gründen nicht wieder kommen können!
Morgen geht's nach Third Bridge!
Herzliche Grüße Martin
Teil 2315. Okt. 2025
29.08.2025 - Auf nach Third Bridge
Beim Bildersortieren habe ich festgestellt, dass an diesem Tag zwar viel passiert ist, wir aber nur vergleichsweise wenig fotografiert haben, jedenfalls nicht von den spektakulären Teilen der Fahrt. Egal, ich hoffe, es gefällt trotzdem! 🤪
In der Nacht war richtig was los! Erst lärmen die neuen Nachbarn bis tief in die Nacht (eine der Mitreisenden Damen hat eine Lache, mit der man Hyänen verjagen kann 😈 😵 ), später kommt dann der übliche Lärm von Fröschen, Hippos, Elefanten und Löwen dazu.
Meine Wildkamera zeigt zwei Hyänen, die unser Lager besucht haben. Diese Mal habe ich den Deckel des Mülleimers mit dickem Draht festgemacht. Eigentlich kann ich mir nicht vorstellen, dass sich eine Hyäne davon abhalten läßt, trotzdem ist der Eimer noch zu als wir aufstehen. 🤩
Im morgendlichen Licht sehen wir eine Herde Büffel den Mbudi herauf kommen. Teilweise stehen sie tief im Wasser, teilweise laufen sie auf unserer Uferseite entlang. Da wir nicht wissen, wie die Band heute nacht geschlafen hat, beeilen wir uns etwas und machen, dass wir los kommen. 🤩
Schnell frühstücken, abwaschen, dann ab auf die Piste. Um 8:30 sind wir unterwegs.
Claudia hat schon gestern auf der Strecke nach Khwai Village Wahl-Plakate an einem Baum gesehen, die sie unbedingt noch fotografieren will. Hier ist nichts! Keine Häuser, garnichts. Und nur an einem der Bäume zwei Plakate. Das wirft Fragen auf! 🤩 Ob's die Wahl beeinflusst hat? 😄
Am Park-Gate melden wir uns an, füllen alles aus, dann geht es auf die weitgehend schnurgerade Strecke nach South Gate. Es geht durch dichten Mopane-Wald. Wir sehen so gut wie keine Tiere.
An einem umgestürzten Baum müssen wir echt lachen. Der umgestürzte Baum ist nicht besonders dick, ca. 20cm im Durchmesser, schätze ich mal. Man könnte auf die Idee kommen, diesen Baum mit Hilfe einer Winde, eines Seils o.ä. einfach aus dem Weg zu ziehen. Könnte man, aber das wäre zu einfach. 🤩 Oder man könnte auch einfach eine Umleitung um den Stamm fahren und diese als Fakt definieren, so wie in diesem Fall. Ich versteh’s nicht, sorry. 🤩 🤩
Wir erreichen South Gate. Dort ist einiges los. Ich versuche am Gate etwas über die Zufahrt zu Third Bridge zu erfahren. Dort steht ein Südafrikaner, der offensichtlich mit Frau, Kindern und ein paar Freunden die Einreiseformalitäten absolvieren will. Er spielt sich gegenüber der Dame an der Rezeption enorm auf, beschwert sich darüber, dass das alles so lange dauert etc. pp. 🙄 Mann, macht der einen Wind! Glücklicherweise läßt die Mitarbeiterin die Tiraden souverän an sich abperlen. Was für ein Vollhorst! 😈
Leider bekomme ich von ihr auch keine neuen Infos. Es sei alles ausgeschildert, alles kein Problem. Ok, dann soll es so sein, versuchen wir es. 🙂
Wir machen uns auf den Weg nach Norden. Die Fahrt durch den Park macht uns großen Spaß. Überall laufen fotografierenswerte Tiere rum, ständig müssen wir halten und knipsen.
Bei Xini Lagoon sind sich unsere beiden Navis nicht einig. Rolfs TomTom will rechts rum, unser Garmin links rum. Wir probieren beide Strecken aus, stehen aber in beiden Fällen vor riesigen Wasserflächen. Eine Autospur führt hinein, aber wo sie wieder raus kommt, können wir nicht sehen. Watt nu? 🙄 🤪
Da tauchen drei Autos mit Südafrikanern auf, drei lustige Paare. Eins der Autos ist übrigens ein VW-Bulli, ich glaube T3, als Synchro mit einer 2.6L Maschine. Die gab es meines Wissens nach in Deutschland nie zu kaufen. Klasse Teil! 🤩
Wir kommen ins Quatschen und fragen, ob sie sich auskennen. Ja, der da vorne wäre wohl schonmal hier gewesen, die anderen sind auch total blank. Aber sie nehmen das sportlich. 🤩 Ob wir uns anhängen dürfen, fragen wir. Kein Problem, kommt die Antwort, jede Hand sei willkommen, die beim Ausbuddeln hilft. 😄 😄 Das ist genau mein Humor, die nehmen wir! 🤩 Und ihre Autos sind jetzt auch nicht die höher gelegten Tiefwasser-Monster. Wenn die das schaffen, schaffen wir das auch! 😎
Gemeinsam kehren wir um und versuchen die Strecke, die wir zuerst befahren haben, und bei der wir umgekehrt sind. Ein kurzer Blick, dann entdecken sie eine kaum zu sehende Reifenspur am Rande der Wasserfläche. Und kurz danach sind wir wieder auf Spur. Bingo, das war einfach. 🤩
Vor First Bridge halten wir und schauen, ob die überhaupt befahrbar ist. Sieht schon etwas wackelig aus, aber das wird schon gehen. Tut es auch. Direkt hinter der Brücke geht es einen Absatz runter ins Wasser. Vorsichtig runter, dann hält das vielleicht auch noch etwas länger. Wie das von der anderen Seite aus aussieht, müssen wir dann sehen.
Kurz vor Second Bridge kommen wir an das Umleitungsschild. Ja, ich habe davon gelesen, dass die Strecke nicht ohne ist, und dass es eine einfacherer geben soll. Aber ich habe keine Ahnung wo die verläuft, und da die Südafrikaner ahnungslos und voller Optimismus die ausgeschilderte Umleitung fahren, folgen wir widerspruchslos. Umkehren können wir immer noch. 🤩
An der offiziellen Wasserdurchfahrt wird kurz gehalten, dann fährt der erste ohne großes Zögern los. Das Wasser ist erst nicht sonderlich tief. Dann folgt ein deutliches Loch, die Motorhaube taucht einmal kurz und heftig ein, dann kommt er drüben wieder hoch, alles gut. Die beiden anderen folgen, gleiches Bild, gleiches Ergebnis.
Jetzt sind wir dran. Schnell noch eine Hasenpfote über die linke Schulter geworfen, und los. 😣 😣 Und was soll ich sagen, die Action Cam, die auf der Motorhaube montiert ist, taucht einmal unter, dann kommen wir in flaches Wasser - alles gut. Wo war gleich die Markierung für die maximale Wassertiefe, die wir mit diesem Auto fahren dürfen? Kann mich nicht erinnern…. Rolf folgt in gleicher Weise, dann sind wir alle drüben. Natürlich haben uns die Südafrikaner gefilmt, wir sie aber auch! 😈
Der Rest der Fahrt ist unspektakulär. In schönem Licht sehen wir viele Tiere in dieser großartigen Landschaft. Wir kommen an großen Wasserbecken vorbei, in denen sich Krokos und Wasservögel tummeln. Hier müssen wir morgen unbedingt nochmal hin. 🙂
Wir erreichen Third Bridge Camp und checken ein. Die Dame an der Rezeption, die uns unser Zelt zuweist, ist blendender Laune und wir haben viel Spaß. Wir tauschen noch Mailadressen mit den Südafrikanern aus, dann geht es zu unserer Zeltunterkunft.
Wir haben die beiden letzten Zelthütten. Gerechnet habe ich mit einer spartanischen Ausstattung, dass wir mit eigenen Schlafsäcken und Handtüchern auflaufen müssen. Weit gefehlt! Die Hütten sind fast neu, die Betten riesig, es gibt große Handtücher, einen kleinen Schreibtisch und Stromanschluss. Die Freiluftdusche macht einen guten Eindruck - das ist doch großes Kino!
Der einzige Nachteil der Zelte ist, dass sie sich ganz schön aufheizen. Erst im Laufe des Abends kann man es darin aushalten.
Dass wir heute Nacht in diesem riesigen Doppelbett schlafen werden, fühlt sich noch etwas ungewohnt an, aber wir genießen es!
Herzliche Grüße Martin
Teil 2416. Okt. 2025
30.08.2025 - Third Bridge
Teil 1
Wir schlafen wie ein Stein und werden tatsächlich erst um 6:30 wach, was ungewöhnlich spät für uns ist.
Wir frühstücken auf unserer Terrasse, ich betreibe noch etwas Daten-Hygiene, dann machen wir uns auf den Weg. Wir wollen uns mal nach Norden orientieren.
Wir sehen Giraffen, viele Geier (leider können wir nicht erkennen, ob es da einen Riss o.ä. gibt, an dem sie interessiert sind), Antilopen, Vögel etc.
Lilac-breasted Roller
Als wir in dichterem Buschwerk um eine Ecke kommen, steht vor uns ein Defender aus Südafrika auf der Piste. Der Typ steigt aus und erzählt uns, das hier vor kurzer Zeit ein Leo vom Baum und ins Gebüsch gesprungen ist. Leider wissen sie nicht wo er ist, aber sie wollen noch abwarten.
Uns ist das zu vage, wir mogeln uns an ihnen vorbei und fahren weiter. Als die Sonne dann zu hoch am Himmel steht, drehen wir um und fahren zurück. Der Defender steht immer noch da, gesehen haben sie den Leo aber nicht mehr.
Wattled Starling - Lappenstare (danke, Bele!)
Magpie Shrike
Little Bee-eater
Zurück im Camp räumen wir etwas auf und ruhen uns aus. Wir diskutieren über die Fahrt morgen zurück nach South Gate. Dass wir die Durchfahrten nach Third Bridge so gut geschafft haben, heißt ja nicht, dass es andersrum genauso einfach geht. Ein drittes Fahrzeug würde uns beruhigen. 🤪
In der nächsten Hütte hinter der von Anne und Rolf ist auch ein HighLux mit Dachzelt von Bushlore angekommen. Zwei Typen laufen da rum. Anne und ich gehen mal rüber und klönen etwas mit den beiden.
Paul und Nick kommen aus Australien. Und sie sehen genauso aus, wie ich mir echte Outback Typen vorstelle! Crocodile Dundee, 30 Jahre später. Ich schätze sie auf bummelich 70, wettergegerbt, kernig, die sind uns auf Anhieb sympathisch! 🤩
Sie sind auch am Ende ihrer Reise angekommen und wollen morgen nach Maun zurück. Na, das trifft sich doch wunderbar 😄 ! Wir fragen, ob wir gemeinsam fahren können, was für sie kein Problem ist. Aber sie warnen uns vor. Sie wollen um 08:00 starten, wenn das Licht noch schön ist, und wir sollen uns nicht wundern wenn sie immer wieder stehen bleiben würden weil sie Bilder machen müssen. Das kommt uns seeehr bekannt vor, ganz unser Ding. Super, passt, wir sehen uns morgen früh! 🤩
Fortsetzung in Teil2
Herzliche Grüße Martin
Teil 2516. Okt. 2025
30.08.2025 - Third Bridge
Teil 2
Bei schönstem Licht machen wir uns auf den Weg zu dem Pool, an dem wir auf dem Hinweg vorbei gekommen sind. Es ist einfach großartig dort 🤩 ! Für 2km brauchen wir eine Stunde 😗 . immer wieder beobachten wir vornehmlich Vögel, aber auch viele Red Lechwe, Warzenschweine, Krokodile etc. Leider lassen sich keine Raubtiere sehen, aber man kann nicht alles haben.
African Fish Eagle / Schreiseeadler nach erfolgreicher Jagd (Danke, Matthias)
Vier auf einen Streich! African spoonbill - Löffler
Little Egret
Schutz ist alles! - Blacksmith Lapwing
Yellow-billed Stork - Nimmersatt
Das Verhalten des Nimmersatt hat uns erstaunt! Immer wenn er den Schnabel zur Futtersuche ins Wasser gesteckt hat, hat er einen (nicht immer den selben) Flügel hochgestreckt. Ich habe das Verhalten bei keinem seiner Artgenossen beobachtet, und auch im Netz habe ich darüber nichts gefunden! 🤪
Als es langsam zu dunkel wird, fahren wir zurück. Wir wollen ja auch noch kochen. Die letzten Vorräte werden verbraucht, der letzte Sundowner gemixt - etwas wehmütig ist uns schon zumute 🙁 .
Bisher ist die Reise in nahezu allen Belangen optimal verlaufen. Die Zusammenstellung der Routen und Ziele war gut, es gab keine Probleme mit den Autos, der Ausrüstung - wir sind total zufrieden. Wenn morgen noch alles klappt, dann können wir diese Reise als eine der besten unseres Lebens einsortieren. Klingt jetzt etwas pathetisch, ist aber so. 🤩 🤩
Fazit Third Bridge Wir waren das dritte Mal auf Third Bridge, zwei Mal im Camper, dieses Mal in den Zelthütten. Beides ist prima. Die Campsites, die wir kennenlernen konnten, sind guter Standard, die Lage ist super. Ablutions sind auch gut. Die Zelthütten sind natürlich noch eine Schippe drauf, auch finanziell. Uns hat’s dort sehr gut gefallen. Third Bridge steht auf jeden Fall auf der “Auf-jeden-Fall-nochmal-Liste”. 🤩
Morgen geht's zurück nach Maun! Leider! 🙁
Herzliche Grüße Martin
Teil 2616. Okt. 2025
31.08.2025 - Third Bridge - Maun - die Reise geht zu Ende!
Ich schiebe den nächsten Tag gleich mal nach, da gibt es nicht so viele Bilder.
Frühes Wecken, wir wollen wenigstens nochmal in Ruhe frühstücken. Dann wird schnell abgewaschen, der Rest wird eingepackt, dann stehen wir pünktlich bei Paul und Nick vor dem Zelt. Sie sind auch schon fertig, und so kann es losgehen.
An der Rezeption halten wir kurz und werfen noch Trinkgeld in die Tipbox. Das wird mit johlendem Beifall von der Belegschaft kommentiert, die gerade von ihren Unterkünften mit dem Geländewagen am Tor ankommt 😄 . Wir verabschieden uns von der witzigen Truppe, dann geht es los.
Saddle-billed Stork
Tatsächlich halten die beiden Aussis oft an, aber genau da hätten wir auch gehalten. Das Licht und die Motive sind auch einfach zu gut 🙂 .
Wir nähern uns Second Bridge, und die beiden kümmern sich kein Stück um die ausgeschilderte Umleitung 😗 . Sie kommen kurz zu uns ans Auto und diskutieren mit uns. Sie schlagen vor, dass wir bis kurz vor Second Bridge fahren, dort hätten sie Reifenspuren gesehen, die auf der anderen Seite durch eine Furt führen. Bingo, das scheint genau die Strecke zu sein, die in den Foren empfohlen wird. Wir kommen an die Furt und Nick schlägt vor, dass wir uns links halten, da sähe es seiner Meinung nach gut aus. Jo, passt.
Und tatsächlich erreicht das Wasser bei der Durchfahrt kaum die Radnabe. Total easy kommt man da durch 😄 .
Gut, jetzt haben wir vorgestern die spektakuläre Show-Einlage gehabt, mit der wir bei unseren Freunden angeben können, aber heute gibt es mal die einfache Version, das hat doch auch was. 🤩 🤩
Weiter geht’s zur First Bridge. Hier hatte man uns am Gate davor gewarnt, dass ev. die Stufe aus dem Wasser hoch zur Brücke ein Problem sein könnte, falls zu viele Autos die Stufe ausgefahren haben sollten. Wir nähern uns sehr vorsichtig und lassen das Auto langsam hochklettern. Gar kein Problem, das geht total einfach. Bingo, damit haben wir das auch geschafft. 🤩
Jetzt geht es auf verschlungenen Pfaden durch den Park. Immer wieder müssen wir halte um Fotos zu machen. Zwei Mal werden wir von kleinen Gruppen V8 - äh - Elefanten ausgebremst, die direkt neben der Pad fressen müssen. Wir gedulden uns, machen den Motor aus und genießen das Schauspiel. 🤩
Am South Gate verabschieden wir uns von Nick und Paul, dann melden wir uns ab und machen uns dann erstmal eine Tasse Kaffee. Nur nicht hetzen! 😄
Dann folge die lange, mühsame und nervige Strecke. Erst zur “Hauptstraße”, dann weiter nach Shorobe. Wir kommen an den Vet Fence und müssen nochmal in die Matschepampe treten. Weiter geht’s. Es rüttelt und schüttelt, ständig muss man wegen tiefer Löcher stark abbremsen, auf der Trasse nach Shorobe folgen zusätzlich lange Tiefsandpassagen - als wir in Shorobe endlich Asphalt erreichen, bin ich ganz schön durchgeschüttelt und mein Kreuz meldet sich vernehmlich 😵 😈 . Die Schlaglochpiste bis Maun ist eine echte Erholung! 🙄
Auf den Fotos sieht die Strecke immer so harmlos aus...
Wir pumpen die Reifen wieder auf, dann geht es zum “The Waterfront” in Maun. Hier wollen wir noch einen Tag bleiben. The Waterfront gefällt uns deshalb so gut, weil die Zimmer groß, hell und klimatisiert sind. Da lässt sich gut packen.
Wir werden von Ray, der das Hotel vor ca. zwei Jahren übernommen hat, sehr freundlich empfangen. Wir beziehen Wohnung Nr. 5 im Obergeschoss, Anne und Rolf beziehen Nr. 6. Nachdem wir ausgeladen haben, setzen wir uns zu einem Gin-Tonic auf die Terrasse. Auch hier schreibt man die Getränke einfach auf’s Zimmer. 🤪
Eigentlich wollten wir heute Abend zu Marc zum Essen gehen, aber es ist Sonntag, und da hat Marc geschlossen. Hilary’s hat auch zu, da empfiehlt uns Ray die “Okavango Brewery”. Die kennen wir auch schon, dort haben wir uns 2023 mit Betty und Thomas getroffen. Na gut, dann versuchen wir das nochmal.
Das hauseigene Taxi bringt uns hin. Wir sitzen unter freiem Himmel, bestellen Steaks und Pommes. Dazu ein Bier aus der eigenen Brauerei. Begeistert sind wir nicht, das Fleisch ist so la la, aber es geht, und wir werden satt. Dann lassen wir uns wieder abholen und sind 20 Minuten später wieder im The Waterfront. Wir holen uns noch einen letzten Gin-Tonic, den wir am Feuer genießen. Lange bleiben wir aber nicht mehr, wir sind nach der langen Fahrt geschafft.
Herzliche Grüße Martin
Teil 2717. Okt. 2025
Moin,
so, kurz und knackig der letzte Teil unserer Reise. Nur der Vollständigkeit halber, viel spannendes ist nicht passiert.
01.-02.09.2025 - Ende der Reise - Heimflug
Ja, es ist Luxus noch einen Tag extra in Maun einzubauen. Für uns war’s genau richtig so. Kein Stress, wir wollten unbedingt mal zu Hilary’s, abends zu Marc, Anne und Claudia wollten noch ein paar Stände entern - warum Stress machen? 🤪
Wir haben herrlich geschlafen. Das Frühstück ist europäisch, es gibt sogar “German Bread”, also Schwarzbrot, dass wohl von einer Frau in Maun extra für’s “The Waterfront” gebacken wird. Divers Sorten Käse, Wurst, Schinken, Joghurt, Obst - großartig. Gerade das Brot haben wir doch vermisst. Ständig das weiche weiße Toastbrot, das geht einem irgendwann auf die Ketten. 😵
Das Frühstück wird wie immer von diversen Vögeln "begleitet" 😛, die sofort unbeaufsichtigtes Frühstück begutachten. 🤩 🤩
Oben auf dem Zimmer sehe ich plötzlich zwei Hammerköpfe am Flussufer! 🤩 Das ist für uns eine Erstsichtung! 🤩
Am späten Vormittag fahren wir in die Stadt und schauen mal bei Bushlore rein. Es konnte uns nämlich niemand sagen, ob wir die Autos im Depot, oder am Flughafen abgeben können. Wir einigen uns auf “Flughafen” und verabreden uns für morgen Vormittag um 10:00.
Bei Riley’s Garage wird voll getankt. Das dauert etwas bis der Doppeltank wirklich voll ist. Wir rechnen aus, dass wir von Maun bis Maun auf der Strecke durch Khwai / Moremi im Durchschnitt 15L auf 100km verbraucht habe. Damit kann man echt zufrieden sein, finde ich.
Dann wollen Claudia und Anne noch auf den Markt gegenüber von Riley’s. Nach meiner groben Schätzung werden hier zu 90% China-Schuhe verkauft. Ein paar Stände mit Hülsenfrüchten und Gemüse fallen kaum auf. Wobei wir uns das merken werden, da könnte man ev. mal ein paar Zutaten kaufen, die wir im Supermarkt vergeblich gesucht haben. 😕
Mir wird es aber doch bald zu warm, ich brauche dringend Schatten. So machen wir uns auf den Weg zu Hilary’s. Wenn man das nicht kennt, ist es garnicht so einfach zu finden. Hinterhof, und dann in der dunklen, schattigen Ecke. Aber es ist wunderbar dort! Noch haben wir viel Platz, wir bestellen was zu trinken und klönen etwas mit Hilary. Es ist fast Mittag, wir haben Hunger. Aus der Karte bestellen wir ein paar Kleinigkeiten, und es ist sehr lecker! Hier gefällt es uns richtig gut! Wir können uns kaum losreißen.
Dann wollen Claudia und Anne noch zu den Ständen am Straßenrand, bei denen man Tücher, Schürzen etc. kaufen kann.
Aber dann ist Schluss, es geht zurück, wir müssen packen. Damit lassen wir uns Zeit, wir sortieren und packen in Ruhe.
Gegen Abend lassen wir uns zu Marc’s Eatery fahren, wo wir schon vor ein paar Tagen einen Tisch reserviert haben. Als wir im “The Waterfront” auf das Taxi warteten, haben wir noch mit einem Paar aus der Nähe von Aachen sehr nett geklönt. Wir haben ihnen auch Marc empfohlen, und sie haben auch noch einen Tisch bekommen.
Es ist wieder sehr schön und gemütlich hier. Marc begrüßt uns und erklärt uns die Karte. Das klingt alles hervorragend! Wir bestellen Filet und Ox Tail. Dazu einen Wein, den wir uns von Marc empfehlen lassen.
Das Essen ist einfach hervorragend, das Fleisch ist auf den Punkt, der Wein passt wunderbar. Das ist ein großartiger Abschluss für eine gelungene Reise!
Am nächsten Morgen sind wir um 7:00 Uhr geduscht am Frühstückstisch. Die Taschen sind schon im Auto, wir können uns also Zeit lassen. Wir unterhalten uns noch mit zwei australischen Paaren, die eine Fly-In-Safari gemacht haben und auch auf dem Heimweg sind.
Um 9:45 sind wir am Flughafen. Pünktlich sind die Bushlore Mitarbeiter da und wir machen uns an die Übergabe. Es klappt alles super und wir bekommen den Vermerk “no problems, perfect car” in unser Übergabeprotokoll. Wir können das unsererseits nur bestätigen, die Autos haben uns auf rund 2.400km perfekt begleitet, es gab keine Probleme. 🙂
Bis zum Checkin bei Airlink sind es noch 30 Minuten, dann geben wir das Gepäck ab, werden an der Kontrolle durchgecheckt, und sitzen dann in der kleinen Abflughalle. Der Flughafen ist wirklich winzig und nett. Dann wird unser Flug aufgerufen und wir laufen zum Flugzeug. Anne und Rolf haben das Glück, dass sie auf Business umgebucht werden. Das ist auf dem kleine Flieger keine Welt, aber die Sitze haben doch etwas mehr Platz und es gibt besseres Essen. Ja, tatsächlich bekommen wir auf diesem kurzen Flug noch etwas zu essen!
Leider kann man das Gepäck bei Airlink nicht nach Frankfurt / Hamburg durch-checken. In Johannesburg müssen wir also wieder einreisen, was lange Schlangen bedeutet, die Taschen abholen, und dann hoch in den Abflugbereich gehen. Vorher werden wir von einem sehr nervigen, orange/schwarz bekleideten Typen abgefangen (von der Sorte laufen da jede Menge rum), der sich sofort unseren Wagen schnappt uns uns zum Lufthansa-Schalter bringt. Klar, dass er für den Service Geld will. 🙄 Dass ich diesen Service nicht bestellt habe, zählt offensichtlich nicht. Ich haben überhaupt keine Lust auf eine Diskussion, die ich nur verlieren kann. 😈 Ich habe keine RAND mehr, gebe ihm US$. Scheint ok gewesen zu sein.
Vor dem Schalter der Lufthansa steht eine junge Mitarbeiterin und möchte Claudias Fotorucksack in eine Handgepäck-Schablone drücken und wiegen. Passt nicht, und er wiegt über 9kg. Tja, das wäre ein Problem, was denn da drin wäre? 🤩 Als Claudia ihr sagt, dass da Kameras und Objektive drin sind, ist auf einmal alles klar. Das kennt sie wohl, wir dürfen passieren. Meinen Rucksack hat sie glücklicherweise garnicht erst gewogen! 😛
Der Rest ist normal. Gepäck aufgeben dann den langen Weg zum Gate. Wir haben noch lange Zeit bis zum Boarding. Ich bin doch jetzt arg durch, das war doch anstrengend. 😵
Da wir auf dieser Reise das große Privileg haben, auf dem Flug von Hamburg nach Johannesburg und zurück Business fliegen zu dürfen, fragen wir in der Lounge nach, ob wir Anne und Rolf mit in die Lounge nehmen dürfen. Gegen einen akzeptablen Betrag geht das, und so können wir bis zum Abflug gemeinsam richtig entspannen, etwas essen und trinken, und ich kann sogar noch duschen. 🤪
Der Flug nach Frankfurt ist dann wieder entspannt. In Frankfurt verabschieden wir uns herzlich von Anne und Rolf, die wieder großartige Reisepartner waren. Sie suchen sich einen Zug, der sie zurück nach Karlsruhe bringt. 😁
Wir haben noch zwei Stunden bis zu unserem Anschlussflug nach Hamburg. Üppig, habe ich mir gedacht. Ja, BlowingCake! 😈 Wir müssen wieder durch die Sicherheitskontrolle, und dort sind so wenige Kontrollstellen besetzt, dass riesige Schlangen vor den Kontrollen entstehen. Die ersten werden unruhig, weil ihre Flüge schon aufgerufen werden, und auch bei uns ist nicht mehr viel Luft. 😵
Glücklicherweise will diesmal niemand die Kameras und Elektronik genauer ansehen. An der folgenden Passkontrolle wird es so langsam auch für uns eng. Das ist keine automatische Kotrolle, hier wird noch manuell kontrolliert. Jetzt sind wir diejenigen, die höflich um Vortritt bitten. Nette Menschen lassen uns vor, und nach lange Gängen von Gate Z nach A16 kommen wir exakt zum Boarding an. Punktlandung, könnte man sagen. Ich hätte es aber doch gerne etwas weniger stressig gehabt. Nächstes Mal drei Stunden Puffer! 😣
Der Rest ist kaum des Tippens Wert. Landung in Hamburg um 8:30, Gepäck kommt zügig, wir entern ein Taxi, dann sind wir um 9:30 wieder zuhause.
Gemeinsam mit unserem Katzensitter trinken wir noch eine Tasse Kaffee, dann verabschiedet er sich, und wir kommen erstmal in Ruhe an.
Fazit
Wie oben schon beschrieben, hat, bis auf winzige Unschärfen, eigentlich alles geklappt. Die Planung, die eingefleischte Afrika-Camper sicher als arg weichgespült empfinden werden, war für uns, ganz besonders für Claudia, genau richtig. Und besonders dieser Punkt war mir wichtig. 🤪
Die Technik hat mitgespielt, das Auto war Klasse, wir haben nette Menschen kennen gelernt, hatten tolle Sichtungen - alles war nahezu perfekt. 🤩
Und was mich ganz persönlich sehr freut ist die Tatsache, dass Claudia schon am Tag nach der Rückkehr fragt, ob wir nächstes Jahr wieder nach Afrika fliegen! Das hätte ich nicht erwartet! 🤩 Gut, nächstes Jahr wird doch etwas arg eng, aber über 2027 können wir reden! 😄 😄
Herzlichen Dank für Eurer Interesse an unserer Reise, Eure Kommentare, und für’s eifrige Danke-Button-Drücken. 😄