Liebe Foris Um die Gruppe zu verstehen, braucht es einige Erklärungen. 1993 war ich mit 3en der 5er Gruppe auf der abenteuerlichsten Reise meines Lebens in Brasilien. Da gab es noch keine Lodgen, sondern nur Hängematten irgendwo im Pantanal zwischen 2 Bäumen und mit Moskitonetz geschützt. Gebadet hat man im undurchsichtigen Wasser mit Kaimanen und Piranhas – keiner wurde angeknabbert. Der Reiseleiter verdiente diesen Titel überhaupt nicht! Auf dem Rio Tapajos brach der Schiffsmotor immer wieder zusammen. Kurz es war eine Reise, die man nie vergessen kann.
In all den Jahren brach der Kontakt nie ab. Am 24.8.2024 kam eine Whatsapp “ich habe Dir eine Mail geschrieben”, das von RZ. Ich staune, sie wollen auf Safari kommen und noch etwas bädele am Ende. Also ran an die Planung. Die Teilnehmer RZ (männlich) + BW (weiblich), BB männlich, RI weiblich + Ehemann DI. Die ersten beiden kommen aus der Innerschschweiz, leben aber bei Bern, die anderen sind aus Bern und sprechen auch die Sprache von Züri West. Das gab mit mir als Zürcherin natürlich oft Anlass zu ganz viel Gelächter. Aber wir lernten die Fremdsprachen….
Der Plan stand und der 14. Juni kam. Ich fuhr vor Mittag los, da ich noch ein paar Besorgungen machen wollte und mich vor deren Ankunft vorerholen wollte. Ich spazierte grade durch Nairobi auf der Suche nach meinem Taxifahrer. Da klingelt das ausnahmsweise eingeschaltete Smartphone. BB sagt, “wir haben den Flieger verpasst”. Meine Reaktion “mach kei Saich” – nein, es war leider ernst. Das Reisebüro hatte denen einen Flug mit 1.5 Stunden Aufenthalt in Paris empfohlen. Ich riet ab. Fliegt am Abend, schlaft in einem Hotel und dann sollte es klappen. Ich hatte ja von 2 England Besuchen viel Erfahrung mit Flugverspätungen. Die 1.5 Stunden vor dem Flug einchecken, reichten nicht. Schweizer können nicht durch den EU Schalter und werden mit Leuten, die ihre Papiere nicht in Ordnung haben, in die gleiche Reihe gestellt. Es ging nicht vorwärts und auch bitten half nicht. Blöd…. Also suchten sie einen neuen Flug und schliefen nochmals in Paris. Soll ich nach Hause oder ins Hotel – ab ins Hotel, das Zimmer ist ja bezahlt und somit kann ich mich morgen ausruhen und vom Schreck erholen.
15.6. Massage, Schlafen, Lesen und einfach kaum was tun. Diesmal klappte es, sie sassen im Flieger und ich holte sie am Terminal ab. Wohl haben einige Rumstehende bei der überschwenglichen Begrüssung blöd geschaut – war uns egal. Wir freuten uns alle so sehr, uns endlich wieder zu sehen. Das letzte Mal war 2020 kurz vor Covid. Ein Drink und ab ins Bett.
16.6. Joseph kam nur wenige Minuten nach 8 Uhr. Stau, obwohl er ganz früh von zuhause los gefahren war. Begrüssen und vorstellen, Gepäck rein und zu mir nach hause. Sie wollen ja sehen, wie ich lebe und zudem mussten die 4 kg Schweizer Käse und die Migros Schockolade in den Kühlschrank. Die Wanderameisen, die das erste mal in 13 Jahren im Garten eingezogen waren, liefen immer noch rum.
Weiter geht es nach Ol Pejeta. Am Eingang was für Neuerungen. Elektronische Eintragung von jedem einzelnen…. Zum Mittagessen sind wir im Sweetwaters Zeltcamp und pirschen am Nachmittag.
Für meine Freunde war es Neuland. Nur RZ und BW waren vor ganz vielen Jahren mal in Kenia. Somit ist auch der Kronenkranich eine Erstsichtung.
Klar ging es hier vor allem um die Nashörner, denn die werden wir auf der Tour nicht mehr zu sehen bekommen. Ol Pejeta ist eins der Schutzgebiete mit der höchsten Nashornzahl. Spitzmaulnashorn. Der Bulle hatte einige Kratzer und die Fliegen nutzen das, wie auch die Madenhacker. Wir sahen auch etliche Breitmaulnashörner.
Zebras sind immer schön und diese werden auch nicht die letzten sein.
So nah bekommt man ihn selten – Hirtenregenpfeifer / Kittlitz’s Plover
Vorne frisst die Kuhantilope und hinten kommt es raus
Wir fahren durch den Sumpf und finden eine Elefantenfamilie im Abendlicht
Kaum sind wir im Sweetwaters Camp wird es dunkler und unser Fahrzeug für die Nachtpirschfahrt kommt auch schon. Also ganz warm anziehen, auch das Stirnband, denn es zieht. Zum Glück hatte ich die Pirschfahrt auf heute gebucht, denn gestern hätten wir sie verpasst und das wäre echt schade gewesen.
Eins der ersten Tiere, die wir sichten, ist ein stattlicher Löwenmann. Klar reicht das Scheinwerferlicht nicht aus, um scharfe Bilder zu schiessen. Wir beeindrucken ihn gar nicht…
Ein Stachelschwein bewegt sich von uns weg. Unfotografierbar. Doch dann sitzt da eine Eule und ich werde hell wach. Kapohreule / Marsh Owl. Ist halt schwierig auf die Distanz im Dunkeln ein klares Foto zu bekommen. Aber das Sehen ist auch ein tolles Erlebnis.
Zebra und Antilopenaugen leuchten im Dunkeln – es war spannend und der Fahrer und Spotter haben ihre Sache gut gemacht.
Als wir im Sweetwaters zurück sind, warten sie mit dem Abendessen auf uns. Danach gabs eine Nacht mit geschlossenen Canvasklappen, was ich nur hier tue, um nicht zu erfrieren.
Teil 211. Juli 2025
16.6. Es war eine gute Nacht ohne Frieren. Doch zum Morgenessen ziehe ich mich wieder brav warm an, obwohl es nicht sooo kalt ist. Ich sehe meine Freunde, die angestrengt auf die aufgehende Sonne und den Mount Kenia starren.
Ein gutes Frühstück und los geht es. Den Netzgiraffen wird einiges an Aufmerksamkeit geschenkt. Aber sie beäugen uns auch sorgfältig bevor sie dann über den Weg gehen.
In Nanyuki holt Joseph etwas für den Landcruiser und ich treffe mich mit Richard, der eine meiner kommenden Touren leiten wird und ich ihm einige Sachen geben musste.
Vorbei an Treibhäusern und runter ins trockenere Land des Samburu Gebietes. Die Stadt Isiolo ist immer gleich – verrückte Motorradfahrer wie überall und ein Gemisch von Stämmen und Religionen. Bald sind wir in Archer’s Post und auf der Holperstrasse. Das Einchecken mit den vorbezahlten Tickets geht rasch und ich muss sagen, sie waren wieder sehr nett.
Noch beim Eingang sah ich einen Summervogel – ach die Berner meinen das heisst Schmetterling. Von meinem Schmetterlingsbestimmer auf Facebook habe ich den “Befehl” bekommen, die Lepidoptera (Schmetterlinge) nicht zu vergessen. Und ich bin ja so was von gehorsam 😉 … African Monarch oder African Queen / Kleiner Monarch / Danaus chrisyppus – Familie Nymphalidae / Unterfamilie Danainae und er sitzt auf einer Acacia (Vachellia) senegal senegal. Man beachte die 3 kleinen Widerhaken, also ein Warte ein bisschen Baum. Eine Biene fliegt rechts im Bild weg. Akazien sind so wichtig für Insekten und genau aus denen brennen sie im ganzen Land Kohle. Dann wundern sie sich, warum es weniger Bienen und weniger Ernteertrag gibt.
Schon bald sind wir im Elephant Bedroom Camp und bekommen die Regeln vorgesagt. Wir haben fast die hintersten Zelte. BB und ich haben ein Luxuszelt. Dies war das letzte verfügbare für unsere Daten. Ich bemühe mich, etwas mehr Ordnung zu halten als normal, wenn ich alleine im Zimmer bin. Jedes Zelt hat ein Plantschbecken, das ich nie benutzte.
Auf dem Weg vom Zelt zur Essterrasse begegneten mir die Rotschnabeltokos / Northern Red-billed Hornbill. 2 davon sind noch Jungtiere mit dem kürzeren Schnabel. Deren Kommunikation höre ich noch öfters.
Wir sassen ganz gemütlich beim Mittagessen an den Tischen nahe beim Fluss, als der Ruf kam. Kommt hoch, Obama ist im Anmarsch. Dies einer der ansässigen Elefantenbullen und er trägt ein Senderhalsband. Man sieht auch die Sandsäcke, die das gelegentlich vorkommende Hochwasser blockieren soll. Wenn der Ewaso Nyiro Fluss kommt, dann sollte man recht weit weg sein.
So lecker wie es aussieht, war es auch
Als wir kurz vor unserer Abzweigung zu unserem Zelt waren, zeigte einer der Wächter hoch auf den Baum. Ich traute meinen Augen nicht – ein Pärchen Afrika Zwergohreulen / African Scops-owl. Wir alle waren begeistert und werden sie die Tage noch öfter sehen und am frühen Morgen rufen hören. Für mich eins der Highlights der Tour, da man die so gut gesetzt selten zu sehen bekommt. Im Moment war das Licht nicht ideal und Ihr werdet sehen, ich versuchte immer wieder bei jeder Gelegenheit und anderen Lichtverhältnissen. Zudem war die Position jeweils minim anders. Sie sitzen auf einer Schirmakazie, erkennbar an den langen, dünnen Dornen und den kleinen Wiederhaken. Ein anderer Grund, weshalb Akazien so wichtig sind. Bei einer anderen Gelegenheit sage ich einem Wächter, was für ein Vogel das ist. Sofort geht er im Smartpone nachschauen und ist super happy, dass er dies nun den Gästen richtig sagen kann.
Teil 311. Juli 2025
Um 16.00 Uhr geht es auf Pirschfahrt. Es ist leicht bewölkt, was die Temperatur angenehm macht, aber nicht top zum Fotografieren ist.
Kirk’s Dikdik / Madoqua kirkii ein Weibchen. Die Männchen haben kurze Hörnchen. Jede Gegend hat seine Dikdik Art oder Unterart.
Klar darf die nördlichste Giraffe, die Netzgiraffe nicht fehlen. Hier 2 Bullen
Das nächste für Samburu typische Tier – Beisa Ory. Die weissliche Pflanze ist eine Aerva javanica, Familie Amaranthaceae / Fuchsschwanzgewächse. Diese finden wir noch in anderen Gegend. Es scheint, die haben Saison.
Die grazilen Gerenuks sind immer wieder schön. Diese kommen auch in den Tsavos und Amboseli vor, also in Akazienland, da sie die Blättchen fressen.
Ich glaube es war BB, der von hinten rief, da ist etwas im Gebüsch. Wow – wir können der Streifenhyäne eine Weile zuschauen. Sie kommt und geht und wird gelegentlich ohne zu viel Gras, das die Kamera irritiert, gesehen werden. Was sie da findet, konnten wir nicht identifizieren.
Das ist Tamu. Sie kam als Kitz ins Camp ist nun seit einigen Jahren dort. Die Ranger und Lodgeangestellten sind ihre Herde und gelegentlich auch Besucher. Wenn man sie am Kopf vorne streichelt, fängt sie an wie eine Ziege zu böckeln und so schwach ist sie nicht, aber lustig
Ein gutes Abendessen und eine herrliche Nacht zum Schlafen.
Teil 412. Juli 2025
17.6. Klar jage ich alle früh aus dem Bett, nach dem Motto, Morgenstund hat Gold im Mund. Der Koch bemüht sich kurz vor 06.30 Uhr das Frühstück fertig zu haben. Kurz nach 7 sind wir schon unterwegs.
Toll ist, dass sich auch die nicht Ornis für Vögel interessieren. Taitawürger / Taita Fiscal im Morgenlicht
Schön, dass uns die Grossen Kudus begegnen, denn auf der Tour bestand die Möglichkeit nur hier im Samburu. Einige der Bullen hier sind echte Prachtskerle.
Die farbenprächtigen Geierperlhühner / Vulterine Guineafowls kann man doch nicht ungeachtet lassen
Das ist das Bild, das mir noch in der Wurmbüchse fehlte – Blaunackenmausvogel / Blue-naped Mousebird
Joseph ist auf nicht Birding Safaris wählerisch für welche Vögel er anhält. Doch er hat die Augen offen für den Blass-Spint / Somali Bee-eater auch wenn ich ihn wieder verpasste – leider. Einer seiner Lieblingsvögel ist der Rosenwürger / Rosy-patched Bushshrike / Rhodophoneus cruentus hilgerti. Da hält er sofort an. Spass beiseite, Joseph hält immer, wenn ich stop sage und da etwas interessantes ist. Das die Unterart vorwiegend nördlich des Äquators. Die im Tsavo sehen anders aus – das werdet Ihr noch zu sehen bekommen. Das Männchen hat ein Insekt erwischt. Ob es schmeckt? Es ist eine Feuerwanze / Cotton Stainer
Was für ein toller Anblick so viele Kronenkraniche im Samburu! Dahinter die voll eingezäunte Ashnil Lodge. Etwas weiter flussaufwärts entsteht deren 2. Lodge und ist von Weitem sichtbar – nicht mein Geschmack.
Da wo viele Autos stehen, muss etwas los sein. 2 Geparden aber leider total verdeckt, so dass man nur wenige Teile erraten kann. Plötzlich wird es mir schlecht und wir fahren weiter. Irgendwo weg vom Geschütz gehe ich mal hinter einen Busch. Das Aufstehen hat mir gut getan, es geht mir wieder besser. Nun geht es zurück ins Camp zum Mittagessen und Mittagsrast.
An dem gegabelten Schwanz und den roten Augen erkennt man den Trauerdrongo / Fork-tailed Drongo. Er sitzt auf einer abgestorbenen Fluss Akazie / River Acacia / Vachellia elatior. Die augeblasenen Dornen sind typisch. Sie wachsen wie der Name sagt an Flussufern.
Teil 512. Juli 2025
Um 16.00 starten wir die Nachmittagspirschfahrt. Samburu ist bekannt für seine Elefanten. Entweder sieht man viele oder gar keine
Was macht ein Rosapelikan / Great white Pelican in Samburu? Ich glaube, das war mein erster. Aber das ist das Schöne an der Natur, man weiss nie was kommen wird.
Elefant, der Fluss mit etwas Wasser und die einfach tolle Landschaft des Samburu
Der Fluss ist die Lebensader der Gegend
Gelbkehlfrankolin / Yellow-necked Spurfowl – diese Hühner und Verwandten rennen überall rum und manchmal vor dem Auto, weil sie nicht vom Weg weg wollen
Joseph hat Katzengeruch in der Nase und da wo wieder einige Autos stehen, finden wir den Pascha auch. Immer diese Zecken und Fliegen – ich würde die ja gerne wegmachen, doch Löwe hätte da wohl kein Verständnis. Ein 2. Löwenmann liegt im Fluss.
Fast zur Zeit, als wir ins Camp müssten, fragt Joseph, ob ich wüsste, dass es heute einen Sundowner gibt. Nein, weiss ich nicht, mir sagte niemand etwas. Er meinte, er könnte uns hinbringen und wir gingen dann zu Fuss ins Camp zurück. Es ist ja nur etwas mehr als 1 km oder ich könnte fahren. Seit Jahren habe ich keinen Führerschein mehr, was hier zwar keine Rolle spielen würde. Da mir beide Optionen nicht gefallen, muss Joseph halt mit – er hatte es ja auch nicht ernst gemeint. Er findet auch etwas zum Trinken und Knabbern. Einen sehenswürdigen Sonnenuntergang gab es leider nicht.
Und wieder werden wir mit leckerem Essen verwöhnt.
Gute Nacht
Teil 612. Juli 2025
18.6. Einen schöneren Auftakt in den Tag kann man sich nicht wünschen. Ich weiss nicht, wieviele Fotos ich nun posten soll….
Und dann kommt noch ein einzelner, vermutlich ein Bulle
Vor mir auf dem Baum sitzen Weber. Bei genauerem Hinsehen kann man verschiedene Arten erkennen. Die grosse Zahl sind Maronensperlinge / Chestnut Sparrow. Mit dem roten Band die Bandastrild / Cut-throat finch und unscheinbar blass ein Sahelsteinsperling (wo die die Deutschen Namen teilweise her haben….) / Yellow-spotted Bush-Sparrow
Teil 713. Juli 2025
Es geht leicht aufwärts und da sitzt ein Kampfadler von Ästen verdeckt. Es scheint er/sie sammelt Nistmaterial. Sie brüten im Samburu. Greife haben wir auf der Tour recht wenige gesehen.
Der Katzengeruch zieht Joseph an. Was für eine Freude, die Geparden sind aktiv und kaum Autos da. Wir können deren Anblick in vollen Zügen geniessen. Es ist etwas nach 9 Uhr. Die Geparden sind am Aufwachen. Einer schaut schon rum. Dann kommt das ausgiebige Strecken und Gähnen, um richtig wach zu werden. Der andere folgt.
Man sieht es ihnen an, Schabernack ist ihnen ins Gesicht geschrieben
Keiner von uns hat diesen Sprung erwartet und somit sprang er allen aus dem Bild
Es sind einfach wunderschöne Tiere. Die Show geht zu Ende. Sie dauerte nur 6 Minuten. Entweder man war hier oder verpasste es. Sie laufen gemütlich zu einem neuen Ruheplätzchen.
Teil 813. Juli 2025
Ein weiterer Vogel, für den Joseph den Rückwärtsgang einlegen musste… Weisskopfmausvogel / White-headed Mousebird
Ich will die Brücke sehen, die Samburu und Buffalo Springs innerhalb der Reservate verbindet. Und siehe da, sie steht recht fest. Es dauerte einige Jahre, bis sie wieder aufgebaut wurde, nachdem der Ewaso Nyiro sie ein paarmal mitgerissen hatte
Und da leben auch die Klippschliefer
Wir sind wieder im Camp und RI späht mit dem Fernglas rum. Da sagt sie Schlange…. Klar bin ich sofort in Bewegung mit der Kamera in der Hand. Es ist eine harmlose Gefleckte grüne Buschnatter / Speckled Greensnake / Philothamnus punctatus. Sie sucht in der Palme nach Geckos und Skinken. BB wollte nicht glauben, dass ich die so schnell aufs Bild bekam und meinte ich hätte das Foto schon in der Kamera gehabt. Ich sage nur, entweder kann man seine Arbeit gut oder nicht – er lakonisch “Bluffer”. Und so ging es auf der Reise, nie ein langweiliger Moment.
Ich durfte grade Gerber Käsefondue als Staerkung fürs Berichteschreiben essen (klar zuhause)
Heute ist Obama früh dran (12.12 Uhr), wir waren auf der Terrasse und konnten ihn echt toll beobachten. Elefantentypisch nimmt man nicht einfach alles ins Maul. Es muss erstmal mit dem Rüssel berochen werden. Palmenfrüchte keimen fast nur, wenn sie den langen Elefantendarm durchwandert haben.
Elefanten hört man nicht beim Gehen. Die haben ein Gel artiges Polster, das sie ganz weich auftreten lässt.
Heute ist Körperpflege angesagt und man sieht den Baumstämmen an, dass er sie nicht das erste Mal benutzt
Und so sieht ein Elefantenohrenstäbchen aus – Kommentar der Gruppe
Obama zieht selbstbewusst ab. Vorbei an den Zelten. Er zeigte nie die leichteste Irritation, obwohl da Leute in seiner Nähe waren.
Nun ist der Weg zu unserem Zelt frei. Am Weg entlang wuseln etliche Schmetterlingsarten und die Einsiedleragamen / Kenya red-headed Rock Agama
Ein sehr häufiger Schmetterling ist der Kapernweiss / Brown-veined or Caper White / Belenois aurota. Die Pflanze finde ich nicht im Buch
Teil 913. Juli 2025
Das eine der Knacknüsse zum Fotografieren, aber auch bestimmen. Braunbül / Northern Brownbul gleich vor unserem Zelt
Und die süssen Afrikanischen Zwergohreulen sitzen wieder am gleichen Ort, aber in anderem Licht
Es gibt einfach immer etwas zu sehen und das so zur Essenszeit. Nein, es sind nicht 2 verschiedene Elefantenarten, aber die haben verschiedene Erde zum bepudern gefunden. Im Buffalo Springs Reservat hat es weisse Erde, im Samburu rote.
Der Raubadler / Tawny Eagle / Aquila rapax belisarius (die nördlichere Unterart) stellt sich toll zu Schau
Auch ein Grevy Zebra Hengst hat Durst
Und nun wieder die Verwirrung mit Art und Unterart. Sie heisst nördliche Grantgazelle oder Bright’s Gazelle und ist entweder Art oder Unterart – Nanger (granti) notata. Im Amboseli und den Tsavos sind bereits andere.
Was sich bei uns ums Zelt so rumtreibt – östliche Zwergmangusten / Helogale hirtula. Der eine markiert grade “seinen” Stein
Teil 1016. Juli 2025
Die oestliche Zwergmanguste heisst uebrigens auch Somali Zwergmanguste oder Aethiopische Zwergmanguste.
Am Nachmittag gibt es zum Auftakt 2 frisch gepuderte Grevy Zebra Hengste. Die Stuten und Junggesellen sehen wir nicht. Die sind wohl in ergiebigeren Weidegründen ausserhalb des Schutzgebietes.
Hier sieht man den Unterschied Männchen / Weibchen bei der Bright Gazelle sehr gut. Die Hörner der Weibchen sind viel schwächer und kürzer
Ich beobachte einen Damarabaumhopf / Violet Woodhoopoe wie er Käfer aus totem Holz raus hackt. Das Licht war mies, drum mehr ein Scherenschnitt, aber es zeigt, dass totes Holz nicht tot ist, sondern voller Leben.
Flammenbartvogel / Red-and-yellow Barbet sind immer eine Augenweide
Schmuckflughuhn / Black-faced Sandgrouse Männchen erst, dann Weibchen
Das ist leider schon unser letzter Sonnenuntergang im Samburu
Wolfspinnen gehören zu den schöneren Spinnen. Typisch, die Weibchen tragen die Jungen auf dem Rücken. Sie war nicht so klein.
Eine kleine Kröte sitzt auf unserer Treppe. Was ist es für eine? Trotz Buch kann ich sie nicht bestimmen. Doch Stephen Spawls, eine Kapazität für Reptilien und Amphibien, der auch mehrere Bücher geschrieben hat, hat geholfen. Lugh Toad / Mertensophryne lughensis (war früher Poyntonophrynus lughensis). Er meinte, dass für Samburu noch keine gemeldet wurde. Das liegt wohl daran, dass wenige Leute Kröten fotografieren und wenn, sie dann einfach als Kröte abtun. Einen Deutschen Namen finde ich leider nicht für die echt kleine Kröte
Im Bericht habe ich 2 Tage zusammengefasst, da an einem nicht viel zu sehen war.
20.6. Es heisst Abschied nehmen und auch Tamu sagt uns auf Wiedersehen. Einfach süss, wie alle so lieb sind mit ihr.
Es geht aus dem Samburu raus, über die Brücke und hoch nach Nanyuki. Dann weiter zum Aberdare Country Club. Wir waren noch etwas zu früh zum Mittagessen. Die Gruppe wanderte im Grundstück rum und ich versuchte vergeblich Vögelaufnahmen zu machen. Das Buffet war lecker
Und so sah es um 13.54 aus und gleich auch noch Hagel. Es wurde kalt und wir wollten eigentlich weiter. Doch bis zum Auto wären wir klatschnass geworden. Also einen Moment warten und dann gings. Das Einchecken ging reibungslos und die Rangering spasste mit Joseph. Ich musste gleich mit lachen. Humor muss sein…
Im The Ark bekam ich ein Zimmer gleich beim Eingang und auf gleicher Höhe mit der offenen Plattform. Also nicht so viele Treppen laufen, worüber mein Knie froh ist. Es scheint noch die Sonne, also raus, doch auf dem Steg ist nichts los. Dafür sieht man von der offenen Plattform mehr.
Teil 1117. Juli 2025
15.51 (Zeit) und die Buschbock Dame wird toll beleuchtet
Das Licht wechselt ständig und zwischendurch regnet es auch. Die warme Kleidung ist willkommen. Ich versuche Vögel zu fotografieren, aber die meisten Bilder landen nun im Papierkorb.
Gebirgszistensänger / Hunter’s Cisticola
Kronenkranich / Grey Crowned Crane
Strichelgirlitz / Streaky Seedeater. Auf dem 2. Bild sieht man, dass es regnet. Er kommt auf die Terrasse, um Insekten zu ergattern. Ja, das tun auch Körnerfresser, da Insekten mehr Protein haben.
Und hier ist schon eine der schönen Motten White Frother / Amerila bubo – Unterfamile der Bärenspinner
Und so sah das Wetter aus……
Ein Gebüsch ist total ertragreich, wenn man in Vogelarten rechnet. Leider ist es nur von der offen Plattform, die doch recht hoch ist, ohne Scheibe dazwischen, zu sehen. Schwarz-gelber Weber, na ja, sieht etwas anders aus als die Reichenowweber, die ich kenne. Nun bei genauerem Hinsehen auf dem grossen Computerbildschirm wird es ein Weibchen des Braunkappenweber / Brown-capped Weaver
Ein Kronenadler fliegt vorbei und die Seidenturako / Hartlaub’s Turaco höre ich rufen, sehe aber keinen.
Nebst den Brillenschnäppern / White-eyed slaty Flycatcher erblicke ich kurz eine Hochland-Grasmücke / African Hill-babbler. Einer, den man aus dem Gebüsch locken muss, um ihn anständig zu fotografieren und dann sollte auch die Sonne scheinen.
Es ist Zeit für die Vögel ihr Futter zu bekommen und wir gehen alle auf den Steg. Das Suni, die kleinste Antilope, zeigt sich auch. Es ist immer eine Zirkelei mit der Kamera durch die Geländerverstrebungen auf das Objekt zu zielen.
Schlankmangusten / Slender Mongoose sind normalerweise hellbraun mit der typischen schwarzen Schwanzspitze. Doch hier sind sie ganz dunkel. Sie leben einzeln oder in Pärchen und sind wie einige andere Mangustenarten bei Hühnerhaltern nicht sehr beliebt.
Teil 1217. Juli 2025
Und nun (ca. 17.35 Uhr) beginnt das Schauspiel mit den Tüpfelhyänen, die es auf einen jüngeren Büffelbullen abgesehen hatten. Das Video sagt es eigentlich. Als sie die Büffel nach links wegjagten, verschwanden sie aus unserem Blickfeld. Wir hörten nur einmal einen Büffel schreien. Nachdem sie aus einer anderen Richtung zurück kamen, war der linke Hinterfuss des jüngeren Büffels blutig und er hinkte. Tüpfelhyänen sind sehr ausdauernd und geben nicht so schnell auf. Als es Dunkel wurde, fingen sie an zu rufen und die Insekten flogen im Scheinwerferlicht. Was danach passierte, wissen wir nicht.
Auch wenn es ein qualitativ schlechtes Bild ist, doch dort schnupperten die Hyänen mit erhobenen Schwänzen immer rum. Es ist weit weg und das Licht mies. Was sie dort fanden, keine Ahnung.
Eine stattliche Horde Riesenwaldschweine lassen sich auch blicken. Die werden von den Tüpfelhyänen nicht beachtet. Schwarze Tiere im immer schwächer werdenden Licht – kein Traum für diejenigen, die gerne Fotos machen würden.
Nach 20.00 Uhr, also nach unserem Abendessen, fanden wir eine Herde Elefanten.
Nun startet das Bestimmen der vielen Falter, die durch das Flutlicht angezogen wurden. Es ist eine Fülle an Arten. Der grünliche Parotis prasinalis, Familie Crambidae, Unterfamilie Spilomelinae. In Europa kommen 101 Arten in 30 Gattungen in der Unterfamilie vor!
Wenn der Lichtwinkel recht gut ist, dann sehen scheinbar einfarbig bräunliche Motten echt tollaus - Banded Achaea, Familie Erebidae, Unterfamilie Erebinae. Es gibt nicht mal Englische Namen, geschweige denn Deutsche…
Covelliana ferax, Family Sphingiidae, Subfamily Sphingiinae, zu Deutsch Schwärmer
Die Elefanten und Büffel lecken weiterhin Salz. Die Hyänen sind sicherlich irgendwo…
Es ist nun 21.00, also Zeit, um ins Bett zu hüpfen, wo eine Wärmflasche schon vorgewärmt hat.
21.6. Die frühen Morgenstunden können hier total vernebelt sein oder so wie heute. 06.11 Uhr und 06.19. Bald war der Mt. Kenya wieder verdeckt.
Die Vögel sind schon voll munter und suchen die Insekten, die nun rum liegen oder sich auch verstecken. Brillenweber / Spectacled Weaver, Weibchen
Die Braunflügelmausvögel / Speckled Mousebirds baden im Sand. Ob sie da auch was zu fressen finden? Denn ihre Nahrung besteht aus Früchten, Blättern, Blüten und Beeren.
Das Männchen des Brillenwebers / Spectacled Weaver nimmt zum Frühstück tote Insekten.
Wir haben nun auch gefrühstückt und Joseph holt uns ab. Es geht aus dem Park raus und entlang des Äquators. Bei einem Souvenirshop halten wir, damit jeder mal auf dem Äquator stehen kann. Klar wollen sie verkaufen. Sie haben Kaffee und ich handle ein Paket von KSH 4.000 auf KSH 1.500 runter. DI meint er kaufe auch eins für mich. Er schmeckt ganz anders als mein Instant Kaffee, aber lecker.
Teil 1319. Juli 2025
Die Fahrt geht weiter und dann auf einer Strasse, die ich nicht kenne. Klar begegnen uns auch wieder einige verrückte Autofahrer. Zum Mittagessen erreichen wir die Sentrim Elementaita Lodge. Als sie mir mein Zimmer zeigen, geht die Karte nicht. Also Zimmer wechseln. Das Buffet ist gut und die Leute freundlich.
Es gelingt mir eine Vogelaufnahme und die ist mies. Pfirsichköpfchen x Schwarzköpfchen / Fischer’s x Yellow-collared Lovebirds. Original kommen sie aus Tansania. Man sieht den bedrohlich schwarzen Himmel dahinter
Und so sieht kurz später aus und dicke Tropfen fangen an zu fallen. Wir verkrümeln uns in unsere Zimmer – es ist 16.00 Uhr. Und ich hatte von einem tollen Sonnenuntergang geschwärmt….
22.6. Der Morgen sah so aus
Nach dem Frühstück geht es zum Naivasha See. Vor der Stadt Naivasha hat es ein neues Einkaufszentrum. Da hielten wir. Ich brauchte Medikamente für meine turbulente Verdauung und die bekam ich auch. Zur Sicherheit noch ein Weitspektrum Antibiotikum in die Reiseapotheke. Die anderen suchten einen Computerstick und auch sie erhielten, was sie suchten. Somit können wir am Ende der Safari meine Fotos übertragen.
Wir kommen fast pünktlich um 10.00 Uhr zur Bootsfahrt an. Beim Bootssteg haben sie eine Sitzecke eingerichtet. Joseph schaut lieber von da aus aufs Wasser. Auch sonst wurde einiges renoviert. Wir haben uns im Boot gesetzt und brav die Schwimmwesten angezogen.
Dem Schreiseeadler wird ein Fisch hingeworfen. Doch er/sie will nicht. Einer kommt dann doch und holt ihn. Man sieht wie hoch der Wasserspiegel ist.
Ein Männchen des Riesenfischers
Die Nilpferde dürfen natürlich nicht fehlen
Die Zahl der Schreiseeadler ist recht hoch. Schön! Deren Ruf begleitet uns ständig und es herrlich ihn zu hören.
Der Graufischer/ Pied Kingfisher hat grade einen Fisch gefangen
Nochmals Hippos und das Hochwasser, das viele der Gelbrindenakazien absterben liess. Alle Seen haben enormes Hochwasser und dadurch verändert sich auch das Bild. Teils sind Gebäude unter Wasser.
Unser Bootsführer versucht es nochmals mit den Schreiseeadlern. Und siehe da, einer kommt und holt viel zu schnell für meine Kamera den Fisch.
Eine Kapstelze / Cape Wagtail / Motacilla capensis wellsi
Nun geht es wieder ans Land. Wonach die wohl alle schauen?
Hier sind die Ziele der Smartphones und Kameras. Die Kikuyu Stummelaffen / Kikuyu Colobus / Colobus guereza kikuyuensis. Verschiedene Arten sind in Ostafrika in Blätterwäldern verbreitet.
Grünbaumopfe / Green Wood-hoopoe suchen an den Gelbrindenakazien nach Insekten. Da wo ich ihn hätte haben wollen, blieb er nicht
Danach gingen wir ins Museum und ich erzählte ihnen vom Leben von George und Joy Adamson und der Löwin Elsa. Schade, heute war Curry Tag und den hatte es an allen Speisen ausser dem Dessert. Aber dennoch, es hat geschmeckt, wenn ich es auch lieber ohne Curry hätte. Auch Ahmed stelle ich ihnen vor, wenigstens auf dem Gemälde. Er stand unter dem Schutz von Jomo Kenyatta 24/7. Der Elefantenbulle mit den enormen Stosszähnen lebte in Maralal und starb altershalber eines natürlichen Todes.
Die Fahrt zum Hotel Rudi verlief reibungslos und ich bekam zum Abendessen meinen geliebten Kartoffelbrei. Ich bin immer gerne hier, es läuft alles so unkompliziert.
Teil 1419. Juli 2025
23.6. Joseph holte uns pünktlich um 08.00 Uhr ab und es geht Richtung Amboseli. Toilettenstop musste natürlich mal sein und dafür gibt es einen kleinen Laden, der auch Toiletten hat. Einigermassen anständige. Bei Emali zweigen wir rechts ab und fahren an der Zementfabrik vorbei. Bald fallen uns 3 Landcruiser auf. Die Radverdeckung ist dunkelrot. Sie überholen, halten um etwas anzuschauen und überholen wieder. Es sind die neuen Modelle V8 mit Turbomotoren. Da die so viel Elektronik haben, können keine Speedgovernors eingebaut werden, also Tempo unbegrenzt. Ich kreiere nun den Ausdruck V8+Turbo + .com, was heisst starke Motoren mit unerfahrenen Fahrern. Mehr davon kommt noch.
Wir erreichen Sentrim Amboseli Camp zum Mittagessen. Diesmal bekommen wir die Häuschen. Der untere Teil ist Stein, der obere Canvas. Und es hat Türen, nicht ständig kaputt gehende Reisverschlüsse.
Um 16.00 Uhr geht es los. Am Tor gehe ich mit den Tickets zum Einchecken, was ich immer mache, wenn ich Guide spiele. Alle sind vorbezahlt, Joseph und ich haben einen KWS Jahrespass. Von einem anderen Fahrer scrollt und scrollt sie auf dem Handy rum, bis sie alles findet, was sie von Hand in ein Buch eintragen muss. Dann meine Tickets auf Papier, geht schneller. Sie verlangt meine Kenianische ID, da sie wohl nicht dran gewohnt ist, dass eine Weisse einen Guide Jahrespass hat. Dann zum Auto und zum Tor fahren. Nochmals wird geschaut, aber alles gut, wir können rein. Ich vermute, es gibt schon wieder Methoden, wie beschissen werden kann, drum das Nachkontrollieren auf deren Seite.
Man sieht es ist staubig und stellenweise liegt hoher Staub über den Schlaglöchern, so dass Joseph dort langsam fahren muss, damit wir nicht alle durchgeschüttelt werden.
Und schon steht da eine Maasai Giraffe, Kili ist versteckt.
Man kann von den Elefanten einfach nie genug bekommen. Auch wenn ich schon Tausende gesehen habe, sie faszinieren mich immer wieder aufs Neue und somit gibt es auch immer wieder Fotos. Der Staub irritiert die Kamera, da die Konturen verwischt werden. Wie klein die östlichen Weissbartgnus neben den Elefanten wirken. Die Elefantenfamilien sind schon auf dem Weg zu ihren Schlafplätzen.
Der Bulle überragt die Kuh bei Weitem
Oh, es gibt den Kili doch noch, wenn auch mit jedes Mal, wenn ich ihn sehe, mit weniger Eis
Eine entstaubende Dusche, das vielfältige Abendessen geniessen und zum Zimmer. Doch vor meinem Zimmer kriecht wer rum. BW und RZ sind neben wir und wir helfen uns gegenseitig mit Licht von den Taschenlampen. Eastern Ridge-back Scorpion / Hottentotta eminii. Die gehören in die Familie der Buthidae / Thick-tailed Scorpions / Dickschwanz Skorpione übersetzt. Der Schwanz ist dick und die Zangen klein. Der Stich von dem würde recht lange ziemlich arg weh tun. Ich warne meine Gäste immer, denn obwohl es an der Tür unten Gummi hat, können sie dennoch ins Zimmer gelangen. BB hatte 3!
Teil 1520. Juli 2025
Und hier die Korrektur - der Skorpion ist ein recht gifitiger Parabuthus pallidus. Ausgestreckt kann er 5 cm lang werden, inklusive Schwanz. Sollte man gestochen werden, dann ist aerztliche Hilfe ratsam. Gut, dass ich Spezialisten kenne, denn man lernt einfach nie aus. Das ist die 2. Skorpionart, die ich im Amboseli fand, einer kommt noch.
Teil 1621. Juli 2025
Die 3 Landcruiser mit den dunkel roten Radverkleidungen bemerkte ich gestern auf dem Parkplatz bei der Sentrim Lodge.
24.6. Um 6 Uhr sind wir schon beim Frühstück und können somit vor 7 los. Gleich nach der Lodge gibt es eine Stelle, von wo man den Kilimanjaro gut sehen kann.
Beim Gate wollte einer nach den Tickets fragen, doch als er mich sah, war alles klar. Ich blieb wohl in Erinnerung…
Maasai Giraffen im Morgenlicht. Ein guter Anfang
Dann halt wieder Elefanten und ich bin nicht die einzige, die Fotos macht
Ich freue mich immer, wenn ich Kronenkraniche sehe. Es zeigt mir, dass für die Art Hoffnung besteht, obwohl zu viele Nassgebiete trocken gelegt werden. Die Zahl ist am Abnehmen, wie bei vielen Arten. Etwas später sahen wir einen mit Jungen. Doch die waren zu arg im Gras und recht weit weg.
Wir wollen zum Vogelweg und da kommen wir an der Ol Tukai Lodge vorbei. Das kann aber nicht sein, ohne bei den Steppenpavianen anzuhalten. Ein süsses, wirklich goldenes Junges zieht meine Blicke an.
Ein Bild von einer Gabelracke / Lilac-breasted Roller reicht für mich
Langzehenkiebitz / Long-toad Lapwing / Vanellus c. crassirostris. Mit seinen langen Zehen kann er über schwimmende Vegetation gehen.
Joseph meint, er sei nicht sicher ob der Vogelweg befahrbar sei. Nun wir fahren mal rein. Oh Schreck, das Wasser kommt fast bis an den Weg hoch und der kleine Abhang und der kleine Streifen zwischen Weg und Wasser sind überspült. Das bedeutet, dass die Vögel keinen Sitz- oder Ansitzplatz haben. Somit verpassen wir die vielen Vogelarten, die jeweils hier zu sehen waren. Ein anderer Landcruiser vor uns wendet. Die Nachricht kommt an. Joseph fährt auch noch etwas weiter, da es dort eine verbreiterte Stelle zum Wenden gibt. Das Wasser kommt über den Weg und da reinfahren, ist ein fast unlösbares Problem selbst gemacht.
Doch vor dem Wenden sage ich stoopppp Jospeh – da hat es Wasserjungfern. Ischnura senegalensis / African Bluetail / Common Bluetail / Marsh Bluetail, Familie: Coenagrionidae, Uterfamilie Ischnurinae, zu Deutsch heisst sie Senegal Pechlibelle. Eine neue Art für mich und die irgendwann mal entstehende Webseite über Libellen
Ein kleines Stück weiter – Stop. Da sitzt eine Zwergdommel / Little Bittern / Ixobrychus minutus payesii ganz nah. Die findet man nicht oft.
Wie kam der riesige Wels Kopf auf den Weg, den wir grade eben fuhren? Keine Ahnung, auf jeden Fall hatte ihn vorher keiner von uns gesehen
Da wir nun alle gerne eine Toilette besuchen möchten, der Flughafen aber weit weg ist, entscheiden wir, in die Ol Tukai Lodge zu fahren und einen Kaffe in irgendeiner Form zu uns zu nehmen. Danach geht es Richtung Observation Hill.
Teil 1725. Juli 2025
Mit anderen Hörnern versehen als die Bright’s Gazelle steht ein stolzer Grantgazellen Bock in der Weite. Dies Nanger granti. Ob eigene Art oder Unterart hängt vom Autor ab.
Die typische Savannenlandschaft mit dem westlichen Fuss des Kilimajaro. Östliches Weissbartgnu, Zebra und Thomson Gazellen
Wir können nun den Observation Hill sehen, brauchen aber unsere Zeit, um zu fotografieren. Es dauert also bis wir um den Sumpf, über die Brücke zum Hügel gelangen. Auch hier wurde eine Strasse umgeleitet, das Wasser hat die alte überspült. Da hätte man eventuell durchfahren riskieren können….
Pünktchenenten / Hottentott Teals und eine Menge an Insekten
Und nun sieht man den Observation Hill
Hippo / Nilpferd mit Jungem, die leider nicht aus dem Wasser kamen. Man sieht den Narben an, dass sie schon einige Auseinandersetzung gehabt hat
So schön sind die Federn des Silberreihers / Great White Egret
Der Afrikanische Löffler / African Spoonbill mit seinem Spiegelbild
Der Goliathreiher / Goliath Heron beim Putzen. Fischschleim klebt in den Federn und das hindert beim Fliegen
Und nun haben wir es geschafft und sind fast bei der kleinen Brücke über den Sumpf. Doch ein Gnu ist auf dem Weg…
Eine Schwarzkielralle / Black Crake renn ausnahmsweise nicht gleich in die Vegetation rein
Und nun steht das Auto auf dem Parkplatz beim Observation Hill. Die 5 gehen brav hoch und ich bleibe unten.
Toiletten sind immer interessant! Also nie ohne Kamera hin. Eine Rotkappenschwalbe / Wire-tailed Swallow hat hier ihr Nest. Leider erwische ich sie nicht beim Reinkommen.
Als die Wanderer wieder vom Hügel runterkamen, fuhren wir den gleichen Weg zurück. 2 Zebrahengste haben einen nicht allzu ernsten Kampf Zebras
Doch nun war da ein stattlicher Elefantenbulle am Trinken. Das gibt es übrigens nur in Kenia und das auch nur im Amboseli, wo ein Gnu auf einem Elefanten steht 😕
Und nun haben auch Gnus Durst. Das ist das erste Mal, dass ich eine Gnupaarung aufnehmen konnte. Leider war es schon grelles Mittagslicht, aber dennoch ein toller Moment
Joseph fragt, ob wir Flamingos sehen wollen, aber er könne nicht versprechen, dass sie nah sein werden. Klar wollen wir. Also hin und sie sind recht nahm. Es ist wieder der gleiche Weg auf dem wir schon mal kehrt gemacht haben. Nur ist das Wasserloch nun von der anderen Seite.
Kurz nach dem Sumpf stehen Autos. Und das ist mehr ein modernes Gemälde als ein Foto. Jeder uns nun entgegekommende Fragt, wo der Löwe ist. Einfach nur dem Weg nach…
Kurz nach der Abzweigung nach links zur Ol Tukai Lodge steht ein Auto neben der Strasse. Als wir näher waren, sehen wir 4 Leute eine Decke tragen, doch was drin ist mit etwas wie braunem Papier abgedeckt. Sie schien recht schwer zu sein. Bei dem Auto ist die Windschutzscheibe gesplitter und die Seitenscheibe in Stücken am Boden. Nun fangen wir an zu rätseln. Das Auto hat eine dunkelrote Reifenverhüllung, die anderen beiden dazu gehörenden stehen auf der anderen Seite. Eine Rangerin steht auch noch da. Das Ergebnis auch was Joseph von anderen Fahrern mitbekommen hat, der Fahrer ist in die Staubwolke gerast und hat das Mäuerchen links, das die grosse Ablussröhre schützt, übersehen. Das linke Vorderrad muss da drauf geknallt sein und das Auto mit wucht vom Weg runter und auf der Seite aufgeschlagen sein. Mit grosser Wahrscheinlichkeit ist ein Tourist nun Tod. Dieser wird die Geparden, die der Fahrer ganz schnell zeigen wollte, nie mehr sehen. V8-Turbo + .com.
Die Maasai, die um den Park leben, dürfen mit den Kühen zum Wasser, aber sollten theoretisch die Kühe nicht weiden lassen. Doch wo hat es mehr Gras?
Am Wegrand frisst ein Raubadler / Tawny Eagle. Es könnte eine Maus sein.
Es geht ins Camp, zum Mittagessen und etwas Ruhen.
Im Camp es viel weniger Vögel, als ich es mir gewohnt bin. Das hängt mit der Trockenheit zusammen, aber auch damit, dass im Juni die Zugvögel in Eurasien sind.
Doch Frau Weissbauchlärmvogel / White-bellied Go-away Bird spielt mit
Den Glanzdrongoschnäpper / Southern Black Flycatcher verwechseln wohl viele mit dem Drongo. Doch er hat kein rotes Auge und keinen gegabelten Schwanz. Der Drongo war auch hier, wollte aber nicht anständig aufs Foto
Ich spaziere gemütlich bis zur Plattform, doch finden tue ich kaum etwas. Wieder zwischen den Zelten steht ein ungestreiftes Borstenhörnchen / Unstriped Ground Squirrel
Der Kronenducker / Common oder Bush Duiker / Sylvicapra grimmia hindei war früher immer sehr scheu. Ich traf sie oft in einer Ecke, doch rannten sie immer gleich davon. Es scheint, sie haben gemerkt, dass die Menschen ihnen hier nichts tun
Teil 1926. Juli 2025
Es geht um 16.00 Uhr auf die Pirsch. Joseph fragt uns, ob wir die Geparden sehen wollen. Einstimmig nehmen wir an. BB blieb im Camp am Swimming Pool und plantschte
Der Staub gehört halt zu Amboseli, drum auch der Übernahme Staubschüssel / Dust bowl. Doch wir sehen die Geparden und man die Staubentwicklung mitverfolgen. Ich hoffe nur, die Geparden und andere Tiere bekommen keine Staublunge von dem feinen Staub. Die tollen Katzen sind in Bewegung und klar, die Autos behalten sie im Auge. Irgendwann huschen sie zwischen 2 Fahrzeugen durch und verschwinden. Die Schulbusse sind alle gelb. Es wurd nach einigen Unfaellen zum Gesetz.
Braunbauch-Flughuhn / Chestnut-bellied Sandgrouse und man sieht wie fein der Staub ist
06.22 Uhr und wir beobachten den Sonnenuntergang von der Strasse vom Tor zur Sentrim Lodge
Die Dusche ist notwendig, um all den Staub von der Haut wegzubekommen. Danach gibt es ein leckeres Abendessen mit wie immer vielen dummen Sprüchen und Gelächter – ich glaube, ich habe vom vielen Lachen stärkere Bauchmuskeln bekommen.
Und wen finde ich vor meiner Zimmertür? Lychas obsti. Er gehört auch in die Familie der Butidae, Dickschwanzskorpione, ist aber viel harmloser als der erste. Der Grund, warum Stirnlampe und Kamera immer mit mir rum spazieren.
Gute Nacht
25.6. Heute geht es nicht so sehr früh los. Beim Kaffeetisch zeigt mir RI eine Heuschrecke. Und nun habe ich grade wieder viel gelernt (zum Glück hat es Spezialisten auf Facebook). Es ist eine Akazien Busch Heuschrecke / Terpnistria zebrata und gehört zu den Laubheuschrecken und diese sind in der Unterordnung der Langfühlerschrecken.
Es ist noch ein Moment, um ein paar Vögel zu suchen – Hildebrandt Star / Hildebrandt’s Starling
Die Brillentaube / African Mourning Dove / Streptopelia decipens perspicillata, eine der grossen Tauben
Ich vermute mal noch gar nicht, welche Ameisen das sind. Es scheint sie klauen Puppen von einer anderen Art. Mal sehen, was die Spezialisten sagen werden.
Herr Weissbauchlärmvogel / White-bellied Go-away bird posiert herrlich im Morgenlicht
.
Und nun Gepäck ins Auto und wir auch und los geht es nach Kinama. Doch unterwegs den Kili nicht vergessen. Das Wasser von den schmelzenden Gletschern liegt nun im Amboseli. Es fliesst unterirdisch durch die Lava.
Wir wollen in Kinama Wasser kaufen, doch Joseph hat ein Blackout und findet den Coca Cola Container nicht auf Anhieb. Doch als er wendete und wieder Richtung Highway fuhr, sahen wir ihn und bekamen unser Wasser im 18 Liter Kanister.
Teil 2027. Juli 2025
Nach einer kurzen Distanz Richtung Tansania zweigt die Strasse links ab. Und nun lernen alle eine der schlechtesten Strassen kennen. Es holpert und rüttelt und Joseph muss aufpassen wie ein Häftchenmacher. Zudem kann man hier super Erosion verursacht durch Überweidung studieren. Zudem werden Akazien abgehackt und zu Kohle gebrannt. Kurz sie schaufeln sich ihr eigenes Grab und das der Kühe mit. Die Strasse ist ein Streitfall zwischen KWS und dem District Kajiado…. Und da der vor Gericht ist, wird es dauern. Also diese Strasse auf den nächsten Safaris meiden, denn es ist nicht nur für Joseph und die Insassen eine Zumutung, sondern auch fürs Auto.
Doch irgendwann sind wir auch beim Eingang zum Tsavo West. Der Ranger ist sehr freundlich und bearbeitet die Tickets prompt. Er fragt auch nicht nach meinem Kenianischen Ausweis.
Zum Shetani Lavastrom geht es auf einer besseren Strasse. KWS hat gearbeitet. Immer mehr Pflanzen machen sich auf der rauhen Lava ansässig und die Büsche wachsen wacker.
Und siehe da auf dem Weg zum Severin Safari Camp sehen wir auch schon die ersten Büschelohr-Oryx / Fringe-eared Oryx. Es ist fast 1 Uhr und somit heiss. Also stellt man sich in den Schatten so gut es geht.
Im Camp angekommen werden wir wie immer herzlich begrüsst. Rawlings, der nun Manager ist, kommt auch und wir freuen uns, dass wir uns nach Langem wieder sehen. Leider ist er dann die restliche Zeit nicht mehr dort. Aber dennoch läuft alles rund.
Die 5 hatten entschieden am Nachmittag im Camp zu bleiben. Die Holpertour war ja auch genug und wir haben noch 2 volle Tage hier. Am Nachmittag zogen Wolken auf.
Das der Dining Room im Severin. Offen, so dass man Tiere sehen kann.
Meine Freunde haben einen Maasai gefunden, der sie rumführt. Sie sehen so auch das Krokodil in einem der Wasserlöcher. Was wäre, wenn es keine Handys gäbe?
26.6. Ich dränge auf Frühstück 06.15 und es klappt fast, nur wenige Minuten Verzögerung. Und endlich mal wieder richtig gutes Brot!
Zum Auftakt gibt es Zebra auf der Runde, die ich mag und wo man gelegentlich auch Löwen findet
Als wir dem schroffen Lavakliff entlang fuhren, spottete ich eine Zwergmanguste / Common Dwaf Mongoose / Helogale parvula. Also Joseph stop und zurück. Wo eine ist, da sind auch noch mehrere
Wir kommen bei den Mzima Springs an. Ich frage, kommt ein Ranger mit uns? Ein Safari Fahrer will mir erklären, dass das sicherer sei. Ich sage nur, ich bin hier schon oft entlang gelaufen, auch ohne Ranger. Ein Ranger kommt mit und er ist auch sehr nett.
Immer wieder imponierend sind die riesigen Newtonia buchananii. Sie gehören zu den Hülsenfrüchten. Sie brauchen recht viel Wasser und kommen heutzutage meist nur in geschützten Gebieten vor. Das Holz ist begehrt….
Ein paar Schritte weiter liegt eine recht lange Schlangenhaut. Doch leider keine Schlange…
Dann bestaunen wir, wo das Wasser aus dem Boden kommt
Die grosse Gruppe kommt anmarschiert. Der Reiseleiter kommt auf mich zu und sagt mir, da vorne ist es interessant, da hat es Krokodile und Nilpferde. Ach, das ist aber interessant, sage ich. Dann erkläre ich ihm, dass ich selber Guide bin. Er war allerdings freundlich. Ich sehe wohl wirklich wie ein Tourist aus. Ich muss mir etwas einfallen lassen, damit ich besser als was ich bin erkennbar bin – nur was….
Am Wegesrand stehen Blümchen. U.a. die Justizia flava, Akanthusgewächs
Diese Fische sind hier sehr zahlreich. Doch mit Fischen kenne ich mich wirklich nicht aus und habe auch kein Buch darüber.
Alle spazieren an dem kleinen Krokodil vorbei und kommen erst zurück, als ich rufe. Es liegt wirklich gut an den Stein angepasst
Wer genau hinschaut, sieht die Wasserjungfer auf dem Krokodil
Es ist immer wieder schön hier zu sein. Links ist der Bunker, von dem aus man die Fische besser sehen kann
Wir stehen unter der grossen Sycamore Feige und schauen aufs Wasser. Um diese Aufnahmen zu machen, musste ich BB meine Kamera geben, ich kam nicht aufs Geländer hoch. Obwohl die Kamera auf Macro eingestellt war, kam das Bild doch sehr detailliert raus. Die Krokis liegen im Fluss und warten auf einen Fisch
Dieses Krokodil ist mir schon öfters aufgefallen. Es sind entweder Algen oder eine Fungi Art, die es so färben