Schlamm, Sterne, Safari – Roadtrip Botswana 2025

Reisebericht 11 Antworten · 3'309 Aufrufe · gestartet 20. Mai 2025 von chinoock
Themenstarter15 Beiträge · seit 201520. Mai 2025 ·


Self-Drive 4x4 Botswana – 3½ Wochen Wildnis pur

Ein Reisebericht von Andrea & Jörg

Nach monatelanger Planung war es im März endlich soweit: Wir starteten zu unserer 3½-wöchigen Selbstfahrerreise durch das wilde Herz Botswanas. Die Route führte uns von Johannesburg über die südliche Kalahari durch den Kgalagadi Transfrontier Park, ins Okavango-Delta, weiter durch den Chobe Nationalpark bis zu den Salzpfannen – mit vielen Herausforderungen, Planänderungen und unvergesslichen Tierbegegnungen.

Unsere Reise haben wir in der Video-Serie "Self-Drive 4x4 Botswana" auf YouTube dokumentiert – ungeschönt, ehrlich und nah dran. Hier geben wir euch einen Einblick – für alle, die selbst vom Busch-Virus befallen sind oder es bald sein werden.

🛫 Anreise & Start in Johannesburg
Von Frankfurt flogen wir via Istanbul nach Johannesburg. Dort übernahmen wir unseren voll ausgestatteten Toyota Land Cruiser von Bushlore – mit Dachzelt, Kühlschrank, Wassertank, Zusatzbatterie, Garmin mit Tracks4Africa, Satellitentelefon und Spannungswandler.

Von Johannesburg aus ging es direkt los Richtung Westen – Ziel: der Kgalagadi Transfrontier Park. Dort erkundeten wir zunächst die abgelegene Mabuasehube-Sektion, bevor wir über Nossob in den nördlichen Teil des Parks zum Kaa-Gate weiterfuhren.

Weite Ebenen, erste Tierbegegnungen, tiefer Sand und absolute Einsamkeit machten diesen Abschnitt zu einem perfekten Einstieg ins Abenteuer.

Teil 1 ansehen – Der Start ins Abenteuer

🌧️ Regen, Orientierungslosigkeit & Plan B
Vom Kaa-Gate aus machten wir uns auf den Weg in das angrenzende Konzessionsgebiet rund um die Name Pan – eine abgelegene, kaum befahrene Region, auf der Karte nur angedeutet durch dünne Linien und vage Wege. Genau unser Ding!

Doch schon kurz nach dem Gate wurde klar: Das wird kein entspannter Fahrtag. Die Pisten waren durch hohen Grasbewuchs fast vollständig überwuchert, die Spur kaum noch zu erkennen. Nur mit GPS, Kompass – und einer guten Portion Intuition – tasteten wir uns durch das unübersichtliche Gelände.

Da wir früh unterwegs waren, entschieden wir uns für einen Abstecher zu einer abgelegenen Picnic-Site in den Western Woodlands. Laut Karte idyllisch gelegen – doch die Realität war fordernd: Wir verloren mehrfach die Spur, kämpften uns durch tiefes Gras und sandige Senken. Kein Mensch weit und breit, kein Empfang – nur Busch, frische Tierspuren und wir mitten im Nirgendwo.

Die Atmosphäre war fantastisch – wild, einsam, ursprünglich. Doch die Orientierung wurde immer schwieriger. Immer wieder hielten wir an, stiegen aus, suchten zu Fuß den Verlauf der kaum sichtbaren Piste.

Nach über sechs Stunden Irrfahrt, oft im Schritttempo durch dichten Busch, erreichten wir kurz vor Sonnenuntergang endlich die Name Pan. Wir waren erschöpft – aber glücklich, es geschafft zu haben.

Am nächsten Tag ging es weiter – über Ghanzi zum Xade Gate im Central Kalahari Game Reserve. Doch das nächste Kapitel ließ nicht lange auf sich warten:

Wegen der starken Regenfälle der letzten Wochen war das Gebiet unpassierbar. Der Ranger am Gate winkte sofort ab – ein klares „No way!“. Die Einfahrt wurde uns verweigert.

Also mussten wir erneut umplanen: Wir fuhren über die Cutline des Parks direkt nach Maun. Auf dem tiefsandigen Abschnitt verabschiedete sich prompt die Traktionskontrolle unseres Fahrzeugs – und wir mussten zum ersten Mal bei Toyota in Maun vorstellig werden.

Nach einem kurzen Werkstatt-Stopp konnten wir unsere Fahrt fortsetzen. Wir nutzten die Gelegenheit, unsere Vorräte aufzufüllen und die nächsten Etappen neu zu organisieren – bevor es weiterging in den Moremi Nationalpark, wo bereits das nächste Abenteuer auf uns wartete: Tiefe Wasserdurchfahrten, Schlamm, Elefantenbegegnungen – und das alles unter sich ständig ändernden Bedingungen.

Teil 2 ansehen – Regen, Werkstatt & Schlammabenteuer
Kenia 2000 ---Südafrika 2010---- Nam/Südafrika/Botsw 2014----Botswana 2015-----Botswana Nov 2016----Sambia/Simbabwe Okt18----Botswana Jan 20----Namibia Nov 21----Namibia Dez 23---- Südafrika/ Botswana 03/25
zuletzt bearbeitet 22. Mai 2025
Themenstarter15 Beiträge · seit 201522. Mai 2025 ·
Guten morgen und hallo
Leider klappte gestern Abend mit ändern des Berichts nichts mehr. Wir wollten noch zu Anfang die Reiseroute kurz vorstellen und noch ein paar Bilder dazwischen setzen. Immer wieder Fehlermeldung wegen Spamverdacht. Vielleicht sind zu viele Links vorhanden.
Aber ich hänge das jetzt hintendran
Also wer sich dafür interessiert, hier unser Routenverlauf

Johannesburg, Pilanesberg, KTP (Mabuasehube Bosobogolo CS), Nossob, KAA CS, Name Pan CS, CKGR ( Xade Gate CS), Maun Island Safari Lodge, Moremi ( South Gate CS), Khwai CS, Magotho CS, Chobe NP( Savuti CS), Linyanti CS, Nxai Pan South Camp, Makgadikgadi Pan ( Khumaga CS), Khama Rhino Sanctuary, Cheetah Experience
Liebe Grüße und später geht's dann weiter mit Abschnitt 3
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151 Beiträge · seit 201823. Mai 2025 ·
Hallo Andrea und Jörg,
eine tolle Tour habt Ihr durchgezogen. Wir waren ein wenige Wochen vor Euch an fast den gleichen Orten, mit dem Unterschied, das CKGR war bei uns offen und wir hatten dort eine richtig gute Zeit.
Ihr werdet für Eure Film-u. Fotosequenzen sehr viel Lob, Anerkennung, Ahhhhs und Ohhhs aus dem Freundeskreis und von den Sehern auf YT oft den Daumen hoch erhalten.
Von mir nicht! Eher Daumen runter. Aus einem einzigen Grund: DROHNENNUTZUNG IN NATIONALPARKS IST EIN WELTWEITES NO GO!
Da ich davon ausgehe, das Ihr lesen könnt, auch in englisch, gehe ich von Vorsatz aus. Es sieht ja keiner in dieser Einsamkeit. Irgendwie hoffe ich darauf, dass es den Nationalparkbehörden weltweit gelingt so etwas möglicherweise auch im Nachgang zu ahnden. Zumindest mit Einreiseverbot. Die Kanäle sind ja voll davon, leider.
Kleine Episode aus dem Torres del Paine NP in Chile bei unserer Tour in 2024. Die Drohne stieg auf und kreiste. Minuten später kamen Ranger, verhafteten ihn, konfiszierten das Fluggerät, warfen den Piloten samt Begleitung aus dem NP. Ich gehe davon aus, dass er die dafür anberaumte nicht unerhebliche Strafe auch zahlen musste.
Gruß Till
2'462 Beiträge · seit 200624. Mai 2025 ·
Natürlich sind das schöne Bilder und auch eine tolle Tour. Aber viel Rücksicht auf Umgebung, Regeln, Tiere und Material nehmt Ihr nicht. Wenn man sich bislang fragte, wieso Touristenfahrzeuge in Nationalparks nach Drohnen durchsucht und diese ggf. konfiziert werden, weiß man spätestens nun, warum das gemacht wird.
Schade, der Genuß Eurer Videos wurde für mich dadurch deutlich kleiner.
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
98 Beiträge · seit 202024. Mai 2025 ·
Da möchte ich mich gerne anschließen...tolle Bilder, tolle Videos...aber...ich stelle mir vor, dass alle, die so eine besondere Tour machen ab sofort mit Drohnen ausgestattet sind und filmen... wie wird es dann in solchen Gegenden? Wer der wenigen Besucher entscheidet, ob er oder der andere noch filmen darf und ab wieviel Drohnen es dann verboten ist...solche Naturräume sind schützenswert und wenn jeder seine eigenen Regeln anwendet wird es langfristig schwierig sie zu bewahren...auch wenn die Filme wunderschön sind und ihr sicherlich dadurch eine genauere Erinnerung behalten werdet...und ich das Bedürfnis sehr gut verstehe, auch mit Drohnen diese außergewöhnlichen letzten Wildnisgebiete festzuhalten...genau weil es dort einsam ist und nicht durch Menschen ständig reglementiert wird, fahren wir doch alle dahin...irgendwann gibt es dann nur noch verschärfte Autokontrollen und alle regen sich auf über die Unfreundlichkeit der Menschen vor Ort...aber solche Regelmißachtungen sind der Anfang davon...schade...
zuletzt bearbeitet 24. Mai 2025
1'524 Beiträge · seit 201124. Mai 2025 ·
Etwas seriösere Englisch-Aussprache einiger Orte würde nicht schaden.......

BMW 😄 😄 😄
zuletzt bearbeitet 24. Mai 2025
569 Beiträge · seit 201328. Mai 2025 ·
Hallo ihr zwei,

grundsätzlich natürlich schöne Videos. Zu den Drohnenaufnahmen wurde ja nun schon einiges gesagt, dem soll auch nichts weiter hinzugefügt werden, ich denke mal, da dürften sich hier fast alle einig sein.

Unabhängig davon vielleicht als kleine persönlich-stilistische Anmerkung zur Nutzung von Drohnenaufnahmen (aus Gebieten, in denen es erlaubt ist): ich würde da deutlich sparsamer mit umgehen. Wenn Videos gefühlt aus 50% Drohnenbildern bestehen, dann zeigt ihr ja Perspektiven, die ihr so nie wirklich hattet. Platt gesagt zeigen die Aufnahmen dann nur Erlebnisse, die ihr nicht "selbst gesehen" habt, sondern auch nur über die Video-Cam. Da würde ich persönlich solche Aufnahmen eher als reine kurze Verbindungsstücke zwischen einzelnen Kapiteln nutzen, sie aber nicht zu exzessiv einbauen. Das jedenfalls nach meinem Geschmack.

Wo ich dennoch schmunzeln musste: Eure "Impalas" in Teil 1 und 2 sind sämtlichst Springböcke, wohingegen die von Euch genannten "Springböcke" in Moremi (Teil 3) dann die Impalas waren. 🤪

Dennoch bin ich schon neugierig auf Teil 4, denn wie ihr den Landcruiser bearbeitet habt, ist schon erstaunlich. Dazu aus Interesse die Frage: habt ihr die überschwemmten nicht einsehbaren Wegstrecken nicht vorher ausgetestet? So wie der Landcruiser selbst im Innenraum tief unter Wasser stand, kann das ja keine kleine Pfütze gewesen sein. Hat Bushlore am Ende dazu eigentlich was gesagt?

LG Mogambo 🙂
Themenstarter15 Beiträge · seit 201501. Juni 2025 ·
Hallo Till,
vielen Dank für deine offene und kritische Rückmeldung. Wir können deinen Ärger gut nachvollziehen – auch wir sind strikt gegen den verantwortungslosen Einsatz von Drohnen in sensiblen Naturgebieten. Deshalb möchten wir an dieser Stelle eines ganz klarstellen: Unsere Drohne wurde nicht illegal genutzt.

Was Drohnenaufnahmen in Nationalparks betrifft, sind wir zu 100 % deiner Meinung. Vor einigen Jahren haben wir ein Filmteam der BBC kennengelernt, das uns detailliert erklärt hat, wie man eine offizielle Drehgenehmigung für Drohneneinsätze in geschützten Gebieten beantragen kann. Dieser Prozess ist langwierig, bürokratisch, nervenaufreibend – und sehr teuer. Für private Zwecke werden solche Genehmigungen grundsätzlich nicht erteilt.

Wir haben unsere Drohne vor knapp zwei Jahren offiziell bei der Civil Aviation Authority of Botswana (CAAB) für kommerzielle Nutzung registrieren lassen. Die Anforderungen sind hoch – unter anderem mussten wir Fingerabdrücke bei der Polizei abgeben. Die Gebühr lag bei rund 200 €. Die CAAB regelt den Drohnenbetrieb in Botswana streng – auch im Hinblick auf den Einsatz in Schutzgebieten.

Zusätzlich zur CAAB-Registrierung ist ein separates „Filming Permit“ des Umweltministeriums erforderlich, wenn man in Nationalparks oder Schutzreservaten filmen möchte. Auch dieses Verfahren ist komplex und kostspielig – je nach Umfang sind Beträge ab 1.000 € aufwärts durchaus üblich.
Da uns für diesen Schritt das lokale Know-how fehlte, haben wir einen erfahrenen Film-Fixer vor Ort beauftragt, der uns professionell bei der Antragstellung unterstützt hat.

Film-Fixer gibt es in Botswana reichlich – und gerade wenn man nicht hauptberuflich als Filmer oder Fotograf unterwegs ist und somit nicht auf eine Produktionsfirma zurückgreifen kann, sind sie das Mittel der Wahl. Natürlich fallen auch hier zusätzliche Gebühren an, aber der Zeit- und Nervenaufwand wird dadurch erheblich reduziert.

Was viele nicht wissen: Bei kurzfristigen Routenänderungen ist eine Anpassung bestehender Drehgenehmigungen leider nicht mehr möglich, da die Bearbeitungszeit in der Regel bis zu acht Wochen beträgt.
In unserem Fall hatten wir eine vollständige Genehmigung für das Central Kalahari Game Reserve (CKGR) beantragt und bezahlt, konnten das Gebiet jedoch wetterbedingt nicht anfahren. Die spontane Umplanung in den Moremi Nationalpark ließ sich genehmigungsrechtlich nicht mehr abdecken – weshalb wir dort keine Drohnenaufnahmen gemacht haben.
Die aufwendige und teure Genehmigung für das CKGR war damit leider verfallen.

Einen Teil unserer Bilder und Filmaufnahmen nutzen wir gewerblich, um zumindest einen Teil der hohen Kosten für Genehmigungen und Ausrüstung zu refinanzieren. (Allerdings sind wir davon noch weit entfernt – bislang tragen wir den Großteil der Kosten privat.)

Uns ist absolut bewusst, dass Drohnenflüge in vielen Nationalparks weltweit streng verboten sind – und das aus gutem Grund. In Botswana liegt die Genehmigungshoheit allerdings nicht bei den Parkverwaltungen, sondern bei der zivilen Luftfahrtbehörde in Kombination mit dem Umweltministerium. Ein Einsatz ohne offizielle Genehmigungen kann dort ernste rechtliche Konsequenzen haben – bis hin zu Gefängnisstrafen.

Wir danken dir für deinen Hinweis – er zeigt, wie wichtig es ist, beim Thema Drohne nicht nur spektakuläre Bilder im Blick zu haben, sondern sich auch der Verantwortung und der rechtlichen Rahmenbedingungen voll bewusst zu sein.
Uns ist es wichtig zu betonen, dass wir mit unseren Aufnahmen niemanden dazu animieren möchten, eine Drohne unkontrolliert oder ohne Genehmigung fliegen zu lassen.

Viele Grüße
Andrea & Jörg
Kenia 2000 ---Südafrika 2010---- Nam/Südafrika/Botsw 2014----Botswana 2015-----Botswana Nov 2016----Sambia/Simbabwe Okt18----Botswana Jan 20----Namibia Nov 21----Namibia Dez 23---- Südafrika/ Botswana 03/25
Themenstarter15 Beiträge · seit 201504. Juni 2025 ·
Botswana März 2025 – Teil 3: Zwischen Werkstatt, Schlamm und Safari-Feeling
Ein persönlicher Reisebericht von Andrea & Jörg


🔧 Technik-Stopp in Maun

Nach dem gescheiterten Versuch, ins Central Kalahari Game Reserve einzureisen, standen wir im DWNP Office in Maun vor der Entscheidung: abbrechen oder umplanen?
Wir entschieden uns fürs Umplanen – und buchten kurzerhand um:

Statt CKGR geht es nun in den Moremi Nationalpark.

Zuvor allerdings ein kurzer, ungeplanter Stopp bei Toyota Maun: Auf der Cutline Richtung Maun hatte sich die Traktionskontrolle unseres Land Cruisers verabschiedet. Die Werkstatt fand schnell die Ursache (Sensorproblem) und behob den Fehler zügig. Zwei Stunden Zeitverlust – aber mit zuverlässiger Technik konnten wir beruhigt weiterfahren.

🌧️ Schlamm, Pannenhilfe & der Weg nach Moremi

Von Maun aus brechen wir auf in Richtung Moremi Nationalpark. Die ersten Kilometer auf Teer rollen entspannt dahin – doch bei Shorobe endet der Asphalt, und die Gravelroad beginnt.

Schon kurz hinter dem Ort ist klar: Es wird anspruchsvoll. In nahezu jeder Senke steht noch Wasser von den letzten Regenfällen. Oft gibt es fahrbare Umfahrungen – aber eben nicht immer.

Dann passiert’s: Eine harmlos wirkende Pfütze entpuppt sich als tiefe Falle. Der Cruiser versinkt bis fast zur Motorhaube im Wasser, steckt fest. Kein Vor, kein Zurück – weder im 4x4 noch mit gesperrtem Differential.

Es bleibt nur eins: Rein in die Brühe, Seilwinde klarmachen. Doch der nächste Baum steht über 25 Meter entfernt – zu weit.
Also heißt’s improvisieren: Abschleppseil und Schäkel raus, verlängern – und es reicht gerade so.

Langsam, Zentimeter für Zentimeter, zieht sich der Cruiser mit Unterstützung des Allrads selbst heraus.
Das Wasser ist auf der Fahrerseite in den Fußraum eingedrungen. Weil der Landcruiser über wenig Elektrik verfügt und die Kabelführung perfekt durchdacht ist, kommt es zu keinen weiteren Problemen. Lediglich ausgiebiges Putzen und Trocknen ist für den Abend angesagt.

Ein echter Kraftakt – aber auch ein kleiner Triumph.

Nach einer kurzen Pause zum Durchschnaufen und Saubermachen fahren wir weiter – vorsichtiger, konzentrierter.
Jeder Wasserfleck wird nun mit mehr Respekt betrachtet, und bei jeder größeren Pfütze steigen wir sicherheitshalber erst einmal aus. Lieber ein paar Minuten zu Fuß als noch einmal festgefahren im Schlamm.

Kurz nach dem Mawana-Checkpoint biegen wir ab Richtung South Gate. Der Busch empfängt uns mit weiter Landschaft, Vogelrufen und den ersten Elefanten.
Wir beschließen, die Nacht am South Gate zu verbringen.


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🐘 Weiter Richtung North Gate

Am nächsten Morgen geht es weiter in Richtung North Gate.
In den vergangenen Wochen hat es viel geregnet, und wir erkundigen uns am Gate nach der besten Strecke. Doch auch die empfohlene Route ist alles andere als einfach: aufgeweichte Pisten, tiefer Schlamm, knietiefe Wasserdurchfahrten.

Unser Land Cruiser schlägt sich wacker, aber jede Passage will neu bewertet werden:

– Ist der Boden tragfähig?
– Wie tief ist das Wasser wirklich?
– Gibt es eine Umfahrung?

Ein paar Mal steigen wir aus, checken die Lage, tasten uns mit Herzklopfen durch – es geht gut. Diesmal.

Viele Tierbegegnungen haben wir auf diesem Abschnitt nicht.
Ein paar Elefanten, Baboons, Antilopen, Hippos und Zebras zeigen sich – aber keine Raubkatzen.

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Eigentlich wollten wir anstelle des North Gate nach Xakanaxa weiterfahren, eventuell auch über Third Bridge – doch die Strecken sind aufgrund der Wassermassen unpassierbar und offiziell gesperrt.
Schweren Herzens lassen wir diese Ziele aus – Sicherheit geht vor.

Zwischendurch erleben wir dennoch magische Lichtstimmungen, stille Momente am Wasser und das typische, dichte Buschfeeling des Deltas. Trotz aller Einschränkungen bleibt es ein intensives Naturerlebnis – nur eben auf anderen Wegen als geplant.

🎥 Unser Fazit zu Teil 3
Teil 3 war geprägt von echten Herausforderungen – aber auch von genau jenen Momenten, die eine Selbstfahrerreise in Botswana so besonders machen.

Werkstattbesuch, Umplanung, tiefes Wasser und zäher Schlamm – und mittendrin das Gefühl von Freiheit, Wildnis, Unberechenbarkeit.

📺 Wer Lust hat, mit uns durch den Matsch zu fahren:

https://www.youtube.com/watch?v=VGzubcoHmCM
👉 Hier geht’s direkt zum Video – Teil 3

Wir freuen uns auf Fragen, Tipps, Erfahrungen von anderen Selbstfahrern – und natürlich auch einfach über einen netten Austausch im Forum!

🔜 Vorschau auf Teil 4: Wildhunde, Löwen und ein kaputtes Getriebe

In Teil 4 geht es weiter in den Norden Botswanas – auf die Magotho Campsite am Khwai River, nach Savuti und Linyanti.

Die Tierwelt zeigt sich von ihrer spektakulärsten Seite:
Wir treffen zweimal auf Wildhunde, entdecken einen Leoparden, und in Savuti hat sich eine Löwin nur 80 Meter neben unserer Campsite gemütlich gemacht – ein Erlebnis, das uns noch lange in Erinnerung bleibt.

Doch nicht nur die Tierbegegnungen fordern uns:
Auf dem Weg durch die Tiefsandpassagen nach Linyanti verabschiedet sich plötzlich das Automatikgetriebe unseres Land Cruisers – mitten im Nirgendwo.

Ein Fahrzeugtausch in der Wildnis wird zur logistischen Herausforderung – und ein echtes Abenteuer.

📺 Bald verfügbar: Teil 4 – Raubkatzen & Fahrzeugtausch
Kenia 2000 ---Südafrika 2010---- Nam/Südafrika/Botsw 2014----Botswana 2015-----Botswana Nov 2016----Sambia/Simbabwe Okt18----Botswana Jan 20----Namibia Nov 21----Namibia Dez 23---- Südafrika/ Botswana 03/25
zuletzt bearbeitet 04. Juni 2025
6 Beiträge · seit 202504. Juni 2025 ·
Hallo,

vielen Dank for Eure tollen Berichte! Wann seid Ihr die Stecke Maun - Moremi gefahren? Wir sind in einer Woche da und ich frage mich, ob dann dort immer noch so viel Wasser steht 🙈.

VG
229 Beiträge · seit 202204. Juni 2025 ·
sHeike schrieb:Hallo,
vielen Dank for Eure tollen Berichte! Wann seid Ihr die Stecke Maun - Moremi gefahren? Wir sind in einer Woche da und ich frage mich, ob dann dort immer noch so viel Wasser steht 🙈.
VG
Hallo Heike.
Ich bin vor drei Wochen die Strecke Maun - South Gate - 3rd Bridge - Xakanaxa - Magotho - Savuti - Ihaha gefahren.
Kein Problem. 2nd Bridge und 4th Bridge müssen umfahren werden. "wet road" von Xakanaxa nach Khwai war bis auf eine einfache Wasserquerung trocken. Sogar der Mbudi ließ sich in der Khwai Concession überqueren. Zwar mit etwa 1 Meter Wassertiefe, aber es ging.
Achte lieber vielmehr darauf, ob die Wasserstände bereits wieder ansteigen! Das wird dich eventuell mehr betreffen, als die Wasserstände vor einigen Wochen durch die Regenzeit.
Adrian
6 Beiträge · seit 202504. Juni 2025 ·
Danke Adrian 😊