TAtacitusThemenstarter1'130 Beiträge · seit 202210. März 2025 · #1Vielleicht interessiert es Jemand, was der Trump’sche Kahlschlag bei PEPFAR/USAID (und weiterführend UNAID, WHO) für Südafrika bedeutet, dessen HIV/AIDS/TB -Behandlung und Prävention aus diesen Quellen mit hohem Summen kofinanziert wurde. Für mehrere andere afrikanische Staaten gilt prinzipiell dasselbe.
Trump: ‘Thank you for partnering with USAID and God bless America.’https://bhekisisa.org/health-news-south-africa/2025-02-27-breaking-trump-orders-usaid-funded-hiv-organisations-in-sa-to-shut-down/Solutions to TB and HIV benefit all of us, North and Southhttps://mg.co.za/thought-leader/2025-03-10-solutions-to-tb-and-hiv-benefit-all-of-us-north-and-south/und mehr Hinweise dazu hier:
https://allafrica.com/view/group/main/main/id/00092045.htmlOb obig etwas in einem Reiseforum zu suchen hat, beantwortet sich mE selber durch das enorme Destabilisierungspotenzial für die betroffenen Länder (von menschlichen Leid gar nicht zu reden), wenn bewährte und essenzielle Behandlungsstrukturen für Millionen von Patienten (in RSA z. B. ca. 8 Mio.) geschwächt werden oder gar zusammenbrechen. Das könnte eintreten, wenn das durchgezogen wird, wonach es derzeit ausschaut. Dagegen ist mE MK odgl. eine Bagatelle.
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200610. März 2025 · #2Ich habe dazu am Wochenende einen Doku aus Südafrika gesehen. Ganz schlimm, was die Betroffenen dort nun erwartet. Es war von 500.000 unnötigen Toten mittelfristig die Rede...
In Namibia gehen die ARV-Versorgung und die HIV/Aids-Programme hingegen ohne Einschränkungen weiter (siehe u. a.
https://www.namibiansun.com/health/bitter-pill-namibia-arv-supply-to-continue-despite-usaid-cut2025-02-19148838)
Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
TAtacitusThemenstarter1'130 Beiträge · seit 202224. März 2025 · #3Update
Trump ends SA’s HIV and TB research grants https://mg.co.za/health/2025-03-24-trump-ends-sas-hiv-and-tb-research-grants/Und, falls jemand dort registriert ist: In NYT gab es kürzlich einen Bericht zum Kahlschlag des bisher USAID-finanzierten TB-Programms in Kenya.
EWewbabmiz128 Beiträge · seit 202424. März 2025 · #4Elon Musk hat jüngst gesagt "The fundamental weakness of Western civilization is empathy". Genau in dem Sinne wird nun Politik exekutiert.
Allein in Südafrika, Botswana und Simbabwe sind 11 Millionen Menschen HIV-positiv. Nun kann man grundsätzlich verlangen, dass diese Länder irgendwann mal auf eigenen Füßen stehen und nicht bis in alle Ewigkeit alimentiert werden müssen - zumal sie sonst so gern Augenhöhe für sich einfordern. Aber dann muss man die Programme koordiniert über Jahre herunterfahren und sukzessive an die Länder übergeben. Das jetzt so abrupt zu beenden, wird wahrscheinlich Zehntausende Menschen das Leben kosten.
TAtacitusThemenstarter1'130 Beiträge · seit 202225. März 2025 · #5@Musk udgl.
Wer glaubt, dass man Geld sparen kann, in dem man weltweit gefährliche hochansteckende Krankheiten außer Kontrolle geraten lässt, hat was nicht verstanden und ist nicht nur emotional gestört sondern auch ökonomisch deppert.
SESeyko1'097 Beiträge · seit 200925. März 2025 · #6ewbabmiz schrieb:Elon Musk hat jüngst gesagt "The fundamental weakness of Western civilization is empathy". Genau in dem Sinne wird nun Politik exekutiert.
Allein in Südafrika, Botswana und Simbabwe sind 11 Millionen Menschen HIV-positiv. Nun kann man grundsätzlich verlangen, dass diese Länder irgendwann mal auf eigenen Füßen stehen und nicht bis in alle Ewigkeit alimentiert werden müssen - zumal sie sonst so gern Augenhöhe für sich einfordern. Aber dann muss man die Programme koordiniert über Jahre herunterfahren und sukzessive an die Länder übergeben. Das jetzt so abrupt zu beenden, wird wahrscheinlich Zehntausende Menschen das Leben kosten.
Der erste Fall von HIV wurde in Südafrika 1982 entdeckt. Das ist nun 43 Jahre her. Eswatini, Lesotho und Südafrika weisen nach meiner Recherche die höchste HIV-Rate des südlichen Afrika auf. Ansteckungsgrund sind Vergewaltigungen und ungeschützter Verkehr mit wechselnden Partnern. Ich weiss nicht, ob man es so beschreiben kann, wie du es getan hast. Hat es damit zu tun, dass Länder auf „eigenen Füssen“ stehen müssen? Am Ende des Tages ist es derzeit doch so, dass das Thema ein Randthema ist, da bei einer Infektion, ein Medikament verabreicht wird, dass es dem Nutzer ermöglicht damit alt zu werden. Hat sich das Verhalten der Menschen verändert? Hat „Treue“ in einer Partnerschaft einen anderen Stellenwert erhalten, durch das Risiko einer Infektion?
Hat sich die Gesellschaft verhaltenstechnisch angepasst? Ist die Krankheit mit all ihren Folgen ins Bewusstsein gerückt und hat den notwendigen Platz eingenommen? Fragen über Fragen.
EWewbabmiz128 Beiträge · seit 202425. März 2025 · #7Seyko schrieb:Der erste Fall von HIV wurde in Südafrika 1982 entdeckt. Das ist nun 43 Jahre her. Eswatini, Lesotho und Südafrika weisen nach meiner Recherche die höchste HIV-Rate des südlichen Afrika auf. Ansteckungsgrund sind Vergewaltigungen und ungeschützter Verkehr mit wechselnden Partnern. Ich weiss nicht, ob man es so beschreiben kann, wie du es getan hast. Hat es damit zu tun, dass Länder auf „eigenen Füssen“ stehen müssen?
Ich habe es 3 mal gelesen, aber nicht verstanden, was Du eigentlich sagen willst?
Trotzdem versuche ich noch mal meinen Punkt zu erklären: Die Länder im südlichen Afrika verlangen vom Westen, dass man ihnen auf Augenhöhe begegnet. Für diese Forderung gibt es sehr viele gute Gründe. Per se sollten alle Länder gleichwertig, gleichberechtigt sein. Gleichzeitig sind die Länder im südlichen Afrika nach über 30 Jahren immer noch nicht in der Lage, für die Gesundheitsversorgung der eigenen Bevölkerung zu sorgen, sind schlicht unselbständig und nicht in der Lage, Dinge allein geregelt zu bekommen.
Wenn ich davon leben würde, dass meine Eltern mir jeden Monat 2000 Euro überweisen, dann bestehen Abhängigkeiten, dann bin ich nicht hinreichend souverän, dann kann ich meine Interessen gegenüber meinen Eltern nicht uneingeschränkt vertreten, weil dann kann ich mir Konflikte mit meinen Eltern eher nicht leisten. So ähnlich ist es bei Staaten. Wer darauf angewiesen ist, bis in alle Ewigkeit alimentiert zu werden, der ist nicht hinreichend souverän. Der macht sich mit "Augenhöhe" etwas vor.
Wenn sich die Steuerzahler in den USA oder auch Deutschland fragen, warum sie bis in alle Ewigkeiten die HIV-Versorgung oder anderes in Südafrika bezahlen sollen, dann ist so eine Frage ja grundsätzlich legitim. Es geht hier nicht mehr um akute Nothilfe in einer neuen Epidemie. Es geht um verstetigte Zahlungen. Aber wenn man solche Fragen aufwirft, dann kann eben nicht sofortiger totaler Kahlschlag der Weg sein, denn dann fehlen alternative Finanzen und alternative Strukturen und das bringt bei HIV Zehntausende um, was völlig unverantwortlich ist. Dann muss man sagen: Nach all den Jahren wollen wir das nicht mehr bezahlen. Ihr müsst das langsam mal allein geregelt bekommen. Über die nächsten 5 Jahre wollen wir unsere Hilfe sukzessive zurück fahren und ihr übernehmt die Programme selbst oder zieht über 5 Jahre alternative Programme auf.
TAtacitusThemenstarter1'130 Beiträge · seit 202226. März 2025 · #8@Seyko
Ich habe die Botschaft auch nicht verstanden. Aber wenn mit „Randthema“ gemeint ist, dass HIV/AIDS/TB mittlerweile durch Pillenschlucken zu „Bagatellen“ wurden, ist das mE eine ziemliche Fehleinschätzung dortiger Situationen.
TAtacitusThemenstarter1'130 Beiträge · seit 202226. März 2025 · #9Guten Tag, zimbabwe, beim Andersrum vertippe ich mich 😎
@ das „Alimentieren der Afrikaner“
Den Wunsch nach Licht und Ende am Horizont, kann ich verstehen. Dass der Bedarf, insbesondere beim gegenständlichen Thema, bald aufhören wird, halte ich persönlich für eine unrealistische Erwartung. Dazu sind die (Lebens)Umstände dort, wo es am meisten grassiert, einfach zu ungünstig. Ich begründe das jetzt nicht, weil es nicht unmittelbar den Anlass dieses Threads betrifft. Ich will folgend diesen nur etwas konkretisieren.
RSA bestreitet mW ca. 80 % bestehender (staatlicher) Behandlungsprogramme aus eigenem Budget, den Rest hauptsächlich durch USAID. Ich glaube nicht, dass bisher nennenswerte EU- oder bilaterale Mittel dafür fließen, weil dies dort in der jetzigen Debatte sicherlich erwähnt worden wäre. Das könnte sich aber jetzt ändern.
Der Entzug der USAID-Finanzierung für die restlichen ca. 20 % hat mE zwei Aspekte.
Erstens einen „qualitativen“:
Lt. Medien haben die NGOs und Institutionen schlagartig die Finanzierung verloren, die die Basisarbeit (Testen, Aufklären, Beraten, Behandeln…) überall dort „in der Fläche“ leisten, wo staatliche Institutionen nicht hinreichen und das sind die kritischen. Diese Strukturen, ein Mal zerstört, lassen sich nicht wieder so leicht wiederherstellen. Das hat das Potenzial einen neuen Ausbreitungsschub auszulösen.
Zweitens: Das Geld.
Sicherlich kann man sagen, dass USAID eben ein „Geschenk“ ist, auf dessen ewiges Weiterfließen man sich nicht verlassen hätte sollen. Man kann auch argumentieren: Die restlichen 20 % werdet ihr doch wohl jetzt oder irgendwann selber stemmen können, sind ja schließlich „eure Leute“. Allerdings ist der Staat für derartige Bedarfserfüllung ja generell und chronisch unterfinanziert. USAID zahlt mW unter diesem Titel ca. 500 Mio. $ pro Jahr, für die letzten 10 Jahre wurden 5,5 Milliarden berichtet. Letzteres entspricht ca. einem Jahresbudget von SAPS (nur als Größenordnung) und ist somit nicht trivial.
Grüße
Ich persönlich habe kein Problem damit, afrikanische Länder mit Geld und Expertise bei der Bekämpfung von gefährlichen Krankheiten zu unterstützen. Es ist auch in unserem Interesse, wenn diese eingedämmt werden ….. falls jemand unbedingt „praktische“ Gründe für derartiges Engagement braucht 😎 .
PS: Wir (EU) zahl(t)en z. B. einen dreistelligen Millionenbetrag an Ruanda für militärische Leistungen zur Ermöglichung des LNG-Projektes von TOTAL in Cabo Delgado, Mosambik. PSPS. Derzeit wegen der Unterstützung von M23 ausgesetzt?
SESeyko1'097 Beiträge · seit 200926. März 2025 · #10Hi zusammen,
Nicht die - zugegeben sehr spontan- eingestellte Hilfe der USA ist verantwortlich für eine mögliche Zunahme an Toten, sondern das unveränderte Verhalten der Bevölkerungen. Es ist absurd zu glauben, dass dasselbe Verhalten ein verändertes Ergebnis hervorbringen kann. 43 Jahre sollte lang genug sein, um das eigene Verhalten zu hinterfragen. Es ist wunderbar, dass die Medikamente seit einiger Zeit ein nahezu uneingeschränktes Leben in Qualität und Quantität ermöglichen. Möglicherweise ist das aber gerade kontraproduktiv, da die Krankheit ihren Schrecken verliert. Zudem ist die gesamte Medikation kostenfrei. Warum genau sollten die Menschen ihr Verhalten ändern?
Liebe Grüsse
Guido
EWewbabmiz128 Beiträge · seit 202426. März 2025 · #11Ich beanspruche nicht, da den Stein der Weisen zu besitzen und natürlich kann man das anders einschätzen. Aber grundsätzlich sehe ich das so: Bei Naturkatastrophen, bei Hungersnöten, bei neuen Epidemien, bei humanitären Krisen hat der reiche Westen die verdammte Pflicht zu helfen, Menschenleben zu retten. Auch sonst dürfen wir uns von Nöten nicht abwenden, aber das Ziel muss dann Hilfe zur Selbsthilfe und nicht Daueralimentierung sein (programmatisch mittlerweile ja selbst in der Entwicklungshilfe ein alter Hut). Daueralimentierung, Dauerabhängigkeiten kann man schließlich auch als eine Form von Neo-Kolonialismus werten.
Es sterben auch nach wie vor Menschen an Hunger. Die Lösung kann aber nicht sein, jahrzehntelang Essenspakete zu schicken. Die Lösung muss sein, Programme anzuschieben, so dass die Leute auch unter widrigen Bedingungen Nahrungsmittel erzeugen können.
Es werden auch bald neue Posten zu finanzieren sein, z.B. die Mitigation von Klimawandelfolgen.
Bei der Versorgung der HIV-Positiven ist die aktuelle Lage nun wie sie ist und deshalb ist es fatal, wenn nun abrupt alles beendet wird. Das habe ich schon 2 mal geschrieben. Aber grundsätzlich sollten die afrikanischen Länder das nach Jahrzehnten dann auch mal allein auf die Reihe bekommen. Deswegen wäre es meines Erachtens gut, wenn man sich zusammensetzt und dann einen Plan macht, wie Strukturen und Finanzierung innerhalb von 5 Jahren durch die afrikanischen Ländern übernommen werden.
EWewbabmiz128 Beiträge · seit 202426. März 2025 · #12Seyko schrieb:Es ist absurd zu glauben, dass dasselbe Verhalten ein verändertes Ergebnis hervorbringen kann. 43 Jahre sollte lang genug sein, um das eigene Verhalten zu hinterfragen. Es ist wunderbar, dass die Medikamente seit einiger Zeit ein nahezu uneingeschränktes Leben in Qualität und Quantität ermöglichen. Möglicherweise ist das aber gerade kontraproduktiv, da die Krankheit ihren Schrecken verliert. Zudem ist die gesamte Medikation kostenfrei. Warum genau sollten die Menschen ihr Verhalten ändern?
Also im Klartext: Es sollen jetzt mal Zehntausende oder Hunderttausende sterben, damit die Menschen da endlich begreifen, dass HIV gefährlich ist und sie ihr Verhalten ändern müssen?
Deine Schlüsse sind auch logisch falsch. Die Zahl an HIV-Neuinfektionen geht seit Jahren beständig runter. Obwohl die Bevölkerung in Südafrika seit 2000 um 34 % gewachsen ist, obwohl die Zahl der HIV-Positiven beständig steigt, ging die Zahl der jährlichen HIV-Neuinfektionen seit 2000 um 72 % runter. Offensichtlich wirken die Programme. Offensichtlich haben die Menschen einen Erkenntnisgewinn. Das gleichzeitig die Zahl der HIV-Positiven beständig steigt, liegt eben daran, dass die Altinfektionen dank Medikamenten nicht mehr alle zeitnah wegsterben, sondern jahrzehntelang ganz gut mit HIV leben können. Jede Neuinfektion kommt dann statistisch on-top.
Wenn Du möglicherweise in Deiner Jugend möglicherweise im Suff ein einziges Mal unvernünftig warst, würdest Du es vielleicht auch nicht so schlecht finden, wenn dieser eine Fehler nicht Dein Todesurteil ist - mit zuvor elendigem Siechtum? Aber nur vielleicht...
Logi16,9k Beiträge · seit 201214. Mai 2025 · #13Der Anteil der über 50-Jährigen mit HIV hat sich in 10 Jahren verdoppelt. Was bedeutet das für die Gesundheitsversorgung?Heute stellen die über 50-Jährigen die zweitgrößte Gruppe der HIV-positiven Bevölkerung Südafrikas dar. Vor zwanzig Jahren war ihr Anteil noch der kleinste.
Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, gesundheitliche Probleme wie Bluthochdruck,Herzkrankheiten und Diabetes zu entwickeln. Das bedeutet, dass immer mehr Menschen zusätzlich zur HIV-Behandlung wegen dieser Krankheiten behandelt werden müssen.
Doch ohne die Zahlen zu verfolgen – was angesichts der Tausenden von Datenerfassungsgeräten, die von der US-Regierung finanziert werden, infolge der Kürzungen der Entwicklungshilfe eine Herausforderung darstellen dürfte – wird es schwierig sein, Pläne für die Versorgung einer alternden HIV-Bevölkerung aufzustellen. ...
LG
Logi
OceanView245 Beiträge · seit 202514. Mai 2025 · #14Die heute über 50-Jährigen waren bereits vor 20 Jahren die größte Gruppe, sie sind nur älter geworden.
HIV wird aus Afrika nie verschwinden. Höchstens aus den Schlagzeilen.
Und es gibt genügend Europäer, die es sich als Souvenir aus Afrika mitbringen, weil die meisten Frauen Afrikas, anders als in Europa, die Verwendung eines Kondoms nicht verlangen, obwohl Kondome kostenlos verfügbar sind. Am leichtesten kann man diese Abenteurer an den rotverfärbten Sitzen im gemieteten Kleinwagen im Koakoland identifizieren.
Logi16,9k Beiträge · seit 201216. Mai 2025 · #15HIV-Behandlung in Südafrika wird trotz Mittelentzug fortgesetztGesundheitsminister Dr. Aaron Motsoaledi hat Behauptungen zurückgewiesen, das HIV/Aids-Programm des Landes stehe nach der Rücknahme des Notfallplans des Präsidenten zur Aids-Hilfe (Pepfar) vor dem Zusammenbruch. Motsoaledi betonte, dass der Staat entscheidende Schritte unternehme, um HIV-Behandlungs- und Präventionsprogramme aufrechtzuerhalten.
Zuvor waren wichtige Gesundheitsinitiativen wie Pepfar finanziell nicht mehr unterstützt worden. Das Projekt wurde 2003 vom ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush ins Leben gerufen und unter verschiedenen Regierungen fortgeführt. ...LG
Logi
TAtacitusThemenstarter1'130 Beiträge · seit 202231. Mai 2025 · #16https://www.derstandard.at/story/3000000271980/nobelpreistraegerin-duflo-trump-richtet-ein-blutbad-anDie US-Regierung stellt die Entwicklungshilfe ein und begründet das mit dem Kampf gegen Woke-Ideologien. In Wahrheit haben Menschenleben außerhalb der USA für Trump keinen Wert, sagt Nobelpreisträgerin Esther DufloSTANDARD:
Frau Duflo, Donald Trump hat entschieden, die US-Entwicklungszusammenarbeit nahezu komplett einzustellen. USAID wurde aufgelöst. Wie bewerten Sie diese Vorgänge?
Duflo:
Ich habe lange darüber nachgedacht, was dahintersteckt, und die einzige überzeugende Antwort lautet für mich: Für die Trump-Administration ist der Wert eines Menschenlebens außerhalb der USA gleich null. Trump und seine Regierung haben unterschiedliche Begründungen für ihr Vorgehen geliefert, einmal Ineffizienz bei USAID beklagt, dann behauptet, mit Entwicklungshilfe werde Genderforschung finanziert, was sie nicht mehr wollen. Das ergibt alles keinen Sinn. Wer etwas effizienter machen will, verbessert es und zerschlägt es nicht.PS. dieser zum (PS: weiteren)Thema gehörige link war mir irgendwie verloren gegangen. Egal, jetzt ist er drin
https://www.arte.tv/en/videos/125242-000-A/arte-reportage/ARTE Reportage
South Africa: Elon Musk's Revenge
Logi16,9k Beiträge · seit 201210. Sept. 2025 · #17SA AIDS programme under threat as US funding cuts biteSüdafrikas Aids-Programm durch US-Finanzkürzungen in Gefahr
Das Programm erhielt zuvor jährlich etwa 7,5 Milliarden Rand von PEPFAR.
Südafrika muss sich der Realität seiner HIV/AIDS-Krise stellen und dringend transparentere und integrativere Ansätze verfolgen, wenn es weiterhin Fortschritte im Kampf gegen die Epidemie erzielen will.
Dies war die wichtigste Warnung der Ko-Vorsitzenden der 12. SA-AIDS-Konferenz, Dr. Kate Rees und Dr. Candice Chetty-Makkan, als sich diese Woche mehr als 1.400 Delegierte im Kaiserpalast versammelten.
Südafrika betreibt das weltweit größte HIV/AIDS-Programm, doch seine Zukunft ist nach drastischen Kürzungen der Mittel aus dem Notfallplan des US-Präsidenten zur AIDS-Hilfe (PEPFAR) bedroht.
Das Programm erhielt zuvor jährlich etwa 7,5 Milliarden Rand von PEPFAR.
Da diese Mittel gekürzt wurden, hat das südafrikanische Finanzministerium 753 Millionen Rand als Überbrückungsgeld zugesagt, was weit unter dem erforderlichen Betrag liegt. ...LG
Logi