EldeThemenstarter269 Beiträge · seit 201606. Apr. 2025 ·
26.02. Weiter geht es nach NIzwa. Heute mussten wir unser uriges Hanging Terraces Hotel verlassen. Über viele Serpentinen ging es steil wieder den Berg hinunter. Nach etwa 1,5 Stunden sind wir in Nizwa, der historischen Hauptstadt des Oman angekommen. Wir waren noch früh genung um die Moschee zu besichtigen. Wenn die überhaupt für Nichtmuslime zu besichtigen sind, ist das immer von 8 - 11 Uhr. Es war aber nicht so spektakulär, da ist die von Muscat sicherlich im Oman nicht zu übertreffen.
Anschließend sind wir durch die Souqs geschlendert. Die sind hier etwas ursprünglicher als in Muscat wo die Kreuzfahrer zu tausenden hindurchgelotst werden, obwohl Nizwa auch schon einiges an Touristenaufkommen hat. Diese Souqs sind immer wieder schön anzusehen. Im Oman ist das Angebot natürlich häufig Produkte aus Weihrauch und Myrrhe, daher riecht es auch häufig nach Kirche da überall Weihrauch verbrannt wird. Wir haben uns eine leckere Mischung unterschiedlicher Cashewnüsse gekauft. Die gibt es hier in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen.
Wie ihr sehen könnt, bekommt man da auch Sachen zu kaufen die man auf einem deutschen Markt nicht finden würde. Die Araber haben halt ein anderes Verhältnis zu Waffen als wir. Kurzfristig habe ich mir überlegt ein Gewehr zu kaufen da ich mich in Deutschland zunehmend von Flüchtlingen aus arabischen Ländern bedroht fühle. (Scherz) Habe ich dann aber doch nicht gemacht, es wäre wohl beim Rückflug etwas komplizierter geworden.
Direkt neben dem Souq befindet sich das Fort von Nizwa. Es ist das größte im Land und wurde vor einigen Jahren vollständig restauriert. Das Besondere ist ein riesiger runder Turm mit 24 Metern Durchmesser und einer Höhe von 40 Metern. Der Eintritt mit 12,50€ pro Person ist allerdings auch nicht günstig, aber wir machen Urlaub und da geht das ab und zu.
Das Bild oben wurde auf dem Turm gemacht. Das nächste Bild zeigt den Blick vom Turm auf Nizwa und das Hadjar Gebirge an dessen Rand Nizwa liegt.
Plötzlich hörten wir trommeln und singen. Wir sind vom Turm abgestiegen und sahen im Innenhof eine Gruppe Beduinen singen, trommeln und tanzen. Das war ein schöner Abschluss unserer Stadtbesichtigung.
Wir wollten nun unbedingt noch die neue Moschee etwas außerhalb von Nizwa in Richtung Bahla besichtigen. Wir haben sie auch gefunden. Es ist ein imposantes Bauwerk, leider für Nichtmuslime innen nicht zu besichtigen.
Im Anschluss haben wir uns noch eine Kleinigkeit zum Abendessen besorgt und sind zu unserem Hotel gefahren. Das war nicht ganz einfach, denn immer wenn das Navi sagte "Ziel erreicht" standen wir vor einer Straßenbaustelle an der es nicht mehr weiterging. Wir sind einige Male rundgefahren und standen immer wieder an der gleichen Stelle. Von einem Hotel war weit und breit nichts zu sehen. Wir haben uns an den Straßenrand gestellt um einen vorbeikommenden Menschen zu fragen. Der sagte uns dann das die Straße gesperrt ist da sie neu gemacht wird und das man das Hotel daher mit dem Auto nicht anfahren kann. Da wir ohnehin bei den häufigen Hotelwechseln unser Gepäck im Auto lassen und alles in unsere Rucksäcke packen was wir unbedingt brauchen, war das für uns problemlos machbar die Rucksäcke bis zum Hotel zu tragen. Das Valley Cliff Hotel ist ein sehr schönes Hotel. Unser Zimmer ist riesig und das Bad ebenso. Das Gegenteil der letzten beiden Tage, aber genau so lieben wir es immer wieder anders.
Das Hotel hat einen wunderschönen tropischen Garten mit Mangos, Papayas und vielem mehr. Hier hat es uns wieder sehr gut gefallen.
EldeThemenstarter269 Beiträge · seit 201608. Apr. 2025 ·
27.02. Weiter geht es nach Misfah
Heute sind wir zuerst von Nizwa zum Jabrin Castle, etwa 40 Kilometer von Nizwa entfernt gefahren. Der Stadtkern von Nizwa hat uns gut gefallen. Er hat irgendwie Charme. Jabrin Castle ist ein Schloss in dem ein Scheich mit Familie und Anhang gewohnt hat. Das was wir bisher gesehen haben waren Forts, also reine Verteidigungsanlagen. Es ist eine recht imposante Anlage und sehenswert.
Das folgende Bild zeigt die Aussicht von einem der Türme und den schönen Palmengarten im Tal.
Wir sind dann weitergefahren in einen Ort Al Hamra. Der besteht, wie eine Reihe Dörfer in diesem Land aus einem aufgegebenen, schon ziemlich verfallenden Ort und einem neueren Teil. Einige Menschen wohnen allerdings auch noch im alten Ort und betreiben zum Beispiel ein sehr schönes, interessantes Museum und ein sehr schönes Cafe. Die alten verfallenden Gebäude bieten natürlich Unmengen an Fotomotiven.
Im Museum durfte man auch fotografieren, sogar Menschen. Dafür muss man sonst jeden vorab fragen, besonders Frauen darf man nicht fotografieren, das gilt als unhöflich. Im Museum wurde gezeigt wie aus pistazienartigen Nüssen Öl gewonnen wird das für Cosmetica genutzt wird. Ich habe es probiert, es schmeckte sehr gut. Auf meine Frage ob man das Öl auch fürs Kochen nutzen kann, wurde nur gesagt das die Herstellung zu langwierig sei und der Ertrag an Öl zu gering sodass es zu teuer würde. Weiter wurde vorgeführt wie Omanibrot gebacken und Kaffee geröstet und mit Gewürzen fermentiert wird. Der Rohkaffee kommt aus dem Jemen. Mir war bisher unbekannt das der Jemen ein Kaffeeanbaugebiet ist. Ziel dieser Vorführung ist es natürlich das wir Touris die Produkte auch anschließend kaufen. Interressant fanden wir auch die Info das für die Bevölkerung das wichtigste immer noch Datteln sind. Die werden überwiegend zu Sirup verarbeitet und ist dann etwa 2 Jahre haltbar. Früher in den lehmverputzten Gebäuden wurde mit dem Sirup den man nach 2 Jahren noch übrig hatte, die Wände gestrichen. Der Sirup machte den Putz hart und abwaschbar. Zum Schluss saßen wir im Gästeraum und wurden mit Omanikaffee, Ingwertee und Datteln bewirtet. Dazu wurden informative Gespräche geführt. Das hat uns gut gefallen.
Diese Frau backt Omanibrot auf dem Stein. Omanibrot sind ganz dünne Fladen durch die man hindurchsehen kann. Vom Museum aus sind wir in ein nettes Cafe gegangen und haben, da mittlerweile Mittagszeit war, etwas gegessen und getrunken. Dann ging es weiter nach Misfah. Dort wohnen wir 2 Tage im Basmat Guesthouse. Es hat nur 5 Gästezimmer. Wir haben wieder ein sehr schönes Zimmer, Altbau dieses Mal, mit toller Aussicht von der Dachterrasse.
Auf der Dachterrasse gibt es auch das Abendessen und Frühstück. Wir haben uns sofort aufgemacht und sind durch die Palmengärten gewandert. Die sind auch wieder terrassenmäßig angelegt und werden durch Kanäle, hier Falaj genannt, bewässert. Wir sind ins Wadi abgestiegen und natürlich auch wieder in den Ort hoch. Trotz 27 ° macht das uns hier weniger aus da die Palmen hoch sind und man meistens im Schatten geht.
Das ist ein blühender Mangobaum. Der Eigentümer unserer Unterkunft hat ebenfalls solche Gärten mit Mangos und Papayas, aber auch Gemüse. Er kocht hervorragend.
Wir ihr sehen könnt, geht es auch wieder ordentlich über Felsen und Stufen bergauf und bergab. Morgen müssen wir sehr früh aufstehen, denn es ist Freitag und wir wollen zum Viehmarkt nach Bahla. Peter Franzisky hat uns empfohlen nicht zum Viehmarkt nach Nizwa zu fahren, der viel größer ist aber mittlerweile von Touristen übervölkert ist. In Bahla soll das alles noch viel ursprünglicher sein. Wir sind gespannt.
Wir konnten damals nicht in den Wadi Shab herein, da durch einen Tropensturm alles gesperrt war. Im Bani Khalid war es nicht so voll, so das wir in den Pools gebadet haben.
Ja und dann die Bergdörfer, Nizwa usw., ach ist das lange her und war so schön.
Daher freue ich mich, das ich mit Deinem Reisebericht wieder an meine Reise erinnert werde.
EldeThemenstarter269 Beiträge · seit 201609. Apr. 2025 ·
Hallo Schneewie, von dem Tropensturm habe ich gelesen. Da waren auch noch andere Wadis stark betroffen. Ich glaube auch das Wadi Tiwi. Hoffen wir das solche Katastrophen das Land nicht mehr treffen. Trotzdem das die Reise jetzt etwa einen Monat her ist, denken wir noch häufig daran. Ich mache von allen Reisen Fotobücher, so auch zur Zeit von der Omanreise, sodass wir immer wieder uns gemeinsam auch frühere Reisen ansehen können. Es macht einfach Spaß gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen. Wir hoffen das wir noch einige Reisen gemeinsam machen können. Wir gehören ja mittlerweile auch zu den älteren Semestern. LG Lothar
EldeThemenstarter269 Beiträge · seit 201611. Apr. 2025 ·
28.02. Tiermarkt in Bahla und Bienenkorbgräber von Al-Ayn Heute habe wir um 7 Uhr bereits gefrühstückt. Wir wollten gegen 8 Uhr bereits auf dem Tiermarkt in Bahla sein. Der größere findet zwar freitags immer in Nizwa statt, der ist jedoch mittlerweile touristisch ziemlich überlaufen. Unsere Reiseagentur hat uns daher Bahla empfohlen. Der ist zwar kleiner aber es gibt kaum Touris. So war es auch. Das Spektakel sollte man sich schon ansehen. Die Tiere werden in einem Oval an Schnüren durch die Halle an den Kaufwilligen vorbei gezogen-. Wer von denen Interesse hat spricht den Tierhalter an und handelt den Preis aus. Das geht natürlich in einer guten Lautstärke ab. Es ist fast eine reine Männerveranstaltung.
Danach sind wir zum Fort in Bahla weitergegangen. Es ist das größte in ganz Oman und UNESCO Weltkulturerbe. Es liegt dem alten Souq in dem der Tiermarkt stattfindet direkt gegenüber. Mit der alten frühislamischen Moschee zusammen kostet es 5,50 OMR, zwar kein Schnäppchen, lohnt sich aber. Das Fort beeindruckt schon durch seine Größe. Die alte Stadt Bahla wird noch von einer 13 Kilometer langen Stadtmauer umgeben. Wir haben direkt vor dem Fort einen Parkplatz bekommen.
Vom Fort sind wir zur Moschee gegangen. Sie liegt vielleicht 200m davon entfernt. Es ist eine frühislamische Moschee, die allerdings nicht mehr für Gebete genutzt wird. Trotzdem muss man die Bekleidungsvorschriften wie für alle Moscheen beachten. Für Frauen gibt es die Möglichkeit einen Umhang mit Kopftuch auszuleihen. Das hat Friederike auch getan. Wir hatten nicht damit gerechnet das für Moschee-Museen ebenfalls die Bekleidungsvorschriften gelten. Die Moschee ist ein unspektakuläres Gebäude. Wenn man jedoch schon da ist, sollte man es auch besuchen.
Da es mittlerweile bald wieder Mittagszeit ist und wir auch nicht wussten ob wir noch durch Orte kommen in denen man etwas einkaufen kann, haben wir uns einen kleinen Snack in Bahla besorgt bevor die Fahrt weiterging zu den Bienenkorbgräbern von Al-Ayn. Sie stammen aus dem 3. Jahrtausend vor Christus. Knochenreste oder Grabbeigaben wurden nicht gefunden. Das hatten sicherlich schon Grabräuber an sich genommen aber anhand von Tonscherben, die sich noch in den Gräbern fanden, konnte das Alter ermittelt werden. Damit gehört der Oman zu einem der am frühesten von Menschen besiedelten Gegenden der Erde. Wir sind bis zu den Gräbern auf den Hügel gestiegen und fanden das sehr interessant.
Nun was fehlt für einen gelungenen Tag im Oman noch? Ihr könnt es euch schon denken, ein Wadi. Wir hatten uns gedacht eine Mittagspause im Wadi Dham zu machen. Obwohl man uns sagte das sich kein Wasser darin befindet, sind wir trotzdem hingefahren. Und wir fanden es auch mit wenig Wasser durchaus sehenswert. Und da sich in einem Wadi immer auch Bäume befinden, hatten wir auch einen schattigen Platz für die Mittagspause. Ein paar Overlander, auch aus Deutschland, hatten die gleiche Idee.
Die Rückfahrt zu unserer Unterkunft Basmat Al Misfah Guesthouse wurde dann noch einmal abenteuerlich da wir eine Alternativroute fahren wollten. Die ging vielfach über Schotterpiste in Serpentinen durch das Gebirge und Wadis, landschaftlich jedoch sehr schön, aber auch anstrengend. Friederike hatte das "Glück" die Rückfahrt zu machen. Von da ab durfte ich die restlichen Pisten im Gebirge und durch die Wadis fahren. 🙂
Nach dem heutigen Abendgebet beginnt der Ramadan. Unser Gastgeber hat uns nach dem Dinner unser Frühstück für den nächsten Morgen auf unser Zimmer gebracht. Da die Dachterrasse von der Straße aus nicht einsehbar ist, können wir dort aber weiterhin frühstücken. Da scheinen die Regeln, auch für Nichtmuslime, im Oman strenger zu sein als in Jordanien und Marokko die wir in den letzten Jahren bereist haben, ebenfalls teilweise während Ramadan. Wir sind zuversichtlich das wir irgendwo immer etwas zu essen finden, notfalls in Supermärkten und einen einsamen Platz andem wir etwas essen können werden wir sicherlich auch finden. Morgen heißt es Abschied nehmen von Misfah, dann geht es weiter zum Jebel Shams, dem höchsten Berg Omans mit 3009 Metern.
EldeThemenstarter269 Beiträge · seit 201613. Apr. 2025 ·
01.03. Es geht zum Jebel Shams Unsere heutige Fahrstrecke bis zum Sama Heights Resort indem wir einmal übernachten werden, ist nicht weit, nur gut 1,5 Stunden Fahrzeit. Aber zuerst wollten wir noch den Grand Canyon des Oman, den Wadi Nakhar, mit unserem Toyota Fortuner durchfahren. Zum Glück hat er im Moment wenig Wasser, sodass es überhaupt möglich war. Auf den Bildern sieht die Strecke gar nicht so krass aus wie sie war. Es gab größere Strecken durch Wasser im Kiesbett wo wir immer nur gehofft haben das unser Tempo reicht um gut durchzukommen. Anfahren wäre sicherlich schwierig geworden. Friederike bekam zwischenzeitlich doch etwas Angst. Es ist aber alles gut gegangen. Zu den kleinen Dörfern an den Berghängen sind wir nicht gefahren. Da es da meist ziemlich steil bergauf, bzw zurück auch bergab ging, war uns das alleine zu gefährlich. Mit einem zweiten Fahrzeug zusammen hätten wir uns das sicherlich getraut. Es wurde eine traumhafte schöne Fahrt wie die folgenden Bilder zeigen.
Das war schon Abenteuer pur. Nachdem wir uns den Canyon von unten angesehen haben, wollten wir auch noch den Balcony Trail wandern und von oben in den Canyon blicken. Davor mussten wir aber zum Jebel Shams über jede Menge Serpentinen hochfahren. Die Landschaft bleibt einfach wunderschön.
Der Balcony Trail ist ca 4 km lang one way und führt wenige hundert Meter unterhalb der Abbruchkante entlang. Bis zum Canyongrund sind es über 1000 Meter. Wir sind etwa bis zur Hälfte gelaufen und dann wieder umgekehrt. Er hat doch einige gute Steigungen und Abstiege dabei und wir hatten keine Lust zu viele Höhenmeter anschließend wieder hochsteigen zu müssen. Für hin und zurück sind 4 Stunden angesetzt und wir hätten sicherlich mehr gebraucht. Es war trotzdem fantastisch und ich denke das wir einen guten Eindruck vom Canyon bekommen haben.
Da unten sind wir heute vormittag hergefahren.
Das war heute einfach ein Traumtag. Wir sind geschafft, aber total glücklich. Vom Trail End war es nicht weit bis zur Unterkunft, dem Sama Heights Resort. Das Sama Heights Resort ist eine schöne Hotelanlage mit Zelten, kleine und größere Hütten. Wir haben eine kleinere Hütte aber mit Riesenbett, schönem Bad und Terrasse. Zum Dinner gab es ein tolles Buffet. Die Anlage können wir nur empfehlen.
EldeThemenstarter269 Beiträge · seit 201615. Apr. 2025 ·
02.03. Über die Berge ins Wadi Bani Awf und Wadi Sahtan Heute werde ich wenig schreiben und euch ganz viele Bilder von unserer Tour durchs Gebirge und Wadis zeigen. Morgens mussten wir zuerst gut 40 km wieder vom Jebel Shams nach Al Hamra zurückfahren, denn von dort aus ging es auf die Passhöhe hinauf. Auf der Passhöhe endete dann auch die geteerte Straße und die Schotterpiste begann. Zusätzlich ging es auch unglaublich steil bergab. Ich habe sofort auf Allradantrieb geschaltet. Wir haben zwar ein Auto mit Automatikgetriebe, es lässt sich aber umschalten von der Dauerfahreinstellung D auf S und dann kann man jeden Gang einzelnen schalten ohne zu kuppeln indem man zum Runterschalten den Hebel nach unten drückt und zum Hochschalten nach oben drückt. Das ist für eine solche Piste sehr vorteilhaft da man so auch die Motorbremse nutzen kann. So sind wir gemächlich mit Tempo 15 den steilen Hang ins Wadi hinunter und durch das Wadi gefahren. Nach Plan sollte das gut 30 Kilometer so weitergehen. Wir müssen uns aber an einem Wegeabzweig verfahren haben, sodass wir vom Wadi Bani Awf ins Wadi Sahtan geraten sind und dann noch länger das Vergnügen auf der Piste hatten. Die Strecke war sehr staubig aber auch traumhaft schön. Die Bildauswahl fiel mir sehr schwer.
Man soll es kaum glauben, aber auch hier leben noch Menschen mit ihren Ziegen. Eine Moschee gibt es ohnehin immer.
Übernachten tun wir im Sama Wakan Heritage Guesthouse in Wakan im Gebirge. Es ist ein kleines Ressort und gefällt uns sehr gut. Nach der langen und anstrengenden Fahrt haben wir noch einen kleinen Rundgang durch den Ort Wakan gemacht. Der Weg ist gut gekennzeichnet und führt natürlich treppauf und treppab, bietet aber schöne Aussichten. Morgen geht es weiter in den Norden nach Sohar an die Küste.
Die Strecke über die Berge sind wir ebenfalls gefahren und waren super begeistert. Manchmal nicht ganz einfach zu fahren, aber langsam gefahren und alles war gut.
EldeThemenstarter269 Beiträge · seit 201617. Apr. 2025 ·
03.03. Fahrt von Wakan nach Sohar Heute sind wir von Wakan im Hadjargebirge weiter nach Norden ans Meer gefahren. Zuerst haben wir uns in Nakhl die warmen Quellen und das Fort angesehen. Dann haben wir unser Mittagessen eingekauft. Die großen Supermärkte haben trotz Ramadan geöffnet, denn die Einheimischen benötigen für ihr Fastenbrechen abends auch jede Menge Lebensmittel. Gegessen haben wir das auf einem sehr einsamen Rastplatz an der Autobahn nach Sohar, unserem nächsten Übernachtungsort, Zuerst sind wir zu den warmen Quellen gefahren.
Außer uns war nur ein Mensch da der badete. Da es Umkleidehütten gibt gehen wir davon aus das es dort auch schon einmal bevölkerter sein wird? Wir fanden es jetzt nicht so sehenswert und hatten zudem auch noch schlechtes Fotografierlicht. Dann ging es zur Festung und die fanden wir richtig klasse. Majestätisch thront die Burg auf einem Felsen über der Oase. Bemerkenswert ist, wie Naturfelsen und Architektur ineinander übergehen. Die sechs Türme bieten einen lohnenswerten Blick über die ausgedehnte, palmenbewachsene Oase. In der Vergangenheit diente die gute Aussicht von der exponierten Lage selbstvertändlich der Kontrolle.
Aber ohne eine kurze Fahrt in ein Wadi wollten wir es auch heute nicht belassen. So sind wir ins Wadi Abyad gefahren, allerdings nicht bis zu den blauen Pools. Der Weg ging durch hohen Kies. Wir sind 2 Kilometer hinein gefahren und als der Kies immer tiefer wurde, sind wir umgekehrt. Das wurde uns zu gefährlich. Mit einem zweiten Fahrzeug hätten wir uns da sicherer gefühlt. Wir haben nicht die große Erfahrung mit einem Allradfahrzeug unterschiedlichste Untergründe zu befahren.
Spaß gemacht hat es trotzdem und es war völlig anders als die Wadis die wir bisher befahren haben. In Sohar wohnen wir im Radisson blu, also wieder einmal luxuriöser. Wir sind gespannt.
EldeThemenstarter269 Beiträge · seit 201621. Apr. 2025 ·
04.03. Fahrt nach Muscat
Wir haben letzte Nacht in Sohar im Radisson Blu übernachtet. Das war schon luxuriös, besonders das Frühstück heute Morgen. Interessant war nur das die Dusche nicht warm wurde. Man hatte uns zwar einen Zettel vor die Tür gelegt das vom 3.3. - 5.3. an der Warmwasserversorgung gearbeitet würde, hätten aber erwartet das man morgens und abends ein Zeitfenster zum Duschen den Gästen zur Verfügung stellt oder diese Zimmer nicht vermietet. Da wir nur eine Nacht da waren, wollten wir aber keinen großen Aufstand machen. Wir haben uns an dem üppigen Frühstücksbuffet schadlos gehalten und werden im nächsten Hotel, der Lana Villa in Muscat duschen.
Unser Besichtigungsprogramm für heute umfasste als erstes die Besichtigung der großen Moschee in Sohar. Da dürfen auch Nichtmuslime hinein. Diese Moschee ist ganz anders als die anderen Moscheen in Oman. Sie ist im persischen Stil erbaut und viel stärker ausgeschmückt als die omanischen Moscheen. Das war echt ein Knaller am frühen Morgen, aber seht selbst.
Ich denke das diese Moschee mit der Sultan Qaboos Moschee in Muscat mithalten kann. Wir waren auf jeden Fall völlig geflasht. Da wir morgens bereits sehr früh, dh gegen 8 Uhr dort waren, hatten wir auch sehr schönes Licht. Dafür hat sich die Fahrt nach Sohar schon gelohnt. Von der Moschee aus sind wir zum Sohar Fort weiter gefahren. Es ist aber nicht so spektakulär wie andere Forts die wir hier bereits gesehen haben, aber nach der Moschee hätte alles andere es auch schwer gehabt. Es ist vielleicht auch ein Gewöhnungseffekt nach dem Besuch der vielen Forts auf unserer Reise. Der Blick auf den Golf von Oman fand ich schön.
Jetzt will ich noch ein Gebäude zeigen wie sie heute häufig zu sehen sind. So leben viele Omanis heute und in der Art werden immer mehr Häuser gebaut. Es zeigt das es einem großen Teil der Bevölkerung sehr gut geht. Obdachlose wie in unseren Städten sind uns auf unserer Reise nicht begegnet. Ob das Zufall war oder der Staat dafür sorgt das Armut verborgen bleibt, können wir nicht beurteilen.
Wir sind dann möglichst an der Küste entlang wieder zurück zur Villa Lana nach Muscat gefahren. Dort haben wir bei einem Abendspaziergang den Fischern am Strand bei ihrer Arbeit zugesehen.
EldeThemenstarter269 Beiträge · seit 201621. Apr. 2025 ·
Danke Annick das dir mein Bericht und das Land gefällt. Du hast recht, Oman ist sehr vielseitig, vielseitiger als das was wir hier zeigen. Du kannst natürlich auch Strandtage einlegen. Muscat hat mehr tolle Museen. Du kannst mehr wandern und auch geführte Bergtouren machen und natürlich auch tauchen. Die Bergtouren überlassen wir lieber jüngeren Menschen. In der Mittagshitze ist auch ein Museum ganz angenehm. Sonst sind unsere Interessen mehr Land, Menschen und Bauwerke kennen zu lernen. Viel Spaß beim weiteren mitreisen. Lothar
EldeThemenstarter269 Beiträge · seit 201622. Apr. 2025 ·
05.03. Sightseeing Muscat
Wir haben wieder 2 Übernachtungen in Muscat bevor wir morgen Mittag unser Auto abgeben und unser Flug nach Musandam stattfindet.Daher wollen wir noch einmal nach Muscat in die Innenstadt fahren und all die Dinge besichtigen die wir bei unserem ersten Aufenthalt nicht mehr geschafft haben. Das sind aber nicht so viele. Starten wollen wir am Fischmarkt. Dort sollte man jedoch schon frühmorgens sein, aber von der Villa Lana zum Fischmarkt ist doch ein Stück zu fahren und im Berufsverkehr dauert es halt auch hier seine Zeit. Als wir jedoch gegen 8:30 Uhr dort eintrafen war der meiste Fisch schon weg und nur noch wenige Menschen mit noch weniger Fischen waren in der Halle. Das war eine ungewöhnlich kurze Besichtigung.
Dann sind wir in eins der besten und teuersten Hotels der Welt gefahren, ins Al Bustani Palace Hotel. Es ist 9 Stockwerke hoch. Der 9. Stock ist ausschließlich für Gäste des Sultans reserviert. Das sind riesige Suiten bei denen natürlich die Wasserhähne aus purem Gold sind, aber da gab es doch auch einen deutschen Bischof der das auch für sich in Ordnung fand. 😄 Im 7. und 8. Stock kann man bereits Suiten mieten. Die sind 160 m² groß, haben allerdings auch nur noch vergoldete Wasserhähne. Das wird sich bestimmt auch im Preis niederschlagen 🙂. Das erste Bild zeigt das Gebäude, das 2. die Lobby, weiter sind wir nicht vorgedrungen.
Wenn man die Corniche in Muttrah entlang schlendert, kommt man an einen Pavillion am Hafen. Von dort kann man sowohl die Skulptur eines riesigen Weihrauchverdampfers im Riyam Park sehen, aber auch die Kreuzfahrtschiffe und Yachten des Sultan. Die Skulptur ist eines der Wahrzeichen von Muscat. Den Riyam Park haben wir nicht besucht. Wir sind noch einmal zum Al Alam Palast gegangen und haben uns die Umgebung angesehen. In der Nähe befindet sich das Mirani Fort, ein weiteres portugiesisches Fort zum Schutz des Hafens.
Anschließend fahren wir zurück zur Villa Lana. Dort wollen wir gleich in einer Nachbarstraße unser Auto innen und außen reinigen lassen. Das muss nämlich sauber wieder abgegeben werden. Morgen wollen wir uns noch eine Moschee ansehen die auf dem Weg zum Flughafen liegt und dann das Auto am Flughafen abgeben. Der Flug nach Khasab geht um 15:30 Uhr. Gegen 13 Uhr wollen wir am Flughafen sein.
EldeThemenstarter269 Beiträge · seit 201623. Apr. 2025 ·
06.03. Flug von Muscat nach Khasab in die Exklave Musandam von heute ab beginnt der erholsamere Teil unserer Reise. Gestern Nachmittag haben wir noch unser Auto innen und außen waschen lassen. Das konnten wir in direkter Nachbarschaft unserer Unterkunft machen. Wir konnten uns daneben setzen und dem Menschen bei der Arbeit zusehen. In etwa einer 3/4 Stunde war es bitzeblank. Es war unglaublich was sich da über etwa 2 Wochen an Staub angesammelt hatte. Heute Morgen hatte sich über Nacht schon wieder etwas Staub angesammelt. Es ist nicht zu glauben welche Staubmengen vom Wind aufgewirbelt werden. Es sieht dann so aus wie bei uns wenn es neblig ist. Jetzt weiß ich warum die Beduinen von ihrem Turban die Enden über Mund und Nase gelegt haben. Ständig Staub schlucken ist bestimmt nicht gesund.
Nach dem Frühstück sind wir zu einer weiteren, der Mohamed al Ameen Moschee gefahren da die im Reiseführer auch noch als sehr sehenswert angepriesen wurde. Sie ist im Allgemeinen auch für Nichtmuslime geöffnet, nur im Ramadan nicht. Bad luck sage ich da nur. Von außen machte sie aber auch schon einen tollen Eindruck.
Schade das wir nicht in die Moschee konnten. Wir mögen die Atmosphäre die in einer Moschee herrscht sehr. Wir haben Peter Franzisky, der am Know-How-Reiseführer vom Oman mitgearbeitet hat, gemeldet das in der nächsten Ausgabe vielleicht auch Objekte vermerkt sind die im Ramadan für Touristen nicht zugänglich sind. Das hat natürlich unseren Zeitplan durcheinander gewirbelt. Da wir vor unserem Flug auch gerne noch etwas essen wollten, haben wir eine große Mall in der Nähe aufgesucht. Wir waren ganz verblüfft das sich darin auch ein IKEA befand. Aber keine Sorge, die verkaufen da den gleichen Scheiß wie bei uns. Die Wartezeit in einer Mall tot zu schlagen ist aber im Ramadan nicht so einfach, da man noch nicht einmal einen Kaffee bekommt. Diese Lokale sind alle geschlossen. Wir haben uns in der Mall etwas zum Mittagessen eingekauft und sind dann zum Parkhaus am Flughafen gefahren. Wir hatten bei der Übernahme des Autos mit dem Vermieter vereinbart das wir das Auto im Parkhaus 1 auf der 3. Etage des Flughafens abstellen sollten. Da wir das Auto nicht abschließen konnten und den Schlüssel zusammen mit dem Parkticket im Fahrzeug lassen sollten, habe ich sicherheitshalber den Vermieter angerufen und ihm mitgeteilt das sich das Auto ab jetzt abholbereit am vereinbarten Ort befindet. Dann haben wir in unserem Auto gegessen um niemanden in seinen religiösen Gefühlen zu verletzen und gehofft das es mit der Fahrzeugübergabe so klappt. Es war natürlich noch recht früh für den Check-in. Als wir aber am Schalter ankamen sahen wir bereits eine große Schlange an den entsprechenden Schaltern. Die checken alle Oman air - Flüge gleichzeitig ein. Daher war es dann doch gut früh da zu sein, denn das hat doch länger gedauert und besonders eilig haben es die Omanis auch nicht. Die leben nach der Devise "Allah hat die Zeit geschaffen und davon ganz viel". Der Flug nach Khasab war sehr schön. Von oben kann man auch gut sehen weshalb Musandam den Namen hat das Norwegen des Oman zu sein. Unser Hotel ist ebenfalls ausgezeichnet. Dieses Mal wieder etwas nobler im Atana Musandam Hotel direkt am Hafen von Khasab.
In diesem Gebäude hatten wir unser Zimmer direkt unten rechts.
Das Gebäude mit dem Eingang zur Rezeption
Blick vom Poolbereich auf den Hafen.
Unsere sämtlichen Aktivitäten werden von einer örtlichen Agentur durchgeführt. Von der wurden wir auch am Flughafen abgeholt und zu unserem Hotel gefahren. Wir haben für die 3 Tage auf Musandam kein eigenes Fahrzeug. Das hätte sich nicht gelohnt und war so einfacher. Es sind halt die erholsamen Tage unseres Urlaubs. Morgen werden wir um 10 Uhr am Hotel abgeholt und zum Hafen gefahren. Dort starten wir zu einem Tagesausflug in einen Fjord mit einer Dhau. Wir sind gespannt.
EldeThemenstarter269 Beiträge · seit 201625. Apr. 2025 ·
07.03. Dhowfahrt in den Buchten von Musandam nach einem exzellenten Frühstück in unserem Atana Musandam Resort wurden wir um 9:45 Uhr abgeholt und zum Hafen in Khasab gefahren. Heute sollte die ganztägige Dhowfahrt im größten Fjord von Musandam stattfinden. Mit uns an Board waren noch etwa 10 Menschen verschiedener Nationen. Die Fahrt ging pünktlich los. Es dauerte auch gar nicht lange dann tauchten auch die ersten Delphine auf. Auf dem ersten Bild seht ihr eine Dhow, allerdings ohne Segel, dafür mit Sonnendach. Das konnten wir auch gut gebrauchen, denn es waren 31° im Schatten angesagt. Aber wo gibt es hier schon Schatten, es sei denn man hat ein Sonnendach. Mit dem Sonnendach und dem Wind vom Meer konnten wir es aber gut aushalten.
Und jetzt kommen auch schon die Delfinbilder. Ich habe nur wenige herausgesucht, die müssen zuhause gut durchgesehen und auch viele gelöscht werden da sie unscharf sind. Die Tiere sind ganz schön schnell und schießen dann ziemlich plötzlich aus dem Wasser. Ohne Serienbildfunktion hat man da keine Chance. Am Anfang bin ich immer zu der Bootseite gegangen an denen die Delfine auftauchten. Das war aber Unsinn da die wenige Augenblicke später ohnehin auf der anderen Bootseite auftauchten. Die schwammen immer unter dem Schiff hin und her. Zum Fotografieren war es natürlich besser zu warten bis die da auftauchten wo ich saß.
Und jetzt zeige ich euch noch warum Musandam das Norwegen Omans genannt wird. Es gibt an dem Fjord nur 3 kleine Orte mit vielleicht 20 bis 50 Einwohner. Damit die da nicht wegziehen bezahlt der Staat ihnen Wasser, Strom und Heizung. Die leben nur in der Regenzeit, also unserem Winter in ihren Häusern in Khasab da es an den steilen Berghängen am Fjord durch Steinlawinen und Sturzbächen zu gefährlich ist.
In ziemlich regelmäßigen Abständen tauchten auch immer wieder Delfine auf. Man hat so den Eindruck das es denen Spaß macht mit den Schiffen um die Wette zu schwimmen.
Nun geht es wieder zurück in den Hafen.
Die Landschaft ist einfach umwerfend. Wir hatten noch 2 Schwimmpausen dazwischen. Friederike ist einmal Schwimmen gegangen, es waren aber ziemlich viele Algen im Wasser, sodass wir uns nicht sicher waren ob die nicht Allergien auslösen können. Als ich gesehen habe das die ganzen Essensreste von unserem Lunch an Board einfach ins Wasser geworfen wurden, hat mich der starke Algenbewuchs auch nicht mehr gewundert. Das werden ja wahrscheinlich alle Boote so handhaben. Da gehen wir lieber in unserem Hotel in den Pool. Wir wurden auf dem Schiff trotz Ramadan komplett mit Essen und Trinken versorgt. Uns hat diese Tour völlig begeistert. Die Delfine und die Landschaft sind einfach großartig. Zu Wünschen übrig lässt das Verhalten mancher Touristen. Obwohl überall darum gebeten wird sich beim Baden etwas mehr bedeckt zu halten als es bei uns üblich ist, hatten wir einige junge Frauen bei uns an Board, die es für angemessen hielten im Stringtanga zu baden. Wir denken das man Gast in einem fremden Land ist und es die Achtung vor den dort lebenden Menschen gebietet sich deren Sitten und Gebräuchen in der Zeit anzupassen. Morgen ist ein Landausflug zum Jebel Harim geplant.
Wir fanden die Tour auch sehr schön und waren ebenfalls schwimmen. Algen hatten wir allerdings nicht. Stimmt, die Delfine waren sehr schwer zu fotografieren, aber man schafft trotzdem immer mal wieder einen Schnappschuss.
EldeThemenstarter269 Beiträge · seit 201627. Apr. 2025 ·
08.03. Mit dem Geländewagen auf den Jebel Harim
heute ist unser letzter Tag mit Programm im Oman. Um 9:45 Uhr sind wir heute Morgen am Hotel abgeholt worden für eine Tour mit dem Geländewagen auf den Jebel Harim, dem mit 2087m höchsten Berg auf Musandam. Bis zum Gipfel kann man jedoch nicht fahren sondern nur bis etwa 1600 m. Der Gipfel ist militärisches Sperrgebiet. Da stehen Radaranlagen zur Überwachung der Straße von Hormuz. Das ist die engste Stelle im Persischen Golf und dort verlaufen die Routen mit den Öltankern für unseren Ölbedarf. Da kann man sich vorstellen wie wichtig es für fast die gesamte Welt ist, besonders natürlich für die Industrieländer, das dort alles unter Kontrolle ist. Dieses Mal mussten wir die Allradstrecke nicht selbst fahren, da wir die letzten Tage kein Auto hatten, wurde das ganze Programm hier in Musandam von einer hiesigen Agentur organisiert. Die Strecke führte wieder durch eine herrliche Landschaft und da wir die einzigen Beifahrer waren konnten wir auch immer Stopp rufen, wenn wir den Eindruck hatten das es ein Foto wert ist. Das haben wir kräftig genutzt.
Bei den Fotostopps konnten wir auch einige Schritte ins Gelände gehen.
Das ist der Gipfel vom Jebel Harim, auf deutsch würde er Frauenberg heißen. Harim heißt Frau,ähnlich dem türkischen Harem. Man sieht auf dem Gipfel die Radarstation. Wir sind immer wieder verblüfft das es trotz der Trockenheit größere grüne Flächen gibt die landwirtschaftlich genutzt werden. Auf der vom Gipfel abgewandten Seite, Richtung Canyonrand gibt es Tiereinschlüsse im Gestein die zeigen das das alles einmal Meeresgrund war.
Nach einer kurzen Pause mit einem kleinen Imbiss ging es wieder nach Khasab zurück. Zum Abschluss der heutigen Tour hat uns unser Fahrer zu einem tollen Aussichtspunkt mit Fjordblick gefahren.
Dafür das es auf Musandam 3 Jahre schon nicht mehr geregnet hat, sieht es noch sehr grün aus. Die Einheimischen wissen auch nicht woran es liegt das sie keinen Regen abbekommen. In anderen Teilen des Oman hat es geregnet und in Dubai auch. Regnen tut es immer nur in den Wintermonaten Dezember und Januar. Gebaut wird auch kräftig. Jede omanische Familie bekommt vom Staat ein Baugrundstück von 650 m² geschenkt. Das nenne ich Förderung von jungen Familien, wäre bei uns schon wegen der viel höheren Bevölkerungsdichte undenkbar. Es war ein sehr schöner Ausflug, der uns gut gefallen hat. Fahrtechnisch gesehen hätten wir das auch ohne Fahrer geschafft. Die Versteinerungen hätten wir wahrscheinlich ohne ihn nicht gefunden.
Morgennachmittag werden wir für eine Nacht nach Dubai gefahren.
Hallo Elde, Zeit ist es Dir herzlich Danke zu sagen für Deinen Bericht (ich lese ja schon ein Weilchen hier mit!). Schöne Erinnerung an unsere fast 20 Jahre zurückliegende Reise und vor allem auch Input für eine zweite 🙂 .
Elde schrieb: Morgennachmittag werden wir für eine Nacht nach Dubai gefahren.
Bei diesem Satz wurde ich gerade hellwach. Ich habe mich nie damit geschäftigt, aber über Land aus dem Oman in die Emirate einzureisen und von dort nach Deutschland zu fliegen, finde ich eine sehr interessante Option. Ich bin gespannt! Viele Grüße, Elisabeth