Namibias Süden Dez / Jan 23-24

34 Antworten · 3'132 Aufrufe · gestartet 31. Dez. 2024 von rik m.
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Themenstarter608 Beiträge · seit 202031. Dez. 2024 · #1
Liebes Forum,

vor genau einem Jahr war in Namibias Süden unterwegs! Ich "schulde" euch noch den Reisebericht... 2024 war ein komisches Jahr, besonders unmittelbar nach meiner Rückkehr gab es einige traurige Ereignisse, sodass ich nicht Lust und Laune hatte, den Bericht zu tippen.

Die Route hatte ich im Vorfeld mit euch diskutiert. Geplant waren 2,5 Wochen als Alleinfahrerin, geworden ist es dann eine Reise mit meinem Bekannten C. aus Namibia mit folgenden Stationen:

Tag 1: ca 19 Uhr Ankunft – wegen Flugverspätung (statt Abendflug erst am nächsten Morgen...) ungeplante Nacht in Windhoek / Londiningi Guest House
Tag 2: 3h Fahrt über Dordabis – Spaziergang; Farmrundfahrt / Jansen Kalahari Guest Farm
Tag 3: schöne Fahrt durch Kalahari C 20, D1033, C 15 - Sundowner Pirschfahrt / Kalahari Game Lodge
Tag 4: 7h: Löwentracking; Wandern; 4x4 Selbstfahrer-Drive / Kalahari Game Lodge
Tag 5: mind 6h Fahrt: landschaft. reizvolle Strecke über D503, C11, C 17 - spätnachmittags-abends Köcherbaumwald / Keetmanshoop Central Lodge
Tag 6: 4h Fahrt: Kleinkaras, D 608 / White House Guestfarm
Tag 7: Wandern, Fotographieren / White House Guestfarm
Tag 8: 4h Fahrt: B3 nach Karasburg, D 208 / Sandfontein
Tag 9: Sandfontein
Tag 10: Sandfontein
Tag 11: 4,5h Fahrt: D 213, B1, C10 Richtung AiAis, D324 (bzw. C 37) nach Hobas; Wandern / Canyon Lodge Gondwana Haus
Tag 12: eigenständig Fahrt zum Canyon-Rand, dort am Rand entlang fahren / wandern; Sundowner-Fahr / CanyonLodge Gondwana
Tag 13: 5h Fahrt: 4x4 Garas Selbstfahrertour bis Roadhouse; C12, B4, Schlenker ab Goageb D446 „Kyk-in-die-pot“ und „Schakals-Kuppe“ / Klein Aus Vista
Tag 14: Fahrt zum Bahnhof Garub und zu den Wildpferden; eigenständige Sundower-Fahrt / Klein Aus Vista
Tag 15: morgens Wanderung zum Sonnenaufgang; nochmals Fahrt zu den Wildpferden; eigenständige Sundower-Fahrt / Klein Aus Vista
Tag 16: 4h Fahrt D 707, Beta, D 826 Duiseb Castle (Besichtigung), D 831+824 - Nashorn-Fütterung / Burgsdorf Gästefarm
Tag 17: 5h Rückfahrt C 21 B1; Rückflug

Ich teile den Bericht in verschiedene "Kapitel" auf und möchte auch wieder Fotos einfügen.
Themenstarter608 Beiträge · seit 202031. Dez. 2024 · #2
Planung:

Ein Jahr im Voraus hatte ich eigentlich alles "fertig" geplant: Mit viel Lesen und Recherchieren, auch Nachfragen und Mitdiskutieren hier im Forum hatte ich meine Route und Wunschunterkünfte im Kopf. Mit meinen Vorstellungen habe ich mich dann an Click&Travel gewandt und Romana hat die Unterkünfte (Einzelzimmer) für mich gebucht und das Mietauto organisiert.

Ende Oktober kam es dann zu einer Planänderung, weil ich aus verschiedenen Gründen entschieden habe, doch nicht alleine herumzufahren, sondern mit meinem namibianischen Bekannten C., der schon bei der letzten Reise mein Fahrer und Begleiter war. Ich lud ihn auf die komplette Reise ein und er freute sich über diesen "Urlaub" sehr. Romana konnte bis auf eine Unterkunft überall noch ein Zimmer für ihn dazubuchen.

Den Flug hatte ich zum frühest möglichen Zeitpunkt über LH / Discover selbst gebucht. Mit einem Zubringerflug von MUC sollte es abends von FRA aus nach WDH gehen; wie viele andere auch, war ich von der Unzuverlässigkeit der Airline betroffen und musste eine Zwischenübernachtung in Frankfurt einlegen. Damit verschob sich der ganze Plan, weil mich C. am Flughafen WDH abholen sollte und wir gleich in die Kahalari fahren wollten - er war ja ausgeschlafen. Das ging nun nicht mehr. Romana und Nina von Click&Travel sorgten aber vorbildlich für mich und organisierten eine Zwischenübernachtung in Windhoek, verschoben die Übernachtung bei Jansens und kürzen den Aufenthalt in der Kahalari Game Lodge. Damit konnten sie den Stress und Ärger, den der Flugausfall bzw. die Verschiebung mit sich brachte, doch sehr abfedern. Danke dem Team für den tollen Service!
Themenstarter608 Beiträge · seit 202031. Dez. 2024 · #3
Mietauto:

Fortuner bei AfriCar gemietet

Ich mochte das Auto, wir hatten bis auf einen platten Reifen keine Probleme. Das Fahrzeug bot mehr als genug Platz für uns zwei und unser Gepäck. Ein Reservereifen lag im Kofferraum, unsere Taschen standen darauf. Im Rücksitz hatten wir den Tagesrucksack und ich mein Fotoequipment. Ich habe nicht zusammengerechnet, wie viel Sprit wir verbraucht haben, im Durchschnitt waren es wohl etwas mehr als 10Liter auf 100km, aber das wusste ich vorher und finde ich total ok.
Den platten Reifen habe ich uns bei meiner allerallerersten Strecke, die ich selbst aktiv gefahren bin, eingefahren, als wir von der Gästefarm Jansen Richtung Kalahari unterwegs waren. C. sagte immer wieder „be carefull with the stones“. Ja, aber ich weiß nicht mal, was ich wo falsch gemacht habe bzw. wo ich den Stein überfahren hatte. Als wir in Stampriet einrollten, hieß er mich die Tankstelle anfahren. Ich dachte erst, er müsste auf die Toilette oder wolle im Shop etwas kaufen. Doch er ging rund ums Auto und sagte, wir hätten einen Platten. Mhm, ich hatte beim Fahren nicht mal etwas gemerkt. In der angeschlossenen „Werkstatt“ hat man uns den Reifen getauscht. C. hat mir AfriCar kommuniziert und wir ließen den Reifen dann in der Kalahari Game Lodge flicken. Den fleißigen Helfern gab ich je das Trinkgeld, das mir C. als angebracht nannte, und so habe ich für den Reifenwechsel und das Reparieren insgesamt 7 Euro gezahlt. Zuhause hatte ich vor etlicher Zeit auch einen platten Reifen und ließ ihn in der Fachwerkstatt auch reparieren; es wurde nichts anderes gemacht als in Namibia. Kosten waren da 106 Euro.
Danach „passierte“ nichts mehr, auch als wir weitaus holprigere Wege fuhren. Wir hatten 2 Reservereifen, der eine war gut und neu, der andere, der unterm Auto angebracht war, war sehr abgenutzt und hatte sehr, sehr wenig Profil. Gottseidank haben wir ihn nicht gebraucht. Dass man so einen alten, abgefahrenen Reifen als Reservereifen bekommt, hätte ich nicht gedacht. Bei der Übergabe am Flughafen hatte ich das nicht gesehen, weil ich sehr müde war und es schon stockfinster war; und ehrlich gesagt, hatte ich C. vertraut, dass er alles geprüft habe. Der AfriCar-Mitarbeiter sprach auch nur Englisch, nicht Deutsch, wie wir es eigentlich ausgemacht hätten, sodass ich da auch nicht alles verstand - aber das war vielleicht der Flugverspätung geschuldet und war mir dann letztlich egal, weil ich C. als Fahrer dabei hatte.
Die Rückgabe erfolgte problemlos; C. wurde nachhause gefahren und ich zum Flughafen.
Themenstarter608 Beiträge · seit 202031. Dez. 2024 · #4
Damit es nicht so textlastig wird, hier einige Eindrücke:


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Themenstarter608 Beiträge · seit 202031. Dez. 2024 · #5
Statt Soloreise dann doch zu zweit...

C. ist ein äußerst umsichtiger, ruhiger und sicherer Fahrer, nicht nur auf der Piste, sondern auch da, wo es holpriger oder gar ziemlich holprig war. Er hat früher bei der Polizei gearbeitet und dort hat er das Off-Road-Fahren gelernt. Zu den südlichen Aussichtspunkten am FRC ist er toll gefahren, da war es an manchen Stellen schon echt sehr steinig. Oder die 4x4-Runden in der Kalahari-Game-Lodge oder den 4x4-Drive in der Canyon-Lodge hat auch er übernommen. Das hätte ich mich alleine wahrscheinlich nicht getraut, erstens weil ich das nicht gekonnt hätte und zweitens weil ich schon vorab zu große Angst vor einer Reifenpanne gehabt hätte. Insofern war er mir wirklich eine große Hilfe, was diese Strecken angeht, denn nur dank seinem Beisein konnte ich das sehen. Wenn ich gefahren bin, hat er mir immer wieder Tipps gegeben oder mich ermahnt, so oder so zu fahren. Am spannendsten war für mich, dass ich die D503 durch die Dünen gefahren bin. Ich war ja vorher noch nie auf Sand unterwegs und fand das wirklich sehr, sehr ungewohnt.

C. hat alle Aktivitäten der Lodges mitgemacht, die ich auch gemacht habe. Einmal ist er auch mit mir auf einen „Berg“ gewandert, wo wir eine grandiose Aussicht hatten. Er hat das alles sehr genossen. Wir hatten immer etwas zu reden und haben immer verstanden, was der andere sagen will. Wir haben uns auch an ernsten Themen versucht und trotz meines doch sehr rudimentären Englisches hat das gut geklappt. Egal ob im Auto oder beim Essen, es war nie eine unangenehm peinliche Stille zwischen uns.

Fazit: C. hatte große Freude an der Tour, es war für ihn Urlaub; er hat einiges kennengelernt, was er nicht kannte (v.a. die D-Straßen, die ich ausgesucht hatte, aber auch manche Unterkünfte). Er konnte Kontakte knüpfen und hat für sein eigenes „Business“ sicher profitiert von so manchen Begegnungen. Im übrigen hat er ständig telefoniert, seine Leute übers Telefon organisiert oder sonstiges geplant - wie im Homeoffice. Ich habe ihm am Ende 500 Euro Trinkgeld gegeben; das ist viel, ja, aber es hat für mich gut gepasst und er hat sich sehr darüber gefreut.

Ich bin C. also sehr dankbar, dass er dabei war, denn ohne ihn hätte ich manche meiner geplanten Strecken nicht gemacht. Er gab mir immer ein Gefühl der Sicherheit und wie im Falle der Reifenpanne wusste er sofort, was zu tun war und hat das auch wie selbstverständlich in die Hand genommen.

Beim Planen und Buchen der Reise ging ich davon aus, dass ich alles alleine mache, sofern ich nicht eine Freundin motivieren kann, mitzukommen. Ich war wirklich darauf eingestellt gewesen, allein zu reisen, und hatte versucht, mich bestmöglich vorzubereiten. Ich habe viel über die Strecken gelesen, habe mir zeigen lassen, wie man Reifen wechselt, war ständig im Namibia-Forum präsent etc. Und dann habe ich im Herbst doch etwas „Schiss“ bekommen, wie man bei uns sagt. Ich las von immer häufiger auftretenden „Überfällen“. Vor allem habe ich persönlich bei meinem Reifenwechselkurs erfahren, wie schwer so ein großes Rad sein kann, und bekam Angst vor einem platten Reifen…
Daher dann die Kontaktaufnahme mit C. Während der Reise gab es dann schon Momente, wo ich etwas bedauert habe, nicht alleine zu sein. Nicht, weil er mich in irgendeiner Weise genervt hätte, gar nicht. Aber schweigend durch das Land zu fahren, ist intensiver. Spaziergänge schweigend und allein zu machen, ist ein intensiveres Erlebnis. Und selbst allein etwas zu schaffen, macht halt auch irgendwie stolz und zufrieden. So habe ich selbst halt kaum etwas selbst gemacht, sondern war der genießende Gast. Es klingt komisch und ich kann es nicht besser beschreiben, aber ein wenig fehlt mir nun dieses Gefühl des Allein-Reisens, auf das ich mich viele Monate lang eigentlich eingestellt hatte. Und ein wenig ärgert mich, dass ich so ein Feigling bin…

Aber das ist im Grunde alles Blödsinn. So war es eine ideale Lösung! Und ich danke C. für seine Begleitung und Unterstützung!
Themenstarter608 Beiträge · seit 202031. Dez. 2024 · #6
Londiningi Guest House:

Die unerwartete Nacht in Windhoek, die C&T für mich organisieren knnten. Bei der Ankunft war ein warmes Abendessen für mich vorbereitet. Es gab ein sehr leckeres Straußenfilet – das einzige auf dieser Reise. Dazu Bohnen und Kartoffeln und ein Bier. Zimmer und Bad waren sauber und sehr geräumig. Die Umgebung war ruhig. Das Frühstück schmeckte auch sehr gut. Insgesamt war es eine gute Lösung!


Fahrt über Dordabis zur Jansen Kalahari Guest Farm:

C. fuhr, ich schaute in die Landschaft. Immer wieder blieben wir für Fotos stehen... Sonnig und heiß, blauer Himmel, einige wenige Wolken, immer mehr roter Sand. Ich fühlte mich angekommen!

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Themenstarter608 Beiträge · seit 202031. Dez. 2024 · #7
Jansen Kalahari Guest Farm

Als wir am frühen Nachmittag eintrafen, war zunächst niemand an der Rezeption, doch es dauerte nicht lange und dann kam Luise und zeigte uns unsere Chalets. C. wollte relaxen, ich spazieren gehen. Es war sehr heiß, über 40 Grad, aber das machte mir nichts aus und so streifte ich den Fahrwegen folgend herum. Unterwegs sah ich die Giraffen und die Zebras, natürlich auch Wild.

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Abends machten wir die Farmrundfahrt mit. Eine deutsche Familie war noch dabei; wie ich schon gelesen hatte, standen wir hinten am Pickup. Es gab Erklärungen zu den Tieren und zum Farming. Und später an einer schönen Stelle einen Stopp zum Sundowner und ein Getränk, das wir uns vorher ausgesucht hatten.

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Nach der Rückkehr wurde das Abendessen serviert; ich glaube, es war Huhn und Gemüse, kann mich aber nicht mehr gut erinnern. Jedenfalls war es gut. Nach dem Dessert kam der Hausherr auf einen kleinen Plausch an den Tisch und erzählte uns von den Höhen und Tiefen des Betriebs und, dass sie morgen auf Urlaub an die Küste fahren.
Zurück im Chalet musste ich feststellen, dass die Klimaanlage, die ich laufen hatte, rein gar nicht abgekühlt hatte und es im Zimmer wirklich sehr, sehr heiß war. Ich schaltete die Klimaanlage aus, denn sie blies direkt aufs Bett und das mag ich gar nicht. So hatte ich eine wenig erholsame Nacht mit wenig Schlaf, weil der Raum sehr aufgeheizt war und die Nachttemperaturen und der Wind kaum für Abkühlung sorgten.
Mit Sonnenaufgang stand ich auf und streifte herum.

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Nach einem frühen Frühstück zahlte ich und dann brachen wir auf.

Diese Farm wird ja irgendwie sehr „gehypt“ im Namibia-Forum. Mir hat der Aufenthalt durchaus gefallen, v.a. schätze ich die private Atmosphäre mit nur wenigen Gästen und die Ruhe sehr, aber die ganz große Begeisterung konnte ich nicht fühlen.
Themenstarter608 Beiträge · seit 202031. Dez. 2024 · #8
Fahrt durch Kalahari: C 20, D1033, C 15

Wunderschöne Landschaft! Kaum Verkehr, nur auf der C 15 wurden wir von einigen Rasern überholt. Die Wolken wurden immer mehr und kurz vor dem Ziel gab es einen krüftigen Schauer, die Temperatur fiel von 35 Grad auf 24 Grad herunter.

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zuletzt bearbeitet 31. Dez. 2024
Themenstarter608 Beiträge · seit 202031. Dez. 2024 · #9
Kalahari Game Lodge

Hier blieben wegen der Flugverspätung nur 2 statt 3 Nächte. Wir hatten Tage mit Gewitter und Regen erwischt. Das gab manchmal sehr geniale Lichtstimmung, bedeutete aber auch teils gar kein Fotolicht und etwas Nässe bei der Abendausfahrt. Mein Chalet war sehr schön, mit direktem Blick auf das Flussbett. Die Ausstattung ist geschmackvoll. Interessant fand ich, dass das Wasser sehr „seifig“ war und eigentlich nicht trinkbar. Auch hier war es sehr heiß, die Klimaanlage funktionierte gut und kühlte ab. Da ich besser schlafen wollte als in der Nacht vorher, ließ ich sie laufen – mit dem Effekt, dass ich mich total verkühlt habe. Eigentlich weiß ich, dass ich kalte Luft, die mir entgegengeblasen wird, nicht vertrage. Irgendwie war ich so dumm, das zu ignorieren. Jedenfalls bekam ich Halsweh und eine rinnende und dann verstopfte Nase und was halt so dazu gehört und war eine Woche lang durch diesen blöden Schnupfen doch nicht ganz fit.
Die Mahlzeiten waren sehr gut; v.a. das zweite Dinner fand ich genial und schwärmte noch lange Zeit davon. Es waren mehr Camper anwesend als Bewohner von festen Unterkünften.

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Ich hatte einen Sunset-Drive und am nächsten Tag das Löwen-Tracking gebucht. Unser Guide war zwar nett, aber so ganz glücklich wurde ich mit ihm nicht. Ich hätte gerne öfter angehalten, weil so schöne Motive am Weg lagen, doch auch, wenn ich ihn darum gebeten habe, blieb er nicht immer stehen. Sein Englisch verstand ich nicht gut und so blieb mir zum Beispiel unverständlich, warum Mama und Papa Strauß ein Gelege mit mehreren Eiern unbeaufsichtigt ließen. Wir sahen nur wenige Tiere, und die, die wir sahen, rannten immer davon. Der Sonnenuntergang war schön, in der Ferne ging ein Gewitterregen nieder.

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Am nächsten Tag fuhr er mit uns zu den Löwen. Auf dem Weg dorthin fuhr er sich oben auf einer Düne so richtig fest. Er und C. gruben und schaufelten und werkelten echt lange, bis das Auto befreit war. Ob er das ohne C. alleine geschafft hätte, weiß ich nicht.

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Im Löwengelände selbst fuhren wir auch immer wieder abseits der Wege, ab und an wurde mit der Antenne nach dem Signal gesucht. Und sieh da: hinter einem Busch lag der König der Kalahari. Wow! So nah war ich noch nie an einem Löwen. Er war ziemlich verschlafen und träge: Augen öffnen, Kopf heben, kurz aufrichten und sich anders positionieren war seine ganze Aktivität. Wir beobachteten ihn eine Zeitlang und fuhren dann auf einen anderen Sandhügel, um eine kurze Pause zu machen.

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Dann suchten und fanden wir die drei Damen, auch schlafend unter einem Busch. Hier war noch weniger Aktivität zu beobachten und dem Guide schien alles schon zu lange zu dauern, sodass wir bald wieder zurückfuhren. Unterwegs trafen wir noch Giraffen. Die Begegnung mit den Löwen hat mich sehr beeindruckt!

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Unser Guide organisierte uns dann noch einen Mechaniker, der unseren kaputten Reifen reparierte; und er sagte uns, wir könnten abends mit unserem Auto selbst herumfahren, müssten nur auf den Wegen bleiben. Sowohl C. als auch ich verstanden es so, dass wir auf allen Wegen fahren durften. Das taten wir dann auch und sahen mehr Tiere als mit dem Guide. Zum Sonnenuntergang suchten wir den Sundowner-Platz vom Vorabend auf, aber da kam dann der Guide mit einer neuen Gruppe und vertrieb uns verärgert. Entweder hatte er sich falsch ausgedrückt oder wir beide hatten da etwas missverstanden.


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Am nächsten Tag ging ich vor dem Frühstück nochmals spazieren.

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Zügig reisten wir dann ab. Das Highlight hier ist sicher die Begegnung mit den Löwen, wenn man wie ich kaum noch Löwen in freier Wildbahn gesehen hat, ist das schon sehr bewegend. Die Möglichkeiten zum Spazierengehen sind vorhanden. Aufgrund der Bewölkung hatte die Landschaft wohl an Reiz eingebüßt; dann, wenn die Sonne herauskam und der rote Sand leuchtete, war der Anblick ein anderer.
Themenstarter608 Beiträge · seit 202031. Dez. 2024 · #10
Fahrt durch die Dünen: D503, C11, C 17

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Wunderschöne Landschaft, eine wundervolle Piste. Für mich aber eine Herausforderung, weil ich noch nie auf Sand gefahren war. Ich war froh, dass C. dabei war. Alleine hätte ich mich wohl doch nicht getraut...
Auf der D503 ist uns kein einziges Auto begegnet! Auch auf den C-Straßen so gut wie kein Verkehr. Alle Straßen in gutem Zustand.
zuletzt bearbeitet 31. Dez. 2024
Themenstarter608 Beiträge · seit 202031. Dez. 2024 · #11
Köcherbaumwald


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243 Beiträge · seit 202131. Dez. 2024 · #12
Hallo RIK, das sind tolle Fotos von der Kalahari und die Bilder mit der Gewitterstimmung genial.
ich liebe den Süden sehr und bin auf Deine weiteren Erlebnisse gespannt.
Vielen Dank und liebe Grüße Kirsten
Themenstarter608 Beiträge · seit 202031. Dez. 2024 · #13
Keetmanshoop Central Lodge

Die Übernachtung in Keetmanshoop hatte ich eingebaut, weil ich die D503 fahren wollte und mir der Weg bis Grünau dann zu weit erschien. Das ermöglichte mir einen erneuten Besuch des Köcherbaumwaldes bei Keetmanshoop, was eines meiner persönlichen Highlights wurde.

Die Unterkunft war zweckmäßig. Mein Zimmer war groß, sauber, kühler als die in der Kalahari. Das Abendessen gab es im Restaurant bzw. im Innenhof der Lodge à la Carte; es schmeckte ganz gut. Die Dame, die uns bediente, war etwas „crazzy“ bzw. kam gerade von einer Weihnachtsparty. Outfit und Nüchternheitsgrad waren entsprechend.
Das Frühstück fiel dann vom Umfang und der Qualität im Vgl. zu den vorherigen doch stark ab, aber das machte uns nichts. Wir brachen wie jeden Tag vor 9h auf.
Themenstarter608 Beiträge · seit 202031. Dez. 2024 · #14
Fahrt nach Kleinkaras über D 608 zum White House


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Themenstarter608 Beiträge · seit 202031. Dez. 2024 · #15
White House Guestfarm

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Oh, ja, das Weiße Haus! Dazu habe ich ganz gemischte Gefühle. Es war alles seltsam und doch sehr schön!
Sehr schön war die Lage bzw. die Umgebung. Zwar liegt das Haus nahe der B1 und von den Hügeln hinterm Haus aus sieht man sogar die Straße, aber wenn man das ausblenden kann, ist die Landschaft sehr traumhaft. Ich bin viel spaziert und in den Felsen herumgekraxelt, zum Sonnenaufgang, untertags und zum Sonnenuntergang. Die Felsformationen bzw. das, was die Erosion übrig gelassen hat, hat sehr gefallen, auch die tollen Bäume mit den großen Nestern haben es mir angetan.

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Den Pool habe ich nicht genutzt, er liegt doch abseits des Hauses und er gefiel mir auch nicht sonderlich. Leider wurden mir keine Aktivitäten angeboten, ich habe zwar gelesen, dass der Besitzer Interessierten die Rosenquarz-Mine zeigt oder zu speziellen Sukkulenten führt, aber auf meine Nachfrage bekam ich nur ein „no“.
In den Bewertungen steht oft „superfreundliche Gastgeber“ oder ähnliches; das habe ich so nicht erlebt. Bei der Ankunft muss man sich an der Rezeption melden, die ein Stückchen vom Haus entfernt liegt. Dort bekam ich von einer streng dreinschauenden weißen Frau den Schlüssel und ein paar Erklärungen, v.a. dass mein bestelltes Abendessen um sieben Uhr geliefert werde. Auch das Frühstück werde um sieben Uhr geliefert. Auf mein erstauntes Nachfragen hieß es nur nochmals: dinner um 7, Frühstück um 7. Nun gut. Auf die Frage nach Ausfahrten oder Aktivitäten bekam ich auch nur ein „no“. C. fuhr mit mir zum Weißen Haus. Mein Zimmer war zwar im Haupthaus gelegen, hatte aber einen separaten Eingang und keine Verbindung zum Haus selbst, das verschlossen war. Ein großes Doppelbett und ein Stockbett befanden sich dort, ebenso eine Küchenzeile und ein Esstisch. Bad und Dusche. Die Decken sehr hoch, alles sauber, schlicht und einfach. So mag ich es. Ich lud aus, und dann fuhr C. nach Grünau in seine Unterkunft, weil es geheißen hatte, hier sei kein Platz für ihn. Noch war niemand anderer zu sehen. Ich war ganz allein. Und genau das habe ich sehr genossen. Ich erkundete die Umgebung und habe mich dann auf meine Terrasse gesetzt, in die Landschaft geschaut und ein Buch gelesen. Irgendwann später kamen Autos, Südafrikaner; die Frau aus der Rezeption war dabei und zeigte den Leuten die Chalets und das Haus. Das kam mir dann schon komisch vor, weil ich mir regelrecht abgekanzelt vorgekommen war, während die Südafrikaner sogar zur Unterkunft begleitet wurden. Nun gut. Gegen Abend ging ich wieder spazieren und kam auf 19h zurück. Tatsächlich fuhr nicht viel später ein Pickup vor; ein Mann brachte allen, die es bestellt hatten, in ihr Chalet ein Abendessen – und das Frühstück. Der Herr war sehr freundlich und gesprächig und ich sagte ihm, dass ich am nächsten Tag gerne den Sonnenuntergang fotographieren würde und dass er bitte die Dinner-Lieferung auf die Terrasse stellen solle. Er meinte, dass sei gar kein Problem, weil alles gut in Decken verpackt sei und warm bliebe. Am ersten Tag hatte ich Wild, am nächsten Tag Lamm, es gab Beilagen und Salat. Dazu Vor- und Nachspeise. Alles hat sehr köstlich geschmeckt, war aber für mich viel zu viel. Mit dieser Portion wären zwei Leute satt geworden. In meinem Zimmer hatte ich einen gut gefüllten Kühlschrank, wo ich mich bedienen konnte. Man musste notieren, was man herausnahm, und den entsprechenden Betrag in eine kleine Kasse geben. So schlemmte ich fürstlich und ging bald ins Bett – leider war die Erkältung nun ziemlich arg geworden.
Am nächsten Tag streifte ich zunächst in den Felshügeln herum, bevor ich mir Kaffee machte und das Frühstück aß. Dann verbrachte ich einen gemütlichen Tag, ähnlich dem Vortag.

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Tags darauf stand ich um 5 Uhr auf, weil ich den Sonnenaufgang fotografieren wollte mit den tollen Bäumen im Vordergrund. Leider oder glücklicherweise war es sehr bewölkt.

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Gegen 9Uhr kam C. und holte mich ab. An der Rezeption gab ich den Schlüssel ab, und da alles bezahlt war, konnten wir gleich weiterfahren.
C. meinte, wir beide seien nicht wirklich willkommen gewesen, er als Schwarzer schon gar nicht, deshalb habe man keinen Platz für ihn gehabt, und ich als Tourist mit Mietauto sei auch weniger geschätzt als all die Südafrikaner, die hier auf ihrer Reise einen Zwischenstopp machen. Das seien typische Buren, die nur ihresgleichen achten würden. Ich kann nicht sagen, ob er recht hat oder nicht, aber einen herzlichen Empfang stell ich mir anders vor. Trotzdem tut das keinen Abbruch, was meine Bewertung dieser Unterkunft angeht. Mir hat es wirklich sehr gut gefallen, und ich würde sicher wieder dort nächtigen.
zuletzt bearbeitet 31. Dez. 2024
Themenstarter608 Beiträge · seit 202031. Dez. 2024 · #16
Sandfontein

Über die B3 ging es nach Karasburg und auf D 208 Richtung Sandfontein. Wie Annick kürzlich schrieb, ist die Zufahrt zur Lodge sehr lang, aber wunderschön. Nach vielen langweiligen km auf der D 208 war ich umso überrascht, dass die Landschaft plötzlich wieder so schön wurde.

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In meiner Planung war das der Höhepunkt der Reise. Die anderen Stationen hatte ich quasi drumherum gebaut. Unser dreitätiger Aufenthalt war wunderschön, war aber dann doch nicht mein persönliches Highlight.
Wir waren die einzigen Gäste, was natürlich höchst exklusiv war. So genossen wir eine sehr persönliche Betreuung durch den Manager Adrian und seine total nette Frau Cheri und durch Pamela, die wunderbar kochte, und die anderen Bediensteten. Das ist riesiger Luxus, den ich eigentlich gar nicht so mag. Aber mich hat die Lage und die Landschaft von Sandfontein so gereizt, dass ich 3 Tage mal so richtig „dekadent“ urlauben „musste“.
Mit Adrian machten wir verschiedene Ausfahrten. Am ersten Abend war das ein Sundowner-Drive bei Gewitterstimmung. Die Lichtverhältnisse waren echt speziell.

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Am nächsten Tag ging es an den Oranje. Leider war es sehr bewölkt, ab und an erreichten uns sogar Regentropfen. Im Osten war der Himmel dunkel, nein schwarz, immer wieder sah man auch Blitze zucken. Dort hat es stellenweise ordentlich geregnet. Für diese Fahrt hätte ich mir Sonne gewünscht, aber das kann man ja nicht beeinflussen. Zum ersten Mal im Leben stand ich an diesem Grenzfluss und blickte nach Südafrika hinüber. Irgendwie schon irre, wie dieser Fluss für ein grünes Band mitten in dieser wüsten Gegend sorgt.




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Am Nachmittag war es immer noch grau in Grau, so lag ich die meiste Zeit am Pool und las in meinem Buch. Der Pool war traumhaft, wie überhaupt alles sehr geschmackvoll angelegt war.

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Als es später etwas auflockerte, ging ich zu den Gräbern und den witzigen Felsformationen in der nahen Umgebung. Diese grotesken Formen fand ich klasse.

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Auch am nächsten Tag war es noch immer bewölkt, in der Ferne erahnte man Regenschauer. Am späteren Nachmittag bot Adrian eine längere Ausfahrt in eine andere Gegend an. Wir sahen nur sehr wenige Tiere, und fast alle rannten weg, selbst wenn wir noch weit entfernt waren, egal ob Zebra, Oryx oder sonstiges. C. fand das sehr komisch, ich sehr schade. Immer wieder hielten wir an und stiegen aus. Zum Sonnenuntergang gab es ein Getränk und dann ging es zurück.


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In der Planung hatte ich mir vorgestellt, dass ich viel herumwandere. Dazu kam es leider nicht. Der bedeckte Himmel machte die Landschaft irgendwie langweilig, ohne Sonne keine Schatten und Konturen, das reizte mich nicht zum Fotografieren. Außerdem war ich sehr verschnupft und nicht ganz fit. Nur am Abreisetag machte ich einen Morgenspaziergang.

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Die Mahlzeiten schmeckten sehr gut. Da es Vollverpflegung war, gab es mittags auch immer etwas zu essen; für mich war das zu viel; wenn es so heiß ist, kann ich nicht so viel essen. Besonders Adrians Frau war sehr, sehr herzlich und führte nette Gespräche mit uns. Sie und Adrian sprechen perfekt Englisch, was mich dann immer sehr hemmt, weil mein Englisch echt grausig ist; da ärgere ich mich dann über mich selbst, dass ich in diesem Bereich so schlecht bin und jetzt nicht so kommunizieren kann, wie ich es gerne täte.

Nach drei Nächten hieß es Abschied nehmen. Das fiel mir schwer. Es war, als müsse ich wieder in die normale Welt zurück. In Sandfontein ist man wirklich weit, weit weg von der Zivilisation. Es ist so ruhig und friedlich…
zuletzt bearbeitet 31. Dez. 2024
Themenstarter608 Beiträge · seit 202031. Dez. 2024 · #17
Fahrt auf D 213, B1, C10 Richtung Ai Ais, D324 zur Canyon Lodge

Wir machten einen kleinen Umweg bis nach Ai Ais, weil ich den Ort nicht kannte, und legten einen kurzen Badestopp ein; ansonsten war die Fahrt zwar schön, aber eher unspektakulär.

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323 Beiträge · seit 202031. Dez. 2024 · #18
Hallo Rik,
du legst ja ein Tempo vor, da komme ich gar nicht so schnell mit. Einige Stationen sind mir bekannt, ich sehe bezüglich der Jansen Farm auch meinen Eindruck aus meinem Reisebericht bestätigt. Ich fand es vor der Erweiterung schöner.
So, jetzt brauche ich aber etwas Zeit, um mich weiter durchzuarbeiten und mir all diese tollen Bilder anzuschauen.

Viele Grüße
Peter
Meine Reiseberichte https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/306452-meine-reiseberichte.html
Themenstarter608 Beiträge · seit 202031. Dez. 2024 · #19
Ja, ich habe gerade Zeit... 😉 😄
Themenstarter608 Beiträge · seit 202031. Dez. 2024 · #20
Canyon Lodge Gondwana

Juhu, ich hatte das Wunschhäuschen 25 bekommen. Danke für den Tipp hier im Forum! Den weiten Weg von der Rezeption bzw. vom Restaurant bis zum eigenen Häuschen nahm ich gerne auf mich, hatte ich doch einfach eine perfekte Aussicht auf die Granithügel. Erste Reihe, Füße nicht im Wasser, aber im Sand und auf den Felsen. Auch wenn das Zimmer schon in die Jahre gekommen war, die Tür nicht richtig schloss, aber ich war hin und weg von dieser Lage. Das war mein absoluter Favorit. Wer hätte das gedacht! Eigentlich die größte Lodge auf der Tour. Ein richtiger Klassiker für Namibia-Reisende, von Gruppen und organisierten Touren gerne angefahren – und das wird mein Highlight. Kaum zu glauben. Aber ich war schockverliebt in die Landschaft. Mit wahnsinniger Begeisterung kraxelte ich in den Felsen herum.


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Auch den Sundowner-Drive, den C. und ich am zweiten Tag buchten, fanden wir toll. Fast die beste der gebuchten Aktivitäten – abgesehen von der Begegnung mit dem Löwen. Nur C. und ich waren an Bord, unserer Führerin war nett und fuhr umsichtig und erklärte nebenher viel. Sie hatte einen „Praktikanten“ dabei, der ebenfalls viel erzählen konnte. Wir wählten nicht den Drive zum Canyon, weil wir da ja selbst gefahren sind, sondern die Fahrt durch den Gondwana Park. Hier sahen wir viele Tiere, die nicht flohen, wenn wir näher kamen. An einem schönen Aussichtpunkt mit Köcherbäumen gab es den Sundowner; Aina packte eine ganze Palette an Getränken aus und wir konnten wählen und trinken, was wir wollten. Dazu gab es eine tolle Snackplatte. Das war ein sehr gelungener Ausflug!
Das Abendessen in der Lodge war nicht so toll wie in Sandfontein, das ist klar, aber es war okay bzw. gut. C. war mit dem Fleisch nicht so zufrieden, ich konnte nicht viel daran aussetzen.

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