Reisebericht

3,5 Wochen Namibia & Botswana mit 5-jährigem Kind

von reisebob · begonnen 26. Dez. 2024 · 64 Teile

Teil 2110. Jan. 2025
6. Station: 1 Nacht im Halali Camp im Etosha NP (Bush Chalet)
Am nächsten Morgen haben wir etwas länger ausgeschlafen, anschließend wiederholte sich die positive Frühstücks-Erfahrung des Vortags. Vor und nach dem Packen besuchten wir das Wasserloch und hatten dort auch am Morgen zahlreiche Tiersichtungen. Gegen 10:00 checkten wir aus und fuhren entlang der Wasserlöcher Homob, Sueda, Charitsaub, Salvadora und Rietfontein zum Halali Camp. Wir sahen dabei Elefanten, Giraffen, Gnus, Zebras, Gazellen, Strauße, ...
Als wir gegen 12:30 im Halali Camp ankamen, konnten wir zwar einchecken, bekamen den Schlüssel aber erst um 14:00. Daher besuchten wir das Wasserloch des Camps und sahen dort Elefanten, Zebras und Gazellen. Anschließend entspannten wir am großen Pool und bezogen dann unser Bush Chalet Nummer 51. Dieses war sogar richtig gut, da die Ausstattung recht neu und unverbraucht wirkte. Sowohl der Wohnbereich als auch das Schlafzimmer waren groß und besaßen jeweils eine eigene Klimaanlage und auch das Bad war groß und sauber. In der Küchenzeile gab es sogar Geschirr und Besteck.
Am späteren Nachmittag fuhren wir entlang der Aussichtspunkte/Wasserlöcher Etosha Pan Lookout, Nuamses, Goas, Noniams, Rhino Drive und Rietfontein. Es gab zwar keine allzu große Tiermengen, wir sahen aber vereinzelte Giraffen, Elefanten, Zebras und natürlich verschiedene Gazellen. Letztere hatten sich zum Favorit unseres Sohnes entwickelt, da er beim Anblick eines "Böckis" mindestens so begeistert war wie bei Elefanten oder Giraffen 🤩
Eine der Giraffen hatte eine sehr dunkle Grundfarbe, unser Sohn fragte uns daher, ob das Sonnenbrand sei, weil die Giraffe sich nicht so gut eingecremt hätte 🙂
Gegen Ende gab es ein unverhofftes Highlight, da es sich direkt neben der Pad gleich zwei prächtige Löwen-Männchen gemütlich gemacht hatten. Unsere eh schon extrem hohe Begeisterung wuchs nochmals an.
Zum Abendessen nutzten wir auch hier den Braai an der Unterkunft. Gegen Sonnenuntergang liefen wir zum Wasserloch und schauten dort einer Gruppe Nashörnern zu. Nachdem wir den Junior ins Bett gebracht hatten, lief ich nochmals zum Wasserloch zurück und hatte den ganzen Abend ein Kommen und Gehen von Nashörnern sowie vereinzelten Elefanten und Hyänen.

Unser Fazit für Halali: die Unterkunft war zwar besser/moderner als in Okaukuejo, das dortige Wasserloch hat uns aber mehr zugesagt. Für eine Übernachtung war es insgesamt gesehen einwandfrei, auch wenn der Preis von ~190€ pro Nacht inkl. Frühstück auch hier überzogen ist.
Teil 2210. Jan. 2025
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Teil 2412. Jan. 2025
7. Station: 1 Nacht in Tsumeb
Das Frühstück im Halali Camp entsprach in Qualität und Angebot unseren positiven Erfahrungen in Okaukuejo.
Nach dem Check-out fuhren wir entlang der Wasserlöcher Springbokfontein, Batia, Okerfontein, Ngobib, Kalkheuwel, Chudop und Koinachas zum Camp Namutoni. Unterwegs sahen wir größere Herden von Roten Kuhantilopen, Zebras, Gazellen und Gnus, was unseren Sohn vermuten ließ, dass an diesem Tag wohl Tier-Ausflugtag sein müsse 😄
Außerdem sahen wir eine Menge Geier in der Nähe eines frischen Tierkadavers. Als wir die Umgebung absuchten, entdeckten wir drei Löwinnen, welche sich im Schatten von der Jagd ausruhten. In Namutoni machten wir Mittagspause und tranken einen Kaffee im Restaurant. Wir sahen uns auch etwas die Anlage inkl. Pool und Wasserloch an. Danach ging es entlang der Wasserlöcher Klein Okevi, Groot Okevi, Tsumcor, Aroe, Twee Palms und Klein Namutoni. Wir sahen u.a. mehrere Elefanten-Herden, eine davon soff eine Wasserstelle komplett leer. Als wir fast fertig waren, entdeckten wir in einer Senke eine Nashornfamilie, welche sich ausruhte.
Am späteren Nachmittag verabschiedeten wir uns nach erlebnisreichen Tagen vom Etosha und fuhren über die gut befahrbare C38 & B1 nach Tsumeb. Dort hatten wir eine Zwischenübernachtung bei Villa Africa & Tsumeb Backpackers. Für nur 40€ inklusive Frühstück bot das große Familienzimmer ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Es war etwas hellhörig, da man die benachbarte Küche und die Gespräche im Innenhof recht gut hören konnte. Sowohl wir als auch unser Sohn schliefen aber gut, da es abends schnell ruhig wurde und wir morgens recht früh aufgestanden sind. Das Zimmer war sauber und die Klimaanlage sorgte für Abkühlung, das Auto konnte im sicheren Hinterhof geparkt werden. Die Besitzerin und vor allem die Mitarbeiterin waren sehr sympathisch und freundlich.
Nachdem wir etwas ausgeruht hatten, stockten wir unsere Vorräte im Pick'n'Pay in der Tsumeb Mall auf und tankten den Hilux voll. Vor dem Abendessen vergnügte sich unser Sohn noch im zwar kleinen, aber zum abkühlen und etwas plantschen völlig ausreichenden Innenhof-Pool. Die Unterkunft bietet verschiedene Gerichte an, wir entschieden uns für Pizza aus dem Holzofen, welche zwar keine Offenbarung, aber absolut in Ordnung war.
Teil 2512. Jan. 2025
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Teil 2612. Jan. 2025
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Teil 2713. Jan. 2025
8. Station: 3 Nächte in der Ndhovu Lodge bei Divundu
Nach dem leckeren englischen Frühstück machten wir uns gegen 8:00 auf den Weg, da wir an diesem Tag mit ~600km eine lange Fahrt zu bewältigen hatten. Wir hatten uns für die Variante über die B15 bis Katwitwi, dann über die B10 bis Rundu und anschließend über die B8 bis Divundu entschieden. Bis auf ganz wenige kurze Abschnitte waren die Teerstraßen in (sehr) gutem Zustand. Da es speziell am Anfang quasi keinen Verkehr gab, kamen wir super voran und waren bereits gegen Mittag in Rundu, wo wir an der Shell-Tankstelle volltankten und eine Mittagspause einlegten. Auch die weitere Strecke lief besser als gedacht, allerdings nahm der Verkehr zu. Überraschend fit und früh erreichten wir gegen 15:30 die Nhdovu Lodge. Dank der (Tief-)Sand-Erfahrung in Sesriem war der sandige Anfahrtsweg zur Unterkunft kein Problem. Unser Sohn fragte freudig, ob es hier auch Dünen gibt 😁
Als wir am Haupthaus ausstiegen um einzuchecken, beschwerte er sich, dass er noch weiterfahren möchte um weiter Musik zu hören 😗
Da bei der Begrüßung durch die super-netten Mitarbeiter aber auch der große, schwarze Hund Nero dazu kam, schlug die Stimmung blitzartig um. Der Hund ist auf den ersten Blick aufgrund seiner Größe zwar durchaus abschreckend, aber unheimlich Kinder-lieb. Nach nicht einmal einer Minute lag er auf den Rücken und wollte gestreichelt werden, was dann augenscheinlich interessanter für unseren Sohn war als Musik zu hören 😉
Eigentlich hatten wir das rustikale Gecko-House für ~190€ die Nacht inklusive Frühstück und Abendessen gebucht. Da dieses aber vor Kurzem zur luxuriösen Lion-Suite umgebaut wurde, erhielten wir quasi einen kostenlosen Upgrade 🤩 Die Suite ist absolute Spitze: 70m² groß und sehr gediegen eingerichtet. Es gibt zwei Schlafzimmer mit Klimaanlage, wobei man vom Hauptbett einen Blick auf den Kavango hat. Auf der großen Terrasse gibt es eine Badewanne mit verschiebbarem Zaun (wer auch immer so was braucht), eine Schwebeliege mit perfektem Ausblick auf den Kavango und eine Essgruppe. Das Bad ist offen gestaltet und hat eine große Regenwalddusche, auch von hier hat man einen direkten Blick auf den Fluss, in dem sich viele Flusspferde tummelten. Auf der gegenüberliegenden Flussseite waren immer wieder Tiere zu sehen, u.a. Büffel, Elefanten, Krokodile und Gazellen.
Nachdem wir uns eine Weile in dieser traumhaften Unterkunft ausgeruht hatten, badeten wir noch etwas im Pool. Da Nero am Beckenrand aufpasste, meinte unser Sohn, dass dieser sein Bademeister-Hund sei 😄
Um 19:30 gab es im Gemeinschaftsbereich ein dreigängiges Abendessen, man sitzt dabei mit den anderen Gästen an langen Tischen. Wir waren schon am Nachmittag mit zwei sehr netten deutschen Praktikantinnen ins Gespräch gekommen, die in der Unterkunft arbeiteten. Eine fragte vom Koch an, ob unser Sohn zum Abendessen ein Schnitzel mit Pommes möchte, da dies seiner Meinung nach Kind-gerechter wäre. Er nahm das Angebot an und war begeistert, auch die anderen Gäste schauten durchaus neidisch. Aber auch unser Essen war hervorragend: als Vorspeise eine Art Quiche plus Salat und Brot, als Hauptgericht Schweineschulter mit Kartoffelbrei und Gemüse (Vegetarier erhielten eine Alternative) und zum Nachtisch Panna Cotta mit Amarula-Creme bzw. Eis für unseren Sohn. Wir unterhielten uns angeregt mit 4 Schweizern und hatten einen tollen Abend, nach dem Essen sangen, tanzten und trommelten die Angestellten noch. Glücksselig ging es dann irgendwann ins Bett.
Teil 2813. Jan. 2025
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Teil 2914. Jan. 2025
Am nächsten Morgen standen wir gegen 6:30 mit einem wunderbaren Sonnenaufgang auf und fuhren in die nahe gelegene Mahango Core Area. Als wir am Eingang den Permit bezahlten, gab die freundliche Mitarbeiterin Tipps, wo am Vortag Löwen und ein Leopard gesichtet wurden. Wir fuhren zuerst den Loop entlang dem Ufer des Kavango und entdeckten dabei Giraffen, Zebras, Büffel, Äffchen und Kudus. Im von der Mitarbeiterin beschriebenen Bereich hielten wir intensiv nach Großkatzen Ausschau, jedoch ohne Erfolg. Da keine weiteren Fahrzeuge auf der Strecke waren, konnte man sich leider auch nicht an anderen Touristen orientieren. Gerade als wir weiterfahren wollten, entdeckten wir dann doch noch mehrere Löwinnen im Dickicht 🤩
Am Picknick-Platz stiegen wir kurz aus um uns etwas die Beine zu vertreten, bevor wir auf dem gleichen Weg wie wir gekommen waren wieder zurück in Richtung Parkeingang fuhren. Wir hofften, dass wir nochmals einen Blick auf die Löwinnen werfen könnten, als plötzlich meine Frau den von der Mitarbeiterin erwähnten Leoparden in einem Baum entdeckte. Dieser lag dort gemütlich und ließ sich durch uns nicht beim chillen stören 😎
Wir überlegten, ob wir nun zum Frühstück in die Lodge fahren oder noch den Abstecher zum Wasserloch davor einschieben sollten. Mit 3:0 Stimmen gewann das Wasserloch, der Weg dorthin bestand aus längeren Tiefsand-Passagen, die aber problemlos zu fahren waren. Allzu viel gab es leider nicht zu sehen, da das Wasserloch fast komplett ausgetrocknet war. Immerhin drei stattliche Kudus ließen sich ablichten.
Zurück in der Lodge genossen wir das wunderbare Frühstück auf der tollen Aussichtsterrasse im Gemeinschaftsbereich. Danach entspannten wir auf unserer Terrasse beim Ausblick auf den Fluss. Am gegenüberliegenden Ufer waren wieder Büffel, Krokodile und Elefanten zu sehen. Plötzlich hörten wir von dort ein lautes Fauchen und sahen panisch davonrennende Gazellen. Genaueres ließ sich nicht erkennen, als wir es später einem Mitarbeiter erzählten, vermutete er Löwen bei der Jagd.
Nachmittags fuhren wir zur Buffalo Core Area auf der gegenüberliegenden Flussseite, da der Tageseintritt für beide Parks gilt. Die Anfahrt erfolgt über Divundu und auch in diesem Park sahen wir keine anderen Fahrzeuge während unseres Aufenthalts. Die stellenweise tiefsandige Piste führt etwas am Fluss entlang, auf dem Weg liegen auch deutsche Militärruinen und ein Friedhof aus dem 1. Weltkrieg. Wir sahen eine große Zebraherde, zahlreiche Giraffen, dazu mehrmals Elefanten und Kudus. In der Nähe der Stelle wo wir vormittags das Fauchen verortet hatten, entdeckten wir tatsächlich eine Gruppe Löwen.
Auf dem Rückweg zur Lodge kauften wir im Choppies in der Karatja Mall ein und tankten bei Shell voll. Nachdem wir uns noch etwas auf der Terrasse entspannt hatten, ging es zum Abendessen. An diesem Abend verwöhnte uns der Koch u.a. mit sehr leckerer Zebra-Lasagne und Eis mit Obstsalat als Nachtisch. Wir saßen bei einem sympathischen niederländischen Paar, welches einen Mix aus deutsch (für unseren Sohn) und englisch sprach.
Teil 3014. Jan. 2025
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Teil 3214. Jan. 2025
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Teil 3315. Jan. 2025
Den nächsten Tag ließen wir sehr gemütlich angehen und schliefen aus bevor wir wieder das leckere Frühstück genossen. Am Vortag hatten die beiden Praktikantinnen unserem Sohn versprochen, dass sie ihm die sechs kleinen Hundewelpen zeigen würden, die Nero und Bella vor wenigen Wochen erst bekommen hatten. Als wir hinkamen, waren die Kleinen putzmunter und tollten wild herum bis sie nach und nach müde wurden. Nicht nur für unseren Sohn war dies ein weiteres Highlight des Urlaubs 🤩
Anschließend ruhten wir uns auf unserer Terrasse aus, wobei Nero auch mitkam und in einer Ecke einschlief. Gegen 14:00 gab es Kaffee und frisch gebackenen Erdbeerkuchen im Gemeinschaftsbereich, danach nutzen wir noch den Pool. Bademeister-Hund Nero war nicht dabei, da er es vorzog, weiter auf unserer Terrasse zu schlafen.
Gegen 16:30 nahmen wir an der 2-stündigen Sonnenuntergangs-Fahrt der Unterkunft teil, welche für 430 NAD angeboten wird, unser Sohn war sogar kostenlos. Der Guide war klasse, da er viele Infos zur Gegend und den Tieren erzählte. Das Highlight für uns war ein Stopp an der Bee-Eater-Kolonie, wo ausgiebig Zeit war, die Vögel zu beobachten. Außerdem sahen wir noch viele Flusspferde, Krokodile, eine Vielzahl an Vögel, Büffel, Elefanten und einen Waran. Zum Sonnenuntergang gab es Getränke und Snacks, unser Sohn haute speziell beim Biltong rein, da er meinte, dass es wie Salami oder Bifi schmecken würde. Das Panorama beim Sonnenuntergang war wie aus einem Reiseprospekt, unglaublich schön.
Zum Abendessen gab es Lammhaxe mit Kartoffelbrei und Gemüse und zum Nachtisch Creme brullet. Auch hier zeigte der Koch wieder sein Können.
Nachts hörte man mehrmals laute Geräusche von Flusspferden und Elefanten, ich konnte aber von der Terrasse aus keine Details sehen.

Unser Fazit: Sowohl in den Parks als auch bei der Sundowner-Tour sahen wir viele Tiere. Die Ndhovu Lodge war absolut klasse, vor allem das Essen und die Mitarbeiter. Durch den kostenlosen Upgrade konnten wir den Luxus der Lion-Suite genießen, zum regulären Preis hätten wir sie uns aber vermutlich nicht gegönnt.
Teil 3415. Jan. 2025
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9. Station: 2 Nächte im Askiesbos ... Samochima Bush Camp bei Shakawe
Nachdem wir ein letztes Mal das hervorragende Frühstück auf der Terrasse genossen hatten, machten wir uns an den Check-out. Unser Sohn verabschiedete sich speziell von den beiden deutschen Praktikantinnen sehr herzlich inklusive Bussi und Umarmung. Als eine von beiden vorschlug, dass er gerne bei ihnen bleiben könne, dauerte die Überlegungszeit ziemlich lange. Glücklicherweise entschied er sich dann aber doch für die Weiterfahrt: "ich will ja auch noch die anderen Unterkünfte kennen lernen" 😄
Die ca. 20km lange Fahrt zum Grenzübergang Mohembo nach Botswana erfolgte via Transitstrecke durch die Mahango Core Area, hierfür muss man keinen Parkeintritt bezahlen. Der Grenzübertritt ging verhältnismaßig schnell, da wir - mal wieder - die einzigen Touristen waren. Unser Sohn war dennoch etwas irritiert darüber, wozu die ganzen Formulare und Stempel dienen sollten. Er freute sich aber über den neuen Stempel in seinem Kinder-Reisepass 🙄 Die Grenzübertrittsgebühren betrugen 60 BWP fürs Auto, 50 BWP für die Road Safety Levy Fee sowie 150 BWP für die Haftpflichtversicherung, also insgesamt 260 BWP, welche man mit Kreditkarte bezahlen konnte.
Die A35 in Botswana war recht gut geteert, so dass die ca. 50km bis Shakawe zügig zu fahren waren. An der Kreuzung mitten im Ort entdeckten wir eine Bank mit Geldautomat, somit konnten wir uns gleich mit Bargeld eindecken.
Die Unterkunft "Askiesbos ... Samochima Bush Camp" liegt außerhalb des kleinen Örtchens Shakawe und man fährt am Schluss ca. 2km Sandpiste. Es gibt einen zentralen Parkplatz, wo wir von einem Angestellten begrüßt wurden. Aufgrund unserer frühen Anreise war das Zimmer noch nicht fertig, wir hatten aber im Vorfeld mit den Besitzern geklärt, dass wir unser Gepäck deponieren können. Denn wir wollten zu den Tsodilo Hills fahren um die dortigen Felszeichnungen anzuschauen. Man fährt hierbei erst 20km Teerstraße bis Ncamasere und wechselt dann für ca. 30km auf eine halbwegs gute Sandpiste. Am Ende befindet sich der Eingang zum Tsodilo Camp, wo man aus verschiedenen Touren auswählen kann. Wir entschieden uns für den Rhino-Trail, welcher 120 BWP für den Guide kostet, dazu kommen 50 BWP pro Person und 10 BWP pro Kind für den generellen Parkeintritt. Die Mitarbeiterin erklärte uns, dass wir noch ein paar Kilometer weiter in den Park fahren müssten, am kleinen Museum würde dann ein Guide warten. Als wir am Parkplatz ankamen, kam auch direkt ein Mann auf uns zu. Dieser erklärte uns aber, dass er heute der einzige Guide sei, da alle Kollegen auf einer Beerdigung seien. Da er noch eine andere Tour hätte, müssten wir leider 1 Stunde warten. Das war für uns in Ordnung, da wir so die Mittagspause vorzogen. Afrika-typisch war es am Ende aber (natürlich) keine Stunde, sondern eher 1,5-2 Stunden, er entschuldigte sich damit, dass ihn die andere Gruppe noch zum Mittagessen eingeladen hatte. Was solls, somit konnte unsere Wanderung ja endlich starten ... dachten wir zumindest. Denn er erklärte, dass wir mit unserem Auto zu verschiedenen Stationen fahren würden. Dort stiegen wir aus und liefen zumindest kurze Strecken zu verschiedenen Felszeichnungen. Keine Ahnung, ob dies der normale Ablauf ist (im Internet hatte ich in Berichten von wirklichen Wanderungen gelesen) oder ob der Guide an dem Tag eher lauf-faul war oder ob er es aufgrund unseres Sohnes machte. Da wir aufgrund des verspäteten Starts Mitten in in die pralle Mittagshitze geraten waren, konnten wir uns mit dieser Variante aber anfreunden. Zumal der Guide sehr sympathisch wirkte und in hervorragendem Englisch (und etwas deutsch für unseren Sohn) viele Infos zu den Felszeichnungen und der Geschichte und Kultur der Gegend erzählte. Trotz holprigem Start und anders als geplantem Ablauf war die Tour durchaus empfehlenswert, wenngleich eine ähnliche Tour in Patagonien zur Cueva de las Manos deutlich besser und professioneller war. Nach ca. 1-1,25h war die Tour zu Ende und der Guide fragte, ob wir ihn zum Ausgang mitnehmen könnten, da er nun Feierabend machen würde. Wie sich herausstellte, war die Dame am Eingang sein Frau und hoch-schwanger in Erwartung des zweiten Kindes.
Der Rückweg nach Shakawe war auch wieder problemlos machbar, anstatt zur Unterkunft fuhren wir weiter in das Örtchen, da wir zum Abendessen das Dijo Deli einer österreichischen Besitzerin eingeplant hatten. Als wir hinkamen, hing am Tor leider ein Zettel "closed". Da wir die als Alternative ausgesuchte Pizzeria nicht am in Google und Tracks4Africa ausgewiesenen Platz fanden, gab es die Notfall-Option: nach dem Einkaufen im Choppies in der Acacia Mall holten wir in einem Imbiss Hähnchen-Teile und Pommes. Das war jetzt kein kulinarisches Feuerwerk, schmeckte aber einwandfrei und war mehr als sättigend.
Zurück in der Unterkunft war unser Gepäck bereits in die gebuchte Familiensuite gebracht worden, welche den hervorragenden Online-Eindruck zu 100% bestätigte: von der großen Terrasse mit Tisch und Stühlen kommt man in das Zimmer aus dickem Zeltstoff, welches trotz zusätzlicher Matratze für unseren Sohn noch genügend Platz bot. Das Doppelbett war extrem bequem und man konnte die zahlreichen Fenster nach Wunsch verdunkeln. Im hinteren Bereich gibt es ein Badezimmer mit Toilette und Badewanne. Letztere nutzten wir auch hier nicht, da die große Außendusche wirklich toll und außergewöhnlich ist mit Blick auf das Okavango-Delta. Im Inneren gab es einen kleinen Kühlschrank und einen Ventilator. Das WLAN funktioniert laut Homepage eigentlich nur im Gemeinschaftsbereich, durch die Nähe zu dieser hatten wir aber auch in der Hütte Empfang, wobei die Bandbreite aufgrund der abgelegenen Lage der Unterkunft aus nachvollziehbaren Gründen eher eingeschränkt war. Inklusive Genius-Rabatt bezahlten wir über booking.com lediglich 75€ pro Nacht. Frühstück konnte für 155 BWP pro Person und ein Abendmenü für 195 BWP dazugebucht werden (unser Sohn kostete jeweils die Hälfte).
Nachts hörte man immer mal wieder Geräusche von Hippos und Vögeln, wir schliefen aber auch hier hervorragend.
Teil 3816. Jan. 2025
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Teil 4017. Jan. 2025
Nach einem guten Frühstück inklusive Eierspeise nach Wahl auf der Terrasse im Gemeinschaftsbereich nahmen wir um 8:00 an der “Discover the Panhandle”-Bootstour teil. Diese dauert 6 Stunden und wird für 800 BWP (Kinder die Hälfte) angeboten. Dammann, der junge und freundliche Besitzer der Unterkunft, erzählte uns, dass wir die einzigen Teilnehmer seien und brachte uns zum Guide Lucky, welcher uns am kleinen Boot in Empfang nahm. Lucky sprach hervorragend Englisch und brachte uns im Laufe der nächsten Stunden die Natur und Tiere der Region auf unterhaltsam-lehrreiche Weise näher. Wir sahen sehr viele Tiere, speziell natürlich Vögel, u.a. Flusspferde, Elefanten, Pel's Fishing Owl, Fischadler, Krokodile, Bee-eater, ...
Die Mittagspause verbrachten wir auf einer kleinen Insel, auf der nachts Flusspferde grasen. Entsprechend lag viel Flusspferd-Kacke herum, was uns beim Essen aber nicht störte. Gegen 14:00 waren wir wieder an der Unterkunft, von den vielen wunderbaren Eindrücken total überwältigt. Als unser Sohn meinte, dass er gerne noch weiter mit Lucky herumfahren würde, erwiderte dieser grinsend, dass er ihn als Junior-Guide einstellen würde, wenn er etwas älter sei 😉
Nachdem wir uns im sehr gemütlichen Gemeinschaftsbereich entspannt hatten, machten wir noch einen von mehreren ausgeschilderten Spaziergängen über das Gelände und sahen dabei Pferde und Bushböcke. Vor dem Abendessen kann man um ein Lagerfeuer sitzen und den Ausblick auf das Delta genießen oder mit den anderen Gästen in Kontakt kommen. Von den Mitarbeitern wurde es liebevoll "Bush-TV" genannt.
Das gebuchte Abendessen bestand aus Kürbissuppe, Schweine-Kotelett mit Kartoffelspalten und Gemüse und zum Nachtisch Applecrumble. Es schmeckte sehr gut, auch diese Küche verstand ihr Handwerk.

Unser Fazit: Die Tsodilo Hills waren in Ordnung, die 6-stündige Bootstour ins Okavango-Delta absolute spitze. Und die Unterkunft für gerade mal 75€ plus Frühstück/Abendessen ist ein echter Preis-Leistungs-Tipp. Ursprünglich hatten wir Drotsky's Cabins ins Auge gefasst, welche aber schon ausgebucht war. Dass wir dadurch diese tolle Unterkunft gefunden haben, war ein echter Glücksfall.

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