Hallo Ihr Lieben,
hier unser Bericht. Vielleicht mögt Ihr uns begleiten und/oder Infos für eigene Pläne entnehmen.
Diesen September/Oktober waren wir überwiegend in Zim mit etwas Botswana. Ich wollte unbedingt wieder nach Hwange und endlich Gonarezhou entdecken. Normalerweise starte ich in Jo'burg, dieses Mal soll es Kasane sein. Seit gefühlt mehr als zehn Jahre buche ich das Fahrzeug bei Bushlore, daher halt Kasane, da sie da ein Depot haben.
Zum Mietwagen: Anmietung bei Bushlore, Abholung vom Flughafen, Automatik, 4x4 DoubleCab, Dachzelt, Hilux. Übergabe bei 40 Grad unter Wellblechdach grenzwertig, niemand will hier Besteck zählen, etwas Verwirrung, ob wir wirklich das Geld nach Südafrika transferiert haben, aber der Verweis auf den GF, den ich seit langem kenne, führt dazu, dass man "das prüfen" will. Der unfassbar nette Mitarbeiter stellt fest, dass er mir vor Jahren schon den Kompressor in Jo'burg erklärt hat. Das ist tatsächlich wahr, die Welt ist manchmal wirklich klein.
Gut drei Wochen später geben wir das Fahrzeug zurück mit einem kaputten Reifen. Ich mag an Bushlore, dass sie bei solchen Dingen extrem kulant sind. Sie sind sicher nicht die preiswertesten Anbieter, aber man hat später auch keinen Ärger.
Zur Route:
2N Kasane Chobe River Cottage, Bots
2N Robins Camp Hwange, Zim
1N Jambile
1N Shumba
1N Masuma
2N Farmhouse Lodge Matobo
1N Masvingo Norma Jean/Clever Lakeview
1N Fishans Gonarezhou
1N Mutamagwenzi, Gonarezhou
1N Chinguli, Gonarezhou
1N Clever Lakeview Selfcatering Unit
2N Bulawayo Club, Bulawayo
1N Nata Lodge Camping
2N South Camp, Nxai Pan, Botswana
1N Baines Baobab, Nxai Pan
2N River View Lodge, Kasane
Erfreut sind wir, dass unser Gepäck vollständig angekommen sind, über den Flug hinweg konnten wir dank Airtags nachvollziehen, ob unser Gepäck noch mitkommt. 😉 Wir werden von einer Mitarbeiterin von Bushlore abgeholt, die Einweisung ins Fahrzeug erfolgt und wir begeben uns auf den Weg zu unser Unterkunft. Nachmittags zu landen, ist sicher ein Nachteil. Ich persönlich möchte erst meinen persönlichen Kram, Gepäck usw. in der Unterkunft deponieren, bevor wir einkaufen gehen. Also fahren wir zügig zur Chobe River Cottages Lodge.
https://choberivercottages.com/Wir mochten die Unterkunft sehr. Reine self-catering units, super ausgestattete Küche, direkt am Pool, daher weitere Wege zum Parkplatz. Allerdings kaufen wir eh alles Benötigte ein, haben da im Vorfeld eine Einkaufsliste, werfen die dann nur ins Auto und organisieren dies später in diversen IKEA-Taschen. Anschließend haben wir also die "Arbeitstasche" (alles rund ums Grillen), die Küchenkiste ("alles rund um Dosen, Gemüse, mitgebrachte Knoblauchpresse, Tee, Kaffee, usw.) und die Hygienekiste ( alles rund um Duschen, Wäsche waschen usw.).
Die Chobe River Cottages bieten tatsächlich weder Frühstück noch Dinner, aber man kann über sie Aktivitäten buchen. Wir wollten eine Bootstour im Chobe machen. Es war mehr als zehn Jahre her, dass ich im Chobe war und hier im Forum hatte ich den Tipp bekommen, ein kleineres Boot zu buchen. Damals war das nicht notwendig, es gab nur kleine Boote. Wir waren dann tatsächlich nur mit fünf anderen Touristen auf dem Boot und offensichtlich die totale Ausnahme. Der Trip war wunderschön, Elefanten, Hippos, Wasserböcke, Vögel inklusive. Aber sobald Hippos und Elefanten gesichtet wurden, gruppierten sich - ich habe wirklich gezählt - bis zu 30 Boote um die Sichtung. Fürchterlich! Aber ehrlicher Weise muss man ja auch zugeben: Man steht nicht im Stau, man ist der Stau.





Pandamatenga Border Post/Kazuma Pan/Robins Camp, Hwange
Wir hatten am Tag der Ankunft das Nötigste eingekauft, am Sonntag alles außer Alkoholika erstanden und wollten Bier und Wein am Montag erstehen. Leider mussten wir feststellen, dass die Bottle Stores erst um 10 Uhr öffnen, wir waren weit über eine Stunde zu früh und wollten nicht warten. Also fuhren wir weiter und machten uns auf den Weg nach Pandamatenga. Wir wollten nach Kazuma Pan in Simbabwe. Zuhause hatten wir gelesen, wir müssten die Grenze bei VicFalls passieren, unser Garmin vor Ort bot aber die Alternative mit Pantamatenga. Ich glaubte, es wäre weniger zeitaufwändig, dort über die Grenze zu gehen, also folgen wir dem Garmin. Vermutlich hatte unser Garmin ein veraltetes Kartenmaterial. Spoiler: Direkt hinter der Grenze gibt es keinen Zugang zu Kazuma Pan, das Office ist total verlassen, die Zufahrt zugewachsen. Ein simbabwischer Guide erzählt uns später, dass dort nie ein Gate war.
An der Grenze geht es recht zügig von statten. Allein der Grenzbeamte auf simbabwischer Seite, der von Frau und zig Kindern berichtete und offen um Geld bettelte, um im Gegenzug "Einreiseerleichterungen" welcher Art auch immer zu versprechen, zeigte uns, dass Korruption weiter ein Thema ist, egal, wie viele "anti corruption"-Plakate aufgehängt werden.
Trotz zig Umwegen, Drehens, Befragungen des Navis finden wir das Gate zu Kazuma Pan nicht und entschließen uns, nach Robins Camp, Hwange NP, zu fahren. Beste Entscheidung ever.
Ich wollte einfach nicht mehr um den Park fahren in der Hoffnung, die Einfahrt zu finden, so haben wir uns entschlossen, direkt zum Hwange zu fahren. Vor dem Einchecken schauten wir uns die Campsites an und wollten Nr. 15 oder 16. Direkt am Zaun, aber nicht zu nah an den Ablutions. In Robins Camp haben die Campsites eine Stromanschluss, Licht und mit dem Nachbarn teilt man sich die Mülltonne. Ablutions haben Solarstrom, daher heißes Wasser und über den Containercharme sahen wir hinweg. Es gibt Pool, Restaurant und Souvenir-Shop, eine Tanke ohne - zu unserer Zeit mit Sprit. Wir fanden Robins Camp toll, für simbabwische Verhältnisse preiswert, gute Infrastruktur, die zwei Nächte bereuen wir nicht. Gern wieder.
Unterkünfte Hwange/Sichtungen/WegeIn Hwange hatten wir letztlich folgenden Unterkünfte/Campsites: 2 N Robins, Jambile, Shumba, Masuma Dam
Robins Camp war vom Standard hoch, warum man mitten auf der Campsite die Ablutions aufgebaut hat, erschließ sich uns nicht. Robins gefiel uns dennoch gut.
Aufgrund der Änderung unser Route war die Strecke nach
Jamible schon eher länger. Dort angekommen wurden wir mit „it’s safe, it’s fenced“ von zwei sehr freundlichen Attendants begrüßt. Der Blick auf den Zaun ließ uns eher schmunzeln, manche Zaunelemente fehlten, weil die Attendants eher den kürzesten Weg wünschten und nicht ums Camp herumlaufen wollten, andere waren so demoliert, dass wohl eher Tiere sich hier den Weg bahnten.
Wir wurden befragt, ob Ma’am gern abends eine „hot shower“ wünscht. Ich wollte. Wir wurde mitgeteilt, dass man sich darum kümmern würde. Wir machten ein Feuer an, schauten, ob es einen angefeuerten Donkey gab und da wir keinen sahen, entschieden wir uns für „cold shower“. Gegen 21 Uhr kam dann die „hot shower“ in Form eines 25-Liter-Eimers mit kochend heißem Wasser, der uns neben den Camper gestellt wurden. Wir haben das Wasser etwas abkühlen lassen, mit kaltem Wasser gemischt, nach längerer Zeit war dann Haare waschen und Abwasch möglich. Keine Ahnung, ob es Touris gibt, die sich 90 Grad heißes Wasser über den Kopp kippen. Aber ich liebe, dass Attendants immer versuchen, Dinge möglich zu machen. Am nächsten Tag verabschieden uns herzlich, Jamible würde ich nicht empfehlen, aber die Jungs sind unfassbar liebenswert.
Auf dem Weg zu
Shumba entscheiden wir uns, über das Main Camp zu fahren. Wir wollen den Shop aufsuchen, Diesel tanken, Getränke kaufen. Diesel ist an dem Tag nicht erhältlich, im Shop gibt es neben Wasser und etwas Bier kaum für uns Brauchbares.
Die Shumba Picnic Site ist wunderschön. Der Blick ist beschränkt, man schaut seitlich auf den Shumba View mit Wasserloch (sehr schön), aber auf das Wasserloch schaut man halt nicht. Allerdings schaut man auf eine weite Ebene und damit auf Tiere, die sich zum Wasserloch orientieren. Nie zuvor habe ich so entspannte Löffelhunde und Honeybadger anschauen dürfen. Bilder waren kaum möglich, aber unter dem Licht der starken Taschenlampe war es dennoch grandios.
Shumba ist eingezäunt, der Guide absolut toll, wir hatten einen netten gemeinsamen Abend. Wieder lernen wir, dass sich so viele Simbabwer interessieren, wieso wir ihr Land bereisen, sich freuen, dass wir es tun und wir können eigentlich nur beschämt feststellen, dass ihre Gastfreundschaft die unsrige in den Schatten stellt.
Den nächsten Tag fahren wir nach Sinamatella (dort soll es Diesel geben) und wollen die grandiose Aussicht genießen. Unsere Frage nach Diesel wird mit einem Lachen quittiert, Diesel gab es ewig nicht. Auf dem Rückweg schauen wir bei Mandavu Dam vorbei. Die Site ist seit meinem letzten Besuch renoviert, hat tolle Einrichtungen und eine großartige Aussicht. Unsere Buchung wurde negativ beschieden. Letztlich war es dann auch nicht besucht. Schade drum.
Die letzte Nacht verbringen wir in
Masuma Dam. Ein sehr schönes Wasserloch und ein exclusive stay lockten uns. Die Campsite ist ausgeschildet und es ist gewünscht, dass man auch genau dort campt. Ich hätte einen anderen Ort gewählt, aber die Ladies waren unnachgiebig. Nachts hörten wir Geräusche am Tor, als wir wenige Minuten leuchteten, stand der Elefant direkt vor unserem Tisch. Er war entspannt, wir nur bedingt. In all den Jahren hatte ich nie einen Elefanten vor mir, während ich auf einem Safaristuhl saß. Wir erinnern uns an die Werbung „warum in die Luft gehen, rauch mal lieber eine HB“ und der Eli entscheidet sich, den Baum rechts von der Beobachtungshütte zu bearbeiten. Wir finden, es ist nicht zu feige, jetzt schlafen zu gehen. Eli 1 bekommt Besuch von Eli 2 und es dauert nicht lange, bis wir sie am Dachzelt vorbeiziehen sehen. Wir können sie atmen hören und lernen, dass es einen zweiten Lieblingsbaum gibt, der max. 2 Meter von unserem Auto entfernt ist. So leise sie laufen, so laut futtern sie. Wir haben nicht einmal überlegt, zu fotografieren, bei unserem Dachzelt waren immer alle „Fenster“ offen, wir konnten die beiden Elefanten nur fasziniert anstarren. Es war ein grandioses Erlebnis, dennoch sollte man sich vielleicht Gedanken machen, ob Camping um einen beliebten Baum Sinn macht und ob Gates ohne Sicherungen besser abgeschafft werden sollten.




Abreise Hwange/Fazit:
Am Tag der Abreise stehen wir früh auf, wir wollen bis Matopo und müssen dringend tanken. Die Strecke im Park ist recht lang und mit der verfallenden Teerstraße auch keine Freude. Im Main Camp von Hwange wollen und müssen wir unbedingt tanken. Das gelingt auch, ist aber mit Abstand der teuerste Diesel unserer Reise.
Mir hat Hwange noch besser gefallen als früher. Meiner Meinung nach muss man nicht vorbuchen, Robins Camp ist schön und eignet sich für mehrere Nächte, bei uns waren nur wenige Plätze belegt, wir hatten freie Wahl, es gibt Licht, Strom an der Campsite, Solarstrom, heißes Wasser, gute Ablutions, sauber, geräumig.
Sinamatella ist als Ort und mit der Aussicht grandios, die ablutions sind saniert, wir waren da nur zum Lunch. Ich würde – wenn überhaupt – nur eine Nacht bleiben, weil es mich deprimiert, Schilder für Shop und Tankstelle zu sehen und nichts davon gibt es noch. Die festen Unterkünfte sind entweder Ruinen, leerstehend oder abgerissen, am Ende der Anlage wird aber gebaut, wir konnten auch auf Nachfrage nicht herausfinden, was sie da bauen. Angeblich soll Sinamatella privatisiert werden, von einem Minenunternehmen wie Robins Camp entwickelt werden. Allerdings hörten wir, dass aufgrund der Lage/des Hügels das Hauptproblem der Erhalt von Wasser ist, dies dauerhaft und zuverlässig den Besuchern zu gewährleisten, scheint eine Herausforderung und sehr teuer zu sein. Laut Guide müsste eine Campsite täglich 300 USD bringen, um das finanzieren zu können.
Main Camp ist so trostlos wie ich es in Erinnerung hatte. Die Campsite erreicht man, wenn man vorher an Ruinen von festen Unterkünften vorbeigefahren ist. Manche sind nur leerstehend, andere verfallen, überall liegen Steine, Baumaterialien und Co. herum. Der Platz hat kaum schattige Bäume, die Ablutions haben wir nicht angeschaut. Dort zu übernachten, erschien mir extrem deprimierend.
Hwange war für uns ein Ort, den wir unter „willste Elefanten sehen, komm hierher“ verorten. Beim letzten Jahr sahen wir viele tote Elefanten, so dass ich skeptisch war, aber dieses Jahr gab es Elefanten satt. Sie waren überhaupt nicht scheu oder aggressiv, sie waren einfach da. Riesige Gruppen sieht man an den Wasserlöchern, aber auch außerhalb. In Masuma war ein Kommen und Gehen, einmal habe ich bei über 100 aufgehört zu zählen. Das war ein unbedingtes Highlight, das wir mit ganz wenigen Touristen teilen dürften.
Apropos Touristen: in all den 6 Tagen in Hwange haben wir tatsächlich nur fünf Selbstfahrerautos neben zwei, drei Lodgefahrzeugen gesehen. Nach ein paar Tagen freuten wir uns, das südafrikanische, das französische und schweizerische Paar an allen Punkten erneut zu treffen.
Leider werden die exclusive campsites von drei verschiedenen Hauptcamps verwaltet. Unser Eindruck war nicht, dass man sich abstimmt. Uns wurde immer gesagt, es wäre alles ausgebucht. Auf den Campsites selbst hörten wir, dass dort oft wochenlang kein Tourist war.
Mein Tipp: Wenn man tagsüber an der exclusive campsite/picnic site vorbei kommt, einfach mal fragen, ob es eine Buchung gibt und ggf. anregen, dass er sich schlau macht.
Am Ausgangsgate hatten wir eine wundervolle Unterhaltung mit dem Posten, der nicht fassen konnte, dass wir aus Deutschland extra angereist sind, um fünf Tage im Hwange zu verbringen. Auf Nachfrage berichteten wir über die Tiersichtungen, er war sehr erfreut, wechselte aber abrupt und erzählte, dass er fünf Kinder hätte und er gelesen hätte, in Deutschland wären es im Schnitt weniger als zwei. Er fand das sehr erstrebenswert, wir waren etwas irritiert. Lol. Es war ein sehr netter Kontakt.
Wenn man den Park dort verlässt, findet man sich auf einer extrem gut gewarteten Teerstraße wieder. Erlaubt ist Tempo 60, was für aufgrund der vielen kreuzenden Kudus, Elefanten und Warzenschweine „sportlich“ fanden. Nach kurzer Zeit fanden wir uns auf der A8 wieder, die die Strecke VicFalls-Bulawayo-und endlich Beitbridge abdeckt. Wir wollen nach Motobo, südlich von Bulawayo, und werden dort einer der schönsten Campsites sehen, die ich kenne.
Matobo/Matopos:
Auf der Strecke Hwange nach Motobo über Bulawayo lernen wir, dass dies eine der Schnell-Buslinien unter anderem von VicFalls nach JoBurg ist. Angeblich überwindet man die Distanz in rund 12 Stunden und zahlt on-way etwa 40 Dollar. Die Busse brettern über die Straße, deren Qualität zwischen Autobahn-like und Feldweg mit fiesen potholes schwankt. Auf der Strecke hüpfen Obstverkäufer auf die Straße, um die Ware anzupreisen, Kinder füllen potholes auf und vermitteln, eine „Straßennutzungsgebühr“ zu erwünschen. Die Straße ist mautfrei, wir wüssten auch nicht, für was hier Gebühren anfallen sollten. Wir werden regelmäßig von den sehr schnell fahrenden Bussen überholt, während wir bei Tempo 80 die Landschaft genießen.
Unsere nächste Campsite haben wir im Farmhouse südlich Bulawayo gebucht, dort wollen wir Frühstück und Dinner genießen. Gebucht haben wir das allerdings nicht. Daher kaufen wir in Bulawayo nichts ein, die Strecke zieht sich und wir wollen deutlich vor Sonnenuntergang ankommen. Das gelingt uns auch. Wir werden herzlich von den Gastgebern empfangen, aber ohne Vorbuchung kein Dinner, der Koch hat seine freien Tage. Das kümmert uns nicht, dann halt Nudeln mit Tomatensoße mit reichlich Knoblauch und vielen Gewürzen, die wir von zuhause mitgebracht haben. Wir erhalten eine Karte für die Farm, verstehen aber, dass es sich hier um die Wanderwege, nicht die Navigation zur Campsite handelt. Wir fahren etwas orientierungslos umher, finden die Campsite dennoch und sind begeistert. Blick auf das Cecil Rhodes Memorial, Campsite mit Holz, Ablutions mit outdoor-shower.. Die Lage ist wunderschön, für meine Begriffe viel schöner als die Chalets, auch wenn die einen Pool haben. Abends laufen Giraffen und Gnus über die Campsite, der Besitzer kommt auch herum, um zu erfragen, ob wir irgendetwas brauchen. Wir sind wunschlos glücklich.



Für den nächsten Tag haben wir einen geführten Ganztagesausflug bei Black Rhino Safaris gebucht. Den Tag starten wir aber mit einem grandiosen Frühstück im Hauptgebäude des „Farmhouse“. Dies hatten die Besitzer spontan möglich gemacht und so sitzen wir – mit schönem Blick auf den Pool – auf der Terrasse und lassen es uns gut gehen.
Der Ganztagesausflug soll uns einen Überblick über den Nationalpark geben, einige San-Zeichnungen in Höhlen erkunden lassen und im Idealfall per Fahrzeug und als Walk die Sichtung von Rhinos ermöglichen.
Andy, unser Guide, Simbabwer, holt uns pünktlich ab und ich tausche Flipflops gegen Sneaker. Die Fahrt bis zum Gate schafft er in deutlich geringerer Zeit als wir auf dem Hinweg, offenbar kennt er die Schlaglöcher. Schon am frühen Morgen ist es extrem heiß und diese Hitze mit fast 40 Grad wird uns die Sichtung von allen Tieren massiv erschweren und auch uns ganz ordentlich fordern. Wir hatten reichlich Wasser mitgebracht und bekamen auch viel angeboten – man brauchte es auf dem offenen Fahrzeug auch.
Unsere walking safaris zu möglichen Spots der Rhinos sind nicht von Erfolg geprägt, bei sengender Hitze und null Schatten, entscheiden wir gemeinsam, zunächst die San Paintings zu erkunden. Die Hoffnung auf kühlende Höhlen erweckt unsere Geister. Wir fahren eine Weile, parken das Auto und laufen los. Noch nie war ich vorher 1 Stunde bei der Hitze einen Berg hochgelaufen, um dann in einer total stickigen Höhle gegen den Schwindel anzukämpfen. Aber die Zeichnungen waren wunderschön, die Strapazen haben sich mehr als gelohnt. Andy entpuppt sich als toller Guide auch hinsichtlich der Hintergründe dieser Höhle und ihren Zeichnungen.
Unsere wohlverdiente Pause machen wir in Maleme Dam. Hier war ich vor vielen Jahren und bin erschrocken, wie ausgetrocknet der Dam ist. Damals war dies ein ganz besonderer Ort für mich, jetzt ist es eher etwas trostlos. Die Chalets sind verwaist, Touristen finden sich hier offensichtlich nicht mehr ein. Andy hat einen super tollen Lunch mit zig Salaten, Brot, Tee und Kaffee vorbereitet und wir unterhalten uns angeregt über den Tourismus in Simbabwe. Er arbeitet oft als Guide in Hwange, Manapools und Vic Falls, gibt uns tolle Tipps für unser baldiges Ziel Gonarezhou, berichtet aber auch, dass Manapools – mein Lieblingsort in ZIM – inzwischen wohl privatisiert werden soll und sich dort aktuell Kleingruppen (5 Fahrzeuge, 10 Touris plus 1 Guidefahrzeug) Platz machen. Er war ein paar Wochen früher dort gewesen und um eine Gruppe von Löwen fanden sich bis zu 20 Fahrzeuge ein. Wenn das wirklich wahr ist, ist auch Mana nicht mehr mein „place to be“. Wir alle sind nachdenklich. Einerseits wünsche ich Simbabwe mehr Tourismus, andererseits ist es dann halt nicht mehr das, was ich an ZIM liebe.
Andy bläst zum Aufbruch. Zum einen will er das Rhino Tracking nicht als verloren erklären, zum anderen weiß er, dass wir noch Cecil Rhodes Grab in spektakulärer Lage besichtigen wollen. Auf unserem Weg lesen wir einen zu Fuß befindlichen Ranger auf, der erst seit wenigen Jahren die Rhinos in Matobo bewacht. Der junge Mann wurde seinerzeit aufgegriffen, weil er im NP Antilopen rechtswidrig erlegen wollte. Man gab ihm die Wahl: Knast oder Anti-Poacher zu werden. Heute verdient er genug, um sich und seiner Familie mehr bieten zu können als gelegentlich ein gutes Essen. Es freut mich, dass Simbabwe solche Wege geht, das gibt mir Hoffnung für ein Land, das ich so liebe.
Wir fahren eine Weile, doch dann bekommen wir das Signal, dass ich meine Flipflops wieder gegen die Sneaker tauschen muss und wir laufen los und dann sehen wir das Nashornpaar samt Nachwuchs. Sie sind aufmerksam, aber die Hitze macht auch sie träge und wir bleiben im respektvollen Abstand und staunen nur. Das war nicht meine erste Sichtung, ich fahre schon 20 Jahre nach Afrika, aber die Demut, die mich immer bei jeder Sichtung überfällt, hält erfreulicherweise an. Die Hitze ist unerträglich und dennoch verharren wir dort und genießen den Anblick. Zu dem Zeitpunkt hätte ich nie gedacht, dass ich später in Simbabwe frieren würde.
Überglücklich verlassen wir später den Nationalpark in Richtung Cecil Rhodes Grave, parken das Auto, erkunden die Schautafeln am Eingang und laufen dann über die riesigen Steinformationen zum Grab. Wer könnte es Rhodes verübeln, hier begraben zu sein wollen? Die Aussicht ist unfassbar schön. Touristen sehen wir keine, dafür zig Einheimische. Den Sundowner – Gin Tonic – haben wir mitgebracht, wenngleich wir diesen früher als Sonnenuntergang genießen. Wir sollen rechtzeitig im Farmhouse zurück sein und auch Andy hat sich den Feierabend mehr als verdient. Es war ein toller Tag – kann ich nur empfehlen. Andy bringt uns sicher zurück, wir entzünden das Feuer und genießen Kartoffeln mit Kräuterbutter, die ich schon in Hwange zubereitet hatte. Dazu gibt es Thunfischsalat mit reichlich Zwiebeln. Auf der Campsite nebenan treffen wir eine nette Familie aus Hwange wieder. Ein toller Tag geht zu Ende. Morgen geht es nach Masvingo.


















Norma Jean/Clever Lakeview
Nach dem wundervollen Aufenthalt im „Farmhouse“ wollen wir in Bulawayo gemütlich einkaufen und als Zwischenstopp Masvingo und Norma Jean, jetzt Clever Lakeview in Angriff nehmen. In der Stadt füllen wir unser Vorräte an Gemüse, Obst und Fleisch auf und ich freue mich auf Norma Jean. Vor zehn Jahren war dies ein Ort voller schöner Pflanzen, die beiden Eigentümer waren etwas „durchgeistig“ unterwegs, aber sehr gastfreundlich. Die Campsite hat einen tollen Blick auf Lake Kyle, ich mochte die Atmosphäre hier. Daher war klar, dass wir auf dem Weg zum Gonareshou hier einen Zwischenstop machen. Auf dem Rückweg wollen wir hier wieder einkehren.
Die Campsite hat weiterhin einen guten Blick, es gibt Strom und Licht an der Campsite. Leider hört man den ganzen Abend die Stromgeneratoren und das Camp der Angestellten ist auch ums Eck und die halbe Nacht werden per Auto Freundinnen zum Date abgeholt. Entsprechend ist die Lautstärke. Gegen 10 Uhr kommen dann noch zwei Busse an: Verteidigungsministerium auf Ausflug. Nach zig Rangierarbeiten ist man dann auch endlich mal angekommen. Morgens um fünf startet der untere Dienstgrad den Bus, um bei laufendem Motor den Bus zu reinigen. Der Krach ist ohrenbetäubend, die Abgase ziehen direkt in unser Dachzelt. Es dauert nur wenige Minuten, und ich – Mutti – bin angezogen, aus dem Zelt herausgesprungen und in Angriffshaltung. Im Nachgang weiß ich, dass der junge Mann vermutlich ein Trauma davon getragen hat. Morgens in der früh steht eine Xanthippe vor ihm, erklärt, dass der Krach eine Frechheit ist, eine Campsite keinen Busbahnhof darstellt und ihm im Übrigen mitteilt, er solle sein Karre wegfahren. Der arme Kerl ist so eingeschüchtert, dass er wirklich sofort den Bus wegfährt. Erst jetzt stelle ich fest, dass es echt kalt ist – 9 Grad. Ich verschwinde wieder im Bett, allerdings haben wir die Rechnung ohne den Gärtner gemacht, der gegen halb sechs aufwändig den Platz fegt. Daher packen wir um sechs – fröstelnd und wissend, dass es gar nicht meine Zeit ist – ein und fahren weiter Richtung Gonarezhou.
Bilder gibt es keine – mir war nicht danach.
Gonarezhou NP
Heute geht es in den Park in Simbabwe, den ich bislang nicht kenne, aber so gern besuchen wollte. Die Route führt uns über die Hauptstraße Richtung Beitbridge (Grenze zu SA) und entsprechend ist der Verkehr. Die Straße ist gut, aber unzählige LKWs sind unterwegs. In Ngundu biegen wir dankbar ab und die Strecke ist unfassbar schön. Wir sehen Zuckerrohrplantagen, für afrikanische Verhältnisse hübsche Kleinstädte und Orte. Wie so oft fahren wir dann am Gate erst einmal vorbei. Den ganzen Urlaub kämpfen wir gegen „Uschi“, unser GPS, die niemals, ausnahmslos empfiehlt, zu drehen, sondern uns immer an einen „turning point“ bringen will, auch wenn dieser gern mal 80 km entfernt liegt. Wir fürchten, wir wären einfach zu doof für das Navi, den Beweis treten wir aber nicht an.
Das Tor finden wir dann nach 1 km Umweg, der nette Ranger lachte und meinte, er hätte sich schon gedacht, dass wir drehen würden – wir wären nicht die einzigen Touristen, die drehen müssten. Ja, sie sind unfassbar freundlich und lieb, die Simbabwer.
Wir fahren durch eine private Konzession, um in den Gonarezhou zu gelangen. Am Gate bekommen wir gegen kleines Geld eine schöne Karte zum Park und Holz. Wir buchen noch unsere dritte Nacht um, da von dort kein vernünftiges Überqueren des Runde möglich sein sollte.
Gebucht hatten wir eine Nacht Fishans und zwei Nächte Mutamagwenzi. Die letzte Nacht tauschten wir gegen Chinguli, da nur Fishans river crossing zu unserer Zeit passierbar waren. Wir haben das nicht bereut. Chinguli ist wunderschön, hat gute ablutions und einen sehr netten Camp Attendant.
Leider war das Wetter während unseres Aufenthalts sehr wechselhaft. Sonnig/heiß und regnerisch/bewölkt wechselten sich mehrfach am Tag ab.
















Fazit zu Gonarezhou:
Wir fanden den Park wunderschön. Während unseres Aufenthalts haben wir immer wieder die selben drei Touri-Fahrzeuge gesehen, es ist wirklich sehr einsam. Die Lage der Campsites sind spektakulär, die Infrastruktur ist rudimentär. Ein Long Drop ist schon Luxus. Walk-Ins würden wir immer empfehlen, denn dann ist es deutlich preiswerter. Für Fishans haben wir – kein Klo, kein Wasser, aber toller Blick – rund 200 Euro die Nacht bei Vorbuchung gezahlt.
Eine Park Map ist gut angelegtes Geld, es gibt auch Wegweiser, die meisten sind aber so verblichen, dass man kaum erkennen kann, wie der richtige Weg verläuft. Landschaftlich ist der Park traumhaft schön, aber alle Tiere waren sehr scheu, sobald wir anhielten oder gar den Motor ausstellten, waren sie weg. Die Wilderei zeigt sich hier gut, mich hat es extrem deprimiert. Ich fand es großartig, Rappenantilopen zu sehen, aber vernünftige Bilder waren kaum möglich.
Die River Crossings waren bei unserem Aufenthalt wirklich nur bei Fishans möglich. Andere haben wir getestet, ich bin dann reingelaufen, aber nach 20 Metern stand ich bis zu den Schultern im Schlick. Mir war das zu unsicher, Südafrikaner haben das dennoch gemacht und ihr Fahrzeug versenkt.
Attendants und Rangers waren wie immer in Simbabwe unfassbar freundlich und hilfsbereit. Chinguli war bei uns das einzige Camp mit Infrastruktur, das können wir unbedingt empfehlen. Auch die rudimentären Campsites waren von der Lage und Aussicht grandios, aber Preis/Leistung passten für uns kaum.
Nun geht es zurück als Zwischenstopp zu Norma Jean, Great Zimbabwe und dann nach Bulawayo.
Bulawayo Im Anschluss fahren wir nach Bulawayo. Je näher wir kommen, desto wärmer wird es. Bei unserer Ankunft hat es 30 Grad. Wir haben eine Suite im Bulawayo Club gebucht. Der Club wurde Ende des 19. Jahrhunderts als Gentlemen’s Club gegründet und atmet bis heute diesen Flair. Unsere Suite hat Zugang zu einer Terrasse, die wir lernen zu lieben. Frühstück und Dinner sind exzellent, das Haus, die Architekt und der Service sind grandios.
Bulawayo ist die zweitgrößte Stadt Simbabwes, gegründet von Cecil Rhodes und offiziell Zentrum der Opposition des Landes. Hier kann man in das „schwarze Leben Simbabwes“ eintauchen, wir haben während unseres Aufenthalts keine Weißen gesehen, dafür unfassbar freundliche Einheimische kennengelernt.
Die Terrasse des Clubs war Gold wert. Anfangs fragten wir uns bei der Aussicht noch, welch geschäftiges Treiben auf der Kreuzung stattfand. Wir lernten, es war ein illegaler Taxistand. Zwischen Obstständen, Beschallung durch religiöser Führer, wurde dort auch alles transportiert, das einen Transport benötigte. Frauen mit Einkäufen, gekaufte Ziegen, Rollstuhlfahrern, Männern mit Baustoffen. Zwischendurch gibt es unfassbar viele Menschen mit Handkarren, Polizei, die versucht, den illegalen Taxistand aufzulösen, Buslinien usw.
Morgen gehts zum Sightseeing.


















Am nächsten Tag haben wir alle Zeit der Welt, die Stadt zu Fuß zu erkunden. Wir laufen durch die Straßen, bewundern die Gebäude, erfreuen uns daran, dass meine geliebten Jacaranda-Bäume zu blühen beginnen. Wir essen leckeren Kuchen in einer der vielen Cafés, haben einen angeblich „light lunch“ und sind dankbar, dass wir uns eine Portion teilen. Wir sitzen im Park und genießen einen Cocktail, der unfassbar viel Alkohol hatte und besuchen Natural History Museum of Zimbabwe - Bulawayo
Eine absolute Empfehlung. Der Bau ist optisch scheußlich, aber die Ausstellung ist sehr schön. Wirklich lohnenswert. Leider gelingt es uns trotz zig Versuchen und x Nachfragen bei Passanten, das Eisenbahnmuseum zu finden. Google Maps will uns ständig durch eine Ecke schicken, die uns beiden jetzt nicht so einladend vorkommt. Vermutlich hätten wir uns vom Hotel einfach ein Taxi bestellen sollen. Nach 15 km Spaziergang durch die Stadt essen wir abends im Hotel extrem gut, genießen die Aussicht auf unsere „Kreuzung“ mit illegalen Taxen und diversen Verkaufsständen und fallen total müde ins Bett.






Am nächsten Morgen frühstücken wir gut, packen zusammen und bedauern, diese interessante Stadt verlassen zu müssen. Irgendwie hat man ja nie genug Zeit. Bei der Ausfahrt vom bewachten Parkplatz stellen wir fest, einen Platten zu haben. Wir haben keine Ahnung, wie das passieren konnte, vermutlich sind wir über eine der zahlreichen, scharfkantigen Bordsteinkanten gefahren. Leider stehen wir nun genau vor der Ein- und Ausfahrt und blockieren dort alles. Ich laufe zur Rezeption, so dass man dort wenigstens weiß, dass wir unfreiwillig ein Hindernis sind und schon schnell bekommen wir Hilfe beim Reifenwechsel. Kleines Geld und zwei Cola wechseln den Besitzer, wir bekommen auch die Adresse vom Cousin zum Reifenflicken, entscheiden uns aber, doch den recht weiten Weg anzutreten, der uns über die Grenze nach Botswana bringen soll.
Fazit Bulawayo:
Ich lese in Reiseberichten selten, dass Reisende auch Städte wie Bulawayo ansteuern. Das ist sehr schade, daher breche ich hier mal eine Lanze. Die Stadt ist für afrikanische Verhältnisse extrem schön, die Parkanlagen sind toll, die Restaurants interessant, die Kolonialgeschichte sehenswert. Wir sind sicher eher vorsichtig und würden nachts nicht rumlaufen, aber tagsüber fühlten wir uns immer sicher. Die Menschen waren eher interessiert, neugierig, nie aufdringlich. Hier kann man gut in Restaurants gehen, die Einheimische besuchen, Second-Hand-Läden anschauen, den Alltag sehen. Ich liebe das, weil dann Menschen nicht nur als Lokalkolorit dienen. Versucht es, in Bulawayo geht das sehr gut.
Die Grenze Plumtree ist faszinierend. Eine richtige Beschriftung gibt es nicht, die Ausreise aus Zimbabwe ist wie so oft erlebt völlig unkompliziert, den Weg zur Bots-Grenze zu finden, gelingt auch, aber dann beginnt die Prozedur botswanischer Bürokratie. Hier eine Unterschrift, dort, ein Laufzeit, dann wieder die Durchsuchung des Fahrzeugs – wir lernen, auch Tomaten sind nicht erlaubt -, sehr nette Grenzbeamte benötigen noch Infos zu dem Fahrzeug. Herrje, welches Baujahr hat die Karre? Ist Erstzulassung gleich Baujahr? Der nette Beamte lacht als ich nur fragend gucke, winkt uns durch und wir sind zurück in Botswana, fahren zu unserem Zwischenstop in der Nata Lodge.
Das Hauptgebäude ist sehr schön, die Campsites sehr verbuscht, die sanitären Anlagen sauber und komfortabel. Warum man beim check-in die Mitteilung erhält, es wäre egal, welche Site man nutzt und dann später ein Camp Attendant will, dass man die zugewiesene Site wählt, erschließt uns nicht und wir diskutieren kurz, dass wir genau DIESE wollen. Wir duschen und werfen den Grill an.
Fazit Nata Lodge:Als Zwischenstopp völlig ausreichend, die Nähe zur Hauptstraße führt halt nicht zu Wildlife-Feeling, die verbuschten Campsites erlauben keine schönen Aussichten. Die Ablutions sind allerdings top. Facilities des Hauptcamps haben wir nicht genutzt, daher können wir dazu nichts sagen. Wir hatten bei Ankunft angegeben, dass wir bei Abreise gegen morgens halb acht noch fünf Bundle Holz mitnehmen wollen. Am nächsten Morgen stellen wir fest, dass der entsprechende Mitarbeiter nicht vor acht Uhr erwartet wird und vor 9 Uhr nicht mit dem Holz zu rechnen ist. Solange wollen wir nicht warten und fahren daher los.
Die Strecke Gweta – Nxai Pain Gate ist im katastrophalen Zustand. Entweder gibt es Potholes auf der „geteerten“ Straße en masse oder wir fahren „Alternativrouten“ auf Sand und Schotter links und rechts der ursprünglichen Straße. Am Gate erstehen wir eine Karte für den Park, lassen Luft ab und brausen die Tiefsandpiste in den Nxai Pan Nationalpark. Früher war die Passage keine Freude, sehr schmal und die gut 30 km ziehen sich. Nun hat man aber Platz und die „Piste“ ist rd. 50 Meter breit, so dass man gut die für sich beste Piste finden kann. Ich liebe ja Tiefsand, weil es so schön schaukelt und sich das Fahrzeug den Weg sucht, wenn man es nur lässt. Überholmanöver von Versorgungsfahrzeugen waren allerdings spannend – wer bremst, verliert.
Wir erreichen das Hauptcamp, bekommen reichlich Holz für wenige Taler und beziehen unsere Campsite im South Camp. Früher gab es Campsites, die recht eng beieinander standen, nun hat man das geändert, die Campsites sind großzügig, mit reichlich Abstand von den anderen und ein zweiter Ablutionblock wurde auch eingerichtet. In beiden Ablutions wurden auch Tränken für die Tiere integriert, so dass vor allem Elefanten gern vorbeikommen.
Wir lernen, dass unsere Campsite auf direktem Weg zwischen Tränke A und B für die Elefanten liegt, entsprechend war der „Verkehr“ der Dickhäuter auf unser Campsite.






