Reisebericht

36 Grad und es wird noch heißer... Botswana 2023

von Skotch · begonnen 18. Feb. 2024 · 10 Teile

Teil 118. Feb. 2024
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36 Grad und es wird noch heißer... Botswana 2023

„36 Grad, und es wird noch heißer
36 Grad, kein Ventilator
Die Reise durch Botswana kommt uns ganz schön hart vor!“

Einleitung:
So oder so ähnlich - angelehnt an den Song von 2Raumwohnung - kann man wohl unsere Reise im Oktober 2023 durch Botswana beschreiben. Nachdem hier in Norddeutschland schon die kühleren Temperaturen Einzug gehalten haben, kamen uns die 40-45 Grad Lufttemperatur in Botswana wie gelegen. So konnten wir nochmal ordentlich Wärme und Sonne für den anstehenden Winter in Deutschland tanken 😎
Nach unserer Rückkehr aus Botswana im November 2022 entschieden wir uns sehr schnell erneut für 2023 zu buchen (diesmal aber ohne Schwiegereltern 😄 ). Auf unserer ersten Reise durch Botswana haben wir bereits die einsetzende Regenzeit miterlebt und entschieden uns daher dieses Mal etwas früher zu fahren. Dass wir dabei genau im botswanischen „Heat Dome“ landen, war jedoch nicht geplant.
Auf unserer Wiederholungsreise haben wir sowohl unsere Lieblingsplätze aus 2022 als auch neue Parks und Campsites mit eingebaut:

04.10.2023 – Abflug in Frankfurt mit Discover Airlines
05.10.2023 – Ankunft Windhoek, Übernahme Auto, Weiterfahrt bis Kalahari Bush Breaks Campsite
06.10.2023 – Einkaufen in Ghanzi, Übernachtung im El-Fari Camp
07.-08.10.2023 – CKGR Passarge Campsite
09.10.2023 – CKGR Deception Valley
10.-11.10.2023 – Makgadikgadi NP Khumaga
12.-13.10.2023 – Nxai Pan NP South Camp
14.-15.10.2023 – Khwai Magotho
16.10.2023 – Mbudi
17.10.2023 – Moremi Xakanaxa
18.10.2023 – Kaziikini Campsite
19.10.2023 – Fahrt zurück nach Namibia, Kalahari Bush Breaks Campsite
20.10.2023 – Rückflug nach Frankfurt mit Discover Airlines

Unser Auto haben wir wieder bei Safari Car Rental gebucht. Dieses Mal aber die Expedition-Variante vom Hilux mit mehr Bodenfreiheit und 160 l Doppeltank + 20 l Reservekanister.

Trotz eines doch recht straffen Zeitplans und nahezu unerträglichen Temperaturen haben wir wundervolle Tiersichtungen und -begegnungen gehabt und waren oftmals zur richtigen Zeit am richtigen Ort: große & kleine Katzen, Zebraherden & Bienenschwärme, liebe & böse Elefanten, hübsche & hässliche Hyänen, trockene & nasse Hunde, …
Ihr kriegt also Einiges zu sehen, wenn ihr Lust habt mitzufahren! Ihr solltet aber genug zu Trinken, ausreichend Sonnencreme und luftige Klamotten einpacken. Hier wird euch auch jetzt im kalten deutschen Winter so richtig warm 🤩
Viel Spaß beim Lesen und mit den Bildern!

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Viele Grüße
Marcel
Teil 224. Feb. 2024
Tag 1 & 2: Ankunft in Windhoek und Fahrt nach Ghanzi / El-Fari über Kalahari Bush Breaks
05. & 06.10.2023

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Pünktlich zum Sonnenaufgang sind wir wieder im Flugzeug wach geworden. Da sich nach dem Start das Abendessen und der Service im Flugzeug etwas hingezogen hatte, sind wir erst um kurz vor Mitternacht eingeschlafen. Ich habe mal wieder fast durchgeschlafen. Kai war ziemlich gerädert…

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Die Landung in Windhoek und die anschließende Immigration ging sehr schnell und auch unser Gepäck wartete schon auf uns.
Wir haben noch schnell etwas Geld am ATM abgehoben uns sind dann mit Rudolph zu Safari Car Rental gefahren, wo wir schon von Kimi erwartet wurden. Die Autoeinweisung lief dieses mal etwas schneller und wir sind schon um kurz vor 11 Uhr in Richtung Kalahari Bush Breaks an der Grenze zu Botswana aufgebrochen. Unterwegs haben wir in Gobabis Mittagspause gemacht und ein paar Kleinigkeiten fürs Abendessen und Frühstück eingekauft.
Am frühen Nachmittag haben wir dann die Campsite von Kalahari Bush Breaks erreicht und erstmal etwas Schlaf nachgeholt, bevor wir dann anfingen unser Equipment aus den Taschen zu räumen und ein wenig „Ordnung“ in den Kofferraum zu bringen.

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Die Campsite ist eigentlich ganz schön und auch die Ablutions sind recht einladend. Je nachdem, wie der Wind steht hört man jedoch mal mehr, mal weniger die Geräusche der Trucks, die den Trans-Kalahari-Highway langbrettern… Wenn man jedoch bedenkt, was man im Vergleich zur Lodge spart, ist das aber nicht weiter schlimm und für die Durchreise völlig okay. Wir hatten etwas Mühe uns an die furchtbar trockene Luft zu gewöhnen. Augen, Lippen und Hals sind zunehmend trockener und gereizter geworden, während die Nase immer weiter zuschwoll. So war das Einschlafen etwas mühselig, aber die Anstrengung des Tages hat ihr Übriges getan…

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Der nächste Morgen war angenehm frisch und wir sind kurz nach 7 Uhr aufgestanden, um noch in Ruhe zu frühstücken, bevor es dann weiter nach Botswana ging.

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Wir verabschiedeten uns bis in ein paar Wochen und fuhren den Trans-Kalahari-Highway entlang weiter nach Botswana. Die Grenzformalitäten waren schnell erledigt und dank des wenigen Verkehrs sind wir ohne Vorkommnisse gegen 11 Uhr in Ghanzi angekommen, wo wir alle weiteren Vorräte eingekauft haben. Im Vergleich zu Maun ist es hier aber um einiges aufwändiger gewesen die Einkaufsliste abzuarbeiten. Nachdem wir so ziemlich jeden Supermarkt besucht haben, versuchten wir noch in der lokalen Metzgerei etwas Grillfleisch zu bekommen. Da gerade Mittagspause war, warteten wir eine halbe Stunde in der Mittagshitze bei ca. 38 Grad im Halbschatten, um dann zu erfahren, dass es kein Grillfleisch gibt. Man hat mir dann irgendwas von der Rinderschulter zurechtgesägt und angedreht, was sich später noch als getarnte Schuhsohle herausstellen wird 🤢
Vollgepackt mit Vorräten, Wasser und Feuerholz sind wir dann weiter nach El-Fari gefahren und haben die dortige Campsite bezogen. Wir waren die einzigen Gäste, was bei einer Lufttemperatur von mittlerweile 40 Grad nicht allzu verwunderlich war. Wir unterhielten uns kurz mit der Besitzerin und erzählten von unserem Plan am nächsten Tag ins CKGR aufzubrechen. Das kam gar nicht so gut an und ich glaube, dass uns die Frau für bekloppt und leichtsinnig gehalten hat 😗
Als die Sonne schon tief stand versuchte ich aus einem Teil des Fleischs eine Art Kartoffelgulasch auf dem Feuer zu kochen. Nach 2 Stunden Kochzeit war das Fleisch jedoch immer noch zäh wie Gummi und es wurde auch nicht besser.

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Wir puhlten die besten Stücke heraus und entsorgten die restlichen zähen Stücke im Feuer, bevor es dann begleitet von Eulenrufen ins Bett ging. Ich empfand die Eulenrufe als sehr gemütlich. Kai war jedoch schnell davon genervt, dass eine der Eulen manchmal nicht der anderen Eule geantwortet hat und der eintönige, entspannte Gesang so unterbrochen wurde 😈

Morgen gehts dann ins CKGR 😎

Viele Grüße
Marcel
Teil 304. März 2024
Tag 3 & 4: CKGR Passarge Valley
07. & 08.10.2023

Die Nacht war ruhig und ich bin schon ohne Wecker gegen 6 Uhr zum Sonnenaufgang wach geworden. Dafür, dass es tagsüber so heiß ist, war es an dem Morgen doch sehr frisch. Wir haben noch in Ruhe gefrühstückt, alles zusammen gepackt und sind dann zeitig zum CKGR aufgebrochen.
Die Fahrt zum Veterinärzaun war nicht lang und man konnte die Abzweigung nach Osten kaum verpassen. Als wir die Teerstraße verlassen haben, senkten wir erstmal den Reifendruck auf 1.7 bar und sind dann immer parallel zum Zaun in Richtung des Gates gefahren. Die Strecke fuhr sich doch verhältnismäßig gut und so kamen wir zügig voran. Unterwegs gab es hin und wieder mal ein kleines Steinböckchen oder Kudus zu sehen.

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Zu unserer Verwunderung haben wir auch bereits nach einigen Kilometern immer wieder Elefantenspuren gesehen und auch der Zaun war ganz schön niedergetrampelt. Am Tsau-Gate angekommen erzählte uns die Parkmitarbeiterin, dass momentan eine größere Gruppe Elefanten und sogar Löwen in der Gegend sind.
Nach einem kurzen Plausch setzten wir unsere Reise zur Passarge-Campsite fort.

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Wir passierten das Motopi-Wasserloch und beobachteten kurz einen scheuen und einsamen Elefantenbullen, bevor wir anschließend auf der dahinterliegenden Pan eine kurze Verschnaufpause zum Füße vertreten einlegten.

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Das Autothermometer zeigte derweil 45 °C an und tatsächlich war das Aussteigen alles andere als angenehm 😵 . Zusammen mit dem kräftigen Wind fühlte es sich an, als befände man sich in einem riesigen Fön auf höchster Stufe. Wir bevorzugten die Klimaanlage des Autos und setzten schnell die Fahrt fort. Einsam und ohne große Sichtungen ging es immer weiter zur Passarge Nr.1.

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Die Fahrt war doch ziemlich anstrengend und entsprechend k.o. kamen wir auf der Campsite an. Sie liegt etwas erhöht abseits des Hauptweges, bietet u.a. aufgrund der umgebenden Bäume und Sträucher aber keinerlei nennenswerten Ausblick. Für den Tag war´s das. Die Hitze und die lange Fahrt haben ziemlich geschlaucht und so haben wir nur schnell noch etwas gekocht, die Eimerduschen ausprobiert und sind früh zu Bett gegangen.

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Bereits um kurz nach 5 Uhr morgens hat der Wecker geklingelt. Wir haben nach einer kurzen Runde „Frischmachen“ alle Sachen zusammengeräumt und sind zur Leopard Pan und Sunday Pan aufgebrochen. Der Weg ist doch um einiges weiter als auf den T4A-Karten eingezeichnet und die teilweise sehr schlechte und zugewachsene Piste lässt einen nur langsam vorankommen.

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Landschaftlich ist es an der Leopard Pan und Sunday Pan sehr schön und wir erkundeten bis zum frühen Mittag das Gebiet. Es gab viele Oryxantilopen, Giraffen und Gnus zu beobachten. Von Raubtieren fehlte jedoch jede Spur. Wir entschieden uns an einer lichten Baumgruppe an der Leopard Pan die Mittagsstunden einigermaßen im Schatten zu verbringen und haben dort gebruncht und versucht die Temperaturen jenseits der 40 Grad-Marke irgendwie zu ertragen.

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Am Nachmittag sind wir nochmal zurück zum Sunday Pan-Wasserloch gefahren und haben uns in den Schatten zwischen die Oryxantilopen gestellt, um einige Stunden lang das Kommen und Gehen zu beobachten. Hin und wieder gab es kurze Gefechte zwischen den Oryx und zusammen mit dem aufgewirbelten weißen Staub und dem fahlen Licht ergaben sich eine mystische Stimmung und tolle Fotomotive.

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Auch rund ums Wasserloch gab es einiges zu sehen. Ein scheinbar gammeliges "Irgendwas" entpuppte sich dann als eine nicht mehr ganz so frische braune Hyäne, die trotz ihres sehr unansehnlichen Aussehens noch ganz schön mobil war.

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Da wir leider keine Reservierung für die Sunday Pan-Campsite hatten und es auch nicht drauf ankommen lassen wollten am späten Nachmittag doch noch zurück fahren zu müssen weil Leute mit Reservierung auftauchen, sind wir wieder zu unserer weit entfernten Passarge Nr. 1 Campsite gefahren und haben den Abend dort verbracht. Kurz vor dem Abendessen kamen plötzlich einige Bienen, die versucht haben etwas von dem Abwaschwasser abzubekommen. Wir haben die paar Bienen nicht weiter beachtet, doch es sind es von Minute zu Minute immer mehr geworden 🤩 . Wir haben das Waschwasser schnell verschwinden lassen, aber es kamen trotzdem immer mehr Bienen angeflogen und irgendwann war unser ganzes Auto und die Umgebung von einem riesigen Bienenschwarm eingenommen. Wir versuchten mit qualmendem Feuerholz den Platz auszuräuchern, aber es hat nicht geholfen. Mit meiner Bienengiftallergie wollte ich es nicht auf eine ungeplante Konfrontation ankommen lassen und habe mich, als nur wenige Bienen am Zelteingang saßen, ins Zelt zurückgezogen und abgewartet 😐 . Die Sonne war schon kurz davor unter zu gehen. Als sie dann endlich verschwunden ist, haben auch die Bienen den Rückzug angetreten und wir konnten uns weiter ums Abendessen kümmern.

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Viele Grüße
Marcel
Teil 416. März 2024
Tag 5: CKGR Sunday Pan und Deception Valley
09.10.2023

Wir sind früh aufgestanden, um weiter zur Deception Campsite zu reisen. Obwohl es gerade erst dämmerte bekamen wir wieder Besuch von den Bienen. Von Minute zu Minute wurden es wieder mehr 😠 . Daher haben wir nur schnell alle Sachen ins Auto gestopft und die Campsite im Passarge Valley verlassen. Die Sonne ging zügig auf und mit ihr fingen auch die Temperaturen schnell an zu steigen.

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Unterwegs haben wir noch der Sunday Pan einen Besuch abgestattet und unsere alte Bekannte – die nicht mehr ganz so frische braune Hyäne – an der gleichen Stelle wie am Tag zuvor gesehen. Eine weitere Hyäne versteckte sich ganz in der Nähe im Gebüsch.

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Wir drehten einige Runden um die Pan und beobachteten Giraffen und Gnus, die sich trotz der frühen Morgenstunden bereits im Schatten aufgehalten haben. Immerhin hatten wir um 8 Uhr bereits 39 Grad… 😎

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Unterwegs trafen wir eine deutsche Reisegruppe. Wir tauschten uns etwas über die Sichtungen aus, stellten jedoch schnell fest, dass es mit Großkatzen ziemlich mau aussieht.
Kurz bevor wir die Sunday Pan verlassen wollten, haben wir noch ein Warzenschwein bei der Nahrungssuche beobachtet, als ich plötzlich im Seitenspiegel einen Gepard in aller Ruhe hinterm Auto langgehen sah. Wir wendeten das Auto und fuhren im Schritttempo neben ihm her.

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Sein Ziel war eine kleine Baumgruppe auf der Pan, wo er es sich im Schatten nur wenige Meter neben unserem Auto gemütlich machte. Wir beobachteten ihn eine ganze Zeit lang, bis wir uns endlich losreißen konnten.

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Als wir gerade los wollten kam uns die deutsche Reisegruppe entgegen und wäre an dem Gepard vorbeigefahren, wenn wir sie nicht auf ihn aufmerksam gemacht hätten. Wir gaben unsere Pole Position frei und fuhren weiter zur Deception Campsite.
Der Weg fuhr sich sehr gut und entspannt und so kamen wir zur Mittagszeit auf der Campsite an und holten erstmal ein spätes Frühstück nach und verbrachten die heißen Mittagsstunden in der Hängematte 🙂 .

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Am Nachmittag erkundeten wir ohne nennenswerte Sichtungen das Deception Valley.

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Gegen Abend waren wir zurück auf der Campsite und erhielten prompt wieder Besuch von Bienen… Dieses Mal zwar nicht ganz so schlimm, jedoch entschieden wir uns bis zum Sonnenuntergang zu warten, bevor wir anfingen zu kochen und zu duschen.

LG Marcel
Teil 510. Aug. 2025
Ach du meine Güte, jetzt hab ich euch aber lange im Auto warten lassen 😗 🤩 😊 !

Und das bei diesen Temperaturen … Ich hoffe, ihr seid mittlerweile nicht schon zu Fuß losgegangen oder verdurstet. Jetzt wird’s aber höchste Zeit, dass ich hier mal weitermache.
Bele hat mir nämlich auch mitgeteilt, dass man erst wieder nach Botswana darf, wenn man seinen Reisebericht beendet hat. Und da wir im Mai 2026 wieder loswollen, muss ich mich jetzt sputen, um bis dahin alles erzählt zu haben 😄
Ich hoffe ihr habt die Zeit genutzt und euch auch mit neuem Proviant eingedeckt, denn die Reise geht weiter und bis zum Mai müssen wir ja am Ziel angekommen sein 😄

Tag 6: Deception Valley und Boteti
10.10.2023

Wo waren wir jetzt eigentlich?
Ach ja, genau – im Deception Valley!

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Wir sind wieder früh aufgestanden, um vor der Fahrt zum Matswere Gate noch eine kleine Runde durchs Deception Valley zu drehen. Die Luft war an diesem Morgen angenehm, und solange die Sonne nur knapp über dem Horizont stand, waren auch die Temperaturen gut auszuhalten. Das dachten sich offenbar auch die Löffelhunde und Schabrackenschakale – überall sah man die Kleinen umherwuseln.
Hier und da konnten wir sogar Löffelhund-Pärchen beobachten, wie sie sich gegenseitig liebkosten. Gaaanz langsam versuchten wir, mit dem Auto näher an die Tierchen heranzukommen, um ein paar schöne Bilder zu knipsen. Meistens hat das nicht so gut geklappt, aber ein paar Löffelhunde haben uns immerhin ein paar Schnappschüsse gegönnt.

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Der Weg zum Matswere Gate war relativ kurz, und wir entschieden uns, dort erstmal in Ruhe zu frühstücken und unsere Kaffeetafel aufzubauen. Kurz darauf traf auch die deutsche Reisegruppe ein und bewunderte unsere entspannte Frühstücksrunde. Als die Reiseleiter mal nicht direkt daneben standen, steckten uns einige der Gäste, dass es bei ihnen nicht ganz so gemütlich zugeht – sie würden ganz schön von A nach B gescheucht 😛
Von der Reiseleitung erfuhren wir dann noch, dass uns am Boteti riesige Zebraherden erwarten würden, die sich zu der Zeit dort aufhielten.
Voller Vorfreude machten wir uns also auf den restlichen Weg:
Ein kurzer Zwischenstopp in Rakops zum Tanken und Vorräte auffüllen (Fleisch gab’s keins – zumindest keines, das wir essen würden), dann ging’s direkt weiter Richtung Khumaga.

Da der Boteti zu der Zeit trocken lag, konnten wir ohne Fähre ans andere Ufer fahren und unsere Campsite beziehen. Tatsächlich hörte man schon von dort die Zebrarufe, und wir haben keine Zeit verloren, den ersten Gamedrive zu starten.

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Was uns sofort auffiel: Hier wimmelte es ja nur so von Elefanten! Sie waren wirklich überall – alle paar Meter, hinter jeder Kurve, riiiesige Bullen, die aus den Tiefen des Makgadikgadi-Nationalparks zum Boteti gekommen waren, um zu trinken. Viele von ihnen schienen nicht besonders an Autos gewöhnt zu sein – zumindest wirkten sie genauso überrascht und aufgeregt wie wir. Daher endete diese Begegnung auch mit starrem ausharren und aneinander vorbei manövrieren und ohne Bild 🙁

Die Atmosphäre, das Licht, die Geräuschkulisse am Boteti – das war genau so, wie man sich Afrika vorstellt.

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Bis kurz vor Sonnenuntergang haben wir das Flussbett und die verschiedenen Aussichtspunkte erkundet, bevor wir zurück zur Campsite gefahren sind und den Abend bei einem Savanna Cider und leckeren Nudeln mit Pesto gemütlich ausklingen ließen.

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Teil 611. Aug. 2025
Tag 7: Boteti
11.10.2023

Die Nacht haben wir wieder gut verbracht.
Dieses Mal sind wir etwas später aufgestanden, da der Weg zu den Game-Drive-Strecken nicht besonders weit war. Auf dem Weg zum Flussbett des Boteti waren diesmal keine Elefanten zu sehen – vermutlich haben auch sie etwas länger geschlafen.

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Den gesamten Vormittag folgten wir dem Lauf des Boteti – mal die Böschung hinauf, dann an anderer Stelle wieder hinunter. Gegen 10 Uhr tauchten schließlich doch Elefanten auf, und beim Verlassen des Flusstals musste man gut aufpassen, nicht plötzlich einem durstigen, eiligen Elefanten gegenüberzustehen.

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Selbst in der Trockenzeit, wenn er völlig ohne Wasser ist, wirkt der Boteti landschaftlich beeindruckend. Wie mag es hier erst aussehen, wenn der Fluss Wasser führt?
Die Mittagspause verbrachten wir auf der Campsite und nutzten die Zeit zum Wäschewaschen. Dank angenehmer 40 Grad war die Kleidung in Nullkommanix trocken.
Am Nachmittag wiederholten wir unser Programm vom Vormittag. Die Luft war erneut staubgefüllt, wodurch das Fotografieren schwierig war – für die Augen und Ohren war es trotzdem wunderschön. Zwar blieben spektakuläre Sichtungen aus, doch wir genossen die Zeit.
Am Wasserloch sammelten sich die Elefanten, einige völlig mit einer weißen Lehmschicht bedeckt. Leider war der Blickwinkel zum Fotografieren ungünstig.

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Zurück auf der Campsite bereiteten wir das Abendessen vor, wurden jedoch sofort von frechen Meerkatzen belagert. Ein Trupp versuchte, den Tisch mit den Lebensmitteln zu plündern, während ein zweiter die Gelegenheit nutzte, ins Auto einzudringen. Diebische Ausbeute: eine Tüte Brötchen und ein paar Kartoffeln. Diese Gruppe war zudem nicht leicht einzuschüchtern und zeigte uns angriffslustig ihre kleinen Zähnchen.
Da wir die Wirksamkeit unserer Tollwutimpfung nicht auf die Probe stellen wollten, räumten wir rasch alles weg und konzentrierten uns auf die Bratkartoffeln. Offenbar waren die Affen erfolgreich genug gewesen, denn sie ließen uns schließlich in Ruhe essen und den Tag gemütlich am Lagerfeuer ausklingen.

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Teil 711. Aug. 2025
Tag 8 + 9: Nxai Pan
12.+13.10.2023

Am nächsten Morgen brachen wir wieder früh auf. Ziel war das South Camp im Nxai-Pan-Nationalpark – ein Ort, der uns schon im letzten Jahr begeistert hatte: schöner Park, tolle Sichtungen, schöne Campsite und übersichtliches Wegenetz. Vor allem während der Trockenzeit versprechen Berichte im Internet „dramatische Szenen“ am Wasserloch – zu Recht, wie sich zeigen sollte.

Auf dem Weg hielten wir bei den Baines Baobabs für ein Frühstück. Doch selbst am Morgen war es dort kaum auszuhalten: Windhosen aus salzigem Staub tanzten über die Pfanne, ein heißer Wind mit 40–45 Grad wehte ununterbrochen. Im Schatten war es kaum angenehmer, sodass wir schnell einpackten und im klimatisierten Auto weiterfuhren.

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Viel besser war es auf unserer Campsite Nr. 1 im South Camp auch nicht – wir drängten uns in den wenigen Schatten und warteten einfach, bis wir am Nachmittag den ersten Game Drive starteten.

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Am Wasserloch bot sich uns ein großartiges Schauspiel: Elefantenherden und viele andere Tiere eilten zum Wasser, um ihren Durst zu stillen. Gleichzeitig hielten Löwen – trotz der Hitze – Wache über ihren Riss, um Schakale und Geier fernzuhalten. Wir beobachteten dieses Treiben stundenlang, bevor wir im letzten Abendlicht ins Camp zurückfuhren.

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Am nächsten Morgen, direkt nach Sonnenaufgang, fuhren wir erneut zum Wasserloch. Das Löwenrudel wartete in aller Ruhe, lief dann mit vollem Bauch halbherzig hinter neuer Beute her. Die Reste von der letzten Mahlzeit wurden ebenfalls nur noch halbherzig verteidigt.

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Die restlichen Tiere waren sichtlich nervös, näherten sich nur zögerlich dem Wasser und sprangen bei jeder Bewegung erschrocken zurück. Für die Löwen wirkte die Szene wie ein Selbstbedienungsbuffet – beim nächsten Hüngerchen einfach zuschnappen.

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Wir verließen das Wasserloch, um etwas die Umgebung zu erkunden. Abgesehen von einer jungen Straußenfamilie war nichts zu sehen, und wir kehrten zurück. Doch in unserer Abwesenheit hatte das Rudel bereits die nächste Kudu-Antilope erlegt. Auch wenn es für die Antilope tragisch war, hätten wir die Jagd gerne miterlebt.

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Am Nachmittag verschwanden die Löwen mit ihrem Riss ins Gebüsch und waren kaum noch zu sehen. Dafür versammelten sich nun unzählige Elefanten am Wasserloch und boten uns einen würdigen Tagesabschluss.

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Eins steht fest: Die allgegenwärtige Hitze von weit über 40 Grad, der Staub – all das nahm man gerne in Kauf, um dieses Spektakel beobachten zu können: den harten Überlebenskampf am Wasserloch, wenn Leben und Tod so nah beieinanderliegen. (Wie poetisch :D)

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Teil 813. Aug. 2025
Tag 10 + 11: Khwai / Magotho
14.+15.10.2023

Wir waren froh, uns dieses Mal für zwei Tage im Nxai Pan entschieden zu haben. Nach zwei intensiven Tagen dort folgte nun die lange und anstrengende Fahrt nach Khwai / Magotho. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnten: Wo man sich sonst eher nicht über Tiere freut, die einem „vors Auto laufen", würden wir dieses Mal sehr erfreut sein.

Wir sind früh gestartet, haben am Gate an der Straße wieder Luft auf die Reifen gegeben und im Schatten gefrühstückt. In Maun haben wir dann noch schnell in der neuen Mall Verpflegung eingekauft, bei Rileys getankt und bei Beefboys die leckere Drywors mitgenommen. Der Weg in Richtung Mababe war dann doch sehr lang, staubig und holprig. Zu unserer Überraschung zog sich der Himmel zwischendurch zu, und es hat kurz und leicht geregnet.

Hinter Mababe nahmen wir die Cutline hinunter zum Khwai, und als Magotho gerade in Sichtweite kam, sprang uns ein kleines Rudel Wildhunde vors Auto. Die „Hübschen" waren gerade auf dem Weg ins flache Wasser des Khwai, um sich dort auszuruhen, etwas zu spielen und sich abzukühlen.

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Wir stellten unser Auto ab und beobachteten die Wildhunde eine ganze Zeit lang beim Baden. Von der Campsite her gab es neugierige Blicke, was wir wohl entdeckt hatten. Wir hatten das Rudel lange für uns, und als die ersten anderen Autos eintrafen, räumten wir unsere Pole Position, um auf der Campsite einzuchecken.

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Die uns zugewiesene Campsite sagte uns leider nicht zu. Sie lag zwar am Fluss, war aber ziemlich verbuscht, und die Ablutions waren eine halbe Ewigkeit entfernt. Zum Glück konnten wir umziehen und erhielten die Reserve-Campsite im südlichen Bereich von Magotho. Diese hat uns deutlich besser gefallen: schattig, direkt am Fluss, nahe an den Sanitäranlagen - und mit Elefantenbesuch sowohl tagsüber als auch nachts.

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Am späten Nachmittag starteten wir in Richtung Norden. Unterwegs wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass ganz in der Nähe eine Leopardin unterwegs sei. Wir wendeten, fuhren ein Stück um die Kurve - und schon lief sie uns vors Auto. Es war nur eine kurze Begegnung, denn kurz darauf verschwand sie im Unterholz.

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Den Abend verbrachten wir auf der Campsite, mussten unser Essen jedoch kurzzeitig ins Auto verlagern, als ein Sturm mit Regen aufzog.
Nachdem sich das Wetter beruhigt hatte, gingen wir schlafen. In der Nacht wurden wir plötzlich wach, als Elefanten direkt neben unserem Auto standen, vor sich hin brummelten und gefühlt halbe Bäume abrissen und wegknusperten.

Am nächsten Morgen fuhren wir wieder die wenigen Minuten Richtung Norden, in das Gebiet, in dem wir am Vortag die Leopardin gesehen hatten. Und tatsächlich: Plötzlich lag sie in einem schönen, leopardengeeigneten Baum - mit ihrem Riss. Wir waren lange die einzigen Beobachter, bis später noch zwei weitere Autos eintrafen. In einem saß ein älteres französisches Paar, das die Leopardin seit vielen Jahren kennt und erforscht und jedes Jahr nach Magotho kommt, um sie zu beobachten. Sie ist etwa 2010 geboren und heißt „Mamachoto" (keine Ahnung wie man das schreibt 😄 ). Erkennbar an einer langen, feinen Narbe in der linken Gesichtshälfte. Die beiden suchten sie seit über einer Woche und wurden nun durch uns auf sie aufmerksam.

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Wir und die Leopardin wechselten mehrfach die Position, bis es ihr in der Sonne zu warm wurde und sie sich ins Unterholz zurückzog. Wir nutzten die Gelegenheit, um ebenfalls aufzubrechen, und fuhren bis zum Abend am Khwai entlang nach Norden, um die Gegend zu erkunden.

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Teil 920. Aug. 2025
Tag 12: Mbudi Campsite
16.10.2023

Nach einer weiteren Nacht mit Elefantenbesuch auf Magotho räumten wir beim ersten Tageslicht die Campsite und schauten erneut nach der Leopardin. Sie lag wieder auf ihrem Baum auf dem gleichen Ast wie am Vortag und ließ sich die ersten Sonnenstrahlen ins Gesicht scheinen. Wieder hatten wir die Sichtung lange für uns, bevor schließlich doch einige Fahrzeuge kamen.


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Daraufhin machten wir uns entlang des Khwai auf den Weg nach Mbudi. Da unsere Campsite noch belegt war, machten wir es uns in der Nähe des Flusses gemütlich und frühstückten erst einmal, bevor wir endlich auf unsere Campsite konnten und dort den Elefanten beim Baden zusahen.

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Unser heutiges „Ausflugsziel" war das Gebiet am Khwai, auf der Seite des Moremi-Nationalparks. Wir bezahlten brav unsere Gebühren und schlängelten uns am Fluss entlang. Landschaftlich wunderschön, jedoch ohne besondere Sichtungen. An diesem Tag war es besonders schwül und heiß. Das merkte man auch den Tieren an. die Gegend entlang des Khwai war ziemlich leer und wenn man dann doch Tiere erspähte, dann standen diese irgendwo im Schatten im dichten Unterholz.

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Wir fuhren am Nachmittag zurück zur Campsite. Auf dem Weg hielten wir noch in Khwai an und nutzten den Stop an einem kleinen Lädchen um uns mit kalten Getränken zu versorgen und das Wifi zu nutzen 😎
Auf der Campsite genossen wir den Sonnenuntergang und lauschten dem Froschkonzert, bevor wir vor den Mücken ins Zelt flohen.

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Teil 1010. Sept. 2025
Tag 13: Xakanaxa
17.10.2023


Die Mbudi Campsite hat uns recht gut gefallen. Die Anlage liegt landschaftlich wirklich schön am Fluss mit tollem Ausblick. Nachteil ist jedoch, dass manche Campsites echt weit von den Ablutions entfernt liegen…
Am nächsten Morgen führt uns der Weg zurück in den Moremi.

Zurück im Park biegen wir direkt Richtung Westen ab und folgen dem Khwai. Der Weg führt immer wieder ans Wasser, wo wir einige Elefanten bei ihrem morgendlichen Bad beobachten können. Wir fahren mal größere, mal kleinere Schleifen und entdecken bald direkt neben der Piste eine Löwenmutter mit ihren beiden älteren Jungen. Neugierig mustern sie uns, und beim Gähnen zeigen sie ihre kleinen, scharfen Milchzähnchen.

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Unsere Frühstückspause legen wir heute am Dombo Hippo Pool ein. Bereits eine kleine Gruppe anderer Touristen ist dort und erkundet das Gebiet. Auf den einsturzgefährdeten Aussichtsturm trauen sich jedoch nur wenige. Der restliche Weg zur Xakanaxa Campsite ist schnell geschafft, und wir gönnen uns zunächst eine kurze Mittagspause, bevor wir das Gebiet erkunden.

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Am Nachmittag durchqueren wir die Gegend zwischen Xakanaxa und Third Bridge. Wir fahren kreuz und quer auf allen erdenklichen Wegen, bis wir plötzlich im Gras ein recht großes Löwenrudel verteilt liegen sehen. Den Motor stellen wir ab und beobachten die Tiere.

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Unsere Anwesenheit bleibt nicht unbemerkt: Schon kurze Zeit später rauschen Fahrzeuge der umliegenden Lodges heran. Ein Auto fährt mit hohem Tempo direkt auf die im Gras liegenden Löwen zu und macht kurz vor ihnen eine Vollbremsung. Die Löwen erschrecken, stehen auf und legen sich schließlich wieder im Schatten zusammen. Sofort sichern sich die Safarifahrzeuge die besten Plätze. Meine Kommentare zu diesem Verhalten erspare ich euch lieber.

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Nach dieser Sichtung kehren wir langsam zur Campsite zurück und genießen den Abend. Das Löwenrudel sollte auf dieser Reise unsere letzte „größere" Sichtung bleiben. Xakanaxa ist zudem unsere letzte Übernachtung im Park.

Tag 14: Kaziikini / Rückreise
18.10.2023


Auf dem Weg nach Kaziikini durchqueren wir noch die Xini-Lagune und die Black Pools Region, allerdings ohne besondere Tierbeobachtungen. Die Temperaturen sind heute wieder besonders hoch und so wundert es uns nicht, dass wir dort keine Tiere sehen.
Am späten Nachmittag erreichen wir Kaziikini. Dort ist es ebenfalls sehr heiß und staubig, und die Elefanten haben in der Nacht nicht nur sämtliche Duschhäuschen zerstört, sondern auch direkt neben unserem Auto eine undichte Wasserleitung freigelegt. Zum Glück hatten wir nicht genau dort geparkt. Sonderlich gut gefallen hat es uns dort nicht.

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Zurück in Maun reinigen wir nur noch schnell das Auto, kaufen einige Souvenirs und treten schließlich die Rückfahrt nach Windhoek an. Rückblickend können wir sagen, dass uns die Tour sehr gut gefallen hat. Wir waren zur richtigen Zeit an den richtigen Orten - nur temperaturmäßig war diese Jahreszeit alles andere als angenehm.

Unsere kleine geführte Statistik bescheinigt uns die Sichtung von unter anderem:
-395 Elefanten
-199 Giraffen
-16 Löwen
- 1 Gepard
- 1 Leopard
- 5 Wildhunde
-196 Kudus
-247 Springböcke
-20 Löffelhunde
-106 Strauße
-192 Oryx
-84 Warzenschweine
-40 Schakale

Im Mai 2026 geht’s wieder los und wir sind gespannt, wie dann unsere Statistik aussieht 🙂

Liebe Grüße
Marcel
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